Baby grüner stuhlgang

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Grüner Stuhlgang – Ursachen und mögliche Erkrankungen

Verfärbungen des Stuhlgangs können ein wichtiger Indikator für Krankheitsvorgänge im Körper sein. Dies gilt vor allem dann, wenn es sich um Erkrankungen des Verdauungstraktes handelt. Bei grünem Stuhlgang ist das nicht anders. Zwar lässt sich die grünliche Stuhlverfärbung in den allermeisten Fällen auf den harmlosen Verzehr grüner Lebensmittel zurückführen, mitunter steckt hinter der Grünfärbung des Stuhls aber auch eine ernste Magen-Darm-Erkrankung. Welche Ursachen für grünen Stuhl es außerdem noch geben kann und wie sich die Stuhlverfärbung im Ernstfall beheben lässt, verrät unser Beitrag zum Thema.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Zunächst einmal sollte erwähnt werden, dass geringfügige Änderungen der Stuhlfärbung völlig normal sind. Denn wie die Konsistenz des Kots wird auch dessen Farbe zunächst einmal durch die Zusammensetzung der täglichen Nahrung bestimmt. Beispielsweise ist der Stuhlgang nach überwiegendem Verzehr von ballaststoffarmen Lebensmitteln wie Hartkäse oder Weißbrot in der Regel sehr fest, wohingegen ballaststoffreiche oder stark flüssigkeitshaltige Nahrung einen weichen Stuhl befördert. Geht es um die Farbe des Stuhlgangs, so spielen meist pflanzliche oder künstliche Farbstoffe eine entscheidende Rolle.

Grüner Stuhl lässt sich oftmals auf den harmlosen Verzehr entsprechend farbiger Lebensmittel zurückführen. In manchen Fällen kann aber auch eine Erkrankung im Bereich des Magens oder Darms verantwortlich sein. (Bild: lindahughes/fotolia.com)

Nun ist grüner Stuhlgang aber nicht immer auf harmlose Lebensmittelfarbstoffe zurückzuführen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe an Krankheiten, für die eine grüne Stuhlfärbung charakteristisch ist. Im Zweifelsfall sollte hier unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen, denn gerade Infektionen des Magen-Darm-Traktes melden sich gerne durch grün verfärbten Stuhlgang zu Wort. Und selbst als Nebenwirkung von Medikamenten ist grüner Stuhlgang bekannt, wobei das Symptom hier meist nicht als gefährlich zu bewerten ist und nach Absetzen der Medikamente schnell wieder verschwindet.

Ernährungsfaktoren als Hauptursache

Mit Blick auf grünen Stuhl durch Ernährungsgewohnheiten ist insbesondere der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll zu nennen. Er ist umgangssprachlich auch als Blattgrün bekannt und in Pflanzen eigentlich für die Photosynthese, also die Umwandlung von Licht in für die Pflanze nutzbare Energie, zuständig. Beim Verzehr entsprechender pflanzlicher Lebensmittel kann das Chlorophyll für einen grün gefärbten Stuhl sorgen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass Chlorophyll auf seinem Weg durch den Darm nicht verdaut wird und somit vollständig wieder ausgeschieden wird, mit dem Nebeneffekt, dass sich der Stuhlgang dabei grün färbt.

Da die Photosynthese maßgeblich über die Blätter der Pflanzen erfolgt, enthält vor allem Blattgemüse wie Grünkohl oder Spinat sehr viel Chlorophyll. Doch auch andere Gemüsesorten weisen nennenswerte Mengen Chlorophyll auf. Insgesamt gelten folgende Gemüsesorten als besonders chlorophyllhaltig:

  • Brennnessel,
  • Brokkoli,
  • grüne Bohnen,
  • grüne Erbsen,
  • Grünkohl,
  • grüne Smoothies,
  • Gurke,
  • Kiwi,
  • Spinat
  • und Weißkohl.

Grüner Stuhl ist diesbezüglich umso wahrscheinlicher, wenn eine mengenreiche Ernährung mit ungekochten oder nur schwach gedünsteten Varianten der genannten Gemüsesorten erfolgt. Darüber hinaus können in Kombination mit Rotkohl oder Rotwein auch geringe Chlorophyllmengen zu grünem Stuhlgang führen. Verantwortlich hierfür sind sogenannte Anthocyane – eine weitere Gruppe pflanzlicher Farbstoffe, die im Gegensatz zu Chlorophyll den Stuhl nicht grün, sondern rot bis blauviolett färben. Aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften können Anthocyane jedoch schon durch den Zusatz geringer Dosen Blattgrün bräunliche bis grünbräunliche Stuhlverfärbungen auslösen. Ein ähnlicher Effekt ist bei dem Verzehr von roten Fleisch- und Wurstprodukten wie beispielsweise Blutwurst und Hackfleisch zu beobachten. Allerdings handelt es sich hier bei dem schlecht abbaubaren roten Farbstoff nicht um Anthocyane, sondern um den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, der in Fleisch- oder Wurstprodukten enthaltenen ist.

Bei ernährungsbedingter Verfärbung ist der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll Ursache der Grünfärbung. Dieser kann nämlich vom Körper nicht verdaut werden und wird somit vollständig wieder ausgeschieden. (Bild: lilechka75/fotolia.com)

Übrigens: Neben natürlichen Lebensmitteln können grüne und rote Farbstoffe wie Chlorophyll oder Anthocyane auch als Lebensmittelzusatz in Fertigprodukten wie etwa in Desserts, Gebäck oder Softdrinks enthalten sein.

Grüner Stuhlgang bei Einnahme bestimmter Medikamente

Geht es um den Farbstoff Chlorophyll im Speziellen, muss auch die Einnahme von chlorophyllhaltigen Medikamenten, wie sie beispielsweise bei der Behandlung von Körper- oder Mundgeruch eingesetzt werden, als mögliche Ursache für den grünen Stuhlgang genannt werden. Zudem gibt es noch andere Arzneimittel, denen als Nebenwirkung eine mögliche Grünverfärbung des Stuhlgangs zugeschrieben wird. Hier sind es meist andere chemische Zusätze, die während der Verdauung mit dem Nahrungsbrei reagieren und ihn auf diese Weise grün färben. Neben einschlägigen Präparaten wie IbuHexal, Oxycodon oder Pentasa lassen sich mögliche Risikopräparate dabei meist einer der folgenden Medikamentengruppen zuordnen:

  • Abführmittel,
  • Antibiotika,
  • Antirheumatika,
  • Chemotherapeutika,
  • Eisenpräparate
  • oder Schmerzmittel.

In der Regel besteht bei grünem Stuhlgang durch Medikamente kein Grund zur Sorge. Immerhin helfen die Präparate langfristig dabei, eine bestehende Grunderkrankung zu behandeln, sodass die Stuhlverfärbung zumeist allenfalls ein lästiger Nebeneffekt ist. Tritt grüner Stuhlgang im Zuge der Medikamenteneinnahme aber gemeinsam mit anderen Beschwerden, zum Beispiel Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auf, sollte der behandelnde Arzt konsultiert und gemeinsam mit ihm ggf. über einen Präparatwechsel nachgedacht werden.

Sonderfall: Grüner Stuhlgang beim Baby

Eine weitere harmlose Form von grüner Stuhlverfärbung ist die Ausscheidung von sogenanntem Kindspech (Mekonium) bei Neugeborenen etwa 12 bis 48 Stunden nach der Geburt. Dieser erste Stuhlgang des Neugeborenen ist schwarz-grünlich verfärbt und von klebriger Konsistenz, wobei es sich genau genommen gar nicht um Stuhl im eigentlichen Sinne handelt. Vielmehr beinhaltet das Kindspech Reste von Fruchtwasser, Darmschleimhautzellen, Eiweiß sowie größere Mengen an erster, ungenutzter und eingedickter Gallenflüssigkeit. Ein Gemisch, das sozusagen die „Inbetriebnahme“ der Verdauungsfunktion beim Säugling markiert. Seine grüne Färbung erhält das Mekonium allen voran durch die darin enthaltene Galle. Diese wird in der Leber produziert und besitzt von Natur aus eine gelblich-grüne Färbung, welche auf den grünen Gallenfarbstoff Biliverdin zurückzuführen ist.

Durch das Stillen oder Hinzufüttern von Muttermilchersatz, wie auch die physiologische und allmähliche Besiedlung des Säuglingsdarms mit Darmbakterien, verfärbt sich der Stuhlgang des Babys nach Ausscheiden des Kindspechs aber für gewöhnlich sehr schnell in seine naturgemäße Farbe. Hält der grünliche Stuhlgang beim Neugeborenen hingegen über mehrere Tage an, so handelt es sich keineswegs mehr um das natürliche Mekonium. Viel wahrscheinlicher ist dann eine Darminfektion beim Neugeborenen, weshalb in derartigen Fällen umgehend eine ärztliche Untersuchung des Säuglingsstuhlgangs erfolgen sollte.

Eine harmlose Form von grünem Stuhl tritt bei Babys kurz nach der Geburt auf. Dabei handelt es sich um die Ausscheidung von sog. Kindspech. Dies normalisiert sich meist durch das Stillen oder Hinzufüttern von Muttermilchersatz. (Bild: Tomsickova/fotolia.com)

Grüner Stuhl und Erkrankungen des Verdauungstraktes

Beim ersten Stuhl des Säuglings ist die Galle in den Ausscheidungen, wie erwähnt, noch völlig normal. Danach, ebenso wie im Erwachsenenalter, deuten größere Gallenbeimengungen im Stuhlgang dagegen auf ernste Verdauungsstörungen hin. Genauer gesagt liegt hier eine gestörte Fettverdauung vor, für welche der Gallensaft eigentlich zuständig ist. Betroffen ist dabei der Zwölffingerdarm (Duodenum), in welchem die Fettverdauung erfolgt. Denkbare Erkrankungen sind hier zum Beispiel:

  • Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni),
  • Zwölffingerdarmentzündung (Duodenitis),
  • Zwölffingerdarmkrebs (Duodenalkarzinom)
  • und Zwölffingerdarmverengung (Duodenalstenose).

Bei Babys kann ein über das natürliche Mekonium hinaus anhaltender grüner Stuhlgang zudem auf Fehlentwicklungen des Zwölffingerdarms hindeuten, etwa durch eine angeborene Verlegung oder unvollständige Ausbildung des Duodenallumens.

Fernab des Zwölffingerdarms gibt es natürlich auch andere Krankheiten im Verdauungstrakt, deren Leit- bzw. Begleitsymptom eine Grünfärbung des Stuhlgangs ist. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um sogenannte Durchfallerkrankungen, also Krankheiten, die mit Durchfall (Diarrhoe) als Kardinalsymptom einhergehen. Da es sich bei Durchfall um ein typisches Symptom im Bereich des Verdauungstraktes handelt, lassen sich solche Erkrankungen fast immer auf Gesundheitsbeschwerden im

  • Magen (Gaster),
  • Dickdarm (Intestinum crassum)
  • oder Dünndarm (Intestinum tenue)zurückführen.

Dabei sind drei Hauptszenarien von besonderer Bedeutung, wenn es um die Entstehung derartiger Magen-Darm-Erkrankungen geht.

1. Infektion durch Bakterien oder Viren

Bakterielle und virale Infektionskrankheiten des Magens oder Darms sind mitunter nicht nur der häufigste Grund für Durchfall, sondern auch für andere, den Stuhlgang betreffende Begleitbeschwerden. Vor allem Stuhlverfärbungen lassen sich zusätzlich zum Durchfallgeschehen immer wieder bei Magen-Darm-Infekten dieser Art beobachten. Abermals lässt sich in solchen Fällen ein gestörter Abbau des Gallensaftes als Ursache nennen, zu dem es kommt, weil der Nahrungsbrei krankheitsbedingt eine ungewohnt schnelle Magen-Darm-Passage aufweist.

Infektionskrankheiten wie z. B. ein Magen-Darm-Infekt können neben Durchfall auch Stuhlverfärbungen verursachen. Grund ist ein gestörter Abbau des Gallensaftes. (Bild: Rosalie P./fotolia.com)

Während der Gallensaft bei einer normalen Darmperistaltik nämlich nach Beendigung der Fettverdauung im Darm mitzersetzt wird, sorgt eine Infektion für eine beschleunigte Darmperistaltik, bei welcher der Nahrungsbrei schneller durch die Darmschlingen geschleust wird. Aus diesem Grund haben natürliche Verdauungsenzyme kaum Zeit, zur Vollendung ihrer Aufgaben im Magen-Darm-Trakt, sodass in Folge auch der Gallensaft kaum zersetzt wird. Der ausgeschiedene Stuhlgang besitzt darum bei zahlreichen Durchfallerkrankungen eine grün-gelbliche Farbe aufgrund erhöhter Gallenbeimengung. Zu den häufigsten Infektionserregern zählen dabei Bakterien wie Salmonellen oder Clostridien, sowie Noro-, Adeno- und Rotaviren. Klassische Erkrankungen, die durch die genannten Erreger ausgelöst werden, sind:

2. Darmparasiten

Eine weitere Form von Infektionskrankheiten, die beim Menschen eine Grünfärbung des Stuhls verursachen kann, ist eine Infektion durch Parasiten, oder besser gesagt Darmparasiten. Sie werden zumeist über verunreinigte Lebensmittel oder kontaminiertes Wasser aufgenommen und gelangen so in den Darm. Einige Parasiten hausen dabei über längere Zeit völlig unauffällig im Verdauungstrakt, wo sie sich von Vitalstoffen aus dem Nahrungsbrei oder den Darmwänden ernähren. Spätestens ab einer gewissen Größe der Darmparasiten oder nach deren Vermehrung im Darm kommt es jedoch zu auffälligen Krankheitssymptomen, wie Durchfall, Bauchkrämpfen, leichtem Fieber, Abgeschlagenheit, rapider Gewichtsabnahme oder eben Stuhlverfärbungen. Für einen grünen Durchfall sorgen hier insbesondere zwei Gruppen von Parasiten:

  1. Einzeller (z.B. Amöben, Giardien, Blastozysten)
  2. und Würmer (z.B. Madenwürmer, Darmegel, Hakenwürmer).

Parasiten im Darm (z. B. Giardien, hier im Bild dargestellt) können ebenfalls für eine Grünfärbung des Stuhls verantwortlich sein. Meistens werden sie durch verunreinigte Lebensmittel aufgenommen. (Bild: elvira gerecht/fotolia.com)

3. Gestörte Darmflora

Liegt in einem bestimmten Körpermilieu ein Ungleichgewicht der dort befindlichen Flora vor, spricht man in der Medizin von einer Dysbiose. Dies betrifft insbesondere die Darmflora, bei der schon ein geringfügiges Ungleichgewicht an Bakterien darüber entscheiden kann, ob ein gesundes Bakterienmilieu oder eine durch Dysbiose verursachte bakterielle Infektion vorliegt.

Eigentlich sind die natürlich im Darm vorkommenden Bakterien essentiell für die Funktionalität des Verdauungstraktes. Je nach Art der Bakterienbesiedlungen dienen diese entweder der darmeigenen Immunabwehr, helfen bei der Verdauung oder produzieren für den Körperstoffwechsel notwendige Enzyme. Im Gegenzug für ihre Unterstützung im Organismus profitieren die Bakterien wiederum vom menschlichen Körper als Nährstofflieferant. Ist die Darmflora also ausgeglichen, lebt der Mensch mit seiner natürlichen Bakterienbesiedlung in einer Art Symbiose. Unter bestimmten Umständen kann dieses natürliche Gleichgewicht allerdings massiv gestört werden. Dabei verändert sich nicht nur die grundlegende Zusammensetzung der Darmflora. Auch eine Veränderung von Farbe und Konsistenz der Ausscheidungsprodukte ist bei einer gestörten Darmflora relativ üblich.

Eine Dysbiose kann zum einen durch Ernährungsfehler entstehen, zum Beispiel durch zu einseitige oder zu zucker- und fetthaltige Ernährung. Oftmals gerät die Darmflora aber auch durch Autoimmunerkrankungen aus dem Gleichgewicht, wie es etwa bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa der Fall ist. Ebenfalls sehr häufig ist eine Behandlung mit Antibiotika für die Dysbiose im Darm verantwortlich. Zwar können antibiotische Wirkstoffe Bakterienstämme relativ effektiv abtöten und damit zuverlässig gegen bakterielle Infektionen vorgehen, jedoch ist ein Antibiotikum nicht dazu in der Lage, zwischen körpereigenen und körperfremden Bakterien zu unterscheiden. In der Antibiotikatherapie kommt es als Nebenwirkung darum nicht selten auch zu einer Abtötung von gesundheitsfördernden Darmbakterien. Wird die Darmflora auf diese Weise geschwächt, steigt wiederum das Risiko, dass sich durch die Darmschwäche vermehrt krankheitsauslösende Bakterien im Darm ansiedeln. Darüber hinaus leiden auch natürliche Verdauungsprozesse unter dem Ungleichgewicht in der Darmflora, was wiederum zu Verdauungsbeschwerden und Stuhlveränderungen führen kann.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das Bakterium Clostridium difficile. Vor allem ältere und chronisch kranke Menschen, die häufig mit Antibiotika behandelt werden müssen, sind anfällig für eine Darmentzündung infolge einer Überbesiedlung mit diesem Bakterienstamm. Der Befall äußert sich unter anderem in grünlich gefärbten, übelriechenden Durchfällen von wässriger Konsistenz.

Symptome

Ob grüner Stuhlgang mit weiteren Begleitsymptomen einhergeht, hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab. Sollte sich eine einfache und harmlose Erklärung für die Stuhlverfärbung ursächlich (z.B. Verzehr grüner Lebensmittel) und die Stuhlveränderung nur kurzfristig sein, sind im Allgemeinen keine Beschwerden zu erwarten und es besteht gewöhnlich kein Grund für einen Arztbesuch. Ganz im Gegenteil, der Verzehr von Blattgemüse ist sehr gesund und weist auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien hin. Hält der grüne Stuhlgang jedoch ohne erklärbaren Grund auffällig lange an (ca. drei Tage oder mehr) oder geht er gar mit Begleitsymptomen wie Schleim im Stuhl, Bauchschmerzen oder Durchfall einher, raten wir dringend zu einer ärztlichen Abklärung. Insgesamt sind folgende Begleitbeschwerden als Alarmzeichen zu werten:

  • Abgeschlagenheit,
  • Blutbeimengungen,
  • Bauchkrämpfe,
  • Fieber,
  • Schleim im Stuhl,
  • anhaltende schwarz-grüne Stuhlfärbung
  • sowie Übelkeit und Erbrechen.

Achtung: Gerade dauerhaft schwärzlich verfärbter Stuhl, ebenso wie Schleim oder Blutbeimengungen im Stuhlgang, können auf Vorliegen eines Magen-Darm-Geschwürs oder eine Tumorerkrankung hinweisen! Auch stark fortgeschrittene Entzündungsvorgänge im Verdauungstrakt gehen gerne mit entsprechenden Symptomen einher.

Diagnose

Der erste Schritt zur Feststellung von grünem Stuhlgang führt natürlich über die Blickdiagnose des Patienten selbst. In den allermeisten Fällen werden Stuhlveränderungen von den Betroffenen nämlich direkt während des Toilettengangs festgestellt. Der Arzt wird dann zunächst ein ausführliches Patientengespräch (Anamnese) ansetzen, bei dem bestehende Begleitsymptome und mögliche Vorerkrankungen erörtert werden.

Die erste Diagnose bei verändertem Stuhl besteht meist aus der eigenen Blickdiagnose. Bei anhaltenden bzw. nicht durch Nahrungsaufnahme begründeten Symptomen sollte ggf. ein Arzt konsultiert werden. (Bild: Gina Sanders/fotolia.com)

Im Anschluss an die Anamnese sind Stuhlproben zur Auswertung im Labor natürlich die nächste logische Maßnahme. Die Laboruntersuchung erlaubt vor allem eine Beurteilung der Darmflora anhand etwaiger bakterieller Verunreinigungen. Doch auch entzündliche Schleimsekrete, Blutbeimengungen und Nährstoffwerte lassen sich mitunter aus der Stuhlprobe ablesen. Zur weiteren Ursachenfindung sind im nächsten Schritt bildgebende Verfahren wie eine Magenspiegelung (Gastroskopie) oder Darmspiegelung (Koloskopie) denkbar. Dabei wird nicht nur der Gesundheitszustand des Verdauungstraktes offengelegt, sondern im Rahmen einer endoskopischen Biopsie werden eventuell auch weitere Schleimhautproben genommen.

Therapie

Je nachdem, welche Ursache für die grüne Stuhlfärbung ermittelt wurde, kommen als Gegenmaßnahmen unterschiedliche Strategien in Frage. Bei Ernährungsaspekten ist hier meist auch gar keine Maßnahme notwendig, da grüner Stuhl durch Lebensmittelfarbstoffe – wie erwähnt – meist kein Gefahrenpotential birgt. Wer sich aber dennoch durch die ernährungsbedingten Stuhlverfärbungen gestört fühlt, der kann für eine Weile auf weniger chlorophyllhaltige Gemüse- und Obstsorten zurückgreifen. In Fällen von krankheitsbedingt grünem Stuhlgang ist indes ein gezielteres therapeutisches Vorgehen notwendig:

Medikamentöse Therapie

Je nach zugrundeliegender Ursache kommen bei grünem Stuhl durch Vorerkrankung verschiedene Medikamente in Betracht. So werden Darmparasiten beispielsweise mit einem entsprechenden Antiparasitikum behandelt. Bei Würmern nutzt man hier sogenannte Anthelminthika, bei einer Infektion durch Einzeller Antiprotozoika und bakterielle Infektionen werden standardmäßig mit einem geeigneten Antibiotikum behandelt.

Es sei darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Antibiotika im Rahmen von Darmerkrankungen oft eine schulmedizinische Gratwanderung zwischen zu hoher und zu niedriger Dosierung ist. Im Vordergrund sollte auf jeden Fall die Absicht stehen, der bereits angeschlagenen Darmflora durch die antibiotischen Wirkstoffe nicht noch mehr zu schaden. Eine regelmäßige Kontrolle des Darmmilieus ist während der Behandlung deshalb sehr sinnvoll.

Geht die für eine Stuhlverfärbung verantwortliche Erkrankung mit Durchfall einher, ist nicht selten auch eine Mitbehandlung des dadurch entstandenen Flüssigkeitsverlustes angezeigt. Hierfür nutzen Ärzte spezielle Infusionstherapien, um den körpereigenen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wieder auf die Sprünge zu helfen. Weitere denkbare medikamentöse Ansätze sind schmerzlindernde und entzündungshemmende Präparate. Sollte ein Medikament gar als Auslöser für die grüne Stuhlfärbung ausfindig gemacht worden sein, ist ferner über einen Präparatwechsel nachzudenken.

Im Bereich der medikamentösen Therapie nutzen Ärzte u. a. Infusionstherapien, um den körpereigenen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wieder auf die Sprünge zu helfen. (Bild: Dan Race/fotolia.com)

Ernährungsmaßnahmen

Wem grüner Stuhlgang durch zu viel Blattgrün oder eine ungünstige Kombination von Blattgrün und Anthocyanen auf die Nerven geht, der kann vorerst auf Blattgemüse verzichten und stattdessen auf andere Gemüsesorten (z.B. Möhren, Tomaten oder rote Bohnen) umsteigen. Der Nährstoffbedarf des Körpers lässt sich nämlich problemlos auch mit „nicht-grünen“ Alternativen aus dem Bereich der pflanzlichen Lebensmittel decken. Wir weisen aber nochmals darauf hin, dass es sich bei grünem Stuhl durch Lebensmittelfarbstoffe um keine gesundheitsschädliche Stuhlfärbung handelt, weshalb Gegenmaßnahmen eigentlich unnötig sind.

Viel wichtiger ist eine Ernährungsumstellung dagegen bei einer geschwächten Darmflora. Hier sollten Betroffene bewusst zu mehr sogenannten Probiotika greifen. Dahinter verbergen sich Lebensmittel, die es vermögen, die Darmflora durch gezielte Zufuhr darmfreundlicher Mikroorganismen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Allen voran sind hier Milchprodukte wie probiotische Joghurts, Quarks und Käsesorten zu nennen. Doch auch fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Brottrunk enthalten wertvolle Probiotika.

Mit Blick auf Durchfall lässt sich ernährungstechnisch ebenfalls einiges zur Behebung grüner Stuhlverfärbungen beisteuern. Die Durchfälle an sich haben dabei meist einen vom Körper gewollten Effekt zur Folge, denn der Organismus versucht hierdurch, Schad- und Giftstoffe wie Krankheitserreger auf schnellstmöglichem Weg loszuwerden. Aus diesem Grund sollte von einem übermäßigen Verzehr stopfender Lebensmittel wie Kakao, Schokolade, Bananen oder Weißbrot eher Abstand genommen werden. Jedoch empfiehlt es sich, einem durch den Durchfall bedingten Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Dies lässt sich am besten durch leicht gesalzene Brühen und leicht gesüßte Tees (z.B. Kamille oder Fenchel) erreichen. Trinken bzw. essen Sie die Flüssignahrung in kleinen Schlucken, damit der Magen-Darm-Trakt nicht allzu stark belastet wird. Zu einer Brühe kann ergänzend ein Stück Zwieback gegessen werden.

Bei Durchfall empfiehlt es sich, den Flüssigkeitsverlust durch leicht gesalzene Brühen und leicht gesüßte Tees (z.B. Kamille oder Fenchel) auszugleichen. (Bild: kasanka19/fotolia.com)

Wichtig: Nach überstandenem Durchfall ist der Darmtrakt meist noch sehr geschwächt und reagiert sensibel auf eine zu schnelle Umstellung auf die gewohnte Kost. Es empfiehlt sich daher, noch etwa ein bis zwei Tage auf leichte Schonkost zu setzen und scharfe Speisen, süße Getränke und fettreiche Mahlzeiten vorerst weiter zu meiden. Helle Brötchen, Zwieback, gekochte Nudeln und Reis mit Hühnerfleisch sowie gedünstetes, leicht verdauliches Gemüse sollten auch nach Ende der Durchfallerkrankung noch für eine Weile den Speiseplan dominieren.

Heilkräuter und Homöopathie

Bauchkrämpfe, oder auch ein aufgeblähter Bauch, als Begleitsymptom von grünem Stuhlgang reagieren meist gut auf äußerliche Wärmeanwendungen. Ein Wärmekissen auf dem Bauch kann schnell eine Linderung der Schmerzbeschwerden verschaffen. Auch leichte, kreisende Bewegungen auf der Bauchdecke wirken entkrampfend. Dieser Effekt kann durch eine äußere Einreibung mit Kümmelöl noch verstärkt werden.

Um den Gallenfluss zu regulieren und damit die Ausscheidung von Biliverdin zu reduzieren, gibt es ebenfalls ein paar Kräuter. Hierzu zählen auch Poleiminze, Schöllkraut und Wasserdost. Des Weiteren gibt es spezielle Gallen-Kräutertropfen von Carmol, in denen die Wirkstoffe der Artischocke, Pfefferminze und des Löwenzahns enthalten sind.

Bei Durchfall bieten sich im homöopathischen Bereich die Schüßler Salze Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) und Nr. 4 (Kalium chloratum) an. Sie können in Kombination alle Viertelstunde als Tablette langsam im Mund zergehen gelassen werden. Die beiden Salze helfen, Durchfall in Akutsituationen (beispielsweise bei Aufenthalten außer Haus) schnell unter Kontrolle zu bringen. Außerdem halten die Salze den körpereigenen Elektrolythaushalt im Gleichgewicht, der durch den massiven Flüssigkeitsverlust infolge des Durchfalls schnell aus dem Lot geraten kann.

Ebenfalls eine Empfehlung wert ist bei Durchfallerkrankungen und grünen Stuhlverfärbungen die Einnahme von Heilerde. Sie bindet Gift- und Schadstoffe sowie schädliche Bakterien wie ein Schwamm. Eine Lösung aus ein bis zwei Teelöffeln Heilerde in einem Glas lauwarmen Wasser dreimal täglich getrunken kann schnell und effektiv Schadstoffe und Bakterientoxine binden und aus dem Körper ausleiten.

Vorsicht: Bei bestehenden Darmverengungen sollte Heilerde nicht zum Einsatz kommen, da das Mittel aufgrund seiner hohen Bindungsfähigkeit die Gefahr eines Darmverschlusses durch Verstopfung birgt.

Operative Therapie

Eine operative Therapie ist bei grünem Stuhlgang nur in ganz seltenen Fällen notwendig und auch nur dann, wenn sich Komplikationen einstellen. Zum Beispiel kann es infolge einer massiven Entzündungsreaktion des Darmes neben Stuhlverfärbungen und Verdauungsbeschwerden auch zu einem Absterben von Darmanteilen (Darmnekrose) kommen, oder es stellt sich durch Störungen in der Darmperistaltik ein Darmverschluss (Ileus) ein. In diesen Fällen muss schnell gehandelt und die betroffenen Darmabschnitte operativ entfernt werden.

Krankheiten, die grünen Stuhlgang auslösen können

Darmparasiten, Dysbiose, Dickdarmentzündung, Dünndarmentzündung, Magenentzündung, Magen-Darm-Entzündung, Magengeschwür, Magen-Darm-Krebs, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Zwölffingerdarmgeschwür, Zwölffingerdarmentzündung, Zwölffingerdarmkrebs, Zwölffingerdarmverengung. (ma)

Quellen anzeigen Autor: Miriam Adam Quellen:

  • Jörn Reckel, Wolfgang Bauer: Darm krank – alles krank: Hilfe mit ganzheitlicher Therapie, Verlagshaus der Ärzte, 2016
  • Irmtraut Koop: Gastroenterologie compact – Alles für Klinik und Praxis, Thieme Verlag, 3. Auflage, 2013
  • Verena Backendorf et al.: S2k-Leitlinie akute infektiöse Gastroenteritis im Säuglings-, Kindes-und Jugendalter, Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE), (Abruf 19.08.2019), AWMF
  • Torsten Kucharzik et al.: Aktualisierte S3-Leitlinie Colitis ulcerosa, Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), (Abruf 19.08.2019), AWMF

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Grüner Stuhlgang: Was die Farbe bedeutet! Alle Ursachen

Kein angenehmes Thema, aber bestimmt bei einigen von euch schon mal vorgekommen. Der Stuhlgang hat auf einmal eine grüne Farbe! Egal ob bei dir oder deinem Kind, wenn der Stuhlgang anders aussieht als sonst, macht sich erstmal ein ungutes Gefühl breit. Hier erfährst du, wie du deinem Kind und dir bei grünem Stuhlgang helfen kannst und warum es sinnvoll ist, den eigenen Stuhlgang ab und zu zu kontrollieren.

Inhalt dieses Artikels

1. Grüner Stuhlgang – Woher kommt der auf einmal?

Die Farbe des Stuhlgangs kann auf den Gesundheitszustand und das Verdauungssystems des Körpers und des Magen-Darm-Trakts hinweisen. Die Auslöser dabei variieren und können harmlos oder aber auch gefährlich sein. So können grüne Lebensmittel oder Medikamente, aber auch Erkrankungen zu der Veränderung führen. Generell besteht aber erstmal kein Grund zur Sorge, wenn du oder dein Kind grünen Stuhlgang haben. Sollte der allerdings länger als zwei Tage anhalten und weitere Beschwerden dazukommen, ist es ratsam, mit einem Arzt zu sprechen.

2. Grüner Stuhlgang beim Baby

Ist die Windel mit grünem Kot gefüllt, muss das erstmal nichts Schlimmes bedeuten. Bei Neugeborenen ist der erste Stuhlgang nach der Geburt generell etwas grün verfärbt. Man spricht hier vom sogenannten Kindspech (Mekonium). Da der Stuhlgang noch Teile der Schleimhaut, Galle und Fruchtwasser enthält – also das, was dein Baby in deinem Bauch noch verschluckt hat – ist die Ausscheidung dunkelgrün und klebrig. In diesem Fall ist bei deinem Baby also alles völlig in Ordnung.

Auch dein Stillverhalten kann etwas zum Stuhlgang beitragen. Trinkt dein Baby zu viel Vordermilch, etwas wässrigere Milch mit geringerem Fettanteil als Hintermilch, verfärbt sich der Kot ebenfalls. Wechsle in diesem Fall lieber etwas später auf die andere Brustseite beim Stillen, da der Fettgehalt während des Stillens steigt, und dann pendelt sich das wieder ein.

Auch wenn du selbst verfärbten Stuhlgang hast, musst du nicht direkt an das Gruseligste denken. Die Ursache kann auch ganz harmlos sein.

3. Die häufigsten Ursachen für grünen Stuhlgang:

1. Grüne Lebensmittel sind schuld

Welche Lebensmittel wir essen, hat direkten Einfluss auf unsere Verdauung und auf die Farbe unseres Stuhlgangs und Urins. Wer schon mal einen Berg Rote Bete gegessen hat, weiß, wovon ich spreche. So verfärben stärkehaltige Lebensmittel den Stuhl gelb und einige Gemüsesorten den Stuhl eben grün. Das liegt an dem im Gemüse enthaltenen Farbstoff Chlorophyll, der auch für die Farbe von Pflanzen verantwortlich ist, und Gemüse und Co die grüne Farbe verleiht.

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Essen wir:

  • Brokkoli
  • Rucola
  • Spinat
  • Erbsen
  • Petersilie
  • Algen
  • oder Salat in größeren Mengen und vor allem roh

kann sich unser Stuhlgang schon mal verfärben. In diesem Fall besteht kein Grund zur Sorge, da das Chlorophyll für den Körper keinesfalls schädlich ist und einfach nur wieder ausgeschieden wird.

Salat als Ursache für grünen Stuhlgang.
Foto: Bigstock

Des Weiteren können nicht nur einige Gemüsesorten, sondern auch rohes Fleisch und künstliche Farbstoffe in Fertigprodukten unseren Stuhlgang und den der Kinder verfärben. Probiert es doch mal aus und lasst bewusst solche Lebensmittel weg. Verschwindet die Farbe in der Windel, habt ihr die Ursache geklärt.

2. Grüner Stuhlgang nach Medikamenten

Verändert sich die Farbe des Stuhlgangs auch nach Weglassen der oben genannten Lebensmittel immer noch nicht, musst du trotzdem nicht sofort in Panik geraten. Es können auch Medikamente dafür verantwortlich sein!

Zum Beispiel können Eisenpräparate den Kot grün oder schwarz färben. Wenn du Eisen in Form eines Nahrungsergänzungsmittels zu dir nimmst oder deinem Kind gibst, sollte sich nach Absetzen des Präparats der Stuhlgang wieder normalisieren.

Antibiotika ist bekannt dafür, dass es die natürliche Darmflora schädigt. Das Medikament bringt das Gleichgewicht im Darm durcheinander, und das kann zu einer Grün- oder Gelbfärbung des Stuhlgangs führen. Deshalb machen viele nach der Einnahme von Antibiotika eine Darmkur oder Sanierung mit Probiotika, um die natürlichen Darmbakterien wieder zu stabilisieren. Es kann aber auch schon helfen, sich ballaststoffreich zu ernähren – eine gute Quelle dafür sind Blaubeeren.

Abführmittel spült Gallensaft mit aus dem Darm. Da Nährstoffe und Gallensaft durch das Abführmittel viel schneller als üblich durch den Darm geleitet werden, können diese nicht richtig verarbeitet werden und können dann für einen grünen Stuhlgang sorgen.

Ist dein Stuhlgang oder der deines Kindes durch Medikamente bedingt verfärbt, normalisiert er sich von ganz alleine schnell wieder. Geschieht dies jedoch nicht innerhalb eines Tages nach Absetzen des Medikaments, könnte doch eine Krankheit hinter der Verfärbung stecken und du solltest die Ursache schnell abklären lassen.

3. Krankheiten als Ursache bei grünem Stuhlgang

Für eine Verfärbung kann leider auch eine ernsthafte Erkrankung oder Verdauungsstörung verantwortlich sein, wenn weder Lebensmittel noch Medikamente daran Schuld tragen. Aber das ist wirklich nur ganz selten der Fall.

1. Diese Erkrankungen kommen in Frage:

Salmonellen verfärben den Kot oft grünlich und verursachen zusätzlich schlimme Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und Kreislaufprobleme. Übertragen werden sie durch nicht ausreichend erwärmtes Fleisch oder Produkte mit rohen Eiern und Fisch. Bemerkst du diese Symptome bei dir oder deinem Kind, musst du schnell handeln!

Jeder hatte sie schon mal, die Magen-Darm-Erkrankung (Gastroenteritis). Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen und eventuell Fieber sind typische Begleiterscheinungen des Infekts. Aber auch grüner Stuhlgang! Der sollte sich aber wieder normalisieren, sobald der Infekt abgeklungen ist. Wichtig ist hierbei, ausreichend zu trinken, damit die Krankheit aus dem Körper gespült werden kann.

Eher seltener, aber trotzdem möglich sind Parasiten im Dünndarm wie Giardien. Sie werden über verseuchtes Trinkwasser aufgenommen und setzen sich an der Darmwand fest. Das führt dazu, dass Magenschleimhaut abgesondert wird, und diese verfärbt den Stuhlgang grün und führt zusätzlich zu Schleim im Stuhl. Meistens haben Betroffene dann noch starke Blähungen mit üblem Geruch. Hier kann ein Arzt weiterhelfen.

Gallenerkrankungen in Folge von Durchfallerkrankungen verfärben den Stuhlgang ebenfalls grünlich. Die Galle kann wegen einer Vorerkrankung wie Durchfall (Diarrhö) nicht richtig arbeiten, und das in ihr enthaltene grüne Pigment Biliverdin wird ausgeschieden. Verfärbt sich zusätzlich der Urin sehr dunkel, können auch ein Verschluss des Gallengangs oder Gallensteine vorliegen – in diesem Fall sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, da es sonst zu schweren Folgeschäden kommen kann.

4. Wann solltest du zum Arzt?

Generell sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn zusätzlich zum verfärbten Stuhlgang noch Bauchschmerzen, Durchfall, Schleim im Stuhl, schwarzer Stuhl oder Verstopfungen auftreten. Der Arzt kann dann eine Probe entnehmen, die genaue Ursache abklären und gegebenenfalls medizinisch eingreifen.

5. So kannst du grünem Stuhlgang vorbeugen

Wie vieles im Hinblick auf die Gesundheit des Körpers, kann eine gesunde Ernährung zu einer positiven Veränderung führen. Eine ausgewogene Ernährung mit pektinreichen und ballastoffhaltigen Früchten und Gemüse hilft dem Körper, gesundheitsschädigende Darmbakterien zu minimieren und die Darmflora zu schützen.

Natürlich sollte immer ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden, und etwas Bewegung zwischendurch schadet auch nicht, um den Stoffwechsel aktiv zu halten. Auch sollte der Stuhlgang ab und zu kontrolliert werden. Dann sollte eigentlich nichts schief gehen. Am Ende trifft das Sprichwort „Du bist, was du isst.“ auf das Leben dann nämlich doch sehr gut zu!

HäufigkeitSehr häufig HandlungsbedarfSehr gering ErnährungsbedingtSehr wahrscheinlich KrankheitsbedingtUnwahrscheinlich Lebensmittel, die Ursache sein könnten

  • Spinat
  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Krankheiten, die Ursache sein könnten

  • Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn,
  • Divertikulose,
  • Funktionsstörung der Gallenblase.
  • Grüner Stuhlgang ist eher ungewöhnlich, denn gesunder Stuhl weist normalerweise ein breites Spektrum an mehr oder weniger satten Brauntönen auf (siehe dazu Stuhlgang – ist die Farbe noch gesund?).

    Dabei muss die Farbe Grün beim Stuhlgang gar nicht unbedingt ein Warnsignal sein.

    In der Regel geht die Verfärbung nämlich lediglich auf den Verzehr ganz bestimmter Lebensmittel zurück. Zum Beispiel auf Gemüsearten und Kräuter, die sehr viel Chlorophyll enthalten wie Brennesselsaft, Chlorella oder Kale (Grünkohl).

    Grüner Stuhlgang kann aber auch auf schwerwiegende Erkrankungen hinweisen, beispielsweise auf bakterielle Infektionen wie Salmonellen.

    Die Bakterien beschleunigen die Aktivitäten im Verdauungstrakt und färben deswegen den Stuhl ebenfalls grün.

    Genau wie alle anderen Durchfallerkrankungen übrigens auch, denn die Grünfärbung des Stuhls ist ein typisches Symptom der Diarrhö.

    Damit Sie der Sache auf den Grund gehen können, haben wir hier alles Wissenswerte über den grünen Stuhlgang (mit oder ohne Durchfall) zusammengetragen. Dieser Beitrag erläutert mögliche Ursachen und Hintergründe.

    Er zeigt auf, was man bei grünem Stuhlgang selbst tun kann und wann man auf jeden Fall den Arzt aufsuchen sollte.

    Das macht den Stuhlgang grün – die Ursachen

    Stuhlgang ist für gewöhnlich hellbraun bis dunkelbraun. Dafür sorgt das Bilirubin, ein Abbauprodukt der roten Blutkörperchen.

    Manchmal ändert der Stuhlgang jedoch seine Farbe.

    Das ist jedoch in der Regel ein harmloser Vorgang, der uns keine Sorgen bereiten muss. Es ist ganz normal, dass der Stuhlgang mal fester, mal weicher, mal dunkler und mal heller ist.

    Meistens liegt es schlicht und einfach nur an der Ernährung. Grüne Gemüse und Kräuter färben den Stuhl und das ganz besonders dann, wenn sie roh und in großen Mengen verzehrt werden.

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    Kann zu viel grünes Gemüse krank machen?

    Die im Gemüse enthaltenen Ballaststoffe gelten als sehr gesund. Sie sollen vor Darmkrebs schützen und dabei helfen, zu hohe Cholesterinwerte zu senken und gegen Osteoporose vorzubeugen.

    Doch viele dieser Behauptungen sind wissenschaftlich noch gar nicht bestätigt. Und nicht jeder Mensch ist gleich.

    Deswegen werden manche Lebensmittel auch unterschiedlich gut vertragen, vor allem in großen Mengen. Große Mengen an Ballaststoffen können also manche Menschen tatsächlich krank machen.

    Denn mitunter kann der Darm sie nicht mehr bewältigen. Die Folgen sind Bauchbeschwerden, Reizdarmsymptome, Blähungen, Blähbauch, übertriebenes Aufstoßen, Durchfall etc.

    Diese Lebensmittel können für einen grünen Stuhlgang verantwortlich sein:

    • Algen
    • Blattsalat
    • Blaubeeren
    • Brokkoli
    • Gerstengras
    • Grünkohl
    • Petersilie
    • Pistazien
    • Seetang
    • Spinat
    • Spirulina
    • Weizengras

    Gründe für die Grünverfärbung des Stuhlgangs

    Ursachen Hintergrund
    Ernährung Neben grünem Gemüse oder Kräutern können auch grüne Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform, die reichlich Chlorophyll (der Stoff, der es den Pflanzen ermöglicht, Energie aus der Sonne zu gewinnen) enthalten, für die grüne Farbe des Stuhlgangs verantwortlich sein.
    Speisefarbe Künstlich eingefärbte Speisen (auch blaue und schwarze Farbstoffe können auch zu grünem Kot führen!)
    Durchfall Der Nahrungsbrei wandert so schnell durch den Darm, dass der Gallenfarbstoff nicht ausreichend abgebaut werden kann.
    Antibiotika Die Einnahme verändert die Zusammensetzung der Bakterien im Darm und damit auch die Stuhlfarbe.
    Parasiten und Bakterien Krankheitserreger wie Salmonellen oder das Norovirus lassen den Verdauungstrakt schneller als gewohnt arbeiten und färben so wie bei Diarrhö den Stuhl grün.

    Warum wird der Stuhl bei Durchfall grün?

    Die so genannte „Galle“ ist ein Verdauungssaft – eine Flüssigkeit, die in der Leber gebildet und in der Gallenblase gespeichert wird.

    Sie ist normalerweise grünlich-gelb. Beim Verdauungsvorgang wird sie dem Nahrungsbrei zugesetzt und unterstützt so den Körper bei der Fettverdauung.

    Die Gallenflüssigkeit wird wieder abgebaut und als Abfall ausgeschieden.

    Bei Durchfall kann sie aber nicht schnell genug abgebaut werden und deswegen färbt sie den Stuhl dann grünlich.

    Grüner Stuhlgang nach Antibiotika

    Antibiotika, die meist bei Infektionen verschrieben werden, können einen Großteil des Mikrobioms im Darm abtöten. Das Mikrobiom umfasst alle Mikroorganismen, die den Darm besiedeln inklusive der gesunden Bakterien.

    Bei der Einnahme von Antibiotika werden auch die Anzahl jener Kleinstlebewesen drastisch reduziert, die den Stuhl braun färben.

    Es dauert meist eine ganze Weile, bis nach der Einnahme von Antibiotika die Darmflora wieder regeneriert.

    Präbiotika wie zum Beispiel die im Gemüse enthaltenen Ballaststoffe und Probiotika wie Joghurt oder Sauerkraut können dabei helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

    Selbsthilfe bei grünem Stuhl

    Wenn bestimmte Lebensmittel für den grünen Stuhl verantwortlich sind, sollte unmittelbar dann eine Veränderung eintreten, wenn die vermeintliche Ursache abgestellt wird.

    Lässt man also das grüne Gemüse weg, sollte auch der Stuhlgang nach ein bis zwei Tagen wieder eine braune Farbe annehmen.

    Auch nach einer kurzen, aber harmlosen Infektion, ob mit oder ohne Durchfall, normalisiert sich die Stuhlfarbe meist recht schnell wieder.

    Beruhigend auf den Verdauungstrakt wirken zudem verschiedene Kräutertees mit Auszügen aus Kamille, Pfefferminze, Fenchel und Anis.

    Eine Reihe von Gewürzen mach die Speisen verträglicher. Dazu gehören beispielsweise frischer Ingwer, Kümmel und Fenchelsamen.

    Wann zum Arzt bei grünem Stuhl?

    Der grüne Stuhl ist in der Regel auf die Ernährung zurückzuführen.

    Daraus resultieren auch die Empfehlungen, wann ein Arzt konsultiert werden sollte, nämlich immer dann,

    • wenn der grüne Stuhlgang nicht das Resultat einer „grünen“ Ernährung ist,
    • die Konsistenz des Stuhls überwiegend flüssig ist,
    • die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage ohne Behandlung abklingen und
    • andere Symptome wie sehr starker Durchfall, Fieber, Bauchschmerzen etc. hinzutreten.

    Denn natürlich können immer auch andere Ursachen für den grünen Stuhlgang verantwortlich sein, darunter auch sehr ernsthafte Krankheiten wie

    • Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn (entzündliche Erkrankungen des Dickdarms),
    • Divertikulose (Ausstülpungen der Darmwand im Dickdarm),
    • Funktionsstörung der Gallenblase,
    • Glutenunverträglichkeit (Zöliakie),
    • Hämorrhoiden,
    • Infektionen (Bakterien- oder Parasiten-Befall, Salmonellen, Norovirus etc.),
    • Krebs,
    • Reizdarm,
    • Tumore.

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    Grüner Durchfall


    Medizinische Qualitätssicherung am 10. Dezember 2018 von Dr. med. Nonnenmacher

    Farbe und Konsistenz des Stuhlgangs können grundlegende Hinweise über den allgemeinen Gesundheitszustand des Menschen geben. Grüner Durchfall stellt oft nur ein vorübergehendes Problem dar. Wenn die Beschwerden jedoch länger bestehen, sollte doch nach deren Ursache gesucht werden, denn es könnte sich auch um ernstere Erkrankungen handeln. Besonders infektiöse Darmerkrankungen verursachen häufig grüne Durchfälle.

    Inhaltsverzeichnis

    • 1 Beschreibung
    • 2 Ursachen
    • 3 Krankheiten
    • 4 Wann zum Arzt?
    • 5 Diagnose und Verlauf
    • 6 Komplikationen
    • 7 Behandlung und Therapie
    • 8 Aussicht und Prognose
    • 9 Vorbeugung
    • 10 Quellen

    Beschreibung

    Der normale Stuhl zeichnet sich durch eine weiche bis gut geformte Konsistenz und eine dunkelbraune Farbe aus. Er enthält bis zu 75 Prozent Wasser. Der Rest besteht aus Abbauprodukten der aufgenommenen Nahrung, abgestorbenen Darmzellen, Schleim und Bakterien. Während der Darmpassage wird dem Speisebrei Wasser entzogen, sodass er die übliche Stuhlkonsistenz entwickelt. Bei Störungen der Wasserresorption durch Infektionen oder entzündliche Prozesse treten flüssige bis dünnflüssige Durchfälle auf.

    Häufig ist der Stuhlgang bei Durchfällen auch grünlich gefärbt. Das hat mit den Abbauprodukten der Gallenflüssigkeit zu tun. Bei einer schnellen Darmpassage des Kots können zuweilen die grünlichen Bestandteile der Gallenflüssigkeit nicht schnell genug abgebaut werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Farbe des Durchfalls auch andere Farbnuancen annehmen kann. Sie kann bei einem gewöhnlichen Durchfall von Braun über Grün bis zu Gelb variieren. Daher ist die grünliche Verfärbung der Darmausscheidungen bei Durchfällen in der Regel nicht besorgniserregend. Wenn sich die grünen Durchfälle jedoch ständig wiederholen, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

    Ursachen

    Es gibt mehrere Ursachen, die zu grünen Durchfällen führen können. Zunächst verändert sich die Farbe des Stuhls allein schon aufgrund der schnellen Darmpassage. In den Dünndarm werden Gallensäfte abgegeben, die für die Emulgierung der Fettbestandteile in der Nahrung verantwortlich sind. Nur so ist die Aufnahme der Nahrungsfette durch die Darmwand ins Blut möglich. Die Gallenflüssigkeit enthält Bilirubin, welches in Sterkobilin umgewandelt wird. Das Sterkobilin sorgt für die normale braune Farbe des Stuhls. Des Weiteren sind in der Gallenflüssigkeit auch grünliche Bestandteile wie Biliverdin enthalten.

    Bei einem zu schnellen Darmdurchgang kann Biliverdin oft nicht ausreichend abgebaut werden, sodass sich daraus zuweilen ein grüner Durchfall entwickelt. Auch ohne Konsistenzänderung kann sich der Stuhl grün färben. Allerdings ist hier die Ursache oft in der Aufnahme von chlorophyllhaltigen Nahrungsmitteln, grünen Lebensmittelfarbstoffen oder Medikamenten zu suchen. Für grüne Durchfälle sind jedoch oft Infektionen mit Salmonellen oder anderen krankheitsverursachenden Darmbakterien verantwortlich.

    Die daraus resultierenden Entzündungsprozesse verhindern eine ausreichende Wasserresorption und die Umwandlung grüner Gallenfarbstoffe in braune Abbauprodukte. Diese Darminfektionen können zuweilen sehr heftig werden und zu einem starken Wasserverlust im Körper führen. Auch manche Darmparasiten wie Gardia können grüne Durchfälle verursachen. Vielfach treten grüne Durchfälle auch bei Dickdarmentzündungen auf, die unter anderem durch die Bakterien Clostridium oder Pseudomonas aeruginosa hervorgerufen werden.

    Autoimmunerkrankungen des Darms wie die Colitis ulcerosa äußern sich ebenfalls manchmal mit grünen Durchfällen. Das Gleiche gilt für Reizdarmsyndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Zuweilen verursacht auch der Verzehr von scharfen Gewürzen durchfallartige Beschwerden mit grünem Stuhl. In äußerst seltenen Fällen kann grüner Durchfall auch beim sogenannten Mirizzi-Syndrom auftreten. Das Mirizzi-Syndrom kennzeichnet den atypischen Verlauf eines Verschlussikterus mit Verlegung der Gallenwege durch Gallensteine, Tumoren oder Parasiten.

    Krankheiten

    • Salmonellenvergiftung
    • Magen-Darm-Infekt
    • Autoimmunerkrankungen
    • Colitis ulcerosa
    • Gallensteine
    • Reizdarm
    • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

    Wann zum Arzt?

    Da Veränderungen des Stuhlgangs, wie zum Beispiel ein grüner Durchfall, meistens in Verbindung mit Verdauungsprozessen (grüne Gallenflüssigkeit, welche nicht in braun umgewandelt wird) sowie der Ernährung (grüne Lebensmittel wie Kohlrabi oder Brokkoli) steht, ist eine farbliche Veränderung nicht immer Grund zur Sorge. Werden die Veränderungen jedoch von Schmerzen oder Krämpfen begleitet, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine mögliche Erkrankung auszuschließen. Symptomatisch sollte dabei vor allem auf allgemeine Bauchschmerzen oder krampfartige/ stechende Schmerzen in Ober- und Unterbauch geachtet werden.

    In den meisten Fällen geben sich die Veränderungen nach einer erneuten Ernährungsumstellung wieder. Sollte der grüne Durchfall jedoch über mehrere Tage hinweg bestehen, empfiehlt es sich, einen Termin beim Hausarzt zu vereinbaren. Besondere Vorsicht gilt, wenn sich die Konsistenz des Stuhls weiterhin verändert (zum Beispiel ein sehr wässriger Durchfall) oder die grünliche Farbe in schwarz übergeht. Da es sich hier um schwerwiegende Infektionen oder Vergiftungen handeln kann, ist eine medizinische Versorgung dringend notwendig.

    Diagnose und Verlauf

    In vielen Fällen ist ein grüner Durchfall harmlos. Bei länger dauernden heftigen Durchfällen, die grün erscheinen, oder immer wiederkehrenden ähnlichen Beschwerden sollte der Arzt jedoch unbedingt konsultiert werden. Zunächst werden Stuhluntersuchungen auf typische Krankheitserreger durchgeführt. Häufig wird der Arzt bereits bei diesen Untersuchungen fündig. So finden Untersuchungen auf Salmonellen, Pseudomonas aeruginosa, Clostridium oder auf bestimmte Darmparasiten statt. Wenn sich keine dieser Erreger finden lassen, muss nach anderen Ursachen gefahndet werden.

    Eine gründliche Anamnese der Krankengeschichte kann Aufschluss darüber geben, ob eventuell Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Anzeichen einer Colitis ulcerosa oder stressbedingte Darmreizungen vorliegen. Dazu geben typische Begleitsymptome wichtige Informationen. Es müssen unter anderem die Fragen beantwortet werden, wie häufig, wann oder nach dem Genuss welcher Speisen heftige Durchfälle auftreten. Sind die Beschwerden stressbedingt oder treten sie unabhängig von Stresssituationen auf? Welche Nahrungsmittel werden eventuell nicht vertragen. Nur bei Ermittlung der genauen Ursache kann auch eine Therapie angesetzt werden, die zielführend ist.

    Komplikationen

    Allgemein kann ein Durchfall, wenn er chronisch vorhanden ist, zu verschiedenen Komplikationen führen. Durch häufigen Durchfall gehen nämlich Unmengen an Flüssigkeiten, aber auch Elektrolyte verloren. Dadurch kann es vor allem bei Kindern, aber auch älteren Menschen zu einer Austrocknung führen (Exsikkose), welche mit Herzrhythmusstörungen einhergehen können. Diese werden durch den hohen Elektrolytverlust begünstigt. Die Herzrhythmusstörungen können bis zum Kreislaufstillstand und einen unmittelbaren Tod des Herzens führen. Einen Durchfall unterstützen können auch einige Entzündungen des Darms, die zu den gleichen Komplikationen führen können. Diese werden vor allem durch Viren oder auch Parasiten verursacht. Letztere lösen auch Flatulenzen, eine erhöhte Ausscheidung von Schleim und einen Geruch aus. Zuletzt können auch Gallensteine einen grünlich aussehenden Durchfall verursachen. Dabei wird das Risiko erhöht, Infektionen der Gallenblase und Gallengänge zu erleiden, die unbehandelt sogar bis zu einer Sepsis führen können.

    Behandlung und Therapie

    Oft muss beim Auftreten grüner Durchfälle nichts unternommen werden. Die Beschwerden dauern in der Regel nur einige Tage und verschwinden von alleine wieder. In dieser Zeit sollte der Patient Schonkost zu sich nehmen, um den Darm nicht übermäßig zu belasten. Wasser- und Elektrolytverluste sollten durch gekochtes und leicht gesalzenes Wasser ausgeglichen werden. Bei einer Salmonelleninfektion hängt die Art der Behandlung vom Erregertyp und der Schwere der Erkrankung ab.

    Antibiotika werden nur bei schweren Krankheitsverläufen oder bei abwehrgeschwächten Personen gegeben. Der Verlauf einer Salmonellenvergiftung wird dadurch zwar nicht beeinflusst, aber die Salmonellenausscheidung im Stuhl verstärkt sich. Die wichtigste Maßnahme ist jedoch, in Abhängigkeit vom Verlauf der Erkrankung für eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr zu sorgen. Auch bei den anderen Darminfektionen sollte der Patient ausreichend mit Flüssigkeit und Salzen versorgt werden. Eine Antibiotikabehandlung kann bei manchen Infektionen kontraproduktiv oder zumindest unwirksam sein. Manche Darmbakterien können gerade bei ihrer Zerstörung durch Antibiotika Gifte freisetzen, welche den Krankheitsverlauf noch verstärken.

    Darminfektionen, die durch Viren ausgelöst werden, sprechen auf Antibiotika nicht an. Eine Colitis ulcerosa als Autoimmunerkrankung wird medikamentös behandelt. In fortgeschrittenen Fällen ist oft sogar eine Operation nötig. Das Reizdarmsyndrom kann durch viele Ursachen ausgelöst werden. Wenn es stressabhängig ist, können eventuell psychotherapeutische Maßnahmen helfen. Bei Fehlbesiedlungen des Dünndarms mit Bakterien kann der Verzicht auf Zucker und Polysaccharide Linderung verschaffen.

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    Aussicht und Prognose

    In der Regel stellt der grüne Durchfall selbst noch keine besondere Komplikation dar. Er kann durch verschiedene infektiöse Erkrankungen des Darmes und des Magens auftreten. Sollte es sich um eine leichte Erkrankung handeln, so verschwinden die Beschwerden in den meisten Fällen wieder nach einigen Tagen und es kommt zu keinen weiteren Komplikationen. Sollte der grüne Durchfall allerdings über einen längeren Zeitraum anhalten und auch mit Schmerzen oder Krämpfen verbunden sein, so muss auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

    Ein grüner Stuhlgang kann auch durch Stress oder durch andere Reizungen entstehen und wird in diesem Falle mit Hilfe von Therapien oder mit Hilfe von Medikamenten behandelt. In den meisten Fällen kommt es bei dieser Beschwerde zu einem positiven Krankheitsverlauf. Allerdings kann Durchfall auf eine längere Dauer zu einer Dehydrierung führen, wenn der Betroffene nicht weiterhin genug Flüssigkeit einnimmt. Ebenso kommt es neben dem Durchfall nicht selten zu Blähungen oder zu Flatulenzen, die die Lebensqualität des Betroffenen deutlich einschränken. Weiterhin hängt der Verlauf dieser Beschwerde von ihrer Ursache und der Grunderkrankung ab.

    Vorbeugung

    Zur Vorbeugung vor Verdauungsbeschwerden, die unter anderem mit grünen Durchfällen einhergehen, sind mehrere Maßnahmen geeignet. Zunächst ist es wichtig, auf die Hygiene besonders bei der Benutzung von öffentlichen Toiletten zu achten.

    Einer Weiterverbreitung von krankheitserregenden Darmbakterien kann nur durch Händewaschen nach jeder Toilettenbenutzung Einhalt geboten werden. Ansonsten fördert eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung immer auch die Darmgesundheit.

    Gelber Stuhlgang – Was hat gelblicher Stuhl für Ursachen?

    Das Produkt des Darms ist Endergebnis der komplexen Verdauung und gewissermaßen sein Meisterwerk. Er zieht sich aus der Nahrung nur all diejenigen Bestandteile heraus die er braucht. Trotzdem ist es den meisten Leuten unangenehm, über das Thema „Stuhlgang“ zu sprechen – und am allerwenigsten über dessen (gelbe) Farbe, Geruch oder Konsistenz. Tatsächlich sind diese Eigenschaften des Stuhls aber diejenigen, die wir selbst gut beurteilen können. Im Zweifelsfall können sie uns viel darüber sagen, wie es in unserem Körper aussieht.

    Woher hat der Stuhl seine meist bräunliche Farbe?

    Ausgangspunkt für die braune Farbe ist dabei unser roter Blutfarbstoff und Sauerstoffträger Hämoglobin. Dieses gelangt in einem ständigen Kreislauf über die Leber und verschiedene Zwischenstufen in die Gallenflüssigkeit, die abhängig von der Nahrungsaufnahme in den Dünndarm abgegeben und der Entgiftung dient. Die Abbauprodukte des Hämoglobins haben verschiedene Farben. Das kennt man übrigens auch von Blutergüssen auf der Haut, die zwischenzeitlich grün und gelb werden. Am Ende verarbeiten Bakterien in unserem Darm diese Abbauprodukte weiter und sorgen dafür, dass der Stuhl seine charakteristische braune Farbe bekommt.

    Was sind die Ursachen von gelbem Stuhl?

    Farbe Weitere Symptome Mögliche Ursachen Wann sollte man lieber zum Arzt?
    Gelbbraun / gelb-weißlich Stärkereiche Kost, Verzehr von große Mengen an Milchprodukten, Antibiotika Bei über mehrere Wochen anhaltender Farbveränderung oder nicht durch Nahrung oder Medikamente erklärbarer Stuhlveränderung
    Hellgelb Fettstühle (glänzend, übelriechend), Gewichtsverlust, Bauchschmerzen Verdauungsstörungen durch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und des Darms bei Zöliakie oder Kurzdarmsyndrom (meist nach operativer Entfernung eines Dramabschnittes) Zur Abklärung sollte ein Arzt aufgesucht werden.
    Hellgelb, lehmfarben bis weiß Gelbsucht, dunkler Urin, Juckreiz, Bauchschmerzen Gallenstau bei verschiedenen Erkrankungen der Gallenwege, der Leber oder der Bauchspeicheldrüse Zur Abklärung sollte dringlichst ein Arzt aufgesucht werden
    Ockergelb, gelblich-grün, gelber Schleim Durchfall Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis), andere Durchfallerkrankungen Die meisten Infekte des Verdauungsapparates sind selbstlimitierend. Bei starker Symptomatik wie Fieber und Schwindel oder bei anhaltendem Durchfall sollte ein Arzt aufgesucht werden.

    Tipp: Leidest du außerdem unter Verdauungsbeschwerden, kann eine darauf zugeschnittene Ernährungstherapie helfen. Wir haben passend hierzu ein von Krankenkassen bezuschusstes ernährungstherapeutisches Programm entwickelt, mit dem der Verdauungstrakt wieder in seine gewohnten Bahnen findet. Erfahre hier mehr zur Therapie.

    Eine gelblich-braune oder gelbe Färbung des Stuhls kann viele Ursachen haben. Leicht vorstellbar ist, dass der Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln die Stuhlfarbe verändern kann. Für eine gelbliche Farbe können zum Beispiel Milchprodukte, Eier und Stärkeprodukte sorgen. Auch die Einnahme von Antibiotika kann dazu führen. In diesen Fällen handelt es sich um eine vorübergehende Erscheinung, die kein Grund zur Sorge ist.

    Genauso unbedenklich ist es meist, wenn der Stuhlgang schon immer eine gelbliche Farbe hatte. Dann handelt es sich einfach um eine Normvariante.

    Rund neun Prozent der Bevölkerung hat zum Beispiel ohne es zu wissen den sogenannten Morbus Meulengracht. Das ist eine harmlose Anomalie eines Leberenzyms, die keiner Therapie bedarf. Dadurch kann es zu einem Anstieg des gelben Bilirubins kommen und auf diesem Wege zu einer Anhäufung der gefärbten Abbaustoffe.

    Aufmerksam sein sollte man dagegen, wenn die Stuhlfärbung neu auftritt und über längere Zeit anhält. Hinter jeder anhaltenden Veränderung der Stuhlgewohnheiten kann eine Erkrankung stecken. Auch wenn weitere Beschwerden hinzukommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

    Gelber Stuhlgang und Bauchschmerzen

    Bauchschmerzen sind ein bekanntes Symptom, das die meisten Menschen kennen. In Verbindung mit gelbem Stuhlgang kann dies Hinweis auf eine Abflussstörung der Gallenflüssigkeit (Cholestase) sein. Ursächlich dafür können Erkrankungen der Leber, der Gallengänge oder der Bauchspeicheldrüse sein.Kennzeichnend dafür ist der folgende Symptomkomplex:

    • helle, lehmfarbene Stühle
    • dunkler Urin
    • Gelbsucht (Ikterus)
    • Juckreiz (Pruritus)
    • seltener: Fettstühle (Steatorrhoe) / Gewichtsverlust bei Fettmalabsorption

    Was sind Ursachen von gelbem Stuhlgang?

    Im Folgenden werden mögliche Organe und Ursachen von gelblichem Stuhlgang aufgeführt.

    Leber

    Leberschädigungen durch Alkohol (alkoholtoxische Hepatitis), Viren (Hepatitisviren), Bakterien und viele andere chronische Leberkrankheiten können zu einer verminderten Produktion oder Abgabe der Galle führen. In diesen Fällen treten unter anderem Müdigkeit, grippale Symptome und Oberbauchschmerzen auf.

    Gallenwege

    Gallensteine können Gallengänge verstopfen. Tatsächlich tragen rund 15 bis 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Gallensteine mit sich herum, wobei diese meist unbemerkt bleiben. Bei einer Verlegung der Gallengänge kann es aber zu krampfartigen, rechtsseitigen Bauchschmerzen kommen.

    Abflussbehinderungen der Gallengänge führen in der Folge zu Entzündungen (Cholangitis). Im akuten Fall können dann neben Oberbauchschmerzen auch Fieber und Schüttelfrost auftreten.

    Sonderfälle sind nicht-bakterielle Entzündungen bei Autoimmunerkrankungen wie die sogenannte primär biliäre Cholangitis (PSC) oder die primär sklerosierende Cholangitis (PBC). Letztere tritt zu 80 Prozent bei Patienten mit der chronisch entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn auf. Häufig fehlen Symptome. Wegweisend kann aber ein anhaltender Juckreiz sein.

    Bauchspeicheldrüse

    Auch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie die chronische Bauchspeichelentzündung (Pankreatitis) können zum Gallenstau führen. Diese wird hauptsächlich durch zu starken Alkoholkonsum verursacht. Leitsymptom ist ein wiederkehrender gürtelförmiger Oberbauchschmerz. Hinzu kommen unter Umständen Fettstühle. Dann ist die Bauchspeicheldrüse so stark geschädigt, dass sie das fettspaltende Enzym Lipase nicht mehr herstellen kann.

    Tumorerkrankungen

    Tumore, die die Gallenwege einengen, verursachen meist gar keine Schmerzen. Raumforderungen können sich dann in den Gallengängen innerhalb und außerhalb der Leber, der Leber selbst sowie in der Bauchspeicheldrüse befinden. Eine schmerzlose Gelbsucht ist daher immer ein ernstes Warnsymptom. Wie bei allen Tumorerkrankungen kann es außerdem zu ungewolltem Gewichtsverlust, Nachtschweiß und unerklärlichem Fieber kommen.

    Was sind Fettstühle?

    Die Gallenflüssigkeit dient neben der Entgiftung auch der Fettverdauung im Darm. Die in ihr enthaltenen Gallensäuren sorgen als Emulgatoren dafür, dass das Fett sozusagen in kleinen Häppchen für die fettspaltende Lipase angreifbar gemacht wird. Kann der Körper durch fehlende Galle oder Lipase nicht genügend Fette aufnehmen, scheidet er sie stattdessen aus. Dann ist der Stuhl schmierig und hat einen besonders beißenden Geruch. Häufig lässt er sich nicht leicht herunterspülen und schwimmt auf dem Wasser in der Toilette. Besteht dieses Problem über eine längere Zeit, kann es zu Gewichtsverlust kommen. Fettstühle können oftmals durch eine geeignete Ernährungstherapie behandelt werden. Du kannst dich dazu bei deinem Arzt erkundigen oder dir hier unsere von Krankenkassen bezuschusste Therapie ansehen.

    Die Aufnahme der Fette wird im letzten Teil des Dünndarms vollzogen. Daher kann es auch bei Darmerkrankungen wie der Zöliakie zu Fettverdauungsstörungen mit Fettstühlen, Gewichtsverlust und Bauchschmerzen kommen.

    Gelber Stuhlgang und Durchfall

    Eine besonders häufige Ursache für Bauchschmerzen sind Infekte des Magen-Darm-Traktes, die breiigen, flüssigen Stuhlgang verursachen. Dann wird der braune Stuhl verdünnt und kann heller erscheinen. Dazu kann Schleim im Stuhl kommen. Dieser setzt sich dann häufig aus abgestorbenen weißen Blutzellen zusammen und ist Zeichen einer Infektion.
    Für gelben Stuhlgang kommen also auch andere Ursachen für Durchfälle in Frage.

    Gelber Stuhlgang bei Säuglingen

    Bei Säuglingen, die mit Muttermilch gestillt werden, ist gelber, bröckeliger Stuhl übrigens ganz normal. Dieser wird durch die Aufnahme der Muttermilch hervorgerufen. Ähnlich wie hoher Milchkonsum auch bei Erwachsenen gelben Stuhlgang hervorrufen kann.

    Es klingt zwar etwas unappetitlich – aber es lohnt sich gelegentlich, seine Ausscheidungen genauer zu betrachten. Die Stuhlfarbe kann manchmal auf Krankheiten hinweisen, die teilweise sogar schwerwiegend sein können. Doch muss man sich gleich Sorgen machen, wenn der Stuhlgang eine andere Farbe aufweist als normalerweise? Wir haben alles Wissenswerte zu den unterschiedlichen Stuhlfarben und ihrer Aussagekraft für Sie gesammelt.

    Welche Stuhlfarbe ist normal? Mittelbrauner Kot

    Mittelbraun – diese Stuhlfarbe ist normal. Wenn alle Verdauungssäfte aus Leber und Gallenblase sowie der Bauchspeicheldrüse vom Körper richtig produziert und in den Dünndarm abgegeben werden, so erscheint der ausgeschiedene Kot in einem satten Braun, das weder zu hell noch zu dunkel ist.

    Diese typische Kotfarbe entsteht übrigens durch den Farbstoff Sterkobilin. Das ist ein Rest aus dem Abbau des Blutfarbstoffs Hämoglobin, der den roten Blutkörperchen die Farbe verleiht und zudem Sauerstoff an sie bindet. Als Sterkobilin färbt es den Stuhl mittelbraun ein und als Urobilin lässt es den Urin hellgelb bis gelb aussehen.

    Auch interessant: Was die Farbe des Urins über die Gesundheit sagt

    Durch regelmäßigen Fleischkonsum kann die Stuhlfarbe auch ins Dunkelbraune gehen. Der Genuss von Karotten kann einen orange-braunen Stuhl verursachen. In diesen Fällen ist die Farbveränderung jedoch kein Symptom für eine Erkrankung und somit harmlos.

    Was bedeutet grüner Stuhlgang?

    Grüner Stuhlgang kann ganz harmlose Ursachen haben. Der Verzehr chlorophyllhaltiger, grüner Lebensmittel wie Spinat, Brokkoli oder Salat kann dazu führen, dass sich die Kotfarbe ins Grünliche verändert.

    Doch in manchen Fällen kann auch eine Erkrankung dahinter stecken. Durchfallerkrankungen, etwa eine Salmonellen-Infektion, Typhus oder Paratyphus können die Stuhlfarbe grün färben. Hält der Durchfall bei Erwachsenen länger als drei Tage an, muss ein Arzt aufgesucht werden, um Flüssigkeitsverluste durch Dehydrierung zu verhindern. Bei Babys und älteren Menschen sowie chronisch-kranken Personen, die wenig Flüssigkeit zu sich nehmen können, sollte bereits nach 24 Stunden Durchfall ein Arzt konsultiert werden.

    Roter Stuhlgang: Wie sieht Blut im Stuhl aus?

    Roter Stuhlgang ist in der Regel ein Alarmzeichen dafür, dass sich Blut im Stuhl befindet. Allerdings kann eine rote Stuhlfarbe gelegentlich auch durch rote Lebensmittel entstehen. Überlegen Sie also, ob Sie in den letzten zwölf bis 24 Stunden möglicherweise Lebensmittel wie Rote Bete gegessen haben, wenn die Farbe des Kots rötlich erscheint.

    Blutauflagerungen auf dem Stuhl

    Ist die rote Stuhlfärbung nicht mit roten Nahrungsmitteln zu erklären, ist das immer ein Fall für den Arzt. Denn hell-rote bis rote Stuhlauflagerungen wie frisches Blut können auf Hämorrhoiden hinweisen. Hämorrhoiden bilden sich als Gefäßaussackung am Ende des Rektums. Sie können bei Stuhlgang reißen und dadurch Blutauflagerungen am Stuhl verursachen.

    Doch auch Darmpolypen im Endabschnitt des Dickdarms, Dickdarmentzündungen oder Dickdarmschleimhauteinrisse, sogennante Fissuren, und sogar Tumore (Dickdarmkrebs, Kolorektal Karzinom) können rote Blutauflagerungen verursachen. Oft findet sich auch Blut am Toilettenpapier beim Abwischen.

    Mehr dazu: Darmkrebsvorsorge: Darum ist eine Darmspiegelung so wichtig

    Was bedeutet Blut im Stuhl bei Durchfall?

    Kommt roter beziehungsweise blutiger Durchfall sehr häufig – bis zu 30-mal am Tag an mehreren Tagen – vor, sollten Sie damit unbedingt zum Arzt. Dies gilt besonders dann, wenn noch Symptome wie krampfartige Bauchschmerzen vor allem im linken Bauchbereich sowie Appetitlosigkeit oder auch leichtes Fieber hinzukommen. Diese Symptomatik kann auf eine chronische Dickdarmerkrankung, der sogenannten Colitis Ulcerosa, hinweisen.

    Mehr zum Thema Blut im Stuhl: Diese Ursachen können dahinterstecken

    Roter bis rot-marmorierter und dunkelroter Stuhl

    Ist die Stuhlfarbe rötlich-braun marmoriert, kann die Ursache eine Blutung im unteren Dickdarm sein. Bei rotbraunem bis dunkelrotem Stuhl kann dies auf eine Blutungsursache im oberen Dickdarm, teilweise auch aus dem unteren Dünndarm hinweisen. (Chronische) Darmentzündungen, blutende Darmpolypen sind weitere mögliche Ursachen. Solche ungeklärten Blutungsquellen müssen dringend ärztlich abgeklärt werden.

    Wichtig zu wissen: je weiter oben im Verdauungstrakt sich die Blutungsursache befindet, desto dunkler wird die rote Farbe durch die zunehmende Blutgerinnung im Verdauungstrakt.

    Im Video zeigen wir Hausmittel, die bei Verstopfungen helfen (Artikel wird darunter fortgesetzt):

    Was bedeutet schwarzer Stuhlgang?

    Ist der Stuhl schwarz gefärbt, kann dies an Medikamenten liegen. Aktivkohle-Tabletten oder Eisenpräparate können schwarzen Stuhl verursachen. Wurden jedoch keine dieser Medikamente zuvor eingenommen, gilt auch hier eine dringende ärztliche Abklärung. Bei schwarzem Stuhlgang spricht man in der Medizin vom sogenannten Teerstuhl.

    Einer schwarzen Stuhlfarbe liegen häufig Blutungen im oberen Bereich der Verdauungsorgane zu Grunde. Dies können zum Beispiel Blutungen in der Speiseröhre, im Magen oder Dünndarm sein. Während der Verdauung gerinnt das Blut so stark, dass die Kotfarbe sich intensiv verdunkelt. Durch die Darmbewegung wird dies mit den Essensresten vermischt, sodass der schwarz gefärbte Stuhl entsteht.

    Lesen Sie auch: 7 Fakten über unsere Verdauung, die kaum jemand kennt

    Schwarzer Stuhlgang ist ebenso wie roter Stuhlgang ein akutes Symptom, das dringend ärztlich abgeklärt werden muss. Zögern Sie hierbei nicht, denn durch die ungeklärte Blutungsursache kann es teilweise auch zu erheblichen Blutverlusten im Körper kommen. Die Folgen solcher Blutverluste sind dann häufig Kreislaufschwäche, Schwindel, Eisenmangel, bei starken Blutungen sogar bis zum Blutmangelschock.

    Was bedeutet gelber Stuhlgang und was helle Ausscheidungen?

    Medikamente wie Antibiotika können eine gelbliche Stuhlfarbe entstehen lassen. Meist wird hierauf im Beipackzettel unter „Nebenwirkungen“ hingewiesen. Aber auch eine Glutenunverträglichkeit kann den Stuhl gelb färben. Hier gehen allgemeine Beschwerden wie Unwohlsein, Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen oft mit dem Genuss von glutenhaltigen Lebensmitteln einher.

    Wichtig zu wissen: Störungen in der Leber, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse führen ebenfalls zu einer Gelbfärbung des Kots oder zu sehr hellen Ausscheidungen. Dies kommt dadurch, dass die Fettverdauung erheblich gestört ist. Es kommt zu sogenannten Fettstühlen durch die unzureichenden Verdauungssäfte im Verdauungsbereich. Fettstühle haben zudem durch den hohen Anteil an unverdauten Fetten eine klebrige Konsistenz. Hält diese Symptomatik bereits wenige Wochen an oder bestehen Beschwerden im rechten beziehungsweise oberen Bauchbereich, die auch bis in den Rücken ausstrahlen können, muss ein Arzt aufgesucht werden.

    Auch Konsistenz und Form des Stuhlgangs können viel über die Gesundheit verraten. Im Video zeigen wir, was die sieben verschiedenen Typen bedeuten (Artikel wird darunter fortgesetzt):

    Was bedeutet lehmfarbener Stuhl?

    Entfärbter, lehmfarbener Stuhl entsteht durch fehlende Verdauungssäfte aus der Leber oder der Gallenblase. Dem liegt oft eine Verlegung der Gallengänge zu Grunde, sodass keine Verdauungssäfte mehr in den Zwölffingerdarm abgegeben werden können. Parallel lässt sich ein sehr dunkler Urin feststellen. Außerdem kommt es in der weiteren Symptomatik zur Gelbsucht, auch Ikterus in der Medizin genannt, und damit zur Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß. Ein solch entfärbter, lehmfarbener Stuhl muss ärztlich abgeklärt werden.

    Lesen Sie auch: Lebererkrankungen vorbeugen – So schützen Sie das wichtige Organ

    Über die Autorin: Ulrike Schäfer hat in München eine dreijährige Ausbildung zur Heilpraktikerin erfolgreich absolviert und vielfältige Therapien der Naturheilkunde gelernt. Seit 2014 ist Ulrike Schäfer als Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Hamburg mit Behandlungsschwerpunkten Mikrobiologische Therapie und Darmsanierung sowie Hypnose tätig. Mehr zu Heilpraktikerin Ulrike Schäfer finden Sie unter www.hp-praxis-schaefer.de.

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    Baby: Stuhlgang grün – das müssen Sie wissen

    • Der erste Windelinhalt nach der Geburt wird grünlich-schwarz sein. Dabei handelt es sich um den sogenannten Kindspech, auch Mekonium genannt, und einen völlig normalen und natürlichen Vorgang.
    • Nach dem Kindspech folgt ein grün–bräunlicher Stuhlgang, der sich mit der Zeit gelblich verfärbt. Auch das ist normal.
    • Stillen Sie Ihr Kind und finden in der Windel grünen, schaumigen Stuhl, liegt dies an einer erhöhten Milchzuckerzufuhr. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Ihr Kind zwar oft, aber immer nur wenig trinkt. Dann bekommt Ihr Baby zu wenig von der fetten Muttermilch am Ende. Dies können Sie verhindern, indem Sie das Kind immer erst eine Brust leer trinken lassen, bevor Sie das Baby an die andere anlegen.
    • Muss Ihr Baby mit hypoallergener Nahrung gefüttert werden, kann dies ebenfalls zu grünem Stuhl führen. Dieser riecht dann auch sehr streng.
    • Hat der Stuhl Ihres Babys länger als 24 Stunden eine grünliche Farbe, sollten Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen. Dann kann eine Virusinfektion der Grund für die Verfärbung sein.

    Grüner Stuhlgang beim Baby

    Ist Grüner Stuhlgang beim Baby normal? Viele Eltern sind gerade in den ersten Lebensmonaten Ihres Kinder verunsichert wenn der Stuhlgang des Nachwuchses eine andere Farbe hat. So versetzt Sie der Blick in dessen Windel in Erstaunen und manchmal in Besorgnis.

    Der Inhalt ist nicht wie gewohnt braun, sondern grün. Was bedeutet die Verfärbung des Stuhlgangs? Ab wann benötigt Ihr Baby einen Arzt? Antworten auf diese Fragen erhalten Sie hier.

    Ist Grüner Stuhlgang beim Baby normal?

    Was bedeutet die Stuhlfarbe meines Babys?

    Der Stuhlgang eines Babys verändert ständig seine Farbe, Konsistenz und den Geruch. Sorgen Sie sich nicht, denn die Verdauung eines Neugeborenen muss sich einpendeln.

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    Der erste Stuhlgang des Neugeborenen ‒ das so genannte „Kindspech“ ‒ enthält Fruchtwasser, Verdauungssäfte und Darmzellen aus dem Mutterleib.

    Seine Farbe ist dunkelgrün bis schwarz. Die ungewöhnliche Verfärbung des ersten Stuhlgangs entsteht durch seine vielseitige Zusammensetzung. Sie müssen sich deshalb keine Sorgen machen ‒ mit der Verdauung Ihres Babys ist alles in Ordnung.

    Gelber bis grüner Stuhlgang ‒ erschreckend, aber harmlos

    Grüner Stuhlgang beim Baby hat vielseitige Gründe. Stillt Ihre Partnerin das Kind, ist der Windelinhalt in der Regel gelblich bis grün.

    Er riecht nicht unangenehm. Die Farbe des Stuhlgangs hängt mit dessen Häufigkeit zusammen. In den ersten Lebenswochen wechseln Sie die vollen Windeln Ihres Nachwuchses mehrmals täglich. Später kommt es vor, dass das Baby alle drei bis vier Tage Stuhl hat.

    Deshalb gilt: Der Stuhlgang darf grün, aber nicht wässrig sein!

    Dabei liegt keine Verstopfung vor. Gerade bei voll gestillten Säuglingen kann es vorkommen das es ein bis zwei Wochen keinen Stuhlgang hat. Der Körper verarbeitet alle Stoffe der Muttermilch um das schnelle Wachstum in den ersten Lebensmonaten leisten zu können.

    Die Stuhlfarbe verändert sich entsprechend. Die Konsistenz des Stuhlgangs ist bei einem gesunden Kind breiig bis fest.

    Grüner Stuhlgang durch Nahrungsumstellung

    Der Stuhlgang eines Flaschenbabys ist gelb bis dunkelgrün. Er riecht stärker als der eines Stillkindes. Die Konsistenz und Farbe des Windelinhaltes verändert sich mit der Nahrungsumstellung. Die Brei-Nahrung verursacht bei Ihrem Baby einen festeren Stuhlgang.

    Gewöhnen Sie Ihr Kind deshalb nicht schlagartig, sondern langsam an den Brei. Planen Sie zwei Wochen als Umstellungsphase ein, damit sich der Darm des Babys nach und nach umstellt. Die Farbe des Stuhlgangs hängt jetzt von den Inhaltsstoffen des Breis ab.

    Grüner Stuhlgang beim Baby veranlasst nicht zur Sorge. Er entsteht beispielsweise nach der Aufnahme von Spinat oder Brokkoli. Nimmt Ihr Kind kontinuierlich zu, brauchen Sie sich keine Gedanken über die Stuhlfarbe und -konsistenz machen.

    Die grüne Farbe des Stuhlgangs entsteht darüber hinaus, wenn Sie Ihrem Kind ein Eisenpräparat verabreichen. Der Windelinhalt sieht in diesem Fall ungewöhnlich aus, erweist sich aber als völlig harmlos. Nimmt der Stuhlgang eine schwarze Farbe an, ist ein Besuch beim Arzt notwendig.

    Empfehlung bei Durchfall

    • Humana HN ist eine Spezialnahrung, die bei Durchfällen hilft. Die Heilnahrung enthält sämtliche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in bedarfsdeckenden Mengen für das erste Lebensjahr.
    • Gut bekömmlich: im Vergleich zu herkömmlichen Säuglingsnahrungen fett- und lactosereduziert für eine leichtere Verdauung und besonders gute Verträglichkeit.
    • Mit Banane: der hohe Faseranteil der Banane fördert die rasche Normalisierung des Stuhlbildes.

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    Wann liegt eine Erkrankung vor?

    Ein grüner Stuhlgang weist auf eine mögliche Erkrankung Ihres Babys hin. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn der Stuhlgang

    • wässrig aussieht,
    • unangenehm riecht und
    • mehrmals täglich auftritt.

    Sämtliche Anzeichen deuten auf eine virale oder bakterielle Erkrankung hin. Sie treten normalerweise in Kombination mit weiteren Krankheits-Symptomen auf.

    Bei Fieber oder ungewöhnlich großen Durst suchen Sie mit Ihrem Baby einen Kinderarzt auf. Dieser klärt die Ursachen der Erkrankung ab und behandelt Ihr Kind entsprechend.

    Ein grünlicher Stuhl hat in der Regel harmlose Ursachen. Sind Sie beunruhigt, vereinbaren Sie sicherheitshalber einen Termin beim Kinderarzt. Achtung: Geben Sie Ihrem Kind niemals Medikamente oder sonstige Heilmittel, ohne dies zuvor mit einem Arzt zu besprechen!

    Tipp für besorgte Eltern

    Ein grüner Stuhlgang beim Baby deutet nicht zwingend auf eine ernsthafte Erkrankung hin. Behalten Sie den Gesamtzustand des Kindes im Auge. Ist Ihr Baby munter und nimmt stetig zu? Beantworten Sie die Frage mit Ja, ist die Stuhlfarbe ihres Kindes kein Grund zur Sorge.

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