Baby 35. ssw

Inhalte

Starke Kindsbewegungen = später aktives Kind?

Werdende Mamis freuen sich meist über jede spürbare Bewegung ihres Babys. Dadurch wird die Mutter-Kind-Beziehung gestärkt und auch der Vater kann endlich sein ungeborenes Kind von außen spüren. Doch manchmal zeigt das Kleine auch Verhaltensmuster eines kleinen Zappelphilipps im Bauch, was auf Dauer nicht nur ein wenig nervig, sondern auch schmerzhaft werden kann. Doch wie stark sollten Kindsbewegungen normalerweise sein und bedeutet eine hohe Aktivität im Mutterleib automatisch, dass Du es auch später mit einem kleinen Wirbelwind zu tun hast?

30. bis 32. SSW: Die aktivste Zeit

Ab der 20. Schwangerschaftswoche etwa kannst Du bereits erste Bewegungen Deines Babys spüren. Von außen sind diese circa fünf Wochen später sichtbar, wenn sich die Bauchdecke immer mal wieder wölbt oder hebt. In der 30. bis 32. Schwangerschaftswoche hat Dein Kind schließlich seine aktivste Zeit im Bauch: Zwar kann es nun aus Platzmangel kaum noch Purzelbäume schlagen, jedoch kann es dafür vermehrt treten und gegen die Bauchwand boxen. Die Anzahl der Bewegungen wird weniger, dafür aber intensiver. Werdende Mütter spüren dies deutlich und können das Spielen und Toben ihres Babys im Bauch oft genießen, weil sie dann beruhigt sein können, dass es ihm gut geht. Mehrmalige heftige Bewegungen, etwa zehn am Tag, sind zu dieser Zeit normal und werden häufig in den letzten Schwangerschaftswochen schließlich weniger.

Starke Kindsbewegungen können schon mal Schmerzen verursachen.

Ursachen für starke Kindsbewegungen

Um die 32. Schwangerschaftswoche entwickeln Babys langsam einen festen Schlafrhythmus und können daher manchmal auch sehr ruhig im Bauch erscheinen. Dann sind sie nur noch zu bestimmten Uhrzeiten besonders aktiv, oder werden wach, wenn ihre Mutter sich ausruhen möchte. Dies liegt daran, dass ihre sonstigen Bewegungen das Kind sonst in den Schlaf wiegen. Manche ungeborenen Kinder machen sich demnach auch nachts stark bemerkbar.

Warum sich manche Babys besonders stark bewegen, lässt sich nicht genau begründen. Jedoch gibt es ein paar Faktoren, welche die Intensität und Häufigkeit der Bewegungen während der Schwangerschaft beeinflussen können:

  • Die Größe des Kindes
  • Das Gespür der Mutter für den eigenen Körper (manche Frauen sind sensibler als andere)
  • Die Position in der Gebärmutter
  • Die Dicke der Vorderwand der Gebärmutter
  • Das Wesen des Kindes
  • Die Fruchtwassermenge (viel Wasser kann die Bewegungen dämpfen)
  • Viel Stress und Bewegung der Mutter (können auch das Baby unruhig werden lassen)
  • Energieschub nach dem Essen für das Baby (süße und koffeinhaltige Getränke können dies verstärken)

Lesetipp

Weniger starke Kindsbewegungen? Daran kann die Vorderwandplazenta Schuld sein

Jetzt Lesen

Ist ein aktives Kind im Bauch auch später sehr aktiv?

Ein aktives Baby im Bauch kann auch später ein Zappelphilipp sein.

Meist merken die Mamis es selbst, doch auch der Arzt kann noch einmal durch Ultraschall oder CTG bestätigen, dass die Bewegungen des Babys sehr stark sind. Dies kann schnell die Frage aufkommen lassen, ob sich im Bauch bereits das spätere Wesen des Kindes zeigt und es schließlich ebenso hyperaktiv wird. Viele Mütter berichten, dass starke Bewegungen während der Schwangerschaft bereits ein Anzeichen für ein aufgewecktes Kind waren. So schreibt eine Mami in unserem Forum, dass es bei ihrer Kleinen bereits Probleme beim CTG-Schreiben gab, da sie sich so stark bewegte. Später sei sie gesund auf die Welt gekommen, aber von Anfang an sehr aktiv gewesen. Sie schlafe zwar durch, brauche aber tagsüber Bewegungsfreiheit und sei ununterbrochen am rumhampeln. Diese Erfahrung teilten auch andere Mütter im Forum. Ein hohes Temperament im Bauch kann also bereits ein Anzeichen für die Natur des Kindes sein. Dennoch gibt es natürlich auch Fälle, in welchen das Baby nach der Geburt ganz anders ist, als es sich im Bauch verhalten hat.

Angst vor ADHS

Auch, wenn beide Eltern von eher ruhigem Wesen sind, muss dies nicht fürs Kind gelten. So möchten viele Kinder tagsüber viel beschäftigt werden, brauchen nur ein kurzes Nickerchen und bleiben abends lange wach. Dies ist kein Grund zur Sorge, denn nicht jeder Mensch braucht gleich viel Schlaf. Manche Eltern machen sich aufgrund eines stark aktiven Verhaltens ihres Babys bereits Sorgen, dass dies ein Hinweis auf ADHS sein könnte; hier gibt es verschiedene Formen, die sich jedoch erst nach ein paar Jahren und nicht schon im Mutterleib abzeichnen. Dafür gibt es bisher noch keinerlei Beweise. Du musst Dich also nicht unnötig verrückt machen. Außerdem gibt es viele Kinder, die später im positiven Sinne aktiv und weniger hibbelig sind: Sie zeigen dabei beispielsweise viel Ehrgeiz im Sport und bewegen sich gerne.

Dein Kind ist trotzig? So reagierst du richtig

BILDERSTRECKE STARTEN (7 BILDER)

Wenn Dein Baby sehr aktiv ist und starke Kindsbewegungen zeigt, musst Du Dir also keine Sorgen machen. Versuche einfach, Stress zu vermeiden und sprich mit Deinem Kleinen, wenn es gerade wach ist. Erst bei sehr ungewöhnlichen oder plötzlich ganz ausbleibenden Bewegungen ist es ratsam, Deinen Frauenarzt aufzusuchen.

35. Schwangerschaftswoche (35. SSW)

Größe und Entwicklung des Babys in der 35. SSW

Ihr Baby hat in der 35. Schwangerschaftswoche (34+0 bis 34+6) ein Gewicht von 2.550 Gramm und eine Größe von 46 Zentimetern und ist damit absolut überlebensfähig. In der 35. Schwangerschaftswoche ist das zentrale Nervensystem und das Verdauungssystem des Babys fast vollständig ausgebildet. Auch die Lunge ist nahezu ausgereift. Wenn Ihr Baby in der 35. SSW zur Welt kommen würde, könnte es – trotz Frühgeburt – ohne große Schwierigkeiten ins Leben starten. Bei Atmung und Ernährung wäre es wahrscheinlich aber noch auf Unterstützung angewiesen.

Babybäuche 31. bis 36. Schwangerschaftswoche (im 7./8./9. Monat)

Die Beine und Arme Ihres Kindes werden immer dicker und es füllt die Gebärmutter nun fast komplett aus. Besonders für Zwillinge wird es eng.

Und noch eine spannende Entwicklung hat mittlerweile in Ihrem Mutterleib stattgefunden: Ihr Baby hört deutlicher und kann Geräusche sogar im Gedächtnis abspeichern.

Mamas Bauch und Körper in der 35. Schwangerschaftswoche (35. SSW)

Das Gewicht Ihres Babys und das Schwangerschaftshormon Relaxin führen in Ihrem Körper dazu, dass sich die Gelenke Ihres Beckens weiten. Dies geschieht in Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt. Wenn Sie im Bereich Ihres Beckens also ein leichtes Ziehen oder Schmerzen spüren, ist das in diesem Stadium der Schwangerschaft nichts Ungewöhnliches. Um eine Beckenbodenschwäche zu vermeiden, ist Beckenbodentraining sehr wichtig. Viele Schwangere stellen nämlich um die 35. Schwangerschaftswoche herum fest, dass sie beim Lachen oder Husten Urin verlieren. Was Sie bei Blasenschwäche tun können? Wir haben ein paar Tipps für Sie:

  • Entleeren Sie Ihre Blase beim Toilettengang so weit es geht.
  • Beim Husten oder Niesen sollten Sie den Beckenboden anspannen.
  • Tritt bei Ihnen häufiger unkontrolliert Urin aus, können Sie zum Schutz Binden tragen.
  • Stehen Sie nicht zu lange auf einer Stelle.
  • Trinken Sie trotzdem viel Wasser. Die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken hilft Ihnen nicht weiter, sondern führt zu anderen Problemen.

Nur Geduld!

Auch wenn eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, können die letzten Wochen ganz schön belastend sein. Alle bekannten Beschwerden nehmen noch einmal zu – von Sodbrennen über Hämorrhoiden bis zum Juckreiz. Dazu kommt, dass Sie in dieser Phase der Schwangerschaft nicht so gut Luft bekommen und wieder ständig zur Toilette müssen. Sie können nicht lange stehen, haben einen Watschelgang und wissen sowieso schon lange nicht mehr, wie Sie eigentlich gemütlich liegen sollen? Keine Sorge, mit diesen Problemen sind sie nicht alleine. Viele Frauen haben in der 35. Schwangerschaftswoche das Gefühl, mit der anstrengenden Schwangerschaft könnte es endlich vorbei sein.

Bald haben Sie es geschafft! Genießen Sie Ihre Auszeiten © iStock.com/Milkos

Andere Frauen fühlen sich gut und haben sogar Angst davor, dass das Baby den schützenden Mutterleib bald verlässt. Egal, zu welchen Frauen Sie zählen, hören Sie auf Ihren Körper. Schalten Sie einen Gang runter und machen Sie nur das, was Ihnen gut tut. Genießen Sie die Zeit mit Baby-Bauch noch in vollen Zügen. Schon bald warten andere Herausforderungen auf Sie.

35. SSW: Spüren Sie schon Senkwehen?

Es geht nun mit Riesenschritten auf die Geburt zu. Das Kind rutscht durch sein gewicht allmählich nach unten, tiefer ins Becken. Um in die ideale Startposition für die Geburt zu gelangen, helfen ihm Senkwehen. Wenn Sie unsicher sind, ob es sich bei dem, was Sie spüren, um Senkwehen oder „echte“ Wehen handelt, legen Sie sich in die warme Badewanne. Verschwinden die Wehen, sind es Senkwehen und wirken sich nicht auf den Muttermund aus.

35. Schwangerschaftswoche (SSW)/9. Monat: Tipps & Überblick

  • Ihr Baby ist nun absolut überlebensfähig!
  • Freuen Sie sich schon darauf, Ihr Baby im Arm zu halten? Die Mutter-Kind-Bindung ist jetzt bereits vorhanden und wird nach der Geburt intensiviert.
  • Checken Sie nochmal, ob Sie alles in der Kliniktasche und auch für die Erstausstattung haben – es wird langsam ernst!
  • Wir haben ein Checkliste für die Vorbereitungen für Geburt und Wochenbett, denn gut vorbereitet erleichtern Sie sich später im Wochenbett vieles.
  • In dieser Woche beginnt Ihr Mutterschutz!

Videos zur 35. Schwangerschaftswoche (35. SSW)

Starke Senkwehen! | Kreißsaal Besichtigung & Termin beim Frauenarzt | 35. SSW | Isabeau

Übersicht aller Wochen im Schwangerschaftskalender

Die 35. SSW: Das geschieht in der 35. Schwanger­schafts­woche bei Mama und Kind

Wenn das Baby in der 35. SSW zur Welt kommen würde, wäre es bereits ein „spätes Frühchen“ und durchaus überlebensfähig. Sollte in dieser Woche die Fruchtblase platzen, Wehen einsetzen oder sich der Muttermund öffnen, werden die Ärzte die Geburt in der Regel zulassen, denn das Baby ist jetzt mit rund 46 Zentimetern und 2.550 Gramm vollständig entwickelt. Auch sein Immunsystem arbeitet jetzt schon unabhängig von dem der Mama.

In der 35. Schwangerschaftswoche beginnt außerdem der Mutterschutz! So kann die werdende Mutter in den letzten Wochen der Schwangerschaft noch einmal richtig Energie tanken. Die verbleibende Zeit sollte genutzt werden, um viel zu entspannen, die Füße hochzulegen oder einfach ruhig spazieren zu gehen. Geburtsvorbereitungskurs und Schwangerengymnastik oder -schwimmen sind in dieser Zeit sinnvolle Beschäftigungen – für die Geburt braucht die werdende Mutter viel Energie.

Übrigens: Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 35. SSW ist das Baby daher etwa 33 Wochen alt.

Was geschieht in der 35. SSW beim Baby?

Etwa ab der 35. Schwangerschaftswoche arbeitet das Immunsystem des Babys unabhängig von dem der Schwangeren. Nach der Geburt ist aber trotzdem ein langes Immuntraining nötig, damit sich genug Antikörper gegen verschiedene Erreger bilden. Darum sind Kinder gerade in den ersten Lebensjahren sehr oft erkältet oder bekommen Magen-Darm-Infektionen.

Kleiner Piks mit großer Bedeutung: So wichtig ist die Impfung fürs Baby

Der ausgezählte Geburtstermin rückt jetzt immer näher. Das Kind, das jetzt etwa 2.550 Gramm bei 46 Zentimetern wiegt, nimmt bis dahin noch einmal kräftig zu, um für die Geburt und die ersten Tage danach genug Energie zu speichern. Denn auch für das Baby ist der Geburtsvorgang eine anstrengende Angelegenheit.

Die Geburt richtig vorbereiten: Erstelle deinen Geburtsplan

Sollte das Baby schon in der 35. SSW zur Welt kommen, würde es als „spätes Frühchen“ bezeichnet. Jetzt wird gewöhnlich eine Frühgeburt zugelassen, denn das Baby ist nun vollständig entwickelt und überlebensfähig.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Was geschieht in der 35. SSW bei Mama?

Jetzt beginnt der Mutterschutz! Berufstätige Mütter haben sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin (also ab der 35. SSW) die Möglichkeit, dem Arbeitsplatz fernzubleiben – sie dürfen allerdings auf eigenen Wunsch auch bis zur Geburt arbeiten.
Nach der Geburt dürfen Mütter im Rahmen des Mutterschutzes acht Wochen lang nicht arbeiten gehen. Kommt das Baby früher als errechnet zur Welt, wird die Zeit bis zum errechneten Termin einfach an die acht Wochen hinten angehängt. Kommt das Baby später als errechnet zur Welt, hat die Mutter dennoch auch nach der Geburt noch acht Wochen Mutterschutz.

Mutterschutz & Co.: Diese Infos sollten alle Schwangeren kennen

Den Mutterschutz sollte die werdende Mama wirklich nutzen, um in den letzten Wochen ihrer Schwangerschaft noch mal so richtig zu entspannen und Energie zu tanken. Es wäre ein Fehler, noch vieles auf einmal und im letzten Moment erledigen zu wollen. Das kann schnell überlasten und Schwangerschaftsprobleme verstärken oder erst hervorrufen.

Der Beckenboden in der 35. SSW

Um die 35. Schwangerschaftswoche haben viele Schwangere mit einem unangenehmen Problem zu kämpfen: Sie machen sich sprichwörtlich vor Lachen in die Hose … Auch Niesen und Husten kann diesen Effekt haben und besonders in der Öffentlichkeit für peinliche Momente sorgen. Slipeinlagen oder Binden können direkte Abhilfe schaffen. Auf längere Sicht ist es sinnvoll, den Beckenboden zu trainieren und so die Blasenschwäche in den Griff zu bekommen.

Training für den Beckenboden: Die 5 besten Beckenboden-Übungen

Dein Browser kann dieses Video nicht abspielen.

Beim Toilettengang kann die werdende Mutter immer mal wieder den Urinstrahl stoppen. So bekommt sie ein Gefühl, welche Muskeln im Beckenboden sitzen und wie sie diese anspannen und entspannen kann. Anschließend kann sie diese Übung immer und überall machen und so mit der Zeit den Beckenboden kräftigen.
Aber Achtung: Die Übung sollte nur zum Kennenlernen der Muskeln beim Urinieren durchgeführt werden, später bitte nicht mehr! Denn das kann auf die Dauer zu Blasenentleerungsstörungen führen.

Die werdende Mutter sollte jetzt auch nicht mehr zu lange stehen, schwer heben oder sich anders körperlich anstrengen. Denn auch das kann den Beckenboden belasten.

Typische Schwangerschaftsbeschwerden in der 35. SSW

Das Blutvolumen hat in der 35. SSW sein Maximum erreicht. Die Schwangere hat nun ungefähr eineinhalb mal so viel Blut im Körper wie am Anfang der Schwangerschaft. Darum muss das Herz jetzt deutlich kräftiger pumpen, um das Blut zu transportieren.

Viele werdende Mütter kämpfen jetzt auch mit Sodbrennen, Wassereinlagerungen und Rückenschmerzen. Einige Schwangere haben in dieser Zeit öfter Ischiasbeschwerden.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft: Die besten Tipps, Übungen & Hausmittel

Viele dieser Schwangerschaftsbeschwerden kann die werdende Mutter lindern oder vermeiden, wenn sie den Mutterschutz dazu nutzt, sich oft auszuruhen, die Beine hochzulegen, leichte Schwangerschaftsgymnastik zu machen und gegebenenfalls Akupunktur bei ihrer Hebamme zu nutzen. Und es hilft, sich immer wieder klarzumachen: Bald kommt das Baby auf die Welt und die Anstrengungen der letzten Wochen werden schnell vergessen sein!

Weitere Informationen zu Schwangerschaftsverlauf und Babys Entwicklung findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Auch auf gofeminin.de:

Sex in der Schwangerschaft: Antworten auf die 6 wichtigsten Fragen

Wehen erkennen und unterscheiden: Das sollten Schwangere wissen!

Gewusst? 14 Dinge, die bei der Geburt passieren, die dir niemand verrät

35. SSW: Die 35. Schwangerschaftswoche (SSW 35+0)

Ab der Schwangerschaftswoche 35 sind es bis zum errechneten Termin noch knapp fünf Wochen. Die Schwangerschaft neigt sich nun allmählich ihrem Ende zu. Für die meisten werdenden Mütter ist diese Schwangerschaftszeit sehr anstrengend, viele wünschen sich daher, dass die Geburt bald bevorsteht. Ab dieser Woche sind Sie bereits im Mutterschutz. Damit haben Sie mehr Zeit für sich und für Ihre Familie. Sie können sich in Ruhe auf die bevorstehende Geburt vorbereiten. Ihr Baby ist in der 35. SSW größtenteils vollständig entwickelt. Treten bereits in der SSW 35 Geburtswehen auf, öffnet sich dabei der Muttermund oder platzt die Fruchtblase, werden in den meisten Fällen die Hebamme und die Ärzte nichts mehr tun, um die Geburt aufzuhalten. Denn ab dieser Schwangerschaftswoche hat das Frühchen alles, was es für sein Leben außerhalb des Mutterleibs benötigt. Ab jetzt geht es größtenteils nur noch darum, Gewicht zuzunehmen.

SSW 35: Entwicklung des Babys

Dies könnte Dich ebenfalls interessieren:

Kompakt, sicher & bequem, auch unterwegs – dank Reisebett.

Ob ein Besuch bei Oma und Opa oder der erste gemeinsame Urlaub zu dritt – diese 5 Reisebetten haben uns überzeugt!

Immer alles dabei & griffbereit – in der Wickeltasche.

Gern vergisst man mal in der Eile, etwas einzupacken – aber nicht mit diesen 5 Wickeltaschen!

Für sanfte Träume – die weichsten Babymatratzen.

Damit Dein Baby gut durchschläft, sind hier die 5 besten Babymatratzen für Dich im Überblick.

35. SSW: Das Baby nimmt ab jetzt kräftig an Gewicht zu

Ihr Baby ist in der 35. SSW von Scheitel bis Ferse circa 46 Zentimeter lang und wiegt um die 2.550 Gramm. Bis es das Licht der Welt erblickt, wird es die Zeit nutzen, und noch mal kräftig an Gewicht zu zunehmen. Die Reserven, die es damit aufbaut, braucht es für die Geburt und für die ersten Tage außerhalb des Mutterleibs. Seine Bewegungen kann Ihr Baby schon sehr gut koordinieren, auch wenn im Bauch kaum mehr Platz für ausladende Kindsbewegungen vorhanden ist. Ausgeprägt sind auch die Sinneswahrnehmungen. Seine Reflexe werden immer besser. Automatisch reagiert Ihr Kind auf Licht. Dieser Reflex ist wichtig für sein Leben außerhalb Ihres Leibes. Studien zeigen, dass Babys in der 35. SSW sehr intensiv träumen und es auch schon mit REM (Rapid Eye Movement) schläft. Das bedeutet es hat eine hohe Traumaktivität.

Ihr Baby kann seine Körpertemperatur mit jedem Tag besser regulieren. Sein Immunsystem funktioniert nun auch unabhängig von Ihrem. Doch noch ist es für eine längere Zeit sehr anfällig. Die wichtigsten Abwehrstoffe bekam es schon von der Mutter in der Fötal-Zeit sowie aus der Muttermilch. Die eigenen Antikörper gegen diverse Erreger von Krankheiten werden sich über mehrere Jahre ausbilden. Das ist auch der Grund, warum Kinder vor allem in den ersten Lebensjahren noch sehr anfällig für Infektionen sind. Vollständig entwickelt sind in dieser Woche die Nieren und die Leber des Babys. Im Darm des Kindes legt sich verstärkt das Kindspech ab. Es handelt sich hierbei nicht um kein Verdauungsendprodukt (Kot), sonder um eine dunkle Masse, die aus Hautzellen, Schleimhautzellen sowie Haaren, Käseschmiere und Galle handelt. Das Kindspech scheidet Ihr Baby in den ersten eins bis zwei Tagen nach der Geburt aus. Es handelt sich hierbei um seinen ersten Stuhlgang. Dadurch, dass Ihr Baby viel Fruchtwasser trinkt, ist der Magen mit Wasser befüllt. Das bedeutet auch, dass es seine Verdauungsfunktion sehr gut trainiert.

SSW 35+0: Starke Belastung des Beckenbodens

Mit der 35+0 SSW haben Sie nun durch den Mutterschutz ausreichend Zeit Kraft zu sammeln. Viele Frauen freuen sich nun über die langen Ruhepausen und hören mehr auf Ihren Körper. Ab der 35+0 SSW drückt die Gebärmutter nun auf den Rippenbogen. Oftmals ist der Bauch nun schon so mächtig, dass viele Frauen das Gefühl haben, blad platzen zu müssen. Durchschnittlich haben Frauen bis zur SSW 35+0 zwischen 11,5 bis 13,5 Kilogramm zugenommen. Die Gebärmutter wiegt in der 35. SSW etwa 1.500 Gramm. Vergleichsweise: Sie wog zu Beginn der Schwangerschaft etwa 80 Gramm. Zusätzlich tragen Sie das Gewicht Ihres Kindes, das Fruchtwasser sowie Ihre eigenen Fettdepots. Etwa 5,5 Liter Blut sind jetzt in Ihrem Körper im Umkreis. Für Ihren Körper heißt das, harte Arbeit. Daher merken viele Frauen auch, dass der Herzschlag oftmals ziemlich stark ist oder auch sie unter Kreislaufproblemen leiden. Mit der 35+0 SSW verstärken sich auch andere Schwangerschaftsbeschwerden zunehmend. Oftmals leiden Mütter nun sehr stark unter Blasenschwache, was sich deutlich zeigt, wenn sie lachen, husten oder niesen müssen. Hier hilft es, Binden oder Slipeinlagen zu verwenden. Die Beckenbodengymnastik haben viele Frauen schon im zweiten Trimester der Schwangerschaft gestartet. Falls nicht, können Sie noch immer damit anfangen und Ihre Beckenbodenmuskulatur stärken.

35. Schwangerschaftswoche (35. SSW): Ihr Bauch und Körper

Wie gerade schon erwähnt steigt die Belastung auf den Beckenboden. Die Gelenke des Beckens werden nämlich durch Ihr Baby und durch das Hormon Relaxin geweitet um Sie auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Wundern Sie sich daher nicht über ein Spannen, Ziehen oder leichte (!) Schmerzen in dieser Region – es ist ganz normal. Das Unangenehme in dieser Phase kann sein, dass Sie eine Blasenschwäche bekommen können, die sich dadurch auszeichnet, dass Sie bei Husten oder Lachen etwas Urin verlieren. Diese stellt sich bei vielen werdenden Müttern um die 35. SSW ein.

Tipps:

  • Gehen Sie so oft wie möglich auf Toilette
  • Trinken Sie viel Wasser! Auch wenn Sie denken, dass damit das Problem behoben wird, damit machen Sie es schlimmer und rufen andere Probleme hervor
  • Beckenboden anspannen, falls Sie Husten etc. müssen
  • Tragen Sie ggf. eine Binde

35. Schwangerschaftswoche: Verschiedene Arten von Wehen

Bis zur 35. SSW haben sich verschiedene Arten von Wehen bemerkbar gemacht. Es kam zu Vor- oder Übungswehen, die auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt werden. Sie treten meist schon ab dem sechsten Monat der Schwangerschaft auf. Diese äußern sich nun zunehmend als Senkwehen. Echte Wehen haben Sie hoffentlich noch nicht gehabt. Doch mit der 35. SSW rücken auch diese immer näher. Durch die Übungswehen bereitet sich der Uterus schon seit längeren auf die bevorstehende Geburt vor. Durch Senkwehen wird das Kind dazu animiert, seinen Kopf ins Becken zu legen. Ob Vor- oder Senkwehen, beide können etwas leicht schmerzen und etwas an Regelkrämpfe erinnern.

Der Bauch wird hart und es kann manchmal auch zu Rückenschmerzen kommen. Sie treten nicht regelmäßig auf und schwächen wieder ab und hören auch wieder vollständig auf. Frühwehen können zu jeder Zeit der Schwangerschaft eintreten. Oftmals haben Frauen, die das erste Kind erwarten, Probleme Frühwehen zwischen Vor- oder Senkwehen zu unterscheiden. Wenn Sie vor der 36. SSW merken, dass die Wehen mehr als drei Mal in einer Stunde sich bemerkbar machen, regelmäßig kommen und zudem auch ein wässriger oder blutiger Ausfluss auftritt, sollten Sie sich so schnell wie möglich an Ihre Hebamme oder Ihren Frauenarzt wenden. Frühwehen können auf eine Fehl- oder Frühgeburt hindeuten und weißen meist auch darauf hin, dass die werdenden Mama sich übernommen hat. Oftmals muss die Mama sich dann bis zum Ende der Schwangerschaft intensiv schonen.

Eröffnungswehen in der SSW 35

Kommt es zu Eröffnungswehen zieht sich die Gebärmutter in kontinuierlichen Abständen zusammen. Die Intervalle werden mit jedem Mal kürzer. Die erstern Intervalle liegen etwa zehn Minuten auseinander, danach verkürzt sich ihr Abstand auf etwa zwei Minuten oder noch kürzer. Jede dieser Wehe ist sehr intensiv und erreicht ihren Höhepunkt, schwächst anschließend ab. Anfangs haben Frauen das Gefühl starke Regelkrämpfe zu spüren. Die Schmerzen werden mit jedem Mal intensiver. Oftmals werden die Wehen nicht nur mit Bauchschmerzen, sondern auch mit Rückenschmerzen und Durchfall begleitet. Durch diese Eröffnungswehen wird der geschlossene Muttermund geweitet und hat anschließend einen Durchmesser von circa zehn Zentimeter. Durch Presswehen wird das Kind durch den Geburtskanal nach außen gedrückt. Erst kommt der Kopf des Babys. Sobald dieser austritt, ist auch die schwierigste Phase der Geburt schon vorbei. Der restliche Körper des Kindes folgt automatisch und ohne Probleme. Die Nachwehen stoßen die Plazenta aus dem Mutterleib. Sie dauern in etwa zehn bis 15 Minuten. Sie sind deutlich schwächer und auch nicht so schmerzhaft wie die Geburtswehen. Sobald die Mutter ihr Baby sofort zum Stillen anlegt, zieht sich die Gebärmutter nochmals zusammen um starke Nachblutung zu vermeiden.

Der Überblick für die 35. SSW

  • In der 35. SSW haben Sie schon Mutterschutz, diesen sollten Sie nutzen und entspannen Sie sich.
  • In der 35. SSW bereitet sich das Baby – und Sie- sich schon auf die Geburt vor. Endspurt ist angesagt!
  • In der 35. SSW ist Ihr Baby schon voll entwickelt. Je länger es jedoch im Bauch ist, desto besser. Denn so kann es noch an Gewicht zulegen.
  • Deswegen werden Ihre Hebamme und auch Ihr Arzt, sollte es zu einer frühzeitigen Geburt kommen, keine Gegenmaßnahmen tätigen
  • Ihr Blutvolumen erreicht seinen Höchststand
  • Das Baby wäre jetzt ein „spätes Frühchen“ und wird ganz ’normal‘ geboren

Quellen:

Bewertung: Unbewertet 1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne Bewertungen: 1080 Ihre Bewertung: {{rating}}

  • Über den Autor
  • Letzte Beiträge

Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

  • Erfahrungsbericht zu Kinderwagen Hartan Racer GTS – Oktober 24, 2019
  • Mit dem Fahrrad zur Schule: Darauf sollten Eltern achten – September 2, 2019
  • Wie der Muttizettel die Erziehung positiv beeinflusst – Juli 18, 2019
  • Vorbereitung auf die Geburt – Welche Optionen habe ich? – Juni 6, 2018
  • Brustpflege beim Stillen – Juni 2, 2018
  • Der richtige Zeitpunkt zum schwanger werden – so berechnen Sie ihren Eisprung – Januar 11, 2018
  • Mutterbänder – Dezember 11, 2017
  • Männer im Kreißsaal – mit oder ohne die bessere Hälfte? – November 19, 2017
  • Richtig essen für zwei – Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft – November 19, 2017
  • Geschwollene Beine in der Schwangerschaft – November 19, 2017

Alle Beiträge anzeigen

Die Mutter in der 35. Schwangerschaftswoche (35. SSW)

Schon gut eine Woche befindest Du Dich nun im Mutterschutz und wirst vermutlich langsam merken, dass es immer beschwerlicher wird, den Alltag zu bewältigen. Viele Frauen nutzen aber den Mutterschutz auch gerade deshalb sehr gerne, weil sie nun endlich Zeit finden, das Kinderzimmer einzurichten und noch ein paar Dinge zu kaufen. Vielleicht zeigt sich in der 35. SSW auch der Nestbautrieb noch einmal in seiner ausgeprägten Form. Frag ruhig bei Freunden und Bekannten nach, wie es bei ihnen in der 35. SSW war. Hast Du schon zum dritten Mal die Babysachen gewaschen oder neu sortiert? Oder kannst Du einfach an keinem Geschäft vorbeigehen, in dem Kindersachen zu sehen sind? Das ist ganz normal und es macht ja auch Spaß, für das Baby zu shoppen. Gönn Deinem Körper in der 35. SSW aber auch unbedingt ausreichend Ruhe. Der Krimi am Abend sorgt dafür, dass Du ganz in Ruhe einschlafen kannst? Dann schau ihn ruhig an. Ein gemütlicher Tag auf dem Sofa ist kein Zeichen für Faulheit in der 35. SSW sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass Du auf Deinen Körper hörst und ihm die Zeit gönnst, die er braucht. Wer jetzt in der 35. SSW immer mehr ein beschwerliches Gefühl hat, der ist damit nicht allein. Tatsächlich wiegt die Gebärmutter in der 35. SSW inzwischen schon gute 1,5 kg, was ein stattliches Gewicht darstellt. Die durchschnittliche Gewichtszunahme bis zu diesem Zeitpunkt bewegt sich zwischen 11 kg und 14 kg. Der Arzt wird das Gewicht im Blick behalten und reagieren, falls es zu hoch oder auch zu niedrig ist. Die Gewichtszunahme setzt sich zusammen aus dem Baby, dem Fruchtwasser, der Gebärmutter aber auch dem erhöhten Blutvolumen, das inzwischen bei über fünf Liter liegt. Dazu kommen die Einlagerungen an Energiereserven bei der werdenden Mama, die für die Zeit nach der Geburt einfach unheimlich wichtig sind. Ein beeindruckender Fakt: Vor der Schwangerschaft hat Deine Gebärmutter gerade einmal 80 Gramm gewogen, nun hat sie gut 1,5 kg. Ist das nicht erstaunlich, was der Körper leisten kann? Inzwischen reicht sie bis an Ihren Rippenbogen und hier wird auch ordentlich Druck ausgeübt. Probleme mit dem Kreislauf sind in der 35. SSW tatsächlich ganz normal. Das erhöhte Blutvolumen ist für den Körper eine echte Herausforderung. Viele Frauen stellen in der 35. SSW fest, dass ihnen häufiger schwindlig wird. Die Beine hochlegen und einfach einmal Fünfe gerade sein lassen ist in diesem Fall die beste Lösung. Übrigens: Auch wenn Du immer mal wieder den gut gemeinten Tipp bekommst, doch einfach ein Glas Sekt für den Kreislauf zu trinken, ist es besser, darauf zu verzichten. Deinem Baby tut der Alkohol nicht gut. Ein Niesen und es scheint, als würde etwas in die Hose gehen? In der 35. SSW machen sich in Bezug auf den Beckenboden doch einige Beschwerden bemerkbar. So zeigt sich hier, dass die Belastung vom Körper nicht ganz so einfach weggesteckt wird. Stattdessen kann es gut sein, dass Du in der 35. SSW eine leichte Blasenschwäche bekommst. Das ist kein Grund zur Sorge, kann aber durchaus zu unangenehmen Momenten führen. Hier kann es helfen, wenn Du eine entsprechende Binde trägt, diese kann ein kleines Missgeschick schnell auffangen. Lass Dir ruhig in der 35. SSW von Deiner Hebamme noch zeigen, welche Übungen gut für die Stabilität des Beckenbodens sind. Hast Du noch Lust auf Zweisamkeit mit Deinem Partner? In der 35. SSW ist die Unsicherheit groß, ob und inwieweit es eigentlich in Ordnung ist, miteinander zu schlafen. Auch hier kannst Du Dich beruhigt fallenlassen. So lange Du keine muttermundwirksamen Wehen habst und es Dir gut geht, ist auch Sex kein Problem. Natürlich ist es nicht ganz so einfach eine Stellung zu finden, die auch wirklich angenehm ist. Mit ein wenig Geduld werdet Ihr als Paar sicher die Nähe zueinander finden, die Ihr Euch wünscht. Aus einer rein medizinischen Sicht spricht hier auf jeden Fall in der 35. SSW nichts dagegen.

35. Woche

Meinen Sie nicht, Sie wären nicht erst in der 35. SSW, sondern schon seit ewigen Zeiten schwanger? Das Baby füllt jetzt den gesamten Bauchraum aus und drückt Ihre Lungen zusammen, so dass Sie kaum noch Luft bekommen. Die Gebärmutter stösst ausserdem gegen die Rippen, was ganz schön schmerzhaft sein kann. Da hilft nur noch ganz gerade zu sitzen oder sich nach oben zu strecken!

bibi Nuggi

Beruhigt und tröstet dein Baby!

Seit mehr als 80 Jahren helfen die Nuggis von bibi® die Gemüter der Kleinen zu beruhigen. Das Saugen am Schnuller kann darüber hinaus das Schmerzempfinden reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit steigern. Jetzt entdecken

Häufigere Senkwehen lassen in den nächsten Wochen das kindliche Köpfchen tiefer in das kleine Becken treten. Sie bekommen dann auf einmal wieder besser Luft, und auch das Magenbrennen lässt etwas nach. Bei Schwangeren, die schon Kinder geboren haben, senkt sich die Gebärmutter jedoch oft erst kurz vor der Geburt. Übelkeit kann jetzt gegen Ende der Schwangerschaft auf einmal wieder zum Problem werden. Kleine aber häufigere Mahlzeiten sollten helfen. Ihr Bauchnabel wölbt sich mehr oder weniger vor. Aber haben Sie keine Angst, das bildet sich gleich nach der Geburt zurück!

Das zusätzliche Gewicht, das Sie mit sich herumtragen, erschöpft Sie schnell und deshalb sollten Sie regelmässige Ruhepausen einlegen. Müdigkeit ist aber auch oft ein Zeichen für Blutarmut (Anämie). Stellen Sie also sicher, dass Sie genug Eisen aufnehmen, und sprechen Sie mit Ihrer betreuenden Hebamme oder Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin darüber, ob Sie zusätzlich ein Eisenpräparat einnehmen sollten.

Und wussten Sie, dass man Stilltee (Milchbildungstee) schon in den letzten Wochen der Schwangerschaft trinken sollte? So kann er seine milchbildende Wirkung pünktlich zum Beginn der Stillzeit noch besser entfalten.

Rezept zum Selbermischen von Stilltee

Längere Autofahrten werden jetzt sehr beschwerlich. Im Sitzen ist die Durchblutung des Beckens deutlich vermindert. Den unteren Sicherheitsgurt sollten Sie über die Hüftknochen (d.h. unterhalb des Bauches) anlegen. Manche Fachleute raten sogar dazu, ein Kissen zwischen unterem Gurt und Hüften zu befestigen. Der obere Gurt sollte zwischen den Brüsten (d.h. oberhalb des Bauches) verlaufen, sonst könnte Ihr Baby bei einem Aufprall verletzt werden.

Viele Schwangere lassen jetzt Erinnerungsfotos von ihrem Bauch herstellen – für ganz professionelle Fotos empfehlen wir Ihnen die Foto-Studios in unserer Linksammlung, die sich auf Schwangerschafts- und Kinderfotos spezialisiert haben. Und manche werdenden Mütter lassen sogar einen Gipsabdruck anfertigen! Wie Sie solch eine Skulptur selbst machen können und was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie hier.

Linksammlung „Geburtskarten“

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

  • 35. Woche nach dem 1. Tag d. letzten Periode
  • 34 Wochen + 1 – 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 33. Woche nach der Befruchtung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: ca. 84-97 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 2400 g
  • Länge des Fetus: ca. 45 cm

Häufige Fragen in dieser Woche:

Woran erkennt man bei den Vorsorgeuntersuchungen, dass der Mutterkuchen nicht richtig funktioniert?

Ich habe gehört, dass Akupunktur auch als Geburtsvorbereitung wirkt. Ab wann und wie oft wird das gemacht?

Kann die laute Musik bei einem Popkonzert schädlich für mein Baby sein?

Wie bringen Sie Ihr Kind zur Welt?

Die gynécologie suisse (Verband der Schweizer Gynäkologen und Geburtshelfer) hat in einer Broschüre wichtige Informationen rund um die Geburt zusammengestellt. PDF download

Zur 34. Woche

Zur 36. Woche

Letzte Aktualisierung : 12-11-18, BH

35. SSW: Geburt aufhalten oder Geburt einleiten

Mit der 35. SSW sind es bis zum errechneten Geburtstermin noch etwa fünf Wochen. Der Körper bereitet sich intensiv auf die bevorstehende Geburt vor. Es treten vermehrt Vor- und Senkwehen auf. In manchen Fällen kann es schon in der 35. SSW zu Eröffnungswehen kommen, die die Geburt einleiten. Kommt es in der 35. SSW zur Geburt, gilt das Kind noch als Frühgeburt. Aber oftmals müssen Hebammen oder Ärzten nicht mehr die Geburt aufhalten. Es gibt aber verschiedene Gründen, wann die Schwangerschaft noch erhalten wird.

35. SSW: Wenn es zur Geburt kommt

In der 35. SSW ist Ihr Baby körperlich und von seinen Funktionen so weit entwickelt, dass es nun außerhalb dem Mutterleib überleben kann. Etwa 46 Zentimeter lang ist es und wiegt um die 2.550 Gramm. Die Entwicklung des kindlichen Körpers ist soweit abgeschlossen und das Kind kann ohne Probleme außerhalb des Mutterleibs überleben. Machen sich Wehen bemerkbar, die die Geburt in der 35. SSW einleiten, sollten Sie sich umgehend in Ihr Krankenhaus begeben. Da das Kind aber in den meisten Fällen schon so weit entwickelt, dass es außerhalb Ihres Bauches überleben kann, wird die Geburt nicht aufgehalten. Kommt es zu Eröffnungswehen, merken Sie das deutlich daran, dass die Kontraktionen in regelmäßigen Intervallen auftreten. Erst haben sie meist einen Abstand von etwa zehn Minuten und später nur noch wenige Minuten.

Fühlt sich die Wehe am Anfang noch an wie starke Regelkrämpfe, nehmen die Schmerzen mit jeder Wehe zu. Dazu machen sich meist auch noch andere Symptome bemerkbar, wie Ausfluss, Schmerzen im Rücken oder auch Durchfall. Bei diesen Wehen wird der Muttermund geöffnet, kommt es hierbei noch zum Blasensprung, wird das Baby auf die Welt geholt. Das Kind wird sicherlich für ein paar Tage noch in einem Wärmebettchen untergebracht. Dies dient dazu, das Kind zu schützen und zudem auch seinen Kreislauf zu entlasten. Es kann im Regelfall von der Mutter gestillt werden. Es wird genaustens beobachtet um Defizite auszugleichen. Doch seinen Altersgenossen, steht das Frühchen in der 35. SSW in nichts nach.

SSW 35: Entwicklung des Babys

35. SSW: Wann muss man die Geburt aufhalten

Kommt es zu einer Frühgeburt in der 35. SSW ist es wichtig, zu entscheiden, ob die Geburt eingeleitet wird oder nicht. Ob die Schwangerschaft erhalten bleibt, hängt von verschiedenen Gründen ab. Sofern die Fruchtblase noch nicht geplatzt ist, kann die Geburt unter bestimmten Umständen noch erhalten bleiben. Hier entscheidet, wie weit das Baby in der 35. SSW schon entwickelt ist. Kam es in der Schwangerschaft zu Komplikationen oder ist das Kind noch nicht so weit entwickelt, wird, wenn noch möglich, die Geburt in der 35. SSW hinausgezögert. Die Mutter bekommt hier ausdrückliche Bettruhe verordnet und den Order sich zu schonen. Um die Wehen abzuschwächen oder ganz zu stoppen, bekommt sie auch Magnesium verabreicht. Sofern das nicht hilft, können auch andere Wirkstoffe eingesetzt werden, damit die Wehen nachlassen. Hierzu gehören Beta- Sympathomimetika oder auch Oxytocin-Antagonisten. Damit die Lunge des Kindes schneller reift, wird auch Glukokortikoid Betamethason verabreicht.

Im Regelfall wird ab der 35. SSW die Geburt nicht mehr angehalten. Ist das Baby weit entwickelt, wird die Geburt eingeleitet. Die Geburt muss eingeleitet werden, wenn die Fruchtblase schon geplatzt ist, sich aber der Muttermund noch nicht geöffnet hat oder die Wehen noch gar nicht eingesetzt haben. Hat sich die Plazenta schon abgelöst oder der Muttermund schon geöffnet, kann die Geburt nicht mehr angehalten werden. Ist es nötig, dass die Geburt eingeleitet wird, bekommt die Mutter Oxytocin, welches die Wehen fördert.

Bewertung: Unbewertet 1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne Bewertungen: 946 Ihre Bewertung: {{rating}}

  • Über den Autor
  • Letzte Beiträge

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

  • Erfahrungsbericht zu Kinderwagen Hartan Racer GTS – Oktober 24, 2019
  • Mit dem Fahrrad zur Schule: Darauf sollten Eltern achten – September 2, 2019
  • Wie der Muttizettel die Erziehung positiv beeinflusst – Juli 18, 2019
  • Vorbereitung auf die Geburt – Welche Optionen habe ich? – Juni 6, 2018
  • Brustpflege beim Stillen – Juni 2, 2018
  • Der richtige Zeitpunkt zum schwanger werden – so berechnen Sie ihren Eisprung – Januar 11, 2018
  • Mutterbänder – Dezember 11, 2017
  • Männer im Kreißsaal – mit oder ohne die bessere Hälfte? – November 19, 2017
  • Richtig essen für zwei – Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft – November 19, 2017
  • Geschwollene Beine in der Schwangerschaft – November 19, 2017

Alle Beiträge anzeigen

In der 35. SSW wird es Zeit sich mit den Formularen für Elterngeld und Kindergeld zu beschäftigen. Die Phase der Hochschwangerschaft ist anstrengend und strapaziert die Geduld. Würde das Baby jetzt geboren wäre es ein „spätes Frühchen“.

  • 35 SSW: Anstrengende Hochschwangerschaft
  • Natürliche Geburtsvorbereitung
  • Das Baby in der 35. SSW

Carlas Tagebuch in der 35 SSW: „Jetzt bin ich schon fast eine ganze Woche zu Hause und habe mich voll auf den Papierkram gestürzt: Die Anträge für das Elterngeld und das Kindergeld sind nun fertig ausgefüllt, vor allem die Elterngeldformulare waren gar nicht so einfach. Aber ich habe ja Zeit und Muße! Obwohl, mit der Muße ist es nicht ganz so weit her …
Das Leben ist mit meinem Megabauch richtig ungemütlich geworden, die Blase drückt andauernd, beim Treppensteigen muss ich alle paar Stufen eine Pause einlegen! Ich hätte nichts dagegen, wenn das Baby endlich bald kommt. Das Babyzimmer ist komplett fertig, das Bettchen wartet nur auf unsere kleine Süße. Die 35. Woche scheint mir allerdings etwas zu früh, aber ich weiß manchmal wirklich nicht, wie ich es noch FÜNF Wochen durchstehen soll! Ich kann kaum noch meine Schuhe zubinden, geschweige denn selbständig Socken anziehen. Ach, genug mit dem Gemecker, es nützt ja nichts. Ich brauche jetzt mal etwas Ablenkung. Ein paar gute Bücher aus der Bibliothek wären sicher nicht schlecht.“

Die Zeit des gesetzlichen Mutterschutzes vor der Geburt eignet sich sehr gut dazu, die anstehenden Formalitäten zu erledigen. Besorgen Sie sich die Formulare für Ihren Elterngeld- und Kindergeldantrag, eventuell gibt es in Ihrem Bundesland zusätzlich Landeserziehungsgeld. Wenn sich beim Bearbeiten irgendwelche Fragen ergeben, dann haben Sie jetzt noch genügend Zeit, um bei den zuständigen Stellen nachzufragen.

Jetzt ist Geduld gefragt!

Gegen Ende der Schwangerschaft mehren sich die körperlichen Beschwerden, ganz alltägliche Verrichtungen erfordern überproportionale Anstrengungen. Viele Schwangere schaffen es nun tatsächlich nicht mehr, sich selbst die Fußnägel zu schneiden oder sich die Schuhe zuzubinden. Auch Gegenstände von der Erde aufzuheben kostet erstaunlich viel Kraft, weil der große Bauch stets im Weg ist.

Zu all den körperlichen Einschränkungen kommt die viele ungewohnte Freizeit, die der gesetzliche Mutterschutz berufstätigen Frauen ermöglicht. Viele werdende Mütter verlieren ab der 35. SSW allmählich die Geduld, sie möchten das Baby endlich bekommen! Am besten hilft in diesem Fall Ablenkung: Hochschwangere sollten sich nun mit guten Büchern oder Filmen eindecken, öfter mal gemütlich Schwimmen oder Shoppen gehen und sich mit Freunden treffen.

Natürliche Geburtsvorbereitung ab der 35. SSW

Hebammen empfehlen ihren Schwangeren häufig, ungefähr ab der 35. SSW täglich zwei bis drei Tassen Himbeerblättertee zu trinken. Die Inhaltsstoffe dieses Tees lockern das Gewebe. Die Beckenbodenmuskulatur und der Muttermund sollen dadurch weicher werden und dem Baby bei der Geburt einen leichteren Durchtritt ermöglichen. Der Himbeerblättertee kann eventuell auch die Wehentätigkeit frühzeitig ankurbeln, sodass vor Einnahme eine gründliche Absprache mit der zuständigen Hebamme oder dem Frauenarzt erfolgen sollte.

Lockerungs- und Dehnübungen für den belasteten Rücken

Der Rücken hat in dieser Schwangerschaftsphase besonders zu leiden, einige Muskelübungen sorgen für Entlastung. Schwangere können zur Entspannung des Rückens zum Beispiel im Vierfüßerstand abwechselnd eine „Hängematte“ und einen „Katzenbuckel“ machen. Das tut vielen werdenden Müttern erstaunlich gut! Lockeres Beckenkreisen auf dem Gymnastikball besitzt ebenfalls eine angenehm entlastende Wirkung. Dieselbe Übung hilft auch in der Frühphase der Geburt dabei, das Baby sanft tiefer rutschen zu lassen.

Spätes Frühchen bei Geburt in der 35. Schwangerschaftswoche

Ein Baby, das in der 35. SSW zur Welt kommt, ist ein sogenanntes „spätes Frühchen“. Es wiegt etwa 2.500 g und misst vom Scheitel bis zur Ferse ungefähr 46 cm. Der kleine Mensch besitzt ein unabhängig arbeitendes Immunsystem, alle Organe sind voll entwickelt. Viele Probleme dürfte es also nicht mehr geben, wenn das Baby in dieser Schwangerschaftswoche einen Frühstart hinlegt.

Vielleicht muss das Kind nach der Entbindung noch für eine Weile im Wärmebettchen liegen, weil es die Körpertemperatur noch nicht vollständig regulieren kann. Einige späte Frühchen erhalten zumindest einen Teil ihrer Nahrung noch über eine Magensonde, weil sie etwas zu schwach zum Saugen sind. Medizinier werden die Geburt in der 35. SSW jedenfalls nicht mehr aufzuhalten versuchen.

Kindspech bildet sich im Darmin der 35 SSW

Im kindlichen Darm lagert sich ab dieser Schwangerschaftswoche das grünschwarze Kindspech ab, der erste Stuhlgang des Babys. Das Kind sondert diesen Darminhalt im Normalfall innerhalb der ersten 12 bis 48 Stunden nach der Geburt ab. Kindspech besteht aus Darmzellen, Schleim, Haaren und eingedickter Galle und ist relativ geruchslos.

Die Säuglingsschwestern werden sehr genau darauf achten, dass das Baby seinen Darm bald nach der Geburt entleert, um ernsthafte Darmstörungen auszuschließen. Wenn das Kind die erste Nahrung zu sich nimmt, wird der Darm erst richtig aktiv und produziert dann „echten“ Stuhlgang. So beschleunigt das erste Stillen oder Fläschchengeben auch die Abgabe des Kindspechs.

Schwangerschaftskalender: 35. SSW

Um die 35. Schwangerschaftswoche rutscht das Baby tiefer ins Becken und bringt sich in Startposition für die Geburt. Es wäre außerhalb des Mutterleibs nun lebensfähig. Die Schwangere bekommt nun Senkwehen zu spüren und sollte für alle Fälle schon die Kliniktasche packen.

Größe und Gewicht des Fötus in der 35. SSW

Das Baby hat nun eine durchschnittliche Größe von 46 Zentimetern erreicht. Mit einem Gewicht um die 2500 Gramm gilt als ausreichend entwickelt, um außerhalb des Bauches ohne fremde Hilfe überleben zu können. Der Körper des Babys ist so gut wie fertig entwickelt. Falls sich in diesen Tagen die Geburt ankündigt, werden die Ärzte den Prozess in der Regel nicht mehr aufhalten. Das Baby kommt dann als sogenanntes spätes Frühchen auf die Welt.

Senkwehen von echten Wehen unterscheiden

Das Absinken des Babys in den tieferen Beckenbereich wird von mehr oder weniger starken Senkwehen begleitet. Sie tauchen in unregelmäßigen Abständen auf , können nach einigen Stunden verschwinden, um am nächsten Tag erneut zu beginnen. Da Senkwehen mit einem starken Ziehen in Bauch und Rücken einhergehen können, sind vor allem Erstgebärende unsicher, ob es sich doch schon um Geburtswehen handelt.

Ein Vollbad bei bis zu 38 Grad bringt Klarheit: Sollte es sich um echte Wehen handeln, werden diese durch das Bad verstärkt. Dagegen lassen Senkwehen lassen durch die entspannende Wärme des Wassers. In jedem Fall sollte jemand während des Bades anwesend sein, um bei Kreislaufproblemen oder plötzlich zunehmenden Schmerzen helfen zu können.

Übrigens: Das persönliche Schmerzempfinden ist von Frau zu Frau unterschiedlich, und einige bemerken die Senkwehen überhaupt nicht. Auch das ist normal und kein Grund zur Beunruhigung.

Schmerzmittel bei der Geburt: Opiat oder PDA?

Da die Geburt näher rückt, sollten Sie sich ab der 35. Schwangerschaftswoche darüber Gedanken machen, ob Sie während der Geburt ein Schmerzmittelverabreicht bekommen möchten.

Möglich ist der Einsatz eines opiathaltigen Medikaments, das beruhigend und schmerzlindernd wirkt. Als Nebenwirkung kann es beim Baby jedoch zu Atemproblemen kommen, falls das Opiat bis zum ersten Atemzug noch nicht vollständig abgebaut ist.

Daher bevorzugen viele Schwangere die Periduralanästhesie, kurz PDA. Unter lokaler Betäubung wird ein schmaler Schlauch in das Gewebe im Bereich des Rückenmarks eingeführt, durch den über mehrere Stunden ein sehr wirksames Anästhetikum zur Betäubung des Beckenbereichs geleitet werden kann. Für das Baby ist die PDA in aller Regel ohne Nebenwirkungen. Bei der Mutter kann es jedoch zu einem Blutdruckabfall kommen, der mit einer stabilisierenden Infusion behandelt werden muss. Sehr selten kommt es in den Tagen nach der Geburt zu einer Infektion der Einstichstelle. Häufigere Nachwirkungen der PDA sind starke Kopfschmerzen sowie Probleme bei der Blasenentleerung.

Andere Schmerztherapien wie der Pudendusblock kommen kaum noch zum Einsatz. Da Schmerzen während der Geburt individuell sehr unterschiedlich empfunden werden, ist es ratsam, erst einmal abzuwarten, wie die Wehen verlaufen. Schmerzstillende Maßnahmen sind zu fast jedem Zeitpunkt der Eröffnungsphase möglich.

Das gehört in die Kliniktasche

In der 35. Schwangerschaftswoche wird es Zeit, sich für den Aufenthalt im Krankenhaus vorzubereiten und die Kliniktasche zu packen. Neben den gewohnten Produkten zur Körperpflege sollten Sie einige große Slips mitnehmen, die Sie nach Gebrauch wegwerfen können. Praktische Nachtwäsche, Hausschuhe sowie ein Jogginganzug haben sich ebenfalls bewährt. Für den kleinen Hunger zwischendurch eignen sich Müsliriegel, Traubenzucker oder Kekse. Darüber hinaus gehören Mutterpass, Krankenkassenkarte, Personalausweis sowie Heiratsurkunde mit Stammbuch oder bei unverheirateten Paaren die Geburtsurkunden beider Elternteile ins Gepäck.

  • Wie sie sich anfühlen und welche Unterschiede es gibt: Das sollten Schwangere über Wehen wissen
  • Countdown : Frauen in den letzten Wochen vor der Geburt
  • Angst vor der Geburt: Was gegen Geburtsschmerzen hilft
  • Geburtsschmerzen : PDA kann die Geburt um mehr als zwei Stunden verlängern
  • Reisegepäck für die Geburt: Das muss in die Kliniktasche

Packen Sie die Kliniktasche auch, wenn Sie mit einer Hausgeburt oder einer ambulanten Entbindung liebäugeln: Es ist besser, für alle Fälle gerüstet zu sein.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.