Baby streckt rücken durch

Rückenschmerzen bei Babys

Wenn ein Mensch zur Welt kommt, muss er sich mit seinem vergleichsweise großen Kopf durch eine ganz kleine Öffnung zwängen. Da wird gepresst, gezogen und gezerrt. Manchmal bedarf es auch technischer Hilfsmittel wie einer Saugglocke oder Geburtszange. Kein Wunder, dass da Blessuren bleiben können. Manchmal wird die Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen und ein Wirbel blockiert. Fachleute sprechen von einer „Kopfgelenk-Induzierten Symmetrie-Störung“, kurz KiSS. Manche Mediziner erkennen zwar das so genannte KISS-Syndrom nicht als wirkliche Krankheit an. Dass Babys aber darunter leiden, davon ist der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirotherapie und Osteopathie, Dr. Dietmar Daichendt, überzeugt:
“ Immer wenn sie in eine schmerzhafte Bewegung rein rutschen, schreien sie, schlafen schlecht, essen weniger und bereiten den Eltern Kummer, dass sie auffälliger sind, dass sie sagen, also Mensch bei meiner Nachbarin, bei meiner Freundin war das alles so unproblematisch und mein Kind schläft so schlecht und schreit so viel. „
Ein Schreikind schreit also vielleicht nur wegen eines blockierten Halswirbels. Der Wirbel ist aber meist nicht wirklich eingeklemmt und müsste mit einem starken Ruck gelöst werden. Sondern das Gelenk kann sich lediglich nicht so frei bewegen wie es sollte:
“ Es handelt sich um ein gestörtes Gelenkspiel, das heißt jedes Gelenk hat ein physiologisch, also natürlich vorgegebenes Spiel, einen Spielbereich, und der ist bei diesen Kindern eingeschränkt durch eine Rückmeldung, die aus dem Rückenmark kommt und die vermutlich durch diesen Geburtsvorgang, der schwieriger war als bei anderen Kindern, gesetzt werden. „
Babys mit Kiss-Syndrom reagieren auf Berührungen im Nacken meist sehr empfindlich. Sie haben auch Probleme, den Kopf selbst zu halten. Außerdem neigen sie den Kopf oft nur auf ihre Lieblingsseite und trinken auch beim Stillen nur einseitig. Daichendt, der sich auf manuelle Medizin spezialisiert hat, kennt noch weitere Symptome:
“ Das sind häufig einseitige Glatzenbildungen am Kopf, wo die Kinder bevorzugt, weil sie immer in einer Richtung schlafen, dann auch eine Glatzenbildung haben. Dann – es heißt ja auch Symmetriestörung – sieht man häufig Asymmetrie des Gesichtes, eine Asymmetrie der Mundöffnung beim Schreien und insgesamt eine Asymmetrie der Körperbewegungen. Das heißt diese Kinder, wenn die Mutter sie hält oder aufrichtet, die können sich nie richtig gerade halten. Sie suchen sich immer eine weitestgehend schmerzfreie Richtung, in der sie eben Beschwerde frei sind.“
Wenn Eltern ein solches Verhalten ihres Nachwuchses auffällt, empfiehlt Daichendt den Weg zum Chirotherapeuten oder Osteopathen. Der macht dann Muskeltests und sucht nach blockierten Wirbeln:
“ Wir können alle möglichen Punkte bei Säuglingen hervorragend tasten, die bei Erwachsenen aufgrund einer dickeren Haut, aufgrund verstärkter Muskulatur und stärkeren Bindegewebes schon etwas schwieriger zu tasten sind. „
Steht die Diagnose fest, muss diese schmerzhafte Bewegungs-Einschränkung gelöst werden. Dafür gibt es bestimmte Griffe oder Griff-Folgen, die auf möglichst sanfte Art einwirken:
“ In erster Linie funktioniert es über eine Traktion an der Halswirbelsäule, also ein Ziehen, das ganz mild ist und in erster Linie auch voraussetzt, dass das Kind in eine entspannte Position kommt, dazu brauchen wir in aller Regel die Mutter mit dabei und Geduld. „
Erst wenn der kleine Patient Vertrauen hat und sich wohl fühlt, lässt sich gut mit ihm arbeiten. Nach der ersten Behandlung wird eine Pause von ein bis zwei Wochen eingelegt:
“ In dieser Zeit sollen die Eltern das Kind beobachten. Verändert sich sein Schlafverhalten, wird das Kind ruhiger, wacht es nicht mehr 5 Mal pro Nacht auf, ist es insgesamt entspannter. „
Im besten Fall wird schon nach wenigen Behandlungen aus einem Schreikind ein zufriedenes, schmerzfreies Baby. Seine Symmetrie-Störung verschwindet und es kann sich normal weiter entwickeln.

Körpersprache beim Baby deuten: Reden ohne Worte

5. April 2018 6 Min.

Das Leben mit Baby ist spannend und birgt in den ersten Monaten viele kleinere und größere Unsicherheiten. Babys können sich nur über Schreien, ihre Mimik und ihre Körpersprache mitteilen. Diese richtig zu deuten, ist für viele Eltern zunächst eine Herausforderung. Doch mit der Zeit agieren Eltern und Kind als eingespieltes Team. Im folgenden Artikel bekommen Sie einen Überblick darüber, was Ihr Baby Ihnen wie mitteilen möchte – mit Körpersprache, Gesichtsausdruck und ordentlich Geschrei.

Universelle Kommunikation durch Babys Körpersprache

Babys haben nur ihre Körpersprache, ihre Mimik und ihre Stimme, um sich ohne Worte zu verständigen. Die Signale, die ein Baby sendet, sind universell und überall auf der Welt gleichermaßen zu verstehen. Der natürliche Instinkt von Eltern und Babys sorgt dafür, dass die Kommunikation auch ohne Worte oder Sprache funktioniert. So ist evolutionär sichergestellt, dass der Nachwuchs die Aufmerksamkeit eines Erwachsenen bekommt und die Bedürfnisse erfüllt werden.
Obwohl diese Kommunikationsfähigkeit angeboren ist, kommt es immer wieder zu Verunsicherung und Missverständnissen zwischen Eltern und Kind. Das ist ganz normal. Frischgebackene Eltern müssen erst lernen, was ihr Liebling ihnen mitteilen möchte, und dann auf die Signale richtig eingehen. Die Körpersprache und die Mimik des Babys helfen dabei zu verstehen, wo der Schuh drückt.

Eltern müssen Kommunikation erst lernen

Eltern müssen erst lernen, die Zeichen ihres Juniors richtig zu deuten. Dass dabei auch einmal Fehler passieren, ist ganz normal. Das Ausschlussverfahren ist am Anfang hilfreich. Schreit das Kind, wird zunächst versucht, es zu füttern, die Windel zu wechseln oder es im Arm zu wiegen. Mit der Zeit lernen sie, ihr Kind zu verstehen und Körpersprache sowie Mimik des Babys richtig einzuordnen.

Babys Körpersprache: Hunger erkennen

Ist ein Baby hungrig, wird es sich mitunter lauthals zu Wort melden. Hungrige Kinder sind unruhig und quengelig. Um herauszufinden, ob der Nachwuchs Hunger hat, ist es hilfreich, mit dem Finger sanft über die Wange nahe dem Mundwinkel zu streichen. Ein hungriges Kind wird automatisch die Lippen spitzen und mit Suchbewegungen nach der Brust oder dem Fläschchen tasten. Hält man ihm den Finger direkt an die Lippen, beginnt es zu saugen und stark zu nuckeln. Ein hungriges Baby erkennt man auch an der Körpersprache: Das Baby ist angespannt und allgemein eher unruhig. Wird der Hunger nicht gestillt, kann es heftig zu weinen und zu schreien beginnen. War der Hunger die Ursache für das Schreien, beruhigt sich das Kind mit dem Stillen oder der Gabe des Fläschchens.

Die Mimik deuten: Müde Babys wenden sich ab

Auch Müdigkeit kann Babys unruhig und quengelig werden lassen. Doch ist Müdigkeit die Ursache für das Verhalten, gibt es weitere Anzeichen. Ein müdes Baby dreht bei direkter Ansprache schon einmal den Kopf weg, reibt sich die Augen oder die Ohren und saugt sanft an seinen Fingern, der Faust oder einem Tuch. Das Nuckeln ist weniger fordernd und dient der Beruhigung. Der Körper ist nicht angespannt, sondern eher schlaff.
Die Mimik des Babys verrät die Müdigkeit zudem: Das Kind hat die Augen nur noch halb geöffnet und es gähnt immer wieder. Bietet sich dann nicht die Gelegenheit, im Bettchen, in der Wiege oder im Arm der Eltern zu schlafen, können Kinder unleidlich werden und weinen oder schreien.

Schmerzen erkennen: Durchgebogener Rücken und heftige Schreie

Hat ein Baby Schmerzen, ist das an der Körpersprache abzulesen. Es ist für Eltern oftmals ein beängstigender Anblick: Das Kind weint stark, drückt den Rücken durch oder zieht immer wieder krampfhaft die Beinchen an. Vor allem kurz nach einer Mahlzeit kann es zu diesem Verhalten kommen. Das Kind drückt durch diese starke Körpersprache aus, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Oftmals sind Bauchschmerzen durch zu viel Luft im Magen nach dem Füttern die Ursache für die Beschwerden. Leichte, beruhigende Massagen helfen dabei, die Verdauung anzuregen, ein Bäuerchen befördert drückende Luft aus dem Magen. Hilft alles nichts und ist das Kind nicht zu beruhigen, sollte ein Arzt um Rat gefragt werden.

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Überforderung und Reizüberflutung

Für Babys ist unsere Welt eine neue und aufregende Umgebung. Viele Reize prasseln tagtäglich auf die Kleinen ein und können sie mitunter überfordern. Dann zeigt sich das an der Körpersprache und am Verhalten der Babys: Spricht man sie direkt an, drehen sie den Kopf zur Seite. Kleinkinder fassen sich verlegen an die Ohren oder vergraben den Kopf in Mamas Arm. Der Körper eines überforderten Babys ist stark angespannt und sie drücken sich oftmals ins Hohlkreuz. Ist das der Fall, will das Kind seine Ruhe. Es kann hilfreich sein, wenn Mutter oder Vater das Kind auf den Arm nimmt und beruhigend wiegt. Ein kleines Nickerchen im abgedunkelten und reizarmen Schlafzimmer kann ebenso helfen.

„Es hat bestimmt Bauchweh!“ Ein Satz, den jungen Eltern wohl mit am meisten hören. Ja, wir auch, und so haben wir so einiges gemacht, damit es des Babys Bäuchlein besser geht:

  • Fliegergriff (dabei liegt das Baby auf dem Unterarm)
  • Windsalbe (gibts auch im Drogeriemarkt)
  • Pupsgloboli (ja, die gibt es wirklich)
  • Kümmelzäpfchen (aus der Apotheke)
  • und nicht zu vergessen: stundenlanges auf dem Pezzi-Ball Hüpfen.

Wir waren der Meinung, dass letzteres unserer Tochter fast am besten half. Mein Mann hat da wirklich alles gegeben. Lütti im Fliegergriff, hüpfend, nächtelang auf dem Pezzi-Ball. Bei unserem Sohn ging das Problem in Richtung Verstopfung. Da traute man sich nach ein paar Tagen quasi gar nicht mehr vor die Tür, weil man ja gar nicht wissen konnte, wann das Übel zuschlägt. Ich hatte da auch mal einen Artikel geschrieben.

Ablenkung hilft ja wie bei vielen Dingen am meisten. Das Blubbern, Pusten oder ähnliches auf den Bauch des Babys kennen deshalb, glaube ich, fast alle Eltern.

Unter diesem passenden Namen hat Milupa die Bäuchlein Blubbern Kampagne ins Leben gerufen. Eine Kampagne, die jungen Eltern dabei hilft zu verstehen. Denn alle wollen doch wissen, was dem Baby von außen und innen guttut und es glücklich macht. Und ein paar dieser Infos habe ich euch einfach mal zusammengestellt.

  • im Bäuchlein entsteht gerade die Zentrale von Babys Immunsystem
  • bei der Geburt war Babys Magen noch kleiner als einen Kirsche, nach einer Woche war der Magen schon so groß wie eine Aprikose, nach einem Monat wie ein Hühnerei
  • ein Baby verdaut doppelt so schnell wie die Mama

Warum hat mein Baby Bauchschmerzen?

Vorab: Da seid ihr nicht allein. Fast jedes Baby hat Bauchweh, da sich sein Verdauungssytem natürlich erst einmal entwicklen muss. Pupsen, Drücken, Verstopfung oder auch mal ganz dünner Stuhlgang gehören dazu und sind erstmal ganz normal und unbedenklich. Der Darm muss einfach erst reifen. Gründe für die Bauchschmerzen können also sein:

  • die noch unreife Darmflora
  • die Einführung von Beikost
  • zu wenig Flüssigkeit
  • beim Trinken zu viel Luft mitgeschluckt
  • es kann zuviel Laktose (Milchzucker) unverdaut im Dickdarm sein (ganz normal, für die Aufsplittung fehlen noch ausreichend Enzyme)

Was tun, wenn das Baby Bauchweh hat?

Ja, was hilft, wenn das Baby Bauchweh hat? Da ist natürlich jedes Kind individuell. Was meiner Meinung nach fast immer hilft, ist ja Ablenkung. Deshalb finde ich das Blubbern auch so schön. Denn dann drückt es dort am Bauch nicht nur, nein, es kitzelt auch und Moment, das ist ja auch irgendwie schön und lustig.

Ihr habt oben ja schon gelesen, dass wir einiges gemacht haben. Aber es gibt noch mehr, was helfen könnte. Weiter Tipps wären:

  • Lass dein Baby nach dem Trinken ruhig aufstoßen. Früher nannte man das Bäuerchen. So kann verschluckte Luft wieder rauskommen.
  • Bei ganz hastigen Trinkern ruhig auch mal während der Mahlzeit aufstoßen lassen.
  • Trinkt dein Kind aus dem Fläschen und kann es ihm hier nicht schnell genug gehen, gibt es auch bestimmte Koliksauger.
  • Wenn du dein Baby stillst, beobachte mal, was dein Kind bei deiner Ernährung vielleicht nicht so gut verträgt. Ich habe bei meiner Tochter mal an einem Grünkohlessen teilgenommen. Ich sage mal, die Nacht danach war bescheiden. Aber die Sache mit blähenden Lebensmitteln ist vorbei, bzw. individuell. So kann ein Baby es vielleicht gut vertragen, wenn die Mutter Kohlsuppe isst, aber überhaupt nicht, wenn sie ein Curry zu sich nimmt. Beobachte dein Kind einfach.
  • Fencheltee kann übrigens auch helfen. Nur haben meinen Kinder den nie getrunken. Dafür ich und das hat beim Stillen gut geholfen.
  • Oder ein Körnerkissen auf den Bauch gelegt – Achtung, nicht zu warm machen!
  • Radfahren – das Kind meine ich. Heißt soviel wie: das Kind liegt auf dem Rücken und ihr nehmt die Beine und drückt diese abwechselnd nach oben zum Bauch und nach unten so als würde das Baby Radfahren.
  • Was bei mir als Kind schon geholfen hat und wofür ich diesmal sogar einen Kurs gemacht habe: Massage. Bei Bauchschmerzen mit dem Zeige- und Mittelfinger im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel kreisen.

Ja, es gibt einen ganze Menge Frage rund um Babys Bäuchlein. Deshalb finde ich die Blubbern Initiative von milupa super.

Die häufigsten Fragen rund um Babys Bäuchlein

  • Wie oft füllt ein gesundes Baby seine Windel?
  • Goldgelb oder Spinatgrün in der Windel – alles normal?
  • Ist Babys Stuhlgang zu weich?
  • Was ist Durchfall und was hilft dagegen?
  • Was hilft gegen Verstopfung?
  • Hat mein Kind Drei-Monats-Koliken?
  • Wie merke ich, ob mein Baby genug trinkt?
  • Warum muss mein Baby so oft pupsen?
  • Verträgt mein Kind keine Kuhmilch?
  • Wann ist Babys Bäuchlein reif für feste Nahrung?
  • Immer dieselbe Milch und derselbe Brei – wird das nicht langweilig?
  • Warum sollte ich Babys Bäuchlein massieren?
  • Wozu braucht Babys Bäuchlein so viele „gute“ Bakterien?
  • Darf mein schon älteres Baby auch einfach Kuhmilch trinken?

Die Antworten und viele News und Fakten zum Thema Babys Bauch findet ihr beim Baby Blubbern von milupa.

Babys 2. Woche

Ein Kind ist da – und mit ihm viele Fragen! netdoktor.at begleitet Sie Woche für Woche durch das erste Lebensjahr.

Zuhause

In der zweiten Lebenswoche haben die meisten Babys schon ihr neues Zuhause bezogen. Während im Krankenhaus noch rund um die Uhr Ansprechpartner zu Verfügung standen, sind frischgebackene Eltern zu Hause erstmals auf sich gestellt. Daheim angekommen, beginnt ein großes Abenteuer. Das Baby wird sich nun rasant entwickeln und jede Woche Fortschritte machen. Neben der unbändigen Freude über das neue Familienmitglied können jedoch auch Erschöpfung, Schlafmangel und hormonelle Schwankungen die erste Zeit mit dem Neugeborenen erschweren.

Sinne

Die Sicht des Babys ist noch unscharf, ihm bekannte Personen kann es aber – wenn sie nahe genug sind – schon wahrnehmen. Schauen Babys weg oder vermeiden Blickkontakt, sind sie meist müde und wollen ihre Ruhe haben. Das Baby hat sich den Duft seiner Mutter bereits eingeprägt. Es kann seine Mutter anhand des Körpergeruchs von anderen Menschen schon gut unterscheiden.

Körperhaltung

Die Körperhaltung entspricht noch weitgehend der im Mutterleib: Arme und Beine sind angezogen. Bewegt das Baby die Extremitäten, geschieht dies noch ruckartig und unkoordiniert. Die Nackenmuskulatur ist noch zu schwach, um den Kopf zu halten.

Nabelschnur

Das Abfallen des Nabelschnurrests dauert bei jedem Kind unterschiedlich lange. Meistens passiert dies zwischen dem 5. und 9. Lebenstag, es kann aber auch bis zu drei Wochen dauern.

Übergangsmilch

Mit dem Milcheinschuss hat nun auch die Produktion von Muttermilch begonnen. Bis zum Ende der zweiten Lebenswoche des Babys wird sie als „Übergangsmilch“ bezeichnet. Sie enthält weniger Eiweiß, dafür schon mehr Kohlenhydrate und Fette als das Kolostrum, sodass die Neugeborenen ihren anfänglichen Gewichtsverlust ausgleichen können und bis zum Ende der zweiten Lebenswoche wieder ihr Geburtsgewicht erreichen. Die Übergangsmilch hat eine milchige bis rahmige Konsistenz, ist weißlich oder gelblich.

Trinken und schlafen

Die „Hauptbeschäftigungen“ des Babys sind nun Trinken und Schlafen. Da der Magen noch sehr klein ist, kann er immer nur kleine Portionen Milch aufnehmen. In der zweiten Lebenswoche trinken Babys daher noch sehr häufig, etwa acht- bis zwölfmal pro Tag. Überschüssige Milch fließt aus dem Magen wieder zurück Richtung Mund, sodass häufiges Spucken von Milch – teilweise in ziemlich großen Mengen – nicht ungewöhnlich ist. Die zurückfließende Milch gelangt häufig auch in die Nase und verursacht dort ein röchelndes oder schnarchendes Geräusch.

Auch der Schlafrhythmus orientiert sich am Hungergefühl. Aus diesem Grund können Babys noch nicht längere Zeit durchschlafen, sie wachen immer wieder auf, um zu trinken – tagsüber, aber auch nachts.

++ Mehr zum Thema: Schlafbedarf Baby ++

Babys, die ständig nach der Brust verlangen, müssen nicht automatisch immer hungrig sein: Gestillt zu werden, beruhigt und entspannt das Baby und vermittelt ihm Sicherheit. Babys lieben die Nähe zu ihrer Mutter und sind gerne mitten im Geschehen. Sie sollten daher auch in der Nacht in unmittelbarer Nähe ihrer Eltern sein, am besten in einem Babybettchen neben dem Elternbett.

Um zu verhindern, dass die Decke im Schlaf über den Kopf rutscht, empfehlen Experten die Verwendung eines Babyschlafsacks. Auch auf Polster oder Kuscheltiere im Bett sollte bei so kleinen Kindern vorerst noch verzichtet werden.

Koliken

Etwa 20% aller Säuglinge kämpfen im Alter zwischen zwei und zwölf Wochen mit Koliken. Die betroffenen Kinder schreien scheinbar grundlos – vorwiegend in den Abendstunden oder in der Nacht – und lassen sich nur schwer bis gar nicht beruhigen. Glücklicherweise sind Babys mit solchen Problemen dennoch in den meisten Fällen völlig gesund.

Experten gehen davon aus, dass vor allem die frühkindliche Unreife des Magen-Darm-Trakts für die schmerzhaften Krämpfe verantwortlich ist. Der Verdauungstrakt des Babys muss sich erst langsam auf die Milchnahrung einstellen. Auch wenn Muttermilch die beste und ausgewogenste Nahrung für das Baby ist, ist sie eine Herausforderung für seinen Darm. Luft, die beim Trinken geschluckt wird, kann zudem Blähungen verursachen. Das Unbehagen des Babys drückt sich auch in seiner Körperhaltung aus: Es krümmt sich und zieht die Beine an.

Mit Ende des dritten Lebensmonats hat sich der Magen-Darm-Trakt bei den meisten Babys weitgehend auf die „neue“ Ernährungsform eingestellt, die Koliken treten immer seltener auf, bis sie schließlich ganz verschwinden.

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Aktualisiert am: 14.06.2019 | 09:39

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