Baby 6 monat

Der sechste Monat

Im Alter von mehr als fünf Monaten kann ein Baby seine Hände schon sehr gut gebrauchen. Es kann damit Objekte greifen und zu sich heranziehen, in den Mund stecken, aber auch von einer Hand in die andere geben und – natürlich – fallen lassen. Das macht genausoviel Spass, besonders wenn Sie es dann wieder aufheben. Ob Ihr Baby Rechts- oder Linkshänder ist, lässt sich erst mit zwei bis drei Jahren sagen. Bis dahin benutzen Kinder beide Hände abwechselnd.

Ihr Baby gewinnt an Beweglichkeit, weil es sich selbst umherrollen kann. Das erweitert seinen Aktionsradius auf der Krabbeldecke, macht es auch zufriedener mit sich selbst, weil es nicht mehr nur auf andere angewiesen ist. Aber lassen Sie ab jetzt Ihr Baby nie mehr unbeobachtet auf einer Fläche liegen, von der es herunterrollen könnte (Bett, Wickelkommode etc.).

Beachten Sie!

Baby-Kolumne

6. Monat: „Emils Halbgeburtstag“

Sie können mit Ihrem Kind schon die ersten Bewegungsübungen machen. Sie fördern die Durchblutung, stärken die Muskeln, regen den Stoffwechsel an und verhelfen Ihrem Kind zu einer grösseren Widerstandsfähigkeit. Sie sollten es aber nicht übertreiben. „Trainieren“ Sie mit Ihrem Kind nur solange es Spass daran hat.

Als Neugeborenes besass Ihr Baby einen Stütz- und Schreitreflex. Es blieb automatisch auf seinen Füsschen stehen, wenn Sie es unter den Achseln abstützten, bzw. startete Schreitbewegungen. Diese Reflexe sind ungefähr seit dem 3. Monat nicht mehr vorhanden. Inzwischen kann sich Ihr Kind jedoch eine volle Sekunde lang aktiv mit den Füssen abstützen, wenn Sie es locker unter den Achseln festhalten. In der Regel steht es wie eine Ballerina auf den Zehen, da es auch die Füsse hoch aufrichtet. Ist ihm dies zu anstrengend, lässt es sich einfach wieder in die Hockstellung fallen.

All diese Entwicklungsschritte werden in der Regel in einer kinderärztlichen Untersuchung ungefähr mit 6 Monaten zusammen mit dem Gewicht und der Grösse erneut beurteilt. Bei guter Gesundheit wird Ihr Wonneproppen auch weitere Impfungen erhalten, und zwar gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b und Polio.

Bald Halbjährige geniessen nicht nur die Kommunikation mit anderen, sie fordern sie regelrecht heraus. Zwar kommt gelegentlich ein leichtes Fremdeln zutage, aber das ist noch nicht sehr stark. Die meisten Babys lachen jede Person in Ihrer Nähe an – und wer lacht da nicht zurück? Gleichzeitig kann Ihr Baby an Ihrer Reaktion schon erkennen, ob Sie mit seinen Aktionen einverstanden sind oder nicht. Bald wird es nicht nur Gutes anstellen, um eine Reaktion von Ihnen zu provozieren. Während des ersten Lebensjahres entwickelt sich so eine ganz persönliche, unverwechselbare Interaktion zwischen einer Mutter und ihrem Kind.

Lesen Sie hier alles über den 5. Wachstumsschub.

Das liebste Spiel ist in der Regel eine Art Unterhaltung, bei der Ihr Baby und Sie selbst abwechselnd unterschiedliche Laute von sich geben. Das können zum Beispiel Tierlaute sein (wau-wau, miau-miau, quak-quak etc.). Sagen Sie dazu „Wie macht der Hund?“. So erweitert sich sein Silbenrepertoire, das bei ungefähr Halbjährigen hauptsächlich aus „ba“, „ma“, „ga“ besteht. Wenn Ihr Baby vor sich hin brabbelt, hören Sie ihm aufmerksam zu, tun Sie so als ob Sie alles verstünden und geben Sie ihm Antwort. Geniessen Sie diese innige Schmusestunde.

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Häufige Fragen zum Thema

Wir sind eine Allergikerfamilie, und deshalb möchte ich jetzt bei meiner bisher voll gestillten sechs Monate alten Tochter auf HA-Milch umsteigen. Aber sie akzeptiert sie nicht, weil sie ihr zu bitter ist. Soll ich es weiter versuchen?

Der bittere Geschmack ist typisch für HA-Milch. Der Eiweissanteil (die Proteine) ist durch ein spezielles Verfahren aufgespalten und abgebaut (hydrolysiert) zu kleinen Bruchstücken von Eiweissen und freien Aminosäuren (kleinste Bausteinchen der Eiweise). Das bewirkt, dass praktisch keine…

vollständige Antwort lesen Warum darf man im ersten Lebensjahr nur mit Wasser verdünnte Kuhmilch für die Zubereitung von Schoppen und Breien verwenden?

Unverdünnte Kuhmilch enthält mehr Eiweiss und Mineralstoffe als Muttermilch, jedenfalls mehr als Ihr Baby benötigt. Der Überschuss an Eiweiss und Mineralstoffen muss über die Niere ausgeschieden werden. Weil die Nieren des Säuglings noch nicht voll ausgereift sind, wären sie mit dem Abbau von…

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Letzte Aktualisierung : 01-11-19, BH

Babys Entwicklung mit 6 Monaten

Für die Mama: Das kannst du jetzt für dich tun

Um die Cellulite an den Körperstellen zu bekämpfen, die von der Schwangerschaft am stärksten betroffen waren (Hüften, Po, Schenkel), hilft gezielte Gymnastik.
Selbst wenn du dein Wohlfühlgewicht wieder erreicht hast, trägt ein regelmäßiges Training dazu bei, das Ergebnis zu verbessern und langfristig zu stabilisieren. Es genügt, wenn du dir dafür täglich 15-20 Minuten Zeit nimmst.
Folgende Übungen sorgen für einen straffen Bauch und eine schmale Taille:

1. Übung

  • Grundposition: Mit allen Vieren auf dem Boden knien.
  • Bewegung: Atmen Sie tief durch die Nase ein und blasen Sie dabei den Bauch auf.
  • Ziehen Sie Ihren Bauch dann beim Ausatmen so stark wie möglich ein. Halten Sie diesen „Hohlbauch“ 6 Sekunden lang und wiederholen Sie die Übung 6 Mal.
  • Rhythmus: 4 Durchgänge. Zwischen jedem Durchgang 1 Min 30 Pause.

2. Übung

  • Grundposition: Sie liegen auf dem Rücken, die Beine sind nach oben gestreckt, die Füße sind angezogen (die Fußsohle zeigt also nach oben).
  • Legen Sie Ihre Hände unter die Po-Hälften, um die Lendenwirbelsäule zu entlasten.
  • Bewegung: Spannen Sie Ihre Bauchmuskeln an und drücken Sie Ihre Füße mit der Sohle Richtung Decke. Der Po kann leicht angehoben werden, um die Bauchmuskeln besser anzuspannen.
  • Gehen Sie langsam wieder zurück. Atmen Sie beim Strecken aus und beim Zurückgehen ein.
  • Rhythmus: 2-3 Durchgänge mit je 15 Übungen.

3. Übung

  • Grundposition: Sie stehen mit schulterbreit geöffneten Beinen aufrecht und kneifen die Po-Hälften zusammen, um den Rücken nicht zu belasten.
  • Bewegung: Strecken Sie beide Arme über den Kopf, neigen Sie den Oberkörper leicht zur Seite ohne Ihre Atmung zu behindern und versuchen Sie dabei die Hüfte nicht zu bewegen.
  • Halten Sie diese Position 15-20 Sekunden.
  • Rhythmus: 3 Durchgänge pro Seite.

Speck weg: Geniale Übungen für den ganzen Körper

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Baby’s Entwicklung

Dein Baby entdeckt seine Fähigkeit, Gegenstände zu beeinflussen und verbessert seine Bewegungskoordination. Alle neuen Bewegungen faszinieren dein Kind (ein rollendes Spielzeugauto, eine bewegliche Puppe …).
Dein Baby befindet sich mitten in der Experimentierphase, da es dieselbe Bewegung ständig wiederholt (ein Objekt fallen lassen…). Es beobachtet, welches Ergebnis sein Handeln auf einen Gegenstand hat und lernt, dass bestimmte Gesten immer denselben Effekt bewirken.

Gib deinem Kind Spielzeug, das seine Koordinationsfähigkeit anregt. Mache dein Kind mit neuen Geräuschen vertraut, indem du ihm bisher unbekannte Gegenstände in die Hand gibst (Töpfe, Deckel …).
Das Fallen (lassen) ist bei Babys sehr beliebt. Reiche deinem Kind einen kleinen Gegenstand, den es fallen lässt und unter deinem Beifall wieder aufhebt.

Was dein Kind jetzt schon alles kann:

  • Es kann sich alleine hinsetzen (fast ohne Unterstützung).
  • Es versucht zu krabbeln oder sich auf dem Bauch fortzubewegen (robben).
  • Es kann sich selbstständig umdrehen.
  • Es steckt alles in den Mund (die Umgebung wird „oral“ erkundet).
  • Es kann herzhaft lachen und will mit Ihnen spielen.
  • Es kann seine Hände immer besser kontrollieren.

Baby beginnt zu „fremdeln“
Dein Liebling kennt mittlerweile seine Umgebung und die Personen, die sich um ihn kümmern. Dieser vertrauten Welt steht plötzlich alles Unbekannte gegenüber. Dein Kind misstraut nun Personen, die es nicht kennt. Dieser neue Entwicklungsschritt wird als Fremdeln bezeichnet.

Baby’s Gesundheit

Vielleicht hast du festgestellt, dass die ersten Milchzähne sprießen. Die Schneidezähne kommen zuerst.
Das Zahnwachstum bleibt nicht lange unentdeckt, denn dein Baby hat Schmerzen.
Das hilft:

  • Du kannst das Zahnfleisch mit den Fingern und einem speziellen Gel aus der Apotheke massieren, um die häufig stark geschwollene Stelle zu beruhigen.
  • Das beste Heilmittel ist ein Beißring, denn das Knabbern und Nuckeln an Gegenständen lindert den Schmerz.
  • Ein kalter Ring ist noch wirksamer, da die Kälte den Schmerz betäubt. Lege den Beißring also in den Kühlschrank.

Babys erster Zahn macht Probleme? Hier findest zu schnelle Hilfe beim Zahnen!

Beikost: Das solltest du beachten

Falls du noch nicht mit dem Zufüttern begonnen hast, solltest du jetzt mit deinem Kinderarzt über eine geeignete Beikost sprechen. Sobald du mit dem Zufüttern begonnen hast, kannst du dein Kind schrittweise mit neuen Geschmacksrichtungen vertraut machen.
Die Beikost-Fütterung beginnt mit Obstgläschen, püriertem Gemüse, klein gemixtem Fleisch oder Fisch sowie Babybrei (Grieß, Hafer, Reis …). Am besten eigent sich Pastinake (Hammelmöhre). Sie ist süß, aber stößt den Kleinkindern nicht so sehr auf wie Karotte.
Jede Woche sollte dein Baby eine neue Geschmacksrichtung probieren (z. B. 1. Woche Pastinake, 2. Woche Karotte usw.). So merkst du auch schnell, ob dein Kind irgendwelche Allergien entwickelt.
Zucker- und fetthaltige Lebensmittel wie Schokolade oder Kekse sollten solange wie möglich vermieden werden.
Gut zu wissen: Allergien bei Kindern: Wenn Essen zur Gefahr wird

Leckeren Babybrei selber machen: Haferflocken mit Apfelmus

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Sicherheit zu Hause

Dein Baby bewegt sich viel. Doch selbst im Sitzen ist das Gleichgewicht noch nicht stabil. Manche Babys beginnen bereits zu krabbeln und möchten alles in den Mund stecken.
Spätestens jetzt solltest du im ganzen Haus für Sicherheit sorgen, damit deinem Kind nichts passieren kann!
Beuge jeglichem Sturzrisiko vor und schütze dein Kind vor potentiell gefährlichen Gegenständen.
Die Sicherheits-Checkliste:
1. Stelle keine Möbel neben oder unter ein Fenster. Das Baby könnte schnell versuchen hinauf zu krabbeln.
Ein niedriges Fenster oder eine Balkontür kann mit einem Schutznetz oder einer maßgefertigten Plexiglasplatte geschützt werden. Dein Baby ist sich der Gefahr nicht bewusst und wird schnell versuchen, sich aus Neugier dem Fenster zu nähern.
2. Installiere eine Steckdosensicherung: Wenn der Stecker herausgezogen wird, verschließt sich die Steckdose automatisch.
3. Die Möbel sollten möglichst runde Ecken haben und nicht aus harten Materialien gefertigt sein (bei Metall besteht Verletzungsgefahr). Ecken oder scharfe Kanten können mit einem Plastikschutz versehen werden.
4. Verstecke Kabel (z.B. bei Tischlampen oder Stereoanlagen), damit diese nicht in greifbarer Kinderhöhe sind.
5. Bewahre Putzmittel und Medikamente außer Reichweite auf, am besten in einem verschließbaren Schrank.
6. Lass Reinigungsmittel oder sonstige giftige Produkte niemals frei herumstehen, auch nicht in einem „verschlossenen Raum“: Wenn die Tür kurzzeitig offen steht, kann Ihr Baby schnell hinein krabbeln.
8. Auch in puncto Sicherheit gibt es eine Früherziehung: Erkläre deinem Kind, dass es die Steckdosen nicht anlangen darf oder nicht an den Kabeln ziehen soll. Mit der Zeit wird es verstehen, was erlaubt ist und was nicht.

Wichtige Termine & Untersuchungen:

U5: Baby-Vorsorgeuntersuchung im 6.-7. Monat

Quellen:

  • onmeda.de
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

Sprechen mit Baby – schon ab 6 Monaten!

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Monat 6: die Entwicklung Ihres Babys

Fotogalerie

Babys erstes Jahr

Sehen Sie, was Juliet in ihrem ersten Lebensjahr lernt.

Kleine Forscherhände

Etwa im Alter von sechs Monaten (obwohl es manchmal länger dauert) hat Ihr Baby seine Hände so weit unter Kontrolle, dass es sich Objekte heranziehen kann. Außerdem könnte es entdecken, dass Loslassen mindestens genau so lustig ist wie Aufheben. Sobald es das Prinzip von Ursache und Wirkung verstanden hat, wird seine Welt um vieles interessanter – und Ihre um einiges chaotischer.

Links- oder Rechtshänder?

Noch ist es zu früh, um festzustellen, ob Ihr Kind Rechts- oder Linkshänder wird. Die meisten Babys in diesem Alter zeigen eine Zeit lang eine Vorliebe für die eine Hand, dann wechseln sie zur anderen. Echte Links- oder Rechtshändigkeit kristallisiert sich erst im Alter von zwei oder drei Jahren heraus.

Das Herumdrehen lernen

In diesem Alter lernen die meisten Babys, sich in jede Richtung herumzudrehen. Dieser Meilenstein wird ihm viel Spaß bereiten und Ihnen vermutlich auch. Manchmal verlangt Ihnen diese Fähigkeit aber auch starke Nerven ab: Halten Sie immer eine Hand auf Ihrem Baby, wenn Sie seine Windeln wechseln, und lassen Sie es nie unbeaufsichtigt im elterlichen Bett oder auf anderen erhöhten Plätzen liegen. Wenn Sie einen Wickeltisch haben, sollten Sie nun vielleicht zu einer Wickelmatte auf dem Boden übergehen.

Ihr kleiner Partylöwe

In diesem Alter tolerieren Babys nicht nur die Aufmerksamkeit anderer, sie fordern sie regelrecht heraus. Obwohl sich schon Ansätze des Fremdelns zeigen können, stehen sechs Monate alte Babys ihrer Umwelt sehr offen gegenüber: Jeder, der sich ihm mit hochgezogenen Augenbrauen und einem Lächeln nähert, wird sofort als Freund betrachtet. Aber machen Sie sich keine Sorgen – Sie sind immer noch sein Ein und Alles.
Ihr Baby lernt auch, dass sich sein Benehmen auf Sie auswirkt – sowohl, was Ihnen gefällt als auch missfällt. Daher wird Ihr Kind nun damit beginnen (und das wird über Jahre so bleiben), mit allen möglichen Mitteln Ihre Aufmerksamkeit zu erringen. Im Moment mag das alles noch niedlich sein, aber wenn Ihr Kleines älter wird, wird es viel Unfug treiben, nur um eine Reaktion von Ihnen zu provozieren. Beschenken Sie Ihr Baby daher großzügig mit Aufmerksamkeit, wenn es etwas tut, dass Sie gutheißen.
Etwas wird sich nun deutlich zeigen: Ihr Baby entwickelt ein Repertoire an Möglichkeiten des Aufmerksamkeitsheischen, das weit über das Weinen hinausgeht. Rechnen Sie damit, dass es hart daran arbeiten wird, Ihr Interesse mit Geräuschen, Geschlängel beim Wickeln und anderen Dingen zu wecken. In den nächsten drei Monaten wird er eine ganz persönliche Methode entwickeln, um Ihnen mitzuteilen, was es denkt, möchte und braucht.

Wechsel-Spiele

Sechs Monate alte Babys lieben Wechsel-Spiele, besonders solche, die Töne und Sprache beinhalten. Lassen Sie manchmal Ihr Baby die Führung übernehmen und imitieren Sie seine Töne und Geräusche. Wenn Sie an der Reihe sind, dann können Sie ihm mit Tiergeräuschen („Quack-quack“, „Wau-wau“) eine Freude machen und ihm gleichzeitig etwas beibringen.

Ihr Plappermäulchen

Mit sechs Monaten hört und sieht Ihr Baby seine Welt so klar wie ein Erwachsener. Auch seine Kommunikationsfähigkeit entwickelt sich rasant, dazu gehören Quietschen, Blubbern, schnelle Wechsel der Tonhöhen und Plappern. Etwa die Hälfte aller Kinder in diesem Alter plappert. Dabei wiederholen sie eine Silbe – wie „ma“, „pa“ oder „ga“ oder eine andere Konsonant-Vokal-Verbindung – immer und immer wieder. Einige Babys werden auch eine oder zwei andere Silben anhängen, dadurch werden die Laute komplizierter.

Sie können Ihr Kind ermutigen, indem Sie zurückplappern und ein Spiel daraus machen („Das Schaf sagt ‚Mäh,'“ oder „Die Ziege sagt ‚Bäh,'“ und so weiter). Sie können Ihrem Baby auch zuhören und so tun, als würden Sie alles verstehen und fänden es höchst interessant. Ihr Baby erkennt nun auch unterschiedliche Tonlagen und -höhen. Wenn Sie mit ihm schimpfen, wird es vermutlich weinen.
Garantiert bringen Sie Ihr Baby zum Lachen, wenn Sie einen Strohhalm in ein zu drei Vierteln gefülltes Glas Wasser stecken und blubbern. Sowohl das Geräusch als auch der Anblick wird Ihren Winzling in helles Gelächter ausbrechen lassen.

Die Sinne stimulieren

Ihr Baby nutzt alle seine Sinne, um die Welt um sich herum zu erkunden.
Umgeben Sie es immer mit vielen interessanten Dingen zum Anfassen, in den Mund stecken und Spielen. Es wird voller Hingabe einen weichen Gummiball zusammenpressen, auf einem Stück falschem Pelz herumpatschen, auf einem gekühlten Zahnring nagen und einem rasselnden Geräusch in einem Stofftier lauschen.

Die Vorlesestunde genießen

Ihrem Kind vorzulesen, gewinnt nun an Bedeutung, denn es genießt die Bilder ebenso wie das Kuscheln auf Ihrem Schoß. Egal wie alt Ihr Kind ist: Lesen bietet immer die Chance auf schmusige Zweisamkeit – das ist angenehm sowohl für Eltern als auch für das Kind.

Entwickelt sich mein Baby normal?

Denken Sie daran, dass jedes Baby einzigartig ist und die Meilensteine in seinem eigenen Tempo erreicht. Das hier sind Anhaltspunkte, die Ihnen die Möglichkeiten Ihres Babys aufzeigen. Wenn es manches noch nicht kann, dann sicher bald.
Falls Sie ein Frühchen haben, dann wird es vermutlich mehr Zeit brauchen, bevor es all die Dinge kann, die Gleichaltrige bereits gelernt haben. Machen Sie sich keine Sorgen. Die meisten Ärzte veranschlagen bei Frühgeborenen das vorgesehene (nicht das tatsächliche) Geburtsdatum und berechnen danach die Fähigkeiten des Babys.
Falls Sie Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes haben, fragen Sie Ihren Arzt.
Die Entwicklung Ihres fünf Monate alten Babys
Die Entwicklung Ihres sieben Monate alten Babys

Ihr Baby, 6 Monate alt: Ideen für Babyspiele

Jetzt feiert Ihr Baby schon den halben Geburtstag und Sie als Eltern mit! Ihr 6 Monate altes Baby möchte viel unterhalten werden und freut sich über gemeinsame Spiele. Können Sie sich noch an die Babyspiele und Verse aus Ihrer Kindheit erinnern? Sonst fragen Sie doch mal beim Grosi nach!

Ihr Baby wird sich darüber freuen, wenn Sie mit ihm spielen und sich intensiv mit ihm beschäftigen. Foto: Polka Dot Images, © Getty Images, Thinkstock

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Von Julia Wohlgemuth

Entwicklung Ihres Babys: Halbrunder Geburtstag

Nicht nur Ihr Baby hat im vergangenen halben Jahr eine Menge gelernt, sondern auch Sie als Eltern. Worauf sind Sie in den letzten sechs Monaten besonders stolz?

Wenn Sie das Ihr Baby fragen würden, würde es vielleicht sagen „Dass ich endlich sitzen und die Welt betrachten kann“. Denn mit einem halben Jahr können die meisten Babys zumindest für kurze Zeit ohne Hilfe sitzen. Bei manchen Kindern klappt dies auch schon länger.

Ihr Baby findet es nach wie vor sehr spannend, in seiner Umgebung den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung herauszufinden. Viele Kinder finden es jetzt sehr faszinierend zu sehen, was passiert, wenn sie Sachen aus der Hand fallen lassen. Ganz besonders viel Freude macht das, wenn Sie den Gegenstand wieder aufheben und Ihrem Kleinen wieder in die Hand geben. Wahrscheinlich stellen Sie fest, dass es das Spielzeug gleich wieder auf den Boden wirft und Sie erwartungsvoll anschaut. Nein, natürlich will Ihr Kind Sie damit nicht ärgern. Es lernt dabei aber, dass bestimmte Handlungen immer den gleichen Effekt bewirken.

Mit sechs Monaten steht auch wieder eine Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Kinderarzt an. Bei diesem Termin erfolgt die nächste Auffrischung der Fünffachimpfung, wobei gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b und Polio gespritzt wird.

Tipps für Eltern: So spielen Sie mit Ihrem Baby

Nein, keine Angst. Auch mit 6 Monaten müssen Sie kein Unterhaltungsprogramm rund um die Uhr für Ihr Baby liefern. Oft reichen Ihrem Kleinen die Dinge des Alltags zur Unterhaltung schon aus, besonders wenn Sie viel mit ihm sprechen, ihm erzählen, was Sie tun und ihm neue Gegenstände zum Erforschen geben.

Ab und zu wird sich Ihr Baby aber besonders freuen, wenn Sie mit ihm spielen und singen. Das fördert seine Entwicklung, stärkt die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind und macht hoffentlich beiden Seiten auch noch richtig Spass. Kinder lieben Musik. Wenn Sie Ihrem Kleinen vorsingen und dabei vielleicht noch lustige Bewegungen machen oder Ihr Baby kitzeln, können Sie sich des ansteckenden Kicherns Ihres kleinen Schatzes sicher sein. Erinnern Sie sich noch an Kinderreime aus Ihrer Kindheit? Wie ging gleich noch „Häschen in der Grube“? Oder „Zäh chlini Zappelmännli“? In unserem Artikel „Die schönsten Kinderverse in Mundart“ finden Sie viele Anregungen.

Beim Windel wechseln bieten sich kleine Babyspiele besonders gut an, denn Ihr immer mobiler werdendes Baby wird sich wahrscheinlich besonders auf dem Wickeltisch bewegen wollen und das Windel wechseln erschweren. Wenn Sie Ihren Säugling mit kleinen Babyspielen ablenken, kann die Zeit auf dem Wickeltisch Spass machen, statt ständig in einem Kampf auszuarten.

Einige Anregungen für Babyspiele:

  • Wo ist das Mami? Babys lieben Versteckspiele. Halten Sie sich einfach etwas den Kopf und überraschen Sie dann Ihr Baby. Stundenlanger Spass garantiert!
  • Fühlbücher gefallen schon den ganz Kleinen, da dabei mehrere Sinne angesprochen werden.
  • Ein ganz besonderes Bilderbuch können Sie auch für Ihr Baby gestalten, wenn Sie Fotos von Verwandten laminieren und mit dickem Band zusammenbinden.
  • Die schönsten Babyspiele findet Ihr Baby sehr wahrscheinlich im Alltag mit Ihnen. Räumen Sie doch einen Schubkasten in der Küche nur für Ihr Baby ein. Plastikdosen und andere Kochutensilien sind dabei besonders beliebt.
  • Auch Lichtschalter sind so ein beliebtes Babyspiel des Alltags. Natürlich sollte Ihr Baby nicht stundenlang das Licht an- und ausmachen, aber unterbinden Sie es nicht gleich, wenn Ihr Baby ganz fasziniert merkt, dass es mit einer einzigen Bewegung den Raum hell machen kann.

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Wir feiern ein halbes Jahr mit Junior – Ein Brief an mein Baby

Geliebter kleiner Sonnenschein,

du bist nun schon sechs Monate alt. Während ich das Wort „schon“ schrieb, hielt ich kurz inne. Denn es gab Momente im letzten halben Jahr, von denen ich hoffte, sie mögen schneller vergehen. Diese Momente fühlten sich wie eine Ewigkeit an und die Zeit konnte mir gar nicht schnell genug vergehen, bis diese vorbei waren.

Wenn du zum Beispiel in den ersten Wochen nach deiner Geburt geschrien hast und dein Papa und ich nicht wussten, was dir Kummer bereitet. Oder die ersten Tage allein mit dir zu Hause nachdem Papas Elternzeit um war. Warum das so schlimm für mich war? Nein, es hat nichts damit zu tun, dass du anstrengend warst oder viel geweint hättest (das hast du nie – du warst schon sehr früh ein ganz fröhliches Kerlchen – wie auf den vielen schönen Fotos von dir zu sehen ist). Du warst und bist richtig so, genau wie du bist. Es war so schlimm für mich, da ich sehr unsicher war.

Diese Riesenverantwortung für so ein kleines und schutzbedürftiges Wesen hat mich einfach umgehauen. Auch der beste Vorbereitungskurs konnte mich nicht auf dieses ganz neue Leben mit dir gefasst machen. Dein Wohlergehen war und ist seit dem 20.10.2016 das Wichtigste für mich. Doch wie sehr ich um dieses besorgt sein würde, vor allem in den ersten Wochen nach deiner Geburt, konnte ich mir nicht vorstellen. In den wenigen Minuten, die wir nicht zusammen verbrachten, schlich ich ständig zu dir, um zu prüfen, dass es dir gut geht.

Wenn es dir nicht gut ging, dann haben Papa und ich dich immer hoch in unsere Arme genommen. Fast immer konnten wir den Grund für deinen Kummer schnell herausfinden und dir helfen. Erst mit etwas mehr Erfahrung als Mama weiß ich, dass du von Anfang an ein sehr ausgeglichenes Baby warst.

Natürlich mussten wir uns anhören, dass wir dich mit stillen nach Bedarf, auch in der Nacht auf jedes Weinen eingehen und dir helfen, dem gemeinsamen Schlafen im Familienbett und dem Tragen in der Babytrage verwöhnen. Bald hätten wir ein Baby, dass genau weiß, was zu tun ist, damit Mama oder Papa springen. Zunächst haben mich diese mahnenden Worte verunsichert. Dann habe ich gemerkt, wie gut uns unser Weg tut und wie glücklich wir so sind, wie es ist. Du bist nicht mehr lange ein Baby und die Zeit, in der du so viel Nähe möchtest, wird schneller enden als mir lieb ist.

Es hat auch gedauert, bis ich erkannt habe, dass dein stärkstes Weinen meist Übermüdung geschuldet ist. Überhaupt ist Schlaf so ein Thema für uns: Du schläfst viel ruhiger und länger, wenn ich neben dir bleibe. Tagsüber und auch in der Nacht. Anfangs kam ich also zu Hause zu gar nichts, da wir rund um die Uhr zusammen waren und du dich ja noch nicht allein beschäftigen konntest während deiner Wachphasen. Wie viele Abende endeten und enden für mich sehr früh mit dem Ins-Bett-bringen von dir? Dich weinen zu lassen, um mir einen entspannten Abend zu machen, war nie eine Option für mich.

Das Stillen lief und läuft nach einem schwierigen Start toll und mit sechs Monaten scheinst du noch voll und ganz zufrieden mit der Brust zu sein. Es ist so schön, wie du dich freust, sobald du erkennst, dass wir gleich stillen. Was hatte ich für eine Angst, als du in den ersten Tagen nach deiner Geburt so viel abgenommen hattest und uns schon zum Zufüttern geraten wurde. Dank unserer tollen Hebamme wurde dann aber alles gut.

Wir haben in den letzten sechs Monaten so viele tolle Momente mit dir erlebt, dass ich sie gar nicht alle beschreiben kann. Unvergesslich wird für mich aber der Moment bleiben, als du das erste Mal richtig gelacht hast. Oder als ich dich zum ersten Mal abgehalten habe und du dieses Angebot dankbar annahmst. Aufregend war wohl für uns alle dein erstes Bad in der Babybadewanne. Was waren wir froh über die Unterstützung unserer Hebamme. Vor deiner ersten Impfung war ich besorgt und ägnstlich. Wie gut, dass Papa da etwas entspannter und beim Arzttermin dabei war.

Seit einigen Wochen habe ich das Gefühl, du lernst in rasendem Tempo Neues. Als ich aus der Küche zurück ins Wohnzimmer kam und du plötzlich strahlend auf deiner Decke auf dem Bauch lagst, hast du auf mich so voller Stolz über deine neue Fertigkeit gewirkt. Deine Hände setzt du mittlerweile viel sicherer ein und greifst dir damit die Dinge, die du genauer untersuchen möchtest. Du liebst es, deine Umgebung und die in ihr vorkommenden Menschen zu beobachten und hast dabei eine beachtliche Ausdauer. Du bleibst bei unserem täglichen Spaziergang immer länger in deiner Trage wach, um die Bäume, Autos und Häuser auf unserem Weg zu betrachten.

Wenn Besucher zu uns kommen oder wir mit dir unterwegs sind, dann genießt du die Abwechslung und anderen netten Menschen neben Mama und Papa derzeit sehr. Mit welch einer Neugierde und Aufgewecktheit du der Welt begegnest, erstaunt mich jeden Tag aufs Neue. Überrascht bin ich übrigens auch immer wieder darüber, wie sehr du kleiner Schatz duftest.

Die letzten sechs Monate waren die schönsten, aber auch intensivsten meines bisherigen Lebens. Die ersten Stunden mit dir und deinem Papa nach deiner Geburt nahm ich als magisch war. Ich bin so dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und wir uns nach dem Kraftakt der Geburt gemeinsam erholen konnten. Keine Sekunde war langweilig, seit du das Licht der Welt erblickt hast. Meine Gefühle sind voller Kraft und immer tiefstes schwarz oder strahlendtes weiß. Es gab viele Stunden voller Glück und Spaß mit dir. Doch gerade in den ersten Wochen nach deiner Geburt war ich auch unsicher, erschöpft, gereizt und besorgt um dich. Je besser wir uns aber kennenlernten, desto schöner wurde unsere gemeinsame Zeit.

Ich freue mich riesig auf die nächsten sechs Monate mit dir, kleiner Sonnenschein. Mein Weg als Mama hat gerade erst begonnen und ich bin gespannt, was dieser in nächster Zeit für mich bereithält. Die nächsten Monate werden sicher gefühlt noch schneller vefliegen, als die letzten. Also versuche ich so gut ich kann, jeden Moment zu genießen (ja, in anstrengenden Momenten fällt mir das schwer).

Ich liebe dich von ganzem Herzen und bin so glücklich, dass du seit einem halben Jahr mein Leben bereicherst.

Deine Mama

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