Baby wann augenfarbe

Du hast sicher schon einmal gehört, dass die Augenfarbe aller Babys bei der Geburt Blau ist, oder? Aber ist das wirklich immer der Fall? Und ab wann steht die endgültige Augenfarbe Deines Babys fest? Und vor allem: Kannst Du die Augenfarbe Deines Babys voraussagen?

Inhalt

Haben wirklich alle Babys bei der Geburt blaue Augen?

Klares Nein! Diese Aussage trifft nur auf hellhäutige Neugeborene europäischer Abstammung zu. Babys mit heller Haut, z.B. aus Europa oder Nordamerika, haben am Anfang blaue Augen, weil bei ihnen der Farbstoff Melanin noch kaum vorhanden ist. Innerhalb des ersten Lebensjahres und darüber hinaus steigt die Produktion des Farbstoffs an und die Augen der Babys nehmen langsam ihre “echte” — also genetisch vorbestimmte — Farbe an.

Babys aus sonnigen Teilen der Welt hingegen haben meistens schon von Anfang an braune Augen — abhängig von den Genen der Eltern. Die Gen-Entwicklung hängt unter anderem mit der Sonneneinstrahlung zusammen. So haben Babys, die in einer sonnigen Gegend (Afrika, Asien, Südamerika) geboren werden, meistens dunkle Augen. Die Augen dieser Babys werden schon im Mutterleib vor starkem Sonnenlicht geschützt, indem während der Schwangerschaft der dunkle Farbstoff gebildet wurde. Aber auch bei diesen Kindern ist die Melanin-Produktion nach der Geburt noch nicht beendet — und ihre Augenfarbe verändert sich während des erstes Lebensjahres von Hellbraun oder Schiefergrau bis hin zu Dunkelbraun oder Schwarz.

Menschen, die in einer Region leben, in der die Sonne vergleichsweise wenig scheint, haben oft blaue oder schiefergraue Augen.

Wie kommt die Augenfarbe Deines Babys zustande?

Wenn Du in Biologie gut aufgepasst hast, wirst Du Dich an die Begriffe “rezessiv” und “dominant” erinnern.

Von “rezessiv” ist die Rede, wenn ein Merkmal, das genetisch vererbt wurde, von einem anderen verdrängt werden kann. Die Augenfarbe Deines Babys ist genetisch festgelegt. Es kommt also darauf an, welche Augenfarben seine Eltern oder Großeltern haben. Sind hier Augenfarben wie Grün und Braun im Spiel, spricht man von dominanten Farben. Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Dein Kind eher braune Augen bekommt. Habt Ihr beide helle Augenfarben, kann Euer Baby trotzdem braune Augen haben — wenn zum Beispiel ein Teil der Großeltern braune Augen hat.

Braun gilt als die dominanteste Augenfarbe, danach folgen Grün, Blau und Grau. Das heißt also: Blaue Augen setzen sich nicht so gut durch und werden von dominanten Farben unterdrückt. Deshalb gibt es weltweit weniger blauäugige Menschen, die braune Farbe dominiert ganz klar. Rund 90 Prozent der Weltbevölkerung hat braune Augen! Grau und Blau befinden sich im Mittelfeld. Und obwohl Grün in der Dominanzfolge an zweiter Stelle steht, kommen grüne Augen mit etwa 2 Prozent am seltensten vor.

Die Vererbung der Augenfarbe ist ein sehr komplexer genetischer Prozess. Es kommt daher auch immer wieder vor, dass die Augenfarbe eines Kindes sowohl von denen der Eltern als auch von denen der Großeltern abweicht.

Wann steht die endgültige Augenfarbe Deines Babys fest?

Eine Tendenz wirst Du zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat sehen. Mit etwa 18 Monaten steht die Augenfarbe des Kindes endgültig fest. Es gibt jedoch wenige Ausnahmen, bei denen sich die Farbe während der Pubertät noch einmal ändert.

Der Farbstoff Melanin färbt die Regenbogenhaut — je mehr Melanin gebildet wird, umso dunkler die Augenfarbe. Manche Babys haben von Anfang an braune Augen und behalten diese auch so bei. Bleiben die Augen blau, produzieren sie nur wenige Pigmente aus Melanin. Weil das Melamin die Augen vor der Sonne schützt, sind blauäugige Menschen lichtempfindlicher als braunäugige.

Es kann auch passieren, dass sich nur in einem Auge mehr Pigmente bilden — dann hat der Mensch zwei unterschiedliche Augenfarben. Meistens sind diese Blau und Grün.

Lässt sich die Augenfarbe Deines Babys voraussagen?

Wenn Du viel über Deinen Familienstammbaum weißt, dann hast Du gute Chancen, die Augenfarbe Deines Babys verherzusagen. Jedoch kann man die Augenfarbe nicht hundertprozentig genau prognostizieren. Es ist möglich, mit den Augenfarben der Eltern und Großeltern die wahrscheinliche Farbe zu errechnen.

Dabei ist grundsätzlich ist die Dominanzreihenfolge und die Rezessivität wichtig. Zudem lassen sich auch die Farben aus braun, grün, blau und grau mischen. Wie aber schon oben beschrieben, ist die Entwicklung der Augenfarbe genetisch sehr komplex und hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Deshalb kann ein Kind trotz hoher Warscheinlichkeitsrechnung eine völlig andere Augenfarbe haben.

Augenfarbe beim Baby vorhersagen: So geht’s

1 von 7 Augenfarbe Baby: Wie wahrscheinlich ist welche Farbe? Neben der Kombination der elterlichen Augenfarben spielen auch noch rezessive beziehungsweise dominante Augenfarben eine Rolle. Rezessiv sind blaue Augen, dominant braune. Das hat zur Folge, dass braune Augen über blauen Augen dominieren. Ergo: Wenn ein Elternteil blaue und das andere braune Augen hat, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Kind braune Augen bekommt. Was man hier jedoch nicht vergessen darf ist, dass die Gene der Großeltern auch bei der Entwicklung der Augenfarbe eines Babys mitspielt. Wenn in beiden Familien blaue Augen häufig vorkommen, steigt auch die Wahrscheinlichkeit wieder, dass das Baby blaue Augen bekommt. Wenn es um die Vererbung der Augenfarbe geht, sind verschiedene Gene und deren Kombinationen beteiligt. Wir zeigen Ihnen in unserer Galerie, wie Sie die Augenfarbe beim Baby vorhersagen können und erklären für jede Kombination von Mutter und Vater, welche Augenfarbe Ihr Nachwuchs wahrscheinlich bekommen wird!

Bis zum ersten Lebensjahr kann sich die Augenfarbe verändern. Mischaugen können sich aber auch noch länger ändern. Die ersten Schatten sieht euer Baby schon im Mutterleib.

Wann kann mein Baby sehen?

Wundert euch nicht, wenn euer Kind nach der Geburt etwas länger braucht, um seine Augen zu zeigen. In Mamas Babybauch war es immer schön dunkel und da kann es schon einmal sein, dass euer Kind erst am zweiten Lebenstag vorsichtig die Augen öffnet. Wenn ihr euer Baby natürlich auf die Welt gebracht habt, sind die Babyaugen oft zusätzlich geschwollen und dadurch verschlossen. Dies liegt an dem enormen Druck, welcher nötig war um euer Baby auf die Welt zu pressen.

Ab wann verändert sich die Augenfarbe meines Babys?

Die endgültige Augenfarbe bei eurem Baby stellt sich nach ca. 6-12 Monaten ein. Aber Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Bei meiner erstem Tochter stellte sich die Augenfarbe erst nach drei Jahren ein, und verändert sich noch heute je nach Lichteinwirkung. Wie bei einigen Lesern auch, ist es oft die Farbe grün die sich immer mal wieder in die eine oder andere Richtung verändert.

Die Augenfarbe eures Babys ist bei der Geburt entweder blau oder braun. Bei Menschen welche eine dunkle Hautfarbe haben, sind die Augen fast immer braun, da sich der dunkle Farbstoff Melanin in der Regenbogenhaut des Auges festgesetzt hat.

Wenn das Baby bei der Geburt schon braune Babyaugen hat, verändert sich die Augenfarbe des Babys nicht mehr. Bei uns in Deutschland kommen die Babys häufig mit heller Haut und mit blauen Babyaugen auf die Welt.

Dies liegt daran, dass die Augen noch wenige Farbpigmente aufweisen. Blaue Babyaugen haben also wenig Melanin. Je mehr Melanin vom Körper ausgeschüttet wird, desto grüner oder brauner werden die Augen eures Kindes.

Mit unseren Augen findet aber schon im Babyalter ein großer Anteil der Kommunikation satt. Aber auch die Liebe und emotionale Bindung zwischen Eltern und Kind baut sich über das ansehen auf.

Die endgültige Augenfarbe eures Babys stellt sich mit spätestens eineinhalb Jahren ein.

Die häufigsten Augenfarben sind:

  • Blau
  • Grün
  • Braun
  • Grau

Welche Augenfarbe ein Mensch hat, hängt nicht selten davon ab, welche Augenfarbe in der Familie gehäuft vorkommt. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Hautfarbe und die Haare eines Menschen. So haben dunkelhäutige Personen fast immer die Augenfarbe Braun.

Bei Blonden und sehr hellhäutigen Personen kommt die Augenfarbe Blau häufig vor. Es gibt auch verschiedene Erfahrungsberichte die belegen, dass wenn ein Mensch dunkle Haare hat, die Augenfarbe häufig bräunlich ist.

Rezessiv:

Rezessive Augenfarben sind jene, die sich leicht unterdrücken lassen. Sie sind nicht so dominant. Eine rezessive Augenfarbe ist blau.

Dominant:

Eine dominante Augenfarbe ist braun. Das bedeutet, dass wenn ein Elternteil braune Augen hat, die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass das Kind später auch braune Augen bekommt. Es hängt oft davon ab, wie häufig eine Augenfarbe in der Familie vorkommt.

Grüne Augen werden dominanter als blaue Babyaugen vererbt, haben aber gegen braune Augen auch das Nachsehen. Wenn also Papa grüne und Mama blaue Augen hat, werden grüne eher vererbt.

Vererbung der Augenfarbe

Mit der Vererbung der Augenfarbe beim Menschen befassen wir uns in diesem Artikel. Dabei wird erklärt, wie sich die Augenfarbe von Eltern auf Kinder überträgt. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Biologie / Genetik.

Die Mutter hat blaue Augen, der Vater hat brauen Augen. Welche Augenfarbe wird nun das Kind haben? Genau mit solch einer Frage befassen wir uns in diesem Artikel. Dabei werfen wir zunächst einen Blick auf ein sehr einfaches Modell zur Vorhersage der Augenfarbe. Leider haben Biologen herausfinden müssen, dass es in der Realität doch nicht so einfach ist mit der Vererbung der Augenfarbe. Für die Schule reicht die vereinfachte Darstellung manchmal jedoch aus. Dennoch sehen wir uns beide Modelle hier einmal an.

Begriffsdefinition Allel: Die einzelne Erbanlage für ein bestimmtes Merkmal wird Gen genannt. Die Funktionsform eines Genes – also die Art und Weise – wie ein Gen ein Merkmal ausprägt bezeichnet man als Allel. Die Allele eines Gens bewirken die Ausprägung desselben Merkmal bei einem Lebewesen, zum Beispiel der Farbe (bei einer Blüte). Dieses Merkmal kann sich jedoch im Erscheinungsbild verschieden darstellen, zum Beispiel in Form von roten oder gelben Blüten. Man spricht von multiplen Allelen, wenn mehr als zwei Allele eines Gens existieren.

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Davenport-Modell ( Vereinfachte Darstellung )

Das Davenport-Modell erklärt die Vererbung der Augenfarbe am einfachsten, hat jedoch einige Schwächen. Da es dennoch beim grundlegenden Verständnis hilft, soll es hier zunächst aufgeführt werden. Nach diesem Modell gibt es nur ein Gen, welches die Augenfarbe braun oder blau festlegt. Dieses Gen liegt diploid ( also in zwei „Kopien“ ) vor. In dem Davenport-Modell gibt es für jede Kopie zwei Ausprägungen, nämlich eines für blaue Augen und ein Allel für braune Augen. Hat der Vater zum Beispiel zwei braune Augenfarben-Allele, die Mutter dagegen zwei blaue Augenfarben-Allele, wird das Kind je ein braunes und ein blaues Allel erhalten.

Im Davenport-Modell hängt die Augenfarbe, die der Mensch später hat, davon ab, welches Allel dominant und welches rezessiv ist. Dabei gilt: Braune Augen sind dominant, blaue Augen rezessiv. Das heißt, im obigen Beispiel hätte das Kind braune Augen. In einer weiteren Generation können aber beide Gene gleichberechtigt weitergegeben werden. Wird das obige Kind der Vater, dessen Frau ebenfalls braune Augen (mit einem blauen und einem braunen Allel) hat, so ist die Wahrscheinlichkeit immerhin 25 %, dass ein blauäugiges Kind entsteht, das zwei blaue Gene hat und keine braunen Gene weitergeben kann. Zu weiteren 75 % wird das Kind braune Augen haben. Allerdings wird die Wahrscheinlichkeit, dass eines der Allele blau ist, dennoch 50 % betragen.

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Aktuelleres Modell zur Augenfarbe

Das geschilderte Davenport-Modell gilt inzwischen als überholt. In der Wirklichkeit wird die Vererbung der Augenfarben braun, grün und blau durch mehr als ein Gen kontrolliert. Dabei gilt die Funktion der Gene „bey2“ (Abkürzung für engl. brown eye 2) und „gey“ (green eye) als gesichert. Für das Gen bey2 existieren Allele für braune und blaue Augen, für das Gen gey liegen Allele für grüne und blaue Augen vor. Dabei gilt die folgende Dominanzreihenfolge: Von oben nach unten nimmt die Dominanz ab, die Rezessivität zu.

  • braun
  • grün
  • blau

Braun ist also am „dominantesten“ und blau am „rezessivsten“. Jedes dieser Gene liegt diploid vor. Dadurch können ebenso wie beim oben geschilderten vereinfachten Davenport-Modell rezessive Gene an die Kindgeneration weitergegeben werden, auch wenn diese Gene bei der Elterngeneration nicht den Phänotyp (also die äußere Erscheinung) bestimmen.
Man geht von der Wirkung weiterer Gene aus, die die verschiedenen Schattierungen der Farben beeinflussen und die Expression (d.h. das Auslesen) der anderen beteiligten Gene steuern, da auch die oben skizzierten Gene „bey2“ und „gey“ nicht alle Vererbungsfälle erklären. So wird der Fall braunäugiger Kinder bei Eltern mit blauen oder grünen Augen jenseits der oben beschriebenen Gene erklärt (a) durch Mutationen in der männlichen Keimbahn, (b) durch die Wirkung weiterer (evtl. regulierender) Gene und (c) durch die Komplexität der Melaninherstellung.

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Rolle der Genetik bei der Augenfarbe

Was verleiht unseren Augen ihre Farbe?

In einem kontinuierlichen Spektrum von hellem Blau bis zu den dunkelsten Braunschattierungen findet jeder Mensch seine persönliche Augenfarbe. Ausschlaggebend für den Farbton sind Pigmente in der Iris und der inneren Schicht der Hornhaut – dem Stroma, welche das einfallende Licht mehr oder weniger stark absorbieren. Gene wie HERC2 und OCA2 üben auf den Anteil dieser Pigmentstoffe einen entscheidenden Einfluss aus. Der Einfluss von Melanin und die genfauen Funktionen der bereits genannten Gene werden im folgenden Artikel näher erläutert.

Multitalent Melanin

Nicht nur in Bezug auf Haut und Haar spielt der Gehalt des körperinternen Pigmentstoffes Melanin eine ausschlaggebende Rolle, sondern auch im Kontext der Augenfarbe.
Im Stroma – dem mittigen Bindegewebe – in Iris und Hornhaut befinden sich zahlreiche Pigmentzellen – die Melanozyten. Die Aufgabe dieses Zelltyps besteht darin, Melanin zu produzieren und es anschließend in intrazellulären Kammern – den Melanosomen – zu speichern. Die Anzahl der Melanozyten ist im zwischenmenschlichen Vergleich ungefähr gleich. Was sich jedoch von Mensch zu Mensch unterscheidet, ist das Melaninniveau innerhalb der Melanosome. Ist das Stroma von stark melaninhaltigen Melanosomen geprägt, resultiert das in einer braunen Augenfarbe. Ist die Konzentration von Melanin in diesen Kompartimenten geringer, besitzen die Augen der jeweiligen Person eine hellere Färbung. Der Grund dafür liegt in der absorbierenden Eigenschaft des Melanins. Fällt Licht auf die Hornhaut bzw. die Iris des Auges, dann werden durch eine große Menge an Melaninpigmenten viele Lichtstrahlen absorbiert und nur wenige reflektiert. Dies führt zu einer dunklen Erscheinung der Augenfarbe. Die individuelle Farbe der Augen steht also in direkter Abhängigkeit zu der Menge und qualitativen Beschaffenheit des Melanins. Im Rahmen der Genetik haben folglich die Gene einen Einfluss auf die Augenfarbe, welche an der Produktion, der Verarbeitung, dem Transport oder der Speicherung von Melanin mitwirken. Übrigens kann auch die Verwendung eines Wimpernserums langfristig zu einer Veränderung der Melaninpigmentierung führen.

Theorie nach Davenport

Lange Zeit galt die Überzeugung, dass die genetische Grundlage der Augenfarbenvererbung einem dominant – rezessivem Erbgang gleicht. Dieses Modell wurde bereits im Jahr 1970 von den amerikanischen Biologen Charles und Gertrude Davenport vorgestellt. Ihrer Theorie zufolge ist die Augenfarbe auf den Einfluss eines einzigen Allels zurückzuführen. Ein Allel ist die Zustandsform eines Gens, welches über die Ausprägung eines Merkmals entscheidet.
Der Theorie der Davenports zufolge ist das Allel für braune Augen dominant gegenüber dem Allel für blaue Augen. Im Falle von zwei blauäugigen Eltern würde demnach der Nachkomme ebenso blaue Augen besitzen. Wird allerdings beispielsweise von der Mutter ein Allel für blaue Augen und vom Vater ein Allel für braune Augen vererbt, dann entscheidet das väterliche Allel und das Neugeborene würde braunäugig sein. Dies würde auch die Häufigkeit von braunäugigen Menschen im Hinblick auf die globale Verteilung der Augenfarben erklären, wozu Sie im Artikel “Augenfarben dieser Welt” einen genaueren Überblick erhalten. Jahrelang wurde diese Überzeugung in Klassenzimmern und im allgemeinen Volksmund verbreitet. Zwar ist es unüblich, dass zwei blauäugige Eltern ein Kind mit braunen Augen bekommen, doch einige Ausnahmen ließen Zweifel an der Hypothese von Charles und Gertrude Davenport aufkommen.

Die Erforschung von OCA2 und HERC2

2008 publizierte ein dänisches Forscherteam von der Universität Kopenhagen eine Studie, welche eine Alternative zu dem eher vereinfachenden Ansatz aus den 70er Jahren bietet.
Unter der Leitung des Genetik Professors Hans Eiberg konnte bewiesen werden, dass erst eine Genmutation die Entstehung von blauen Augen möglich machte. Diese Mutation wurde auf einem konkreten Gen – dem HERC2 Gen – lokalisiert, welches einen unmittelbaren Effekt auf ein naheliegendes Gen – OCA2 genannt – hat. Dies implizierte bereits, dass eine Vielzahl an Genen für die Farbgebung der Augen verantwortlich sind und das dominant – rezessive Theorem überarbeitet werden muss. Es wird vermutet, dass mindestens 8 Gene eine direkte Auswirkung auf die Farbe der Augen haben. Die zwei maßgeblichsten Gene sind benachbart auf dem Chromosom 15 angelegt.

Das OCA2 Gen erfüllt die Funktion, ein bestimmtes Protein – das P-Protein – zu produzieren. Dieses trägt wiederum zur Reifung der Melanosome bei. An dieser Stelle schließt sich der Kreis zu der Rolle des Melanins.

  • Die Mutation des HERC2 Gens hemmt das OCA2 Gen in seiner Funktionstüchtigkeit.
  • Es erfolgt eine verringerte P-Protein Produktion.
  • Den Melanosomstrukturen mangelt es nun in ihrem Reifeprozess an den P-Proteinen als Baustoff.
  • Entwickeln sich weniger Melanosome, dann kann eine geringere Menge Melanin gespeichert werden.
  • Der Melaningehalt in den Melanozyten in Iris und Hornhaut sinkt.
  • Eine kleine Anzahl an Melaninpigmenten führt schließlich zu einer hellen Farbe der Augen.

Die Vererbung der Augenfarbe basiert demnach auf einem weitaus komplexeren System, als es die bloße Unterscheidung von Dominanz und Rezessivität zu vermuten ließ. Hier können Sie sich über weitere Gene informieren, welche an der Vererbung mitwirken. Die Kombination aus mehreren voneinander abhängigen Genen sowie bestimmten Mutationen beeinträchtigt die schlussendliche Augenfarbe.

Einmal blauäugig – nicht immer blauäugig

Da es sich in diesem Artikel um die Rolle der Genetik im Zusammenhang mit der Augenfarbe dreht und sich häufig auch werdende Eltern nach diesem Thema erkundigen, folgt an dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis. In einigen Fällen kommen Neugeborene mit blauen Augen zur Welt, obwohl kein Elternteil dieses Merkmal trägt. Das bereitet allerdings keinen Anlass zur Sorge, da sich die Augenfarbe auch nach der Geburt noch ändern kann. Grund dafür ist eine verzögerte Melaninnachbildung, welche sogar bis zur Pubertät andauern kann.

Das dänische Forscherteam konnte mit ihren Erkenntnissen alteingefahrene Überzeugungen korrigieren und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur modernen Wissenschaft. Dennoch gilt es dem genauen Zusammenhang zwischen genotypischen – das Erbmaterial betreffenden – und phänotypischen – das äußere Erscheinungsbild betreffenden – Begebenheiten auf den Grund zu gehen. Wir dürfen also gespannt bleiben, was die Zukunft noch bringt!

Das Geheimnis der Vererbung

Dominant oder rezessiv

Die meisten Eigenschaften vererben sich über einen dominant-rezessiven Erbgang. Das bedeutet, dass eines der beiden Allele stärker ist. Bei der Färbung der Augen beispielsweise ist die Anlage für braune Augen stärker als die für blaue. Ein Kind, das von einem Elternteil ein Gen für blaue Augen mitbekommen hat, von dem anderen aber eines für braune Augen, wird also braune Augen bekommen. Dieses Kind kann aber später durchaus selbst Sprösslinge mit blauen Augen haben, wenn sein Partner dem gemeinsamen Kind ebenfalls ein Gen für blaue Augen mitgibt. Zwei Menschen mit braunen Augen, die Träger eines Blauaugengens sind, können also ein blauäugiges Kind zeugen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei eins zu drei. Zwei Menschen mit blauen Augen bekommen hingegen in aller Regel nur blauäugige Kinder.
Bei einigen wenigen Genen ist keines der Allele stärker. Es entsteht eine Mischform aus beiden Eigenschaften. Intermediär nennt man diese Form der Vererbung.
Bereits 1865 hatte der Augustinermönch Gregor Johann Mendel die grundlegenden Mechanismen der Vererbung ermittelt, indem er Erbsen verschiedener Farbe und Größe kreuzte.
Viele Eigenschaften hängen allerdings nicht nur von einem Gen ab, sondern von vielen. Das gilt für die Körpergröße, die Haarfarbe und die Farbe des Teints. Insofern ist die Vererbung der meisten Merkmale kompliziert.

Viele Gene sind beteiligt:
Wie vererbt sich bei Kindern die Augenfarbe?

Wird ein Kind geboren, geht in der Familie und im Freundeskreis sofort das Rätseln los: Mit wem hat das Baby mehr Ähnlichkeit, Mutter oder Vater? Als Beleg wird dann häufig die Augenfarbe angeführt – doch dieser Beleg ist nicht besonders zuverlässig. Denn die meisten Babys werden in Europa zwar mit blauen Augen geboren, das heißt aber noch lange nicht, dass das auch so bleibt. Mit zunehmenden Alter des Kindes kann sich die Augenfarbe noch ändern. Die endgültige Augenfarbe zeigt sich erst nach einigen Monaten. Tipps und Informationen rund um die Themen Schwangerschaft, Familie und Kinderbetreuung finden Sie unter noz.de/familie

Iris oder Regenbogenhaut

Der farbige Ring, der die Pupille umgibt, nennt sich Iris oder Regenbogenhaut. Welche Farbe diese Haut hat, bestimmen die sogenannten Melanozyten, wie Dr. Nicolas Gumpert in seinem Webblog schreibt. Der Mediziner aus Frankfurt betreibt seit 2003 ein Online-Medizin-Lexikon. Die Melanozyten produzieren demnach den Farbstoff Melanin, der auch für die Farbe der Haut und der Haare zuständig ist. (Weiterlesen: Wann entwickelt ein Mensch die fünf Sinne?)

Blaue Augen haben Menschen, bei denen nur wenige Melanozyten eingelagert sind. Bei grünen Augen sind etwas mehr Melanozyten zu finden, bei Menschen mit braunen Augen sehr viele. Physiologisch gesehen, sagen Forscher, seien blaue Augen eigentlich ein Hinweis für einen Mangel. Aufgrund der fehlenden Melanozyten werde die blaue Farbe nämlich weitgehend vom unpigmentierten Bindegewebe der Iris bestimmt. 2008 erregte der dänische Wissenschaflter Hans Eiberg Aufsehen , weil er behauptete, dass alle blauäugigen Menschen von einem Vorfahren abstammen, der vor etwa 6000 bis 10000 Jahren aufgrund einer Genmutation blaue Augen hatte. Zwar ist unbestritten, dass blaue Augen das Ergebnis einer Genmutation sind, ob aber wirklich nur ein einziger Mensch dafür verantwortlich ist, bleibt unklar. (Weiterlesen: Warum Familie für uns alle wichtig ist)

Vererbung

Und wie entscheidet sich nun, ob ein Kind Vaters blaue Augen oder Mutters braune Augen erbt? Wie Nicolas Gumpert weiter schreibt, gingen Forscher lange Zeit vom Davenport-Modell aus. Demnach war nur ein Gen zuständig für die Vererbung der Augenfarbe. Inzwischen sei aber klar, dass nicht nur ein Gen die Augenfarbe bestimmt. Grundsätzlich seien braune Augen in der Vererbung dominanter als grün, blau oder grau. „Theoretisch gilt nun also, dass wenn der Vater braune und die Mutter blaue Augen hat, sich braun gegen blau durchsetzen und das Kind braune Augen haben wird. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht“, so Gumpert. Denn von jedem Gen gebe es zwei Ausprägungen, die sogenannten Allele. So könne ein Vater mit braunen Augen in seinem Genmaterial auch ein Allel für blaue Augen haben, etwa von seiner Mutter. An sein Kind gebe er aber nur ein Allel weiter und das kann sowohl braun als auch blau sein. „So muss also ein Kind eines braunäugigen Vaters nicht zwangsläufig auch braune Augen haben“, so Gumpert. Auch bei zwei braunäugigen Elternteilen ist es trotzdem möglich, dass das Kind die blauen Augen der Großmutter erbt . Es kommt zwar sehr selten vor, aber auch Eltern mit blauen Augen können ein braunäugiges Kind haben. Laut Mediziner Gumpert liegt das daran, dass noch weitere Gene die Vererbung der Augenfarbe verkomplizieren. Eltern bleibt also nichts anderes übrig, als sich bei der Augenfarbe ihres Kindes überraschen zu lassen.

So entwickelt sich die Augenfarbe bei Babys

Einige Tage oder manchmal auch wenige Stunden nach der Geburt öffnen Babys zum ersten Mal so richtig die Augen. Babys sehen zwar anfangs noch nicht scharf, ihre Augen leuchten dafür umso mehr, und zwar bei hellhäutigen Babys meistens blau. Dunkelhäutige Babys haben anfangs häufig hellbraune oder dunkelgraue Augen.

Augenfarbe beim Baby vorhersagen

Ab wann entwickelt sich die Augenfarbe bei Babys?

Die eigentliche Augenfarbe bei Babys entwickelt sich erst ab dem vierten Lebensmonat. Erst im Alter von ein bis zwei Jahren steht die eigentliche Augenfarbe fest.

Für die blauen beziehungsweise hellen Augen bei Babys ist der Farbstoff Melanin verantwortlich, genauer: der nicht vorhandene Farbstoff Melanin. Denn dieser ist bei Neugeborenen in nur sehr geringen Mengen vorhanden, die Iris erscheint blau oder bei dunkelhäutigen Babys hellbraun oder dunkelgrau. Melanin bestimmt die spätere Augenfarbe bei Babys, weil es für die Pigmentierung der Iris (Regenbogenhaut) verantwortlich ist. Je mehr Melanin in den ersten ein bis zwei Lebensjahren des Babys gebildet wird, desto dunkler wird die Augenfarbe.

Bei einigen Babys – besonders bei denen, die später auch braune Augen haben – sind die Augen von Anfang an schon braun.

Helle Augen sind lichtempfindlicher

Je heller die Augen sind, desto lichtempfindlicher sind sie. Die Pigmentierung der Iris absorbiert nämlich Sonnenstrahlen und schützt das Auge somit vor zu viel Licht. Menschen in Gegenden mit wenig Sonnenlicht haben meist helle Augen, in Gegenden mit viel Sonnenlicht (Afrika, Asien, Südamerika) meist dunkle Augen. Man vermutet deshalb einen evolutionsbiologischen Zusammenhang.

Wie Ihr Baby die Welt im ersten Jahr sieht

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Was beeinflusst die Augenfarbe bei Babys?

Welche Augenfarbe Babys später bekommen, ist genetisch festgelegt. Es kommt also auf die Augenfarben der Eltern oder auch der Großeltern an. Grundsätzlich gilt, dass dunkle Augen „dominanter“ sind: Hat ein Elternteil braune und eines grüne Augen, bekommt das Baby wahrscheinlich auch eher braune Augen. Haben beide Elternteile helle Augen, kann das Baby trotzdem braune Augen bekommen, wenn zum Beispiel ein Großelternteil braune Augen hat.

Grundsätzlich gilt: Braun ist am dominantesten, Blau ist am wenigsten dominant, steht also in der Reihenfolge ganz unten. Deshalb gibt es auf der Welt auch immer seltener blauäugige Menschen. Grün (bzw. Grau) steht dazwischen. Es ist dominanter als Blau, aber schwächer als Braun. Trotzdem kann es sein, dass sich Grün oder Blau gegen Braun durchsetzen. Blauäugige Eltern können also durchaus ein Kind mit braunen Augen haben. Doch wie funktioniert das?

Mehrere Gene sind an der Festlegung der Augenfarbe beteiligt. Wieviele genau es sind und was sie beeinflusst, wird bislang noch erforscht. Man geht davon aus, dass jedes die Augenfarbe bestimmende Gen diploid, also mit einem doppelten Chromosomensatz, vorliegt. Die sichtbare Augenfarbe ist dabei der „Phänotyp“, die Augenfarbe, die sich nicht durchgesetzt hat, für die aber eine Veranlagung besteht, ist der „Genotyp“.

Jeder Mensch erbt von seinen Eltern je eine Erbinformation für die Augenfarbe. Dabei muss es sich aber nicht automatisch um den Phänotypen handeln. Ein Elternteil mit blauen Augen kann seinem Kind genausogut eine braune oder grüne Augenfarbe vererben.

Kann man die Augenfarbe beim Baby vorhersagen?

Welche Augenfarbe ein Baby später bekommt, lässt sich nicht hundertprozentig genau vorhersagen. Je mehr man über seinen Familienstammbaum weiß, desto genauer kann man vorhersagen, welche Augenfarbe das Baby später bekommt.

Anhand der Augenfarben von Eltern und Großeltern lassen sich schon gut bestimmte Wahrscheinlichkeiten errechnen. Die gängigsten Rechner arbeiten allerdings nur mit den Augenfarben der Eltern. In die Ergebnisse fließt immer auch mit ein, ob eine Augenfarbe dominant oder rezessiv ist. Es kann auch sein, dass ein Baby braune Augen bekommt, obwohl beide Eltern blaue Augen haben.

Babys Augenfarbe

Warum haben die meisten Babys blaue Augen?

Kann sein, dass Ihr Baby wunderschöne blaue Augen hat, doch wussten Sie, dass sich seine Augenfarbe noch zu braun oder grün ändern kann? Lesen Sie wann oder ob sich die Augenfarbe Ihres Kindes ändern wird und inwieweit das von den Genen mitbestimmt wird.

Warum verändert sich die Augenfarbe bei Babys?

Babys, vor allem jene mit hellerem Teint, haben in der Regel auch helle Augen. Der Grund dafür ist die recht niedrige Menge an Melanin in der Regenbogenhaut. Melanin ist das Pigment, welches die Haut-, Augen- und Haarfarbe bestimmt. Es reagiert auf Sonne und Licht, weshalb die Haut in der Sonne dunkler wird; und das gleiche passiert eigentlich mit der Iris.
Es ist die Genetik, die festlegt, wieviel Melanin oder Pigment ein Mensch im Körper haben wird. Sie werden an Ihr Kind Ihre eigene DNA vererben, wodurch auch bestimmt wird ob seine Augenfarbe blau, braun, grün oder anders sein wird.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Änderungen nicht durch die Farbe des Pigments verursacht werden, da es kein blaues, grünes, braunes oder graues Pigment gibt. Das einzige Pigment, das wir in den Augen haben, ist das braune Pigment und sein Gehalt legt fest, ob eine Person helle oder dunkle Augen haben wird.
Es mag wie eine einfache Formel erscheinen, die besagt, dass zwei Eltern mit braunen Augen ein Kind mit braunen Augen haben werden. Obwohl das Ergebnis oft ein solches ist, ist dies aber nicht garantiert.

Im Körper haben wir viele weitere Gene, welche die Augenfarbe mitbestimmen, so dass auch Eltern mit braunen Augen ein Kind mit blauen Augen haben können. Auch die Eltern haben nämlich in ihrem genetischen Code die Gene ihrer Eltern gespeichert. Wenn also Ihr Kind eine andere Augenfarbe hat als Sie und Ihr Partner, so kann der Grund hierfür bei der Großmutter oder beim Großvater liegen.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass noch immer nicht ganz klar ist, wie die Gene zum Vorschein kommen und welche Rolle Sie bei der Augenfarbe spielen, ist es recht schwierig vorherzusagen, welche Augenfarbe letztendlich Ihr Kind haben wird.

Wann verändert sich die Augenfarbe?

Die größte Veränderung der Augenfarbe kann im Alter zwischen 6 und 9 Monaten erwartet werden. Bis dahin hat die Iris das notwendige Pigment erzeugt, welches die endgültige Farbe der Augen festlegen wird. Die Änderung erfolgt schrittweise, so dass sie nicht gleich bemerkt wird, und dann plötzlich, eines Tages, überrascht Sie das Baby mit einer anderen Augenfarbe.
Nach dem vollendeten ersten Jahr haben die meisten Kinder eine bestimmte Augenfarbe, bei einem sehr geringen Anteil kommt es zu weiteren Änderungen bis in das Alter von sechs Jahren. Bei 10 % der Menschen variiert die Augenfarbe auch noch im Erwachsenenalter.

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