Baby und hitze

Wie kann mein Baby seine Körpertemperatur regulieren?

Euer Neugeborenes hat viele Monate bei gleichbleibender Temperatur im Mutterleib gelebt und die Körpertemperatur war automatisch geregelt. Nach der Geburt müssen Babys also erst einmal lernen, Ihre eigene Körpertemperatur zu regulieren. Wenn uns Erwachsenen zu heiß ist, suchen wir uns einen kühleren Platz oder wechseln zu luftigerer Kleidung. Ist uns zu kalt, ziehen wir uns dicker an oder drehen die Heizung auf. Diese Möglichkeiten haben Babys natürlich nicht. Besonders jetzt in der kälteren Jahreszeit ist es schwierig für die Kleinen sich warm zu halten.

Die normale Körpertemperatur bei Babys sollte zwischen 36,5 und 37,0 Grad liegen. Aber woher sollen Eltern wissen, ob Ihrem Baby zu kalt oder zu warm ist? Nun Ihr nicht andauernd bei Eurem Kind die Temperatur messen. Es reicht, wenn Ihr einfach im Nacken prüft, ob sich die Haut schön warm anfühlt. Nehmt nicht die Hände oder Füßchen als Indiz, denn die sind bei Babys meistens etwas kälter.
Ist Eurem Baby zu kalt, kuschelt Sie mit ihm und lasst es durch Eure eigene Körpertemperatur warm werden. Natürlich könnt Ihr auch die Raumtemperatur oder/und die Kleidung anpassen.

Besonders nachts wenn Euer Baby schläft solltet Ihr sicherstellen, dass seine Körpertemperatur in Ordnung ist, denn gerade im Tiefschlaf kann es nicht auf Temperaturschwankungen reagieren. Dabei bergen sowohl Unterkühlung als auch Überhitzung Gefahren. Da Babys eine dickere Fettschicht besitzen und ihre Schweißdrüsen noch nicht richtig ausgebildet sind, können Sie besonders einer Überhitzung kaum etwas entgegen setzen.

Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte, wenn möglich, zwischen und 18-20 Grad liegen. Auf keinen Fall solltet Ihr konventionelle Bettdecken verwenden, weil sich Ihr Kleines freistrampeln und somit unterkühlt könnte oder im anderen Extrem mit dem Kopf unter die Decke geraten könnte. Am sichersten sind Babyschlafsäcke, die die Körpertemperatur des Babys die Nacht über konstant halten aber gleichzeitig atmungsaktiv sind und somit für einen sicheren und gesunden Schlaf sorgen.

Bei Schlummersack findet Sie eine große Auswahl an Babyschlafsäcken in verschiedenen Designs, Größen und Tog-Stärken, der Jahreszeit und Raumtemperatur angepasst.

Um Euch die Auswahl des richtigen Babyschlafsacks zu erleichtern, besucht unsere Informationsseite mit Empfehlungen zur richtigen Tog-Stärke (abhängig von Jahreszeit und Raumtemperatur).

Schutz gegen Kälte

Um Temperaturunterschiede abzufangen, ist es empfehlenswert, das Baby in “Schichten” zu kleiden.

Abhängig von der Umgebungstemperatur können Sie dann das ein oder andere Kleidungsstück aus- und wiederanziehen. Die gut gemeinte Absicht, Ihr Baby vor Kälte zu schützen, kann unabsichtlich dazu führen, es viel zu warm anzuziehen. Wenn Ihr Baby die überschüssige Wärme nicht abgeben kann, bekommt es nasse Haare oder Schweißtröpfchen auf den Wangen, es atmet schneller und hat erhöhten Herzschlag oder schläft unruhig. Decken Sie Ihr Baby dann nicht mit einer dicken Decke zu, sondern verwenden Sie ein Sweatshirt, das eine Nummer zu groß ist und locker über die anderen Kleidungsstücke fällt. Wählen Sie einen leichten Stoff mit (Druck-)Knöpfchen, die Sie leicht öffnen und schließen können.

Vor Kälte schützen

Ein Baumwoll-Laken bietet wenig Schutz vor Kälte und hält auch die Wärme nicht gut. Ein Laken aus Jersey oder Frottee dagegen besitzt diese Eigenschaften und eignet sich darum auch für den Winter. Ein Woll-Mützchen und Woll-Fäustlinge halten im Freien den kalten Wind von Kopf und Händen ab. Wenn Sie dann wieder im Haus sind, ziehen Sie alles gleich aus. Besorgen Sie auch Babyschühchen, um die Füße Ihres Kindes vor Abkühlung zu schützen. Ein Schlafsack , der am Fußende geschlossen ist, hält das Baby in seinem Bettchen warm und sorgt dafür, dass sein kleiner Körper auf gesunde Weise „atmen“ kann.

Babyschwitzen, Temperaturregulation beim Säugling / Kleinkind

Kalte Hände beim Baby trotz Schwitzen – ist das normal?

Vegetatives Nervensystem

Viele wesentliche Grundfunktionen unseres Körpers werden durch das vegetative Nervensystem autonom gesteuert. Das heißt, sie können nicht willkürlich oder gar willentlich beeinflusst werden. Dazu gehören neben den lebenswichtigen Funktionen Atmung und Herzschlag, auch die Temperaturregulation und die Schweißbildung. Das vegetative Nervensystem ist bei Geburt und im Säuglingsalter, wie alle biologischen Systeme, noch unreif und ausgesprochen störanfällig.

Körpertemperatur

Babys können daher ihre Körpertemperatur noch nicht ausreichend stabil halten. In warmer Umgebung steigt ihre Körpertemperatur tendenziell an, unter kühleren Außenbedingungen sinkt sie ab. Daher ist es tatsächlich wichtig, Babys mit viel Fingerspitzengefühl zu bekleiden. Es kann durchaus sein, dass Ihr Baby auch im Sommer zeitweise Handschuhe und dicke Söckchen benötigt. Andererseits sollten Sie Ihr Baby keinesfalls überwärmen. Eine feuchte Haut führt durch den Verdunstungsprozess (auch im Sommer) gerne zur Unterkühlung. Daher sollten Sie unterwegs immer ein weiches Handtuch und trockene Ersatzkleidung mit sich führen.

Besonders im Schlaf ist es wichtig, Säuglinge nicht zu warm anzuziehen und für eine ausreichende Belüftung des Schlafplatzes zu sorgen.

Bei älteren Kindern ist viel Bewegung, eine ausgewogene leichtverdauliche Kost und die Vermeidung von Übergewicht eine wichtige Grundvoraussetzung für eine ausgewogene Schweißregulation.

Schweißbildung

Viele Babys neigen unabhängig von Ihrer Körpertemperatur zu einer vermehrten Schweißbildung. Die Ursache hierfür ist noch nicht erforscht. Der Körperschweiß hat die Aufgabe für einen stabilen Temperatur-, Flüssigkeits- und auch Mineralhaushalt zu sorgen, zudem auch eine wichtige Ausscheidungs- und Reinigungsfunktion. Möglicherweise liegen dem vermehrten Schwitzen auch die hohen Hormonspiegel am Ende der Schwangerschaft zu Grunde, die u.a. über die Muttermilch aufgenommen werden.

Krankheitsbilder sind selten

In jedem Falle sollten Sie Ihr Baby gründlich untersuchen lassen. Der Kinderfacharzt stellt bei der übermäßigen Schweißbildung sicher, dass andere vegetativ gesteuerte Funktionen, wie Herzschlag und Atmung ausreichend gereift und nicht störanfällig sind. Seltene Krankheitsbilder, die mit vermehrter Schweißbildung einhergehen, wie Herzfehler, Stoffwechselerkrankungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Nebennierenerkrankung), oder eine vermehrte Hormonbildung durch Zellen des Nervengewebes, sollten ausgeschlossen werden. In den meisten Fällen des Babyschwitzens liegen keine ernsthaften Störungen, sondern lediglich die bereits beschriebene Unreife der Schweißfunktion vor.

Babypflege

Ist Ihr Baby schweißgebadet, so sollten Sie es in kurzen Abständen umziehen. Eine feuchte Haut führt durch den Verdunstungsprozess (auch im Sommer) gerne zur Unterkühlung. Daher sollten Sie unterwegs immer ein weiches Handtuch und einen trockenen Ersatzbody mit sich führen.

Homöopathie

Natürlich ist das Ausmaß der Schweißbildung auch ein individuelles Charakteristikum. Es wird in großem Maße durch unsere Konstitution bestimmt. Insofern ist lediglich eine klassische homöopathische Konstitutionsanalyse erfolgversprechend.

Bewährte Konstitutionsmittel, die mit vermehrter Schweißbildung einhergehen sind: Calcium carbonicum, Calcium phosphoricum, Sulfur, Pulsatilla, Mercurius solubilis, Thuja, Graphites, um nur einige kindertypische zu nennen. Im Falle, der vermehrten kühlen Schweißbildung, empfehle ich einen homöopathischen Behandlungsversuch mit Silicea D12, zweimal 3 Globuli über 14 Tage.

Ice Ice Baby: Wie dein Baby die Hitze gut übersteht

Kaum auf der Welt geht es für Sommerbabys im wahrsten Sinne gleich heiß her. Wir haben die besten Tipps und Tricks für einen wundervollen ersten Sommer mit Säugling zusammengestellt.

Wie dein Baby die Hitze gut übersteht: Abkühlung für Babys und Kleindkinder (Achtung: Niemals unbeaufsichtigt planschen lassen)

Gerade auf der Welt und schon fängt das harte Leben an. Anders als im All-Inclusive-Ressort in Mamas Bauch steht jetzt für den kleinen Körper Schwerstarbeit an. Und im Sommer ist das im wahrsten Sinne besonders schweißtreibend. Hitze macht Babys sehr zu schaffen, da sie ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können: Sie neigen zu Hitzestaus, kühlen aber auch leicht aus. Mit diesen Tipps hilfst du deinem Neuling heiße Sommertage gut zu überstehen.

Und wie bringe ich meinem Baby etwas Abkühlung?

Babys haben bei Hitze die gleichen Probleme und Bedürfnisse wie wir. Allerdings können sie diese noch nicht artikulieren und Hitzelösungen für Erwachsene lassen sich auch nicht eins zu eins auf unsere Kinder übertragen – ein eisgekühlte Drinks sind für Babys zum Beispiel keine Option und wären bei Stillkindern auch schwierig umzusetzen. Aber es gibt natürlich dennoch jede Menge Tipps, wie du deinem Kind Abkühlung verschaffen kannst:

  • Windel weg lassen Dein Baby freut sich über die frische Luft am Popo. Außerdem gibt ihm nackt zu Strampeln ein tolles Körpergefühl. Noch dazu ist das gesund für die zarte Babyhaut und beugt einer Windeldermatitis vor.

  • Im (warmen) Wasser planschen Auch Babys finden ein erfrischendes Bad im Sommer gut. Allerdings nicht im kalten Wasser. Babys kühlen sehr schnell aus, da der Körper die Wärmeregulierung noch nicht beherrscht. Deshalb brauchen Babys beim längeren Baden eine Temperatur von etwa 38 Grad, um nicht zu viel Körperwärme zu verlieren. Gegen einen kurzen Plansch in kühlerem Wasser ist jedoch nichts einzuwenden.

  • Waschlappen-Abkühlung Wasche dein Babys mit einem lauwarmen Waschlappen ab. Wenn das Wasser wieder verdunstet, bringt das einen angenehm kühlenden Effekt. Vorsicht: auf keinen Fall sollte dein Baby dabei in der Zugluft liegen!

  • Wäscheständer-Klimaanlage Stelle einfach einen Wäscheständer mit feuchten Handtüchern auf. Das kühlt das Zimmer sanft herunter. Du kannst auch eure Vorhänge – sofern deine Vorhänge dies vertragen – anfeuchten oder nasse Handtücher vor die Fenster hängen.

  • Die richtige Schlafkleidung Zum Schlafen reicht im Sommer ein kurzärmeliger Baumwollbody und ein dünner Schlafsack. Merkst du, dass auch diese Kombination zu warm sein sollte, nimm ein Baumwolltuch als Zudecke. Am besten unter die Ärmchen stecken und die Enden unter der Matratze festgestecken, damit nichts verrutschen kann.

Achtung: Zugluft ist grundätzlich schlecht für Babys. Sie können sich leicht verkühlen und erkälten. Deshalb sind Ventilatoren tabu fürs Kinderzimmer. Auch bei offenem Fernster sollte dein Baby nicht schlafen

Mit dem Baby sicher durch den Sommer

Bilderstrecke starten (10 Bilder)

Ist mein Baby richtig angezogen?

Wichtig ist auch die richtige Kleidung. Gerade im Sommer lässt sich über die richtige Wahl des Materials Abkühlung für dein Kind schaffen. Natürliche Stoffe sind ideal, da sie die Haut genügend atmen lassen und die Hitze gut nach außen abtransportieren. Kleidung aus folgenden Materialen sind im Sommer ideal:

  • Baumwolle

  • Seide

  • Leinen

Kunstfasern solltest du hingegen meiden (nicht nur im Sommer).

Und wie viel Kleidung ist richtig? Gerade Ersteltern tuen sich manchmal schwer einzuschätzen, welche Kleidung nun zu dick oder zu dünn für das Kind ist. Ob dein Kind zu warm oder zu luftig angezogen ist, lässt sich ganz einfach feststellen: Fasse deinem Baby in den Nacken. Fühlt sich der Nacken warm aber nicht heiß an, ist alles in Ordnung. Schwitzt dein Kind im Genick, war die letzte Schicht doch zu viel. Ein Mützchen muss trotzdem immer sein. Es schützt vor Sonne und Zugluft. Die besten Mützchen für Neugeborene haben Ohrenklappen und einen Nackenschutz. Denk auch daran, dass Babys in kühlen Räumen schnell wieder auskühlen, vor allem wenn sie vorher geschwitzt haben. Jetzt braucht das Baby wieder eine leichte Hülle, um die Wärme halten zu können. Normalerweise reicht ein dünnes Tuch oder eine Stoffwindel aus.

Was hilft?

Hitzepickel oder Hitzefrieseln beim Baby

Weiterlesen Was hilft? Weiterlesen

Erfrischende Spielideen: Fühlen, matschen, ausprobieren

Die warmen Temperaturen eignen sich perfekt dazu, die Motorik zu schulen und neue Sinneseindrücke zu sammeln und dabei Abkühlung zu finden. Für die Kleinen, die schon krabbeln oder laufen, ist es ein tolles Gefühl, barfuß zu spielen und Gras oder Sand an den Füßen zu spüren. Einen frische Kick kannst du deinem Baby oder Kleinkind damit verschaffen, indem du den Rasen oder Sand anfeuchtest.
Eine gute Beschäftigung im Schatten ist das kindersichere Planschen im kühlen Nass – ganz ohne Pool oder Planschbecken: einfach mit einer Gießkanne Wasser auf einem Handtuch verteilen, bis sich kleine Pfützen bilden. Legt man noch ein paar Muscheln oder Stöcke dazu, kann das Baby mit den Händen neue Formen erfühlen.
Überhaupt ist der Aufenthalt im Freien für dein Baby im Sommer besonders anregend: Während Wärme und Wind die Haut des Babys kitzeln, kann es nebenbei bunte Schmetterlinge und Käfer beobachten. All das sorgt für neue Sinneseindrücke und fördert die Entwicklung der Kleinen.

Getränke und Snacks an heißen Tagen

Viele Mamas fragen sich, ob ihrem Baby im Sommer zusätzlich zur Muttermilch oder zum Fläschen noch Wasser oder Tee anbieten sollen, um das Baby mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Die Antwort lautet: Nein!
Wenn du dein Baby noch voll stillst, ist dein Baby bestens versorgt. Denn egal wie heiß es draußen ist, vollgestillte Säuglinge brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit. Die Muttermilch reicht aus. Zu Beginn der Stillmahlzeit ist die Milch durststillend und erst wenn dein Baby länger trinkt, wird sie nahrhafter. Du wirst also vielleicht bemerken, dass dein Kind jetzt öfter aber viel kürzer trinken möchte. Das Gleiche gilt für industriell hergestellte Säuglingsmilch. Auch diese ist so konzipiert, dass sie den Flüssigkeitsbedarf des Babys deckt.
Bekommt dein Nachwuchs bereits Beikost, kannst du bei heißem Wetter zusätzlich Wasser anbieten. Achte aber auf den Nitratwert des Wassers. Der sollte nicht über 50 mg pro Liter liegen. Kaufe am besten Mineralwasser mit dem Hinweis „für Säuglingsnahrung geeignet“. Mehr dazu findest du auch in unseren 10 Fragen zum Trinken bei Babys.

Kleinkind

Mein Kleinkind trinkt zu wenig: Tipps für den Sommer

Weiterlesen Kleinkind Weiterlesen

Für ältere Kleinkinder und Kinder eignen sich folgende Snack:

  • Obstbrei

  • Wassermelone oder anderes möglichst wasserhaltiges Obst

  • erfrischenden Snack anbieten – wer mag gibt noch etwas Joghurt für die Cremigkeit dazu.

  • kalte Suppen wie Gazzpacho oder kalte Gurkensuppe (wenn euer Kind so etwas mag)

  • ohne Kerne oder Obstbrei an, die den Wasserhaushalt der Kleinen schnell wieder ausgleichen“, empfiehlt die erfahrene Hebamme Sarah Moitzheim*. Und natürlich stellt sich die wichtige Frage:

Und was ist ist mit Eis? Darf mein Kind ein Eis essen? Als Faustregel gilt hier: Ein Kind, das mindestens zehn Monate alt ist, Beikost kennt und Milch gut verträgt, darf durchaus einmal am Eis schlecken. Wichtig: um Gefahren durch Salmonellen zu vermeiden, lieber ein abgepacktes Eis nehmen und keines aus der Eisdiele. Wer das erste Lebensjahr zuckerfrei bleiben möchte, kann auch ein kinderfreundliches Eis selber machen: tiefgefrorene, aber bereits angetaute Früchte im Mixer pürieren und als erfrischenden Snack anbieten – wer mag gibt noch etwas Joghurt für die Cremigkeit dazu.

Wieviel muss ein Baby trinken? – 10 Fragen zum Trinken bei Babys

Bilderstrecke starten (10 Bilder)

Ab in die Sonne: Das musst du mit Baby beachten

Mit Neugeborenen ist es besser, den ganzen Tag in der kühlen Wohnung zu verbringen, wenn die Temperaturen zu heiß sind. Nach zwei Wochen oder wenn sich das Wetter etwas abgekühlt hat, kannst du erste Ausflüge wagen.
Aber auch dann gilt: Auf keinen Fall direkte Sonne, Schatten ist Pflicht. Nicht nur wegen der Hitze, sondern auch wegen der schädlichen UV-Strahlung. Babyhaut ist ohnehin sehr empfindlich und hat noch keinen natürlichen Schutz gegen die Sonne. Ihr Schutzsystem braucht einige Jahre, bis die Haut UV-Strahlen etwas entgegenzusetzen hat. Du musst die Babyhaut also vor der Sonne schützen. Ältere Babys kannst du mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und mineralischem UV-Filter bei der Abwehr unterstützen.
Säuglinge vertragen Sonnenschutz jedoch nur bedingt. Ihre Hautbarriere ist noch sehr dünn und kann daher viel empfindlicher auf die in Cremes enthaltenen Stoffe reagieren. Experten raten deshalb, bei Kindern unter einem Jahr Sonnencreme nur in unvermeidlichen Fällen (beispielsweise im Sonnenurlaub in heißen Gebieten) und nicht am ganzen Körper einzusetzen. Grund dafür ist, dass Babys noch nicht richtig schwitzen können, um ihren Körper zu kühlen. Das müssen sie erst noch lernen. Sonnencreme kann das Schwitzen aber zusätzlich erschweren, sodass es Kindern unter einem Jahr so noch schwerer fällt ihren Körper abzukühlen.

Ziehe deinem Baby im ersten Jahr deshalb am besten leichte und schützende Kleidung an – für Strand- oder Schwimmbadbesuche gibt es auch Kleidung mit UV-Schutz – und creme nur Stellen des Körpers ein, die nicht durch Kleidung bedeckt sind, z. B. an den Unterarmen, den Händen, den Füßen und im Gesicht.

Alle Infos zum richtigen Sonnenschutz für Babys und Kindr findest du in unserem Sonnenschutz-ABC.

Schwangerschaft

Schwanger im Sommer: Tipps für heiße Tage

Weiterlesen Schwangerschaft Weiterlesen

Kindermedizin: Babys richtig abkühlen

  • t-online.de Startseite
  • Telekom.de

News

  • Politik
    • Deutschland
    • Ausland
    • Tagesanbruch
    • Regional
    • Landtagswahl Thüringen
  • Panorama
    • Wissen
    • Unglücke
    • Menschen
    • Buntes
    • Quiz
    • Kriminalität
    • Justiz
  • Kolumnen
  • Tagesanbruch
  • Sport
    • Bundesliga
    • 2. Bundesliga
    • DFB-Pokal
    • Fußball
    • Wintersport
    • Handball-EM
    • Mehr Sport
    • Liveticker
    • Ergebnisse
    • Sportwetten
  • Unterhaltung
    • Stars
    • TV
    • TV-Programm
    • Musik
    • Literatur
  • Digital
    • CES 2020
    • Computer
    • Smartphone
    • Internet & Sicherheit
    • Elektronik
    • Smart Home
    • Audio
    • Gaming-News
    • Netzpolitik
  • Finanzen
    • Börse
    • Unternehmen
    • Altersvorsorge
    • Versicherungen
    • Karriere
    • Jobs
    • Immobilien
    • Geld
    • Steuern
  • Auto
    • Neuvorstellungen & Fahrberichte
    • Technik & Service
    • Fahrberichte
    • Recht & Verkehr
    • Elektromobilität
    • Automarkt
  • Gesundheit
    • Abnehmen
    • Allergie
    • Atemwegserkrankungen
    • Bluthochdruck
    • Darmgesundheit
    • Demenz
    • Diabetes
    • Erkältungskrankheiten
    • Ernährung
    • Fitness
    • Gelenke
    • Geschlechtskrankheiten
    • Gesund leben
    • Heilmittel & Medikamente
    • Herz-Kreislauf & Cholesterin
    • Kindergesundheit
    • Kinderkrankheiten A-Z
    • Kopfschmerzen
    • Krankheiten & Symptome
    • Krankheiten A-Z
    • Krebs-Erkrankungen
    • Neurodermitis bei Kindern
    • Osteoporose
    • Paleo-Diät Rezepte
    • Paracetamol Nebenwirkungen
    • Parasiten
    • Rheuma
    • Verletzungen
  • Heim & Garten
    • Wohnen
    • Garten
    • Bauen
    • Energie
    • Haushaltstipps
    • Deko
  • Leben
    • Alltagswissen
    • Baby
    • Beauty für Männer
    • Brot-Rezepte
    • Deftig backen
    • Erziehung
    • Essen & Trinken
    • Familie
    • Frisuren
    • Herbst-Rezepte
    • Horoskop
    • Kleinkind
    • Kuchen & Torten
    • Liebe
    • Mode & Beauty
    • Reisen
    • Rezepte
    • Schulkind
    • Schwangerschaft
    • Weihnachten
    • Winter-Rezepte
  • Reisen
    • Deutschland
    • Europa
    • Fernreisen
    • Aktiv- & Skiurlaub
    • Hoteltipps
    • Kreuzfahrten
    • Reisetipps
    • Urlaub buchen
  • Familie
    • Schwangerschaft
    • Baby
    • Kleinkind
    • Schulkind & Jugendliche
    • Erziehung
    • Fruchtbarkeitskalender
    • Geburtsterminrechner
    • Schwangerschaftskalender
    • Namensfinder
    • Unterhaltsrechner
    • BMI-Rechner für Kinder
  • Spiele
  • Regional
  • Video
    • Top-Videos
    • News-Videos
    • Videokommentare
    • Erklär-Videos
    • Sport-Videos
    • Promi-Videos
    • Internethits
    • Film & Fernsehen
    • Ratgeber
  • Kaufberatung
    • Angebote
    • Technik
    • Haushalt & Wohnen
    • Genuss
    • Leben & Freizeit
    • Haus & Garten
    • Gesundheit
    • Preisvergleich
    • A-Z

Dienste

  • E-Mail
  • Wetter
  • Liveticker
  • Ergebnisse & Tabellen
  • Sportwetten
  • Lotto spielen (ANZEIGE)
  • Telefonverzeichnisse
  • Börse
  • Jobsuche
  • Automarkt

Empfehlungen

  • MagentaCloud
  • Kundencenter
  • Tarife & Produkte

Allgemeines

  • Impressum
  • Zur Webansicht

Cool bleiben in der Sommerhitze

Uns Erwachsenen macht die Hitze schon zu schaffen und einem Baby oder Kleinkind noch viel mehr. Wenn es so heiss und schwül ist, werden viele Babys quengelig, schlafen schlecht ein, trinken und essen weniger.

  • Wohnung kühlen: In einer Dachwohnung oder oberen Etage ist es oft besonders heiss. Klimageräte sind eine Lösung, aber sehr teuer und ausserdem Energiefresser. Mit offenen Fenstern durchlüften nützt wenig, wenn die heisse Luft von draussen hereinkommt. Ventilatoren senken zwar nicht die Zimmertemperatur, es fühlt sich aber auf der Haut kühler an. Sie sind also nur sinnvoll, wenn man sich auch im Zimmer aufhält. ABER: Zugluft und Ventilatoren in der Nähe des Babys sollte man vermeiden. Die Geräte bitte möglichst weit entfernt aufstellen. In der Nähe von Kleinkindern haben Ventilatoren nichts zu suchen wegen der Verletzungsgefahr.
  • Verdunstungskühle: Bei sehr grosser Hitze helfen vielleicht feuchte Handtücher auf dem Boden vor dem Fenster. Durch die aufsteigende Feuchtigkeit entsteht ein Kühlungseffekt. Aber Achtung, der Trick ist nur bei gleichzeitigem Lüften sinnvoll – ansonsten wird die Luft nur schwüler und wir empfinden feuchte Luft als unangenehmer.
  • Richtig lüften: Nachts grosszügig lüften und vormittags die Fenster wieder schliessen oder geöffnet lassen und mit Jalousien abdunkeln.
  • Heimliche Wärmequellen in der Wohnung abschalten: Elektrische Geräte wie ältere Röhrenfernseher, Computer, Laptops, Wäschetrockner erzeugen jede Menge Abwärme, oft auch über die Netzteile im Standby-Betrieb – wenn möglich ausschalten, wenn es in der Wohnung ohnehin schon heiss ist.
  • Im Schatten bleiben: Wie wichtig Sonnenschutz ist, weiss inzwischen jeder. Das fängt damit an, dass man sich möglichst nur im Schatten aufhält. Besonders die Mittagshitze sollte man im Inneren verbringen – das passt gut zum Mittagsschlaf. Unterwegs sollte man immer eine Kopfbedeckung für das Baby dabei haben. Auch im Kinderwagen oder Buggy sollte ein Sonnenschirm oder Sonnensegel für den Kinderwagen mit UV-Schutz nicht fehlen. Und auch wenn es heiss ist, darf ein Baby niemals nackt und ungeschützt in die Sonne.
  • Viel trinken bzw. häufig stillen: Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermassen. Es wird in dem Zusammenhang oft gefragt, ob gestillte Babys zusätzlich Flüssigkeit z.b. Tee trinken sollen oder nicht. Stillberaterinnen und Hebammen weisen darauf hin, dass Muttermilch normalerweise völlig ausreichend ist, um Hunger und Durst des Babys zu befriedigen, es sei aber wichtig, nach Bedarf zu stillen – dass kann bei heissem Wetter häufiger als sonst sein. Wichtig ist dann, dass die stillende Mutter entsprechend viel trinkt. Hier finden Sie die besten Durstlöscher.
  • Leichte Kost: Zum Zvieri ist kühles und saftiges Obst wie Birne, Pfirsich, Melone, Aprikose sehr erfrischend, püriert für Babys, als Smoothie mit Milch oder Buttermilch für ältere Kinder und Erwachsene. Das Zmittag kann mit einer kalten Gemüsesuppe ersetzt werden.
  • Lockere Kleidung: Luftige Kleidung, weite Kleidung oder ärmellose, etwas weitere Bodys funktionieren am besten. Saugfähige Baumwolle ist ideal: Kinder schwitzen mehr und wenn die Kleidung den Schweiss nicht mehr aufsaugt, können Hitzepickelchen entstehen. Söckchen sind meist unnötig. Ein Sonnenhut aus leichtem Stoff mit UV-Schutz, Nackenschutz und Ohrenschutz ist für Babys ideal.
  • Kühl schlafen: Selbst ein Sommerschlafsack ist oft noch zu warm, ein dünner Schlafanzug reicht. Wenn es nachts sehr heiss wird, kann das Baby auch nur mit Windel und einem kurzen Body schlafen. Am besten fühlt man bei Babys die Temperatur im Nacken, der sollte sich nicht feucht-schwitzig anfühlen.
  • Babys nie im Auto lassen: Das sollte eigentlich allen Eltern hinlänglich bekannt sein! Im Auto können die Temperaturen schon innerhalb kurzer Zeit auf über 50 Grad ansteigen. In 45 Minuten können es bei dunklem Lack durch den Backofen-Effekt sogar über 80 Grad werden. Ein lebensbedrohlicher Hitzschlag droht! Deshalb besonders bei Hitze Kinder (und Tiere) nie im Auto lassen – auch nicht für einen kurzen Sprung in den Supermarkt.

Schutz vor Insekten

Die wirksamsten Hausmittel bei Insektenstichen

Dehydrierung

Wie kann ich feststellen, ob mein Baby zu wenig Flüssigkeit bekommen hat?

Wenn Ihr Kind dehydriert ist, dann bedeutet das entweder, dass es zu viel Flüssigkeit verliert oder zu wenig aufnimmt. Häufige Gründe sind Fieber, Überhitzung, Erbrechen oder Durchfall. Für Babys und kleine Kinder ist die Gefahr einer Dehydrierung relativ hoch und kann ein großes Problem werden, wenn man nicht schnell etwas dagegen unternimmt. Wenn Sie Flüssigkeitsmangel vermuten, dann sollte das noch am selben Tag untersucht werden. Rufen Sie Ihren Arzt an, wenn Sie feststellen, dass Ihr Baby folgende Anzeichen zeigt:

  • In den letzten sechs Stunden hat es keine Windel genässt oder innerhalb der letzten 24 Stunden weniger als sechs Windeln gebraucht
  • Der Urin ist über längere Zeit hinweg dunkelgelb
  • Ihr Baby ist antriebsloser als üblich und hat weniger Lust zum Spielen
  • Die Fontanelle ist eingesunken
  • Der Mund und die Lippen sind trocken und klebrig
  • Beim Weinen fließen keine Tränen – seltener Lidschlag

Wenn Ihr Baby ständig Flüssigkeit verliert, dann kann es so stark dehydrieren, dass es intravenös Flüssigkeit bekommen muss. Hier sind die Warnsignale, bei denen Sie sofort zum Arzt gehen müssen:

  • Seine Fontanelle ist eingesunken oder seine Augen sind dunkel umrandet und tief eingesunken
  • Seine Hände und Füße fühlen sich kalt an und sind fleckig
  • Ihr Baby ist lethargisch und bewegt sich nur noch schwach

Was verursacht den Flüssigkeitsmangel?

Generell haben Säuglinge und Kleinkinder sehr viel Flüssigkeit extrazellulär (meistens im Bindegewebe) und verlieren deshalb schneller viel Flüssigkeit als größere Kinder und Erwachsene.
Fieber. Hohes Fieber ist eine der häufigsten Ursachen für Dehydrierung. Wenn Ihr Kind fiebert, dann schwitzt es. Das Wasser verdunstet auf der Haut, um den Körper zu kühlen. Auch wird es schneller atmen, dadurch geht bei der Ausatmung mehr Flüssigkeit verloren.
Überhitzung. Sie wird durch zu viel Bewegung an einem heißen Tag oder auch nur den Aufenthalt in einem stickigen, überheizten Raum verursacht. Um den Hitzestau im Körper zu lösen, schwitzt man übermäßig, wodurch Flüssigkeit verloren geht.
Durchfall und Erbrechen. Wenn Ihr Baby eine Krankheit wie beispielsweise eine Magen-Darm-Entzündung ( Gastroenteritis ) hat, dann wird es Flüssigkeit in Form von Durchfall verlieren. Diese Virus-Infektionen können auch Spucken / Erbrechen auslösen. Wenn Ihr Baby Probleme hat, Flüssigkeiten bei sich zu behalten, kann es dehydrieren. Erbrechen und Durchfall sind immer ernst zu nehmende Symptome, die einen Arztbesuch zwingend erfordern.
Weigerung zu trinken. Krankheiten wie das Hand-Fuß-Mund-Exanthem können solche Schmerzen im Mund und im Hals des Babys verursachen, dass es nicht gestillt werden will und auch nicht aus der Flasche trinkt.

Wie kann ich es behandeln?

Bieten Sie Ihrem Kind viel Flüssigkeit, wie Muttermilch oder Milchnahrung, an. Bei Babys, die ausschließlich gestillt werden, ist eine Dehydrierung sehr selten, aber wenn Ihr Stillbaby Anzeichen von Flüssigkeitsmangel zeigt, bieten Sie ihm so oft wie möglich die Brust an. Zusätzlich häufig (alle paar Minuten) kleine Mengen Flüssigkeit mit einer kleinen Spritze oder vom Teelöffel.
Wenn Ihr Kleines Schluckbeschwerden hat, dann fragen Sie Ihren Arzt, ob Medizin wie Baby-Paracetamol sinnvoll ist, um den Schmerz zu lindern. Er kann auch schmerzstillende Lokaltherapeutika verordnen. Suchen Sie für Ihr Baby an heißen Tagen einen kühlen und schattigen Platz. Älteren Kindern sollten Sie viel zu trinken geben, bevor sie in der Sonne spielen gehen.
Wenn Ihr Baby durch einen schweren Durchfall oder Erbrechen dehydriert ist, können Sie ihm eine Elektrolyt-Lösung geben (bitten Sie Ihren Arzt um eine Empfehlung) oder klare Flüssigkeiten wie Wasser oder stark verdünnten Apfelsaft. Diese Getränke kann ein Baby bei Erbrechen am leichtesten im Magen behalten. Experten empfehlen folgenden Plan für ältere Babys:

  • Sobald das Baby nicht mehr erbricht, geben Sie ihm alle halbe Stunde kleine Mengen Wasser oder eine Elektrolyt-Lösung (falls eine zur Hand ist). Wenn es viel Durst hat, auch bis zu 100 ml.
  • Nachdem Ihr Baby auch das ohne Erbrechen verträgt, fügen Sie 50% verdünnte Muttermilch oder Milchnahrung dazu.
  • Sobald Ihr Baby sich nicht mehr übergibt, können Sie zur gewohnten Ernährung zurückkehren. Wenn Ihr Kind feste Nahrung bekommt, geben Sie ihm trotzdem weiterhin viel Flüssigkeit und beginnen Sie mit leicht verdaulichen Lebensmitteln wie Brei oder Joghurt. Wenn Ihr Kind älter als ein Jahr ist, können Sie es auch mit gefrorenen Flüssigkeiten probieren, beispielsweise Wassereis.
  • Geben Sie Ihrem Kind niemals Antibrechmittel ohne ärztlichen Rat.

Sommerhitze kann für den Nachwuchs leicht zur ernsten Gefahr werden: Denn der Körper von Kleinkindern und Säuglingen braucht länger, sich an eine höhere Umgebungstemperatur anzupassen. „Babys haben ein höheres Risiko zu dehydrieren, da ihr Körper in Relation zur Größe mehr Flüssigkeit benötigt als ein Erwachsener“, sagt Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Bei Hitze sei es daher wichtig, viel zu trinken, „noch bevor sich der Durst entwickelt“.

Im Vergleich zum Körpervolumen hätten Kleinkinder und Säuglinge auch eine größere Körperoberfläche, sodass die Wärmeabsorption höher sei, erklärt Kahl weiter. Wenn dann die Körpertemperatur zu schnell steige, könnten die „Kühlungssysteme“ des Körpers, wie zum Beispiel die Verdunstungskälte durch Schweiß, versagen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit könne zusätzlich die Verdunstung vermindern, sodass ein gefährlicher Hitzestau drohe. Nehme ein Kind Medikamente ein, sollten Eltern den Kinder- und Jugendarzt fragen, ob dies die Fähigkeit des Körpers, sich zu akklimatisieren, beeinträchtige.

Warnzeichen beachten

Ein Warnzeichen für zu wenig Flüssigkeitsaufnahme beim Baby sei konzentrierter oder wenig Urin, heißt es in einer Mitteilung des BVKJ weiter. Schwitze es, dann sollten Eltern es an einen kühleren Ort bringen. Ein Ventilator sei allerdings nicht geeignet, da er schneller zur Austrocknung führe. Besondere Gefahr drohe bei praller Sonne in einem Auto, da die Temperatur im Innenraum schnell auf bis zu 70 Grad steigen könne.

dapd

Mehr zum Thema:

Hitze im Büro: So bleiben Sie cool

Geringes Wasserlassen

Geringes Wasserlassen, auch Oligurie genannt, bedeutet, dass innerhalb von 24 Stunden weniger als 500 Milliliter Urin ausgeschieden werden, verteilt auf circa drei bis viermal Wasserlassen am Tag. Die Ursache dafür können eine zu geringe Trinkmenge, aber auch Erkrankungen im Bereich des Urogentialtraktes sein. Auch bei Babys kann zu geringes Wasserlassen auftreten, zum Beispiel, wenn sie einen zu schwachen Saugreflex besitzen, Fehlbildungen im Mund haben oder aufgrund einer vorliegenden Krankheit zu schwach sind.

Inhaltsverzeichnis

Normale Urinmenge

Eine normale tägliche Urinmenge beträgt circa ein bis eineinhalb Liter, wobei die Häufigkeit des Toilettengangs von verschiedenen Faktoren abhängt.

Werden nur 500 Milliliter Urin am Tag abgegeben, ist in der Fachwelt von einer Oliguire die Rede, welche im Zusammenhang mit schweren Nierenerkranungen stehen kann. (Bild: tomschoumakers/fotolia.com)

Anurie

Die Anurie ist die Steigerungsform der Oligurie. Hier beträgt die tägliche Urinmenge nur noch etwa 100 Milliliter. Dies ist ein Notfall, der sofort in eine Klinik gehört.

Ursachen

Die Ursachen für geringes Wasserlassen sind sowohl prärenal (vor der Niere), renal (in der Niere) als auch postrenal (nach der Niere) anzutreffen.

Prärenale Ursachen

Zu den prärenalen, nicht krankhaften Ursachen gehört eine zu geringe Trinkmenge. Dies ist häufig bei älteren Menschen der Fall. Das Durstempfinden nimmt ab und die Betroffenen vergessen ganz einfach zu trinken. Eine Exsikkose (Austrocknung), bedingt durch Durchfall, Erbrechen, hohes Fieber, starkes Schwitzen oder Hitzschlag kann ebenso zu geringem Wasserlassen führen. Eine weitere Ursache, die sich vor der Niere abspielt, ist die Herzinsuffizienz. Dabei lagern die Betroffenen Wasser im Gewebe ein, anstatt dieses auszuscheiden.

Hoher Blutverlust und ein anaphylaktischer Schock können ebenso zu einer Oligurie führen. Ist ein zuführendes Gefäß zur Niere durch eine Thrombose, eine Embolie oder einen Tumor verlegt, kann dies gleichermaßen geringes Wasserlassen bedingen. Zu den prärenalen Ursachen gehören auch Elektrolytstörungen, wie zum Beispiel Hyponatriämie (zu wenig Natrium im Blut) und Hypokaliämie (zu wenig Kalium im Blut). Beide Mineralstoffe, sowohl Natrium als auch Kalium, haben im Körper eine äußerst wichtige Aufgabe: Sie sorgen für ein Gleichgewicht im Flüssigkeitshaushalt.

Geringes Wasserlassen kann nicht zuletzt im Zusammenhang mit der hormonellen Erkrankung Morbus Addison auftreten. Dies ist eine schwere Erkrankung der Nebennierenrinde. Weitere Ursachen für eine Oligurie sind Röntgen-Kontrast-Mittel und Medikamente, die die Niere schädigen.

Die Ursachen der Oligurie können prärenal (vor der Niere), renal (in der Niere) und postrenal (nach der Niere) liegen. (Bild: psdesign1/fotolia.com)

Renale Ursachen

Zu den renalen Ursachen einer Oligurie gehören Entzündungen des Nierengewebes, wie dies zum Beispiel bei einer Glomerulonephritis der Fall ist, des weiteren Zystennieren, chronische Niereninsuffizienz, Nebenniereninsuffizienz, Infektionen (zum Beispiel Pyelonephritis = Nierenbeckenentzündung), Schwangerschaftstoxikose (syn. EPH-Gestose: Blutdruckerhöhung, Eiweiß im Urin und Ödeme) und Vergiftungen (z.B. Quecksilber)

Postrenale Ursachen

Postrenale Ursachen liegen, wie der Name schon sagt, hinter der Niere. Dies sind Verlegungen der ableitenden Harnwege, bedingt durch Narben, Tumore, Steine oder eine Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata).

Diagnose

Bei zu geringem Wasserlassen werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um schnellstmöglich die Ursache zu finden und daraufhin richtig behandeln zu können.

Um die Urin-Tagesmenge zu überprüfen wird 24 Stunden lang der Urin gesammelt. Ist der Patient im Krankenhaus, wird die zugeführte Flüssigkeitsmenge genau notiert und daraufhin, eventuell mittels Katheter, bis zu stündlich die ausgeschiedene Menge kontrolliert. Eine durchgeführte Sonographie der Nieren, Harnleiter, Harnröhre, Blase, Prostata und aller dazugehörigen Gefäße verschafft einen Überblick über das gesamte Urogenitalsystem und stellt vorliegende pathologische Veränderungen dar. Genauere Untersuchungsmöglichkeiten sind CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie). Besonders wichtig sind zudem Laboruntersuchungen von Blut und Urin. Harnpflichtige Substanzen, die normalerweise ausgeschieden werden müssen, können hiermit festgestellt werden.

Therapie

Die Therapie von geringem Wasserlassen liegt in der Behandlung der Grunderkrankung. Wichtig ist, ein zu geringes Ausscheiden unbedingt ernst zu nehmen und so schnell, wie möglich einen Arzt aufzusuchen. Bei älteren, allein lebenden Menschen wird dies meist recht spät festgestellt. Symptome der Exsikkose sind stehende Hautfalten, Schwindel, Schwäche, Mundtrockenheit, trockene Achselhöhlen, Verwirrtheit, verminderte Füllung der Jugularvenen (wichtige venöse Gefäße der Halsregion) bis hin zu Hypotonie (niedrigem Blutdruck), Sturzneigung, Schock und akutem Nierenversagen. Bei Verdacht auf Exsikkose gehört dieser Patient sofort in ein Krankenhaus.

Geringes Wasserlassen durch zu wenig Flüssigkeit

Geringes Wasserlassen durch zu wenig Flüssigkeit ist zwar leicht behandelbar, doch bei vielen Betroffenen nicht so leicht durchzuführen. Viele Menschen haben einfach keinen Durst, zumindest ist ihr Durstempfinden reduziert. Hier ist nicht nur von älteren Patienten die Rede. Häufig sind auch Kinder, Jugendliche und jüngere Menschen davon betroffen. Auf die Frage „Wie viel trinkst du oder trinken Sie?“ kommt die Antwort „Ich habe selten Durst.“ oder „Ein paar Tassen Kaffee am Tag, das reicht mir.“ Und dies reicht absolut nicht aus. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt folgende Rechenformel: 35 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag für Erwachsene. Bei Kindern hängt die Trinkmenge von Alter, Körpergewicht, Bewegung usw. ab. Hier werden 1,1 Liter Wasser als Minimum empfohlen.

Flüssigkeit ist lebenswichtig. Deshalb sollten Personen, die zu wenig trinken, versuchen, sich selbst zu überlisten und sich zu zwingen, mehr zu trinken. Vielleicht hilft eine große Kanne Wasser auf dem Schreibtisch, die unbedingt geleert werden muss, bevor die Arbeit zu Ende ist. Oder ein Glas Wasser, deponiert an einer Stelle, an der die Betroffenen oft vorbei kommen. Dies muss jedes Mal ausgetrunken werden und wird dann gleich wieder gefüllt. Wichtig ist auch, das bei sich tragen einer Flasche Wasser unterwegs, in der Stadt, im Auto – so dass immer die Möglichkeit zu trinken besteht.

In der Naturheilkunde wird gerne das Schüssler Salz Nr. 8 verordnet. Dies wirkt regulierend auf den Flüssigkeitshaushalt – und das in beide Richtungen. Mit Natrium chloratum D6 kann versucht werden, wieder ein ganz normales Durstgefühl zu entwickeln.

Zusammenfassung

Zu geringes Wasserlassen schadet der Gesundheit. Der Körper benötigt Flüssigkeit, um Überleben zu können. Wasser dient auch dazu, den Körper durchzuspülen und damit Schlacken nach außen zu befördern. Gifte können sich ansammeln und Schaden anrichten. Bei zu geringem Wasserlassen müssen unbedingt die Ursachen geklärt und behandelt werden. (sw)

Quellen anzeigen Autoren: Susanne Waschke, Barbara Schindewolf-Lensch Quellen:

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.