Baby mit 11 monaten

Essen (fast) wie die Großen – die Ernährung vom 11. – 12. Monat

Aus 4 wird 5

Gegen Ende des ersten Lebensjahres (11. R11; 12. Monat) ändert sich die Mahlzeitenstruktur Ihres Kindes, denn mit den ersten Zähnen kann es nun schon festere Mahlzeiten zu sich nehmen und nach und nach auf Muttermilch/Säuglingsnahrung verzichten. Aus den vier mehr oder weniger gleich großen Milch- und Breimahlzeiten werden drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten.

Frühstück

Der Tag Ihres Kindes beginnt nun nicht mehr ausschließlich mit der Muttermilch bzw. der Säuglingsnahrung sondern nach und nach mit einer Scheibe Brot und einer Tasse Milch. Als Brot eignet sich feingemahlenes Vollkornbrot, das Sie z. B. dünn mit Margarine oder Butter bestreichen können. Schneiden Sie es in mundgerechte Stücke, die sich Ihr Kind selbst in den Mund stecken kann und entfernen Sie die harte Kruste. Bei der Milch haben Sie die Wahl zwischen Muttermilch, Säuglingsnahrung und normaler pasteurisierter Vollmilch. Wenn Ihr Kind nicht stark allergiegefährdet ist, können Sie nun bedenkenlos auf die normale Vollmilch zurückgreifen. Nach und nach sollte Ihr Kind sich auch angewöhnen aus der Tasse und nicht mehr aus der Flasche zu trinken. Etwas geriebenes oder zerdrücktes Obst ist eine optimale Ergänzung des Frühstücks.

Mittagessen

Das Mittagessen verändert sich von der Zusammensetzung her gesehen nicht, allerdings können Sie jetzt je nach Zähnchenzahl anfangen, die Speisen nur noch grob zu zerdrücken, damit Ihr Kind seinen Kiefer trainieren und die neuen Zähne nutzen kann. Kurz vor dem ersten Geburtstag sollte sich das Mittagessen Ihres Kindes nicht mehr wesentlich von dem der restlichen Familie unterscheiden. Vorsichtig sollten Sie nach wie vor mit Salz und scharfen Gewürzen sein, außerdem werden Kohl und Hülsenfrüchte von manchen Kinder nicht so gut vertragen. Testen Sie es einfach aus!

Abendessen

Beim Abendessen sollten Sie jetzt auch langsam anfangen, Ihr Kind an eine Scheibe Brot mit Margarine etc. zu gewöhnen und eine Tasse Milch. Da das Kauen am Anfang noch recht anstrengend ist sollten Sie in der ersten Zeit nach wie vor den Abendbrei füttern und diesen nach und nach ersetzen. Denken Sie an die Milch, wenn Ihr Kind am Ende des Jahres nur noch Brot isst.

Zwischenmahlzeiten

Vormittags und Nachmittags können Sie Ihrem Kind eine Zwischenmahlzeit geben. Ideal geeignet ist geriebenes oder zerdrücktes Obst mit ein paar Getreideflocken oder Brot. Auch ein wenig Obstsaft und ab und an ein Zwieback schmecken Ihrem Kind. Rohes Gemüse können Sie Ihrem Kind ebenfalls anbieten, z. B. ein Stück Kohlrabi oder Möhre (auch fein gerieben, wenn noch nicht genügend Zähne da sind). Auf Joghurt, Quark oder andere Milcherzeugnisse sollten Sie als Zwischenmahlzeit verzichten. Ihr Kind ist mit der Milch am Morgen und Abend ausreichend mit Eiweiß und Calcium versorgt. Mit einem Zuviel an Eiweiß wird das Verdauungssystem Ihres Kindes zudem auch noch nicht fertig.

Trinken

Nachdem alle Milchmahlzeiten durch feste Nahrung ersetzt sind, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Etwa 2 R11; 3 große Gläser am Tag sollten es sein. Gut geeignet sind Wasser sowie verdünnte, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees.

Ernährungserziehung

Kinder schauen den Großen einiges ab. Achten Sie deswegen darauf, die Mahlzeiten möglichst mit der ganzen Familie einzunehmen und beziehen Sie Ihr Kind mit ein. Versuchen Sie, Ihr Kind an feste Mahlzeitenstrukturen zu gewöhnen und vermeiden Sie Zwischendurchessen unterwegs.

Beispiel-Mahlzeitenplan für den 10. bis 12. Monat (Forschungsinstitut für Kinderernährung):

Frühstück:

Brot und Milch (etwa 3 x pro Woche): 25 g Brot, 5 g Butter oder Margarine, 150 ml Vollmilch

Milchmahlzeiten (etwa 4 x pro Woche): etwa 250 ml

1. und 2. Zwischenmahlzeit:

25 g Brot, 5 g Butter oder Margarine, 50 g Obst

oder

10 g Vollkornzwieback, 50 g Obst

oder

10 g Getreideflocken, 50 g Obst

oder

10 g Knäckebrot, 50 g Obst

oder

25 g Weizenschrotbrötchen, 5 g Butter oder Margarine, 50 g Obst

Mittagessen:

100 g Gemüse, 60 g Kartoffeln, 4 EL Obstsaft, 30 g Fleisch, 10 g Rapsöl

Abendessen:

Vollmilch-Getreide-Brei (4 x pro Woche)

Brot und Milch (3 x pro Woche):

25 g Milchbrötchen, 25 g geriebene Karotten, 25 g geriebener Apfel, 150 ml Vollmilch

oder

25 g Weizenvollkornbrötchen, 10 g Frischkäse, 50 g Obst, 150 ml Vollmilch

oder

25 g Brot, 5 g Butter oder Margarine, 50 g Obst, 150 ml Vollmilch

Quellen

  • Von Anfang an mit Spaß dabei, Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, 2005
  • Empfehlungen für die Ernährung von Säuglingen, aid, 1357/2003 in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Kinderernährung und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
  • Beikostprodukte auf Milchbasis, Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, 2002
  • Infodienst der Landwirtschaftsverwaltung Baden-Württemberg

Internet
E-Mail

Erstellt am 21. Mai 2007, zuletzt geändert am 21. Mai 2007

was-wir-essen.de

Expertenantwort von Claudia Thienel am 02.12.2013 10:41 Uhr

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihren Beitrag.

Zu Ihrer 1. Frage: Joghurt

Alle Fachgesellschaften für Ernährung/ Kinderernährung empfehlen, Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Milchpudding, Käse etc. frühestens ab dem 2. Lebensjahr zu geben. Erst dann ist das Verdauungssystem optimal dafür gereift. Sie können dann eine kleine Portion Milch durch Sauermilchprodukte ersetzen.

Zu Ihrer 2. Frage: Ersetzen der morgendlichen Milchflasche

Ihr Sohn kann nun gerne morgens und abends eine Brot-Milch-Mahlzeit genießen. Bestreichen Sie dazu Brot oder Brötchen, möglichst oft aus Vollkorn, dünn mit Butter, Margarine oder Frischkäse und schneiden Sie es in mundgerechte Stücke, sodass Ihr Kind es ganz allein essen kann. Oder geben Sie ihm ein nicht zu weiches Brötchen, das es mit den Fingern zerreißen, abbeißen oder lutschen kann. Dazu gibt es dann eine Tasse Vollmilch (150 ml, 3,5 % Fett) und Obst oder Gemüse der Saison in mundgerechten Stückchen. Wenn Sie pasteurisierte Milch oder H-Milch verwenden, müssen Sie diese vorher nicht abkochen. Auch ein Müsli mit Milch wäre eine Alternative.

Anfangs sollte es nur jeden zweiten Tag eine Brot-Milch-Mahlzeit sein, die übrigen Tage geben Sie dann weiterhin die Milchmahlzeit. Dies sollte eine Pre- oder 1er-Milch sein, denn diese sind für das ganze erste Lebensjahr geeignet. Eine Folgemilch bringt keine Vorteile für Ihr Kind.

Zu Ihrer 3. Frage: Kuhmilch aus der Flasche

Gerne können Sie Ihrem Kind jetzt zu Beginn der Umstellung auf Familienkost schon Kuhmilch als Trinkmilch anbieten. Und zwar im Rahmen einer Brot- Milch-Mahlzeit jeweils morgens und abends etwa 150 ml Milch. Diese Milch sollte Ihr Kind dann aber nicht mehr aus der Flasche bekommen, sondern von Anfang an aus Tasse oder (Trinklern-) Becher.

Zu Ihrer 4. Frage: Zwischenmahlzeiten

Mit der Einführung der Familienkost sind für Ihr Kind – wie bei Erwachsenen auch – fünf Mahlzeiten optimal. Drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. Die eine Zwischenmahlzeit wird am Vormittag und die andere am Nachmittag gegeben.

Als Zwischenmahlzeit vormittags und nachmittags bieten sich unter anderen z. B. Obstsalat mit Vollkornzwieback, Knäckebrot mit Obststücken zum Knabbern, Getreidestangen, Zwieback, Müsli, Reiswaffeln, Brot oder Brötchen in Kombination mit frischem Obst oder Obstmus/-saft. Wählen Sie bei den Getreidestangen/ Brot oder Brötchen möglichst oft die Vollkornvariante.

Alternativ zu frischem Obst darf es auch mal (zuckerfreier) Obstsaft sein, den Sie ihm nachmittags zusammen mit einem Getreideprodukt, z. B. ein halbes weiches Vollkorn-Brötchen (in kleine Würfel geschnitten) oder darin eingeweichten Vollkorn-Flocken geben.

Auch Joghurt mit Haferflocken und Obst, Früchtequark mit Reiswaffel oder Vollkornkeks sind geeignet. Ebenso ist mundgerecht geschnittenes Gemüse mit einem Joghurtdip ist eine gute Alternative für eine Zwischenmahlzeit. Die Joghurt- und Quarkmahlzeiten sind ab dem zweiten Lebensjahr geeignet.

Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung Ihres Kindes bietet Ihnen die folgende aid-Broschüre

Ernährung von Säuglingen,

unsere Rubrik „Spezielle Ernährungsinfos“ unter dem Stichwort Säuglinge,

sowie das Netzwerk Junge Familie.

Bitte nutzen Sie bei weiteren Fragen auch unsere Suchefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Thienel, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin

Welcher Speiseplan eignet sich für 10 Monate alte Babys?

Im Alter von 10 Monaten sollte ihr Baby drei feste Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen. Es ist auch in der Lage, komplexere Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, wenn die feste Nahrung nach und nach die Muttermilch als Hauptnahrungsquelle ersetzt. Ihr Kind benötigt bis zum Alter von 2 Jahren immer noch 500 – 600 ml Milch am Tag.
Der nachfolgende Speiseplan enthält Vorschläge für Nahrungsmittel, um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie Sie den Tag ihres Babys ernährungstechnisch strukturieren könnten. Er soll nur Anhaltspunkte für die Planung der Mahlzeiten bieten. Sie müssen den Plan nicht streng einhalten oder Ihrem Kind jeden Tag das gleiche Essen servieren. Im Gegenteil, Sie sollten Ihrem Baby unbedingt viele verschiedene Nahrungsmittel anbieten. Denn je mehr verschiedene Nahrungsmittel Sie ihm in jungen Jahren angewöhnen können, desto geringer ist die Gefahr, dass Ihr Kind später ein wählerischer Esser wird. Eine Mischung aus Brei und Fingerfood sorgt für ausreichend Abwechslung. Richten Sie sich dabei ganz nach den Vorlieben Ihres Babys.
Es werden die folgenden täglichen Portionen empfohlen:

Ihr Baby im 11. Monat

Noch mehr Baby-Persönlichkeit entdecken

Die Reaktion auf Ihre Erziehungsmethoden und auch das Verhalten bei der Begegnung mit fremden Personen und Situationen sagt Einiges über die Persönlichkeit Ihres Babys aus. Ab dem elften Monat beginnen viele Babys sich auch von ihren Geschwistern stärker abzugrenzen und so zu behaupten, dass Sie vielleicht schon den ersten Geschwisterstreit schlichten müssen.

Unabhängigkeit erleben und genießen

Sehr viele Eltern freuen sich sehr, wenn Sie sehen, wie sich Ihr Baby innerhalb von wenigen Monaten vom hilflosen Säugling zum aktiven Kleinkind entwickelt hat, welches die Welt immer mehr auf eigene Faust erkundet.

Neben dem Spielen werden auch alltägliche Aufgaben immer selbstständiger von Ihrem Baby gelöst. So holt es beispielsweise auf Ihre Bitte hin Gegenstände, trinkt selbst aus seinem Becher oder sucht nach dem Lieblingsbuch zum Vorlesen. Gleichzeitig zeigt Ihr Baby Ihnen jedoch Tag für Tag immer noch, wie sehr es Sie braucht und fasziniert Sie weiterhin mit spannenden Entwicklungsschritten.

Nicht nur Babys können sich über Neues wundern. Auch die Eltern und enge Bezugspersonen eines Babys staunen oft nicht schlecht, wenn sie plötzlich Lautäußerungen und Tonlagen von sich in der Babysprache wiedererkennen. Ihr Baby entwickelt sich zum wahren Meister beim Nachahmen von Sprache.

Kinderreime und -lieder sind für die Sprachentwicklung besonders förderlich. Sie prägen sich gut ein und schulen das Erinnerungsvermögen sowie die spätere Aussprache. Vorlesen ist ebenfalls ideal, um den Wortschatz Ihres Babys weiter auszubauen und Sprachgefühl zu schulen.

Ihr Kind spricht noch nicht so viel oder so gut wie andere Babys im gleichen Alter? Dies ist kein Grund zur Beunruhigung. Jedes Kind hat in seiner Entwicklung seinen ganz eigenen Rhythmus. Fragen Sie Ihren Kinderarzt, wenn Sie Angst haben, dass Ihr Kind sich nicht zeitgemäß entwickelt.

Ganz viel Liebe

Obwohl Ihr Baby immer mehr Schritte alleine geht und sich oft ohne Sie beschäftigt, ist es immer noch sehr wichtig, dass Mama und Papa in unmittelbarer Nähe sind. Auch Trost und Kuscheleinheiten verlieren mit zunehmender Selbständigkeit nicht an Bedeutung. Im Gegenteil. Je mehr Liebe, Nähe und Geborgenheit Sie Ihrem Kind geben, umso sicherer fühlt es sich bei der Erkundung seiner Umwelt.

Endlich Zeit um Durchzuschlafen?

Je größer ein Baby wird, umso länger schläft es am Stück. Sagen viele Bücher. Aber: Neben dem Hungergefühl gibt es jedoch zahlreiche andere Gründe, um auch nachts aufzuwachen. Nähebedürfnis, schlechte Träume, Schmerzen beim Zahnen, eine verstopfte Schnupfennase gehören zum Beispiel dazu. Ebenfalls ist es für viele Babys sehr schwer wieder einzuschlafen.

Mit Einschlafritualen und Familienbett können Sie Ihrem Kind helfen. Bedenken Sie jedoch bei der Frage des Ein- und Durchschlafens, dass jedes Kind anders ist und anders schläft. Und auch, wenn viele Schlafratgeber behaupten, dass Kinder schlafen lernen können – wachen die meisten Babys noch bis ins Kleinkindalter nachts oft auf und müssen sich kurz versichern, dass die Mama noch in der Nähe ist.

Nützliches für Babys 11. Monat

Motorikspielzeug

Auch kniffligeres Motorikspielzeug aus Holz wird jetzt interessant für die kleinen Zwerge. Durch alteresgerechtes Spielzeug werden die Fertigkeiten der Kleinen geschult und die Bewegungen weiter verfeinert. Neben dem Lerneffekt macht das Bauen, Stapeln und Spielen den Kindern auch noch richtig Spaß.

Schaukelpferd

Schaukeln hat auf Babys eine sehr beruhigende und entspannende Wirkung – viele Kinder freuen sich daher über ein schönes Schaukelpferd. Das Sitzen auf dem Pferd macht nicht nur Spaß, sondern es schult auch den Gleichgewichtssinn, das Rhytmus- und Taktgefühl. Für die Kleinsten wird zunächst ein Schaukeltier mit Stoffüberzug empfohlen – es muss auch nicht immer ein Pferd sein, inzwischen gibt es Schaukelbären, Tiger oder Schafe.

Kinderinstrumente

Durch den Umgang mit Xylophon, Rassel, Trommel und Co. sammeln Kleinkinder erste musikalische Erfahrungen. Das eigene Musizieren fördert das Taktgefühl und die Kinder lernen einen Rhythmus zu erkennen und nachzuahmen. Auch die kindliche Feinmotorik wird durch die Kinderinstrumente geschult.

Baby-Entwicklung: Das Baby im 11. Monat

Sobald dein Baby sicher stehen kann, wird es anfangen, die ersten Schritte zu machen. Außerdem wird es immer kommunikativer und genießt die Gesellschaft der ganzen Familie. Wie du dein Kind jetzt fördern kannst.

Entwicklung von Bewegung und Motorik im 11. Monat

Dein Baby kann stabil sitzen und kommt ohne Probleme mit krabbeln, robben, rutschen oder entlanghangeln an Möbelstücken (beid- und einhändig) vorwärts. Ende des 11. Monates sollte es zudem freihändig und sicher stehen. Sobald dien Baby das Gleichgewicht dafür gefunden hat, wird es seine ersten Schritte versuchen!

Außerdem ist die Feinmotorik deines Babys ab dem 11. Monat schon sehr gut ausgeprägt. Dem Baby macht es nun viel Spaß, Dinge hin- und her zu reichen. Es kann aus dem Stand in die Knie gehen und ein Spielzeug vom Boden aufheben.

Das alles kann dein Baby Ende des 11. Monats

Dein Baby wird selbständiger und erkundet seine Umgebung am liebsten allein. Es kennt die Bedeutungen von „Ja“ und „Nein“ und kann darauf reagieren. Dein Baby kann Verbote durchaus verstehen, es braucht jedoch viele Wiederholungen, damit es sie nicht vergisst. Mit (fast) elf Monaten lacht dein Baby gern und ist sehr kommunikativ. Es artikuliert sich mit verschiedenen Lauten und versucht mit dir zu sprechen.

Fördern des Babys im 11. Monat

In diesem Alter liebt es dein kleiner Schatz, Gegenstände zu nehmen und herzugeben. Er spielt gerne mit großen Bauklötzen, Schiebe- oder Nachziehspielzeug, Bücher und Spielboxen, die beim Drücken Geräusche machen. Biete dem Baby altersgerechte Spielsachen oder auch geeignete Haushaltsgegenstände an.

Wenn das Baby elf Monate alt ist, lasse es an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen. Es genießt die Gesellschaft und lernt langsam mit anderen zu essen. Anfangs wirst du das Baby noch füttern, aber mit der Zeit kann es klein geschnittenes Brot oder Obst selbst in die Hand nehmen und zum Mund führen. Unterstütze die Selbstständigkeit deines Kindes, indem du ihm mundgerechte Stücke zum Essen anbietest.

Fingerfood fürs Baby: Leckeres für die Kleinsten

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Der elfte Monat

Tatendrang, Neugier und eine neu gewonnenen Selbstständigkeit treiben die motorische Entwicklung schnell voran. Ihr Baby kann sich eigenständig hinsetzten, auch beim Aufstehen wird es immer sicherer und wagt erste Schritte zur Seite.

Die meisten Babys können jetzt schon durch die ganze Wohnung krabbeln und sich an Möbelstücken hochziehen. Vielleicht haben Sie folgende Bewegung bei Ihrem Baby auch schon beobachtet: Es hält sich am Möbelstück fest und zieht einen Fuss nach vorn. Wenn es schon soweit ist, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis Ihr Baby laufen lernt. An der Hand macht es die ersten unsicheren Schritte. Im Stehen kann es bei gutem Halt einen Fuss hochheben, ohne umzufallen.

Bis dahin wird es sein Krabbeln intensivieren, denn mittlerweile hat es gelernt, wie man Arme und Beine, Hände und Füsse koordiniert, um sich fortzubewegen. Dabei können Babys eine erstaunliche Schnelligkeit entwickeln. Die Unfallgefahren steigen! Sicher haben Sie die Wohnung schon längst kindersicher ausgerüstet. Denken Sie auch daran, dass Ihr Kind jetzt viele Dinge herunterziehen kann, an denen es sich verletzten kann. Es kann in dieser Phase noch nicht abschätzen, was gefährlich ist. Harte und scharfe Kanten lauern überall. Um sich einen Eindruck von der „Babyfreundlichkeit“ Ihres Umfelds zu verschaffen, betrachten Sie Ihre Wohnung am besten aus dessen Position. Legen Sie sich auf den Boden und schauen Sie sich um, wo Gefahr für Ihr Kind lauert.

Lang, lang ist es her, dass Sie ein hilfloses Baby hatten. Mittlerweile haben Sie ein Kind mit einem ausgeprägten Willen und eigenen Wünschen. Und die wollen durchgesetzt sein. Alleine essen, machen, tun – aber nicht alleine sein, das ist typisch für ein Kind in diesem Alter. Längst hat es entschieden, wen es mag und wen nicht, was es essen will und was ihm nicht schmeckt. Selbstständig essen wollen kann Ihre Nerven sehr strapazieren. Mit dem Löffel geht das noch nicht, aber haben Sie schon von der BWL-Methode gehört? Die Schoppenflasche kann jetzt langsam durch eine Trinklern-Tasse ersetzt werden, die relativ kipp- und auslaufsicher ist. Bei all dem will Ihr Baby natürlich nicht allein sein. Wenn Sie sich anderen Dingen widmen, dann behagt ihm dies gar nicht.

Beachten Sie!

Baby-Kolumne

11. Monat: „Mein freier Tag“

Das Kind weiss andererseits aber schon sehr wohl, dass es nicht nur eine „Verlängerung“ der Mutter, sondern eine eigenständige Person ist. Und diese Person hat bereits sehr individuelle Charakterzüge und will seine Grenzen austesten, am liebsten überschreiten. Doch das geht manchmal auf Kosten der Eltern. Wo sind die Grenzen? Ein Balance-Akt für Eltern wird es, dem Kind seinen Willen zu lassen und dieses Ausprobieren zu unterstützen, weil es auch die Entwicklung Ihres Kindes fördert. Gleichzeitig muss man dem Kind aber auch nötige Grenzen aufzeigen, damit es lernt, Respekt vor anderen, in diesem Fall vor seinen Eltern, zu entwickeln. Es begreift mit fast einem Jahr schon sehr gut, dass „Nein“ ein Verbot bedeutet, auch wenn es nicht immer sofort darauf reagiert.

Wichtig ist aber immer, dass Sie sehr stark auf Ihr Kind eingehen und auf dessen Geplapper reagieren, auch wenn Sie es noch nicht konkret verstehen. Spielen Sie mit ihm vor allem Wiederholungs- und Nachahmungsspiele, wobei Sie sowohl Ihr Kind nachahmen (Gebärden wiederholen etc.) als auch die Nachahmungen durch Ihr Kind forcieren sollten. Sie sind für Ihr Kind wie ein Spiegel, und wenn es sich darin wiederfindet, ist das gut nicht nur für seine Sprachentwicklung sondern seine gesamte geistige Entwicklung. Knapp einjährige Kinder verstehen sehr gut, was Loben und Strafen bedeutet, wobei natürlich Begeisterung, Freundlichkeit und Anerkennung (speziell für Stehen, Krabbeln, Greifen und weitere Aktionen) höchst motivierend auf das Kind wirkt.

Häufige Fragen zum Thema

Ich stille noch und habe eine schwere Erkältung. Muss ich abstillen? Was darf ich einnehmen?

Abstillen müssen Sie wegen einer Erkältung sicher nicht. Solange Sie es körperlich einigermassen schaffen, sollten Sie weiter stillen. Eine Ansteckung durch die Muttermilch ist ausgeschlossen, denn die Grippe-Erreger werden durch Tröpfcheninfektion aus dem Nasen-Rachenbereich weitergegeben. Das…

vollständige Antwort lesen Was muss man beim Würzen beachten, wenn das Baby mit uns am Tisch isst?

Babynahrung (Beikost) sollte bis zum ersten Geburtstag möglichst gar nicht oder nur wenig gesalzen sein. Das gilt auch für die meisten anderen Gewürze, zumindest die schärferen. Wenn möglich kochen Sie also die Speisen ohne Salzzugabe und die anderen Familienmitglieder würzen erst auf ihrem Teller. …

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Newsticker

Einjährige Marathonläufer: Die amerikanische Kinderärztin Suzanne Dixon hat eine Studie mit Babys durchgeführt, die gerade laufen lernen. Drei bis vier Stunden täglich sind die Kleinen damit beschäftigt und kommen in den aktivsten Phasen auf 172 Tapser pro Minute. Rechnet man das auf drei Stunden hoch, legen sie 30.000 Schritte zurück – so viel wie ein Marathonläufer. Der fällt allerdings nicht so oft hin und will getröstet werden 🙂 (swissmom-Newsticker 5.9.2012)

Letzte Aktualisierung : 01-11-19, BH

Ihr Baby, 11 Monate alt: Sprachentwicklung bei Ihrem Baby

Mit 11 Monaten können manche Babys schon die ersten Worte sagen. Andere Babys sind in dem Alter mehr mit der Entwicklung ihrer Krabbel- oder Lauftechniken beschäftigt. Wie Sie Ihr Kind bei der Sprachentwicklung auf verschiedene Weise unterstützen können, erfahren Sie hier.

Sprachentwicklung: Wenn Ihr Kind erst sprechen lernt, kann es bald auch telefonieren. Foto: iStockphoto, Thinkstock

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Von Julia Wohlgemuth

Entwicklung Ihres Babys: Mobil sein ist alles

Ihr Baby wird nun wahrscheinlich immer besser im Krabbeln und bewegt sich mit fast rasender Geschwindigkeit durchs Zimmer. Manch kleiner Entdecker kann jetzt auch schon die Treppen hochkrabbeln. Allerdings oft noch nicht wieder herunter. Auch wenn Sie ein Treppengitter haben: Zeigen Sie Ihrem Baby wie es sicher wieder hinunterkrabbelt, so dass es nicht zu Unfällen kommt, falls der Treppenschutz doch einmal offen ist.

Als Ihr Kind das erste Mal von selbst aufgestanden ist, hatte es möglicherweise keine Ahnung, wie es sich wieder hinsetzen sollte. Mit 11 Monaten kann Ihr Baby sich nun nicht nur wieder hinsetzen, sondern auch aus dem Stand in die Knie gehen und einen Gegenstand aufheben.

Gibt es etwas Schöneres, als wenn sich kleine Babyärmchen um Ihren Hals schlingen? In diesem Alter kann Ihr Baby Sie nun bewusst umarmen, wenn es Trost bei Ihnen sucht oder sich einfach an Ihnen erfreut.

Tipps für Eltern: So helfen Sie bei der Sprachentwicklung Ihres Babys

Gegen Ende des ersten Lebensjahres warten viele Eltern ungeduldig darauf, dass ihr Baby nun endlich das erste Wort sagt. Im Grunde genommen ist Ihr Baby schon seit seiner Geburt mit der Sprachentwicklung beschäftigt. Alles, was Sie sagen, saugt es wie ein Schwamm auf und in den letzten Monaten hat es Sie sicher schon mit seinem Babybrabbeln erfreut. Irgendwann jetzt kommt es nun auch zum ersten Wort oder sogar zu seinen ersten Worten. Manche Kinder können dies schon zwischen 8 und 12 Monaten, die Mehrzahl der Kinder erfreut die Eltern zwischen 12 und 18 Monaten mit den ersten Worten. Oft ist zu beobachten, dass sich ein Kleinkind abwechselnd entweder auf das Laufen lernen oder die Sprachentwicklung konzentriert. Wenn Ihr Kleines also motorisch schon sehr weit ist, kann es sein, dass es mit dem ersten Wort noch etwas dauert, da es sich jetzt voll und ganz auf das Krabbeln oder Laufen lernen konzentriert.

Auch sonst kann es noch andere Gründe geben, warum es mit der Sprachentwicklung noch etwas dauert: Mädchen sprechen im Allgemeinen etwas früher als Jungen. Auch bei Kindern, die ältere Geschwister haben, kann es etwas länger dauern, da die grossen Geschwister oft sehr gut für ihre kleine Schwester oder den Bruder „übersetzen“ können. Mehrsprachig aufwachsende Kinder fangen ebenfalls spät mit dem Sprechen an.

Kinderarzt überprüft Sprachentwicklung

Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn es bei Ihrem Baby noch nicht so weit ist. Ihr Kinderarzt wird bei den Vorsorgeuntersuchungen überprüfen, ob sich die Sprachentwicklung Ihres Kindes noch im Normbereich bewegt oder ob vielleicht eine Krankheit, wie ein Hörproblem, hinter dem verzögerten Spracherwerb steckt.

Die ersten Worte werden oft nur von Menschen verstanden, die viel Zeit mit dem Kind verbringen. So werden Sie verstehen, dass Ihr Baby vielleicht unvollständig den Namen eines Geschwisterchens sagt, während ein Fremder dies nicht als ein Wort erkennen könnte. Hat Ihr Kind erst ein Wort gelernt, so nutzt es das gern für eine ganze Gruppe von Dingen. Ein „Muh“ kann dann nicht nur für die Kuh sondern für alle möglichen grossen Tiere stehen.

Sie können Ihrem Kind bei der Sprachentwicklung helfen, indem Sie viel mit ihm sprechen, Bücher angucken und ihm vorsingen. Dabei wächst sein Wortschatz, der im Moment zwar noch nicht aktiv ist, es aber irgendwann sein wird. Und dann wird das Plappermäulchen kaum noch stillstehen.

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Baby Entwicklung 11. Monat

Zum Krabbeln, Sitzen und Stehen, kommt nun das Gleichgewicht im Alter von 11 Monaten hinzu. Dein Baby wird neue Bewegungen lernen, wird seine ersten Schritte freihändig gehen und geht in die Knie, um Dinge aufzuheben und sie dir zu geben. In dieser Phase der Entwicklung lacht das Kleine sehr viel, versteht verschiedene Worte und will sich mit der Mutter und Familie „unterhalten“.

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Phasen der Entwicklung im 11. Monat

Dein Kind wiegt rund 9 bis 10 kg und ist etwa 74 cm gross. Die körperlichen Proportionen haben sich in den letzten Monaten verändert: Vielleicht sind nun ein paar Hosen zu kurz und einige Pullover zu eng geworden? Das Wachstum und die Gewichtszunahme verlangsamen sich. Dein Kind ist voller Entdeckungslust und Neugier. Nun kann es sich selber hinsetzen, doch es verweilt nur kurz sitzend zum Spielen, zu gross ist sein Bewegungsdrang. Es krabbelt jetzt auch sicher, schnell und gut koordiniert. Zur viel sicheren Motorik und den schnellen Bewegungen kommt im 11. Monat das Gleichgewicht hinzu. Beim Aufstehen wird es immer sicherer und dein Baby kann sich auf zwei Beinen halten. Es wagt erste Schritte zur Seite, indem es sich mit den Händen an Möbeln oder einer Wand abstützt. Vielleicht kann es schon einige, wenn auch wackelige Schritte, ohne deine Hand oder einen Gegenstand zum Festhalten, gehen.

Das Baby fördern

Das Spielen mit der Familie, aber auch die selbstständige Erkundung der Wohnung und des Spielplatzes nimmt in dieser Zeit der Entwicklung eine wichtige Phase ein. Erfahre hier mehr über die Rollen der Eltern beim Spielen…

Dein Kind hat eine grosse Geschicklichkeit beim Greifen erreicht und es kann nun kleinste Gegenstände festhalten und aufpicken. Es spielt immer noch gerne in deiner Nähe und wird nun hinter dir her krabbeln, wenn du den Raum verlässt. Versteckst du das Spielzeug, mit dem das Kind gerade gespielt hat unter einem von drei Bechern, so hebt es den Becher hoch, unter dem sich der Gegenstand befindet. Das Suchen und Wiederfinden ist ein wichtiger Entwicklungsschritt und auch ein lustiges Spiel. Anstatt zur Helikopter-Mutter zu werden und deinem Baby auf jeden Schritt zu folgen, musst du die Entwicklung fördern und seine Selbstständigkeit unterstützen und motivierend begleiten. Gleiches gilt auch für die Sprache. Knapp einjährige Kinder verstehen bereits gut, was Lob und Tadel bedeuten. Dabei wirkt natürlich Anerkennung (speziell für das Stehen, Krabbeln, Greifen) höchst motivierend auf das Kind. Dein Liebling kann Verbote verstehen und weiss, was „ja“ und „nein“ bedeutet. Dieses Verständnis setzt voraus, dass die Familie an einem Strang zieht und die Worte sinnvoll einsetzt.

Herausforderungen für die Mutter und den Vater

Euer Baby ist nun nicht mehr zu halten und wird ein Laufgitter ohne Probleme überwinden. Um Verletzungen zu vermeiden, müssen scharfe Kanten an Möbeln, sowie Treppen in Haus und Wohnung besonders gesichert werden. Dabei wählt man die Sicherung so, dass sich das Baby nicht daran emporziehen kann und die als Sicherheit geplante Barrikade nicht als Klettergerüst ansieht. Erfahre hier mehr zur Sturzgefahr bei deinem Baby.

Mit den aktiven und flinken Bewegungen beginnt nun auch die Zeit, in der die Sprache weiter gefördert wird. Wer seinem Kind beste Voraussetzungen für die sprachliche Entwicklung bieten möchte, sollte auf eine codiert wirkende Babysprache verzichten und sich auf ganze Sätze anstelle einzelner Worte berufen. Im Spiel und durch Bilderbücher lernt das Kind die Sprache und versteht, Worte mit Gegenständen oder Handlungen in Verbindung zu bringen. Vater und Mutter sind nun gleichermassen gefragt und auch Geschwister, sowie die ganze Gross-Familie (Grosseltern, Tanten, usw.) können in diese Phase der Entwicklung einbezogen werden.

Die Mutter muss loslassen können

Sicherlich fällt es dir als Mutter besonders schwer, dem Kind mehr Freiheit einzuräumen und seine Selbstständigkeit zu unterstützen. Doch verpasst du den Zeitpunkt im 11. Monat, kann dies zu späteren Problemen im Kindergartenalter oder in der Vorschule führen. Nun sitzt das Baby zu jeder Mahlzeit mit der Familie am Tisch und wird meist selber essen. Erste Vorlieben und Abneigungen für oder gegen bestimmte Nahrungsmittel entwickeln sich und das Baby testet aus, wie weit es seinen eigenen Willen durchsetzen kann.

Wie es bald im 12. Monat weiter geht mit der Entwicklung deines Babys erfährst du hier.

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