Autogenes training mit kindern

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Autogenes Training für Kinder

Da ist z.B. Anne, die vor Klassenarbeiten regelmäßig Magenkrämpfe bekam. Wenn sie jetzt vor ihrer Aufgabe sitzt, bewältigt sie die aufsteigende Angst mit dem, was sie beim Autogenen Training gelernt hat. Vorraussetzung für den Zugriff auf dieses „Schatzkästchen“ ist allerdings regelmäßiges Üben. Im Idealfall übt das Kind 2-3-mal täglich drei Minuten. Und an diesem Punkt wird es schwierig. Besonders zu Beginn der Therapie verlangt es viel Einfühlungsvermögen von der Therapeutin, die Kinder zum Üben zu motivieren. Wenn sie nach einiger Zeit aber erkennen, dass es ihnen gut tut, üben viele Kinder aus freien Stücken. Kontrolle von Seiten der Eltern ist nicht gefragt, denn das Kind soll ja gerade in seiner Autonomie gestärkt werden und die Verantwortung für sich übernehmen.

Autogenes Training schadet niemandem. Aber Kinder mit massiven Schlaf- oder Verhaltensstörungen brauchen zunächst einmal ärztliche oder psychologische Hilfe, um die Ursache für diese Symptome zu klären. Dann kann das Autogene Training eine gute Möglichkeit sein, um dem Kind wieder zu erholsamem Schlaf, innerer Ruhe und besserer Konzentrationsfähigkeit zu verhelfen.

Kinder vor Stress bewahren

Damit es erst gar nicht so weit kommt, können Eltern eine Menge tun, um ihre kleinen Kinder vor übergroßem Stress zu bewahren. Dies geschieht dadurch, dass sie ein Gespür für das Zuviel entwickeln: zu viele Aktivitäten, zu viel Spielzeug, zuviel Zerstreuung. Kreativität entsteht aus Ruhe und der erst mal ungeliebten Langeweile. Ältere Kinder, die nicht von sich aus ihre Ruhe haben wollen, brauchen möglicherweise die Hilfe ihrer Eltern, um sich im Alltag Phasen der Entspannung einzurichten. Sie könnten gemeinsam mit ihren Kindern überlegen, wie man diese Zeiten gestalten kann. Anregend sind hier z. B. die Bücher von Else Müller (z. B. „Inseln der Ruhe. Ein neuer Weg zum Autogenen Training für Kinder und Erwachsene“ Kösel 1994). Darüber hinaus bieten Familienbildungsstätten, Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen Eltern-Kind-Kurse an, in denen Entspannungstechniken vermittelt werden.

*Name der Redaktion bekannt

swissmom: Autogenes Training , was kann ich mir darunter vorstellen ?

Silvia Mundschin: Autogen kommt aus dem Griechischen und bedeutet: „aus sich selbst hervorgebracht“. Es ist eine verbreitete Selbstentspannungs-Technik, wird auch als konzentrative Selbstentspannung bezeichnet. Sie wurde von dem Berliner Nervenarzt und Psychotherapeuten Prof. Johann Heinrich Schultz (1884-1970) entwickelt. In diesem Training wird ein Mittelweg zwischen aktiver Anleitung und passivem Geschehenlassen angestrebt. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die inneren Erlebniswelten in der Ruhe und die körperlich-seelische Entspannung. Um diese zu erreichen, bedient sich das Verfahren suggestiver Methoden, die als Autosuggestion zu bezeichnen sind. So soll ein Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung erreicht werden, das einer Störung der Gesundheit und des Wohlbefindens durch anhaltenden Stress und Spannungsvorgänge vorbeugen kann. Das Konzept des Autogenen Trainings basiert auf vier Pfeilern:

1. Spannung und Entspannung

2. Konzentration und Ruhe

3. Training und Lernen

4. Umschalten im Nervensystem und Ausbreitung von Entspannung im Körper

Zur Person

Silvia Mundschin ist Naturärztin und Lehrerin für autogenes Training. Sie ist Mutter von zwei Kindern und leitet eine Naturarztpraxis in Liestal.

Das Autogene Training wird stets in entspannter Haltung durchgeführt und beinhaltet Schwereübungen zur Muskelentspannung, Wärmeübungen zur Entspannung der Blutgefäße, Herzübungen zur Beeinflussung der Herztätigkeit, Atem-, Sonnengeflechts- und Kopfübungen. Ziel des Autogenen Trainings ist es, sowohl körperlich als auch psychisch eine positive Veränderung sonst nicht beeinflussbarer Körperfunktionen und Empfindungen zu erreichen. Seelische Spannungszustände sollen ausgeglichen, Verkrampfungen gelöst und Schmerzen gelindert werden. So dient Autogenes Training der allgemeinen Verbesserung des Wohlbefindens. Es wird auch eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit zu steigern.

swissmom: Warum eine CD für Kinder?

Silvia Mundschin: Die Kinder lernen spielerisch und ganz nebenbei das autzogene Training, lernen sich somit zu entspannen, sich besser konzentrieren zu können und auch besser einschlafen und schlafen zu können. Es sind Geschichten , unterlegt mit entspannender Musik, zu alltäglichen Themen die die Kinder beschäftigen, wie etwa Un sicherheit, Wut, Angst….zu jeder Thematik wird die entsprechende Übung aus dem autogenen Training sozusagen „mitgegeben.

swissmom: Wie sind sie darauf gekommen?

Silvia Mundschin: Als Naturärztin und Lehrerin für autogenes Training und Mutter von 2 Kindern ist es mir ein Anliegen dass Kinder zugang zu diesem Thema haben und da es viele solche CDs auf Hochdeutsch gibt , aber keine auf Schweizerdeutsch, hab ich das in Angriff genommen.

swissmom: Warum ist Ihnen das so wichtig?

Silvia Mundschin: Ich glaube dass Kinder, die schweizerdeutsch aufwachsen, einfach sich in der eigenen Sprache wohler fühlen und sich mehr öffnen können. Autogenes Training ist eine wunderbare Sache und wenn Kinder das sozusagen in die Wiege gelegt bekommen dann haben sie so eine wunderbare Hilfe für ihren Alltag die ihnen ein Leben lang hilfreich sein kann. Das ist wie mit dem Fahrradfahren, einmal gelenrt, verlernt man es nicht wieder. Man muss ich eben nur zur rechten Zeit wieder daran erinnern.

swissmom: Was bieten Sie in Ihrer Praxis an? Geben Sie auch Kurse für autogenes Training?

Silvia Mundschin: Ich biete traditionelle europäische Naturheilkunde an, Bioresonanztherapie, Dunkelfeld, Blutuntersuchungen, Colon-Hydro Therapie und auch autogenes Training. Ich biete auch Kurse an für Gruppen und auch für Einzelpersonen, auch für Kinder.

swissmom: Haben Sie die CD produziert?

Silvia Mundschin: Nein, die bekannte Chinderwält (neu BERGIS Medien) hat das produziert. Ich habe die Texte geschrieben und auch die CD gesprochen. Vor ein paar Jahren habe ich eine Ausbildung zur Sprecherin gemacht, da ich immer mal gerne bei Hörspielen mitsprechen wollte. Auch da hat mir das autogene Training sehr geholfen denn: Was Du dir vorstellen kannst, das kannst Du auch verwirklichen, und das habe ich getan.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung : 03-08-16, CH

Psychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie

Prinzip des Autogenen Trainings

Das autogene Training stellt eine Form der Selbsthypnose dar, die ein Umschalten der körperlichen, vegetativen Funktionen (wie z.B. Durchblutung, Pulsschlag, Atmung) in einen Ruhezustand zur Folge hat. Der entspannte Zustand wird nicht wie bei der progressiven Muskelentspannung indirekt über einen willkürlichen Prozess, das bewusste Anspannen der Muskeln, erreicht. Vielmehr gelangt man hier direkt über gedankliche Konzentration zur Ruhe.

Durchführung von Autogenem Training

Die Übungen führt man in spezieller Körperhaltung aus, in der „Droschkenkutscher-Haltung“ im Sitzen oder im Liegen. Mit bestimmten Formeln, wie „Ich bin vollkommen ruhig“ oder „Der linke Arm ist ganz warm“, werden dann die Gedanken und Vorstellungen geleitet. Indem man diese Formeln mehrfach wiederholt, stellt sich – nach einiger Trainingszeit, am besten unter Anleitung – der Entspannungszustand automatisch ein.

Die erste Phase der Übungen (Unterstufe) dient hauptsächlich der Beeinflussung von körperlichen Vorgängen. Zu den Grundübungen gehören:

  • Schwereübung: Ausgehend von einem Körperteil soll die Vorstellung der Schwere erlernt werden. Die sich auf den gesamten Körper erstreckende Schwere dient der allgemeinen Beruhigung. Eine mögliche Übungsformel lautet: Der rechte Arm ist ganz schwer“.
  • Wärmeübung: Hier wird zunächst suggeriert, dass sich ein Körperteil warm anfühlt, schließlich soll der gesamte Körper erwärmt werden. Die Wärmeübung hat eine Erweiterung der Blutgefäße zur Folge sowie eine Beruhigung. Eine mögliche Übungsformel lautet: „Der rechte Arm ist ganz warm“.
  • Herzübung: Durch Konzentration auf den Herzschlag beruhigt sich dieser. Eine mögliche Übungsformel lautet: „Das Herz schlägt ganz ruhig und gleichmäßig“.
  • Atemübung: Sie wirkt ausgleichend auf die Atemfrequenz. Eine mögliche Übungsformel lautet: „Atmung ganz ruhig“.
  • Sonnengeflechtsübung: Die Gedanken richten sich auf eine Entspannung und Harmonisierung der Verdauungsorgane. Eine mögliche Übungsformel lautet: „Sonnengeflecht strömend warm“.
  • Kopfübung: Durch Selbstvorstellung wird hierbei der Kopf kühl und klar. Eine mögliche Übungsformel lautet: „Stirn angenehm kühl“.

Die zweite Phase des Trainings (Oberstufe) bedient sich einer Wach-Traum-Technik. Dabei entwickelt man in seiner Vorstellung Bilder, die anschließend ins Bewusstsein gelangen und so reflektiert werden können. Diese Wach-Traum-Technik ermöglicht nicht nur eine vertiefte Selbsterkenntnis; in der Hand eines Psychotherapeuten kann sie auch zur Konfliktbewältigung und zum Aufzeigen neuer Lösungswege genutzt werden.

Anwendung des Autogenen Trainings

Das autogene Training wird ebenfalls bei vielen psychischen und psychosomatischen Störungen eingesetzt. Mit der Methode wird Ruhe und Entspannung angestrebt sowie ein verbessertes Konzentrationsvermögen. Das autogene Training fördert allgemein die Stressverträglichkeit und ist hilfreich bei chronischen Schmerzen. Bei übermäßigen physiologischen Fehlregulationen (z.B. Herzrasen, Ohnmachtsanfälle) sollte es nur mit Vorsicht angewendet werden. Die imaginativen Verfahren sind nicht geeignet bei Patienten mit Psychosen.

AUTOGENES TRAINING

Zunächst: Autogenes Training – kurz und bündig zusammengefasst.

Das Autogene Training ist eine Entspannungs-Methode die auf Autosuggestion (Selbst-Hypnose) basiert.

Die Methode ist von den Krankenkassen anerkannt und gilt in der Fachwelt als absolut wirkungsvoll.

Entwickelt wurde das Autogene Training in den 1920 Jahren von Johannes Heinrich Schultz.

Autogenes Training besteht zum wesentlichen aus mehreren Teilübungen: Der Schwereübung, der Wärmeübung, der Atemübung, der Herzübung, der Bauch/Sonnengeflecht-Übung und der Stirnkühlung.

Ferner lässt sich das Autogene Training noch in 3 vertiefende Stufen einteilen, der Grundstufe, der Mittelstufe und der Oberstufe. Am meisten gebräuchlich und am einfachsten zu erlernen ist die Grund- und Mittelstufe.

Das Autogene Training eignet sich hervorragend zur Linderung oder deutlichen Heilungs-Unterstützung bei einer Vielzahl von Zipperlein und handfesten Krankheitsbildern wie Nervosität, innere Unruhe, leichte Depressionen, Schlafstörungen, Herz und Kreislaufbeschwerden, Verdauungsproblemen, generellem Unwohlsein und noch vielen mehr.

Das Autogene Training fördert auf 2 Weisen einen gesunden und erholsamen Schlaf: Zum einen wird durch die Methode an sich dauerhaft Geist und der Körper beruhigt, Stress-Symptome nachhaltig abgebaut. Dies allein sorgt schon nach kurzer Zeit für ein deutlich verbessertes Schlafverhalten. Zum anderen kann man das Autogene Training auch direkt zur Schlafeinleitung verwenden. Hierfür lässt man die sogenannte Rücknahme am Ende einfach weg – und wenn man während der Übung noch nicht eingeschlafen ist, so dreht man sich nach der Übung einfach zur Seite und in der Regel wird der Schlaf dann ganz schnell eintreten.

Die Methode ist relativ einfach zu erlernen, dafür eignen sich spezielle Kurse ebenso wie eine gute CD.

Und nun die Details: Autogenes …. wie bitte?

Die Bezeichnung „Autogenes Training“ leitet sich vom griechisch-lateinischen Neologismus „autogen“ (= „selbsterzeugend“) ab und weist auf die Kernausrichtung des Autogenen Trainings hin, durch Übungen ein selbst erzeugtes Entspannungsergebnis zu erzielen. Diese Grundausrichtung grenzt das Autogene Training zumindest im Prinzip von anderen psychotherapeutischen Techniken ab, bei denen die gewünschte Entspannung im Wesentlichen von außen, wie beispielsweise durch den Therapeuten bei der Gesprächstherapie oder durch chemische Wirkstoffe bei Medikamentierungen, bewirkt werden soll.

Entwicklungsgeschichte

Die Methode des Autogenen Trainings basiert auf der jahrtausendealten Erfahrung, durch bewusste psychische Einwirkungen („Suggestionen“, vom lateinischen „Eingebung, Einflüsterung“) Einfluss auf die körperliche und seelische Verfassung nehmen zu können. Diese im Ursprung in der Regel mit religiösen Zusammenhängen angewandten Suggestionen wurden lange vor der modernen Zeit gezielt im Heilwesen eingesetzt. Dabei wurden durch „Heiler“ Beeinflussungen im psychischen Bereich vorgenommen, durch die tatsächlich Schmerzen gelindert und Heilungsprozesse beschleunigt beziehungsweise ausgelöst werden konnten. Dabei spielten Sachverhalte wie „Selbsterfüllende Prophezeiungen“ und „Glaubensvorstellungen“ oft eine zentrale Rolle. Neben diesen als „Heterosuggestion“, also Beeinflussung durch Andere, bezeichneten, in überaus unterschiedlichen Ausformungen angewandten Techniken wurde im 19. Jahrhundert das Konzept der Autosuggestion entwickelt. Anknüpfungspunkt war die Diskussion über die Wirksamkeit oder Nichtwirksamkeit des Ende des 18. Jahrhunderts große Popularität erlangten „Animalischen Magnetismus“. Diese nach ihrem Erfinder, dem schwäbischen Arzt Franz Josef Mesmer (1734-1815), auch „Mesmerismus“ genannte Heilmethode, rückte das Phänomen der Hypnose in die wissenschaftliche Diskussion. Dem schottischen Augen-Chirurgen James Braid (1795-1860) war es zu verdanken, dass die Hypnose Anfang der 1840er Jahre als tranceähnlicher Zustand im Rahmen der damaligen Möglichkeiten wissenschaftlich solide erforscht wurde. Braid setzte die Hypnose erfolgreich als Narkosemittel bei Operationen ein. Der deutsche Hirnforscher Oskar Vogt (1870-1959), der wegen seiner Untersuchungen an Lenins Hirn in den 1920er Jahren bekannt geworden war und als Koryphäe der wissenschaftlichen Hypnoseforschung galt, sorgte vor dem Ersten Weltkrieg für die Anerkennung der Selbsthypnose als praktisch einsetzbares Mittel zur Herstellung von Ruhesituationen bei von ihm behandelten Patienten.

Daran anknüpfend entwickelte der deutsche Psychiater Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) in den 1920 Jahren das Konzept des Autogenen Trainings. In seiner Arbeit beschäftigte er sich schwerpunktmäßig mit der positiven Wirkung von Hypnose bei der Behandlung von Patienten mit psychosomatischen Beschwerden.

Seine Patienten sprachen wohl während der Hypnose-Sitzungen immer wieder von angenehmen Schwere- und Wärmempfindungen. Diese stellten sich wohl automatisch ein, ganz ohne Zutun durch Schultz. So ergab sich für ihn der Rückschluss, dass diese Empfindungen aus der Entspannung der Muskulatur und Gefäße herrührte und unmittelbar mit der Entspannung des Geistes zusammenhängen. So ergab sich die Frage, ob dieses Prinzip nicht auch in umgekehrter Richtung angewendet werden könnte, also bewusst herbeigeführte körperliche Entspannung nicht auch die Psyche entspannen könnte.

So entwickelte er eine Methode, mit deren Hilfe sich Patienten durch eine Art Selbsthypnose in tiefe, und meist als sehr angenehm empfundene Entspannungs-Zustände selbst versenken konnten.

Überblick über die Durchführung des Autogenen Trainings

Anders als bei von außen initiierten Techniken wie der Hypnose setzt Autogenes Training ein aktives Tun des Betroffenen voraus. Ziel des in mehreren Stufen durchgeführten Autogenen Trainings ist nicht die unmittelbare Beseitigung der behandelten Problemfelder nach dem direkten Ursache-Wirkungs-Prinzip, sondern die schrittweise Festigung einer bestimmten, in der Regel für den Betroffenen neuen Sicht und Haltung. Dadurch soll die Psyche von einer wesentlich gelasseneren Grundstimmung geprägt werden, die wiederum eine – möglichst dauerhafte – spannungslösende Wirkung entfaltet und in Folge den Beschwerden Einhalt gebieten kann.

Am Anfang ist Autogenes Training zunächst im Grunde nicht wirklich autogen, weil die Grundlagen von einem Anleiter, also von einem Anderen, gegeben werden müssen. Autogenes Training -Kurse werden in vielen Orten angeboten. Hilfestellung bei der Kurssuche bieten unter anderem Krankenkassen, Ärzte und Volkshochschulen. Die als Einzelunterricht oder für Kleingruppen angebotenen Unterweisungen können je nach Umfang und Interesse über mehrere Wochen verteilt ca. 10 bis 50 Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Danach ist der Betroffene in der Lage, das Autogene Training problemlos alleine durchzuführen. Angesprochen von Autogenes Training können Menschen aller Altersklassen werden. Natürlich sind dabei die Vermittlungspraktiken für Kinder und Jugendliche andere als für Erwachsene.

Generell kann man Autogenes Training aber auch sehr gut z.B. über einen Audio-Kurs (CD/MP3) erlernen. Die Einstiegshürde ist hier deutlich geringer und die Erfolge sind ebenso gut und nachhaltig. Das persönliche Durchhalten und „bei der Stange bleiben“ ist oft sogar deutlich einfacher.

Die Übungen sollten in einer möglichst bequemen, die Muskeln entspannt lagernden Körperhaltung durchgeführt werden. Das kann die Liegeposition sein oder auch das Sitzen auf einem nicht zu harten Stuhl, Sofa oder Sessel. Eventuell empfiehlt es sich, die Übungen nicht nur im Liegen zu trainieren. So ist nämlich eher gewährleistet, dass die nach Möglichkeit mindestens einmal täglich zu beachtenden Übungen auch im normalen Alltagsumfeld angewendet werden können, ohne dass der Übende auffällt und dementsprechend gestört wird. Autogenes Training in der U-Bahn oder in der Arbeitspause setzt aber durchaus auch ein gewisses Fortgeschrittensein voraus um nicht so leicht von Außenreizen abgelenkt zu werden. Am Anfang ist dringend zu empfehlen, dass ein ruhiger, vielleicht sogar abgedunkelter Rückzugsraum zum Üben aufgesucht wird. Störungen durch Dritte oder durch das eigene Handy sollten natürlich vermieden werden. Anfänger sollten bei den Übungen auch unbedingt die Augen schließen, um die Selbstversenkung zu fördern.

Die einzelnen Übungen lassen sich in drei Stufen mit unterschiedlich ausgeformten Teilübungen unterteilen. Der Grundstufe, der Mittelstufe und der Oberstufe.

In der Grundstufe werden in einer festgelegten Reihenfolge, sechs Autosuggestions-Varianten trainiert, die in ihrer gemeinsam zu einem regenerativen, höchst angenehmen Entspannungserfolg für das gesamte vegetative Nervensystem führen.
Jede dieser Übungen hat quasi ein eigenes Körpererleben zum Gegenstand: Angenehme Schwere erleben, Wärme spüren, eine ruhige und tiefe Atmung, ein ruhiger und gleichmäßiger Herzschlag, ein beruhigendes und wärmendes Bauchgefühl und einen Frische-Effekt durch die Kühlung der Stirn. Diese Übungen können sowohl einzeln als auch unmittelbar hintereinander, als einzelner Strang ausgeübt werden. Zum Erlernen empfiehlt es sich, die jeweiligen Übungen zunächst immer einzeln zu üben und erst danach zu einem Strang zusammen zu setzen.

Bei der Mittelstufe steht, aufbauend auf das in der Grundstufe antrainierte Körpergefühl, vor allem die oft mit Übungen der Grundstufe kombinierte formelhafte Bildung von positiven Vorsätzen im Zentrum. Bei der nach der Mittelstufe möglichen Oberstufe wird der/die Betroffene befähigt, eigene psychoanalytische Untersuchungen anzustellen. Dabei steht ein je nach Lehrmeinung unterschiedliches Instrumentarium von Techniken zur Verfügung.

Als Massenphänomen haben insbesondere die Autogenes Training-Übungen der Grund-und Mittelstufe in den letzten Jahrzehnten sehr große Bedeutung erlangt. Nicht zuletzt die seit den 1970er Jahren in den westlichen Industriegesellschaften gestiegene Akzeptanz, Zivilisationserscheinungen wie Stress oder Burnout als gesundheitsbeeinträchtige Realitäten anzuerkennen, haben maßgeblich dazu beigetragen, das Interesse in Öffentlichkeit und Fachwelt am Autogenen Training im verstärkten Maß anzuregen.

Von großer Bedeutung für die Übungs-Praxis des Autogenen Trainings ist eine auf die Übungsziele abgestellte Musik, die durch beruhigende Klangmuster vielen Übenden unterstützend hilft, die Außenwelt auszublenden und sich vollständig auf die Selbstversenkung zu konzentrieren. Beliebt ist vor allem instrumentale Mediationsmusik, die nach Ansicht vieler Übender gern auch von Naturgeräuschen wie Wellenschlag oder Blätterrauschen begleitet werden darf. Bei der Wahl der richtigen Klänge muss nachvollziehbarerweise auf die persönliche Vita und die Erlebniswelt des Übenden abgestellt werden. Jemanden, der ein traumatisches Seeunglücks-Erlebnis hatte, mit Wellenschlag-Geräuschen zu konfrontieren, ist sicherlich kontraproduktiv.

Auch ist zu beachten, dass es durchaus auch Übende gibt, die sich von sanfter akustischer Untermalung generell in ihrer Konzentrationsfähigkeit gestört fühlen und absolute Ruhe vorziehen.

Autogenes Training – Die Grundstufe

Nach Einnahme der bequemen Sitz- oder Liegeposition wird mit der sogenannten „Ruhetönung“ begonnen. Diese enthält Formeln wie “Ich bin vollkommen ruhig“ oder „Jetzt herrscht in mir Ruhe“. Sehr gerne kann man den Effekt der Ruhetönung – also ein erstes, angenehmes Zur-Ruhe- kommen auch z.B. durch einen Body-Scann oder eine kleine Fantasiereise verstärken. Im Anschluss beginnt die erste Übung.

Auto­genes Trai­ning

Gedanken erzeugen Nervenimpulse. Selbst wenn Sie nur daran denken, einen Finger zu heben, leitet Ihr Nervensystem dies als einen messbaren Reiz an Ihre Muskeln im Finger weiter.

Im Autogenem Training nutzen Sie dieses Prinzip anders herum. Mit Ihren Gedanken stellen Sie Ihren Körper auf Entspannung ein.

Das Autogene Training ist gut erforscht. Entwickelt hat die Methode der Nervenarzt Professor Johannes H. Schultz in den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Er zeigte seinen Patienten, wie sie Techniken der Hypnose selbst für sich anwenden konnten.

Sich mit Gedanken selbst steuern

Um Autogenes Training zu lernen, brauchen Sie ein wenig Zeit. Sie setzen oder legen sich bequem hin, am besten in einem ruhigen Raum, und wenden Ihre Aufmerksamkeit Ihrem Körper zu. Dann geben Sie ihm eine Art Anweisung – die Selbstsuggestion.

Selbstsuggestionen

Sie beginnen zum Beispiel damit, dass Sie sich mehrmals in Gedanken sagen: „Mein rechter Arm ist ganz schwer.“ Dabei stellen Sie sich vor, wie Ihr Arm schwer ist. Der Körper wird Ihnen antworten. Er folgt Ihren Gedanken. Ohne etwas tun zu wollen, nehmen Sie nur wahr, was geschieht. Nach mehr oder weniger Übung werden Sie feststellen: Wirklich fühlt sich Ihr Arm schwer an. Manch ein Übender hat fast den Eindruck, als würde der Arm gleich durch die Sessellehne sinken. Tatsächlich entspannen sich die Muskeln, werden weich und liegen mit mehr Fläche auf der Unterlage auf.

Mit der „Wärme-Übung“ verbessern Sie Ihre Durchblutung. Sie denken zum Beispiel: „Mein linker Fuß ist ganz warm“ und stellen sich das intensiv vor. Die Adern weiten sich, und das einströmende Blut wärmt Ihren Fuß. Netter Nebeneffekt: Kalte Füße abends im Bett sind dann passé.

Systematische Übungen

Das Autogene Training ist systematisch aufgebaut. Neben der Schwere- und der Wärmeübung gibt es weitere Übungen, die alle dazu dienen, den Körper zu entspannen. Nach einiger Zeit des Übens werden sich die Gefühle wie Wärme und der Schwere schneller einstellen und sich auf den ganzen Körper ausweiten. Weitere Übungen beziehen den Atem, das Herz und andere Körperbereiche mit ein.

Wirkungen von Autogenem Training

Es entspannt nicht nur körperlich, sondern beruhigt auch den Kreislauf, steigert die Konzentrationsfähigkeit, schafft einen klaren Kopf und hilft dabei, Körper und Geist mit den eigenen Gedanken zu beeinflussen. Die Konzentration auf einzelne Körperteile beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Ihr allgemeines Erregungsniveau sinkt. Sie werden weniger reizbar und können gelassener auch schwierige Situationen meistern.

Auch bei psychischen Störungen wie Depressionen oder Ängsten hat sich Autogenes Training als hilfreich erwiesen.

So können Sie es lernen

Am besten lernen Sie diese Methode in kleinen Gruppen, zum Beispiel in Entspannungskursen der TK oder bei einem dafür ausgebildeten Arzt oder Psychologen.

Autogenes Training Kinder

Platz 1 – Autogenes Einschlafen für Kinder: Wundervoll sanft in den Schlaf Sonja Polakov

Tolle Einschlaf- und Beruhigungs-CD für Kinder die am Abend sehr unruhig snd, selbst nach dem Vorlesen einer Geschichte. Erst eine Geschichte und dann die CD zum autogenen Einschlafen funktioniert ausgezeichnet. Kinder finden diese CD toll. Sie schlafen ruhig ein und durch.

Direkt zum Autogenes Einschlafen für Kinder

Platz 2 – Fantasiereisen für Kinder. Entspannung für Tag und Nacht, 2 CDs – Sabine Kalwitzki

Schöne Entspannungsgeschichten mit denen Kinder und auch Erwachsene zur Ruhe kommen. Die Geschichten sind mit einer angenehmen Stimme vorgetragen und von Musik untermalt. Diese CD ist zur täglichen Anwendung geeignet, sie bringt Kinder zur Ruhe und sie werden ausgeglichener.

Direkt zum Fantasiereisen für Kinder

Platz 3 – Entspannung für Kinder: Autogenes Training – Muskelentspannung – Imaginationen -Sonja Polakov

Weil dieses Hörbuch alle klassischen Bereiche geführter Entspannung abdeckt ist er für jeden geeignet. Ein super Service sind die kostenlosen Downloads. Die Übungen lassen sich auf einem mp3-Player auch unterwegs mitführen. Es erstaunt immer wieder wie schnell Kinder mit der CD zur Ruhe kommen. Es lohnt sich für Eltern diese Hörbuch auszuprobieren.

Direkt zum Entspannung für Kinder

Platz 4 – Ganzheitliche Entspannungstechniken für Kinder – Ursula Salbert

Ganz tolles Buch mit vielen Ideen die einfach umzusetzen sind. Der Schwerpunkt liegt hier auf Yoga. Autogenes Training und PMR sind nur kurz beschrieben, dennoch sind die Übungen gut anwendbar und es bietet viele Anregungen. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen.

Direkt zum Ganzheitliche Entspannungstechniken für Kinder

Platz 5 – Entspannung für Kinder – Dietmar Ohm

Ein schönes Buch für Eltern und Kinder zum Entspannen und für gemeinsamen Spaß!. Bereits die Gestaltung in freundlichen Farben mit tollen Fotos der Kinder, die die Übungen vorzeigen, ist gelungen. Es sind darin zahlreiche kindgerechte einfache Übungen für Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training und Yoga zu finden, sodass für jedes einzelne Kind von 3 bis 12 etwas vorhanden ist. Die Begleit-CD mit Übungen hört sich sehr angenehm an. Man möchte gleich in dem Buch stöbern und die Technik mit Kindern ausprobieren.

Direkt zum Entspannung für Kinder

Es wurde festgestellt, dass eine immer größere Zahl an Kindern Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen haben. Stress ist meist die Ursache. Hierbei kann Autogenes Training für Kinder helfen. Kinder lernen, richtig zu entspannen, und tanken für ihren Alltag neue Kraft.

Wie definiert man Autogenes Training speziell für Kinder?

Autogenes Training für Kinder und Erwachsene, wird unter anderm als „Konzentrative Selbstentspannung“ bezeichnet. Es ist eine Entspannungsmethode, die während der zwanziger Jahre von Johannes Heinrich Schultz einem Berliner Arzt entwickelt wurde. In den ersten Jahren wurde sie ausschließlich bei Erwachsenen eingesetzt, seit den Sechzigern beschäftigen sich die Experten intensiv auch mit Methoden die Autogenes Training auch Kindern möglich machten. Die Meinungen zum Mindestalter der Kinder gehen allerdings auseinander. Die überwiegende Zahl der Fachleute vertreten die Auffassung, dass erst ab ihrem 8. Lebensjahr Autogenes Training Kinder erlernen können. Aber bereits mit 4 bis 6 Jährigen Kindern konnten Erfolge verzeichnet werden – allerdings mit Techniken in einer abgewandelten Form.

Wann kann Autogenes Training Kindern helfen?

Autogenes Training kann bei vielen Beschwerden angewendet werden. Es hilft dabei körperliche und psychische Erschöpfungszustände abzubauen. Nervosität sowie Anspannungen kann vermindert werden. Bei Leistungs- sowie Verhaltensschwierigkeiten z.B. bei Sprachstörungen kann mit dieser Methode Abhilfe geschaffen werden.

So funktioniert bei Kindern Autogenes Training

Kinder erfassen die Dinge natürlich anders als die Erwachsenen es tun. Sie brauchen vollständige längere Erklärungen damit sie die Komplexität von Autogenem Training begreifen. Mit Hilfe von Geschichten, welche die Fantasie anregen, bekommt man zu ihnen den leichtesten Zugang. Hierbei werden Grundfragen und Formeln des Autogenen Trainings in den Geschichten eingebettet. Zunächst im Hintergrund, um langsam immer weiter in den Vordergrund zu rücken. In verschiedenen Übungen sendet man durch Formeln und mit Konzentration kurze Befehle an den kindlichen Körper. Dadurch wird eine Lockerung bewirkt und die Muskeln entspannen. Die Körpertemperatur reguliert sich und auch das vegetative Nervensystem wird mit dieser Technik positiv stimuliert. Mit positiven Befehlen können Angstzustände, düstere Gedanken oder Gefühlsausbrüche bewußt gesteuert werden. Die Kinder lernen, dass sie auf ihre eigenen Fähigkeiten setzen können. Sie verinnerlichen Strategien, die dabei helfen, mit Stresssituationen umzugehen und begreifen, dass sie durch ihre Gedanken den eigenen Körper beeinflussen können. Ihr Selbstbewusstsein wird durch Autogenes Training gestärkt. Autogenes Training kann einzeln und in Gruppen erlernt werden. Wichtig ist, dass das es oft geübt und auch wiederholt wird. Kinder können Entspannungstechniken auf Alltagssituationen anwenden, wie beispielsweise auf die Angst vor der nächsten Klassenarbeit oder einem Referat.

Wo findet man ich Ansprechpartner für Autogenes Training speziell für Kinder?

Fachleute für Autogenes Training Kinder sind Diplom-Psychologen sowie Ärzte mit einer speziellen Weiterbildung. Oft bieten auch örtliche Volkshochschule Kurse an. Ansprechpartner finden Sie in Beratungsstellen, bei Krankenkasse oder über die Schulen.

Entspannungsübungen – Autogenes Training

Entspanntes Lernen ob im Unterricht oder zu Hause ist für Kinder nicht selbstverständlich. Deshalb sind öfters durchgeführte Entspannungsübungen sinnvoll. Im Folgenden bekommen Sie einige „Entspannungs-Tipps für Kinder“, an die Hand.

a.) Die progressive Muskelentspannung

Das Kind soll bei dieser Entspannungsübung bequem auf seinem Stuhl sitzen und dabei seine Augen schließen. Die Hände des Kindes liegen locker auf den Oberschenkeln. Nun soll da Kind erst die linke Hand zur Faust ballen und die Spannung für 10 Sekunden anhalten. Nun wird die linke Hand geöffnet und für 30 Sekunden ruhig liegen gelassen. Im Anschluss wird die Übung mit der rechten Kinderhand gemacht. Das Kind soll die Entspannung bewusst wahrnehmen.

b.) Wärmeübung für 10 bis 20 Minuten

Diese Übung wird im Sitzen oder im Liegen bei Kindern angewendet. Hierbei führen Sie das Kind mit seinen Gedanken auf eine warme, sehr sonnige Wiese. Wecken Sie in ihm bildlich mit Beschreibungen das Gefühl der Wärme und des Wohlbefindens.

c.) Fantasiereisen oder Entspannungsgeschichten

Kinder lieben die Fantasiereise, sie entführt ihre Gedanken in eine schöne andere Welt. Ausgewählten Geschichten sollten entspannt mit ruhiger Stimme vorgelesen werden. Diese Methode ist auch für Kindergartenkinder geeignet. Sie beruhigen und entspannen dabei. Geschlossene Augen sind sehr hilfreich. Bei jüngeren Kindern sollten Sie nicht auf geschlossenen Augen bestehen. Lassen Sie das Kind mit einem fliegenden Teppich in seiner Fantasie durch die Welt reisen.

d.) Der Meditative Tanz für Kinder

Gerade Kinder entspannen sehr gut, wenn Entspannungsübungen mit Bewegung verbunden werden. Erwachsene sollten ruhig mittanzen. Die ruhigen gleichmäßigen Tanzschritte beruhigen das Kind sehr.

e.) Mandalas malen

Mandalas die runden Kreisbilder mit ihrer immer wiederkehrenden geordneten Struktur lieben Kinder auszumalen. Dabei konzentrieren sie sich nahezu meditativ. Mit Mandalas gelingt es dem Kind zur inneren Ruhe und zur Ordnung zu finden.

Autogenes Training kann Kindern in unserer modernen hektischen Zeit zu innerer Ruhe und Konzentration verhelfen, Stress und Ängste z.B. Schulangst abzubauen. Bereits kleine Kinder aber in der Regel ab acht Jahren können Entspannungsübungen machen. Hier geht’s wieder zurück zum Hauptartikel Autogenes Training.

Träumen auf der Mondschaukel – Autogenes Training mit Märchen

Mit dieser CD kommt der größte Wildfang zur Ruh

Autogenes Training, Atemberuhigungen und Affirmationen kindgerecht mit Märchen und Gute-Nacht-Geschichten zu verbinden – das ist die Grundidee der Mondschaukel. Die sechs Geschichten dieser CD sind bildreiche Fantasiereisen, deren therapeutische Wirkung spielerisch und ohne Zeigefinger wirkt.

Details zum Produkt

  • Autogenes Training in Märchenform
  • Mit meditativer Musik zum Abschluss jeder Geschichte
  • Empfohlen für Kinder ab 4 Jahren
  • Sechs Geschichten zum Entspannen und Einschlafen
  • Bereits in 21. Auflage
  • 1 CD, 46 Minuten Laufzeit
  • ISBN 9783466456963

Entspannen als Spiel

Der Abbau von Stress und die ersten Techniken des Autogenen Trainings werden hier kindgerecht vermittelt. Die Geschichten der „Mondschaukel“ sind sozusagen verpackte Entspannungsübungen. Die kleinen Unruhegeister können sich erholen, in die heilende Welt der Phantasie eintauchen und erleichtert einschlafen. Die zarten Töne eines Klangspiels von Else Müller und die musikalischen Miniaturen von Hans-Helmer Sauer untermalen die ruhigen Geschichten und inspirieren zu eigenen Fantasiereisen.

Die richtige Umgebung schaffen

Die Einstimmung auf das Hören der Entspannungsübungen gelingt am besten auf einer „Insel der Ruhe“. Diese kann das abendliche Bett sein oder ein ruhiges Zimmer mit gedämpftem Licht. Ein Märchen oder eine Gute-Nacht-Geschichte beginnt mit den Tönen des Klangspiels. Es folgt das Märchen selbst und am Ende eine meditative Musik. Die drei harmonisch zusammenpassenden Elemente führen das Kind zu Ruhe, Entspannung und Erholung.

Weniger ist mehr

Es sollte immer nur ein Märchen gehört werden. Danach lässt es sich gut weiterträumen und die Entspannung wird vertieft. Kinder können die Entspannungsübungen auch mit anderen zusammen hören und anschließend ihre Erfahrungen der Fantasiereisen austauschen oder auch malen.

Über die Autorin

Else Müller, geb. 1934, ist Diplom-Pädagogin mit Lehrauftrag an der Akademie für gesundes Leben in Oberursel. Sie arbeitet seit fast 30 Jahren als Therapeutin in eigener Praxis und hat zahlreiche neue Wege im Bereich Entspannung und Meditation entwickelt. Durch ihre auflagenstarken Bücher und Tonträger (über 1 Million Exemplare) ist Else Müller einem breiten Publikum bekannt.

Autogenes Training: So hilft es Kindern

Die eigenen Muskeln und Organe spüren und zu entspannen – autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, die auch Kindern helfen kann.

Schon seit über neunzig Jahren reden wir uns ein, dass unsere Arme schön schwer werden und unsere Stirn ganz glatt: Autogenes Training kann auch Kinder beruhigen. Viele Menschen sind zu gestresst, dass sie gar nicht abschalten können und leider betrifft dies auch immer mehr Kinder. Schulischer Druck oder schwierige Familiensituationen führen zu psychosomatischen Erkrankungen wie Bauchschmerzen oder Erregungszuständen, aus denen der Nachwuchs dann ganz schlecht wieder herauskommt. Nun will man die Kleinen nicht mit Beruhigungsmittel vollpumpen und eine Methode ist das autogene Training, das ihnen helfen kann, sich zu entspannen.

Kinder lernen durch autogenes Training die eigene Kraft, sich zu entspannen.

Autogenes Training: Was ist das?

Autogenes Training wurde Mitte der Zwanziger Jahren von dem Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelt. Er hatte mit Hypnose experimentiert und wollte mit seiner Methode erreichen, dass man sich quasi selbst hypnotisiert. Daher auch das Wort „Autogen“- eine Zusammensetzung aus Griechisch und Latein, das so etwas wie selbst erzeugen bedeutet. Und selbst erzeugen sollte man in diesem Fall die Entspannung. Schultz wollte zwar, dass man dies ganz allein mit seiner eigenen Vorstellungskraft schafft, aber davon sind seine Nachfolger abgekommen, denn am Anfang ist es ist einfacher, das Training unter Anleitung zu absolvieren.

Was passiert beim autogenen Training?

Die erste Stufe des autogenen Trainings, Unterstufe genannt, ist an das vegetative Nervensystem gerichtet. Dieses Nervensystem reguliert unter anderem den Herzschlag, die Atmung oder die Verdauung. Beim autogenen Training stellen wir uns vor, wie unser Körper immer schwerer wird und seine ganze Schwere an die Unterlage, auf der wir liegen, abgibt. Die erschlafften Muskeln lösen Blockaden, sie werden wärmer und besser durchblutet. Nach der Schwere kommt dann die Wärme: Arterien werden erweitert und die Körper wird bis zu den Zehen- und Fingerspitzen durchblutet. Damit breitet sich ein Gefühl der Wärme im gesamten Körper aus. Dann gibt es die Mittelstufe, die sich um den Atem, das Herz, die inneren Organe und die Gesichtsmuskeln kümmert, die man bewusst erspürt. Bei der Oberstufe des autogenen Trainings werden verschiedene Formen der Visualisierung und Autosuggestion geübt.

Autogenes Training: Mein linker Arm wird ganz warm

Das autogene Training braucht Zeit und Geduld. Man lernt es nicht über Nacht. Nicht umsonst heißt es Training, um die Sätze, die man sich in Gedanken immer wieder sagt, wie „Mein linker Arm wird ganz warm“, auch in die entspannte Realität führen. Autogenes Training ist eine von Ärzten und Krankenkassen anerkannte Therapiemaßnahme und so finden sich auch fast in jeder Stadt entsprechende Kurse. Auch für Kinder. Erste Eindrücke kann man auch in YouTube-Videos gewinnen, zudem gibt es Bücher* und Hörbücher, die dir eine Einführung in das autogene Training geben.

Ab einem Alter von vier Jahren kann man mittels Fantasie seinen Körper so manipulieren, dass man tatsächlich spürt, wie er schwerer wird. Das geschieht in so jungen Jahren als Fantasiereise – dabei wird ein entsprechend ruhiges Umwelt geschaffen und den auf Matten liegenden Kindern eine Geschichte erzählt, die sie Schritt für Schritt in ein entspanntes Ich versetzen sollen. Fantasiereisen sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um Kinder auf Meditation und richtiges autogenes Training vorzubereiten.
Ab sechs Jahren sind sie dann in der Lage, Formeln wie „Mein Atem geht ganz ruhig“ für sich selbstständig anzuwenden. Damit haben sie ein gutes Werkzeug, um sich selbst zu entspannen. Das Training sollte auf das Alter abgestimmt sein und die Kinder nicht langweilen. In der Vorbereitung werden die Muskeln angespannt und wieder losgelassen, um ein besseres Körpergefühl zu bekommen.

Schluss mit Stress!

Fantasiereisen für Kinder: Erste Entspannungs- & Meditationsideen

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Warum sollten Kinder autogenes Training machen?

Es ist immer gut, in Stresssituationen mentale Werkzeuge zur Hand zu haben, die einen wieder herunterholen. Es ist für jeden Menschen gut, sich entspannen zu können, denn nur mit einer richtigen Entspannung können wir uns später den Dingen wieder mit voller Konzentration widmen. Autogenes Training bringt Kindern bessere Konzentration, was wiederum zu besseren schulischen Leistungen führt. Deshalb wird es auch oft in Kitas oder Grundschulen durchgeführt – die Kinder sollen lernen, stressigen Situationen zu entkommen und sich zu beruhigen.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind von autogenem Training profitieren kann, erkundige dich nach den entsprechenden Kursen, die mittlerweile in vielen Orten angeboten werden. Probiere ruhig schon einmal Fantasiereisen aus, auch davon gibt es einige gute im Internet und auch entsprechende CDs zu kaufen. So kannst du auch dein Kind sanft auf die eigene Heilkraft vorbereiten. Es kann für deine Tochter oder deinen Sohn eine echte Offenbarung sein, sich ganz allein entspannen und beruhigen zu können. Wenn Kinder die Erfahrung machen, dass sie es ohne fremde Hilfe schaffen, sich besser zu fühlen, bringt ihnen das mehr Selbstbewusstsein und auch das ist ein positiver Effekt von autogenem Training.

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Autogenes Training: Die besten Entspannungstechniken für Kinder

Autogenes Training: So lernt Ihr Kind, sich zu entspannen

Das Grundprinzip des autogenen Trainings besteht bei Erwachsenen im wiederholten gedanklichen Aufsagen von kurzen formelhaften Sätzen, den sogenannten Ruheformeln im entspannten Sitzen oder Liegen. Durch Sätze wie „Ich bin ganz ruhig“, „Mein linker Arm ist warm“ oder „Mein rechtes Bein ist schwer“ wird bei regelmäßigem Üben eine tiefe körperliche und seelische Entspannung erzeugt. Kinder können diese Entspannungstechnik ab 4 Jahren erlernen. Anfangs in kindgerechte Fantasiegeschichten verpackt, lernen sie hierbei, wie angenehm sich die durch die Bilder im Kopf entstehende Ruhe und Entspannung anfühlen kann. Ab dem Schulalter lernen Kinder dann auch die Ruheformeln wie z. B. „Meine Arme und Beine sind ganz schwer“ oder „Meine Atmung geht ruhig und gleichmäßig“ kennen und später auch selbstständig anwenden.

Fantasiereise „Die kleine Raupe“ (für Kinder von 4 bis 8 Jahren)

Diese Geschichte zum Vorlesen lädt Ihr Kind zum Entspannen ein. Eine ruhige, gemütliche Atmosphäre und eine leise, angenehme Musik im Hintergrund oder ein schöner Duft aus der Duftlampe helfen Ihrem Kind zusätzlich dabei, sich zu entspannen.

Mache es dir für diese kleine Reise ins Fantasieland erst mal so richtig gemütlich. Wenn du magst, kuschle dich in ein Kissen und decke dich mit einer weichen Decke zu. Nun kannst du noch einmal ganz tief einatmen. Siehst du, wie sich deine Brust hebt und senkt? Mache langsam deine Augen zu. Merkst du, wie du auf einmal ganz ruhig wirst? Dein Körper fühlt sich schon ganz ruhig an. Und während du langsam immer noch ein bisschen ruhiger wirst, möchte ich dir etwas über eine kleine Raupe erzählen:

Die kleine Raupe

Raupen essen ziemlich viel, damit sie schnell wachsen und eines Tages ein wunderschöner Schmetterling werden. Jeden Tag gibt es viele neue Dinge zu entdecken und überall warten die leckersten Dinge auf sie. Unsere kleine Raupe isst am liebsten saftige Salatblätter. Schon ganz früh am Morgen macht sie sich auf den Weg, um ihr Frühstück zu suchen. Bis mittags hat sie dann schon ziemlich große Löcher in ihr Blatt gefressen. Um die Mittagszeit, als die Sonne ganz hoch am Himmel steht, wird unsere kleine Raupe auf einmal ganz müde. Sie sucht sich ein angenehmes Plätzchen auf einem schönen grünen Blatt. Müde und ganz schwer fühlt sie sich auf einmal. Sie rollt sich auf dem grünen Blatt so richtig gemütlich zusammen. Langsam schließt sie die Augen und fühlt das warme Sonnenlicht auf ihrer Haut. Ganz warm fühlt sich das an – wohlig warm. Ganz gleichmäßig atmet die kleine Raupe und spürt, wie das Blatt vom Wind hin- und hergeschaukelt wird. Sie träumt davon, wie es ist, später einmal ein wunderschöner Schmetterling zu sein. Nach einer Weile hat sich die kleine Raupe ausgeruht und wieder ziemlich großen Hunger bekommen. Sie räkelt und streckt sich noch einmal und wird dabei fast doppelt so lang wie normal. Und auch du kannst jetzt wieder wach werden und mit einem tiiiiefen Atemzug langsam hierher zurückkommen. Du kannst dich noch mal recken und strecken. Dann schlägst du deine Augen auf und bist wieder frisch und munter!

Autogenes Training: Übung macht den Meister

Die tiefe Entspannungsreaktion, die beim autogenen Training erreicht werden soll, kann körperliche und seelische Spannungszustände und Krankheiten heilen. Doch dies geschieht leider nicht auf Knopfdruck. Autogenes Training wirkt am besten, wenn Ihr Kind die Technik gründlich lernt und regelmäßig übt. Daher empfehle ich Ihnen bei ernsthaften Beschwerden nach Abklärung durch den Kinderarzt den Besuch eines kindgerechten Kurses zum Erlernen des autogenen Trainings. Entsprechende Kurse werden von Volkshochschulen und Entspannungstherapeuten angeboten. Das Üben mit einer CD ist für viele Kinder eine zusätzliche Möglichkeit, das autogene Training in den Alltag einzubauen und auch selbstständig anzuwenden.

Mein CD-Tipp:

Marita Henning, „Fantasie-Reisen für Kinder. Konzentration verbessern, Entspannung fördern mit Autogenem Training“

Autogenes Training für Kinder

Stand: 02.04.2015

Beim Autogenen Training lernen Kinder (und Jugendliche), besser mit Schwierigkeiten und Problemen umzugehen. Sie erleben eine Stärkung ihres Selbstbewusstseins, weil sie erfahren, wie sie durch Gedanken ihren Körper selbst beeinflussen und steuern können.

Mit 6 verschiedenen Übungen wird erlernt, den Körper bewusst wahrzunehmen, seine Abläufe und Vorgänge durch gedankliche Befehle (Formeln) und Merksprüche zu lenken. Die Übungen werden z. Tl. in Phantasiegeschichten eingebaut, bei denen die Kinder / Jugendlichen eine entspannte Haltung einnehmen.

Das jeweilige Thema kann vertieft werden durch passende Spiele. Das Kind erfährt z. B. am eigenen Körper, wie Schwere und Wärme wirken, es lernt richtig zu atmen, spürt den Rhythmus des Herzens in Ruhe und Bewegung usw.. Es lernt so die Gegensätze von Ruhe / Entspannung und Bewegung / Spannung kennen und kann das Geübte dann in den Alltag übertragen.

Autogenes Training kann u.a. helfen bei Schlafproblemen, Nervosität, Unruhe, Konzentrationsschwäche, Zappeligkeit, Ängsten (z.B. vor Prüfungen), Schüchternheit, psychosomatisch bedingten Kopf- und Bauchschmerzen.

Christina Hafezi

Tel. 0821 / 71 48 78
Mobil 0162-882 77 77

Verfasser dieses Artikels:
Christina Hafezi
Ergotherapeutin, staatlich anerkannt, 86167 Augsburg

Autogenes Training für Kinder von 6-10 Jahren – Präventionskurs

Es ist eine alte Methode zur Selbstentspannung und hilft den Kindern ihren Energiehaushalt durch üben der Suggestionsformeln wieder anzukurbeln und in negativen und hektischen Situationen, bei Prüfungen usw. ruhig zu bleiben und kurze Pausen der Entspannung einzulegen. So werden Krankheiten eingestellt der Organismus kann wieder frei fließen und die Energie wird freigesetzt.

Kinder können noch nicht wie Erwachsene die Sieben Formeln des AT aufsagen. Daher werden die Formel der Entspannung in Geschichten, Fantasiereisen integriert und laden so spielerisch zur Tiefenentspannung ein. Viele Geschichten und Tipps für zu Hause werden in einem Skript den Eltern überreicht für das häusliche Üben und Trainieren.

Kursinhalte

  • Kindgerechtes Lernen und Üben wissenschaftlich fundierter Entspannungstechniken
  • Bewegungsspiele, Übungen aus dem Kinderyoga, Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Fantasiereisen und Atemübungen

Kursziele

  • Förderung der Körperwahrnehmung, Stärkung des Selbstvertrauens
  • Verbesserung der Stressbewältigungs- und Konzentrationsfähigkeit
  • Hilfe bei einfachen Verhaltensstörungen (wie Ängste, motorische Unruhe)

Der Kurs beinhaltet Arbeitsmaterial für zu Hause sowie einen Infomittag für die Eltern und 2 Kursstunden mit Elternbeteiligung. Die Kinder sollen bitte ein kleines Kopfkissen oder Handtuch und etwas zum Trinken mitbringen.

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