Baby macht bläschen

Achtung – Babys sind keine Vogelküken!

„Berühren Sie mit Ihrer Brustwarze den Mund Ihres Babys. Sobald es seinen Mund aufsperrt, wie ein Küken seinen Schnabel, wenn die Vogelmutter mit einem Wurm im Schnabel im Nest landet, ziehen Sie es schnell an Ihre Brust heran!“.

So oder ähnlich lauten viele Anleitungen zum Anlegen des Babys an die Brust.

Wenn Du versuchst, Dein Baby so anzulegen, kann das zwar funktionieren, aber häufig führt diese „Technik“ leider zu unschönen Nebenwirkungen:

  • schmerzende, wunde Brustwarzen, die jeder Mutter das Stillen zur Qual machen und den Milchfluss einschränken, und zusätzlich auch noch
  • ineffektives Entleeren der Brüste, so dass das Baby oft sehr lange und häufig gestillt werden möchte und trotzdem keine gute Gewichtszunahme hat.

Wie kommt es dazu?

Mit dem Bild des Vogelkükens vor Augen, versuchen Mütter meist den offenen Mund des Babys an die Brust zu drücken, das Baby also quasi auf die Brustwarze zu „stülpen“ oder ihre Brust mit der Brustwarze voran in den offenen Mund hineinzustecken.

Dabei kann das Baby jedoch in vielen Fällen nicht genug Brust erfassen und die Brustwarze gelangt nicht tief genug in seinen Mund. Das Baby muss dann beim Saugen ein höheres Vakuum in seinem (leereren) Mund aufbauen und die Brustwarze wird zudem noch im vorderen Mundraum gegen den harten Gaumen gedrückt und reibt daran. Autsch!

Problematisch ist oft zunächst schon die Startposition des Babys mit dem Mund vor der Brustwarze.

Abgesehen davon, dass die meisten Babys ihren Schnabel (pardon Mund) nicht so lange aufsperren, wie die kleinen Vögel, ist es auch unmöglich die große, weiche Brust tiefer in den Mund zu bekommen, als die Weite des geöffneten Babymunds es zulässt. Für gewöhnlich ist dieser nämlich sehr viel kleiner, als der Umfang der mütterlichen Brust.

Babys sind eben keine Vogelküken und die mütterliche Brust ist nicht geformt wie der spitze, feste Schnabel eines Elternvogels.

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Was kannst Du tun?

Wenn Du keine Probleme beim Stillen hast, musst Du nichts verändern.

Falls das Anlegen Deines Babys an die Brust bislang schwierig, schmerzhaft oder wenig effektiv war, versuche es doch einmal mit der asymmetrischen Anlegetechnik.

In dem Video-Online-Kurs erkläre und zeige ich Dir, wie Du in verschiedenen Stillpositionen gut anlegen kannst.

Viele Mütter schaffen es mit dieser Technik schnell und erfolgreich, ihrem Baby viel mehr Brust in den Mund zu geben und so dafür zu sorgen, dass die Brustwarze weiter hinten im Mund landet und vom Saugen des Babys nicht strapaziert wird.

Das Stillen wird dann nicht nur sehr viel angenehmer für Dich, sondern Dein Baby kann sich die Muttermilch auch wesentlich effektiver aus Deinen Brüsten holen.

Autorin: Regine Gresens, IBCLC, September 2014
Foto: johnb/Derbys/UK. via photopin cc


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Wenn das Baby getrunken hat, nehmen wir es hoch und klopfen ihm automatisch auf den Rücken, damit es ein Bäuerchen machen kann. Aber warum eigentlich? Und solltest Du Dein Baby zum Bäuerchen machen wirklich aufwecken, falls es beim Trinken eingeschlafen ist? Das erkläre ich Dir in diesem Beitrag – und verrate Dir zudem noch sieben Methoden, die Du anwenden kannst, wenn das Bäuerchen nicht kommen möchte.

Inhalt

Warum ist das Bäuerchen wichtig?

Wenn Dein Baby an Deiner Brust trinkt oder aus der Flasche, kann es passieren, dass es Luft schluckt. Diese sorgt im Bauch für ein Kneifen und Zwicken und Dein Baby fühlt sich dadurch unwohl. Ein Bäuerchen kann Blähungen vorbeugen und trägt dazu bei, dass Dein Baby sich während und nach dem Essen wohlfühlt.

Oft stellen sich Mütter die Frage, ob das Bäuerchen ein Muss ist. Nein, sagen Experten: Ein Bäuerchen ist immer nur dann nötig, wenn Dein Baby Luft geschluckt hat. Das ist in der Regel auch einfach festzustellen, wenn Du es beim Trinken beobachtest. Die auffälligsten Zeichen sind:

  • hastiges Trinken
  • Brust oder Flasche werden häufig losgelassen
  • Verschlucken beim Trinken

Wenn Du das Gefühl hattest, Dein Baby hat Luft im Bauch und es kommt auch nach fünf Minuten kein Bäuerchen, dann kannst Du davon ausgehen, dass keines mehr kommen wird.

7 Methoden zum Bäuerchen auslösen bei Deinem Baby

1. Achte auf eine aufrechte Haltung bei Deinem Baby! Der Rücken sollte gestreckt sein, damit die Speiseröhre gerade ist. Oft findet die geschluckte Luft in dieser Haltung von alleine nach oben.

2.Probiere verschiedene Positionen aus! Nicht alle Babys machen in der bekannten Schulter-Haltung ihr Bäuerchen. Du solltest herausfinden, in welcher Position es Deinem Baby besonders leicht fällt:

  • Über die Schulter legen: Diese Position ist wohl die bekannteste. Hier legst Du das Baby so über Deine Schulter, dass sich sein Magen an Deiner Schulter befindet. Du kannst den Po wunderbar halten und mit der anderen Hand sanft über den Rücken klopfen oder mit kreisenden Bewegungen massieren. Da oft etwas Milch mit der Luft ausgespuckt wird, ist es ratsam, ein Spucktuch auf die Schulter zu legen.
  • Das Baby auf den Bauch legen: Lege Dein Baby auf Deinen Schoß oder wende den Fliegergriff an. Achte dabei unbedingt darauf, dass der Kopf höher liegt als der restliche Körper. In dieser Position tun sich viele Babys leichter beim Bäuerchen machen.

  • Aufstoßen im Sitzen: Setze Dein Baby auf den Schoß und neige es nach vorne. Stütze dabei seinen Kopf und klopfe oder massiere mit der Hand über seinen Rücken. Lege vorher ein Spucktuch über Deine Beine.

3.Nutze Trinkpausen! Wenn Du beim Stillen die Brust wechselst oder Dein Kind von selbst absetzt, nimm’ es kurz hoch und nutze die Pause für ein Bäuerchen. Warte anschließend zwei bis fünf Minuten, bis es an der Brust oder aus der Flasche weiter trinkt.

4.Sorge dafür, dass es weniger Luft schluckt! Zeit und eine aufrechte Position beim Füttern sind wichtig, damit das Baby sich wohlfühlt. Dadurch schluckt es automatisch weniger Luft und sein Bäuerchen kommt viel leichter.

5.Klopfe das Bäuerchen herbei! Eine Geste, die wohl alle Eltern automatisch machen – das Herbeiklopfen des Bäuerchens. Das hat sich auch bewährt. Mit dem sanften Klopfen oder Streichen über den Rücken Deines Babys unterstützt Du es beim Aufstoßen. Meistens kommt nicht nur Luft, sondern auch Milchreste mit. Mal mehr, mal weniger. Das ist jedoch völlig normal und normalerweise kein Grund zur Sorge.

6.Versuche es mit Bewegung! Klappt es in den oben erwähnten Positionen nicht, kannst Du versuchen, Dein Kind umherzutragen und zu schaukeln. Insbesondere im Tragetuch oder in der Babytrage kommt das Bäuerchen oft wie von selbst.

7.Das Zauberwort ist “Zeit”! Gib Dir und Deinem Baby so viel Zeit, wie Ihr für die Mahlzeit braucht. Ganz gleich, ob Du ihm die Brust oder eine Flasche gibst – Zeit ist wichtig, damit keine Hektik aufkommt. Dann kommt das Bäuerchen auch von alleine.

Musst Du Dein Baby zum Bäuerchen machen wecken?

Schläft Dein Baby beim Trinken an der Brust oder aus der Flasche ein, lässt es sich ablegen oder liegt es entspannt in Deinem Arm, befindet sich keine Luft in seinem Bauch. In diesen Fällen ist ein Wecken für das Bäuerchen nicht nötig. Wenn Dein Baby nachts gestillt wurde oder die Flasche bekommen hat und anschließend friedlich eingeschlafen ist, solltest Du daher es nicht für ein Bäuerchen wecken. Lass Dein Kind weiterschlafen, anstatt ein Bäuerchen zu provozieren. Im schlimmsten Fall ist das Kind hellwach oder quengelig, weil es müde ist und nicht wieder einschlafen kann.

Wenn Dein Baby aber unter starkem Reflux leidet oder nach dem Einschlafen ohne Bäuerchen sehr unruhig schläft und sich windet, kann es helfen, es noch einmal hochzunehmen und es aufstoßen zu lassen.

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Schleimhautveränderungen im Mund

Mundsoor

Bei Mundsoor handelt es sich um einen Befall der Mundschleimhaut durch Hefepilze, der bevorzugt Kinder im Säuglingsalter betrifft. „Wenn Babys schlechter als gewöhnlich an der Brust oder aus der Flasche trinken, kann das ein erstes Anzeichen sein“, sagt Dr. Barbara Teichmann, Kinderärztin aus Leipzig und Sprecherin des Landesverbandes der Kinder- und Jugendärzte Sachsen. Charakteristisch für die Infektion ist, dass sich weißliche, cremige Beläge auf der Zunge oder in den Wangentaschen bilden.

Diese Hefepilze sind in der Regel nicht problematisch, sie gehören sogar zu einer funktionierenden Mundflora. Ist das Immunsystem aber geschwächt, zum Beispiel durch eine vorangegangene Antibiotika-Behandlung, können sich die Pilze stark vermehren. Da Mundsoor ansteckend ist, sollten Eltern unbedingt auf eine verstärkte Hygiene achten. „Das Immunsystem eines gesunden Erwachsenen hält den Pilz im Mund in Schach“, erklärt Teichmann. Aber Erwachsene können den Pilz weitergeben, indem sie beispielsweise den Schnuller abschlecken und dem Kind in den Mund stecken.

Mundsoor sollte auf alle Fälle ein Arzt begutachten. „Die entsprechenden Stellen werden mit einem Anti-Pilz-Gel ausgepinselt“, so Teichmann. Die Behandlung mit dem Antimykotikum sollte konsequent solange wie vom Arzt empfohlen erfolgen.

Lippenherpes

Experten schätzen, dass sich bereits bei 80 Prozent der Zweijährigen Abwehrstoffe gegen die Herpes-simplex-1-Viren (HSV-1) im Blut befinden. Das heißt: Sie haben eine Herpes-Infektion durchgemacht. „Viele merken gar nicht, dass sie das Virus in sich tragen. Aber es ist eine der häufigsten Infektionen bei Kindern“, sagt Kinderzahnärztin Dr. Jacqueline Esch aus München. Besonders gefährlich ist das Virus für Neugeborene: Kommen sie mit Herpesbläschen in Kontakt, kann es zu einer lebensbedrohlichen Infektion kommen. „Darum sollten Erwachsene mit Herpes kurz nach der Geburt einen Mundschutz tragen, wenn sie Kontakt zum Baby haben“, sagt Teichmann.

Später ist Lippenherpes zwar nicht mehr so gefährlich, aber extrem unangenehm – und leicht übertragbar. „Meistens beginnt es mit einem Kribbeln in der Lippe,“ erklärt Teichmann den Verlauf. „Dann entwickelt sich ein Bläschen. Sobald dieses aufplatzt und Flüssigkeit austritt, ist es ansteckend.“ Deswegen rät die Expertin zu vermehrter Achtsamkeit und Hygiene. Außerdem sollten kleine Kinder nicht in die Kita oder den Kindergarten – selbst, wenn sie außer dem Lippenbläschen keine anderen Symptome zeigen. Zu schnell nehmen die Kleinen im Kindergarten Spielzeuge oder Flaschen der anderen in den Mund. „Da ist die Gefahr der Übertragung zu groß.“

In seltenen Fällen kommt es bei der Erstinfektion allerdings auch zu einem ausgeprägten Krankheitsbild mit Bläschen in der Mundhöhle und Fieber. Doch egal, wie die erste Begegnung mit Herpes verläuft: Die Viren bleiben im Körper zurück und können bei Stress oder anderen Erkrankungen erneut aktiv werden.

Das Kind muss nicht bei jedem Herpesbläschen zum Arzt, wenn es sonst keine Krankheitszeichen aufweist. Wichtig ist dies jedoch bei Babys, wenn die Bläschen an empfindlichen Stellen wie in der Nähe der Augen auftreten und wenn weitere Symptome wie zum Beispiel Fieber dazukommen.

Aphthen

Aphten sind kleine, gelb-weißliche Stippen oder Bläschen auf rotem Untergrund. Sie können äußerst schmerzhaft sein und befallen die Wangenschleimhaut, aber auch Zunge, Gaumen oder Zahnfleisch. Aphthen können immer wieder auftreten. Die Ursachen sind nicht ganz klar. Als Auslöser können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen: „Manche bekommen sie bei Stress, andere nach dem Genuss von Zitrusfrüchten oder nach kleinen Verletzungen der Schleimhaut“, sagt Kinderzahnärztin Esch. „Häufig trifft es Kinder, deren Eltern auch darunter leiden.“

Treten Aphten zum ersten Mal auf, sollten Eltern mit dem Kind zum Arzt, um andere Krankheiten auszuschließen. Die Geschwüre verschwinden meist nach ein bis zwei Wochen von allein. „Gegen die Schmerzen, vor allem beim Essen und Trinken, verschreiben Kinderärzte oft ein Gel mit leicht örtlich betäubendem Wirkstoff“, erklärt Teichmann.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine häufige Virusinfektion bei Kindern. Die Erkrankung mit dem ungewöhnlichen Namen führt zu Bläschen im Mund und – ein bis zwei Tage später – auch zu Hautveränderungen an Händen und Füßen. „Typisch sind rötliche Flecken und kleine Knötchen an den Handflächen und Fußsohlen,“ sagt Teichmann. Manchmal können sie auch am Po, Knie oder Ellbogen auftreten. Der Kinderarzt kann die Erkrankung diagnostizieren und andere Krankheiten ausschließen.

Bei vielen Kindern läuft die Infektion harmlos ab und ist nach etwa einer Woche wieder vorbei. Wie bei Mundgeschwüren aber häufig, fällt betroffenen Kindern das Essen und Trinken schwer. Teichmann: „Behandelt wird diese Krankheit ähnlich wie die Mundfäule mit einem schmerzlindernden Gel. Ich empfehle kühle, glatte Speisen. Achten Sie vor allem auf genügend Flüssigkeitszufuhr, etwa in Form von kalter Milch.“

Der vierte Monat

Ihr Baby wird immer pummeliger, aber auch kräftiger, denn seine Muskeln bilden sich aus. Vor allem die Hals-, Schulter- und Rückenmuskeln sind schon recht stark. Auf dem Bauch liegend kann Ihr Kind sich auf seinen Armen abstützen und seinen Kopf schon eine kleine Weile hochhalten. Und da es sehr neugierig ist, vor allem wenn sich etwas bewegt, jemand kommt oder Geräusche zu hören sind, macht es dies sehr oft.

Auch beim Schmusen oder in der Sitzstellung hält es gerne den Kopf hoch. Dabei bleibt das Kind im Gleichgewicht, stützt sich auf seinen Unterarmen ab und wackelt nicht, wie noch in den Wochen zuvor. Allerdings bedeutet dies eine grosse Kraftanstrengung und kann noch nicht lange durchgehalten werden.

Manche Babies können sich jetzt schon vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt drehen. Wenn das zum ersten Mal gelingt, sind sie selbst ganz erschrocken! Reden Sie ihm gut zu und zeigen Sie ihm, wie begeistert Sie von seinen Fortschritten sind. Und ermutigen Sie es zu weiteren Rollübungen, indem Sie ein Lieblingsspielzeug seitlich von ihm hinlegen. Mit seinen Händen kann es gezielt nach Objekten greifen, auch wenn es beim ersten Mal oft noch daneben geht. Hat es das Objekt gefasst, schaut es dieses kurz an und versucht dann, es in seinen Mund zu stecken. Dabei läuft oft Speichel aus dem Mündchen. „Sabbern“ kann ein Zeichen dafür sein, dass die ersten Zähnchen durchbrechen – im Durchschnitt aber passiert das erst nach dem sechsten Monat.

Sie können Ihrem Baby ganz gewöhnliche Dinge zum „Spielen“ geben, z.B. eine saubere Stoffwindel. Ein paar Minuten wird es sich damit allein beschäftigen können, indem es das Objekt untersucht. Betrachten, betasten, fühlen, in den Mund stecken….Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie mal ein paar Minuten gar nichts von ihm hören. Manchmal spielt es einfach mit seinen Fingern und Zehen. Geben Sie ihm ab und zu Gegenstände, die Geräusche machen, z.B. eine Babyrassel. Ein Activity-Center ist ebenfalls ein sehr gutes Spielzeug in dieser Phase. Aber achten Sie darauf, dass Alltagsgegenstände wie Küchenutensilien sauber und ungefährlich sind: Das Baby darf sich damit nicht verletzen oder gar Teile herunterschlucken können.

Spielideen für das zweite Vierteljahr:

  • Berührspiele und Kitzelspiele, Fingerreime, Kinderlieder
  • Babyrasseln, die an der Kleidung befestigt werden und bei Bewegungen Töne oder Klimpern von sich geben
  • Stoffsäckchen, die Sie mit Schaumstoff, Bohnenkernen, Reis füllen, zum Ertasten verschiedener Materialien

Mit vier Monaten ist sein Magen schon so gross, dass die Abstände zwischen den Mahlzeiten grösser geworden sein sollten. Stillkindern reichen meist sechs, Schoppenkindern oft schon vier Fütterungen. Das Interesse am Essen ist nun auch nicht mehr so ausschliesslich wie in den ersten Wochen. Es gibt noch so viel anderes auf der Welt zu entdecken! Deshalb wird Ihr Baby leichter abgelenkt beim Füttern. Andere Personen, Gegenstände, Geräusche – alles zieht seine unmittelbare Aufmerksamkeit an. Das kann die Mahlzeiten schwierig machen. Um Frustrationen auf beiden Seiten zu vermeiden, verlegen kluge Mütter die Fütterung in einen ruhigen, etwas abgedunkelten Raum.

In den ersten sechs Monaten bekommt Ihr Baby noch alle wichtigen Nährstoffe aus der Muttermilch oder der Schoppennahrung. Trotzdem können die meisten Mütter es gar nicht abwarten, ihrem Kind die erste „feste“ Nahrung zu geben, meist ein wenig pürierte Banane. Die Kinderärzte und -ärztinnen empfehlen jedoch noch bis zum Ende des ersten Lebenshalbjahres zu warten. Die Milch könnte zu leicht von ihrem wichtigen Platz in der Ernährung verdrängt werden. Und auch Allergien entwickeln sich seltener, wenn nicht zu früh Beikost eingeführt wird.

Forscher sind der Meinung, dass ein Baby im Alter von vier Monaten schon alle Basis-Laute seiner Muttersprache versteht. Zwischen vier und sechs Monaten entwickeln die meisten Babys die Fähigkeit, Einsilben-Wörter von sich zu geben, wie „ma“, „pa“ und „da“. Zunächst verbindet es damit aber noch nicht einen Elternteil. Viele Babys können sich auch schon „unterhalten“. Wenn man ihnen einen Laut vorspricht, versuchen sie ihn nachzuahmen. Genauso sollten Sie das, was Ihr Baby von sich gibt, imitieren. Damit ermutigen Sie Ihr Baby zu weiteren Lauten und es lernt, dass Sprache ein wichtiges Mittel zur Kontaktaufnahme ist. Ausserdem zeigen Sie ihm, dass Ihnen alles wichtig erscheint, was von ihm kommt.

Babys können schon bei der Geburt farbig sehen, aber nicht gut ähnliche Farbtöne, wie rot oder orange, unterscheiden. Am liebsten haben sie deshalb starke Kontraste, wie schwarz und weiss. Mit vier Monaten sind sie aber schon fähig, Farbabstufungen zu erkennen. Babys Augen bleiben meist an starken, kräftigen Farben hängen. Sie können die visuelle Wahrnehmung Ihres Kindes fördern, indem Sie knallfarbige Mobiles oder Poster aufhängen und mit ihm Bilderbücher anschauen, die einfache und in Primärfarben gehaltene Figuren zeigen.

Beachten Sie!

Baby-Kolumne

4. Monat: „In der Mamaoase“

In diesem Alter ist das Kind sehr offen. Es freut sich mit dem ganzen Körper und lächelt nicht nur die Eltern strahlend an, sondern auch ausgewählte Besucher bzw. andere Personen seiner Umgebung. Eine gute Zeit, um eine Tagesmutter oder andere Bezugsperson einzuführen. Aber Vorsicht: Noch kann man zwar nicht von dem so genannten Fremdeln sprechen, das meist erst ab 6 Monaten auftritt, aber das Baby sucht sich schon jetzt ziemlich genau aus, wen es mag und wen nicht. Wird man ihm jedoch mit warmer Stimme und offenen Herzens begegnen, so spürt es bald, dass es ebenso freundlich reagieren kann und verzaubert auch diese Menschen mit einem Lächeln.

Lesen Sie hier alles über den 3. Wachstumsschub.

Nun ist wieder an der Zeit für eine weitere Kontrolluntersuchung bei Ihren Kinderarzt/Ihrer Kinderärztin. Dabei wird die Entwicklung Ihres Kindes, das Gewicht und der Gesundheitszustand beurteilt. Falls das Kind bei guter Gesundheit ist, werden weitere Schutzimpfungen vorgenommen, und zwar die Sechsfachimpfung gegen Diphtherie, Tetanus (Starrkrampf), Pertussis (Keuchhusten), Haemophilus influenzae Typ b (Hirnhautentzündung- und Kehlkopfentzündung durch Haemophilus influenzae), Hepatitis B sowie Polio (Kinderlähmung). Ausserdem neu auch die Wiederholung der Impfung gegen Pneumokokken (PCV13).

Passen Sie schon wieder in die Vor-Schwangerschafts-Kleidung? Nein? Dann ist es langsam aber sicher an der Zeit, dass Sie Ihre alte Figur wiederbekommen. Und dazu müssen Sie leider auch selbst etwas tun. Der Körper hat sich nun von den Anstrengungen der Geburt erholt und kann trainiert werden. Wenn Sie stillen, zehrt dies allein schon recht stark an den Fettreserven. Sie nehmen also auf natürliche Weise ab. Darüber hinaus sollten sie aber trotzdem etwas Sport und Gymnastik treiben und sich gesund und ausgewogen ernähren. Wenn Sie stillen, ist eine ballaststoff- und vitaminreiche, sowie fettarme Kost sowieso zu empfehlen, im Interesse Ihres Kindes. Vermeiden Sie einseitige Diäten. Ihr Körper benötigt Energie, aber in sinnvoller Form. Gut sind fünf kleinere Mahlzeiten am Tag (davon drei Vollwert-Mahlzeiten). Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen, kauen Sie bewusst und richten Sie sich das Essen auch schön an. Geniessen Sie Obst, mageres Fleisch und viel Gemüse. Nehmen Sie Milchprodukte zu sich und vermeiden Sie weiterhin Alkohol und Tabak. Hinzu kommt, dass sowohl Schwangerschaft wie Geburt Ihre Eisen- und Kalziumreserven reduziert haben. Mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln und einer stark eisen- und kalziumhaltigen Ernährung beugen Sie Blutarmut und Karies, aber auch hohem Blutdruck und Osteoporose im Alter vor. Eisenhaltige Nahrungsmittel sind u.a. rotes Fleisch, Linsen, Vollkornbrot. Kalzium steckt u.a. in Milch und Milchprodukten wie Käse und Joghurt.

Häufige Fragen zum Thema

Kann man ein vier Monate altes Kind schon mitnehmen in die Karibik-Ferien?

Von ärztlicher Seite gibt es keine Einwände, wenn Ihr Kind gesund ist. In diesem Alter geht es sogar noch sehr gut – mit einem mobilen, aufgeweckten Zweijährigen wäre ein langer Flug eine echte Strapaze!

Lassen Sie sich bei der Buchung schon die Plätze in der 1. Reihe geben, dort kann man eine Art…

vollständige Antwort lesen Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Anfangs- und Folgemilchen?

Eine Folgemilch ist auf die Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen im Alter nach sechs Monaten abgestimmt, die bereits Beikost erhalten. Sie ist Teil einer Mischkost und sollte nicht als Muttermilchersatz in den ersten sechs Monaten gegeben werden.

Viele Babys brauchen aber im ersten Lebensjahr gar…

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Tag-Nacht-Schlaf-Rhythmus beginnt mit vier Monaten: In den ersten beiden Monaten nach der Geburt kann ein Kind normalerweise nicht mehr als zwei Stunden durchgehend wach bleiben. Hält man es länger wach, kann es deshalb nicht länger durchschlafen. Im Gegenteil: Der Säugling ist dann übermüdet und schläft schwerer ein. Der Tag-Nacht-Rhythmus wird erst mit vier bis sechs Monaten erkennbar und ist bei den meisten Kindern dann im Alter von einem Jahr ausgeprägt. Säuglinge können in den ersten drei Lebensmonaten lange Wachzeiten auch noch nicht durch einen besonders tiefen Schlaf ausgleichen. (swissmom-Newsticker 17.4.12)

Letzte Aktualisierung : 01-11-19, BH

Mit Lippenherpes kein Baby küssen!

Herpesviren können für Säuglinge gefährlich werden, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist. Deshalb sollten Eltern und Personen, die mit der Pflege des Säuglings betraut sind, einen Mundschutz tragen und auf das Küssen verzichten, wenn sie unter Lippenherpes leiden.

© Artyom Yefimov – Fotolia.com

Auch im Umgang mit immungeschwächten Kindern sollten Betroffene besonders vorsichtig sein. „Sind die Brustwarzen befallen, muss die Mutter leider auf das Stillen verzichten. In jedem Fall sollten Menschen mit Herpesbläschen – unabhängig davon, ob sich die Läsionen auf den Lippen oder im Mundraum oder auf anderen Hautstellen befinden – diese nicht berühren und auf besondere Hygiene achten. Das heißt, sie sollten ihre Hände häufig und sorgfältig waschen sowie desinfizieren“, rät Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin und Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Bei Neugeborenen kann das Virus schnell eine lebensbedrohliche Situation auslösen, indem es das zentrale Nervensystem, die Leber, die Lunge, die Haut und die Augen angreift. Nach einer Infektion können auch dauerhafte Hirnschäden zurückbleiben. 85% der Fälle, in denen Herpesviren von Mutter zu Kind übertragen werden, ereignen sich während der Geburtsphase, wenn eine Virusausscheidung aus dem Genitaltrakt erfolgt (Genitalherpes). Deshalb empfehlen Ärzte bei aktivem Genitalherpes einen Kaiserschnitt. Eine Ansteckung des ungeborenen Babys über die Plazenta oder das Fruchtwasser erfolgt selten (5%). Bei etwa Dreiviertel der Neugeborenen, die eine Herpesinfektion erleiden, ist Müttern nicht bewusst, dass sie Träger sind. Infektionen nach der Geburt machen etwa 10% der Fälle aus. Sie erfolgen durch den direkten Kontakt des Neugeborenen mit infizierten Personen, hauptsächlich von der Mutter durch Küssen, meist über Lippenbläschen oder Bläschen auf der Haut.

Entwickelt sich eine Gehirnentzündung, eine Herpes-Enzephalitis, können die Krankheitszeichen zunächst einer Grippe ähneln. Der Säugling hat eine fahle Hautfarbe, wirkt teilnahmslos oder unruhig, ist zittrig oder krampft. Auch Fieber kann auftreten. Die typischen Herpesbläschen treten bei nur etwas mehr als der Hälfte der infizierten Babys auf (60%). Erkrankte Säuglinge müssen rasch mit antiviralen Medikamenten behandelt und intensivmedizinische betreut werden. Jeder Tag, der ohne Behandlung verstreicht, erhöht das Sterberisiko. Kinder, die jünger als zwei Wochen sind, sind besonders gefährdet.

Klub der Stillenden Mamis

24.02.11, 21:42

Hallo,
also…unsere Kinder haben beim Stillen immer geröchelt, wenn sie eine etwas verschnupfte Nase hatten oder ein Popel in der Nase feststeckte (mein Gott, manchmal frage ich mich ernsthaft, wie so riesen Popel in so kleine Nasen kommen…).
Das Piepsen kam auch wenn die Nase zusaß. Unser Sohn hat zB Polypen, der hat beim Trinken immer etwas geschnieft…
Wenn die Nase verstopft war/ist, geben wir einfach einen Tropfen MuMi in das betroffene Nasenloch und zwar relativ häufig am Tag, damit sich alles schön löst und auch die Nase immer schön befeuchtet ist (trockene Luft führt zur Popelbildung…).
Unsere Tochter hat übrigens auch ziemlich schnell durchgeschlafen. Schon als sie 6 Wochen alt war hat sie teilweise von 20 Uhr bis morgens 6 Uhr geschlafen…im Sommer , morgens waren dann ihre Lippen teilweise ganz trocken/rissig. Ich hab sie dann ein paar Mal versucht zu wecken und anzulegen, aber die kleine Maus schlief stur weiter. Allerdings war dann mit 4 Monaten das Durchschlafen vorbei…nun wird sie 2-3x nachts wach…
Wenn dein Sohn zunimmt und zufrieden ist, mach dich nicht verrückt. Ansonsten würde ich an deiner Stelle deine Hebi löchern…dafür sind sie ja da!!!
Mach dir nicht so viele Sorgen, alles wird gut – und deinem Sohnemann geht es doch offensichtlich super!!!
LG
Heike

RS-Virus: Achtung bei pfeifender Atmung bei Kleinkindern

Zwischen Herbst und Frühjahr stecken sich Kinder unter zwei Jahren häufig mit dem RS-Virus an. Schnelles Atmen oder pfeifende Geräusche beim Luftholen sind bei Kleinkindern erste Anzeichen für einen schweren Atemwegsinfekt.

Das Respiratorische Synzytial-Virus, abgekürzt RSV, kann bei Menschen aller Altersgruppen Atemwegsinfektionen auslösen. Für Babys und Kleinkinder seien die Erreger besonders gefährlich, warnt der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Infizierten Säuglingen drohen lebensbedrohliche Infektionsverläufe mit schwerer Lungenentzündung. Ein erhöhtes Risiko haben Frühchen und Kinder mit chronischen Lungenerkrankungen oder angeborenen Herzfehlern.

RS-Viren lauern auf Händen und Spielzeug

RS‐Viren verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion. Das RS-Virus kann 20 Minuten auf Händen überleben, 45 Minuten auf Papiertaschentüchern und Stoffen und sogar bis zu sieben Stunden lang auf Kunststoffoberflächen, beispielsweise auf Spielzeug.

„Eltern schützen ihr Baby am besten, wenn sie es von Personen mit einer Erkältung oder Fieber fern halten. Bevor jemand das Baby auf den Arm nimmt, sollte er sich gründlich die Hände waschen“, rät der Kinderarzt und BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler. Generell sollten Säuglinge nicht größeren Menschenansammlungen ausgesetzt werden. Zu Hause lässt sich die Verbreitung von Viren durch Hygieneregeln eindämmen: Regelmäßiges Händewaschen – mindestens eine Minute lang -, nicht mit offenem Mund, sondern in die Armbeuge husten und niesen sowie Spielzeug und andere Gegenstände, mit denen das Kind in Kontakt kommt, regelmäßig reinigen.

Symptome einer Infektion mit RS-Viren

Eine Infektion mit RS‐Viren beginnt oft wie eine gewöhnliche Erkältung: Die Nase des Babys rinnt, es hustet und hat etwas Fieber. „Sobald die Symptome schwerer werden und das Kind schneller zu atmen beginnt, keucht oder komische Geräusche beim Atmen erzeugt und sich die Nasenflügel aufblähen, sollten Eltern umgehend ihren Kinder- und Jugendarzt kontaktieren“, betont Fegeler.

Diese Beschwerden könnten darauf hinweisen, dass die kleinen Äste des Bronchialbaums, die so genannten Bronchiolen, entzündet und geschwollen sind und die Atmung erschweren. Daraus kann sich eine asthmaähnliche Bronchitis oder sogar eine Lungenentzündung entwickeln. Etwa die Hälfte der Lungenentzündungen im Säuglingsalter geht auf RS-Viren zurück.

So werden schwere Atemwegsinfekte behandelt

Erkrankte Kinder können oft nur in der Klinik behandelt werden. Aber auch in leichteren Fällen ist laut Fegeler eine Inhalationstherapie mit atemwegserweiternden und -abschwellenden Medikamenten notwendig. Um das Atmen zu erleichtern und die Atemwege frei zu halten, helfen abschwellende Nasentropfen und das Hochlagern des Oberkörpers. Das Zimmer des kleinen Patienten soll nicht zu warm sein und muss regelmäßig gelüftet werden. Kranke Babys erschöpft das Atmen manchmal so sehr, dass sie nicht mehr gestillt werden können. Zudem verliert der Körper durch das Fieber viel Flüssigkeit. Deshalb müssen Eltern darauf achten, dass das Kind viel trinkt.

Weil RS-Viren hoch ansteckend sind, sollten Babys und Kleinkinder mit Atemwegsinfekten nicht in die Krippe oder Kita geschickt werden.

Passive Immunisierung für Risiko-Babys

Für Kinder aus der Risikogruppe – Frühgeborene, Babys, die nach der Geburt beatmet werden mussten, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Störungen der Lungenfunktion – empfehlen Kinder‐ und Jugendärzte zur Vorbeugung eine passive Immunisierung gegen RS‐Viren in den Herbst‐ und Wintermonaten. Im Gegensatz zur aktiven Immunisierung – der klassischen Impfung- , die das körpereigene Immunsystem zu Bildung von Antikörpern aktiviert, wird bei der passiven Immunisierung ein Konzentrat von Antikörpern verabreicht. Sie schützen den Körper unmittelbar gegen bestimmte Krankheitserreger, dies allerdings nur für einen kurzen Zeitraum.

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Bitte Hilfe! Komische Geräusche beim Einatmen

Hallo Ihr Lieben,
ich mache mir etwas Sorgen wegen meiner Tochter.
Mittlerweile ist sie 2 Monate alt (26.08.)
Seit ein paar Wochen macht sie ab und zu so komische Geräusche beim Einatmen. Hört sich so an, als ob die keine Luft kriegen würde. Naja, wie soll ich das beschreiben… sie atmet ruckartig und total schnell ein, der ganze Brustkorb zieht sich zusammen. Und das ein oder zwei mal und dann atmet sie wieder ganz normal weiter.
Vor einer Woche hat sie das ziemlich heftig gehabt. Das war abends vorm Schlafengehen, ich habe sie gestillt, dann hat sie losgelassen und dann gings los. Sie atmet ganz normal und zwischen drin kommt dieses Geräusch und dann wieder weg. So gings bestimmt über ´ne viertel Stunde. Sie hat sich aber nicht verschluckt oder so. Sie hat auch genug Luft bekommen.
Denn zwischen diesem komischen "Einatmen" hat sie ganz normal und ruhig geatmet. Sie ist auch nicht blau geworden oder so. Sonst hätten wir natürlich gleich den Notarzt gerufen.
Wir sind dann ins Krankenhaus gefahren, weil uns das doch Sorgen gemacht hat. Dort wurden Herz und Lunge abgehört, war aber alles o.k. Die haben uns aber trotzdem dort zur Überwachung gelassen. 48 Stunden war die Kleine an so ein Gerät angeschlossen, was die Atmung und den Sauerstoffgehalt im Blut überwacht. War alles i. O. Dann wurde noch Blut aus der Vene und aus der Ferse genommen und noch Ultraschall vom Kopf gemacht. Auch alles Top.
Ach ja, dieses Geräusch macht sie nicht ständig, sondern eher selten und meistens paar Mal am Tag und dann paar Tage überhaupt nicht. Gestern hat sie das wieder paar Mal gemacht. Also, ich kann mir das überhaupt nicht erklären, wovon das kommt. Kennt das vielleicht jemand? Obwohl die Ärzte sagen, daß ihr nichts fehlt, macht mir das doch etwas Sorgen
Hoffe, das kennt jemand…
Liebe Grüße
Tanja und Sophia, 9 Wochen alt

Baby

Atemprobleme bei Babies können beängstigend sein, deswegen ist es wichtig zu wissen, wie man diese erkennt.

Natürlich bedeutet die Gewahrnis von Atemproblemen bei Babies nicht, dass wir Ihnen unaufhörlich beim Atmen zuhören müssen: Frisch gebackene Mütter und Väter hören manchmal nicht auf, sich Sorgen zu machen, da sie noch keine Erfahrungen haben und von dem Gefühl überwältigt sind, für so ein gebrechliches kleines Ding zuständig zu sein.

Atemprobleme bei Babies: Warnsignale

Als frischgebackenes Elternteil könnten Sie versucht sein, die Atmung Ihres Babies nachts sehr häufig zu überprüfen. Dies ist in Ordnung, da es Sie beruhigt, aber denken Sie daran, dass es wichtig ist, dass Sie auch schlafen.

Wie atmen Babies, wenn alles normal ist? Sie atmen nicht wie Erwachsene, sondern in schnelleren und langsameren Zyklen. Wenn Sie bemerken, dass die Atmung Ihres Kindes schneller wird, weist dies nicht auf eine Anomalie hin, da es bei Neugeborenen normal ist, dass sie unregelmäßige Atemmuster haben. Ein Grunzen und Schnauben von Zeit zu Zeit ist auch normal.

Wie können wir also Atemprobleme bei Babies erkennen? Wenn Sie Ihrem Baby beim Atmen zuhören, halten Sie Ausschau nach den folgenden Warnsignalen. Diese sind an sich kein Problem, aber wenn sie zu häufig auftreten, könnten sie ein Zeichen dafür sein, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wenn Sie nur selten auftreten, ihr Baby keine weiteren Symptome aufweist und es ihm auch ansonsten scheinbar gut geht, stehen die Chancen gut, dass es nichts weiter ist oder nur eine leichte Erkältung. Rufen Sie dennoch einen Kinderarzt/ eine Kinderärztin an, wenn Sie sich hierbei nicht sicher sind oder sie zu häufig auftreten.

  • Ein Pfeifen: Wenn Sie ein Pfeifen wahrnehmen, könnte dies auf ein Atemproblem Ihres Babys hinweisen. Es könnte allerdings auch einfach durch Schleim oder eine verstopfte Nase verursacht werden.
  • Ein hoher Ton: Die Ursache könnte überschüssiges Gewebe im Kehlkopf Ihres Babys sein. Dieser ist kein Hinweis auf ein Atemproblem, da er meist harmlos ist.
  • Husten: Wenn Ihr Baby im Schlaf hustet oder „bellt“, halten Sie die Augen nach anderen Symptomen offen, da dies auf Schleim in seiner Kehle oder auch auf eine Kehlkopfdiphterie hinweisen könnte.
  • Apnoe: Apnoe ist das Fachwort für Atemstillstand, der eine kurze Periode ohne Atmen beschreibt. Es ist normal, dass das Atmen der Babies 5 Sekunden pausiert bevor sie weiteratmen, dieses Mal tiefer, aber wenn die Pause 10 Sekunden lang ist, ist dies etwas, worüber man sich Sorgen machen sollte, wie wir im nächsten Kapitel erfahren werden.

Mögliche Atemprobleme bei Babies

Nun, wenn “seltsame” Atemgeräusche bei Babies gar nicht so unüblich sind, wann müssen wir anfangen, uns Sorgen zu machen? Dann, wenn die Geräusche und andere Symptome auftreten, wie:

  • Ihr Baby atmet zu schnell (öfter als 70 Mal pro Minute), aber denken Sie daran, dass Babies schneller als Erwachsene atmen.
  • Wenn es Schwierigkeiten beim Atmen zu haben scheint: Wenn Sie bemerken, dass Ihr Baby viel hustet und grunzt, könnte dies ein Anzeichen für eines der Atemprobleme bei Babies sein. Andere Symptome für schwieriges Atmen sind eine Retraktion (die Brustmuskeln Ihres Babies ziehen sich zu stark zusammen, wenn es atmet) oder weit geöffnete Nasenlöcher.

Wenn Ihr Baby sehr laut atmet, können Sie versuchen seine verstopfte Nase mit etwas Kochsalzlösung oder warmem Wasser zu säubern. Falls sich sein Atmen nicht verbessert, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

  • Eine bläuliche Farbe: Wenn Sie bemerken, dass die Hände oder Füße Ihres Babys sich blau verfärben, bedeutet dies, dass die Sauerstoffversorgung des Blutes nicht ausreichend ist. Dies könnte ein Anzeichen für eine Lungenentzündung und andere Krankheiten wie dem Atemnotsyndrom des Neugeborenen (ANS) sein.
  • Apnoe, die länger als 6 Sekunden dauert: Beobachten Sie Ihr Baby genauestens und bereiten Sie es für die Notaufnahme vor, wenn Sie eine lang anhaltende Atempause bemerken.

Jetzt, wo Sie ein bisschen mehr über die Atemprobleme bei Babies wissen, können Sie die Angst, die frischgebackene Eltern nachts oft verspüren, hoffentlich ein bisschen einschränken. Denken Sie daran, dass der plötzliche Kindstod, auch Krippentod, die entsetzliche Ursache dafür, dass viele Eltern nachts keinen Schlaf finden, sehr selten ist und jährlich lediglich circa 300 Babies in Deutschland trifft – es ist also ziemlich unwahrscheinlich, dass dieser eintritt.

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