Baby zähne ab wann

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Zahnen – Der erste Zahn kommt

Eines Tages werden Sie bei Ihrem Baby das erste Zähnchen entdecken. Eine Überraschung für Sie. Sein Durchbruch hatte sich nämlich durch nichts angekündigt. Ohne dass Ihr Kind etwas spürte, bekam es seinen ersten Zahn.

Das ist nicht bei allen so. Wenn sich, ungefähr im sechsten Monat, das Zahnen anbahnt, kann für Ihr Baby und Sie eine unangenehme Zeit beginnen. (Wie bei allen anderen Entwicklungsschritten auch, kann der Zeitpunkt des Zahnens von Kind zu Kind sehr verschieden sein. Es ist auch nicht ungewöhnlich, wenn das Zahnen in Schüben vor sich geht.) Der Kieferknochen fängt an zu spannen. Er fühlt sich fest und hart an. Geschwollenes Zahnfleisch macht dem Baby zu schaffen. Denn es juckt und tut weh. Ihr Kind wird unruhiger, schläft schlechter, quengelt mehr als gewöhnlich. Manchmal bekommt es Fieber. Sie als Eltern brauchen jetzt noch mehr Geduld als sonst.

Bedenken Sie, dass nicht jedes Unwohlsein, nicht jedes Fieber Ihres Kindes mit dem Zahnen zusammenhängen muss. Im Zweifelsfall fragen Sie lieber den Arzt, vor allem auch, wenn Ihr Kind fiebert.

Gibt es Anzeichen für das Zahnen?
Können Sie Ihrem Kind beim Zahnen helfen?
Erste Zähne, müssen sie schon gepflegt werden?
Daumen und Schnuller, schädlich für die Zähne?

Gibt es Anzeichen für das Zahnen?

Fängt Ihr Baby an, stark zu sabbern, können Sie davon ausgehen, dass das Zahnen beginnt. Seine Bäckchen können sich sehr röten. Außerdem beißt es jetzt auf allem herum, was es in die Finger bekommt.

Können Sie Ihrem Kind beim Zahnen helfen?

Zunächst unterstützt alles Feste, auf dem Ihr Baby herumbeißen kann, seine „Zahngeburt“.

Nicht nur ein gekühlter Beißring, auch ein festes Stück kaltes Obst oder Gemüse helfen. Bevor Sie Ihrem Baby allerdings Eiswürfel anbieten, fragen Sie den Arzt oder die Ärztin, ob das sinnvoll ist.

Grundsätzlich lindert das Herumkauen auf einem festen Gegenstand, zum Beispiel auf einer harten Brotrinde oder dem Stiel eines Löffels, den Kieferdruck. Damit kann der Schmerz beim Zahnen zumindest eingeschränkt werden.

Wohl gibt es eine Reihe von Medikamenten, die schmerzlindernd wirken. Nur fragen Sie den Arzt oder die Ärztin, bevor Sie Ihrem Kind Tropfen oder Gelees aus der Apotheke geben. Auch wenn es sich um homöopathische Mittel handelt.

In vielen Fällen hilft ein Kamillen- oder Salbeitee. Tragen Sie ihn mit einem Wattestäbchen auf die schmerzende Schleimhaut auf. (Natürlich kann er auch getrunken werden.) Achten Sie darauf, dass die Tees nicht gesüßt sind! Der Zucker kann bereits das gerade durchgestoßene Zähnchen schädigen.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen, wenn Sie danach fragen, zuckerfreie Mittel nennen können, die das Zahnen Ihres Babys erleichtern.

Erste Zähne, müssen sie schon gepflegt werden?

Die ersten Zähnchen Ihres Kindes, das so genannte Milchgebiss, müssen genauso gepflegt werden wie später das Erwachsenengebiss. Das vollständige Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen, die alle geputzt, von Essensresten befreit werden müssen.

Sie können damit aber bereits beim ersten Zahn beginnen. Säubern Sie ihn mit Watte oder einem Läppchen. Die erste Baby-Zahnbürste kann schließlich zum Einsatz kommen, wenn Ihr Kind vier bis fünf Zähne hat. Übrigens reinigt auch ungesüßter(!) Tee, den Ihr Kind nach dem Essen trinkt, seine Zähne.

Sie tun viel für das Gebiss Ihres Kindes, wenn Sie seiner Nahrung so wenig Zucker wie möglich beimischen. Verzichten Sie auch darauf, Ihrem Baby das Einschlafen zu versüßen. Nachdem die Zähne vor dem Schlafengehen gesäubert sind, sollte es nichts mehr zu essen bekommen.

Daumen und Schnuller, schädlich für die Zähne?

Daumenlutschen oder das Saugen am Schnuller, das eine oder das andere braucht fast jedes Baby. Es ist ein so genanntes Urbedürfnis.

Sie haben sicher gesehen, dass Ihr Baby direkt nach der Geburt schmatzt und sein Mündchen spitzt. Es will saugen. Jedem Baby ist ein Saugreflex angeboren. Er sorgt schließlich dafür, dass es automatisch das Richtige tut, wenn es gestillt wird oder die Flasche bekommt. Aber nicht nur das. Saugen und nuckeln tröstet Ihr Kind auch. Es bereitet ihm Lust. Es entspannt sich dabei.

Vielleicht ist Ihnen nicht wohl bei dem Gedanken, dass Ihr Kind am Daumen oder am Schnuller lutscht. Zu viel haben Sie schon darüber gehört, dass beides zur Fehlstellung des Kiefers und/oder der Zähne führt. Andererseits haben Sie sicher beobachtet, dass sich ein Baby immer etwas sucht, an dem es saugen kann. Bekommt es keinen Schnuller, wird es seinen Daumen, einen Finger, die ganze Hand, den Zipfel der Bettdecke dafür hernehmen.

Lassen Sie Ihr Baby also ruhig am Daumen lutschen. Er hat den Vorteil, dass er immer greifbar, nie verlegt werden kann.

Manche Kieferorthopäden meinen, dass der Schnuller zum Saugen geeigneter sei. Er ist weicher und kiefergerecht geformt.

Wenn Sie sich für den Schnuller entscheiden, säubern Sie ihn häufig. Vor allem in den ersten Lebensmonaten Ihres Kindes. Mit Sicherheitszeichen versehene Schnuller lassen sich auskochen und öfter waschen, ohne in Einzelteile zu zerfallen. Trotzdem sollten Sie ihn hin und wieder durch einen neuen ersetzen.

Zahnen: wenn Babys erste Zähne kommen

Wenn dein Baby zahnt, kommt es in eine wichtige Phase: es wird jetzt alles in den Mund stecken, was greifbar ist, möglicherweise wird es Schmerzen haben und wenn du noch stillst, kann es sogar passieren, dass es dabei einmal kräftig in deine Brustwarze beißt. Natürlich nicht mit Absicht oder um dich zu ärgern, schmerzhaft ist es aber dennoch.

Für viele Eltern wird diese Phase zur regelrechten Geduldsprobe, da ihr kleiner Schatz jetzt kaum noch fröhlich, sondern oft einfach nur weinerlich ist, außerdem schlecht schläft und schlecht isst. Das kann, muss aber nicht so sein – manche Babys haben mit dem Zahnen nämlich überhaupt keine Probleme.

Babys Milchzähne sind übrigens schon vor Geburt an im Kieferknochen angelegt. Genau genommen sind sie sogar schon während der Schwangerschaft vorhanden, wenn auch noch tief im Kiefer versteckt. Die Milchzähnchen warten hier in Reih und Glied darauf, später durchzubrechen.

Zahnen ist für Eltern und Baby oft eine Geduldsprobe

Zahnende Kinder sind zu bemitleiden, die Eltern manchmal ebenfalls. Einen schwachen Trost gibt es: auch wenn die Zeitspanne lange dauert, bis alle Zähne durch sind, ist der schlimmste Spuk meistens pro Zahn innerhalb von wenigen Tagen wieder vorbei.

Wie machen sich Zähne beim Baby bemerkbar? Wie viele Milchzähne hat ein Kind? Und wann genau kommen eigentlich die ersten Zähne? Alles Fragen, die wir die im Nachfolgenden ausführlich erläutern.

Zahneinschuss beim Baby: Was passiert, wenn Kinder zahnen?

Wenn beim Baby die ersten Zähne kommen, müssen diese sich irgendwie den Weg durch das intakte Zahnfleisch bahnen. Dafür bricht das Zahnfleisch regelrecht auf. Das hört sich nicht nur schmerzhaft an, das ist es auch.

Anzeichen fürs Zahnen: Woran merke ich, dass mein Baby zahnt?

Das Baby zahnt – wie sieht das aus? Keine Sorge: Wenn Babys zahnen, merken Eltern das ziemlich schnell an verschiedenen Symptomen. Zum Beispiel sind zahnende Baby sehr häufig quengelig und schlafen schlecht. Nicht alle Eltern wissen dies richtig zu deuten. Fakt ist aber, dass es ziemlich schmerzt, wenn der erste Zahn durchbricht. Insofern ist es also kein Wunder, wenn dein Baby nicht gerade die ganze Zeit gut drauf ist.

Außerdem sabbern zahnende Babys besonders viel, sie haben ein geschwollenes Zahnfleisch und gerötete Bäckchen. Durch den vermehrten Speichelfluss sind wird die Haut und den Mund herum rot, ganz ähnlich wie bei einem Ausschlag. Das Baby kaut an allem, was greifbar ist, notfalls auch an der eigenen Faust.

Auch ein wunder Po oder Durchfall kann ein Anzeichen dafür sein, dass dein Baby zahnt, hierfür jedoch scheint es bislang keine wissenschaftlichen Belege zu geben.

Erster Zahn: Wann bekommen Babys Zähne?

Der Zeitraum, in dem Babys ihre ersten Zähne bekommen, variiert stark. Beim einen Kind ist es schon mit drei oder vier Monaten so weit, beim Anderen lässt der erste Zahn bis zu 12 Monate lang auf sich warten. All das ist kein Grund zur Besorgnis. Es soll sogar vereinzelt Babys geben, die bereits mit Zähnen geboren werden!

Im Durchschnitt jedoch ist es so, dass der erste Zahn bei Säuglingen mit ungefähr 6 Monaten sichtbar wird.

Zahndurchbruch: Welche Zahnungsbeschwerden kann das Baby haben?

Es ist schwer zu sagen, ab wann das veränderte Verhalten deines Babys dem Zahnen zuzuschreiben ist. Ein Indiz für Zahnung ist, dass sich dein Baby ständig die Hände oder andere Gegenstände in den Mund steckt und extrem viel Speichel erzeugt.

Folgend findest du häufige Begleitbeschwerden, die beim Zahnen beobachtet werden oder dem zugeschrieben werden. Wenn du dir Sorgen machst, dann besprich sie bitte mit dem Kinderarzt deines Vertrauens.

Schmerzen beim Zahnen

Während dem einen Baby das Zahnen überhaupt nichts ausmacht, leiden andere ziemlich darunter. Da der Zahndamm gerötet und geschwollen ist, weil der Zahn von unten gegen das Zahnfleisch drückt, ist es mehr als einleuchtend, dass das Baby unter Schmerzen leidet. Viele Kinder halten sich sogar beim Zahnen die Hände an die Ohren, weil der Schmerz der durchbrechenden Backenzähne bis zum Ohr hinauf zieht.

Die Folge: es wird weinerlich und quengelig – verständlich. Alles, was dein Baby normalerweise machen würde, um seinen Schmerz zu vergessen – zum Beispiel am Schnuller nuckeln – verursacht nur weitere Schmerzen.

Durchfall beim Zahnen

Für viele steht das Zahnen unmittelbar im Zusammenhang mit Durchfall. Viele Eltern beobachten an ihren Kindern, dass jetzt häufiger Durchfälle auftreten.

Es kann sein, dass dein Baby einen veränderten Stuhlgang hat, wenn es sich vermehrt die Hände oder Gegenstände in den Mund steckt. Darauf könnten Bakterien sein, die zu Durchfall führen.

Verlasse dich aber lieber nicht ausschließlich darauf, dass der Durchfall am Zahnen liegt und suche im Zweifelsfall mit deinem Baby den Kinderarzt auf. Auch Blähungen im Zusammenhang mit Zahnen können jetzt vermehrt auftreten.

Wunder Po durchs Zahnen

Auch ein wunder Po zeigt sich oftmals im direkten Zusammenhang mit dem Zahnen. Das mag zum einen daran liegen, dass zahnende Babys öfter Durchfall haben, zum anderen auch daran, dass das Immunsystem geschwächt ist und Bakterien und Pilze jetzt auch im Windelbereich ein „leichtes Spiel“ haben. Hier hilft nur, das Baby so oft wie möglich an der frischen Luft strampeln zu lassen und die gereizte Haut entweder mit Muttermilch oder mit einer guten Zink- oder Calendulasalbe zu pflegen.

Fieber beim Zahnen

Manche Babys bekommen Fieber, wenn sie zahnen. Das könnte daran liegen, dass das Immunsystem beim Zahnen geschwächt ist und deswegen schneller ein Schnupfen oder ein fiebriger Infekt auftreten kann, der ansonsten vielleicht gar keine Chance gehabt hätte. Sollte das Fieber länger anhalten, suche lieber den Kinderarzt auf, denn es kann auch einen ganz andern Grund haben als das Zahnen.

Ausschlag beim Zahnen durch erhöhte Speichelproduktion

Zahnende Kinder produzieren viel Speichel und sabbern somit auffallend stark. Die Folge: Die Haut um den Mund herum rötet und entzündet sich. Eine Wund- und Heilsalbe kann hier genauso hilfreich sein wie Muttermilch oder eine andere milde Salbe für wunde Haut (zum Beispiel Calendula).

Was hilft beim Zahnen?

Wie kann man Babys, die unter dem Zahnen leiden, am besten helfen? Die meisten Babys suchen gerade jetzt nach Nähe und Trost, sie wollen mehr kuscheln als sonst und brauchen viel Aufmerksamkeit Versuche am besten, dein Kind ein bisschen abzulenken. Mache einen Spaziergang mit ihm, trage es so oft es das Bedürfnis hat in einer Tragehilfe herum. Körperliche Nähe hilft manchen Babys schon dabei, die Schmerzen zu vergessen.

Ein gekühlter Beißring lindert die Schmerzen

Falls das nichts hilft, kannst du deinem Kind einen gekühlten Beißring geben, auf dem es herumkauen kann. Alternativ kann auch ein gekühlter, nasser Waschlappen manchmal Abhilfe verschaffen. Noch besser ist es, den Waschlappen mit Kamillen- oder Salbeiblättertee zu tränken, da dies die Entzündung hemmt.

Vielen Kindern verschafft jetzt eine Zahnfleischmassage Erleichterung. Speziell dafür gibt es Fingerlinge aus Silikon, mit denen du das Zahnfleisch deines Babs sanft massieren und später sogar die ersten Zähnchen pflegen kannst.

Manche Babys beißen auch gerne auf gekühltem Gemüse wie zum Beispiel einer Karotte herum. Sollte wirklich gar nichts helfen, suche am besten den Kinderarzt auf.

Es gibt ein der Apotheke auch verschiedenen Mittel gegen Zahnungsschmerzen, die lokal aufgetragen werden, zum Beispiel ein Zahngel für das Baby. Weitere Rezeptfreie Mittel wie Osanit Kügelchen, Escatitoina Tropfen oder Viburcol Zäpfchen versprechen ebenso Linderung.

Einige Eltern schwören auf Bernsteinketten als Hilfe beim Zahnen. Deren Wirkungsweise ist jedoch nicht wissenschaftlich erwiesen. Ganz im Gegenteil: Bernsteinketten können gefährlich werden, nämlich dann, wenn euer Baby einen der Steine verschluckt oder sich damit verfängt oder irgendwo hängenbleibt. Auch sammeln sich auf der Kette gerne Bakterien.

Wie viele Zähne bekommt ein Baby?

Das fertige kindliche Gebiss besteht aus 20 Zähnen, davon 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8 Backenzähne. Bis alle Zähne da sind, kann es eine ganz Weile dauern. Erst im Alter von etwa zwei bis drei Jahren haben die meisten Kinder ihr komplettes Gebiss.

Generell gilt die Regel: ist der erste Zahn einmal durchgebrochen, kommt meistens pro Monat ein neuer hinzu.

Um den ersten Geburtstag herum sind dann meistens alle Schneidezähne sichtbar, ein halbes Jahr später auch die vorderen Backenzähne und mit rund drei Jahren ist das Milchzahngebiss dann bei fast allen Kindern komplett.

Milchzähne: In welcher Reihenfolge erfolgt die Zahnung?

Wann kommen Babys Schndeizähne und wann kommen die Backenzähne? Genau wie auch der Zeitpunkt des ersten Zahns beim Baby unterschiedlich ist, unterscheidet sich oft auch die Reihenfolge, in der die Zähnchen durchbrechen. Bei den meisten Kindern ist wie folgt:

  • zuerst brechen die Schneidezähne unten in der Mitte durch,
  • dann die Schneidezähne oben in der Mitte.
  • Als nächstes folgen die unteren und dann die oberen äußeren Schneidezähne,
  • später kommen die oben und unteren vorderen Backenzähne
  • die oberen und unteren Eckzähne und als letztes
  • die oberen und unteren hinteren Backenzähne hinzu.

Erste Zähne: welche schmerzen am meisten?

Man sollte meinen, dass die spitzen Zähne beim Durchbruch das Kind am meisten plagen. Dem ist aber nicht so. Noch etwas mehr schmerzhafter sind nämlich die Backenzähne. Bei ihnen handelt es sich schließlich um eine ziemlich große Oberfläche, die sich durch das Zahnfleisch bohren muss. Der dabei entstehende Druck ist schmerzhaft, so dass die Backe leicht anschwillt und wie bei einer Entzündung heiß wird.

Beim Zahnen sind erfahrungsgemäß jedoch die Eckzähne besonders schmerzhaft. Die Wurzelspitze liegt nämlich fast in der knöchernen Augenhöhle (wo der Unteraugennerv liegt), wodurch der Schmerz sich bis in die Augen zeihen kann und viele Kinder zum Weinen bringt. Daher werden die Eckzähne auch Augenzähne genannt.

Warum ist die Zahnpflege bereits beim ersten Zahn so wichtig?

Sobald der erste Milchzahn durchgebrochen ist, sollte die Zahnpflege mit einem Waschlappen, einem Fingerling oder einer Babyzahnbürste beginnen. Auch wenn viele Eltern der Meinung sind, man könne die Zahnpflege gerade zu Beginn etwas lockerer angehen, warmen Zahnärzte davor.

Karies kann sich schnell ansetzen und übertragen. Besonders schlimm ist der Nuckelflaschenkaries. Er entsteht, wenn Kinder abends an der Milchflasche zum Einschlafen trinken und die Zähne somit immer mit der süßen Flüssigkeit umspült werden. Das weicht den Zahnschmelz auf und nährt Kariesbakterien. Ohne Pflege oder Behandlung faulen die Milchzähne dahin.

In Fachkreisen gilt, dass sobald der erste Milchzahn da ist, regelmäßig geputzt werden sollte und zwar morgens als auch abends. Am besten machst du gleich ein Ritual daraus, so dass dein Baby sich rechtzeitig daran gewöhnt, dass das Zähneputzen fester Bestandteil des Tagesablaufes wird.

Fazit

Das Zahnen ist ein ganz natürlicher Vorgang. Dennoch ist es für viele ein ziemlich schmerzhafter Prozess. Babys erster Zahn zeigt sich meistens zwischen 4 und 6 Monaten. Bis die ganze Prozedur des Zahnens abgeschlossen ist, kann es bis zu drei Jahre lang dauern. Erst dann ist das Milchgebiss mit insgesamt 20 Zähnen komplett.

Wenn dein Baby beim Zahndurchbruch unter Schmerzen leidet, kann das für dich ziemlich anstrengend werden – es weint viel und ist schlecht gelaunt. Für dein Baby ist diese Zeit aber mindestens genau so hart wie für dich. Es leidet nicht nur an den Schmerzen, sondern auch darunter, dass es nicht schlafen kann.

Hilfe beim Zahnen versprechen mehrere Dinge, auf denen der Säugling herumkauen kann, wie ein Beißring oder ein Waschlappen. Im Zweifelsfall kannst du dir in der Apotheke auch ein Mittel zum Auftragen besorgen oder vom Arzt etwas verschreiben lassen.

In meinem Lebenslauf finden sich neben dem Abschluss eines wirtschaftlichen Studiums auch Stationen im Bereich Marketing und Kommunikation. Als mein Kind zur Welt kam, eröffnete sich ein neues Universum. Selbst erschlagen vom Angebot für Eltern und ihre Kinder, hätte ich mir oft einfache Entscheidungshilfen gewünscht. Zusammen mit dem Team von babysicherheit24.de beschäftige ich mich eingehend mit der Materie. Mein Wissen und meine Erfahrungen der letzten 8 Jahre Elternschaft möchte ich nun mit unseren Lesern teilen.

Zahnen und Fieber – Infektionskrankheiten bei Kindern und ihr Zusammenhang

Das sagt die Wissenschaft dazu

Carla Massignan und ihr Team von der Universität in Santa Catarina, Brasilien werteten in einer Metaanalyse zehn große Studien aus, die sich mit dem Thema Zahnen befasst haben. Sie konnten keine Belege dafür finden, dass Fieber ein Symptom des Zahndurchbruchs sei. Zahnfleischirritationen, erhöhte Reizbarkeit und stärkeres Speicheln sind die häufigsten Erscheinungen, die beim Zahnen zu beobachten sind. Und auch ein leichter Anstieg der Körpertemperatur ist normal – aber die Temperaturwerte bleiben dabei unter der Schwelle dessen, was als Fieber definiert ist. Die Symptome sind dabei beim Durchbruch der Vorderzähne ausgeprägter. Backenzähne bereiten meist weniger Schwierigkeiten.

Doch warum wird von Eltern und sogar Ärzten so oft ein Zusammenhang zwischen Fieber und dem Zahnen hergestellt?

Eine Theorie

Die ersten Zähne brechen üblicherweise im Alter von etwa sechs Monaten durch, was mit eben jenem Alter zusammenfällt, in dem der Nestschutz – ein von der Mutter mitgegebener Antikörperschutz, der Neugeborene vor einigen Infektionen bewahren kann – nachlässt und Babys empfänglicher für Infektionskrankheiten werden. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass ein Infekt und Zahnen gleichzeitig auftreten, besonders, wenn man bedenkt, dass zehn bis zwölf Infektionen pro Jahr für Kinder unter drei Jahren nichts Ungewöhnliches sind und der Durchbruch eines Zahnes circa acht Tage dauert. Sehr wahrscheinlich wird Fieber durch eine Infektionskrankheit ausgelöst und die erhöhte Temperatur wiederum begünstigt das Durchbrechen der Zähne, was den Zusammenfall von Zahnen und Fieber erklären würde.

Es ist noch nicht geklärt, ob der Vorgang auch umgekehrt passiert, nämlich, dass Zahnen das Immunsystem soweit schwächt, dass das Kind wiederum anfälliger für fieberverursachende Infektionen ist.

Auf den Punkt gebracht

Eine Körpertemperatur über 38° C weist eher auf eine Erkrankung und nicht auf Zahnen hin.

Diese Erkenntnis ist wesentlich, um eine Krankheit richtig entdecken und diagnostizieren zu können: Ein vorliegender Infekt könnte übersehen werden, wenn angenommen wird, dass das Fieber „nur“ vom Zahnen verursacht wird. Ein fieberndes Kind ist krank und muss entsprechend behandelt werden.

Was passiert tatsächlich, wenn die Zähne durchbrechen?

Einige Kinder zahnen vollkommen symptomfrei – andere dagegen durchlaufen eine schwere Zeit. Für alle von ihnen gilt: Das Zahnfleisch wird empfindlicher und rötet sich an der späteren Durchbruchstelle. Die helle Schleimhautkante an der Zahnleiste verstreicht und schwillt an.

Weitere Anzeichen, die auftreten können – und dies ist von Kind zu Kind unterschiedlich –, sind: Verstärktes Speicheln, Zahnfleischirritationen, erhöhte Reizbarkeit, am Finger saugen, Appetitverlust und ein unruhiger Schlaf. Die Körpertemperatur kann ansteigen – das ist nicht ungewöhnlich. Aber der Fiebergrenzwert wird nicht erreicht. Eine laufende Nase, Durchfall, Hautausschläge und Erbrechen sind ebenfalls KEINE Symptome des Zahnens und müssen deshalb beobachtet und gegebenenfalls von einem Arzt beurteilt werden.

Sie können Ihrem Kind den Prozess des Zahnens erleichtern, indem Sie es auf etwas Hartem oder Kaltem herumkauen lassen – ein Beißring, roher Fenchel, Apfelschnitze, harte Brotkanten, Karotten oder Veilchenwurzeln (diese haben sogar einen schmerzlindernden Effekt) eignen sich dafür. Gele, die die Schmerzen abmildern sollen, wie etwa „Dentinox“, wirken lokal betäubend. Gegen die lediglich durch Zahnen bedingte erhöhte Temperatur Ihres Kindes müssen Sie nichts unternehmen.

Zahnen kann Temperatur bis 38 Grad Celsius verursachen, aber kein höheres Fieber

Wenn ein Säugling über 38 Grad Celsius Fieber entwickelt, während die ersten Zähnchen durchbrechen, handelt es sich vermutlich um eine Krankheit und ist nicht um eine Folge des Zahnens. Denn Zahnen verursacht höchstens einen Anstieg der Körpertemperatur auf bis zu 38° C, aber kein höheres Fieber. Dies belegt eine umfangreiche Übersichtsarbeit in „Pediatrics“.

„Beim Zahnen können Babys weinerlich werden und erhöhte Temperatur bekommen, sie sabbern mehr und reiben an ihrem gereizten Zahnfleisch. Doch Blasen im Mund, Appetitlosigkeit und Durchfall gehören nicht zu den Folgen des Zahndurchbruchs. Bei diesen Symptomen und auch bei Fieber sollten Eltern in jedem Fall mit ihrem Kind zum Kinder- und Jugendarzt“, rät Dr. Hermann Josef Kahl, Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Kinder können bis zum Alter von etwa drei Jahren zehn bis zwölf Infekte im Jahr durchmachen, sodass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass eine Infektion gleichzeitig mit dem Zahnen auftritt.

Die Beschwerden des Babys beim Zahnen können Eltern lindern, wenn sie das Baby auf einen gekühlten Beißring, einen nassen Waschlappen oder kühlen Lebensmitteln kauen lassen. Allerdings dürfen die Utensilien nicht zu kalt sein und z.B. nicht aus dem Eisfach kommen. „Vorsichtig sollten Eltern mit Essbaren sein, das leicht verschluckt werden kann, wie Karotten oder eine harte Brotrinde. Von einer Bernsteinkette, die manche Familien als Schmerzlinderung beim Zahnen empfehlen, raten Kinder- und Jugendärzte dringend ab, denn die Ketten können das Kind beim Spielen oder Schlafen verletzen oder gar strangulieren, wenn sie irgendwo hängenbleiben“, warnt Dr. Kahl.
Mit vier bis acht Monaten brechen die ersten Zähne im Unterkiefer durch. Alle Milchzähne haben sich bis zum Alter von etwa drei Jahren ihren Weg durch das Zahnfleisch gebohrt.
Quelle: MedlinePlus/HealtDay, Pediatrics
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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.

Zahnkrankheiten bei Kindern: Mama, mein Mund tut weh!

Wenn Kinder Probleme mit den Zähnen haben, ist es meist Karies. Oft bleibt sie lange unbehandelt. Denn viele Kinder haben keine Beschwerden und wissen deshalb nicht einmal, dass sie Löcher in den Zähnen haben.

Kinder leiden heute seltener unter faulen Zähnen als vor zehn Jahren. Regelmäßige Pflege ist für die meisten mittlerweile Routine: Knapp 75 Prozent aller Kinder putzen zweimal täglich ihre Zähne. Dennoch haben immer noch 33 Prozent der Kids Karies.

Schon bei Babys faulen die Zähne

Oft bilden sich die braunen Stellen schon im Säuglingsalter. Die Karies-Erreger können innerhalb der ersten Monate übertragen werden, meist von der Mutter auf ihr Kind: durch abgeleckte Löffel, Schnuller oder sogar Küsse. Meist sind es Bakterien aus der Streptokokken-Familie, die Zähne faulen lassen. Je mehr krankmachende Keime die Mundflora der Mutter enthält, desto mehr werden sich auch im Mund des Kindes entwickeln.

Lecken Sie den Sauger der Babyflasche oder den Löffel deshalb nicht ab. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich die Zähne entweder noch vor oder in der Schwangerschaft in Ordnung bringen lassen.

Auch Muttermilch enthält Zucker

Sind die Karieserreger erst in den Mund des Kindes gelangt, treiben sie dort sofort ihr Unwesen. Wenn die Bakterien Zucker verarbeiten, produzieren sie Milchsäure und der pH-Wert im Mund sinkt. Die Folge: Mineralien lösen sich aus dem Zahnschmelz. Er ist bei Milchzähnen dünner als bei bleibenden Zähnen und deshalb anfälliger für Säure-Attacken. In den angegriffenen Zahnschmelz lagern sich anschließend Farbstoffe ein, der Zahn bekommt einen gelblich-braunen Fleck. Ist der Zahnschmelz erst zerstört, können schwarze Löcher entstehen, dann muss der Zahnarzt bohren.

Wenn die ersten Zähnchen durchgebrochen sind, wird die Muttermilch zur Gefahr. Das gilt auch für Muttermilch, die Sie Ihrem Säugling in einer Flasche geben. Denn die Milch enthält viel Zucker, die Leibspeise der Karies-Bazillen. Putzen Sie die Milchzähne Ihres Kindes während dieser Zeit regelmäßig, können Sie Ihr Kind vor Karies schützen.

Der Zucker aus Fruchtsäften gibt Bakterien Nahrung

Wenn Ihr Kind ein Jahr alt ist, sollten Sie es spätestens abstillen. Das raten Kinderärztinnen als auch Zahnmediziner. Braucht Ihr Baby dann noch ein Fläschchen, könnte es eine so genannte Saugflaschen-Karies bekommen: Wenn Kinder ständig an einer Flasche nuckeln, die gesüßten Tee oder Fruchtsäfte enthält, zerstört das in kürzester Zeit die Milchzähne. Auch bei Säften mit dem Aufdruck „ohne Zuckerzusatz“ sollten Sie vorsichtig sein: Sie enthalten viel eigenen Fruchtzucker sowie zusätzliche Säuren. Geben Sie Ihrem Kind daher von Anfang Wasser oder ungesüßten Kräutertee.

Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Sprößling ständig am Fläschchen nuckelt. Dadurch können die bleibenden Zähne schief wachsen. Zahnärzte empfehlen daher, Nuckis und Schnuller spätestens nach einem Jahr zu verbannen. Bringen Sie Ihrem Kind so früh wie möglich bei, wie es aus einem Becher oder einer Tasse trinkt.

Wenn Zähne schief wachsen, hat Ihr Kind später Schwierigkeiten

Unter Experten ist umstritten, ob Korrekturen am Kiefer immer medizinisch sinnvoll oder eher Mode sind. Klar ist aber, dass kreuz und quer wachsende Zähne Probleme mit sich bringen:

  • Das Zahnfleisch kann durch schiefe Zähne verletzt werden, zum Beispiel weil sich Ihr Kind auf die Schleimhaut beißt.
  • Die Kauflächen können falsch belastet werden.
  • Die Kieferknochen können sich verändern.
  • Die Zähne werden stärker abgeschliffen als normalerweise.

Größere Abstände zwischen den Milchzähnen, Lücken oder leicht gekippte seitliche Schneidezähne sind bei Kindern noch völlig normal. Manchmal erscheint das Gebiss auch nach dem Zahnwechsel etwas ungeordnet. Eine Korrektur der Zähne wird aber erst nötig, wenn die bleibenden Zähne teilweise schon durchgebrochen sind – also etwa zwischen dem siebten und neunten Lebensjahr. Oft drängen Eltern oder Ärzte zu früh zu einer kieferorthopädischen Behandlung.

Symptome

Jedes dritte Kind bekommt irgendwann Karies. Die ersten Zeichen sind weißliche oder hellbraune Flecken auf dem Zahnschmelz. Sie scheinen matt, wie mit Kreide gemalt. Erst später, wenn die Karies schon schwarz geworden ist oder Löcher zu sehen sind, wir Ihr Kind Schmerzen haben. Vielleicht wird es aber auch nur quengeln oder sich scheuen, kräftig zuzubeißen.

Schief wachsende Zähne oder ein falsch stehender Kiefer können Ihrem Kind Probleme beim Abbeißen bereiten. Beobachten Sie, wie Ihr Sprößling kaut, vielleicht finden Sie auch versetzte Biss-Spuren auf dem Butterbrot. Viele Fehlstellungen können Sie mit bloßem Auge erkennen:

  • Offener Biss: Nuckelt Ihr Kind oft am Schnuller oder am Daumen, wachsen besonders die oberen Schneidezähne zu weit nach vorne. Später kann es deswegen Probleme beim Sprechen, Kauen und Abbeißen haben.
  • Zu eng aneinander stehende Zähne: Wenn der Kiefer zu klein ist, verkanten oder verdrehen sich die Zähne.
  • Beim Überbiss überragen die oberen Schneidezähne deutlich die Zähne im Unterkiefer. So etwas kann vererbt sein, möglicherweise hat Ihr Kind aber auch zu lange am Schnuller genuckelt oder es atmet hauptsächlich durch den Mund ein.
  • Beim Unterbiss zeigen die unteren Schneidezähne nach vorn, die oberen nach hinten.
  • Beißt Ihr Kind überkreuz, ragen die Unterkieferzähne seitlich über die des Oberkiefers hinaus.
  • Beim so genannten Tiefbiss rutschen die oberen Zähne so weit über die unteren, dass diese gar nicht mehr zu sehen sind. Das liegt daran, dass Ober- und Unterkiefer nicht genügend Abstand halten.

Meist können solche Fehlstellungen durch Zahnspangen behoben werden – aber erst, wenn Ihr Kind schon die bleibenden Zähne entwickelt hat, also etwa ab dem neunten Lebensjahr.

Diagnose

Zunächst wird der Zahnarzt fragen, ob Ihr Kind Schmerzen hat. Anschließend wird er sich das Gebiss Ihres Sprößlings genau ansehen. Er wird auch nach weißlichen Flecken auf den Zähnen suchen – dem ersten Anzeichen von Zahnfäule. Zahnärzte berurteilen eine solche Karies im Anfangsstadium unterschiedlich. Der eine entlässt Ihr Kind tatenlos, der andere nicht.

Der Zahnarzt wird zudem nachsehen, wie die Zähne zueinander stehen und ob der Kiefer normal wächst. Dazu wird er auch die Gesichtsform Ihres Kindes betrachten. Möglicherweise macht er zusätzlich einige Funktionstests, um zu schauen, wie sich Lippen, Zunge und Kiefergelenk bewegen.

Wachsen die Zähne oder der Kiefer Ihres Kindes schief, wird der Kieferorthopäde in der Regel Abdrücke von Ober- und Unterkiefer machen. Sie dienen ihm als Vorlagen für ein Gipsmodell des Kiefers. Er wird auch ein Röntgenbild des gesamten Gebisses machen wollen. Am besten eignet sich dafür die so genannte Panorama-Schichtaufnahme. Dabei fährt der Röntgen-Apparat einmal um den gesamten Kopf herum. Das Bild zeigt, ob die Zähne im Kiefer richtig angelegt sind.

Möglicherweise wird der Arzt zusätzlich noch eine Röntgenaufnahme von der Seite machen wollen. Bei Kindern ist häufig auch ein Röntgenbild der Hand sinnvoll. Darauf erkennt der Kieferorthopäde, ob Ihr Sprößling noch einen größeren Wachstumsschub vor sich hat.

Therapie

Hat Ihr Kind Karies im Frühstadium – sind also nur weiße oder gelbliche Flecken auf dem Zahnschmelz zu sehen -, kann ausreichend Fluorid den Zahn wieder mit Mineralien versorgen. Dadurch baut sich neuer Schmelz auf, der Zahn wird wieder hart. Zähneputzen mit einer Fluorid-haltigen Creme kann die Behandlung unterstützen.

Fault der Zahn hingegen schon, wird das Bohren unvermeidlich. Dann bekommt Ihr Sprössling eine Füllung. Für Kinder sollte kein Amalgam verwendet werden. Stattdessen empfiehlt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Kunststoff.

Zähne sollten nur dann gezogen werden, wenn es anders nicht geht. Denn die Milchzähne halten den Platz frei für die nachkommenden. Fehlen sie, wächst vielleicht der Kiefer schief.

Gegen kreuz und quer stehende Zähne oder gegen einen falsch wachsenden Kiefer helfen Klammern. Von der Art der Fehlstellung hängt es ab, was und wann etwas gemacht werden sollte. Es gibt feste und herausnehmbare Spangen. Eine feste Klammer ist für Kinder ab zwölf Jahren geeignet, dann sind alle bleibenden Zähne durchgebrochen. Eine herausnehmbare Spange kann schon mit neun Jahren angepasst werden.

Tipps

Kümmern Sie sich um die Zähne Ihres Kindes, solange sie gesund sind. Nehmen Sie das Thema ernst. Denn noch können Sie beeinflussen, wie Ihr Sprössling als Erwachsener sein Gebiss pflegen wird.

Damit der Zahnarzt Ihrem Kind keine Angst einflößt, sollten Sie es früh zu Ihren Kontroll-Untersuchungen mitnehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den Besuch beim Zahnarzt: Was tut er genau und warum? Spielen Sie die bevorstehende Situation gemeinsam durch: Lassen Sie Ihr Kind mit einer Lampe in Ihren Mund leuchten oder Ihre Zähne zählen.

Milchzähne faulen viel schneller als bleibende. Achten Sie deshalb auf die richtige Ernährung. Eine Vorliebe für süße Nahrung ist angeboren. Sie wird durch zuckerreiche Säfte und Snacks im Kindesalter noch verstärkt. Bieten Sie Ihrem Kind daher ungesüßte Kräutertees und viel Wasser an. Das heißt nicht, dass Sie Ihrem Kind Süßigkeiten strikt verwehren sollten. Gefährlich ist nur, wenn es keinen Tee mehr ohne Zucker trinkt. Verdünnen Sie den Inhalt der Trinkflasche täglich ein bisschen mehr mit Wasser. Irgendwann ist fast kein Zucker mehr darin, Ihr Kind trinkt den Tee aber trotzdem.

Dreijährige können eine Zahnbürste alleine halten

Sobald sich der erste Milchzahn zeigt, sollten Sie ihn regelmäßig putzen. Manche Experten empfehlen, in diesem Alter einmal täglich zu putzen, andere raten zu zweimal. Mit etwa drei Jahren kann das Kind die Bürste allein halten. Lassen Sie Ihr Kind mit der Reinigung beginnen und säubern Sie nach. Erst wenn Ihr Kind zur Schule geht, sollte es komplett allein putzen.

Ist Ihr Kind sechs Jahre alt, kommen die ersten bleibenden Zähne: Es sind die hinteren Mahlzähne. Um sie vor Karies zu schützen, können sie mit einem speziellen Kunststoff versiegelt werden. Das verringert das Risiko für Zahnfäule um 70 bis 90 Prozent.

Ab zehn Jahren sollte Ihr Kind Zahnseide benutzen: In diesem Alter sind bereits alle bleibenden Zähne durch das Zahnfleisch gebrochen. Die Pflege mit Zahnseide ist nicht ganz einfach und sollte daher früh gelernt werden. Neben den Zähnen sollten nun auch die Zahnzwischenräume einmal täglich mit Zahnseide gereinigt werden. Für Jugendliche mit festsitzender Zahnspange gibt es spezielle Zahnseide.

Nicht schrubben – wischen!

Ihr Kind sollte lernen, sich die Zähne richtig zu putzen: Statt kräftig hin- und herzuschrubben muss die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel angesetzt werden. Dann werden Beläge vom Zahnfleisch in Richtung Zähne (von Rot nach Weiß) gewischt. Wichtig dabei: Nicht zu fest drücken – das verletzt das Zahnfleisch und verbiegt die Borsten. Eine weiche Bürste ist für Kinder am besten geeignet. Sie sollte abgerundete Borsten, einen kleinen Bürstenkopf, einen dicken Griff und Kunststoffborsten haben. In Naturborsten vermehren sich sehr viel mehr Bakterien.

Von Anfang an sollten Sie die Zähne Ihres Kindes mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta putzen. Fluorid ist ein Mineral, das den dünnen Schmelz der Milchzähne vor Karies schützt. Es gibt spezielle Kinderzahnpasten mit weniger Fluorid (bis maximal 0,05 Prozent). Ist Ihr Kind in der Schule, kann es Produkte mit normalem Fluoridgehalt (0,1 bis 0,15 Prozent) benutzen.

Seien Sie Ihrem Kind ein positives Vorbild. Zeigen Sie ihm, wie Sie Ihre Zähne putzen. Sie können auch vor oder nach dem gemeinsamen Putzen Bilderbücher zum Thema anschauen oder während des Putzens gemeinsam Zahnputzlieder auf CD hören.

Expertenrat

stern.de-Experte Professor Werner Geurtsen von der Medizinischen Hochschule Hannover beantwortet Ihre Fragen.

Bekommt mein Kind Karies, wenn es viele Süßigkeiten isst?

Karies entsteht vor allem dann, wenn Kinder häufig Süßigkeiten essen. Denn wer alle zwei Stunden nascht, gibt dem Zahn keine Chance, die entstandenen Säuren zu neutralisieren. Eine Tafel Schokolade auf einmal ist damit gesünder, als wenn sie über den ganzen Tag verteilt gegessen wird. Neben süßen Snacks verursachen natürlich auch gezuckerte Getränke, Obstsäuren und zu langes Stillen Karies.

Wann muss mein Kind das erste Mal zur Vorsorge beim Zahnarzt

Sobald die ersten Milchzähne durchgebrochen sind. Nur wenn Sie Ihr Kind so früh wie möglich an den Zahnarzt gewöhnen, wird es den Zahnarztbesuch als etwas Normales kennenlernen und keine Ängste entwickeln. Außerdem kann der Arzt weniger und schmerzloser behandeln, wenn er die Zähne Ihres Kindes regelmäßig kontrolliert und eventuelle Vorboten der Karies rechtzeitig erkennt.

Wird die Neigung zu schlechten Zähnen vererbt?

Es gibt keine genetisch bedingten Unterschiede des Zahnmaterials. Die Zähne werden nur unterschiedlich gut beziehungsweise schlecht geputzt.

Da es schon etwas her ist, dass ich Euch hier im Blog über meinen Alltag mit großem (3,5) und kleinem Spatz (28.-30. Woche) berichtet habe, kommt heute ein kleines Update. Thema ist, wie Ihr schon gelesen habt, das Zahnen. Das Zahnen ist für Eltern, glaube ich, die zweitgefürchtetste Zeit nach den 3-Monats-Koliken bzw. der Anpassungsphase nach der Geburt. Wobei man, wie so oft, auch hier wieder sagen muss, dass jedes Kind anders auf die Zahnungsschmerzen reagiert.

Bei meinem Kleinen gab es schon seit ein paar Wochen immer wieder Phasen, in denen er permanent und auf Fingern oder Spielzeugen herumgekaut hat. Auch gesabbert hat er dann viel, sodass ich jedes Mal dachte, dass der erste Zahn bald da ist. Aber immer Fehlanzeige!

Dann, es war etwa in der 28. Woche, entdeckte ich eine helle Zahnfleischstelle im Mund meines Kleinen. Das weiße Zahnfleisch war schon sehr deutlich zu erkennen. Ich hatte es nicht so früh entdeckt, da ich den unteren Zahn zuerst erwartet hatte. Aber hier war gerade der erste Schneidezahn auf dem Vormarsch.

Mein kleiner Spatz, der ein sehr entspanntes Kind ist, wurde unentspannter. Tagsüber quengelte er öfter und wollte nicht mehr alleine spielen. Sobald ich ihn auf seine Spieldecke legte, fing er an zu weinen. Er ließ sich allerdings ablenken, durch herum laufen oder Bespaßung mit Spielzeugen. Aber natürlich wurde ich dann unentspannt, da sich links die Wäsche, rechts das Geschirr und hinter mir diverse To-do-Zettel stapelten. Nachts wachte er öfter auf und wollte an die Brust. Aber es hielt sich alles noch in Grenzen.

Den Tag, an dem der erste Schneidezahn dann durch war, werde ich nicht so schnell vergessen. Es war morgens und mein Großer und ich waren gerade beim Frühstück. Der Kleine lag in seiner Wippe und kaute auf einem Beißring herum. Da sah ich auf einmal etwas Blut auf seiner Backe. Erst dachte ich, dass die Fingernägel wieder zu lang sind und er sich aufgekratzt hat. Aber da waren keine Kratzer. Dann sah ich auf seinem Beißring ebenfalls Blut und wusste, dass es vom Zahnen kommen musste. Und tatsächlich! Ich erhaschte einen Blick in seinen Mund und da sah ich etwas kleines Weißes hervor blitzen. Einen Tag später war der Zahn dann durch. “Jetzt hast du deinen ersten Zahn geschafft!”, dachte ich. Eine Woche später war dann der zweite Schneidezahn durch.

Die Tage danach erfreute ich mich an seinem neuen Zahn-Lächeln. Ich musste mich zwar immer schräg vor ihn hinlegen, um die Zähne zu sehen, aber egal, es war einfach zu süß. Wie sehr sich ein Lächeln doch mit Zähnen verändert! Zugegeben, etwas Wehmut schwankt auch mit. Als gerade der zweite Zahn da war und beide noch so kurz waren, dass man sie kaum gesehen hat, hab ich noch schnell ein paar Fotos mit zahnlosem Lächeln gemacht. Wobei wir bestimmt auch schon genug hatten…

Kurz, nachdem der erste Zahn durch war und ich gesehen hatte, dass der nächste vorm Durchbruch stand, hatte ich meinem kleinen Spatz ein hartes Stück Brot gegeben. “Kanten” nennt man ihn in Berlin, “Knärzel” in der Pfalz. Aber egal wie man dieses End- oder Anfangsstück eines Brotes auch nennen mag, der Vorteil ist viel Kruste, die ja gerne mal etwas fester ist. Dieses Stück Brot gab ich ihm beim Abendessen, damit er mitessen konnte und das hat er dann auch getan bzw. versucht. Jedenfalls hat er sehr geschäftig daran herumgekaut, gesabbert und genuckelt.

Je mehr die Zähne raus wuchsen, umso mehr merkte ich sie auch beim Stillen. Es tat nicht weh, es war nur etwas unangenehm bzw. die Haut ist an der Stelle allmählich empfindlich. Schlimm war es, als mein lieber Kleiner meinte, beim Stillen die Umgebung betrachten zu müssen und dafür den Kopf ruckartig drehte. Puh! Kein Spaß! Nach meinem kurzen Schrei sah er mich dann ganz überrascht an. Kurz darauf trank er dann wieder weiter, als wäre nichts gewesen. Gut, dass das nicht so oft passiert ist.

Soweit mein kleines Zahn-Update. Weitere Zähne kündigen sich schon an. Unten ist das Zahnfleisch bereits weiß. Ich bin sehr gespannt, wie er die nächsten beiden Ankömmlinge so wegsteckt … Bald werde ich es wissen 😉

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Babys riechen soooo gut! Die Allerkleinsten verzaubern uns schon gleich nach der Geburt mit ihrem tollen Duft, der hauptsächlich am Köpfchen wahrgenommen werden kann.

Sichtbar irritiert reagieren viele Eltern deshalb darauf, wenn ihr Kleines plötzlich aus dem Mund müffelt. Mundgeruch beim Baby gibt es tatsächlich und der kann viele verschiedene Ursachen haben. Manche sind harmlos, während wiederum andere in die Hand eines Kinderarztes gehören.

Erfahre jetzt, warum Dein Baby Mundgeruch haben könnte und wann Du mit Deinem Kind unbedingt zum Arzt gehen solltest.

Inhalt

Mundgeruch in den ersten Lebensmonaten – die häufigsten Gründe

Saure Milch, saurer Atem

Ein säuerlicher Atem in den ersten Lebensmonaten Deines Babys rührt meist vom Aufstoßen. Wenn Dein Baby beim Bäuerchen angedaute Milch spuckt, riecht das unangenehm, ist aber zum Glück meist harmlos. Da der Weg zwischen Mund und Magen beim Baby noch sehr kurz ist und der Muskel am Mageneingang noch nicht so stark, kommt es zum Ruckfluss der Milch durch die Speiseröhre. Spuckkinder riechen zwar oft nicht so gut aus dem Mund, gedeihen aber getreu dem Motto Speihkinder sind Gedeihkinder meist prächtig. Ein Fall für den Kinderarzt ist Dein Baby nur dann, wenn es regelmäßig sehr viel spuckt.

Mundsoor: Mundgeruch durch Pilzbefall

Eine weitere häufige Ursache für einen eigenartigen Mundgeruch bei Neugeborenen und sehr jungen Babys ist Soor. Mund- bzw. Zungensoor ist gerade für die Kleinen sehr schmerzhaft und juckt. Du erkennst die Pilzerkrankung nicht nur am eigenwilligen Geruch aus dem Mund, sondern auch beim Blick in den Mund Deines Babys. Mundsoor hinterlässt weiße Beläge auf der Zunge und an den Wangen, die Du – im Gegensatz zu Milchresten – nicht abwischen kannst.

Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Baby eine Soorerkrankung hat, solltest Du mit dem Kleinen baldmöglich zum Kinderarzt, denn Mundsoor juckt und schmerzt ziemlich und führt dazu, dass Dein Baby schlechter trinkt. Soorinfektionen können auch auftreten, wenn Dein Kind schon älter ist, sind aber gerade bei den Allerkleinsten sehr häufig anzutreffen.

Mundgeruch beim Zahnen

Der Zeitpunkt für Babys ersten Zahn ist ganz unterschiedlich: Während manche Babys bereits mit drei bis vier Monaten den ersten Zahn bekommen, sprießt das erste Zähnchen bei anderen Kindern erst am Ende des 1. Lebensjahr.

Ganz gleich wie alt Dein Baby beim ersten Zahn ist: Es kann sein, dass Dein Kind beim Durchbruch der Zähne unangenehm aus dem Mund riecht. Die Ursache ist die höhere Speichelproduktion beim Zahnen. Wenn mehr Speichel vorhanden ist, können auch mehr Bakterien von diesem aufgenommen werden. Der schlechte Geruch rührt vom Abbauprozess der Bakterien und vergeht nach wenigen Tagen wieder.

Apropos Zahnen: Sobald Dein Baby den ersten Zahn hat, solltest Du diesen und alle folgenden natürlich auch mit Zahnpasta putzen. Denn im Gegensatz zum harmlosen Mundgeruch beim Zahnen, kann der Mief aus dem Mund natürlich auch von Zahnerkrankungen wie Karies kommen.

Mundgeruch bei Hals- und Mandelentzündung

Ziemlich fies ist der Mundgeruch, der durch Entzündungen im Mundraum entsteht. Bei einer Halsentzündung oder entzündeten Mandeln haben viele Babys schlechten Atem.
Hals- und Mandelentzündungen sind meist ziemlich schmerzhaft und gehen außerdem oft mit anderen Symptomen wie Fieber, Unwohlsein, Schnupfen oder Husten einher. Hier verrät Dir ein Blick in den Mund Deines Babys, was los ist.

Wenn Dein Baby geschwollene, rote Mandeln hat oder Rachen und Hals gerötet sind, solltest Du zum Kinderarzt gehen, da Infektionen von Hals und Mandeln schmerzhaft sind und behandelt werden sollten.

Wenn Babys Atem nach Aceton riecht

Der Atem Deines Babys riecht nach Nagellackentferner? Acetongeruch kann unterschiedliche Ursachen haben, sollte aber unbedingt abgeklärt werden.

Der Geruch von Aceton kann ein Hinweis auf Diabetes sein. Bei der Zuckerkrankheit verbrennt der Körper mangels Insulin Fett statt Zucker. Dabei entstehen Ketonkörper, die unter anderem über den Mund den Weg nach draußen suchen.

Der leicht süßliche Geruch nach dem Lösungsmittel Aceton kann aber auch andere Ursachen haben, zum Beispiel einen Magen-Darm-Infekt. Insbesondere nach Erbrechen und dann, wenn Dein Baby zu wenig getrunken hat, kann der Atem ebenso nach Aceton riechen.

Weitere Ursachen für Mundgeruch beim Baby

Natürlich beeinflusst auch die aufgenommene Nahrung den Geruch aus dem Mund. Insbesondere wenn Dein Kind viele süße Nahrungsmittel zu sich nimmt, kann sich ein säuerlich riechender Mundgeruch entwickeln.

Wann verschwindet der Mundgeruch beim Baby wieder?

Wenn Dein Baby während eines Infekts aus dem Mund riecht, verschwindet der störende Geruch meist nach Abklingen der Entzündung. Das gleiche gilt für Soorerkrankungen.
Hält der Mundgeruch länger an oder kannst Du die Ursache nicht finden, solltest Du Dein Baby beim Kinderarzt vorstellen.

Hast Du selbst schon Erfahrung mit Mundgeruch bei Deinem Baby gemacht? Erzähl uns gerne Deine Geschichte und hilf so auch anderen Eltern!

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Mundgeruch vom Zahnen?

Hallo,
ich hatte vor einigen Tagen schon gepostet, weil mein Sohn (18 Monate) diese Woche so leidet, weil er Backenzähne bekommt.
Gestern war ich mit ihm beim Arzt, weil sein Fieber auf 39.8 gestiegen ist. Einfach nur, um einen Infekt auszuschließen. Die Ärztin hat auch Mund- und Rachenraum kontrolliert und es war alles gut.
Gestern hat er fast nichts gegessen und getrunken. Am Abend habe ich ihm tatsächlich einen Schoppen gemacht und es hat funktioniert. Ärztin hatte am Telefon gesagt, wenn ich es nicht schaffe, dass er trinkt, muss ich mit ihm in die Notaufnahme am Abend. Nun gut, es hat funktioniert. Heute hatte er kein Fieber mehr, gegessen und viel getrunken hat er allerdings wieder nicht. Er hat es regelrecht verweigert, so dass ich nochmal zu dem Trick mit dem Fläschchen gegriffen habe – erfolgreich.
Seit gestern riecht er ganz schlimm aus dem Mund. Kommt das nun vom Zahnen oder weil er kaum was isst und trinkt? Was kann man dagegen tun? Könnte das auch etwas anderes sein? Ich mach mir Gedanken, ob es übertrieben ist, wegen sowas in der Notaufnahme aufzutauchen (oder wenigstens mal anrufen)? Er ist diese Woche wirklich ein großes Sorgenkind…
Danke schonmal für Eure Antworten.

Kinder neigen viel seltener dazu, einen schlechten Atem zu haben als Erwachsene. Das liegt in erster Linie an der Ernährung.

Wenn es trotzdem einmal zu Mundgeruch kommen sollte, können Sie relativ leicht selber einschätzen, ob es ganz natürliche & harmlose Ursachen für den unangenehmen Geruch gibt – oder ob es notwendig ist, einen Arzt aufzusuchen.

Im folgenden Artikel gehe ich unter anderem auf die folgenden Punkte ein:

Wie Sie sehen, ist Mundgeruch auch bei Kindern ein umfassendes Thema.

Wenn Sie mehr zu Mundgeruch im Allgemeinen erfahren möchten, finden Sie in den Artikeln Ursachen für Mundgeruch, Mundgeruch aus dem Magen oder Hausmittel gegen Mundgeruch viele weitere Informationen.

Tipp: Für einen allgemeinen Überblick zum Thema sollten Sie zuerst diesen Text lesen: Übersicht zu Mundgeruch.

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Thema:

Ursachen für Mundgeruch bei Kindern

Die Ursachen für Mundgeruch sind bei Kindern und Erwachsenen im Grunde identisch.

Mundgeruch kann natürlich auch bei Kindern vorkommen.

Die häufigsten Ursachen für Mundgeruch sind

  • Nahrungsmittel
  • Mundhygiene und
  • Erkrankungen

Da Kinder wesentlich weniger „scharfe“ Nahrungsmittel wie zum Beispiel Zwiebeln oder Knoblauch zu sich nehmen, kommt es in der Regel bei diesen weniger häufig zu einem schlechten Atem.

Dafür ist eine mangelnde Mundhygiene bei Kinder etwas häufiger zu finden als bei Erwachsenen.

Außerdem gibt es einige typische Erkrankungen, zu deren Symptomen ein schlechter Atem zählt. Ein paar dieser Erkrankungen sind gerade bei Kindern häufiger anzutreffen.

Die Folgen schlechter Zähne in der Kindheit können bis ins Erwachsenenalter nachwirken – und dann sehr teuer werden.

Im Folgenden finden Sie nähere Informationen zu den verschiedenen Ursachen sowie einige Tipps, was Sie tun können, um Mundgeruch vorzubeugen (oder gleich ganz zu vermeiden).

Fehlende Mundhygiene bei Kindern als Grund für übel riechenden Atem

Bei über 90 Prozent der Fälle von Mundgeruch bei Kindern ist die Mundhygiene die Ursache.

Leider sind viele Eltern nachlässig, wenn es darum geht, Ihren Kindern eine gründliche Routine zur Zahnreinigung anzugewöhnen.

Speisereste im Mund sorgen für stinkende Bakterien – eine mangelhafte Zahnpflege äußert sich deshalb oft als übel riechender Atem.

Speisereste zwischen den Zähnen und Ablagerungen wie Zahnstein sorgen anschließend für übel riechenden Atem.

  • Wenn Ihr Kind noch sehr klein ist, sollten Sie sich um die Zahnpflege kümmern.
  • Bei größeren Kindern ist das Zähneputzen nach den Mahlzeiten und insbesondere vor dem Schlafengehen absolut wichtig.

Legen Sie am besten möglichst früh den Grundstein, um kaputte Zähne, Zahnlöcher, Zahnfleischentzündungen & teure Zahnfüllungen zu vermeiden.

Tipp: In dieser Übersicht finden Sie zahlreiche Artikel rund um die richtige Zahnpflege.

Erleichtern Sie das Putzen

Oft kann es hilfreich sein, Ihrem Kind eine spezielle Zahnbürste zu kaufen, die diesem neuen Spaß am Zähneputzen vermittelt.

So gibt es zum Beispiel elektrische Zahnbürsten für Kinder, die mit ganz unterschiedlichen Disney Motiven versehen sind.

Sie werden überrascht sein, wie effektiv die richtige Zahnbürste dabei helfen kann, die Mundhygiene zu verbessern.

Hinweis: Eine Zahnbürste von Oral-B oder eine Schallzahnbürste machen natürlich auch für Erwachsene Sinn. Hier gibt’s die besten Modelle: Elektrische Zahnbürsten im Test.

Mundgeruch bei Babys

Selbst Babys können in seltenen Fällen Mundgeruch entwickeln.

Wichtig ist, dass Sie darauf achten, den Mund Ihres Babys zu reinigen oder zu spülen. Ein trockener Mund kann unangenehme Gerüche provozieren.

Sobald die ersten Zähne da sind, sollten Sie Wert auf gründliches Putzen legen.

Sehr bekannt und weit verbreitet ist auch der Mundgeruch von Babys nach dem Bäuerchen. Da hierbei Gase ausgestoßen werden ist es nur natürlich, dass diese riechen.

Hinweis: Hier finden Sie außerdem einen ausführlichen Beitrag zur Zahnpflege bei Babies

Mundgeruch bei Kleinkindern

Bei vielen kleineren Kindern kommt es in der Zeit des Zahnens zu Mundgeruch.

Das Austreten der Zähne kann kleine Entzündungen im Zahnfleisch provozieren die vorübergehend einen schlechten Geruch provozieren.

Mundgeruch bei größeren Kindern

Das Zahnen dauert in der Regel, bis die Kinder schon im fortgeschrittenen Schulalter sind.

Sobald die ersten Zähne vorhanden sind sollten Sie Ihrem Kind eine regelmäßige und gründliche Zahnreinigung beibringen um Mundgeruch schon im Ansatz zu vermeiden.

Bei größeren Kindern können auch Ursachen für den Mundgeruch verantwortlich sein, die man ebenso bei Erwachsenen findet. Lesen Sie für weitere Informationen hierzu diesen Artikel über Ursachen für Mundgeruch.

Typische Kinder-Erkrankungen, die Mundgeruch provozieren können

Es gibt viele relativ harmlose Kinderkrankheiten, bei denen Mundgeruch als Symptom typisch ist.

Bei ernsthaften Erkrankungen hilft meist nur noch der Besuch beim (Zahn-)Arzt.

  • Dies gilt zum Beispiel für Halsentzündungen, Magenprobleme oder Sodbrennen.
  • Viele Kinder leiden auch unter schlechtem Atem, wenn die hinteren Backenzähne kommen.

Halten die Symptome an & stellt sich eine gründlichere Zahnpflege als wirkungslos heraus, dann kontaktieren Sie am besten Ihren Haus- oder Zahnarzt.

FAKT: Wichtig ist es zu wissen, dass nur knapp 10 Prozent der Fälle von Mundgeruch bei Kindern auf Erkrankungen zurückzuführen sind. Und die meisten davon sind zwar unangenehm, aber weitestgehend harmlos.

Wie Sie Mundgeruch bei Ihrem Kind feststellen

Für die Heimdiagnose sollten Sie zuerst die Zähne Ihres Kindes gründlich reinigen und dann beobachten, ob der Mundgeruch weiterhin anhält.

Wenn dies der Fall ist, können Sie nachschauen, ob im Mundraum Entzündungen (Mundblasen, Fisteln, Zahnfleischenbluten) oder Karies (faule Zähne, Zahnverfärbungen) sichtbar sind.

In diesem Falle sollten Sie zu einem Zahnarzt gehen.

Ist der Mundgeruch krankheitsbedingt?

Hält der schlechte Atem an sollten Sie prüfen, ob weitere Symptome wie Fieber, Husten, Schnupfen, Hals- oder Magenschmerzen vorliegen.

Hält der Mundgeruch trotz Zahnpflege an, dann liegt es wahrscheinlich an einer körperlichen Krankheit.

  • Bei einer Erkältung ist es nicht nötig, direkt einen Zahnarzt aufzusuchen. Meist legt sich der Mundgeruch, sobald Ihr Kind wieder gesund ist.
  • Wenn dagegen hohes Fieber vorliegt, oder heftige Schmerzen, sollten Sie direkt zum Kinderarzt, damit dieser Ihr Kind sorgfältig untersucht.

Typische Erkrankungen wie zum Beispiel Mandelentzündungen, Bronchitis, Diphterie oder ernsthaftere Verstimmungen des Magen-Darm-Trakts sollten so schnell wie möglich ärztlich behandelt werden.

Mundgeruch bei Kindern vorbeugen

Der beste Weg, um Mundgeruch bei Kindern zu vermeiden, ist es, Ihr Kind von klein auf daran zu gewöhnen, sich die Zähne gründlich zu putzen.

Eine sorgfältige Mundhygiene kann die meisten Fälle von Mundgeruch schon im Ansatz stoppen.

Unterstützen Sie besonders kleine Kinder bei der Zahnpflege – und beobachten Sie das Auftreten von Mundgeruch genau.

Empfehlenswert ist ebenfalls, dass Sie bei häufig vorkommenden Mundgeruch aufschreiben, welche Nahrung Ihr Kind zu sich nimmt. Auf diese Weise können Sie Unverträglichkeiten feststellen.

Wenn Ihr Kind beginnt, Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die als Auslöser von Mundgeruch bekannt sind, sollten Sie es auffordern, sich nach dem Essen stets die Zähne zu putzen und (zuckerfreien) Zahnpflegekaugummi zu kauen.

Schlusswort

Wie Sie sehen ist es relativ einfach, etwas gegen Mundgeruch bei Babys, Kleinkindern und Kinder zu tun.

  • Achten Sie auf mögliche Ursachen und suchen Sie professionellen Rat, wenn der Mundgeruch mit anderen Krankheitssymptomen einhergeht.
  • Und ganz wichtig: Beginnen Sie noch heute damit, die Zahnpflege Ihres Kindes (und am besten auch Ihre eigene) auf Vordermann zu bringen.

Das ist natürlich leichter gesagt als getan, weshalb Sie auf dieser Seite viele hilfreiche Ratgeber rund ums Thema Zahnpflege finden:

  • Hier lesen Sie z.B. alles zu häufig vorkommenden Zahnproblemen – und wie Sie die meisten davon vermeiden können.
  • Ich habe außerdem zahlreiche verschiedene Zahnbürsten getestet, die besten Modelle gibt’s hier: Elektrische Zahnbürsten im Test.
  • Ein strahlendes Lächeln ist nicht nur gesund, sondern sieht auch noch gut aus. Hier erfahren Sie, wie Sie weiße Zähne bekommen.

Weiterführende Informationen zum Thema Mundgeruch finden Sie unter anderem in diesen Artikeln:

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