Baby laufen lernen an der hand

Inhalte

Das Laufen zu lernen, ist für Babys (und für die Baby-Eltern) ein enormer Entwicklungsschritt. Schritt für Schritt tappst ein Baby nun in seine neue Welt hinaus – in die Welt der Unabhängigkeit! Gerade noch steht das Baby wackelig am Sofarand und versucht vorsichtig seine ersten Tappser in eure Arme – nicht viel später rennt, hüpft und springt es schon perfekt durch seine nähere Umgebung. Spätestens jetzt hat das kleine Wesen den Meilenstein vom Baby zum Kleinstkind erklommen:

Bis ein Kind mit dem Laufen beginnt, muss es einige Entwicklungsschritte bewältigen. Es lernt sich zu drehen, zu sitzen und zu krabbeln. All dies sind Vorbereitungen, die einem Kind schließlich die Fähigkeiten verleihen, das Laufen zu lernen. Die ersten vorsichtigen Schritte wagen die meisten Babys um ihren ersten Geburtstag herum.

Sicher Laufen können sie meist mit 14 oder 15 Monaten. Doch keine Sorge, wenn euer Kind erst mit 16 oder 17 Monaten frei laufen sollte. Das liegt völlig im natürlichen Rahmen, denn jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo.

Der Weg zum ersten Schritt

Die Entwicklung bis zum ersten Schritt beginnt bereits mit der Geburt eines Kindes. Was als Reflex beginnt, endet mit den ersten richtigen Schritten – geradewegs in Richtung Eigenständigkeit.

Folgende Entwicklungsschritte durchläuft ein Kind auf seinem Weg zum Laufen lernen:

  • Geburt bis zur achten Lebenswoche

In den ersten Lebenswochen besitzt ein Baby einen Reflex, der es schreiten lässt. Nimmt man es unter den Armen hoch und stellt die Beine auf einen festen Untergrund, schreitet es wenige Schritte – so als würde es laufen. Dieser Reflex endet jedoch mit circa acht Wochen.

  • Mit sechs Monaten

Ungefähr im Alter von sechs Monaten entwickeln Babys eine neue Lieblingsbeschäftigung. Lässt man sie mit den Füßen auf einem festen Untergrund, wie zum Beispiel dem Boden balancieren, hüpfen sie auf und ab. Dies stärkt ihre Beinmuskulatur und schult den Gleichgewichtssinn.

  • Zwischen neun und zehn Monaten

Mit neun bis zehn Monaten beginnt ein Baby, sich an Möbeln hochzuziehen und den Stand zu üben. Besitzt ihr einen Laufstall, wird dies wohl der erste Ort sein, wo es seine neue Fähigkeit ausgiebig übt. Immer und immer wieder stellt es sich auf die Beine und betrachtet seine Welt aus dieser neuen Perspektive.

In den darauf folgenden Wochen üben Babys den Stand solange, bis sie ihn sicher beherrschen. Nun kann es auf Entdeckungstour gehen. Das Baby beginnt sich an Möbeln entlang zu hangeln. Ab und an lässt es die Möbel los und lernt schließlich ohne Hilfe zu stehen. Außerdem lernen Kinder jetzt, dass sie die Knie beugen können und sich nach dem Stehen und Entlanglaufen, hinsetzten können.

  • Zwischen dem 11. und 13. Monat

Mit elf Monaten können die meisten Babys bereits alleine stehen, sich selbständig bücken, wieder aufrichten und hinsetzen. Die ersten Schritte an Mamas und Papas Hand sind vermutlich auch schon bewältigt. Bis das Baby seine ersten Schritte alleine läuft, vergehen jedoch meist noch einige Wochen.

Mit 13 Monaten laufen etwa dreiviertel aller Kinder ohne Hilfe. Sie sind noch wackelig – kommen aber von A nach B. Einige Kinder laufen trotzdem lieber noch mit der Sicherheit, etwas zum Festhalten in ihrer Nähe zu haben. Das ist völlig legitim – diese Sicherheit solltet ihr eurem Kind auch nicht nehmen.

  • Mit 16-18 Monaten

Nun laufen 95% aller Kinder frei und ohne Hilfe. Sie gehen regelmäßig auf Entdeckungstour und erobern immer mehr ihre kleine Welt. Dabei wagen sie sich jeden Tag ein Stückchen weiter und laufen bald schon quer durch den Garten – immer auf der Suche nach neuen unentdeckten Abenteuern. Aus den ersten tapsigen und wackeligen Schritten, werden immer geübtere und genauer koordinierte Bewegungen. Ab jetzt sind die Kinder nur noch damit beschäftigt das Laufen konsequent zu perfektionieren.

Die Entwicklung geht weiter

Der entscheidende Schritt ist getan – das Baby kann Laufen. Doch damit ist seine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Es wird das Laufen perfektionieren, rennen und hüpfen lernen. Auch die Feinmotorik der Füße entwickelt sich. Bald schon kann das Kind seine Füße abrollen, so wie es Erwachsene beim Laufen tun.

Mit 18 Monaten sind Kinder sichere Läufer. Sie lernen nun an der Hand die Treppe hoch zu laufen und klettern mit viel Freude über das Sofa und andere Möbelstücke. Sie beginnen bei Musik zu tanzen, und angehende Fußballprofis starten die ersten Versuche einen Ball zu kicken. Springen und Hüpfen lernen die Kleinen dann in den darauf folgenden Monaten.

Jedes Elternpaar ist ganz voller Stolz, wenn es zum ersten Mal solche Fotos von seinem Baby machen kann.

Kinder beim Laufen lernen fördern

Laufen lernt ein Kind eigenständig und ohne viel Zutun der Eltern. Man kann es dabei jedoch unterstützen und ermutigen:

So können Eltern sich in unmittelbarer Nähe auf den Boden setzen und das Kind ermutigen in ihre Arme zu laufen, oder es an den Händen zu sich führen. Kinder die gerne an Mamas und Papas Händen durch die Gegend laufen, kann man – wenn sie dabei sicherer wirken – nur noch an einer Hand führen. Das schult das Gleichgewicht und gibt den Kindern trotzdem die nötige Sicherheit, aufgefangen zu werden.

Außerdem sollten Eltern immer in der Nähe sein, wenn ein Kind die ersten wackeligen Versuche macht. Denn es könnte stürzen oder Hilfe brauchen. Ist niemand da, der in solchen Situationen zur Hilfe eilt, entwickelt das Kind Ängste, welche letztlich die Entwicklung hemmen können.

Schuhe hingegen helfen Kindern nicht beim Laufen lernen. Auch wenn in der Gesellschaft der Mythos weit verbreitet ist, dass feste Schuhe für eine bessere Stabilität sorgen, laufen Kinder am besten solange wie möglich Barfuß oder auf Stoppersocken.

Erst wenn ein Kind frei laufen kann und dies auch draußen tut, braucht es seine ersten Schuhe.

Kein Grund zur Ungeduld

Wie schon beschrieben, laufen manche Kinder erst mit 16 bis 18 Monaten. Das ist völlig normal! Wichtig ist, dass sich die Fähigkeiten insgesamt weiterentwickeln. Falls das Kind beim Drehen und Krabbeln etwas später dran war, dann kann es auch mit dem Laufen ein wenig länger dauern.

Solange das Kind kontinuierlich neue Dinge entdeckt und lernt, brauchen sich Eltern keine Sorgen zu machen. Babys lernen unterschiedlich schnell. Aber wenn das Baby wirklich deutlich im „Zeitplan“ zurück liegt, dann sollte darüber tatsächlich mit einem Kinderarzt gesprochen werden.

Wichtig ist auch daran zu denken, dass ein Frühchen diesen und andere Meilensteine in der Entwicklung, später erreichen wird, als seine Altersgenossen. Die „Zeitzonen“ verschieben sich hier grob zum ursprünglich errechneten Geburtstermin!

SCHOCKVIDEO: Zweijähriger rettet seinen Zwillingsbruder vor umgefallener Kommode!

Für ein kleines Baby ist im Prinzip alles neu – auch das Laufen will erst gelernt sein. Laufen lernen bedeutet für Babys Schwerstarbeit. Bevor sie ihre ersten Schritte setzen, müssen sie viel üben, weil das Laufen von einer guten Körperbalance, Gewichtsverlagerung und Schwung abhängig ist. Auch die kleinen Beinchen sind nicht auf Anhieb bereit, das Körpergewicht des Kleinen ohne Weiteres zu tragen. Die Muskulatur muss sich erst an das Gewicht gewöhnen und stärker werden, damit das Laufen überhaupt möglich wird. Am Anfang geht es meistens über Hochziehen und sich an einem Gegenstand festhalten. Das gelingt einem Baby ungefähr nach dem achten Lebensmonat. Kann das Kind einigermaßen stehen, versucht es, sich entlang des Sofas oder der Tischkante zu hangeln. Allerdings muss die Greiffähigkeit schon einigermaßen entwickelt sein, sonst kann es sich nicht sicher festhalten. Die ersten Schritte folgen danach. In der Regel sind es Monate, die zwischen dem ersten Babyschrei und dem ersten bewussten Schritt liegen. Wann es passiert, ist vom Kind zu Kind ganz individuell. Manche Babys können schon an ihrem ersten Geburtstag sicher an der Hand laufen, andere wiederum können erst einige Monate später die ersten, sicheren Schritte unternehmen. Selbstständiges Laufen ist einer der wichtigsten Punkte in der Entwicklung des Menschen, dadurch werden Babys zu Kleinkindern.

So schnell lernen Kinder laufen

In den ersten zwei Monaten nach der Geburt ist das Laufen selbstverständlich kein Thema, aber das Baby zeigt schon in dieser Zeit den sogenannten Schreitreflex. Wenn ihr das Baby unter den Armen nehmt und seine Füße sich auf einer festen Unterlage befinden, versucht es sofort „loszulaufen“. Das ist nur eine Reaktion, die sich ungefähr im dritten Monat wieder verliert. Nach fünf Monaten seit der Geburt werdet ihr merken, wie euer Baby es sichtlich genießt, auf den eigenen Beinchen zu hüpfen und zu balancieren. Das Kleine muss aber beim Sitzen vor sich gehalten werden. Diese Momente sind wichtig für seine Beinmuskulatur, die dadurch gekräftigt wird. Danach kommt die Zeit, in der Babys krabbeln und versuchen, sich an Hosenbeinen und Möbelstücken hochzuziehen. Die ersten Schritte lassen dann nicht lange auf sich warten. Sind zehn Monate um, kann euer Sprössling schon um das Sofa oder Tisch herumlaufen. Denkt jedoch daran, für die nötige Sicherheit zu sorgen. Bei niedrigen Möbelstücken mit scharfen Kanten sollte ein Kantenschutz angebracht werden, damit es beim Sturz zu keinen Verletzungen kommt. Wie lange sich das Baby an Gegenständen stützen muss, hängt alleine von seinen bisherigen Lauferfahrungen und einfach von seinem Mut ab. Als hilfreiche Gehhilfen haben sich schiebbare Babywalker oder Puppenwagen erwiesen. Um den 13. Lebensmonat können rund 75 Prozent der Babys selbstständig laufen. Mit 14 Monaten versuchen die ersten Kids die Seitwärtsschritte zu üben. Das ist auch der Zeitpunkt, zu dem viele Kinder mit Erfolg versuchen, aus dem Sitzen ohne umzufallen in den Stand zu kommen. Ab dem 16. Monat sind viele Kleinkinder in der Lage, mit entsprechender Hilfe die Treppen zu steigen. Mit 1,5 Jahren ist Tanzen und Fußball für viele Kids das neue „Hobby“. Erst zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr ist die allgenmeine Motorik so weit entwickelt, dass die Bewegungsabläufe in etwa denen der Erwachsenen entsprechen.

Körperliche Voraussetzungen für das Laufen

Ob ein Kind die ersten Laufversuche erfolgreich absolviert, hängt zum größten Teil von seiner physischen Reife ab. Seine Knochen- und Muskelstrukturen müssen dafür gut entwickelt sein, das betrifft auch das Nervensystem. Die Kleinen müssen auch fest greifen können, um sich hochzuziehen und festzuhalten. Wie kompliziert und komplex der Laufprozess überhaupt ist, sieht man anhand Versuche, einem Roboter das Laufen beizubringen. Es ist den Wissenschaftlern bis jetzt kaum gelungen, ein technisches Gerät auf zwei Beinen zum Laufen zu bringen. Von einer Geschmeidigkeit, wie bei Menschen, kann man bei Robotern nur träumen. Ein gut entwickelter Gleichgewichtssinn und Koordination sind ebenfalls nötig, um jede Störung durch entsprechenden Ausgleich zu liquidieren.

Ab wann Schuhe kaufen?

Laufen ohne Schuhe ist etwas ganz Natürliches, der Mensch ist ja ohne Schuhe geboren. Die ersten Schritte sollten am besten auch schuhfrei erfolgen. Mit Schuhen haben die Kinder keine Möglichkeit, in direkten Kontakt mit dem Boden zu treten. Die Muskulatur der Füße kann sich optimal entwickeln, wenn Kinder vorerst keine Schuhe tragen. Außerdem müssen die Kleinen kein unnötiges Gewicht an den Füßen herumtragen. Schließlich lassen sich die kleinen Schuhe auch schlecht genau anpassen, und wie könnte man es richtig erkennen, ob sie nicht zu groß oder zu klein sind? Die Socken sind allerdings empfehlenswert, weil sie die kleinen Füße warm halten (mit einer „Anti-Rutschsohle“). Um die ersten Schritte draußen zu versuchen gibt es spezielle Lauflernschuhe, die man in einem Fachgeschäft bekommt. Sie sind sehr weich und biegsam, beim Laufen behindern sie die Kids weniger als normale Schuhe. Barfußlaufen schult die Koordination und Balance um Einiges besser als Laufen mit Schuhen, deswegen solltet ihr bei euren Sprösslingen zunächst auf Schuhe verzichten.

Wie gefällt dir der Artikel bisher?Loading…

Die ersten Schuhe – darauf solltet ihr achten:

  • Schuhe erst kaufen, wenn das Kind sicher auf zwei Füßen ist und die ersten Gehversuche draußen unternehmen möchte
  • eine Fußschablone kann bei der genauen Anpassung der Schuhe helfen
  • kauft um 12 bis 13 Millimeter größere Schuhe als der Fuß, sonst ist das Rollverhalten nicht optimal
  • der Schuh soll vor allem flexibel, leicht und rutschfest sein
  • wählt atmungsaktive Stoffe, der Schuh soll zudem einen guten Halt bieten.

Baby beim Laufen lernen unterstützen – so funktioniert das

Beim Laufen lernen soll das Baby die Unterstützung seiner Eltern genießen, allerdings man darf die Kleinen auch nicht überfordern. Von den Kindern etwas zu verlangen, wozu er zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage ist, kann kontraproduktiv sein. Die richtige Hilfe beim Laufen lernen könnte so aussehen:

  1. Sicherheit geht vor. Gestaltet die Wohnung sicher, damit das Baby seine ersten Schritte ungefährdet üben kann. Die Möbel sollen kippsicher sein, weil sich die Kleinen oft daran hochziehen und entlang hangeln. Scharfe Kanten und Ecken mit Schaumstoff oder Kissen absichern, auch herumliegende Kabel und sonstige Stolperfallen entfernen. Wichtig ist auch, die Treppenauf- und -abgänge, Küchenschränke, Schubladen und den Ofen zu sichern.
  2. Das Kind alleine üben lassen. Im Grunde genommen braucht das Kind niemanden, um Laufen zu lernen, dass schafft es alleine. Eine helfende Hand und Lob sind zwar nicht schlecht, aber die Eltern sollen ihr Kind mit seinen Übungen auch mal sich selber überlassen. Es wird dann doppelt so stolz, wenn es nach und nach das Gehen erlernt und ohne Hilfe die ersten Erfolge feiert.
  3. Zwischenstopps einrichten. Hilfreiche „Rettungsstellen“ oder „Checkpoints“ sind willkommen, damit sich das Kind beim Üben halten kann (wie z.B. kippsichere Hocker oder Sitzkissen).
  4. Zeit lassen. Geduld ist beim Laufen lernen das A und O. Eltern sollten sich in Geduld üben, manche Kids können schon im achten, andere erst im 15. Monat laufen.
  5. Motiviert und unterstützt euer Baby verbal, solche Anerkennung ist bei jedem Fortschritt wichtig für das Kind. Beruhigenden Worte, nachdem es mit einer Übung nicht so richtig geklappt hat, sind auch hilfreich für die Kleinen.

Hinweis Wichtig: Gebt euren Kindern die Möglichkeiten, sich alleine zu bewegen. Eine spielerische Unterstützung eurerseits ist dabei in Ordnung. Wenn das Kind jedoch nach dem 18. Lebensmonat noch nicht selbstständig laufen kann oder will, sollte man darüber mit einem Kinderarzt sprechen.

Lauflerngerät – wie sinnvoll ist es?

Bei einer Lauflernhilfe handelt es sich um einen kleinen Wagen mit vier Rädern, in dem das Kind in einem Hängesitz sitzt. Mit seinen Füßen hat es Kontakt mit dem Boden und kann somit die ersten Gehversuche unternehmen. Die meisten Lauflernhilfen besitzen auch einen kleinen Tisch oder eine Ablage. Die Gehhilfe gibt dem Baby eine gewisse Sicherheit, wenn es das Stehen übt. Die ersten Schritte können dann ruhig geübt werden, ohne dass das Kind gleich hinfällt. Auf der kleinen Ablagefläche kann das Kind sein Lieblingskuscheltier transportieren. Das Lauflerngerät bietet dem Kind einen weiten Bewegungsspielraum und es ist sicherer, als an den Möbeln entlangzulaufen. Lauflerngeräte sind jedoch mit einigen Nachteilen für das Kind verbunden. Durch die Rollen ist das gerät bis zu 10 km/h schnell, das Hinfallen oder ein Sturz die Treppe hinunter ist damit wahrscheinlicher. Ein Lauflerngerät kann die motorische Entwicklung des Kindes hemmen. Beim Umkippen des Geräts benutzt das Baby seine natürlichen Reflexe nicht, was bei einem Sturz ohne Gerät normal ist. Die Benutzung von Lauflerngeräten kann im schlimmsten Fall zu Rückenproblemen, Fußfehlstellungen oder Muskelverkürzungen führen, die tägliche Benutzung sollte in Grenzen gehalten werden.

Laufen lernen: Tipps für Babys erste Schritte

Um den ersten Geburtstag herum proben die Kleinen den „Aufstand“ und wechseln die Disziplin – Laufen statt Krabbeln! Wie Sie Ihr Baby beim Laufen lernen unterstützen können.

Auch Laufen lernen will gelernt sein. Bevor Ihr Kind die ersten freien Schritte setzt, muss viel geübt werden, denn Laufen funktioniert zwar bei uns Großen wie im Schlaf, für die Kleinen ist es aber Schwerstarbeit. Balancieren, Gewicht verlagern und herausfinden, wie viel Schwung man braucht. Und die Muskeln, die fürs Laufen lernen wichtig sind, müssen erst wachsen und trainiert werden. Der erste Schritt in Richtung selbständiges Laufen lautet: Hochziehen und festhalten. Jetzt hat Ihr Kind plötzlich einen ganz anderen Blick auf die Welt: Von oben. Wow! Klappt das Stehen, wird es beginnen sich vorsichtig an der Tischkante oder am Sofa entlangzuhangeln. Und wenn diese Übung sitzt, kann Ihr Kind schrittweise seine Stütze loslassen und die ersten Schritte alleine machen. Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung Ihres Kindes!

So unterstützen Sie die ersten Gehversuche Ihres Babys

➤ Alleine groß werdenIhr Kind braucht Sie nicht, um Laufen zu lernen. Zwar sind eine helfende Hand und lobende Worte natürlich gern gesehen – und für Eltern selbstverständlich. Aber Sie sollten jetzt nicht überehrgeizig werden und mit Ihrem Kind regelrecht trainieren. Das schadet nämlich mehr als dass es nutzt. Ihr Kind ist doppelt so stolz, wenn es sich schrittweise vortastet – und es dann irgendwann ganz alleine schafft, ein Beinchen vors andere zu setzen.
➤ Die Wohnung kindersicher gestalten:
Damit Ihr Baby ungefährdet die ersten Schritte üben kann, sollten Sie Ihre Wohnung kindersicher machen. Achten Sie auf kippsichere Möbel, an denen sich Ihr Baby hochziehen und daran entlang hangeln kann. Scharfe Kanten und Ecken polstern Sie am besten mit Schaumstoff oder Kissen ab. Kabel und andere Stolperfallen entfernen Sie.

Raus aus den Schuhen!

Warum ist barfuß laufen so gesund für dein Kind?

Weiterlesen Raus aus den Schuhen! Weiterlesen

Auch wichtig: Nicht nur Omas schmuckem Porzellan zuliebe sollten Sie keine Tischdecken verwenden. Babys und Kleinkinder könnten sie samt Geschirr und Töpfen vom Tisch ziehen.
Sichern Sie außerdem Treppenauf- und -abgänge, Schubladen, Küchenschränke und den Herd.
➤ Barfuß läuft es sich am besten!
Barfuß oder in rutschfesten Stolpersocken sowie in Mokassins läuft es sich am besten. Außerdem wird dabei Babys Fuß- und Beinmuskulatur trainiert.
➤ Richten Sie „Check-Points“ ein
„Check Points“ oder „Rettungsinseln“ wie Sitzkissen oder kippsichere Hocker geben Halt für einen Zwischenstopp.
➤Lassen Sie Ihrem Baby Zeit
Den ersten Schritten steht nichts mehr im Wege. Aber werden Sie nicht ungeduldig, wenn Ihr Nachwuchs auch am ersten Geburtstag noch nicht standhaft bleibt – manche Babys lernen schon im achten, andere erst im 15. Monat laufen oder noch später. Laufställe beschleunigen diesen Prozess übrigens nicht, sondern schränken das bewegungsfreudige Baby eher ein.

Machen Lauflernhilfen Sinn?

Experten raten mittlerweile von allen möglichen Lauflernhilfen ab. Egal ob Lauflernwagen, „Gehfrei“ oder Türhosper – alle verzögern die natürliche Entwicklung des Babys hin zum Laufenlernen, da sie Rücken und Wirbelsäule in eine ungünstige Position bringen und die Muskulatur falsch belasten.
Außerdem bergen viele Lauflernhilfen ein hohes Gefahrenpotenzial – die Kinder könnten damit umkippen, Treppen und Absätze hinunterstürzen oder mit ihrer Hilfe an gefährliche Dinge im Haushalt gelangen.
Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Baby es früher oder später ganz allein schafft, sich aufzurichten und seine ersten Schritte zu machen.

Bilderbücher für Babys

Bilderstrecke starten (28 Bilder)

Als Erste traf es meine Freundin Ines. Als ihre Tochter Melli gerade mal 11 Monate alt war, musste sie ihr die ersten Schuhe kaufen – in Größe 18. Melli war noch keinen Meter groß, hatte aber keine Lust mehr zu krabbeln und Spazierfahrten im Kinderwagen fand sie von nun an doof. Sie hatte Laufen gelernt.

Kurz nach ihrem ersten Geburtstag zog dann Lea nach, die Tochter von Tina. Ines Tina und ich hatten uns im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt. Die Vierte im Bunde war Alex, Mutter von Max – wie ich eine Jungs-Mama. Alex und ich standen den beiden kleinen Läuferinnen zunächst entspannt gegenüber. „Klar, Mädchen sind sowieso in allem schneller“, sagten wir uns. Melli und Lea hatten in Sachen Durchschlafen, Krabbeln und Sprechen lernen bisher auch die Nasen vorn gehabt.

Auf den Knien laufen

Als jedoch mit 14 Monaten auch Max die ersten Schritte machte, wurde ich ungeduldig. Warum hatte mein Knirps als Einziger keine Lust, seine Füße zu benutzen? Ich erinnere mich an einen Tag im April, den wir alle auf dem Spielplatz verbrachten. Es war sonnig, aber der Boden war noch ein bisschen feucht. Deshalb trugen unsere Kinder Matschhosen. Melli, Lea und Max standen an der Rutsche. Mein Kleiner wollte auch dorthin – Krabbeln kam jedoch für ihn nicht in Frage, als er feststellte, dass der Boden nass und kalt war. Also lief er auf den Knien zur Rutsche.

Ich war mit meinem Latein am Ende und fragte beim nächsten Routine-Termin den Kinderarzt um Rat. Wann ein Kind Laufern lerne, sei individuell verschieden, sagte er mir. „Außerdem hat Ihr Sohn gerade ein Schwesterchen bekommen. Bei solchen Großereignissen pausiert die Entwicklung manchmal. Stimmt, dachte ich beschämt, das wird es sein! Die Geburt meiner Tochter hatte ihn regelrecht umgehauen. Er schlief seitdem schlecht und mochte es gar nicht, wenn ich mich wegen des Babys nicht die ganze Zeit um ihn kümmern konnte.

Üben mit dem Lauflernwagen

Trotzdem übten wir in den nächsten Tagen das Laufen. Mein Mann stellte sich ans eine Ende unseres Flurs, ich ans andere. Unser Kleiner machte vorsichtige erste Schritte um aber gleich wieder auf den Hosenboden zu plumpsen. Wir machten es ihm leichter und verringerten den Abstand zwischen uns bis uns nur noch ein Meter trennte. Laufen-Üben wurde zu einem regelrechten Abendritual. Zusätzlich borgte ich mir von meiner Nachbarin einen kleinen Wagen zum Schieben. In ihn setzte mein Sohn seine Kuscheltiere, um den Wagen anschließend durch die Wohnung zu manövrieren. Er verpasste dabei sämtlichen im Weg stehenden Möbeln Macken und schrammte an diversen Wänden vorbei.

Mit 17 Monaten hatte er endlich den Bogen raus und machte im Flur die ersten wackeligen Schritte. Mein Mann und ich waren unglaublich stolz.

Heute, 6 Jahre danach, muss ich darüber lachen, wie sehr wir uns damals unter Druck gesetzt haben. Alle unsere Kinder haben verhältnismäßig spät laufen gelernt. Meine Tochter mit 14 Monaten, unser Jüngster mit 15 Monaten. Mein Mädchen machte ihre ersten Schritte auf dem Spielplatz und lief von mir zu einer Freundin. Der Kleinste lernte es mit Hilfe seiner älteren Geschwister. Als ich ihm vor 2 Jahren die ersten Schuhe kaufte, freute ich mich über die große Auswahl im Schuhladen. Im Regal davor (Größe 18) standen gerade mal 3 Paar Schuhe – zwei davon waren rosa.

  • Tags:
  • Laufen Lernen

Laufen lernen: Tipps für die ersten Schritte Ihres Kindes

Mit rund einem Jahr ist es meist so weit: Babys erste Schritte! Wann Ihr Kind tatsächlich laufen lernen wird, hängt jedoch von seiner ganz eigenen Entwicklung ab. Zwischen dem neunten und fünfzehnten Lebensmonat lernen laut „WDR“ die meisten Kinder laufen. Während das eine Baby am ehesten läuft, fängt das nächste als Erstes an zu sprechen – sollte Ihr Nachwuchs etwas mehr Zeit brauchen, ist das im Normalfall kein Grund zur Sorge.

Lassen Sie Ihrem Kind Zeit

Für die Erwachsenen zählt das Gehen zu den einfachsten Übungen. Dabei müssen erst Nervensystem, Knochen, Bänder, Muskeln und Gelenke bereit sein, damit Ihr Kind das Laufen lernen kann. Ihr Baby lernt nicht schneller laufen, wenn Sie es ständig auf die Beine stellen – im Gegenteil kann es sogar die Beine und den Rücken schädigen. Drängen Sie ihm also das Laufen nicht auf, wenn es noch nicht bereit ist.

Gefährliche Lauflernhilfen

Eine wichtige Fähigkeit beim Laufen lernen besteht im Halten des Gleichgewichts. Ein Kind hat im Verhältnis zum restlichen Körper einen sehr großen Kopf, der erst einmal von den Muskeln gehalten werden will. Ist die Entwicklung noch nicht entsprechend fortgeschritten, ist die Steh- und Laufhaltung für die Kleinen ungesund. Daher raten Wissenschaftler laut „Süddeutscher Zeitung“ auch dringend von sogenannten Lauflernhilfen ab. Der Nachwuchs steckt bei diesen Geräten in einer Art Sitzhose, die von einem Gestell getragen wird, das es dem Baby ermöglicht, mit den Füßen leicht den Boden zu berühren. Für das Kind ist das eine schwierige Situation, da es noch nicht in der Lage ist, seinen schweren Kopf zu balancieren.

  • Wenn Baby laufen lernt: Ist eine Lauflernhilfe sinnvoll?
  • Fünf Modelle im Vergleich: Fünf Babyphone im Vergleich

Laufen lernen ohne Schuhe

Barfuß oder mit Socken lässt es sich am besten laufen lernen. Festes Schuhwerk zwängt die zarten Füße von Ihrem Kind nur unnötig ein. Die Fußmuskeln entwickeln sich am besten ohne Schuhe, und so muss der Nachwuchs auch keine zusätzlichen Gewichte an den Füßen tragen. Wenn Ihr Kind sich schon selbst an Möbelstücken festhält, können Sie mit ihm ein wenig üben, indem Sie ihm etwas Interessantes zum Greifen hinhalten. So wird es dazu animiert, zunächst eine und später beide Hände loszulassen und trainiert seinen Gleichgewichtssinn. Mit der Zeit wird es immer sicherer stehen und bald auch gehen.

Babys erste Schritte

Anzeige

Kriechen, Robben oder Krabbeln?

Ein Kind kann nicht sofort krabbeln. Es übt zuerst das Wippen und Schaukeln im Vierfüßlerstand. In Bauchlage zieht es die Beine unter den Körper und bewegt sich vor und zurück. Irgendwann ist es dann soweit. Dein Kind setzt sich in Bewegung. Am Anfang wird es für Dein Kind noch schwierig sein, die Balance zu halten, da es erst lernen muss, das Gewicht auf die Hände und Knie zu verlagern. Wundere Dich nicht, wenn es öfter umfällt. Es steht auch wieder auf. Babys fallen in der Regel so, dass sie keine blauen Flecken davontragen.

Wenn es mit dem Krabbeln nicht sofort klappt, wird Dein Baby nicht müde werden, es immer wieder zu probieren. Ehrgeiz wurde Deinem Baby mit in die Wiege gelegt. Wenn es das Krabbeln nicht sofort wieder versucht, dann wird es die neue Art der Fortbewegung zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ausprobieren. Erfahre auch in unserem weiterführenden Artikel, wie Du Dein Baby beim Krabbeln lernen unterstützen kannst.

Es kann aber auch sein, dass ein Kind das Krabbeln komplett überspringt und sich zunächst nur robbend oder rollend fortbewegt und plötzlich die ersten Laufschritte wagt. Dabei kriecht es auf dem Bauch und bewegt dabei Arme und Beine vor und zurück oder dreht sich von der Seite auf den Bauch und wieder auf die Seite.

Egal, wie es sich fortbewegt, es sieht überall Dinge, die es interessant findet und die es untersuchen will. Daher steht für das Kind die Fortbewegung, durch welche Methode auch immer, im Vordergrund. Das selbstständige Unterwegssein fördert außerdem den Orientierungssinn. Halte Dein Kind daher nicht auf und lass es soweit wie möglich gewähren, auch wenn die Hose durchscheuert und die Hände dreckig werden.

Tipp: Sobald Dein Kind eine für sich geeignete Methode der Fortbewegung gefunden hat, wird es sehr gerne Treppen rauf und runter krabbeln. Um Unfälle zu vermeiden, solltest Du frühzeitig mit Deinem Kind die richtige Technik üben. Animiere es ruhig zum Treppenklettern, natürlich nur wenn Du dabei bist. Das ist ein gutes Training für die Muskulatur, Ausdauer und die Koordination von Händen und Füßen. Achte jedoch immer auf die nötige Sicherheit. Mit unserer Checkliste für ein kindersicheres Zuhause kannst leicht erkennen, worauf Du achten solltest.

Anzeige

Mit Händen und Fingern – die Feinmotorik

Dein Kind wird mit den Händen und den Fingern immer geschickter. Es ist in der Lage, kleine Dinge durch eine Öffnung zu stecken, Sachen gezielt loszulassen und mit dem Daumen und dem Zeigefinger winzige Objekte aufzunehmen. Manchmal versuchen Kinder in dem Alter sogar bereits, Bauklötze und Formen aufeinander zu stapeln.

Tipp: Biete Deinem Kind Spielsachen an, die sich öffnen und schließen oder sich in anderer Art und Weise bearbeiten lassen. Diese Spielsachen findet Dein Kind sicher spannend und sie helfen ihm, seine Motorik weiter zu entwickeln.

Sitzen und Stehen

Dein Kind sitzt nun bevorzugt auf den Fersen. Mit Hilfe von verschiedenen Beinpositionen, wird Dein Kind immer sicherer in seiner Haltung werden. Genauso beliebt wird das aufrechte Knien. Durch diese Bewegung kann es viele Dinge erreichen. Knien ist ein Übergang zum Stehen, da es aus dieser Position bald darauf versuchen wird, sich mit Hilfe der Ärmchen hochzustemmen. Durch den erhöhten Kraftaufwand, stärkt es mit dieser Übung die Rumpfmuskulatur und die Fußgelenke.

Tipp: Hilf Deinem Kind nicht, indem Du es in den Stand ziehst. Das könnte bleibende Haltungsschäden mit sich ziehen. Am besten ist, Du lässt es selber ausprobieren, wie es sich fortbewegen kann und gibst ihm viel Freiraum. In unserem Artikel „Wann Babys sitzen lernen“ kannst Du weitere Informationen zu diesem Entwicklungsschritt finden.

Anzeige

Die ersten Schritte

Bis es dann tatsächlich laufen kann, vergeht allerdings noch eine ganze Weile. Trotzdem wird früher oder später der Zeitpunkt kommen, an dem das Krabbeln oder Robben nicht mehr reicht. Es will sich so fortbewegen wie Du es machst: auf zwei Beinen. Du wirst beobachten können, dass es verstärkt versucht, sich überall hochzuziehen. Das wird relativ schnell klappen, doch das Schwierige daran ist das erneute Hinsetzen. Hilf Deinem Kind dabei, etwa durch sanften Druck in die Kniekehlen. Wenn Dein Kind das beherrscht, fängt es langsam an, die ersten Schritte an der Wand oder der Tischkante entlang zu machen. Das nennt man „Reling-Gehen“. Dann geht es an Deiner Hand. Und irgendwann hat es genug Selbstvertrauen und versucht es alleine. Natürlich wird es am Anfang hinfallen und stolpern. Aber keine Sorge, Dein Kind wird es schon noch lernen. Wann, ist allerdings von Kind zu Kind verschieden. Auch hierbei entwickeln sich Kinder individuell.

Tipp: Setze Dein Kind nicht unter Druck. Es weiß selbst am besten, wann es Zeit ist, die ersten selbstständigen Schritte zu wagen. Wenn Du merkst, dass Dein Kind beginnt, sich aufzurichten und fortzubewegen, solltest Du es nicht an den Händen nehmen und es darin beeinflussen, die ersten Schritte zu machen. Damit verhinderst Du, dass sich Dein Kind selber seine Bewegungsabläufe erarbeitet. Beschleunigst Du den Prozess oder hilfst ihm dabei, kann es sein, dass es wichtige Schritte in der Bewegungsentwicklung überspringt. Das wird sich im weiteren Entwicklungsverlauf bemerkbar machen. Dein Kind möchte sich selber aufrichten und sich an das erste Laufen erarbeiten.

Anzeige Weitere Informationen

AnzeigeWenn Du noch mehr über die Entwicklung Deines Babys erfahren möchtest, empfehlen wir Dir das GU Buch „Babys erstes Jahr“ von den Buchautoren Vivian Weigert und Dr. Franz Paky. Vielen Dank an den Gräfe und Unzer Verlag für die Unterstützung.

“ Mehr zum BuchAnzeige

Laufen lernen: So unterstützen Sie Ihr Kind bei seiner motorischen Entwicklung

Mit 15 Monaten können 90 Prozent aller Kleinkinder laufen. Doch wann Ihr Kind die ersten Schritte macht, kann man nicht genau vorhersagen. Die Schnellsten können es mit acht Monaten, andere erst mit 18 Monaten.

Die motorische Entwicklung Ihres Kindes kann nicht beschleunigt werden

Bevor Ihr Kind Laufen lernen kann, müssen erst die Verbindungen zwischen dem Gehirn und seinen Nervenenden in Beinen und Füßen reifen. Muskeln, Gelenke, Knochen und Sehnen müssen kräftig genug sein. Jeder Schritt seiner motorischen Entwicklung (siehe Tabelle) ist eine weitere Stufe auf dem Weg zum Laufen. Wann Ihr Kind so weit ist, ist durch die Gene vorgegeben. Das Laufen lernen können Sie daher nicht beschleunigen, indem Sie Ihr Kind immer wieder auf die Füße stellen. Seine zarten Gelenke würden dadurch nur überfordert. Nicht nur X- oder O-Beine könnten die Folge sein, sondern auch Schädigungen des Rückens oder der Füße.

So unterstützen Sie das Laufen lernen und die motorische Entwicklung Ihres Kindes

Gönnen Sie Ihrem Kind von Anfang an so viel Bewegungsfreiheit wie möglich, denn nur so kann Ihr Kind eine gute motorische Entwicklung durchgehen. Legen Sie es z. B. auf die Krabbeldecke statt in die Babywippe. Auf der Decke kann es sich nach Herzenslust drehen und mit den Beinen strampeln.

Animieren Sie Ihr Kind nicht zu früh zum Sitzen, Aufstehen oder Laufen. Stopfen Sie Ihrem Kleinen nicht Kissen und Decken in den Rücken, um es in Sitzposition zu bringen, obwohl es dazu noch gar nicht bereit ist.

Loben Sie Ihr Kind, wenn es etwas Neues kann. Es freut sich sehr darüber. Und Ihr Lob spornt es gleichzeitig an, bei Schwierigkeiten nicht zu schnell aufzugeben.

Verzichten Sie auf Lauflernhilfen. Die Haltung in diesen Systemen hemmt die Entwicklung der Muskulatur. Ihr Kind lernt dabei nicht, das Gleichgewicht bei einer seitenwechselnden Verlagerung zu halten, wie sie für das Laufen nötig ist. Außerdem bergen diese so genannten „Gehfrei- Systeme“ hohe Unfallrisiken.

In den ersten acht Lebensmonaten sollte Ihr Kind im Kinderwagen liegen. Erst dann ist sein Rücken stark genug, dass Sie den Wagen entweder umbauen oder auf einen Buggy umsteigen können.

Nicht zu früh in den Hochstuhl! Erst wenn Ihr Kind ohne Hilfe 15 Minuten lang sicher sitzen kann, sollten Sie es zu den Mahlzeiten in einen Hochstuhl setzen. Lassen Sie es dabei niemals unbeaufsichtigt!

Schaffen Sie Platz und machen Sie die Wohnung kindersicher, sobald Ihr Baby zu robben und zu krabbeln beginnt. Bei den ersten Steh- und Gehversuchen halten sich die Kleinen an jedem verfügbaren Gegenstand fest. Daher sind herunterhängende Tischdecken oder Möbel, die kippen oder rutschen können, gefährliche Fallen. Ebenfalls problematisch sind rutschige Böden und mögliche Stolperfallen in der Wohnung (z. B. Teppichkanten, Kabel oder wegrutschende Läufer). Entschärfen Sie diese oder entfernen Sie lose Teppiche vorübergehend ganz.

Überfordern Sie Ihr Kind nicht. Animieren Sie es nicht, Strecken zurückzulegen, die ihm noch zu weit sind.

Ihr Kind braucht anfangs keine Hausschuhe. Ist es in der Wohnung warm genug, läuft es am besten barfuß. Auf kalten Böden sind so genannte Stoppersocken sinnvoll. Schuhe braucht Ihr Kind nur für draußen.

Stürze gehören dazu. Ermutigen Sie Ihr Kind bei den unvermeidlichen kleinen Rückschlägen. Loben Sie es, wenn es immer wieder von Neuem versucht, auf die Beine zu kommen. Entmutigen Sie Ihr Kind nicht, indem Sie sagen, etwas wäre zu gefährlich. Bieten Sie ihm besser als Unterstützung Ihre Hand, und ermutigen Sie es, es noch einmal zu versuchen.

Tipps um dem Kind beim laufen lernen zu helfen

Veröffentlicht von SimonSchroeder 29. September 2014 Kategorie(n): laufen lernen

Man wartet und wartet und plötzlich geht alles ganz schnell: Das eigene Kind kann laufen! Ab dem 4 bis zum 15 Lebensmonat entwickeln sich Babys sehr schnell und fangen damit an zu lernen, wie sie sich alleine aufsetzen bis hin zu den ersten Schritten. In diesem Zeitraum gibt es einige Wege ihrem Baby ein wenig Selbstbewusstsein zu geben, damit es sich an die ersten Schritte rantraut.

Phase 1: Das Sitzen

Sobald ihr Baby es schafft, sich alleine ohne Hilfe hinzusetzen, beginnt die Phase der Mobilität. Das Sitzen bewirkt, dass Muskeln des Babys gestärkt werdne, die später dafür benötigt werden zu laufen. Diese erste Phase findet meistens bei 4-7 Monaten statt.
Helfen können Sie ihrem Kind in dieser Phase indem Sie kleine Spielchen mit ihm machen, die das Baby dazu bewegen diese Muskeln anzustrengen. Dazu gehört beispielsweise einen Ball auf dem Boden rumrollen oder auch irgendetwas immer höher zu stapeln um Ihr Kind anzuregen sich hinzusetzen.

Phase 2: Das Krabbeln

Das Krabbeln beginnt circa bei 7-10 Monaten und ist das erste mal, dass Ihr Baby so richtig aktiv und mobil wird. Wichtig in dieser Phase ist es, dass das Baby lernt die Beine und Arme gleichzeitig zu bewegen. Um Ihrem Kind dabei ein wenig auf die Sprünge zu helfen versuchen Sie es spielerisch zum krabbeln zu animieren, beispielsweise von der einen Seite des Raums zum anderen. Wichtig dabei ist es, das Baby für seine Anstrengung zu loben.

Phase 3: Das Hochziehen

Nach der Krabbelphase beginnt relativ rasch, meistens im Alter von 8 Monaten, die Phase, in der Ihr Kind dazu übergeht sich an Sachen hochzuziehen. Diese Phase wird dadurch hervorgerufen, dass Ihr Baby langsam stärker und auch neugieriger wird. Das Baby fangt also an sich an allem hochzuziehen, was sich anbietet, dazu gehört beispielsweise das Bein der Eltern, Die couch, Vorhänge oder auch Tische.
Um Ihr Baby bei dieser Entwicklung zu unterstützen helfen Sie ihrem Kind gerade in der Anfangsphase beim hochziehen und zeigen Sie ihm, wie es seine Knie einknicken kann um wieder sanft zu Boden zu kommen. Dieser Lerneffekt macht sich auch auf das Laufen lernen positiv bemerkbar, da Ihr Baby dann schon ein Verständniss dafür hat, wie es sich am besten fallen lassen sollte.

Phase 4: Laufen mit Hilfe

Ab dem 8-9ten Monat wird ihr Kind wesentlich standfester und schafft es schon sich sicher an Objekten hochzuziehen. Jetzt sollten Sie ihm zu den ersten Schritten verhelfen, indem Sie seine Hände oder Schultern halten und ihm zusätzliche Sicherheit bieten.
Der wichtigste Faktor um dem Kind in dieser Phase zu helfen: Übung Übung Übung. Je öffter ihr Kind steht und versucht zu gehen, desto erfolgreicher wird das ganze verlaufen.

Phase 5: Reichweite

Ab dem 8-9 Monat beginnt ihr Kind dann mit den ersten selbstständigen Schritten und nutzt vor allem Möbelstücke und andere feste Gegenstände, um sich immer mal wieder festzuhalten und für Halt zu sorgen. Es ist also wichtig, dass Sie in dieser Phase lockere Gegenstände möglichst aus dem Weg schaffen und für einen weichen Untergrund zu sorgen, falls ihr Baby dann doch mal fällt.

Phase 6: Das Stehen ohne Hilfe

In der sechsten Phase, die bei circa 9-12 Monaten statt findet, schafft es ihr Baby alleine zu stehen und die Balance zu halten. Um diese Phase zu fördern, bietet es sich an kleine Spielchen mit dem Baby zu machen. Setzen Sie sich dafür mit dem Baby auf den Boden. Jetzt helfen Sie ihrem Baby aufzustehen und zählen laut, wie lange es schafft stehen zu bleiben. Nach jedem Versuch sollten Sie ihr Baby loben, damit es in seinem Willen zu stehen und zu laufen bestärkt wird.

Phase 7: Die ersten eigenen Schritte

Ab circa 9-12 Monaten ist ihr Baby dann soweit und schafft die ersten komplett eigenen Schritte. Diese Phase sollte dafür genutzt werden, ihr Baby zu unterstützen und immer wieder aufzufordern, kleine Strecken zu laufen, beispielsweise in ihre Arme.

Phase 8: Das laufen

Lassen Sie sich nicht von kleinen Stürzen oder ein paar Stolpern aufhalten, sondern sorgen Sie dafür, dass ihr Baby motiviert weiterversucht. Bei circa 12-15 Monaten fängt ihr Baby an, wirkliche Fortschritte zu machen und das Laufen für sich zu entdecken.

Wir hoffen Ihnen hilft dieser Artikel um ihr Baby in der wichtigsten Phase, nämlich die des Laufen lernens zu unterstützen.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.