Baby schlaf 12 monate

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Ein schläfriges Baby zum Stillen wecken

Hallo kleines Baby, jetzt ist Stillzeit! (© Kati Molin)

Wenn ein Neugeborenes zu schläfrig ist, um regelmäßig, ausdauernd und effektiv zu stillen, dann muss es dazu geweckt werden, damit es genug Nahrung erhält. Der folgende Beitrag fasst zusammen, welche Ursachen die Schläfrigkeit haben kann und wie das Baby zum Stillen animiert wird.

Kleine Babys, und insbesondere Neugeborene, brauchen häufige Stillmahlzeiten, zwischen 8 und 12 am Tag. Meldet sich das Neugeborene alle 1 bis 3 Stunden zum Stillen und trinkt dabei ausdauernd und effektiv, dann kann es den Rest der Zeit ruhig schlafen.

Doch, manche Babys wachen aufgrund verschiedener Probleme nicht häufig genug auf, um auf ihren Hunger aufmerksam zu machen, und nehmen zu viel ab bzw. nicht genug zu. Manchmal erkennen die Eltern die Hungerzeichen ihres Babys nicht rechtzeitig. Wichtige Gelegenheiten zum Stillen werden dann verpasst. Oder die Milchbildung der Frau kommt nicht schnell genug ausreichend in Gang, das Baby erhält nicht genug Muttermilch an der Brust. Manche Babys schlafen bereits nach wenigen Zügen an der Brust ein oder bevor sie ausreichend getrunken haben. Lange Pausen zwischen Stillmahlzeiten – typischwerweise nachts – können auch dazu führen, dass das Baby auch tagsüber zu schläfrig ist. Schläft das neugeborene Baby länger als 3 Stunden am Stück, trinkt es seltener als 8-mal am Tag oder produziert es weniger als 4 volle Stuhlgang-Windeln (siehe Stuhlgang und Urin eines Neugeborenen) und verläuft seine Gewichtsentwickung nicht altersgemäß, dann sollte es regelmäßig zum Stillen geweckt werden, um mindestens zehn Stillmahlzeiten am Tag zu „absolvieren“ und auf diese Weise aufzuholen.

Mögliche Ursachen für die Schläfrigkeit des Neugeborenen

  • Bestimmte Erkrankungen der Mutter (z.B. Diabetes)
  • gewisse Medikationen vor oder während der Geburt (z.B. Analgetika)
  • Komplikationen während der Geburt
  • Unreifes Neugeborenes
  • Erkrankungen des Neugeborenen
  • Kaiserschnitt
  • Geburtstraumata
  • Viel Schreien
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Reizüberflutung
  • Hungerzeichen werden übersehen und das Baby wird nicht genug angelegt
  • (vorübergehende) Saugschwäche
  • Trennung von Mutter und Kind bzw. zu wenig Körper- und Hautkontakt
  • Unterernährung des Babys z.B. durch die Verzögerung des Milcheinschuss und beginnender Teufelskreis (Baby erhält zu wenig Milch und ist zu schwach, um ausdauernd, effektiv und häufig an der Brust zu trinken)

Maßnahmen

Hautkontakt, Hautkontakt, Hautkontakt

Wenn Mutter und Baby viel zusammen sind und möglichst direkten Haut-zu-Haut-Kontakt pflegen, dann schreit das Baby kaum und wird körperlich wie seelisch stabilisiert. Auf diese Weise verbraucht das Neugeborene auch weniger Kalorien. Babys, die mit ihrer Mutter in permanentem Haukontakt sind, melden sich früher zum Stillen und haben mehr Kraft zu trinken. Durch den ständigen Kontakt kann die Mutter die Hungerzeichen des Babys unmittelbar erkennen und darauf reagieren. Schreien ist bereits ein spätes Hungersignal. Auch nachts sollte das Baby in umittelbarer Nähe zur Mutter schlafen, damit es regelmäßig gestillt werden kann.

Ist das Baby zu schläfrig, dann muss es geweckt werden. Der ideale Zeitpunkt zum Wecken ist, wenn das Baby – ggf. im Halbschlaf – von sich aus Hungerzeichen zeigt. Ist dies zu selten der Fall, dann muss es aus dem Schlaf geholt werden. Schläft ein Baby ganz tief und ist nicht weckbar, dann lohnt es sich, es 15 bis 20 Minuten später zu probieren.

So kann das Baby geweckt werden:

  • Das Baby Streicheln und beim Namen nennen
  • Seine Füße kitzeln oder massieren
  • Das Gesicht des Babys mit einem feuchten Tuch abwischen
  • Das Licht ein bisschen heller machen
  • Das Baby teilweise oder komplett ausziehen, Windeln wechseln (über 26 °C nimmt das Saugverhalten ab)
  • Das Baby vorsichtig im Liegen hin- und herrollen oder es ebenfalls vorsichtig und gut abgestützt immer wieder aufrichten
  • Auf die nackte Brust legen
  • Ein Wattepad mit Kolostrum oder Milch unter die Nase des Babys halten
  • ein wenig Muttermilch in seinen Mund tropfen und warten, bis es sie schluckt und dann wieder ein bisschen Muttermilch hineintropfen. Dies wird idealerweise in der Nähe der Brust durchgeführt. Man kann hierzu z.B. einen kleinen weichen Löffel, eine Pipette, eine Spritze oder eine Ernährungssonde benutzen (Stillfreundliche Fütterungsmethoden). Die Mutter kann durch eine Brustmassage den Milchfluss schneller auslösen oder ihre Brust auch direkt in den Mund des Babys ausdrücken. Das stimuliert das Baby und erleichtert seine Arbeit.

Der Flüssigkeitsfluss hilft, das Saugen und das Schlucken auszulösen und aufrechtzuerhalten. Auf diese Weise soll das Baby regelmäßig (mind. 10-mal am Tag) gefüttert werden, bis es von sich aus kräftiger und wacher ist und aktiv trinken kann. Die Mutter kann ihre Muttermilch per Pumpe und Hand gewinnen, wenn ihr Baby nicht von sich aus die Brust häufig und ausreichend entleert.

Wenn das Baby einschläft, bevor es an die zweite Brust kann, dann sollte diese nach 10 Minuten, einer Stunde, bzw. wenn das Baby Hungersignale zeigt, wieder angeboten werden.

Schläfrigkeit wegen Reizüberflutung

Flüchtet sich das Baby vor zu viel Stress in den Schlaf, dann ist weitere Stimulation kontraproduktiv. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eine ruhigere, leisere, ggf. dunklere Umgebung zu schaffen. Das Baby kann sich wieder durch viel Hautkontakt mit der Mutter und durch Herumtragen regenerieren.

Wenn das Baby zu schläfrig ist, um längere Zeit an der Brust effektiv zu saugen, dann können immer wieder Pausen eingelegt werden. Der Milchfluss kann auch händisch unterstützt werden (siehe Brustkompression). Dadurch wird das Baby immer wieder zum Weiterstillen animiert und nimmt mehr Milch zu sich.

Quellen:

Babys befinden sich noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung und benötigen daher viel mehr Schlaf, als Erwachsene. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Babys durchaus 16 Stunden schlafen. Für frisch gebackene Eltern ist es sogar ganz angenehm, wenn das Baby durchschläft und nicht schreit.

Doch was, wenn das Baby den ganzen Tag schläft? Dann können schnell Sorgen bei den Eltern entstehen, dass es dem Baby nicht gut geht und vielleicht sogar eine Krankheit vorliegt.

Wie solltest Du damit umgehen, dass Dein Baby den ganzen Tag schläft und ist dies ein echter Warnhinweis? Erfahre in diesem Ratgeber mehr über das Schlafverhalten der Babys und wie Du damit umgehst.

Wie viel sollte das Baby schlafen

Zunächst solltest Du beachten, wie viel Schlaf Babys eigentlich benötigen. Denn es ist gar nicht so ungewöhnlich, dass Babys die meiste Zeit des Tages verschlafen. Dies mag Dir zwar viel vorkommen, sollte Dich aber nicht beunruhigen.

Für Neugeborene gilt, dass diese eigentlich nicht zu viel schlafen können. Ihr Tagesablauf besteht im Wesentlichen aus essen und schlafen. Der Körper befindet sich im Wachstum und die Anstrengung wird mit einem hohen Schlafbedarf kompensiert.

Dabei schlafen Babys aber nicht immer tief und fest. Über den Tag verteilt halten sie mehrere Nickerchen, wachen mal auf, verlangen nach Nahrung und schlafen danach weiter. Dies ist vollkommen normal nach der Geburt.

Der Schlafbedarf reduziert sich aber schon nach den ersten Lebensmonaten. Nun beginnen die Babys die Welt zu erkunden und wahrzunehmen. Spielsachen werden gegriffen und mit den Eltern kommuniziert.

Grob werden die folgenden Durchschnittswerte für den Schlafbedarf von Babys angegeben:

  • Neugeborene schlafen etwa 14-18 Stunden am Tag
  • Im Alter zwischen 4 und 12 Monate beträgt die Schlafdauer rund 12-16 Stunden
  • Ab einem Jahr reduziert sich der Schlaf auf 11-14 Stunden am Tag

Dies sind nur grobe Richtwerte. Innerhalb der angegebenen Werte wirst Du bereits feststellen, dass große Schwankungen vorkommen. Falls Dein Baby etwas aus dem Rahmen fällt und etwas mehr oder weniger schläft, ist dies noch kein Grund zur Beunruhigung.

Jedes Baby ist anders und es ist in Ordnung, wenn der Schlafbedarf sich unterscheidet. Auch der Schlafrhythmus ist von Baby zu Baby verschieden. Während manche schon früh die Nacht durchschlafen und länger am Stück im Land der Träume wandeln, bevorzugen andere Babys mehrere kleine Nickerchen.

Ein ernstes Warnsignal ist es erst, wenn Dein Kind älter als 6 Monate ist und immer noch einen solch hohen Schlafbedarf hat, wie kurz nach der Geburt. Normalerweise sollte die Schlafdauer in diesem Alter schon deutlich zurückgegangen sein. Schläft es aber weiterhin so viel, ist der Gang zum Kinderarzt empfehlenswert. Dieser kann abklären, ob medizinische Gründe für den langen Schlaf vorliegen.

Ein gesunder Schlafrhythmus

Der Tagesablauf des Babys wird vor allem von der Ernährung gesteuert. Da die Hauptaktivitäten nur das Essen und das Schlafen sind, kannst Du selber durch das Füttern beeinflussen, wie Dein Baby schläft. Doch wie sieht eigentlich der optimale Schlafrhythmus aus?

Neugeborene benötigen nicht nur viel Schlaf, sondern auch Nahrung. Sie brauchen viel Energie, um zu wachsen. Etwa 8 bis 12 Mal am Tag sollte ein Neugeborenes gefüttert werden.

Doch schläft Dein Baby erst, wirst Du vielleicht davon absehen, es wecken zu wollen. Schließlich ist es als Elternteil auch mal angenehm, wenn das Baby schläft. Schläft Dein Baby und es ist eigentlich Fütterungszeit, solltest Du es ganz behutsam wecken. Dies ist besser, als eine Mahlzeit auszulassen.

Etwa alle 3 Stunden solltest Du Dein Baby wecken, um ein gesundes Wachstum sicherzustellen. Lässt Du Mahlzeiten aus, um Deinen Kind lieber den Schlaf zu gönnen, kann dies mit einer Gewichtsabnahme einhergehen. Dies ist für das Kind viel gefährlicher, als mal während des Schlafes geweckt zu werden.

Gründe, dass das Baby den ganzen Tag schläft

Dass das Baby den ganzen Tag schläft wird wahrscheinlich nicht aufgrund einer Krankheit vorliegen.

Während der ersten Monate ist es also völlig normal, dass Dein Baby fast den gesamten Tag über schläft. Doch welche Gründe könnten im zunehmenden Alter für den übermäßigen Schlaf vorliegen?

Ist Dein Kind schon einige Monate alt und schläft immer noch häufig am Tag, können Krankheiten als Ursache infrage kommen. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Gelbsucht
  • Nierenprobleme
  • Infektionen

Bist Du Dir unsicher, ist es besser Dein Baby vom Kinderarzt untersuchen zu lassen. In der Mehrheit der Fälle werden aber keine solch „ernsten“ Gründe vorliegen.

Es kann auch einfach ein Wachstumsschub sein, der dazu führt, dass Dein Baby etwas mehr schlafen muss. Isst Dein Baby ausreichend und entwickelt sich prächtig, wird der hohe Schlafbedarf in der Regel nicht krankhaft sein.

Tipps, um das Schlafverhalten zu verbessern

Neben den medizinischen Ursachen können auch Eltern dafür verantwortlich sein, dass das Baby den ganzen Tag über schläft. Eine Ursache könnte im Spielverhalten liegen.

Spielst Du nachts mit dem Baby, um es etwa zum Einschlafen zu bringen, könnte es sich so sehr daran erfreuen, dass der gegenteilige Effekt eintritt. Anstatt einzuschlafen, möchte es lieber weiter spielen und ist daher am Tag übermüdet. Besser ist es also, nur während des Tages zu spielen.

Während des Tages sollte der Raum nicht abgedunkelt sein. Babys benötigen zwar viel Schlaf, den holen sie sich aber auch, wenn es etwas heller ist und es in der Wohnung lauter zugeht. Um das Schlafverhalten zu verbessern, solltest Du Deinem ganz normalen Alltag nachgehen. Dadurch wird verhindert, dass dem Baby ein sehr leichter Schlaf antrainiert wird.

Jeden Morgen sollte das Baby zudem zu einer festen Zeit geweckt werden. Dadurch wird bereits ein konsistenter Rhythmus befolgt und das Baby wird nicht so viel während des Tages schlafen, dass es nachts nicht mehr einschlafen kann.

Um den Schlaf zu fördern, kannst Du auch eine Federwiege oder eine Hängewiege nutzen. Diese ahmen die natürlichen Bewegungen nach, die Babys schon im Mutterleib verspüren. Dadurch ist eine besonders hohe Geborgenheit geboten.

Schlechter Schlaf und seine Auswirkungen

Dass Dein Neugeborenes den Großteil des Tages schläft, ist also nichts Schlechtes. Denn ein gesunder Schlaf ist wichtig für die Entwicklung. Treten Schlafprobleme auf, werden das Wachstum und die gesamte Entwicklung gestört. Dies betrifft sowohl den körperlichen, als auch den geistigen Fortschritt.

Schlafprobleme bei Babys können die Gedächtnisleistung beeinträchtigen und zu Konzentrationsstörungen führen. Sie schreien mehr, sind leichter reizbar und können schneller Aggressionen zeigen. Diese Probleme ziehen sich bis ins Kinder- und Erwachsenenalter durch. In der Folge sinken die schulischen Leistungen und auch die Berufsaussichten sind stark limitiert.

Der lange Schlaf der Neugeborenen

Schläft Dein Baby lange und liegt ungefähr innerhalb der Richtwerte, ist dies also ein gutes Zeichen. Wächst Dein Kind und ist es in der Entwicklung auf dem üblichen Niveau, musst Du Dir keine Sorgen machen, wenn Dein Neugeborenes den ganzen Tag schläft.

Erst wenn es ab einem Alter von 6 Monaten noch auffällig viel schläft, solltest Du dieses Verhalten von einem Arzt untersuchen lassen.

Ansonsten solltest Du froh sein, dass Dein Baby schläft und Du mal etwas Ruhe hast. Denn selber wirst Du wahrscheinlich auch unter einem Schlafdefizit leiden.

Hast Du Dich auch schon einmal gefragt, ob Dein Baby genug schläft? Oder schläft Dein Kind vielleicht so viel, dass Du besorgt bist, ob das nicht zu viel ist? Schlafen ist eines der zentralen Themen in den ersten Lebensjahren Deines Kindes. In diesem Artikel findest Du deshalb endlich Antworten auf die Frage: Wie viel Schlaf braucht ein Baby?

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Der Schlafbedarf eines Babys im Überblick

In dieser Tabelle kannst Du ablesen, wie viel Schlaf Dein Baby im ersten und zweiten Lebensjahr braucht. Natürlich handelt es sich nur um Durchschnittswerte. Wie Du siehst, sind die Spannen riesig. Denke immer daran: Dein Baby ist kein Uhrwerk. Wie auch bei uns Erwachsenen gibt es Viel- und Wenigschläfer. Während das eine Kind mit durchschnittlich 12 Stunden Schlaf pro Tag gut zurechtkommt, braucht das andere 15 und mehr, um fit und glücklich zu sein. Wenn Dein Baby fröhlich und ausgeglichen ist, besteht überhaupt kein Grund zur Sorge, wenn sein Schlafverhalten von der Tabelle abweicht.

Alter Schlafbedarf
Neugeborenes 16-18 Stunden
1-3 Monate 14-17 Stunden
3-6 Monate 12-15 Stunden
6-9 Monate 12-14 Stunden
9-12 Monate 11-14 Stunden
2. Lebensjahr 10-13 Stunden

Wie viel Schlaf benötigt ein Neugeborenes?

Am Ende Deiner Schwangerschaft hast Du bestimmt von vielen Eltern gehört, dass Du die letzten Wochen nutzen sollst, um zu schlafen, bevor Du es nach der Geburt nicht mehr kannst. Keine Sorge, so schlimm ist es nicht.

Neugeborene schlafen richtig viel, 16 bis 18 Stunden sind dabei keine Seltenheit. Das Problem am Schlaf der Allerkleinsten ist, dass Neugeborene diese Zeit nicht am Stück schlafen, sondern sich diese Stunden in durchschnittlich 4 bis 6 Schlafphasen einteilen. Dazwischen ist Dein Kleines wach, entdeckt die Welt und trinkt.

In den ersten Lebenstagen bzw. -wochen muss sich Dein Baby auch erst an einen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen und lernen, dass es tagsüber wach sein soll und nachts am besten schlafen.

Wie viel Schlaf braucht ein Baby im 2. und 3. Lebensmonat?

Nach der ersten Eingewöhnungsphase wird Dein Baby immer längere Phasen am Stück wach sein. Der Schlafbedarf Deines Kindes reduziert sich auf durchschnittlich 14 bis 17 Stunden am Tag. Die allermeisten Babys sind in diesem jungen Alter weit entfernt vom Durchschlafen, sorge Dich deshalb nicht, wenn Dein kleiner Wonneproppen nachts noch häufig nach Deiner Brust oder seinem Fläschchen verlangt.

Für einen geregelten Mittagsschlaf ist es jetzt noch zu früh. Im Alter bis zu drei Monaten schläft Dein Kind noch sehr unregelmäßig. Dein Baby kann jetzt allerdings bereits Tag und Nacht unterscheiden. Die meisten Kinder schlafen jetzt nachts länger und dafür tagsüber weniger.

Wie viel Schlaf braucht ein Baby im Alter von 3 bis 6 Monaten?

Dein Baby ist nun schon drei Monate auf der Welt. Meist pendelt es sich jetzt so ein, dass Dein Kind tagsüber zwei bis drei Nickerchen macht und in der Nacht ca. 9-10 Stunden schläft. Damit kommt es insgesamt auf 12 bis 15 Schlafstunden.

Wie viel Schlaf braucht ein Baby zwischen 6 Monaten und dem 1. Geburtstag?

In der zweiten Hälfte des 1. Lebensjahrs schläft ein Baby durchschnittlich 14 Stunden am Tag, davon ca. 10 in der Nacht. Viele Kinder halten jetzt noch zwei kleine Nickerchen: Eines am Morgen und ein zweites am Nachmittag.

Ab einem Alter von ca. neun Monaten kommen manche Babys mit nur noch einem Tagschläfchen aus, dem klassischen Mittagsschlaf. Oft reguliert sich das von alleine, manche Eltern helfen auch nach und halten ihr Baby gegen Mittag und am Abend ein bisschen länger wach, damit die Kleinen abends müde sind und länger schlafen und dafür mittags nur noch einmal schlafen. Was der richtige Weg für Dich und Dein Kleines ist, ist absolut kindabhängig. Jedes Kind ist anders und das gilt natürlich auch beim Schlafbedarf und für die Länge der einzelnen Nickerchen. Auch wenn es manchmal schwerfällt: Erwarte nicht zu viel.

Schlaf ist wichtig, Du kannst ihn aber nicht zu bestimmten Zeiten erzwingen. Beachte die Bedürfnisse Deines Babys und begleite es behutsam, denn auch ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus muss sich erst einpendeln.

Wie viel Schlaf braucht ein Kind im 2. Lebensjahr?

Je älter Dein Kind wird, desto geringer ist sein Schlafbedarf. Im 2. Lebensjahr schlafen die meisten Kinder zwischen 10 und 13 Stunden. Die allerwenigsten Kinder kommen in diesem Alter ohne Mittagsschlaf aus.

Das Schlafverhalten Deines Babys ist ganz anders als das Gleichaltriger?

Sorge Dich nicht, wenn Dein Baby mehr oder weniger, häufiger oder seltener als andere Babys im selben Alter schläft. Und bedenke: Bei keinem Thema wird mehr geschwindelt als beim Babyschlaf. Auch nachts durchschlafende Babys sind im ersten Lebensjahr eher die Ausnahme als die Regel.

Wichtig ist, dass Dein Baby in seinen Wachphasen nicht dauerhaft müde und quengelig ist, denn das kann für ein Schlafdefizit sprechen. Nicht immer aber ist fehlender Schlaf der Grund allen Übels: Babys zahnen, entwickeln sich, wachsen, entdecken und manchmal, da ist Wachsein auch einfach viel spannender als zu schlafen. Reagiere auf die Schlafzeichen Deines Kindes (an den Ohren ziehen, Augen reiben, gähnen usw.) und begleite es beim Einschlafen, wenn es müde ist. Alles andere kommt – irgendwann – von selbst.

Übrigens: Die besten Schlaftipps findest Du in Mareikes Artikel zum Thema Babyschlaf.

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Schlafbedarf Baby: Wie viel Schlaf brauchen Babys?

Wie viele Stunden Schlaf ein Baby in welchem Monat benötigt, erfährst du hier. Foto: Adobe Stock, (c) Alexandr Vasilyev

Babys benötigen reichlich Schlaf, damit sie all das Neue, das sie täglich erleben, verarbeiten und eine gute Entwicklung nehmen können. Die Nachtruhe stellt sich aber selten gleich von selbst ein, denn den familiären Rhythmus müssen die Kleinen erst erlernen. Daher brauchen sie für erholsamen Schlaf einen geregelten Tagesablauf mit Ritualen. Und eine richtig ausgestattete Schlafstube. Sich beim Babyschlaf allzu sehr auf eine bestimmte Stundenanzahl zu fixieren, macht jedoch wenig Sinn. Denn schon Säuglinge haben sehr individuelle Angewohnheiten. Trotzdem hier ein paar Tipps, wie ein Baby zu genug Nachtruhe kommt. Und die Eltern natürlich auch!

Schlafbedarf Baby: So viel Schlaf benötigen Babys

Schlaf ist lebensnotwendig. Denn während dieses Ruhezustandes regeneriert sich der Körper und sammelt neue Kräfte. Die Seele verarbeitet mithilfe von Träumen im Wachzustand stattgefundene Erfahrungen und Erlebnisse. Somit führt Schlafen zu körperlichem und seelischem Wohlbefinden. Bei Erwachsenen, bei Kindern und erst recht bei Babys.

Doch schon die ganz Kleinen zeigen: Jedes Baby ist anders. Auch in puncto Schlafbedürfnis. Dieses variiert unter anderem mit dem Alter der Winzlinge. Dennoch gibt es Richtwerte für unterschiedliche Altersstufen, an denen man sich orientieren kann, auch wenn Abweichungen vom Durchschnitt völlig normal sein können.

Hier zwecks Schnellorientierung die Durchschnittswerte für den Schlafbedarf von Babys in Tabellenform:

Alter Schlafbedarf pro Tag (24 Stunden)
Neugeborenes 16 bis 20 Stunden
3 Wochen 16 bis 18 Stunden
6 Wochen 15 bis 16 Stunden
4 Monate 9 bis 12 Stunden nachts und 2 bis 3 Nickerchen
6 Monate 11 Stunden nachts und 2 Nickerchen
9 Monate 11 Stunden nachts und 2 Nickerchen
12 Monate 11 Stunden nachts und 2 Nickerchen

Altersabhängiges Schlafbedürfnis

In den ersten Wochen nach der Schwangerschaft sind es rund 18 Stunden pro Tag, die Säuglinge schlafen. Unterbrochen von Wachphasen – oft im 1,5- bis 4-Stunden-Takt – zum Trinken, Wickeln und Kuscheln.

In den ersten 4 bis 6 Monaten lernt die innere Uhr der neuen Erdenbürger erst, dass es nach der Geburt einen anderen Schlaf-Wach-Rhythmus gibt als den, den sie während der Schwangerschaft gewohnt waren und nun beibehalten wollen. Sprich einen Tag-Nacht-Wechsel. Indem das Baby seinen Rhythmus auf den Alltag seiner Familie einstellt. So werden aus anfänglichen häufigen kleinen Schläfchen allmählich längere Schlummerperioden und auch die Wachphasen gewinnen an Dauer.

Mit 6 bis 12 Monaten schlafen Babys nachts meist rund 11 Stunden und machen tagsüber 2 Nickerchen, die allerdings nicht länger als ca. 1,5 Stunden dauern sollten, weil sonst womöglich die Nachtruhe leidet. Es empfiehlt sich also ein sanftes Wecken, wenn Kinder am Tag ausgesprochen lange schlummern wollen, selbst wenn sie dann etwas quengelig sein sollten. Und sie in den Wachphasen – vor allem am Nachmittag – intensiv zu beschäftigen. Andernfalls könnten die Kleinen nachts ausgeschlafen sein und gerade dann Unterhaltung einfordern, wenn für die ganze Familie Ruhezeit ist. Wobei die längste Wachphase, die 4 bis 5 Stunden betragen sollte, am besten vor dem Zubettgehen liegt, damit es mit dem Ein- und Durchschlafen auch wirklich klappt.

Im 2. Lebensjahr brauchen Kinder circa 13 Stunden Schlaf, d.h. etwa 11 Stunden nachts und den Rest als Mittagsschläfchen. Der Schlafbedarf sinkt also mit fortschreitendem Alter und beläuft sich im 3. Lebensjahr auf etwa 12 Stunden, wobei sich etliche Kids den Mittagsschlaf ganz abgewöhnen, während ihn andere bis zum Kindergarten beibehalten.

Nach der Geburt muss sich das Baby auf einen anderen Schlaf-Wach-Rhythmus einstellen. Foto: Adobe Stock, (c) nehopelon

Wege zum gesunden Schlafrhythmus

Abweichungen von 1 bis 2 Stunden plus oder minus bei einem Baby sollten keinen Anlass zur Sorge geben. Zudem kommen manche Kinder mit noch weniger Schlaf gut zurecht. Nichtsdestoweniger: Wie viel oder wenig ein Baby schläft, wirkt sich auf die ganze Familie aus, beeinflusst den Schlaf der Eltern und damit die häusliche Atmosphäre.

Meist gelingt es aber, sobald ein Baby drei Monate alt ist, einen Schlafrhythmus einzuführen und es ab sechs Monate dazu zu bringen, nachts durchzuschlafen. Ob dem so ist, hängt u.a. vom Tagesablauf und der Umgebung ab, in der ein Baby lebt. Hier dazu die wichtigsten Tipps:

Unabdingbar: feste Gewohnheiten

Babys machen ab ihrer Geburt täglich viele neue Erfahrungen, erleben immer wieder Unbekanntes. Damit sie mit all den überwältigenden Eindrücken zurechtkommen, brauchen sie ein Gefühl von Sicherheit. Und das vermitteln ihnen am besten gleichbleibende Vorgänge, die tagaus tagein wiederkehren. Auf die sich verlassen können. Daher ist ein weitgehend konstanter Tagesablauf mit bestimmten Ritualen wie etwa regelmäßigen Mahlzeiten und Aktivitäten (z. B. Spazierengehen) oder eine bestimmte Ordnung bei Abläufen wie dem Baden wichtig.

Dazu gehören auch feste Schlafgewohnheiten wie die Festlegung einer angemessenen Schlafenszeit (trotz eventueller versuchter Verzögerungstaktiken), ein Einläuten des Abends mit dem Anschauen von Bilderbüchern, Fingerspielchen oder Kuscheln auf dem Sofa, danach der Gang ins Bad, Zähne putzen und dann – immer zur gleichen Uhrzeit – das Kind ins Bettchen legen. Und natürlich beruhigende Einschlafrituale wie z. B. das Erzählen einer Gute-Nacht-Geschichte, das Singen eines Schlafliedes oder Aufziehen einer Spieluhr. Selbstverständlich darf auch der Gute-Nacht-Kuss nicht fehlen.

Unabdingbar: eine sichere Schlafumgebung

Ein ruhiger und erholsamer Schlaf ist wesentlich für das Wachstum und die gesunde Entwicklung von Babys. Gewisse Vorsichtsmaßnahmen beim Schlafenlegen der Kleinen erweisen sich jedoch als genauso wichtig, um dem Schreckgespenst Plötzlicher Kindstod (SIDS) vorzubeugen. Hier die wichtigsten Tipps:

⇒ Babys sollten in Rückenlage schlafen, nicht in Bauch- oder Seitenlage.

⇒ Babys schlafen am besten im elterlichen Schlafzimmer, denn die Atemgeräusche der Bezugspersonen beeinflussen positiv ihre Atemregulation. Aber nicht im elterlichen, sondern im eigenen Bett. Schon gar nicht, wenn die Eltern rauchen und/oder Alkohol konsumieren.

⇒ Babys brauchen ein eher karg ausgestattetes Bett, um nicht an Gegenständen zu ersticken oder sich damit zu strangulieren. Das heißt ein Bett ohne Stofftiere, Spielzeug, Schnüre, Ketten etc. Auch ohne Kuscheltücher oder Stoffwindeln, die sie sich womöglich über den Kopf ziehen. Zum Zudecken nimmt man am besten einen speziellen Schlafsack für Babys (richtige Länge: Körpergröße minus Kopflänge plus 10-15 cm, Halsöffnung kleiner als der Kopfumfang), der sich nicht wegstrampeln oder über den Kopf stülpen lässt.

⇒ Babys benötigen richtig ausgestattete Betten (am besten mit TÜV- oder GS-Siegel). Also etwa ein Gitterbett, bei dem kein Einklemmen des Kopfes möglich ist, d. h. der Abstand zwischen den Gitterstäben sollte idealerweise 4,5 bis 7,5 cm betragen. Ohne weiche, verrutschbare Unterlagen, Kopfpölster, dicke Extradecken, Felle, Kunststoff-Unterlage zwischen Leintuch und Matratze oder gar Schlafpositionierer, d.h. speziell geformte Kissen, die eine Drehung von Kindern verhindern sollen, aber zum Ersticken führen können. Als Untergrund eignet sich eine feste und flache Schlafunterlage, d.h. ein Lattenrost und eine nicht zu weiche, luftdurchlässige Matratze. Wird doch eine Decke verwendet, dann bitte eine nicht zu schwere, die das Baby nur bis auf Brusthöhe bedeckt. Als unbrauchbar für Babys erweisen sich Wasserbetten oder solche mit Spalten, in die Kinder rutschen könnten.

Im Kinderbett sollten sich keine Polster, Kuscheltiere oder Decken befinden. Foto: Adobe Stock, (c) Кирилл Рыжов

Schlafumgebung: Was noch wichtig ist

Babys bedürfen beim Schlummern einer guten Belüftung (Stoßlüften) und einer Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad Celsius, also keiner zu intensiven Beheizung, damit es zu keiner Überwärmung (Kennzeichen: Schwitzen im Nackenbereich) der Kleinen kommt. Ihr Bett darf nicht vor der Heizung oder dem Fenster, d. h. in der Sonne, stehen. Auch nicht so, dass das Baby an Lampen, Steckdosen, Stromkabel, scharfe oder spitze Kanten herankommt.

Zudem ist von der Anwendung einer Wärmedecke oder Wärmflasche oder einem vollkommenen Zudecken von Babys abzuraten. Ihre Kleidung sollte der Umgebungstemperatur angepasst sein. Je höher diese ist, umso weniger sollte ein Baby anhaben. Für das Schlafen im Schlafsack genügt ein Body oder dünner Pyjama, ohne Socken. Auch von einer Schlafhaube nimmt man besser Abstand, weil jedes Kind über seinen Kopf überschüssige Körperwärme abgibt. Die Händchen und Füßchen von Babys dürfen kühl sein. Das ist kein Zeichen, dass sie frieren.

Schnuller dürfen im Schlaf verwendet werden.

Rauch hingegen ist – schon in der Schwangerschaft, aber auch danach – unbedingt zu vermeiden. Unruhe und Stress nach Möglichkeit ebenso.

Auch zu beachten: die abendliche Ernährung

Ein entspannter Tagesausklang kann kaum stattfinden, wenn einem Baby etwas schwer im Bäuchlein liegt. Aber auch wenn es hungrig bleibt, kann das für Unterbrechungen der Nachtruhe sorgen. Daher ist es wichtig darauf zu achten, womit man das Baby abends füttert. Sättigend soll die Mahlzeit sein. Bekömmlich und leicht verdaulich ebenso.

Die ersten 4 bis 6 Monate müssen sich da stillende Mütter keine großen Gedanken machen, erhält ihr Nachwuchs mit der Muttermilch doch alles, was er braucht. Später gesellt sich schrittweise Beikost zu den Milchmahlzeiten. Ab dann bewährt sich für den Abend etwa ein Milch-Getreide-Brei ohne Zuckerzusatz, der gut verwertbares Eiweiß und zugleich genug Energie zum Durchschlafen liefert. Der Zeitpunkt des Abendessens sollte so gewählt werden, dass das Baby nicht schon so müde ist, dass ihm beim Verzehr die Augen zufallen und es beinahe einschläft.

Ebenso wie in puncto Schlafen muss sich beim Säugling bezüglich der Nahrungsaufnahme erst noch ein Tag-Nacht-Gefühl einstellen, denn vor der Geburt wurde er ja rund um die Uhr mit Nährstoffen beliefert. Das bedeutet: Zumindest in den ersten Wochen will jedes Baby sicherlich auch nachts gefüttert werden. Dann entlastet es die Mutter, wenn sie sich mit ihrem Partner beim nächtlichen Füttern abwechseln kann, etwa wenn sie abends Muttermilch abpumpt und im Kühlschrank gut verschlossen bei +4°C bis +6°C aufbewahrt.

Nächtliche Mahlzeiten abgewöhnen

Später aber – so etwa ab 6 Monaten, wenn sich beim Baby der Hunger- und Sättigungsrhythmus eingependelt haben sollte – kann es sein, dass aus nächtlichen Mahlzeiten eine Gewohnheit geworden ist, die das Baby nicht missen möchte, obwohl kein Hunger vorliegt. Dann können diese Tipps helfen, diese Gepflogenheit abzustellen:

  • konsequent und geduldig nur ungesüßten Tee oder Wasser geben, denn Essen in der Nacht verhindert nicht nur das Durchschlafen, sondern schadet womöglich auch den ersten Zähnchen, weil diese danach kaum mehr geputzt werden.
  • den Fläschcheninhalt Schritt für Schritt verdünnen, bis nur noch Wasser in der Flasche ist.
  • ein kleineres Fläschchen verwenden.
  • den Zeitpunkt, zu dem das Baby das Fläschchen bekommt, jede Nacht ein paar Minuten länger hinauszögern. Bis sich das Baby so umgestellt hat, dass es nachts keine Nahrung mehr braucht.

Warum Babys in der Nacht aufwachen

Dass ein Baby aus dem Schlaf aufwacht bzw. ein Kind, das bisher schon durchgeschlafen hat, sich nachts plötzlich wieder meldet und dabei womöglich plappert oder weint bzw. schreit, kann unterschiedliche Gründe haben: Hunger, Durst, Fehler in der Ernährung, eine volle Windel, Trennungsangst in der Fremdelphase, das Zahnen, ein Wachstumsschub, Infekt, eine Spannungsabfuhr nach vorangegangenen Turbulenzen, der Wunsch nach Zuwendung u.a.m. Jedenfalls sollten sich Eltern mit Babys und Kleinkindern darauf einstellen, dass ihre Nachtruhe häufiger unterbrochen wird.

Wenn es mit dem Zubettgehen aber so gar nicht klappen will, kann das auch an den Umgebungsbedingungen liegen. Etwa wenn Reize etwas außerhalb des Bettes intensiv das Interesse des Kindes erregen. Beispielsweise ein Mobile, das man dann natürlich am besten vorübergehend abhängt.

Oder es gab tagsüber nicht genug Beschäftigung, denn in ihren Wachphasen wollen Kinder unterhalten werden, schauen, hören, greifen, spielen und spazieren gehen. Schließlich schafft nur ausreichend Aktivität am Tag Ruhe in der Nacht.

Es kann aber auch sein, dass Kinder nachts nicht schlafen können, weil sie tagsüber zu viel geschlummert haben, sodass sie zur Schlafenszeit ausgeruht sind.

In den ersten Wochen nach der Geburt möchte das Baby auch in der Nacht gefüttert werden. Foto: Adobe Stock, (c) Tomsickova

Wie Babys wieder einschlafen

Idealerweise schlafen Kinder oft von selbst bald wieder ein, sofern sie ohne schwerwiegenden Anlass (z. B. Krankheit) munter geworden sind. Dabei hilft ihnen, wenn sie einen festen Ort zum Schlafen haben, etwa von Geburt an für die ersten Monate ein eigenes Bett in der Nähe des Elternbettes. Dann ist ihm die Umgebung vertraut und es kann ohne Hilfe allein in den Schlaf zurückfinden. Man muss also nicht bei jedem kurzen Melden eines Babys oder Kindes sofort hineilen und es hochheben. Es sei denn, es ist krank. Dann braucht es umgehend Fürsorge.

Andernfalls hilft nur, der Ursache auf den Grund zu gehen und diese, wenn möglich, zu beseitigen, d. h. auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Und natürlich Geduld, will man ein Kind dazu bringen, durchzuschlafen. Was bei Säuglingen bedeuten kann, dass sie gerade mal 5 bis 6 Stunden schlummern.

Oft genügt es, die Türe zum Schlafzimmer einen Spalt offenzulassen, sodass das Baby angenehm vertraute Geräusche oder Stimmen hört und sich somit nicht alleine fühlt.

Meldet sich ein Baby nachts, ist es wichtig, nicht die Nacht zum Tag zu machen. Etwa indem sich die Eltern ruhig verhalten, für gedämpftes Schlummerlicht sorgen, laute Geräusche vermeiden, das Kind nicht sofort aus dem Bett nehmen, aber ihm den Rücken streicheln, mit ihm beruhigend sprechen oder ihm leise ein bekanntes Lied vorsingen, sodass es die Anwesenheit einer vertrauten Person spürt.

Verlangt ein mehr als sechs Monate altes Kind nachts nach der Brust oder dem Fläschchen, kann es sein, dass es die Mahlzeit nur als Einschlafhilfe benutzt. Hat es aber wirklich Hunger, sollten die Eltern die Ernährung ändern. Etwa darauf achten, ihm abends eine genügend sättigende Kost zu geben oder auch versuchen, das Abendessen auf etwas später zu verschieben.

Ist in der Nacht stillen bzw. Fläschchen geben oder wickeln erforderlich, sollte das eher rasch und ohne großen Aufhebens (d. h. wenig Licht, geräuschlos, kein Spielen) geschehen. Damit das Baby lernt, dass die Nacht, weil langweilig, zum Schlafen da ist.

Was das Einschlafen des Babys unterstützt

Körperkontakt zu Bezugspersonen schafft Vertrauen, fördert die Entwicklung eines Kindes und unterstützt guten Schlaf. Vor allem gleichmäßige Bewegungen wie schaukeln, wiegen oder einem Baby auf den Po klopfen. Beim Kuscheln oder auch Stillen auf dem Arm einzuschlafen und dann erst ins Bettchen gelegt zu werden kann bei einem Baby allerdings bewirken, dass es später desorientiert munter wird und vor Schreck weint.

Damit die Nachtruhe nicht leidet, dürfen tagsüber die Wachphasen beim Baby nicht zu kurz kommen. Daher: Nicht jedes Mal, wenn ein Kind keine Lust auf Beschäftigung hat, gähnt oder sich die Augen reibt, ist gleich Schlaf angesagt. Oft tut es auch eine kurze Ruhephase, in der einfach nur gekuschelt wird.

Wichtig: vor dem Schlafenlegen das Baby – am besten in einem abgedunkelten Raum mit sanftem Licht – vor Reizen abschirmen.

Woran man erkennt, dass ein Kind zu wenig Schlaf bekommt

In so mancher Familie entbrennt ein Kampf ums Zubettgehen, sobald es Nacht wird. Aber abends lange aufbleiben wollen oder den Mittagsschlaf verweigern etc. sind keinesfalls verlässliche Zeichen, dass ein Kind genug Schlaf bekommt, denn oft verweigern Kinder ihn auch dann, wenn sie völlig übermüdet sind.

Schläft ein Kind jedoch beinahe jedes Mal, wenn es im Auto mitfährt, fällt es an manchen Abenden geradezu ins Bett, wird es jede Nacht mehrmals wach, muss es fast jeden Morgen geweckt werden, ist es launisch und gereizt, gähnt viel und reibt sich die Augen, weigert sich aber, ein Schläfchen zu halten, können das Anzeichen für ein Schlafdefizit sein.

Bekommt ein Kind mal eine Nacht zu wenig Schlaf, ist das noch nicht dramatisch, denn in der Regel schläft es dann in der darauffolgenden Nacht etwas mehr. Ein Dauerzustand sollte Schlafmangel aber nicht werden. Sonst leiden Wohlbefinden und Entwicklung.

Ab wann spricht man von einer Schlafstörung?

Als Einschlafstörung wird betrachtet, wenn ein Baby nach den ersten 6 Lebensmonaten

  • so gut wie ausschließlich nur unter hohem Aufwand der Eltern wie etwa langes Herumtragen zum Einschlafen gebracht werden kann.
  • regelmäßig mehr als 30 Minuten zum Einschlafen braucht.

Als Durchschlafstörung wird gewertet, wenn ein Baby nach den ersten 6 Lebensmonaten

  • in mindestens vier Nächten pro Woche mindestens dreimal je Nacht aufwacht.
  • beim nächtlichen Aufwachen durchschnittlich länger als 20 Minuten munter bleibt.
  • zum Wiedereinschlafen elterliche Hilfe braucht.

Helfen alle Beruhigungsrituale und Einschlafhilfen so gar nicht, wirkt das Kind ständig übermüdet oder auffallend unruhig oder schläft es nur in sehr kurzen Etappen, ist der Gang zum Kinderarzt ratsam, um zu klären, ob vielleicht eine Erkrankung dahintersteckt. Ebenso, wenn ein Baby z. B. zu wenig zunimmt oder gar Gewicht verliert, weil es so viel schläft, dass es weniger Nahrung als nötig zu sich nimmt. Hilfreich bei der Einschätzung der Situation ist ein von den Eltern geführtes Schlafprotokoll oder Schlaftagebuch, in dem die Schlafzeiten-, -dauer und -umstände notiert werden.

Hier findest du die besten Kinderärzte in deinem Bundesland:

→ Wien

→ Burgenland

→ Salzburg

→ Steiermark

→ Tirol

→ Kärnten

→ Vorarlberg

Durchschlafen: Die besten Tipps fürs Baby

Wenn das Baby durchschlafen kann, ist das eine Entlastung für die ganze Familie. Doch so einfach ist das für die Kleinen nicht, sie müssen es erst lernen. Unsere Tipps, wie es mit dem Durchschlafen schneller klappt.

Auch wenn Babys von Anfang an viel schlafen, das Durchschlafen müssen sie erst langsam lernen. Tatsächlich ist es sogar ein großer Entwicklungsschritt, wenn Babys durchschlafen können. Du solltest also auf jeden Fall Geduld mit deinen Kleinen haben und nicht zu schnell zu viel erwarten.
➤ Passend dazu: Wie viel Schlaf brauchen Babys?

In den ersten Monaten ist an mehr als drei bis vier Stunden Schlaf am Stück nicht zu denken – ganz unabhängig davon ob gerade Tag oder Nacht ist. Einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus wie wir ihn kennen, entwickeln Babys frühestens ab dem sechsten Monat. Dann werden die nächtlichen Schlafphasen gegenüber denen am Tag deutlich länger. Allerdings sollte dir klar sein, dass Säuglinge meist trotzdem nicht mehr als sechs bis acht Stunden am Stück schlafen. „Durchschlafen“ ist also im Grunde etwas missverständlich.

Durchschlafen beim Baby ist nicht immer möglich. Aber du kannst es trainieren.

Zudem ist es auch bis weit über das erste Lebensjahr hinaus völlig normal, wenn Kinder nachts noch regelmäßig aufwachen: z.B. weil sie Hunger haben oder die Windel nass ist. Lasse dich also bitte nicht von vermeintlichen Erfolgsgeschichten anderer Eltern unter Druck setzen. Auch das Gerücht, Flaschenkinder würden besser durchschlafen als Stillkinder, ist falsch. Darüber lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Ebenso wenig wie über die Auswirkungen von Abendbrei auf das Schlafverhalten von Babys.

Wie bei allem haben Kinder auch beim Thema Schlaf ein ganz eigenes Entwicklungstempo. Durchschlafen ist ein Reifeprozess und kein Ernährungsphänomen. Und ohnehin wird es immer wieder Phasen geben, in denen die Nächte unruhig sind. Ist das Baby krank, sehr aufgewühlt oder übernächtigt, wird es immer schlechter schlafen als normal.

So kann dein Baby das Durchschlafen lernen

Es gibt aber durchaus ein paar Tipps mit denen es Babys leichter fällt, das Durchschlafen zu lernen:

  • Babys schätzen Routine. Der immer gleiche Ablauf strukturiert Babys Alltag und gibt ihm dadurch Sicherheit. Indem du einen festen Tagesablauf vorgibst, arbeitest du auch für eine erholsame Nacht vor. Die Routine hilft dem Baby dabei, einen festen Rhythmus zu entwickeln.
  • Du solltest deshalb also auch ein festes Einschlafritual einführen. So kann das Baby lernen, dass der aktive Tag nun zu Ende geht und es Zeit wird, zu schlafen. Das heißt aber auch, jetzt sollte es ruhig werden. Alles, was das Baby aufkratzt, sollten sie vermeiden. Dimme das Licht, kuschel dich noch eine Runde dazu, lies dem Baby vor oder singe ihm ein Gute-Nacht-Lied. Wichtig ist dabei, feste Zeiten beizubehalten. Das unterstützt das Baby dabei, seinen Rhythmus zu finden.
  • Achte auf die Körpersprache des Babys. Erkenne die ersten Signale, dass es müde wird (Gähnen, Reiben der Augen), solltest du mit dem Einschlafritual beginnen. Bringst du dein Baby zu spät ins Bett, kann es sein, dass es vor Übermüdung zunächst gar kein Auge zu macht.

Babysprache: Das Baby verstehen lernen

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  • Es kann außerdem hilfreich sein, wenn das Baby in seinem Bettchen (egal ob Stubenwagen, Beistellbett oder Familienbett) einschläft. So lernt es den Zusammenhang zwischen Bett und Schlafen. Freilich ist das nicht immer möglich. Manche Babys schlafen beim Stillen oder Füttern ein, andere brauchen noch viel Körperkontakt. Einen Versuch ist es aber wert. Merkst du, dass deinem Baby die Augen zufallen, lege es in sein Bettchen. Streiche oder wiege es sanft weiter, bis es endgültig eingeschlafen ist. Auch solltest du örtlich zwischen Schlafen und Spielen trennen.
  • Wacht dein Baby nachts auf, kann es hilfreich sein, nur ein schwaches Licht einzuschalten. Im Idealfall das, welches dein Kleines vom Einschlafritual kennt. So kann es besser einordnen, dass es eigentlich noch Zeit zum Schlafen ist.

Wenn das Durchschlafen nicht klappen will

Soweit die schöne Theorie. Natürlich wissen wir, dass sich das Thema Schlaf in der Praxis nicht so einfach nach einem Punkteplan abarbeiten lässt. Du kannst dein Baby nur sanft dabei unterstützen seinen eigenen Rhythmus zu entwickeln. Und das braucht Zeit.
Hat dein Kleines jede Nacht Probleme damit einzuschlafen beziehungsweise ruhig zu schlafen, solltest du auf Ursachenforschung gehen.

Organische Probleme sind eher selten die Ursache für den schlechten Schlaf. Wahrscheinlicher sind Regulationsstörungen: das Baby schafft es nicht, sich selbst zu beruhigen. Da kann zum Beispiel das Pucken helfen.

Baby

Das Baby schläft nicht – was kannst du tun?

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Auf der folgenden Seite haben wir kurz für dich zusammengefasst, wie viel Schlaf Babys überhaupt brauchen – in den ersten Monaten bis zum Kleinkindalter.

Wieviel Schlaf braucht ein Baby?

Wie viel Schlaf Babys brauchen ändert sich schnell. Lies hier, wie sich Schlafbedarf und Schlafverhalten des Babys mit der Zeit verändern.

So viel Schlaf braucht dein Baby

Gerade in den ersten Wochen und Monaten tun Babys nichts anderes als essen und schlafen – so zumindest scheint es manchmal. Tatsächlich brauchen Neugeborene wirklich mehr als 16 Stunden Schlaf pro Tag und sind somit öfter im Land der Träume als wach. Doch das ändert sich schnell. In den ersten Jahren wandelt sich das Schlafverhalten beim Baby enorm. Hier kommt ein knappe Zusammenfassung, wie viel Schlaf Babys brauchen. Aber bitte beachte: Auch unter den Kindern sind die Unterschiede groß, daher sind alle Angaben zum Schlaf und zum Durchschlafen nur ungefähre Richtwerte.

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So war es vor der Geburt: In den ersten Monaten befindet sich der Fötus in einer Art Dämmerzustand. Schlaf- und Wachperioden entstehen erst in der 36. SSW. Und das unabhängig vom Rhythmus der Mutter: Ist sie müde, übt sich ihr Untermieter gerne mal im Kickboxen.

Schlaf im 1. Monat: Nach der Geburt behält das Neugeborene seinen Schlaf-Rhythmus aus dem Mutterleib erst einmal bei – Tag und Nacht sind ihm völlig egal. Für die Eltern ist es meist ein Rätsel, wann es das nächste Mal aufwacht. Das Baby schläft jetzt insgesamt ca. 16,5 Stunden. Die Bandbreite ist aber groß: Manch ein Baby braucht 20 Stunden Schlaf, andere kommen mit 13 Stunden gut aus.

Schlaf vom 2. Monat bis zum 6. Monat: Allmählich passt sich das Baby dem Tag-Nacht-Wechsel an. Die einzelnen Schlaf-Perioden, die etwa zwei bis vier Stunden dauern, konzentrieren sich mehr und mehr auf die Nacht. Tagsüber braucht das Baby nur noch drei, später zwei kurze Schlaf-Phasen. Ab dem 6. Monat lässt es nachts immer häufiger eine Mahlzeit zwischen zwei Schlaf-Zyklen aus und schläft fünf, sechs Stunden am Stück. Das Baby beginnt mit dem Durchschlafen. Einige Kinder tun das aber erst sehr viel später. Der Gesamtbedarf an Schlaf liegt jetzt bei 15 Stunden, plus/minus drei Stunden.

Schlaf vom 7. bis zum 12. Monat: Das Baby schläft nun immer verlässlicher zu bestimmten Zeiten und vorwiegend nachts. Der Gesamtbedarf an Schlaf liegt bei rund 14 Stunden, plus/minus zweieinhalb Stunden. Wichtig: Je mehr das Baby tagsüber schläft, desto weniger Schlaf braucht es nachts – und andersherum.

Schlaf im 2. Lebensjahr: Der Bedarf an Schlaf sinkt. „Gespart“ wird vor allem tagsüber: Das Nickerchen am späten Vormittag fällt weg, übrig bleibt der Mittagsschlaf. Insgesamt schläft das Kind durchschnittlich 13,5 von 24 Stunden, plus/minus zwei Stunden.

Schlaf im 3.–4. Lebensjahr: Viele Kinder gewöhnen sich jetzt den Mittagsschlaf ganz ab. Im Schnitt brauchen sie 12 Stunden Schlaf.

Natürlich variiert das Schlafverhalten von Kind zu Kind und vor allem Abläufe, die nicht zum Alltag gehören, wie lange Autofahrten, aufregende Ausflüge oder Besuch daheim kann den Rhythmus schon einmal unterbrechen. Wichtig ist dennoch, dass du die festgelegten Rituale so gut es geht beibehältst und nicht in Bequemlichkeiten verfällst. So stehen dir und deinem Kind ruhigere Nächte bevor.

Viele Eltern sind der Meinung, ihr Baby würde einfach immer zu wenig schlafen –womöglich geht es euch ja ganz genauso. Sie sind überzeugt davon, dass ihr Kind ein schlechter Schläfer ist, lassen dabei aber oft außer Acht, dass der Schlafbedarf ihres Babys möglicherweise gar nicht so groß ist, wie sie es annehmen.

Kurz gesagt: Viele Eltern überschätzen den Schlafbedarf ihres Sprösslings ziemlich deutlich. Und wenn das Kind nicht müde ist, wenn es ins Bett gesteckt wird, ist es eigentlich auch nicht weiter verwunderlich, dass es partout nicht schlafen will. Das würden wir Erwachsenen ja auch nicht, wenn wir glockenwach im Bett liegen – oder?

Die durchschnittliche Schlafdauer von Babys und Kleinkindern

Bei einem Säugling von 0 – 3 Monaten geht man davon aus, dass es rund 17 – 18 Stunden des Tages verschläft, also insgesamt gerade mal 5 Stunden im wachen Zustand verbringt und dies gleichmäßig über den ganzen Tag und die Nacht verteilt.

Bei einem 3 Monate alten Kind ist der Bedarf schon deutlich geringer: In diesem Alter schlafen Kinder noch etwa 15 Stunden am Tag, meistens ebenfalls rund um die Uhr verteilt, oftmals aber jetzt doch eher nachts als tags.

Mit 6 – 9 Monaten liegt der Schlafbedarf immer noch bei etwa 14 Stunden, das Kind geht jetzt mehr und mehr dazu über, sich diesen Schlaf tatsächlich in der Nacht zu holen und tagsüber nur noch zwei oder drei Mittagsschläfchen zu halten. Möglicherweise schläft das Kind jetzt zum ersten Mal in der Nacht mehrere Stunden am Stück.

Bei einem Einjährigen kann man davon ausgehen, dass es noch ungefähr 13 – 14 Stunden Schlaf benötigt, vorwiegend in der Nacht, tagsüber hält es nach wie vor ein oder zwei Mittagsschäfchen.

Danach sinkt der Bedarf an Schlaf nach und nach und pendelt sich bis zum 3. Lebensjahr etwa bei 12 Stunden ein.

Euer Kind schläft längst nicht so viel? Das kann schon sein. Aber auch hier gilt, genau wie in jedem anderen Bereich auch: Jedes Kind ist anders. Das eine braucht etwas mehr Schlaf, das andere kommt – manchmal sehr zum Leidwesen seiner Eltern – auch mit deutlich weniger aus. Das heißt also, dass diese Werte hier in Bezug auf das Schlafbedürfnis so oder so nur einen Richtwert darstellen können und individuell von Kind zu Kind ganz unterschiedlich sind. Bei uns Erwachsenen ist das ja schließlich auch nicht anders. Dem einen reichen 5 Stunden völlig aus, der andere wiederum fühlt sich erst nach 8 Stunden richtig erholt.

Eine optimale Schlafdauer für das Kind gibt es also nicht. Falls ihr dennoch das Gefühl gehabt, euer Baby schläft deutlich zu lang oder zu kurz, solltet ihr vielleicht mal den Kinderarzt um Rat fragen.

Sollte euer Nachwuchs tatsächlich zu wenig Schlaf abbekommen, aber einen größeren Bedarf haben, merkt ihr das meistens daran, dass es permanent müde oder quengelig ist. Und dann solltet ihr vielleicht versuchen, eurem Baby den Schlafrhythmus beispielsweise durch Einführen verschiedener Rituale etwas zu erleichtern und es immer genau dann ins Bett legen, wenn es müde ist, nicht erst danach, wenn es über den Zeitpunkt schon hinaus ist.

Die swing2sleep wirkt auf sanfte Weise wahre Wunder, um eurem Baby das Finden eines optimalen Schlafrhythmus zu erleichtern. Dadurch das sie sich stetig bewegt und euer Baby behutsam wiegt, werden extrem kurze Schlafphasen verlängert. Überzeuge dich einfach selbst, indem du unsere Federwiege für einen Monat mietest. Das Team von swing2sleep wünscht erholsame Nächte.

Wie viel Schlaf braucht ein Baby?

Der Schlafrhythmus und die Schlafdauer von Babys und Kindern sind ganz unterschiedlich. Vor allem Neugeborene haben in ihren Schlafgewohnheiten noch kein regelmässiges Muster und noch deutlich mehr REM-Schlafphasen als Erwachsene. In einer REM-Schlafphase ist der Schläfer näher am Wachzustand als in einer sogenannten Non-REM-Phase. Die vielen Leichtschlafphasen, in denen das noch so schutzlose und empfindliche Baby Hunger oder Kälte wahrnehmen kann, sind überlebensnotwendig.

In den ersten Wochen ist noch kein Schlafrhythmus erkennbar

Säuglinge verteilen ihre Schlafzeiten gleichmässig auf Tag und Nacht und sechs bis sieben Schlafintervalle, die 45 Minuten bis vier Stunden lang sein können. In den ersten Lebenswochen wachen sie oft alle ein bis zwei Stunden auf und schlafen einfach nur zwischen den Mahlzeiten sehr viel. Manche Babys kommen im ersten Monat auf 20 Schlafstunden, anderen sind 13 Stunden genug. Der Durchschnitt liegt zwischen 16 und 18 Stunden.

Die Schafzeiten Ihres Babys sollten Sie natürlich auch konsequent nutzen, um sich zu erholen. Schlaue Mamis gönnen sich dann auch ein Nickerchen. Der Haushalt kann ruhig auf niedrigster Stufe bewältigt werden, der Kühlschrank wird von guten Geistern mit gesunden Snacks (Joghurt, Müesli, Trockenobst, kaltes Pouletfleisch, Käse und Vollkornbrot) gefüllt.

Was tun, wenn das Baby nachts aufwacht?

Nachts kann es in den ersten Monaten sein, dass Ihr Baby alle zwei bis drei Stunden wach wird und Hunger hat. Wacht es nachts auf, füttern Sie es und geben Sie ihm eine frische Windel. Lassen Sie nur ein schwaches Licht dabei brennen. Legen Sie sich alles für’s Wickeln griffbereit zurecht, damit Sie Ihr Kind nicht unnötig viel herumtragen müssen. Am einfachsten ist das, wenn Sie das Babybett direkt an Ihrer Seite haben.

Wann entwickeln sich regelmässige Schlafzeiten?

Nach einer Weile, so zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat, beginnt sich ein regelmässiger Rhythmus herauszubilden und die Wachzeiten werden allmählich länger. Im vierten und fünften Lebensmonat sind 14 bis 15 Stunden pro Tag/ Nacht der Durchschnitt, während im zweiten Lebenshalbjahr gut 13 Stunden ausreichen. Dann bekommt das Baby auch ein Gefühl für Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe. Die Schlafzeiten liegen dann eher in den Nachtstunden (manche Babys schlafen dann schon 11 Stunden an einem Stück durch), mit zwei Nickerchen am Tag, nämlich in den Morgenstunden und am frühen Nachmittag. Ab dem ersten Geburtstag gewöhnen sich viele Kleinkinder daran, den Tagesschlaf auf einen Mittagsschlaf von ein bis zwei Stunden zu kürzen.

Nachts ist eine ruhige Umgebung wichtig

Jetzt brauchen sie nicht mehr sofort aufzustehen, wenn Ihr Baby weint. Oft beruhigt es sich nach ein paar Minuten von selbst. Wenn nicht, können Sie immer noch nachschauen gehen und trösten, aber nur mit gedämpfter Stimme sprechen. Zeigen Sie ihrem Baby deutlich, dass jetzt nicht Spiel- sondern Schlafenszeit ist. Sie sollten versuchen, in der Nacht für eine ruhige, leise und dunkle Atmosphäre zu sorgen. Nehmen Sie Ihr Baby nicht auf den Arm oder mit ins elterliche Bett, sondern setzen Sie sich an sein Bettchen und streicheln oder singen Sie es in den Schlaf.

Im Alter von zwölf Monaten schlafen die meisten Kinder nachts regelmässig durch. Richtig angewandte Einschlafrituale können dabei helfen.

Die durchschnittlichen Schlafzeiten pro Tag nach Lebensalter:

  • 1 Woche ca. 16 1/2 Stunden
  • 1 Monat ca. 15 1/2 Stunden
  • 3 Monaten ca. 15 Stunden
  • 6 Monaten ca. 14 1/2 Stunden
  • 9 Monaten ca. 14 Stunden
  • 12 Monaten ca. 13 3/4 Stunden
  • 18 Monaten ca. 13 1/2 Stunden
  • 2 Jahre ca. 13 Stunden

Dies sind natürlich nur generelle Richtwerte! Wenn Ihr Kind zwar vergleichsweise wenig schläft, aber dabei nicht weinerlich oder quengelig wird, besteht kein Grund zur Sorge. Es ist dann einfach ein sehr aktives Kind. Wie es Erwachsene gibt, die weniger Schlaf brauchen als andere, gibt es auch Kinder, die mit weniger Ruhestunden auskommen. Passen Sie sich seinem Rhythmus an. Man kann kein Kind zum Schlafen zwingen.

Wenn Sie unsicher sind über die Schlafgewohnheiten Ihres Kindes, können Sie ein sogenanntes „Schlafprotokoll“ führen und dies bei Ihrem nächsten Besuch in der Kinderarztpraxis oder bei der Mütterberatung beurteilen lassen.

Information zum Schlafbedürfnis von Kleinkindern finden Sie hier.

Häufige Frage zum Thema

Darf man ein Baby zum Stillen wecken?

In besonderen Situationen kann es notwendig sein, Kinder zum Stillen zu wecken. Das ist der Fall, wenn Kinder nicht genügend an Gewicht zunehmen. Auch bei Neugeborenen mit Gelbsucht (erhöhte Bilirubinwerte) muss auf regelmässiges Stillen geachtet werden, denn ein Mangel an Flüssigkeit und Nahrung…

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Newsticker

Babyschlaf | 12.10.2018

Tags ist es hell und wir sind wach, nachts ist es dunkel und wir schlafen – das müssen Babys erst nach und nach lernen, wie Kinderärztin Dr. Monika Niehaus, Pressesprecherin des deutschen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erklärt. Neugeborene haben ein Schlafpensum von 15 bis 16 Stunden pro Tag und Nacht, mit Schlafphasen von nur zwei bis vier Stunden und ohne einen bestimmten Rhythmus. In den ersten zwei Monaten können die Kleinen auch oft nicht länger als zwei Stunden am Stück wach bleiben. Wird das Baby dennoch wach gehalten, ist es übermüdet und schläft schlechter ein. In den ersten drei Monaten können längere Wachzeiten noch nicht mit besonders tiefem Schlaf ausgeglichen werden. Erst mit vier bis sechs Monaten können Babys einen echten Tag-Nacht-Rhythmus entwickeln, mit einem Jahr ist er dann meist richtig ausgeprägt. 12 Anregungen für ruhigere Nächte…

Ruhe durch Brei | 15.09.2018

In der Hoffnung auf ruhigere Nächte führen manche Eltern die Beikost schon früher ein als von Experten empfohlen. Britische Forscher haben nun an Daten von über 1.200 Kindern untersucht, ob dies den Schlaf tatsächlich verbessert. Babys, die schon nach dem 3. Monat zusätzlich zum Stillen langsam Beikost in Form von Baby-Reis, später Joghurt erhielten, schliefen etwa eine Viertelstunde länger und wachten weniger häufig in der Nacht auf (nur 1,74-mal gegenüber zweimal) als Babys, die in den ersten sechs Lebensmonaten ausschliesslich gestillt wurden. Da der Babyschlaf einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Eltern hat, sind die bisherigen Empfehlungen in Grossbritannien zu überdenken. Bis dahin raten die Forscher jedoch, die geltenden Richtlinien zu befolgen. In der Schweiz lautet die offizielle Empfehlung, bis zum 6. Monat voll zu stillen und Säuglingen vor dem 5. Monat keine Beikost zu geben. Ein früherer Beikostbeginn sei mit späterem Übergewicht assoziiert. Auch bezüglich Allergien sei ein Beginn mit 4 – 6 Monaten am günstigsten fürs Kind.

Letzte Aktualisierung : 21-11-19, MR/BH

Wie viel Schlaf braucht mein Baby?

Unser Schlummerprotokoll hilft dir den Schlaf-Wach-Rhytmus deines Babys zu dokumentieren:

Für Eltern, und insbesondere für frischgebackene Eltern, ist und bleibt die ewige Frage nach dem richtigen Maß an Schlaf ein Rätsel. Wie viel Schlaf braucht ein Baby, um gut ausgeruht zu sein, sein Potenzial voll ausschöpfen, die Eindrücke des Tages verarbeiten und sich entwickeln zu können?

Wir haben einige Tipps und Anhaltspunkte für Dich zusammengestellt. Es handelt sich hier um allgemeine Empfehlungen für einen optimalen Schlaf-Wach-Rhythmus, der von den Schlafgewohnheiten Deines Babys auch abweichen kann. Die Bedürfnisse jedes Kindes variieren, sie sind schließlich alle einzigartig.

Alter in Monaten

Schlaf pro Tag in Stunden

0 – 3

3 – 6

14,5

6 – 12

12 – 18

13,5

18 – 24

Tagesschlaf

In den ersten 24 Monaten braucht Dein Baby sowohl nachts als auch tagsüber reichlich Schlaf. Bis zum dritten Monat in etwa schlafen Babys tagsüber genauso viel wie nachts, allerdings noch mit vielen kürzeren Wachphasen. Diese Monate sind daher für viele Eltern besonders anstrengend. Anschließend, im Alter von drei bis sechs Monaten, passen sich die Kleinen langsam aber sicher einem Tag-Nacht-Rhythmus an. Im Normalfall schaffen es Babys im Alter von zwölf Monaten bereits nachts durchzuschlafen. An dieser Stelle nochmals die Erinnerung, es gibt hier kein richtig oder falsch und auch kein ideal. Diese Angaben sind Durchschnitts- und Erfahrungswerte.

Wenn ihr diese erste Etappe gemeinsam gemeistert habt, sollte Dein Baby aber weiterhin tagsüber Ruhephasen einlegen. Zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr brauch ein Baby weiterhin anfänglich zwei Tagesschläfe, später reicht dann eventuell noch ein Mittagsschlaf. Etwa die Hälfte aller Kinder machen auch über das zweite Lebensjahr hinaus noch regelmäßig einen Mittagsschlaf. Hier kommt es auf jedes Kind ganz individuell an. Beobachte daher Dein Kind, achte darauf, ob es tagsüber genügend Energie zu haben scheint, sich konzentrieren kann oder quengelig ist. Du wirst schnell herausfinden, ob Dein kleiner Schatz doch noch ein paar Stunden Schlaf mehr braucht. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geht in einem 2018 veröffentlichten Bericht davon aus, dass Kinder ab dem 5. Lebensjahr keinen Mittagsschlaf mehr machen und sich mit 11 bis 12 Stunden nächtlichem Schlaf ausreichend erholen und gut entwickeln.

Zubettgehzeiten

Für die richtige Zubettgehzeit gibt es keine einheitlichen Vorgaben. Orientiere Dich besser am Schlafbedarf Deines Kindes und der Tageszeit, zu der es von allein aufwacht. Angenommen, Dein kleiner Wirbelwind ist 2 Jahre alt und morgens um 7 Uhr munter. In diesem Alter braucht Dein Kind etwa 13 Stunden Schlaf und sollte daher gegen 18 Uhr zu Bett gehen. Wenn es tagsüber noch Mittagsschlaf macht, verkürzt sich die nächtliche Schlafphase entsprechend und Dein Kind wird etwas später ins Bett gehen.

Den Überblick behalten

Hast Du das Gefühl, Dein Baby findet nicht recht zu einem gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus? Dann kann Dir unser SCHLUMMERPOTOKOLL helfen, den Schlafbedarf zu dokumentieren und besser einzuschätzen.

Lade Dir hier Dein eigenes SchlummerProtokoll herunter.

Wir freuen uns, wenn Du Deine Erfahrungen mit uns teilst!

Gute Schlafgewohnheiten von 9 bis 12 Monate

Was für Schlafgewohnheiten wird mein Baby haben?

In diesem Alter schlafen die meisten Babys nachts insgesamt 11 bis 12 Stunden. Viele schlafen allerdings noch nicht durch, sondern werden zwischendurch noch wach. Tagsüber sind für die meisten Kinder diesen Alters zwei Schläfchen (vormittags und nachmittags) von je ca. 1,5 Stunden passend. Manchen reicht es auch, wenn sie ein längeres Schläfchen von 1,5 bis 2,5 Stunden und dann noch ein kürzeres Nickerchen machen. Im Alter zwischen 11 und 12 Monaten stellen sich viele Kinder dann auf einen Mittagsschlaf um, der ca. 1,5 bis 3 Stunden dauert. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby genug Schlaf bekommt, weil Schlaf für seine Entwicklung wichtig ist.
Versuchen Sie, ungefähr gleichbleibende Schlafenszeiten (tagsüber und abends) einzuhalten. Wenn das nicht klappt, ist es vielleicht für Sie schwierig, Ihr Baby abends zum Einschlafen zu bringen und es fängt möglicherweise an, häufiger aufzuwachen. Dennoch sollten Sie natürlich flexibel sein, wenn Sie merken, dass Ihr Baby absolut nicht müde ist – möglicherweise hat sich sein Schlafbedarf dann geändert und es ist Zeit für einen neuen Rhtyhmus. Gleichzeitig gibt es immer mal Phasen, in denen Babys mehr oder weniger Schlaf brauchen – auch das ist normal.

Wie sollte ich gute Schlafgewohnheiten fördern?

Fahren Sie fort, mit den Techniken zu arbeiten, die Sie und Ihr Baby gelernt haben, seit es sechs Monate alt war. Aber machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie es noch nicht geschafft haben – die Prinzipien sind die gleichen geblieben:
Halten Sie sich an eine gleichbleibende Routine beim Zubettgehen
Sie und Ihr Baby profitieren beide von einer allabendlichen Routine beim Zubettgehen.

  • Zum Beispiel: Spielen Sie ein ruhiges Spiel wie ein Fingerspiel oder ein Steckpuzzle,
  • baden oder waschen (baden nicht öfter als alle drei Tage) Sie es
  • lesen Sie ihm eine Gutenachtgeschichte vor
  • , kuscheln Sie ausgiebig mit Ihrem Kind, singen Sie ein Wiegenlied
  • , streicheln Sie es noch ein paar Minuten und geben Sie ihm einen Gutenachtkuss

Auch das gemeinsame Herunterlassen der Rolläden, ein Streicheln der Kuscheltiere zur guten Nacht oder Kindergebete eignen sich als Elemente für das Abendritual. Folgen Sie jeden Abend dem gleichen Einschlaf-Ritual. Ihrem Baby wird die Beständigkeit gut tun und es fühlt sich sicherer, wenn es weiß, was kommt.
Halten Sie eine klare tägliche Routine ein
Das Zubettgehen klappt wahrscheinlich reibungsloser, wenn der Rest der täglichen Routine Ihres Babys auch einigermaßen gleichbleibend ist. Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Tag gleich ablaufen muss. Aber achten Sie darauf, Ihrem Kind nicht zu viele Termine und nicht zu viel Aufregung wie viel Besuch, lange Einkäufe in Supermärkten, etc. zuzumuten. Wenn es jeden Tag in etwa zur gleichen Zeit ein Nickerchen macht, isst, spielt und ins Bett gebracht wird, kann das den Schlaf deutlich fördern.
Geben Sie Ihrem Baby die Möglichkeit, allein einzuschlafen
Wenn Sie möchten, dass Ihr Baby Sie nachst nicht allzu oft weckt, sollten Sie mit ihm schon ab ca. drei bis vier Monaten eine gewisse Eigenständigkeit beim Einschlafen einüben. Wenn es sich daran gewöhnt hat, geschaukelt oder gefüttert zu werden um einzuschlafen, hat es möglicherweise Probleme, nachts ohne diese Hilfen wieder einzuschlafen und es wird wahrscheinlich weinen, wenn es nachts aufwacht (True et al 2002).

Welche Schlafprobleme treten in diesem Alter auf?

Wenn Ihr Baby gesund und normalgewichtig ist, könnte es theoretisch schon eine ganze Nacht durchhalten, ohne Milch zu benötigen. Dennoch schaffen viele Babys das noch nicht ganz, weil sie nach einiger Zeit dennoch Hunger verspüren und mit leerem Magen schläft es sich nicht gut. Außerdem fühlen sich die meisten Babys ohne ihre Bezugspersonen nicht 100% sicher, weshalb ihnen eine ganze Nacht ohne Mama oder Papa einfach noch zu lang erscheint. Sie brauchen zwischendurch Nähe, um sich wieder geborgen zu fühlen.
Schauen Sie, wie Sie die Bedürfnisse von Kind und Eltern möglichst gut und flexibel unter einen Hut bekommen. Viele Eltern lassen das Baby im eigenen Bett einschlafen, versuchen dann ggf. beim ersten Aufwachen nochmal, es zu beruhigen, und nehmen es dann beim zweiten Aufwachen zu sich oder legen sich auf eine Matzratze neben das Kinderbett. Letzteres ist eine sehr gute Möglichkeit, um das Kind sanft an das eigene Bettchen zu gewöhnen.
Zuletzt überarbeitet: Juli 2018

Quellen

Davis KF, Parker KP, Montgomery GL. 2004. Sleep in Infants and Young Children: Part One: Normal Sleep. Journal of Pediatric Health Care. 18: 130-7
Ficca G, Fagioli I, Salzarulo P. 2000. Sleep organization in the first year of life: developmental trends in the quiet sleep-paradoxical sleep cycle. J Sleep Res. 9(1): 1-4
Mindell JA, Kuhn B, Lewin DS et al. 2006. Behavioral Treatment of Bedtime Problems and Night Wakings in Infants and Young Children. Sleep. 29(10): 1263-1276
True D, Flenady V, Woodgate P et al. 2002. Behavioural interventions for children under five years with sleep difficulties. The Cochrane Database of Systematic Reviews. Issue 4

So findet Dein Baby einen Schlafrhythmus

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Schlafverhalten am Ende des ersten Lebensjahres

Mit knapp einem Jahr schlafen Kinder durchschnittlich 13 bis 14 von 24 Stunden. Das ist zwar noch fast genau so viel Schlaf wie vor vier Monaten, doch mit dem feinen Unterschied, dass der meiste Schlaf mittlerweile in der Nacht stattfindet. Wie in allen anderen Entwicklungsbereichen des Kindes, sind auch hier Abweichungen normal. Du musst bedenken, dass jedes Kind einen individuellen Rhythmus hat und auch die Tagesabläufe unterschiedlich sind. Ein sehr aktives Kind braucht viel mehr Schlaf als ein eher ruhiges Kind. Ein Vormittags- und ein Nachmittagsschläfchen sind in diesem Alter normal und auch sinnvoll. Dein Kind braucht Erholung und schöpft so neue Energie für das Spielen und die täglichen Herausforderungen. Manche Kinder nicken mehrmals am Tag für eine halbe Stunde ein, manche schlafen bis zu zwei Stunden am Stück.

Tipp: Achte darauf, dass Dein Kind ungestört schlafen kann. Tipps zur Schlafumgebung findest Du in unserem Artikel „Die beste Schlafumgebung für das Baby“. Um zu vermeiden, dass Dein Kind abends nicht ins Bett gehen will, weil es tagsüber zu viel geschlafen hat, solltest Du Folgendes tun: Verlege den Mittagsschlaf eher auf die Mittagszeit anstatt auf den Nachmittag. Dann kann Dein Kind sich noch viele Stunden austoben, bevor es Zeit ist, ins Bett zu gehen. Außerdem kannst Du die Milch, die es in der Nacht bekommt, verdünnen, indem Du sie zunächst mit 10 ml Wasser, in der darauffolgenden Nacht mit 20 ml Wasser und so weiter verdünnst. Dann wird es tagsüber mehr trinken wollen und hat in der Nacht nicht so viel Hunger.

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Schlafrhythmus: Dein Kind will nicht ins Bett?

Dein Kind ist nun alt genug, um zu begreifen, dass es selbst sehr großen Einfluss darauf hat, ob und wann es schlafen geht. Das kann zu Problemen beim Zubettgehen führen. Auch wenn es schwer fällt: Du musst konsequent sein und Deinem Kind beibringen, dass es einen bestimmten Zeitpunkt zum Schlafengehen gibt. Je früher Du es daran gewöhnst, desto besser.

Tipp: Als erstes musst Du eine passende Bettgehzeit festlegen. Sie muss zum Tagesablauf Deines Kindes, aber auch zu dem der restlichen Familie passen. Nur so hast Du eine reelle Chance, die Bettgehzeit auch konsequent beizubehalten.

Wichtig ist auch ein festes, gleichbleibendes Ritual, zum Beispiel eine bestimmte Reihenfolge an gemeinsamen Aktionen wie Zähneputzen, eine Gute-Nacht-Geschichte oder ein Einschlaflied. Doch am allerwichtigsten ist es, Geduld zu haben. Es dauert eine Weile, bis Dein Kind sich an den Rhythmus gewöhnt hat. Auf dem Weg dahin wird es sehr wahrscheinlich noch einige anstrengende und frustrierende Abende geben. Aber gib nicht auf. Wenn Du konsequent bleibst, wirst Du schon bald davon profitieren. Schau doch auch mal in unser Spezial „So lernt Dein Baby schlafen“. Dort findest Du neben weiteren wertvollen Tipps auch wissenswerte Informationen zum Schlafverhalten von Babys.

Rückblick Schlafverhalten im ersten Lebensjahr

Das Schlafverhalten Deines Babys hat sich in den vergangenen Monaten sehr verändert. In den nachstehenden Artikeln kannst Du nachlesen, welche Entwicklungen Dein Baby schon durchlaufen hat:

  • Neugeborene: Dein Neugeborenes erwacht häufig
  • 1.-3. Monat: Tag-Nacht-Rhythmus Deines Babys
  • 4.-6. Monat: Der weite Weg zum Durchschlafen
  • 7.-9. Monat: Wie sich die Fremdelphase auf den Schlaf auswirkt

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Weitere Fortschritte Deines zehn bis zwölf Monate alten Babys

Nicht nur das Schlafverhalten Deines Babys hat sich verändert. Auch in anderen Bereich hat sich Dein Baby weiter entwickelt:

  • Bewegung: Auf dem Weg zu den ersten Schritten
  • Ernährung: Essen mit den Großen
  • Kommunikation: Die ersten Worte
  • Sinne: Dein Kind entdeckt die Welt
  • Wachstum: Größe und Gewicht Deines Babys
  • Wachstumsschub: Die 8 Wachstumsschübe Deines Babys

Buchtipp zum Thema

Wenn Du noch mehr über die Entwicklung Deines Babys erfahren möchtest, empfehlen wir Dir das GU Buch „Babys erstes Jahr“ von den Buchautoren Vivian Weigert und Dr. Franz Paky. Vielen Dank an den Gräfe und Unzer Verlag für die Unterstützung.

“ Mehr zum Buch

Einer der schönsten Momente im Leben frischgebackener Eltern ist die Nacht, in der ihr Kind zum ersten Mal länger schläft. Umso schlimmer ist es jedoch, wenn der hart erkämpfte Schlafrhythmus sich plötzlich verändert…

Auf einmal werden die Schlafphasen Ihres Babys wieder kürzer und das Einschlafen dauert eine gefühlte Ewigkeit. Ihr Kind wacht ständig auf, ist übermüdet und will partout nicht wieder einschlafen. Und Sie schaffen es einfach nicht, es dazu zu bringen wieder länger zu schlafen.

Ich bekomme oft Anrufe von erschöpften und unter Schlafmangel leidenden Eltern, die mich fragen: „Warum wacht mein Baby so oft auf und schläft nicht mehr durch wie noch vor Kurzem?“

Veränderter Schlafrhythmus bei Babys im ersten Lebensjahr (Quelle ©AntonioGuillem / Getty Images) Abgesehen von den offensichtlichen Ursachen für einen veränderten Schlafrhythmus – wie beispielsweise Zahnen, Infekte, Ohrenentzündungen – ist diese Veränderung völlig normal.

Es gibt drei Phasen im ersten Lebensjahr Ihres Babys, in denen es nicht mehr durchschläft, häufig aufwacht und tagsüber keinen Mittagsschlaf hält – und zwar jeweils im Alter von 4, 8 und 12 Monaten. Dieser Rückgang im Schlafverhalten Ihres Kindes kann bereits im dritten Monat beginnen und bis zum fünften oder sogar sechsten Monate andauern.

Genau davor fürchten wir uns alle… vor dem Schlafrückgang.

Ursachen für den Schlafrückgang im 4. Monat

Im vierten Lebensmonat verändert sich der Schlafrhythmus.

In diesem Alter beginnt bei Babys der REM-Schlaf. REM steht hierbei für „Rapid Eye Movement“, zu Deutsch: schnelle Augenbewegungen. Der REM-Schlaf ist weniger tief und der Schlaf Ihres Babys wird somit leichter gestört. Bevor Ihr Kind also in die nächste, tiefere Schlafphase übergehen kann, wacht es stattdessen auf.

Ihr Baby könnte in einer Wachstums- und Entwicklungsphase sein

Das Gehirn Ihres Kindes wird plötzlich wachsamer. In diesem Alter lernen Babys meist, sich auf die Seite zu drehen, und sie gewinnen die Kontrolle über Arme und Beine.

Ihr Baby hat Hunger

Die Wachstumsschübe können dazu führen, dass Ihr Baby öfter Hunger hat. Wenn die ganze Familie unter Schlafmangel leidet und Ihr Baby plötzlich wesentlich weniger schläft, ist es manchmal einfacher, Ihr Kind zu stillen, damit alle wieder zur Ruhe kommen. So können Sie vermeiden, dass Ihr Baby übermüdet ist und mit schlechter Laune aufwacht.

Lesen Sie hier mehr über den Umgang mit Babys die zu kurzen Schlafphasen neigen!

Tipps für den Umgang mit dem Schlafrückgang

Seien Sie flexibel, aber pflegen Sie trotzdem Einschlafrituale

Zunächst ist es wichtig, früh ins Bett zu gehen. Es kann sein, dass Sie immer mal wieder kleine Änderungen am Einschlafritual vornehmen müssen. Trotzdem sollten Sie versuchen, diese auf ein Minimum zu beschränken. Drastische Veränderungen würden Ihr Baby nur unnötig verwirren.

Trösten Sie Ihr Baby

Das Trösten spielt eine wichtige Rolle. Diese Zuneigung wird Ihr Kind beruhigen und Frustrationen abbauen. Ihr Baby sollte während dieser Phase nicht ständig schreien müssen und Sie sollten auf Ihr Kind eingehen, wenn es schreit. Es braucht nun Zärtlichkeit und Ablenkung und will getröstet werden.

Selbst wenn das Ihre Routine und all Ihre Gewohnheiten durcheinander bringt, sollten Sie bedenken, dass Ihr Baby gerade eine sehr schwere Phase durchmacht. Und niemand möchte in einer solchen Zeit allein gelassen werden.

Geben Sie Ihr Bestes

Wenn es Ihr Baby nicht schafft, sich von allein wieder zu beruhigen, kann es passieren, dass es schließlich übermüdet ist, was das Einschlafen praktisch unmöglich macht. Deshalb sollten Sie Ihr Bestes geben, um Ihrem Baby beim Einschlafen zu helfen:

  • Musik,
  • Wiegen,
  • eine Massage

und viele andere einfache Maßnahmen können dabei helfen.

Denken Sie daran: Es ist nur vorübergehend

Der Rückgang im Schlafverhalten ist nur eine vorübergehende Phase – falls Sie sich davon nicht langfristig aus der Bahn werfen lassen. Wenn ein Monat vergangen ist und Sie die oben erwähnten Maßnahmen immer noch durchführen, dann sind Sie in die klassische Schlafrückschrittsfalle getappt. Lassen Sie nicht zu, dass eine vorübergehende Phase zu einer dauerhaften Schlafstörung wird.

Viel Erfolg!

Nickerchen – wie viel Schlaf braucht mein Kind tagsüber?

„Schläft mein Baby tagsüber ausreichend?“ und „was kann ich machen, damit mein Kind tagsüber länger schläft?“ Das sind eine der häufigsten Fragen, die mir meine Kundinnen stellen. Denn Eines ist klar: nicht nur für die Entwicklung und Gesundheit unserer Kleinen ist ihr Tagschlaf essentiell, auch für uns Mütter und Väter kann er eine sehr wertvolle kleine Auszeit bedeuten :-). (und nein, ich denke nicht, dass man eine Rabenmutter ist, wenn man auch noch Wünsche für sich selbst hat…)

Insbesondere da sich das Schlafverhalten und der Schlafbedarf bei den Kleinen so oft und so schnell verändert, ist es allerdings gar nicht so leicht, diese Frage zu beantworten. Tatsächlich ist jedes Kind anders und jedes Kind hat seinen ganz eigenen Rhythmus und Schlafbedarf. Selbst Zwillinge können ein leicht unterschiedliches Schlafmuster aufweisen, obwohl sie gleich alt sind und die Eltern für beide Kinder die gleichen Bedingungen und Voraussetzungen schaffen.
Dennoch gibt es natürlich Richtwerte, die für die allermeisten Kinder zutreffen und für uns Eltern eine Orientierung bieten können:

1.-4. Lebensmonat: Die Anzahl der Nickerchen liegt bei 4-5, auch wenn die Zeiten i.d.R. noch stark variieren 3.-4. Lebensmonat: Die meisten Kinder lassen den 5. Tagschlaf so langsam ausfallen und pendeln sich auf 4 Schläfchen ein (wenn sie das nicht schon so hatten)
5.-8. Lebensmonat: Die meisten Kinder in diesem Alter brauchen 3 Nickerchen. Auch wenn es ein paar Ausnahmen gibt, die mit nur 2 sehr langen Schläfchen klarkommen und ein paar Wenige, die sehr lange an ihrem 4. Schläfchen festhalten 
9.-15. (oder sogar 18.) Lebensmonat: Ein durchschnittliches Kind in diesem Alter benötigt noch 2 Tagschläfchen. Auch wenn viele glauben, dass ein einjähriges Kind nur noch einen einzigen Mittagsschlaf braucht, so zeigt sich, dass die meisten Kinder erst zwischen dem 15. und 18. Lebensmonat dafür bereit sind, den 2. Tagschlaf ausfallen zu lassen.
18. Lebensmonat bis 4. Geburtstag: wie lange der letzte Mittagsschlaf behalten wird, variiert sehr stark. Wann dieser endgültig ausfällt, entscheiden oft die äußeren Umstände, wie Kita, Tagesmutter oder Kindergarten. Wenn man allerdings die Kinder entscheiden lassen würde oder könnte, dann liegt die Antwort bei 2-5 Jahren  , wobei der Durchschnitt bei 2-4 Jahren liegt.

Denke daran: all diese Werte sind Richtwerte und können bei Deinem Kind anders sein. Solltest Du Dir Unterstützung bei der Erstellung eines Tagesplanes sein, oder Dir Hilfe dabei wünschen, wie Dein Kind besser ein- oder länger am Stück schlafen kann, freue ich mich auf Deine e-mail an m[email protected]
Die meisten meiner Kundinnen betreue ich per Telefon oder Skype. Kundinnen in und um München, im Allgäu oder in Niederbayern, besuche ich auch gerne persönlich. Melde Dich einfach bei mir.

Ich freue mich auf Dich
Deine Miriam

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