Baby in 12 ssw

12. Schwangerschaftswoche (12. SSW)

Größe und Entwicklung Ihres Babys

Sie befinden sich in der 12. Schwangerschaftswoche (11+0 bis 11+6 SSW) und die Gliedmaßen Ihres Babys sind schon deutlich ausgebildet. Es ist inzwischen 45 Gramm schwer und 5 cm groß (SSL). Inzwischen haben sich die winzigen Finger und Zehen voneinander gelöst und die Nägel beginnen zu wachsen. Die Organe und das Gehirn Ihres Babys funktionieren schon. Sie reifen jedoch noch weiter. Die Hirnanhangsdrüse produziert Hormone, die Stimmbänder entstehen und die Knochen verhärten sich zunehmend.

Schwangerschaftskalender: Die faszinierende Reise durch 40. Schwangerschaftswochen

Ihr Baby kann schon lächeln und am Daumen lutschen. Es bewegt sich hin und her, wackelt mit dem Kopf oder dreht sich. Die Versorgung durch die Nabelschnur zur Plazenta und zurück gibt Ihrem Baby alles, was es braucht und transportiert umgekehrt auch Abfallprodukte ab. Je größer der Embryo wird, desto stärker wächst auch die Plazenta. Am Ende der 12. Schwangerschaftswoche ist sie ungefähr so groß wie eine Faust. Das Herz Ihres Babys schlägt jetzt übrigens 120 bis 160 Mal pro Minute, also doppelt so schnell wie Ihr eigenes.

Fehlgeburtsrisiko?

Wenn Sie sich häufig Gedanken machen, ob alles in Ordnung ist oder Sie sogar die Angst vor einer Fehlgeburt im Nacken sitzen haben, dann atmen Sie nun einmal tief durch. Ab der 12. Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko einer Fehlgeburt enorm ab und liegt nur noch unter einem Prozent. Damit ist die kritische Phase definitiv geschafft! Sollten Sie immer noch regelmäßig ein Ziehen im Unterleib spüren oder sogar Bauchschmerzen haben, so brauchen Sie nicht beunruhigt zu sein. Es könnten am ehesten Dehnungschmerzen der Mutterbänder sein. Sollten Sie jedoch wirklich beunruhigt sein, so kontaktieren Sie Ihren Arzt oder – sofern Sie bereits eine haben – Ihre Hebamme.

Schönheit und Bauch: So verändern Sie sich in der 12. Schwangerschaftswoche (12. SSW)

Die Hormonumstellung verursacht bei vielen Frauen Veränderungen an Haut und Haaren. Wie diese Veränderungen aussehen, ist allerdings nie genau vorhersehbar. So kann es sein, dass Frauen, die vor der Schwangerschaft reine Haut hatten, sich schon bald mit den Problemen fettiger Haut auseinander setzen müssen. Die Hormone könnten bei Ihnen auch Akneanfälle auslösen. Andererseits zählen Sie vielleicht zu den glücklichen Schwangeren, deren Hautbild sich deutlich verbessert.

Generell kann Ihre Haut sehr gereizt reagieren und möglicherweise vertragen Sie ungewohnte Produkte nicht. Benutzen Sie deshalb nur milde Reinigungs- und Pflegemittel. Verzichten Sie auf parfümierte Lotionen und achten Sie auch auf einen ausreichenden Sonnenschutz, damit Sie sich keinen Sonnenbrand holen. Denn Ihre Haut reagiert jetzt empfindlicher auf Sonneneinstrahlungen. Durch die vermehrte Talgproduktion der Kopfhaut fetten die Haare bei manchen Frauen schnell nach und haben weniger Spannkraft. Dagegen hilft nur häufigeres Haarewaschen. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel sollte sich der Körper langsam an die Umstellung gewöhnt haben.

Achten Sie in der Schwangerschaft auf eine schonende Hautpflege: Ihre Haut ist gerade besonders empfindlich © iStock.com/andresr

Ist Ihr Bauch inzwischen sichtbar? Da auch auf die Haut Schwerstarbeit zukommt, können Sie Ihren Bauch täglich einölen oder eincremen, wenn Sie es nicht schon machen. Auch Zupfmassagen können versucht werden.

Mehr zur Pflege des Babybauchs .

Die zweite Vorsorgeuntersuchung

Um die 12. Schwangerschaftswoche (12. SSW) steht die zweite Vorsorgeuntersuchung an. Hier werden Gewicht und Blutdruck ermittelt, Urin untersucht und neben dem Abtasten der Gebärmutter auch der Herzschlag und die Lage des Babys überprüft. Sollten Sie sich für eine Untersuchung entscheiden, die über die übliche Vorsorge hinaus geht, können Sie diese jetzt durchführen lassen oder mit Ihrem Arzt einen Termin für die nächsten Wochen ausmachen. Folgende Untersuchungen können zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden:

  • Nackenfaltenmessung
  • Erst-Trimester-Screening
  • Chorionzottenbiopsie
  • Triple-Test

Machen Sie sich in der 12. SSW gemeinsam mit Ihrem Partner Gedanken darüber, ob Sie eine Fruchtwasseruntersuchung wünschen und planen Sie den Termin dafür. Diese Untersuchung findet in der Regel zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche statt.

Haben Sie schon eine Hebamme?

Sofern Sie sich noch nicht umgehört haben, sollten Sie sich spätestens in der 12. Schwangerschaftswoche auf die Suche nach einer Hebamme machen. Leider gibt es aufgrund der aktuellen Entwicklung immer weniger Hebammen, die geburtshilflich tätig sind. Wenn Sie jedoch eine Beleghebamme wünschen, die Sie nun in der Schwangerschaft bereits kennenlernen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen können. Dann haben Sie bei der Geburt professionelle und vertraute Begleitung, was auch die Geburt erleichtern kann. Die Chemie sollte zwischen Hebamme udn Schwangerer stimmen

Übrigens können Sie die Vorsorgeuntersuchungen auch bei Ihrer Hebamme oder im Wechsel Frauenarzt/Hebamme durchführen lassen, wenn Sie dies möchten.

Mehr Infos zur Schwangerschaftsvorsorge durch die Hebamme.

Mädchen oder Junge – wollen Sie es wissen?

Etwas Geduld brauchen Sie noch. In der 12. Schwangerschaftswoche ist es noch immer zu früh, um das Geschlecht Ihres Kindes mit Gewissheit bestimmen zu können. Zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche kann Ihr Arzt vermutlich eine konkrete Aussage machen. Nutzen Sie den Zeitpunkt aber schon einmal, um sich darüber Gedanken zu machen, ob Sie das Geschlecht überhaupt wissen möchten oder es eine Überraschung bei der Geburt werden soll.

Beugen Sie einem Dammriss vor

Der Dammriss ist die häufigste Verletzung bei der Geburt. Zwischen dem hinteren Rand der Scheide und dem Schließmuskel reißt dabei die Haut ein, wenn sich während der Geburt der kleine Kopf oder eine Schulter des Babys daran vorbei schiebt. Größere Verletzungen werden nach der Geburt genäht. Damit es erst gar nicht soweit kommt, kann jede Schwangere schon lange vor der Geburt einem Dammriss vorbeugen. Dazu sind besonders Massagen des Damms mit Ölen geeignet.

12. SSW (12. Schwangerschaftswoche/3. Monat): Tipps & Überblick

  • Ihr Baby ist durchschnittlich nun 5 cm (SSL) groß – wie eine Pflaume!
  • Sie sind in der letzten Woche des dritten Monats – bald ist das erste Trimenon, also die Frühschwangerschaft geschafft und das Fehlgeburtsrisiko sinkt enorm!
  • Ihr Baby kann schon am Daumen lutschen und tut das auch. Außerdem turnt es nun fleißig im Bauch und nutzt seinen Spielraum.
  • Suchen Sie sich eine Hebamme, sofern Sie noch keine haben.

Wann kommt mein Baby? Mit dem Geburtsterminrechner können Sie das schnell und einfach herausfinden.

Videos zur 12. Schwangerschaftswoche (12. SSW)

Schwangerschaftsupdate 12. & 13. SSW | Examen | Eisenmangel

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Übersicht aller Wochen im Schwangerschaftskalender

12. SSW – Dein Baby hat Schluckauf

Das erste Trimester neigt sich dem Ende zu: Die Übelkeit lässt endlich nach. Bald kannst du dein Mutterglück unbeschwert genießen. Dein Baby hat jetzt häufig Schluckauf. So trainiert es seine Atmung.

Dein Baby in der 12. SSW

In der 12. SSW ist der Fötus etwa 5 cm groß. Er wiegt circa 16 g.
Die letzte Woche des ersten Trimesters beginnt. In der 12. SSW (das heißt 11+0 bis 11+6) sollte die schlimmste Zeit der Übelkeit endlich überstanden sein. Jetzt schafft die Gebärmutter immer mehr Platz für dein ungeborenes Baby und ist auf Faustgröße angewachsen. Wenn du dich über deinem Schambein vorsichtig abtastest, kannst du diese schon deutlich spüren.

Das Baby in der 12. SSW: Schluckauf

Spätestens bis zur 12. SSW solltest du den ersten Ultraschall gemacht haben. Vor allem natürlich um dich zu vergewissern, dass sich dein Baby gesund entwickelt. In der 12. Schwangerschaftswoche ist dein Baby ungefähr so groß wie eine Aprikose. Nun beginnt der Fötus Fruchtwasser zu schlucken. Er atmet es quasi ein und wieder aus. Deshalb hat dein Baby jetzt häufig Schluckauf und gähnt regelmäßig. Dadurch trainiert es seine Lunge und das Zwerchfell.

Wie schön: Dein Baby kann jetzt auch schon lächeln. Auch die Schilddrüse des ungeborenen Babys ist nun funktionsfähig – durch die erhöhte Hormonaktivität können nun beim Ultraschall auch die Geschlechtsorgane des Kindes sichtbar sein. In der Theorie könnte dein Arzt in der zwölften Schwangerschaftswoche deshalb schon das Geschlecht auf dem Ultraschallbild erkennen – wirklich eindeutig bestimmen lässt sich das Geschlecht allerdings oft erst ab der 20. SSW.

Inzwischen ist auch die Plazenta komplett ausgebildet und kann den Fötus vollständig mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Der Dottersack, der den Fötus in den ersten Wochen ernährt hat, hat sich aufgelöst.

Schwangerschaft

Joggen in der Schwangerschaft

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Tipps für die 12. SSW: Schwangerschaft und Sport

Ein Sportverbot, nur weil du schwanger sind, gibt es nicht. Regelmäßiger Sport in der Schwangerschaft ist für die Entwicklung des Baby sogar gut. Sport erhöht die Durchblutung und versorgt so auch den Fötus mit mehr Sauerstoff. Am besten sprichst du die Sportarten vorab aber mit deinem Arzt ab. Besonders gut geeignet sind Schwimmen, Wandern oder lange Spaziergänge. Ganz wichtig für den Sport in der Schwangerschaft: Höre immer genau auf die Signale deines Körpers. Gehe nicht an deine Grenzen, sondern mache lieber häufiger Pausen.

Hebamme Anke Kieltyka zum Thema Sport in der Schwangerschaft:

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Geschlechtsbestimmung beim Baby: Wann kann der Arzt es erkennen?

Noch bevor Sie den positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten, sind die Würfel in Sachen Geschlecht bereits gefallen. Schon bei der Befruchtung wird nämlich mit der Verschmelzung von Eizelle und Spermium festgelegt, ob ein Mädchen oder ein Junge in Ihnen heranwächst. Ausschlaggebend dafür sind die Chromosomen des Mannes – er bestimmt also das Geschlecht des Kindes. Während die Eizellen einer Frau immer ein X-Chromosom enthalten, kann das Spermium des Mannes entweder ein Y- oder ein X-Chromosom tragen. Die Kombination XX wird immer ein Mädchen, bei XY kommt ein Junge zur Welt.

Mädchen oder Junge: Ab wann ist das Geschlecht überhaupt erkennbar?

Mit der Neuigkeit der Schwangerschaft wächst auch die Vorfreude auf die Nachricht über das Geschlecht. Der Geschlechtsbestimmung durch den Arzt (oft umgangssprachlich „Outing“ genannnt) fiebern viele Eltern in den ersten Schwangerschaftswochen entgegen. Jetzt müssen Sie allerdings noch geduldig sein. Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung werden Sie das Geschlecht nicht erfahren.

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Bis zur 7. Schwangerschaftswoche (SSW) entwickeln sich Mädchen und Jungen identisch. Erst danach bilden sich die unterschiedlichen Geschlechtsorgane aus. Beim Jungen entwickeln sich die Hoden – Testosteron und das sogenannte Anti-Müller-Hormon werden produziert. Letzteres verhindert, dass sich weibliche Geschlechtsanlagen ausbilden. Bei Mädchen beginnt die Entwicklung der Eierstöcke etwas später – ab der 10. Schwangerschaftswoche.

Im Genitalbereich des Kindes ist etwa ab der 11. Schwangerschaftswoche eine Art Knospe (Protuberanz) zu erkennen. Aus dieser entwickeln sich die Geschlechtsorgane. Der Winkel – also wie weit sich diese Wölbung vom Körper abhebt – gibt den Hinweis auf das Geschlecht. Der Arzt kann so per Ultraschall schon erahnen, um welches Geschlecht es sich bei Ihrem Baby handelt. Für eine seriöse Geschlechtsbestimmung sind diese Indizien aber noch nicht präzise genug.

Geschlecht erkennen in der Frühschwangerschaft: So aussagekräftig sind die Ultraschallbilder in den ersten Wochen

Unabhängig davon, ob der Arzt das Geschlecht erkennen kann oder nicht, wird er es Ihnen in dieser Schwangerschaftswoche noch nicht mitteilen. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass selbst Ultraschallexperten in der 12. Schwangerschaftswoche nur zu 46 Prozent das Geschlecht korrekt bestimmen können, in der 13. Schwangerschaftswoche steigt die Wahrscheinlichkeit hingegen auf 80 Prozent. Die Zuverlässigkeit der Geschlechtsbestimmung mittels Ultraschalls nimmt mit dem Alter der Schwangerschaft also zu. Per Gesetzt (§ 15 Gendiagnostikgesetz) sind Ärzte in Deutschland dazu verpflichtet, das Geschlecht bis zum Ablauf der 12. Schwangerschaftswoche geheim zu halten, außer es gibt eine medizinische Notwendigkeit es der Mutter schon vorzeitig mitzuteilen. So soll ein Missbrauch dieser Information (etwa eine Abtreibung aufgrund eines Wunschgeschlechts, da diese bis zu dem Zeitpunkt straffrei möglich wäre) verhindert werden.

Geschlechtsbestimmung: Wie wird es eindeutig festgestellt und Ihnen mitgeteilt?

Bei der zweiten Ultraschalluntersuchung, die in der Regel zwischen der 19 und 22. Schwangerschaftswoche stattfindet, ist es dann endlich soweit: Sie werden wahrscheinlich das Geschlecht Ihres Kindes erfahren. Vorausgesetzt Ihr Baby lässt einen Blick zu. Manche Kinder drehen sich während des Ultraschalls konsequent weg, halten die Finger zwischen die Beine oder haben einen Fuß so nah an ihren Körper gepresst, dass der Arzt nichts erkennen kann. In solchen Fällen könnte es hilfreich sein, ein wenig auf und ab zu laufen, um die Lage des Kindes zu verändern. Wenn das nicht hilft, brauchen Sie noch etwas mehr Geduld. Der Arzt wird das Geschlecht bei der nächsten routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung feststellen. Ihr Arzt wird Sie auch darauf hinweisen, dass immer noch eine gewisse Irrtumswahrscheinlichkeit besteht.

Auch, wenn Sie sich für pränatale Diagnostik entscheiden, kann das Geschlecht des Kindes dabei bestimmt werden. Bei Untersuchungen, die zur Ermittlung von Chromosomenanomalien dienen, wie dem Praena- oder Harmony-Test, wird das Geschlecht zum Beispiel eindeutig bestimmt. Diese Untersuchungen dürfen nur aufgrund einer medizinischen Notwenigkeit erfolgen und keineswegs zur reinen Geschlechtsbestimmung in Anspruch genommen werden.

Interessant: Amerikanische Studien haben übrigens herausgefunden, dass weibliche Föten während der Wehen einen schnelleren Herzschlag haben als männliche. In der Schwangerschaft selbst kann das aber keinen Hinweis auf das Geschlecht geben.

Tipps bei Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft

Geschlecht erkennen oder sich überraschen lassen?

Ob blau oder rosa – manche Eltern möchten das Geschlecht ihres Kindes während der Schwangerschaft noch gar nicht wissen. Wichtig ist: Wer überrascht werden möchte, sollte diese Entscheidung unbedingt seiner Frauenärztin mitteilen, damit sie Ihnen das Geschlecht bei den Untersuchungen nicht versehentlich verrät.

Tests zur Geschlechtsbestimmung

Im Jahr 2007 sorgte eine Entwicklung in der Forschung für Aufsehen. Der Grund: Es wurde ein Weg gefunden, das Geschlecht des Babys durch einen einfachen Bluttest schon in den frühen Schwangerschaftswochen zu bestimmen. Dabei wird das Blut der Mutter auf die DNS des Kindes untersucht. Befinden sich darin Y-Chromosomen, ist das Ergebnis eindeutig – es wird ein Junge. Da ein solcher Test erhebliche Missbrauchsgefahr birgt, wird das Vorgehen von der Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) abgelehnt. Die frühe Information über das Geschlecht könnte dazu verwendet werden, aufgrund dessen einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen.

Auch wenn im Internet diverse Tests zur Geschlechtsbestimmung angeboten werden: Andere kommerziell angebotene Tests können das Geschlecht des Babys nicht in Erfahrung bringen. Trotz Vorfreude sollten sich Eltern daher bis zum Ultraschalltermin oder gar bis zur Geburt gedulden und sich nach wie vor unabhängig vom Geschlecht vor allem an den altbekannten Spruch „Hauptsache gesund“ halten.

Tipps gegen wunde Brustwarzen

In der 12. SSW ist die sensible Phase geschafft und die Gefahr einer Fehlgeburt ist nun deutlich geringer. Die Frohe Botschaft will nun endlich bekannt gemacht werden.

  • 12 SSW: Wann den Arzt aufsuchen?
  • Probleme mit der Haut
  • Das Baby in der 12 SSW
  • Pränatale Untersuchungen
  • Der Mutterpass

Carlas Tagebuch 12 SSW (Schwangerschaftswoche): „Ende dieser Woche wollen wir es endlich allen sagen! Dann ist ja die „gefährliche“ Zeit vorbei. Auch in meinem Mutterpass stehen jetzt schon die ersten Daten.

Die Hebamme, die bei meinem Gyn immer meinen Blutdruck misst und mich wiegt, sagte mir, dass die Schwangerschaft ab jetzt in über 90 % der Fälle gutgeht.

Apropos: Um meine eigene Hebamme zu finden, musste ich ein bisschen rumtelefonieren. Zuerst meine Freundinnen anrufen, die schon Mama sind. Dann war die eine Hebamme schon in Rente, die andere wohnte nicht mehr hier. Aber jetzt ist alles klar, ich habe eine sehr Sympathische erwischt! Außerdem ist meine Kraft zurück, ich hänge nicht mehr dauernd müde auf dem Sofa. Und die Übelkeit ärgert mich nur noch hin und wieder.“

Kinderzimmerhaus: Gibt es eine Woche, die Ihnen besonders am Herzen liegt, die besonders wichtig, schön oder schwierig ist?

Für mich ist das sicherlich die 12. SSW, wenn die sensible Phase vorbei ist und die Gefahr für eine Fehlgeburt abnimmt.

Frau B. Möllinger, Hebamme

Die ersten 12 Schwangerschaftswochen gelten als besonders kritisch, darum erzählen die meisten Paare von ihrem Glück erst dann, wenn diese Zeit um ist. Natürlich verschwinden ab der 13. Woche nicht alle Sorgen – doch diese erste Hürde bedeutet für viele Schwangere eine deutliche emotionale Erleichterung. Auch die tägliche Übelkeit nimmt im Normalfall weiter ab, ebenso wie die inzwischen schon gewohnte Müdigkeit: Das liegt daran, dass die HCG-Produktion weiterhin sinkt.

Probleme? Besser zum Arzt!

Wichtig zu wissen: Die meisten Gynäkologen – und vor allem auch die Hebammen! – nehmen die Sorgen und Nöten von Schwangeren sehr ernst. Eine werdende Mutter, die sich über gewisse Symptome echte Sorgen macht, erhält im Normalfall problemlos einen schnellen Untersuchungstermin. Und auch, wenn die Beschwerden sich als harmlos herausstellen: Ein guter Gynäkologe wird „seine“ Schwangeren immer dazu auffordern, sich bei Problemen lieber frühzeitig zur Sprechstunde zu melden und besser nichts zu riskieren! Ferndiagnosen per Telefon – oder noch schlimmer auf Facebook und Co. – haben im Ernstfall keinen medizinischen Wert.

Hautprobleme? Zupfen, massieren und cremen

Die Haut wird bei vielen Frauen zwar straffer und rosiger, aber auch empfindlicher. Das liegt an der intensiveren Durchblutung ebenso wie an der Schwemme weiblicher Hormone im Körper. Reichhaltige, unparfümierte Feuchtigkeitscremes entspannen die Haut, auch lauwarme Bäder mit Ölzusatz tun ihr gut. Viele Schwangere vertragen nun auch die Sonnenstrahlung schlechter, darum ist an sonnigen Tagen eine Creme mit hohem UV-Schutz sehr empfehlenswert.

Auch die Haut am Bauch wird arg strapaziert: Spannungsgefühle zeigen an, dass die Dehnung voranschreitet. Tägliche Zupfmassagen und spezielle Cremes tragen zur Entspannung der Haut bei. Schwangere, die ihren Bauch auf diese Weise regelmäßig pflegen, dürfen darauf hoffen, Schwangerschaftsstreifen teilweise oder ganz zu vermeiden. Leider klappt das nicht immer, aber einen Versuch ist es wert!

Das Baby: Nuckelnder Zwerg in der 12. SSW

Im Bauch lebt nun ein ungefähr 6 cm großer Zwerg, der manchmal entspannt am Daumen nuckelt. Bis zu 14 g ist das winzige Wesen leicht und es reagiert auf schon auf Berührungen! Ist das Baby beim Ultraschall gemütlich eingenickt, kann der Arzt es mit einem „Stups“ wecken: Dann zappelt es in seinem kleinen Fruchtwasserpool herum. Die Bewegungen des Fötus sind allerdings noch nicht bewusst gesteuert, sondern sie laufen reflexartig ab. Die beiden Gehirnhälften grenzen sich ab dieser Schwangerschaftswoche allmählich voneinander ab und übernehmen die Steuerung des kleinen Körpers.

Ein behaartes Menschlein

Die Proportionen des Fötus verändern sich in dieser Schwangerschaftswoche weiter: Der Kopf erscheint inzwischen nicht mehr so riesengroß, der Körper holt im Wachstum auf. Das winzige Wesen wirkt nun nicht mehr wie ein Mini-Alien, sondern es sieht wie ein echtes, kleines Baby aus. Sogar die Körperbehaarung beginnt schon jetzt, zu sprießen!

Pränatale Untersuchungen: Die Ergebnisse sind da!

Schwangere, die sich für eine Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden haben, erhalten etwa in der 12. SSW die Ergebnisse. Nicht immer gibt es im Gespräch mit dem Gynäkologen Anlass zur Freude, eventuell liegen beim Baby Chromosomenstörungen vor.

Schwangere ab dem 35. Lebensjahr tragen statistisch gesehen in diesem Bereich ein höheres Risiko, doch theoretisch können genetische Anomalien in jedem Alter vorkommen. Die werdende Mutter sollte nicht unbedingt allein zu diesem Besprechungstermin gehen, sondern eine vertraute Person zur Unterstützung mitnehmen. In den meisten Fällen gibt es aber positive Nachrichten, darum: keine großen Sorgen machen, sondern mit guten Gedanken in das Gespräch gehen!

Die besondere Bedeutung des Mutterpasses

Wenn der Frauenarzt den Mutterpass für die Schwangere hervorholt und die ersten Einträge vornimmt, wirkt das wie eine offizielle Bestätigung: Bald bin ich tatsächlich Mama! Die meisten Gynäkologen geben den Pass heraus, wenn sie das kindliche Herz auf dem Ultraschall schlagen sehen, denn dann erkennen sie: In der Fruchthöhle befindet sich tatsächlich Leben. Manchmal ist dies schon in der 5. Woche der Fall, es kann aber auch bis etwa zur 8. Woche dauern.

Wofür ist der Mutterpass gut?

Der Mutterpass dient als wichtiges medizinisches Dokument, das die Schwangere bis zur Entbindung begleitet. Die werdende Mutter sollte den Pass nicht nur zu ihren Arztterminen dabei haben, sondern ihn immer mit sich führen. So wird im Notfall schnell ersichtlich, dass es sich hier um eine schwangere Frau handelt – auch eventuelle medizinische Probleme sind für Fachleute sofort ablesbar.

Die Schwangere sollte ihren Mutterpass auch bei der Anmeldung zur Geburt in der Klinik oder dem Geburtshaus vorlegen. Manche Arbeitgeber verlangen eine Kopie des Mutterpasses von ihren schwangeren Angestellten, doch das Dokument enthält geschützte Daten, die den Chef und die Personalabteilung nichts angehen. Lassen Sie sich stattdessen ein Schwangerschaftsattest von Ihrem Frauenarzt ausstellen, dass Sie dann in der Firma vorlegen.

Was hält der Frauenarzt im Mutterpass fest?

Die Einträge im Mutterpass sind vielfältig: Bis zur Geburt wird er den kompletten Verlauf der Schwangerschaft enthalten, soweit dieser für den Arzt ersichtlich ist. Angaben zu früheren Schwangerschaften, Fehlgeburten, persönlichen Schwangerschaftsrisiken, dem Wachstum des Kindes und zu allein labortechnischen Untersuchungsergebnissen finden darin Platz.

Die Geburtsklinik trägt schließlich die wichtigsten Daten zum Verlauf der Geburt und zum Zustand von Mutter und Kind ein, danach wird der Mutterpass häufig zum lebenslangen Andenken für die Eltern. Es sei denn, es kommt zwischenzeitlich noch eine weitere Schwangerschaft dazu, denn jeder Mutterpass ist für den zweimaligen Gebrauch ausgelegt.

Auf einen Blick: Die 12 SSW und alle anderen Schwangerschaftswochen im Überlick vom ersten bis tritten Trimester.

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