Baby wirft kopf hin und her zahnen

Thema: Zahnen und Schlafen

Hallo.
Kennt das jemand von Euch, dass das Kind totale Probleme beim Zähne kriegen hat?
Sohnemann ist jetzt 18 Monate alt und seit fast einem Jahr kommen die Zähne. Und jeder einzelne tut schrecklich weh und braucht vor allem total lange. Backenzahn Nr. 3 hat gerade 8 Wochen gebraucht, vom Geschwollen sein bis zum Durchbruch.
Jetzt hatte der Kleine gerade mal 2 Wochen Ruhe und nun gehts schon wieder los.
Und immer in diesen Zahnungsphasen ist an Schlaf nicht zu Denken.
Vor allem das Einschlafen dauert 1-2 Stunden!
Nicht, dass er nicht schlafen möchte… Er quält sich sichtlich rum. Er ist bei mir im Bett und die ersten 10 Minuten versucht er entspannt einzuschlafen. Aber dann geht es los… Finger in den Mund, auf dem Schnulli rumbeißen, Kopf hin und her schüttlen, Kopf nach unten hängen lassen, irgendwo reinbeißen, manchmal auch Kopf gegen die Wand schlagen (nicht fest, aber trotzdem erschreckend)
Er dreht sich hin und her und vor und zurück bis er erschöpft einschläft.
Das ist echt qualvoll mit anzusehen.
5 verschiedene Ärzte sagen: „Ja, da muss er halt durch! Die Zahnleisten sind wirklich sehr geschwollen… bla bla“ Na Toll!
Es sind zwar nur noch 5 Backenzähne, aber die sind wohl schlimmer als alle anderen. Kann ja auch nicht dauernd Schmerzmittel geben, Homöopathie, Veilchenwurzel, Bernsteinkette,… alles schon ausprobiert.
Kennt das noch jemand? Alleine das würde schon beruhigen.
Und meint ihr es würde was bringen mal nen normalen Zahnarzt draufgucken zu lassen? Denn manchmal habe ich das Gefühl, die Zähne kommen irgendwie nicht richtig aneinander vorbei und drücken sich gegenseitig.
Ach ja, ich hasse Zähne…

Wenn Babys beispielsweise beim Einschlafen ständig ihren Kopf hin und her schütteln oder ihn sogar rhythmisch gegen die Gitterstäbe des Kinderbettchens werfen, ist das für die Eltern Anlass zu Beunruhigung und Sorge. Warum tut das Baby das? Tut es sich weh dabei? Ist mein Kind krank oder sogar gestört/behindert? Was kann ich gegen das Kopfschütteln tun? Geht das wieder weg? Antworten auf all diese Fragen erhalten Sie im folgenden Text.

Rhythmische Bewegungsmuster beim Kind (Jaktationen)

Circa 20% aller Babys neigen zu einem rhythmischen stereotypen Bewegungsmuster, besonders beim Einschlafen oder beim Alleinsein. Meist beginnt es in der zweiten Hälfte des 1. Lebensjahres. Jungen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Mädchen. Warum das so ist, ist leider (noch) nicht bekannt.

Stereotype rhythmische Bewegungsmuster bei Babys und Kleinkindern sind vor allem:

  • Kopfschaukeln/Kopfschütteln/Kopfschlagen (jactatio capitis)
  • Körperwippen im Liegen/Sitzen/Vierfüßlerstand (jactatio corporis)

Stellvertretend für alle stereotypen Bewegungsmuster beim Baby/Kleinkind soll in diesem Artikel das Kopfschütteln beziehungsweise das Kopfschlagen (zum Beispiel an harte Bettteile) behandelt werden.

Warum schüttelt das Baby mit dem Kopf?

Das Kopfschütteln/Kopfschlagen bei Babys ist viel weiterverbreitet als man allgemein hin denkt.

So wie andere Kinder an Schnuller oder Daumen lutschen, sich in den Schlaf schreien oder von ihren Eltern zum Einschlafen geschaukelt werden wollen, schütteln oder schlagen andere Babys/Kleinkinder mit ihrem Kopf. Der Rhythmus ist dabei das Geheimnis. Es beruhigt sie ungemein, schafft ihnen ein Wohlbefinden und lässt sie genug vom Tagesstress abschalten, dass sie einschlummern. Es ist vergleichbar mit Entspannungsritualen bei uns Erwachsenen (Yoga, Hörbuch hören, Tanzen, Spazieren gehen, Zigarette rauchen…). Weitere Gründe:

  • aus Langeweile
  • aus Gewohnheit
  • zur Schmerzberuhigung (Kopfschütteln/Kopfschlagen lenkt ab zum Beispiel von Zahnungsbeschwerden oder Ohrenschmerzen…)
  • aus Frustration (das Kind kann noch nicht sprechen und gibt seinen Emotionen zum Beispiel Wut ein Ventil – andere Kinder schreien zum Beispiel ausdauernd oder werfen sich in die Ecke und strampeln)
  • um Aufmerksamkeit zu erlangen (Eltern wollen selbstzerstörerisches Handeln ihres Lieblings unterbinden und tun einiges dafür = Aufmerksamkeit = Wiederholung des Verhaltens)
  • wegen eines Entwicklungsproblems (Kopfschütteln/Kopfschlagen beim Baby kann Begleitsymptom bei auftretenden Entwicklungsstörungen sein)

Ist das Kind krank oder behindert?

Kopfschütteln allein ist bei einem ansonsten gesunden Kind kein Problem! Allerdings kommt es auch bei verschiedenen Entwicklungsstörungen als Begleitsymptom vor (zum Beispiel bei Autismus, Vernachlässigung, Intelligenzminderung). Bringen Sie ihr Kind deshalb zum Arzt, wenn das Kopfschütteln/Kopfschlagen

  • erstmals später als mit 1,5 Jahren auftritt
  • gleichzeitig mit einem belastenden/ängstigendem Ereignis auftritt
  • ab dem 3. Lebensjahr nicht nachlässt/weggeht
  • sich Ihr Kind nicht altersgemäß entwickelt
  • sich Ihr Kind tatsächlich selbst verletzt

Geht das Kopfschütteln wieder weg?

Das Kind bleibt meist mehrere Monate, ja teilweise sogar Jahre bei seinem Kopfschütteln/Kopfschlagen. Spätestens im dritten Lebensjahr geht dieses Verhalten jedoch von ganz allein wieder verloren.

Hat Baby Schmerzen beim Kopfschütteln/Kopfschlagen?

Kopfschütteln/Kopfschlagen lässt uns Erwachsene vermuten, dass das Baby dabei unangenehme Gefühle wie Schwindel, Übelkeit, Schmerzen empfindet. Doch beim Kind überwiegen offensichtlich Wohlbefinden und Lustgewinn das eventuelle Schmerzgefühl, sonst würde es das Baby nicht ständig wiederholen und dabei sogar noch einschlafen. Doch um die tatsächlich vorhandene Verletzungsgefahr zu reduzieren, sollten Eltern trotzdem Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Was können Eltern tun?

Mit jeglicher Art von Aufmerksamkeit wird das Verhalten des Kopfschüttelns/Kopfschlagens nur noch verstärkt. Ob Sie nun schimpfen, es ablenken oder es mit Nahrung (Flasche/Stillen) beruhigen, all dies bedeutet für das Kind eine Art Zuwendung in der eigentlichen Situation des (unerwünschten) Verhaltens. Deshalb ist es wichtig, Ihrem Kind außerhalb dieses Verhaltensmusters ausreichend und viel positive Zuwendung zukommen zu lassen. Beschäftigung, Lob und Kuschelzeiten sind enorm wichtig für seine Entwicklung. Mit Schimpfen oder Bestrafen erreichen Sie beim Kind gar nichts, denn es wird noch nicht verstehen, was an dem für ihn positiven Erleben schlecht ist und schafft nur Frust, Ärger und Unverständnis zwischen Ihnen. Bleiben Sie einfach ruhig und gelassen, denn ab dem Zeitpunkt, wo das Kopfschütteln/Kopfschlagen bei Ihrem Kind Schmerz auslöst, wird es damit aufhören. Weiterhin helfen Sie Ihrem Kind mit:

  • Gelegenheit geben, das Rhythmusgefühl anders auszuleben (tickende Uhr, Metronom, mit Kind tanzen, rhythmisches Klatschen zu Kinderreimen…)
  • Kind tagsüber viel bewegen/toben lassen
  • beruhigendes Bettritual entwickeln (warmes Bad, Babymassage, Musik/Lied, Vorlesen, beruhigend über das Köpfchen streichen oder noch mal paar Minuten Kuscheln und in den Armen wiegen …)
  • eventuell Bett auspolstern mit Gitterschutz, aber es muss sicher befestigt sein und darf sich nicht lösen (Erstickungs- oder Strangulationsgefahr besteht bei losen Teilen, Schnüren, extra Kissen…)
  • Bettgestell auf gelockerte Schrauben und Teile überprüfen
  • eventuell nur eine Matratze ohne Bettgestell zum Schlafen anbieten (kein Gitter da zum
    anschlagen)

Meine eigene Tochter setzte sich immer auf, auch mitten in der Nacht, wippte rhythmisch mit dem ganzen Körper und sang „hoppe hoppe Reiter“. Das ganze dauerte etwa eine Minute lang, dann fiel sie wieder hinten über in die Liegeposition und schlief (weiter). Nur wir Eltern saßen im Bett und guckten uns anfangs fragend an (bis wir dran gewöhnt waren). Lassen also auch Sie sich von solch oder ähnlichen rhythmischen Einschlafritualen Ihres Kindes nicht aus der Ruhe bringen.

Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern. ×Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern. Latest Posts

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    Wenn unser Mädchen kränkelt, schlecht schläft, total hibbelig, gereizt – nahezu unausstehlich – ist, stehe ich jedes Mal erneut vor der Frage „Zahnt sie, oder zahnt sie nicht?“ Bereitet das Zahnen einem Kind keinerlei Probleme, ist diese Frage zugegebenermaßen unwichtig. Hat man es mit einem leidenden Sprössling zu tun, ist die richtige Antwort Gold wert. Denn nur wenn ich sicher weiß, ob mein Kind Schmerzen hat und in welchem Ausmaß, kann ich gezielt beruhigende oder schmerzlindernde Mittel verabreichen.

    Au Backe, unser Mädchen zahnt!

    Einigen Kindern scheint das Zahnen überhaupt nichts auszumachen, unsere Tochter dagegen leidet ernsthaft darunter. Ihr erster Zahn meldete sich mit Pauken und Trompeten – sein Durchbruch wurde von einer langwierigen Erkältung mit Husten, Schnupfen und hohem Fieber begleitet. Anfangs weinte sie viel und ließ sich kaum beruhigen. Je mehr Zähne sie bekam, desto besser wurde sie mit ihnen fertig. Mittlerweile wälzt sie sich nur noch unruhig im Bett hin und her – dafür stundenlang in vielen Nächten.

    Zahnen in Schüben

    Oft dauert es Wochen, sogar Monate bis sich endlich ein Zahn zeigt. Bei den Backenzähnen unseres Mädchens konnten wir deutlich sehen, dass vom Durchbruch der ersten bis zur vierten Spitze fast drei Monate vergingen. Ihr ging es in dieser Zeit mal besser mal schlechter. An einigen Tagen schien alles normal, dafür hatte sie an anderen richtige „Durchhänger“ mit ganz übler Laune und extrem unruhigen Nächten.

    Schmerz oder kein Schmerz?

    In solchen Phasen habe ich keine Ahnung, ob es tatsächlich der Zahn ist, der für Schlaflosigkeit sorgt oder ob es andere Gründe gibt (aufregender Tagesablauf, Wachstumsschub, nervöse Eltern…). Da unser Mädchen nur noch äußerst selten weint, kann ich außerdem nicht gut einschätzen, ob sie überhaupt Schmerzen hat. Verspürt sie vielleicht doch nur ein Druckgefühl, das für innere Unruhe sorgt? Oder hat sie (große) Schmerzen und leidet einfach nur still?

    Was auch immer in ihr vorgeht, ich würde gerne ihre Anspannung lösen und ihr zu mehr Schlaf verhelfen. Wenn nötig auch mit Medikamenten. Doch was und in welcher Dosis soll ich ihr geben, wenn ich die „Krankheit“ nicht genau kenne?

    Chemiekeulen

    Die „harte Dröhnung“ (Nurofen Tropfen, Ibuprofenzäpfchen oder ähnliches) habe ich bislang noch nicht verabreicht, da ich zu großen Respekt vor chemischen „Drogen“ und ihren Nebenwirkungen habe. Nur im absoluten Notfall, d.h., wenn unser Mädchen vor Schmerzen weint und sich überhaupt nicht mehr beruhigen lässt, ziehe ich solche Medikamente (unter ärztlicher Beratung) in Erwägung.

    Von Zahnungsgels wie Dentinox lasse ich ebenfalls die Finger. Sie enthalten Alkohol und Lidocainhydrochlorid. Letzteres hat „eine leicht betäubende Wirkung und wird sogar als Lokalanästhetikum eingestuft ist, was auf den ersten Blick für einen Säugling wohl eher bedenklich wirken mag“ (siehe auch Dentinox N Gel Zahnungshilfe). Da meist mehrere Zähne auf einmal durchbrechen, finde ich es obendrein schwierig den Übeltäter zu lokalisieren.

    Zahnen & Homöopathie

    Aufgrund einer sehr einschneidenden Erfahrung, halte ich mich auch bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln zurück, obwohl sie voll im Trend liegen. „Therapeuten, Patienten und Apotheker teilen die Illusion, dass homöopathische Mittel helfen können, oder auch nicht, aber man sagt ihnen nach, dass sie keineswegs schaden“ (siehe auch „Können homöopathische Mittel wirklich nie schaden?“). Deshalb sind sie in Apotheken und Drogerien ohne Rezept erhältlich und können unkontrolliert in rauen Mengen und wilden Mischungen konsumiert werden. Doch so unbedenklich ist das nicht.

    „ Homöopathie bedeutet „ähnliches Leiden“ (homoion = ähnlich, Pathos = Leiden), was meint, dass in der Homöopathie eine Krankheit mit einem Arzneimittel behandelt wird, das am Gesunden Menschen „ähnliche Leiden“ hervorruft“ (siehe auch „Krankheit aus homöopathischer Sicht?“) Letzteres habe ich erlebt:

    Im vergangen Jahr sollte ich – nach Absprache mit einer Homöopathin – Calcium C30 gegen den lang anhaltenden und hartnäckigen Schnupfen unserer Tochter einnehmen. Da ich sie ja stillte, bekam sie so über die Muttermilch eine sehr sanfte Medikation. Das Mittel wirkte bei ihr kaum, bei mir dafür umso mehr. Ich hatte plötzlich viele Symptome, bei denen ein kranker Mensch mit Calcium C30 behandelt wird – ich durchlief eine sog. Arzneimittelprüfung vom allerfeinsten. Geplagt mit dem übelsten Husten und meiner allerersten (und absolut fiesen) Heuschnupfenattacke stellte ich fest, dass diese sehr harmlos aussehenden Zuckerkügelchen (auch Globuli genannt) richtig krank machen können. Der Spuk liess übrigens sofort nach, als ich das Calcium absetzte.

    Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig geprägt und sehr misstrauisch gemacht, was die willkürliche Verabreichung von homöopathischen Mitteln bei Kindern anbelangt. Wenn ich so heftig auf ein für mich unpassendes Mittel reagiere, kann das unserem Mädchen genauso gut passieren. Ich als Laie habe keinen blassen Schimmer welches Mittel in welcher Dosierung das richtige ist (siehe auch: „So erleichtern sie ihrem Kind das Zahnen„). Da kann es doch nicht richtig sein, blind aus einem breiten Sortiment zu wählen und meiner Tochter „nach Gefühl“ regelmäßig ein paar Kügelchen zu geben.

    Fakt ist: Homöopathische Mittel bewirken etwas im Körper – auch wenn wir das nicht direkt spüren. „Zu häufig eingenommene homöopathische Arzneien können Symptome verursachen und damit Schaden anrichten“ (siehe auch „Können homöopathische Arzneien schaden?„). Sie sind also genau wie die „Chemiekeulen“ mit Vorsicht zu genießen.

    Zahnen & natürliche Schmerzlinderung

    Geht es unserem Mädchen schlecht, will ich ihr natürlich helfen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich probiere immer zuerst unschädliche Methoden, bevor ich ihren kleinen Körper mit Medikamenten belaste:

    Stillen und direkter Hautkontakt ist nicht nur unser Heilmittel Nr. 1 – die schmerzlindernde Wirkung konnte während der medizinischen Behandlung von Kleinkindern nachgewiesen werden (siehe auch „Schmerzen beim Zahnen natürlich lindern“). Nähe hilft und ist wichtig. Wie wichtig, merkt jeder selbst, wenn er krank ist.

    Heilmittel Nr. 2 lautet bei uns tragen. Bei den ersten Zähnen reichte unserem Mädchen das Dauerstillen nicht aus. Sie hatte hohes Fieber und wollte nur im Tragetuch schlafen, also habe ich sie nächtelang durch die Wohnung getragen. Mittlerweile bleibt sie meist lieber im Bett. Nur wenn es ganz schlimm ist, will sie noch auf den Arm.

    Tipps für mehr natürliche Mittel wie Kauhilfen, Eis, Nelken oder die Bachblüten-Therapie findest du hier.

    Ausnahmezustand Eckzähne?

    An dieser Stelle noch ein kleiner Erfahrungsbericht.

    Unser Mädchen war letzte Woche unfassbar hibbelig und schlecht gelaunt. Beim Einschlafen konnte ich sie kaum bändigen. Entweder lag es an den Eckzähnen (das Zahnfleisch an diesen Stellen ist geschwollen) oder an meiner eigenen, extremen Unruhe, die sich auf sie übertragen hat.
    Der neue Besucherrekord hat mich positiv aufgewühlt, vom Schlafen abgehalten und mich dahingehend unter Druck gesetzt, dass ich ganz schnell, ganz viele tolle Artikel schreiben wollte (siehe auch „Danke!„). Ich geriet unter Stress, unser Mädchen vielleicht auch und wer weiß, vielleicht schaukelten wir uns so gegenseitig hoch.

    Mittwochnacht dann der erste Albtraum: nach einer sehr schlaflosen Woche war unser Mädchen fast drei Stunden wach. Ich eilte am nächsten Tag in die Apotheke, besorgte Viburcol (homöopathische Zahnungszäpfchen) und gab ihr zum Mittagsschlaf ein Zäpfchen. Sie schlief zwei Stunden lang wie Dornröschen – es hatte scheinbar geholfen. Als sie Donnerstagnacht wieder eine Stunde wach war, habe ich ihr erneut ein Zäpfchen gegeben. Die erhoffte Wirkung blieb jedoch aus und unser Mädchen war zwei weitere Stunden wach.

    Gegen Ende der Woche besann ich mich wieder auf das Wesentliche – auf unser Mädchen. Der Blog und die Artikel rückten in den Hintergrund, der Druck ließ nach, mein Puls sank, ich kam zur Ruhe und schlief endlich wieder gut ein. Freitagnacht folgte die Überraschung: Unser Mädchen schlief friedlich ein und durch. Durchschlafen heisst bei uns übrigens, dass sie sich kurz zum Stillen meldet, aber danach sofort weiter schläft.

    Dann folgte plötzlich der nächste Albtraum: Unser Mädchen war vorgestern fast die ganze Nacht wach! Sie schlummerte immer wieder an meiner Brust ein, zuckte zusammen, wachte wieder auf, usw. usw…. Wollte ich weg, protestierte sie laut. Nach vier durchwachten Stunden gab ich ihr ein Viburcol Zäpfchen. Sie weinte heftig, als ich es ihr verabreichte, aber eine positive Wirkung zeigte es nicht. Sie blieb die ganze Nacht hibbelig – ich dagegen nickte immer wieder ein. Gestern Nacht kamen wir ohne Beruhigungsmittel aus – meine Nähe & die Brust konnten sie zwar nicht zum Schlafen bewegen, aber es schien sie zu beruhigen, wovon auch immer…

    Warum ich das erzähle?
    Um noch einmal zu betonen, wie schwer es mir fällt die Ursachen für ihre Unruhen herauszufinden, weil sich das Zahnen mit anderen bewegenden (und schlafraubenden) Ereignissen überschneiden kann. Ob sie Schmerzen hat und in welchem Ausmaß, werde ich wohl erst erfahren, wenn sie mit mir darüber sprechen kann. Bis dahin tappe ich im Dunkeln, ob sie ein Mittel benötigt bzw. ob ein Mittel tatsächlich angeschlagen hat oder sie sich auch so wieder beruhigt hätte.

    Mein Fazit

    Was die Verabreichung von Medikamenten anbelangt bin ich hin und her gerissen. Einerseits will ich unserem Mädchen (und natürlich auch mir) Erleichterung verschaffen, indem ich ihr Leiden lindere bzw. ihr in den Schlaf helfe. Andererseits möchte ich ihr ein Übermaß an Schmerz- oder Beruhigungsmitteln ersparen, da selbst die wenigen, die ich ihr bisher gegeben habe oft nicht die erhoffte, beruhigende Wirkung zeigten.

    Wird sie richtig unausstehlich, prüfe ich zunächst meine emotionale Situation und versuche mich runter zu fahren. Das hat sie interessanterweise bereits einige Male beruhigt.

    Solange unser Mädchen „nur“ unruhig ist, stille oder trage ich sie. Das ist zwar furchtbar anstrengend für uns beide, aber meist ausreichend.

    Homöopathische Mittel verabreiche ich ihr gelegentlich, doch wirklich überzeugt hat mich ihre Wirkung bislang nicht.

    Der Durchbruch der Eckzähne scheint auch bei unserem Mädchen am schmerzhaftesten zu sein. Ich bin gespannt und etwas nervös, was da noch auf uns zu kommt. Sollten wir in die Situation geraten, dass sie unerträgliche Schmerzen erleidet bzw. überhaupt nicht mehr schlafen kann, hoffe ich auf einen kompetenten Rat unserer Kinderärztin.

    Meine Fragen an dich:

    Wie verlief das Zahnen bei deinem Kind/ deinen Kindern? Hast du gute Erfahrung mit Schmerzmitteln gesammelt oder hast Du keine gegeben? Konntest du immer gut einschätzen, ob dein Kind Medikamente benötigt oder hast du manchmal nach Gefühl entschieden?

    Hörschädigung bei Deinem Kind

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    3 Formen von Hörschädigungen

    Als eine Hörschädigung bei Deinem Kind bezeichnet man eine dauerhafte Einschränkung der Hörfähigkeit. Hören ist ein komplexer Prozess der Wahrnehmung. Schall wird vom Ohr aufgenommen und dort in ein elektrochemisches Signal umgewandelt, das an das Gehirn weitergeleitet wird. Erst dort entsteht der Sinneseindruck des Hörens. Wenn also eine Störung im organischen – dem körperlichen – Bereich dieses Prozesses oder eine Beeinträchtigung in der Verarbeitung im Gehirn vorliegt, führt das zu einer Hörschädigung bei Deinem Kind. Die Arten der Schädigungen, die auftreten können, lassen sich in drei Unterkategorien einteilen:

    • Schallleitungsschwerhörigkeit: Das ist eine Störung im äußeren oder mittleren Ohrbereich. Akustische Signale werden leiser gehört. Durch einen operativen Eingriff oder technische Hilfsmittel, wie ein Hörgerät, lässt sich diese Hörschädigung bei Deinem Kind recht gut ausgleichen.
    • Schallempfindungsschwerhörigkeit: Diese Art der Hörschädigung bei Deinem Kind betrifft das Innenohr und hat zur Folge, dass bestimmte Schallfrequenzen vom Ohr nicht an das Gehirn weitergeleitet werden können. In diesem Fall können bestimmte pädagogische Maßnahmen, wie Hörtraining, Hör-Sprach-Erziehung oder ein Implantat im Ohr, Deinem Kind bei einer Hörschädigung helfen, besser zu hören.
    • Zentral-auditive Hörstörung: Hierbei liegt eine Schädigung der Verarbeitung des Sprachsignals und/oder eine Beeinträchtigung der Hörwahrnehmung im Zentralhirn Deines Kindes vor. Das bedeutet, dass keine organische Fehlfunktion festgestellt werden kann, sondern bei der Verarbeitung des Schalls im Gehirn etwas nicht funktioniert.

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    Ursachen einer Hörschädigung bei Deinem Kind

    Eine Hörschädigung bei Deinem Kind kann vielerlei Ursachen haben. Denn das Gehör ist ein empfindliches Sinnesorgan, das durch Krankheiten oder Unfälle leicht geschädigt werden kann. In Deutschland leben etwa eine halbe Million Menschen mit einer Hörschädigung. Als Auslöser für eine Hörschädigung bei Deinem Kind können diese Punkte möglicherweise infrage kommen:

    • Viruserkrankungen, wie Mumps, Masern oder Röteln
    • Schädigungen im Mutterleib durch Alkohol oder Nikotin oder auch durch Viruserkrankungen der Mutter, wie Röteln
    • Sauerstoffmangel bei der Geburt
    • Frühgeburt
    • Genetische Veranlagung
    • Hirnhautentzündung
    • Starke Lärmbeeinträchtigung, insbesondere explosionsartiger Schall, schnelle Wechsel zwischen sehr laut und leise
    • Missbildungen des Ohrs
    • Chronische Ohrenentzündungen
    • Paukenerguss – eine Schleimansammlung im Mittelohr

    Anzeichen einer Hörschädigung bei Deinem Kind

    Um eine Hörschädigung bei einem sehr kleinen Kind schon möglichst früh zu erkennen, wird seit 2009 standardmäßig ein Hörtest bei Säuglingen durchgeführt. Das sogenannte Hörscreening soll gewährleisten, dass eine Hörschädigung bei Deinem Kind bei den U-Untersuchungen vom Kinderarzt festgestellt werden kann. Denn besonders wenn Dein Kind sehr klein ist, ist es für Dich selbst schwierig, eine Hörschädigung zu bemerken. Oft werden diese bei Babys nicht erkannt. Folgende Symptome können darauf hinweisen, dass das Hörvermögen Deines Kindes beeinträchtigt ist:

    • Dein Kind leidet häufig an Infektionen im Hals-Nasen-Ohrenbereich. Es ist zum Beispiel sehr anfällig für Mittelohrentzündungen.
    • Dein Kind reagiert nicht oder nur schwach auf akustische Reize. Beispielsweise erschreckt es sich nicht bei lauten Geräuschen oder es hört nicht, wenn Du es direkt ansprichst.
    • Die Sprachentwicklung Deines Kindes ist verzögert: Der Wortschatz ist sehr gering. Es hat Probleme mit dem Satzbau.
    • Dein Kind zeigt starke Auffälligkeiten beim Sprechen, wie beispielsweise Probleme mit der Aussprache bestimmter Laute, manche lässt es sogar ganz weg.
    • Dein Kind ist unerklärlicherweise aggressiv.
    • Es hat Probleme, soziale Kontakte zu Mitmenschen aufzubauen.
    • Es hat eine Lese-Rechtschreib-Schwäche.

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    Auswirkungen einer Hörschädigung bei Deinem Kind

    Wenn Du diese Anzeichen für eine Hörschädigung bei Deinem Kind beobachtest oder wenn Du den Verdacht hegst, dass Dein Kind nicht richtig hört, solltest Du umgehend mit dem Kinderarzt darüber sprechen oder einen Facharzt aufsuchen. Eine Hörschädigung bei Deinem Kind ist eine ernste Sache, da sie sich sowohl auf die Sprach- als auch auf die Persönlichkeitsentwicklung Deines Kindes auswirken kann. Die Grundlage sozialer Interaktion ist Sprache. Wenn Dein Kind nicht richtig hört, kann es an der gesellschaftlichem Austausch und normalen Gesprächen nur begrenzt oder gar nicht teilhaben. Denn es kann Sprache nur eingeschränkt aufnehmen. Darum kann eine Hörschädigung diese Folgen für Dein Kind nach sich ziehen:

    • Dein Kind ist nur eingeschränkt in der Lage, seine akustische Umwelt wahrzunehmen.
    • Auch an der lautsprachlichen Kommunikation mit seinen Mitmenschen kann es nur begrenzt teilnehmen, weil es vieles nicht versteht.
    • Dein Kind hat nur eine sehr eingeschränkte Kontrolle über das eigene Sprechen. Es spricht undeutlich, nicht nach der Norm und wird schlecht bis gar nicht verstanden.
    • Dadurch ist es auch in seiner sprachlichen Entwicklung beeinträchtigt.
    • Auch die intellektuelle und emotionale Entwicklung Deines Kindes kann betroffen sein, weil es viele wichtige Informationen, die es lautsprachlich bekommt, nicht aufnehmen kann.
    • Schlimmstenfalls kann sich eine Hörschädigung bei Deinem Kind sogar auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken und psychosoziale Folgen, wie Selbstisolierung oder sozialen Rückzug, haben.

    Darum ist es so wichtig, dass eine Hörschädigung bei Deinem Kind frühzeitig erkannt wird. Denn dann kann sie bei fachgerechter Behandlung weitgehend behandelt oder zumindest ausgeglichen werden. Mehr zu den Therapiemöglichkeiten einer Hörschädigung bei Deinem Kind erfährst Du in unserem Artikel „Ein Hörgerät für Dein Kind“. Es ist wichtig, dass Du Dein Kind so annimmst, wie es ist, denn nur so kann es sich zu einem selbstbewussten Menschen entwickeln.

    Wie Sie Ohrenschmerzen feststellen

    Bei kleinen Kindern ist es nicht ganz einfach Ohrenschmerzen festzustellen. Wischen sich Kleinkinder mit der Hand im Bereich von Ohr und Wange entlang, deutet das oft auf Zahnungsbeschwerden hin. Ein Test, den Sie selbst durchführen können, ist der das Auslösen des sogenannten Tragus-Schmerzes. Drücken Sie auf den knorpeligen Höcker (Tragus), der sich vorne am Ohr (Richtung Wange) befindet, deuten entstehende Schmerzen auf Ohrenschmerzen hin

    Nasentropfen

    Nasentropfen oder Spray auf Basis von z.B. Xylometazolin wirken abschwellend auf die Eustachische Röhre und sollten als erste Maßnahme bei Ohrenschmerzen angewendet werden. Gut eignen sich auch Nasentropfen beziehungsweise Sprays auf Kochsalzbasis. Sie gehören in jede Hausapotheke.

    Zwiebelauflage

    Eine Zwiebelauflage bringt oft erstaunliche Linderung der Schmerzen. Die Zwiebel ist mit Abstand das wirkungsvollste aller „Hausmittel“.
    Hacken Sie eine mittlere rohe Zwiebel klein und wickeln Sie diese in ein Taschentuch ein. Mit einem Tuch wird die Zwiebelauflage auf dem schmerzhaften Ohr fixiert. Ist dem Kind Wärme angenehm, so legt sich das Kind mit dem Zwiebel­säckchen auf eine Wärmflasche. Die Heilkräfte der ätherischen Öle werden so noch intensiver freigesetzt.

    Antibiotika

    Die Gabe von Antibiotika will wohl überlegt sein. Fast die Hälfte aller Mittelohrentzündungen werden von Viren verursacht. Antibiotika sind hier wirkungslos. Bei unkomplizierten Ohremschmerzen ohne Fieber wird heutzutage auf Antibiotika verzichtet.

    Schmerzmittel

    Als geeignetes Mittel erweisen sich Paracetamol und Ibuprofen. Sie bekämpfen die Schmerzen und senken das Fieber. Wenn Ihr Kind nachts plötzlich wegen starker Ohrenschmerzen aufwacht, können Sie die Zeit bis zum Morgen mit der Gabe von Paracetamol-Zäpfchen überbrücken. Halten Sie sich dabei aber bitte an die in der Packungsbeilage empfohlene Dosierung.
    Medikamente wie Aspirin, bzw. ASS sollten Sie auf keinen Fall einsetzen, sie können das gefährliche aber seltene Reye Syndrom, auslösen.
    externer Link: lesen Sie hier weiter in den Patientenleitlinien der Universität Witten Herdecke. Exzellenter medizinischer Artikel über >>OHRENSCHMERZEN

    Entwicklungskalender: 2. Monat

    Baby strampelt und wendet sich Geräuschquellen zu

    Je mehr Zeit vergeht, desto aktiver wird Ihr Kind. Es rudert mit Armen und Beinchen, es öffnet seine bislang meist zur Faust geballten Hände. Dabei befühlt es zum Teil auch schon mehr oder weniger zufällig seinen eigenen Körper: Es führt die Hände zusammen oder fasst sich an die Füßchen. „Deshalb sollten Eltern ihr Baby möglichst viel strampeln lassen und nicht ständig in die Babyschale legen oder fest einwickeln“, sagt Dr. Heinz Krombholz, Diplom-Psychologe am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München.

    Leichtes Spielzeug, beispielsweise einen Greifring, kann das Baby eventuell schon für kurze Zeit festhalten und schütteln. Liegt es auf dem Bauch, kann es im Laufe des Monats sein Köpfchen vielleicht bereits für einen kurzen Augenblick selbst anheben.

    Bilder und Geräusche nimmt es immer deutlicher wahr: Es sieht sich gerne bunte Gegenstände an, zum Beispiel ein Mobile, und dreht sein Köpfchen in Richtung einer interessanten Geräuschquelle. „Es bemüht sich bereits, sich Informationen zu beschaffen“, sagt Krombholz. „Diese Hinwende-Reaktion zeigt auch, dass bei ihm die Verschaltung zwischen Sehen und Hören funktioniert.“

    Gesundes Gehör: Voraussetzung fürs Sprechenlernen

    Der Kinderarzt untersucht, ob ihr Kind auf beiden Ohren hört: Zum ersten Mal testet er das beim Neugeborenen-Hörtest einige Tage nach der Geburt. Denn nur mit gut funktionierendem Gehör kann das Kind später problemlos sprechen lernen. Und die Verschaltung im Gehirn, die dazu nötig ist, beginnt sich schon ganz früh zu entwickeln.

    Ihr Baby fängt jetzt auch an, verschiedene Laute von sich zugeben. Es gluckst und gurrt. Im Laufe der Zeit beginnt es so eine Art Gespräch mit Ihnen. „Eltern können Ihr Kind auch jetzt schon als Partner akzeptieren, ihm etwas erzählen oder mit ihm singen“, sagt Krombholz. „Die meisten machen das aber ohnehin instinktiv.“ In der Regel schläft der Säugling tagsüber nicht mehr ganz so viel, wie kurz nach der Geburt. Die Schlafphasen in der Nacht werden dafür meist allmählich länger.

    Um die vierte bis fünfte Lebenswoche steht wieder ein Vorsorgetermin an: Die U3. Der Arzt überprüft, ob das Baby richtig wächst und bespricht mit Ihnen, wie es trinkt und schläft. Außerdem untersucht er die Hüfte auf Fehlstellungen.

    Ohrmilben bei Katzen haben viele Ursachen – Symptome rechtzeitig erkennen

    Jeder Katzenliebhaber ist stets um das Wohlergehen seines Tieres bemüht. Und so werden Veränderungen im Verhalten, sowie körperliche Veränderungen, beispielsweise an der Haut der Katze, normalerweise schnell registriert. Wird die gewohnte Harmonie plötzlich durch ständiges Kratzen und zunehmende Unruhe der Samtpfote gestört, ist das oft das erste Symptom für Ohrmilben bzw. eine Ohrräude. Übertragen wird Sie häufig durch den direkten Kontakt zwischen zwei Tieren und zwar nicht nur zwischen Katze und Katze, sondern auch zwischen Katze und Hund. Besonders häufig leiden junge Katzen am Ohrmilbenbefall. Das geliebte Familienmitglied macht dann durch ständiges Putzen und sich benagen auf sein Leiden aufmerksam. Verantwortungsbewusste Tierfreunde möchten nun natürlich so schnell wie möglich reagieren und die Ursachen, so wie die Symptome für Ohrmilben erkennen und behandeln.

    Ursachen der Ohrräude – Befall mit Ohrmilben

    In der Regel wird der Befall mit Ohrmilben überwiegend von der Milbenform Otodectes cynotis verursacht. Es handelt sich hierbei um sogenannte Ektoparasiten, die meist nur Ohrmuschel und äußeren Gehörgang befallen. Katzen sind häufiger von diesen Parasiten betroffen als beispielsweise Hunde. Die Jungtiere erkrankter Katzen sind besonders stark gefährdet, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Freigänger sind ebenfalls vermehrt betroffen, da diese Erkrankung hochansteckend ist.

    Die Übertragung erfolgt in der Regel von Tier zu Tier. Ohrmilben sind nicht wirtsspezifisch, das heißt sie überleben auch einige Wochen außerhalb des Tieres, obwohl sie sich von Hautschuppen und Wundsekreten ernähren. Der Juckreiz wird durch ihre Bewegungen auf der Haut sowie die im Milbenspeichel und Milbenkot befindlichen Allergene ausgelöst.

    Symptome für Ohrmilben bei der Katze erkennen

    Das rechtzeitige Erkennen der Symptome und Einschreiten kann weitere Probleme, die als Folge des Kratzens entstehen, im besten Fall verhindern. Dazu zählen Hautabschürfungen, Haarausfall und die Entstehung schmerzlicher, durch Bakterien verursachte Infektionen. Wenn diese Symptome auftreten leidet die Katze möglicherweise an einem Parasitenbefall. Dieser sollte zur Linderung der Beschwerden rechtzeitig abgeklärt und behandelt werden.

    Die Symptome variieren von Katze zu Katze, vor allem in der Intensität. Manche Katzen klappen ihr Ohr einfach um, bei anderen ist es so schlimm, dass sie sich blutig kratzen und mit den Krallen tief ins Ohr vordringen, was sie beim normalen Putzen eigentlich nicht tun. Es ist also nicht gerade ein Kinderspiel, die Symptome des Ohrmilbenbefalls bei Katzen zu erkennen und das Verhalten zu deuten. Unkoordinierte Bewegungen oder ein Schiefhalten des Kopfes sind weitere Anzeichen für einen Ohrmilbenbefall. Es kommt zu einer verstärkten Bildung von Ohrenschmalz, das sich zusammen mit den weißen Milben zu einer schwarz-bräunlichen, krümeligen Absonderung verbindet. Man spricht dabei auch von kaffeesatzartigem Sekret.

    Folgende Symptome können auftreten:

    • Ohren der Katze sind abgeknickt
    • die Katze schüttelt häufig den Kopf und kratzt sich mit den Pfoten
    • blutige Krusten und Kratzer neben dem Ohr
    • unangenehmer Geruch kommt aus dem Ohr
    • sichtbare Ohrbeläge, oft bröselig und braun, oder aber heller Ohrschmalz
    • die Katze hört schlecht
    • die Katze zeigt schmerzen durch Miauen an, wenn man das Ohr berührt

    Diagnose durch den Tierarzt

    Der Tierarzt stellt die Diagnose mittels Otoskop und mikroskopischer Untersuchung. Das Licht des Otoskops lockt die Milben hervor und lässt sie aktiver werden. Dank der starken Vergrößerung und der sehr hellen Lichtquelle des Videoskops kann der Tierarzt bei Katzen tausende Milben erkennen, die sich hektisch bewegen. Dies sind die sogenannten Milbenkolonien.

    Folgen des Ohrmilbenbefalls bei einer Katze

    Es gibt Katzen, die scheinbar ohne große Probleme jahrelang mit diesen Parasiten im Einklang leben können, während andere sich bis zur Selbstverstümmelung quälen. In der Folge von Hautrötung, Haarausfall und Verkrustungen können weitere Infektionen, die sogenannten Sekundärinfektionen entstehen. Im schlimmsten Fall kann es zu Taubheit und Mittelohrentzündungen bis hin zum Blutohr kommen. Eine regelmäßige Ohrenpflege trägt dazu bei, dass es gar nicht erst so weit kommt.

    Weiterführende Links zu Ohrmilben bei der Katze:

    • Vorbeugung der Ohrmilben bei Katzen
    • Behandlung von Ohrmilben bei Katzen
    • Mittel gegen Ohrmilben bei Katzen
    • Auch interessant: Ohrmilben beim Hund

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