Baby blähungen homöopathie

Inhalte

Homöopathie bei Durchfall

Richtige Dosierung

Wenn Sie mit Homöopathie Durchfall behandeln wollen, verwenden Sie geeignete Durchfall-Globuli in den Potenzen D6 oder C6. Eine weitere Möglichkeit Globuli gegen Durchfall einzusetzen, ist die Potenz D12. Nehmen Sie die homöopathischen Mittel gegen Durchfall mehrmals täglich ein. In den Potenzen D6 und C6 können Sie die Durchfall-Globuli stündlich unter der Zunge zergehen lassen. Allerdings nicht öfter als acht Mal in 24 Stunden. Setzen Sie die Homöopathie bei Durchfall in der Potenz D12 ein, sollten Sie diese nicht öfter als vier Mal täglich einnehmen. Liegt ein schwerer Verlauf vor, können Sie für den Durchfall Homöopathie-Mittel in der Potenz C30 verwenden. Diese Potenz sollten Sie aber nicht öfter als zwei Mal täglich wiederholen. Nehmen Sie von den entsprechenden Globuli gegen Durchfall jeweils drei Stück ein.
Die Behandlung von Durchfall mit Homöopathie können Sie in der gleichen Art und Weise auch bei Kindern anwenden. Während Sie dem kleinen Kind Durchfall-Globuli in Muttermilch oder Wasser auflösen, können größere Kinder die Globuli unter der Zunge zergehen lassen.

Wann zum Arzt?

Wenn der Durchfall sehr ausgeprägt ist oder länger andauert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Konkret bedeutet das, dass nach drei Tagen Durchfall oder bei mehr als fünf bis sechs wässrigen Durchfällen am Tag die Behandlung mit Homöopathie ohne ärztliche Kontrolle nicht mehr zu verantworten ist. Bei alten Menschen und Kindern kommt es schneller zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung, deshalb sollten Sie dann schon früher zum Arzt gehen. Starke Bauchschmerzen, Fieber und blutige Stühle sollten ebenfalls ärztlich abgeklärt werden. In allen anderen, leichteren und akuten Fällen ist bei Durchfall Homöopathie eine gute Alternative.

Hinweis:
Das Konzept der Homöopathie und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.

Homöopathie gegen Durchfall und Erbrechen

Erbrechen und Durchfall sind in den meisten Fällen durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien (im Sommer häufig Lebensmittelvergiftung durch Salmonellen oder Streptokokken) bedingt. Als Ursache kommen aber auch Allergien (z. B. gegen Kuhmilch) oder Unverträglichkeiten sowie seelische Faktoren wie etwa Lampenfieber in Betracht.

Da mehrmaliger Durchfall und/oder wiederholtes Erbrechen immer zu einem Verlust von Flüssigkeit und Salzen führen, droht besonders bei Kindern unter zwei Jahren eine Austrocknung.

Wann müssen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt?

  • bei länger als zwei Tage anhaltendem Durchfall oder Erbrechen (bei Kindern unter zwei Jahren bitte schon am ersten Tag zum Arzt!)
  • wenn gleichzeitig hohes Fieber besteht
  • bei Anzeichen einer Austrocknung wie spärlicher Urinproduktion (trockene Windeln), trockenem Mund, eingesunkener Fontanelle (bei Säuglingen), Trinkverweigerung, apathischem Kind
  • bei wiederholt auftretendem Durchfall oder Erbrechen
  • wenn Ihr Baby nach der Mahlzeit im Schwall erbricht und nicht zunimmt

Homöopathie für Kinder: So wenden Sie die Mittel richtig an

Geben Sie das passende homöopathische Mittel in der Potenz D12, 5 Globuli oder 1 Tablette 3-mal im Abstand von 30 Minuten. Bessern sich dadurch die Beschwerden, sollte das homöopathische Mittel je nach Bedarf stündlich bis zweistündlich und an den folgenden Tagen 3-mal täglich eingenommen werden. Eine Ausnahme stellt Okoubaka dar, das in der Potenz D4 angewendet wird und von dem Sie Ihrem Kind nach jedem dünnen Stuhl 5 Globuli oder 1 Tablette geben. Ihr Kind sollte nicht mehrere Mittel hintereinander bekommen, falls das erste homöopathische Mittel nicht gewirkt hat. Suchen Sie einen Homöopathen auf, wenn zwei Mittel keine Besserung gebracht haben.

Mein Tipp:

Durchfall klingt schneller ab, wenn Sie Ihrem Kind zusätzlich einen Extrakt aus der Uzarawurzel geben, der die übermäßigen Darmbewegungen reduziert und damit auch Bauchkrämpfe lindert. Er ist als Uzara®-Saft alkoholfrei ohne Rezept in der Apotheke erhältlich, Dosierung: Säuglinge 3-mal 0,5 bis 1 Milliliter, Kinder bis sechs Jahre 3- bis 6-mal 1 bis 2 Milliliter.

Außerdem wichtig: die richtige Ernährung

Geben Sie Ihrem Kind bei Brechdurchfall am ersten Tag nur Tee, z. B. Fenchel- oder Brombeerblättertee, den Sie mit einem Teelöffel Traubenzucker und einer Prise Salz pro Tasse zubereiten. Für Säuglinge ist die altbewährte Karottensuppe nach Moro zu empfehlen, Stillkinder können allerdings weiter Muttermilch erhalten. Ihr Kind sollte in jedem Fall viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Ab dem zweiten Tag können Sie mit Hafer- oder Reisschleim beginnen. Um den Geschmack zu verbessern, können Sie den Schleim entweder leicht salzen oder aber süß mit geriebenem Apfel oder etwas Heidelbeermarmelade servieren.

Homöopathische Mittel und ihre typischen Symptome

Aconitum: Erbrechen und/oder Durchfall infolge von Angst oder Schreck.

Aethusa: Muttermilch wird sofort nach dem Trinken wieder erbrochen, Kind ist danach gleich wieder hungrig; eventuell auch grünlicher Durchfall mit krampfartigen Schmerzen; Kind ist schwach und schläfrig, fühlt sich feuchtkalt an.

Argentum nitricum: Durchfall bei Lampenfieber und Erwartungsspannung; Kind ist nervös und ängstlich; es hat starkes Verlangen nach Süßigkeiten, durch die es jedoch Magenschmerzen (auch häufiges, lautes Aufstoßen) oder Durchfall bekommt; verträgt keine Wärme; häufig Bauch stark gebläht; Durchfall ist sehr übelriechend und sieht wie gehackter Spinat aus.

Arsenicum album: wichtigstes Mittel bei Durchfall und Erbrechen durch verdorbene Speisen (Lebensmittelvergiftung), durch eiskalte Getränke, Eiscreme oder verdorbenes bzw. unreifes Obst; Kind hat brennende Bauchschmerzen, ist blass, fühlt sich sehr erschöpft, friert, ist unruhig und ängstlich; möchte schluckweise Wasser trinken, das jedoch oft erneut Erbrechen auslöst; Wärme (Wärmflasche,warmes Getränk) bessert.

Calcium carbonicum: Übelkeit und Erbrechen bei hellhäutigen, leicht frierenden Kindern mit rundlichem Kopf, die zu Kopfschweiß neigen; wässriger, saurer Durchfall mit unverdauten Resten; Schweiß, Stuhlgang und Erbrochenes riechen säuerlich; Erbrechen meist kurz nach dem Stillen bzw. nach dem Essen; Fett und Milch werden nicht vertragen.

Chamomilla: sehr wässriger, grünlicher, stinkender Durchfall beim Zahnen, gleichzeitig wunder Po; Kind ist unzufrieden und quengelig.

Colocynthis: Kind krümmt sich, um die stechenden, kolikartigen Schmerzen zu lindern; Wärme und Druck auf den Bauch bessern (Kind presst sich z. B. ein Kissen auf den Bauch und/oder rollt sich auf dem Boden); Durchfall nach geringster Aufnahme von Nahrung oder Getränk; Kind ist reizbar und ungeduldig.

Dulcamara: wässriger, grüner, schleimiger (auch blutiger) Durchfall, besonders durch kaltes, feuchtes Wetter im Sommer und Herbst; Erbrechen von zähem weißem Schleim; schneidender Schmerz um den Nabel;Widerwille gegen Nahrung, großer Durst auf kalte Getränke.

Ignatia: Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen, auch starke Blähungen und eventuell schmerzloser, drängender Durchfall durch Ärger oder Aufregung bei empfindsamem Kind; oft „Kloß im Hals“; Besserung durch Essen und Trinken; Kind neigt zu widersprüchlichem Verhalten (Schonkost verschlechtert z. B. die Beschwerden, während schwer verdauliche Speisen Besserung bringen können).

Ipecacuanha: ständige, anhaltende Übelkeit (auch nach dem Erbrechen), Kind behält keine Nahrung bei sich, schon Essensgeruch löst Brechreiz aus; Erbrechen beim Husten; Zunge trotz Erbrechen nicht belegt; oft starker Speichelfluss; Bauchschmerzen um den Nabel herum.

Nux vomica: Erbrechen und Durchfall durch übermäßige Nahrungsaufnahme bzw.Überfütterung; „nervöser“ Magen mit Magendruck und starker Übelkeit; Kind möchte erbrechen, kann aber nicht; Zunge gelblich belegt; Kind reizbar und fröstelig; bewährt auch bei Erbrechen infolge Lebensmittelvergiftung oder nach der Narkose.

Okoubaka: Brechdurchfall nach verdorbenen Speisen (Lebensmittelvergiftung) oder durch veränderte Essgewohnheiten (besonders auf Reisen); Besserung durch Nahrungsverzicht. Phosphorus: Erbrechen und Durchfall gehen mit brennenden Schmerzen im Magen einher; warme Getränke werden nicht vertragen, Kind möchte Kaltes trinken, das nach dem Erwärmen im Magen oft wieder erbrochen wird; Kind unruhig, ängstlich und schwach, will nicht allein sein; Beschwerden meist abends vor dem Schlafengehen schlimmer.

Podophyllum: wässriger, gelbgrüner Durchfall, der schmerzlos herausspritzt; oft früh morgens oder gleich nach dem Essen; Stuhlgang stinkt und macht wund, enthält meist unverdaute Bestandteile; Besserung durch Wärmflasche, möchte auf dem Bauch liegen; bewährt bei Sommerdurchfällen oder während der Zahnung.

Pulsatilla: verdorbener Magen oder wässriger, grüner Durchfall nach zu viel fetten, schweren Speisen (z. B. Pommes), Kuchen oder Eis; Kind ist weinerlich und sehr anhänglich, hat keinen Durst; Mund „klebrig“, Zunge gelblich belegt; Beschwerden abends am schlimmsten; Kind ist blass und friert, verträgt aber keine Wärme.

Veratrum album: Übelkeit mit heftigem Würgen und Erbrechen; Kältegefühl im Bauch, auch krampfartige Bauchschmerzen möglich; reichliche und schwallartig entleerte Durchfälle; gieriger Appetit, Durst auf kaltes Wasser, das aber sofort wieder erbrochen wird; Erschöpfung (bis zum Kollaps) mit kaltem Schweiß auf der Stirn.

Bezugsquelle: Alle angegebenen homöopathischen Medikamente sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Bei Reisekrankheit

Borax: D6: 5 Globuli nach Bedarf (Halbstündlich bis stündlich): Reiseübelkeit im Flugzeug durch Absacken der Maachine oder im Landeanflug

Cocculus D4: abends vor Reisebeginn 5 Globuli, während der Fahrt mehrmals nach Bedarf: Hauptmittel veu Reiseübelkeit durch Fahren mit Auto, Schiff oder Bahn mit starkem Brechreiz oder Schwindel. Hinlegen bessert, hilft auch gegen Jetlag

Tabacum: D30: 5 Globuli nach Bedarf (halbstündlich bis stündlich): reiseübelkeit, kalter Schweiß, Herzklopfen, aufgeregtes Kind, durch Fahren mit Sdchiff oder Bahn

Nux Vomica D12

Nux Vomica |gewöhnliche Brechnuss | bei Übelkeit und Magen-Darm Beschwerden

Nux Vomica ist das Mittel, dass du bei allen Beschwerden rund um den Magen-Darm-Trakt geben kannst. Es hilft schnell und du kannst nichts weiter falsch machen. Sollte nicht innerhalb von etwa 15 Minuten eine Besserung eintreten ist es wahrscheinlich nicht das passende Mittel.

Symptome wie Erbrechen und Durchfall werden durch einen Reiz nämlich dem Virus oder zu viel des „Guten“ ausgelöst. Nux Vomica ist also ein Mittel bei „Reizen“. Daraus erklären sich auch die weiteren Anwendungsgebiete.

ÜBERSICHT

Nux Vomica | gewöhnliche Brechnuss

Bei Übelkeit und Magen-Darm Beschwerden

Anwendung

  • Übelkeit / Erbrechen
    Auch bei viralen Magen-Darm Infekten.
  • Reisekrankheit (Autofahren) auch nach Karussell fahren
  • Verdorbener Magen nach falschem Essen
  • Durchfall
  • Verstopfung z.B. im Urlaub oder nach “Erschrecken”
  • Reizhusten
  • Schnupfen

Reizmittel

Das „Reizmittel“
Nux Vomica ist auch das Mittel bei „Reizbarkeit“, zum Beispiel bei Übermüdung, Überanstrengung und „Reizhusten“.

Ebenso hilft es gegen „Gereiztheit“ zum Beispiel bei der Entwöhnung des Schnullers und bei Erwachsenen bei Nikotinentzug und bei „Diäten“.

Sonstiges

Schlafen
Bei reizbare Kinder die zu Zornausbrüchen neigen, im Schlaf Weinen und Sprechen und häufig zwischen 2:00 und 4:00 Uhr erwachen. In diesen Fällen helfen 3-5 Globuli NUX VOMIVA D12 einmal täglich jeweils abends für ~6 Wochen.

Heuschnupfen
Pollen „reizen“ die Atemwege und Schleimhäute. NUX VOMIVA D12 lindert die Symptome wie Jucken, Niesen und Augentränen. Bei Heuschnupfen helfen 3-5 Globuli NUX VOMIVA D12 einmal täglich jeweils morgens, während der ganzen „Pollensaison“.

Dosierung

Dosierung:
3- bis 5-mal täglich je 3-5 Globuli NUX VOMIVA D12

Dauer der Gabe: Bis zur Besserung der Symptome

Besserung nach 15 – 30 Minuten

Broschüre

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Globuli gegen Blähungen (Neugeborene)

Baby: Behandlung – Magen-Darm

© PantherMedia / Leung Cho Pan

Etwa jeder dritte junge Säugling leidet in den ersten drei Lebensmonaten unter Blähungen (Meteorismus). Sie schreien, ziehen die Beine an und krümmen sich zusammen. Oft wird auch von Drei-Monats-Koliken (Trimenonkoliken) gesprochen. Weshalb manche Säuglinge lediglich leichte Blähungen haben, andere aber dauerhaft schreien und Schmerzen zu haben scheinen, ist bislang nicht geklärt. Die Verdauung Neugeborener funktioniert ebenso wie bei einem Erwachsenen. Schleimhäute, Enzyme und Darmflora sind jedoch immer noch im Aufbau. Dadurch kann es zu einem unvollständigen Abbau der Nahrung kommen, der in einer vermehrten Gasbildung im Darm resultiert. Besonders Schreikinder und Säuglinge, die sehr hastig trinken, verschlucken dabei oft Luft, was ebenfalls zu Blähungen führen kann. Bei anhaltenden Beschwerden besteht zudem die Möglichkeit einer Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktoseintoleranz) oder Gluten (Zöliakie).

In dieser ersten, noch sehr verletzlichen Phase sind Eltern oft überfordert und suchen nach sanften Möglichkeiten, ihrem Säugling den Start ins Leben zu erleichtern. Säuglinge und Kleinkinder sollen sehr sensibel auf homöopathische Anwendungen reagieren und es wird als positiv empfunden, dass homöopathische Mittel den kindlichen Körper zur Selbstheilung anregen sollen. Viele Hebammen sind in der homöopathischen Behandlung dieser Beschwerden geschult und können Rat geben.

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Angewendete Globuli für Neugeborene mit Blähungen

In der nachfolgenden Tabelle sind homöopathische Mittel für Blähungen bei Neugeborenen aufgelistet. Je nach individueller Situation des Säuglings können der nachfolgenden Tabelle potenzielle Auslöser der Blähungen, eine Beschreibung gängiger Beschwerdebilder, einflussnehmende Faktoren, Begleiterscheinungen, weitere Hinweise sowie die jeweils empfohlenen Heilmittel. Es sollte stets das Mittel gewählt werden, dessen Symptomen am ehesten mit den Symptomen des Kindes übereinstimmt.

Welche Ausprägung trifft auf Ihr Baby zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Das Baby überstreckt sich nach hinten, hat ein hochrotes Gesicht und schreit kurz und heftig

Ein krampfartiger Schluckauf begleitet die Blähungen. Der Bauch fühlt sich heiß an und ist berührungsempfindlich. Die Beschwerden kommen und gehen sehr plötzlich und wurden durch Blähungen/3-Monats-Koliken ausgelöst.

Verbesserung:

Besser durch Beugen nach hinten und bei Bettruhe.

Verschlechterung:

Schlechter am Nachmittag.

Angewendete(s) Mittel:

Belladonna

Potenz: D12

Blähungskoliken mit stinkendem, grünlichem Durchfall, das Kind hat dabei ein blasses Gesicht

Das Baby verträgt keine (Mutter-)Milch, möchte aber ständig gestillt werden. Auch möchte es ständige Abwechslung haben, getragen oder geschaukelt werden. Es betrifft meist zarte und dünne Kinder mit schlechter Kopfkontrolle und reichlichem Schweiß des Kopfes. Auslöser sind Blähungen oder Koliken schon während des Trinkens.

Besser durch Ruhe und Liegen auf dem Bauch.

Schlechter am Abend und während der Zahnung.

Calcium phosphoricum

Potenz: D12

Die Blähungen und die Ausscheidungen sind laut und stinkend

Zu den weiteren Beschwerden gehören häufiger Schluckauf, kalte Füße und kalter Schweiß. Das Baby ist eher schwächlich und blass, will oft herumgetragen werden und ist dabei körperlich ruhelos.

Besser durch Aufstoßen und Blähungsabgang.

Carbo vegetabilis

Potenz: D12

Grünlicher, stinkender Durchfall und Schmerzen; das Kind schreit ausdauernd und heftig über Stunden

Das Baby hat ein heißes, verschwitztes und rotes Gesicht, krümmt sich zusammen, überstreckt oft den Kopf nach hinten und ist sehr zornig dabei. Das Schreikind mag keine Berührung, möchte aber getragen werden und Abwechslung haben, reagiert wütend auf Schmerzen, ist unruhig und leicht zu irritieren.

Besser durch Getragen-werden.

Schlechter während des Zahnens, nachts, durch Liegen im Bett und Kälte.

Chamomilla

Potenz: D12

Zusammen-krümmen, Beine anziehen

Das plötzliche Auftreten von Bauchkoliken zählt hier zu den weiteren Beschwerden, welche das unruhige und ärgerliche Baby reizbar machten. Die Blähungen entstehen hier durch Überreiztheit oder Ärger.

Besser durch lokale Wärme, Stuhlgang, Blähungsabgang, fester Druck und Liegen auf dem Bauch.

Schlechter abends und nachts.

Colocynthis

Potenz: D12

Anhaltende Krämpfe

Das Baby überstreckt sich nach hinten.

Schlechter durch Zusammenkrümmen.

Dioscorea villosa

Potenz: D12

Beschwerden besonders zwischen 16 und 20 Uhr, nach dem Essen ein Trommelbauch

Das Baby runzelt die Stirn, ist eher ein ernster und missmutiger Säugling, hat oft Heißhunger und ist morgens schlecht gelaunt und mag keine enge Kleidung tragen. Die Ursache sind hier Mehl- und Süßspeisen, Bohnen, Zwiebeln und Kohl welche von der stillenden Mutter aufgenommen wurden.

Besser durch Bewegung und Aufstoßen.

Schlechter durch blähende Speisen (der stillenden Mutter), am Nachmittag und durch Kleiderdruck.

Lycopodium

Potenz: D12

Das Kind krümmt sich vor Schmerzen, viel Aufstoßen dabei, was die Beschwerden nicht bessert

Das Baby schreit nicht, aber jammert beständig, ist eher schwach und matt mit viel Schlafbedarf.

Besser durch Wärme und Reiben oder Kneten des Bauches, Zusammenkrümmen.

Magnesium phosphoricum

Potenz: D12

Nach verdorbenem oder schwerem Essen, durch Medikamente, Drogen oder Ärger (auch der stillenden Mutter)

Die Schmerzen des Kindes sind krampfartig und gepaart mit Blähungen und Verstopfung. Außerdem wirkt das Baby gereizt, neigt zum Fieberkrampf, hat starke muskuläre Spannung, reagiert äußerst empfindlich auf Lärm, Licht und Berührung. Beim Wickeln bekommt es schnell blaue, kalte Hände, Füße und Lippen.

Besser durch Wärme, Druck und Zusammenkrümmen.

Schlechter durch kalte Luft, Milch und nachts.

Nux vomica

Potenz: D12

Allgemein bewährt bei Störungen der Verdauung durch Antibiotika, Nauhrungsumstellung oder Abstillen bzw. Zufüttern

Okoubaka

Potenz: D12

Zu beachten:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Säuglingen Globuli zu verabreichen. Häufig empfohlen wird es, die erforderliche Menge an Globuli in den Raum zwischen Kiefer und Unterlippe zu legen. Dort lösen sich die Globuli auf. Alternativ besteht die Möglichkeit die Globuli in Wasser aufzulösen (NICHT mit einem Metalllöffel umrühren) und dann als Tropfen auf die Wangenschleimhaut aufzubringen. Tabletten sollten grundsätzlich auf diese Weise verabreicht werden.

Bestimmte Symptome müssen grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden. Dazu zählen im Bereich der Magen-und-Darm-Beschwerden

  • starke, ungewohnte und anhaltende Bauchschmerzen
  • wenn Bläh- und Schreiattacken nach jeder Mahlzeit auftreten
  • anhaltendes Erbrechen
  • schaumige oder spritzende Stühle
  • Stuhl wie Hasenkot (sehr fest)
  • Trinkverweigerung oder nur langsame Gewichtszunahme
  • ein mehr als 3 Wochen, häufiger als 3 Tage in der Woche und mindestens 3 Stunden lang schreiendes Baby

Eine erste Einschätzung einer erfahrenen Hebamme ist ebenfalls empfehlenswert.

Komplexmittel werden zur Behandlung in der Regel nicht empfohlen, da die homöopathische Behandlung sehr individuell ist und das jeweils passende Mittel sorgsam ausgewählt wird. Im Rahmen der indikationsbezogenen Homöopathie besteht aber die Möglichkeit, bei häufig vorkommenden Erkrankungen bereits bewährte Mittel anzuwenden. Darunter zählen sowohl Einzel- als auch Komplexmittel.
Es wird darüber hinaus angeraten Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ aufzusuchen, da diese, im Gegensatz zu Heilpraktikern, approbierte Ärzte sind und in Notfallsituationen entsprechend reagieren können.

Quellenangaben:

Wichtiger Hinweis

Die auf Globuli.de zur Verfügung gestellten Informationen sowie Kommentare und Diskussionsbeiträge können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer eigenständigen Auswahl und Anwendung oder Absetzung von Arzneimitteln, sonstigen Gesundheitsprodukten oder Behandlungsmethoden verwendet werden. Viele Symptome und Beschwerden können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten. Für eine sichere Diagnose und Behandlung muss immer ein Arzt aufgesucht werden. Die auf Globuli.de zur Verfügung gestellten Inhalte sind sorgfältig erarbeitet und werden in regelmäßigen Abständen auf ihre Richtigkeit überprüft und aktualisiert. Jedoch unterliegen die Erkenntnisse in der Medizin einem ständigen Wandel. Wir übernehmen daher keine Gewährleistung für die Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit und Aktualität sämtlicher Inhalte auf den Webseiten.

Baby-Bauchweh

Bauchkrämpfe und Blähungskoliken

Während der ersten drei Lebensmonate können Babys unter sehr schmerzhafte Darmkrämpfe und Blähungskoliken leiden, die deswegen auch als Dreimonatskoliken bezeichnet werden.

Blähungskoliken führen mitunter zu sehr nervenaufreibenden Situationen. Der Säugling schreit unentwegt und ist durch nichts zu beruhigen. Die Nahrung wird verweigert, und das Kind ist nicht zum Schlafen zu bringen. Häufig machen sich die Blähungskoliken nachts bemerkbar, so dass nach mehreren schlaflosen Nächten auch die Eltern bald leidgeprüft sind. Die Babys krümmen sich, ziehen die Beinchen an, stemmen sich nach hinten und schreien vor Schmerzen. Wenn Blähungen abgehen, lassen die Schmerzen unter Umständen für eine Weile nach.

Oft hören solche Beschwerden unvermittelt und ohne Grund nach etwa drei Monaten auf.

Als mögliche Ursachen kommen in Frage:

  • Zahnungsbeschwerden
  • Verdauungstörungen und Schmerzen durch das Zurücklaufen von Magensäure in die Speiseröhre (gastroösophagealer Reflux) nach den Mahlzeiten
  • Invagination. Dies ist eine bedrohlicher und akuter Zustand, bei dem sich ein Darmabschnitt in den anderen hineinschiebt. Infolgedessen kann es zu einem Darmverschluss und zum Absterben von Darmgewebe kommen. Eine Invagination tritt vor allem in den ersten drei Lebensjahren und vorwiegend bei Jungen auf. Sie muss umgehend in der Kinderklinik behandelt werden.
  • Akute Magen-Darm-Entzündung und -Infektionen, Blinddarmentzündung, Würmer etc.
  • Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten
  • Mittelohrentzündungen und andere Erkrankungen außerhalb des Magen-Darm-Trakts. Diese können ebenfalls zu dem bei Babys unspezifischen Symptom „Bauchschmerzen“ führen.
  • Nabelkoliken. Diese bezeichnen das Symptom Bauchschmerzen, ohne daß eine klare medizinische Ursache hierfür erkennbar ist.
  • Seelische Probleme, auch psychische Traumata während der Geburt

Gehen Sie zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin:

  • Bei heftigen, unerklärlichen und kolikartigen Schmerzen
  • Bei unstillbarem Erbrechen, blutigem und/oder schleimigem Durchfall
  • Fieber über 38°C
  • Wenn sich die Beschwerden in den nächsten Stunden nach Beginn der homöopathischer Behandlung nicht bessern.

Mit den folgenden Maßnahmen können Sie einiges zur Besserung der Koliken beitragen:

Ernährung

Da das Baby mit der Muttermilch auch die Nahrungsmittel der Mutter mit aufnimmt, sollten stillende Mütter darauf achten, keine blähenden Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Das könnten z.B. Zwiebeln, Kohl, Sauerkraut, Linsen oder Bohnen sein. Die Reaktion ist recht individuell und auf jeden Fall sollte die Mutter solche Nahrungsmittel meiden, die bei ihr selbst Blähungen hervorrufen.

Zur Ernährung des Babys ist darauf zu achten, dass nicht mehrere neue Nahrungsmittel gleichzeitig als Beikost eingeführt werden, sondern nur allmählich die Kost durch einzelne Nahrungsmittel bereichert wird.

Fenchel oder Kümmeltee können zur Entspannung des Verdauungstrakts beitragen. Überbrühen Sie einen halben Teelöffel Kümmel- oder Fenchelsamen, die sie vorher in einem Mörser zerstampft haben, mit einem halben Liter kochenden Wasser und geben Sie das Getränk lauwarm im Fläschchen.

Kamillentee in größeren Mengen ist zu meiden, weil er zu Koliken führen kann. Aus diesem Grund ist Chamomilla (die Kamille) in homöopathischer Form für Blähungskoliken so gut geeignet (vgl. dazu mein Buch „Einführung in die Homöopathie“)

Bewegung

In manchen Fällen fahren die Eltern in ihrer Verzweiflung mit dem Kind im Auto so lange herum, bis es einschläft. Autofahren hat auf die Kinder einen erstaunlich beruhigenden Effekt. Vielleicht mag das mit der regelmäßigen Bewegung und der gleichmäßig vorbeiziehenden Umgebung zu tun haben.

Einen sehr guten und beruhigenden Effekt hat es, wenn Sie das Kind ins Tragetuch nehmen und mit ihm einen Spaziergang machen.

Eine Hängematte oder ein Schaukelstuhl können auch sehr gute Dienste leisten und Mutter und Kind ein wenig Ruhe verschaffen.

Lassen Sie versuchsweise mehr Zeit (3-4Std.) zwischen den Mahlzeiten, weil manchmal der Verdauungsapparat einfach überfordert ist und sich die frische Milch im Magen nicht mit der halb verdauten Milch mischen sollte.

Zeit und Ruhe für die Verdauung

Lassen Sie das Baby nach den Mahlzeiten regelmäßig ausgiebig „Bäuerchen“ machen, so dass nicht noch zusätzlich verschluckte Luft drückt.

Ein ruhiges und friedliche Umfeld erleichtert dem Säugling die Verdauungsarbeit. Das Besondere daran ist die richtige Mischung zwischen der Anregung durch äußere Reize und den Ruhepausen.

Berührung

Eine Bauchmassage kann hilfreich sein: Massieren Sie zweimal täglich sanft den Bauch des Babys im Uhrzeigersinn mit Kümmelöl, oder einem anderen entkrampfenden Öl ein.

Homöopathische Behandlung

Zur homöopathischen Behandlung geben Sie im akuten Fall drei Globuli in den Mund und lösen 10 Globuli in einem halben Glas Wasser auf. Davon geben sie alle 10 Minuten einen Teelöffel (Plastiklöffel) voll, bis eine Besserung der Beschwerden eintritt (maximal 2-3 Stunden lang). Die Lösung vor jeder Gabe mit dem Löffel gut verkleppern.

Chamomilla

Arzneimittel:

bekannt

Beschwerdebild:

Quengeliges, verärgertes, reizbares Kind

Modalitäten:

Umhertragen, Umherfahren oder Schaukeln bessern die Beschwerden

Besserung nach Abgang von Winden

Wärme bessert die Bauchkoliken

Verschlimmerung durch Ärger

Besonderheiten:

Das klassische Mittel für Blähungskoliken

Colocynthis

Arzneimittel:

Die Koliquinte wächst in Afrika und Asien. Verwendet werden die reifen und entkernten Früchte.

Beschwerdebild:

Kolikartige Bauchschmerzen

Bauchschmerzen durch Zorn und Ärger

Das Baby windet sich und krümmt sich

Modalitäten:

Verbesserung durch Wärme, Druck und Ruhe

Besonderheiten:

keine

Lycopodium

Arzneimittel:

Der Bärlapp wächst auf allen fünf Kontinenten. Zur homöopathischen Verarbeitung werden die Sporen verwendet, die durch gründliche Verreibung aufgeschlossen werden.

Beschwerdebild:

Unverträglichkeit von Kohl und Zwiebeln (auch wenn die stillende Mutter sie gegessen hat)

Misstrauisches, fremdelndes Kind

Stirnrunzeln, altes, runzeliges Aussehen nach der Geburt

Modalitäten:

Verschlimmerung in der Wärme

Verschlimmerung nachmittags zwischen 4.00 und 6.00

Besonderheiten:

Wichtiges Konstitutionsmittel

Magnesium phosphoricum

Arzneimittel:

Magnesiumphosphat ist eine Verbindung aus Magnesium und der Phosphorsäure.

Beschwerdebild:

Empfindsames, nervöses Kind

Kolikartige Leibschmerzen

Modalitäten:

Sanfter Druck, wie z.B. eine Bauchmassage bessern

Wärme, heißes Baden bessern

Verbesserung der Koliken durch Zusammenkrümmen

Verschlimmerung durch Kälte

Besonderheiten:

Ein klassisches Krampfmittel, bei dem vor allem die Modalitäten ausschlaggebend sind.

Blähungen und Bauchschmerzen beim Baby – Homöopathische Mittel helfen bei Dreimonatskoliken

Chamomilla Globuli werden aus den Blüten der Kamillenpflanze (Chamomilla recutita) hergestellt. Chamomilla-Globuli können bei folgenden Sypmptomen helfen:

  • bei den Schreiattacken ist oft eine Wange rot, die andere blass
  • die Hauptunruhezeit ist gegen 21 Uhr abends
  • das Mittel hilft vor allem bei Kinder die leicht gereizt und aktiv sind, die etwas haben wollen und im nächsten Augenblick damit unzufrieden sind
  • das Mittel ist bei ruhigen, langsameren Kindern oft unwirksam

Belladonna

Atropa Belladonna Globuli werden aus dem Gift der Tollkirsche (Atropa Belladonna) gewonnen. Belladonna-Globuli können helfen wenn folgendes eintritt:

  • das Baby hat bei den Schreiattacken einen hochroten Kopf
  • es schwitzt an der Stirn
  • eine Wärmeflasche oder warmes Kirschkernkissen helfen
  • das Baby liegt lieber im Bettchen und will seine Ruhe haben

Colocynthis C6 oder D6

(3-mal täglich 3 Globuli)Colocynthis ist die lateinische Bezeichnung der Koloquinte. Der Wirkstoff für diese Globuli wird aus den Blättern der Colocynthis Pflanze gewonnen. Colocynthis C6 oder D6-Globuli können helfen wenn folgendes eintritt:

  • wenn es dem Baby besser geht, falls es die Beine hochzieht
  • wenn die Wärme und die Massage gut helfen
  • wenn Druck dem Baby gut hilft (es liegt gerne auf der Schulter der Mutter)

Lycopodium C30 oder D3

(1-mal täglich 3 Globuli nachmittags oder abends)Lycopodium clavatum, der Keulen-Bärlapp, gehört zur Familie der Bärlappgewächse und steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Naturschutz. Lycopodium C30 oder D3-Globuli können helfen wenn folgendes eintritt:

  • falls das Baby überwiegend in den späteren Nachmittagsstunden oder Frühabends schreit und einen geblähten Bauch hat
  • das Baby hat Schluckauf und Schwierigkeiten mit dem Aufstoßen
  • die schlimmste Zeit ist ab 16 bis 20 Uhr, nachts schläft es ruhig

Cuprum metallicum

Cuprum Metallicum ist ein homöopathisches Einzelmittel, das aus Kupfer (Cu) hergestellt wird. Cuprum metallicum-Globuli können helfen bei diesen Symptomen:

  • das Baby ist sehr verkrampft
  • der Daumen ist fest in seiner Faust eingeschlagen
  • die Bauchdecke ist sehr hart und angespannt, soll nicht berührt werden
  • die Haut ist blass-bläulich

Magnesium phosphoricum, auch phosphorsaures Magnesia genannt, ist ein homöopathisches Einzelmittel auf Basis von Mineralsalzen(Magnesiumsalz und Phosphorsalz). Magnesium phosphoricum-Globuli können helfen bei folgenden Symptomen:

  • blitzartig kommende, kolikartige Schmerzen
  • Wärme und Bauchmassage helfen
  • der Stuhlgang ist grünlich
  • jede Bewegung und kurzfristige Kälte machen es schlimmer

Magnesium carbonicum

Magnesium carbonicum ist die lateinische Bezeichnung für Magnesiumcarbonat, auch bekannt unter dem Namen Magnesia alba. Magnesium carbonicum-Globuli können helfen bei diesen Symptomen:

  • die Blähungsschmerzen beginnen oft während des Stillens oder kurz danach
  • der Stuhlgang sieht schaumig und grünlich aus
  • Druck auf den Bauch hilft gut, das Baby krümmt sich
  • das Baby spuckt häufig saure Milch

Schulmedizinischer Hintergrund

Bauchschmerzen können sehr vielfältige Ursachen haben. Daher ist zunächst wichtig zu wissen, ob Vorerkrankungen oder spezielle Untersuchungsbefunde bekannt sind. An die folgenden häufigsten Ursachen von Bauch- und Magenschmerzen ist zu denken:

1. Magen und Bauchschmerzen

Sind in der Vorgeschichte Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) oder sogar Magengeschwüre (Ulcus des Magens oder auch des anschließenden Zwölffingerdarmes) bekannt? Werden die Bauchschmerzen an typischer Stelle im mittleren Oberbauch im Winkel zwischen den unteren Rippenbögen wahrgenommen? Strahlt der Schmerz aus, zum Beispiel zum Rücken? Bestand schon längere Zeit starkes Sodbrennen?

Ging dem Beginn der Bauchschmerzen eine typische schmerzauslösende Ursache voraus, zum Beispiel starker beruflicher oder privater Stress, evtl. auch Schlafmangel, starker Zigarettenkonsum, zu reichlicher Alkoholgenuss?

2. Gallenblase und Bauchschmerzen

Sind aus Voruntersuchungen (zum Beispiel Ultraschall) Gallensteine bekannt oder gab es in der Vergangenheit ähnliche, meist im rechten Oberbauch lokalisierte kolikartige Schmerzen? Geht dieser Schmerz mit Fieber einher, ist immer auch an eine Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) zu denken.

Sind diese Bauchschmerzen zum Beispiel nach einer besonders fettreichen Mahlzeit entstanden?

3. Bauchspeicheldrüse und Bauchschmerzen

Werden die Bauchschmerzen als besonders tief im Oberbauch und vielleicht gürtelförmig, zum Rücken oder zur linken Schulter ausstrahlend wahrgenommen, von bohrendem Charakter und vielleicht mit starker Übelkeit und/oder Durchfall begleitet, so kann es sich um eine prinzipiell immer gefährliche Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) handeln, die ohne Zeitverzug in fachärztliche Behandlung gehört. Diese Erkrankung wird oft durch allzu fettreiche Ernährung und/oder Alkohol ausgelöst.

4. Dünndarm und Dickdarm

Sind die Bauchschmerzen diffus im ganzen Bauchraum verteilt? Gehen sie mit starker Gasauftreibung des Bauches einher? In diesem Falle kann es sich um eher harmlose Blähungskoliken handeln, wie sie auch in Zusammenhang mit Verstopfung (Obstipation) auftreten können. Gehen sie mit Durchfällen einher, so kann es sich um einen Darminfekt durch Viren oder Bakterien handeln. Wenn die Durchfälle freilich blutig sind, so muss man auch an eine beginnende entzündliche Darmerkrankung denken. Ist der Schmerz im rechten Unterbauch lokalisiert, so sollte von einem Arzt in jedem Falle auch eine Blinddarmentzündung (Appendizitis) ausgeschlossen werden!

5. Nieren und Bauchschmerzen

Auch Krankheiten einer oder beider Nieren können als „Bauchschmerzen” wahrgenommen werden. Sind Nierensteine bekannt? In diesem Falle können die meist kolikartigen Schmerzen entlang der Harnleiter bis in den Unterbauch, die Blase oder bei Männern auch in die Hoden ausstrahlen. Meist werden Schmerzen der Nieren jedoch eher im Rücken in Höhe des Unterrandes der hinteren Rippenbögen empfunden.

6. Blase und Bauchschmerzen

Schmerzen, die von der Blase ausgehen, sind im Falle von Entzündungen oder Infekten (Zystitis) meist mit entsprechenden Beschwerden beim Wasserlassen verbunden und so eher leicht abzugrenzen (siehe Kapitel „Blasenbeschwerden”)

7. Weibliche Genitalien und Bauchschmerzen

Ihre spezielle Lokalisation im Becken, evtl. mit Ausstrahlungen zum Rücken, in die äußere Genitalregion oder in die Oberschenkel sollte dazu führen, einen Gynäkologen aufzusuchen, damit etwaige Eierstockentzündungen (Adnexitis) oder Eierstockzysten, in Einzelfällen aber auch Tumoren oder eine Eileiterschwangerschaft ausgeschlossen werden kann. Dasselbe gilt bei zyklusbegleitenden Schmerzen auch für die Frage nach einer Endometriose.

8. Herz und Bauchschmerzen

Oberbauchschmerzen, die an den Magen oder die Gallenblase denken lassen, können in Einzelfällen auch von einer Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße, vor allem im Bereich der Herzhinterwand ausgelöst werden. Daran ist zu denken, wenn aus der Vorgeschichte ein Bluthochdruck (Hypertonie) oder ein anderer Risikofaktor (zum Beispiel erhöhtes Cholesterin) bekannt sind oder bereits Symptome einer Angina pectoris in der Vergangenheit aufgetreten sind. Auch in diesem Fall sollte selbstverständlich umgehend eine Arzt zu Rate gezogen werden!

Allgemeine Maßnahmen

In vielen Fällen kann bei Bauchschmerzen eine lokale Wärmeanwendung Linderung herbeiführen; dies gilt vor allem bei krampfartigen Schmerzen. Auch die Zufuhr von warmem (nicht heißem!) Tee in kleinen Schlückchen wird vor allem bei Magenschmerzen hilfreich sein; hierbei eignet sich besonders Kamillentee. Die selbstständige Einnahme von Schmerzmitteln sollte in aller Regel unterbleiben, bevor die Situation nicht mit einem Arzt besprochen wurde; bestimmte Schmerzmittel könnten die Ursache des Schmerzes eher noch verschlechtern (zum Beispiel Aspirin bei Magenschleimhautentzündung) oder ganz allgemein die Symptomatik verfälschen, sodass eine korrekte Diagnostik der Ursache später erschwert ist!

Ärztliche Hilfe erforderlich

Wie Sie aus der orientierenden Zusammenstellung einiger häufiger Ursachen für Bauchschmerzen (s.o.) unschwer erkennen können, sollten Sie in der Selbstbehandlung von Bauchschmerzen große Vorsicht walten lassen und bei fehlender Besserung oder gar Verschlimmerung der Schmerzen unverzüglich ärztlichen Rat einholen! Dies gilt vor allem dann, wenn die Bauchschmerzen mit mehr oder weniger ausgeprägten Allgemeinsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Fieber, Schwäche oder Kreislaufsymptomen kombiniert sind!

Folgende Beschwerden werden im weiteren beschrieben:

  1. Kolikartige und krampfartige Bauchschmerzen ( gehe zu )
  2. Brennende Bauchschmerzen ( gehe zu )
  3. Stechende Bauchschmerzen ( gehe zu )
  4. Bauchschmerzen mit starken Blähungen ( gehe zu )

1. Kolikartige und krampfartige Bauchschmerzen

Krampfartige, kneifende oder zusammenziehende Schmerzen bei Magen-Darm-Infekt, Gallensteinkolik, Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwür, die mit motorischer und reizbarer Unruhe einhergehen. Der Kranke will sich zusammenkrümmen oder ein Kissen bzw. eine Wärmflasche gegen den Bauch pressen. Auch Aufstoßen kann erleichtern. Schmerz kommt plötzlich. Reichliche Gasansammlung im Bauch. Verbunden mit geleeartigen Durchfällen. Manchmal findet sich in der unmittelbaren Vorgeschichte großer Zorn und Ärger als Auslöser der Krankheit. Die Schmerzen lassen nach Stuhlgang oder Blähungsabgang nach.

( gehe zu Colocynthis )

Staphisagria

Die Schmerzen können in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit Ärger, einer persönlichen Kränkung oder Beleidigung auftreten. Meist handelt es sich dabei um funktionelle und nichtorganische Zustände von Verkrampfung des Magens oder von Teilen des Darmes. Passt oft bei Menschen, die auf die genannten emotionalen Einflüsse besonders empfindlich und verletzlich sind.

( gehe zu Staphisagria )

Ähnliches Bild wie Colocynthis mit Besserung durch Zusammenkrümmen und lokale Wärme. Verbunden mit Blähungen, wobei Aufstoßen im Gegensatz zu Colocynthis keine Erleichterung bringt.

Nux vomica

Krampfartige Magenschmerzen bald oder 1-2 Stunden nach dem Essen oder bereits früh morgens nach durchzechter Nacht (nach Alkohol!) oder nach Überessen. Die Oberbauchregion ist sehr berührungsempfindlich. Kann mit Übelkeit und Brechwürgen einhergehen. Der Kranke reagiert sehr gereizt auf Kleinigkeiten, Gerüche, Geräusche oder zu enge Kleidung. Der Schmerz wird besser durch Wärme von außen oder warme Getränke. Oft verbunden mit Sodbrennen und saurem Aufstoßen. Erfolgloser krampfartiger Stuhldrang, bei dem nur kleine Stuhlmengen abgehen. Meist fühlt sich der Patient sehr kalt.

( gehe zu Nux vomica )

( gehe zurück )

2. Brennende Bauchschmerzen

Arsenicum album

Brennende und stechende Schmerzen mit ängstlicher Unruhe, wälzt sich hin und her. Gleichzeitig starke Erschöpfung und Schwäche. Die Schmerzen werden besser durch Anwendung von heißen Leibwickeln. Verlangen nach heißem Getränk, das in kleinen Schlückchen getrunken wird. Oft verbunden mit Erbrechen und/oder Durchfall. Der Kranke ist wegen seiner Beschwerden oft ängstlich-verzweifelt und verlangt ständige Nähe und sorgende Zuwendung.

( gehe zu Arsenicum album )

Phosphorus

Brennende Magenschmerzen, dabei großer Durst auf kalte Getränke, welche die Schmerzen lindern (im Gegensatz zu Arsenicum album!). Oft verbunden mit Übelkeit und Erbrechen, sobald das kühle Getränk im Magen warm geworden ist. Diese Kranken sind ebenfalls ängstlich und möchten Nähe und Zuwendung und sind dabei wesentlich leichter zu beruhigen als der Kranke im Arsenicum-album-Zustand.

( gehe zu Phosphorus )

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3. Stechende Bauchschmerzen

Bryonia

Stechende und berstende Bauchschmerzen, die den Kranken dazu veranlassen, absolut ruhig zu liegen, weil die Schmerzen durch die geringste Bewegung schlechter werden. Der Schmerz kann ausgelöst werden durch kalte Getränke nach vorheriger Überhitzung. Der Kranke liegt ruhig mit angezogenen Knien, atmet vorsichtig und flach und will seine Ruhe, vor allem aber nicht reden. Während im Bild von Bryonia so gut wie alle Schmerzen durch festen Druck besser werden, verschlimmern sich die Bauchschmerzen durch Druck.

( gehe zu Bryonia )

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4. Bauchschmerzen mit starken Blähungen

Schmerzhafte Auftreibung des Bauches, oft schon rasch nach dem Essen, mit reichlichen Darmgeräuschen. Der Bauch ist durch eingeklemmte Blähungen angespannt und empfindlich auf jede Beengung oder Kleidung am Bauch. Der Kranke muss ständig aufstoßen. Oft ist gerade der Unterbauch besonders schmerzhaft. Der Kranke kann in diesem Zustand ausgesprochen unleidlich, gereizt und fordernd sein. Bei diesem Symptombild und der entsprechenden Gesamtkonstitution sollte man immer auch an Gallensteine denken, erst recht, wenn die Schmerzen im rechten Oberbauch lokalisiert sind.

( gehe zu Lycopodium )

Argentum nitricum

Heftige, splitterartige, spitze Schmerzen, dabei ist der Bauch oft massiv gebläht. Erst heftiges, lautes Aufstoßen bringt Entspannung. Oft starkes Verlangen nach Süßigkeiten oder purem Zucker, was aber nicht vertragen wird. Manchmal Durchfall, sobald er etwas trinkt. Diese Kranken kennzeichnet oft eine eilige Art von Unruhe mit gleichzeitiger starker Erwartungsspannung und Nervosität.

( gehe zu Argentum nitricum )

China

Ausgeprägte Blähungskoliken vor allem im Oberbauch, wobei Aufstoßen nicht lindert! Kann verbunden sein mit schmerzlosen Durchfällen und gleichzeitigem Blähungsabgang. Der Kranke ist rasch geschwächt und kann einen bitteren oder säuerlichen Mundgeschmack haben. Die Schmerzen werden schlimmer durch jede Erschütterung. Auch China kommt ähnlich wie Lycopodium in Frage, wenn die Ursache der Beschwerden in einer Erkrankung der Gallenblase (zum Beispiel Gallensteine) liegt.

( gehe zu China )

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Homöopathie & Akupressur: Hilfe gegen Bauchschmerzen bei Kleinkindern

Wirksame Hausrezepte gegen Bauchschmerzen

Hat Ihr Kind Bauchschmerzen und Blähungen, können Sie ihm als erste und einfachste Maßnahme eine Tasse warmen Fencheltee geben und eine Wärmflasche auf den Bauch legen. Als entblähender Tee hat sich auch eine Mischung aus zerstoßenen Kümmel-, Fenchel- und Anisfrüchten zu gleichen Teilen bewährt. Brühen Sie einen gestrichenen Teelöffel davon mit 250 Milliliter (ml) kochendem Wasser auf und lassen Sie den Tee 10 Minuten zugedeckt ziehen. Babys bekommen mehrmals täglich 30 bis 50 ml, ältere Kinder mehrmals täglich eine Tasse.

Sehr wohltuend ist eine warme Leinsamen-Bauchkompresse. Dazu kochen Sie eine Tasse Leinsamen in so viel Wasser auf, dass der Leinsamen gut bedeckt ist. Schlagen Sie diesen Brei dann in eine doppelt gelegte Mullwindel oder Papier von einer reißfesten, dicken Küchenrolle ein und lassen Sie ihn so weit abkühlen, dass er Ihnen am Handgelenk angenehm warm ist. Legen Sie die Kompresse auf den schmerzenden Bauch. Darüber wickeln Sie eine weitere Mullwindel zur Befestigung und ein wärmendes Wolltuch. Die Leinsamenauflage kann 30 Minuten belassen und nach einer Stunde wiederholt werden.

Wann müssen Sie zum Arzt?

  • bei plötzlich und heftig auftretenden Bauchschmerzen
  • wenn die Bauchschmerzen immer wieder auftreten (zum Ausschluss organischer Ursachen wie Nahrungsmittelallergien, Milchzucker-Unverträglichkeit, Zöliakie)
  • bei Bauchschmerzen, die länger als 24 Stunden anhalten und nicht nachlassen
  • wenn Ihr Kind apathisch ist
  • wenn Ihr Baby die Nahrung verweigert
  • bei anhaltendem Schreien oder wiederholtem schrillem Aufschreien Ihres Säuglings
  • wenn weitere Beschwerden bestehen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen beim Wasserlassen
  • wenn Ihr Kind starke Schmerzen hat und die Bauchdecke hart und gespannt ist
  • wenn sich durch Wärme (warmer Bauchwickel, Wärmflasche) die Beschwerden verstärken

Homöopathie gegen Bauchschmerzen

Geben Sie das passende Mittel (siehe Flussdiagramm und Übersicht) in der Potenz D12, anfangs 3-mal alle 15 bis 30 Minuten 5 Globuli oder 1 Tablette, dann nach Bedarf ein- bis zweistündlich und eventuell am nächsten Tag noch 3-mal täglich. Bitte geben Sie Ihrem Kind nicht mehrere Mittel hintereinander, falls das erste Mittel nicht gewirkt hat. Suchen Sie einen Homöopathen auf, wenn zwei Mittel keine Besserung gebracht haben.

  • Mein Tipp: Die „Heiße Sieben“
    Lösen Sie 5 Tabletten Magnesium phosphoricum D6 (Schüßler-Salz Nr. 7, daher der Name) in einem Glas heißem Wasser auf und lassen Sie Ihr Kind schluckweise so heiß wie möglich davon trinken.

Bauchschmerzen und Blähungen durch Homöopathie behandeln

Homöopathische Mittel und ihre typischen Symptome

  • Argentum nitricum: Bauchschmerzen durch Prüfungsangst, Erwartungsangst,Unruhe,Nervosität, nach zu fettigem, salzigem Essen oder Süßigkeiten; oft mit Aufstoßen und Durchfall.
  • Carbo vegetabilis: Blähungskolik mit Trommelbauch, besonders Oberbauch betroffen; Folge von fettigem Essen oder Milch; blasses, verfrorenes, erschöpftes Kind mit kalten Füßen; neigt zu Verstopfung; Abgang von Blähungen (stinkend) und frische Luft bessern.
  • Chamomilla: gesamte Bauchdecke ist schmerzhaft gespannt und berührungsempfindlich, krampfartige Blähungskoliken, oft auch mit grünlichem Durchfall oder saurem Erbrechen; als Folge von Ärger, Zorn oder beim Zahnen; Verschlechterung abends und nachts, warmer Bauchwickel bessert; Kind ist verschwitzt, quengelig, ungeduldig und schreit andauernd, will mal dieses, mal jenes; will oft herumgetragen werden, ist sehr schmerzempfindlich.
  • China: stark aufgeblähter Bauch, z. B. nach unreifen Früchten; erschöpftes, blasses Kind; Besserung durch Ruhe,Wärme und Zusammenkrümmen; Abgang von Blähungen bringt kaum Erleichterung; Essen verschlechtert die Beschwerden.
  • Colocynthis: krampfartige Bauchschmerzen als Folge von Ärger, Zorn oder Beleidigung, die sich durch Zusammenkrümmen, Wärme und Abgang von Blähungen bessern; Kind krümmt sich zusammen, zieht die Beine an den Bauch oder wälzt sich herum; Verschlechterung durch Essen; als weitere Symptome Aufstoßen,Abgang von Winden, Blähungen mit Kollern im Bauch, oft auch wässrige Durchfälle.
  • Lycopodium: aufgetriebener Trommelbauch nach dem Essen,Kollern im Bauch; Beschwerden vor allem zwischen 16 und 20 Uhr, oft nach Mehlspeisen oder Kohl, Bohnen, Zwiebeln; Kind verträgt keine enge Kleidung, runzelt die Stirn.
  • Magnesium phosphoricum: krampfartige Bauchschmerzen, das Kind krümmt sich vor Schmerzen; Wärme bessert, z. B. Wärmflasche oder warmes Bad; auch Kneten und Reiben des Bauches (Bauchmassage) sowie der Abgang von Blähungen bringen Erleichterung.
  • Nux vomica: krampfartige Bauchschmerzen mit Blähungen und/oder Verstopfung; oft ausgelöst durch zu schweres oder verdorbenes Essen, aber auch Medikamente oder Ärger; Wärme (Wärmflasche, warmer Tee) sowie Vorwärts- oder Rückwärtskrümmen bessern; gereiztes Kind.
  • Pulsatilla: Bauchkoliken nach fetten Speisen, Obst, Süßem und Eis; ängstliches, weinerliches Kind.

Drücken Sie Blähbauch und Schmerzen weg

Lindern Sie die Beschwerden Ihres Kindes durch Akupressur. Je nachdem, wie anhaltend und wie heftig die Blähungen bzw. Bauchschmerzen sind, behandeln Sie einmal (am besten morgens) bis maximal 3-mal täglich. Die genannten Punkte werden beidseitig im Uhrzeigersinn stimuliert.

  • Magen 25 (Ma 25):
    Der Punkt liegt etwa zwei Daumenbreiten (Ihres Kindes!) rechts und links neben dem Nabel (siehe Abbildung 1). Die Behandlung erfolgt durch leichtes kreisförmiges Drücken für 30 bis 60 Sekunden (je jünger Ihr Kind, desto kürzer). Führen Sie dafür bei gleichmäßigem Druck auf dem Punkt schnelle kreisförmige Bewegungen im Uhrzeigersinn aus (etwa zwei Kreise pro Sekunde).
  • Konzeptionsgefäß 12 (KG 12):
    Der Punkt liegt genau in der Mitte auf der Verbindungslinie zwischen Nabel und Brustbein, also etwa vier Daumenbreiten über dem Bauchnabel (siehe Abbildung 1). Die Behandlung erfolgt durch Vibration für 15 bis 20 Sekunden. Dabei lassen Sie den Finger rhythmisch auf dem Punkt vibrieren, führen beim Drücken also kleine „Auf-und-Ab-Bewegungen“ aus.
  • Konzeptionsgefäß 6 (KG 6):
    Der Punkt liegt genau in der Mittellinie des Bauches zwei Querfinger (= Zeige- und Mittelfinger Ihres Kindes) unterhalb des Nabels (siehe Abbildung 1). Die Behandlung erfolgt durch Vibration für 15 bis 20 Sekunden.
  • Magen 36 (Ma 36):
    Lassen Sie Ihr Kind die Knie beugen bzw. beugen Sie seine Beine. Der Punkt liegt drei Daumenbreiten (entspricht dem Querdurchmesser aller Finger außer dem Daumen) unterhalb der Kniescheibe (siehe Abbildung 2), etwa eine Daumenbreite seitlich von der Schienbeinkante zur Außenseite des Beines hin. Die Behandlung erfolgt durch Vibration für 30 bis 60 Sekunden.
  • Milz 6 (Mi 6):
    Der Punkt liegt drei Daumenbreiten über der höchsten Stelle des Innenknöchels mittig am Unterschenkel an der Innenseite des Schienbeins (siehe Abbildung 2). Die Behandlung erfolgt durch leichtes kreisförmiges Drücken für 20 bis 30 Sekunden.

Zusätzlich können Sie beide Hände Ihres Kindes leicht massieren, da sich in der Mitte der Handinnenfläche sowie am Außenrand des Daumens therapeutisch wirksame Zonen befinden.

Alternative Medizin

Bei den Erkrankungen des Verdauungstraktes spielt der Einfluss des vegetativen Nervensystems eine große Rolle.

Homöopathie bei Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen

So können Stress, Konflikt- und Belastungssituationen die Funktion des Verdauungstraktes unmittelbar beeinträchtigen, sie führen aber auch leicht zu einem Lebensstil – hektisches Essen, viel Kaffee, Zigaretten, viel Alkohol, Süßigkeiten usw. – der den Verdauungstrakt belastet.
Achten Sie im Hinblick auf die Mittelwahl auf Ihre Essensgewohnheiten, auf Abneigungen, Unverträglichkeiten oder das Verlangen nach einer ganz bestimmten Speise. Ebenso kann eine Beobachtung der Beschaffenheit oder Häufigkeit des Stuhlgangs die Mittelfindung erleichtern.
Denken Sie jedoch bitte daran, dass auch homöopathische Mittel keine „Wundermittel“ sind – ein ausgewogener Tagesablauf, eine gesunde Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten und eine gewisse psychische Ausgeglichenheit stellen wichtige Bausteine zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen dar.

Asa foetida
Asa foetida (Ferula asa-foetida), der so genannte Stinkasant oder Teufelsdreck, wächst in den Stein- und Salzwüsten Persiens und Afghanistans. Der Name weist auf den unangenehmen Geruch der Pflanze hin – kein Wunder also, dass Asa foetida nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsprinzip bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt wird, die sich durch einen übel riechenden Geruch kennzeichnen: Bei starkem Rülpsen, übel riechendem Aufstoßen, starken Blähungen und dem Abgang von vielen Winden.
Auch der eher weiche Stuhl riecht ausgesprochen unangenehm. Daneben kommt es zu Völlegefühl und Magendrücken.

Nux moschata
Nux moschata ist die Muskatnuss des in Indien beheimateten Muskatnussbaums. Die Muskatnuss kennt man als Gewürz. Traditionell wurden die Samen bei Durchfall, Magenkrämpfen, Darmkatarrh und Blähungen eingesetzt, wobei das durch Auspressen aus den Samen gewonnene Fett, die so genannte Muskatbutter, für Einreibungen verwendet wurde.
Die Homöopathie stellt bei diesem Mittel die kolikartigen Bauchschmerzen und die Gasbildung im Darm in den Vordergrund: Ihr Bauch ist stark aufgetrieben, Sie leiden unter Blähungen und dem Abgang von Winden. Die Luftansammlungen im Bauch können so nach oben drücken, dass es sogar zu einem Druckgefühl am Herzen kommt.
Weitere Hinweise auf Nux moschata: Ihr Mund ist möglicherweise trocken, Sie haben wenig Durst und fühlen sich schläfrig. Zudem leiden Sie an kolikartigen Bauchschmerzen und eventuell auch unter Durchfällen.

Robinia pseudacacia
Ebenfalls zu den pflanzlichen Homöopathika gehört Robinia pseudacacia (Falsche Akazie), ein Baum, der auch in unseren Breitengraden wächst und im Frühsommer wunderbare, stark duftende Blütendolden bildet. Robinia pseudacacia hat sich in der homöopathischen Anwendung vor allem dann gut bewährt, wenn die Säurebeschwerden im Vordergrund stehen. Diese Säurebeschwerden, d.h. die Übersäuerung des Magens, äußern sich durch Sodbrennen, saures Aufstoßen und säuerlichen Mundgeschmack.
Es kann zu Erbrechen kommen und auch das Erbrochene hat einen ausgesprochen säuerlichen Geruch, ebenso wie der Stuhlgang. Zudem leiden Sie an Magendrücken und Blähungen. Durch Essen bessern sich die Beschwerden. Robinia kann eine Magenübersäuerung normalisieren, wobei allerdings die Wirkung des homöopathischen Medikaments nicht mit der von chemischen Säureblockern verglichen werden kann.

Leitsymptome Asa foetida

  • Magendrücken
  • Starkes Rülpsen, übel riechendes Aufstoßen
  • Aufgetriebener Leib, viele Blähungen
  • Übel riechende Absonderungen

Leitsymptome Nux moschata

  • Kolikartige Schmerzen und Blähungen, die auf Brustkorb und Herz drücken
  • Geringes Durstgefühl
  • Allgemeine Schläfrigkeit

Leitsymptome Robinia pseudacacia

  • Säurebeschwerden: Sodbrennen, saures Aufstoßen, auch saures Erbrechen
  • Besserung durch Essen

Leitsymptome Carbo vegetabilis

  • Aufstoßen, Völlegefühl, Magendrücken
  • Sehr starke Blähungen
  • Abneigung gegen fette Speisen
  • Herzbeschwerden und Luftnot
  • Geeignet für Senioren

Leitsymptome Antimonium crudum

  • „Überladener Magen“ infolge von Weingenuss und zu üppigem Essen
  • Schlechte Stimmung
  • Dick weißbelegte Zunge
  • Starke Hornhaut, Schwielen, gespaltene Fingernägel, eingerissene Mundwinkel

Carbo vegetabilis
Carbo vegetabilis ist die Holzkohle, also ausgeglühte Kohle von Rotbuchen oder Birkenholz. Kohletabletten werden in der Volksheilkunde eingesetzt bei Durchfall und Vergiftungserscheinungen. Dabei soll die Holzkohle dazu dienen, Giftstoffe zu absorbieren, aufzusaugen. In der Homöopathie wird Carbo vegetabilis gerade beim älteren Menschen eingesetzt, wenn es zu starken Blähungen mit Völlegefühl und Aufstoßen wie auch dem Abgang von übel riechenden Winden kommt. Sie können eine Fettunverträglichkeit beobachten, zudem führen die starken Gasansammlungen zu Luftnot und Herzbeschwerden.

Antimonium crudum
Antimonium crudum (Stibium sulfuratum nigrum, Schwarzer Spießglanz) hilft, wenn Sie dazu neigen, sich beim Essen und Trinken zu „übernehmen“; Ihr Magen ist überladen und kann die anstehende Verdauungsarbeit nicht leisten. Dies zeigt sich in einer weißlich belegten Zunge und wiederholtem Erbrechen, welches jedoch nicht dazu führt, dass es Ihnen besser geht. Nach einem üppigen Essen, bei dem Sie auch dem Wein zusprechen, geht es Ihnen deutlich – und für eine länger Zeit – schlechter.
In aller Regel handelt es sich hierbei jedoch nicht um plötzlich auftretende Beschwerden. Im Gegenteil: Sie werden schon eine ganze Weile von den Magenbeschwerden belastet. Kein Wunder, dass sich die permanenten Verdauungsstörungen auf Ihre Stimmung auswirken:
Sie sind schlechter Laune und mürrisch. Auf das Mittel weisen übrigens einige Besonderheiten hin, die zunächst nichts mit den Magenschmerzen zu tun haben: So gehören zu dem typischen „Antimonium crudum“-Bild z.B. eine kräftige Hornhaut, vielleicht sogar Schwielen an Handflächen und Fußsohlen, gespaltene Fingernägel und wunde, eingerissene Mundwinkel.

dosierung von chamomilla D6

.. würde ich es lassen!
Hallo Lucy,
Ja, Chamomilla *kann* gegen Blähungen & Koliken helfen – aber nur dann, wenn das Kind auch genau die auf Chamomilla passenden Symptome zeigt. Es gibt eine ganze Reihe homöopathischer Mittel, die gegen Blähungen helfen können, aber es ist eben bei jedem Kind völlig unterschiedlich welches Mittel hilft. Jedes Kind hat EIN Mittel – alle anderen bewirken im besten Falle garnichts, im schlimmsten Falle Verschlechterung (und in dem Fall ist Chamomilla ziemlich übel!)
Ich bezweifel jetzt einfach mal, dass deine Hebamme homöopathisch soviel Kenntnisse hat, dass sie das entsprechende Mittel auf dein Kind abstimmen konnte – wenn sie noch nicht mal weiss, wie sie es dosieren soll!!??
Von daher würde ich mir entweder eine zweite Meinung einholen, von jemandem der sich in der H. auskennt und vor allem (!!) dein Kind kennt, mir ein gutes Buch über Homöopathie beim Säugling zulegen (z.B. das von dana Ullmann) oder es sein lassen.
LG Jenny
PS: FÜR Chamomilla sprechen würde:
Baby ist reizbar, schreit wie hysterisch und tritt und schlägt um sich um sich dann wieder zusammenzukrümmen; beruhigt sich allein durch passive Bewegung (tragen, wiegen, schaukeln) und Wärme. Der Bauch ist aufgebläht und berührungsempfindlich, die abgehenden Pupse verschaffen keine Erleichterung und riechen faulig, oft grünlicher Durchfall, häufig Erbrechen, das Kind schwitzt kalten Schweiss, wunder Po.
Wenn du dein Baby darin nicht wiedererkennst ist Chamomilla schonmal die völlig falsche Wahl. Bei 3-Monats-Koliken kommt Ch. eh selten zum Einsatz, häufiger bei Blähungen wärend des Zahnens.
LG Jenny

Als ich mit dem ersten Kind schwanger war, war ich mir einer Sache sehr schnell sicher. Ich möchte mich mehr mit dem Thema Homöopathie auseinandersetzen. Die Klassiker, wie Arnica, nach Stürzen oder Prellungen kannte ich, aber ich fand den Gedanken toll ein Kügelchen für alle Fälle zu kennen. Ich wollte meine Jungs natürlich behandeln, auf die guten, alten Hausmittelchen zurückgreifen, und eben nicht unbedacht mit allem vollpumpen, was so auf dem Pharma-Markt rumgeistert. Ich hatte eine ganz wunderbare Hebamme an meiner Seite, die mir schon während der Schwangerschaft die Homöopathie näher gebracht hat. Und auch sofort nach der Geburt, kannte sie für jedes Problem, für jedes Leiden eine Lösung. Mittlerweile weiß ich doch recht gut, wie man welches homöopathische Mittel einsetzen kann, und möchte euch deshalb eine kleine Zusammenstellung mitgeben. Ich hab mich jetzt mal auf die von uns am häufigsten benutzten Kügelchen/Globulis beschränkt. Wenn ihr euch weiter ins Thema einlesen wollt, kann ich euch dieses Buch (*) empfehlen.

Bevor es auch schon losgeht, möchte ich allerdings noch an euch appellieren. Ich bin weder Mediziner, noch ausgebildete Homöopathin. Die unten stehenden Empfehlungen, beruhen auf meinen Erfahrungen. Wichtig bei der Sache ist, immer ein wachsames Auge auf das Kind zu haben, und den Zustand des Babys/Kindes zu beobachten. Es gibt Situationen, die einen Arztbesuch erforderlich machen, und ich kann nur sagen, wie wichtig es ist auch mit Globulis & Kügelchen nicht wahllos und ohne Grenze selbst herumzuprobieren. Ich hoffe da wirklich auf euren gesunden Menschenverstand, denn auch wenn Globuli keine Nebenwirkungen haben, wie Medikamente aus der Schulmedizin, so sind es dennoch Medikamente, die richtig und mit Bedacht eingesetzt werden müssen. Geht es eurem Kind zunehmend schlechter, egal ob bei einer akuten Erkrankung wie Fieber & Co, oder nach einem Sturz oder Unfall – sucht einen Arzt auf und lasst das unbedingt abklären. Einen guten Heilpraktiker, oder Homöopathen an seiner Seite zu haben, kann nicht schaden.

Ein paar Worte zur Dosierung:

Bei Babys und Kleinkindern: Drei Globuli in etwas Wasser aufgelöst und per Löffel geben.
Bei Kleinkindern bis 3 Jahre: drei Globuli
Bei Kindern von 3- 14 Jahren: 5 Globuli
Bei Jugendlichen: 5 – 10 Globuli

In sehr akuten Fällen wie hohes Fieber, Schmerzen oder Stürzen, können die Globulis im 10 – 20- Minuten-Takt gegeben werden. Ansonsten gilt, alle 1 – 2 Stunden eine Gabe. Verbessern sich die Symptome des Kindes, verlängere ich die Abstände zwischen den Gaben. So nun möchte ich sie euch aber auch vorstellen, meine Globulis die ich immer zuhause habe und für was, und wie ich sie einsetze.

Homöopathie beim Zahnen

Ganz viel Nähe, kühlende Gels, Beißring & Co alles schon probiert? Das Baby sabbert, fasst sich viel in den Mund, schläft schlecht, oder hat einen wunden Po.

Chamomilla D6
Das Mittel der Wahl. Sehr gute Erfahrungen haben wir aber auch mit Osanit-Kügelchen gemacht.

Homöopthie bei Blähungen & Bauchschmerzen

Viele Babys werden schon wenige Tage nach der Geburt von fiesen Blähungen und Bauchschmerzen geplagt. Der ganze Spuk geht manchmal über Monate, und liegt einfach daran, dass das Verdauungssystem der Babys erst noch reifen muss, und die Gase im Bauch, Babys einfach besonders wehtun. Das Tragen in einem Tragetuch hilft schon ganz gut, viel Nähe, Wärme und eine sanfte Bauchmassage wirkt Wunder.

Chamomilla D6
Vorallem bei krampfartigen Koliken und Blähungen, wenn das Baby oder Kind sehr unruhig ist, und sich nur noch durch Herumtragen beruhigen lässt.

Belladonna D6
Wenn sich das Baby nach hinten durchstreckt, ein rotes Gesicht hat, sehr, sehr unruhig ist und sich kaum beruhigen lässt.

Homöopathie bei Durchfall & Erbrechen

Babys unbedingt weiter stillen, schon größere Kinder knabbern vielleicht gerne Salzstängchen, essen weiche Banane, Zwieback, geriebenen Apfel. Auch ein Fenchel-Anis-Kümmel-Tee hilft bei unseren Kindern immer sehr gut. Achtet bei Durchfall und Erbrechen sehr gut auf eure Kinder – hier besteht gerade bei Säuglingen sehr schnell die Gefahr von Austrocknung.

Nux Vomica D12
Bei Übelkeit, Bauchschmerzen, häufiges Aufstoßen, nach verdorbenen oder zu schwerem Essen.

Arsenicum album D12
Bei Brech-Durchfall mit Schwäche, nach verdorbenen Essen.

Ipecacuanha D12
Übelkreit, häufiges Erbrechen, viel Speichelfluss.

Chamomilla D6
Bei Durchfällen die auf das Zahnen zurückgeführt werden können.
Bei stinkenden-grünen Durchfall, Schwitzen, rotem Gesicht, sehr gereiztem Kind.

Homöopathie bei Husten

Bei akuten Husten, kann man noch gut versuchen mit Globulis entgegen zu wirken. Husten der wochenlang anhält solltet ihr unbedingt von einem Arzt abklären lassen. Achtet darauf regelmäßig zu lüften, da feuchte Luft beruhigt. Ihr könnt dazu auch ein paar nasse Tücher über die Heizung hängen. Bei Husten solltet ihr vor dem Einsatz von Globuli, erst sehr genau beobachten welche Art von Husten euer Baby/Kind hat. Thymian-Myrte-Balsam aus der Bahnhofsapotheke hilft uns zusätzlich sehr gut.

Aconitum C30
Bei Husten im Anfangstadium. Auch bei Pseudokrupp haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Spongia D12
Bei Pseudokrupp

Bryonia D12
Bei trockenen Husten, wenig Schleim, dabei evtl. Schmerzen in der Brust.

Drosera D6
Reizhusten oder heftigen Hustenanfällen, die beinahe mit Brechreiz einhergehen.

Homöopathie bei Schnupfen

Unterstützend zu den Globulis nehmen wir natürlich Nasenspray, und der Engelwurzbalsam aus der Bahnhofsapotheke hilft zusätzlich gut zum Durchatmen und gegen wunde Schnupfnasen.

Allium cepa D6
Bei Schnupfen mit viel Nasensekret, häufigem Niesen, Augentränen, evtl Bindehautentzündung, wenn es dem Kind an der frischen Luft besser geht.

Eupatorium perfoliatum D6
richtiger Erkältungsschnupfen mit Kopfweh, Husten und Gliederschmerzen.

Homöopathie bei Fieber

Grundsätzlich erstmal kein Grund zur Sorge. Fieber bedeutet nur, dass die Abwehrkräfte gegen die Krankheitserreger ankämpfen und funktionieren. Trotzdem sollte Fieber sehr genau beobachtet und überwacht werden. Ein fieberndes Kind schläft immer bei uns im Elternbett. Bei älteren Kindern, und Fieber über 39°C können lauwarme Wadenwickel gut helfen. Zusätzlich solltet ihr gut darauf achten, dass euer Baby oder Kind, viel und gut trinkt.

Aconitum D6
Fieber mit heißer, trockener, blasser Haut.

Belladonna D6
plötzlich auftretendes Fieber, mit verschwitztem Gesicht und Kopfschmerzen.

Pulsatilla D6
langsam entwickeltes Fieber, Infektanfälligkeit, Kind sehr weinerlich, Kind keinen Durst.

Homöopathie bei Stürzen / Prellungen / Verletzungen

Aconitum C30
Akutes Schockmittel. Wenn die Schmerzen unerträglich sind.

Arnica C30
Wichtigstes Verletzungsmittel. Arnica ist Blutungsstillend. Abschwellend. Entzündunshemmend.
Bei Stürzen, Kopfverletzungen, Blutergüssen, Prellungen, Quetschungen.

Homöpathie bei Insektenstichen

Apis C30
Bei Wespen/ – oder Bienenstichen, sofortige Schwellung, Rötung, stechend-juckende Schmerzen.

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