Baby entwicklung 1. monat

Entwickelt sich mein Baby normal?

Sprachwahrnehmung und Sprachlaute

  • 3 bis 4 Monate: Betonungsmuster der Muttersprache erkennen
  • 5 bis 6 Monate: Emotionale Bedeutung von Worten erkennen
  • 8 bis 9 Monate: Worte im Sprachfluss erkennen
  • 10 bis 12 Monate: Wortbedeutung verstehen
  • 16 bis 30 Monate: Verständnis grammatischer Regeln
  • 30 bis 36 Monate: Übergeneralisierung grammatischer Regeln

Sprachproduktion

  • 1 Monat: Gurren
  • 3 bis 5 Monate: Lallen und Brabbeln
  • 7 bis 8 Monate: Babbling (Silbenverdopplung)
  • 8 bis 10 Monate: Jargoning (Kauderwelsch)
  • 11 bis 12 Monate: Erste Worte
  • 18 Monate: Wortschatzexplosion
  • 20 bis 30 Monate: Zweiwortsätze
  • 30 bis 36 Monate: Drei- und Mehrwortsätze

Eltern können Ihre Kinder in der sprachlichen Entwicklung nur bedingt unterstützen. Das Baby mag es aber schon in den ersten Lebensmonaten, wenn Sie ihm antworten und seine Laute nachmachen – oder ihm gar neue Laute vormachen. Dabei ist es aber nicht nötig, in Babysprache zu sprechen; sprechen Sie ganz normal mit Ihrem Kind. Grundsätzlich mag es Ihre Stimme und Zuwendung in Form einer einfachen Konversation. Zwischen dem 3. und 6. Monat macht das Kind gerne Erfahrungen mit Spielzeug, mit dem es Töne oder Lärm produzieren kann. Ausserdem mag es Ihre Kommentare zu dem, was gerade passiert wie z. B. „Das ist aber ein weiches Schaf.“

Wahrnehmung, Sprache und Denken

Babys äussern schon früh ihre Bedürfnisse. Mit 3 Monaten schreit ihr Kind je nach Anlass (Hunger, Ärger, Langeweile) anders und ist darauf angewiesen, dass Sie sein Bedürfnis erkennen. Es gluckst und lacht aber auch schon. Mit 6 Monaten brabbelt es in wechselnden Tonlagen und kann die Stimmung anderer Menschen einschätzen.

Motorische Entwicklung

Generell ist Entwicklung individuell und kann und muss nicht forciert werden. Auch nicht die motorische. Es reicht völlig aus, gute Bedingungen dafür zu schaffen. So trainiert ein Kind, das genügend Bewegungsmöglichkeiten hat und nicht ständig in einer Wippe liegt, seine Motorik aus eigenem Antrieb – in welchem Tempo, entscheidet es selbst. Die grobe Einteilung sieht in etwa so aus:

  • Bis 4. Monat: Kopfkontrolle
  • Bis 9. Monat: Freies Sitzen
  • Bis 15. Monat: Freies Gehen

Krabbeln

Mit 3 oder 4 Monaten nehmen Babys eine Art Seehundhaltung ein – Köpfchen neugierig nach oben gereckt, Oberkörper in Bauchlage auf Unterarme und Hände gestützt, Ellenbogen gestreckt. In dieser Position lässt sich die Welt von der Krabbeldecke aus gut erkunden. Das ist nicht nur ein wichtiger motorischer Entwicklungsschritt, sondern zeigt auch, dass Ihr Kind seine visuelle Aufmerksamkeit schon sehr gut steuern kann; es reagiert nun nicht mehr nur auf Reize, es sucht sie auch.

Sitzen

Vor dem 4. Monat sollte Ihr Baby noch nicht sitzen, weil seine Muskeln das eigene Körpergewicht noch nicht tragen können. Stützen sie sein Köpfchen deshalb immer gut, wenn sie es halten. In den meisten Fällen richten sich Kinder ab dem 6. Monat automatisch auf und sitzen zum ersten Mal selbstständig.

Nuckeln und Greifen

Sich einen Gegenstand selber zum Mund führen ist eine grosse Koordinationsleistung, denn es setzt viele verschiedene Fähigkeiten voraus. Und die Vorbereitungen dazu fangen früh an: Schon im 4. Schwangerschaftsmonat nuckeln viele Ungeborene an ihren Fingerchen – sie beherrschen also bereits die Hand-Mund-Koordination. Wenn Säuglinge eine Hand zum Gesicht führen, sie betrachten und die Finger dabei bewegen, klappt die Hand-Augen-Koordination. Etwa ab dem 3. Lebensmonat kann ein Kind seine Hände zusammenbringen und beherrscht damit die Hand-Hand-Koordination. Ab dem 5. Monat nähert es sich gezielt mit den Händen einem Gegenstand und packt zu.

Von der Milch zum Löffel

Die WHO (World Health Organization) empfiehlt, das Baby in den ersten 6 Lebensmonaten ausschliesslich zu stillen. Nach aktuellen Erkenntnissen der Babyernährungsforschung ist es ideal, wenn Sie nach 4 Monaten langsam zu kleinen Portionen der Beikost übergehen. Ein Anbieten von möglichst abwechslungsreicher Kost kann Allergien vorbeugen. Am Anfang wird das Baby an der gekochten Karotte, dem Brotstück, dem gekochten Apfelschnitz nur lutschen und saugen (bitte immer unter Aufsicht – Erstickungsgefahr, wenn es sich verschluckt!). Dieser sogenannte Fingerfood kann beibehalten werden, besonders bei Kindern, die keinen Brei mögen. Essen ist wie alles andere ebenfalls sehr individuell. Etwa mit 6 Monaten ist Ihr Kind dann so weit, um vom Löffel zu essen: Es kann jetzt den Mund bewusst verschliessen, die Zunge hinten lassen, den Brei oder andere Beikost schlucken.

Selbsterkenntnis

Diese entwickelt sich erst etwa ab dem 18. Lebensmonat. Dann erkennt Ihr Kind sich selbst im Spiegel, wird sich damit also selbst bewusst.

Kontaktfreude und Fremdeln

Schon mit 3 Monaten hält ein Baby Blickkontakt und dreht dazu gezielt den Kopf. Es freut sich, wenn es angesprochen wird, lächelt bekannte und fremde Gesichter an und lernt immer besser, sie auseinanderzuhalten. Die Fremdelphase beginnt erst mit etwa 8 Monaten.

Schlafen

Ein Neugeborenes schläft durchschnittlich 18 von 24 Stunden, also drei Viertel des Tages. Aber kein Neugeborenes schläft lange am Stück, nicht einmal nachts, denn es braucht viel öfter etwas zu essen als ein Erwachsener oder sogar als ein Kleinkind. In den ersten 3 Monaten wird es deshalb einen Schlaf-Wach-Rhythmus haben, bei dem nachts die Schlafphasen ein wenig länger sind; dabei wacht es jedoch öfter auf als Erwachsene und schläft nicht so tief wie Erwachsene. Dieser Zyklus variiert von Baby zu Baby, aber generell können Sie davon ausgehen, dass Ihr Baby tagsüber bis zu 2 Stunden am Stück schläft und nachts höchstens 4 bis 6 Stunden am Stück. Manche Babys können innerhalb von wenigen Wochen schon durchschlafen, doch bei den meisten dauert das Monate, manchmal bis zu einem Jahr.

Vormittags- und Nachmittagsschläfchen

Im Alter von 3 Monaten wird Ihr Baby nachts etwa doppelt so viel schlafen wie am Tag. Die Vormittags- und Nachmittagsschläfchen werden länger, aber seltener, wenn Ihr Baby 6 Monate alt ist. In diesem Alter schläft es in der Regel 11 Stunden mit kurzen Unterbrechungen, tagsüber eine halbe Stunde. Der Schlaf-Wach-Zyklus Ihres Babys hängt allerdings – wie bei Ihnen auch – von seinem täglichen Essensrhythmus, seiner Körpertemperatur und seinem Hormonhaushalt ab.

Feste Rituale

Weil auch Ihr Kind einen eigenen Biorhythmus hat, kann es nicht immer dann schlafen, wenn Sie das möchten. Aber mit festen Ritualen können Sie ihm helfen, seinen Biorhythmus zu unterstützen, das Schlafen und Füttern in eine zeitliche Ordnung zu lenken.

Der erste Monat steht im Zeichen des Kennenlernens

Ihr Baby wird Ihr Leben verändern – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Seien Sie darauf gefasst, dass Ihr gewöhnlicher Tagesablauf völlig durcheinander gewürfelt wird. Ihr Neugeborenes wird keine Rücksicht darauf nehmen, ob Sie morgens nach dem Frühstück gerne noch die Zeitung lesen oder abends die Zeit mit Ihrem Schatz auf dem Sofa genießen wollen. Schließlich ist Ihr Baby 1 Monat alt und auf Ihre Liebe und Fürsorge angewiesen. Aber keine Sorge: Mit der Zeit entwickelt Ihr Baby seinen eigenen Tagesrhythmus. Und selbst wenn auf diesen Rhythmus anfangs noch wenig Verlass sein mag, so entspricht er doch der Entwicklung Ihres Babys, die manchmal langsam und manchmal sprunghaft verläuft.

Doch genauso wie Sie sich an Ihr Baby gewöhnen müssen, muss Ihr Baby sich auch an Sie gewöhnen. Denn die Geburt ist auch für einen Säugling eine riesige Veränderung. So viel Licht, Platz und Lärm ist nach neun Monaten im Bauch einfach überwältigend und Ihr Neugeborenes muss sich erst in seiner neuen Umgebung zurechtfinden. Deshalb kann es eine gute Idee sein, das Pucken auszuprobieren. Diese spezielle Wickelmethode erinnert Babys an das vertraute Gefühl in der Gebärmutter und erleichtert ihnen das Ein- und Durchschlafen.

Schon bald wird Ihr Baby Sie nicht mehr nur an Ihrem Geruch erkennen, sondern sich auch Ihr Gesicht und Ihre Stimme merken. Babys lieben es, Gesichter die ihnen vertraut sind zu betrachten. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Neugeborenes Sie die ganze Zeit fasziniert anstarrt. Auch auf Ihre Stimme wird es positiv reagieren und sich leichter beruhigen lassen, wenn Sie sanft mit ihm sprechen. Am Ende des ersten Monats können Sie außerdem feststellen, dass Ihr Kleines schon mehr Kontrolle über seine Muskeln gewonnen hat und seine Arme und Beine jetzt viel flüssiger bewegt. Eine der Lieblingsbeschäftigungen Ihres Babys wird es in dieser Zeit sein, an seiner Hand zu saugen und zu nagen.

Schreien ist die erste Möglichkeit Ihres Babys lautlich mit Ihnen zu kommunizieren

Natürlich gibt es immer wieder Momente, in denen nicht alles einfach nur schön ist. Zum Beispiel wenn Ihr Baby weint. Da gibt es Tage, an denen sich das Neugeborene einfach nicht beruhigen will und alle Versuche, sein Wohlbefinden zu verbessern, scheitern. In solchen Momenten nur nicht verzweifeln. Ob es Hunger hat, wund ist oder sich einfach nur nach Ihnen sehnt – es gibt vielfältige Gründe für ein Baby, seinen Kummer zu äußern. Bewahren Sie Ruhe! Allein Ihre Anwesenheit, Ihre Berührung und Stimme können bereits ausreichen, um Ihr Neugeborenes zu beruhigen und ihm ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln. Sie kennen Ihr Baby am besten und werden nach wenigen Wochen in der Lage sein, das Weinen Ihres Babys richtig zu deuten und zu erkennen, was ihm fehlt.

Am Anfang ist oft Bauchweh der Grund für das Weinen. Falls Ihr Baby häufig und lange schreit und noch dazu äußerst unglücklich aussieht, können Koliken ein Grund dafür sein. Etwa 20% aller Babys leiden in den ersten Monaten unter diesen krampfartigen Bauchschmerzen. Die genaue Ursache für Koliken ist noch immer nicht bekannt, auch wenn viele Vermutungen angestellt werden. Sollte Ihr Baby darunter leiden, gibt es Maßnahmen, mit denen Sie Ihrem Baby Linderung verschaffen können:

1. Nehmen Sie ihr Baby in den „Fliegergriff“ oder so, dass sein Bauch an Ihrer Schulter aufliegt und gehen Sie ein bisschen mit ihm durch die Wohnung. Der Druck, der beim Gehen erzeugt wird, lindert den Schmerz.

2. Massieren Sie den geblähten Bauch Ihres Babys leicht im Uhrzeigersinn.

3. Auch ein warmes Bad kann krampflösend wirken und das Baby beruhigen.

Auch Besuch kann eine Herausforderung sein

Das Baby ist da! Und jeder will es sehen. Am liebsten so bald wie möglich und alle auf einmal. Gerade in den ersten Wochen ist es ganz normal, dass das Interesse an Ihnen und dem neuen Familienmitglied sehr groß ist. Alle lieben Freunde und Verwandte wollen das Kleine sehen, beschenken und knuddeln. Einerseits ist es natürlich etwas sehr Schönes, diese Aufmerksamkeit zu bekommen und zu wissen, dass man an Sie und Ihr Baby denkt. Aber wenn wir mal ehrlich sind, kann das Ganze auch sehr stressig und manchmal richtig belastend sein. Doch was soll man tun, wenn der Besucherstrom gar nicht abreißen will? Wenn Tante Kunigunde unangekündigt vorbeikommt und das Baby auch mal halten will, obwohl es eigentlich gerade Zeit zum Stillen ist? Natürlich möchte man niemanden abweisen oder gar kränken, doch die erste Regel lautet: Achten Sie auf sich und auf Ihr Baby! Denn gerade Neugeborene sind in solchen Situationen schnell überfordert.

Lauter fremde Leute, fremde Stimmen und fremde Gerüche. Ständig wird es von jemand anderem getragen, den es nicht kennt. Und überhaupt: Gibt es um diese Zeit nicht eigentlich was zu trinken? In den ersten Wochen braucht ein Neugeborenes gewisse Regelmäßigkeiten, um seinen eigenen Tagesrhythmus entwickeln zu können. Denken Sie also daran: Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie einem Besucher absagen. Ihre Familie und Freunde werden es verstehen, wenn Ihr Baby einen schlechten Tag hat oder Sie in der Nacht zuvor nicht viel Schlaf bekommen haben – oder wenn Sie einfach mal Zeit für sich haben wollen. Wenn Besucher unangekündigt an die Tür klopfen, während Sie gerade Stillen, dann müssen Sie nicht öffnen. Das bedeutet nicht, dass Sie den Besuch nicht zu schätzen wissen. Nehmen Sie sich die Ruhe, die Sie und Ihr Baby brauchen. Der Besuch wird es auch an einem anderen Tag nochmal versuchen.

Übrigens! Vergessen Sie nicht, schon mal Ihre wichtigen Arzttermine zu machen. Für Ihr Neugeborenes steht im Alter von sechs Wochen die nächste U-Untersuchung an und Sie selbst müssen zur postnatalen Kontrolluntersuchung. Mit einem Baby kann diese Zeit wie im Flug vergehen.

Unsere Spielidee für Sie und Ihr Baby: Schauen und Lauschen

In diesem Monat kann Ihr Baby noch nicht aktiv spielen, da es noch nicht besonders gut sehen oder greifen kann. Neugeborene können Dinge, die weiter als 20 – 40 cm von ihnen entfernt sind, noch nicht gut erkennen. Alles was sich innerhalb dieses Sichtfeldes befindet, weckt jedoch sofort ihre Aufmerksamkeit. Deshalb sieht Ihr Baby Sie beim Stillen auch so gerne an! Schon während der ersten paar Wochen macht die Sehfähigkeit eines Kindes eine große Veränderung durch. Und diese Entwicklung können Sie bereits jetzt unterstützen.

Am besten kann Ihr Baby jetzt einfache Objekte mit starken Farbkontrasten und rote Objekte erkennen. Auch von Spielzeug mit schematischen Gesichtern wie Smileys sind Babys in diesem Alter fasziniert. Neugeborene können sich nämlich sehr gut auf Gesichter konzentrieren – sehr viel besser und länger sogar als auf abstrakte Formen. Wenn Sie ein solches Objekt in das Blickfeld Ihres Babys führen, werden Sie sehen, dass es darauf reagiert.

Für dieses Alter besonders gut eignen sich auch Spieluhren. Denn damit haben Babys nicht nur was zum Anschauen – es wird auch gleichzeitig der Hörsinn angeregt. Ihr Baby wird begeistert davon sein, der sanften Melodie einer Spieluhr beim Einschlafen lauschen zu können.

Rote und kontrastfarbene Spieluhren haben dabei einen besonderen Vorteil: Ihr Baby kann sie bereits sehr gut erkennen, wenn Sie sie in seinem Blickfeld anbringen.

Es ist übrigens eine schöne Idee, sich bereits während der Schwangerschaft eine Spieluhr auf den Bauch zu legen. Schauen Sie, ob Ihr Baby positiv darauf reagiert. Nach der Geburt wird Ihrem Baby die Melodie vertraut sein, es wird sie wiedererkennen und mit dem wohligen, behüteten Gefühl im Mutterleib verbinden. Das kann Ihrem Baby dabei helfen, sich zu beruhigen und schneller und besser einzuschlafen.

Bitte denken Sie aber auch beim Spielen daran, dass jedes Baby sich in seinem eigenen Tempo entwickelt. Wenn die Spiele noch zu früh für Ihr Kind erscheinen sollten, machen Sie sich keine Sorgen. Haben Sie einfach noch ein wenig Geduld und probieren Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

Weitere Informationen zur Entwicklung der Kleinsten finden Sie auch in unserem Ratgeber zum zweiten Monat mit Baby.

Babys 8. Monat

8. Monat – körperliche Entwicklung

Im achten Monat wächst Ihr Kind konstant. Wie viel Ihr acht Monate altes Baby zunimmt, hängt davon ab, wie aktiv es sich im Alltag bewegt. Ein Baby trägt mit acht Monaten meist Kleidergröße 74 und Mützenweite 46/48. Die ersten Schuhe passen Ihrem Nachwuchs in der Regel in Größe 18.

Motorik und Reflexe

Ihr Baby ist im achten Monat sehr neugierig und will selbstständiger werden. Wenn es wach ist, gibt es kaum einen Moment, in der es nicht aktiv ist. Ihr acht Monate altes Baby schiebt und zieht sich bäuchlings mithilfe der Hände und Füße vorwärts. Aber nicht jedes Baby „robbt“ im 8. Monat. Vielleicht hat Ihr Kind direkt das Krabbeln für sich entdeckt.

Wenn sich Ihr Baby mit acht Monaten bereits an Möbelstücken hochzieht, ist besondere Vorsicht geboten. Anfangs steht es stolz und lächelt über seinen Erfolg. Lassen die Muskeln jedoch nach, drückt Ihr Nachwuchs seine Wirbelsäule durch und lässt sich ohne Vorwarnung nach hinten fallen. Diese Reaktion leitet sich aus dem sogenannten Moro-Reflex ab, der sich beim Rückwärtsfallen automatisch einstellt. Ihr acht Monate altes Baby braucht noch einige Zeit, um sich aus dem Stand wieder vorsichtig in die sitzende Position zu bewegen.

In Babys 8. Monat ist die Fähigkeit, sich von dem Rücken auf den Bauch zu drehen, noch nicht voll entwickelt. Oft liegt das Kind daher wie ein Käfer auf dem Rücken und kann sich nur schwer aus seiner Lage befreien. Aber nicht immer ist mangelnde Körperbeherrschung das Problem. Zuerst muss das Kind begreifen, dass und wie es sich mit einer Drehung selbst helfen kann.

Die Entwicklung der Sinne

Weil Ihr Baby mit acht Monaten sehr mobil ist, kann es zu kleinen Unfällen kommen. Dabei können Sie beobachten, dass das Schmerzempfinden als Teil der körperbezogenen Sinne, im 8. Monat Ihres Babys noch nicht ganz ausgebildet ist. Wenn sich Ihr Kind wehtut, reagiert es oft zeitverzögert und weint erst einige Sekunden nachdem es sich gestoßen hat.

Das liegt daran, dass die zuständigen Nerven den Schmerzreiz im 8. Monat bei Ihrem Baby eher langsam weiterleiten. Erst wenn die Verschaltung der entsprechenden Nerven im Rückenmark herangereift ist, kann Ihr Kind unmittelbar auf einen Schmerzreiz reagieren.

Die Sinneswahrnehmung spielen in Babys 8. Monat eine zunehmende Rolle. Sie ermöglichen es Ihrem Kind, Sie von anderen Personen zu unterscheiden. Dafür nutzt Ihr Kind seine sogenannten Nah- und Fernsinne wie Tasten, Hören und Riechen.

Die erste Woche

Das Aussehen Neugeborener entspricht noch nicht so ganz dem süssen Baby aus der Werbung. Aber innerhalb der ersten Lebenswoche verändert sich viel daran, und ehe Sie sich versehen, sind Sie davon überzeugt, das schönste Kind der Welt zu haben.

Aus der Sicht des Kindes ist seine Geburt zunächst einmal ein gewaltiger Schock für alle Sinnesorgane. Es ist oft hell und laut im Gebärsaal. Aber nicht nur die Augen und Ohren werden überfordert, auch die Nase wird überflutet von neuen Gerüchen. Wenn es auf Ihrem Bauch liegt, leitet der starke Geruchssinn Ihr Baby instinktiv zu seiner Ernährungsquelle, Ihrer Brust.

Entfernungen kann Ihr Baby in nah und weit unterscheiden. Alles was weiter als eine Armlänge entfernt ist, sehen Neugeborene nur verschwommen. Der Nahbereich bis ca. 30 cm, also die Distanz zwischen dem Elterngesicht und den Babyaugen beim Füttern und Tragen, ist dagegen recht scharf.

Beachten Sie!

Baby-Kolumne

1. Woche: „Drei Tage, drei Wörter…“

Neugeborene können schon verschiedene Farben wahrnehmen. Allerdings reagieren Sie in den nächsten Wochen am besten auf starke Kontraste wie Schachbrettmuster. Das attraktivste Bild ist für Neugeborene aber das menschliche Gesicht. Sie fixieren in wissenschaftlichen Untersuchungen am längsten Smilies und kreisförmige Muster mit zwei Augenpunkten. Als erstes Spielzeug eignet sich deshalb alles, was wegen seiner starken Kontraste zum Ansehen verleitet, z.B. ein Mobile oder einfache Bilderbuchzeichnungen. Auch sein eigenes Spiegelbild ist faszinierend. Legen Sie einen unzerbrechlichen Spiegel an die Bettseite, und Sie werden sehen, wie gerne Ihr Baby sich selbst betrachtet.

Schon in der ersten Lebenswoche kann ein Baby nämlich Gesichter verschiedener Personen unterscheiden und imitieren. Halten Sie Ihr Gesicht also so oft wie möglich nah an sein kleines Gesicht, umso schneller lernen Sie sch kennen! Wenn Sie ihm oft genug bestimmte kleine Bewegungen (Zunge herausstrecken, Augenbrauen hochziehen, Nase rümpfen) ganz nah zeigen, wird es diese bald schon nachmachen.

Kommunikation heisst bei Neugeborenen noch im Wesentlichen: Schreien. Forscher nennen das „aktive Wachphase“ im Gegensatz zur „ruhigen Wachphase“, die noch etwas seltener ist. Diese stillen Momente sind zum Lernen da. Ihr Baby nimmt so schnell soviel Neues auf! Nutzen Sie diese Phasen, mit Ihrem Baby intensiv Kontakt aufzunehmen und sich besser kennen zu lernen. Sprechen Sie mit ihm, singen Sie ihm etwas vor, machen Sie einen Spaziergang durchs Haus und zeigen Sie ihm die Bilder an Ihren Wänden. Nach wenigen Minuten wird es schläfrig oder quengelig (das andere Wort für „aktive Wachphase“…).

Nahrungsaufnahme ist die allerwichtigste Beschäftigung. In den ersten Wochen ist ein Neugeborenes alle zwei bis drei Stunden hungrig, gelegentlich sogar noch häufiger. Wir haben alle Infos über’s Stillen oder die Schoppenernährung zusammengetragen. Ausserdem wird Ihre Wochenbett-Hebamme und Ihre Mütterberaterin für Fragen zur Verfügung stehen und praktische Anleitungen geben.

Am zweitwichtigsten ist das Schlafen. Pro 24 Stunden werden ca. 16-17 Stunden verschlafen – allerdings leider nicht an einem Stück, was der Mutter sehr gut täte, sondern unterteilt in etwa acht kürzere Schlafphasen. Der wichtigste Tipp für Sie: Schlafen Sie, wenn Ihr Baby schläft! Alles andere (Haushalt, Einkaufen, Besucher) ist jetzt völlig irrelevant. Und soll es noch eine Zeitlang bleiben. Erst am Ende des ersten Monats haben Babys einen mehr oder weniger regelmässigen Schlaf- und Trinkrhythmus und Sie können Ihren Tagesablauf etwas besser planen.

Neugeborene passen sich an ihre plötzlich so unbegrenzt weite Umwelt langsam an, aber immer noch haben es die meisten gerne, wenn sie eng in eine Decke gewickelt gehalten, getragen und geschaukelt werden (Pucktechnik, pucken). Berührung ist für sie beruhigend, sei es durch Massage, Schmusen oder Streicheln.

Die ersten Tage daheim

Der Wochenfluss

Schmerzen nach der Geburt

Mutterliebe

Wie geht es dem Vater?

Neue Beziehungen in der Familie

Häufige Fragen zum Thema

Warum haben alle Neugeborenen blaue Augen?

Die Augenfarbe wird durch Pigmentzellen bestimmt, die sogenannten Melanozyten, die sich in der Regenbogenhaut (Iris) befinden. Diese Pigmentzellen bilden ein braunes Pigment, das Melanin. Melanin ist auch dafür verantwortlich, dass sich Haut und Haare dunkel färben. Sind viele Melanozyten vorhanden,…

vollständige Antwort lesen Können Neugeborene schon farbig sehen oder nur schwarz-weiss?

Eine eindeutige Antwort auf Ihre Frage haben wir nicht gefunden.

Allerdings ist inzwischen durch Untersuchungen an Neugeborenen bekannt, dass sie nicht nur auf verschiedene Muster, sondern auch auf unterschiedliche Farben reagieren. Sie bevorzugen stark kontrastierende Farben, grössere Flächen und…

vollständige Antwort lesen

Baby-Newsletter

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Letzte Aktualisierung : 01-11-19, BH

Babys 1. Woche

Ein Kind ist da – und mit ihm viele Fragen! netdoktor.at begleitet Sie Woche für Woche durch das erste Lebensjahr.

Willkommen, Baby!

Die ersten Tage mit dem Neugeborenen sind für Eltern und Baby eine Zeit des Ankommens und Kennenlernens. Gerade beim ersten Kind ist eine anfängliche Unsicherheit ganz normal: Sowohl Eltern als auch das Kind müssen sich erst aneinander gewöhnen. Während das Baby im Bauch der Mutter noch rundum versorgt und vor äußeren Einflüssen geschützt war, muss es jetzt mit völlig neuen Lebensumständen zurechtkommen.

Wochenbett

Für die Mutter beginnt nach der Geburt die Zeit des Wochenbetts. Diese sechs bis acht Wochen nach der Entbindung stehen ganz im Zeichen der Regeneration – sowohl körperlich als auch psychisch.

Unmittelbar nach der Geburt kommt es zu starken hormonellen Veränderungen, wodurch einerseits die Rückbildung der Gebärmutter begünstigt und andererseits der Milcheinschuss gefördert wird. Manche Frauen reagieren auf diese Veränderungen sehr sensibel und zeigen depressive Verstimmungen („Babyblues“), die aber in der Regel nach einigen Tagen wieder von selbst verschwinden.

In jedem Fall sollten Frauen in den ersten Tagen und Wochen nach der Entbindung geduldig mit sich sein, sich schonen und von den Strapazen der Geburt erholen.

Gewicht

Babys wiegen bei der Geburt zwischen 2,5 und 4,5 Kilogramm. Innerhalb der ersten Lebenstage verlieren die meisten Neugeborenen jedoch wieder bis zu 10% ihres Geburtsgewichts. Das liegt zum einen daran, dass die Kleinen noch nicht so viel trinken können, zum anderen an der Ausscheidung von Flüssigkeit und Mekonium.

Beim Mekonium handelt es sich um eine dunkle, zähe Masse, die sich während der Schwangerschaft im Darm des Kindes angesammelt hat und innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden wird. Es besteht aus Schleim, Darmzellen, Gallenflüssigkeit sowie verschlucktem Fruchtwasser und wird häufig auch als „Kindspech“ bezeichnet.

Erstes Trinken

Bis zum Milcheinschuss dauert es durchschnittlich drei, nach einem Kaiserschnitt bis zu fünf Tage. Das Baby ist aber bis dahin trotzdem bestens versorgt: Die sogenannte Erst- oder Vormilch (Kolostrum) ist die erste Substanz, die von den Brustdrüsen produziert wird, und enthält Nährstoffe in konzentrierter Form, mütterliche Antikörper und ist besonders bekömmlich. Die gehaltvolle Muttermilch sorgt rasch dafür, dass das Gewicht nach der ersten Woche wieder ansteigt, sodass das Ursprungsgewicht bei den meisten Babys schon nach zwei bis drei Wochen wieder erreicht wird.

Die ausschließliche Aufnahme von Muttermilch (oder auch Fläschchennahrung) hat auch Einfluss auf Farbe und Konsistenz des Stuhls: Er ist gelblich, flüssig und nahezu geruchlos.

Sinne

Zu Beginn erkennen Babys ihre Mütter am Geruch und an der Stimme. Während Sinne wie Hören, Riechen, Schmecken und Tasten von Anfang an voll ausgeprägt sind, muss sich der Sehsinn erst nach und nach entwickeln. In den ersten Wochen sehen Babys noch sehr verschwommen und nur etwa 20–30 cm weit scharf.

Reflexe

Angeborene Reflexe helfen dem Neugeborenen, seine Grundbedürfnisse zu stillen. So sorgt der Saugreflex dafür, dass das Baby genau das Richtige tut, wenn es gestillt wird. Der Trinkrhythmus muss sich bei den meisten Babys aber erst „einspielen“, sie trinken nur kleine Mengen, dafür häufig (acht bis zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden).

Neugeborene haben zudem einen sehr ausgeprägten Greifreflex: Berührt man die Handinnenflächen, packen sie kräftig zu. Der Reflex ist auch an den Füßen auslösbar, allerdings in viel geringerem Ausmaß. Dieser Reflex wird bis zum dritten Monat immer schwächer, bis er schließlich ganz verschwindet. Er ist wahrscheinlich noch ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, in denen sich Neugeborene an ihrer Mutter festhalten mussten. Die Hände des Neugeborenen sind im Ruhezustand meist zur Faust geschlossen, Arme und Beine noch an den Körper angezogen.

Schwerer Kopf

Im Vergleich zu Erwachsenen ist der Kopf Neugeborener besonders schwer und groß: Er wiegt rund ein Drittel des Gesamtgewichts. Aus diesem Grund sind sie noch nicht in der Lage, ihn selbst aufrecht zu halten. Er muss daher beim Tragen noch gestützt werden.

Haut

Nach der Geburt beginnt sich die Haut in den ersten Tagen oft zu schälen, es sind vor allem an Beugestellen weißliche Schuppen zu sehen. Diese vergehen nach einigen Tagen wieder, manchmal ist eine pflegende Fettcreme hilfreich.

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Aktualisiert am: 14.06.2019 | 08:59

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Der Start in das Familienleben gelingt am besten in aller Ruhe. Hebammen empfehlen frischgebackenen Müttern oder Familien, sich erst einmal ein bis zwei Wochen lang daheim einzukuscheln und den Rest der Welt weitgehend zu vergessen.

Natürlich ist es nicht unbedingt leicht, sich zurückzuziehen, wenn Freunde und Verwandte gratulieren oder das Baby sehen möchten. Hier darfst du jedoch ruhig Prioritäten setzen. Wenn es dir zu viel wird, kannst du Besuchswillige einfach auf einen späteren Termin vertrösten. Das Handy kann ruhig auch mal längere Zeit ausgeschaltet oder zumindest lautlos sein.

Schließlich braucht ihr Zeit, um…

  • …euch erst einmal kennen zu lernen.
  • …das Stillen zu lernen oder den besten Rhythmus für die Fläschchenmahlzeiten zu finden.
  • …einen Schlafrhythmus zu finden (siehe Baby schlafen) und euch an das nächtliche Aufstehen zu gewöhnen.
  • …euch mit dem neuen, winzigen Familienmitglied vertraut zu machen und eine enge Beziehung zum Kind aufzubauen (das nennt sich Bonding)
  • …die Abläufe beim Wickeln, der Babypflege und dem Baby baden zu perfektionieren.
  • …damit zurechtzukommen, dass das neue Familienmitglied euren gewohnten Tagesablauf die ganze Zeit durcheinanderbringt

Nicht vergessen: wichtige Termine

Bei aller Zurückgezogenheit in den ersten Tagen gibt es einige wenige organisatorische Punkte, an die du auf jeden Fall denken musst:

    • Die U2 beim Kinderarzt, falls sie nicht schon im Krankenhaus gemacht wurde
    • Die Geburtsurkunde innerhalb von 1 Woche nach der Geburt beantragen, falls das nicht schon in der Klinik geschehen ist
    • Den Arbeitgeber über die Geburt informieren, ebenfalls in der ersten Woche nach der Geburt
    • Dein Baby bei der Krankenversicherung anmelden
    • Den Antrag auf Mutterschaftsgeld abschicken
    • Gegebenenfalls die Tageskrippen, bei denen du dein Kind angemeldet hast, über die Geburt informieren

Mehr zu diesen und anderen wichtigen Milestones vor und nach der Geburt erfährst du übrigens im Bereich „Schwangerschaftswochen“.

Pause für Mama – Ausruhen und Erholen nach der Geburt

Am Anfang solltest du dich eher aufs Schlafen, Ausruhen und Aktivitäten im Liegen oder Sitzen konzentrieren. Dein Körper muss sich schließlich von großen Anstrengungen erholen und macht gerade viele Veränderungen bei der Rückbildung durch. Nicht umsonst bezeichnet man die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt als Wochenbett. Gönn dir daher ruhig zwischendurch immer wieder kleine Verwöhnpausen, um Energie zu tanken. Das kommt dir und deinem Baby zugute.

Hier sind einige Ideen für Mamapausen

  • Ein Nickerchen, sobald der kleine Schatz schläft. Dabei bieten sich besonders die Zeiten nach den Still- oder Fläschchenmahlzeiten an, weil Babys gerne gleich nach dem Trinken zufrieden einschlafen. Such dir einfach für das Stillen oder Füttern einen bequemen Platz auf dem Bett oder Sofa, damit du mit deinem Baby ein wenig dösen kannst.
  • Entschleunigen. Die ersten Tage mit Baby sind spannend. Nach einer Zeit werden jedoch die Handgriffe zur Routine und es kann auch Langeweile aufkommen. Schließlich ist dein „Elternalltag“ nun weniger abwechslungsreich und du bekommst auch weniger Ansprache als früher im Beruf. Versuche diese Zeit der Entschleunigung zu nutzen. Das Baby fordert dich genug – passe dich seinem Rhythmus an und genieß die Zeit der Monotonie. Diese wird schnell wieder vorbei sein, wenn dein Baby anfängt, die Welt zu entdecken.
  • Ein wenig Zeit allein. Gönn dir selbst ruhig hin und wieder etwas Freizeit und bitte andere um Unterstützung. Es tut gut, wenn Freunde oder die Großeltern dein Kind ein, zwei Stunden lang betreuen. So kannst du ungestört Dinge unternehmen, die für dich und dein Wohlbefinden wichtig sind. Ein Spaziergang mit Partner, deinem Hobby nachgehen, ein Besuch beim Frisör…

Aufgabenteilung zwischen Mama und Papa

Wie du und dein Partner die großen und kleinen Aufgaben im Babyalltag unter euch aufteilt, hängt von vielen Faktoren ab. Da kommt es darauf an, ob Papa auch Elternzeit nimmt oder nicht, wie viel Unterstützung ihr von den Großeltern bekommt, wie viel zeitlicher Spielraum da ist und wie der Alltag strukturiert ist. Hier findet jedes Paar eine individuelle Lösung.

Wichtig ist nur, dass ihr als Eltern tatsächlich eine Lösung findet. Von Anfang an sollten hier die Wünsche und Bedürfnisse kommuniziert werden. So könnt ihr klare Regeln aufstellen, bevor sich jemand unfair behandelt fühlt.

Regeln zur Aufgabenteilung betreffen Dinge wie:

  • Sich nachts um den Spatz kümmern
  • Allein auf das Baby aufpassen, während der andere Zeit für sich hat
  • Falls nicht gestillt wird: Fläschchen geben
  • Das Baby trösten, wenn es schreit
  • Wickeln / Windeln wechseln
  • Baden
  • Zu Bett bringen

Es kann durchaus sinnvoll oder notwendig sein, auch für die angenehmen Babyaufgaben Regelungen zu finden, damit sich niemand übergangen fühlt, zum Beispiel weil der andere mehr Kuschelzeit bekommt.

Wie du dein Baby kennenlernen und verstehen kannst

Bestimmt hast du dich im Laufe deiner Schwangerschaft immer wieder gefragt, wie es sein wird, wenn dein Baby da ist. Jetzt, wo es auf der Welt ist, kannst du diesen kleinen Menschen endlich richtig kennen-, verstehen und noch mehr lieben lernen. Das funktioniert so:

Kennenlernen. Nicht jedes Baby ist gleich. Auch die Kleinsten haben schon ihre Eigenheiten und Vorlieben. Mit der Zeit findest du heraus, was dein Baby mag und was nicht. Das machst du, indem du seine Reaktionen in unterschiedlichen Situationen genau beobachtest. Gluckst es zufrieden beim Baden? Beschwert es sich beim Stillen, wenn du am Tag vorher Knoblauch gegessen hast? Ist es morgens besser drauf als abends?

Verstehen lernen. Schon Neugeborene können ihre Bedürfnisse recht gut ausdrücken, auch wenn sie noch nicht sprechen können. Und wir können ihre Signale instinktiv ebenso selbstverständlich verstehen. Verlass dich also ruhig auf dein Gefühl. Dein Baby nutzt Blickkontakt und Körpersprache, um mit dir zu kommunizieren. Indem es dich aufmerksam anschaut und aufmunternde Arm- und Beinbewegungen macht, zeigt es zum Beispiel, dass es mit dir spielen oder kuscheln will. Indem es Kopf und Körper zur Seite dreht, signalisiert es meist, dass es eine Pause braucht. Und natürlich schreit oder weint dein Baby, um dir zu zeigen, dass es etwas braucht.

Noch mehr lieben. In den Wochen nach der Geburt verstärkt sich dein starkes Liebesgefühl zu deinem Kind nochmals. Bei manchen Eltern entwickelt sich dieses Gefühl jetzt erst langsam, auch das ist völlig normal. Man nennt dieses starke Gefühl von Zusammengehörigkeit auch Bonding. Du kannst die Bindung zu deinem Baby auch bewusst beschleunigen. Oftmals ist das gerade für Papas wichtig, die weder durch die Schwangerschaft noch durch Stillen eine intensive Bindung herstellen können.

Postpartale Depression: Tränen im größten Glück

Wenn Mamas ihr Neugeborenes im Arm halten, überflutet die meisten erst einmal ein Gefühl großen Glücks. Nach all den Monaten des Wartens, nach den anstrengenden Stunden der Geburt ist ihr Baby endlich da. Ein wunderbarer, ganz besonderer Moment!

Allerdings erleben die meisten Frauen in den folgenden Tagen auch, dass ihre Gefühle manchmal überraschend gemischt sind. Dass ihnen plötzlich alles zu viel wird und die Tränen fließen. Dieser Stimmungsabsturz, der meistens zwischen dem 3. und 10. Tag auftritt, wird Babyblues oder Wochenbettdepression genannt. In der Medizin spricht man vom postpartalen (das bedeutet ’nachgeburtlich‘) Stimmungstief oder von der postnatalen Depression (PND).

Ursachen für den Babyblues

Keine Mama sollte sich deswegen Vorwürfe machen. Der Grund für diese Stimmung sind die großen körperlichen und psychischen Anstrengungen von Schwangerschaft und Geburt. Dazu kommen die starken, hormonellen Veränderungen nach der Geburt.

Wenn diese Gefühle länger anhalten und einen Monat nach der Geburt immer noch vorhanden sind, kann es sich um eine postpartale Depression handeln. Auch für eine Depression muss sich niemand schämen! In einem solchen Fall solltest du dir allerdings professionellen Rat durch Hebamme oder Arzt holen.

Du hast Unterstützung verdient – die Hebamme hilft dir

Vergiss nicht, dass du in den ersten 10 Tagen nach der Geburt Anspruch auf täglichen Hausbesuch durch deine Hebamme hast. Sie kann dir in allen Fragen rund um körperliche Veränderungen, dein psychisches Befinden, Stillen und Säuglingspflege behilflich sein.

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