Baby sehen ab wann

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Babys Entwicklungim 1. Lebensjahrmit 1 bis 3 MonatenKommunikation

© fotolia, Adam Borkowski

Hallo Mama, hallo Papa – versteht ihr mich?

Ihr Baby ist nun ein bis drei Monate alt. Es wird immer wacher und aufmerksamer. Sie werden bemerken, dass Ihr Kleines in seinem Bemühen, sich mit Ihnen zu verständigen, deutliche Fortschritte macht. Es erkennt Mama und Papa, es lacht, quietscht und lächelt spontan. Allmählich wird deutlich, dass Ihr Kind schon eine richtige kleine Persönlichkeit mit typischen Eigenheiten ist. Mehr und mehr wird Ihr Kleines ein aktives und aufgewecktes Familienmitglied.

Was will mein Baby mir sagen – und wie?

  • Weinen

    Noch für viele Monate wird Ihr Kleines vor allem weinen, wenn es Ihnen etwas mitteilen will. Dieses Weinen kann viele Bedeutungen haben: Ihr Baby versucht Ihnen zu sagen, dass es etwas braucht, etwa Hunger hat. Manchmal können Sie jetzt bereits an der Art, wie Ihr Kind weint erkennen, was ihm fehlt. Babys weinen aber auch, weil ihnen einfach alles zu viel wird – oder auch mal ohne jeden ersichtlichen Grund. Versuchen Sie, auch dann die Nerven zu behalten, wenn Ihr Kleines schreit und schreit und Sie es durch nichts trösten können. Es gibt einfach Zeiten, in denen ein Baby selbst dann weiter weint, wenn Sie wirklich alles versucht haben. Vielleicht leidet Ihr Kleines unter Blähungen. Sehr viele Kinder haben auch eine Art täglicher Schreistunde zu einer festen Zeit. Für Ihr weinendes Baby zählt vor allem, dass es merkt: Mama und/oder Papa sind für mich da. Ihre liebevolle Nähe wird Ihr Kind auch dann registrieren, wenn es untröstlich ist.

  • Lächeln

    Ist Ihr Kleines wach oder gerade kurz vorm Eindösen, können Sie jetzt manchmal sehen, wie sich sein Gesichtchen zu einem Lächeln verzieht. Egal, ob jemand bei ihm ist oder nicht. Es sieht einfach aus, als würde es sich ganz wohl fühlen. Vermutlich stimmt das. Ein bewusstes Lächeln ist das noch nicht. Es kommt vielmehr ganz spontan und ohne äußeren Anreiz.

    Um die sechste Lebenswoche herum erleben Sie vermutlich etwas ganz besonders Schönes: Ihr Baby lächelt Sie mit einem Mal strahlend an. Dieses Lächeln ist ganz anders als das bisherige flüchtige Lächeln, das mitunter über sein Gesicht gehuscht ist und das ein Gefühl der Zufriedenheit signalisierte. Etwa, wenn Ihr Kleines nach dem Stillen satt und entspannt in den Schlaf geglitten ist. Jetzt kann Ihr Kind Sie gezielt anlächeln, weil es Ihnen signalisieren will: Du bist ein ganz besonderer Mensch für mich, ich finde dich einfach toll und interessant. Fachleute sprechen daher vom „sozialen Lächeln“. Zur Eifersucht, weil Ihr Kleines auch mal andere anstrahlt, besteht übrigens kein Grund: Sie dürfen stolz darauf sein, dass Ihr Kind einen ersten wichtigen Meilenstein der sozialen Verständigung erreicht hat. Es wird Ihnen noch durch viele andere Dinge zeigen, dass Sie, seine Mami, sein Papi an erster Stelle stehen.

  • Erste Laute

    Beobachten Sie einmal, wie Ihr Kind auf Ihre Stimme reagiert: Ihr Baby beruhigt sich, es lächelt oder fuchtelt begeistert mit Armen und Beinen herum. Bei Fremden ist Ihr Baby möglicherweise viel zurückhaltender. Aber die meisten Kinder tauen nach einer Weile auf und zeigen durch Strampeln, leise Laute oder interessiertes Starren, dass ein neues Gesicht ihre Neugier weckt.

    Ihr Baby entdeckt mit jedem Tag auch neue Möglichkeiten, Geräusche zu machen. Bald wird es viele gurrende und gurgelnde Laute produzieren. Mit zwei Monaten bringen einige Babys bereits Vokalfolgen hervor wie „ah, ah“ und „ooh, ooh“. Wenn Sie Ihr Baby imitieren, seine Laute wiederholen, macht ihm das großen Spaß. Sie regen es damit an, weiter zu üben. Das dient dazu, seinen gesamten Sprechapparat (bestehend u.a. aus Lippen, Zunge, Gaumen, Stimmbänder) zu trainieren und weiter auszubilden sowie die entsprechenden Hirnregionen perfekt zu entwickeln. Alles bereits Vorübungen zum späteren Sprechen.

  • Reden Sie mit Ihrem Kind

    Ihr Kleines ist ganz vernarrt in ihre Stimme. Also tun Sie, wozu Sie Lust haben: Reden, plappern, gurren Sie Ihrem Baby etwas vor. Es schadet gar nichts, wenn Sie überschwänglich auf das Lächeln und die Äußerungen Ihres Kindes reagieren. Erklären Sie ihm, was es sieht („Ja, das ist dein Mobile“) oder was Sie tun („Mama zieht dir die Söckchen an“). Wenn Sie Lust dazu haben, können Sie Ihrem Baby sogar schon kurz etwas vorlesen, etwa Reime. Natürlich versteht es das noch nicht, dennoch profitiert seine Gehirnentwicklung von dem Gehörten. Indem es Ihnen zuhört, lernt Ihr Kind, dass Sprache wichtig ist – lange bevor es Worte versteht oder selbst sprechen kann.

    Vermutlich werden Sie bemerkt haben, dass Sie – oder andere Menschen – mit Ihrem Baby auf ganz eigenartige Weise sprechen: Sie benutzen instinktiv die so genannte Ammensprache. Sie ist international. In allen Kulturen unterhalten sich Eltern mit ihren Winzlingen automatisch auf diese Weise: in einer Art Singsang, mit leiser, etwas angehobener Stimme. Sie sprechen langsam, wiederholen einzelne Silben oder Satzteile. Sie sagen „dadada“ oder „mamama“, fragen „wo ist denn meiner kleiner Schatz?“ – und das immer und immer wieder.

    Über die Hälfte aller Laute bei dieser Unterhaltung sind Aaas und Ooos. Und das ist gut so. Denn Ihr Baby liebt es, so angesprochen zu werden. Es lauscht hingebungsvoll, bildet mit seinem Mund schon mal ein Schnütchen, so als wollte es Ihnen nachsprechen. Tatsächlich ist die Ammensprache eine wichtige Vorbereitung fürs spätere Sprechen lernen. Sie brauchen sich dabei also keineswegs lächerlich oder albern vorzukommen.

  • Sorgen Sie für Ruhepausen

    Respektieren Sie es, wenn Ihr Kleines mal keine Lust auf eine „Unterhaltung“ hat. Ihr Baby braucht auch seine Ruhe. Dass es Zeit für eine Pause ist, signalisiert Ihr Kind Ihnen, indem es seinen Kopf wegdreht, unruhig wird und quengelt oder die Augen zu macht.

Wann braucht mein Baby medizinische Hilfe?

Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Baby mehr als sonst weint oder dass sein Weinen seltsam klingt, rufen Sie ruhig den Kinderarzt an. Meist stellt sich bei einer Untersuchung zum Glück heraus, dass alles in Ordnung ist. Das wird Sie beruhigen – was wiederum Ihr Baby spürt.

Bis zum dritten Lebensmonat erreichen Babys in Sachen Verständigung meist bestimmte „Meilensteine“:

  • Sie zeigen Interesse an neuen Gesichtern oder einer ungewohnten Umgebung
  • Sie reagieren auf laute Geräusche
  • Sie lächeln, wenn sie die Stimme von Mutter oder Vater hören
  • Mit etwa drei Monaten lächeln sie auch Fremde an
  • Sie beginnen ab Ende des dritten Lebensmonats zu brabbeln

von Anne Malburg, Diplom-Journalistin

Zuletzt überarbeitet: April 2019

Ab wann erkennt das Baby seine Mutter?

Der Geruchssinn ist beim Neugeborenen schon in den ersten Lebenstagen erstaunlich differenziert. Das wird unter anderem daran deutlich, dass bereits vom 6. Lebenstag an der gewohnte Geruch der Mutter von allen anderen Gerüchen unterschieden und bevorzugt wird.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

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Jedes Lebewesen (zumindest unter den Säugetieren) hat anfangs eine ererbte Vorliebe für Gesichter. Säuglinge sind schon nach zwei Wochen fähig, das Gesicht der Mutter (bzw. Betreuungsperson) von anderen Gesichtern zu unterscheiden. Die Natur scheint damit dafür zu sorgen, dass sich der Säugling das Gesicht seiner Betreuungsperson als festes Schema einprägt, um so sein Nahrungs- und Sicherheitsbedürfnis zu beruhigen.

Ebenfalls von der 2. Woche an erkennt Ihr Säugling Ihre Stimme und wird unruhig und macht Suchbewegungen, wenn er sie hört. Mit 7-8 Monaten kann sich der Säugling an seine Mutter auch in deren Abwesenheit erinnern. Dann ruft der Anblick eines ungewohnten, fremden Gesichts Unsicherheit bzw. Angst und Enttäuschung hervor.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Kommentare (2) Text angepasst 2 Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 13:52 Uhr H. Glaser Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Formulierung angepasst. Unklare Erklärung 1 Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:44 Uhr T. Beckmann Es steht geschrieben: Mit 7-8 Monaten erinnert sich der Säugling an seine Mutter, auch wenn er sie nicht sieht. Dann ruft der Anblick eines ungewohnten, fremden Gesichts Unsicherheit bzw. Angst und Enttäuschung hervor.
– Die Formulierung ist leider so ungenau, dass sie Spielraum für Interpretation lässt, was sicherlich unerwünscht ist:
Erinnert der Säugling sich an seine Mutter, obwohl er diese für einen unerklärten Zeitraum nicht zu Gesicht bekommen hat oder nur in diesem Moment?
Wäre wertvoller, wenn Sie es in einem richtigen Syntax schrieben. Zudem würde es besser zu der Aussage eines Arztes passen.
Gruß

Wie viel kann mein Baby verstehen?

24 bis 36 Monate

Inzwischen hat Dein Kind ein gutes Sprachverständnis entwickelt. Experten sagen, dass die meisten Zweijährigen ungefähr 150 Wörter verstehen und täglich ca. 10 neue Wörter hinzulernen. Wenn der Neuerwerb von Sprache Deinem Kind schon zur zweiten Natur geworden ist, kann es seine Aufmerksamkeit auf andere, komplizierte Konzepte lenken, welche die Gefühle einschließen.

Zwischen zwei und drei Jahren wird Dein Kind die Grundpfeiler von Freundschaften verstehen: Liebe und Vertrauen! Es weiß, dass Du und der Rest der Familie sich um es kümmern und auf seiner Seite stehen. Diese wichtigen Konzepte lernt es anhand der Art, wie Du die ersten Lebensjahre mit ihm umgegangen bist. Deine Zuwendung, Dein Eingehen auf seine Bedürfnisse und Deine Bemühungen um seine Sicherheit halfen ihm, ein grundsätzlich optimistisches und sicheres Kind zu werden.

Dein Kind fängt auch an, komplexere Dinge des Alltagslebens durch Beobachtung zu verstehen, dazu gehört Einkaufen, sauber machen etc..

Ebenso gewinnt es ein tieferes Verständnis dafür, wie es mit Anderen umgehen soll (ebenfalls dadurch, dass es Dich beobachtet). Der einfachste Weg, um zu erreichen, dass Dein Kind zu einem freundlichen und hilfsbereiten Menschen heran wächst, ist also, wenn Du mit Anderen und besonders Deinem Kind auf solche Weise umgehst.

Wie geht es weiter?

Die Anzahl der Wörter, die Dein Kind verstehen und sagen kann wird kontinuierlich und rapide zunehmen. Im Alter von sechs Jahren haben die meisten Kinder einen Wortschatz von 13.000 Wörtern. In den nächsten Jahren wird Dein Kind immer kompliziertere Ideen und Situationen und Dinge wie Richtig und Falsch unterscheiden können, erkennen was als nächstes passiert und einfache Mathematik verstehen.

Deine Aufgabe

Sprich und lies viel mit Deinem Kind, das wird ihm helfen, gute Kommunikationsfähigkeiten aufzubauen. Im Allgemeinen wird es die Bedeutung eines Wortes verstehen bevor es dieses aussprechen kann.

Wenn Du mit Deinem Kind spielst, wird ihm dies helfen, mehr darüber zu lernen wie die Welt funktioniert. Fordere es mit altersgerechtem Spielzeug und Spielen heraus, die seine geistige und körperliche Entwicklung unterstützen.

Gehe zärtlich mit Deinem Kind um und zeige ihm, wie sehr Du es liebst. Dies ist der beste Weg um ihm wichtige emotionale Fähigkeiten wie z.B. Einfühlungsvermögen zu vermitteln.

Auffälligkeiten in der Entwicklung

Wenn Dein Kind im Alter von drei Jahren Probleme zu haben scheint, die einfachsten Anweisungen und Vorschläge zu verstehen, sprich mit Deinem Kinderarzt! Sollte Dein Kind bei einfachen Aufforderungen ernsthaft überfordert wirken, ist ein Gespräch mit dem Kinderarzt ebenfalls ratsam.

Das Sehen

Vor der Geburt:

Zu Beginn des zweiten Schwangerschaftsmonats wachsen Augenlider des Embryos zusammen und öffnen sich erst ab dem fünften Monat. Im siebten Monat sind sie ganz geöffnet.

Anders als das Hörvermögen ist die Sehfähigkeit des Ungeborenen noch unterentwickelt. Der Gesichtssinn funktioniert von den Sinnesorganen eigentlich sogar als letztes. Dennoch reagieren Kinder ab der 16. SSW trotz geschlossener Augen mit erhöhtem Herzschlag und Pupillenverengung auf Hell-Dunkel-Veränderungen, z.B. wenn ein starker Lichtstrahl auf den Bauch der Mutter und direkt auf ihren Kopf gerichtet wird.

Nach der Geburt:

Menschen können nach der Geburt noch nicht sofort gut sehen. Die Augen von Neugeborenen sind auch sehr lichtempfindlich. Der Sehsinn des Säuglings braucht sechs bis acht Monate, um sich zu entwickeln. Erst wenn Ihr Kind den ersten Geburtstag feiert, wird es ungefähr genauso viel sehen können wie ein Erwachsener. Das Gehirn lernt langsam, visuelle Signale zu verarbeiten, zwischen Farben zu differenzieren und Bewegungen zu folgen. Noch Primarschüler haben oft Schwierigkeiten, die Geschwindigkeit von bewegten Objekten, wie Autos, abzuschätzen.

Allerdings ist nicht wahr, dass neugeborene Babys nur verschwommene Bilder oder Schatten erkennen. Sie können auf einen Abstand von ungefähr 20 cm (etwa die Entfernung zwischen der Brust beim Stillen und dem Gesicht der Mutter) schon recht scharf sehen, am besten peripher, d.h. eher zur Seite als direkt nach vorne hin. Weitere Abstände sind schwierig, da die Augenmuskeln noch nicht stark genug sind, um die Augenbewegungen zu koordinieren. Darum entsteht der Eindruck des Schielens. Die zusätzlichen Hautfalten an den Augenwinkeln (Lidfalten) tragen dazu bei, werden sich in den nächsten Monaten aber zurückbilden. Es dauert ungefähr sechs Wochen, bis Koordination funktioniert, und normalerweise hört dann auch das natürliche Schielen auf. Falls das Schielen nach drei Monaten immer noch besteht, müssten Sie das bei Ihrem nächsten Kinderarzt-Termin erwähnen.

Babys sehen sich alles, was man ihnen zeigt, einige Sekunden lang an, was darauf hinweist, dass sie das Objekt wahrnehmen. Je länger sie sich den Gegenstand anschauen, umso interessierter oder neugieriger sind sie. Scharfe Schwarz-Weiss-Kontraste können sie gut erkennen. Auch Streifen, Tupfen und Karos sind interessante Muster zum Anschauen. Besonders fasziniert schauen sie sich Gesichter an, und wenn es nur ein Muster des menschlichen Gesichts ist – ein Kreis mit runden, dunklen Flecken. Vor allem die Eltern werden schnell wieder erkannt. Gegen Ende des ersten Lebensmonats kann ein Baby Gegenstände im Anstand von einem Meter deutlich sehen und mit den Augen verfolgen.

Farben kann ein Neugeborenes kaum unterscheiden, aber Rot ist die Farbe, auf die es am besten reagiert. Erst im Alter von vier Monaten kann ein Kind Farben gut erkennen.

Übrigens: Die Augenfarbe ist bei allen Neugeborenen blau. Die tatsächliche Augenfarbe entwickelt sich im Laufe des ersten Lebensjahres.

Welche endgültige Augenfarbe wird unser Baby haben?

Weitere Sinne:Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen.

Wissen

Die angeborene Linsentrübung

Häufige Fragen zum Thema

Können Neugeborene schon farbig sehen oder nur schwarz-weiss?

Warum haben alle Neugeborenen blaue Augen?

Ab welchem Alter kann ein Baby 100% sehen?

Müssen unbedingt alle Neugeborenen an den Augen mit dieser Silbernitratlösung behandelt werden? Ich habe gehört, dass das sehr schmerzhaft sein soll.

Wir haben schon mehrere Male gehört, dass das Fotografieren mit Blitz bei Babys die Netzhaut schädigen kann. Bis zu welchem Alter ist Vorsicht geboten?

Ab wann können Babys sehen? Die Monatstabelle

Ab wann können Babys sehen? Hast du dich auch schonmal gefragt, was dein Baby ab wann wie gut erkennen kann? Unsere praktische Monatstabelle verschafft dir einen Überblick.

So entwickelt sich das Sehvermögen von Babys

Ab wann können Babys sehen?

Vielleicht bist du bisher davon ausgegangen, dass ein Baby schon von Geburt an normal sehen kann. Doch obwohl die Sehkraft zwar natürlich angeboren ist, entwickelt sie sich im ersten Jahr rasant weiter. Während dein Schatz kurz nach der Geburt nur sehr unscharf Umrisse und Licht wahrnimmt, dauert es noch eine ganze Weile, bis ein Kind das gleiche Sehvermögen erreicht, wie ein Erwachsener.

In einer praktischen Übersichtstabelle der Broschüre „Kind und Sehen“ sind die wichtigsten Fortschritte, die dein Baby beim Sehen im ersten Lebensjahr macht, zusammengefasst. Hier siehst du auf einen Blick, ab wann Babys was sehen:

Monatstabelle

ALTER Die Augen deines Babys können…
Neugeboren
  • + Licht, Umrisse und Bewegungen erkennen.
  • + nur sehr unscharf sehen.
  • + nur ungefähr 20 bis 30 Zentimeter weit sehen.
1. Monat
  • + Hell-Dunkel-Kontraste unterscheiden.
  • + synchron fokussieren.
  • + Dingen folgen.
  • + noch nicht scharf sehen.
2. Monat
  • + bei hellem Licht blinzeln.
  • + Gesichtsumrisse und grobe Muster wahrnehmen.
  • + Farbunterschiede und Farbabstufungen immer besser erkennen.
3. & 4. Monat
  • + erste Schritte zum räumlichen Sehen machen.
  • + Gegenstände fixieren und verfolgen – das Baby greift nach ihnen.
5. Monat
  • + die Eltern ganz genau anschauen.
  • + sehr kleine Gegenstände sehen und Bewegungen folgen.
  • + kräftige Farben erkennen und unterscheiden.
6. Monat
  • + Gegenstände immer besser fixieren.
7 & 8. Monat
  • + Dinge außerhalb der Reichweite erkennen – das Baby greift gezielt nach einem Gegenstand, dreht und wendet ihn.
  • + interessiert die Umgebung wahrnehmen.
  • + Feinheiten wie Augen, Nase, Mund, bekannte und fremde Gesichter unterscheiden.
  • + etwa ein Drittel der Sehschärfe eines Erwachsenen erzielen.
9. Monat
  • + kleine Gegenstände erkennen – Daumen und Zeigefinger greifen präzise danach.
10. bis 12. Monat
  • + besonders farbige Gegenstände fixieren.
  • + auf Fragen wie „Wo ist Papa?“ suchend nach der Person schauen.
  • + im Alter von einem Jahr die Hälfte der Sehschärfe eines Erwachsenen erreichen.

Erst nach dem ersten Lebensjahr bekommen Kinderaugen ihren Feinschliff: So machen sie Fortschritte beim räumlichen Sehen, weil beide Augen stabiler zusammenspielen und sehen zunehmend schärfer. Das räumliche Sehvermögen eines Erwachsenen erreichen Kinder allerdings erst ab ihrem neunten Lebensjahr, das Gesichtsfeld eines Erwachsenen erst zwischen dem elften und zwölften.

Entwickelt sich das Sehvermögen deines Babys richtig?

Du bist dir nicht sicher, ob sich das Sehvermögens deines Kindes erwartungsgemäß entwickelt? Wenn du eine oder mehrere der folgenden Auffälligkeiten bei deinem Baby beobachtest, solltest du dich mit deinem Nachwuchs umgehend an deinen behandelnden Kinderarzt bzw. Augenarzt wenden, um eine Sehstörung ausschließen zu können. Möglicherweise benötigt dein Spross künftig eine Kinderbrille.

Auffälligkeiten bei Babys und Kleinkindern

  • Schielen, Augenzittern
  • Zwanghaftes Schiefhalten des Kopfes
  • Auffallend große Augen, ständig tränende oder verklebte Augen
  • Ständiges Reiben mit den Fingern an den Augen
  • Grimassenschneiden oder Verdrehen der Augen, ohne etwas anzuschauen
  • Lichtscheue oder keine Reaktion auf Licht
  • Große starre Pupillen auch bei Lichteinfall, weißliche Pupillen oder gelbliches Aufleuchten der Pupille bei direkt einfallendem Licht
  • Vorbeigreifen an Gegenständen

Lesetipp

Ab wann können Babys laufen? Hier erfährst du es!

Jetzt Lesen

So kannst du dein Baby unterstützen

Mit bunten Büchern kannst du dein Baby beim Sehenlernen unterstützen.

Erfahrungen und Untersuchungen haben gezeigt, dass du dein Kind wie folgt in der Entwicklung seines Sehvermögens unterstützen kannst:

  • Bleib mit deinem Gesicht nah bei deinem Baby (besonders bei Neugeborenen), so dass es deine Gesichtszüge untersuchen kann.
  • Schwenke Spielzeug oder andere Gegenstände in leuchtenden Farben vor dem Gesicht deines Babys hin und her, hoch und runter.
  • Fördere das Interesse deines Kindes zunächst an den Primär- und dann an den Pastellfarben, zum Beispiel mit bunt leuchtenden Mobiles oder Bildern über Bett und Wickelplatz.
  • Fühl-Bilder-Bücher aus Stoff sorgen ebenfalls für spannende Augenblicke, bei denen nicht nur die Sehkraft, sondern auch das haptische Wahrnehmen, Hören und Sprachverstehen trainiert wird.

Je mehr Seherfahrungen dein Baby sammelt, desto besser kann sich seine visuelle Wahrnehmung entwickeln.

Weißt du eigentlich, wann dein Baby die anderen wichtigsten Meilensteine erlebt? Im Video findest du es heraus.

Jetzt weißt du ganz genau, ab wann Babys sehen können und wann du mit Verdacht auf Sehprobleme mit deinem Kind besser zum Arzt gehen solltest. Übrigens: Wenn du selbst Brillenträger bist und noch nichts von der Brille auf Rezept gehört haben solltest, findest du alle wissenswerten Infos im verlinkten Artikel.

Wann kann ein Baby sehen?

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Neugeborene sehen verschwommen

Bei der Geburt sind die kleinen Augen Deines Babys zwar schon recht gut entwickelt, scharf sehen kann es allerdings noch nicht. Denn in Deinem Bauch war es zu dunkel, um den Sehapparat richtig zu trainieren. Nach der Geburt lernt Dein Baby somit zunächst einmal, mit der Helligkeit umzugehen. In den nächsten Tagen schärft sich dann auch der Blick: Dein Baby kann klar sehen, was nicht weiter als ungefähr 25 Zentimeter entfernt ist. So kann es Dein Gesicht erkennen, wenn Du es auf dem Arm hältst und dieses in Ruhe studieren. Alles was sich im Hintergrund befindet, erscheint Deinem Baby nur verschwommen. Das ist auch gut so, denn so kann sich Dein Baby besser auf eine Sache konzentrieren. Zu viele Eindrücke kann es noch nicht verarbeiten, sie würden Dein Baby nur irritieren. Auch Farben kann Dein Baby von Anfang an erkennen. Lediglich die Unterscheidung zwischen ähnlichen Farbtönen, wie zum Beispiel rot und orange, fällt ihm noch schwer. So ist es nicht verwunderlich, dass Dein Baby besonders leicht große Gegenstände mit starken Kontrasten, wie zum Beispiel Schwarz auf Weiß, erkennen kann.

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Zweiter bis dritter Lebensmonat: Gegenstände fixieren und Bewegungen verfolgen

Mit ungefähr zwei bis drei Monaten kann Dein Baby seine Augen und den Kopf so bewegen, dass es einen Gegenstand genauer fixieren und Bewegungen wahrnehmen kann. Wenn Du ihm zum Beispiel einen Gegenstand vor das Gesicht hältst und diesen langsam hin und her bewegst, wird es diesem mit seinem Blick folgen können. Insgesamt kann Dein Baby schon besser sehen, als noch vor wenigen Wochen: es kann Dich zum Beispiel schon von weiterer Entfernung erkennen und auch Farben immer besser unterscheiden. Du kannst diese Entwicklung unterstützen, indem Du Deinem Baby oft die Gelegenheit gibst, seine Umgebung und Bewegungen zu beobachten.

Vierter bis sechster Lebensmonat: Zusammenspiel von Augen und Händen

Dein Baby nimmt seine Umwelt immer bewusster wahr. Es betrachtet selbst kleinere Gegenstände immer länger und beginnt, danach zu greifen. So startet auch die Entwicklung der Hand-Mund-Augen-Koordination. Während Dein Baby bisher nur zweidimensional sehen konnte, kann es nun auch Raumtiefen wahrnehmen. Unterschiede in Farbschattierungen und Formen werden für Dein Baby immer deutlicher.

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Siebter bis neunter Lebensmonat: Weitsicht entwickelt sich

Schnellen Bewegungen zu folgen, ist für Dein Baby mittlerweile kein Problem mehr. Dein Baby kann zwar nach wie vor besser nah als weit sehen, dennoch hat sich seine Weitsicht um einiges verbessert. So kann Dein Baby Personen und Gegenstände am anderen Ende eines Raumes gut erkennen.

Zehnter bis zwölfter Lebensmonat: Sehkraft fast ausgereift

Vor Vollendung des ersten Lebensjahres ist die Sehschärfe und Tiefenwahrnehmung bei Deinem Baby fast so gut ausgereift wie bei einem Erwachsenen. Dein Baby kann die Bewegungen seiner Augen steuern, Gegenstände fokussieren und Details erkennen. Was weiter weg ist, wird immer interessanter für Dein Baby. So wird es immer agiler und wird viel Neues entdecken. Dein Baby erlebt die Welt jetzt ganzheitlich, es ist noch nicht in der Lage, Dinge auszublenden.

In der nächsten Zeit wird sich die Sehschärfe Deines Kindes weiter verbessern. Mit ungefähr drei Jahren hat sich die Sehleistung in der Regel optimal eingestellt.

So kannst Du Deinem Baby beim Schärfen des Sinnes behilflich sein

Der Sehsinn Deines Babys entwickelt sich vor allem durch Erfahrung und Übung. Mit einfachen Maßnahmen kannst Du Dein Baby von Anfang an dabei unterstützen:

  • Babys können von Geburt an Gesichter erkennen und lieben es, diese zu beobachten. Gib Deinem Baby also möglichst oft die Gelegenheit, Dein Gesicht zu beobachten und es zu analysieren.
  • Wecke die Neugierde Deines Babys und zeige ihm kontrastreiche Spielzeuge oder Gegenstände aus dem Haushalt. Achte am besten auf klare Konturen und dreidimensionale Formen. Besonders gut eignet sich zum Beispiel ein Mobile, dass Dein Baby mit Farben und Formen nicht nur zum besseren Fokussieren einlädt, sondern auch gleichzeitig seinen Greifreflex unterstützt.
  • Gehe viel mit Deinem Baby nach draußen und lasse es die Welt entdecken. Gönne ihm jedoch regelmäßige Pausen, damit es seine Eindrücke verarbeiten kann und nicht reizüberflutet wird.

Probleme mit dem Sehen

Im Rahmen der U-Untersuchungen werden die Augen Deines Kindes natürlich immer kontrolliert. Generell gilt: je früher ein Sehschaden bei Deinem Kind festgestellt wird, desto größer ist die Chance, dass er korrigiert werden kann. Wenn Du also Auffälligkeiten bei Deinem Kind beobachtest, sprich sofort mit Eurem Kinderarzt darüber. Dies solltest Du auch tun, wenn Du folgende Punkte feststellst:

  • Dein Baby kann mit drei bis vier Monaten noch nicht richtig fixieren oder einer Bewegung mit den Augen folgen
  • Dein Baby kann ein oder beide Augen nicht in alle Richtungen bewegen
  • Dein Baby schielt nach außen
  • Dein Baby schielt fast immer nach innen

Sehen kann Dein Baby von ganz alleine. Mit gezielten Aktivitäten, wie dem regelmäßigen Zeigen von Gegenständen oder Spaziergängen, kannst Du es dabei unterstützen, die Welt zu entdecken und seine Sinne zu schärfen.

Sehsinn beim Baby: Ab wann können Babys sehen?

Kein anderer Sinn entwickelt sich so sehr durch Erfahrung und Übung wie der Sehsinn. Und Eltern können viel zur Augenentwicklung beitragen, damit ihr Baby schnell sehen lernt.

Sehsinn bei Neugeborenen eher schlecht ausgebildet

In der 28. SSW öffnen sich die Augen des Ungeborenen und die Lider beginnen zu schlagen, drei Monate vor der Geburt. Verglichen mit der Entwicklung der anderen Sinnesorgane, hinkt die Augenentwicklung dennoch etwas hinterher.

Und auch draußen in der Welt wird der Sehsinn dem Fühlen oder Hören immer ein wenig hinterher sein. Lise Eliot, Professorin für Neurowissenschaften an der Rosalind Franklin University in Chicago, hat dafür eine Erklärung: „Vielleicht ist gerade die große Bedeutung des Sehens der Grund, weshalb unser Gesichtssinn seine wichtigsten Entwicklungsschritte erst nach der Geburt durchläuft, so dass die Erfahrung die größte Rolle bei der Gestaltung der Sehzentren im Gehirn spielen kann.“ Der Sehsinn bei Neugeborenen ist also nur wenig ausgebildet. Säuglinge können kurz nach der Geburt nur 20 bis 30 cm weit gut sehen. Was weiter weg ist als Mamas Gesicht beim Stillen, können Neugeborene noch nicht scharf einstellen. Sie sehen die ganze Welt ein wenig schwummrig, so, als würde man durch einen beschlagenen Flaschenboden schauen. Auch Farben können sie nocht nicht unterscheiden. Wegen der langsamen Augenentwicklung scheint für sie zudem alles zweidimensional. Den Tiefeneindruck müssen sie erst noch erlernen, wie übrigens die meisten Seh-Techniken.

Babys erkennen Gesichter von Geburt an

Während des ganzen ersten Lebensjahres und noch Monate darüber hinaus werden im Gehirn Milliarden Nervenzellen miteinander verknüpft, dafür werden andere Verbindungen wieder abgeschaltet. Viele Lernprozesse müssen allein dem Sehen gewidmet werden. Nur weniges ist bereits fest vorinstalliert. Darunter aber das Allerwichtigste: Die Fähigkeit, Gesichter zu erkennen.

Das gelingt schon von Geburt an. Ganz zuverlässig können die Neugeboren „Punkt-Punkt-Komma-Strich“, also die Grundgestalt des menschlichen Antlitzes, von allen möglichen anderen geometrischen Figuren unterscheiden. Forscher haben damit allerlei Experimente gemacht, zum Beispiel Strich und Pünktchen auf Pappgesichtern einfach vertauscht. Das mögen Babys aber gar nicht. Ihr reflexhaftes, anrührendes Lächeln, mit dem sie ein Gesicht für sich einnehmen möchten, wird dann verweigert. Auch das Verfolgen von Gegenständen gelingt von Anfang an: Wer etwas Auffälliges langsam durch das Gesichtsfeld eines Babys schweben lässt, sieht, wie die Äuglein schon exakt folgen können. Aber um Proportionen wahrnehmen zu können, reicht seine Augenentwicklung noch nicht aus. Ebenso schwer fällt dem Baby das Sehen von Blau- und Gelbtönen und der Tiefe des Raums: Die Koordination von Hand und Auge beim Greifen, das alles muss geübt und erlernt werden.

Im Video: So entwickeln sich Babys Sinne

Ein Mobile übder dem Bettchen hilft Babys beim Sehen lernen

Um Babys beim Sehen lernen zu unterstützen, ist Babyspielzeug mit klaren Konturen und differenzierter dreidimensionaler Gestalt am besten geeignet. Ein Baby-Mobile an Kinderwagen und Bettchen ist also nicht nur eine schöne Tradition, sondern auch ein wertvolles Lernmittel. Seine Farben und Formen erlauben sowohl das Betrachten, als auch das Anfassen und Greifen. Und so hilft das Mobile dem Baby dabei, die Welt dreidimensional wahrzunehmen. Der erste Greifreflex wird zum gezielten Zupacken, und das unscharfe In-die-Welt-Gucken entwickelt sich zum fokussierten Anschauen.

Baby

Babys lieben Farben

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Sehfehler, die beim Baby auftreten können

Bei 29 von 30 gesunden Babys wird sich das Sehvermögen störungsfrei und selbstständig entwickeln. Welche Sehfehler aber bisweilen auftreten können, erfahrt ihr hier.

Amblyopie: Sehschwäche trotz gesunder Augen

Beim sehen lernen kann es auch Komplikationen geben: „Etwa bei jedem 30. Kind findet sich bei späteren Untersuchungen eine sogenannte Amblyopie“, sagt Wolfgang Cagnolati, der an der Technischen Fachhochschule Berlin Augenoptik und Optometrie lehrt. „Das ist eine Sehschwäche, die sich in der kindlichen Entwicklung herausbildet, also nicht von vornherein angelegt ist. Ein Auge kann organisch gesund sein, aber wenn Sie es nicht adäquat durch Lichtreize stimulieren, entwickelt es eine Sehverschlechterung.“ Eine entscheidende Ursache für eine Verschlechterung ist das Schielen. Deshalb wird bei den U-Untersuchungen besonders darauf geachtet, dass die beiden Blickachsen richtig stehen. Fehler können unterschiedliche Ursachen haben – etwa die ungleiche Entwicklung der Augenmuskeln oder auch eine ausgeprägte Form der Weitsichtigkeit, bei der die Versuche, das Bild scharfzustellen, das Schielen bewirken. Generell lässt sich Schielen aber sehr gut behandeln.

Silberblick ist in den ersten drei Monaten nicht ungewöhnlich

In den ersten drei Lebensmonaten ist es normal, dass die Abstimmung der Augen noch nicht genau funktioniert. Zum einen, weil der Bewegungsapparat der Augen noch nicht so weit ist. Vor allem aber, weil das Gehirn die beiden Einzelbildchen noch nicht aufeinanderlegen kann. Mit sechs, sieben Monaten ist der gelegentliche Silberblick dann passé. Wenn allerdings nicht, dannn solltest du einen Arzt nachschauen lassen. Manches, was uns Große sehr stören würde, etwa eine Weitsichtigkeit, kann bei den Kleinsten auch jetzt noch ganz normal sein – der Augapfel ist dann bis ins zweite Lebensjahr noch etwas zu kurz gewachsen, holt das aber auf.

Brille bei Kurzsichtigkeit

Schwieriger ist es, wenn der Augapfel sein Wachstumsziel übertrifft, denn so entsteht Kurzsichtigkeit. Gegen sie hilft eine Brille, verordnet vom Augenarzt. Die Allerkleinsten brauchen sie extrem selten. Für die etwas Größeren gibt es die Sehhilfen heute in einer riesigen Auswahl. Generelle Regel: Robust, mit passendem Sitz und nicht zu groß.

Ab wann ist das Geschlecht eines Babys erkennbar?

Eltern müssen sich ein wenig in Geduld üben, bis das Geschlecht des Nachwuchses eindeutig erkennbar ist. Erfahrene Ärzte erahnen bereits relativ früh, ob es ein Meitli oder ein Büebli wird. Im frühen Stadium der Schwangerschaft ist die Fehlerquote bei der Diagnose jedoch noch sehr hoch. Meist äussert der Frauenarzt seine Vermutung im ersten Trimester daher nicht.

Wann das Geschlecht erkennbar wird, hängt von der Woche der Schwangerschaft ab:

Bis zur 7. SSW unterscheiden sich die Geschlechter in ihrer Entwicklung nicht. Erst ab der 8. SSW erfolgt die erste Differenzierung: Wächst ein Junge im Mutterleib heran, bilden sich die Hoden und produzieren das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Bei Mädchen entwickeln sich die ersten geschlechtstypischen Merkmale – die Eierstöcke – etwa ab der 10. SSW. Trotz allem ist es in dieser Zeit vergleichsweise schwierig, die Unterschiede zu erkennen. Einen Hinweis darauf, gibt die sogenannte Protuberanz – eine Wölbung, aus der sich die äusseren Geschlechtsorgane entwickeln. Wächst das Geschlechtsorgan in einem Winkel von mehr als 30 Grad zur Wirbelsäule nach oben, ist wahrscheinlich ein Junge unterwegs; bei einem Winkel von weniger als 30 Grad handelt es sich vermutlich um ein Mädchen. Um den Winkel zu erkennen, muss das Baby beim Ultraschall auf dem Rücken liegen. Ein zuverlässiges Ergebnis liefert die Beobachtung allerdings nicht.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann ein Arzt das Geschlecht des Babys ab der 14. oder 15. SSW bestimmen. Dafür ist eine Ultraschalluntersuchung notwendig. Nun kann er die Geschlechtsorgane auf dem Bildschirm deutlich unterscheiden – doch nur wenn das Kleine in Mamas Bauch auch mitspielt. Ab wann das Geschlecht des Babys eindeutig erkennbar ist, hängt nämlich von der Mitwirkung des Nachwuchses ab. Häufig verstecken die Kleinen ihre Geschlechtsorgane geschickt mit Händen und Füssen. Als werdende Mama können Sie nur hoffen, dass Ihr Nachwuchs den Blick von alleine freigibt. Zusätzlich kann es helfen, eine kurze Zeit herumzulaufen, um Ihr Baby zu einer Positionsveränderung zu animieren. Möchte es sein Geschlecht partout nicht preisgeben, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als auf die nächste Ultraschalluntersuchung zu warten.

Achtung: Ob Sie ein Mädchen oder einen Jungen bekommen, steht erst mit der Geburt hundertprozentig fest. Selbst wenn Ihr Arzt während der Schwangerschaftsuntersuchungen vermeintlich eindeutige Zeichen erkennt, ist es möglich, dass er diese falsch deutet und sich in Sachen Geschlecht irrt.

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