Ausschabung periode danach

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Schwanger nach Fehlgeburt: Was beachten?

Schwanger nach Fehlgeburt: Was beachten? – Frauen, die nach einer Fehlgeburt schwanger werden, fürchten erneuten Abbruch der Schwangerschaft. Denn das Risiko eine erneute Fehlgeburt nach einer vorangegangen zu erleiden, steigt mit jeder Fehlgeburt. Dabei sind die Gründe für eine Fehlgeburt in der Schwangerschaft sehr verschieden. Oftmals trifft es auch Mütter, die kerngesund sind und sich gesund ernähren und leben. Die meisten Frauen machen sich daher sehr viele Gedanken, wenn der Schwangerschaftstest erneut positiv ausfällt und können sich meist nicht richtig freuen. Doch können Frauen, die erneut schwanger sind nach einer Fehlgeburt das Risiko minimieren, sodass es mit der Schwangerschaft klappt?

Schwanger nach Fehlgeburt: Mit dem Vergangenen abschließen

Auch wenn sehr viele Frauen eine Fehlgeburt nicht bemerken, so leiden die, die ihr Baby spät verlieren meist sehr stark darunter. Vor allem Frauen, die sich ein Baby wünschen und nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden, können sich nicht richtig freuen. Die Angst eine erneute Fehlgeburt zu erleiden, macht ihnen zu schaffen und sie denken immer wieder daran. Meistens dauert es etwas, bis Sie sich wieder über die neue Schwangerschaft freuen können und es ist auch vollkommen normal, dass Sie erst bangen und sich Sorgen machen.

Wichtig ist, dass Sie die Erinnerung nicht verdrängen, sondern akzeptieren. Lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf, weinen Sie um Ihr verlorenes Baby. Das hilft Ihnen, die innere Spannung abzubauen und den Verlust leichter zu verkraften. Wann Sie Ihren Bekannten und Verwandten von der neuen Schwangerschaft erzählen, ist Ihnen überlassen. Lassen Sie sich nicht drängen und entscheiden Sie den Zeitpunkt für sich selbst. Oftmals kann es aber helfen, schon früh zu jemanden Vertrauen zu fassen, denn auch Ihre Familie und Ihre Freunde können Ihnen eine Hilfe sein und Ihnen Zuversicht geben.

Schwanger nach Fehlgeburt: Jede Schwangerschaft ist anders

Freuen Sie sich auf das kommende Baby. Sie müssen, das was passiert ist, nicht vergessen. Doch denken Sie daran, dass jede Schwangerschaft anders verläuft. Das was beim letzten Mal passiert ist oder der Grund war, muss nicht wieder passieren. Mit jeder Woche wird die Zuversicht steigen, Sie werden sicherer und sehen wie sich die Dinge zum Positiven entwickeln. Versuchen Sie, an das heute zu denken und nicht daran, was morgen passieren kann. Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken um das Morgen, sondern um den heutigen Tag.

Lassen Sie ihn nicht mit den Sorgen ungenutzt verstreichen. Sehr oft kann es helfen, wenn Sie den Grund für Ihre Fehlgeburt kennen. Denn lag der Grund bei einer Gebärmutterhalsschwäche, beispielsweise, können Sie sich informieren was Sie dagegen unternehmen können. Wenn Sie etwas dagegen tun können, fühlen Sie sich auch besser und sicherer. Doch oftmals ist der Grund für einen Abort nicht nachvollziehbar. Allerdings bekommen viele Frauen, die eine Fehlgeburt hatten, später ein vollständig gesundes Baby. Entspannung hilft. Vor allem wenn Sie täglich sehr stressigen Situationen ausgesetzt sind. Viele schwangere Frauen greifen auf Yoga oder Mediation zurück um sich, einige Minuten aus dem Alltag zu stehlen und Entspannung zu finden.

Sprechen Sie mit Ihrem Partner, denn Sie können so wertvolle Kraft schöpfen und Unterstützung bekommen. Denken Sie an Ihre Termine bei Ihrem Arzt. So wissen Sie immer, wie es Ihrem Baby geht und ob alles in Ordnung ist. Auch beruhigt es Sie, wenn Sie den Herzschlag Ihres Babys hören und wissen, dass es ihm gut geht. Oftmals sind Hebammen oder auch Ärzte so freundlich und lassen Sie auch dazwischen vorbeikommen, damit Sie den Herzschlag Ihres Babys hören können.

Eine Hebamme unterstützt Sie bereits vor der Geburt und leistet wichtige Arbeit in Bezug auf Ihre Fragen und Ängste. Sie kann Ihnen eine wunderbare Unterstützung sein und Ihnen hilfreiche Tipps geben. Auch kann es helfen auf natürliche Heilmethoden zurückzugreifen und sich so durch bestimmte Therapien Sicherheit zu verschaffen.

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Nach einer Fehlgeburt: Was soll ich tun?

Der Verlust einer Schwangerschaft stellt für viele Paare eine traumatische Erfahrung dar. Nehmen Sie sich nach einer Fehlgeburt unbedingt Zeit, um sich davon nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu erholen.

Suchen Sie familiären und freundschaftlichen Beistand und nehmen Sie ggf. professionelle psychologische Hilfe oder Angebote der Selbsthilfe in Anspruch. Auch in Internetforen und Chatrooms können Sie Trost und Anregungen finden.

Trauern Sie bewusst (gemeinsam mit Ihrem Partner) und richten Sie dann den Blick wieder nach vorne, über das reine „Funktionieren“ im Alltag hinaus. Machen Sie sich auch klar, dass eine Fehlgeburt die häufigste Schwangerschaftskomplikation ist und sehr oft vorkommt, Sie also diesen Schicksalsschlag zumindest mit vielen anderen Menschen teilen.

Auf ein Neues

Dass darüber so wenig geredet wird, macht es – ähnlich wie bei anderen Tabuthemen auch – den Betroffenen sicher nicht leichter. Eine Fehlgeburt ist kein Makel, für den Sie sich zu schämen bräuchten. Es handelt sich auch nicht um ein Versagen Ihres Körpers, für das Sie sich rechtfertigen müssten – weder vor sich selbst, noch vor Ihrem nicht ins Leben gekommenen Kind oder vor irgendjemand anderem.

Auch wenn es Ihnen im Moment schwerfallen mag, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken: Es gibt keinen Grund, den eigenen Kinderwunsch in Frage zu stellen und einer erneuten Schwangerschaft mit Ängsten zu begegnen.

Erneute Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt: Was Du wissen musst

Wann kannst Du nach einer Fehlgeburt wieder versuchen, schwanger zu werden? Um ehrlich zu sein gibt es darauf keine endgültige Antwort. Nach dem Verlust der Schwangerschaft brauchen viele Frauen erst einmal eine Pause und legen das Projekt Baby für eine Weile auf Eis. Andere Frauen hingegen wünschen sich nichts sehnlicher, als gleich wieder schwanger zu werden. Du solltest deshalb das tun, was sich für Dich richtig anfühlt und Dir die Unterstützung holen, die Du brauchst.

Falls Du zur denjenigen gehörst, die wieder für eine Schwangerschaft bereit sind, dann fragst Du Dich vielleicht, ob Du diesmal etwas anders machen kannst, um eine erneute Fehlgeburt zu vermeiden. Sei ganz beruhigt: meistens werden Fehlgeburten nicht dadurch ausgelöst, dass Frauen etwas getan oder nicht getan haben. Fehlgeburten in einem frühen Stadium der Schwangerschaft passieren so häufig, dass sie von Ärzten als normales Ereignis auf dem Weg zum Baby angesehen werden. Rund 15% aller bekannten Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt. Wenn man jene Schwangerschaften hinzurechnet, die enden bevor die Frau überhaupt von ihrer Empfängnis erfährt, dann kann die Zahl sogar auf bis zu 50% steigen.
Die gute Nachricht: Weil Du bereits schwanger warst, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass beim nächsten Mal alles glatt läuft, bei 80%.

Im Folgenden findest Du alle wichtigen Informationen über das Schwanger-werden nach einer Fehlgeburt.

Muss Du drei Monate warten, bevor Du erneut versuchst schwanger zu werden?

Nein. Es ist unbedenklich, wenn Du direkt wieder versuchst ein Baby zu zeugen. Das gilt natürlich nur, wenn Dein Arzt Dir gegenteiliges sagt und Du Dich emotional dazu bereit fühlst. Direkt wieder schwanger zu werden vergrößert nicht das Risiko einer erneuten Fehlgeburt. Früher waren einige Ärzte der Meinung, dass Frauen nach einer Fehlgeburt geringere Mengen wichtiger Vitamine wie Folsäure aufweisen, weil dies nach Geburten oft der Fall ist. Bei Fehlgeburten trifft das aber nicht zu, da sie meistens vor der zwanzigsten Schwangerschaftswoche stattfinden.

Ein Grund, warum Ärzte manchmal dazu raten mit einer erneuten Schwangerschaft zu warten, ist die Berechnung des Geburtstermins. Nachdem Du nach Deiner Fehlgeburt einige Zyklen durchlaufen bist, ist der Geburtstermin einfach zu bestimmen. Der Geburtstermin wird ausgehend vom ersten Tag der letzten Periode berechnet. Wenn Du mit Ava oder einer anderen Methode Deinen Zyklus getrackt hast, weißt Du, wann Dein letzter Eisprung war. Diese Informationen kannst Du dann ganz einfach Deinem Arzt mitteilen.

Bitte beachte aber: Wenn ein gesundheitliches Problem, wie zum Beispiel eine verkürzte Lutealphase (der Zeitraum zwischen Eisprung und Periode), der Grund für Deine Fehlgeburt war, dann solltest Du vor dem nächsten Versuch einen Arzt konsultieren.

Ist es schwerer, nach einer Fehlgeburt wieder schwanger zu werden?

Überhaupt nicht. Deine Chancen, nach einer Fehlgeburt wieder schwanger zu werden sind so hoch wie bei jeder anderen Frau auch. Tatsächlich kann es sogar einfacher sein, in den drei Monaten nach einer Fehlgeburt schwanger zu werden. In einer medizinischen Studie wurden 1,000 Frauen nach ihrer Fehlgeburt begleitet. 70% der Frauen, die direkt wieder versucht haben, schwanger zu werden, sind es innerhalb von drei Monaten auch geworden. Bei jenen, die länger gewartet haben, waren es nur 51%.

Wie groß ist das Risiko einer erneuten Fehlgeburt?

Nicht sehr hoch! Obwohl ein Verlust der Schwangerschaft häufig vorkommen, passiert es bei nur 1% aller Frauen mehr als ein Mal. Nach einer Fehlgeburt bleibt die Chance, dass es wieder passiert, so hoch wie bei der ersten Schwangerschaft: bei 14%. Nach zwei Fehlgeburten steigt die Chance auf eine erneute Fehlgeburt auf 26%, nach dem dritten Mal auf 28%.

Wann hast Du Deinen nächsten Eisprung?

Die Blutungen nach einer Fehlgeburt können einige Tage oder einige Wochen andauern, und sind oft auch von Krämpfen begleitet. Manche Frauen haben ihren Eisprung bereits zwei Wochen nach dem Ende der Blutungen. Bei anderen dauert es länger, manche haben im ersten Zyklus überhaupt keinen Eisprung.

Wenn Du wieder in den Rhythmus des Zyklus-tracken kommen willst, kannst Du die Blutungen nach der Fehlgeburt als Deine Periode angeben.

Von Sharee Loeffler | Mrz 28, 2017 Tags: miscarriage

Sharee Loeffler

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Regel­schmerzen (Dys­me­nor­rhoe)

Auch wenn die Regelblutung zum Leben einer Frau gehört: Für starke Regelbeschwerden trifft das nicht zu. Keine Frau muss sie aushalten und meist lassen sie sich gut behandeln. Wenn die Schmerzen sehr stark sind oder mit der Zeit immer stärker werden, ist eine ärztliche Untersuchung zur Abklärung sinnvoll.

Symptome

In jedem Monatszyklus baut sich die Gebärmutterschleimhaut neu auf und wird am Ende mit der Regelblutung wieder abgestoßen – es sei denn, die Frau ist schwanger. Während der Menstruation ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter in unregelmäßigem Rhythmus zusammen und entspannen sich wieder. Dadurch löst sich die Schleimhaut von der Gebärmutterwand, das mit Blut vermischte Gewebe kann durch den Muttermund und die Scheide abfließen.

Das Zusammenziehen der Muskeln kann unbemerkt bleiben oder nur ein leichtes Ziehen verursachen, aber auch schmerzhafte Krämpfe auslösen. Regelschmerzen können auf den Unterleib beschränkt sein, aber ebenso in den Rücken und die Beine ausstrahlen. Bei einigen Frauen lösen die Krämpfe zudem Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall aus. Kopfschmerzen oder allgemeines Unwohlsein können hinzukommen. Frauen mit starker Blutung haben oft auch stärkere Regelschmerzen.

Ursachen und Risikofaktoren

Medizinisch werden zwei Arten von Regelschmerzen unterschieden: primäre und sekundäre. Primäre Regelschmerzen werden allein durch das Zusammenziehen der Gebärmutter ausgelöst. Dabei spielen hormonähnliche Botenstoffe eine wichtige Rolle, die Prostaglandine. Sie beeinflussen das Schmerzempfinden und bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen. Primäre Regelschmerzen sind bei Frauen unter 30 Jahren und Frauen mit starken Regelblutungen häufiger. Eine familiäre Veranlagung und auch Stress können ebenfalls eine Rolle spielen.

Sekundäre Regelschmerzen werden oft durch gutartige Geschwulste der Gebärmutter wie Myome oder Polypen verursacht. Starke Schmerzen können zudem auf eine Endometriose hinweisen. Dabei befindet sich Gebärmutterschleimhaut im Bauchraum außerhalb der Gebärmutter. Manchmal werden sekundäre Regelschmerzen auch durch eine Spirale zur Empfängnisverhütung ausgelöst.

Häufigkeit und Verlauf

Menstruationsschmerzen sind weit verbreitet: Die meisten Mädchen und Frauen haben während ihrer Periode zeitweise mehr oder weniger starke Schmerzen. Bei 10 von 100 Frauen sind die Beschwerden so stark, dass sie jeden Monat für ein bis drei Tage nicht in der Lage sind, ihren normalen Alltag zu bewältigen.

Bei Frauen unter 20 Jahren sind die Schmerzen meist stärker als bei älteren Frauen. Meist lassen die Beschwerden wenige Jahre nach der ersten Periode nach, bei manchen hören sie auch ganz auf. Viele Frauen haben nach der Geburt ihres ersten Kindes weniger Beschwerden.

Zu sekundären Beschwerden kommt es oft erst, wenn eine junge Frau bereits einige Jahre ihre Menstruation hatte. Sie können auch außerhalb der Regelblutung auftreten.

Behandlung

Zum Umgang mit Regelschmerzen erhalten Mädchen und Frauen viele, zum Teil widersprüchliche Ratschläge – von Ärztinnen und Ärzten, aber auch von anderen Frauen. Wirksam sind Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen. Diese gehören zur Wirkstoffgruppe der sogenannten nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR). Weil sie die Prostaglandin-Produktion hemmen, können sie die Beschwerden lindern. Die meisten Frauen vertragen NSAR gut. Manchmal haben sie jedoch Nebenwirkungen, insbesondere Magenbeschwerden.

Auch die Antibabypille kann Regelschmerzen lindern, weil sie den Eisprung verhindert. Dadurch werden ebenfalls weniger Prostaglandine produziert. Außerdem baut sich die Gebärmutterschleimhaut nicht in normaler Dicke auf und die Regelblutung fällt schwächer aus. Die Antibabypille kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit auslösen. Sie erhöht zudem das Thromboserisiko.

Es gibt Hinweise, dass Wärmepflaster und Wärmegürtel Regelschmerzen lindern können. Einige wenige Studien deuten zudem an, dass vielleicht auch körperliche Aktivitäten wie Joggen, Yoga und Gymnastik helfen.

Für eine Wirksamkeit anderer Behandlungen wie Akupunktur, Nahrungsergänzungsmittel oder pflanzliche Präparate gibt es keine Belege. Diese Verfahren wurden zwar in einigen Studien untersucht, diese zeigten aber widersprüchliche Ergebnisse oder waren nicht gut gemacht.

Bei manchen Frauen sind die Schmerzen so belastend, dass eine psychologische Schmerztherapie infrage kommen kann. Eine solche Therapie umfasst unter anderem psychologische Gespräche und Techniken zur Schmerzbewältigung (zum Beispiel Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen).

Sind Myome oder Endometriose die Ursache der Beschwerden, gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten. Dazu können auch Operationen gehören.

Leben und Alltag

Manchmal nehmen Freunde, Angehörige und Kollegen, aber auch Ärzte Menstruationsbeschwerden nicht ernst. Auch manche Frauen denken, sie müssten die Schmerzen einfach aushalten, weil sie zum Leben einer Frau „dazugehören“. Doch starke Schmerzen, die jeden Monat für mehrere Tage das Alltagsleben beeinträchtigen und vielleicht arbeitsunfähig machen, sind nichts, was man als „natürlich“ hinnehmen müsste. Wer solche Ratschläge öfter hört, tut sich vielleicht schwer, sich ausreichend Ruhe zu gönnen, ärztlichen Rat einzuholen oder nach einer passenden Behandlung zu suchen.

Vielleicht gelingt es, Wege zu finden, sich auf die Tage mit Schmerzen so einzustellen, dass sie weniger belasten. Dazu gehört für viele Frauen, es in dieser Zeit etwas ruhiger angehen zu lassen. Es kann sinnvoll sein, anstrengende Termine nicht in die Zeit der Monatsblutung zu legen. Einige Frauen empfinden Entspannungstechniken, Atemübungen, Yoga oder Tai Chi als hilfreich, um zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen. Manchen Frauen verschafft auch viel Bewegung Erleichterung. Warme Bäder und Saunagänge können als wohltuend empfunden werden.

Frauen, die wegen starker Schmerzen und Krämpfe häufig nicht zur Arbeit gehen können, haben häufiger mit Problemen am Arbeitsplatz, Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen zu kämpfen. Verständnis und Unterstützung durch Partner, Familie und Freunde bedeutet für viele Frauen eine große Erleichterung.

Weitere Informationen

Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle, wenn man krank ist oder bei einem Gesundheitsproblem ärztlichen Rat braucht. Wir informieren darüber, wie man die richtige Praxis findet, wie man sich am besten auf den Arztbesuch vorbereitet und was dabei wichtig ist.

Wie läuft eine Gebärmutterausschabung ab und wie lange dauert sie?

Bei einer Gebärmutterausschabung (Kürettage, Abrasio) werden Sie wie bei der frauenärztlichen Routineuntersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert. Anschließend erhalten Sie normalerweise eine Vollnarkose, alternativ kann der kurze Eingriff auch unter Lokalbetäubung vorgenommen werden.

Wie lange dauert eine Gebärmutterausschabung und was passiert danach?

Die eigentliche Kürettage dauert bei normalem Verlauf in der Regel nicht länger als 10 Minuten, der gesamte Eingriff etwa 15-30 Minuten. Bei umfangreichen oder komplizierten Gewebeabtragungen kann es auch mal länger dauern.

Unmittelbar nach dem Eingriff und dem Wiedererwachen aus der Narkose bleiben Sie noch einige Zeit vor Ort zur Beobachtung. Wenn Sie wieder klar im Kopf sind und sich fit genug für den Heimweg fühlen, werden Sie nach Hause entlassen. Allerdings sollten Sie sich von Angehörigen oder Freunden abholen lassen bzw. mit dem Taxi fahren. Autofahren ist tabu, auch auf öffentliche Verkehrsmittel sollten Sie verzichten.

Legen Sie sich ins Bett und ruhen Sie sich aus, wenn Sie sich nach dem Eingriff müde und schläfrig fühlen. Ein bisschen Bewegung noch am OP-Tag ist allerdings empfehlenswert, um den Kreislauf wieder anzukurbeln.

Lesen Sie dazu auch:
Wie verlaufen die Tage nach der Ausschabung und worauf muss ich achten?

Operations-Details (müssen Sie nicht lesen)

Nach der Desinfektion des äußeren Genitalbereichs führt der Arzt das sogenannte Spekulum in die Scheide ein, durch das er den Muttermund ausfindig machen und die benötigten Instrumente einführen kann. Der Muttermund wird mit diesen Instrumenten fixiert und dann der Gebärmutterhals vorsichtig geweitet.

Bevor die eigentliche Ausschabung beginnt, wird zunächst die Gebärmutterschleimhaut in Augenschein genommen (Hysteroskopie). Dann erfolgt die vorsichtige Ausschabung von Hals und Höhle der Gebärmutter mit einer Kurette (einer Art Löffel mit scharfen Rändern). Die abgetragene Schleimhaut wird in einem Behältnis aufgefangen, mit Formaldehyd konserviert und zur feingeweblichen Untersuchung an ein pathologisches Labor gesandt. Wurden bei der Gebärmutterspiegelung auffällige Gebilde (z.B. Polypen) gesichtet, werden auch diese entfernt und mikroskopisch untersucht.

Lesen Sie dazu auch:
Was ist vor einer Gebärmutterausschabung zu beachten?

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Wie lange dauert die Krankschreibung nach einer Ausschabung der Gebärmutter?

Die Ausschabung der Gebärmutter gehört zu den Routineeingriffen eines Gynäkologen. Zum Einsatz kommt die Ausschabung, die auch Abrasio oder Kürettage genannt wird, aus unterschiedlichen medizinischen Gründen. Meist wird sie bei Schwangerschaftsabbrüchen, Fehlgeburten oder zur weiteren Diagnostik von einem erfahrenen Arzt durchgeführt. Obwohl es sich um eine häufige Untersuchung handelt, ist die Gebärmutterausschabung ein operativer Eingriff, der mit gewissen Risiken verbunden ist. Damit die Operation ohne Komplikationen verläuft, gibt es einiges zu beachten. Besonders nach dem Eingriff sollte sich die Patientin schonen und bestimmte Verhaltensregeln berücksichtigen. Gelegentlich schreibt der Arzt die Patientin für einige Tage krank. Die Dauer der Krankschreibung ist dabei vom Verlauf der Operation und den Lebensumständen der Patientin abhängig. Meistens können betroffene Frauen bereits nach wenigen Tagen ihrem gewohnten Alltag nachgehen.

Der Ablauf während und nach der Gebärmutterausschabung

Für eine Ausschabung der Gebärmutter wird die Patientin in Vollnarkose gelegt. In einigen Fällen, zum Beispiel bei einer Ausschabung des Gebärmutterhalses, ist auch eine lokale Betäubung ausreichend. Meistens wird der Eingriff ambulant durchgeführt, das heißt, die Patientin kann nach der Operation wieder nach Hause entlassen werden. Dies ist vom Gesundheitszustand der Patientin abhängig und wird vom Arzt entschieden. Nach der Einleitung der Narkose und der Desinfektion führt der Arzt die Kürette, ein spezielles Instrument zur Ausschabung, in die Gebärmutter ein. Mit der Kürette entfernt er das zu untersuchende Gewebe. Meist ist der Eingriff in fünf bis zehn Minuten beendet. Trotzdem handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff und eine Vollnarkose, die in vielen Fällen eine mehrtägige Krankschreibung erforderlich machen.

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Direkt nach der Gebärmutterausschabung verbringt die Patientin noch genügend Zeit in der Praxis, um die Narkose abzubauen. Erst wenn der Arzt seine Zustimmung gibt und der Zustand der Patientin stabil ist, darf sie sich auf den Weg nach Hause machen. Direkt nach dem Eingriff und der Narkose, ist das Autofahren nicht erlauben. Es ist sinnvoll, von jemanden abgeholt zu werden. Daheim sollte sich die Patientin ausruhen und hinlegen. Ein paar Schritte schaden aber nicht, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. In den ersten Tagen und Wochen nach dem Eingriff kann es zu leichten Blutungen, Schmerzen und Krämpfen kommen. Das ist völlig normal. Treten Fieber, intensive Schmerzen oder starke Blutungen auf, ist ein Arzt aufzusuchen.

Da der Muttermund durch die Operation noch leicht geöffnet ist, sollte drei Wochen lang auf Schwimmen, Geschlechtsverkehr, Saunabesuche oder das Einführen von Tampons verzichtet werden. Auch körperliche Anstrengungen sind nicht ratsam. Bei Bedarf wird der Arzt eine Krankschreibung ausstellen.

Ist eine Krankschreibung immer erforderlich?

Ob eine Krankschreibung nach dem Eingriff erforderlich ist, entscheidet der Arzt. In der Regel können Patienteninnen ein bis zwei Tage nach dem Eingriffe die meisten Tätigkeiten wieder aufnehmen. Wie lange der Arzt eine Krankschreibung ausstellt, hängt vom individuellen Verlauf und der ausgeübten Berufstätigkeit aus. Je nach Zustand der Patientin und ausgeübtem Beruf schreibt der Arzt die betroffene Person für mehrere Tage krank. Bei körperlich anstrengenden Arbeiten empfiehlt sich eine Krankschreibung von mindestens einer Woche.

Grundsätzlich sollte sich die operierte Person nach der Operation Ruhe gönnen und keiner Arbeit am Operationstag nachgehen. Auch an den Tagen nach der Operation ist körperliche Schonung sinnvoll, damit keine erneuten Blutungen auftreten. Vor allem schweres Heben ist nicht förderlich für den Heilungsprozess. Zudem sollte die Patientin mindestens zwei Wochen lang auf intensiven Sport verzichten. Sonst kann es erneut zu Blutungen kommen.

Curettage (Kürettage, Abrasio, Gebärmutterausschabung)

Die Curettage ist der am häufigsten durchgeführte gynäkologische Eingriff. (RossHelen / iStockphoto)

Bei einer Curettage wird die Gebärmutterschleimhaut mithilfe eines speziellen Instruments entfernt. Der Eingriff gilt als risikoarm und ist nur sehr selten mit Komplikationen verbunden.

Kurzfassung:

  • Curettage bezeichnet einen gynäkologischen Eingriff.
  • Eine Curettage wird unter Vollnarkose oder in Regionalanästhesie vorgenommen und gilt als risikoarmer Eingriff.
  • Bei einer Curettage wird die Gebärmutterschleimhaut mithilfe eines speziellen Instruments (Kürette) entfernt.
  • Sie kann aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen vorgenommen werden.

Was ist eine Curettage?

Als Curettage wird ein gynäkologischer Eingriff bezeichnet, bei dem die Gebärmutter ausgeschabt und damit die Gebärmutterschleimhaut entfernt wird. Dafür kommt ein scharfer (Abrasio) oder stumpfer Löffel (Curettage) zum Einsatz, in manchen Fällen wird die Schleimhaut auch über ein dünnes Röhrchen abgesaugt (Saugcurettage).

Wann ist eine Curettage notwendig?

Die Curettage ist der am häufigsten durchgeführte gynäkologische Eingriff. Sie kann aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen vorgenommen werden.

Diagnostisch:

  • Gewinnung von Gewebe zur weiteren Untersuchung: bei unklaren Blutungen, Verdacht auf Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs, Endometriumhyperplasie

Therapeutisch:

  • Blutungsstörungen: verstärkte oder unregelmäßige Blutungen, Dauerblutungen oder Blutungen nach den Wechseljahren
  • Myome: gutartige Tumore der Gebärmuttermuskulatur
  • Polypen: gutartige Ausstülpung der Gebärmutterschleimhaut
  • Medizinisch indizierter Schwangerschaftsabbruch
  • Nach Tot- oder Fehlgeburten: Nach einer Fehlgeburt (Abort) kann es notwendig sein, Gewebereste wie Embryoteile oder Mutterkuchenreste aus der Gebärmutter zu entfernen. Damit sollen weitere Blutungen oder Infektionen verhindert werden.
  • Bei einer Blasenmole: Entstehung eines Tumors statt eines Embryos nach Einnistung einer fehlerhaft befruchteten Eizelle in der Gebärmutter
  • Nach der Geburt: bei starken Blutungen nach der Geburt, wenn sich Teile der Plazenta nicht vollständig von der Gebärmutter abgelöst haben

Wie erfolgt die Curettage?

Bei einer Curettage handelt es sich um einen in der Regel risikoarmen Eingriff. Sie wird entweder in Vollnarkose oder in Regionalanästhesie (Periduralanästhesie, Spinalanästhesie oder Verabreichung eines Lokalanästhetikums im Bereich des Muttermundes) vorgenommen und dauert etwa 10–15 Minuten. In manchen Fällen ist es zunächst notwendig, den Gebärmutterhals etwas zu dehnen. Dies kann medikamentös oder mechanisch mithilfe eines Stäbchens erfolgen. Anschließend wird die Gebärmutterschleimhaut mit einer Kürette – einem chirurgischen Löffel mit scharfem oder stumpfem Rand – abgetragen.

In den meisten Fällen wird die Curettage mit einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kombiniert. Dabei kann das Innere der Gebärmutter mithilfe eines optischen Instruments begutachtet werden.

Verschiedene Arten von Curettagen

Zur Ausschabung der Gebärmutter kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:

  • Saugcurettage (Aspirationscurettage)

Die sogenannte Saugkürettage wird zu diagnostischen Zwecken oder bei Schwangerschaftsabbrüchen bzw. nach Fehlgeburten innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen eingesetzt. Bei der Saugkürette handelt es sich um ein spezielles elektronisches Gerät, mit dessen Hilfe die Gebärmutterschleimhaut über ein dünnes Röhrchen, das durch den Muttermund eingeführt wird, abgesaugt wird. Hierfür ist meist keine vorherige Weitung des Muttermundes erforderlich. Komplikationen treten bei dieser Art der Curettage nur sehr selten auf.

  • Strichcurettage

Die Strichcurettage wird zu Diagnosezwecken angewendet. Dabei wird die Schleimhaut der Vorder- und/oder Hinterwand der Gebärmutter streifenförmig entfernt und anschließend feingeweblich untersucht.

  • Nachcurettage

Als Nachcurettage wird die Abschabung der Gebärmutterschleimhaut nach einer Tot- oder Fehlgeburt bezeichnet. Sie wird angewendet, um eventuell vorhandene Reste der Schwangerschaft aus der Gebärmutter zu entfernen.

  • Fraktionierte Abrasio

Bei einer fraktionierten Abrasio wird das Gewebe aus Gebärmutter und Gebärmutterhals getrennt gewonnen, um eine Beurteilung des Ortes der Schleimhautveränderung vornehmen zu können.

Wie geht es nach einer Curettage weiter?

Eine Curettage erfordert in der Regel einen Krankenhausaufenthalt von einem Tag. Da anschließend körperliche Schonung empfohlen wird, verbringen Frauen etwa eine Woche in Krankenstand.

Unmittelbar nach dem Eingriff kann es abhängig von der Operationsmethode zu Schmerzen im Unterbauch und leichten Blutungen für 3–5 Tage kommen. Bis zur nächsten Regelblutung kann noch ein bräunlicher Ausfluss vorhanden sein.

Da der Muttermund nach einer Kürettage noch eine Weile leicht geöffnet ist, sollte zudem für etwa drei Wochen auf Baden, Schwimmen, Saunieren sowie Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Auch Tampons sollten nicht benutzt werden.

Treten im Anschluss an die Kürettage ungewöhnlich starke Blutungen, Schmerzen oder Fieber auf, sollte ehestmöglich der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

Welche Nebenwirkungen hat eine Curettage?

Eine Curettage gehört zu den gynäkologischen Routineeingriffen und gilt allgemein als sehr sicher.

Unter Umständen kann es während der Kürettage zu einer Schädigung der Gebärmutterschleimhaut kommen; diese kann dann ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen (Endometriuminsuffizienz). Dies kann zur Folge haben, dass die anschließenden Regelblutungen schwächer werden oder ganz ausbleiben. Das Einnisten einer befruchteten Eizelle kann dadurch erschwert sein.

Eine weitere mögliche Komplikation ist die Durchstoßung der Gebärmuttermuskulatur (Perforation), was vor allem bei älteren, postmenopausalen Patientinnen passieren kann, da die Gebärmutter dann atroph (klein) ist und die Muskelschicht dünner als in jungen Jahren. In diesem Fall muss man über eine diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung) die Perforationsstelle aufsuchen und je nach Größe überkleben oder übernähen.

Nach mehrmaligen Curettagen kann es als Langzeitkomplikation zu Verwachsungen des Muttermundes oder einer Verklebung der Gebärmutterhöhle kommen. Bei bestehendem Kinderwunsch ist daher rund sechs Wochen nach einer Kürettage eine Gebärmutterspiegelung sinnvoll. Sind Verklebungen vorhanden, können diese im Rahmen der Hysteroskopie frühzeitig gelöst werden.

Eine Kürettage im Rahmen einer Fehlgeburt oder einer Abtreibung bedeutet oftmals auch eine starke psychische Belastung, bei der professionelle Hilfe notwendig sein kann.

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Autoren:
Mag. Astrid Leitner
Medizinisches Review:
Dr. med. Eva Lehner-Rothe
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild

Stand der medizinischen Information: Februar 2019

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