Baby schorf auf kopf

Viele Mütter entdecken bei ihren Kindern in den ersten Lebensmonaten gelbliche Schuppen am Kopf. Mancher kann sich vielleicht noch erinnern wie es aussah, wenn Großmutter in einem alten, weiß beschichteten Emailtopf die Milch anbrennen ließ? Der Schorf auf dem Kopf erinnert an diese eingebrannte Milch. Kopfgneis oder Milchschorf – hier möchte ich Euch den Unterschied erklären.

Inhalt

Wie schaut Kopfgneis aus?

Kopfgneis zeigt sich als eine dicke, gelblich-bräunliche Schuppenschicht auf dem kindlichen Köpfchen. Die Schuppen sind fettig und können auch etwas ranzig riechen.

Warum kommt es zu Kopfgneis?

Die Talgdrüsenfunktion hat sich kurz nach der Geburt noch nicht reguliert. So entsteht in vielen Fällen der Kopfgneis. Dieser ist in den ersten drei Lebensmonaten vollkommen normal. Wenn sich der Hormonhaushalt Deines Kindes einpendelt, reguliert sich die Talgproduktion von selbst und der Kopfgneis verschwindet.

Kopfgneis oder Milchschorf – so erkennst Du den Unterschied

Bei Milchschorf handelt es sich nicht um fettige Schuppen, die Schuppenschicht breitet sich bis ins Gesicht und manchmal auch auf andere Körperteile aus. Milchschorf löst starken Juckreiz aus, daher kann die Kopfhaut unter der schuppigen Schicht gerötet sein und manchmal kann die Kopfhaut auch nässen. Die Kinder sind durch den Juckreiz eventuell weinerlich, schlafen schlecht und sind unruhig. Es ist nicht immer leicht zu erkennen, ob es sich um Kopfgneis oder Milchschorf handelt. Milchschorf kann ein Zeichen für eine starke Allergiegefährdung Eures Kindes sein und manchmal auch ein erstes Anzeichen auf eine frühe Form der Neurodermitis. Milchschorf tritt meistens erst ab dem dritten Lebensmonat auf. Auch Milchschorf kann von alleine wieder verschwinden, allerdings würde ich Euch hier immer eine Vorstellung beim Kinderarzt empfehlen.

Wie kann ich den Kopfgneis entfernen?

Wie schon oben erwähnt, ist Kopfgneis nichts gefährliches für Dein Kind. Am besten man wartet geduldig ab, bis er wieder von alleine verschwindet. Wenn Dich die Schuppen aber stark stören, kann man ihn auch vorsichtig versuchen zu entfernen.

  • Reibe die Kopfhaut Deines Babys etwa 1 bis 2 Stunden vor dem Babybad mit Öl (zum Beispiel Mandelöl) ein. Reinige die Haare beim Babybad und kämme die Schuppen danach vorsichtig mit einem feinzinkigen Kamm (zum Beispiel Läusekamm) aus. Am besten funktioniert es, wenn du gegen die Haarwuchsrichtung kämmst.
  • Durch eine Kopfmassage mit einer weichen Babybürste, kannst du der Bildung von Kopfgneis entgegen wirken. Kämme die Haare nach dem Waschen oder Baden gegen den Strich. Somit wird die Durchblutung in der Kopfhaut gefördert und die Funktion der Talgdrüsen positiv beeinflusst.
  • Mittelchen aus der Apotheke, wie zum Beispiel Baby Bene Gel, nach Beschreibung anwenden.

Bitte seid bei der Entfernung der Schuppen immer sehr vorsichtig und kratzt die Schuppen nie einfach mit den Fingernägeln ab. Hier kann es zu kleinen Verletzungen kommen, die sich sehr leicht entzünden können. Sollte es zu Rötungen bzw. Entzündungen kommt, müsst Ihr immer Euren Kinderarzt aufsuchen. Wenn ihr Euch unsicher seid, ob Euer Kind an einem Kopfgneis oder Milchschorf leidet, zeigt es der Hebamme oder eurem Kinderarzt.

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Milchschorf & Kopfgneis

Was ist Kopfgneis?

Unter Kopfgneis versteht man eine harmlose, krustige Hauterscheinung auf dem Kopf. Doch hier herrscht leider im Alltag eine ziemliche Sprachverwirrung. Wenn Eltern von „Milchschorf“ sprechen, meinen sie meistens Kopfgneis. Mediziner wiederum sprechen vom seborrhoischen Ekzem. Der Begriff „Milchschorf“ ist in der Medizin dagegen für eine Vorform des atopischen Ekzems, also einer Neurodermitis, vorgesehen.

Woran man Kopfgneis erkennt

Um wissenschaftlich genau zu bleiben, reden wir hier vom Kopfgneis, wenn wir das seborrhoische Ekzem meinen. Folgende Symptome sind häufig bei Kopfgneis bzw. dem seborrhoische Ekzem zu erkennen:

  • Es findet starke Schuppenbildung auf der Kopfhaut statt
  • Es bilden sich weiche und fetthaltige Schuppen
  • Es bildet sich eine gelbliche oder rötliche Kruste
  • Es juckt normalerweise nicht

Es zeigt sich meist im ersten Lebensmonat und verschwindet bis zum Ende des ersten Lebensjahrs von selbst. Oft ist der Ausschlag schon nach einigen Wochen oder Monaten wieder weg.

Schadet Kopfgneis dem Baby?

Kopfgneis ist nicht schädlich, stört dein Baby nicht und heilt in der Regel von selbst ab. Auf die Hautschuppen und Krusten kannst du mit einem Wattebausch Babyöl tupfen. Lass das Öl über Nacht einwirken. Wenn du dein Baby badest und seine Haare wäschst, kann dies das Ablösen der Schuppen und Krusten unterstützen. Sei geduldig: Dieser Prozess kann einige Wochen oder Monate dauern.

Babyhaut ist empfindlich. Auf keinen Fall solltest du die Krusten vom Kopf deines Babys zupfen. Es könnte dann zu wunden Stellen und Entzündungen kommen!

Was ist „echter“ Milchschorf?

Als Milchschorf wird umgangssprachlich ein juckender Hautausschlag bei Babys bezeichnet. „Echter“ Milchschorf ist allerdings sehr selten. In der Medizin bezeichnet „Milchschorf“ einen Ausschlag an Kopf und Gesicht eines Säuglings, der sich im Rahmen einer Neurodermitis bilden kann. Die Neurodermitis wiederum heißt in der Medizin atopisches Ekzem. Ungünstigerweise wird umgangssprachlich der viel harmlosere und häufigere Kopfgneis als „Milchschorf“ bezeichnet. Um wissenschaftlich ganz genau zu bleiben, reden wir hier vom Milchschorf, wenn wir die Vorform von Neurodermitis meinen, die sich am Kopf zeigt.

Neurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit, deren Ursachen noch nicht genau geklärt sind. Bei Säuglingen zeigt sie sich manchmal mit dem Milchschorf zum ersten Mal. Ein Milchschorf muss sich aber nicht zwangsweise zu einer Neurodermitis entwickeln.

So kann sich Milchschorf äußern:

  • Es zeigen sich Entzündungen auf der Kopfhaut und oft auch an den Wangen
  • Es gibt stark entzündete Bereiche (gerötet und nässend)
  • Es bilden sich harte Hautschuppen
  • Es bildet sich eine gelbe Kruste
  • Es kann zur Bläschenbildung kommen
  • Es juckt das Baby stark – es versucht, sich zu kratzen und schreit/quengelt viel
  • Es zeigt sich meist nach dem dritten Lebensmonat und heilt erst nach Monaten oder sogar Jahren wieder ab

Weil Babys und Kleinkinder sehr unter dem „echten“ Milchschorf, also dem atopischen Ekzem, leiden, solltest du deinen Kinderarzt bzw. Jugendarzt aufsuchen, wenn du den Verdacht hast, dass dein Baby davon betroffen ist. Der Arzt berät dich dann zur Behandlung und kann genau diagnostizieren, ob es sich nicht vielleicht doch „nur“ um Kopfgneis handelt.

Was ist eigentlich mit Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die sich durch entzündete Hautbereiche auszeichnet. Diese Ekzeme jucken stark, sind gerötet und eventuell nässen sie auch, bilden Bläschen, Krusten oder Schuppen. In der Medizin wird die Neurodermitis auch als atopisches Ekzem bezeichnet.

Die Krankheit zeigt sich meistens zuerst im Kleinkindalter. Wenn sie im Säuglingsalter schon auftritt, äußert sie sich oft als der oben besprochene „echte“ Milchschorf. Bei vielen Betroffenen verschwindet Neurodermitis innerhalb der Pubertät.

Ganz genau sind die Ursachen von Neurodermitis noch nicht geklärt. Eine gewisse Veranlagung dafür scheint erblich zu sein. Die Hautprobleme entstehen dadurch, dass das Immunsystem den eigenen Körper angreift, ähnlich wie bei einer Allergie. Wovon dieser Fehler im Immunsystem kommt, ist leider noch unklar.

Unterschied Kopfgneis und Milchschorf im Überblick

Die nachfolgende Beschreibung von Merkmalen sind beispielhaft für häufiger auftretende Hautveränderungen, diese dürfen jedoch nicht als Anleitung zur Selbstdiagnose aufgefasst werden:

Kopfgneis (seborrhoisches Ekzem und umgangssprachlich: Milchschorf) „echter“ Milchschorf (atopisches Ekzem)
Beginn im ersten Lebensmonat nach dem dritten Lebensmonat
Dauer Verschwindet meist innerhalb des ersten Lebensjahrs mehrere Monate/Jahre
Verlauf heilt in der Regel von selbst kann chronisch werden und in eine Neurodermitis übergehen
Typische Symptome
  • weiche und fetthaltige Schuppen
  • gelbliche/rötliche Schuppen
  • harte Schuppen
  • gelbe Kruste
  • starker Juckreiz
  • entzündete Bereiche
Betroffene Körperbereiche Kopf und Nacken kann alle Körperbereiche betreffen

Bei ungewöhnlichen Hautveränderungen sollte im Zweifel stets ein Kinder- und Jugendarzt zu Rate gezogen werden. Insbesondere bei folgenden Anzeichen ist ein Besuch beim Kinder- und Jugendarzt angebracht:

  • Bläschenbildung
  • Nässender Schorf
  • Juckreiz (das Baby versucht, sich zu kratzen)
  • Ausschlag oder Ekzeme an anderen Körperstellen als Kopf und Nacken
  • Fieber, zusätzlich zu diesen Symptomen

oder

  • Wenn das Baby offensichtlich unter dem Ausschlag leidet, wenn es zum Beispiel ständig gereizt oder quengelig ist.

Quellen

P. Fritsch (2004):
Dermatologie und Venerologie. 2. Auflage. Springer Verlag.

R. Sheffield et al. (2007):
What’s the best treatment for cradle cap? CLINICAL INQUIRIES.

Milchschorf und Kopfgneis richtig unterscheiden: Symptome und Behandlung

Milchschorf, das hat doch fast jedes Baby? Von wegen! Denn diese Hautkrankheit wird gerne mit dem harmlosen Kopfgneis verwechselt. Das sind die wichtigsten Unterschiede.

Es ist schon ein bisschen verwirrend. Wenn wir über Milchschorf beim Baby sprechen, ist in der Regel eigentlich der harmlose Kopfgneis gemeint. Diese weißlich-gelben Schuppen auf Babys Köpfchen, die bei den meisten Neugeborenen in den ersten Lebenswochen auftreten. Auch wenn sich beide Hautveränderungen sehr ähneln, gibt es zwischen Kopfgneis und Milchschorf wesentliche Unterschiede, die alle Eltern kennen sollten. Vor allem, weil der Milchschorf eine Vorstufe von Neurodermitis sein kann. Im Folgenden haben wir daher die wichtigsten Infos für zusammengefasst.

Harmloser Kopfgneis auf Babys Köpfchen

Kopfgneis oder Milchschorf?

Der Kopfgneis ist für das Baby absolut harmlos und beschränkt sich eigentlich nur auf die behaarte Kopfhaut. Er tritt vor allem bei sehr jungen Säuglingen auf. In der Regel zeigt sich der Kopfgneis um die dritte Lebenswoche und verschwindet von ganz alleine wieder. Daher ist auch keine Behandlung notwendig. Woher genau diese Überproduktion der Talgdrüsen kommt, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht einig. Allerdings geht man inzwischen davon aus, dass die hormonelle Umstellung nach der Geburt die Ursache ist – ähnlich wie bei der Neugeborenenakne. Sobald sich die Hormone ausbalanciert haben, wird sich der Kopfgneis zurückbilden: meist innerhalb weniger Wochen, spätestens aber zum Ende des ersten Lebensjahres.

Unterschiede: Kopfgneis oder Milchschorf

Auch der Milchschorf äußert sich in weißlich-gelben Schuppen auf der Kopfhaut, tritt aber viel später auf: meist erst um den dritten Lebensmonat. Der Name bezieht sich übrigens auf das Aussehen des Ekzems, welches flächig angebrannter Milch ähnelt. Im Gegensatz zum Kopfgneis kann sich der Milchschorf bis ins Gesicht ausbreiten und auch auf anderen Hautpartien wie Armen und Beinen ausbrechen. Die betroffenen Stellen können nässen. Ein wesentlicher Unterschied. Außerdem juckt Milchschorf stark, was Babys ziemlich quälen kann. Problematisch wird es dann, wenn sich aufgekratzte Stellen entzünden.

Daher ist es wichtig, vor allem etwas gegen den Juckreiz zu unternehmen. Diese wesentlichen Unterschiede sollten Eltern klar sein. Dennoch sind Kopfgneis und Milchschorf schwer voneinander zu unterscheiden. Wenn du unsicher bist, frage einfach bei deinem Kinderarzt nach.

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Neurodermitis: Wenn Babys Haut juckt

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Kopfgneis und Milchschorf entfernen

Die Haut von Babys ist sehr empfindlich. Man solltet daher nur zu äußerst sanften Methoden und Produkten greifen. Versucht bitte nicht, die Schuppen mit dem Fingernagel abzukratzen oder in irgendeiner Weise grob zu entfernen! Gerade beim Kopfgneis solltest du ohnehin abwägen, ob eine Behandlung der Kopfhaut überhaupt notwendig ist. Das Baby hat ja keine Beschwerden und wird sich daher nicht über die Hautschüppchen beschweren.

Möchtest du den Kopfgneis dennoch entfernen, kannst du Babys Köpfchen mit Babyöl behandeln. Reibe das

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Pflege des Babys in den ersten Lebensmonaten

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Öl ein und lasse es über Nacht einwirken. Wasche das Öl am nächsten Tag wieder aus. Sind die Hautschuppen nach dem Baden aufgeweicht, kannst du diese mit einer Babybürste oder dem Handtuch sanft ablösen. Aber bitte vorsichtig und nur mit der Haarwuchsrichtung kämmen!

Hat dein Kind Milchschorf, dann solltest du die Behandlung zunächst mit deinem Kinderarzt abklären. Fettende Cremes können helfen, den Juckreiz zu lindern. Von Cremes mit Cortison ist zunächst abzuraten, diese sollten wirklich nur im Extremfall verwendet werden. Außerdem solltest du darauf achten, dein Kleines nicht häufiger als nötig zu baden, das kann nämlich die Haut zusätzlich austrocknen. Damit sich das Baby nachts nicht selbst aufkratzt, kannst du ihm Handschühchen anziehen. Ebenfalls solltest du vorbeugend die Fingernägel immer schön kurz halten.

Hautausschlag bei Baby und Kind

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Doch auch echter Milchschorf sollte dich nicht allzu sehr verunsichern. Es handelt sich zwar, wie gesagt, um eine erste Ausprägung der Neurodermitis, bedeutet aber nicht unbedingt, dass dein Kind ein Leben lang damit Probleme haben muss. Die meisten Kinder mit Neurodermitis sind bis zum Schulalter wieder beschwerdefrei. Bei rund 60 Prozent heilt die Hautkrankheit von selbst und spontan wieder ab. Wie Sie Neurodermitis beim Baby richtig behandeln, das kannst du in nachfolgendem Ratgeber nachlesen.

Milchschorf entfernen?

Milchschorf entfernen – besser nicht!

Leidet Ihr Kind an Neurodermitis, sollten Sie nicht einfach den Milchschorf entfernen. Das Baby hat einen stark juckenden Ausschlag mit entzündeten Stellen und Krustenbildung. Wenn Sie den Milchschorf entfernen, ist das nicht nur sehr schmerzhaft für das Baby – auch entstehen kleine Wunden, die in denen sich schnell Bakterien festsetzen und für eine zusätzliche Entzündung sorgen können.

Neigt Ihr Kind dazu, sich an den Stellen mit Milchschorf zu kratzen, ist es wichtig, dass Sie es vor weiteren Hautschäden schützen. Schneiden Sie seine Fingernägel mindestens einmal in der Woche und feilen Sie spitze Kanten ab. In Phasen mit starkem Juckreiz helfen kleine Fäustlinge, die Sie mit einem Klettverschluss befestigen können.

Milchschorf oder Kopfgneis?

Wenn Ihr Baby bereits vor dem dritten Monat das Ekzem entwickelt hat und kaum Juckreiz zeigt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen Kopfgneis handelt. In diesem Fall sind die Schuppen eher weich und bilden eine Schicht auf der Kopfhaut. Dieses Ekzem ist kein Zeichen für Neurodermitis und heilt meist von alleine aus. Es kommt durch überproduktive Talgdrüsen auf der Kopfhaut zustande. Ziehen Sie den Kinderarzt zurate, wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Milchschorf oder eine andere Erkrankung handelt.

Kopfgneis können Sie im Gegensatz zu Milchschorf entfernen, indem Sie die Kopfhaut des Kindes mit einem milden Babyshampoo waschen. Hat sich eine hartnäckige Schuppenschicht gebildet, können Sie diese vorher mit einem Babyöl unter einer Kopfbedeckung eine Weile einweichen lassen. Mit einer Babybürste lassen sich die Schuppen dann leicht ablösen.

Milchschorf im Gesicht: Sanfte Maßnahmen lösen die Schuppen

30. August 2016 6 Min.

Verkrustungen, wie sie bei Milchschorf, können sich bei Babys nicht nur auf dem Kopf bilden, sondern auch im Gesicht. Viele Eltern verunsichert das – handelt es sich dabei wirklich um Milchschorf oder um eine andere Hautirritation? Woran Sie Milchschorf im Gesicht erkennen und welche sanften Behandlungsmethoden zur Auswahl stehen, lesen Sie hier.

Bei Milchschorf im Gesicht sind bestimmte Hautpartien betroffen

Milchschorf im Allgemeinen – ob nun am Kopf oder im Gesicht – zeichnet sich durch einen Ausschlag mit Rötungen und Bläschen aus. In der Folge entstehen entzündete und häufig weißlich-gelbe Verkrustungen.

Bei der Erkrankung, die normalerweise ab dem dritten Lebensmonat auftritt, handelt es sich nicht nur um ein kosmetisches Problem: Die Babys leiden in der Regel auch unter einem ausgeprägten Juckreiz, der zum Kratzen verleitet. So kann es schnell passieren, dass sich die Kleinen die betroffenen Stellen aufreiben, was wiederum zu Entzündungen und Schmerzen führt.

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Bei Milchschorf im Gesicht können folgende Regionen von den Verkrustungen betroffen sein:

  • im Bereich der Augenbrauen
  • auf der Stirn und am Haaransatz
  • an den Wangen

Wichtig: Milchschorf ist leicht verwechselbar mit Kopfgneis. Dieser kann sich ebenfalls sowohl auf dem Kopf als auch im Gesicht ausbreiten. Die Unterschiede: Die Kruste ist beim Kopfgneis eher fettig und gelblich, zudem verspürt das betroffene Baby keinen Juckreiz. Wenn Sie sich unsicher sind, von welcher Hautveränderung Ihr Kind betroffen ist, sollten Sie Ihren Kinderarzt um Rat bitten. Weitere Unterschiede können Sie zudem unserer Tabelle entnehmen.

Mein Baby kratzt sich – was kann ich tun?

Bei Milchschorf ist der Juckreiz besonders ausgeprägt. Vor allem wenn die Hauterkrankung im Gesicht auftritt, ist es für betroffene Babys einfach, an den juckenden Stellen zu kratzen. Das Problem: In die durch das viele Kratzen wunden und offenen Hautstellen können Bakterien eindringen, die zusätzlich eine Entzündung auslösen.

Aus diesem Grund sollten Sie als Eltern zunächst dafür sorgen, dass sich das Kind nicht ständig kratzt. Hilfreich sind Handschuhe oder Söckchen, die Sie Ihrem Kind über die Hände ziehen. Aber auch ein Kühlkissen ist eine Möglichkeit, den Juckreiz lindern. Legen Sie es Ihrem Baby für einige Momente auf Stirn und Wangen – das beruhigt die Haut. Zudem ist es ratsam, die Fingernägel des Kindes so kurz wie möglich zu halten. So kann es sich zwar noch kratzen, aber nicht mehr verletzen.

Wie kann ich Milchschorf im Gesicht behandeln?

Bei Milchschorf ist es immer empfehlenswert, einen Facharzt in die Behandlung miteinzubeziehen. Insbesondere in ausgeprägten Fällen kann dieser spezielle Cremes, etwa mit dem Wirkstoff Cortison, und/oder ein Mittel gegen den Juckreiz verschreiben.
Wenn die betroffenen Stellen nicht entzündet sind oder nässen, können Sie vorsichtig die Schuppenkruste im Gesicht Ihres Babys entfernen. Ein beliebtes Hausmittel zum Lösen der Schuppen sind Öle wie Olivenöl, Kokosfett oder parfumfreies Baby-Öl.

Folgende Schritte sollten Sie durchführen:

  1. Tragen Sie das Öl auf die betroffenen Stellen auf und lassen Sie es einige Momente einwirken. Wichtig: Im Bereich der Augenbrauen sollten Sie besonders darauf achten, dass das Öl nicht in die Augen fließt. Nutzen Sie beispielsweise ein Wattepad – so können Sie das Öl punktuell auftupfen.
  2. Waschen Sie das Öl mit einer sanften Waschlotion ab.
  3. Die gelösten Schuppen tragen Sie anschließend mithilfe eines feuchten Waschlappens vorsichtig ab.

Neben der Verwendung eines Öls können Sie auch auf ein sogenanntes Keratolytikum aus der Apotheke zurückgreifen. Diese Mittel wirken in der Regel rein physikalisch – das heißt, sie greifen nicht in den Stoffwechsel des Körpers ein. Keratolytika fließen direkt unter die Hautschuppen und lösen diese so sanft – aber effektiv. Die Schuppenlöser können sowohl im Gesicht als auch auf dem Kopf angewandt werden.

Link-Tipp

Mehr zum Thema Milchschorf und Kopfgneis entfernen.

Die Ursachen für Milchschorf im Gesicht sind noch nicht endgültig geklärt

Milchschorf kann Vorbote einer Neurodermitis sein – und für Neurodermitis liegt nach heutigem Wissensstand eine erbliche Veranlagung vor. Somit besteht auch bei Milchschorf die Möglichkeit, dass dieser bei manchen Babys erblich bedingt ist. Kinder mit dieser Veranlagung reagieren zudem häufig mit Hautreizungen auf Negativeinflüsse wie Stress, bestimmte kosmetische Produkte oder auch Lebensmittel wie beispielsweise Nüsse, Eier und Milch.

Weitere Ursachen für Milchschorf können sein:

  • eine unzureichende Schutzfunktion der Haut
  • ein überempfindliches Nervensystem, das heftig auf äußere Reize wie Hitze reagiert
  • eine Unterfunktion der Talgdrüsen, welche die Haut stark austrocknen lässt

Finaler Tipp zum Thema Milchschorf im Gesicht: Babys mit Milchschorf haben generell sehr empfindliche und trockene Haut. Achten Sie deshalb auch auf eine schonende Pflege. Benutzen Sie nur pH-neutrale und parfumfreie Waschlotionen sowie feuchtigkeitsspendende Pflegecremes.

Milchschorf behandeln – alle Infos

  • Sie können den Juckreiz lindern, indem Sie einen Umschlag mit lauwarmen Kräutersud auflegen und etwa 10-15 Minuten einwirken lassen.
  • Für den Kräutersud brühen Sie je 30 g Stiefmütterchenkraut und Zauberstrauchblätter zusammen mit je 20 g Odermennigraut und Taubnesselblüten mit 250 ml Wasser auf und lassen alles 5 Minuten ziehen.
  • Kortisonsalbe sollten Sie möglichst nicht verwenden. Rät Ihr Arzt Ihnen dazu, besprechen Sie mit ihm, wie Sie die Dauer der Anwendung möglichst kurz halten können.
  • Juckreizstillende Cremes, Lotionen und Gels aus der Apotheke helfen in manchen Fällen zugleich, die lästigen Verkrustungen zu lösen.
  • Den schuppigen Milchschorf entfernen Sie am besten nur dann von der Haut Ihres Kindes, wenn es sich um leichte Irritationen ohne Hautrötungen handelt. Auch bei Kopfgneis ist das Entfernen der krustigen Schuppen ohne Risiko für nachfolgende Entzündungen möglich.
  • Die Krusten lösen Sie bei manchen Kindern gut, indem Sie über Nacht mit einem feuchten Umschlag einweichen oder Oliven-, Ringelblumen- oder Johanniskrautöl einmassieren. Anschließend wird mit einem weichen feuchten Tuch vorsichtig abgerieben oder mit einem Babykamm gekämmt.
  • Für die feuchtigkeitsbindende Grundpflege der Baby-(Kopf)haut achten Sie darauf, unparfümierte Pflegeprodukte mit Harnstoff (Urea) zu verwenden.
  • Ziehen Sie dem Kind über Nacht dünne Fäustlinge aus Baumwolle über, wenn es versucht sich mit den Händchen zu scheuern. Außerdem sollten Sie seine Fingernägel penibel kurz halten. So verringern Sie Infektionen.
  • Sorgen Sie dafür, dass das Kind beim Schlafen nicht übermäßig schwitzt. Liegt die Schlafzimmertemperatur bei 18 Grad Celsius, ist die Wärme ausreichend und es genügt ein dünner Schlafanzug aus Baumwolle.

Schuppige Haut: Milchschorf oder Kopfgneis?

Kopfschuppen sind bei Babys meist harmlos. Manchmal aber auch nicht. ­­Worauf zu achten ist, erklärt die pharmazeutisch-technische Assistentin Lejla Karaman.

Frau Karaman, wie erkennt man Milchschorf bei Babys?

Milchschorf beginnt mit trockener Kopfhaut, die schuppt und juckt. Durch Kratzen entzünden sich die schuppenden Stellen. Es bilden sich gelbe, häufig nässende Krusten. Betroffen ist hauptsächlich die Mitte des Vorderkopfs, manchmal sind sie auch an Stirn und Wangen zu sehen. Milchschorf tritt typischerweise nach dem dritten Lebensmonat auf. Bildet die Kopfhaut bereits innerhalb der ersten Lebenswochen fettige Schuppen, handelt es sich wahrscheinlich nicht um Milchschorf, sondern um Kopfgneis.

Was unterscheidet Gneis und Milchschorf?

Kopfgneis, auch Seborrhoisches Ekzem genannt, ist die häufigere, aber unkompliziertere der beiden Hauterscheinungen. Er entsteht durch Reste mütterlicher Hormone, die die Talgproduktion der Kopfhaut anregen. Die fetten Schuppen jucken aber kaum. Sie sind eher ein kosmetisches, vorübergehendes Problem. Beim Milchschorf handelt es sich um eine Hautentzündung, die später in eine Neuro­dermitis übergehen kann. Hier sollte man den Verlauf beobachten, und man kann versuchen den Schorf zu entfernen.

Milchschorf oder Kopfgneis entfernen

Kurz nach der Geburt hat sich die Funktion der Talgdrüsen in der Kopfhaut Deines Babys noch nicht optimal reguliert. Das führt in vielen Fällen dazu, dass sich auf dem Köpfchen Deines Kindes eine dicke, gelblich-bräunliche Schuppenschicht bildet, der sogenannte Kopfgneis. Doch keine Panik. Die fettigen Schuppen sehen zwar nicht besonders schön aus und können leicht ranzig riechen, sind aber bei Kindern bis zum dritten Lebensmonat vollkommen normal. Wenn sich der Hormonhaushalt Deines Kindes eingependelt hat und die Talgdrüsen die Überproduktion aufgeben, verschwindet der Kopfgneis in der Regel von selbst.

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Kopfgneis oder Milchschorf entfernen

Wenn Du den Kopfgneis oder den Milchschorf auf dem Babykopf entfernen möchtest, solltest Du dies sehr behutsam tun: Reibe dazu etwas Öl auf den Kopf Deines Babys. Dieses sollte ein paar Stunden oder über die Nacht einwirken. Achte darauf, dass das Öl ohne Duft- und Konservierungsstoffe ist. Oliven- oder Kokosöl – unser Favorit: das Bio Kokosöl CocoNativo ohne Zusatzstoffe, beispielsweise bei Amazon erhältlichAnzeige – eignen sich außerdem gut. Anschließend kannst Du Deinem Baby das Öl auswaschen und den Milchschorf entfernen.

Das gelingt, indem Du die gelösten Schuppen vorsichtig mit einem feinzinkigen Kamm gegen die Haarwuchsrichtung auskämmst. Achte aber darauf, dass der Kamm an den Enden abgerundet ist, damit Du die zarte Babyhaut nicht verletzt. Unsere Empfehlung: Das Haarbürstenset von Chibello mit 100 % natürlichen Borsten aus Ziegenhaar,Anzeige welches sich ideal zur Prävention von Milchschorf eignet. Im Set enthalten sind: eine Ziegenhaarbürste, eine Holzmassagebürste, ein Holzkamm sowie ein weicher Silikonmassager-Bonus.

Wichtig: Handelt es sich bei der Schuppenkruste um Milchschorf, ist es nicht immer ratsam diesen selbst zu entfernen. Nässt die Kopfhaut oder leidet Dein Baby unter Juckreiz solltest Du nicht selber Hand anlegen. Weitere Informationen erfährst Du unter dem Punkt weiter unten „Vorsicht bei Milchschorf“.

Durch eine Kopfmassage kannst Du der Bildung von noch mehr Kopfgneis entgegenwirken. Benutze dazu eine spezielle Babybürste mit weichen Borsten und kämme die Haare Deines Kindes nach dem Waschen gegen den Strich. So wird die Durchblutung der Kopfhaut gefördert und die Funktion der Talgdrüsen positiv beeinflusst.

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Vorsicht bei Milchschorf

Nicht immer handelt es sich bei den schuppigen Belägen auf dem Babykopf um Kopfgneis. Wenn die Schuppenschicht nicht fettig aussieht, sondern eventuell nässt und sich bis ins Gesicht und auf andere Körperteile ausweitet, handelt es sich wahrscheinlich nicht um harmlosen Kopfgneis, sondern um Milchschorf. Diese Erscheinung wird oft mit dem Kopfgneis verwechselt, kann aber ein erstes Anzeichen für eine verstärkte Allergieanfälligkeit Deines Kindes oder sogar eine frühe Form der Neurodermitis sein. Milchschorf tritt meist erst ab einem Alter von drei Monaten auf und löst starken Juckreiz aus. Oft ist die Kopfhaut unter der schuppigen Schicht daher stark gerötet. Auch Milchschorf kann von alleine wieder verschwinden, es ist jedoch auch möglich, dass sich eine chronische Neurodermitiserkrankung manifestiert. Bei einem Verdacht auf Milchschorf solltest Du deshalb mit Deinem Kinderarzt über eine geeignete Behandlung sprechen.

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