Baby temperatur 38

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Mein Baby hat Fieber

Fieber mit roten Bäckchen und einer heissen Stirn ist immer ein eindeutiges Anzeichen, dass Ihr Baby eine Infektion bekämpft. Und das ist bei Säuglingen und Kleinkindern sehr oft der Fall. Kindergartenkinder haben im Durchschnitt siebenmal im Jahr einen fieberhaften Infekt!

Fieber ist bei Babys häufig – und eigentlich keine Krankheit!

Fieber an sich ist auch keine Krankheit, sondern Ausdruck einer Abwehrreaktion des Körpers, insofern auch ein wichtiges Training für den kleinen Organismus. Erhöhte Temperaturen treten z.B. gelegentlich auf, wenn das Baby eine Windeldermatitis hat oder Zähnchen bekommt. Aber auch, wenn es zuviel Sonne abbekommen hat, es zu dick angezogen ist oder zuwenig getrunken hat (Durstfieber).

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Die meisten Fieberschübe verlaufen harmlos und dauern nur einige Tage an. Wenn Ihr Kind immer noch spielt und lacht, auch keine weiteren Symptome wie Durchfall und Erbrechen hinzukommen, brauchen Sie sich eigentlich keine Sorgen zu machen. Dennoch sollten Sie die genaue Höhe der Temperatur unbedingt messen, z.B. morgens, mittags und abends.

Fiebermessen – so geht’s

Messen Sie die Körpertemperatur am besten rektal, d.h. im After. Dazu umfassen Sie mit der linken Hand die beiden Füsschen an den Knöcheln. Halten Sie Ihren Zeigefinger dazwischen, damit die Knöchel nicht aufeinandertreffen – das tut Ihrem Baby sonst sehr weh! Heben Sie das Gesäss dann etwas hoch und stecken Sie das Metallteil des Thermometers in den After. Bei Kindern, die stark zappeln, geht das Fiebermessen manchmal besser in der Seiten- oder Bauchlage. Sie können vorher etwas Babycreme oder Vaseline auf die Thermometerspitze geben, das erleichtert das Einführen.

Warten Sie drei Minuten ab, in denen Sie mit Ihrem Baby schmusen oder ihm etwas vorsingen können. Notieren Sie sich die Höhe der Temperatur und die Zeit. Wiederholen Sie die Messung etwa 20 Minuten später. Nach der Messung reicht es, wenn Sie das Thermometer warm abspülen und abtrocknen. Nur wenn Ihr Baby gleichzeitig Durchfall und möglicherweise einen Magen-Darm-Infekt hat, sollte das Fieberthermometer mit einem Desinfektionsmittel (oder hochprozentigem Alkohol) gereinigt werden.

Neuere Methoden wie das Ohrthermometer und das Infrarot-Fieberthermometer für die Stirn sind für die schnelle Orientierung geeignet, aber haben sich noch nicht hundertprozentig bewährt.

Welche Temperatur ist normal?

Die normale rektale Körpertemperatur beträgt zwischen 36,5 und 37,5°C. In der Achselhöhle ist sie etwas niedriger. „Fieber“ hat ein Baby erst, wenn seine Körpertemperatur bei 38.5°C oder darüber liegt.

Was tun, wenn Ihr Baby Fieber hat?

Eine erhöhte Körpertemperatur ist bei Babys nicht selten. Eingreifen müssen Sie als Eltern aber nur dann, wenn sie auf über 38.5°C ansteigt, wenn also Fieber besteht. Dann muss eine Überhitzung verhindert werden. Ziehen Sie Ihrem Baby dünnere Kleidung an oder lassen Sie es nur in der Windel liegen.

Sorgen Sie dafür, dass es ausreichend Flüssigkeit (Tee) aufnimmt, damit die durch Schwitzen verlorene Flüssigkeit ersetzt wird. An sehr warmen Tagen kann auch eine Klimaanlage oder ein Ventilator eingesetzt werden, damit sich das Zimmer nicht zu stark aufheizt. Das Kind darf aber nicht unmittelbar in der Zugluft liegen. Sie können Ihr Baby auch etwas abkühlen, indem Sie mit einem nassen Schwamm oder Handtuch sanft über seine Haut streichen und dabei den Teil des Körpers, den Sie gerade nicht behandeln, leicht mit einem trockenen Handtuch oder einer dünnen Decke zudecken. Das Wasser sollte lauwarm sein, heisses oder kaltes Wasser ist nicht geeignet. Auch Wadenwickel sind sehr wirkungsvoll, um Fieber zu senken.

Wann sind Medikamente angebracht?

Das bewährteste fiebersenkende Medikament ist Paracetamol, das als Zäpfchen oder Saft gegeben werden kann. Fragen Sie Ihren Arzt, Ihre Ärztin, ab welcher Fieberhöhe Sie das Medikament verabreichen sollen. Befolgen Sie in jedem Fall die Anleitungen auf der Packungsbeilage und erhöhen Sie die Dosierung nie auf eigene Faust. Die Wirkung setzt etwa nach einer Stunde ein und hat die maximale Stärke nach drei Stunden erreicht. Frühestens nach vier bis sechs Stunden darf die nächste Dosis gegeben werden. Ein ähnlich zuverlässiger Wirkstoff ist Ibuprofen. Diese Substanz belastet jedoch den Magen etwas mehr und sollte Babys unter sechs Monaten nicht gegeben werden.

Acetylsalicylsäure (z.B. in Aspirin) sollten Kinder aber auf keinen Fall einnehmen: Bei Viruserkrankungen besteht die Gefahr eines sog. Reye-Syndroms mit Hirnhautentzündung und Leberversagen.

Wann muss ich den Arzt informieren?

Folgen Sie Ihrem Gefühl. Wenn Sie meinen, dass etwas mit Ihrem Kind nicht in Ordnung ist, sollten Sie im Zweifelsfall immer einen Arzt, eine Ärztin aufsuchen. Die mütterliche Intuition ist in solchen Fällen sehr wichtig und sollte nicht als Unsinn abgetan werden.

In den ersten vier Lebenswochen sollte grundsätzlich jedes Fieber über 38,5° C ärztlich abgeklärt werden. Nach der Neugeborenenzeit sollten Sie sofort einen Arzt verständigen oder Ihr Kind in ein Spital bringen, wenn es mehr als 39°C Fieber hat oder die Temperatur sehr rasch (um ein oder mehrere Grad) und hoch ansteigt.

Dies gilt natürlich auch, wenn Sie weitere Auffälligkeiten bemerken, wie Schüttelfrost, Fieberkrämpfe (Krampfanfälle), heftiges Weinen oder Schreien, schweres und/oder schnelleres Atmen, Blaufärbung der Haut und/oder Hauteinblutungen, Teilnahmslosigkeit, Mattigkeit oder Erschöpfungszustände, plötzlichen Ausschlag oder Absonderungen aus dem Ohr. Auch wenn Ihr Baby Erbrechen und/oder Durchfall hat, könnte es sein, dass eine schwerere Erkrankung dahintersteckt.

Frische Luft bei Fieber?

Es ist übrigens ungefährlich, mit einem fiebrigen Kind an die frische Luft zu gehen, um den Arzt aufzusuchen. Frische Luft kann sogar zur Fiebersenkung beitragen.

Häufige Fragen zum Thema

Wie gebe ich meinem Kind am besten ein Fieberzäpfchen?

So klappt es am besten:

  • Das Zäpfchen noch in der Verpackung etwas erwärmen – mit den Handflächen oder kurz in warmes Wasser tauchen. Dann erst auspacken.
  • Bitte keine Creme oder Öl als Gleitmittel verwenden, da die Wirkung des Zäpfchens beeinträchtigt werden könnte.
  • Das Kind liegt am besten seitlich mit…

vollständige Antwort lesen Führt Zahnen immer zu Fieber und Durchfall?

Nicht unbedingt. Experten schliessen nicht aus, dass der Stress beim Zahndurchbruch die Darmtätigkeit beschleunigt und zu leichtem Durchfall führen kann. Viele Babys haben auch Fieber, wenn die Zähne kommen – doch das ist eine zufällige Überschneidung. Für einige Wehwehchen, die das Kind jetzt…

vollständige Antwort lesen Bedeutet Fieber nach der Impfung, dass sie gut angegangen ist?

In vielen wissenschaftlichen Studien hat man die Immunantwort auf Impfungen bei Kindern gemessen. Dabei zeigte sich kein Zusammenhang damit, ob gute Impfantikörper vorhanden waren und das Kind Fieber hatte. Insofern ist Fieber zur Entwicklung eines guten Impfschutzes weder erforderlich noch…

vollständige Antwort lesen Darf ich mit meinem kranken Baby trotzdem an die frische Luft gehen?

Grundsätzlich ja, aber es kommt natürlich darauf an, wie krank Ihr Kind ist. Ist Ihr Baby nur erkältet und hat es kein Fieber (erhöhte Temperatur, im Po gemessen bei über 38°C), können Sie es entsprechend warm gekleidet draussen den Mittagsschlaf machen lassen oder mit ihm einen Spaziergang…

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Newsticker

Fieber behandeln: Fieber als Reaktion auf einen bakteriellen oder viralen Infekt unterstützt bekanntlich den körpereigenen Heilungsprozess. Vor allem bei kleinen Kindern wird aber Fieber häufig medikamentös oder mit Hausmitteln behandelt, um einen Fieberkrampf zu verhindern, aber auch weil das Kind darunter leidet. Die Sorge, dass deswegen die zugrunde liegende Infektion vom Körper schlechter bekämpft werden kann, scheint unbegründet zu sein. Britische Forscher verglichen in mehreren Studien Kinder mit und ohne Fiebersenkung und fanden keinen Unterschied in der Schwere und Länge des Infektionsverlaufs.(swissmom-Newsticker, 28.5.2013)

Praktisch, aber ungenau: Sicherlich ist es bequemer, die Körpertemperatur mal schnell im Mund oder unter der Achsel zu messen als rektal (im Anus). Eine kanadische Vergleichsstudie zeigt: Soll die Körpertemperatur exakt bestimmt werden, sind äussere Messmethoden im Ohr, unter der Achsel und unter der Zunge sowie an der Schläfe unzureichend. Die Messwerte wichen z.T. um 1,5 °C nach unten und nach oben von der tatsächlichen Temperatur ab. Speziell leichtes Fieber würde so nicht exakt erfasst. Sollte eine rektale Messung nicht möglich sein, ist bei Kindern die Messung im Ohr die beste Alternative. Ohrthermometer werden unter 3 Monaten jedoch nicht empfohlen, da der Gehörgang noch zu eng ist. Fiebermessung im Mund sollte frühestens ab 4-5 Jahren erfolgen, da die Kinder vorher gern auf dem Thermometer herumkauen oder den Mund nicht so lange schliessen wollen. (swissmom Newsticker, 6.2.2016)

Letzte Aktualisierung : 06-11-19, BH

Dieses Thema verbreitet bei Eltern immer Unsicherheit. Wie muss ich mein Kind anziehen, ist ihm zu kalt oder zu heiß. Die normale Körpertemperatur eines reifen Neugeborenen liegt zwischen 36,5-37,2°C.

Inhalt

Körpertemperatur messen beim Baby

Bei einem reifen, gesunden Neugeborenen muss man nicht routinemäßig die Temperatur mit einem Thermometer messen. Hier kann man das Kind anhand seiner Hautfarbe, Hauttemperatur durch anfassen und sein Verhalten beurteilen. Kranke Kinder, Frühgeborene oder reife Kinder mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht dagegen, brauchen regelmäßige Temperaturkontrollen, da ihnen das Halten ihrer Körpertemperatur wesentlich schwerer fällt.

Temperaturkontrolle

Fühlen

Die Hände von Neugeborenen fühlen sich häufig eher kalt an, dies ist normal. Arme, Füße, Beine und Kopf sollten sich dagegen warm anfühlen. Am besten kann man die Temperatur des Kindes im Nacken fühlen. Stehen hier Schweißperlen, ist es überhitzt.

Sehen

Normalerweise ist ein Neugeborenes rosig. Ist ein Kind zu kalt, ist die Haut marmoriert oder blass-bläulich. Dies kann sich auf die Extremitäten beschränken, aber auch den Rumpf mit betreffen. Ein überhitztes Kind hat meist einen deutlich roten Kopf.

Verhalten

Kinder denen es zu kalt oder zu warm ist, verhalten sich meistens auch auffällig. Unter Umständen sind überhitzte Neugeborene sehr müde und trinkfaul. Außerdem schreien Kinder bei Kälte oder Hitze vor Unwohlsein.

Baby ist zu kalt

  • Kuscheln Sie mit Ihrem Kind. Die Körperwärme der Eltern ist die beste Wärmflasche der Welt.
  • Legen Sie ein leicht angewärmtes Kirschkernkissen zu Ihrem Kind. (Hier muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Kirschkernkissen nicht zu warm ist. Bitte verwenden sie keine Wärmflaschen, da es nicht selten zu Unfällen kam, bei denen Babys durch ausgelaufenes Wasser schwere Verbrühungen erlitten haben.)
  • Ziehen Sie Ihrem Kind Söckchen an, am besten aus reiner Wolle. Bei Bedarf kann auch ein Mützchen sinnvoll sein.
  • In eine Decke einschlagen, so entsteht ein Wärmespeicher. Bitte decken Sie Ihr Kind nur mit einer Decke zu, wenn es bei Ihnen ist und Sie es beobachten können.
  • Bei zu kalter Raumtemperatur diese erhöhen.

Baby ist zu warm

  • Kind weniger anziehen, oder Decke entfernen, wenn es zusätzlich zugedeckt ist.
  • Dem Kind etwas zu trinken anbieten. Bei stillenden Müttern die Brust, bei Kindern die Flaschennahrung bekommen, Wasser.
  • Gegebenenfalls Umgebungstemperatur senken, zum Beispiel lüften.

Bitte beachten Sie, dass nach heutigen Wissenstand eine Überhitzung des Neugeborenen, neben dem Rauchen, als eines der Hauptrisiken für den plötzlichen Kindstod zählt.

Im Allgemeinen gilt

  • Bei normaler Bekleidung ist eine Raumtemperatur von tagsüber 21°C und nachts bei 16-18°C angemessen.
  • Gerade in der ersten Zeit sollte das Baby unter einer zusätzlichen Wärmequelle gewickelt, gewaschen und nach dem Baden versorgt werden. (Zum Beispiel Wärmestrahler, Heizlüfter)
  • Achten Sie auf den Wärmebedarf Ihres Kindes, auch Neugeborene und Säuglinge haben schon einen individuell unterschiedlichen.
  • Es ist kein Problem mit Neugeborenen Spaziergänge zu machen, bei Extremtemperaturen (Frost, Hitze) ist aber Zurückhaltung geboten.
  • Messen Sie bei ihrem Kind bis zum 3.Geburtstag die Körpertemperatur immer rektal.
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  • Fieber

Dein Baby kann sich nicht mitteilen, ob ihm zu warm oder zu kalt ist. Dennoch wirst du schnell ein Gefühl dafür entwickeln, wann dein Kind mehr und wann weniger Wärme benötigt.

Welche Körpertemperatur hat mein Baby normalerweise?

Im Körper deines Babys ist am Beginn so einiges los. Nie wieder wird es sich so schnell entwickeln wie in den ersten Monaten. Die körpereigene Temperaturregelung ist davon nicht ausgenommen. Die normale Temperatur deines Babys liegt zwischen 36,5 und 37,5 Grad, ist mitunter etwas höher als bei älteren Kindern und Erwachsenen.

Die Körpertemperatur kann stark schwanken, besonders in den ersten Monaten, und fällt manchmal höher oder niedriger als der angegebene Rahmen aus. Es ist zudem normal, dass die Körpertemperatur im Laufe des Tages schwankt – sie ist abends höher als morgens. Selbst wenn du vereinzelt höhere oder niedrigere Temperaturen misst, solltest du dir keine Sorgen machen.

Spielt die Umgebungstemperatur eine Rolle für mein Baby?

Gerade kurz nach der Geburt spielt die Umgebungs- und Raumtemperatur für dein Baby eine große Rolle. In einem kalten Raum kühlt der kleine Körper schnell aus, umgekehrt wird deinem Baby schnell zu warm in einer wärmeren Umgebung oder wenn es zu warm eingepackt ist. Eine angenehme, konstante Raumtemperatur bei 20 bis 22 Grad und passende Kleidung für den Spaziergang an der frischen Luft sind gerade am Anfang wichtig. Eine Wärmflasche im Kinderbett vor dem Zubettgehen und natürlich das Kuscheln halten dein Baby jederzeit warm. Später darf es nachts im Raum ruhig ein paar Grad kühler sein, wenn dein Baby entsprechend eingehüllt ist.

Wie erkenne ich eine zu niedrige Körpertemperatur?

Du erkennst schnell mit einer Berührung, ob dein Baby zu kalt ist. Gerade an den Füßchen und Händen lässt sich schnell feststellen, ob das Baby vielleicht Wärme braucht. Beispielsweise beim oder nach dem Babyschwimmen kann dein Baby blaue Lippen oder ein bläuliches Gesicht bekommen. Das sieht erschreckend aus, ist aber harmlos. Wenn du es schnell in eine Decke hüllst und an dich drückst, kommt die Wärme zügig wieder in den kleinen Körper zurück.

Wie erkenne ich Fieber?

Zuerst: Fieber zeigt an, dass die Abwehrkräfte im Körper aktiv sind. Fieber ist an sich nichts Schlechtes, sondern Symptom für die Bekämpfung einer Infektion. Du erkennst Fieber schnell mit einer Berührung: Dein Baby wird in den meisten Fällen schwitzen. Zur Sicherheit kannst du mit einem Thermometer die Temperatur messen. Die genauesten Ergebnisse liefert eine Messung im Po.

Wann muss ich mit meinem fiebrigen Baby zum Arzt?

Hat dein Kind erhöhte Temperatur und ist ansonsten putzmunter, musst du nicht unbedingt zum Arzt. Hält das Fieber mehr als ein Tag an, ist ein Arztbesuch angebracht. Geht es deinem Baby auch sonst nicht so gut, ist natürlich direkt ein Besuch beim Arzt Pflicht. Grundsätzlich solltest du beachten: Umso jünger dein Baby, desto eher ist ein Arztbesuch angebracht. Vorsichtshalber solltest du in den ersten Lebensmonaten deines Babys selbst bei leicht erhöhter Temperatur zum Arzt gehen.

Was kann ich bei Fieber meines Babys tun?

Einfache Maßnahmen sind leichtere Kleidung (keinesfalls schwitzen lassen!), ein kühlerer Raum oder ein lauwarmes Bad. Sei vorsichtig mit Wadenwickeln, die sind nicht immer gut. Am Wichtigsten ist es, viel zu trinken. Dein Baby braucht viel Flüssigkeit. Der Arzt verschreibt gegebenenfalls fiebersenkende Mittel. Verabreiche nicht ohne ärztliche Meinung selbst Medikamente, erst recht keine für Erwachsene!

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Kinder entwickeln deutlich häufiger Fieber als Erwachsene. Schon bei harmlosen Infekten erhöht sich bei ihnen die Körpertemperatur. Aber auch eine vermehrt körperliche Aktivität, wie sie typisch für Kinder ist, erhöht die Temperatur. Fieber im Rahmen von Erkrankungen ist keine Krankheit, sondern eine Schutzreaktion des Körpers. Die Temperaturerhöhung bewirkt, dass der Körper seine Abwehrkräfte mobilisiert und gegen die verschiedensten Krankheitserreger aus eigener Kraft vorgeht. Viren und Bakterien können sich bei Fieber nämlich schlechter vermehren als bei normaler Körpertemperatur. Wenn ein Kind fiebert, so hilft es sich quasi erst einmal selbst.

Wann leidet ein Kind unter Fieber?

Gesunde Kinder haben eine Körpertemperatur zwischen 36,5° und 37,5° Celsius. Liegt die Temperatur zwischen 37,6 und 38,5° Celsius, hat das Kind erhöhte Temperatur. Ab 38,5° Celsius spricht man von Fieber, über 39,5° Celsius hat das Kind hohes Fieber.
Die Körpertemperatur schwankt je nach Tageszeit. Morgens ist die Temperatur meist niedriger als in den frühen Abendstunden. Bei Kindern, die viel herumtoben und körperlich aktiv sind, ist die Körpertemperatur oftmals am Abend erhöht.

Wie kann man feststellen, dass ein Kind Fieber hat?

In den meisten Fällen merkt man dem Kind schon rein äußerlich an, dass es Fieber hat. Das Gesicht ist heiß und gerötet, die Augen wirken müde, die Haut am Körper kühl und blass. Manche Kinder sind bei Fieber quengelig und haben kaum Appetit. Besteht der Verdacht auf Fieber, sollte umgehend die Körpertemperatur gemessen werden. Um einen genauen Wert zu erhalten, sollte man die Körpertemperatur im Po (rektal) messen. Zum Fieber messen ist ein digitales Thermometer am besten geeignet.

Wann sollte Kontakt mit dem Kinder- und Jugendarzt aufgenommen werden?

Ein Kinder- und Jugendarzt sollte unbedingt aufgesucht bzw. gerufen werden

  • bei einem Kind, das jünger als drei Monate ist, sollten Eltern bereits ab einer Körpertemperatur von 38°C den Kinder- und Jugendarzt aufsuchen.
  • bei einem älteren Kind mit Temperaturen oberhalb von 39° C
  • bei Fieber, das länger als drei Tage anhält
  • bei jedem Fieber, bei dem der Allgemeinzustand des Kindes stark beeinträchtigt ist
  • wenn das Kind keine Flüssigkeit oder Nahrung mehr annimmt
  • wenn weitere Krankheitszeichen wie Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Hautausschlag usw. hinzukommen
  • wenn ein Fieberkrampf auftritt
  • trotz wirksamer fiebersenkender Maßnahmen das Kind weiterhin deutlich beeinträchtigt ist

Was sollte man bei Fieber tun?

Hat das Kind Fieber, sollte man regelmäßig (3-mal täglich) die Temperatur messen und sich die Werte notieren. Bei einer leicht erhöhten Temperatur bedarf es noch keiner fiebersenkenden Maßnahmen. Erst ab einer Körpertemperatur von 39° Celsius kann an fiebersenkende Maßnahmen gedacht werden, wenn gleichzeitig der Allgemeinzustand reduziert ist.
Einfache Maßnahmen sind:

  • Wadenwickel
  • feuchter, lauwarmer Waschlappen auf die Stirn
  • viel trinken, damit der Körper nicht austrocknet
  • Bettwäsche, Handtücher etc. häufig wechseln

Fiebersenkende Medikamente sind

  • Paracetamol (meist in Form von Zäpfchen, auch als Saft; Dosierung vom Kinder- und Jugendarzt erfragen). Mehr als zwei Dosen pro Tag sind nicht empfehlenswert. Höhere Dosierungen sollten mit dem Kinder- und Jugendarzt abgesprochen werden.
  • Ibuprofen (meist als Saft, aber auch als Zäpfchen verabreichbar. Dosierung vom Kinder- und Jugendarzt erfragen). Mehr als zwei Dosen pro Tag sind nicht empfehlenswert. Höhere Dosierungen sollten mit dem Kinder- und Jugendarzt abgesprochen werden.

Hilfe! Mein Baby hat Fieber

Wenn dein Baby Fieber hat, ist das meist ein Anzeichen für einen Infekt. Im Unterschied zu Erwachsenen, wird Fieber bei den Kleinen anders eingeteilt und meist auch früher behandelt. Doch wie kommt es eigentlich zu der erhöhten Temperatur? Diese Frage und weitere Infos über Fieber behandeln wir in diesem Artikel.

Ab wann hat ein Baby Fieber?

Fieber bezeichnet eine erhöhte Körpertemperatur. Allerdings ist nicht jede Erhöhung gleich Fieber. Die Körpertemperatur schwankt im Laufe des Tages natürlich. Am Morgen ist sie am niedrigsten und abends am höchsten. Meist schwankt sie zwischen 36,5 und 37,5 Grad Celsius. Etwas höher kann sie steigen, wenn dein Kind viel herumtollt, läuft oder gerade in der Sonne war. Hierbei handelt es sich um eine leichte Erhöhung der Temperatur, die nach einer Ruhephase wieder in den Normbereich abflacht.

Von Fieber spricht man, wenn sich die Körpertemperatur erhöht, weil das Immunsystem gegen Krankheitserreger kämpft. Doch ab wann spricht man bei Babys von Fieber? Ab einer Temperatur von 38,0 Grad Celsius gilt dieser Wert bei Babys unter 3 Monaten als Fieber. Bei älteren Kindern und Erwachsenen spricht man hier von leichtem Fieber.

In dieser Fiebertabelle haben wir dir die verschiedenen Temperaturen in die Fieberphasen eingeteilt:

Fieber Tabelle Baby

0 – 3 Monate Normaltemperatur 36 – 37 Grad Celsius
0 – 3 Monate Leichtes Fieber ab 38 Grad Celsius
0 – 3 Monate hohes Fieber ab 38,5 Grad Celsius
3 – 36 Monate Normaltemperatur 36 – 37 Grad Celsius
3 – 36 Monate Leichtes Fieber ab 37,5 Grad Celsius
3 – 36 Monate Fieber ab 38,5 Grad Celsius
3 – 36 Monate Hohes Fieber ab 39 Grad Celsius
ab 36 Monate Normaltemperatur 36 – 37 Grad Celsius
ab 36 Monate Leichtes Fieber ab 38 Grad Celsius
ab 36 Monate Fieber ab 38,5 Grad Celsius
ab 36 Monate Hohes Fieber ab 39,5 Grad Celsius

Fieber Tabelle Kind

Normaltemperatur 36-37 Grad Celsius
Erhöhte Temperatur 37-38 Grad Celsius
Fieber ab 38 Grad Celsius
Hohes Fieber bei Kindern ab 40 Grad Celsius
Hohes Fieber bei Erwachsenen ab 39 Grad Celsius

Wie reagiert der Baby Körper bei Fieber?

Wie bei Erwachsenen gibt es auch bei Kindern und Babys Anzeichen für Fieber. Sie lassen sich in 2 Kategorien einteilen: optische und körperliche Anzeichen.

Optische Fieber Symptome

Babys können sich noch nicht verbal äußern, wenn es ihnen nicht gut geht. Deshalb ist es wichtig, dass du optische Veränderungen bei deinem Kleinen möglichst früh erkennst.

Fieber bei Säuglingen zeigt sich durch blasse Haut im Gesicht, zusammen mit roten Bäckchen und teilweise auch einer geröteten Stirn. Zudem zeigen sich oft Schweißperlen auf der Stirn, im Nacken oder auch durchnässte Kleidung. Manche Babys bekommen auch Augenringe und sind weniger agil als sonst. Wenn du diese Symptome bei deinem Kleinen beobachtest, solltest du die Temperatur messen.

Körperliche Anzeichen von Fieber bei Kindern

Wenn dein Kind erhöhte Temperatur hat und bereits reden kann, wird es zudem über Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost oder Schwitzen klagen. Auch Fieber bei Kleinkindern kann sich in Schüttelfrost äußern. Dieses Symptom kannst du beobachten, wenn dein Kleines stark zittert, obwohl die Zimmertemperatur warm genug wäre. Auch bei diesen Anzeichen solltest du zeitnah Fieber messen.

Zudem werden die fiebernden Kinder oft sehr unruhig, weinerlich und anhänglich. Das kann ein Anzeichen für steigende Temperatur oder eine anstehende Erkrankung sein.

Es gibt auch Kleinkinder, die Fieber ohne Symptome haben. Hier bemerkst du häufig, dass sich die Haut deines Kleinen wärmer anfühlt als gewöhnlich.

Wie messe ich die Baby Temperatur richtig?

Zum Fiebermessen bei Babys und Kindern eignen sich mehrere Körperstellen gut. Die genauesten Fieberwerte bekommst du bei der Messung im Po. Hierzu benötigst du ein digitales oder analoges Fieberthermometer. Dieses führst du etwa 1 bis 1,5 Zentimeter in den Po deines Kleinen ein und wartest die Messzeit ab. Bei digitalen Thermometern dauert es nur wenige Sekunden. Bei analogen Modellen dauert es wenige Minuten. Das könnte bei Babys schwierig sein.

Wenn dein Kind größer ist, kannst du auch im Ohr die Körpertemperatur messen. Hierzu gibt es Ohrthermometer, die mit Infrarotstrahlen die Temperatur ermitteln. Hierbei muss es genau positioniert sein, damit du die exakte Fieber Temperatur ablesen kannst. Fieber bei Neugeborenen solltest du damit nicht messen, da ihre Ohren für den Messsensor noch zu klein sind und deshalb falsche Werte ermittelt werden könnten.

Fieber bei Kleinkindern kannst du zudem im Mund, in den Achseln oder an der Stirn messen. Für die Messung im Mund oder in den Achseln eignen sich digitale oder analoge Fiebermesser. Zu dem ermittelten Wert in der Achsel solltest du noch etwa 0,5 Grad Celsius dazurechnen, damit du ein genaues Ergebnis erhältst. Denn an dieser Körperstelle misst du die Temperatur der Hautoberfläche und nicht die des Körperkerns.

Bei der oralen Messung ist es wichtig, dass der Messsensor möglichst weit in Richtung Rachen und unter der Zunge liegt. Andererseits können auch hier Messungenauigkeiten entstehen.

Auch mit einem Stirnthermometer kannst du bei deinem Kind Fieber messen. Bei manchen Modellen gelingt das sogar ohne Hautkontakt. Hier kommt es darauf an, dass du die richtigen Messorte wählst, damit die Fieberwerte aussagekräftig sind. Diese Thermometer arbeiten wie die Ohrthermometer mit Infrarot. Es gibt auch Kombinationsmodelle, die du sowohl für das Ohr als auch die Stirn verwenden kannst.

Warum Fieber bei Kindern auch gut ist

Fieber bei Säuglingen und Kindern kann per se nicht gleich als schlecht bezeichnet werden. Das kommt daher, dass es eine wichtige Reaktion des Körpers ist. Damit sorgt er dafür, dass das Immunsystem effizienter arbeiten kann und so Erreger besser angegriffen und vernichtet werden. Deshalb ist Fieber eines der ersten Symptome, wenn eine Erkrankung auszubrechen droht. Mit der erhöhten Temperatur bei Kindern können also Krankheiten schneller vorüberziehen.

Doch dieser positive Effekt gilt nur bis zu einer gewissen Grenze, denn hohes Fieber bei Kindern kann auch gefährlich werden.

Ab wann wird Fieber für Babys gefährlich?

Ab wann die erhöhte Temperatur bei Kindern gefährlich wird, hängt davon ab, wie alt dein Kleines ist. Denn die Fieberwerte sind nicht in jedem Alter gleich. Bei Babys unter 3 Monaten gilt eine Temperatur über 38,0 Grad Celsius bereits als Fieber. Bei älteren Kindern beginnt Fieber erst bei 38,5 Grad Celsius.

Das Immunsystem bei Säuglingen ist noch nicht stark und kann trotz der erhöhten Temperatur nicht alle eindringenden Krankheitserreger stoppen. Gefährlich wird plötzlich hohes Fieber ab 41 Grad. Ab dieser Temperatur können sich Lücken in den Blutgefäßen bilden. Durch dieses dringt Wasser aus dem Blut in das Gewebe, sodass es aufquillt. Auch im Gehirn kommt es zu diesem Phänomen, sodass ein Hirnödem möglich ist, welches unbehandelt lebensgefährlich werden kann. Deshalb ist es so wichtig, dass du regelmäßig Fieber misst und ab spätestens 40 Grad Fieber bei einem Kleinkind fiebersenkende Mittel verabreichst. Beachte dabei auch den Allgemeinzustand deines Kindes, um abzuschätzen, ab wann Fiebersenker oder ein Arzt nötig werden.

Was tun bei einem Baby Fieberkrampf?

Besonders bei stark schwankenden Fieberschüben ist das Risiko für einen Fieberkrampf erhöht. Hierbei handelt es sich um eine neurologische Reaktion auf die erhöhte Temperatur bei deinem Baby. Bei diesem fängt dein Kleines an zu krampfen. Es wird kurzzeitig bewusstlos und die Arme und Beine fangen zu zucken an. Es gibt auch schlaffe Fieberkrämpfe, bei welchen Arme und Beine schlaff sind und dein Baby kurz das Bewusstsein verliert.

Oft kommt es dabei zu Atemnot, sodass sich die Lippen deines Kindes bläulich verfärben. In den meisten Fällen geht dieser Fieberkrampf nach einigen Minuten selbstständig wieder vorbei. Danach kann sich dein Kleines meist nicht mehr an das Ereignis erinnern. Normalerweise bleiben auch keine Schäden zurück. Bemerkst du einen solchen Krampf das erste Mal bei deinem Baby, wirkt das bestimmt sehr befremdlich und gefährlich auf dich. Doch das Wichtigste dabei ist, dass du in dieser Ausnahmesituation ruhig bleibst und alles im Blick hast.

Am liebsten würdest du alles auf einmal tun, damit es deinem Kleinen wieder gut geht. Zuerst jedoch solltest du dich vergewissern, dass keine gefährlichen Gegenstände um dein Baby herum sind, mit denen es sich verletzen könnte. Ruf parallel dazu den Notruf an, damit so schnell wie möglich ein Notarzt kommt. Es ist wichtig, dass er dein Kleines nach dem Ereignis untersucht und sicherstellt, ob alles okay ist und keine bleibenden Schäden bleiben. Zudem kann er ein Notfallmedikament verabreichen, falls der Krampf nicht von selbst aufhört.

Stelle zudem sicher, dass die Atemwege frei sind, damit dein Kleines genügend Luft bekommt. Wenn es beim Fieberkrampf erbricht, solltest du dein Kind in die stabile Seitenlage bringen. So stellst du sicher, dass es sich daran nicht verschlucken kann. Auch wenn du beim Anfall viele Gedanken hast, solltest du die Uhr im Blick haben, damit du später dem Arzt sagen kannst, wie lange der Fieberkrampf dauerte.

Miss nach dem Krampfen die aktuelle Körpertemperatur und senke das Fieber. Achte jedoch darauf, dass dein Baby dabei wieder bei vollem Bewusstsein ist, damit es sich am Medikament oder beim Trinken nicht verschluckt. Direkt im Fieberkrampf solltest du ihm weder Essen noch Trinken oder orale Medikamente verabreichen.

Die meisten Kinder, die einen oder mehrere Fieberkrämpfe hatten, entwickeln sich völlig normal weiter und haben keine bleibenden Schäden. Bei manchen Babys treten die Krämpfe gehäuft auf.

Erste Hilfe bei einem Fieberkrampf

  • Sicher stellen, dass die Atemwege frei sind
  • Kleidung lockern
  • Nichts zu essen und zu trinken geben
  • Fieber senkendes Zäpfchen geben
  • Damit Erbrochenes nicht in die Lunge gelangen kann, das Kind in die stabile Seitenlage bringen
  • Den Notarzt konsultieren

Fieber nach einer Impfung

Manchmal tritt Fieber nach einer Impfung bei Babys auf. Das kommt daher, dass sich das Immunsystem mit den Erregern im Impfstoff auseinandersetzt. Erhöhte Temperaturen oder Fieber zählen laut RKI zu den unerwünschten Wirkungen nach der Impfung. Dadurch können weitere Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl auftreten.

Allerdings besteht meistens kein Grund zur Sorge. Die Symptome treten etwa 1 bis 3 Wochen nach der Impfung mit Lebendimpfstoffen auf. Bei Totimpfstoffen tritt das Fieber meist schon nach 6 bis 8 Stunden auf. In den meisten Fällen haben Babys dabei 2 bis 3 Tage Fieber, welches von allein wieder sinkt.

Fieber nach einer Impfung ist eine häufige Begleiterscheinung

Fieber, wenn Babys zahnen

Manche Babys entwickeln Fieber, wenn sie zahnen. Die Temperatur sollte dabei nicht über 38,0 Grad Celsius ansteigen. Wird sie dennoch höher, ist es wahrscheinlich, dass sich zum Zahnen eine Infektion anbahnt.

Gegen das Baby Fieber beim Zahnen kannst du deinem Kleinen mit kühlen Beißringen oder kühlen, feuchten Waschlappen Linderung verschaffen. Diese sorgen dafür, dass die Temperatur etwas sinkt und verringern zugleich den Schmerz und den Druck. Achte jedoch darauf, dass diese Helferlein nicht zu kalt sind. Sie sollten etwa Zimmertemperatur haben. Hat das Kind große Schmerzen, so kann auch ein schmerzstillender Fiebersaft kurzfristig helfen.

Baby Fieber: Ab wann zum Arzt?

Wann du mit deinem fiebernden Kind zum Arzt oder gar ins Krankenhaus musst, kommt darauf an, wie hoch das Fieber ist, wie lange es bereits besteht und wie alt dein Kleines ist.

Bei Säuglingen bis zu 3 Monaten solltest du bereits ab einer Körpertemperatur von 38,0 Grad Celsius zum Kinderarzt. Bei Kindern ab 4 Monaten solltest du zum Arzt, wenn das Fieber länger als 3 Tage anhält. Zudem spielt auch der Allgemeinzustand deines Kindes eine Rolle. Wenn dein Kleinkind Fieber ohne Symptome hat, musst du nicht zwingend zum Arzt, außer es hält über Tage hinweg an. Wenn dein Kind mit leichtem Fieber matt, benommen und antriebslos ist, ist es sinnvoll auch schon vor der 3-Tages-Grenze zum Arzt zu gehen.

Manche Kinder möchten bei Fieber nicht mehr trinken, weil sie zu schlapp dafür sind. Auch hier solltest du schnell zum Arzt, da genügend Flüssigkeit bei erhöhten Temperaturen wichtig ist. Auch wenn das Fieber bei deinem Baby trotz fiebersenkender Maßnahmen oder Medikamenten nicht sinkt, oder gleich danach immer wieder ansteigt, solltest du den Kinderarzt aufsuchen.

Baby Fieber: Wann ins Krankenhaus?

Auch das Krankenhaus kann wegen Fieber manchmal nötig sein. Vor allem, wenn dein Kleines stark schwankende Fieberschübe oder einen Fieberkrampf hat. Im Krankenhaus gibt es dazu mehr Untersuchungsmöglichkeiten, weshalb du in diesen Fällen direkt dorthin kannst. Das Krankenhaus solltest du auch aufsuchen, wenn dein Kleines sehr hohes Fieber, ab 40 Grad, hat.

Grundsätzlich gilt, dass du dein Kind am besten kennst. Wenn du das Gefühl hast, dass irgendwas nicht stimmt, das Fieber nicht sinkt, sondern immer höher steigt, solltest du lieber einmal zu viel zum Arzt als einmal zu wenig. Wenn du dir sorgen um dein Kind machst, dann lass es lieber untersuchen.

Viraler oder Bakterieller Infekt beim Baby?

Viren und Bakterien sind die häufigsten Erreger, die Fieber verursachen. Allerdings rufen sie nicht die gleichen Symptome oder den gleichen Fieberverlauf hervor.

Bei bakteriellen Infektionen entwickelt dein Kleines meist Fieber über 38,5 Grad Celsius. Damit möchte das Immunsystem die Bakterien abtöten und so die Erkrankung verhindern. Meist kommt es dabei noch zu weiteren Krankheitssymptomen wie Schmerzen. Bakterien lassen sich durch Antibiotika schnell eindämmen. Beachte dabei, dass es bereits antibiotikaresistente Bakterien gibt, die durch herkömmliche Mittel nicht mehr bekämpft werden können. Sollte ein Antibiotikum nicht anschlagen, halte Rücksprache mit einem Arzt.

Bei einer Virusinfektion steigt das Fieber in der Regel nicht über 38,5 Grad Celsius. Neben der erhöhten Temperatur kommt es zu starken Krankheitssymptomen. Virusinfektionen lassen sich nur symptomatisch behandeln. Die Ursache, die Viren, kann man in der Regel nicht bekämpfen. Ein Virus muss also ausgestanden werden. Dafür können jedoch die Symptome, wie Schnupfen oder Schmerzen, abgemildert werden. Antibiotika bringen hier wenig.

In der Praxis lassen sich die unterschiedlichen Krankheitsverläufe nicht oder nur schwer auseinander halten, sodass nur ein Bluttest oder ein Abstrich beim Arzt Klarheit bringen kann. Zumal sich auf virale Infektionen auch Bakterien zugesellen können.

Bei bakteriellen und viralen Infekten ist es meist sinnvoll, das Fieber nicht sofort zu senken und damit dem Körper die Chance zu geben, die Erreger selbstständig abzuschwächen. Beachte hierbei die Grenzwerte und den Allgemeinzustand.

Hausmittel zur Fiebersenkung bei Babys

Wenn du das Fieber deines Babys senken möchtest, muss es nicht gleich ein Zäpfchen oder eine Tablette sein. Hausmittel senken die erhöhte Temperatur sanft und ohne Nebenwirkungen. Doch welche Hausmittel gibt es?

Am bekanntesten sind Wadenwickel. Hier wickelst du kühle, nasse Handtücher oder Mullwindeln um die Waden deines Kleinen. Sie sollten etwa 1 bis 2 Grad kühler sein als die Körpertemperatur. Diese feuchten Tücher lässt du so lange um die Waden geschlungen, bis sie so warm sind wie die Haut deines Kindes. Anschließend erneuerst du sie und lässt sie dieses Mal etwa 10 Minuten auf der Haut. Anschließend erneuerst du sie ein weiteres Mal und lässt sie etwa 20 bis 30 Minuten um die Waden geschlungen.

Damit das Kinderbett oder die Couch nicht zu nass werden, kannst du um die feuchten Handtücher ein trockenes wickeln und unter die Waden ein weiteres trockenes Handtuch legen. Sinnvoll ist es, wenn du währenddessen bei deinem Kleinen bleibst. Denn wenn es anfängt zu frieren, solltest du die Behandlung mit den Wadenwickeln abbrechen.

Die Wadenwickel solltest du nicht anwenden, wenn die Beine deines Kindes kalt sind oder es gerade Schüttelfrost hat.

Bei Babys kannst du statt Wadenwickel auch Bauchwickel anwenden oder sie mit einem feuchten Waschlappen kühlen. Auch diese Methoden solltest du nur durchführen, wenn dein Baby gerade keinen Schüttelfrost oder kalte Beine oder Arme hat.

Doch ab wann sollte das Fieber bei Babys gesenkt werden? Wenn dein Kind unter 3 Monate alt ist, solltest du bereits bei Fieber um 38,0 Grad Celsius zum Arzt. Ist dein Kleines älter, kannst du ab 38,5 bis 39,0 Grad Celsius mit dem Fiebersenken anfangen.

Ab wann Fieber beim Baby mit Fiebermitteln senken?

Wenn das Fieber durch die Hausmittel nicht gesunken ist oder bereits beim Messen mit dem Fieberthermometer über 39,0 Grad Celsius gestiegen ist, kannst du fiebersenkende Mittel verabreichen. Sie gibt es als Saft, Tabletten und Zäpfchen. Ab wann Zäpfchen bei Fieber für dein Baby sinnvoll sind, erfährst du bei deinem Kinderarzt. Diese Darreichungsform ist sehr beliebt, da sie zügig wirken und nicht geschluckt werden müssen. Bei Kindern lässt sich das Fieber auch gut durch Fiebersaft senken.

Welches Präparat in welcher Dosierung für dein Kleines geeignet ist, erfährst du bei deinem Kinderarzt, in der Apotheke oder auch im Beipackzettel. Dort erfährst du auch, wie oft am Tag du es deinem Kind verabreichen darfst. Fiebersenkende Mittel dürfen meist nur über einen kurzen Zeitraum (meist an die 3 Tage) genutzt werden. Besteht das Fieber dann noch immer, konsultiere bitte deinen Kinderarzt.

Was kann ich bei Fieber für mein Baby tun?

Wenn dein Baby Fieber hat, benötigt es besonders viel Zuneigung und Pflege. Fieber geht häufig mit Symptomen der Abgeschlagenheit einher. Deshalb ist Bettruhe für dein Kind in dieser Zeit wichtig. Tröstende Streicheleinheiten können zusätzlich das Wohlbefinden steigern. Achte darauf, dass dein Kleines ausreichend trinkt. Vor allem durch das Schwitzen bei Fieber verliert es hohe Mengen an Flüssigkeit, die es auszugleichen gilt. Biete ihm leichte Kost an, die es gut verdauen kann und nicht zu schwer im Magen liegt. Wechsele zudem nasse Kleidung und Bettwäsche zügig, damit sich dein Baby jederzeit wohlfühlt.

Wichtig ist auch, dass du die Temperatur regelmäßig überprüfst. Vor allem dann, wenn du fiebersenkende Maßnahmen eingeleitet hast. Doch wie oft soll man das Fieber bei Babys messen? Grundsätzlich solltest du bei Fieber morgens nach dem Aufwachen messen. Hier ist die Temperatur am niedrigsten. Etwa 30 bis 45 Minuten nachdem du ein Zäpfchen verabreicht oder Wadenwickel angewendet hast, solltest du kontrollieren, ob sich das Fieber verändert hat. Auch bei Schüttelfrost oder bei einem Fieberkrampf solltest du noch einmal nachmessen.

Außer in der Phase des Schüttelfrosts solltest du dein Kleines nicht zu warm einpacken. Decke es leicht zu und achte darauf, dass es so angenehm wie möglich liegt. Wenn es schwitzt, decke es lieber leichter zu, aber so, dass es nicht friert. Bei Schüttelfrost kannst du es dicker einpacken. Jedoch sollte es dadurch nicht zu schwitzen anfangen.

Babys entwickeln zur Krankheitserreger-Abwehr Fieber. Hierdurch wird das Immunsystem angeregt, noch effektiver zu arbeiten und die Erreger zu besiegen. Jedoch sollte die Körpertemperatur nicht zu sehr ansteigen, da es sonst gefährlich werden kann. Neben Fieber treten noch weitere Krankheitssymptome auf, sodass dein Baby in dieser Zeit besondere Aufmerksamkeit benötigt. Du kannst es dabei unterstützen, indem du fiebersenkende Mittel verabreichst, viel zu trinken anbietest und regelmäßig Fieber misst. Dein Kinderarzt kann dir zudem Mittel und Medikamente empfehlen und genau dosieren, damit du dein Kleines gut behandeln kannst. Sobald das Fieber länger andauert oder immer höher steigt, solltest du zum Arzt gehen und die genaue Ursache untersuchen lassen.

Achtung! Dies sind keine medizinischen Informationen, sondern allgemeine Tipps rund um Fieber bei Babys und Kindern. Wenn du dir über dein Kleines Sorgen machst, suche bitte einen Kinderarzt auf oder gehe ins Krankenhaus.

In meinem Lebenslauf finden sich neben dem Abschluss eines wirtschaftlichen Studiums auch Stationen im Bereich Marketing und Kommunikation. Als mein Kind zur Welt kam, eröffnete sich ein neues Universum. Selbst erschlagen vom Angebot für Eltern und ihre Kinder, hätte ich mir oft einfache Entscheidungshilfen gewünscht. Zusammen mit dem Team von babysicherheit24.de beschäftige ich mich eingehend mit der Materie. Mein Wissen und meine Erfahrungen der letzten 8 Jahre Elternschaft möchte ich nun mit unseren Lesern teilen.

Fieberphasen

Fieberanstieg – Stadium incrementi

– Der Sollwert im Temperaturregulationszentrum ist erhöht

– Verstärkte Muskelarbeit und Stoffwechselaktivität steigern die Wärmebildung

– Je tiefer die aktuelle Körpertemperatur unter dem Sollwert liegt, umso intensiver ist die Muskelarbeit – es kommt zum Schüttelfrost

– Beschleunigung und stärkere Belastung von Kreislauf und Atmung

– Fieberkrämpfe bei Säuglingen und Kleinkindern

o Zwischen 6 Monaten und 5 Jahren

o Bei schnellem Fieberanstieg über 39°C

o Generalisierte tonisch-klonische Krämpfe (Angespannt-rhythmisch zuckend)

o Hatte das Kind schon mal einen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, erneut einen zu bekommen

o Das Kind ist bewusstlos und hört auf zu atmen

o Sturz- und Verletzungsgefahr

o Kann bis zu mehrere Minuten dauern

o Hört schlagartig wieder auf, das Kind ist verwirrt

o Ein nicht enden wollender Fieberkrampf kann tödlich enden – Notarzt

o Hatte das Kind bereits einen Fieberkrampf, werden Fiebersenkende Maßnahmen und Medikamente bereits ab 38°C angeordnet, außerdem wird auch ein krampflösendes Mittel angeordnet

– Pflege im Fieberanstieg

o Entlastung des Körpers durch Wärmezuführung von außen oder Verhinderung unnötiger Wärmeverluste

o Patienten zudecken, wärmer anziehen

o Heizdecke oder Wärmflaschen einsetzen

o Heiße Getränke anbieten, wenn der Patient nicht zu sehr zittert

– Pflegemaßnahmen bei Schüttelfrost

o Wärme zuführen

o Patienten vor Verletzungen schützen

o Beim Patienten bleiben

o Blutdruck- oder Temperaturkontrollen unterlassen, solange der Patient stark zittert

o Den Arzt informieren, eventuell werden Blutkulturen abgenommen

– Ende des Fieberanstiegs

o Der Patient friert nicht mehr

o Er hört auf zu zittern

o Die Haut fühlt sich warm an

o Entfernung der Wärmequellen

o Patient nur noch leicht zudecken


Fieberhöhe – Fastigium

– Die Temperatur steigt nicht weiter

– Wärmebildung und Stoffwechselaktivität bleiben auf erhöhtem Niveau, beschleunigte Atmung und Puls, erhöhter Kalorienbedarf

– Erhöhter Flüssigkeitsverlust, Gefahr der Austrocknung

– Starke Schwäche, Immobilität

– Appetitlosigkeit

– Ausgeprägtes Krankheitsgefühl

– Schwitzen

– Belastung des Abwehrsystems

– Kein Schüttelfrost mehr

– Halluzinationen / Fieberdelirium bei langanhaltendem hohem Fieber über 39°C mit Unruhe, Sinnestäuschungen, Phantasieren – Arzt rufen und Fieber senken

– Erhöhte Gefahr von Thrombose, Obstipation, Pneumonie, Dekubitus

– Pflege in der Fieberhöhe

o Fieber ist ein Symptom – die körpereigenen Abwehrmechanismen können bei erhöhter Körpertemperatur besser funktionieren

o Senken des Fiebers bei hohen Temperaturen, um Kreislaufkomplikationen oder Fieberkrämpfe zu verhüten, besonders bei hochgradiger Herzinsuffizienz und Kleinkindern

o Bei unbekannter Ursache des Fiebers bei Säuglingen und Kleinkindern immer auf die Bewusstseinslage, das Trinkverhalten, die Hautfarbe und eventuelle Einblutungen der Haut achten

o Regelmäßige Kreislauf- und Temperaturkontrollen

o Auf Zeichen einer Exsikkose / Dehydrierung achten

o Flüssigkeitshaushalt bilanzieren

o Flüssigkeitsverluste ersetzen, Getränke anbieten

o Leicht verdauliche, vitaminreiche Kost reichen (Obst, Joghurt, Quarkspeisen, Zwischenmahlzeiten)

o Auf regelmäßigen Stuhlgang achten – Obstipation vermeiden

o Zimmer ruhig halten, eventuell abdunkeln

o Prophylaxen je nach Gefährdung durchführen

o Maßnahmen zur Fiebersenkung

o Kühlung anbieten, leichte Kleidung


Fieberabfall – Stadium decrementi

– Absinken des Sollwertes mit darauffolgender verstärkter Wärmeabgabe

– Lysis: Langsamer Fieberabfall über mehrere Tage, meist gut verträglich

o Schweiß ist warm und großperlig

o Atmung und Puls normalisieren sich

– Krisis: Schneller Temperaturabfall innerhalb weniger Stunden mit Schweißausbrüchen und hoher Kreislaufbelastung – Gefahr des Kreislaufversagens

o Meist durch Antibiotikagabe

o Massiver kalter, kleinperliger, klebriger Schweiß

o Unbehagen

o Hoher Flüssigkeitsverlust und Durst

– Pflege im Fieberabfall

o Erhöhte Dekubitus- und Intertrigogefahr durch starkes Schwitzen – Sorgfältige Durchführung der Prophylaxen

o Regelmäßiger Kleidungswechsel, wenn diese feucht ist

o Regelmäßige Überwachung von Temperatur, Puls, Blutdruck

o Nur langsame Aktivierung des Patienten, besondere Vorsicht bei der Mobilisation – Gefahr eines Zusammenbruchs

Erschöpfungsschlaf

– Regeneration durch Schlaf

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Autor/in: Cordula

Körpertemperatur

Def. = Körpertemperatur ist eine Wärmezustand unseres Körpers

  • Mensch gehört zu den gleichwarmen (homoithermen) Lebewesen
  • Körpertemperatur bleibt auch bei wechselnder Umgebungstemperatur konstant bei 37°C
  • Schwankungen von +/- 0,5°C sind normal, z. B.
  • Im Laufe des Tages (Höchstpunkt abends um 17 Uhr, Tiefpunkt frühe Morgenstunden während des Schlafes)
  • Menstruation, nach Eisprung um + 0,5 °C
  • Im Klimakterium
  • Erregung, Sport
  • Körperkerntemperatur ist die Temperatur in den Körperhöhlen “ Kopf, Brustraum, Bauchraum
  • Die Temperatur der Extremitäten und der Haut nennt man Oberflächentemperatur (Schalentemperatur) Sie schwankt je nach Umgebungstemperatur (bis zu 10°C)
  • Körpertemperatur ist eine dynamische Größe

Regulation:

Körpertemperatur wird durch Wärmebildung und Wärmeabgabe konstant gehalten

Reguliert wird dieser Vorgang im Wärmeregulationszentrum (WRZ) des Hypothalamus, einem Teil des Zwischenhirns

Informationen an den Hypothalamus erfolgen über Wärme- und Kälterezeptoren (Thermorezeptoren), die über und im ganzen Körper verteilt sind

WRZ vergleicht den Ist-Wert durch die Thermorezeptoren mit den Sollwert und es werden evtl. nötige Maßnahmen Wärmeabgabe bzw. Wärmeproduktion eingeleitet

Reaktionen des Körpers auf die Außentemperaturen

Angenehme Außentemperatur

  • Wohlbefinden, rosige Hautfarbe
  • Normale Durchblutung
  • Motiviert, lustvoll
  • Normale Kleidung
  • Entspannt

Kalte Außentemperatur

  • Zittern
  • Warme Kleidung
  • Warme Getränke und Essen (energiereich)
  • Gänsehaut
  • Blässe
  • Blaue Hände, Füße, Lippen … “ Schlechte Durchblutung
  • Drang nach Bewegung
  • Eingekauert

Warme Außentemperatur

  • Gut durchblutetet rote Haut
  • Schwitzen
  • Keine Anstrengung
  • Kalte Getränke
  • Wenig Kleidung
  • Faul, müde, unmotiviert

Messen der Körpertemperatur

  • es gibt verschiedene Fieberthermometer für die Messung
  • Axilares Maximalthermometer : Meßdauer: 8 – 10 Minuten
  • Rektales Maximalthermometer : Meßdauer: 3 – 5 Minuten
  • Orales Maximalthermometer : Meßdauer: ca. 5 Minuten
  • Digitalthermometer : für alles: Meßdauer axilar: 10 Minuten, rektal: 3 Minuten

Entstehung von Fieber

  • Normalerweise: WRZ “ Sollwert 37°C
  • Pyrogene: fiebererzeugende Stoffe erhöhen den Sollwert
  • Bakterien (Toxine)
  • Abbauprodukte der körpereigenen Zellen
  • Durch Zerstörung von Viren, Abwehr von Körper von Viren
  • Durch Splitter, Tumore, Nekrosen (Bsp.: Herzinfarkt), Schlaganfall, nach OPs
  • “ WRZ “ Sollwert höher (Bsp.: 38°C) “ Körper geht von einem höheren Sollwert aus “ „Körper springt an“ “ Wärmebildung bis Ist-Wert = Soll-Wert
  • Wärmebildung / Wärmeabgabe zu Erreichung des Sollwert
  • Normalerweise: Gleichgewicht zwischen Bildung und Abgabe

Körpermaßnahmen zur Wärmeregulation:

Wärmebildung

  • Muskelzittern/Muskelaktion
  • Langsamere Atmung
  • Vasokonstriktion: Engstellung der Blutgefäße
  • Wärmeleitung
  • Luftdepot, Luftpolster durch Gänsehaut
  • Kältestrahlung

Wärmeabgabe

  • Evaporation, Schweißabsonderung, Verdunstung
  • Schnellere Atmung
  • Dilatation: Weitstellung der Blutgefäße
  • Wärmeleitung (Direkter Kontakt)
  • Wärmeströmung (durch Luft Wärmeabgabe)
  • Wärmestrahlung (keine direkte Berührung notwendig)


Ursachen von Fieber

  • Bakterielles Fieber : Entstehung durch Bakterien und Toxine bei Infektionen
  • Resorptionsfieber : Entstehung durch Resorption von Hämatomen oder Wundsekreten Bsp.:. OP, „Wenn etwas körpereigenes abgebaut werden muß“
  • Toxisches Fieber: Stoffe, die in malignen Tumoren gebildet werden und artfremdes Eiweiß erzeugen
  • Zentrales Fieber : Störung oder Zerstörung des Wärmeregulationszentrum im Zwischenhirn, Temperatur steigt “ immer Wärmebildung aber keine Abgabe, z. Bsp.: Schädel-Hirn-Trauma, Tumore, schwere Hirninfarkte, Wasserkopf, Blutungen im Gehirn

Einteilung der Temperaturgrade

Temperaturbezeichung

Temperatur axillar

Unterste Grenze “ Tod Ca. 25°C
Hypothermie Untertemperatur 36°C
Afibril Normtemperatur 36,4 ° bis 37°C
Subfebril erhöhte Temperatur 37,1° bis 37,7 °C
Febril leichtes, mässiges Fieber 37,8° bis 39,0°C (bis 38, 4°C nach Juchli)
Hohes Fieber 39,1° bis 39,9°C (38,5 bis 40°C nach Juchli)
Hyperpyretisches Fieber sehr hohes Fieber Über 40°C
Tod “ Eiweißgerinnung im Körper 42,6°C

Fieberzeichen/Symptome

  • Objektiv (meßbar, sehbar)
  • Anfangstadium
  • Erhöhung der Temperatur
  • Erhöhung der Atemfrequenz, oberflächliche Atmung
  • Pulsanstieg (10 Schläge/min/°C, Ausnahme: Typhus abdominalis: Bradykardie)
  • Frösteln bis Schüttelfrost
  • Trockene, heisse Haut
  • Glänzende Augen (keine Erklärung)
  • Haut: blass
  • Verwirrtheitszustände
  • später
  • Rötung
  • Schweiss
  • Trockene belegte Zunge durch Flüssigkeitsverlust
  • Durst, Appetitlosigkeit
  • Konzentrierte Urin
  • Unruhe, Schlaflosigkeit
  • Obstipation
  • Subjektiv (Empfindungen des Patienten)
  • Anfangsstadium
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Lichtempfindlichkeit
  • Müdigkeit, Leistungsabfall, Schwäche
  • Muskelschmerzen,
  • später
  • Kopfschmerzen
  • Lichtscheu (keine Erklärung)

Fieberverlauf

1. Stadium: Stadium incrementi : Temperaturanstieg bei hohen Fieber mit Schüttelfrost, langsamer Anstieg wird meistens leichter verkraftet

2. Stadium: Fieberhöhe: Fastigium

3 Stadium: Temperaturabfall: Stadium decrementi

  • Lysis: langsamer Temperaturabfall kann über mehrere Tage dauern, für den Organismus am wenigsten belastend
  • Krisis : rascher Temperaturabfall, innerhalb von 24 Stunden sinkt das Fieber, Organismus ist dadurch sehr belastet “ Kollapsgefahr.
  • Mit dem Temperaturabfall sinkt auch die Pulsfrequenz, steigt während der Krisis die Pulsfrequenz “ Zeichen für Kollapsgefahr
  • “ Patienten während dieser gut überwachen und nach Möglichkeit nicht alleine lassen

Fiebertypen:

Entsprechend der Differenz zwischen höchster und niedrigster Temperatur bzw. eines typischen, längerdauernden Fieberverlaufs unterscheidet man in verschiedenen Fiebertypen

Aufgrund des therapeutischen Einsatzes bestimmter Medikamente (besonders Antibiotika) werden die Fieberverläufe geändert. Oft wird das Fieber schnell gesenkt bzw. beseitigt, so daß sich die krankheitstypische Fieberkurve nicht beobachten lässt

1) Kontinuierliches Fieber = Febris continua

  • Gleichbleibend hohes Fiber
  • Tagesschwankungen blieben unter 1°C
  • Bsp.: Lungenentzündungen, Scharlach, Typhus abdominalis
  • Remittierendes Fieber = Febris remittens
  • Tagesdifferenz nicht mehr als 1,5°C
  • Fieber dauert mehrere Tage an
  • Tiefster Wert: liegt immer über 37°C
  • Fieber am Abend hoch, dann nachlassend (Remittierend) und am Morgen tief
  • Häufig bei septischen Prozessen “ septisches Fiber, oder bakteriellen Entzündungen der Niere, Tuberkulose
  • Intermittierendes Fieber = Febris intermittens
  • Tagesdifferenz: kann 1,5°C betragen, manchmal mehr
  • Im Verlauf eines Tages wechseln fieberfreie Intervalle mit hoher Temperatur, es kommt stundenweise zu Fieberanfällen
  • Rascher Fieberanstieg löst oft Schüttelfrost aus
  • Typische Erscheinung bei Blutvergiftung (Sepsis)
  • Rekurrierendes Fieber
  • Rückfallfieber
  • Mehrtägige Fieberschübe und fieberfreie Intervalle wechseln wiederholend (2 bis 15 tage)
  • Bsp. Bei Borreliosen (Infektionskrankheiten hervorrufend), Malaria
  • Undulierendes Fieber
  • Wellenförmige Fieberkurve mit langsamen Fieberanstieg, hohem Fiber über einige Tage und langsamen Fieberanfall, einige Fieberfrei tage und dann wieder von vorne
  • Bsp.: bei Brucellosen, bei Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenerkrankung?)
  • Biphasisches (= Diphasisches) Fieber
  • Tritt in zwei Phasen auf
  • Fieberanstig und –abstieg verlaufen in einer typischen Form, ähnlich eines Dromedars (=Dromedarkurve)
  • Bei Bsp.: Infektionskrankheiten wie Kinderlähmung, Masern und Hepatitis epidemica

Pflegerische Maßnahmen

Ziele:

  • Wohlbefinden (psychisch, Physisch
  • Regulierung der Körpertemperatur
  • Vermeidung von Komplikationen

Grundsätzlich: Patienten fragen, ob ihn warm (Temperaturabfall) oder kalt (Temperaturanstieg) ist, dementsprechend die Pflegemaßnahmen anwenden

Krankenzimmer

  • Rollos runter, Zimmer verdunkeln
  • Je nach Stadium: Fenster auf bzw. zu “ Durchzug vermeiden
  • Für Ruhe sorgen (Besucher raus bitten, unnötige Störungen vermeiden
  • Getränke in die Nähe stellen
  • Je nach Stadium: Heizung an bzw. aus
  • Je nach Stadium: 2. Decke bzw. nur Lacken
  • Bei unruhigen Patienten Bettgitter: nicht ohne Einwilligung (wenn möglich), Arztanordnug

Körperpflege

  • Kühle Abwaschng mit Pfefferminztee
  • Wäschewechsel
  • Patienten eincremen (Haut hat viel Flüssigkeit verloren)
  • Mundpflege anbieten

Prophylaxen

  • Dekubitusprophylaxe (Grund: Flüssigkeitsverlust der Haut, Bewegungseinschränkung)
  • Pneumonieprophylaxe (Grund: keine tiefe Atmung während Fieber)
  • Thromboseprophylaxe (Grund: wenig Muskeltätigkeit, Flüssigkeitsverlust)
  • Soor- und Parotitisprophylaxe
  • Obstipationsprophylaxe

Kontrolle und Überwachung (bezieht sich auf das Aussehen und die Veränderungen, sowie die Vitalzeichen)

Puls

  • Anfangs: schnell, fadenförmig
  • 3. Phase: Pulsfrequenz sinkt

Atemfrequenz: Sinkt in der 3. Phase

RR

Temperaturkontrolle “ Welcher Fiebertyp?

Bewusstseinslage “ erwirrtheitszustände?

Hautfarbe

  • blaß, rosig
  • Schweiß?

Mimik, Gestik

Auscheidungskontrolle

Konzentrierter Urin, evtl. Hauttugor

Mobilisation

  • Keine Mobilisation
  • Ruhe, Schlaf

Psychische Betreuung

  • Beruhigen
  • Auf Patienten eingehen
  • Evtl. in Ruhe lassen, schlafen lassen
  • Information

Ernährung

  • Je nach Stadium: kühle bzw. heisse Getränke
  • Leichte Kost, nicht belastend, fettarm, eiweißreich, kohlenhydratreich
  • FLÜSSIGKEITSZUFUHR
  • Mineralstoffhaltig
  • elektrolythaltig

Behandlung

  • Symptomatisch
  • Physikalische Maßnahmen
  • Wadenwickel
  • Mit Pfefferminztee abwaschen
  • Ätherische Öle
  • Lindenblütentee
  • Medikamentöse Maßnahmen
  • Fiebersenkende Mittel: Paracetamol; ASS
  • Ringer-Lactat
    • Therapeutisch : spezifisch medikamentöse Behandlung
    • Antibiotika: bei bakteriellen Infekte

Schüttelfrost

  • Wird durch im Blut kreisende Krankheitserreger oder deren Stoffwechselendprodukte (Toxine verursacht “ Reizung des WRZ “ rascher Temperaturanstieg
  • WRZ „gibt einen Befehl“ zur Muskulatur sich rasch hintereinander zu kontrahieren “ dadurch Wärmeentstehung
  • Typische Krankheiten mit Schüttelfrost: Sepsis, Nierenbeckenentzündung, Lungenentzündung

Einteilung in 4 Phasen

1. Phase: Temperaturanstieg

  • Patient ist blaß bis zyanotisch, fröstelt, zitter, schlottert an den Extremitäten, klappert mit den Zähnen, Puls ist tachykard und fadenförmig
  • Maßnahmen der Pflege
  • Tee, 2. Decke, Fenster zu, Heizung auf “ Wärme zuführen
  • Wärmflasche ist out
  • Nicht die Decke klauen
  • Keine rektale Messung

2. Phase: Fieberhöhe

  • Patient schwitzt, leidet unter Hitzegefühl, ist unruhig, Temperatur erreicht ihren Höhepunkt, Schütteln hört auf
  • Maßnahmen der Pflege
  • Günstige Möglichkeit um Blutkulturen abzunehmen, da Bakterienzahl am höchsten

3. Phase: Entfieberung:

  • Kranke schwitzt, Temperatur sinkt. Puls- und Atemfrequenz sinken, Gefahr: kritischer Fieberabfall “ Kollapsgefahr “ besondere Beobachtung des Patienten
  • Maßnahmen der Pflege
  • Pfefferminzteeabwaschung, Heizung abdrehen, Wadenwickel, kühle Getränke, Lacken statt Decke
  • Keine Kühlelemente in die Leisten ( könnte vaso vagalen? Reiz auslösen “ Kollabieren

4. Phase: Erschöpfungsschlaf

  • Patient schläft, da er durch die enorme Strapaze des Schüttelfrostes erschöpft ist
  • Maßnahmen der Pflege
  • Wäschewechsel, Patienten erfrischen eincremen, schlafen lassen, für Ruhe sorgen, Gardinen zu


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Lateinisch: febris
Synonym: Pyrexie
Englisch: fever

1 Definition

Unter Fieber, auch Pyrexie genannt, versteht man eine Erhöhung der rektal gemessenen Körpertemperatur über den Normwert von 37°C. Häufig wird auch ein Grenzwert von 38°C angegeben und der Zwischenbereich von 37,1°C bis 37,9°C als „subfebrile“ Temperatur bezeichnet.

Fieber ist ein Allgemeinsymptom.

2 Physiologie

Die Erhöhung der Körpertemperatur, genauer der Körperkerntemperatur, beim Fieber ist immer eine Sollwert-Erhöhung. In Folge dieser Erhöhung wird die Körperkerntemperatur – im Vergleich zum Sollwert – als zu niedrig bewertet und daraufhin erhöht. Diese Prozesse finden im Hypothalamus, vor allem in der Regio praeoptica statt. Diese Nervenzellregion erhält afferente Signale von Temperaturrezeptoren der Haut und ist zusätzlich in der Lage, die Körperkerntemperatur selbst zu messen. Auf der Basis dieser Informationen wird die Körpertemperatur in zwei verschiedene Richtungen gesteuert:

  • Up-Regulation: Wärmeproduktion durch Aktivierung des Stoffwechsels, um mehr Wärme zu bilden sowie Aktivierung des sympathischen Nervensystems mit peripherer Vasokonstriktion und Hemmung der Schweißbildung, um den Wärmeverlust zu verringern. Bei hohem Wärmeverlust wird zusätzlich die Muskeltätigkeit zur Wärmeproduktion angeregt (Kältezittern, Schüttelfrost).
  • Down-Regulation: Steigerung des Wärmeverlusts durch Hemmung des sympathischen Nervensystems mit der Folge einer peripheren Vasodilatation und Förderung der Schweißbildung.

Bei Infektionskrankheiten, Neoplasien und Autoimmunerkrankungen geschieht dies durch Prostaglandine, Histamin, Bradykinin und Zytokine (z.B. Interleukin-1, Interleukin-6 und TNF-alpha).

Das Gegenstück zum Fieber ist die Anapyrexie.

3 Einteilung

3.1 …nach Temperatur

Hinweis: Die oben genannten Grenzwerte sind relativ eng gewählt. Sie berücksichtigen keine individuellen Schwankungen der aktivitätsbezogenen Körpertemperatur. Manche Autoren definieren die Grenzen daher großzügiger und bezeichnen den Temperaturbereich unter 38,5°C noch als subfebril.

3.2 …nach Verlauf

  • Kontinuierliches Fieber (Fieberkontinuum): Erhöhte Körpertemperatur, die länger anhält und dabei nur gering schwankt (< 1°C)
  • Remittierendes Fieber: Fieberschwankungen im Tagesverlauf von mehr als 1°C. Abends ist die Temperatur höher als am Morgen, der Patient ist aber in der Regel nie fieberfrei. Vorkommen z.B. bei Tuberkulose, Bronchitis oder Nephritis.
  • Intermittierendes Fieber: Periodischer Tagesverlauf mit hohen Körpertemperaturen und fieberfreien Phasen. Die Temperaturen schwanken dabei um mehr als 2°C. Am Morgen kann die Temperatur unter 37°C sinken. Vorkommen z.B. bei Sepsis oder Morbus Hodgkin
  • Undulierendes Fieber: Mehrere Wochen anhaltendes Fieber mit wellenförmigem Verlauf, d.h. Wechsel von Fieberperioden und fieberfreien Intervallen. Vorkommen z.B. bei Brucellose
  • Rezidivierendes Fieber: Auch rekurrierendes Fieber genannt. In regelmäßigen Zyklen auftretende, kurze Fieberschübe mit unterschiedlich langen Intervallen von fieberfreien Tagen. Vorkommen z.B. bei Malaria
  • Biphasisches Fieber: Zunächst Temperaturanstieg, dann Temperaturabfall, dann erneuter Anstieg einer zweiten Phase

4 Ursachen

Fieber ist eine Allgemeinreaktion des Körpers, die eine Vielzahl verschiedener Ursachen haben kann. Die wichtigsten Auslöser von Fieber sind:

  • Infektionskrankheiten
  • Neoplasien
  • Autoimmunerkrankungen

Darüber hinaus kommen in Betracht:

  • Metabolische Störungen, z.B. Durstfieber
  • Endokrine Störungen, z.B. Hyperthyreose
  • Medikamente („Drug Fever“)
  • Drogen (MDMA)
  • Physikalische Ursachen (Exogene Überwärmung)
  • Simulation (Vorgetäuschtes Fieber)

Eine Erhöhung der Körpertemperatur, deren Ursache nicht bekannt ist, bezeichnet man als Fieber unklarer Genese (FUO).

5 Funktion

Fieber dient unter anderem der Verbesserung der Immunantwort, da die Aktivität vieler Immunzellen (z.B. Granulozyten, Makrophagen oder Lymphozyten) in einem Temperaturbereich zwischen 38 und 41 °C gesteigert ist. Die Aktivität dieser Zellen lässt erst bei Temperaturen über 41 °C wieder nach.

Eine medikamentöse Senkung des Fiebers durch Antipyretika (z.B. NSAR) kann sich daher negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken.

6 Messung

Die Messung der Körpertemperatur (Fiebermessung) mit Hilfe eines Thermometers kann – abhängig vom verwendeten Gerät – an verschiedenen Orten erfolgen:

  • im Rektum (rektal)
  • in der Achselhöhle (axillär)
  • im Mund (oral)
  • im Ohr (aurikulär)
  • an der Stirn
  • durch einen Katheter in der Harnblase (Intensivmedizin).

Bei der Beurteilung der Messergebnisse ist zu beachten, dass diese Körperstellen verschiedene Normaltemperaturbereiche besitzen. Die axilläre Messung liefert in der Regel 0,5°C – 1,0°C niedrigere Werte als die rektale Messung. Die rektal gemessene Temperatur repräsentiert mit relativer Genauigkeit die Körperkerntemperatur.

Anmerkung: Eine Temperaturdifferenz von mehr als 1,0°C zwischen der axillären und der rektalen Messung kann ein Indiz für das Vorliegen einer Appendizitis sein.

7 Therapie

Fieber ist keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Die Therapie des Fiebers richtet sich daher primär gegen die auslösende Ursache, d.h. die Grunderkrankung.

Die symptomatische Behandlung des Fiebers, die Fiebersenkung, umfasst unter anderem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die medikamentöse Gabe von Antipyretika und wärmeableitende Maßnahmen (z.B. Wadenwickel, Ganzkörperwaschung). Bevor Maßnahmen zur Fiebersenkung eingeleitet werden, sollte bedacht werden, dass Fieber Teil der physiologischen Immunantwort ist.

8 Weblinks

  • Fieberthermometer im DocCheck Shop
  • Fieber.de

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