Baby schnarcht beim atmen

Nasenpolypen bei Babys und Kleinkindern

Nasenpolypen können unabhängig von den vergrößerten Rachenmandeln auftreten, behindern allerdings ab einer bestimmten Größe ebenso die Atmung. Werden bei Kinder Nasenpolypen festgestellt, sind diese sehr oft ein Hinweis bzw. eine Begleiterscheinung von Funktionsstörungen der Nasenschleimhaut. Sie zählen außerdem zum Beschwerdebild der zystischen Fibrose (Mukoviszidose).

Atmen durch den offenen Mund und Schnarchen

Da Nasenpolypen mitunter die Nasenatmung stark behindern, atmen Kinder mit diesem Beschwerdebild oftmals durch den Mund. Häufiger Schnupfen, Entzündungen der Gaumen-Mandeln und Husten sind sehr oft die Folge. Durch die Austrocknung der Mundschleimhaut kommt es durch die Nasenpolypen öfter zu Mundgeruch.

Auch die Entwicklung einer näselnden Stimme, Riechstörungen und Kopf- bzw. Druckschmerzen über den Nebenhöhlen gehören zu den Symptomen von Nasenpolypen. Bei Babys und Kleinkindern können sie zusätzlich eine breitere Nase und einen größeren Augenabstand verursachen, wenn sie nicht behandelt werden.

Die Behandlung von Nasenpolypen

Werden Nasenpolypen festgestellt, erfolgt in der Regel zuerst eine medikamentöse Therapie. Bei dieser verschreibt der behandelnde Arzt meist Nasensprays mit Kortisonanteil. Bei Kortison handelt es sich um ein künstlich hergestelltes Hormon, welches in seiner Funktion und Wirkung dem körpereigenen Kortisol entspricht und zu einem Schrumpfen der Nasenpolypen führen kann.

Dieser Effekt tritt allerdings erst einige Tage nach Einnahmebeginn auf. Erreicht das Nasenspray die Nasenpolypen nicht, ist auch eine Behandlung mit Kortisontabletten möglich.

Entstehen die Nasenpolypen aufgrund einer Allergie, helfen Antihistaminika im Akutfall. Langfristig empfiehlt es sich, je nach Form der Allergie, eine spezielle Immunisierungs- bzw. Hypersensibilisierungstherapie durchzuführen.

Kommt es aufgrund von Nasenpolypen zu starken Atembeschwerden unter Anstrengung sowie Atemaussetzern beim nächtlichen Schnarchen, ist die operative Entfernung aus medizinischer Sicht sinnvoll. Je nach Größe der Nasenpolypen kann die Operation ambulant mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Da der Ursprung der Nasenpolypen jedoch häufig tiefer in den Nasennebenhöhlen liegt, ist der Erfolg dieser sogenannten Polypektomie meist nur von vorübergehender Dauer. Um Nasenpolypen vollständig zu entfernen, ist oft eine größere Operation unter Vollnarkose mit stationärem Krankenhausaufenthalt notwendig.

Meist werden bei so einer OP auch die Nasennebenhöhlen saniert, das heißt, minimalinvasiv alle vorhandenen Schleimhautwucherungen entfernt und somit der Abflussweg für das Nasensekret sowie der Atemfluss verbessert.

Eine Korrektur der Nasenscheidewand sowie eine Verkleinerung der Nasenmuscheln können darüberhinaus der Bildung neuer Polypen vorbeugen. Diese Art der operativen Therapie wird jedoch bei Babys und Kleinkinder in der Regel nicht vorgenommen.

„Bei meinem Kind müssen die Polypen entfernt werden!“ Wirklich?

Was sind Polypen?

Der Volksmund spricht von Polypen, wenn Kinder zu häufigen Infekten – oft mit Beteiligung der Ohren und Schwellungen im HNO-Bereich neigen, wenn die Nasenatmung erschwert ist und sie deshalb schnarchen, wenn Kiefer-Fehlstellungen wegen des ständig geöffneten Mundes zu befürchten sind. Die tatsächliche Ursache dafür ist aber meist die Schwellung der Rachenmandel. Im Bereich der Eintrittspforte der meisten Keime, also im Nasen-Rachen-Bereich sind unsere Abwehrkräfte besonders konzentriert: Der so genannte lymphatische Rachenring bildet einen regelrechten Schutzwall gegen Krankheitserreger. Er wird aus den paarigen Gaumenmandeln, der Rachen- und Zungen-Mandel gebildet – allesamt Organe des Lymphsystems, die zum Immunsystem unseres Körpers gehören. Schwellungen der Rachen-Mandeln werden fälschlicherweise gelegentlich als Polypen bezeichnet, dabei sind sie nichts anderes als ein Zeichen höchster Aktivität dieser Abwehr-Organe!

Echte Nasen-Polypen (Polyposis nasi) dagegen treten im Erwachsenenalter auf. Es handelt sich um Wucherungen der Schleimhäute im Bereich der Nase und der Nasen-Nebenhöhlen. Oft sind sie die Folge von chronischer Sinusitis oder allergischem Schnupfen.

Rachenmandeln gehören zum Lymphsystem

Während der Kindheit entwickelt sich das Immunsystem langsam. Lymphatische Organe haben jetzt ihre Hauptaktivitätszeit. Das ist u. a. sichtbar an den vergleichsweise oft geschwollenen Lymphknoten, Mandeln und Schleimhäuten, denn sie alle gehören zum Lymph- und gleichzeitig zum Immunsystem.

Gerade die Rachenmandel, die im Vorschulalter noch vielen Kindern zu schaffen macht, bildet sich später von selbst zurück. Die operative Entfernung der Rachenmandel wird aus ärztlicher Sicht notwendig, wenn Hörstörungen und Kiefer-Fehlstellungen aufgrund der häufigen Entzündungen zu befürchten sind.

Lymphsystem unterstützen!

In Naturheilpraxen und von Lymphdrainage-Therapeuten wird immer wieder beobachtet, dass eine Unterstützung des Lymphsystems die Beschwerden lindern und gegebenenfalls sogar eine Operation überflüssig werden lassen kann.

Geeignet sind v. a. Lymphsalben (z. B. LymphdiaraL® sensitiv Salbe) in Kombination mit oralen Lymphmitteln, wie Lymphdiaral® Basistropfen SL und Lymphdiaral® Halstabletten. Im Wechsel mit Tonsillopas® Tropfen eingenommen, sind sie eine gute Option bei den Beschwerden, die die volkstümlichen „Polypen“ im Nasen-Rachen-Bereich verursachen.

Tipp: Beim sanften „Einstreicheln“ der Lymphdiaral® sensitiv Salbe N im Bereich der Halslymphknoten sollte die Lymphabflussrichtung beachtet werden: Lymphsalben immer sanft kreisend auftragen: hinterm Ohr beim beginnend, über die Lymphknoten am seitlichen Hals bis in die Schlüsselbein-Gegend.

Die Behandlung von Polypen an sich erfordert ein individuelles Behandlungskonzept, welches nur von einem/r naturheilkundlichem/n Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/in erstellt werden kann.

Lymphdiaral® Basistropfen SL

Zusammensetzung: 10 g (=10,5 ml) enthalten: Wirkstoffe: Taraxacum Ø 0,80 g, Calendula Ø 0,45 g, Arsenicum album Dil. D8 0,1 g, Chelidonium Dil. D8 0,05 g, Echinacea Dil. D3 0,03 g, Phytolacca Dil. D2 0,05 g, Hydrastis Ø 0,1 g, Lycopodium Dil. D2 0,1 g, Sanguinaria Dil. D8 0,01 g. Sonstige Bestandteile: Ethanol 86 % (m/m), gereinigtes Wasser. Enthält 39 Vol.-% Alkohol. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Unterstützende Behandlung von Infekten der oberen Atemwege, insbesondere mit Beteiligung des lokalen Lymphsystems. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder gegen Korbblütler oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: In sehr seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen z. B. Hautausschlag, Hautrötung, Nesselsucht (Urticaria) und Juckreiz auftreten. Erstverschlimmerung prinzipiell möglich. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, [email protected], www.pascoe.de

Lymphdiaral® Halstabletten

Zusammensetzung: 1 Tablette enthält: Wirkstoffe: Scrophularia nodosa Ø 100 mg, Echinacea Trit. D3 100 mg, Mercurius bijodatus Trit. D12 100 mg. Sonstige Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Calciumbehenat. Enthält Lactose. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Neigung zu Infekten im Hals-Nasen-Rachenbereich mit Beteiligung des lokalen Lymphsystems. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe, gegen Korbblütler oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Schilddrüsenerkrankungen. Aus grundsätzlichen Erwägungen nicht anwenden bei progredienten Systemerkrankungen wie TB, Leukämie, leukämieähnlichen Erkrankungen, Kollagenosen, MS, Autoimmunerkrankungen, AIDS-Erkrankung, HIV-Infektion und anderen chron. Viruserkrankungen. Nebenwirkungen: Speichelfluss und gelegentlich allergische Reaktionen möglich (Mercurius bijodatus). In Einzelfällen können bei Arzneimitteln mit Sonnenhut Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Es wurden Hautausschlag, Juckreiz, selten Gesichtsschwellungen, Atemnot, Schwindel und Blutdruckabfall beobachtet. Erstverschlimmerungen prinzipiell möglich. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, [email protected], www.pascoe.de

Lymphdiaral® sensitiv Salbe N

Zusammensetzung: 10 g enthalten: Wirkstoffe: Conium Dil. D2 0,4 g, Calendula Ø 0,2 g, Mercurius bijodatus Trit. D5 0,01 g, Stibium sulfuratum nigrum Trit. D2 0,01 g. Sonstige Bestandteile: Gereinigtes Wasser, emulgierender Cetylstearylalkohol (Typ A), Ethanol 86 % (m/m), oleat, Sorbitol-Lösung 70%. Enthält Cetylstearylalkohol. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Unterstützende Behandlung des lokalen Lymphsystems bei Infekten des Hals-Nasen-Rachenraumes. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder gegen Korbblütler oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Sehr selten können juckende Hautausschläge auftreten, die nach Absetzen der Salbe abklingen. Erstverschlimmerung prinzipiell möglich. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, [email protected], www.pascoe.de

Tonsillopas®

Mischung. Zusammensetzung: 10 g (= 10,3 ml) enthalten: Wirkstoffe: Baptisia (HAB 34) Dil. D1 (HAB, V. 3a) 1 g, Mercurius cyanatus Dil. D8 4 g, Ammonium bromatum Dil. D4 1 g, Kalium bichromicum Dil. D4 1 g, Kalium chloratum Dil. D2 1 g, Apisinum Dil. D6 2 g. Bestandteile 2-6 gemeinsam potenziert über die letzte Stufe. Enthält 25 Vol.-% Alkohol. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Entzündungen des Rachenraumes. Gegenanzeigen: Alkoholkranke, Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe, gegen Bienengift, Brom und Chrom oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: In Einzelfällen verstärkter Speichelfluss wegen Mercurius sowie in Einzelfällen Hautreaktionen möglich. Erstverschlimmerungen prinzipiell möglich. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, [email protected], www.pascoe.de

Polypen (Vergrösserung der Rachenmandeln)

Adenoide, d.h. Vergrösserungen der Rachenmandeln, werden im Volksmund als Polypen oder auch Wucherungen bezeichnet. Sie sind im Kindesalter recht häufig, weil der Körper sein Abwehrsystem erst noch trainieren muss. Es besteht auch eine familiäre Neigung zur Ausbildung besonders grosser Polypen, die den Nasenrachenraum teilweise oder vollständig verlegen können.

Häufige Entzündungen (mit z.B. Streptokokken, die auch Scharlach verursachen) bewirken eine Gewebsvermehrung (Wucherung) der Rachenmandel und schliesslich eine Verlegung des Nasenrachenraumes. Auch fördern sie Infekte der Nachbarorgane. Kinder mit vergrösserten Adenoiden neigen deshalb zu immer wieder auftretenden eitrigen Entzündungen, v.a. akute Mittelohrentzündungen. Nicht selten ist auch die Gaumenmandel, d.h. die Tonsille oder die eigentliche Mandel, vergrössert.

Die wichtigsten Symptome verursachen die Polypen durch die Behinderung der Nasenatmung. Meist besteht auch ein chronischer Schnupfen. Die Kinder wirken blass und atmen fast immer durch den Mund. Sie leiden unter Schlafstörungen und nächtlichem Schnarchen mit Atemaussetzern (Apnoe-Phasen), wirken deshalb tagsüber schläfrig und verträumt. Die Sprache ist oft näselnd. Es entwickelt sich schliesslich eine Schallleitungsstörung, d.h. eine Mittelohr-Schwerhörigkeit des Kindes, die im Extremfall auch zu einer verzögerten Sprachentwicklung führen kann.

Bis zum Pubertätsalter bilden sich die Polypen meist zurück, und auch die Infektanfälligkeit wird geringer. Trotzdem gibt es Fälle, in denen man nicht darauf warten sollte: Ist das Kind in seinem Allgemeinzustand beeinträchtigt oder hat es häufig Mittelohrentzündungen, Nebenhöhlenentzündungen oder eine Bronchitis; oder gibt es sogar Anhalt für eine Entwicklungs- bzw. Sprachentwicklungsverzögerung, sollte eine Polypen-Entfernung (Adenotomie, Adenoidektomie) überlegt werden. Gleichzeitig kann ein Trommelfellschnitt durchgeführt und eventuell vorhandener Schleim abgesaugt werden (sog. Paracentese). Oft müssen Paukenröhrchen zur dauerhaften Belüftung und Drainage des schleimigen oder eitrigen Sekretes im Mittelohr (Paukenerguss) gelegt werden.

Der Eingriff findet bei Kindern in der Regel schonend in Vollnarkose statt, so dass eine gründliche Untersuchung des Nasenrachenraumes und eine vollständige Entfernung der Polypen sichergestellt wird. Nur bei sehr kleinen Kindern sollte die Operation nicht ambulant durchgeführt werden. Eine Nachblutung ist extrem unwahrscheinlich. Von aussen sichtbare Narben entstehen dabei nicht.

Wissen

Rachenmandeln überlegt operieren

Newsticker

Nutzen fraglich | 25.07.2018

Die Entfernung von Gaumenmandeln oder Polypen wird häufig bei Kindern durchgeführt, um chronische Mandelentzündungen, Mittelohrentzündungen oder Atembeschwerden zu behandeln. Als Teil des sich noch entwickelnden Immunsystems schützen sie aber sowohl direkt als auch indirekt vor Krankheitserregern, indem sie andere Immunreaktionen stimulieren. Wirkt sich die frühe Entfernung von Mandeln oder Nasenpolypen deshalb negativ auf die spätere Gesundheit aus? Eine Forschergruppe wertete die Daten von 1.2 Mio. dänischen Kindern aus: Wurden bei den Kindern bis zum neunten Lebensjahr die Mandeln oder Polypen entfernt, stieg ihr Risiko für spätere Atemwegserkrankungen, Infektionen und Allergien auf das fast Dreifache an. Eine Entfernung von Polypen ergab ein etwa doppelt so hohes Risiko für eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Erkrankungen der oberen Atemwege und Bindehautentzündungen. Im Gegensatz dazu seien die langfristigen Vorteile einer Operation meist gering gewesen.

Dicke Mandeln gehen auf die Ohren: Bei Kleinkindern sind Mittelohrentzündungen keine Seltenheit, manche leiden darunter mehrmals pro Jahr. HNO-Ärzte aus Kairo haben nun herausgefunden, dass geschwollene Rachenmandeln (Polypen) der Grund für wiederholte Ohrinfektionen sein können. Weitere Risikofaktoren sind der Nuggi und eine Stillzeit von weniger als drei Monaten. Die plausible Erklärung: Die dicken Mandeln drücken auf die Verbindung zwischen Ohr und Rachen (die Eustachische Röhre), Sekret kann nicht abfliessen und Bakterien vermehren sich. Langes Stillen könne die Säuglinge hingegen mit mütterlichen Antikörpern gegen die Erreger versorgen und sie vor einer Otitis media schützen. (swissmom-Newsticker, 20.11.2013)

Letzte Aktualisierung : 23-01-20, BH

Sobald dein Baby schnarcht, solltest du sicherstellen, dass diese Geräusche keine Hinweise auf etwas Ernsteres sind. Viele neugeborene und Kleinkinder schnarchen in jungen Jahren, mach dir also keinen Kopf. Dennoch solltest du aufpassen und dich hier informieren, was das Schnarchen deines Kindes bedeutet.

Warum dein Baby schnarcht

Meistens haben schnarchende Babys verstopfte Nasen. Sofern dies der Fall ist, können Nasenblockaden durch Verwendung von Kochsalzlösungstropfen aufgeklärt und behoben werden.

Sobald Babys wachsen, nimmt die Größe ihrer Nasenlöcher zu und das Problem des Schnarchens klingt normalerweise mit dem Alter ab. Aber Schnarchen kann auch ernstere Probleme anzeigen. Wenn das Schnarchen deines Babys anhält und sich nach der Einnahme von Kochsalzlösung verschlechtert, empfehlen wir, die Geräusche mit einer Kamera oder einem Tonbandgerät aufzuzeichnen und bei deinem Kinderarzt abzuspielen.

Baby schnarcht: Schnarchen als Symptom

Lautes Schnarchen kann ein Zeichen für viele Dinge sein, einschließlich vergrößerte Mandeln oder Polypen, ein abgewichenes Septum oder sogar Schlafapnoe.

Hinweis: Obwohl Schnarchen nur unser Körper ist, der ein Geräusch macht, ist es normalerweise ein Symptom für ein größeres Problem und alle möglichen Probleme machen es unseren Kindern schwerer zu atmen und guten Schlaf zu bekommen. Kinder, die gewohnheitsmäßig schnarchen, bekommen möglicherweise keine richtigen tiefen Schlafphasen. Ihre Körper wecken sie möglicherweise wegen der mühsamen Atmung und dem Aufbau von Kohlendioxid in den teilweise kollabierten oder verstopften Atemwegen.

Es ist nicht nur anstrengend zu atmen, es behindert auch den richtigen Schlaf und verursacht zusätzliche Probleme. Schlafentzug kann sich nachteilig auf Wachstum und Entwicklung auswirken.

Es kann sogar zu Dingen führen wie:

  • schlechte Gewichtszunahme
  • dunkle Ringe unter ihren Augen
  • ADHS-Verhalten
  • Bettnässen
  • nächtlicher Terror
  • Fettleibigkeit

Ein Kind, das schnarcht, ein schlechter Esser ist oder nicht gut an Gewicht zunimmt, kann erhebliche Probleme mit Mund, Rachen, Lunge oder Herz haben.

Viele dieser Probleme sind wahrscheinlich relativ früh im Leben des Kindes bekannt, können sich aber im ersten Jahr entwickeln.

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Jedes Kind, das nachts schwer schlafen kann, Schwierigkeiten beim Atmen während des Tages hat, oder Schwierigkeiten hat zu essen und Gewicht zuzunehmen, sollte von seinem Kinderarzt vollständig bewertet werden.

Baby schnarcht: Andere schwere Krankheiten 😱

Sobald ein Baby schnarcht kann es auch andere Krankheiten beinhalten

Leider kann Schnarchen auch ein Symptom der Laryngomalazie sein. Das Kinderkrankenhaus von Philadelphia definiert dies als eine Erweichung der Gewebe der Stimmschachtel (Larynx) über den Stimmbändern.

Anzeige Die Kehlkopfstruktur ist missgebildet und schlaff, was dazu führt, dass das Gewebe über die Öffnung der Atemwege fällt und diese teilweise blockieren.

Für die wenigen Babys mit schwerer Laryngomalazie, die das Atmen oder Essen stören, kannst du entweder einen Atemschlauch benutzen oder eine rekonstruktive Operation durchführen lassen. Atemschläuche können gelegentlich Infektionen verursachen, die auch zu rekonstruktiven Operationen führen.

Das primäre Ziel der laryngotrachealen Rekonstruktionsoperation ist es, einen dauerhaften, stabilen Atemweg für ein Kind ohne Atemschlauch zu schaffen. Eine Operation kann auch Stimm- und Schluckprobleme verbessern.

Schlafuntersuchungen und andere Schlaftests 👨‍⚕️

Während Schlaf-Vergleichs in der Regel für ältere Kinder empfohlen werden, ist es ein Verfahren, das notwendig sein könnte, sobald ein Kind abnorme Schnarch Probleme hat, die im Säuglingsalter begann.

Falls dein Kleinkind oder Kind sich einem Schlaftest oder einem Polysomnogramm unterziehen muss, unterstütze dein Baby auf diesem Wege. Hinweis: Zum Beispiel können die Eltern in dem Zimmer mit dem Kind schlafen, tragen den gleichen Pyjama, bestellen Essen zum Mitnehmen und bleiben lange auf. Auf diese Weise wird sich der Schlaftest eher wie eine Pyjamaparty als eine medizinische Untersuchung anfühlen.

Andere medizinische Vorführungen für das Schnarchen von Babys und Kindern umfassen:

  • endoskopische Untersuchungen mit direktem Blick auf den Atemweg
  • Lungenfunktionstests zur Beurteilung der Lunge
  • CT-Scans
  • MRT-Vergleichs
  • Sprach- und Schluckvorführungen

Fazit zu Baby schnarcht ✅

Viele Eltern sind besorgt, wenn ihre Kinder schnarchen. Oft liegt es verstopften Atemwege oder an einer schlechten Ernährung. Besuche deinen Kinderarzt und informiere dich, was gegen das Schnarchen deines Kindes hilft.

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Alarmierende Atemgeräusche? Wenn Dein Baby im Schlaf röchelt

Auf lautes Röcheln folgt absolute Stille, dann ein kräftiges Atemholen. Wieder ein Röcheln. Neugeborene Babys können im Schlaf ganz schön laut sein! Viele Mamas haben das auch bei ihrem Nachwuchs beobachtet: Das Röcheln klinge, als sei Flüssigkeit am falschen Ort. Zeitweilig erinnere es auch an ein Grunzen oder Schnarchen. Andere sagen, es klinge, als würde etwas in der Nase oder im Hals den Luftfluss blockieren. Es entstehen Geräusche, als sei das Baby verschnupft, obwohl die Nase eigentlich frei ist. Kaum wacht das Neugeborene am nächsten Tag auf, ist das Phänomen vorbei. Was hat es damit auf sich, dass Dein Baby röchelt?

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Die Atmung von Säuglingen

Neugeborene durchlaufen in der Nacht verschiedenen Atem-Zyklen. So ist der Schlaf Deines Babys phasenweise tief und lautlos oder eben auch sehr geräuschvoll. Dann begleiten Dich ein Röcheln, Schnarchen oder Grunzen durch die Nacht. Zusätzlich können Atempausen von bis zu 5 Sekunden entstehen, die von tiefen Atemzügen abgelöst werden. Gerade wenn es sich um Dein erstes Kind handelt, sind diese nächtlichen Atemgeräusche natürlich besorgniserregend und halten Dich wach. Doch ernste Warnsignale sind das Röcheln beim Atmen und die Atempausen nicht. Auch sind sie kein Hinweis auf den gefürchteten Plötzlichen Kindstod (SIDS).

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Warum röchelt Dein Baby im Schlaf?

Wenn gesunde Neugeborene im Schlaf brummend-röchelnde Töne von sich geben, ist das normal und harmlos. Das Röcheln von Neugeborenen wird in Fachkreisen als „Karcheln“ bezeichnet und es entsteht, wenn Schleim den Kehlkopf bedeckt. Da Babys sich noch nicht räuspern können, um den Schleim loszuwerden, kommt es zu den auffälligen Atemgeräuschen. Diese treten unmittelbar nach der Geburt auf und verschwinden von selbst – in der Regel bis zum 5. Lebensmonat.

Ernste Atemprobleme beim Baby erkennen

Auffälligkeiten bei der Atmung Deines Babys, die Du ernst nehmen solltest, gibt es jedoch auch. Beobachte Deinen Schatz im Zweifel genau. Tritt eines dieser Warnsignale auf, solltest Du Deinen Kinderarzt aufsuchen oder unmittelbar einen Notruf absetzen:

  • Dein Baby atmet zu schnell (öfter als 55 mal pro Minute).
  • Dein Baby hat Schwierigkeiten beim Atmen: Dies erkennst Du daran, dass Dein Baby öfters bellend hustet oder krächzende Geräusche von sich gibt. Mitunter sind die Nasenflügel aufgebläht und die Brustmuskeln sind sichtbar anspannt.
  • Apnoe: Diese ernst zu nehmenden Atemaussetzer hat Dein Baby, wenn es länger als zehn Sekunden lang keine Luft holt. Normal sind Atemaussetzer bis zu fünf Sekunden mit darauf folgenden tiefen Atemzügen.
  • Sauerstoffmangel: Eine bläuliche Verfärbung an den Fingern oder im Gesicht deutet auf einen Sauerstoffmangel hin.
  • Atemwegsinfekt: Ein Pfeifen beim Ein- und Ausatmen kann auf einen Atemwegsinfekt wie zum Beispiel eine Bronchitis hindeuten.

Häufige beschwerden Kinder – Schnarchen | Mundatmung

Welche Aufgaben haben die Mandeln?

während der ersten 10 Lebensjahre wird das Immunsystem Ihres Kindes ausgebildet. Das Abwehrgewebe im Rachen und hier besonders die Rachenmandel (Tonsilla pharyngea, im Volksmund als „Polypen“ bekannt) und die Gaumenmandeln (Tonsilla palatina) spielen dabei eine sehr wichtige Rolle. Normalerweise bilden sich die Gaumenmandeln ab dem 10. Geburtstag zurück.

Welche Erkrankungen der Mandeln gibt es?

Im Rahmen ihrer Aufgaben entzünden sich die Mandeln hin und wieder. Meistens handelt es sich um virale Entzündungen, bei denen eine Behandlung der Beschwerden mit schmerzstillenden und fiebersenkenden Mittel notwendig wird. Insbesondere ein übermäßiger Flüssigkeitsverlust muss bei Kindern vermieden werden.

Bei eitrigen Entzündungen, die durch Bakterien hervorgerufen werden ist die Behandlung mit einem Antibiotikum notwendig. So lassen sich Folgekrankheiten wie das rheumatische Fieber, Gelenk-, Nieren- oder Herzklappenentzündungen vermeiden. Die Behandlungsdauer beträgt regelhaft 10 Tage, um den Erfolg der Therapie sicherzustellen.

Mitunter werden die Mandeln so groß, dass sie die Atmung und die Nahrungsaufnahme behindern. Zu den Hauptsymptomen gehört der ständig offen stehende Mund, weil die Kinder über die Nase nicht ausreichend Luft bekommen. Nächtliches Schnarchen, Appetitlosigkeit, ständiger Schnupfen, häufige Infekte und vor allem häufig auftretende Mittelohrentzündungen können ebenfalls Folge der vergrößerten Mandeln sein. Langfristig ist mit einer Schwerhörigkeit, einer unvollständigen Sprachentwicklung, Zahnfehlstellungen und Verbiegungen der Nasenscheidewand zu rechnen. Kinder wachsen im Schlaf, weil das Wachstumshormon nachts ausgeschüttet wird. Für ein normales Wachstum des Kiefers und des Gaumens ist ein geschlossener Mund während des Schlafs die Grundvoraussetzung.

Ein dauerhaft schnarchendes Kind ist krank!

Mein Kind hat im Schlaf Atemaussetzer?

Kinder mit einem Schlafapnoesyndrom schnarchen nicht nur. Bei Ihnen verlegen die Mandeln der Rachen soweit, dass es im Schlaf zu Atemstillständen kommt. Die Kinder sind dann morgens quengelig und nicht ausgeschlafen. Oft weisen sie auch Symptome auf, die mit dem Zappelphilipsyndrom (ADHS) verwechselt werden können. Im Gegensatz zu Erwachsenen, die tagsüber müde und schläfrig sind, werden müde Kinder eher aktiv und unruhig und sind für ihre Umgebung sehr anstrengend. Auch die schulischen Leistungen sind bei diesen Kindern im Vergleich zu gesunden Kindern deutlich schlechter.

Ob ihr Kind schnarcht oder an einem Schlafapnoesyndrom leidet können Sie leicht selbst herausfinden. Gehen sie einfach nachts in das Schlafzimmer Ihres Kindes und beobachten sie es für 5 bis 10 Minuten. Sollten Sie Schnarchgeräusche oder gar Atemaussetzer beobachten ist ein Besuch beim Kinder- oder HNO-Facharzt dringend zu empfehlen.

Wie werden Kinder mit Atemaussetzern behandelt?

Wenn Kinder eines oder mehrere der beschriebenen Symptome zeigen, ist eine Entfernung der Rachenmandel und meist auch die Verkleinerung der Gaumenmandeln (Tonsillotomie) zu empfehlen. Eine vollständige Entfernung der Gaumenmandeln geht mit einem Nachblutungsrisiko von 1 bis 2% einher und führt zu deutlich mehr Schmerzen als eine Teilentfernung. Nicht immer ist es notwendig und sinnvoll, vergrößerte Gaumenmandeln ganz zu entfernen. Durch den Einsatz des Lasers können wir Ihnen für Ihr Kind ein besonders schonendes Operationsverfahren anbieten.

Bei dieser Tonsillotomie wird nur ein Teil der Gaumenmandel abgetragen. Mit einem Laser wird dabei der mittlere Anteil der vergrößerten Gaumenmandeln entfernt. Auf diese Weise entsteht wieder mehr Platz im Rachenraum. Der äußere Anteil der Gaumenmandeln bleibt vollständig erhalten und damit auch das für das Immunsystem wichtige aktive Mandelgewebe.
In zahlreichen Studien erwies sich die teilweise Mandelentfernung als wesentlich patientenfreundlicher als eine Totaloperation, beseitigt die kindliche Schlafapnoe aber genauso effektiv.

Laser- Tonsillotomie

Der Eingriff wird vor allem bei kleinen Kindern etwa zwischen dem 3. und 7. Lebensjahr durchgeführt, wenn die Tonsillen wegen ihrer Größe zur Behinderung der Atmung führen,
Die eigentliche Operation dauert nur etwa 30 Minuten und kann problemlos ambulant in Vollnarkose durchgeführt werden. Wenige Stunden nach dem Eingriff können Sie mit Ihrem Kind nach Hause, in die gewohnte Umgebung zurückkehren.

In bestimmten Fällen bietet sich an, die Tonsillotomie gemeinsam mit einer Rachenmandelentfernung durchzuführen.
Wenn Sie es wünschen oder es aus medizinischen Gründen notwendig erscheint, stehen uns Belegbetten im Bethel-Krankenhaus zur Verfügung.

Einige gesetzliche Krankenkassen sind bereit diese Operationen zu bezahlen. Den Versicherten der anderen Kassen müssen wir die entstehenden Kosten direkt in Rechnung stellen. Ein Antrag auf Kostenübernahme hat jedoch oft Erfolg, denn keine Krankenkasse will auf junge und in der Regel gesunde Versicherte verzichten.

Auch Kinder schnarchen

Mehr als die Hälfte aller Kinder zwischen ein und vier Jahren schnarchen gelegentlich, acht Prozent davon aber jede Nacht. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Kinder an, die regelmässig schnarchen, und Knaben schnarchen häufiger als Mädchen. Laut Schätzungen leidet jeder fünfte kindliche Schnarcher unter Schlafapnoe. In seltenen Fällen kann die nächtliche Atmungsstörung den Kindern sogar so viel Kraft beim Atmen abverlangen, dass es zu einer Entwicklungsverzögerung kommt.

Schlechter Schlaf wirkt sich ungünstig aus

Schnarchen ist daher ein Warnsignal für gestörten Schlaf. Kinder, die nicht ausgeruht sind, sind nicht so leistungsfähig und können sich nicht so gut konzentrieren. Auch Tagesmüdigkeit, Hypermobilität und Blässe sind bei schnarchenden Kindern häufiger als bei Kindern, die nachts ruhig durchschlafen können. Kleine „Baumfäller“ sind auch infektanfälliger. Sie leiden wesentlich häufiger unter chronischem Husten, Erkältungskrankheiten und Ohrinfektionen.

Woran liegt es, wenn ein Kind schnarcht?

Ursache des nächtlichen „Sägens“ kann die Blockade der oberen Atemwege sein, die durch eine vergrösserte Rachenmandel, auch bekannt unter der Bezeichnung „Polypen“, hervorgerufen wird. Aber auch vergrösserte Gaumenmandeln (Tonsillen) sind oft an der erschwerten Atmung schuld. Übergewicht verstärkt solche Probleme. Auch Passivrauchen kann Schnarchen bei Kindern auslösen: Schon wenn nur ein Elternteil in der Umgebung von Ein- bis Vierjährigen raucht, erhöht sich deren Risiko zu schnarchen um 60 Prozent.

Das Schnarchen lässt sich oftmals durch das Abschaben der Polypen (Adenotomie) behandeln. Sind die Gaumenmandeln ebenfalls stark vergrössert, so können sie mit Hilfe eines Lasers teilweise entfernt werden. Diese so genannte „Tonsillotomie“ kann auch schon bei kleinen Patienten unter fünf Jahren angewandt werden. Ein Teil des Mandelgewebes bleibt erhalten und behält seine Abwehrfunktion gegenüber Krankheitserregern bei.

Sollte Ihr Kind schnarchen, so sprechen Sie dies beim nächsten Besuch des Kinderarztes an. Er wird das Kind untersuchen und gegebenenfalls an einen Hals-Nasen-Ohrenarzt überweisen. Bei Kindern, die regelmässig schnarchen, gehört auch eine Untersuchung durch einen Schlafmediziner dazu, evtl. auch ein Termin beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden.

Kindliches Schnarchen kann Verhalten stören

Dicke Säger | 28.02.2018

Auch bei Kindern beeinflussen sich Schnarchen und Übergewicht gegenseitig. Amerikanische Forscher fanden heraus, dass Kinder, die schnarchten, als Jugendliche zu Übergewicht und einem vergrösserten Bauchumfang tendierten. In dieser Körperregion gelten Fettablagerungen als besonders schädlich für die Gesundheit. Schnarchen sollte deshalb wie das Übergewicht bei Kindern frühzeitig abgeklärt und behandelt werden, um den Teufelskreislauf von schlechtem Schlaf, Übergewicht und chronischen Erkrankungen, wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen später im Leben zu durchbrechen, rät der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Folgen von nächtlichen Atemproblemen können auch starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schulprobleme und Verhaltensauffälligkeiten sein

Letzte Aktualisierung : 24-01-20, BH

Sieben Tipps, damit Ihr Baby gut schläft

Auch Schlafen will gelernt sein. Sie können Ihrem Baby dabei helfen, indem Sie es früh ermutigen, gesunde Schlafgewohnheiten zu entwickeln.
Die meisten Säuglinge und Kleinkinder werden immer mal wieder Schlafprobleme haben – beispielsweise wenn die Zähne durchbrechen oder andere große Schritte in der Entwicklung geschehen. Das lässt sich nicht verhindern. Aber wir haben sieben absolut hilfreiche Schlaftipps für Sie, die von Experten empfohlen und von vielen Eltern getestet wurden. Wagen Sie einen Versuch!

  1. Fragen Sie Ihren Kinderarzt/Ihre Kinderärztin, wenn Sie glauben, dass die Schlafprobleme mit gesundheitlichen Ursachen zusammenhängen könnten.
    Ein Anzeichen dafür kann sein, dass Ihr Baby schnarcht. Mit einer verstopften Nase bei Erkältung lässt es sich schlecht schlafen. Vielleicht ist das Schnarchen auch Anzeichen für das sogenannte obstruktive Schlafapnoesyndrom, das bei Babys und Kindern nicht selten ist.
    Auch Adenoide (Polypen) sind oft schuld an Schlafstörungen, weil sie die Nasenatmung behindern und zu häufigem Schnarchen führen. Babys mit verstärktem Reflux können ebenfalls Schlafprobleme haben, denn wenn ein Baby viel spuckt, dann kann es durch die Magensäure Halsschmerzen haben. Es gibt auch den sogenannten „Stillen Reflux“, der sich durch Schreien nach dem Trinken, Trinkverweigerung und Gewichtsverlust bemerkbar machen kann.
  2. Machen Sie Ihr Baby müde.
    Setzen Sie Ihr Baby in ein Tuch oder eine Trage und tragen Sie es mit sich herum. Vielen Babys reicht zumindest zu einigen Zeiten ein Nickerchen von einer Stunde, dann sind sie wieder wach. Wenn Sie es aber am Körper mit sich tragen, kann ein Nickerchen auch zwei oder drei Stunden dauern.
    Achten Sie auf eine gute Balance zwischen Action wie Babyschwimmen, Krabbelgruppe und ruhigen Zeiten zuhause.Ein Termin pro Tag ist für ein Baby meist völlig ausreichend und wenn es oft mehr ist, kann es zu Überreizung kommen.
  3. Schaffen Sie regelmäßige Abläufe und Routinen
    Babys und Kinder mögen Rituale und vorhersehbare Tagesabläufe. Finden Sie heraus, was Sie und Ihr Kind mögen und was in Ihren Tagesablauf passt. Vielleicht „lesen“ Sie gemeinsam ein Bilderbuch, kuscheln ein wenig oder baden Ihren Schatz. Wobei immer Sie beide sich wohlfühlen, ist richtig für Sie. Tägliches Baden ist allerdings nicht gut für die Haut – eine Massage kann dann eine Alternative sein.
    Wenn Sie sich für ein Nachtlicht entscheiden, dann sollten Sie ein rotes wählen, da das die Produktion des Schlafhormons Melatonin am wenigsten stört. Es sollte die Nacht über anbleiben,denn wenn ihr Baby nachts wach wird, dann werden die gewohnten Reize ihm helfen, wieder einzuschlafen.
  4. Legen Sie Ihr Baby (fast) wach ins Bett.
    Wenn Ihr Baby auf dem Arm einschläft, sich dann aber später im Bett wiederfindet, wird es wahrscheinlich irritiert sein. In den ersten drei Monaten macht das oft wenig Probleme und es ist völlig normal, dass ein Baby beim Stillen oder Tragen einschlummert. Danach sollten Sie aber versuchen, es kurz bevor es einschläft (also nicht hellwach) in sein Bettchen zu legen. Nehmen Sie es nicht direkt hoch, wenn es weint, sondern versuchen Sie einige Minuten, es im Bett zu beruhigen – wenn es weint, liebkosen Sie es und beruhigen Sie es mit „Sccchhhh“. Diese Technik funktioniert seit Jahrhunderten.
  5. Lehren Sie Ihr Baby, sich selbst zu beruhigen.
    Versuchen Sie, die Einschlafhilfen schrittweise zu reduzieren – erst streicheln Sie Ihr Baby noch, bis es einschläft, dann verkürzen Sie die Zeit und stehen nur noch singend daneben, schließlich stehen Sie nur noch an der Tür. Kuscheln und Streicheln sollte es aber immer geben, bis das Kind ruhig und schläfrig geworden ist.
    Etwa im Alter von sechs Monaten können Sie ein „Bezugsobjekt“ einführen – ein kleines Stofftier beispielsweise (ohne Knöpfe und andere Kleinteile), das als Tröster in der Nacht fungiert. Das Bezugsobjekt sollte ausschließlich und allein für die Bettzeit genutzt werden. Anfangs können sie es aber zwischendurch zum Kuscheln nehmen und Sie sollten es auch in das Abendritual einbauen, während Sie mit Ihrem Kind kuscheln.
  6. Bitten Sie um Hilfe.
    Eltern müssen lernen, dass sie nicht immer alles allein schaffen können, und wann der Zeitpunkt gekommen ist, um Hilfe zu bitten. Wenn Sie mit den Nerven am Ende sind oder fürchten, dass Sie Ihrem Kind etwas antun könnten, dann bitten Sie jemanden aus Familie oder Nachbarschaft darum, Ihnen Ihr Baby für einige Stunden abzunehmen. Es gibt auch ehrenamtliche Angebote wie z.B. „wellcome“ oder „Familienpaten“, bei denen geschulte Ehrenamtliche Eltern Ruhezeiten ermöglichen.
  7. Zu guter Letzt: Geben Sie nicht auf!
    So schwer es manchmal zu glauben ist: Irgendwann lernt jedes Kind schlafen. Vergessen Sie nicht den Lieblingsspruch vieler Eltern: Es ist alles nur eine Phase! Klingt abgedroschen, ist aber wahr! Vielleicht haben Sie noch nicht die richtige Methode gefunden, die Ihrem Kind (und damit Ihnen) eine ruhige Nacht beschert. Oder der richtige Zeitpunkt ist noch nicht gekommen.
    Doch wenn Sie konsequent an einer Lösung arbeiten, dann werden Sie sie finden, das ist ganz sicher. Schon kleine Verbesserungen im Schlafverhalten sollten Sie als Erfolg sehen und sich dann weitere Ziele stecken.

Und bei allen Versuchen, die Sie unternehmen, sollten Sie nie am Ende den Gute-Nacht-Kuss vergessen.
Lesen Sie, wie Sie bis dahin mit Schlafmangel fertig werden und sich mit Ihrem Partner beim Schlafen abwechseln können. Zuletzt überarbeitet: Oktober 2019

Körperliche Beschwerden können den Schlaf stören

Schnarchen und obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom

Schnarchen ist schon bei kleinen Kindern recht verbreitet: Ungefähr sieben Prozent aller 2- bis 6-Jährigen schnarchen regelmäßig. Doch Schnarchen ist nicht gleich Schnarchen. Das sogenannte primäre (gleichmäßige, leise) Schnarchen ist eher harmlos und tritt besonders bei Kindern mit sehr engen Nasengängen, vergrößerten Polypen oder einem schmalen Mittelgesicht auf.

Eine weitere Ursache für kindliches Schnarchen kann aber das sogenannte obstruktive (Atemweg verengende) Schlaf-Apnoe-Syndrom (OASA) sein, eine Atemstörung während des Schlafs. Das Schnarchen geht hierbei meist mit einer angestrengten Atmung einher, manchmal auch mit kleinen, oft unregelmäßigen Atemaussetzern, die das Kind sehr unruhig schlafen lassen. In der Nacht kann es zu Sauerstoffmangel kommen, weil die Kinder nicht genügend Luft bekommen. Zumeist liegt das an einer deutlichen Verengung der oberen Atemwege. Das obstruktive Schlaf-Apnoe-Syndrom ist zwar eher selten (bis zu zwei Prozent der Kinder im Kleinkindalter), kann aber schwerwiegende Folgen auf das Wachstum und die Entwicklung des Kindes haben. Auch bei bestimmten Behinderungen (z. B. Down-Syndrom oder Zerebralparese, eine Hirnstörung) kann es vermehrt zu Atemstörungen und -aussetzern kommen. Schnarcht Ihr Kind regelmäßig, sollte die Ursache unbedingt kinderärztlich abgeklärt werden.
Unabhängig von der Ursache kann Schnarchen die Schlafqualität des Kindes aufgrund der „Lärmbelästigung“ deutlich verschlechtern, was sich auch auf das Tagesbefinden und die Konzentrationsfähigkeit des Kindes auswirkt. So hat man festgestellt, dass die schulischen Leistungen von Grundschulkindern, die schnarchen, schlechter sind als die ihrer nicht schnarchenden Schulkameraden. Schnarchende Kinder zeigen auch häufiger Verhaltensauffälligkeiten. Ein Grund mehr, auf jeden Fall den Kinderarzt bzw. die Kinderärztin aufzusuchen, falls Ihr Kind regelmäßig schnarcht.

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