Baby abstehende ohren

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Abstehende Ohren
 Ohren anlegen, bitte!

In der Regel werden Kinder bis zum Schulalter in Vollnarkose operiert. Mit örtlicher Betäubung sind sie bei solchen Eingriffen erfahrungsgemäß zu unruhig. Die Operation selbst dauert zwischen eineinhalb und drei Stunden – je nachdem, ob nur ein Ohr absteht oder alle beide. Und mit welcher Technik operiert wird. Immerhin gibt es mehr als 200 Methoden, die sich aber – ganz grob – drei Gruppen zuordnen lassen:
Nahttechniken: Dabei werden unter der Haut nicht resorbierbare Fäden aus Seide oder Goretex durch den Ohrknorpel gezogen und so gespannt und verknotet, dass sich die Anthelix-Falte bildet bzw. stärker hervortritt.
Schnitt-Ritz-Techniken: Dabei bearbeitet der Chirurg den Ohrknorpel durch Abschaben, Einritzen und Einschneiden so sehr, bis sich dieser formen lässt.
Kombinierte Naht-Schnitt-Techniken: Weil man damit noch genauer auf die individuellen Gewebe- und Ohrformunterschiede eingehen kann, setzen sehr viele Chirurgen auf diese Variante. Bei einem sehr festen Ohrknorpel beispielsweise bringt eine reine Nahttechnik nicht sehr viel. Dann ist es sinnvoll, den Ohrknorpel vorher durch Schaben auszudünnen, damit die Fäden die neue Form auch halten können. Und reines Ritzen und Schneiden genügt oft nicht, um das Ohrrelief möglichst fein und natürlich zu gestalten. Sieht man den Ohren später an, dass sie operiert wurden, gilt der Eingriff als misslungen.

Auch deshalb übrigens arbeiten die meisten Chirurgen nur an der Rückseite der Ohren. So können keine sichtbaren Narben entstehen. Obwohl die Ohren sehr stark durchblutet sind, brauchen selbst in der ersten Nacht nach der Operation nur die wenigsten kleinen Patienten ein Schmerzzäpfchen. Falls sich das Kind dennoch nicht ganz wohlfühlt: Schon am nächsten Tag ist es wieder beim Arzt – zum ersten Verbandswechsel. Dabei kontrolliert der Doktor, ob die operierten Ohren richtig anliegen, ob sich ein Bluterguss oder eine Druckstelle gebildet hat. Meist ist alles in Ordnung. Zu Komplikationen kommt es nach solchen Ohrplastiken nur selten.
Drei, vier Tage später wird der Verband erneut gewechselt, nach einer weiteren Woche wird er schließlich abgenommen. Dann muss das Kind noch acht bis zehn Tage lang rund um die Uhr ein Stirnband tragen, eine weitere Woche lang dann noch nachts. Und als Lohn für soviel Tapferkeit muss es sich nie mehr „Dumbo“ oder „Segelflieger“ nennen lassen.

Abstehende Ohren beim Kind: Anlegen lassen oder nicht?

Circa 5% aller Kinder kommen mit abstehenden Ohren, so genannten Segelohren zur Welt. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine Laune der Natur, sondern zumeist zum Leidwesen der Begünstigten um Vererbung. Denn: Die Form der Ohren wird ebenso weitergegeben wie viele andere kleine Merkmale, die später einmal zu einem unverwechselbaren Markenzeichen der eigenen Persönlichkeit werden können.

Trotzdem: Nicht jeder möchte oder kann mit einem solch herausragenden Körpermerkmal leben oder möchte auf dieses reduziert werden. Gerade in jungen Jahren können äußerliche Abweichungen von der Norm für ungewollten Spott und verletzenden Hohn sorgen. Abstehende Ohren gehören zu diesen äußerlichen Abweichungen leider dazu.

Eltern stehen deshalb oft vor der Frage, wie viel sie der kleinen Kinderseele zumuten können. Abstehende Ohren anlegen lassen? Wird der Nachwuchs seine Ohren später mögen oder unter ihnen leiden? Ist die Abweichung in der ästhetischen Wahrnehmung ein Grund für einen operativen Eingriff? Und wenn ja, wann sollte dieser am besten durchgeführt werden? Welche Risiken gehen damit einher?

Sind die abstehenden Ohren schon beim Neugeborenen zu erkennen, fällt die Entscheidung meistens leichter. Denn in solchen Fällen können individuell angepasste Verbände das Ohr in den ersten Lebenswochen des Kindes noch in die richtige Position rücken. Ein kleiner Aufwand mit einer großen Wirkung – und vor allem ganz ohne Vollnarkose und Skalpell. Ist das Kind jedoch bereits älter kommt es um einen operativen Eingriff nicht herum.

Die medizinischen Gründe für einen operativen Eingriff

Es gibt keine! Abstehende Ohren sind nichts anderes als eine Abweichung vom gängigen Schönheitsideal. Die veränderte Ohrform nimmt dabei keinen Einfluss auf das Hörvermögen des Kindes. Aus medizinischer Sicht gibt es also kein Argument, das für einen operativen Eingriff sprechen würde. Nichtsdestotrotz gehört das Anlegen der Ohren bei Kindern seit einigen Jahren zu den am häufigsten durchgeführten operativen Eingriffen, für die es nicht immer einen plastischen Chirurgen braucht. Das Anlegen der Ohren wird auch von Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen oder “einfachen“ Kinderchirurgen durchgeführt. Wichtig sind einzig und allein die Erfahrung und die Routine, die der Arzt, der das Anlegen der Ohren vornehmen wird, mit dieser Art von Eingriff hat.

Abstehende Ohren: Die psychologischen Gründe für einen operativen Eingriff

Aus psychologischer Hinsicht gibt es natürlich Gründe, die für eine operative Korrektur der abstehenden Ohren beim Kind sprechen können. Insbesondere ab Kindergarten- und Schulpflichtalter können abstehenden Ohren für das Kind zum Problem werden. Denn gerade Kinder haben eine Antenne für Auffälligkeiten, prägen sich diese besonders gut ein und finden ganz schnell eine Entsprechung aus der Welt, die ihnen bereits vertraut ist.

Da wird der Junge mit den abstehenden Ohren ganz schnell zum fliegenden Elefanten “Dumbo“, das Mädchen mit den vielen Sommersprossen zu “Pippi Langstrumpf“, und das Kind mit der Brille klassischerweise zur “Brillenschlange“.

Je nach Beliebtheit des betroffenen Kindes steckt dahinter nicht immer eine böse Absicht, sondern manchmal auch nur eine lieb gemeinte Neckerei. Dennoch: Die Kinderseele leidet, da die gesamte kleine Person auf dieses eine hervorstechende Merkmal reduziert wird. Steckt hinter den Spitznamen absichtliche Bosheit kann aus dem sonst so fröhlichen Kind sogar eine unsichere kleine Person werden, die sich für ihr Aussehen schämt, Angst vor anderen entwickelt, deshalb am liebsten nicht mehr aus dem Haus gehen würde und sich offen oder insgeheim nichts sehnlicher wünscht als so zu sein und so auszusehen wie die anderen Kinder. Natürlich ist das alles auch immer eine Frage, wie die Eltern ihr Kind unterstützen und bestärken. Fakt jedoch ist: Nicht jeder erträgt Kommentare zu seinem Aussehen mit stoischer Gelassenheit. Kinder am allerwenigsten!

Das Vorgespräch

Gerade weil das Anlegen der Ohren streng genommen zu den Schönheitsoperationen zählt, sollten Eltern einen erfahrenen und routinierten Chirurgen aufsuchen, und detailliert mit ihm durchsprechen, wie sie sich das Ergebnis nach der OP vorstellen. Insbesondere, um herauszufinden, was überhaupt machbar ist und was nicht. Gerade weil das Anlegen der Ohren streng genommen zu den Schönheitsoperationen zählt, sollten Eltern einen erfahrenen und routinierten Chirurgen aufsuchen, und mit ihm durchsprechen, wie sie sich das Ergebnis nach der OP vorstellen. Insbesondere, um herauszufinden, was überhaupt machbar ist und was nicht.

Denn oftmals gehen die Erwartungshaltungen nicht nur über die Möglichkeiten hinaus, sondern sind auch bei Chirurg, Eltern und Kind komplett verschieden. Damit das Ergebnis von Anfang an zufrieden stellend ist und um eine eventuelle Korrektur-OP als Folge zu vermeiden, hilft es, im Vorfeld all diese Dinge abzuklären. Ebenfalls sollten die Eltern rechtzeitig mit ihrer Krankenkasse in Kontakt treten, denn in der Regel wird die ästhetische Korrektur der Ohren von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen. Es sei denn, die Ohrmuscheln sind stark fehlgebildet. Gleiches gilt für privat Versicherte. Denn gerade bei den privaten Krankenkassen liegen keinerlei Bestimmungen vor, was sie übernehmen müssen und was nicht.

Der Eingriff

Für das Anlegen der Ohren bei Kindern gibt es zahlreiche Operationsmethoden, die sich nach der jeweiligen Form der Ohren und vor allem danach richten, warum sie eigentlich abstehen. Ist die Antihelixfalte der Auslöser? Steht vielleicht nur das Ohrläppchen ab? Oder ist die Ohrhöhle zu groß? Je nach Ursache variiert auch die Operationsmethode.

Generell ist jedoch davon auszugehen, dass jeder Eingriff pro Ohr ca. eine Stunde dauert und unter Vollnarkose durchgeführt wird. Sowohl bei kleinen als auch bei größeren Kindern oder Erwachsenen. Trotzdem können die Patienten schon am Tag der Operation wieder zurück nach Hause, sofern keine Komplikationen auftreten. Erfahrungsgemäß gehört das Anlegen der Ohren nicht zu den Eingriffen, die eine Vielzahl an Risiken in sich bergen oder Komplikationen nach sich ziehen. Dennoch kann es je nach Anlage zu Nachblutungen und Störungen in der Wundheilung kommen.

Auch wenn die chirurgische Korrektur der Ohren generell in jedem Alter möglich ist, sind sich Mediziner und Psychologen darüber einig, dass das beste Alter für Kinder kurz vor ihrer Einschulung liegt. Medizinisch gesehen ist das Alter von etwa sechs Jahren deshalb so geeignet, weil das Ohr fast ausgereift ist und dementsprechend kaum noch wächst. Trotzdem ist der Knorpel zu diesem Zeitpunkt noch weich genug, um sich ohne größere Eingriffe verformen zu lassen. Psychologen befürworten das Anlegen der Ohren vor der Einschulung, da somit der neue Lebensabschnitt als Schulkind beginnen kann, ohne dass das Kind auf Grund seines Aussehens Angst vor seinen neuen Mitschülern und ihrem Spott haben muss.

Ohren anlegen bei Kindern: Die Nachbehandlung

Natürlich bringt jeder operative Eingriff Schmerzen mit sich – auch im Fall der Korrektur von abstehenden Ohren. Die Schmerzen halten ein paar Tage an, und können mit schmerzlindernden und für Kinder geeigneten Mitteln abgeschwächt werden. Zusätzlich werden die Wunden in der ersten Woche durch einen Verband, in den darauf folgenden Wochen durch ein Stirnband geschützt. Das Schlimmste ist aber bereits nach wenigen Tagen schon wieder überstanden.

Abstehende Ohren sind für Kinder ein große Last. Eltern sollten diese große psychische Belastung, die das Kind durchlebt, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Häufig übernimmt das Ohren anlegen die Krankenkasse.

Selbst kleinste Schönheitsmakel bekommen Kinder meistens ganz unverblümt zu spüren. Schon im Kindergarten verursacht die kindliche direkte Ausdrucksweise einen großen seelischen Schmerz. Kinder mit Segelohren werden schnell zu Außenseitern und Einzelgängern. Da ist es umso wichtiger, dass Eltern hier so früh wie möglich reagieren. Beim Ohren anlegen sind Krankenkasse und Facharzt zum Wohle des Kindes eng miteinander verbunden. Die Ohrenanlegung ist bereits im Vorschulalter möglich. Die Ohrmuschel (Concha) ist im sechsten Lebensjahr schon fast ausgewachsen, sodass einem Eingriff bereits in diesem Alter nichts im Wege steht. Das Ohren anlegen per Krankenkasse ist leider nur bis zum 12. Lebensjahr möglich. Über diese Altersgrenze hinaus übernehmen die Kassen nur in seltensten Fällen die Kosten. Wir raten Eltern zu einem unverbindlichen Gesprächstermin. Der Facharzt begutachtet beide Ohren und nimmt sich Zeit für die individuellen Wünsche und Vorstellungen.

Operationstag mit persönlicher Atmosphäre

Wenn beim Ohren anlegen die Krankenkasse die Kosten übernimmt, ist ein präziser Kostenvoranschlag von besonderer Wichtigkeit. Daher erstellt der Spezialist gemeinsam mit den Eltern einen detaillierten Operationsplan. Dieser gibt Eltern und Kind eine besondere Sicherheit, denn kein Schritt bleibt dem Zufall überlassen. Bei Erwachsenen halten wir eine Beruhigungsspritze mit anschließender lokaler Betäubung für völlig ausreichend. Um die Ängste und das Schmerzempfinden der Kinder nicht zu sehr zu strapazieren, führen wir die Ohrenkorrektur hier grundsätzlich in Vollnarkose durch. Der Anästhesist und sein Team sind speziell geschult und sehr erfahren. Während des gesamten Klinikaufenthaltes kümmert sich ausgebildetes Klinikpersonal um das Wohlergehen des kleinen Patienten. Bei kleineren Korrekturen genügt ein ambulanter Aufenthalt. Von Fall zu Fall hält der Facharzt aber auch einen kurzen stationären Aufenthalt für angemessen. Der Operateur ist stets darauf bedacht, möglichst keine sichtbaren Narben zurückzulassen. Meistens genügt ein kleiner Einschnitt hinter der Ohrmuschel, um diese zu drehen, abzuraspeln oder größere Teile abzutragen. Spezielle Nahtführungen stabilisieren das Ohr dauerhaft. Die Fäden sind für den Betrachter im Grunde nicht erkennbar.

Ohren anlegen: Krankenkasse und Nachsorge

Die Nachsorge knüpft sich nahtlos an die Operation an. Wir betrachten den kleinen Patienten als unseren Gast und nehmen uns Zeit für seine Bedürfnisse. Zunächst schützt ein großer Verband das Ohr. Dieser reduziert die Gefahr von Blutergüssen und stabilisiert das Ohr. Nach ein paar Tagen übernimmt ein Stirnband oder eine Mütze diese wichtige Aufgabe. Wir raten den Eltern, mit liebevoller Strenge das dauerhafte Tragen zu überwachen. Bei kleineren Kindern raten wir immer zu einer Mütze, da diese beim Toben weniger verrutscht und dem Ohr einen besseren Schutz bietet. Nach etwa zwei Wochen ist das Tragen des Ohrschutzes dann nur noch nachts nötig. Sechs bis zwölf Wochen nach dem Eingriff ist das Ohr dann ausreichend stabilisiert, und das Ergebnis wird dauerhaft halten.

Gesund & Satt

Abstehende Ohren beim Baby – was tun?

Details Veröffentlicht: 03. Juni 2019

Etwa ein Baby von 2000 wird mit abstehenden Ohren geboren – verantwortlich dafür sind meist die Gene der Eltern. Spielt das Aussehen im Baby- und Kindergartenalter noch keine große Rolle, sind Schulkinder schonungslos ernst – und wer möchte schon, dass sein Kind Spitznamen wie „Segelflieger“, „Dumbo“ oder „fliegender Elefant“ bekommt? Je älter Kinder werden, desto mehr werden abstehende Ohren zum Thema und als Makel wahrgenommen.

Doch welche Möglichkeiten gibt es, um die abstehenden Ohren anlegen zu lassen? Soll man besser warten und hoffen, dass sich die Verformung verwächst oder doch lieber eine OP in Erwägung ziehen? Und wie schaut es mit Behandlungsmöglichkeiten ohne OP aus, gibt es diese?

Oft verwachsen sich abstehende Ohren

Mit dem Wachstum vergehen sich bei vielen Kindern die abstehenden Ohren von alleine und sind mit etwa drei bis vier Jahren verschwunden. Das liegt einerseits an den noch weichen Schädelknochen, die die Kopfform immer wieder verändern, aber auch daran, dass Kleinkinder viel mehr Haare haben und abstehende Ohren dann nicht mehr so stark auffallen. Erst mit etwa sechs Jahren sind die Ohren fertig entwickelt und ihre endgültige Form zu sehen.

Ohren mit einem Pflaster ankleben?

Ja, von solchen Tipps liest man immer wieder im Internet: Die Ohren mit einem Stirnband fixieren oder mit einem Pflaster ankleben. Wir raten davon ab, weil der Erfolg nur von kurzer Dauer ist.

Wenn du schon bei deinem Baby die abstehenden Ohren behandeln möchtest, dann gibt es nun eine neue sanfte Methode, die keine OP erfordert. Wir haben mit plastischer Chirurgin Dr. Barbara Iris Greibl über diese neue Methode gesprochen:

In welchen Fällen kommen schon Babys zu dir in die Ordination?

Hauptsächlich wegen abstehender bis hin zu eingefalteten Ohren, Löffelohren, Elfenohren und anderen Ohrdeformitäten. Gar nicht so selten gibt es auch Anhängsel im Bereich der Ohren. Eltern interpretieren das dann oft als Muttermal. Diese können aber leicht frühzeitig chirurgisch entfernt werden. Bei Storchenbissen (kleine umschriebene Rötungen) wartet man zu. Oft blassen diese ganz von alleine ab. Hämangiome (Blutschwämmchen) schicke ich in eine eigens dafür ausgerichtete Ambulanz.

Welche Fehlstellungen oder Druckstellen kommen hier häufig vor?

Durch den Platzmangel in den letzten Schwangerschaftsmonaten und durch Lagerungsschäden kann die Ohrmuschel abstehen, geknickt oder auch eingerollt sein. Besteht hier konstanter Druck kann es zu einer Beeinträchtigung der äußeren Ohrmuschel führen. Eltern werden froh sein zu hören, dass die Ohren dank einer neuen Möglichkeit auch ohne OP angelegt werden können.

Aber auch die Kopfform kann betroffen und verschoben sein, etwa ein flacher Hinterkopf.

Welche Methode gibt es, um Ohren ohne OP anlegen zu lassen?

Ich nenne die weiche und schmerzfreie Silikon-Ohrschiene immer liebevoll die Zahnspange fürs Ohr. Mit leichtem Druck wird die äußere Ohrmuschel in Form gebracht. Dies kann bis zum vierten Lebensmonat durchgeführt werden und 2-6 Wochen dauern. Wenn Mütter voll stillen kann die Behandlung auch noch länger durchgeführt werden. Grund hierfür ist das Hormon Östrogen, welches über die Muttermilch aufgenommen den Ohrknorpel länger weich halten kann. Nach spätestens 6 Monaten ist der Ohrknorpel meist vollständig ausgehärtet.

Wie soll man ein Baby am besten lagern. Ist ein Kopfkissen notwendig?

Knöcherne Schädeldeformitäten können anlagebedingt, durch ein Geburtstrauma oder durch Lagerungsfehler des Neugeborenen entstehen. Bei Kindern mit Kopfverformungen sollte bis zum l Lebensjahr vor allem auf eine gute Schlafposition geachtete werden.

Bei der Seitenlagerung kann durch das körpereigene Gewicht des Kopfes eine Verschiebung der Schädelplatten positiv beeinflusst werden, um so eine verbesserte Kopfform zu erzielen. Hier bitte im Besonderen auf die individuelle Empfehlung ihres behandelnden Arztes achten. Kopfpolster sind generell bei Neugeborenen und Kleinkindern aufgrund der hohen Erstickungsgefahr nicht angeraten.

Dr. Greibl ist selbst Mutter eines 3-jährigen Sohnes und hat ihren medizinischen Schwerpunkt gezielt auf die Behandlung von Neugeborenen und Mütter (Bruststraffung, Brustvergrößerung,- verkleinerung, Bauchdeckenstraffung,Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen, sowie natürliche Gesichtsverjüngung) gelegt. Weiterführende Informationen unter: https://www.dr-greibl.at/de/startseite/

Bei Segelohren Ohren anlegen lassen?

Bei Babys noch süß, können sich abstehende Ohren beim Kind mit zunehmendem Alter zum Ziel von Hänseleien entwickeln. Weil viele Eltern ihre Kinder davor bewahren wollen, lassen sie die Segelohren ihres Kindes operativ anlegen. Ab welchem Alter so eine OP durchgeführt werden kann, wann sie sinnvoll ist und welche Risiken es gibt, lesen Sie hier.

Was sind eigentlich „Segelohren“?

Kinder mit Segelohren werden oft gehänselt.

Deutlich abstehende Ohren werden im Volksmund auch „Segelohren“, „Lalla-Ohren“ oder „Dumbo-Ohren“ genannt. Für andere Menschen auffällig und damit leider häufig ein Ziel für Spott und Hänseleien ist ein Winkel von mehr als ca. 30 Grad zwischen Ohrmuschel und Schädelknochen bzw. mehr als ca. 20 Millimeter Abstand zwischen Ohrkante und Schädelknochen Eine genau festgelegte Grenze zwischen normalen und als „abstehend“ zu bezeichnenden Ohren gibt es jedoch nicht. Ursachen für Segelohren sind meistens eine nicht oder zu schwach ausgebildete Ohrmuschelfalte (Anthelix) oder ein stark muschelförmig ausgeprägter innerer Ohrknorpel. Für die Hörleistung spielt es keine Rolle, ob ein Ohr absteht oder nicht. Das operative Anlegen der Ohren dient damit ausschließlich der ästhetischen Korrektur und ist eine der häufigsten Schönheitsoperationen bei Kindern und Erwachsenen.

Kann man selbst etwas gegen Segelohren beim Kind tun?

Es kursieren ja viele Tipps zum selbst Korrigieren der abstehenden Ohren, wie zum Beispiel sie nachts mit einem Pflaster an den Kopf zu kleben oder das Kind mit Stirnband oder Mütze schlafen zu lassen. Ärzte halten von diesen Methoden in der Regel nichts, da ein Knorpel nicht einfach „hingebogen“ werden kann. Sollten Sie doch einmal Geschichten darüber hören, wie toll diese Methoden bei dem einen oder anderen Fall gewirkt haben, dann haben sich die abstehenden Ohren vermutlich einfach „verwachsen“, d.h. sie wirken im Vergleich zum größer gewordenen Kopf des Kindes nicht mehr auffällig.

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Wann ist eine OP zum Ohren anlegen sinnvoll?

„Segelohren? Welche Segelohren?“

Oftmals stellen Eltern ihr Kind im Vorschulalter beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt vor, noch bevor es selbst den Wunsch geäußert hat, seine abstehenden Ohren loszuwerden. Die besorgten Eltern möchten es vor späteren Hänseleien in der Schule bewahren und deshalb noch vor der Schuleinführung eine Otopexie, d.h. eine OP zum Korrigieren der abstehenden Ohren vornehmen lassen.
Grundsätzlich ist so eine OP ab einem Alter von vier Jahren möglich, da dann die Entwicklung des Ohrs weitgehend abgeschlossen ist. Es sollte jedoch immer auch der Wille des Kindes berücksichtigt werden. Wenn Ihr Kind die OP bspw. nicht möchte, weil es mit seinen Ohren (noch) keine Probleme hat, dann sollten Sie nicht auf die Durchführung der Operation bestehen und erst einmal abwarten.
Die Otopexie kann in jedem Alter durchgeführt werden und vielleicht möchte Ihr Kind später einmal von sich aus seine Ohren anlegen lassen. Sinnvoll ist eine Otopexie schon im Vorschulalter, wenn Ihr Kind bereits im Kindergarten wegen seiner Ohren aufgezogen wird. Ist dies der Fall und Ihr Kind leidet bereits unter dem Spott, können Sie einen ersten Gesprächstermin beim Arzt vereinbaren.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Risiken und den Ablauf einer Otopexie.

Wie kann man sich die OP vorstellen?

Die Otopexie zum Korrigieren abstehender Ohren ist ein Routineeingriff und in der Regel bei Kindern ohne größere Komplikationen durchführbar. Die OP wird bei Kindern in den meisten Fällen ambulant und unter Vollnarkose durchgeführt.
Wie die Ohren angelegt werden, dafür gibt es verschiedene Methoden. Welche genau angewendet wird, hängt im Wesentlichen vom Arzt bzw. der Klinik ab. Bei den gängigsten Methoden wird ein kleiner Schnitt hinter der Ohrmuschel gemacht und je nach Ursache der abstehenden Ohren etwas Knorpel entfernt oder geschwächt. Im Normalfall schaffen Ärzte das in einer Operationszeit von ca. einer Stunde. Danach gibt‘s für eine Woche ein einen Kopfverband und in den folgenden sechs Wochen müssen die Ohren geschont werden.
Wie jede andere Operation birgt auch die Otopexie gewisse Risiken. Dazu gehören zum Beispiel Blutergüsse, Schwellungen, Taubheitsgefühle, Nachblutungen oder Vernarbungen. Die Kosten für eine Otopexie bei Kindern übernimmt im Normalfall die Krankenkasse, jedoch kassenabhängig nur bis zu einem bestimmten Alter (zum Beispiel bis zwölf oder 14 Jahre).

Presse

2014–2018

Das EarWell™-System wird erfolgreich bei abstehenden Ohren / Segelohren, Knick Ohr, … eingesetzt:

16.10.2018 | Woman – Dr. Greibl

„EarWell – Ohrmuschel Formung“

… jedes fünfte Kind kommt mit einem geknickten, zu spitzen oder anders deformierten Ohr auf die Welt. Durch EarWell kann man eine spätere Operation vermeiden …
weiterlesen: Ohrmuschel formen

07.06.2018 | schau.tv

„Ohrdeformitäten korrigieren – Dr. Greibl“

… mich als Mutter interessiert das sehr …
… wenn man Kindern und Neugeborenen helfen kann, mit einer schmerzfreien Methode …
Video: Ohrenkorrektur bei Babies
Der EarWell Beitrag beginnt ab der 11. Minute.

17.11.2017 | esteticon.de – Dr. Greibl

„EarWell – Ohrmuschelkorrektur für Säuglinge“

… Das Neugeborene bekommt eine unmittelbare, schmerzfreie Behandlung der Ohren, die dank der Schiene, innerhalb weniger Wochen ausgeglichen werden kann. …
… Es ist keine Narkose und auch keine Operation mehr notwendig, so dass ihr Baby ohne jegliche Medikation und Risiken einer Operation oder Narkose eine zielführende, narbenfreie Behandlung erhalten kann. …
… Die Ohrmuschelform ist nach Abnahme in über 90% der Fälle auskorrigiert. …
weiterlesen: Ohrenkorrektur für Säuglinge

22.08.2016 | Luzerner Arzt 104/2016

„Fortschritte in der nicht-chirurgischen Ohrmuschelkorrektur bei Neugeborenen – Unsere Erfahrungen mit der Ear Well Schiene“

… Die ersten Ergebnisse zeigen kosmetisch sehr gute Resultate mit denen alle Eltern der bisher behandelten Kinder sehr zufrieden waren …
… Abgesehen von leichten Druckstellen mit Hautrötung sind keine Komplikationen aufgetreten …
weiterlesen: Ohrenkorrektur bei Babies – Ergebnisse

13.04.2015 | www.srf.ch

„Ohrkorrektur bei Babies!“

… Manchmal sind es nur wenige mm bei seinem Aussehen, ob man sich wohl fühlt oder sogar gehänselt wird dafür …
… 2 bis 3 Kinder pro Woche, bei denen wir das Modellierungssystem anlegen …
Video: Ohrenkorrektur bei Babies

31.08.2015 | gesund & fit

„Sanfte Ohrenkorrektur“

März 2015 | New Mum

„Silikon statt Skalpell“

… Segelohren, Elefantenohren, Henkelohren, Eselsohren … abstehende Ohren sind zwar aus medizinischer Sicht kein Problem, zumindest aber ein psychologisches und ästhetisches Handicap …
weiterlesen: Modellieren statt operieren

18.09.2014 | www.land-der-erfinder.at

„Fliegerohren korrigieren – ohne OP“

… Ein Formungssystem, das an die Ohren angelegt wird, schafft ab sofort Abhilfe …
weiterlesen: Formungssystem bei Fliegerohren

15.08.2014 | www.heilpraxisnet.de

„Ohr-Fehlbildung ohne OP korrigieren“

… Uniklinik Graz korrigiert abstehende Ohren durch Modellierungssystem …
weiterlesen: Modellierungssystem bei abstehenden Ohren

17.08.2014 | mobil.news.at

„Segelohren ade!“

… Einzigartig in ganz Europa: Grazer Uniklinikum korrigiert Ohr-Fehlbildung …
weiterlesen: Segelohren ade!

Nov. 2014 bis Dez. 2015 | Kabeg Journal

„Schalen bringen Babyohren in Form“

… Der Grund ist, dass in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt noch Schwangerschaftshormone zu finden sind …
weiterlesen: Unkompliziertes System – Perfektes Ergebnis
©KABEG (2x), ©earwell™ (10x)

09.10.2014 | Salzburger Nachrichten

„Knick Ohr – Schalen bringen Babyohren sanft in Form“

… Neue schmerzlose Methode kann Kindern die spätere Operation ersparen. Das System Iässt sich innerhalb weniger Minuten anpassen. …
weiterlesen: Knick-Ohr: Schalen bringen Babyohren sanft in Form

28.09.2014 | Tiroler Tageszeitung / Magazin

„Keine Chance für Segelohren“

… Jetzt gibt es eine neue Methode, Segelohren mit Silikonschalen schnell und unblutig in Form zu bringen. …
weiterlesen: Segelohren schnell und unblutig in Form bringen

August 2014 | Ganz Woche 35 | 14

„Abstehende Ohren ohne OP korrigieren“

… eine völlig neue Behandlung, die europaweit einzigartig ist …
weiterlesen: Modellierungssystem wie Ohrenschützer

20.08.2014 | Oberösterreichische Nachrichten

„Operations-Alternative bei abstehenden Ohren“

… Das System könne innerhalb weniger Minuten angepasst werden – am besten, während die Mutter das Kind stillt – und müsse vom Säugling zwei Wochen getragen werden …
weiterlesen: Alternativen bei abstehenden Ohren

14.08.2014 | Kleine Zeitung Steiermark

„Schöne Ohren – Einzigartig in Europa: An der Grazer Uniklinik werden Ohr-Fehlbildungen ohne Operation behandelt“

… Das kleine Mädchen ist eine von 18 steirischen Patienten, die mit einer in Europa einzigartigen Methode behandelt wurden: Ihre Ohren wurden mittels einer „Schablone“ begradigt …
weiterlesen: Ohren anlegen ohne OP

14.08.2014 | Kronen Zeitung Steiermark

„Die Grazer Uniklinik setzt schon bei Neugeborenen an: Ohne ein Skalpell zu wunderbaren Ohren“

… Laura hat diese Klappen schon mit sechs Tagen bekommen, sie haben sie nie gestört. Und zwei Wochen später war alles bestens! …
weiterlesen: Babyohren korrigieren ohne Skalpell

14.08.2014 | Österreich Steiermark

„Segelohren ade – Statt Operation wird ein Modellierungssystem angelegt“

… Eine gute Alternative zu dem doch sehr aufwendigen operativen Eingriff …
weiterlesen: Segelohren mit Modellierungssystem korrigieren

14.08.2014 | Salzburger Nachrichten

„Segelohren mit Schale in Form bringen“

… Am Grazer LKH-Uniklinikum wird die Fehlbildung schon bei Säuglingen mit einem Modellierungssystem korrigiert …
weiterlesen: Segelohren mit Schale korrigieren

14.08.2014 | TT Kompakt

„Eine Alternative zur Operation – Abstehende Ohren mit Schale korrigieren“

… Wichtig sei nur, die modellierenden Schalen innerhalb der ersten beiden Lebenswochen anzulegen. Dann sei das Ohr nämlich noch weich und formbar …
weiterlesen: Abstehende Babyohren mit Schale korrigieren

Abstehende Ohren – wen stört es?!

Eltern fürchten dabei in erster Linie, dass ihr Kind leiden könnte, wenn es von anderen gehänselt wird. Kinder können grausam sein, das ist richtig. Trotzdem sollten Sie sich keine allzu großen Gedanken machen, wenn Ihr kleiner Sohn oder Ihre Tochter mit echten Segelohren gesegnet ist. In vielen Fällen verwächst sich das bis zum Schulalter – mehr als man sich das anfangs vielleicht vorstellen kann. Und: nicht jeder Mensch mit abstehenden Ohren hat später auch wirklich Probleme damit!

Abstehende Ohren verwachsen sich meist

Viele Babys und Kleinkinder haben zunächst abstehende Ohren, doch häufig gibt sich das mit dem Wachstum ganz von alleine. Eltern sind oft ganz erstaunt, wenn die einstmals so lustigen Segelohren mit drei oder vier Jahren plötzlich wie von Zauberhand verschwunden sind. Das liegt zum einen daran, dass die Schädelknochen noch ganz weich sind, und sich die Kopfform noch stark verändert. Außerdem haben Kleinkinder, wie es in der Natur der Sache liegt, meist noch wenig bis gar keine Haare. Abstehende Öhrchen fallen da natürlich viel mehr ins Auge. Erst im Alter von ungefähr sechs Jahren sind die Ohren fertig entwickelt, und erst dann kann man die endgültige, bleibende Form erkennen.

Woher kommen abstehende Ohren?

Ob und wie weit die Ohren vom Kopf abstehen, ist eine Frage der Gene. Denn die Form der Ohren wird vererbt, und zwar von einem der beiden Elternteile. Der Blick auf alte Kinderfotos verschafft schnell Klarheit, ob Mama oder Papa verantwortlich sind. Abstehende Ohren sind also angeboren und werden nicht etwa dadurch erzeugt, dass ein Kind mit gefalteter Ohrmuschel schläft oder falsch auf dem Ohr drauf liegt. Sie müssen sich also keine Sorgen oder gar Vorwürfe machen, dass Sie eine abgeknickte Ohrmuschel nicht rechtzeitig bemerkt hätten. Aus dem gleichen Grund helfen aber auch Maßnahmen wie Ohrenpflaster oder Stirnbänder nicht wirklich. Früher oder später setzt sich die genetisch vorbestimmte Form der Ohren doch wieder durch.

Was kann man gegen abstehende Ohren tun?

Immer wieder fragen mich Eltern, ob man nicht frühzeitig etwas gegen die abstehenden Ohren unternehmen kann, um dem Kind später die unangenehme OP zu ersparen. Nein, das ist nicht nötig. Manche Ratgeber empfehlen zwar, die Ohren nachts mit Stirnband oder Mütze zu fixieren. Oder gar die Ohren mit Pflaster oder Tape am Kopf festzukleben. Doch die Erfolge, die damit erzielt werden, sind oft nur vorübergehend. Oder die Maßnahmen funktionieren nur scheinbar, da sich die abstehenden Ohren mit der Zeit ganz von alleine verwachsen hätten. Außerdem sind solche Langzeit-Maßnahmen für ein Kind vielleicht sogar unangenehmer, als eine (dann tatsächlich selten nötige) Operation in späteren Jahren. Ohnehin sollten Sie Ihrem Baby aus Sicherheitsgründen in den ersten Lebensmonaten zum Schlafen kein Mützchen oder Stirnband anziehen.

Bei einem vorübergehend abgeknickten oder eingefalteten Ohr, wie es bei den ganz Kleinen aufgrund der sehr weichen, biegsamen Ohrmuscheln oft vorkommt, sollten Sie das Ohr vorsichtig glatt streichen, bevor Sie Ihr Baby auf diese Seite legen, und die Liegeseiten regelmäßig wechseln.

OP als letzte Lösung

Falls Sie das Gefühl haben, Ihr Kind leidet sehr unter den abstehenden Ohren, kann man sie mit Hilfe einer Operation „anlegen“ lassen. Dieser Weg sollte aber wirklich nur dann gewählt werden, wenn ein Kind gehänselt wird und sich wegen seiner Ohren schämt. Sprechen Sie in diesem Fall zunächst einmal mit Ihrem Kinderarzt darüber, der Ihnen aus seiner Erfahrung heraus auch sagen kann, ob sich die Ohren nicht doch noch von selber verändern könnten.

Wann sollten die Ohren operiert werden?

Der optimale Zeitpunkt für eine operative Korrektur der Ohrmuscheln (medizinisch Otopexie) ist normalerweise so mit etwa 6 Jahren. Bis dahin ist die Entwicklung der Ohren weitgehend abgeschlossen, so dass sich auch die Narben nicht mehr verändern. Außerdem beginnt die Zeit der Hänseleien von anderen Kindern gewöhnlich erst mit der Schule. Bei „entstellenden“ Ohren, die für das Kind eine psychische Belastung sind, wird der Eingriff von der Krankenkasse übernommen, je nach Kasse meist bis zum 12. oder 14. Lebensjahr. Die OP wird unter Vollnarkose, aber meist ambulant durchgeführt. Das heißt, Ihr Kind darf danach wieder mit nachhause. Im Anschluss muss es noch für einige Zeit beim Schlafen einen Verband oder ein Stirnband tragen und für ein paar Wochen auf Sportarten, bei denen die Narbe verletzt werden könnte, verzichten.

Abstehende Ohren – wirklich störend?

Fragen Sie sich bitte ehrlich, ob die abstehenden Ohren Ihr Kind wirklich stören. Viele Kinder haben nämlich überhaupt kein Problem damit. Dann sollte man sie lieber später selber entscheiden lassen, ob sie eine OP, die auch als Erwachsener noch jederzeit möglich ist, durchführen lassen wollen. Wichtig ist vor allem eines: Geben Sie Ihrem Kind ein gesundes Selbstwertgefühl. Sagen Sie ihm, dass es wunderbar und schön ist, genauso wie es ist. Dann fällt es ihm auch leicht, freche Bemerkungen von anderen Kindern zu kontern oder zu ignorieren.

Segelohren: Können abstehende Ohren beim Baby noch ohne OP korrigiert werden?

Klare und möglicherweise überraschende Antwort: Ja, meist ist eine Ohrkorrektur in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt noch ganz ohne Operation möglich. Das gilt sowohl für abstehende Ohren als auch für diverse andere Ohr-Deformationen.

Der Grund für diese Tatsache ist, dass vor allem in den ersten 72 Stunden nach der Entbindung noch jede Menge mütterliches Östrogen im kindlichen Körper zirkuliert. Dieses Hormon wirkt sich auch auf die Geschmeidigkeit und Formbarkeit des Ohrknorpels aus.

Je eher, desto besser

Nach etwa drei Tagen nimmt der Östrogengehalt kontinuierlich ab und die Ohrmuschel des Babys wird zunehmend fester. Für eine sanfte Korrektur halten Experten die ersten drei Lebenswochen für optimal. Je früher begonnen wird, umso besser – und umso schneller ist die Prozedur dann auch erfolgreich abgeschlossen. Wenn dieses Zeitfenster geschlossen ist und erst später eine Angleichung erwogen wird, muss das in der Regel operativ erfolgen.

Kleine Pflaster, große Wirkung

Dabei ist die Korrektur verformter oder abstehender Ohrmuscheln in der Neugeborenenzeit mithilfe von Pflastern oder kleinen Bandagen sehr einfach: Die Haut rund ums Ohr muss zum besseren Halt zunächst von der Käseschmiere entfettet werden. Anschließend fixiert der Arzt z.B. mit sogenannten Steri-Strips die Ohrmuschel in der richtigen Position und Zugrichtung. Da eine anfänglich leichte Überkorrektur für das spätere Ergebnis besonders günstig ist, wird zur leichten Überstreckung meist zusätzlich noch eine kleine Watterolle hinter dem Ohr verklebt.

In der Regel hält der Verband eine Woche und er kann im weiteren Verlauf auch von den vorher geschulten Eltern gewechselt werden. Nach einiger Zeit brauchen die Pflaster dann nicht mehr angelegt zu werden und die Ohren haben im Idealfall eine ästhetische Form erreicht.

Anliegen frühzeitig ansprechen

Gibt es in der Familie eine Neigung zu abstehenden Ohren (Segelohren) und man möchte seinem Kind diese kleine Besonderheit unkompliziert ersparen, sollten die werdenden Eltern schon in der Schwangerschaft aktiv werden: Da die Entbindungsstationen nicht notwendigerweise auf diese schonende Behandlungsmöglichkeit hinweisen, wäre es ratsam, sich frühzeitig zu erkundigen, welcher Kinderarzt, HNO-Spezialist oder (plastische) Chirurg hier helfen kann.

Um auch für unerwartet längere Aufenthalte (wie beispielsweise nach Kaiserschnitt nötig) gerüstet zu sein, wäre es am besten, eine Geburtsklinik mit angegliederter Kinderklinik zu wählen. Dort kann man die zuständigen Pädiater noch vor dem Entbindungstermin anzusprechen und – für den Fall, dass das Baby tatsächlich mit behandlungsbedürftigen Ohren auf die Welt kommt – gleich zur Tat schreiten.

Nicht abwimmeln lassen

Vor allem sollte man ruhig hartnäckig sein. Das Ohrenanlegen durch Bandagieren wird schon seit „Urzeiten“ erfolgreich praktiziert. Nur gerade in der modernen Medizin ist dieses alte Wissen etwas in Vergessenheit geraten – nur um jetzt erst wieder in Expertenkreisen wiederentdeckt zu werden. Manch ein Arzt wird Ihre Anfrage deshalb möglicherweise als nicht erfolgversprechend abtun. Da hilft nur dranbleiben und weitersuchen!

Autorin: Dr. med. Monika Steiner

Warum hat mein Baby keine anliegenden Ohren und wie bekommen sie Segelohren?

Die Gründe dafür, dass Babys mit abstehenden Ohren geboren werden, sind normal genetisch bedingt. Es ist noch nicht abschließend geklärt, ob ein Gendefekt verantwortlich ist, jedoch häufen sich Segelohren in einigen Familien, sodass die Ursache wahrscheinlich erblich ist; ein Segelohr hat man von Geburt an. Somit kann ein Baby wegstehende Ohren bekommen, wenn es älter wird.

Aber warum haben Babys manchmal nach der Geburt noch keine Segelohren?

Ab wann ein Baby abstehende Ohren hat, hängt von verschiedenen Faktoren ab. „Mein Kind hat plötzlich Segelöhrchen“ und „Wie kann man bei Babys Segelohren verhindern?“, sind typische Aussagen, die Erwachsene in Foren machen. Kinder entwickeln sich, sodass sich leicht abstehende Ohren beim Baby unter Umständen nicht sofort sichtbar sind.

Aber ab wann bekommen Babys Segelohren und wie kann man verhindern, dass die Ohren abstehen?

Sowohl Frühchen als auch Neugeborene haben entweder von Geburt an abstehende Ohren oder nicht. Auch wenn die embryologische Entwicklung ab Geburt abgeschlossen ist, verwachsen sich die Fehlstellungen der Ohren jedoch teils im Säuglingsalter oder aber im Babyalter. Ein 12 Wochen, 3, 4, 5 oder 6 Monate altes Baby ist ebenso wie ein 7, 8, 9 oder 10 Monate alter Säugling noch nicht voll entwickelt.
Ein Säuglingsohr ist vielleicht zunächst, gerade auf Babyfotos noch süß, später jedoch meist nicht mehr. Hier heißt es abzuwarten.

Was tun damit das Baby keine abstehende Ohren bekommt?

Kann man Segelohren vorbeugen? Nein, Fehlstellungen sind angeboren. Ein Irrglaube ist hingegen, dass abstehende Ohren bei Säuglingen durch die Entbindung, durch falsches Liegen, durch Kissen oder durch Stillen entstehen. Eine Mutter braucht sich daher in der Stillzeit keine Sorgen machen. Das bedeutet, dass man nichts zur Vorbeugung tun kann, um abstehende Ohren bei Neugeborenen zu vermeiden.

Was tun gegen Segelöhrchen bei Babys, wenn keine natürliche Ohrmuschelanlegung ersichtlich ist?

Eine gute Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde führt bei Babys keine Segelohren-OP durch. Jeder Schönheitschirurg wird davon absehen, eine Ohren-OP durchzuführen. Um abstehende Ohren anlegen lassen zu können, müssen Kinder mindestens ein Alter von etwa vier Jahren haben.
Um extrem oder leicht abstehende Ohren korrigieren zu lassen, sollten Eltern einen HNO-Spezialisten zu Rate ziehen. Welche Klinik und welcher HNO-Arzt passend sind, können Patienten über Suchmaschinen recherchieren. Bei Kindern und Erwachsenen ist es gleichermaßen wichtig, dass ein guter plastischer Chirurg vertrauensvoll mit ihnen umgeht. So steht einer späteren Ohrenkorrektur nichts im Wege.

Hilfe bei abstehenden Ohren finden Eltern beispielsweise bei einem Ohrenarzt oder einer Schönheitsklinik. Wie bereits erwähnt, ist es nicht möglich, die Ohren beim Baby anlegen zu lassen.

Was kann man gegen nicht anliegende Ohren bei Babys machen?

Es gibt jedoch andere nicht-invasive Möglichkeiten, wie beispielsweise eine Mütze gegen abstehende Ohren. Diese kann die Fehlstellung erheblich korrigieren. Gleiches gilt für das Stirnband gegen Segelohren. Das Babystirnband soll dafür sorgen, dass die Ohren möglichst nah am Kopf gehalten werden.

Wie verhindere ich beim Kind Fehlstellungen an den Ohren?

Möchten Eltern gegen abstehende Ohren bei Babys was tun, wird ihnen oft gesagt, dass sie ein Pflaster ankleben sollen. Obwohl das Ohrläppchen, die Ohrmuschel und der Ohrknorpel in den ersten Jahren noch verformbar sind, führt das Pflaster für das Baby nicht zum gewünschten Ergebnis. Das Ohr liegt sich in der Regel nicht wieder platt. Leichte Verformungen vom Außenohr kriegt man damit vielleicht noch in den Griff. Neben dem Aspekt der Kosten ist das Babypflaster zudem aber auch nicht besonders angenehm.

Doch haben alle Babys die gleichen Probleme und ab wann spricht man von einem Segelohr? Um sich aus medizinischen Gründen die Segelohren anlegen zu lassen, bzw. eine Otopexie (Ohranlegeplastik) durchführen zu lassen, ist ein Ohrabstand von mehr als 2 cm üblich, dies entspricht einem Winkel von über als 30°.

Hilfe mein Baby hat Abstehohren, was kann ich tun?

Viele Eltern möchten was tun wenn das Baby Segelohren hat und der Besuch bei einem Arzt für Ästhetisch Plastische Chirurgie kann für Klarheit sorgen. Beim Säugling hat ein deformiertes Ohr noch keine Auswirkungen. Dennoch kann ein Facharzt für Schönheitschirurgie die Diagnose stellen.

Erfahrungen zeigen, dass letztlich Patienten die Fehlstellung mit einer Operation dauerhaft beheben können. Wer seine Abstehohren durch eine otoplastische Korrektur loswerden möchte, kann sich diese durch eine Otoplastik operativ entfernen lassen. Die meisten Kinder und Erwachsenen, die sich an den Ohren operieren lassen, sind allerdings von dem Vergleich von Vorher zu Nachher begeistert.

Die Krankenkasse bezahlt die Schönheits-OP nur dann, wenn diese auch zu psychischen Problemen führt. Auch wenn ein Neugeborenes noch nicht operiert werden kann, so können Leidtragende sich bis zum 14. Geburtstag entscheiden. Ab diesem Zeitpunkt wird es schwieriger, dass die Kosten erstattet werden, unabhängig ob die Ohrenkorrektur in einem Krankenhaus oder einer Privatklinik erfolgt. Bei einem Kleinkind ist eine Kostenübernahme somit wahrscheinlicher.

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Mein Baby hat auf einmal ein abstehendes Ohr? Warum bekommen Babys Segelohren?
Mein Baby bekommt immer mehr Segelohren. Aber was tun bei abstehenden Ohren bei Babys?
Ab wann haben Babys Fehlstellungen an den Ohren?

Segelohren – was tun gegen abstehende Ohren?

Zu große oder zu weit abstehende Ohren sind für viele Betroffene bereits von klein auf eine starke Belastung, denn die Abweichung von der sogenannten Norm fällt auf und lädt Mitmenschen zu Hänseleien ein. Ein geringes Selbstwertgefühl und Schüchternheit sind bei Betroffenen oftmals die Folge. Doch was tun, wenn man sehr unter sogenannten Segelohren leidet? Wie lassen sich abstehende Ohren behandeln?

Segelohren – was kann man gegen abstehende Ohren tun? – Artikelübersicht:

  • Ursachen und Definition
  • Diagnose und Behandlung
  • Linktipps zu Ästhetische Chirurgie

Die Ohren sind bei jedem Menschen anders – so kann beispielsweise ein Ohrabdruck bei Straftaten zur Überführung des Täters führen, da er wie der Fingerabdruck einmalig ist. Trotzdem gibt es auch bei den Ohren eine allgemeine Norm, anhand derer ermittelt werden kann, ob die Ohren einer Person dem Durchschnitt entsprechen oder ob es sich bei der abstehenden Ohrmuschel um eine Fehlbildung bzw. sogenannte Segelohren handelt.

Ab wann hat man Segelohren? – Ursachen und Definition

Generell gelten Ohren, die mit einem Winkel von mehr als 30 Grad vom Kopf abstehen, als Segelohren bzw. wenn der Abstand zwischen der Ohrmuschel und dem Kopf mehr als zwei Zentimeter beträgt. Diese Fehlbildung ist in der Regel genetisch bedingt und tritt innerhalb einer Familie meist gehäuft auf. Da es sich hierbei allerdings nur um eine ästhetische Normabweichung handelt, treten keine weiteren körperlichen Einschränkungen, wie etwa Beeinträchtigungen beim Hören oder Probleme mit dem Gleichgewichtssinn, auf. Jedoch können extrem abstehende Ohren psychische Folgen haben, da Betroffene durch permanente Hänseleien Minderwertigkeitsgefühle entwickeln können.

Sind diese psychischen Folgen für das Kind belastend, dann sollten Eltern sich von einem kompetenten HNO-Arzt oder Plastische Chirurgen beraten lassen. Allerdings sollten Eltern ihre Kinder nicht wegen Präferenzen für persönliche Schönheitsideale zu einem Eingriff nötigen. Dass es auch ohne Operation geht, zeigt etwa der US Schauspieler Will Smith, der trotz abstehender Ohren zum Hollywoodstar wurde.

Welche Möglichkeiten gibt es? – Diagnose und Behandlung

Die Diagnose des Arztes kann in vielen Fällen bereits mit einem einfachen Blick erfolgen. Zur eindeutigen Bestimmung werden im Anschluss jedoch zusätzlich Messungen durchgeführt, um den Winkel der Ohren bzw. den Abstand der Ohrmuschel zum Kopf festzustellen.

Je nach psychischem Belastungsgrad ist bereits im Kindesalter eine operative Korrektur von abstehenden Ohren möglich und oftmals auch Routine. Denn auch wenn abstehende Ohren bei Babys noch als niedlich empfunden werden, so kann es bereits im Kleinkindalter zu psychischen Problemen kommen. Grundsätzlich kann eine operative Korrektur der Ohrmuschel ab einem Alter von 5 Jahren durchgeführt werden. Es wird davon ausgegangen, dass das Ohrmuschelwachstum ab diesem Alter beinahe vollständig abgeschlossen ist. Somit besteht nach einem Eingriff auch keine große Gefahr mehr, dass sich die Narbe aufweitet oder die Narbenbildung schlecht verläuft.

Ein solcher Eingriff – auch Otopexie oder Otoplastik genannt – kann sowohl ambulant und mit lokaler Betäubung als auch stationär und unter Vollnarkose stattfinden. Hierfür gibt es verschiedene Techniken, die von Ärzten für das Anlegen von Segelohren verwendet werden und mit denen die Fehlstellung vollständig korrigiert werden kann. Bei kleineren Kindern wird die Operation in Vollnarkose und stationär durchgeführt, bei Kindern ab dem zehnten Lebensjahr kann eine Operation durchaus auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Eine besonders schonende Art des Ohrenanlegens ist die sogenannte M-Fadenmethode, die ohne Narkose durchgeführt wird. Hierbei wird der Faden ohne Einschnitt in den Knorpel gebracht, sodass am Ende keine sichtbare Narbe zurückbleibt. Da der Patient in diesem Fall nur eine lokale Betäubung erhält, kann er während des Eingriffs sogar mit entscheiden, welchen Winkel die Ohren bekommen sollen.

Bei einer anderen Methode wird zunächst ein Schnitt hinter das Ohr gesetzt und darüber ein Teil des Ohrknorpels abgetragen. Dadurch lässt sich die Form des Ohrs sehr gut und recht flexibel beeinflussen, die Narbe ist durch ihre Lage hinter dem Ohr ebenfalls quasi unsichtbar. Die Ergebnisse einer Otoplastik sind in der Regel dauerhaft und müssen nicht wiederholt bzw. aufgefrischt werden.

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Quellen:

¹ Segelohren (Apostasis otum) – netdoktor.at
² Ohrenanlegeplastik M-Fadenmethode – schwaben-aesthetic.de

Fotohinweis: sofern nicht extra anders angegeben, Fotocredit by Fotolia.com

Linktipps

– Qualitätskriterien in der Plastischen Chirurgie
– Plastische Chirurgie: Infos & Adressen
– Nicht-operative Behandlungsmethoden für Gesicht und Hals ersetzen das Skalpell
– Rhinoplastik – der Weg zur neuen Nase
– Beauty-Operationen: Brustvergrößerung

Abstehende Ohren (Segelohren)


Medizinische Qualitätssicherung am 26. September 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Unter dem umgangssprachlichen Begriff der Segelohren, auch abstehende Ohren genannt, verstehen Mediziner eine Fehlbildung der Ohren. Diese stehen dabei deutlich sichtbar in einem nicht der Norm entsprechenden Maße vom Kopf ab. Die Hörfähigkeit wird davon allerdings nicht beeinträchtigt.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Was sind Segelohren?
  • 2 Ursachen
  • 3 Symptome, Beschwerden & Anzeichen
  • 4 Diagnose & Verlauf
  • 5 Komplikationen
  • 6 Wann sollte man zum Arzt gehen?
    • 6.1 Ärzte & Therapeuten in Ihrer Nähe
  • 7 Behandlung & Therapie
  • 8 Aussicht & Prognose
  • 9 Vorbeugung
  • 10 Nachsorge
  • 11 Das können Sie selbst tun
  • 12 Quellen

Was sind Segelohren?

Unter dem umgangssprachlichen Begriff der Segelohren, verstehen Mediziner eine Fehlbildung der Ohren.

Abstehende Ohren bzw. Segelohren bezeichnen eine Fehlbildung der Ohrmuscheln. Offiziell liegen Segelohren vor, wenn der Abstand zwischen einer oder beider Ohrmuscheln und dem Kopf mehr als 2 cm beträgt. Auch ein Abstehen der Ohrmuscheln in einem Winkel von über 30° wird medizinisch als Segelohren gewertet.

Experten sprechen von einer Dysplasie (Fehlbildung) 1. Grades. Die Hörfähigkeit oder der Gleichgewichtssinn des Betroffenen wird von den abstehenden Ohren nicht beeinträchtigt; es kann aber unter Umständen aufgrund der deutlichen optischen Merkmale zu psychischen Belastungen kommen. Eine Behandlung der Segelohren ist nur auf operativem Wege möglich.

Ursachen

Die unmittelbaren Ursachen für abstehende Ohren sind entweder eine mangelnde Ausbildung der Anthelix (der Ohrmuschel-Hauptfalte) oder eine allgemein zu groß ausfallende Ohrmuschel. In manchen Fällen liegt auch eine Kombination beider Faktoren vor.

Zu der Fehlbildung kommt es aufgrund von genetischen Voraussetzungen, die von den Eltern an ihre Kinder vererbt werden. Sind innerhalb einer Familie bereits mehrfach Segelohren aufgetreten, besteht eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass neugeborene Kinder ebenfalls davon betroffen sind. Allerdings werden abstehende Ohren nicht immer gleichermaßen vererbt. Die genauen Gründe für das Auftreten der Fehlbildung sind noch nicht bekannt.

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Die Beschwerden und Symptome bei Segelohren sind in der Regel relativ klar und deutlich zu erkennen. Die Betroffenen leiden dabei an abstehenden Ohren und damit häufig auch an einer verringerten Ästhetik. In vielen Fällen führen die Segelohren damit zu psychischen Beschwerden oder Verstimmungen und ebenso auch zu Depressionen.

Allerdings hat diese Erkrankung keine negative Auswirkung auf die Hörfähigkeit des Betroffenen, sodass diese dadurch nicht eingeschränkt wird. Neben den Segelohren leiden die Patienten häufig auch an anderen Fehlbildungen an den Ohren oder im Allgemeinen am Kopf. Die Segelohren können allerdings auch als alleinige Fehlbildung auftreten. Vor allem im jugendlichen Alter kann es durch die ästhetischen Einschränkungen zu einem verringerten Selbstwertgefühl oder zu Minderwertigkeitskomplexen kommen.

Die Beschwerde selbst tritt dabei in den meisten Fällen schon seit Geburt auf, kann allerdings auch erworben werden oder sich erst im höheren Alter zeigen. Da die Segelohren die Hörfähigkeit des Betroffenen nicht negativ beeinträchtigen, müssen sie auch nicht behandelt werden. Allerdings sind operative Eingriffe ratsam, falls die Segelohren zu schweren Depressionen oder zu anderen psychischen Einschränkungen führen. Vor allem Mobbing und Hänseleien treten dabei im Kindesalter auf und können die Lebensqualität des Betroffen deutlich verringern.

Diagnose & Verlauf

Bei Segelohren kann der behandelnde Arzt eine Diagnose oftmals bereits anhand der bloßen Optik stellen. Um die Diagnose zu unterstützen, können Messungen durchgeführt werden, welche das Vorliegen einer Fehlbildung bestätigen können.

Dabei wird entweder der Winkel zwischen Ohrmuschel und Kopf gemessen (dieser sollte zwischen 20 und 30° betragen) oder alternativ auch der Abstand der Ohrmuschel zum Kopf. Ergibt diese Messung einen Abstand von mehr als 2 cm, liegen der medizinischen Definition zufolge Segelohren vor. Grundsätzlich sind abstehende Ohren harmlos und haben einen Einfluss auf das Hörvermögen oder die körperliche Gesundheit des Betroffenen.

Da es besonders im Kindesalter aber zu Hänseleien kommen kann, können psychische Probleme wie Minderwertigkeitskomplexe oder sogar Depressionen entstehen. Aus diesem Grund wird häufig eine operative Behandlung erwogen.

Komplikationen

Bei abstehenden Ohren kommt es zu keinen medizinischen Komplikationen. Menschen, die abstehende Ohren besitzen, müssen nicht mit weiteren Beschwerden oder Problemen rechnen, da die Segelohren für den menschlichen Körper ungefährlich sind. Durch die bestehenden Ohren wird auch das Gehör nicht beeinträchtigt oder verbessert.

Die meisten Probleme treten in der Regel durch das nicht ästhetische Aussehen auf. In vielen Fällen schämt sich der Patient für die abstehenden Ohren, was zu einem verminderten Selbstwertgefühl führt. Damit können auch Depressionen und andere psychische Probleme entstehen, die von einem Psychologen behandelt werden müssen. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen kommt es hier zu Hänseleien und zu Mobbing, was damit zu großen Problemen führen kann.

Die abstehenden Ohren können durch einen operativen Eingriff behandelt werden. Dieser Eingriff wird von der Krankenkasse übernommen, falls das Kind unter 14 Jahren alt ist. Bei der Operation treten keine Komplikationen auf. Sie ist nur mit dem gewöhnlichen Risiko einer Narkose oder einer Entzündung der Narbe verbunden.

Dieses Risiko ist bei einer örtlichen Narkose allerdings sehr gering. Ob die Ohren im Erwachsenenalter wieder abstehen werden oder nicht, kann nicht vorausgesagt werden. In den meisten Fällen führt die Operation allerdings zu einem Erfolg und die Ohren verändern ihre Form im Laufe des Lebens nicht mehr.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Abstehende Ohren sind natürlich kein Krankheitsbild, sondern lediglich eine Fehlstellung der Ohren. Eine ärztliche Behandlung ist nicht notwendig, denn mit abstehenden Ohren sind in ferner Zukunft keine Probleme oder Komplikationen zu erwarten. Anders sieht es jedoch aus, wenn die betroffene Person psychisch unter den abstehenden Ohren leidet. In einem solchen Fall gibt es zwei Möglichkeiten: Die betroffene Person mit den abstehenden Ohren kann sich in psychologische Behandlung begeben oder sich die Ohren durch einen operativen Eingriff anlegen lassen.

Wird trotz psychischer Belastung auf einen Besuch bei einem entsprechenden Arzt verzichtet, geht die jeweilige Person ein Risiko ein. Die Belastung nimmt mit der Zeit zu, sodass es unter Umständen sogar zu Depressionen kommen kann. Somit gilt: Mit abstehenden Ohren muss nicht zu einem Arzt gegangen werden. Erst wenn die abstehenden Ohren die Person psychisch belasten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nur so können weitere Komplikationen, die mit abstehenden Ohren verbunden sind, frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden.

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Behandlung & Therapie

Abstehende Ohren können nur operativ behandelt werden; man spricht dabei vom sogenannten „Ohren anlegen“ (in der Fachsprache Otopexie genannt). Ein nicht selten versuchtes frühkindliches „Ankleben“ oder „Anbinden“ der Ohren zeigt nicht den gewünschten Erfolg.

Operative Eingriffe dagegen verzeichnen allgemein gute Ergebnisse. Meist wird bereits im Kindesalter operiert, um den Betroffenen möglichst früh vor Hänseleien zu schützen. Es existieren verschiedene Operationstechniken, die meist von der Ohrmuschelrückseite her erfolgen. Die Eingriffe finden in Vollnarkose statt (bei Erwachsenen ist unter Umständen auch eine örtliche Betäubung möglich).

Bei der Fadenmethode wird die Ohrmuschel mit permanenten Kunststofffäden fixiert. Meist wird aber der Ohrknorpel freigelegt und dann in eine der optischen Norm entsprechenden Position gebracht. Nach dem chirurgischen Eingriff muss der Betroffene über einen Zeitraum von ca. zwei Wochen einen festen Kopfverband tragen. Wird die Operation bei Kindern unter 14 Jahren vorgenommen, übernehmen die Krankenkassen in den meisten Fällen die Kosten für den Eingriff.

Unter Umständen kann es im Erwachsenenalter zu einem Wiederabstehen der Ohren kommen, was einen erneuten Eingriff notwendig machen würde. Wird die Operation aber korrekt durchgeführt und kommt es zu keinerlei Komplikationen, ist das Anlegen der Ohren in den meisten Fällen erfolgreich.

Aussicht & Prognose

Abstehende Ohren sind kein Krankheitsbild, sondern lediglich eine kleine Fehlstellung der Ohren. Auch wenn diese Fehlstellung ohne jegliche Behandlung bleibt, ist mit keinerlei Problemen oder Komplikationen zu rechnen.

Wenn jedoch eine Anlegung der Ohren stattgefunden hat, dann ist eine genaue Aussicht und Prognose schwer. Im späteren Heilungsprozess kann es eventuell zu Komplikationen kommen, die von einem entsprechenden Arzt begutachtet werden müssen. Da es sich teils um offene Wunden handelt, sollten diese jederzeit sauber und rein gehalten werden. Andernfalls besteht die Gefahr einer Entzündung.

Eine Entzündung erschwert die Aussicht auf eine rasche und schnelle Heilung erheblich. Wer daher erste Anzeichen einer Entzündung erkennt, der sollte sehr schnell einen Arzt aufsuchen. Er kann mit entsprechenden Medikamenten gegen eine Entzündung vorgehen. So wird sie schnell gehemmt und eine mögliche Blutvergiftung verhindert.

Somit gilt: Abstehenden Ohren müssen keineswegs von einem Arzt behandelt werden. Allerdings können betroffene Personen unter psychischen Belastungen leiden, die eine ärztliche Behandlung erfordern. Alternativ können die Ohren operativ angelegt werden. Dabei stehen die Prognosen für eine erfolgreiche Behandlung gut. Es kann jedoch unter Umständen zu einer Entzündung kommen, die entsprechend versorgt werden muss.

Da abstehende Ohren genetisch bedingt sind und vererbt werden, ist eine Vorbeugung nicht möglich. Es kann nur eine nachträgliche operative Behandlung erfolgen. Segelohren sind zwar für viele Betroffene ein optisches Problem; sie gefährden aber nicht die Gesundheit oder das Hörvermögen. Ob eine Behandlung erfolgen soll, liegt daher ganz im Ermessen der Betroffenen selbst bzw. deren Eltern. Viele Menschen stehen zu ihren abstehenden Ohren und erfahren dadurch keine Beeinträchtigungen in ihrem täglichen Leben.

Nachsorge

Nach einer Operation ergibt sich keine Notwendigkeit der Nachsorge. Ein Wiederauftreten der abstehenden Ohren ist ausgeschlossen. Neue Beschwerden sind ebenso nicht zu erwarten. Da eine Therapie meist aus ästhetischen Gründen erfolgt, fällt nach der Beseitigung der Segelohren die primäre Ursache der Erkrankung, die psychische Belastung, vollständig weg.

Somit fällt die Nachsorge in die Wochen nach einem chirurgischen Eingriff. Ärzte kontrollieren, ob die Heilung erfolgreich verläuft. In der ersten Woche ist meist ein Kopfverband zu tragen. In dem folgenden Monat schützt ein Stirnband die Ohren. Die Fäden sind gegebenenfalls zu ziehen, was oft der wichtigste Termin bei einem Arzt ist. Um ein Aufreißen der Wunden zu verhindern, sollte anfangs auf Sport verzichtet werden. Die Einweisung eines Arztes weist hierauf explizit hin.

Bei weniger stark ausgeprägten Segelohren verzichten Betroffene manchmal bewusst auf einen chirurgischen Eingriff. Da abstehende Ohren anders als bei manchen Tieren keine Probleme mit der Wahrnehmung begründen, kann ein solcher Entscheid durchaus sinnvoll sein. Ärzte können eine Therapie verschreiben und so das Selbstbewusstsein ihrer Patienten stärken. Kinder und Erwachsene erfahren die notwendige Unterstützung, die sie in ihrem sozialen Umfeld meist zu wenig vorfinden.

Das können Sie selbst tun

Abstehende Ohren sind meist ein rein kosmetisches Problem. Das wirksamste Mittel ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Ohren im Rahmen einer Operation an die Kopfhaut angelegt werden. Alternativ oder begleitend dazu können Segelohren durch einige Tricks und Hausmittel behandelt oder zumindest kaschiert werden.

So können abstehende Ohren durch lange Haare oder ein Stirnband gut verdeckt werden. Werden die Segelohren bereits im Säuglingsalter bemerkt, verspricht die Wickel-Methode Besserung. Dabei wird möglichst regelmäßig – allerdings ohne dabei das Baby zu beeinträchtigen – eine Art Mullbinde um den Kopf des Babys gewickelt. Kurzfristig können die Ohren mit Hilfe von Pflastern oder Klebeband angeklebt werden. Langfristig lassen sich abstehende Ohren jedoch nur durch chirurgische Maßnahmen oder die sogenannte Fadenmethode, bei der die Ohren unter lokaler Betäubung festgebunden werden, beheben.

Es empfiehlt sich deshalb, die körperlichen Merkmale zu akzeptieren und bei Kindern mit Segelohren das Selbstbewusstsein zu stärken. Sollten die abstehenden Ohren bereits zu psychischen Problemen geführt haben, sollte mit einem Therapeuten gesprochen werden. Wer aufgrund abstehender Ohren und Ausgrenzung leidet, sollte über einen Wechsel des Umfelds nachdenken.

Quellen

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Ohren anlegen

Was macht man beim Ohren anlegen?

Zur Schmerzstillung genügt bei der Ohrenkorrektur in der Regel eine örtliche Betäubung, die hinter den Ohrläppchen verabreicht wird. So verspürt der Patient während des Eingriffs nur ein Druckgefühl.

Kleinkinder erhalten meist eine Vollnarkose, damit sie während des Eingriffs ruhig schlafen können. In diesem Fall führt der Narkosearzt am Tag vor dem Ohren anlegen einige Untersuchungen durch.

Ohren anlegen: Fadenmethode

Für die Ohrenoperation liegt der Patient mit leicht erhöhtem Kopf auf dem Rücken. Der Chirurg desinfiziert Gesicht und Haaransatz und deckt den Patienten unter Aussparung des Gesichts mit sterilen Tüchern ab. Dann verschafft er sich über einen Schnitt hinter dem Ohr Zugang zum Ohrknorpel. Diesen dünnt er mit einem chirurgischen Instrument, einem Diamantschleifkopf, aus, sodass das Ohr in die gewünschte Position kommt. Der Knorpel wird mit dauerhaften, durchsichtigen Nähten befestigt und der Hautschnitt vernäht.

Alternativ kann der Chirurg den Knorpel über einen kleineren Schnitt mit einer speziellen Feile ausdünnen; der Knorpel selbst wird dabei nicht freigelegt. Dadurch entsteht eine kleinere Narbe als bei der herkömmlichen Methode. Auch hierbei legt der Arzt die Ohren mit durchsichtigen Nähten an.

Die ganze Operation dauert etwa ein bis zwei Stunden. Danach fixiert der Arzt die Ohren mit speziellen Pflastern und legt einen Mützenverband an.

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