Baby 14 monate fieber

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Fieber bei Kindern

Bis 39 Grad Celsius handelt es sich um mäßiges Fieber, darüber spricht man von hohem Fieber. Nur in seltenen Fällen steigt Fieber über 41 Grad Celsius an.

Als Symptom verschiedener Krankheiten hat Fieber eine wichtige Funktion: Durch den Anstieg der Körpertemperatur schafft der Körper des Kindes ein ungünstiges „Klima“ für Viren. Fieber hilft also bei der Bekämpfung von Krankheiten.

Welche Ursachen hat Fieber bei Kindern?

Fieber ist bei Kindern keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom. Genau genommen ist Fieber eine Abwehrreaktion des Körpers. Entsprechend vielfältig sind die Ursachen. Die häufigste Ursache von Fieber bei Kindern sind Infektionskrankheiten, zum Beispiel Grippe oder Mandelentzündung. Man unterscheidet Fieber mit oder ohne Leitsymptome. Diese Kategorisierung spielt vor allem bei der Diagnose eine Rolle; Fieber mit zusätzlichen Leitsymptomen erleichtert die Bestimmung der Ursache erheblich.

Fieber bei Kindern ohne und mit weiteren Symptomen

Es kann vorkommen, dass Fieber bei Kindern das alleinige Symptom (Leitsymptom) für eine Krankheit ist. Dann spricht man von Fieber ohne lokalisierte Symptome. Meist zeigen sich neben Fieber aber noch weitere Symptome. Dann handelt es sich um Fieber mit assoziierten Leitsymptomen. Eine Reihe weiterer Beschwerden kommen je nach ursächlicher Erkrankung infrage:

  • Glieder-, Kopf- und Muskelschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Hautausschlag
  • Bauchschmerzen
  • Geschwollener Hals
  • Schluckbeschwerden
  • Husten
  • Magen-Darm-Störungen

Neben Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen können seltener noch andere Krankheiten, Störungen und Stoffe Fieber auslösen:

  • Tumorerkrankungen
  • Hitzschlag
  • Medikamente
  • Autoimmunerkrankungen (rheumatisches Fieber)
  • Immundefekte

Kinderkrankheiten und ihre typischen Beschwerden

Wie äußert sich Fieber bei Kindern?

Fieber bei Kindern äußert sich durch erhöhte Körpertemperatur. Die normale Körpertemperatur schwankt im Laufe des Tages: Morgens beträgt die normale Körpertemperatur durchschnittlich 37 Grad Celsius, bis zum Abend kann sie auf bis zu 37,8 Grad Celsius ansteigen. Der individuelle Wert kann davon aber auch leicht abweichen (ca. 36,5 – 37,5 Grad Celsius).

Im Durchschnitt spricht man bei Kindern von Fieber, wenn der Körper bei rektaler Messung eine höhere Temperatur als 38 Grad hat. Neben der Erhöhung der Körpertemperatur zeigen sich bei Kindern – abhängig von Ursache und Höhe des Fiebers – noch weitere Begleiterscheinungen:

  • Schlechtes Trinkverhalten
  • Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen
  • Warme und gerötete Haut von Kopf und Rumpf
  • Schüttelfrost
  • Schwitzen
  • In schweren Fällen Wahrnehmungsstörungen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Husten

Wie wird Fieber bei Kindern diagnostiziert?

Die Diagnose von Fieber bei Kindern erfolgt durch die Messung der Körpertemperatur. Dafür wird ein Fieberthermometer verwendet. Gemessen werden kann die Körpertemperatur im Mund (orale Messung) oder im After (rektale Messung). Man kann die Körpertemperatur auch über die Haut, vor allem in der Achselhöhle messen. Die Ergebnisse dieser Messung sind allerdings ungenauer als bei oraler oder rektaler Bestimmung der Körpertemperatur.

Muss man Fieber bei Kindern therapieren?

Fieber bei Kindern hat bei der Abwehr von Krankheiten eine entscheidende Funktion: Wenn sich Krankheitserreger im Blut befinden, reagiert das für die Steuerung der Körpertemperatur zuständige Zentrale Nervensystem (ZNS), indem es die Körpertemperatur ansteigen lässt. Damit sollen die Krankheitserreger bekämpft werden. Es ist also nicht zwingend notwendig, Fieber zu behandeln. Vielmehr ist es ratsam, den Körper zunächst bei der Abwehrreaktion zu unterstützen: Dazu gehören erhöhte Flüssigkeitszufuhr und körperliche Schonung (Bettruhe).

Hat das Kind Fieber über einen längeren Zeitraum an oder steigt es schnell, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann – wenn nötig – fiebersenkende Maßnahmen einleiten. In erster Linie geschieht das durch Medikamente. Zudem kann der Arzt die für das Fieber ursächliche Erkrankung bestimmen und das Kind entsprechend behandeln.

Hausmittel bei Fieber

Wadenwickel oder kalte Umschläge sind bewährte Hausmittel, mit denen sich das Fieber ebenfalls senken lässt. Zudem ist die zugeführte Kälte bei Fieber wohltuend. Insbesondere hohes Fieber über 40 Grad sollte begleitend mit diesen Mitteln behandelt werden. Andere alte Hausmittel wie das Abreiben der Fußsohlen mit einer rohen Kartoffel oder Heilpflanzentees (z.B. Lindenblütentee) können dem Kind bei Fieber zusätzlich verabreicht werden. Ein bewährtes Hausmittel gegen Fieber bei Kindern sind auch Essigsocken.

Wie verläuft Fieber bei Kindern?

Normalerweise klingt bei Kindern auch hohes Fieber nach der Behandlung der eigentlichen Erkrankung wieder ab. Bei hohem oder lang anhaltendem Fieber über 40 Grad ist es immer ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Kann man Fieber bei Kindern vorbeugen?

Da Fieber ein Symptom und kein eigenständiges Krankheitsbild bei Kindern ist, ist es nicht möglich, ihm gezielt vorzubeugen. Häufig wird Fieber von Infektionen verursacht. Ein starkes Immunsystem hilft bei der Abwehr von Infektionen, deshalb ist eine ausgewogene Ernährung und Bewegung im Freien immer sinnvoll.

Hohes Fieber bei Kindern und Babys: Was Eltern wissen müssen

Wenn das Fieber beim Kind oder Baby plötzlich steigt, steigt auch die Sorge vieler Eltern. Doch nicht immer steckt hinter hohem Fieber eine gefährliche Krankheit, oft verläuft es harmlos. Wie Sie Fieber senken können und wann Sie sofort zum Arzt müssen.

Erst wenn das Thermometer bei Kindern 38,5 Grad Celsius oder mehr anzeigt, spricht man von Fieber. Bild: iStock

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Von Sigrid Schulze

Vor einer Stunde stand die Anzeige des Fieberthermometers noch bei 38,5 Grad Celsius, jetzt zeigt sie schon 39,1 Grad Celsius Körpertemperatur an. Der Kopf des Kindes ist heiss, die Füsse kalt und Schüttelfrost lässt Ihr Kind oder Baby zittern. Mit ansteigendem Fieber wächst auch die Sorge der Eltern. Aber nicht immer steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter, die sofort von einem Arzt untersucht werden muss. Es gibt aber Ausnahmen. Beispielsweise, wenn zusätzliche Symptome zu beobachten sind, wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemnot oder Apathie. „Säuglinge unter 3 Monate mit Fieber ≥ 38°Celsius sollten unverzüglich einem Arzt vorgestellt werden“, erklärt das Kinderspital Zürich in seinem Fieber-Ratgeber.

Fieber ist ein Indikator

Fieber ist zwar keine Krankheit an sich, sie zeigt aber häufig eine an. Wie hoch das Fieber ist oder wie schnell es ansteigt, sagt dabei nichts darüber aus, wie schwer eine Krankheit ist. Die Ursache von hohem Fieber bei Babys und Kindern ist in der Regel eine Infektion. Meist ist diese viral verursacht, seltener bakteriell.

Durch das Fieber schützt sich der Körper gegen Krankheitserreger. Der Körper heizt auf, um Viren und Bakterien schlechtere Bedingungen für ihre Vermehrung zu bieten. Eine hohe Körpertemperatur sei deshalb zunächst ein „Zeichen der aktiven Immunabwehr des Körpers“, die sich wieder normalisiere, sobald die Infektion überstanden sei, erklärt das Kinderspital Zürich.

Ab wann spricht man von hohem Fieber?

Allgemein sprechen Ärzte bei Kindern ab 38,5°C von Fieber. Zwischen 37,5 und 38,5°C gilt die Körpertemperatur lediglich als erhöht. Erst wenn die Körpertemperatur 39°C überschreitet, spricht man von hohem, ab 40°C von sehr hohem Fieber. Ein Sonderfall ist eine erhöhte Körpertemperatur bei Säuglingen.

Fieber bei Säuglingen sollte immer ärztlich begleitet werden

Hohes Fieber beim Baby kann eine gefährliche Infektion anzeigen. Hat Ihr Baby mehr als 38°C Fieber und ist jünger als drei Monate? In diesem Fall sollten Sie direkt einen Arzt aufsuchen. Säuglinge verfügen oft noch nicht über ausreichend Abwehrmechanismen, um sich gegen Infektionen zu wehren. Sie brauchen ärztliche Unterstützung.

Wann Sie bei hohem Fieber zum Arzt müssen

Hohes Fieber ist erstmal kein Grund, ein Kind sofort ärztlich untersuchen zu lassen. Hohes Fieber kann zwar ein Kind schlapp, müde und empfindlich machen, doch es schadet in der Regel nicht – vorausgesetzt, das Kind trinkt genug.

Fieber kann auch nicht unbegrenzt steigen. „Im Gegensatz zu einer Überhitzung, die zum Beispiel durch heisse Umgebung entstehen kann, steigt das Fieber nie höher als auf einen Wert zwischen maximal 41 und 42 Grad“, erklärt Kinder- und Jugendarzt Dr. Elmar Veh aus Cham.

Meist sind es die Symptome der Infektion wie starker Durchfall, Erbrechen, Husten und Halsschmerzen, die einen Arztbesuch notwendig machen. Auch wenn hohes Fieber länger als einen Tag anhält, sollten Eltern das Kind ärztlich untersuchen lassen, um die Ursache des Temperaturanstiegs abzuklären.

In manchen Fällen von hohem Fieber ist es wichtig, dass Eltern ihr Kind sofort zum Arzt bringen. „Wenn das Bewusstsein verändert ist und das Kind nicht mehr so auf die Eltern reagiert wie sonst, bei roten und blauen Hautflecken, wenn das Kind berührungsempfindlich oder lichtscheu ist oder wenn das Kind einen Fieberkrampf hat, der länger als drei Minuten dauert“, sollten Eltern mit dem Kind umgehend einen Arzt aufsuchen, rät das Ostschweizer Kinderspital. In der Nacht sind Notfallambulanzen geöffnet; auch lässt sich der Rettungsdienst unter der Nummer 144 anrufen.

Treten folgende Symptome zum Fieber hinzu, suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf:

  • Das Kind ist weniger als drei Monate und hat eine Körpertemperatur von 38 Grad Celsius und höher
  • Das Kind hat Kopfschmerzen, einen steifen Nacken und ist lichtempfindlich
  • Das Kind zeigt einen Ausschlag am Körper mit roten Punkten oder Flecken
  • Das Kind erbricht sich wiederholt und will nichts trinken
  • Das Kind wird zunehmend teilnahmslos und passiv
  • Das Fieber sinkt nicht, obwohl das Kind regelmässig Paracetamol erhält
  • Das Kind hat Atemnot
  • Das Kind hat einen Fieberkrampf

Quelle: Notfall Elterninformation Fieber des Universitätsspitals Zürich

Wie Sie hohes Fieber senken und lindern können

1 Viel trinken

Hat ein Kind hohes Fieber, verbraucht es viel Flüssigkeit. Wichtig ist deshalb, dass Eltern dafür sorgen, dass das Kind jetzt viel Wasser trinkt. Alternativ können Sie auch Tee oder Saftschorle reichen. Bei Babys sollten Sie jetzt häufiger stillen oder den gewohnten Schoppen reichen. Auch Wasser oder Baby-Tee aus dem Fläschchen oder vom Löffel helfen, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Wenn das Kind gar nicht trinken will, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

2 Entkleiden

Weil Kinder mit Fieber oft eine Erkältung haben, neigen Eltern dazu, sie warm einzupacken. Das erhöht die Körpertemperatur aber zusätzlich. Bei Fieber aber sollte ein Kind nur leicht bekleidet und nur dünn zugedeckt werden, damit sich der Körper abkühlen kann. Auch Bäder können helfen. Starten Sie mit einem Bad in Körpertemperatur und giessen sie immer wieder etwas kaltes Wasser dazu, bis das Wasser etwa lauwarm ist.

3 Fieberzäpfchen und Fiebersäfte

Wirkt das Kind zufrieden (es spielt, ist fröhlich und hat Appetit), muss das Fieber nicht unbedingt mit Medikamenten gesenkt werden. Wenn Sie aber beobachten, dass das Kind in einem schlechten Allgemeinzustand ist (es ist müde, schlapp, empfindlich, antriebslos) können Sie mit Fieberzäpfchen das Fieber senken und die Symptome lindern.

Ein Zäpfchen senkt das Fieber etwa um ein halbes bis ein Grad und entlastet auf diese Weise den Kreislauf des Kindes. In der Regel empfehlen Kinderärzte, ein Fieberzäpfchen ab 39°C und maximal alle sechs Stunden pro Tag zu geben. Am Abend hilft ein Zäpfchen, gut ein- und weiterzuschlafen. Es vergehen allerdings 60 bis 90 Minuten, bis das Medikament seine maximale Wirkung erreicht hat. Fragen Sie Ihren Kinderarzt nach einem Fiebersaft, wenn sich Ihr Sohn oder Ihre Tochter gegen das Zäpfchen wehrt oder es Durchfall hat.

Als Medikament hat sich dabei vor allem Paracetamol bewährt, Ibuprofen sollte nur in Ausnahmefällen gegeben werden, da es den Magen belastet. Aspirin ist für Kinder nicht geeignet.

4 Wadenwickel

Hausmittel wie Wadenwickel helfen ebenso, das Fieber zu senken: Tauchen Sie einen Lappen in lauwarmes Wasser und wickeln diesen um die Wade des Kindes und erneuern Sie den Wickel nach etwa 20 Minuten, wenn sich dieser erwärmt hat.

So messen Sie Fieber richtig

Ohrthermometer wirken praktisch, bieten aber oft nur einen ersten Anhaltspunkt, da das Ohrenschmalz das Ergebnis verfälschen kann. Wer die Temperatur genau messen will, misst im Darmausgang bzw. After. Dies ist vor allem bei Babys unter 12 Monaten zu empfehlen. Eine flexible Spitze verhindert Verletzungen. Bestreichen Sie die Spitze des Thermometers mit Vaseline, damit sie leicht in den After hineinrutscht. Mit einer kleinen Geschichte können Sie das Warten auf das Signal des Thermometers besser überbrücken. Bei älteren Kindern lässt sich die Temperatur auch unter der Achsel oder im Mund messen. Die Spitze des Thermometers gehört dann unter die Zunge, der Mund wird geschlossen.

Fieber beim Baby: Das hilft dem kranken Kind

Kinder fiebern leicht. Oft ist das ganz harmlos, denn Fieber ist eine ganz natürliche Reaktion des Körpers auf das Eindringen von Bazillen. Durch den Temperaturanstieg wird die Immunabwehr aktiviert und der Körper im Kampf gegen die Eindringlinge unterstützt. Dennoch sollte man Fieber beim Baby ernst nehmen und genau im Auge behalten. Der kleine Körper trocknet sonst schnell aus, außerdem kann das Fieber schnell ansteigen.

Ab wann spricht man von Fieber bei einem Baby?

Erhöhte Temperatur oder doch schon Fieber? Viele Mütter sind sich da unsicher. Normal ist eine Körpertemperatur zwischen 36,5 und 37,5 Grad Celsius. Von erhöhter Temperatur sprechen Ärzte, wenn das Thermometer einen Wert zwischen 37,6 und 38,4 Grad anzeigt. Bei Kindern oder Erwachsenen spricht man von Fieber, ab einer Temperatur von 38,5 Grad.

Baby hat Temperatur: Wann sollte man zum Kinderarzt gehen?

​Bei Säuglingen liegt die Fiebergrenze etwas niedriger, und bei Babys unter 3 Monaten sollte schon bei 38 Grad, ein Arzt kontaktiert werden.
Etwas größere Babys Fiebern jedoch recht häufig, was es den Eltern häufig schwer macht zu entscheiden, ob nun der Arzt aufgesucht werden soll oder nicht. Hier ist der Allgemeinzustand entscheidend – ist dieser schlecht, so sollte definitiv ein Arzt aufgesucht werden.

Fieber beim Baby erkennen: Was sind die typischen Symptome?

Mamas merken oft sehr schnell, wenn etwas mit ihrem Kind nicht stimmt. Bei Fieber ist das Baby oft quengelig, unruhig und schläfrig. Viele Kinder haben keinen Hunger.

Dazu kommen ein paar typische äußerliche Fieber-Symptome:

  • Die Wangen des Kindes sind gerötet,
  • das Gesicht fühlt sich heiß an,
  • die Augen haben einen fiebrigen Glanz.

Kommen diese Merkmale zusammen, sollte unbedingt Fieber gemessen werden, um die genaue Temperatur zu kennen.

Fieber messen beim Baby

Fieber kann grundsätzlich im Po, im Gehörgang, im Mund oder (bei älteren Kindern) unter der Achsel gemessen werden. Beim Baby empfehlen Ärzte jedoch die rektale Methode (im Po), um möglichst genaue Messewerte zu erhalten. Dafür wird ein Thermometer mit etwas Vaseline eingestrichen und vorsichtig für einen Moment in den Po des Kindes gesteckt. Die Temperatur wird hier besonders genau angezeigt – das ist wichtig, wenn das Fieber bei einem Säugling oder Baby auftritt und schnell ansteigen kann.
Tipp: Digitale Fieberthermometer oder Infrarot-Thermometer sind besonders geeignet, da sie schon innerhalb kürzester Zeit das Messergebnis anzeigen.

Fieber beim Baby senken: Wann und wie?

Bei älteren Kindern und Erwachsenen muss erst Fieber ab 39 Grad gesenkt werden. Bei einem Baby, speziell bei Säuglingen, sollte Fieber sofort gesenkt und ein Arzt aufgesucht werden, wenn das Fieber bleibt.

Da hohes Fieber bei einem Baby zum Fieberkrampf führen kann, sollten ab einer Körpertemperatur von 38,5 Grad fiebersenkende Maßnahmen eingeleitet werden:

  • nasse Tücher auf die Stirn legen
  • feuchte Wadenwickel machen
  • die Unterarme des Babys mit einem nassen Waschlappen sanft abreiben
  • feuchte Pulswickel um die Handgelenke des Babys machen
  • fiebersenkende Medikamente wie Zäpfchen, Tropfen oder Saft geben

Manche Babys haben auch beim Zahnen eine leicht erhöhte Temperatur. Hier hilft ein kühler Beißring oder auch ein feuchtes Tuch auf der Stirn. Ihr habt den Verdacht, dass Babys „Fieber“ auf seine ersten Zähnchen zurückzuführen sein könnten? Dann entdeckt hier 7 Anzeichen, dass Babys (bald) zahnt, um eurer Sache sicher zu sein.

Fieber beim Baby: 5 Verhaltenstipps & Maßnahmen

1. Fieber macht ein Baby schlapp. Es sollte deswegen viel schlafen und ausreichend warm im Bett bleiben.
2. Auch wenn es weder Durst noch Hunger hat, sollte es regelmäßig trinken und essen. Insbesondere eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, da durch das Fieber der Körper des Babys schnell austrocknet. Jede halbe bis Stunde sollte dem Kind Wasser, Tee oder Saft zum Trinken angeboten werden.
3. Auch Hunger fehlt fiebernden Babys in der Regel. Man sollte die Kinder nicht zum Essen zwingen, aber trotzdem leicht verdauliche Speisen anbieten und sie ihnen schmackhaft machen.
4. Um die Temperatur des Kindes im Blick zu halten und gegebenenfalls nochmal den Kinderarzt aufzusuchen, solltet ihr mehrmals täglich Fieber messen.
5. In der Regel geht das Fieber nach ein paar Tagen von selbst wieder vorbei. Es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, wenn zusätzlich zum Fieber andere Symptome beim Baby auftreten wie Durchfall oder Ausschlag.

Weitere Informationen zum Thema Fieber findet ihr auf onmeda.de sowie auf dem Online-Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA).

4 Tipps, damit dein Baby endlich die Nacht durchschläft:

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Hausmittel gegen Fieber: Schnelle Hilfe für Kinder und Erwachsene

Fieber tritt gerade bei Kindern und Babys oft auf, bei Erwachsenen eher selten, meist im Zusammenhang mit einem grippalen Infekt. Bei Erwachsenen spricht man ab einer Körpertemperatur von mehr als 38 Grad Celsius von Fieber. Gesenkt werden sollte es jedoch erst ab 39 Grad und mehr, zum Beispiel mit einem Hausmittel gegen Fieber. Vorher solltet ihr nichts gegen die hohe Körpertemperatur unternehmen. Das Immunsystem wird durch das Fieber nämlich gepusht, was gut ist im Kampf gegen die Krankheitserreger.

Mit einem Baby unter sechs Monaten solltet ihr schon bei erhöhter Temperatur zum Arzt. Erwachsene müssen im Normalfall erst zum Arzt, wenn das Fieber sehr stark ansteigt, auf über 39,5 Grad Celsius. Ihr solltet sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Fieberkrämpfe auftreten, das Fieber nach mehreren Tagen nicht gesunken ist oder andere Beschwerden wie Ausschlag auftreten. Auch mit einem Fieber, das ohne Grund auftritt, solltet ihr besser zum Arzt gehen.

Hausmittel gegen Fieber für Erwachsene

Erwachsene erkranken meist nur als Folge von einer Erkältung, Grippe oder einer anderen Krankheit an Fieber. Da das Immunsystem durch das Fieber aktiviert wird, solltet ihr es nicht sofort senken. Ist es nach einem Tag nicht gesunken und weiterhin über 39 Grad Celsius, solltet ihr am besten Hausmittel gegen das Fieber probieren, damit wird es sanft gesenkt.

Die besten Hausmittel gegen Fieber: Wadenwickel

Eines der besten Hausmittel gegen Fieber sind Wadenwickel. Dafür taucht ihr ein sauberes Handtuch in eine Schüssel mit kühlem Wasser, wringt es etwas aus und legt es dann um die Waden. Mit einem trockenen Tuch abdecken und gut 45 Minuten trocknen lassen.
Vorsicht, verwendet kein eiskaltes Wasser, das belastet den Kreislauf zu stark. Oft ist das Fieber nach der ersten Anwendung schon ein bisschen gesunken. Allerdings: Wadenwickel haben nur Erfolg, wenn die Füße und Beine durch das Fieber warm sind. Ähnliches gilt für kalte Fußbäder, ebenfalls ein gutes Hausmittel gegen Fieber.

Wadenwickel mit Essigwasser
Statt Wasser könnt ihr eure Handtücher auch in Essigwasser tauchen und Essigwickel machen. Alternativ könnt ihr Socken ins Essigwasser tauchen, auswringen, anziehen und eine Wolldecke um die Füße wickeln. Die perfekte Mischung fürs Essigwasser sind vier Teile Wasser und ein Teil Apfelessig.

Hausmittel gegen Fieber: Lindenblütentee

Bei leichtem Fieber hilft Lindenblütentee auch sehr gut. Durch den Tee wird das Schwitzen angeregt und die Körpertemperatur sinkt. In der Apotheke und der Drogerie gibt es spezielle Teemischungen die bei Fieber helfen. Abgesehen von fiebersenkendem Tee, muss darauf geachtet werden, dass man ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Auch was die Ernährung angeht, ist eine leichte Kost, die den Körper nicht zusätzlich belastet am besten.

Hausmittel gegen Fieber für Kinder

Einen Großteil der Hausmittel gegen Fieber könnt ihr auch bei Kindern verwenden. Unproblematisch sind Wadenwickel und Fußbäder. Tee solltet ihr nur älteren Kindern geben, sprecht das am besten mit eurem Arzt ab. Sinkt das Fieber nicht, solltet ihr Fieberzäpfchen geben.

Ganz wichtig: Achtet darauf, dass das Kind viel trinkt, am besten Wasser und Kräuter- bzw. Früchtetees.

Hausmittel gegen Fieber für Babys

Babys haben oft Fieber, teils durch Infekte, aber auch beim Zahnen oder als Reaktion auf eine Impfung oder einen Wachstumsschub. Gerade bei Säuglingen solltet ihr schnell handeln und das Fieber rasch senken, sonst besteht die Gefahr eines Fieberkrampfes. Gute Hausmittel gegen das Fieber sind Wadenwickel. Ihr könnt die Kleinen auch mit einem Waschlappen abreiben oder einen Lappen um den Puls oder auf die Stirn legen. Sinkt das Fieber nicht, solltet ihr Fiebersaft oder -zäpfchen geben.

Noch mehr Infos: Fieber beim Baby: Das hilft dem kranken Kind

Weitere Informationen zum Thema Fieber, findet ihr auf onmeda.de

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Hausmittel gegen Fieber


Medizinische Qualitätssicherung am 29. März 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

An Fieber erkranken alle Menschen auf diesem Planeten früher oder später. Was dagegen getan werden kann und welche Hilfsmittel auch in den eigenen vier Wänden gefunden werden können, zeigt der folgende Ratgeber.

Was hilft gegen Fieber?

Die hohe Temperatur bei Fieber kann mit Wadenwickel bekämpft werden.

Fieber ist keine Krankheit an sich, sondern eine Abwehrreaktion des Körpers gegen vorliegende Infektionen. Hilfe durch Medikamente sollte daher nur in Erwägung gezogen werden, wenn die Körpertemperatur einen gewissen Grenzwert übersteigt (etwa 39° Celsius). Medikamente und Antibiotika helfen also durchaus, sie sind aber nur in schweren Fällen anzuraten.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, Bettruhe einzuhalten. Weiterhin sollte unbedingt darauf geachtet werden, viel zu trinken. Durch die erhöhte Temperatur neigen alle Personen dazu, durch Fieber stark zu schwitzen. Der hohe Flüssigkeitsverlust erschwert es dem Körper, gegen die vorliegende Infektion vorzugehen. Mineralwasser, Säfte oder Tee sind dafür besonders gut geeignet.

Erwachsene Personen sollten mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, mehr ist aber ebenfalls empfehlenswert. Tee hat außerdem den Vorteil, in gewissen Sorten entzündungshemmend zu wirken. Liegen Entzündungen jeglicher Art im Körper vor – was natürlich nicht mit Sicherheit gesagt werden kann –, helfen viele Tees dabei, diese zu hemmen.

Hinsichtlich der Ernährung ist es übrigens nicht verkehrt, einfach generell wenig zu essen. Dem Körper mangelt es während dieser Zeit nicht an Nährstoffen, sondern an Flüssigkeit. Nahrung ist daher insbesondere in Form von leichten Mahlzeiten oder Früchten zu empfehlen, welche ebenfalls satt machen und gleichzeitig dafür sorgen, dass dem Körper diverse Vitamine zugeführt werden.

All diese Tipps treffen natürlich auch auf Kinder zu, wenngleich auch in geringeren Dosen. Sie müssen also nicht ganz so viel trinken, weniger essen und können beispielsweise Himbeertee anstatt bitterem Lindentee trinken.

Schnelle Hilfe

Wer akut an Fieber erkrankt, kann versuchen, die Temperatur mit einigen Hausmitteln zu bekämpfen. Dazu zählen etwa kalte Waschlappen auf der Stirn, welche gegen die häufig auftretenden Kopfschmerzen besonders effektiv sind. Wadenwickel, welche ebenfalls aus nassen Handtüchern bestehen, die um die Waden gewickelt werden, erzielen denselben Effekt. Zu achten ist hier auf eine störungsfreie Blutzirkulation, um die kühlende Wirkung in den gesamten Körper dringen zu lassen.

Diese Wadenwickel werden wieder entfernt, sobald die kühlende Wirkung nachlässt oder die Handtücher ganz einfach trocken sind. Ab einer gewissen Temperatur – 38° Celsius gelten als Grenzwert – können die Wickel wieder abgesetzt werden, da sie dann keinen weiteren Effekt auf das Fieber haben. Alternativ kann auch ein warmes Bad genommen werden, welches sich ungefähr auf Körpertemperatur befindet. Anschließend wird kaltes Wasser hinzugegeben, um die Körpertemperatur langsam sinken zu lassen. Danach ist, wie immer, Bettruhe oberste Priorität, um das Fieber schnell abklingen zu lassen.

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Eine heilsame Wirkung wird beispielsweise Hühnerbrühe nachgesagt, da deren Inhaltsstoffe ebenfalls entzündungshemmend wirken und daher dem Körper beim Kampf gegen Infektionen unterstützen.

Leichte Kost kann den Genesungsvorgang ebenfalls beschleunigen, da Magen- und Darmtrakt dadurch nicht zusätzliche Arbeit zu verrichten haben. Zu den Mahlzeiten können dann beispielsweise Reis, Quark oder auch bestimmte Obstsorten gehören. Fleisch oder Nudeln beispielsweise sollten vermieden werden. Suppen jeglicher Art sind hingegen die richtige Wahl.

Auch die Pflanzenwelt bietet diverse Heilmittel an, welche bei Bedarf ausprobiert werden können. Dazu zählen etwa Holunderblüten, welche für Tees genutzt werden können. Das Chinesische Hasenohr gilt ebenfalls weithin als Pflanze, die gegen Fieber einen gewissen Wirkungsgrad erzielen kann. Sie wird ebenfalls als Tee genutzt und besitzt leider einen sehr bitteren Geschmack. Dafür wirkt sie jedoch kühlend auf den gesamten Organismus.

Abschließend können sogenannte Essigstrümpfe ausprobiert werden: Dazu wird Wasser mit ein wenig Apfelessig vermengt. Baumwollstrümpfe saugen sich anschließend mit dieser Mischung voll, welche danach angezogen werden. Während sich dies natürlich nicht besonders schön anfühlt, sollte eine fiebersenkende Wirkung bereits nach etwa einer Stunde bei erwachsenen Personen auftreten. Bettruhe ist während dieser Zeit jedoch absolute Pflicht.

Kühlen Kopf bewahren

Fieber: Richtig reagieren bei erhöhten Temperaturen

Wenn die Körpertemperatur auf über 39 Grad Celsius gestiegen ist, können einige Hausmittel das Fieber senken.

  • Viel Trinken: Die erhöhte Temperatur führt zu warmer Haut und erhöhtem Schwitzen. Deshalb sollten Betroffene ihren Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgen. Am besten trinkt ihr viel Wasser, ungesüßte Tees und frischgepresste Säfte, um eurem Körper zusätzlich Vitamine zu verabreichen.
  • Bettruhe: Wer sich am Anfang einer Fieberphase nicht ausreichend schont, verlängert damit die Krankheitsdauer. Bleibt deshalb bei ersten Anzeichen im Bett liegen und gönnt eurem Körper Ruhe.
  • Waschlappen: Eine Begleiterscheinung von Fieber ist häufig ein schwerer Kopf. Hilfreich bei Kopfschmerzen ist ein kühler Waschlappen auf der Stirn.
  • Sorgsame Ernährung: Auch wenn das Hungergefühl bei Fieber oft nachlässt, solltet ihr darauf achten, etwas zu euch zu nehmen. Am besten geeignet ist leichtes und proteinreiches Essen, wie eine Hühnersuppe oder Reis mit Gemüse.
  • Kleine Wundermittel: Himbeeren, Preiselbeeren und Ingwer haben eine fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung. Entweder könnt ihr die Beeren und Knollen frisch essen oder als Tee zubereiten.
  • Kalte Wadenwickel: Das klassische Hausmittel. Für diese Methode wickelt ihr ein feuchtes, aber nicht nasses, dünnes Baumwolltuch um eure Waden und schlagt ein weiteres Handtuch darum. Achtet darauf, dass der restliche Körper warm gehalten wird und keine Zugluft herrscht. Die Wadenwickel können mehrfach wiederholt werden, sobald das Tuch die eigene Körpertemperatur angenommen hat, ihr solltet die Wickel aber nicht länger als eine halbe Stunde am Stück verwenden. Außerdem sollten Wadenwickel nur angewandt werden, wenn die Beine vor der Behandlung warm sind.
  • Essigstrümpfe: Der kleine Bruder der Wadenwickel. Hierfür wird ein Teil Apfelessig mit fünf Teilen Wasser vermengt. In diese Flüssigkeit werden ein Paar Baumwollstrümpfe getaucht, im Anschluss ausgewrungen und bis möglichst über die Waden angezogen. Der Patient sollte gut zugedeckt ruhen und nach der Behandlung die Füße sorgfältig trocknen.
  • Waschungen: Um die Temperatur langsam zu senken und Schweißrückstände zu entfernen, bietet sich das Hausmittel der Waschung an. Hierzu nehmt ihr einen feuchten Waschlappen, der maximal zehn Grad kühler als die Körpertemperatur ist, und reibt euch von oben nach unten damit ab. Im Anschluss ist es wichtig, sich direkt zuzudecken und dem Körper eine halbe Stunde Ruhe zu geben. Die Waschung kann variiert werden, indem ein paar Tropfen Pfefferminzöl der Flüssigkeit beigemengt werden. Dies hat einen zusätzlich kühlenden Effekt und senkt ebenso das Fieber.
  • Vollbad: Füllt die Badewanne mit warmen Wasser, welches eurer Körpertemperatur entspricht. Nach dem Reinlegen wird das Wasser nach und nach mit kühlem Wasser gefüllt, so dass nach 10-15 Minuten die Temperatur bei ca. 25 Grad Celsius liegt. Nachdem ihr euch ordentlich abgetrocknet habt, ist Bettruhe wichtig. Wer für ein Vollbad zu schwach ist, kann auch ein Fußbad vornehmen.
  • Heilpflanzen und Tees: Lindenblüten- sowie Holunderblütentee, Gardenienbaum, Hagebutte und Kamille wirken schweißtreibend und fiebersenkend. Die Tees aus dem Supermarkt haben allerdings nur eine geringe Wirkung. Trinkt lieber medizinische Tees aus der Apotheke oder dem Reformhaus.

Haus­mittel bei Fieber

Der Körper im Normalzustand versucht, eine Temperatur von durchschnittlich 37 Grad Celsius zu halten. Erhöht sich dieser Wert auf über 38 Grad Celsius, spricht man von Fieber.
Bei fiebernden Kindern sollten Eltern darauf achten, dass diese sich nicht in einer zu warmen Umgebung aufhalten. Denn besonders bei einem raschen Temperaturanstieg zu Beginn der Erkrankung kann es zu einem Fieberkrampf kommen. Daher die Kleinen nicht zu dick anziehen und in einem gut beheizten Raum nur mit einer leichten Decke gesund werden lassen.

Ganz wichtig: Regelmäßig und für fünf Minuten durchlüften – das Kind sollte sich in dieser Zeit in einem anderen Raum aufhalten.

Bei Fieber braucht der Körper mehr Flüssigkeit, daher dem Kranken ausreichend Getränke anbieten. Geeignet sind zum Beispiel Wasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen.

Steigt das Fieber über 39,5 Grad Celsius, treten Fieberkrämpfe auf oder dauert das Fieber länger als drei Tage, ist ein Kinderarzt um Rat zu fragen. Fieber – egal welcher Höhe – ist ein Grund für den Arztbesuch, wenn Säuglinge (Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensmonat) und Kleinkinder (vom Beginn des zweiten bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres) fiebern. Auch in den Fällen, bei denen das Fieber scheinbar grundlos auftritt, ist ein Arztbesuch nötig. Das gilt ebenso für Fieber nach Medikamenteneinnahme oder wenn es von einem Hautausschlag begleitet wird.

Wadenwickel

Wadenwickel eignen sich besonders gut zur Fiebersenkung, sind aber nur anzulegen, wenn die Beine und Füße des Kindes warm sind. Dabei werden die Waden des Patienten mit feuchten, kühlen Tüchern umwickelt; wasserdichte Unterlage nicht vergessen, so durchnässt das Bett nicht. Die Beine nicht zudecken, da so die Wärme besser entweichen kann. Die Tücher dürfen nicht zu kalt sein und nicht länger als zehn bis 15 Minuten aufliegen! Bei kalten Beinen sind Wadenwickel allerdings tabu!
Für Wickel nach Pfarrer Kneipp tränkt man die Tücher auch noch mit Essig – das kühlt zusätzlich.

Bei kleinen Kindern kann auch der Wadenteil von Strümpfen angefeuchtet und dann die Strümpfe angezogen werden. Wichtig ist, dass das Fußteil des Strumpfes nicht nass ist.

Wenn sich der Wickel erwärmt hat, kann er bei Bedarf erneuert werden.
Bevor die Wadenwickel allerdings gewechselt werden, empfiehlt es sich, zu fühlen, ob die Waden und/oder Füße inzwischen kühl geworden sind. In diesem Fall sollte mit dem nächsten Wickel gewartet werden, bis die Beine wieder entsprechend warm sind.

Fieber senken: Hausmittel gegen erhöhte Temperatur

Bei Fieber musst du nicht gleich zu starken Medikamenten greifen. Es gibt viele Hausmittel, die ganz natürlich helfen und das Fieber senken. Wir zeigen dir, auf welche Mittel du zurückgreifen kannst.

Wann Fieber mit Hausmitteln senken?

Fieber ist eine natürliche Reaktion unseres Immunsystems und häufig eine Begleiterscheinung von Erkrankungen wie Grippe oder Erkältung. Bei Kindern spricht man bei einer Temperatur ab 38,5°C von Fieber, bei Erwachsenen ab 38°C.

Neben erhöhter Temperatur kannst du bei Fieber auch unter folgenden Symptomen leiden:

  • Schüttelfrost,
  • Schweißausbrüche,
  • belegte Zunge,
  • Appetitlosigkeit.

Bei leichtem Fieber kannst du zu verschiedenen Hausmitteln greifen. Ist das Fieber aber sehr stark und sinkt auch nach mehreren Tagen nicht, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Fieber senken mit Wadenwickeln

Hausmittel bei Fieber – welche helfen wirklich?
(Foto: CC0 / / silviarita)

Ein effektives und altbekanntes Hausmittel sind Wadenwickel:

  • Dafür tränkst du Handtücher in kaltes Wasser und wringst sie gut aus. Sie dürfen nicht tropfen!
  • Wickel dann beide Waden mit den Handtüchern ein und decke diese mit je einem weiteren Handtuch ab.
  • Wiederhole den Vorgang dreimal, sobald die Wickel nicht mehr angenehm kalt sind.

Die Verdunstungskälte der nassen Wickel entzieht dem Körper Wärme und senkt so das Fieber um ein halbes bis ein Grad.

Aber Vorsicht: Bei Schüttelfrost solltest du keine Wadenwickel anwenden. Auch wenn du kalte Hände oder Füße hast, solltest du keine Wadenwickel einsetzen.

Absteigendes Vollbad gegen Fieber

Vor dem Bad die Wärmeflasche ins Bett legen.
(Foto: CC0 / / Alterkoralle)

Sollten die Wadenwickel keine Wirkung zeigen, kannst du mit einem absteigenden Vollbad gegen das Fieber vorgehen:

  1. Wärme vorab das Bett mit einer Wärmflasche auf.
  2. Lasse dann warmes Wasser in die Badewanne ein. Die Wassertemperatur sollte dabei immer etwa ein Grad unter der Temperatur des Fieberkranken liegen.
  3. Wenn du im Wasser bist, lasse nach und nach kaltes Wasser ein.
  4. Innerhalb von 10 bis 15 Minuten sollte die Wassertemperatur dann nur noch ungefähr 25° C betragen.
  5. Nach 15 Minuten verlässt du die Badewanne, trocknest dich gründlich ab und legst und dich sofort ins vorgewärmte Bett.

Apfelessig bei Fieber trinken

Apfelessig eignet sich für die innere und äußere Anwendung bei erhöhter Temperatur. Die Säure regt die Hitzeabgabe über die Haut an. Noch dazu enthält der Essig wichtige Mineralien, die vor allem für einen geschwächten Körper gut sind.

  • Äußerliche Anwendung: Gib einen halben Liter Apfelessig in lauwarmes Badewasser. Alternativ kannst du auch Umschläge mit Wasser und Essig (Mischverhältnis 2:1) befeuchten und diese auf Stirn, Bauch und Füße legen.
  • Innere Anwendung: Gib zwei Esslöffel Apfelessig und etwas Honig in ein Glas Wasser und trinke diese Mischung dreimal täglich.

Mit Ingwer das Fieber senken

Ingwer wirkt gegen Fieber.
(Foto: CCO//gate74)

In Ingwer sind viele Stoffe enthalten die die Durchblutung und Schweißbildung anregen. Das ist gut, um die Temperatur zu senken. Noch dazu wirkt Ingwer gegen Krankheitserreger. Die Wunderknolle kannst du klein gehackt in Suppen oder in heißes Wasser als Tee geben.

Ingwertee lässt sich leicht selber machen. Seine positive Wirkung bei Erkältungen, Reiseübelkeit, Migräne und Verdauungsproblemen macht Ingwer zu einem vielseitigen…

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Fieber-Wickel aus rohen Kartoffelscheiben

Für dieses ungewöhnliche Hausmittel gegen Fieber reibst du rohe Kartoffeln in dünne Scheiben und schlägst die feinen Scheibchen in ein altes Geschirrtuch ein. Den Umschlag legst du entweder auf Brust oder Stirn. Auch das hat einen kühlenden Effekt bei Fieber. Sobald die Masse zu trocknen beginnt, kannst du den Wickel ablegen.

Verschiedene Teesorten können Fieber senken

Bei Fieber ist viel trinken wichtig – am besten Wasser oder Tee.
(Foto: CCO//myriams-fotos)

Wer unter Fieber leidet, muss viel trinken. Neben Wasser eignet sich Tee am besten. Zwar gibt es in Supermärkten und Drogerien viele Fieber- und Erkältungstees, du kannst dir aber auch mit folgender Rezeptur einen fiebersenkenden Tee selbst zusammenstellen oder in der Apotheke mischen lassen:

  • 30 Gramm Lindenblüten
  • 30 Gramm Holunderblüten
  • 20 Gramm Hagebuttenschale

Gieße einen kleinen Teil der Mischung mit heißem Wasser auf und lasse ihn fünf bis zehn Minuten ziehen.

Knoblauch hilft bei Fieber

Knoblauch hilft gut gegen Fieber – ob man den Geschmack nun mag oder nicht. Denn Knoblauch gilt als natürliches Antibiotikum, kämpft gegen Bakterien und unterstützt so den Kampf des Körpers gegen das Fieber. Knoblauch kannst du entweder pur essen oder in Speisen einfach dazu geben.

Knoblauch pflanzen ist gar nicht schwer – auch wenn er bei uns nicht heimisch ist. Wenn du ein paar einfache…

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Honig senkt das Fieber

Honig unterstützt die körpereigene Abwehr
(Foto: CCO//stevepb)

Schon seit jeher wird Honig als Hausmittel bei Erkrankungen sehr geschätzt. Er gilt wie Knoblauch als natürliches Antibiotikum. Noch dazu hat Honig eine antioxidative Wirkung und geht so gegen freie Radikale im Körper vor. Honig unterstützt daher nicht nur bei Fieber die körpereigene Abwehr.

Egal ob als Brotaufstrich oder zum Süßen von Tee – Honig hat bei Fieber noch einen weiteren positiven Effekt: Der enthaltende Zucker gibt dem geschwächten Körper neue Energie.

Bei hohem Fieber unbedingt zum Arzt gehen

Sollte trotz der Hausmittel das Fieber nicht besser werden, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen! Vor allem wenn…

  • …die Temperatur seit zwei Tagen gleich hoch ist.
  • …andere Symptome wie Durchfall, starke Schmerzen oder Erbrechen auftreten.
  • …Kinder oder Senioren betroffen sind oder eine Schwangerschaft vorliegt.

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Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

Unsere eigene Körpertemperatur schwankt bekannterweise bereits im Laufe eines einzigen Tages aufgrund unterschiedlicher Stoffwechselaktivitäten unseres Körpers. Wann aber ist die erhöhte Temperatur ein Grund zur Besorgnis? Und mit welchen Hausmittel kann gegebenenfalls gegen das Fieber vorgegangen werden?

Steigt das Fieber höher als 39 Grad Celsius bei Erwachsenen (39,5 Grad bei Kindern – Ausnahme: Kinder mit Neigung zu Fieberkrämpfen) oder treten starke Beschwerden auf, so sollte das Fieber gesenkt werden. Hierzu gibt es zahlreiche Hausmittel die meist relativ problemlos zu Hause anwendbar sind. Häufig bieten diese eine sinnvolle Alternative zu Medikamenten, indem die körpereigenen Abwehrkräfte genutzt werden. Im Folgenden werden wir Ihnen bewährte Hausmittel gegen Fieber vorstellen. Sollte das Fieber dennoch nach einem Tag nicht sinken oder sogar noch weiter ansteigen, so ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen. Bei steigendem Fieber nach Operationen muss unmittelbar ein Arzt konsultiert werden, hier könnte eine gefährliche Infektion Grund für die erhöhte Temperatur sein.

Inhaltsverzeichnis

Ab welcher Körpertemperatur ist zu reagieren?

Natürliche Hausmittel können gegen Fieber helfen, wenn eine Temperaturabsenkung gewünscht ist. Ab einer Körpertemperatur von 38°C zeigt das Thermometer Fieber an – eine so genannte „Allgemeinreaktion“ des Körpers, die vielfältige Ursachen wie zum Beispiel Infektionskrankheiten oder Autoimmunerkrankungen haben kann. Auch wenn Fieber in einigen Fällen (zum Beispiel bei Babys und älteren Menschen) durchaus gefährlich werden kann, ist es im Grunde eine sinnvolle Reaktion des Körpers. Eine höhere Temperaturen hilft unserem Körper, unerwünschte Krankheitserreger abzutöten bzw. eine Vermehrung dieser Keime zu vermeiden. Eine mäßig erhöhte Temperatur ist deswegen noch kein Grund zur Sorge. Bleibt die erhöhte Temperatur unter 39°C, sollte eine Abwägung erfolgen. Muss das Fieber bereits gemindert werden? Oder reicht es zunächst aus, unserem Körper viel Ruhe, Schlaf und Flüssigkeit zu gönnen und ihm damit die Chance auf Selbstheilung zu bieten?

Ab einer Körpertemperatur von 38 Grad wird diese als Fieber bezeichnet. (Bild: Igos/fotolia.com)

Bei Babys und Kindern sollten wir den Körper unmittelbar darin unterstützen, die Körpertemperatur wieder auf ein normales Maß zu bringen. Auch Menschen, die bereits durch vorhergehende Infektionen oder Krankheiten geschwächt sind, benötigen direkte Unterstützung zur Absenkung der erhöhten Temperatur.

Bei einem ansonsten gesunden Menschen kann Fieber auch eine erwünschte Immunreaktion des Körpers sein. Durch das Fieber werden Stoffwechselvorgänge beschleunigt und die Durchblutung wird erhöht, das hat eine hemmende Wirkung auf die Vermehrungsrate von Bakterien und Viren.

Ernährung bei Fieber

Häufig haben Personen mit Fieber gar keinen Appetit – daher sollten sie nicht zum Essen gezwungen werden. Über einen überschaubaren Zeitraum nichts oder nur wenig zu essen, schadet dem Körper bei Fieber keineswegs. Wer doch etwas essen möchte, der sollte zu leichten und eiweißreichen Nahrungsmitteln greifen wie zum Beispiel Hühner- oder Gemüsebrühe, gekochtem Hühnchen, gedünstetem Gemüse oder Salat. Auch frische Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen und Grapefruits sind bei Fieber sinnvoll. Das darin enthaltende Vitamin C wird vom Körper benötigt, um die dem Fieber zu Grunde liegende Infektion zu bekämpfen.

Bei Fieber muss grundsätzlich darauf geachtet werden, so viel wie möglich zu trinken. Unser Körper hat durch übermäßiges Schwitzen einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit, zudem entzieht Schwitzen dem Körper Mineralstoffe. Die Mineralstoffe müssen dem Körper dringend wieder zugeführt werden. Ein fiebriger Magen-Darm-Infekt mit Durchfall ist besonders für sehr junge oder geschwächte Menschen gefährlich. Durch Dehydration fehlt dem Organismus Flüssigkeit, die er zur körperlichen Regeneration dringend benötigt. Ein Teil der Hausmittel gegen die Magen-Darm-Grippe wie beispielsweise Heilerde sind ebenso bei Fieber empfehlenswert

Erhöhter Flüssigkeitsbedarf

Aufgrund der möglichen Austrocknung sollten täglich mindestens zwei Liter getrunken werden, besonders gut geeignet sind dabei stilles Mineralwasser und Tee. Ebenso eignen sich frische Fruchtsäfte – beispielsweise aus Orangen und Bananen – die mit Wasser gemischt werden. Kräutertees lassen sich recht schnell und unkompliziert in den unterschiedlichsten Varianten herstellen – eines der bewährten Hausmittel ist der Fliederblütentee. Für diesen reichen 50 Gramm Blüten, auf die 1 Liter kochendes Wasser gegossen wird. Nach etwa fünf Minuten werden die Blüten abgeseiht. Der fertige Tee sollte dann mehrmals über den Tag verteilt getrunken werden, um eine konstante Wirkung auf den fiebernden Körper zu entfalten.

Schwarzer Holundertee wirkt schleimlösend, schweißtreibend und entzündungshemmend – außerdem kann er gegen Fieber eingesetzt werden. (Bild: PhotoSG/fotolia.com)

Eine ebenso positive Wirkung bei Fieber hat Schwarzer Holundertee, der auf die gleiche Weise zubereitet wird. Weiterhin helfen Bitterklee, Stiefmütterchen und Weidenrinde, die in gleichen Anteilen miteinander vermengt werden. Davon einen Esslöffel der Mischung pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und fertig ist der fiebersenkende Tee. Kann der Patient über einen längeren Zeitraum als einen halben Tag aufgrund von Erbrechen oder Durchfall kaum Flüssigkeit im Körper behalten, so ist ein Besuch beim Arzt angeraten.

Ebenfalls sehr effektiv – wenn auch kein Tee – ist frischer Himbeersaft, der unter anderem durch seine zahlreichen Vitamine das Immunsystem stärkt und für seine schweißtreibenden Eigenschaften bekannt ist. Darüber hinaus gilt Gerstenwasser mit Honig als altes Fiebermittel. Hierfür werden 50 Gramm Gerste mit zwei Litern Wasser so lange aufgekocht, bis sich die Wassermenge auf einen halben Liter reduziert hat. Im nächsten Schritt kommen zwei Esslöffel Honig dazu, dann das Ganze abkühlen lassen, etwas Zitronensaft dazugeben und über den Tag verteilt schluckweise trinken.

Gerade bei fiebernden Kindern sollte besonders stark darauf geachtet werden, dass diese ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Hier empfiehlt sich neben Wasser und (verdünnten) frischen Fruchtsäften insbesondere Tee in den verschiedensten Varianten. Beispielsweise ein Tee aus Lindenblüten, dem eine schweißtreibende, fiebersenkende und beruhigende Wirkung nachgesagt wird und der daher eine gute Linderung verspricht. Für eine Tasse Tee wird ein Teelöffel Lindenblüten mit kochendem Wasser übergossen und mindestens fünf Minuten ziehen gelassen. Im Anschluss die Blüten entnehmen bzw. absieben, je nach Geschmack mit Honig süßen und lauwarm trinken.

Die richtige Temperaturmessung

Bekanntermaßen können wir unsere Körpertemperatur an unterschiedlichen Stellen messen. Bei der rektalen Messung (im Po) ist der erhaltene Wert sehr nah an unserer tatsächlichen Körpertemperatur. Wird die Temperatur im Mund genommen, so ist der erhaltene Wert niedriger als die wahre Körpertemperatur. Eine Messung über ein Infrarotgerät im Ohrgang ist eine weitere Variante. Hierbei ist die richtige Handhabung des Gerätes entscheidend. Bei falscher Bedienung treten mit solch einem Gerät schnell Messfehler auf. Dementsprechend empfiehlt sich die rektale Messung aufgrund ihrer Genauigkeit. Dies gilt insbesondere bei Kindern. Alle anderen Patienten können durch eine orale Temperaturmessung optimal versorgt werden.

Zu beachten: Bei der Messung im Mund addieren wir auf den erhaltenen Wert noch 0,4°C um die tatsächliche Temperatur zu erhalten. Wichtig ist nun, die Art und Weise der Temperaturerhebung während einer Krankheitsphase durchgehend beizubehalten. Nur so können wir nachvollziehbar Tendenzen in der Temperaturentwicklung überblicken. Steigt das Fieber noch oder fällt es schon wieder?

Kalte Wadenwickel helfen das Fieber zu senken. (Bild: photophonie/fotolia.com)

Kalte Wadenwickel

Wickel und Umschläge haben eine lange Tradition in der Naturheilkunde und sind ein wirksames Naturheilverfahren, das normalerweise weder Nebenwirkungen noch sonstige negativen Auswirkungen hat. Wie bei allen fiebersenkenden Maßnahmen sollte sich aber auch hier im Vorhinein gefragt werden, ob eine Eindämmung des Fiebers zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll erscheint. Meist wird empfohlen, erst ab 39°C (mit Ausnahme von Kindern, die zu Fieberkrämpfen neigen) tätig zu werden.

Wichtig ist bei jeder Art von Kaltwasseranwendung, dass Körper und Füße warm sind und eine Raumtemperatur von mindestens 22°C herrscht. Zugluft muss vermieden werden und wir müssen darauf achten, dass die Wickel dicht am Körper anliegen. Das Wasser sollte zudem nicht zu kalt sein, sondern nur ein bis fünf Grad kälter als die Körper-Temperatur des Patienten. In das Wasser werden nun Baumwolltücher (zum Beispiel Küchenhandtücher) getaucht, die dann leicht ausgewrungen und locker um die Wade der Fiebernden gewickelt werden – so lange, bis sich die Tücher erwärmen. Diese werden dann entfernt und die Prozedur wird nach Bedarf bis zu vier Mal wiederholt. Dabei sollten die kalten Wickel jedoch insgesamt nicht länger als 30 Minuten am Stück aufliegen, anschließend sollte dem Körper erst einmal Ruhe gegönnt werden.

Eine Alternative zu den kalten Wadenwickeln sind die so genannten „Nassen Strümpfe“: Hierzu werden Baumwollstrümpfe in kaltes Wasser gelegt, ausgewrungen und dann angezogen. Über diese nassen Socken werden anschließend trockene Wollstrümpfe gezogen. Sobald sich die nassen Strümpfe erwärmt haben, können diese erneuert werden – auch dieser Vorgang kann einige Male wiederholt werden, bis sich das Fieber gesenkt hat. Wichtig ist hierbei, dass den Patienten nicht zu kalt werden darf.

Essigstrümpfe

Eine weitere Alternative zu den Wadenwickeln und ein ebenfalls alt bewährtes Hausmittel ist der so genannte „Essigstrumpf“. Hierfür werden fünf Teile handwarmes Wasser und ein Teil Apfelessig miteinander vermengt. In diese Essig-Tinktur werden dann zwei Baumwollstrümpfe getaucht, bis diese sich vollgesogen haben. Diese Socken werden nun ausgewrungen und angezogen, möglichst bis über die Waden. Anschließend trockene Socken darüber ziehen und die Patienten gut zugedeckt ruhen lassen. Nach 45 bis 60 Minuten (bei Kindern ca. 20 Minuten) können die Strümpfe wieder ausgezogen und die Füße und Waden gut abgerubbelt werden. Falls das Fieber nicht gesunken ist, kann die Anwendung noch ein weiteres Mal wiederholt werden – allerdings erst, wenn Beine und Füße wieder warm sind.

Warme Füße sind ein Muss, wenn Sie sich bereits kränklich fühlen. Denn kaltnasse Füsse kühlen das zirkulierende Blut herunter und unsere Abwehrkräfte arbeiten schlechter. (Bild: terovesalainen/fotolia.com)

Waschungen

Gerade bei kleinen Kindern eignet sich eine Waschung gut, um hohes Fieber zu senken. Hierfür wird der Körper des Kindes mit einem Waschlappen und lauwarmen Wasser abgerieben, wobei sich die genaue Temperatur nach dem Wohlfühlgrad des Kindes richtet und etwa ein bis zehn Grad Celsius unter der Körpertemperatur liegen sollte. Die Waschung erfolgt dann nach einer bestimmten Reihenfolge. Das bedeutet, es werden zunächst Hände, Arme, Hals, Bauch, die Seiten und der Rücken abgerieben, anschließend die Füße und Beine und zum Schluss das Gesäß. Die Haut sollte bei der Waschung nur angefeuchtet und nicht tropfend nass werden. Dabei wird immer entgegen der Haarwuchsrichtung gewaschen, denn nur auf diesem Wege werden die Schweißperlen auch wirklich entfernt. Ist die Haarwuchsrichtung nicht erkennbar, wird in kreisenden Bewegungen gewaschen. Insgesamt sollte der Vorgang nicht länger als zwei Minuten dauern – danach möglichst nicht abtrocknen, damit eine Verdunstungskälte entstehen kann. Abschließend dem Kind einen Schlafanzug anziehen und es warm zudecken – ergänzend kann bei guter Verträglichkeit unterstüzend ein schweißtreibender Holundertee zu trinken gegeben werden. Je nach Bedarf kann eine solche Waschung zwei bis vier Mal in regelmäßigen Abständen von 30 Minuten wiederholt werden.

Pfefferminzwaschung

Eine Abwandlung der Waschung mit normalem Wasser stellt die Pfefferminzwaschung dar – ein ebenso wirkungsvolles Hausmittel, da Pfefferminze unter anderem die Kälterezeptoren der Haut anregt und dadurch ein angenehm kühlender Effekt erreicht wird. Dieses Verfahren kann bei Kindern ab einem Jahr eingesetzt werden. Wird reines Pfefferminzöl verwendet, sollte das Kind jedoch in jedem Fall mindestens sechs Jahre alt sein, da Pfefferminzöl bei sehr kleinen Kindern Atemnot auslösen kann und somit potentiell gefährlich ist. Für diese Form der Waschung wird ein Teelöffel Pfefferminzblätter (zum Beispiel aus der Apotheke) mit 300 Millilitern kochendem Wasser übergossen. Nun diese Mischung zehn Minuten ziehen lassen, die Blätter absieben, den fertigen Tee mit einem Liter Wasser mischen und die Waschung wie oben beschrieben durchführen.

Alternativ kann auch – wie erwähnt erst bei Kindern ab sechs Jahren – statt der Pfefferminzblätter mit Öl gearbeitet werden. Hier werden ein bis drei Tropfen reines Pfefferminzöl mit einem Liter Wasser gemischt. Das funktioniert am besten in einer Flasche, da die Mischung vor jeder Anwendung kräftig durchgeschüttelt werden muss. Die Waschung selbst erfolgt dann auch in diesem Falle wie oben beschrieben.

Absteigendes Vollbad

Sofern andere Anwendungen wie beispielsweise Wadenwickel oder Waschungen keine Wirkung zeigen, kann ein so genanntes „absteigendes Vollbad“ zur Senkung des Fiebers eingesetzt werden. Für diese Anwendung wird zunächst das Bett der Erkrankten mit Wärmflaschen oder einem Heizkissen vorgewärmt und die Wanne mit warmem Wasser gefüllt. Die Temperatur des Badewassers sollte nur etwa ein Grad unter der Körpertemperatur des Patienten liegen. Sobald Betroffene sich im Wasser befinden, wird nach und nach kaltes Wasser zugeführt, sodass die Wasser-Temperatur innerhalb von etwa zehn bis 15 Minuten auf circa 25° C gesenkt wird. Hierzu empfiehlt sich ein Thermometer zur Temperaturkontrolle. Während des Abkühlungsvorgangs wird der Körper mit einem Waschlappen oder einer leichten Massagebürste abgerieben. Durch diese Massagetechnik wird das Gefühl von Kälte abgemildert und die Wärmeabgabe des Körpers angekurbelt. Nach 15 Minuten wird die Wanne verlassen. Nun den Körper gründlich abtrocknen und sich sofort ins vorgewärmte Bett legen.

Die Gardenie ist bei uns eher als Zierpflanze bekannt, in der TCM wird sie schon lange verwendet. So findet sie in der Traditionellen chinesischen Medizin auch gegen Fieber Anwendung. (Bild: supanee2550/fotolia.com)

Fiebersenkende Heilpflanzen

Bei Fieber bieten sich weiterhin verschiedene Heilpflanzen zur Fiebersenkung und Behandlung der Fieberursachen an. Neben den Linden- und Holunderblüten, die klassischerweise für die Teezubereitung verwendet werden, gilt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beispielsweise die Wurzel des chinesischen Hasenohrs (lateinisch: Bupleurum chinense DC) als typische fiebersenkende Pflanze. Diese hat einen bitteren Geschmack, wirkt kühlend und regt den Energiefluss im Leberkreislauf an. Für einen unterstützenden Tee werden hier am Tag drei bis fünf Gramm getrocknete Wurzeln verwendet, die in etwa 500 Milliliter leicht siedendem Wasser 20 Minuten gekocht werden.

Die reifen Früchte des Gardenienbaumes (lateinisch: Gardenia jasminoides Ellis) finden in der TCM häufig Anwendung bei Fieber. Diese Früchte ähneln vom Aussehen her unseren Hagebutten, haben ebenso einen bitteren Geschmack und regen den Herz- und Lungenkreis an. Zur Teezubereitung werden drei Gramm der getrockneten Früchte in etwa 500 Milliliter leicht siedendem Wasser für 20 Minuten gekocht. Der fertig zubereitete Tee wird nun über den Tag verteilt getrunken. Wie bei allen Heilpflanzen gilt: Immer Rücksprache mit dem Heilpraktiker oder naturheilkundlich arbeitenden Hausarzt halten. Heilpflanzen können auch negative Wirkungen zeigen und sogar toxisch wirken.

Schon Hildegard von Bingen hat Basilikum als fiebersenkende Heilpflanze betrachtet. Für einen Basilikum-Tee muss ein Bund des frischen Krautes oder eine handvoll getrockneten Basilikums mit heißem Wasser übergossen werden.

Homöopathische Mittel bei Fieber

Auch die Homöopathie bietet sehr viele pflanzliche Mittel bei Fieber, wobei das passende Mittel, die genaue Anwendung sowie die Dosierung von Person zu Person unterschiedlich sein können und daher unbedingt mit einem entsprechenden Experten abgestimmt werden müssen. Generell gehört zu den häufig in der Homöopathie eingesetzten Pflanzen zum Beispiel der Eisenhut (latenisch Aconitum napellus), der zwar sehr giftige Alkaloide enthält, in homöopathischer Form jedoch speziell geeignet ist bei plötzlich auftretendem Fieber in Verbindung mit unruhigem Schlaf und bellendem trockenem Husten. Ebenso wird dem aus der Tollkirsche (lateinisch: Atropa belladonna) hergestellten homöopathischen Mittel Belladonna eine hilfreiche Wirkung bei Fieber nachgesagt. So wird Belladonna als Globuli oder Tropfen verabreicht.

Achtung: Als Pflanze selbst ist die Tollkirsche aus der Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse sehr giftig. Hier können für Kinder bereits drei bis vier Beeren tödlich sein. In den Vereinigte Staaten warnen Forscher sogar vor der Verabreichung dieser Globuli an Kinder. Ab einer Potenz von D4 ist in einem homöopathischen Mittel allerdings nichts mehr von der Ursubstanz nachzuweisen, daher kann Belladonna in Potenzen oberhalb von D4 unbedenklich benutzt werden. Weitere homöopathischen Mittel, die bei Fieber häufig zum Einsatz kommen sind Eupatorium perfoliatum, Ferrum phosphoricum und Gelsemium.(nr, db)

10 Hausmittel bei Fieber
Fieber ist eine Abwehrreaktion, erst bei hohem oder längerem Auftreten sollten Maßnahmen erfolgen. Erfahren Sie hier, welche 10 Hausmittel helfen.
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Quellen anzeigen Autoren: Dipl. Sozialwiss. Nina Reese, Barbara Schindewolf-Lensch Quellen:

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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