Baby mit haaren

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Augenfarbe beim Baby

Ein wenig Biologieunterricht

Wer sich an die Unterrichtsstunden zum Thema Vererbungslehre zurückerinnert, wird schnell auf die beiden Begriffe „dominant“ und „rezessiv“ stoßen. Rezessiv bedeutet, dass ein genetisch vererbtes Merkmal von einem anderen Merkmal verdrängt werden kann.

Im Zusammenhang mit der Augenfarbe beim Baby heißt das konkret: Blaue Augen sind nicht besonders durchsetzungsstark. Sie lassen sich oft von dominanten Farben, wie beispielsweise Braun, unterdrücken. Braun würde sich also in diesem Fall sehr wahrscheinlich durchsetzen.

Die Schlussfolgerung müsste demnach lauten: Wenn ein Elternteil braune Augen hat, bekommt das Baby mit großer Wahrscheinlichkeit auch braune Augen. Allerdings kann diese Regel bestenfalls einer groben Orientierung dienen, denn die Augenfarbe beim Baby lässt sich nicht mit dem einfachen Kreuzungsschema erklären.

Hinzu kommt nämlich noch der Einfluss der Gene. Bei einer ganz bestimmten Konstellation der Chromosomensätze kann es demnach passieren, dass sich auch rezessive, also schwache Merkmale durchsetzen.

Annähernde Voraussage der Augenfarbe beim Baby

Anhand von Richtlinien, auf verschiedenen Statistiken basierenden, lässt sich trotz vieler Unsicherheiten die Augenfarbe des Babys in etwa voraussagen. Grundlage ist hierbei die sogenannte Dominanzreihenfolge, wobei die Dominanz von oben nach unten abnimmt und die Rezessivität zunimmt. Zusätzlich sind auch Mischformen aus den einzelnen Augenfarben möglich.

  • Braun
  • Grün
  • Blau
  • Grau

Allerdings ist es der Wissenschaft bis heute noch nicht gelungen, eindeutig zu klären, welche genauen genetischen Einflüsse für die eigentliche Augenfarbe beim Baby verantwortlich sind. Deshalb ist es ganz normal, dass es trotz aller Richtlinien immer wieder zu Überraschungen kommt und es oft sogar so aussieht, als ob Ausnahmen die Regel bestimmen.

Warum verändert sich die Augenfarbe beim Baby?

Die meisten Babys mit heller Hautfarbe kommen mit strahlend blauen Augen zur Welt, während dunkelhäutige Babys oft mit dunklen oder grauen Augen geboren werden. Die Augenfarbe der hellhäutigen Babys ist deshalb blau, weil mit der Geburt die Entwicklung der Pigmentierung der Regenbogenhaut mit dem Farbstoff Melanin noch nicht abgeschlossen ist.

Die menschliche Iris besteht aus zwei Schichten, wobei die untere mit Melanin-Pigmenten angereichert ist. Trifft nun Licht auf das Auge, wird es von den Pigmenten absorbiert und somit das Auge vor zu viel Licht geschützt. Weil die Pigmentschicht bei Neugeborenen noch fehlt, kann auch keine Absorption stattfinden.

Das Licht tritt „ungefiltert“ wieder aus der Iris aus und erscheint blau. Das ist übrigens auch der Grund, warum Neugeborene noch sehr lichtempfindlich sind.

Im Laufe der Zeit bildet das Auge kontinuierlich Pigmente, weshalb sich die Augenfarbe beim Baby innerhalb des ersten Lebensjahres immer mal wieder ändern kann.

Warum bleiben bei manchen Kindern die Augen blau?

Ganz einfach: Die Augen dieser Kinder produzieren nur sehr wenige Melanin-Pigmente, sodass die Augenfarbe dauerhaft blau bleibt. Selten kommt es auch vor, dass sich in einem Auge mehr Pigmente einlagern als im anderen. Die betroffene Person besitzt dann zwei unterschiedliche Augenfarben (zumeist blau und grün).

Der Einfluss der Sonne

Forscher sind sich einig, dass die Augenfarbe des Menschen evolutionsgeschichtlich eng mit der Sonneneinstrahlung im Zusammenhang steht. Menschen der Arktis haben zumeist blaue oder schiefergraue Augen, weil dort die Sonne vergleichsweise wenig scheint.

Dunkelhäutige Babys kommen dagegen in sonnigeren Gegenden der Erde zur Welt und haben zumeist schon bei der Geburt dunkle Augen. Schon während der Schwangerschaft wird hier gewissermaßen vorsorglich Farbstoff erzeugt, um die Augen der Babys vom ersten Tag an vor dem intensiven Sonnenlicht zu schützen.

Allerdings verändert sich auch bei diesen Kindern im Laufe des ersten Lebensjahres die Augenfarbe, weil auch bei ihnen mit der Geburt die Melanin-Produktion noch nicht abgeschlossen ist. Die Augen werden also noch dunkler, zuweilen sogar schwarz.

Wann ist die Augenfarbe beim Baby eindeutig?

Im Alter von sechs Monaten zeigt sich zumeist eine erste Tendenz. Normalerweise können Eltern nach 18 Monaten davon ausgehen, dass sich bei ihrem Kind die endgültige Augenfarbe herausgebildet hat. Es gibt allerdings auch Kinder, bei denen sich die Farbe während der Pubertät nochmals ändert.

Übrigens: Obwohl eigentlich die elterlichen Gene die Augenfarbe beim Baby bestimmen, kommt es recht häufig vor, dass auch die Großeltern Spuren in den Augen ihrer Enkel hinterlassen.

Mythos Neugeborene: Haben Babys immer blaue Augen?

Es ist einfach zu niedlich, wenn einen Säuglinge mit ihren blauen Kulleraugen anschauen. Doch ist dieses ‚Babyblau‘ tatsächlich die obligatorische Farbe, wenn Kinder das Licht der Welt erblicken? Was ist dran an dieser weit verbreiteten Behauptung?

Die kleine Martha ist heute fünf Jahre alt. Sie hat eine rotbraune Lockenmähne und grünlich-bernsteinfarbene Augen, die sogar ein wenig gesprenkelt erscheinen. „Wie bei einer kleinen Katze“, erzählt ihre Mama. „Doch diese seltene Schattierung hat man bei der Geburt noch nicht erahnen können. Da waren die Augen unserer Kleinen eher bläulich grau, ein bisschen wie Wasser. Erst mit der Zeit veränderten sich langsam die Farbnuancen.“

Pigmente im Auge entwickeln sich im ersten Lebensjahr

Eine langsame Metamorphose der Augenfarbe wie bei Martha ist typisch bei Babys. „Das liegt daran“, erklärt der Berliner Augenarzt Professor Klaus Rüther, „dass die genetisch angelegte Augenfarbe erst im Laufe der Zeit nachpigmentiert. Bei der Geburt sind die Pigmente der Iris einfach noch nicht vollständig vorhanden, müssen sich erst noch entwickeln.“

Physiologisch gesehen sind blaue Augen also kein Zeichen für eine Mangelerscheinung. Das Auge bildet den Farbstoff Melanin während des ersten Lebensjahres nach und nach und lagert ihn in der Iris ein. Manchmal dauert der Vorgang auch länger. So verändert sich die Augenfarbe allmählich, bis die Schattierung erreicht ist, die ein ganzes Leben lang bleibt. Dieser Prozess hängt von der Menge des Pigments ab, die im genetischen Programm jedes Menschen festgelegt ist. Dadurch werden auch der Teint und die Haarfarbe bestimmt.

Niedrige Melanin-Konzentration bei blauen Augen

Trotz solcher Unterschiede lässt sich bei den meisten Babys bezüglich ihrer Pigmentierung eine allgemeine Faustregel anwenden: Je mehr Melanin durch die biologische Software schon von vorne herein vorhanden ist, desto brauner werden auch die Augen. So haben dunkelhäutige Kinder, etwa aus Südamerika, Afrika oder Teilen Asiens fast immer schon von Geburt an eine dunklere Iris, die sich im Laufe der Kindheit oft noch in ihrer Tönung intensiviert. Bei den meisten hellhäutigen Säuglingen, die von Natur aus eine geringere Pigmentkonzentration besitzen, ist hingegen Blau die erste Augenfarbe.

Augen- und Hautfarbe bedingen sich nicht zwangsläufig

Wie bei jedem Prinzip gibt es aber auch hier Ausnahmen. So können beispielsweise auch Kinder aus Mitteleuropa oder Skandinavien mit blasserer Haut und helleren Haaren dunkle Augen haben – und das bereits von Geburt an. „Das ist sehr individuell und hängt immer von den Erbanlagen ab“, betont der Experte. „Auf jeden Fall gibt es keine zwingende Eins-zu-eins-Verbindung zwischen der Hautfarbe und der Iris-Pigmentierung.“

Ein guter’Beweis dafür ist der dreijährige Lucca, ein Kindergartenkumpel der fünfjährigen Martha. Der Kleine hat strohblondes Haar und braune Augen, die, wenn er zornig ist, sogar fast schwarz werden. „Als Lucca geboren wurde, war ich ganz überrascht, dass er gar keine blauen Augen hatte“, erzählt die Mutter. „Die waren von Anfang an so wie jetzt. Da schlagen wohl unsere italienischen Vorfahren durch.“

Die Augenfarbe ist eigentlich ein lichtphysikalisches Phänomen

Blaue Babyaugen haben nicht nur etwas mit der Melanin-Konzentration zu tun. Denn genau genommen sind Augen de facto gar nicht blau, grün oder braun. „Eigentlich handelt es sich um ein Lichtbrechungsphänomen auf der menschlichen Iris“, erklärt der Facharzt. In diesem wenige Millimeter dicken Bereichs des Auges, der auch Regenbogenhaut genannt wird, regulieren die Pigmente den Einfall des Lichts und filtern das Streulicht. Weil das Auge aber einen hohen Anteil kurzwelligen Lichts reflektiert – ähnlich wie es am Himmel passiert – sieht es blau aus. Sind die Farbstoff-Einlagerungen schließlich zahlreicher und dichter, verliert sich die Farbe Blau und die Augen erscheinen grau, grün, oder in unterschiedlichen Braunschattierungen.

„Es gibt auch Kinder, die entwickeln gar keine Pigmente, so dass auch keine Farbstoffe in der Iris vorkommen“ ergänzt Experte Rüther. „Dann sieht man noch nicht einmal mehr einen blassen Blauton, sondern es scheint das Rot des durchbluteten Augenhintergrunds durch. Diese Anomalie ist aber sehr selten und deutet auf einen Irisdefekt oder eine Krankheit wie etwa Albinismus hin.“

Blauäugige Menschen werden immer seltener

Der Mythos, dass Neugeborene grundsätzlich blaue Augen haben sollen, interessiert nicht nur viele Eltern. Gerade im Internet spiegelt sich, wie viele Medien sich immer wieder mit dem Thema beschäftigen. Ein Grund dafür könnte sein, dass blaue Augen schon immer eine besondere Anziehungskraft ausüben und für viele ein Schönheitsideal sind. Diese Faszination der „schönen blauen Augen“ wird noch verstärkt durch ihren Seltenheitswert. Gemessen an der Weltbevölkerung haben nämlich nur etwa zehn Prozent der Erdbewohner blaue Augen.

Die Minderheit der blauäugigen Menschen wird voraussichtlich noch weiter schrumpfen, prophezeien Wissenschaftler. Denn das genetische Merkmal einer blauen Iris beziehungsweise einer geringen Melanin-Ansammlung werde – so hat es jeder im Biologieunterricht gelernt – rezessiv vererbt, während das einer braunen Pigmentierung sich dominant verhalte. Damit ein Mensch blaue Augen hat, müssen also alle vorhandenen Gene „Blau“ sein. Trägt nur ein Gen die Markierung „Braun“, dann gewinnt dieses.

Hinzu käme, dass heute weitaus mehr Menschen einen Fortpflanzungspartner mit einer anderen ethnischen Herkunft wählten, als das noch vor hundert Jahren der Fall war, so die Experten. Der langsame Rückgang des Bevölkerungsanteils mit blauen Augen sei daher eine logische Konsequenz, denn rein blauäugige Paare werden immer seltener.

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Naturrote Haare: 9 Dinge, die nur rothaarige Personen betreffen!

Naturrote Haare sind eine Seltenheit. Nur etwa 2 Prozent der Menschen weltweit haben rote Haare. Personen, die einen feuerroten Haarschopf haben, besitzen einige Eigenschaften, die andere nicht haben. Nun folgen 9 interessante Tatsachen, die nur die Rothaarigen betreffen.

1.Naturrote Haare sind ein Gendefekt

Die roten Haare sind ein Ergebnis des MC1R-Gens. Wenn beide Elternteile dieses Gen besitzen, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Kind auch rothaarig wird.

2.Nur 2% der Menschen weltweit haben naturrote Haare

Obwohl es schwierig ist, genaue Information zum Thema zu geben, ist es jedoch festgestellt, dass etwa 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung des Planeten rote Haare haben.

Die größte Gruppe von Rothaarigen befindet sich im Kaukasien und auch im Schottland, wo diese 19 Prozent der Bevölkerung des Landes ausmacht.

3.Die Rothaarigen bekommen später weiße Haare

Die geborenen Rothaarigen haben mehr Zeit, ihre feurigen Strähnen zu genießen, denn das rote Pigment ist stärker und hält länger an. Der Alterungsprozess ist hier fließend. Die roten Haare verblassen in eine Möhren-Farbe, werden zuerst grau-blond und erst dann weiß.

4.Die rothaarigen Menschen sind bei kaltem Wetter mehr sensibel

Wenn Sie einen rothaarigen Freund oder Freundin haben, die ständig erkältet ist, ist das auf das spezifische MC1R-Gen zurückzuführen. Die rothaarigen Personen sind an Temperaturschwankungen anfälliger und können Kälte nicht widerstehen.

5. Sie ziehen Bienen an

Es ist nicht klar warum, aber die natürlich roten Haare sind wie ein Magnet für Bienen. Es wird angenommen, dass dies nicht nur der Farbe zu verdanken ist, sondern auch der Haarstruktur selbst. Vielleicht wirkt sogar das Haar-Aroma so anziehend für die fleißigen Insekten.

6.Die Rothaarigen haben weniger Kopfhaare

Der allgemeine Eindruck ist, dass Rothaarige ein üppiges und volles Haar haben. Es mag auch so aussehen, doch in Wirklichkeit haben sie weniger Kopfhaare (90 000), im Gegensatz zu den Blondinen (110 000) und den Brünetten (140 000). Jedoch ist das Haar viel dichter und dicker als dieses der anderen Haarfarben.

7. Sie können schwer ihre Haare in einer anderen Farbe färben

Das rote Pigment ist so kräftig, dass es schwer beseitigt, gebleicht und in eine andere Farbe geändert werden kann, selbst in eine dunklere Nuance. Und nebenbei macht es die Dicke und die Dichte des Haars zusätzlich der Farbe schwer in die Tiefe einzudringen. Daher ändert die Mehrheit der Rothaarigen ihre natürliche Haarfarbe nicht, bis die Haare selbst anfangen grau zu werden.

8.Die Rothaarigen brauchen eine höhere Dosis Schmerzmittel

Bei rothaarigen Personen wirken Betäubungen viel langsamer und sie brauchen eine höhere Dosis an Schmerzmitteln bei Bedarf.

9.Vitamin D wird besser von Rothaarigen absorbiert

Rothaarige Frauen und Männer sind mit ihrer hellen Haut und ihren Sommersprosen berühmt. Doch dies hindert sie nicht daran, das Vitamin D besser zu absorbieren.

Haben Sie diese interessanten Tatsachen über die naturroten Haaren gewusst?

Wenn beide Elternteile das MC1R-Gen besitzen, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Kind auch rothaarig wird

Nur etwa 2 Prozent der Menschen weltweit haben rote Haare

Genetik: Blond, braun, rot – Wie die Haarfarbe entsteht

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Auch wenn beide Elternteile schwarzhaarig sind, können sie ein blondes Kind bekommen. Eine exakte Vorhersage, welche Haarfarbe der Nachwuchs haben wird, ist kaum möglich. Das liegt daran, dass die Vererbung dieses Merkmals sehr komplex und noch immer nicht völlig verstanden ist.

Verantwortlich für die Haarfärbung ist das Pigment Melanin. Es wird von speziellen Hautzellen, den Melanozyten, produziert und in die Haare eingelagert. Von dem Farbstoff gibt es zwei Varianten: das dunkle Eumelanin und das helle Phäomelanin.

Je nachdem, in welchem Mengenverhältnis die beiden Pigmente gebildet werden, nehmen die Haare unterschiedliche Farbtöne zwischen hellblond und schwarz an. „Das Komplizierte an der Pigmentierung ist, dass die Herstellung von Eu- und Phäomelanin von so vielen Genen reguliert wird. Wie viele Gene insgesamt daran beteiligt sind, kann heute noch niemand genau sagen“, erklärt die Biologin Melanie Harder aus dem Labor von Nicole von Wurmb-Schwark, Professorin für Rechtsmedizin des Uniklinikums Schleswig-Holstein in Kiel.

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Sie untersucht in einem Forschungsprojekt, ob es möglich ist, aus biologischem Material wie Blut oder Haut, das an einem Tatort gefunden wird, die Haarfarbe einer gesuchten Person zu ermitteln.

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Das gelinge in bestimmten Fällen durch DNA-Analysen mit einer Sicherheit von bis zu 80 Prozent, sagt Harder. Für die praktische Arbeit der Polizei sei ein solcher DNA-Test allerdings derzeit in Deutschland rechtlich nicht zulässig.

Haarfarben: Wird mein Baby blond oder rothaarig?

Molekularbiologen der Erasmus-Universität Rotterdam schätzen, dass mehr als zehn Gene Einfluss auf die Haarfarbe haben. Da jeder Mensch von jedem Gen ein mütterliches und ein väterliches Exemplar besitzt, ergeben sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten und eine entsprechende Vielfalt an Farbtönen.

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Der Nachweis bestimmter Varianten des sogenannten MC1R-Gens lässt mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf schließen, dass der Träger dieses Gens rötliche Haare hat.

Ein einzelnes Gen, das für blonde Haare verantwortlich ist, gebe es nicht, sagt Harder. „In unseren Studien konnten wir feststellen, dass drei kleine Genveränderungen in einer bestimmten Kombination, sehr häufig bei blonden Menschen vorkommen.“

Diese Genvarianten können aber auch im Erbgut von Schwarzhaarigen vorhanden sein. Wenn sie von Vater und Mutter auf die Kinder übertragen werden, ist der Nachwuchs blond.

Graue Haare durch Melaninmangel im Alter

Wann graue Haare ein beunruhigendes Zeichen sind

Aus der Haarfarbe lässt sich offenbar etwas über die Gesundheit von Männern ablesen. Herzforscher haben jetzt Studienergebnisse vorgestellt, die im ergrauten Haar ein mögliches Alarmsignal erkennen lassen.

Quelle: N24

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Die Haarfarbe eines Menschen verändert sich im Lauf des Lebens. So haben Kinder nord- und mitteleuropäischer Eltern zunächst oft sehr helle Haare, die erst später dunkler werden. Das kommt daher, dass in diesen Fällen die Produktion des dunklen Eumelanins erst ab dem zweiten Lebensjahr einsetzt.

Außerdem werden unsere Haare – früher oder später – weiß. Der Grund hierfür ist, dass im Alter die Melaninproduktion nachlässt. Das wiederum kann zwei Ursachen haben:

Zum einen sinkt der Vorrat an Stammzellen in der Kopfhaut, so dass nicht mehr genügend Melanozyten entstehen. Zum anderen wird in höherem Alter ein Enzym geschädigt, das für die Melaninbildung nötig ist. Dass Haare durch ein schreckliches Erlebnis über Nacht weiß werden können, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.

Welche Augenfarbe bekommt mein Baby?

Blau, Grün oder Braun? Welche Augenfarbe das eigene Kind bekommen wird, ist tatsächlich gar kein so großes Geheimnis, sondern lässt sich mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit voraussagen. Unsere Grafik verrät wie.

Wie lässt sich die Augenfarbe beim Baby vorhersagen?

Die Frage, welche Augenfarbe ihr Baby bekommen wird, stellen sich bestimmt die meisten werdenden Eltern. Schließlich ist es unheimlich spannend, darüber zu spekulieren, wie das kleine Wunder einmal aussehen und wem es ähnlich schauen wird. Wie die Haarfarbe ist auch die Augenfarbe des Babys genetisch festgelegt. Es kommt also darauf an, welches genetische Material es von Mama, Papa und auch den Großeltern mitgegeben bekommt. Welche Farbe sich letztendlich durchsetzt, hat des Weiterein etwas mit dominanten und rezessiven Genen/Farben zu tun.

Welche Augenfarbe wird Ihr zukünftiges Kind mal bekommen?

Hier kommen die Mendelschen Regeln ins Spiel – vielleicht sind diese Ihnen noch aus dem Biologieunterricht bekannt. Aber keine Sorge, wir werden keinen großen Exkurs in das Gebiet der Allele, Genotypen und Phänotypen starten – das ist für das Vorhersagen der Augenfarbe beim Baby nicht nötig.
Grundsätzlich gilt: Dunkle Augen werden „dominant“ vererbt. Hat also ein Elternteil blaue Augen und das andere braune, ist es wahrscheinlich, dass sich die braune Augenfarbe durchsetzt und das Baby braunäugig werden wird. Es kann aber trotzdem sein, dass das Baby blaue Augen bekommt, wenn beispielsweise Oma oder Opa blaue Augen haben und das Gen an ihre Kinder weitervererbt haben. Diese Kinder tragen dann das entsprechende Gen in sich ohne die Ausprägung zu zeigen, können es aber an ihre Kinder weitervererben.

Baby

Ganz der Papa – oder etwa nicht?!

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Die Erklärung dazu ist recht simpel: Man geht davon aus, dass die Gene, die die Augenfarbe bestimmen, mit einem doppelten Chromosomensatz vorliegen: Die sichtbare Augenfarbe (der Phänotyp) und die Augenfarbe, die sich nicht durchgesetzt hat (der Genotyp). Kinder bekommen von ihren Eltern je eine Erbinformation für die Augenfarbe. Dabei können sowohl der Phänotyp als auch der Genotyp vererbt werden. Das heißt, dass eine Person mit braunen Augen ihrem Kind die Erbinformation für grüne Augen vererben kann. So kann es also sein, das Eltern mit braunen Augen Kinder mit grünen Augen bekommen.
Welche Augenfarbe sich durchsetzt kommt schließlich auf die Dominanz der Farben an. Die „Dominanz-Reihenfolge“ ist wie folgend: Braun ist am dominantesten, grün ist in der Mitte und blau ist am wenigsten dominant. Deswegen gibt es auf der Welt auch immer seltener Menschen mit blauen Augen.

Unsere Infografik zeigt Ihnen, wie sich die Vererbung bei den verschiedenen Augenfarben gestaltet und mit welcher Wahrscheinlichkeit Ihr Kind welche Augenfarbe bekommen wird. Natürlich ist die Grafik nur ein Richtwert, da viele verschiedene Gene bei der Vererbung der Augenfarbe beteiligt sein können, aber eine Tendenz lässt sich so schon einmal erahnen.

Haben alle Babys blaue Augen?

Vielleicht haben Sie diese Aussage auch schon einmal gehört: Alle Babys haben nach der Geburt erst einmal blaue Augen. Das stimmt auch – teilweise.
Bei Menschen mit heller Hautfarbe sind die Augen nach der Geburt meistens blau. Bei Menschen mit dunkler Hautfarbe sind die Augen fast immer braun oder dunkelgrau. Das hat damit zu tun, dass sich der dunkle Farbstoff Melanin in der Regenbogenhaut des Auges festgesetzt hat.
Kommt ein Baby mit braunen Augen zur Welt, verändert sich die Augenfarbe auch später nicht mehr. Blaue Babyaugen können sich mit der Zeit aber noch verändern. Die eigentliche Augenfarbe entwickelt sich dann meist ab dem vierten Lebensmonat – und erst mit ein bis zwei Jahren steht die eigentliche Augenfarbe fest. Grund ist auch hier das Melanin. Blaue Augen weisen noch wenige Farbpigmente auf, je mehr Melanin vom Körper ausgeschüttet wird, desto dunkler (also grüner oder brauner) werden die Augen des Babys.
Übrigens: Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Baby nach der Geburt ein bisschen Zeit braucht, um, seine Äuglein zu öffnen. Schließlich ist das kleine eine solch helle Umgebung gar nicht gewohnt – in Mamas Bauch war es immer schön dunkel. Noch dazu lastet bei einer Geburt auf dem natürlichen Wege auch jede Menge Druck auf den kleinen Babyaugen, weswegen sie recht geschwollen sind. Es kann also gut sein, dass die Babyaugen erst einmal einen Tag Erholung brauchen und sich erst am zweiten Tag nach der Geburt vorsichtig öffnen. Und auch der Sehsinn selbst braucht etwas, bis er sich entwickelt.

Vererbung: Was wird vererbt, was nicht? 6 Fragen und Antworten

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Wie viel kriegt Dein zukünftiges Kind von Dir und wie viel von ihm?

Wir hatten es wahrscheinlich alle damals im Bio-Unterricht – aber wie war das noch gleich mit der Vererbungslehre? Was wird noch mal genau vererbt und was eher nicht?

In den 46 menschlichen Chromosomen sind geschätzt 60.000 bis 100.000 Gene enthalten. 23 Chromosomen steuert der Vater des Babys bei, 23 Chromosomen stammen von Dir. Die genetischen Kombinationsmöglichkeiten könnten 64 Billionen verschiedene Kinder erzeugen!

Wie soll man da das Aussehen eines zukünftigen Kindes voraussagen?

100% sicher kann man das nicht! ABER es gibt durchaus Faktoren, die die Vererbung bestimmter Eigenschaften begünstigen:

Stärkere und schwächere Gene

Zuerst einmal: Es gibt dominante und rezessive Gene. Die dominanten Gene setzen sich im Normalfall gegenüber den rezessiven Genen durch.

Auf das Aussehen unseres zukünftigen Kindes bezogen bedeutet das, dass das Kind eher bestimmte Merkmale der Mutter übernimmt und andere eher vom Vater. Und welche genau das sind, lässt sich voraussagen.

Zu den dominant vererbten Eigenschaften, also denen, die das Kind eher annimmt, gehören: dunkle Haut, dunkle Augen, gelocktes und dunkles Haar, eine große Nase, volle Lippen, ein breites Kinn.

Wenn also eines der Elternteile eines dieser Merkmale hat, wird das zukünftige Kind diese mit höherer Wahrscheinlichkeit erben.

Zu den rezessiv vererbten Eigenschaften, also denen, die das Kind eher nicht annimmt, gehören: Rotes oder helles Haar, glattes Haar, graue oder blaue Augen, helle Haut, Linkshändigkeit.

Jetzt zu sagen, „Ich bin blond, mein Partner dunkelhaarig, also wird unser Kind dunkelhaarig“ ist allerdings auch zu einfach. Wenn Dein dunkelhaariger Partner hellhaarige Vorfahren (ein Elternteil oder Großelternteil) hat, dann schlummert das Gen für helle Haare noch in ihm und euer zukünftiges Kind kann blond werden.

Auch die Wahrscheinlichkeit der Augenfarbe Deines zukünftigen Kindes lässt sich vorhersagen:

Du siehst, auch bei der Augenfarbe steht niemals 100%. Die Augenfarbe wird von mehreren verschiedenen Genen beeinflusst, weshalb es auch Mischfarben gibt.

Die Körpergröße des zukünftigen Kindes

Um die Körpergröße Deines zukünftigen Kindes zu ermitteln, gibt es sogar eine Formel:

Bei Mädchen: Körpergröße der Mutter + Körpergröße des Vaters mal 0,5 minus 6cm
Bei Jungen: Körpergröße der Mutter + Körpergröße des Vaters mal 0,5 plus 6cm

Doch auch diese Formel hat keine hundertprozentige Trefferquote. Zu viele Gene spielen hier mit rein und auch Umwelteinflüsse (z.B. Ernährung und Gesundheit deines Kindes) haben Auswirkungen auf die Körpergröße.

Meine Partner hat eine Glatze: Wird meine Kind später auch eine bekommen?

Haarausfall wird mütterlicherseits vererbt. Wer sich also Gedanken macht, ob sein Kind später eine Glatze bekommen könnte, sollte nicht seinen Partner anschauen, sondern den eigenen Vater oder Bruder.

Forscher der Universitäten Bonn und Düsseldorf haben herausgefunden, dass eine Mehrheit der Glatzenträger mit einer defekten Bauanleitung der Androgen-Rezeptoren auf die Welt gekommen sind. Die werden über das X-Chromosom vererbt, also über die Mutter.

Wie entwickeln sich Babyhaare?

Warum ändert sich bei Babys manchmal die Haarfarbe?

Einige Kinder kommen mit sehr hellen Haaren auf die Welt und werden irgendwann dunkelhaarig. Oder sie haben anfangs einen hellen Braunton und später sind die Haare fast schwarz. Auch dieses Phänomen ist einfach zu erklären. „Die erste Garde Haare weist bei Babys oft nur eine leichte Pigmentierung auf und diese kann von der später genetisch festgelegten Haarfarbe deutlich abweichen“, sagt Pleimes. Die nachwachsenden Haare sind oft stärker pigmentiert, sodass die Haarfarbe dunkler wird. Der Kinderdermatologe fügt hinzu: „Die Pigmentierung der Haare kann sich durchaus im Laufe des Lebens verändern. Das fällt bei hellen Haaren natürlich mehr auf als bei dunklen. Kinder können anfangs hellblond sein und im Erwachsenenalter dunkelblond. Seltener sind auch Änderungen in die andere Richtung möglich: Ein Säugling kann zunächst dunkle Haare haben und später einen rötlichen Farbton bekommen.“

Warum verschwinden Babylocken wieder?

Auch wenn weder die Mutter noch der Vater Locken besitzt, zeigen sich bei manchen Babys auf einmal süße Löckchen. Diese sind oft aber nicht von langer Dauer und verschwinden nach einiger Zeit wieder. „Babylocken kommen häufig bei den ersten Haaren vor, die auf dem Kopf wachsen“, sagt der Kinderdermatologe Pleimes. Diese seien noch sehr fein und dünn, weswegen sie sich schneller kräuseln und winden. Mit fortschreitendem Alter werden die Haare kräftiger, sodass sie sich nicht mehr leicht aufrollen können. Die Locken verschwinden dann wieder.

Können Eltern das Haarwachstum des Babys beeinflussen?

Manche Eltern glauben, das Haarwachstum ihrer Kinder beeinflussen zu können und schneiden oder rasieren die Haare des Säuglings ab, damit es danach kräftiger nachwachsen kann. Ist an diesem Phänomen etwas Wahres dran? Nein, sagt Pleimes: „Haare häufiger zu schneiden, hat auf das Haarwachstum überhaupt keinen Einfluss.“ Es sei nicht mit einem Rasen zu vergleichen. „Ein häufig geschnittener Rasen wächst schneller. Da schneiden sie aber auch einen lebenden Stängel durch, der aktiv versorgt wird. Bis auf den Wurzelbereich des Haares, der durch Nachschieben von Hornmaterial das Haar länger werden lässt, ist das außen sichtbare Haar nicht mehr mit Nährstoffen versorgt“, erklärt Pleimes. Wie kräftig das Haar des Kindes wird, ist Veranlagung und von außen nicht beeinflussbar.

Wann bekommen Babys die Haare, die dann auch im Erwachsenenalter bleiben?

Bei vielen Menschen besteht ein großer Unterschied zwischen den Haaren, die sie als Baby haben, und denen, die ihren Kopf im Erwachsenenalter umgeben. Während das Haar im Säuglingsalter vielleicht fein und lockig ist, verwandelt es sich im späteren Verlauf des Lebens in eine volle kräftige glatte Mähne. Wann entsteht das bleibende Haar? „Das normale Haarwachstum, das später auch unseren Haartyp definiert, entsteht meist zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr“, sagt Pleimes. Der Arzt ergänzt: „Manche Kinder entwickeln dieses erste, länger bleibende Haar bereits mit sechs Monaten, andere aber auch erst mit eineinhalb Jahren oder später.“ Während der Zyklus der ersten Haare im Säuglingsalter sehr kurz und noch synchron ist, dauert er bei den bleibenden Haaren zwischen zwei bis sechs Jahre. Nach jedem Zyklus entsteht wieder ein neues Haar. Allerdings verlaufen die Haarzyklen im späteren Lebensverlauf nicht mehr zeitgleich, sodass im Kindes- und Erwachsenenalter immer nur wenige Haare pro Tag erneuert werden.

Jana Kalla

Dem Baby selbst die Haare schneiden: So geht’s

Mal Hand aufs Herz: Die meisten Mütter und Väter haben wohl schon mal selbst zur Schere gegriffen, um dem Nachwuchs die Haare ein wenig zu kürzen. Gerade am Anfang kann man so natürlich auch ganz gut Geld sparen. Und: In den ersten zwei Jahren geht es beim Haareschneiden bei den meisten Kindern auch weniger um eine richtige Frisur als darum, überstehende Strähnen zu kürzen und die Haare ungefähr auf eine Länge zu bringen. Es muss also nicht unbedingt ein Profi ran. Wenn du deinem Kind selbst die Haare schneiden möchtest oder es zumindest einmal ausprobieren willst, ist das natürlich völlig in Ordnung. Du solltest lediglich folgende Dinge beachten:

1. Haushaltsscheren eignen sich nicht zum Schneiden, da sie zu stumpf sind und besonders Babyhaare noch sehr fein sind. Eine professionelle Haarschneideschere gibt es in der Drogerie oder im Fachgeschäft schon ab etwa 20 Euro. Sie sollte ausschließlich fürs Haareschneiden verwendet werden, damit die Klingen möglichst lange scharf bleiben.

2. Dem Nachwuchs am besten einen Malkittel anziehen oder ein Handtuch um die Schultern legen, da abgeschnittene Haare auf der Haut piksen können. Oder anschließend unter die Dusche stellen.

3. Gerade kleine Kinder können noch nicht lange stillsitzen. Es macht also Sinn, das Projekt Haareschneiden zu zweit anzugehen: Einer schnippelt, der andere lenkt ab. Und bloß nicht zu lange an einer Stelle aufhalten – besser zügig schneiden. Apropos Ablenkung: Erlaubt ist alles, was hilft! Ob malen, essen oder vielleicht auch mal ein wenig fernsehen? Hauptsache, es wird für ein paar Minuten still gesessen.

4. Die Haare sollten höchstens leicht angefeuchtet werden, sie dürfen nicht nass sein. Besser ist es, sie im trockenen Zustand zu schneiden. So sieht man besser, wie die Haare fallen.

5. Jetzt geht’s los: Eine Strähne mit einem Kamm abteilen, zwischen Mittel-und Zeigefinger klemmen und vom Kopf vorsichtig wegziehen. Die überstehenden Spitzen wegschneiden. Eine Profi-Schere hat ganz schön scharfe Klingen und ist recht spitz. Empfindliche Partien wie Stirn, Augen, Ohren und Nacken beim Schneiden am besten mit der anderen Hand abschirmen, um Verletzungen zu vermeiden.

6. Auch wenn es logisch klingt: Lieber erst einmal nur wenig als zu viel abschneiden. Besonders bei glatten Haaren sieht man Patzer ziemlich schnell.

Baby-Haare: Haarausfall, Pflege und Haarfarbe

Viele Eltern fragen sich, ob der Haarwuchs ihres Babys normal verläuft und wie die feinen Haare gepflegt werden sollten. Alles rund um das Haarwachstum, die Haarfarbe und -struktur von Babys sowie nützliche Tipps zur Pflege des kleinen Köpfchens.

Ein voller Schopf bei der Geburt, doch nach ein paar Monaten hat dein Baby kaum noch Haare? Das ist kein Grund zur Sorge! Nein, das ist sogar ganz normal, denn der Haarwuchs hat mit dem Hormonhaushalt eines Menschen zu tun.

Ein voller Haarschopf kurz nach der Geburt – doch wie geht es weiter mit Babys Haaren?

Haarausfall beim Baby

In den letzten zwei Monaten der Schwangerschaft bekommt ein Kind eine große Ladung Hormone mitgeschickt, die sich in den ersten Monaten langsam abbaut. Haarausfall ist das Resultat, in diesem Fall aber völlig normal. Die Haare wachsen nach, und der natürliche Wachstumszyklus der Haare pendelt sich innerhalb der ersten Lebensjahre ein. Bis dahin kann es sein, dass mehr Haare ausfallen als nachwachsen und dein Baby zeitweise ein fast haarloses Köpfchen hat.Bei jedem Baby verläuft diese Phase anders, daher ist schwer vorherzusagen, ab wann die Haare normal wachsen. In der Regel dauert es ein Jahr, bis sich der Wachstumszyklus normalisiert hat.

Manche Babys bekommen eine kahle Stelle am Hinterkopf, wenn sie viel in einer Position liegen. Achte darauf, dass dein Baby regelmäßig die Position wechselt. Stell zum Beispiel eine Spieluhr etwas seitlicher auf, so dass dein Baby das Köpfchen in verschiedene Richtungen dreht. Sobald das Kleine aktiver wird, sich mehr bewegt und auf den Bauch dreht, erledigt sich dieses Problem von selbst.

Praktische Hilfe

Haarausfall bei Kindern: Ursachen und Behandlung

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Ab wann der erste Haarschnitt sinnvoll ist

Die Haare zu schneiden oder zu rasieren, um das Wachstum anzukurbeln, ist wirkungslos. Das Wachstum hat mit dem natürlichen Zyklus der Haare zu tun, egal wie lang diese Haare sind. Die Haardichte und Struktur sind genetisch bestimmt und werden durch einen Haarschnitt nicht beeinflusst. Haare schneiden macht erst dann Sinn, wenn dem Kind die Haare ins Gesicht hängen oder sie sich ständig verknoten.

Den ersten Haarschnitt kannst du leicht selbst übernehmen: Benutze eine abgerundete Schere, zum Beispiel eine Kinderschere. So kann nichts passieren, auch wenn dein Kind nicht immer stillhält. Am besten klappt es zu zweit: Einer lenkt den Knirps ab und der andere schneidet.

Baby

Pflege des Babys in den ersten Lebensmonaten

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Welche Haarfarbe wird mein Kind einmal haben?

Durch den wechselhaften Zyklus von Babyhaaren verändert sich häufig die Haarfarbe: Hat ein Neugeborenes noch hellblonde Haare, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es später dunkle Haare hat. Viele Kinder haben erst im Grundschulalter, manche sogar erst mit Einsetzen der Pubertät ihre bleibende Haarfarbe. Welche Farbe es letztendlich wird, hängt von vielen Faktoren ab. Daher ist die Haarfarbe nicht so eindeutig vorherzusagen wie zum Beispiel die Augenfarbe.

Viele Kinder haben in der frühen Kindheit sehr helle Haare, die im Laufe der Jahre immer dunkler werden. Das liegt am dunklen Pigmentstoff Eumelanin, dessen Produktion meist erst ab dem zweiten Lebensjahr einsetzt. Die Vererbung der Haarfarbe ist sehr komplex: Blonde und rote Haare unterliegen beim Kreuzungsprozess dunklen Haartypen, daher werden diese Haarfarben immer seltener. Trotzdem kann es sein, dass zwei dunkelhaarige Menschen ein blondes Kind bekommen, wenn sie beide die Information für helles Haar weitergegeben haben. Die Tabelle zeigt, welche Haarfarbe euer Kind am wahrscheinlichsten einmal haben wird:

Welche Haarfarbe wird Ihr Kind haben?

Viele Kleinkinder haben süße Engelslöckchen, die mit den Jahren verschwinden. Die ersten Haare sind meist sehr fein und rollen sich leicht auf. Werden die Haare kräftiger und länger, kann sich das Haar nicht mehr so leicht kringeln – und die Locken werden weniger.

Baby-Haare waschen

Haare waschen ist nicht nur für die Sauberkeit wichtig, sondern auch zur Stimulation der Kopfhaut. Da Baby-Haare in den ersten Monaten meist sehr fein sind, genügt es, das kleine Köpfchen mit lauwarmen Wasser oder einem feuchten weichen Schwamm zu reinigen. Wird die Haarpracht voller, kannst du ein mildes Babyshampoo ohne Duftstoffe verwenden. Achte bei der Pflege der Baby-Haare immer darauf, keinen Druck auf den Kopf des Babys auszuüben. Die Schädeldecke ist bei Babys noch nicht geschlossen (Fontanelle) und daher sehr empfindlich.

Lass uns planschen

So lernen wasserscheue Babys das Baden lieben

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Da es viele Kinder gar nicht mögen, wenn ihnen Wasser in Gesicht läuft, halte dein Baby bei der Haarwäsche so, dass das Wasser nach hinten abläuft. Ist Baden ohnehin meist problematisch bei deinem Baby, kannst du dein Kleines auch in ein Handtuch eingewickelt über die Wanne halten und mit einem weichen Schwamm den Flaum sanft abtupfen.

Haare waschen beim Baby

Achte auf eine lauwarme Wassertemperatur. Trockne dein Baby nach der Haarwäsche mit einem flauschigen Handtuch vorsichtig ab, damit es sich nicht erkältet. Benutze bitte keinen Föhn, da der warme Luftstrom für die empfindliche Babyhaut zu heiß werden kann. Nach der Haarwäsche tut deinem Baby eine sanfte Massage mit der weichen Babybürste gut und beugt überdies Kopfgneis vor.

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