Baby wann kopf halten

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Ab wann können Babys den Kopf heben & selber halten?

Auf der Welt angekommen: das Halten des Kopfes in den ersten 8 Wochen

Kurz nach der Geburt sind die Nackenmuskeln noch schwach. In den ersten vier bis acht Wochen ist es deshalb sehr wichtig, den Kopf immer vorsichtig zu stützen, sei es beim Halten oder beim Drehen Ihres Babys. Diese Hilfe ist nur noch unterstützend notwendig, sobald ein Baby selbst seinen Kopf heben kann. Dies kann mitunter auch bis zu acht Wochen dauern. Schauen Sie beim Halten des Kopfes möglichst oft ins Gesicht Ihres Babys. So können Sie die Bindung zu Ihrem Kleinen intensivieren und ihm auch ein Gefühl von Liebe und Geborgenheit geben.

Manche Kinder können bereits zwischen der sechsten und achten Woche in der Rückenlage seinen Kopf schon selbst für kurze Zeit anheben. Ebenfalls sind viele Babys im zweiten Monat in der Lage, ihren Kopf in der Bauchlage von der einen zur anderen Seite zu drehen. Beim Tragen an Ihrer Schulter werden Sie bemerken, dass es (zwar noch unsicher und wackelig) langsam an Kontrolle über das Halten des eigenen Köpfchen gewinnt. Da Ihr Baby aber noch nicht ausreichend Kraft hat, um selbst in einem Rückentragegestell oder Buggy sitzen zu können, sollten Sie entsprechend Kinderwagen, Tragetücher oder Schaukelliegen nutzen oder es einfach auf eine Krabbeldecke auf den Boden legen.

Achten Sie darauf Ihr Baby auch in den ersten Wochen nie alleine auf einem Tisch, der Wickelablage oder dem Sofa liegen zu lassen. Auch ohne eine konkrete, bewusste Steuerung der eigenen Bewegungen kann es zufällig so viel Kraft entwickeln, dass es seine Liegeposition verändert und somit herunterfallen kann. Der Fall von einer erhöhten Ablage gehört zu den häufigsten Unfallursachen bei Babys. Lassen Sie deshalb Ihr Baby nie unbeaufsichtigt bzw. ungesichert liegen.

Dritter bis vierter Monat: die Bauchlage als Training

Immer öfter sollten Sie Ihr Baby im Wachzustand auf den Bauch legen. Das beugt einerseits einem flachen Hinterkopf aufgrund des häufigen Liegens auf dem Rücken vor, andererseits fördert es die Ausdauer und Kraft beim Heben des Köpfchens.

Einige Babys mögen es zunächst gar nicht, auf dem Bauch zu liegen. In manchen Fällen gewöhnen sie sich allerdings schnell an die Bauchlage. Es gibt allerdings auch Babys, denen es wirklich unangenehm ist. Versuchen Sie es einfach Tag für Tag aufs Neue. Mit dem Interesse für Spielzeuge lassen sich viele auch für längere Zeit für die Bauchlage begeistern.

Fünfter bis sechster Monat: auf zu den nächsten Meilensteinen

Bereits nach den ersten 20 Wochen können die meisten Babys ihren Kopf ruhig halten, selbst drehen und beim Ziehen in die Sitzposition den Kopf mit anheben. Dies sind wichtige Voraussetzungen, um die nächsten Meilensteine Sitzen und Krabbeln zu erreichen.

So können Sie Ihr Baby unterstützen

Beim Thema Köpfchen halten sollten Sie auf den Schutz Ihres Babys achten. Eine unzureichende Kopfunterstützung in den ersten Lebenswochen kann zu Schmerzen und Verletzungen an der Nackenmuskulatur führen.

Obwohl es durchaus möglich ist, drei- bis sechsmonatige Babys mit entsprechender Unterstützung (beispielsweise durch Kissen) in die Sitzposition zu bringen, raten Kinderärzte und Hebammen davon ab. Zwar kann dies zur Stärkung der Nackenmuskulatur beitragen, doch die Verletzungsgefahr ist viel zu groß. Ebenso wie bei anderen Entwicklungsschritten wird Ihr Baby sein Köpfchen in Sitzpositionen alleine halten, wenn es auch wirklich körperlich und geistig dazu bereit ist.

Sie haben Bedenken, weil Ihr Baby sich laut verschiedenen Babyratgebern nicht zeitgemäß entwickelt? Sprechen Sie Ihre Hebamme oder den Kinderarzt Ihres Vertrauens an. Diese können Ihnen mit ihrer Erfahrung weiterhelfen. Bedenken Sie auch, dass jedes Baby vollkommen individuell seine Entwicklungsschritte vollzieht. Und dies erfolgt nicht immer nach Entwicklungskalender.

Zu früh geborene Kinder („Frühchen“) erreichen die ersten Entwicklungsmeilensteine ebenfalls etwas später als zum Entbindungstermin geborene Babys.

Ab wann konnten eure Babys alleine den Kopf halten?

Noch was für dich
Ein Baby entwickelt sich nicht streng nach Schema. Aber es gibt auf dem Weg vom Liegen übers Krabbeln zum Laufen Meilensteine, die jedes gesunde Kind innerhalb einer bestimmten Zeit erreicht.
In den ersten drei Monaten lernt ein Baby, den Kopf zu heben. Es strampelt heftig mit den Beinen, kann mit seinen Händen spielen, die Eltern anschauen, ihren Blick fixieren, es lächelt spontan. Aus der Beugehaltung streckt sich das Baby immer mehr in die Länge.
Bis zum sechsten Monat kann es schon sicher den Kopf halten, egal, ob es auf dem Rücken oder dem Bauch liegt. Es fängt damit an, sich aus eigener Kraft umzudrehen, zielstrebig nach etwas zu greifen, es benutzt dabei immer häufiger nur eine Hand.
Bis zum neunten Monat wird das Baby immer stabiler. hat schon sehr viel Körpergefühl entwickelt. Es bewegt sich sicherer. Im Sitzen spielt es viel, wechselt Gegenstände von einer Hand in die andere und bleibt dabei im Gleichgewicht. Es beginnt zu robben oder zu krabbeln.
Bis zum zwölften Monat entwickelt ein Baby im Krabbeln ungeahnte Varianten und große Geschicklichkeit. Es zieht sich an Tischen, Stühlen, Beinen hoch, macht die ersten Schritte.
Bei allen Babys lehnt sich die motorische Entwicklung an dieses Muster an. Und doch läuft es bei jedem etwas anders ab. Deshalb sollten Eltern ihr Kind nicht ständig vergleichen. Der Zeitpunkt, wann es sitzen, stehen, laufen kann, sagt im übrigen nichts darüber aus, ob es besonders intelligent ist oder nicht.
Eltern fördern die Entwicklung ihres Kindes am besten, indem sie sich liebevoll mit ihm beschäftigen und auf sein Verhalten reagieren. Indem sie mit ihm schmusen, es streicheln, an sich drücken, mit ihm spielen. Zärtlichkeit hilft ihm, ein Gefühl für seinen Körper zu bekommen. Wenn es das hat, kann es alles andere allein.
(also hat dein Sohn noch Zeit…ist auf jeden Fall ein Unterschied,ob ein Baby den Kopf hebt…ihn dann für einige Sekunden hält bzw. Minuten oder richtig halten kann…)

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Viele scheuen sich davor, weil sie Angst haben, dem zerbrechlichen Wesen weh zu tun. Mit ihrem schweren Köpfchen, der Fontanelle und den winzigen Händen und Füßen strahlen vor allem neugeborene Babys eine gewisse Verletzlichkeit aus. Doch die Kleinen sind dazu gemacht, von uns hochgehoben und gehalten zu werden. Folgende Tipps zeigen, wie Sie das Kind am sichersten hochnehmen können:

Mehr dazu: Studie: Wie neuronaler Lärm Babyleben retten kann

Babys spüren Verunsicherung

Wenn Sie das Baby hochnehmen wollen, sollten Sie nicht übermäßig nervös sein oder gar Angst haben. Die Kleinen bemerken das und werden vermutlich eher quengeln oder schreien. Ein vorsichtiger Umgang ist natürlich wichtig, dennoch sollte das Baby beherzt und mit sicherem Griff angefasst werden. So schnell geht es nicht „kaputt“!

Haben Sie das Baby wie in der oben stehenden Grafik hochgehoben, gibt es einige Möglichkeiten es zu halten. Das Baby wird sich auch über ein wenig Abwechslung freuen, wobei jedes Kind anders ist und jedes eine eigene Lieblingsposition hat:

  • Vertikal an der Brust: Das Baby wird aufrecht gehalten, sodass es seinen Kopf auf der Brust der tragenden Person seitlich ablegen kann. Diese Position schafft besonders viel Nähe, da das Baby den Herzschlag spüren kann.
  • Hängehaltung: Die klassische Art ein Baby zu halten. Man kann dem Kind in die Augen schauen und direkt mit ihm sprechen. Finger weit spreizen und den Kopf stabil mit dem Unterarm stützen.
  • Gesicht zu Gesicht: So lässt es sich gut spielen. Hinsetzen und das Baby mit dem Gesicht zu sich halten. Dabei mit einer Hand Nacken und Kopf stützen, die andere liegt unter dem Po.

Mehr dazu auf netdoktor.at: Babys 1. Jahr

Rückartige Bewegungen vermeiden

  • Fliegergriff: Meckernde Babys beruhigen sich in dieser Position gut. Das Baby liegt mit dem Bauch nach unten im gebeugten Arm, der Kopf sollte nach vorne, weg vom Körper zeigen. Mit der anderen Hand kann der Rücken gestreichelt werden.
  • Stillpostion: Der Mama zur Gabe der Muttermilch vorbehalten. Das Baby wird um den Körper mit den Beinen nach hinten gelegt und nah an die Brust gezogen. Die Hand auf der Seite der jeweiligen Brust stützt den Kopf des Babys, mit der anderen wird das Baby beim „Andocken“ unterstützt.
  • Sitzposition: Auch für die Kleinsten geeignet, solange der Kopf mit der Brust des Erwachsenen gut gestützt wird. Vor allem beim Sitzen angenehm, da das Baby nicht in den Armen gehalten werden muss. Ein Arm liegt unter dem Babypo, der andere hält das Baby wie ein Gürtel um den Bauch.

Wenn das Baby seinen Kopf selbstständig halten kann, ist es für die Tragenden besonders angenehm, das Baby auf die Hüfte zu setzen. Dabei hat man eine Hand frei und kann sich zusätzlich zum Baby auch anderen Dingen widmen.

Aber Achtung: Das klappt nur, wenn ein Arm genügend Sicherheit bietet. Die meisten Kinder können ihren Kopf zwischen dem 4. bis 6. Monaten halten. Vermeiden Sie stets ruckartige Bewegungen und legen Sie das Baby beim Kochen oder beim Hantieren mit heißen Gegenständen (Glätt- oder Bügeleisen) lieber ab.

Mehr dazu: Checkliste: Das Baby kommt!

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Wie viel Schlaf braucht mein Baby?

Tag-Nacht-Rhythmus

Schon im Mutterleib durchlebt ein Baby Schlaf- und Wachphasen. Diese sind noch recht gleichmäßig über Tag und Nacht verteilt. Nach der Geburt führt der Säugling diesen Schlaf-Wach-Rhythmus zunächst einmal fort. Erst im Laufe der ersten Lebenswochen und -monate stellt es sich allmählich auf den Wechsel von Tag und Nacht ein. Ähnlich wie der Schlafbedarf ist auch der Zeitpunkt, wann das Kind zu einem stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus findet, individuell verschieden.

+++ Mehr zum Thema: Entwicklungskalender Babys 1. Jahr +++

Es gibt zwar ganz grobe Richtwerte für den Schlafbedarf von Babys, diese variieren aber teilweise beträchtlich von Kind zu Kind. Daher sind die folgenden Angaben lediglich als statistische Durchschnittswerte zu verstehen.

In den ersten drei Lebensmonaten schlafen Babys im Schnitt 17 Stunden pro Tag. Untertags machen sie etwa vier bis sechs Schläfchen, dazwischen sind sie rund eine Stunde wach. So gut wie alle Babys schlafen in der Nacht noch nicht durch, sondern wachen noch mehrmals auf, um zu trinken.

Im Alter von 4 bis 6 Monaten beträgt der Gesamtschlafbedarf etwa 14,5 Stunden; tagsüber legen die Kinder noch etwa drei bis vier Schläfchen ein. Die aktiven Phasen dazwischen dauern inzwischen schon rund zwei Stunden. In den Nachtstunden können sie aber noch mehrmals aufwachen.

Im Alter zwischen 6 und 12 Monaten schläft ein Kind rund 14 Stunden. Die Wachphasen untertags werden zunehmend länger; so kann es durchaus vorkommen, dass die Kleinen bis zu vier Stunden am Stück munter sind. Manche Kinder schlafen nur noch einmal tagsüber, andere brauchen über den Tag verteilt noch mehrere Schläfchen. Auch in der Nacht können Eltern meist noch nicht durchschlafen. Der Großteil der Babys wacht in diesem Alter noch ein- oder sogar mehrmals auf. Erst gegen Ende des ersten Lebensjahres verlagert das Baby seine Schlafstunden zum größten Teil in die Nacht: Im Alter von 12 Monaten schlafen viele Kinder bereits bis zu sechs Stunden durch.

Alter 0-3 Monate 4-6 Monate 7-12 Monate
Gesamtschlafbedarf 17 Stunden 14,5 Stunden 14 Stunden
Schläfchen untertags 4-6 Schläfchen 3-4 Schläfchen 1-3 Schläfchen
Wachphasen 1 Stunde 2 Stunden 3-4 Stunden

Individueller Schlafbedarf

Auch wenn es grobe Richtwerte für den Schlafbedarf von Kindern im ersten Lebensjahr gibt, sind Abweichungen davon völlig normal und in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Teils stundenlange Unruhe am Abend oder in der Nacht hat selten nur eine Ursache, sondern ist zumeist Ergebnis verschiedenster Faktoren.

So kann beispielsweise das Schlafverhalten zweier Babys im gleichen Alter durchaus unterschiedlich sein. Außerdem ist es möglich, dass das Baby – wenn es einen Entwicklungs- und/oder Wachstumsschub durchmacht oder zahnt – seinen bereits gewohnten Schlafrhythmus wieder verliert. Es kommt vor, dass ein Baby, das den Großteil der Nacht bereits durchgeschlafen hat, plötzlich wieder jede Nacht öfter aufwacht und eine Mahlzeit braucht. Dies ist zwar für die Eltern oft anstrengend, vor allem im ersten Lebensjahr aber keine Seltenheit und völlig normal.

Solange sich das Kind unauffällig entwickelt, seinem Alter entsprechend an Gewicht zunimmt und ansonsten aktiv ist, fehlt es ihm an nichts. In den individuellen Schlafrhythmus des Babys sollte nur dann eingegriffen werden, wenn sich daraus Probleme ergeben. Dies kann etwa der Fall sein, wenn das Baby aufgrund seines großen Schlafbedürfnisses insgesamt zu wenig Nahrung zu sich nimmt. In solchen Fällen kann es notwendig sein, es nach Rücksprache mit dem Kinderfacharzt alle zwei bis drei Stunden zu wecken.

Rituale helfen

Einschlafrituale helfen dem Kind, leichter zur Ruhe zu kommen und sich auf die kommende Ruhephase einzustellen. Ein stets gleichbleibender Ablauf gibt ihm ein Gefühl von Sicherheit in einer Welt, in der es immer wieder Unbekanntes erlebt und täglich neue Erfahrungen macht.

Wird das Baby in der Nacht munter, sollten alle notwendigen Tätigkeiten – wie Stillen, Fläschchen geben oder Wickeln – möglichst schnell, aber mit der nötigen Ruhe durchgeführt werden. Drehen Sie kein oder nur wenig Licht auf, sprechen Sie nur leise mit dem Baby und animieren Sie es nicht, Späße zu machen. Auf diese Weise lernt es, dass die Nacht zum Schlafen da ist und Aktivitäten wie Spielen nur untertags stattfinden.

Es ist zudem wichtig, tagsüber eine Reizüberflutung durch zu viel Lärm oder optische Reize, etwa durch Radio, Fernsehen oder digitale Geräte, zu vermeiden.

Weinende Babys brauchen Hilfe

Manche Babys finden relativ leicht in den Schlaf, andere wiederum brauchen Unterstützung, um einschlafen zu können. Weint das Baby, brennt der Hut – Mama oder Papa sind gefragt! Vergewissern Sie sich, dass das Kleine nicht weint, weil es Schmerzen hat oder krank ist. Oft reicht es, das Baby zu streicheln oder beruhigend mit ihm zu sprechen. Andere Kinder wiederum wollen gehalten oder getragen werden, um die Gewissheit zu haben, dass sie nicht allein sind.

++ Mehr zum Thema: Babys erstes Jahr ++

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Aktualisiert am: 01.07.2019 | 14:05

Homepage der Gesundheitszentrale für gesundheitliche Aufklärung, http://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/0-12-monate/
Largo R.H.: Babyjahre – Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren; Piper Verlag GmbH München; 3. Auflage 2010

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Viele neue Eltern sind erpicht darauf herauszufinden wann ihre Kinder einen Schlafrhythmus entwickeln und wie dieser Schlafrhythmus sein wird.

In diesem Beitrag befassen wir uns mit den Schlafgewohnheiten eines ausgeglichenen und entspannten Neugeborenen.

Schlafrhythmus von Neugeborenen und die Bedeutung der Regelmäßigkeit für Ihren harmonischen Alltag mit Baby (Quelle © katrinaelena / Getty Images)

Neugeborenen Schlafrhythmus – was auf Sie zukommen kann

Die Tag/Nachtverwirrung bei Neugeborenen

Im Mutterleib wirkten die mütterlichen Bewegungen als beruhigend und schaukelten Ihr Baby in den Schlaf, während mütterliche Ruhephasen eine ermunternde Wirkung auf Ihr Baby hatten. Daher kann es mehrere Tage bis Wochen dauern, bis sich Ihr Baby nach der Geburt auf die neue Situation eingestellt hat. Diese Phase kann unglaublich anstrengend für uns Eltern sein.

Die Schlafgewohnheiten von neugeborenen Babys

Unmittelbar nach der Geburt wird Ihr Baby mehr schlafen als wach sein. Neugeborene schlafen generell ca. 16 Stunden täglich und die Stillphasen/Fütterungsphasen zählen dabei zu den Wachphasen. Nach einigen Wochen verlängern sich diese Wachphasen, aber mit einem Monat schlafen Babys immer noch 14-16 von 24 Stunden. Mit 3 Monaten schlafen Babys immer noch 14 von 24 Stunden.

Ein ausgeglichenes neugeborenes Baby weint circa 1-2 Stunden am Tag (Insgesamt und nicht am Stück!). Das ist absolut normal, da dies der einzige Weg ist wie Babys uns mitteilen können, dass sie hungrig, müde, unwohl oder nass sind.

Unglücklicherweise leiden manche Babys unter Koliken (unter anfallartigem intensiven Weinen und Schreien von dem sich Babys nur schwer beruhigen lassen) in den ersten Monaten nach der Geburt. Babys die unter Koliken leiden können über Stunden am Stück schreien und weinen. Wenn man Glück hat, lässt das Schreien im 3.-4. Lebensmonat nach, aber bei einigen Babys dauert es länger an.

Schlafgewohnheiten bei Neugeborenen

Es hängt ganz von der Anfälligkeit Ihres Babys zur Reizüberflutung ab, wann sich ein Schlafrhythmus erkennen lässt. Aber man kann selten bei Babys vor dem 6. Monat Regelmäßigkeiten in den Schlafgewohnheiten feststellen.

Viele Eltern sehnen schon sehr früh einen Schlafrhythmus herbei, aber wenn Ihr Baby zur Übermüdung neigt kann es sein, dass Sie einen verlorenen Kampf kämpfen. Meiner Meinung nach führt ein zu frühes Heranführen an einen Schlafrhythmus zu noch mehr Übermüdung der Babys, was dazu führt, das Ihr Kind gegen den Schlaf noch mehr ankämpft.

Dies ist eines der größten Missverständnisse über das Schlafbedürfnis von Neugeborenen. Neugeborene über den Tag wach zu halten, damit diese nachts mehr schlafen funktioniert in der Regel nicht und führt lediglich dazu, das der Schlafentzug zu mehr Übermüdung, Unausgeglichenheit und einem größeren Kampf um den Schlaf wird.

Versuchen Sie die Zeiten in denen Ihr Neugeborenes wach ist kurz zu halten und Müdigkeitszeichen Ihres Babys schon früh zu erkennen. Müdigkeitszeichen bei Babys lassen sich, wie Anzeichen von Hunger lesen und die Fähigkeit diese zu erkennen können Reizüberflutung und Übermüdung vorbeugen.

Regelmäßigkeit

Manche Babys finden sehr schnell eine gewisse Regelmäßigkeit für ihren Schlaf, während andere scheinbar nie eine gewisse Regelmäßigkeit entwickeln. Abhängig von ihrer eigenen Persönlichkeit kann dies äußerst frustrierend sein.

Es lohnt sich ein Schlafprotokoll oder Tagebuch zu führen. Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Erinnerung, wenn Sie versuchen die Schlaf- und Stillzeiten Ihres Babys nachzuvollziehen. Dies wird Ihnen helfen Ihr Baby besser zu verstehen und kennen zu lernen.

Babys 1. Monat

Das Leben zu Hause spielt sich so langsam ein. Noch ist alles ziemlich neu, und als frischgebackene Eltern müssen Sie sich in dieser Rolle erst zurechtfinden und so Einiges neu organisieren.

Ihr Baby beansprucht Sie vor allem in den ersten Wochen voll und ganz. Und wenn es Ihnen eine kurze Pause gönnt, sollten Sie ein Verwöhnprogramm für sich selbst einschalten: Mit einem Nickerchen, ein paar Entspannungsübungen, etwas Rückbildungsgymnastik …

Wenn Ihr Baby nach den Mahlzeiten satt ist oder eine sanfte Stimme hört, lächelt es gelegentlich schon. Dieses „Engelslächeln“ erfolgt noch ganz unbewusst und gar nicht zielgerichtet – aber es verstärkt unsere Zuneigung und weckt den „Beschützerinstinkt“.

Saugen und Händchenkauen sind zur Zeit seine Hauptaktivitäten. Der angeborene Greifreflex ist sehr stark ausgeprägt, während das Baby seinen „Laufreflex“ verliert: Wird es auf die Füsse gestellt, sackt es zusammen.

In Bauchlage versucht Ihr Baby für einen Moment sein Köpfchen anzuheben und auf die Seite zu legen. Die Arme und Beine werden noch immer unkoordiniert und ruckartig bewegt. Bis zum Ende des Monats gewinnt es mehr Kontrolle über seine Muskulatur und die Bewegungen werden fliessender.

Das Baby kann schon wenige Kehlkopflaute unwillkürlich hervorbringen und beunruhigt manchmal die Eltern durch schnorchelnde Atemgeräusche, vor allem nachts. Das ist durch einen zu weichen Kehlkopfdeckel bedingt und harmlos.

Wenn Sie Ihr Kind stillen, kann es durchaus am Anfang Schwierigkeiten geben. Wenn viele Babys ständig nach der Brust verlangen und gleich nach dem Stillen schon wieder schreien, interpretieren die Eltern dies als Zeichen für ungestillten Hunger. Doch Babys nehmen sich das, was sie brauchen, und es sind eher die zu ruhigen Babys, die zu wenig bekommen.

In den ersten drei Wochen gilt achtmal Stillen pro 24 Stunden als normaler Durchschnitt. Lassen Sie sich auf keinen Fall entmutigen, sondern suchen Sie Hilfe bei einer Hebamme oder einer Stillberatung.

Schreien hat nicht immer etwas mit Hunger zu tun. Natürlich beruhigt sich Ihr Kind, wenn Sie es anlegen. Doch wenn Sie merken, dass es gar nicht trinkt, sondern nur nuckeln will, sollten Sie es anderweitig beruhigen. Sonst wird Ihre Brustwarze wund.

Bieten Sie ihm lieber einen Schnuller / Sauger an oder beschäftigen Sie sich liebevoll mit ihm. Bald haben Sie schon ein gutes Gefühl dafür, was Ihr Baby Ihnen mitteilen will. Wenn Ihr Baby Koliken hat, hilft es ihm sicher, wenn Sie es im Fliegergriff (mit seinem Bauch auf Ihrer Hand) herumtragen.

Es ist gut, wenn Sie viel Ruhe haben und sich eine gewisse Regelmäßigkeit der Abläufe schaffen.

Das Baby im 3. Monat

2 aufregende Monate mit dem Baby sind nun schon vorüber und die meisten Eltern haben sich nach 2 Monaten bereits an das neue Familienleben mit dem kleinen Nachwuchs gewöhnt. Nichtsdestotrotz warten noch viele weitere, spannende Monate und Momente mit deinem Säugling auf dich, deinen Partner und die Geschwister, wenn bereits welche zur Familie zählen.

Im 3. Lebensmonat findet bei Babys in einigen Bereichen ein kleiner Entwicklungsschub statt. Anhand verschiedener Merkmale kann man die fortschreitende Entwicklung eines Kindes im 3. Monat feststellen. Dazu zählen als signifikantestes Kennzeichen die Wachstumskurve, die Aufmerksamkeit und motorische Aktivität des wachen Kindes, die wöchentliche Gewichtszunahme und das Schreiverhalten.

Auch Kinderärzte orientieren sich an diesen Merkmalen, um die Entwicklung eines Babys zu bewerten. Deshalb kannst du auch jederzeit den Kinderarzt bezüglich der Entwicklung deines Kindes befragen und wichtige Tipps und Informationen in Bezug auf die Pflege und den Umgang mit deinem Kind einholen. Bestimmt hat dir auch deine Hebamme schon erklärt und gezeigt, wie man das Baby wickelt und badet. Diese grundlegenden Tätigkeiten werden dich auch noch in den nächsten Monaten beim liebevollen Umgang mit deinem Baby begleiten.

Körperlicher Zustand & physische Entwicklung des Babys im 2. Monat

Jetzt ist dein Baby schon 3 Monate alt und entwickelt sich immer weiter und wird größer und größer. Vielleicht fragst du dich, wie groß und wie schwer dein Baby mit 3 Monaten ist: In den ersten Lebensmonaten eines Kindes nimmt dessen Gewicht und Längenwachstum relativ stark zu. So wächst das Baby auch im 3. Lebensmonat durchschnittlich 3,5 cm, d.h. ca. 1 mm pro Tag, und gewinnt zusätzlich zwischen 80 g und 300 g an Gewicht. Ein Wachstumsschub ist im 3. Lebensmonat also ganz normal, auch Koliken gehören bei einigen Säuglingen in einem Alter von 3 Monaten leider dazu. Was du gegen Koliken machen kannst, verrät dir der Kinderarzt oder deine Hebamme.

Allerdings lassen sich Babys nur schwer exakt messen und auch die Gewichtsangaben variieren von Kind zu Kind. Sichere Auskunft über das Wachstum deines Kindes erhältst du am besten beim Kinderarzt. Dieser stellt die Entwicklung des Kindes anhand der kindlichen Gewichts- und Längenkurven fest, die er mit den voreingetragenen Normkurven – den sogenannten Perzentilenlinien – abgleicht.

Perzentilenlinien

Bestenfalls verlaufen die individuellen Kurven möglichst parallel zu den Perzentilenlinien, was auf eine konstante und normale Kindsentwicklung schließen lässt. Ebenso wie das Gewicht und die Körperlänge nimmt auch das Kopfwachstum des Kindes im 3. Monat zu, wobei sich die eigene Kopfform im Laufe der ersten 12 Monate entwickelt und durch erbliche Merkmale sowie die Einwirkung der Schwerkraft geprägt wird.

Babys & Erkältungen

Die Fontanelle, d.h. die kleine „Lücke“ zwischen den Schädelplatten, verschließt sich bei den meisten Kindern hingegen erst zwischen dem 6. und 24. Monat. Obwohl Babys in den ersten Lebensmonaten aufgrund der mütterlichen Abwehrstoffe überwiegend vor schweren bakteriellen Infektionen geschützt sind, sind sie trotzdem anfällig für virale Infektionen. Erkältete Erwachsene und erkältete Kinder sollten daher keinen Kontakt zu Säuglingen haben, da diese sich ansonsten anstecken könnten, was ihre Atmung sehr stark beeinträchtigen könnte. Husten und Schnupfen sind für so einen kleinen Knirps von 3 Monaten auch nicht besonders angenehm, aber leider lässt es sich nicht immer vermeiden, dass sich dein Baby irgendwo ansteckt und erkältet.

Beziehungsverhalten zwischen Eltern & Baby im 3. Monat

Auch im 3. Lebensmonat ist das Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Nähe sowohl bei dem Baby als auch bei den Eltern sehr hoch und sollte so oft wie möglich befriedigt werden, um die Bindung zwischen Eltern und Kind zu stärken. Ob das Kind übrigens im Elternbett oder in seinem eigenen Bettchen schläft, solltest du mit deinem Partner besprechen und dann gemeinsam mit ihm darüber entscheiden. Außerdem kann dir deine Hebamme oder der Kinderarzt die möglichen Vorteile (schnelleres Einschlafen des Kindes in der Nähe der Eltern und Geborgenheit auch beim Schlafen) und die möglichen Nachteile (plötzlicher Kindstod, reduzierte Intimität zwischen den Eltern) der Übernachtung des Kindes im Elternbett erläutern.

Beistellbett, Wiege oder Stubenwagen

Die Entscheidung für oder gegen die Übernachtung des Kindes im Elternbett ist also eine Individuelle und sollte daher auch vom Umfeld der jungen Familie als solche akzeptiert werden. Im Allgemeinen jedoch ähneln sich die meisten Eltern im Umgang mit ihrem Kind, denn fast alle Eltern passen sich den beschränkten Aufnahme- und Ausdrucksmöglichkeiten des Kindes intuitiv an. Dabei wirkt ihr Verhalten übertrieben, vereinfacht und repetitiv im Ausdruck.

Phase des aneinander Gewöhnens

Bei der Interaktion mit ihrem Kind ahmen viele Eltern außerdem das Kind nach, womit sie dem Kind sein Verhalten und seine Emotionen widerspiegeln. Alles in allem sind die ersten drei Monate sowohl für die jungen Eltern als auch für das Baby vor allem eine Periode des sich Kennenlernens und sich aneinander Gewöhnens. Dafür brauchen die jungen Familien Zeit, Ruhe, Akzeptanz und Unterstützung bei der Kinderbetreuung, beispielsweise von Familienangehörigen, von Freunden und vom Staat. Wenn diese Voraussetzungen gewährleistet sind, dann haben diese jungen Familien, ebenso deine, auch in den nächsten Monaten eine wunderschöne Zeit mit ihren Kindern.

Motorische Fähigkeiten des Babys im 3. Monat

Neben den motorischen Entwicklungen, die das Baby bereits im 1. und 2. Monat durchlebt, kommt nun im 3. Monat auch hinzu, dass das Baby allmählich die Kontrolle über seinen Kopf entwickelt. Das bedeutet, dass viele Babys schon im 3. Monat den Kopf im Sitzen und in der Bauchlage aufrecht halten können und somit eine Kopfkontrolle besitzen. Wenn das Baby wach ist, sollte es sich abwechslungsweise in Rückenlage, Bauchlage und einer halb aufrechten Sitzstellung, wie es beispielsweise in einer Babywippe der Fall ist, befinden.

Diese verschiedenen Körperpositionen und das Heben des Köpfchens sind deshalb gut, da das Baby dadurch verschiedene Möglichkeiten hat, um mit den Händen oder anderen Gegenständen zu spielen, mit den Beinen zu strampeln und zu beobachten, was um ihn herum, zum Beispiel im Familienalltag, passiert. Beim Schlafen hingegen sollte das Baby auf dem Rücken liegen, da viele Babys so unter anderem besser atmen können. Wenn sich das Baby dabei allerdings offensichtlich unwohl fühlt, dann kann es auch in diejenige Körperstellung hingelegt werden, in der es sich merklich behaglicher fühlt. Über alternative Schlafpositionen klärt dich deine Hebamme oder auch der Kinderarzt auf.

Schlaf- & Schreiverhalten des Babys im 3. Monat

Je angenehmer die Schlafposition für das Baby ist, desto weniger schreit das Baby. Dieser Umkehrschluss ist zwar durchaus berechtigt, aber es gibt noch andere Faktoren, die Einfluss auf das Schlaf- und Schreiverhalten bei Babys haben. Im 3. Lebensmonat haben die meisten Babys ihren Schlaf-Wach-Rhythmus an den Tag-Nacht-Wechsel angepasst, wobei ca. 70% der Babys im 3. Monat bereits durchschlafen, d.h. 6 bis 8 Stunden ohne Unterbrechung zu schlafen.

Letztendlich ist das Schlafverhalten des Kindes ebenso wie die Entscheidung für oder gegen das Familienbett eine individuelle Angelegenheit, bei der dich vor allem deine Hebamme unterstützend beraten kann. Da eben jedes Kind unterschiedlich ist, lässt sich nicht sagen, wie lange und wie viel dein Baby im 3. Monat schläft. Vielleicht hast du Glück und dein kleiner Schatz schläft schon durch, oder aber du musst dich noch ein wenig gedulden.

Seelisches & körperliches Wohlbefinden

Prinzipiell ist das Baby für sein seelisches und körperliches Wohlbefinden auf körperliche Nähe und liebevollen Kontakt mit den Eltern angewiesen. Allerdings ist dieses Bedürfnis je nach Kind verschieden ausgeprägt. Die Schlafsituation des Kindes sollte daher so gestaltet sein, dass diese das kindliche Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit so gut wie möglich befriedigt und gleichzeitig auch die elterlichen Bedürfnisse so gut wie möglich berücksichtigt.

Unspezifische Schreien

Wie das Schlafverhalten ist auch das Schreiverhalten von Kind zu Kind anders. Zwar sind es oft die gleichen Gründe, wie zum Beispiel Hunger, nasse Windeln oder Müdigkeit, die das Schreien auslösen, aber das Ausmaß und die Dauer des Schreiens ist von der kindlichen Disposition abhängig. Das unspezifische Schreien, d.h. Schreien ohne bestimmten Grund, tritt vor allem in den Abendstunden auf. Wenn das Kind schreit, können die Eltern diese Schreiperioden mithilfe verschiedener Methoden reduzieren, wenn auch nicht vollkommen verhindern.

Indem du das Kind regelmäßig über den Tag verteilt herumträgst, dich spielerisch mit dem wachen, 3 Monate alten Baby beschäftigt und einen regelmäßigen Tagesablauf mit Mahlzeiten, Schlafenszeiten und anderen Aktivitäten wie Spazieren gehen einhältst, wird das Kind beruhigt und dessen Schreiphasen verkürzt. Im Allgemeinen nimmt das Schreien des Babys bis zum Ende des 3. Monat ab, so dass für die meisten Eltern und für deren Nachbarn eine ruhigere Zeit beginnt.

Spielverhalten & Sprachentwicklung des Babys im 3. Monat

Dein Baby kann mit 3 Monaten schon eine ganze Menge: Was also kannst du mit deinem Baby im 3. Monat spielen und wie kannst du es beschäftigen? Auch im 3. Lebensmonat steht in Bezug auf das Spielverhalten des Babys das soziale Spiel und das Spiel mit den eigenen Händen im Vordergrund. Beim sozialen Spiel wird eine Bezugsperson einbezogen, die sich solange liebevoll und interessiert mit dem Baby beschäftigt, bis sich das Kind von selbst wieder abwendet und das Interesse am Spiel verliert. Das Spiel mit den Händen als eigene Beschäftigungsform des Säuglings setzt sich daraus zusammen, dass das Baby seine Hände in den Mund nimmt, die Hände betrachtet und die Hände betastet.

Generell lernt das Baby in den ersten drei Monaten durch diese Art des Spiels seine eigenen Hände kennen, wobei dieses Spielen der Vorbereitung auf das Greifen, welches zwischen dem vierten und dem fünften Lebensmonat einsetzt, dient. Das Baby ist nicht nur am Spielen interessiert, sondern auch an der Stimme seiner Bezugspersonen. Babymassage- oder PEKiP-Kurse können Babys körperliche und seelische Entwicklung zusätzlich fördern.

Babysprache

Normalerweise kommt ein Baby mit einem funktionstüchtigen Gehör auf die Welt und kann daher von Anfang an Stimmen, Laute und Geräusche wahrnehmen. Allerdings ist es vor allem am Ausdruck der Stimme interessiert, da es den Inhalt der gesprochenen Sprache noch nicht versteht. Um also mit einem Baby zu kommunizieren, ist die sogenannte „Babysprache“, langsames Sprechen, übertriebene Betonung und viele Vokale, der Erwachsenen ein gutes Kommunikationsmittel, da dies der Aufnahmefähigkeit des Babys entspricht. Bis zum Ende des 3. Monats drückt sich das Baby deshalb immer weniger durch Schreien und stattdessen immer mehr durch Vokalisieren aus. Wieder ein Punkt, den du in Babys Entwicklungskalender markieren kannst.

Ernährung des Babys im 3. Monat

Die Ernährung des Babys im 3. Monat unterscheidet sich nicht von der Ernährung im 1. und im 2. Monat. Die Nahrung für das Baby besteht daher auch im 3. Lebensmonat aus der Muttermilch, welche entweder durch das Stillen an der mütterlichen Brust oder nach dem Abpumpen der Muttermilch durch eine Trinkflasche verabreicht wird, oder sie besteht aus der künstlich hergestellten Säuglingsmilchnahrung, die natürlich ausschließlich über eine Trinkflasche verabreicht wird. Mit der Beikosteinführung sollte frühestens im 4. Monat begonnen werden.

Der Unterschied zwischen Muttermilch und Säuglingsmilchnahrung liegt darin, dass der Säuglingsmilchnahrung die Abwehrstoffe der Muttermilch fehlen. Die Art und Weise, wie ein Baby letztendlich gefüttert wird, d.h. durch das Stillen an der Brust oder mit der Flasche, hat keinen erwiesenen Einfluss auf die Mutter-Kind-Bindung. Das bedeutet, dass eine Mutter, die ihr Kind mit der Flasche füttert, genauso eine intensive Bindung zu ihrem Kind aufbauen kann wie eine Mutter, die ihr Kind an der Brust stillt.

Wie oft ein Baby im 3. Monat ernährt/gestillt werden möchte und wie viel Muttermilch bzw. Mahlzeiten es dann zu sich nehmen will, ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Einige Kinder trinken doppelt so viel wie andere Kinder im gleichen Alter, wobei die tägliche Trinkmenge kaum vom kindlichen Körpergewicht abhängt.

Körperpflege des Babys im 3. Monat

Auch beim Thema Körperpflege verhält es sich im 3. Monat des Kindes genauso wie im 1. und 2. Monat. Regelmäßiges Windelwechseln und sanfte Körperpflege sowie wöchentliches Baden dienen der kindlichen Sauberkeit, seinem Wohlbefinden und der Eltern-Kind-Bindung.

Babynagelschere für Babys Finger

Wichtig ist, dass bei der Körperpflege auf babyhautfreundliche Produkte geachtet wird und auf den Gebrauch von Wattestäbchen, alkoholhaltigen Produkten und Mitteln mit ätherischen Ölen verzichtet wird. Wie du dein Baby optimal pflegst und seine Windeln wechselst, hat dir wahrscheinlich deine Hebamme erklärt und bestenfalls sogar vorgeführt. Auch die Verwendung einer Nagelschere zum Schneiden der kindlichen Finger- und Zehennägel ab dem 3. Lebensmonat soll dir deine Hebamme erklären und gegebenenfalls gemeinsam mit dir ausprobieren.

Ärztliche Untersuchungen im 3. Lebensmonat

Der 3. Monat des Babys ist ebenso spannend für junge Eltern wie der 1. und der 2. Monat, da sich auch hier viele Entwicklungen des Babys fortsetzen. Da jedes Kind einzigartig ist, sind auch die kindlichen Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen individuell. Nichtsdestotrotz kann der Kinderarzt oder auch die Hebamme anhand des Schreiverhaltens, der Aufmerksamkeit und motorischen Aktivität des wachen Kindes und der wöchentlichen Gewichtszunahme sowie der Wachstumskurve feststellen, wie sich dein Baby entwickelt.

Daher ist es durchaus sinnvoll, regelmäßig den Kinderarzt aufzusuchen oder die Hebamme um Rat zu fragen und eine professionelle Einschätzung bezüglich der kindlichen Entwicklung zu erhalten. Denn mit einem guten Gewissen bezüglich der gesunden Entwicklung eures eigenen Kindes können du und dein Partner dann auch die nächsten Monate und Jahre deines Kindes unbesorgt genießen.

U4 & 2. Grundimmunisierung der 6-fach-Impfung

Auch im 3. Lebensmonat deines Babys stehen wieder Arztbesuche auf dem Stundenplan. Ab einem Alter von 12 Wochen steht die 4. frühkindliche Vorsorgeuntersuchung (U4) und damit auch in der Regel die 2. Immunisierung der 6-fach-Impfung (Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis, HIB & Hepatitis B) an. Fragen zu den Impfungen besprichst du am besten mit deinen Kinderarzt.

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Der Monat davor: 2. Monat

Der Monat danach: 4. Monat

Babys 3. Monat

Babys 3. Monat – körperliche Entwicklung

Ihr Baby steckt noch immer inmitten seiner größten Wachstumsphase. Viele Kinder nehmen in dieser Zeit ein ganzes Kilogramm zu und wachsen circa drei Zentimeter. Die durchschnittliche Konfektionsgröße bei Babys mit drei Monaten beträgt 62 bis 68. Im Zuge der Gewichtszunahme hat sich auch die Gesichtsform Ihres Sprösslings verändert. Es ist nun mit Babyspeck unterpolstert und somit weicher und runder geworden.

Motorik und Reflexe

Die angeborenen Reflexe machen zunehmend Platz für geübte Bewegungsmuster. Ihr drei Monate altes Baby bereitet sich mit großen Schritten auf das gezielte Greifen vor.

Dabei steht das derzeit liebste Spielzeug für Ihr Baby im Mittelpunkt: seine Händchen. Diese begutachtet es ausgiebig, bewegt sie und erkundet sie zum besseren Kennenlernen mit dem Mund. Auch wenn das spielerisch wirkt, dienen diese Aktionen einem bestimmten Zweck. Sie ermöglichen eine verbesserte Körperwahrnehmung und schaffen die Basis für das Greifen.

Die wohl wichtigste Errungenschaft in der Entwicklung Ihres Babys ist jetzt die Kopfkontrolle. In aufrechter Position kann Ihr drei Monate altes Baby nun sein Köpfchen selbstständig halten. Damit können Sie jetzt auch eine Tragehilfe nutzen. Alleine Sitzen sollte Ihr Baby mit drei Monaten allerdings noch nicht, dafür ist die Rückenmuskulatur noch zu schwach.

Auch in Bauchlage beschäftigt sich Ihr Baby jetzt viel mit seinen neuen Fähigkeiten. Es gelingt ihm, den Kopf zu heben und sich umzusehen. Anfangs ist das noch ein wahrer Kraftakt. Später funktioniert es zunehmend müheloser.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie Ihren Nachwuchs nach einem Schläfchen am anderen Ende des Kinderbetts vorfinden. Sein angeregtes Strampeln kann Ihr Baby im 3. Lebensmonat schon einige Zentimeter voranbringen.

Die Entwicklung der Sinne

Die Sehfähigkeit eines drei Monate alten Babys verbessert sich nochmals deutlich. Damit ist es in der Lage, Umwelteinflüsse besser aufzunehmen und zu verarbeiten.

Auch wenn das Hören bereits zur Geburt gut entwickelt ist, findet auch im 3. Lebensmonat ein weiterer Reifeprozess statt, der sich auch auf das Gehirn auswirkt. Reize aus der Umwelt, in Form von Umgebungsgeräuschen, nimmt Ihr drei Monate altes Baby aktiv auf und verarbeitet sie. Das trainiert gleichzeitig das Hören und die geistige Entwicklung.

Mit drei Monaten entwickelt Ihr Kind auch seinen sogenannten „6. Sinn“ – die Körperwahrnehmung. Das geschieht durch ständige Bewegung und Beschäftigung mit den Gliedmaßen.

Der Tastsinn Ihres drei Monate alten Sprösslings profitiert von seiner Neugierde, denn Ihr Nachwuchs entdeckt zunehmend die Welt spielerisch mit seinen Fingern. Ein besonders wichtiges Organ, um Objekte abzutasten, bleibt aber nach wie vor der Mund. Ihr drei Monate altes Baby kann sich mit ihm ein besseres Bild von einem Gegenstand machen als bloß mit den Fingern.

Dabei spielt auch der Geschmack eine Rolle. Ihr Baby mit drei Monaten hat sehr feine Geschmacksrezeptoren. In seiner Umwelt gibt es fast nichts, was nach gar nichts schmeckt. Und all das möchte Ihr Baby erkunden!

Ihr Baby liebt alles, was süß schmeckt und duftet. Da kommt es ihm zugute, dass sich Ihre Muttermilch in den ersten Lebensmonaten ändert. Sie passt sich dem höheren Energiebedarf Ihres drei Monate alten Babys an und enthält mehr Zuckerverbindungen.

Ich bin immer wieder überrascht davon, wie unterschiedlich Kinder sind und welch verschiedene Wege sie gehen – selbst als Geschwister. Die Natur hat einen Weg vorgegeben, auf dem unsere Kinder entlang gehen. Aber das eine läuft langsamer, das andere schneller. Manche rennen, manche schleichen eher. Wenn wir ihnen aber ihre Zeit geben, wenn wir nicht drängen oder einschränken, geht jedes Kind seinen Weg. Eben in seinem Tempo, aber es geht. Die Natur hat dafür gesorgt, dass Babys und Kinder zu jedem Zeitpunkt genau das können, was sie können sollen, was notwendig ist für den nächsten Schritt. Sie sind keine Mängelwesen, sondern genau so, wie sie sein sollen. Monat für Monat können wir ihre Entwicklung beobachten und begleiten.

Drei Monate sind eine lange Zeit und doch vergehen sie wie im Flug, wenn man Kinder hat. Jeder Tag bringt neues mit sich und zunächst gilt es, das Baby wirklich kennen zu lernen und zu verstehen. Mit 3 Monaten sind viele Dinge bereits bekannt. Das Baby ist angekommen und auch wenn Elternschaft eine fortwährende Reise ist, sind auch die Eltern nun angekommen. Oft ist das Baby nun aus den letzten Stücken der Erstausstattung hinaus gewachsen und auch das lässt das Gefühl aufkommen, dass es ganz bei uns ist und in die Welt eintaucht.

Körperliche Entwicklung

Wenn das Baby wirklich auf der Welt angekommen ist, beginnt es damit, seinen Körper zu erkunden. In den ersten Monaten hat es zunächst damit zu tun, sich mit der Schwerkraft überhaupt vertraut zu machen und allen Dingen um es herum. Für uns ist es kaum vorstellbar wie die Schwerkraft wirkt, aber für das Baby ist es neu. Die Spannung im Körper verändert sich nun, weil das Baby fähig ist, das Gewicht seines Körpers leichter abzugeben an die Fläche, auf der es liegt. Nach und nach macht es sich jetzt mit dem Körper vertraut und erkundet all die Körperteile, die es gerade erreichen kann. Von Monat zu Monat sind das mehr Stellen. Zusammen mit dieser abenteuerlichen Erkundung wird der Körper auch fähig, weitere Stellen kennen zu lernen, denn durch die Bewegungen werden wieder neue Muskeln trainiert, die für andere Dinge dann notwendig sind.

Im dritten Monat hat es vielleicht schon seine Hände in der Mitte des Körpers zusammen gefunden. Bei einem meiner Kinder war dies mit 10 Wochen so weit, bei einem anderen Kind mit 13 Wochen. Doch jetzt wird die Hand zum Lieblingsspielzeug: Die Fingerspitzen treffen sich, Hände werden befühlt, sie öffnen sich, werden zum Mund geführt (insbesondere, wenn das Köpfchen zur Seite gedreht ist), damit dieser noch weiter erkunden kann. Noch sind die Bewegungen etwas unbeholfen, noch nicht gezielt. Die kleinen Arme rudern oft noch an ihrem Ziel vorbei, obwohl der Blick doch so genau auf eine Sache gerichtet ist. Ist etwas aufregend, zappeln Arme und Beine wild herum. Noch kann diese spannende Sache nicht gezielt berührt werden, aber das wilde Zappeln ist ein erster Schritt auf dem Weg dorthin. Lassen wir den Armen und Händen ihre Zeit, damit sie mehr und mehr zielgenau greifen können. Geben wir dem Baby die Möglichkeit, dass es mit den Händen versuchen kann, unser Gesicht zu berühren. Es ist wunderbar, wenn das Baby nun die Möglichkeit hat, mit den Händen alles wahrzunehmen und sich selbst zu be-greifen. Wir müssen unsere Babys deswegen nicht mit Greiflingen ablenken, sondern können sie erst einmal ganz in Ruhe mit dem spielen lassen, was sie selbst haben – und natürlich mit uns. Nach und nach können dann auch andere Dinge zum Greifen angeboten werden. Dabei gilt aber: Ganz in Ruhe ganz einfache Dinge anbieten. Es müssen – und sollten – keine lärmenden und blinkenden Dinge sein, denn zunächst steht das Greifen und Erfahren mit den Händen im Vordergrund. Einfache Holzreifen oder Ringe aus großen Holzperlen sind ausreichend. Wichtig ist auch, dass der Greifling nicht zu schwer ist, damit er überhaupt gehalten werden kann.

Irgendwann wandern die Hände nun auch an die Knie und Oberschenkel, denn die kleinen Beine werden langsam angezogen. Weil sich der Körperschwerpunkt zum Kopf verlagert hat, kann das Baby in der Rückenlage Arme und Beine vor den Körper nehmen. Es kann die Beine erspüren und langsam auch sehen. Es trainiert mit seinem Spiel die Bauchmuskulatur, die es später braucht, um sich zu drehen. Bald wird dieser große Entwicklungsschritt des Drehens anstehen, wenn das Baby alle notwendigen Voraussetzungen dazu ausgebildet hat. Wenn wir uns neben unser Baby legen, können wir diese Bewegungen nachmachen und erfahren, wie anstrengend sie sind. Und das macht das Baby den ganzen Tag in den Wachphasen! Natürlich braucht es deswegen auch viel liebevolle Zuwendung, Nahrung nach Bedarf und uns, die es wahrnehmen und bemerken, wenn es zu viel wird und es sanft wieder zur Ruhe bringen, wenn es das selbst noch nicht schafft.

Die Welt mit den Augen erkunden

Mit drei Monaten sind nicht nur die Hände mit dem Erkunden des Körpers und der Welt beschäftigt, sondern auch die Augen. Das Baby kann besser und weiter sehen und blickt neugierig in die Welt. Die Blätter am Baum, die Menschen um es herum, die Farben. Es nimmt Blickkontakt auf mit dem Menschen, der es anblickt und man kann die Freude des kleinen Menschen hören. Und es selber hört auch schon gespannt zu, betrachtet dabei aufmerksam den Mund des Gegenüber und bewegt oft auch den eigenen Mund mit. Auch beim Stillen können diese vielen Eindrücke nun ablenken und manche Kinder brauchen etwas mehr Rückzug, um nicht ständig von der Brust abzulassen oder sich mit Brustwarze im Mund umzusehen. Das bedeutet aber nicht, dass nicht genug Milch da sei oder das Baby nicht mehr satt werden würde – es ist einfach nur gerade mit dem Sehen beschäftigt. Bei all meinen drei Kindern war es am Abend um den dritten Monat herum auf einmal wieder schwerer in den Schlaf zu finden, weil all die Eindrücke verarbeitet werden wollten.

Rituale und Abläufe

Viele Babys lieben immer gleiche Abläufe und Routinen, denn sie machen das Kommende vorhersagbar. Nach und nach fällt jetzt auf, dass das Baby einige Situationen schon kennt und sich freut. Langsam ist das auch zu erkennen wenn das Baby Hunger bekommt oder hochgenommen wird und die Signale des Erwachsenen dafür erkennt: Es blickt aufmerksam, stellt vielleicht seinen verärgerten Ausdruck ein und man hat das Gefühl, dass es weiß, dass jetzt gleich sein angemeldetes Bedürfnis befriedigt wird.

Muss das Baby auf dem Bauch liegen?

Manche Babys lieben die Bauchlage, andere nicht. Einfluss nehmen wir selbst darauf etwas, wenn wir die Kinder von Anfang an ab und zu in beiden Positionen ablegen, so dass das Baby auch die Bauchlage kennen lernt von Anfang an. Natürlich müssen wir unsere Kinder nicht in eine Position bringen, die ihnen unangenehm ist, damit sie dadurch stärker werden und ihre Muskulatur trainieren. Achtsamkeit mit dem Kind beginnt auch hier schon: Wenn wir auf dem Rücken liegen und das Baby in Bauchlage auf uns liegt, mag es das vielleicht. Wenn es das nicht mag, weil es noch zu anstrengend ist, müssen wir es nicht dazu zwingen. Wir können es immer mal wieder spielerisch anbieten. Das Baby wird spätestens von sich aus in die Bauchlage kommen, wenn es alle Fertigkeiten dafür ausgebildet hat und dann auch kräftig genug sein, um den Kopf zu halten, wenn es mit dem Umdrehen beginnt. Nur wenn das Baby jetzt noch immer keine Kopfkontrolle hat und der Kopf weiterhin wie bei einem Neugeborenen gestützt werden muss, sollten wir dies abklären lassen. Im 3. bis 4. Lebensmonat ist auch die nächste Vorsorgeuntersuchung U4 geplant, bei der die Kopfkontrolle betrachtet wird und es auch um die Impfentscheidung geht. Eltern sollten sich vorher informieren und auch von der Kinderärztin/dem Kinderarzt aufklären lassen.

Auch wenn manche Babys die Bauchlage nicht mögen, ist es wichtig, dass sie nicht ausschließlich auf dem Rücken liegen, da sich sonst der Kopf verformt mit unterschiedlichen negativen Folgen. Besonders die Verwendung von Babywippen ist in diesem Zusammenhang kritisch zu sehen, da sich Babys darin nur wenig bewegen können, um die Position zu ändern. Wenn das Baby nicht gerne auf dem Bauch liegt, sollte es deswegen im Tragetuch getragen werden, um einer Verformung vorzubeugen. Auch hierdurch wird die Muskulatur gestärkt.

Babys, die gerne und immer wieder mal auf dem Bauch liegen, können sich zum Ende des 3. Monates nun auf beiden Unterarmen abstützen mit geöffneten Händen. Die Bauchlage unterstützt die Rückenmuskulatur, wodurch der Kopf besser gehalten werden kann und Arme und Beine Gewicht an den Boden abgeben können. Manchmal mögen die Kinder es auch mehr in der Bauchlage, wenn sie mit einem gerollten Handtuch oder Stillkissen etwas gestützt werden.

Beikost?

Auch wenn man immer wieder auf den Gläschen der Babybreihersteller liest, dass es Brei ab dem 4. Monat gibt: Ja, den gibt es, aber nein, er ist nichts für Babys mit 3 oder 4 Monaten. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, Babys in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen, denn die Nähr- und Abwehrstoffe in der Muttermilch können künstlich so nicht nachgebildet werden. Das Baby benötigt genau die Kombination, die die Muttermilch im entsprechenden Alter bereit hält. Sie passt sich an die Bedürfnisse des Babys an und ist immer verfügbar. Wird nicht gestillt, kann weiterhin Premilch nach Bedarf gegeben werden. Auch Trinkbrei ist für Babys nicht geeignet und führt auch nicht zu einem besseren Schlaf. deswegen gilt: Das Baby ist jetzt noch nicht bereit und generell sollte die Beikosteinführung auch nicht übereilt werden.

Körperpflege

Achtsame Körperpflege ist für Babys und Kinder in jedem Alter wichtig. Sie brauchen dabei nicht viele Pflegeprodukte. Meist reicht eigentlich Wasser und Muttermilch. Vielleicht bei größeren Verschmutzungen auch mal ein kleiner Zusatz oder beim Wundsein eine Salbe. Für die Massage reicht ein einfaches Basisöl. Alle meine drei Babys hatten Gneis. Während er bei zwei von drei Kindern belassen wurde bis er irgendwann verschwand, hatte er sich bei einem Kind sehr ausgeprägt. Da sich das Baby immer wieder dort kratzte habe ich ihn mit Öl sanft bestrichen, wodurch er sich löste.

Schläft das Baby schon durch?

Babys (und Kleinkinder) müssen nicht durchschlafen. Im Gegenteil: das nächtliche Aufwachen ist normal und auch wir Erwachsenen wachen nachts auf. – Nur finden wir schneller wieder in den Schlaf. Das Baby vergewissert sich erst einmal, ob alles gut und sicher und richtig ist. Manche brauchen dann trotzdem wieder mehr Zeit, um in den Schlaf zu finden, andere weniger. Auch bei meinen drei Kindern war es sehr unterschiedlich: Während mein erstes Kind nachts sehr lange noch aufwachte, schlief das zweite von Anfang an sehr gut und auch das dritte Kind ist ein guter Schläfer. Jedenfalls merke ich das nächtliche Stillen nicht, da das Baby neben mir im Familienbett liegt und ich kaum Aufwand habe, um es nachts zu stillen oder zu beruhigen. Doch manchmal ist es auch ganz anders. Babys müssen jedoch jetzt noch nicht durchschlafen und viele tun das auch nicht. Das ist kein Anlass zur Sorge und auf keinen Fall sollten nun irgendwelche Schlafprogramme ausprobiert werden. Lässt man ein Baby allein und schreien, kann das langfristige sehr negative Folgen haben. Durchschlafen bedeutet übrigens, dass Kinder sechs bis acht Stunden ruhen. Wenn sie zwischendurch aufwachen, schlafen sie von selbst wieder ein und insgesamt dann sechs bis acht Stunden ohne die Zuwendung der Eltern zu benötigen. Durchschlafen bedeutet also nicht, dass Kinder die ganze Nacht lang schlafen und auch nicht, dass sie nachts überhaupt nicht aufwachen.

Der dritte Monat ist ein spannender Monat. Viel ereignet sich im Leben eines Babys, viel auch wieder bei den Eltern. Genießt ihn!

Eure

Aus dieser Reihe:

Die Entwicklung meines Babys mit 1 Monat

Die Entwicklung meines Babys mit 2 Monaten

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