Baby entwicklung wochen

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Entwicklungsschritte im ersten Lebensjahr

Das erste Lebensjahr ihres Kindes ist für Eltern eine besonders spannende Zeit. Fast wöchentlich sind Fortschritte in der motorischen, sozialen und sprachlichen Entwicklung zu bestaunen.

©Natalia Deriabina – fotolia.com

In keinem anderen Lebensabschnitt wächst und entwickelt sich ein Kind so rasant wie in den ersten zwölf Monaten. Der Säugling verdoppelt sein Geburtsgewicht bis zum 5. Lebensmonat und verdreifacht es bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Mit zwölf Monaten misst die Körperlänge etwa um die Hälfte mehr als bei Geburt. Das Gewicht des Gehirns verdoppelt sich in dieser Zeit und entsprechend rasch wächst der Kopfumfang, der im ersten Vierteljahr fast 2 cm pro Monat und im Alter zwischen einem halben und einem dreiviertel Jahr noch etwa 0,5 cm pro Monat zunimmt.

Neben diesem schnellen Wachstum hat der Säugling eine Fülle an Anpassungs- und Entwicklungsaufgaben zu bewältigen: Das Neugeborene muss eigenständig atmen und das Verdauungssystem anpassen, nach und nach muss der Säugling einen Schlaf-Wach-Rhythmus finden. Im Zusammenspiel von biologischer Reifung des Körpers und der Organe, Anregungen durch die Umwelt und eigenen Erfahrungen entwickeln sich die Grob- und Feinmotorik sowie sprachliche und soziale Fähigkeiten.

Die Entwicklungsschritte in den verschiedenen Bereichen folgen keinem starren Schema und das Tempo, in dem diese erreicht werden, kann individuell stark variieren. Einige Anhaltspunkte für alterstypische Entwicklungsstufen gibt die folgende Übersicht:

Motorische Entwicklung

1. Monat

Such- und Saugreflex, Klammer- und Greifreflex, Beugung der Arme und Beine zum Körper hin, Fäusteln der Hände

4. bis 5. Woche

Heben des Kopfes in Bauchlage für wenige Sekunden, spontane Öffnung der Hände

3. bis 4. Monat

Halten des Kopfes, in Bauchlage Abstützen auf den Unterarmen und Heben des Kopfes, Beginn, gezielter zu greifen

6. bis 7. Monat

in Bauchlage Aufstützen auf den Handflächen, Gegenstände werden mit beiden Händen ergriffen und in den Mund gesteckt, Wechsel von Spielzeug zwischen den Händen

7. bis 9. Monat

Drehen von Rücken- in Bauchlage, Beginn der eigenständigen Fortbewegung (Kriechen, Robben), Beginn, das freie Sitzen zu erlernen, Beginn, Gegenstände mit Daumen und Zeigefinger zu fassen

10. bis 12. Monat

Krabbeln, selbständiges Aufsetzen und sicheres freies Sitzen, Hochziehen in den Stand und Laufen an Möbeln entlang, Fassen kleinerer Gegenstände mit Daumen- und Zeigefingerkuppen

Soziale und sprachliche Entwicklung

4. bis 5. Woche

Folgen eines Gegenstandes mit den Augen, aufmerksames Schauen auf nahe Gesichter

6. bis 8. Woche

Rachen- und Kehlkopflaute (Gurren)

3. bis 4. Monat

intensiver Blickkontakt, Lächeln von Bezugspersonen wird erwidert, Kontaktaufnahme durch Blick, Mimik, Gesten und Laute

6. bis 7. Monat

unterschiedliches Verhalten gegenüber bekannten und unbekannten Personen (Fremdelphase), stimmhaftes Lachen, Bildung rhythmischer Silbenketten (z.B. „dei-dei-dei“)

10. bis 12. Monat

Wechselspiel mit Bezugspersonen (z.B. mit den Fingern oder Bauklötzen), Nachahmen von Lauten, spontane Äußerung längerer Silbenketten, Bilden von Doppelsilben (z.B. „da-da“), gegen Ende des ersten Lebensjahrs Verwendung erster Wörter wie „Mama“ und „Papa“

Für Eltern ist es eine verantwortungsvolle Aufgabe, die gesunde Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Nützliche Tipps finden Sie zum Beispiel im Internetportal www.kindergesundheit-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

U-Untersuchungen geben Sicherheit

Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus, in dem es einzelne Fähigkeiten erwirbt. Einige Kinder sind beispielsweise schon früh motorisch sehr geschickt, benötigen aber für den Spracherwerb etwas mehr Zeit oder umgekehrt. Das kann Eltern manchmal sehr verunsichern. Wenn Sie sich sorgen, ob Ihr Kind sich altersgemäß entwickelt, finden Sie Rat und Unterstützung bei Ihrem Kinderarzt bzw. Ihrer Kinderärztin.

Im ersten Lebensjahr hat Ihr Kind Anspruch auf die U-Untersuchungen U1 bis U6. Diese und die weiteren Früherkennungsuntersuchungen sind wichtige Chancen, Auffälligkeiten in der kindlichen Entwicklung und Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, damit Ihr Kinder- und Jugendarzt bzw. Ihre Ärztin eine erforderliche Behandlung oder gezielte Förderung rechtzeitig in die Wege leiten kann.

Wichtige Impfungen im ersten Lebensjahr

Zu den wichtigsten vorbeugenden medizinischen Maßnahmen zählen Impfungen. Konsequente Impfungen sind der beste Weg, um Ihr Kind vor zahlreichen schweren Infektionskrankheiten zu schützen, die eine gesunde Entwicklung beeinträchtigen und in manchen Fällen lebensbedrohlich werden könnten.

Um einen möglichst frühzeitigen Impfschutz schon für Säuglinge zu erreichen, die oft besonders gefährdet sind, empfiehlt die Ständige Impfkommission STIKO folgende Grundimmunisierungen:

  • Rotavirus-Impfung ab einem Alter von sechs Wochen,
  • Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Hepatitis B ab einem Alter von zwei Monaten,
  • Impfungen gegen Pneumokokken ab einem Alter von zwei Monaten,
  • Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln sowie Windpocken (Varizellen) ab einem Alter von 11 Monaten,
  • Impfung gegen Meningokokken C im Alter von 12 Monaten.

Babys 1. Lebensjahr

Zwölf aufregende Monate

Eine herrlich aufregende Zeit steht Ihnen jetzt bevor! Die körperliche Entwicklung Ihres Babys geht mit rasantem Tempo voran, jeder Tag bringt Neues und Aufregendes. Gleichzeitig werden aber auch für die seelische Gesundheit jetzt die Weichen gestellt. Kurz: Das erste Lebensjahr ist von ganz entscheidender, „prägender” Bedeutung. Jetzt haben Sie, liebe Eltern, die Möglichkeit, das Fundament für das spätere Leben Ihres Kindes zu legen! Dies zu wissen, hat schon mancher Mutter und manchem Vater die Entscheidung zwischen Babypause und Beruf/Karriere erleichtert!

Die ersten Wochen

Weil das Baby in den ersten Wochen nach der Geburt so viel schläft, glaubte man früher, dass ein Kind nur satt und sauber zu sein brauchte, um rundum zufrieden zu sein. Doch längst hat die Entwicklungspsychologie mit diesem Irrtum aufgeräumt. Heute weiß man, dass gerade ein ganz kleines Baby äußerst empfindsam auf seine Umwelt reagiert, besonders auf das Verhalten seiner Mutter. D.h., es spürt alles, was in seiner Umgebung passiert, es leidet unter Entbehrungen, fehlender Liebe und Zärtlichkeit genauso wie unter Hunger. Es braucht eine Atmosphäre der Geborgenheit – oder nennen Sie es Nestwärme -, um Vertrauen zu Ihnen, seinen Mitmenschen und zu seiner Umwelt entwickeln zu können. Nur mit diesem Vertrauen wird es Ihrem Kind gelingen, in unserer Welt klarzukommen! Deshalb ist viel liebevoller Körperkontakt das Beste für Ihr Kind. Wenn Sie Ihr Baby nach dem baden in seinen Babybademantel eingewickelt haben, kann eine schöne Schmuserunde Ihnen beiden sehr gut tun.

Zweiter Monat

Das schönste Erlebnis in diesem Monat: Ihr Baby lächelt Sie zum ersten Mal richtig an! Das zaghafte Lächeln wird zum glucksenden Lachen, das bald schon von einem hellen Jauchzen begleitet wird! Das ist „Balsam” für müde, ausgelaugte Eltern!

Dritter Monat

Baby entdeckt seine Stimme. Es gluckst, gurrt, quietscht und lallt – seine eigene Stimme ist in diesen Wochen das interessanteste Spielzeug.

Vierter Monat

Neue Anregungen und Dinge zum Greifen und „Begreifen” sind jetzt herzlich willkommen. Achten Sie ab sofort auf altersgerechtes Spielzeug, das Ihr Baby fördert, aber nicht überfordert!

Fünfter Monat

Woche um Woche wird Ihr kleines Baby wacher und auch hungriger. Vielleicht hat es sogar schon Appetit auf den ersten Brei! Doch bitte denken Sie daran: Von Mamas weicher Brust zum harten Löffel – das ist eine riesige Umstellung für den kleinen Mund!

Sechster Monat

Die ersten Zähnchen könnten jetzt kommen – und damit auch schlaflose Nächte und evtl. ein wunder Popo. Fragen Sie Ihren Kinderarzt um Rat, wenn das Zahnen zur echten Belastung wird.

Siebter Monat

Schläft das Kind Ihrer Freundin bereits durch? Das ist sehr schön für Ihre Freundin, doch die Regel ist es nicht! Messen und vergleichen Sie Ihr Baby nicht mit anderen Kindern, denn jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit mit dem Recht auf individuelle Entwicklung – körperlich und geistig!

Auf dem Weg zum ersten Geburtstag

Die motorische Entwicklung macht jetzt große Fortschritte. Ihr Baby wird mobil und geht mit größter Freude auf Entdeckungsreise. Räumen Sie bitte nur weg, was für Ihr Kind gefährlich werden könnte, alles andere bereichert seinen Erfahrungsschatz! Warten Sie mit großer Sehnsucht auf ein erstes „Mama” oder „Papa”? Ganz schnelle Sprecher erfreuen ihre Eltern schon vor dem ersten Geburtstag damit, die meisten warten noch etwas.

Entwicklungskalender

Entwicklung Baby: Monat für Monat im Entwicklungskalender

Lächeln, krabbeln, laufen: Welche Entwicklungsschritte dein Baby macht und wie du es dabei unterstützen kannst, erfährst du im familie.de-Babyentwicklungskalender.

Wichtige Etappen in der Baby-Entwicklung

Alle wichtigen Entwicklungsmeilensteine in den ersten drei Jahren, praktische Tipps und Checklisten – mit zwei Klicks bist du immer auf dem Laufenden. Gebe einfach die Geburtsdaten deines Babys ein und schon kommst du zum entsprechenden Entwicklungsmonat. Die ersten 36 Entwicklungsmonate findest du zudem in der Übersicht.

Ein Baby lernt gerade in seinen ersten Lebensmonaten und -jahren beinahe täglich neue Fähigkeiten und erlebt einen Wachstumsschub nach dem anderen. Diese Entwicklung mitzuerleben lässt Eltern immer wieder staunen und erfüllt sie mit Stolz – zu Recht! Denn es ist wirklich Wahnsinn, was Babys innerhalb der ersten drei Jahre alles lernen.

Einer der ersten kleinen Meilensteine in der Baby-Entwicklung ist dabei auch einer der schönsten für die Eltern: wenn das Baby zum ersten Mal bewusst lächelt. Weitere Etappen in der Entwicklung vom Baby zum Kleinkind sind zum Beispiel die ersten gelungenen Drehversuche oder die orale Phase, in der das Baby alles mit dem Mund untersucht. Dann lassen auch die ersten Milchzähne nicht mehr lange auf sich warten und das Baby beginnt schon bald mit dem Krabbeln. Auch das Fremdeln kennzeichnet einen wichtigen Entwicklungsfortschritt beim Baby.

Ab Ende des ersten Lebensjahres macht zudem die Sprachentwicklung beim Baby immer größere Sprünge, sodass es bald das erste richtige Wort spricht. Und wenn dann auch noch die ersten selbstständigen Schritte gelingen und keine Windel mehr benötigt wird, dann hat das Baby schon unglaublich viel gelernt – und das mit gerade einmal drei Jahren! Wahnsinn, oder?

Die Entwicklung vom Baby zum Kleinkind

Wie sich dein Baby im ersten Jahr entwickelt

Vergiss bei diesen Angaben nicht, dass sie nur grobe Richtlinien sind. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Also keine Sorge, falls dein Baby irgendetwas mal ein wenig früher oder später erlernt. Wenn es extreme Abweichungen gibt, solltest du natürlich den Kinderarzt um Rat fragen, zum Beispiel in einer der Vorsorgeuntersuchungen.

Nach der Geburt

  • Artikulation. Dein Neugeborenes nutzt seine Stimme ausschließlich zum Schreien. Du wirst schnell die verschiedenen Nuancen und Bedeutungen der Schreie heraushören.
  • Sehen. Dein Baby kann schon sehen, aber die Fernsicht ist noch verschwommen. Nur im Abstand von 20-25 cm sieht es scharf. Besonders interessant findet es Gesichter und allgemein Hell-Dunkel-Kontraste.
  • Hören. Auch hören kann dein Baby schon. Es erkennt deine Stimme – das konnte es auch schon in deinem Bauch, etwa ab dem 7. Monat.
  • Riechen. Der Geruchssinn ist sehr gut entwickelt. Schon bald erkennt dein Neugeborenes deinen Geruch und nutzt ihn zur Orientierung.

1 Monat alt

  • Mimik. Schon ganz junge Säuglinge imitieren Mimik. Wenn du mit deinem Gesicht dicht vor das Gesicht deines Babys gehst und die Zunge herausstreckst, wird es dich eventuell nachahmen.
  • Bewegung. Dein Baby versucht nun, den Kopf anzuheben, beispielsweise wenn es auf dem Bauch liegt. Noch kann es den Kopf nur kurz halten oder drehen.
  • Entdecken. Dein Schatz erforscht nun die eigenen Arme und Beine. Er saugt außerdem an den eigenen Fingern.
  • Sehen. Dein Baby erwidert deine Blicke nun länger und gezielter.

2 Monate alt

  • Artikulation. Dein Baby erweitert sein Kommunikationsrepertoire. Nun gurgelt, kräht, gluckst oder summt es auch.
  • Sehen. Jetzt kann dein Kleines Bewegungen verfolgen, zum Beispiel wenn du ein Spielzeug vor seinen Augen hin- und her bewegst. Es sieht nun auch schon besser in die Ferne.
  • Bewegung. Mit zwei Monaten kann dein Kind seinen Kopf zur Seite drehen und kurz hochhalten. Die Bewegungen werden geschmeidiger.
  • Mimik. Du kannst jetzt mit dem ersten Lächeln rechnen – ein wunderschöner Moment!

3 Monate alt

  • Artikulation. Vokale sind die ersten richtigen sprachlichen Laute, die dein Kind produziert.
  • Sehen. Mittlerweile kann dein Baby schon besser zwischen unterschiedlichen Personen unterscheiden, auch wenn es sich nicht um Mama oder Papa handelt.
  • Bewegung. Dein Baby lernt nun, seine Finger zu schließen. Noch wird es vermutlich aber nicht nach Gegenständen greifen, sondern sie wegschieben oder danach schlagen. Auch mit den Armen und Beinen wird kräftig gestrampelt.
  • Mimik. Zum Lächeln kommt jetzt auch noch das Lachen.

4 Monate alt

  • Bewegung. Dein Baby kann sich nun mit den Armen abstützen, wenn es auf dem Bauch liegt. Es macht also eine Art Mini-Liegestütze. Als Neugeborenes hat dein Baby nur aus Reflex Greifbewegungen gemacht, wenn etwas seine Handfläche berührt hat. Nun lernt es, gezielt nach Gegenständen zu greifen. Die Sicherheit rund ums Haus wird für dein Baby von nun an immer wichtiger. Sei demnach immer auf der Hut.
  • Sehen. Kräftige Farben können jetzt besser unterschieden werden, sodass nicht mehr nur Hell-Dunkel-Kontraste interessant sind.
  • Persönlichkeit. Langsam könnte das ‚Fremdeln‘ losgehen. Während das Baby mit Strampeln, Lächeln und Krähen auf Mama und Papa reagiert, wird es gegenüber Fremden nun zurückhaltender.

5 Monate alt

  • Artikulation. Dein Baby produziert immer neue Geräusche, zum Beispiel Prusten oder Blubbern. Darunter sind nun auch schon erste Konsonanten, wie „m“ oder „b“.
  • Bewegung. Im Liegen kann sich dein Schatz jetzt in eine Richtung herumdrehen, zum Beispiel vom Bauch auf den Rücken. Die neuen Greiffähigkeiten werden nun dazu genutzt, alles in den Mund zu stecken, was nicht niet- und nagelfest ist. Der Kopf kann jetzt vollständig alleine gehalten und kontrolliert werden.
  • Denken. Besonders spannend ist die kognitive Entwicklung. Dein Kind begreift nun langsam einfache Ursache-Wirkung-Zusammenhänge. Zum Beispiel lernt es, dass Dinge herunterfallen, wenn es sie von einer Kante schubst.

6 Monate alt

  • Artikulation. Dein Kind versucht nun, Geräusche zu imitieren.
  • Bewegung. Mit ein wenig Hilfe klappt auch schon das Sitzen. Außerdem kann es Objekte nicht nur greifen, sondern auch zu sich heranziehen. Das Fallenlassen von Gegenständen wird zu einer neuen Lieblingsbeschäftigung.
  • Hören. Das Gehör funktioniert jetzt so gut, dass dein Baby die Richtung einer Geräuschquelle ausmachen kann. Es dreht sich nach dem Geräusch um.
  • Persönlichkeit. Aufmerksamkeit gefällt deinem Schatz jetzt besonders gut. Das Baby lernt jetzt, wie es diese Aufmerksamkeit bekommen kann und mit welchem Verhalten es welche Reaktionen bei dir hervorruft.

7 Monate alt

  • Artikulation. Jetzt kommt der nächste große Meilenstein im Spracherwerb: Dein Baby brabbelt! Das bedeutet, dass es Konsonanten und Vokale aneinanderhängt, zum Beispiel „gagagaga“.
  • Bewegung. Das Sitzen funktioniert schon ganz ohne Hilfe. Außerdem startet dein Kleines nun erste Krabbel- oder Robbversuche.
  • Denken. Dein Kind versteht nun, dass Dinge nicht verschwinden, wenn es sie nicht mehr sieht. Darum spielt es jetzt besonders gern das „Kuckuck“-Spiel oder andere Versteckspiele.
  • Persönlichkeit. Viele Babys beginnen in diesem Alter mit einer Phase der Trennungsangst.

8 Monate alt

  • Artikulation. Wahrscheinlich sagt dein Baby nun „Mama“ und/oder „Papa“. Die meisten machen aber noch keinen Unterschied zwischen den Eltern und benutzen einen Begriff für beide oder wechseln zufällig hin und her.
  • Bewegung. Mit dem Krabbeln klappt es nun immer besser. Langsam zieht sich dein Entdeckerkind auch an Möbel hoch und versucht, aufrecht zu stehen. Die Feinmotorik der Hände verbessert sich immer mehr: Kleine Gegenstände werden zwischen Daumen und Zeigefinger gefasst und Objekte können von einer Hand in die andere gereicht werden. Auch das Zeigen auf Gegenstände wird nun gelernt.
  • Denken. Dein Baby versteht schon viele Worte, auch wenn es selbst noch nicht sprechen kann. Wenn du ihm Gegenstände nennst, zeigt es auf das entsprechende Objekt (falls es schon zeigen kann). Das klappt auch mit Bilderbüchern.
  • Persönlichkeit. Die Gefühle des kleinen Spatz differenzieren sich nun weiter aus und werden deutlicher von außen erkennbar.

9 Monate alt

  • Artikulation. Die Laute, die dein Baby vor sich hin plappert, werden immer wortähnlicher. Sie folgen immer mehr der Silbenstruktur der Muttersprache(n).
  • Bewegung. Wenn dein Kleines sich abstützen kann, klappt das Stehen schon prima. Auf diese Weise kann es auch schon einige Schritte gehen, zum Beispiel entlang des Wohnzimmertischs.
  • Denken. Langsam reagiert dein Kind auf seinen Namen, zum Beispiel indem es dich anschaut. Es bekommt nun auch eine Vorstellung vom Konzept ‚Besitz‘, vor allem was die eigenen Spielzeuge betrifft.
  • Persönlichkeit. Die Phase der Trennungsangst erreicht nun ihren Höhepunkt.

10 Monate alt

  • Artikulation. Mittlerweile kann dein Schatz vielleicht schon „Mama“ und „Papa“ zur jeweils richtigen Person sagen.
  • Bewegung. Immer mehr Gesten kommen ins Repertoire deines Babys, zum Beispiel Winken zum Abschied. Außerdem umkreist es nun fleißig Möbel, mit deren Stütze klappt das Gehen nämlich prima.
  • Denken. Dein Kind begreift langsam, was „Nein“ bedeutet. Außerdem experimentiert es mit Behältnissen. Es legt Objekte hinein und fängt an zu verstehen, dass sich etwas in einem anderen Objekt befinden kann.

11 Monate alt

  • Bewegung. Dein Schatz ahmt jetzt jede Menge Bewegungen nach und lernt dabei neue Gesten, zum Beispiel Klatschen. Er kann außerdem schon kurz alleine stehen und sich hinhocken.
  • Denken. Mittlerweile versteht dein Baby nicht nur einzelne Wörter sondern auch einfache Anweisungen, zum Beispiel „Bring mir bitte die Tasse“.

12 Monate

  • Artikulation. Vermutlich kommt zu „Mama“ und „Papa“ nun das nächste Wort hinzu.
  • Bewegung. Jetzt könnte es so weit sein: dein Baby macht die ersten Schritte, ganz allein und ohne Abstützen. Ansonsten wird in diesem Alter fleißig Werfen geübt – es handelt sich um einen anderen Bewegungsablauf als Fallenlassen, was dein Baby ja schon länger beherrscht.
  • Denken. Dein Schatz versteht jetzt Fragen und kann innerhalb seiner Möglichkeiten darauf antworten. Wenn du beispielsweise fragst „Wo ist deine Nase?“, wird es auf seine Nase zeigen.

Die Entwicklung im zweiten Jahr

Auch im zweiten Lebensjahr geht die Entwicklung rasant weiter. Bis zu seinem zweiten Geburtstag macht dein Kind höchstwahrscheinlich die folgenden Fortschritte:

  • Sprache. Der Wortschatz der gesprochenen Wörter ist auf rund 50 Wörter angewachsen, verstehen kann dein Kind etwa die dreifache Menge. Es folgt nun auch zweiteiligen Anweisungen, zum Beispiel „Heb bitte die Tasse auf und bring sie mir“. Außerdem bildet dein Schatz jetzt einfache Sätze, benennt Bilder und Gegenstände und singt einfache Lieder.
  • Bewegung. Das Bewegungsrepertoire wächst ebenfalls explosionsartig: Treppen steigen, Bälle werfen und treten, Klötzchentürme bauen, mit Stiften kritzeln, Löffel und Gabel benutzen, rennen, ausziehen, rückwärts gehen, klettern aus der Tasse trinken…
  • Denken. Mittlerweile denkt dein Baby in Kategorien. Es sortiert zum Beispiel Spielzeuge nach Gruppen, beispielsweise nach Größe oder Farbe. Es kann außerdem zwischen seinem eigenen Willen und dem Willen anderer unterscheiden (und versucht, den eigenen Willen durchzusetzen). Konzepte wie Raum, Form und Größe versteht es immer besser, ebenso wie Gegenteile (zum Beispiel groß versus klein) und komplexere Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung.
  • Persönlichkeit. Dein kleiner Schatz entwickelt nun deutlich seine eigenen Vorlieben, zum Beispiel beim Essen. Er erkennt sich jetzt auch im Spiegel. Zudem fühlt dein Kind immer mehr komplexe Emotionen wie Stolz, Scham, Mitleid usw.

Die Entwicklung im dritten Jahr

Dein Kind wird nun immer selbstständiger und kann schon einiges alleine machen. Bis zum dritten Geburtstag lernt es sehr wahrscheinlich die folgenden Fähigkeiten:

  • Sprache. Dein Kind bildet mittlerweile Sätze mit 4-5 Wörtern. Es kann eine Farbe korrekt benennen, Gefühle ausdrücken, einige Präpositionen, Adjektive und Verben benutzen und jemanden beim Namen nennen. Auch der Wortschatz steigt rasant, jeden Tag lernt dein Schatz 10 Wörter dazu. Außerdem spricht er immer deutlicher und verständlicher. Was das Verstehen angeht, ist es noch weiter: Zum Beispiel kann dein Kleines nun kompliziertere Anweisungen aus drei Teilen befolgen.
  • Bewegung. Auch die Bewegungsabläufe werden weiterhin verfeinert und komplexer: Dein Kind kann jetzt auf einem Fuß balancieren, manche Kleidungsstücke anziehen, die Hände waschen, beim Zähneputzen helfen und vielleicht auch schon hüpfen.
  • Denken. Mittlerweile versteht dein Kind Alltagsabläufe, Unterschiede zwischen Tag und Nacht und erste Regeln im Umgang mit anderen Menschen. Es spielt diese Szenen zum Beispiel mit Stofftieren nach. Dabei entwickelt sich auch seine Vorstellungskraft, beispielsweise kann ein Bauklötzchen die Rolle eines Handys einnehmen.
  • Persönlichkeit. Weil dein Kind sich selbst als eigene Person wahrnimmt, sich aber noch nicht in andere Personen hineinversetzen kann, handelt und denkt es in dieser Zeit sehr ichbezogen. Es ist außerdem sehr neugierig und möchte alles Mögliche wissen und verstehen. Was seine Emotionen betrifft: es kann passieren, dass dein Kind seine Gefühle völlig ungehemmt zeigt, zum Beispiel in einem Wutanfall. Es interessiert sich aber auch für die Gefühle anderer Menschen, es könnte etwa fragen, warum ein anderes Kind weint.
  • Sonstiges. In dieser Zeit werden die meisten Kinder nach und nach trocken. Der Prozess kann sich aber über einige Jahre hinziehen, zwischendurch kann es immer wieder kleine Unfälle geben (vor allem nachts).

Medienwahrnehmung 0–3 Jahre

Welche Medien passen zum Kleinkind?

Im Verlauf seines ersten Lebensjahres wird das Baby immer vertrauter mit „seiner“ Sprache. Es beginnt, Gesichtsausdrücke und Tonfälle zu unterscheiden und erste Wörter zu verstehen. Ab etwa sechs Monaten werden Bilder für Kinder interessant und Bilderbücher werden damit zum wichtigsten Medium. Vorlesen, Geschichten erzählen und gemeinsam Singen oder Musik machen gefallen Kindern in dieser Zeit sehr gut. Lesen Sie Ihrem Kind regelmäßig vor, zeigen Sie auf die Bilder oder lassen Sie Ihr Kind die Bilder deuten und „besprechen“, auch wenn es zunächst nur „brabbeln“ kann. Reden Sie mit ihm über das, was es sieht und was Sie vorlesen. So lernt es, das Gesehene mit Sprache zu verbinden.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Geburtstag nehmen die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern meist stark zu. Kleine Geschichten in Bilderbüchern sind dann genau das Richtige. Dabei ist es Ihnen überlassen, ob Sie „klassische Bücher“ lesen oder eine Bilderbuch-App auf dem Tablet oder Smartphone nutzen. Kinder genießen dann auch, einfache Geschichten von CD zu hören, sie können anregend oder auch entspannend sein. Häufig wechseln sich einfache kurze Hörgeschichten mit Musik ab. Besonders gefällt es ihnen, in Bilderbüchern oder bei Musikstücken oder Hörspielen Figuren oder Lieder wiederzuerkennen. Deshalb möchten sie dieselben Bücher immer wieder anschauen und dieselbe Hörgeschichten immer wieder hören. Allerdings sollten Hörmedien in diesem Alter höchstens 30 Minuten am Tag genutzt werden.

Baby Entwicklung als Tabelle

Die AOK Hessen hat eine sehr schöne Tabelle zur Baby-Entwicklung zusammengestellt:

Bild anklicken für Großansicht. Quelle: AOK Hessen

Tabelle der Entwicklungsschübe

  1. Entwicklungsschub – um die 5. Woche
    Mehr Trinkverlagen – Seh-, Geruchs- und Hörvermögen steigen signifikant.
  2. Entwicklungsschub – um die 8. Woche
    Erstes Fremdeln – Baby will nuckeln.
  3. Entwicklungsschub – um die 12. Woche
    Erste Rituale schleichen sich ein – Eigen- und Fremdwahrnehmung setzen ein – erhöhter Sitllbedarf.
  4. Entwicklungsschub – um die 19. Woche
    Längenwachstumsschub – Beikostbeginn.
  5. Entwicklungsschub – um die 26. Woche
    Neue Körperfähigkeiten (drehen, erste Krabbelansätze) – erstes Silbenmurmeln.
  6. Entwicklungsschub – um die 37. Woche
    Krabbeln beginnt – Verständnisfähigkeit steigt rapide.
  7. Entwicklungsschub – um die 47. Woche
    Erstes Wort – mögliche Wutanfälle – die Welt wird eigenständig erkundet – Geschicklichkeit macht Sprung.
  8. Entwicklungsschub – um die 55. Woche
    Danach startet oft das erste Gehen – erneutes Fremdeln – Baby ist oft launenhaft.

Die Monate des ersten Lebensjahres im Detail

Entwicklung im 1 Monat

Der 1. Monat in der Entwicklung vom Baby

In den ersten vier Wochen des ersten Lebensjahres passiert unglaublich viel im Leben deines Babys. Du wirst erleben, wie Baby seine Nackenmuskel stärkt und erste Versuche startet, den Kopf anzuheben. Die frühen Reflexe bilden sich aus und das Interesse an der Umgebung wächst von Tag zu Tag.
Essen ist das Wichtigste im Leben deines kleinen Knuddels. Essen und Nähe, Geborgenheit. Noch verschläft es die meiste Zeit: Rund zwei Drittel des Tages.
Vermutlich wird es auch noch viel weinen – ein ganz normales Verhalten, das viele Ursachen haben kann. Forscher vermuten, dass viele Babys das Weinen auch zum Stressabbau nutzen.

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Entwicklung im 2 Monat

2 Monate Babyentwicklung – das erste Lächeln

Wenn das Baby noch jünger als zwei Monate alt ist, wird es meist noch in der Nacht gefüttert werden. Am Tage schafft es schon ungefähr zehn Stunden der Wachheit.

Sinne: Das Sehen entwickelt sich, Ihr Baby wird immer mehr auf Geräusche reagieren. Auch an den eigenen Lauten entwickelt es ein fasziniertes Interesse.
Das Köpfchen kann es nun für einen kurzen Moment hochhalten.

Leichtes Spielzeug kann es nun kurz festhalten.

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Entwicklung im 3 Monat

3 Monate Babyentwicklung

Die Sinne, das Interesse an der Welt, die motorischen Fähigkeiten und die Konzentrationsmöglichkeit – alles entwickelt sich rasant voran.

Gehirnentwicklung: Das Gehirnareal für die Auge-Hand-Koordination wächst auffällig. Das Baby erkundet seine Finger, greift nach allem, was es erreichen kann. Es sollte einen Gegenstand in kurzem Abstand fixieren und díesem mit den Augen folgen können.

Erkenntnis: Der kleine Säugling wird seiner Umwelt zunehmend bewusst und erkennt regelmäßige Abläufe bereits am Ausgangspunkt: Das Aufknöpfen der Bluse (bei Stillkindern, alternativ das Fläschchen) führt genau wie das Einlassen der Babywanne zu aufgeregtem Zappeln.

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Entwicklung im 4 Monat

Babys Entwicklung – 4 Monate

Das Baby ist nun über 12 Wochen alt. Für von Dreimonatskoliken geplagte Eltern endet die Zeit der abendlichen Schreiphasen. Durchschlafen ist noch nicht die Regel, wird aber bei immer Babys der Fall. Besonders Stillbabys werden in der Nacht noch einmal wach, weil die gute Muttermilch nun mal so gut (und schnell) verdaulich ist 🙂

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Entwicklung im 5 Monat

Babyentwicklung – 5 Monate

Die Zeit der oralen Phase. Alles wird in den Mund genommen und abgelutscht. Die Laute aus Babys Mund werden vielfältiger und konkreter, ohne jedoch bereits echten Worten nahezukommen. Überwiegend hört es sich noch nach Prusten, Blubbern und Brabbeln an.

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Entwicklung im 6 Monat

6 Monate Entwicklung von deinem Baby

Die Neugeborenenreflexe gehen zurück, dafür kommen die ersten Zähne. Allmählich müssen bis in Hüfthöhe alle zerbrechlichen oder verschluckbaren Gegenstände in höhergelegene oder abschließbare Aufbewahrungsorte umgesiedelt werden: Das Krabbeln und Hochziehen an Möbelstücken beginnt. Baby wird mobil! Manche Babys rollen durch den ganzen Raum.

Kleine Wissenschaftler: … bei der Erforschung von Ursache und Wirkung. Babys lassen gerne etwas fallen und freuen sich ein Loch in den Bauch, wenn Mama oder Papa dies wieder aufhebt. Und wieder, und wieder und wieder.

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Entwicklung im 7 Monat

7 Monate Baby Entwicklung

Motorik: Mittlerweile stellt das Drehen von einer Seite zur anderen für Ihr Baby kein Problem mehr dar. Es greift mit beiden Händen nach Gegenständen und kann diese von einer Hand in die andere nehmen. Eventuell klatscht es bereits oder vermag alleine aus einer Trinklerntasse zu trinken. Im Vierfüßlerstand kann es sein Gewicht von einer Hand auf die andere verlagern. Noch robbt es mehr rück- als vorwärts.

Gehirnentwicklung: Ihr Baby erinnert immer mehr, erkennt laufend neue Ursache-Wirkungsketten. Auch Lieder, die Sie ihm mehrfach vorsingen, zaubern schon nach einigen Takten ein Lächeln auf die Babylippen. Dieses „Ich weiß was kommt“ – das Wiedererkennen – ist für sieben Monate alte Babys eine große Freude.

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Entwicklung im 8 Monat

Babys Entwicklung im 8. Monat

Grobmotorische und feinmotorische Entwicklung: Immer mehr Babys können nun selbstständig sitzen und krabbeln bzw. mit dem Hintern auf dem Boden herumrutschen. Der Vierfüßlerstand ist Normalität.

Weiterlesen: Entwicklung im 8 Monat

Entwicklung im 9 Monat

Die Entwicklung vom Baby im 9. Monat

Motorik: Ihr Baby sollte nun sicher alleine sitzen können. Viele krabbeln munter durch die Gegend, einige beschränken sich noch aufs Robben. Baby kann mit Festhalten stehen, das Gleichgewicht halten aber noch nicht.

In Verbindung mit dem erweiterten Forschungsradius legt die zunehmende Kraft beim Entwicklungsstand Ihres Babys nahe, lange Tischdecken zurzeit lieber im Schrank zu belassen … Sind alle verbotenen Schränke und Schubladen (Vorsicht vor allem bei Arznei- und Putzmitteln) mit Schrank- und Schubladensicherungen versehen?

Weiterlesen: Entwicklung im 9 Monat

Entwicklung im 10 Monat

Die Entwicklung vom Baby im 10. Monat – eine Persönlichkeit wird erkennbar

Motorik: Einige Babys gehen nun ihre ersten Schritte alleine, fallen dann aber schnell wieder hin. Die meisten Babys lernen das Laufen mit einem Jahr. Denken Sie daran: Ihr Baby ist individuell. Kann es etwas jetzt noch nicht, manches Baby krabbelt einfach mit 10 Monaten nicht, lernt es dies in den nächsten Monaten. Manche Babys überspringen auch Phasen, können erst Laufen, dann krabbeln oder lernen das Sitzen erst nach dem Laufen. Sollten ernste Probleme vorliegen, wird Ihnen das Ihr Kinderarzt bei der nächsten U-Untersuchung (U6) schon zeigen. Bis dahin haben Sie Vertrauen in die individuelle Entwicklung Ihres kleinen Schatzes.

Weiterlesen: Entwicklung im 10 Monat

Entwicklung im 11 Monat

Babyentwicklung mit 11 Monaten

Motorische Entwicklung im 11. Monat: Am Ende des elften Lebensmonates wird Ihr Baby meist sicher stehen können und die ersten Schritte versuchen. Es kann sich beugen und hinhocken.

Kontaktfreudig: Mit elf Monaten wird Ihr Baby seine Umwelt gerne alleine erkunden, alleine spielen und sich vielleicht zum ersten Mal gegenüber älteren Geschwistern durchsetzen. Es lacht viel und sucht die Kommunikation – in vielerlei Gesten und zunehmend mit ersten Worten.

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Entwicklung im 12 Monat

Die Entwicklung vom Baby – 12 Monate sind es nun

Um die Hälfte gewachsen, Gewicht verdreifacht – eine stolze Bilanz der Entwicklungsstufen des ersten Lebensjahres Ihres Babys.

Motorische Entwicklung: Die Bewegungen Ihres Kindes werden immer sicherer. Es krabbelt, rutscht, zieht sich hoch, geht ein paar Schritte mit Festhalten – und das alles im ständigen, immer schnelleren Wechsel. Treppen werden problemlos hochgekraxelt. Der Umgang mit Trinkbecher und Fütterlöffel gelingt immer sauberer.

Weiterlesen: Entwicklung im 12 Monat

Motorische Entwicklung

Drehungen
Mit 3 Monaten können sich viele Babys aus der Rückenlage auf die Seite drehen, aber erst mit etwa 6 Monaten gelingt die komplette Drehung vom Bauch auf den Rücken. Kurze Zeit danach ist auch das Drehen vom Rücken auf den Bauch möglich, was aber auch manchen Babys zuerst glückt.

Kriechen und Krabbeln
Die meisten Babys beginnen zwischen dem 7. und 10. Monat mit irgendeiner Art der Fortbewegung. Oft wird zunächst auf dem Bauch mit Hilfe der Arme ein wenig vorangekrochen, später werden auch die Beinchen als Antrieb in dieser Lage benutzt. Schließlich kommt das Baby dann auf Händen und Knien in eine Wipphaltung, von der aus ihm aber für einige Tage noch kein “Durchstarten” gelingt. Und wenn es dann doch soweit ist, klappt das Krabbeln zum großen Ärger der Kleinen häufig zunächst nur – rückwärts! Aber auch diese Phase geht vorbei und Baby kann endlich vorwärts krabbeln.
Manche Babys allerdings überspringen diese Phase völlig, indem sie gar nicht krabbeln, sondern sich aus dem Sitzen irgendwann direkt zum Stehen hochziehen. Auch das ist normal – genau wie viele andere Methoden der Fortbewegung, die Babys in diesem Alter ausprobieren können: Rutschen auf dem Po, Robben im Liegen, sich liegend überrollen um ans Ziel zu gelangen, Kreisrutschen….

Sitzen
Wenn man ein 7-monatiges Baby hinsetzt, kann es meist einige Zeit sitzen bleiben ohne zusammenzusacken. Trotzdem sollte ein Baby nicht zu oft in eine sitzende Position gebracht werden, die es von selbst noch nicht einnehmen und halten kann. Diese Positionen entsprechen noch nicht seiner momentanen Muskelentwicklung, weshalb das Kind zusammensackt, was nicht gut für den kleinen Rücken ist. Sobald das Kind aber jeweils durch sein Verhalten und seine Bewegungen deutlich macht, dass es über eine bestimmte Körperpartie Kontrolle gewonnen hat, kann diese neue Fähigkeit auch für verändertes Sitzen genutzt werden. Also: je jünger das Baby, desto liegender wird seine Position die meiste Zeit des Tages sein; man sieht ihm ja auch recht schnell an, wenn es unbequem sitzt, weil es die für die jeweilige Sitzhaltung nötigen Rücken- und Hüftmuskeln nicht anspannen kann. Man stelle sich nur einen 3-monatigen Säugling an einer fast senkrechten Lehne sitzend vor – er wird nicht glücklich aussehen, sondern aufgrund seiner fehlenden Kraft in den nötigen Muskeln mit dem Kopf nach vorne sinken. Man sollte also die Sitzposition den muskulären Fähigkeiten des Kindes anpassen vom Liegen über halb-liegende Positionen, die durch zunehmende Neigung der Lehne nach oben ins Sitzen übergehen. Die meisten Babys bringen auch deutlich zum Ausdruck, dass sie gerne sitzen möchten, indem sie einem im Liegen die Arme entgegenstrecken oder Kopf und Schultern angestrengt anheben.
Aber auch das selbstständige Aufsetzen gelingt dem Baby bald – mit etwa 9 bis 10 Monaten -, wenn es ersteinmal in der Lage ist, sich zu drehen und von der Bauchlage in den Krabbelstand zu gehen. Nach einiger weiterer Zeit mit “Sitzerfahrung” kann es sich aus dem Sitzen auch vor- und seitwärts beugen, ohne umzukippen.

Stehen
In dieser Phase macht das Baby seine ersten Erfahrungen mit dem aufrechten Zweibeinerstand. Mit etwa einem halben Jahr haben viele Babys Spaß daran, in den Armen auf dem Schoß ihrer Eltern zu stehen und dabei durch Beugen und Durchstrecken der Beine wie auf einem Trampolin zu “hüpfen”.
Mit ca. 9 Monaten kann das Baby dann erstmals sein ganzes Gewicht auf seinen Beinen tragen und das Gleichgewicht halten, wenn es sich festhalten kann. Dies ist der Beginn der Laufentwicklung, die im nächsten Altersabschnitt beschrieben wird.

Manuelle Fähigkeiten: Greifen
Vom 4. Monat an entwickelt sich die Fähigkeit des Greifens mit den Händen in verschiedenen Stufen.
Zuerst kann das Baby Gegenstände nur mit der Handinnenfläche greifen, während die einzelnen Finger noch keine spezialisierte Funktion haben. Auch wird der Greifvorgang zunächst noch mit beiden Händen gleichzeitig ausgeführt, bis das Baby mit etwa einem halben Jahr zum einhändigen Greifen – allerdings noch immer mit der Handinnenfläche – übergeht. Bald danach ist es ihm auch möglich, Dinge von einer Hand in die andere zu geben. Da die beiden Hände aber funktional noch nicht vollständig voneinander getrennt sind, passiert es oft, dass das Baby einen Gegenstand aus einer Hand verliert, während es die andere öffnet, um einen weiteren Gegenstand aufzunehmen – beide Hände öffnen sich noch gleichzeitig.
Mit 7 bis 8 Monaten wird das Greifen mit der Handinnenfläche zugunsten des Scherengriffs aufgegeben: nun werden nur noch Daumen und Zeigefinger benutzt, wobei Dinge zunächst von der Basis der beiden genannten Finger umschlossen werden. Bald findet eine Verlagerung zu den Fingerkuppen statt.
Mit etwa 9 Monaten können Babys dann endgültig den Pinzettengriff verwenden, indem sie kleine Gegenstände zwischen den Fingerkuppen von Daumen und Zeigefinger greifen. Diese neue Fähigkeit wird dann von den Kleinen auch gerne an winzigsten Dingen wie Teppichflusen und Krümelchen geübt.
Wenn auch das Greifen nach einem dreiviertel Jahr schon ganz gut klappt, so haben die Kleinen noch mindestens das ganze erste Lebensjahr über Probleme mit dem Loslassen. Oft sind heftige Arm- und Hand(schleuder)bewegungen nötig, um Gegenstände wieder loszuwerden, weil das willentliche Lockern der Muskeln noch nicht funktioniert. Aber auch diese Schwierigkeiten sind bald überwunden.

Monat 3: Baby-Entwicklung

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Monat 3: Meilensteine Baby-Entwicklung

Bewegung: Dein Baby hat seinen Körper immer besser im Griff. Es gelingt ihm sogar schon, seinen Kopf in der Rückenlage für ein paar Minuten zu heben. Auch auf dem Bauch liegend versucht es immer wieder, das Köpfchen aus eigener Kraft zu halten. Auch die Bewegungskoordination wird ab der 9. Woche sicherer. Das Baby lernt, dass es auch verschiedene Gliedmaßen einzeln bewegen kann, ohne gleich den ganzen Körper daran zu beteiligen. Auch kann Dein Kleines sich jetzt schon ganz gut herumdrehen, zum Beispiel in Richtung eines in der Nähe liegenden Spielzeugs. Du kannst die Entwicklung Deines Babys unterstützen, indem Du in greifbarer Nähe, zum Beispiel über dem Wickeltisch, ein buntes Mobile anbringst. Die verschiedenen Figuren kannst Du regelmäßig austauschen, was für zusätzliche Abwechslung und Spannung bei Deinem Baby sorgen wird. In unserem Artikel „Bewegungen Deines Babys“ kannst Du noch mehr über die motorische Entwicklung nachlesen.

Sinne: Im 3. Monat der Babyentwicklung kannst Du auch weitere Fortschritte bei der Sinneswahrnehmung feststellen. Dein Baby sieht langsam immer schärfer und kann Dinge mit den Augen verfolgen, wenn sie nicht viel weiter als 15 Zentimeter entfernt sind. In Folge dessen zeigt Dein Baby mit Beginn der 9. Woche auch immer größeres Interesse an seiner Umgebung.

Wie kann ich mein Baby im dritten Monat außerdem beschäftigen, fragst Du Dich. Da es seine Umwelt immer mehr wahrnimmt, erkennt es bereits die Stimmen von Mama und Papa. Spreche mit Deinem Baby oder singe ihm ein Lied vor. Auch seinen Körper kannst Du miteinbeziehen, beispielsweise kannst Du seine Händchen sanft in Deine Hände klatschen oder auch „Rad fahren“ macht vielen Babys großen Spaß. Dabei nimmst Du die Beine Deines liegenden Kindes und bewegst sie vorsichtig, als würde es in der Luft in die Pedale treten.

Auch das Gehör des Babys verschärft sich im 3. Monat jeden Tag. Es wird immer empfänglicher für umgebende Geräusche und kann ihm vertraute Stimmen von fremden unterscheiden. Dein Baby dreht auch den Kopf in Richtung der Geräuschquelle, wenn es etwas hört. In dieser Entwicklungsphase kann auch die Musik eine beruhigende Wirkung haben und die Ausbildung des Hörsinns weiter fördern. Du kannst Deinem Baby bei jeder Gelegenheit etwas vorsingen oder einfach eine schöne CD einlegen. Vielleicht wäre auch eine schöne Spieluhr etwas für Euch? Probiere doch einfach ein paar Sachen aus, um festzustellen, was Deinem Baby am besten gefällt.

Kommunikation: Die zunehmende Entwicklung der Augen und die Fähigkeit, vertraute Stimmen zu erkennen, helfen Deinem Baby, Dich von fremden Personen zu unterscheiden. Ab ungefähr dem 3. Monat kann Dein Baby selbst entscheiden, wem es seine Zuneigung zeigt. Das Spektrum der von ihm hervorgebrachten Laute wird dabei immer breiter. In unserem Artikel „Weinen, Quietschen, Glucksen: Dein Baby versucht sich zu verständigen“ findest Du weitere Informationen zu diesem Thema.

Du kannst schon im 3. Monat erste, wichtige Grundlagen für den Spracherwerb Deines Babys legen. Sprich bei jeder Gelegenheit mit ihm oder singe Deinem Baby etwas vor. Zeige Deinem Kind verschiedene Dinge und benenne sie oder erzähle ihm, was Ihr während eines Spaziergangs seht. Das vertieft nicht nur die Beziehung zwischen Dir und Deinem Baby, sondern fördert auch die Intelligenz und erleichtert in den nächsten Monaten den Erwerb der Sprachfähigkeiten. Eine besonders große Rolle spielen dabei neben dem Sprechen auch Mimik, Gestik und Blickkontakt.

Schlafen: Ein wichtiger Meilenstein für viele, vielleicht etwas ermüdete Eltern ist die Tatsache, dass sich ab dem 3. Monat langsam feste Schlafgewohnheiten bei Deinem Baby ausprägen. Die meisten Babys schlafen bis zu 16 Stunden täglich. Wie lange sie im Alter von drei Monaten wach sind, ist unterschiedlich. Im Durchschnitt sind sie aber kaum mehr als zwei Stunden wach. Es entwickelt sich langsam ein richtiger Tag-Nacht-Rhythmus beim Baby. Jetzt kann es sogar passieren, dass Dein Kleines mal die ganze Nacht durchschläft und es nicht zwischendurch hungrig aufwacht. Es dauert jedoch noch einige Zeit, bis Dein Baby regelmäßig alle Nächte durchschlafen wird. Mehr dazu erfährst Du in unserem Artikel „So lernt Dein Baby durchschlafen“.

Wann Du Dein Baby mit drei Monaten am besten ins Bett bringen solltest, lässt sich nicht allgemein beantworten. Es sollte nur möglichst immer zur gleichen Uhrzeit sein, damit es in seinen Schlafrhythmus findet.

Stuhlgang: In den ersten vier bis sechs Wochen haben Babys – insbesondere Stillbabys – mehrmals täglich Stuhlgang. Im 3. Monat kann der Stuhlgang auch schon einmal drei bis vier Tage auf sich warten lassen – ohne, dass Dein Kind an Verstopfung leidet. Solange der Stuhlgang weich ist und Dein Baby nicht drücken muss, ist alles in Ordnung.

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Monat 3: Termine rund ums Baby

  • U4 Untersuchung
  • Erste Impfung
  • Elterngeld
  • Anmeldung zum Pikler-Kurs

Monat 3: Tipps rund ums 9 bis 12 Wochen alte Baby

Fontanelle

Damit der Kopf bei der Geburt durch den Geburtskanal passt, sind die Schädelplatten bei Babys noch nicht fest verbunden. Durch diese Flexibilität kann außerdem das Gehirn ungehindert wachsen. Gleichzeitig sind die sogenannten Fontanellen, also die Stellen, an denen das Gehirn nicht von Schädelplatten geschützt wird, sehr empfindliche Stellen, mit denen Du sehr vorsichtig umgehen solltest, vor allem beim Haare waschen und bei Kopfmassagen Deines Babys. Die so genannte kleine Fontanelle schließt sich beim Baby bereits im 3. Monat nach der Geburt, die große verschwindet meistens erst nach 24 Monaten vollständig.

Richtige Windelgröße und Kleidergröße

Dein Baby wächst schnell und bald wird es auch eine größere Windel brauchen. Die Altersangaben der Hersteller auf der Verpackung kannst Du als Richtlinie und Empfehlung betrachten, die Dir bei der Wahl der richtigen Windelgröße helfen. Die richtige Größe für Dein Baby musst Du jedoch wahrscheinlich durch Ausprobieren bestimmen. Eine sehr praktische Anleitung zum Wickeln, hilfreiche Tipps zu Wickeltisch und Wickeltasche sowie wichtige Informationen zur Babypflege beim Wickeln findest Du in unserem Spezial „Windeln und Wickeln“.

Auch die richtige Konfektionsgröße wirst Du am einfachsten durch Ausprobieren bestimmen können. Laut offiziellen Größentabellen für Babykleidung beträgt die Kleidergröße für drei Monate alte Babys 62.

Zahnen

Das Zahnen kann bei Deinem Baby schon im 3. Monat beginnen. Die ersten Anzeichen können vermehrter Speichelfluss, Unruhe und Appetitlosigkeit sein. Zahnende Babys kauen außerdem oft auf allem herum, was sie in die Finger bekommen. Zahnen kann für Dein Kleines ziemlich schmerzhaft und unangenehm sein. Es gibt aber viele Ideen und Möglichkeiten, wie Du Deinem Baby das Zahnen etwas erträglicher machen kannst. Mehr dazu findest Du in unserem Spezial „Milchzähne“.

Babytrage

Eine Babytrage ist vor allem für unterwegs eine nützliche Hilfe. Viele Mütter schätzen aber auch die Anschaffung für zuhause, weil sie die Hände frei haben und das Baby trotzdem bei sich tragen können. Die meisten Babytragen sind erst ab dem 3. Monat für das Baby geeignet. Wir haben für Dich alle Vor- und Nachteile einer Babytrage zusammengestellt.

Ihr Baby im 2. Monat

Eng damit verbunden, bringt der zweite Monat für viele Eltern das lang ersehnte Lächeln. Dieses sogenannte „soziale Lächeln“ schenken Babys den meisten Personen, die mit ihnen reden, sie anlächeln und ihnen sympathisch sind. Zusätzlich bringt ein Baby im zweiten Lebensmonat seine Umgebung mit den folgenden Entwicklungsschritten zum Staunen.

Die motorischen Fähigkeiten ab der 4. Woche

Aktive Bewegungen, ein schnelles Rudern mit den Beinen und Armen sowie erste Sprechversuche kennzeichnen die körperliche Entwicklung im zweiten Lebensmonat. In der Bauchlage können manche zwei Monate alten Babys schon für kurze Zeit den Kopf heben. Zusätzlich stoßen sich einige Babys in der Rückenlage so fest mit den Beinen ab, dass sie sich rückwärts schieben können. Dies geschieht jedoch noch nicht zielgerichtet:

Ebenfalls versucht Ihr Baby die Welt im zweiten Lebensmonat langsam zu begreifen. Dabei werden Sie beobachten, dass viele Greifversuche zunächst ins Leere gehen. Nach und nach verbessert sich das Greifen allerdings und wird zielgerichteter. Dass mit dem Greifen auch das Loslassen verbunden ist, müssen Babys erst lernen, da der angeborene Greifreflex zunächst das Öffnen der Hände erschwert. Das Spiel mit den Fingern entdeckt Ihr Kleines ebenfalls jetzt für sich.

Außerdem ist es ab dem zweiten Monat in der Lage, vertraute Personen oder Gegenstände mit den Augen zu verfolgen.

Die Lust auf Farbe und Muster

In den ersten Wochen betrachten Babys einfache, zweifarbige Muster besonders gern. Dies ändert sich nun. Bunte und komplexe Formen üben nun eine große Faszination auf die meisten Babys aus.

Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. All das trainiert ein zwei Monate altes Baby Tag für Tag und lernt somit seine Umwelt immer deutlicher und auch neugieriger wahrzunehmen. Während Babys im ersten Monat Gesichter fasziniert anstarren, beginnen sie etwa ab der 6. bis 8. Woche damit sie anzulächeln. Das gilt sowohl für vertraute, fremde als auch aufgemalte Personen. Auch Kuscheltiere erhalten nun das ein oder andere soziale Lächeln sowie die ersten Worte in Babysprache.

Endlich längere Schlafabschnitte

Der Prozentsatz der Babys, die nachts durchschlafen, ist im zweiten Lebensmonat noch sehr gering. Durchschlafen ist entgegen vieler Meinungen sehr selten und das bis ins Kleinkindalter hinein. Es bedeutet kein Defizit des Kindes! Doch die Schlaf-Abschnitte eines zwei Monate alten Babys können spürbar länger werden.

Achten Sie bei der Wahl der Schlafstätte weiterhin auf die Sicherheit Ihres Babys und bedenken Sie, dass durch seine stärkeren Bewegungen stets die Gefahr besteht, von einer ungesicherten Schlafunterlage herunterzufallen. Viele Babys haben nun zwei bis vier Schlafphasen pro Tag und nutzen etwa 10 Stunden täglich, um die Welt mit offenen Augen zu entdecken.

Die Arzttermine im zweiten Lebensmonat

Ende des ersten Lebensmonats oder zu Beginn des zweiten findet die Vorsorgeuntersuchung U3 statt. Denken Sie daran, dass Sie für die Vorsorgeuntersuchungen, die Termine in den vorgegebenen Lebenswochen vereinbaren. Einerseits ist das für den Arzt eine wichtige Voraussetzung um den Entwicklungsstand gemäß der Vorgaben des gelben Untersuchungsheftes beurteilen zu können. Andererseits gibt es häufig Abrechnungsprobleme mit den Krankenkassen, wenn eine U-Untersuchung nicht zum empfohlenen Zeitpunkt erfolgt.

Im Rahmen der U3 haben Sie auch die Möglichkeit, ein Hüftsonographie-Screening wahrzunehmen. Das ist eine schmerzlose Ultraschall-Untersuchung an der Hüfte des Babys. Der Hüftultraschall dient dazu Fehlentwicklungen des Bewegungsapparates erkennen. Werden bestehende Fehlbildungen an der Hüfte frühzeitig entdeckt und behandelt, können daraus resultierende Bewegungseinschränkungen vollkommen vermieden werden.

Etwa vier Prozent der Neugeborenen haben Fehlentwicklungen an der Hüfte, auch Hüftdysplasie genannt. Diese kann in verschiedenen Schweregraden bestehen. In den überwiegend leichten Fällen einer Hüftdysplasie wird das sogenannte Breitwickeln als Therapie empfohlen. Dafür wird zusätzlich zur Windel ein aufgerolltes Handtuch in einer zweiten Windel zwischen die Beine des Babys gelegt. In schwereren Fällen ist zeitweise eine Pavlik-Bandage (Brust-Unterschenkel-Gurt) oder ein Hüftgips (sehr selten) als therapeutische Maßnahme notwendig.

Eine natürliche Möglichkeit die Hüftentwicklung zu unterstützen, ist das möglichst viele Tragen des Babys im Tragetuch. Die dort eingenommene Anhock-Spreiz-Haltung ist ideal.

Der Speiseplan im zweiten Lebensmonat

Auch im zweiten Monat ist Muttermilch bzw. Pre-Milch das einzige Nahrungsmittel für Ihr Baby. Andere Lebensmittel kann das Verdauungssystem eines wenige Wochen alten Babys noch nicht verarbeiten.

Rund ums Wickeln

Das Wickeln ist mittlerweile zur Routine geworden und viele Eltern greifen schon zur Packung mit den nächstgrößeren Windeln. Oftmals sind die „Premium Protection Varianten“ noch passend und meist passt die Größe 3 (4 bis 7 Kilogramm) sehr gut. Bei schmaleren Babys schützt die Windelgröße 2 oftmals besser vorm Nasswerden. Neben der Windelgröße ändert sich auch die Kleidergröße. Sie liegt im zweiten Monat im Durchschnitt bei der Kleidergröße 56 bis 68.

Falls Sie bei Ihrem Baby Ausschlag am Po entdecken, der sich auch durch häufigeres Windelwechseln und Wundschutzcreme nicht bessert, sollten Sie das Ihrem Kinderarzt zeigen. Manchmal haben Babys „Windelsoor“, eine einfach zu behandelnde, aber sehr unangenehme Pilzinfektion. Mit einer speziellen Creme kann Abhilfe geschaffen werden. Interessieren Sie sich für windelfrei, schauen Sie mal auf unserem Artikel vorbei.

Ein Tipp zum Wickeln von kleinen Jungs: Wenn öfters der Body oder der Strampler nass sind, achten sie darauf, dass beim Wickeln der kleine Penis nach unten geklappt ist, wenn sie die Windeln schließen.

So spielen Sie mit Ihrem Baby im zweiten Lebensmonat

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie das ein oder andere interessante Spielzeug bereit legen können. Mobilés laden beispielsweise zum Staunen und Beobachten ein. Achten Sie bei der Wahl der Mobilés darauf, dass daran hängende Tierchen, Sterne oder andere Figuren mit freundlichen Gesichter zum Baby schauen. Dies erhöht das Interesse am Mobilé und sorgt oft für das ein oder andere Lächeln.

Die Krabbeldecke sollten Sie ebenfalls öfter ausbreiten. Legen Sie Ihren kleinen Schatz auf den Bauch, um das Heben des Kopfes und auch später das Hochstemmen mit den Armen zu üben. Die Stärkung der Nackenmuskulatur ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um schon in einigen Wochen mit dem Krabbeln beginnen zu können.

Nützliches für Babys 2. Monat

Babytrage oder Tragetuch

Babys wollen immer so nah wie möglich bei der Mama sein. Es beruhigt sie, wenn sie den gewohnten Geruch der Mutter wahrnehmen. Ein Tragetuch oder eine Babytrage eignet sich daher bestens, um das Baby bei jeder Aktivität direkt bei sich am Körper zu tragen. Für Neugeborene wird sich meist ein Tragetuch genutzt, ab dem 3ten oder 4ten Monat dann häufig eine Trage. Es gibt Babytragen, die auch für Neugeborene geeignet sind.

Greifling und Rassel

Mit Greifling und Rassel lernen Kinder die Welt zu erkunden. Sie können damit das Greifen und Festhalten üben und verschiedene Formen und Geräusche erkennen lernen. Für sehr kleine Kinder empfehlen sich dabei weiche Spielsachen, wie zum Beispiel aus Baumwolle, ältere Kinder haben viel Spaß mit Rasseln und Greiflingen aus Holz.

Reisebett

Wenn der Nachwuchs endlich da ist möchte natürlich auch die Verwandtschaft den neuen Erdenbürger kennenlernen. Mit einem Reisebett gestaltet sich der Besuch bei den Großeltern oder auch der erste Urlaub deutlich unkomplizierter, da dem Baby sobald es müde ist sein eigenes kleines Bettchen zu verfügung steht, in dem es entspannt einschlafen kann.

Trier –

Trauer im Kinderkrankenhaus Trier: Ein von den Eltern vernachlässigtes, neun Wochen altes Baby ist dort am Donnerstag gestorben.

Es war am Vortag von seiner 19 Jahre alten Mutter stark unterernährt und fast verdurstet ins Bitburger Krankenhaus gebracht und dann in die Spezialklinik verlegt worden. Die Mutter und der 26 Jahre alte Vater, die in einem Dorf in der Eifel wohnen, waren laut Polizei mit ihrer Situation völlig überfordert.

Aus Böswilligkeit hätten sie ihren Jungen aber nicht vernachlässigt, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Ingo Hromada in Trier. Deshalb wurden gegen die Eltern zunächst keine Haftbefehle beantragt.

Die am Mittwoch festgenommenen Eltern kamen am Donnerstag wieder auf freien Fuß. Ob sie nach dem Tod ihres Kindes nun doch in Untersuchungshaft kommen, war zunächst unklar. Staatsanwalt Hromada hatte zuvor erklärt, im Fall des Kindstodes wäre ein Antrag auf Haftbefehl denkbar. Dann müssten sie sich wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge vor Gericht verantworten. Dafür liegt das Strafmaß nach den Worten von Hromada bei mindestens drei Jahren.

„Sie haben offenbar nicht gewusst, was sie taten“, sagte der Oberstaatsanwalt über ihr Handeln. Es sei keine „brutale Tat von Rabeneltern“, sondern Überforderung gewesen. Mutter und Vater waren den Angaben zufolge arbeitslos und sozial isoliert. Sie wohnen in einem Dorf, in dem sie keine Bekannten haben. „Im Rahmen ihrer finanziellen und intellektuellen Möglichkeiten haben sie sich um das Kind bemüht“, sagte Hromada. Die Mutter hätte versucht, das Kind zu stillen und mit Babynahrung zu füttern. Die Nahrung, die ihr eine Hebamme gegeben hatte, sei allerdings kaum benutzt worden.

Das Amtsgericht Bitburg hatte den Eltern am Mittwoch Teile des Sorgerechts entzogen und auf das Jugendamt übertragen. Die Eltern waren dem Amt nach Angaben der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm zuvor nicht bekanntgewesen.

Es ist bereits der zweite Fall eines vernachlässigten Babys im Eifelkreis Bitburg-Prüm innerhalb weniger Wochen. Anfang September war das Kind eines amerikanischen Paares vom US-Stützpunkt Spangdahlem schwer misshandelt ins Krankenhaus gebracht worden. Das Kind liege noch immer in einer Spezialklinik nach St. Augustin bei Bonn mit stark verminderten Hirnleistungen im Koma, sagte Oberstaatsanwalt Hromada am Donnerstag.

In der Nähe von Mainz war vor wenigen Tagen ein Säugling gewaltsam ums Leben gekommen. Das sechs Wochen alte Mädchen starb nach vorläufigen Erkenntnissen an einem Schütteltrauma. Die 24 und 25 Jahre alten Eltern wurden vernommen. Sie sind weiter auf freiem Fuß. Wer das Kind getötet hat, war am Donnerstag nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch unklar.

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