Aufgaben elternbeirat kindergarten

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Hilfe, die Elternbeirats-Wahl in der Kita steht an

1. Frage: Müssen wir Wahlen zur Elternvertretung durchführen?

Antwort: Ja. Alle Kita-Gesetze schreiben vor, dass in Kitas eine Elternvertretung gewählt wird. Sie als Kita müssen daher diese Wahl ermöglichen und vorbereiten.

2. Frage: Was passiert, wenn niemand bereit ist, sich in der Elternvertretung zu engagieren?

Antwort: Das ist gesetzlich nicht vorgesehen. Im Grundsatz bleibt die alte Elternvertretung so lange kommissarisch im Amt, bis eine neue gewählt wird. Damit Sie gar nicht erst in die unangenehme Situation kommen, dass sich niemand zur Wahl stellt, sollten Sie vor der Wahl aktiv die Werbetrommel für die Elternvertretung rühren und gezielt Eltern ansprechen, mit denen Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Hilfreich ist es auch, wenn Sie den Eltern deutlich machen, was bei einer Wahl auf sie zukommt und dass sich der Zeitaufwand für das Engagement doch in Grenzen hält und in der Regel sehr überschaubar ist.

3. Frage: Wer wählt die Elternvertretung?

Antwort: Die Elternvertretung wird von der Elternversammlung gewählt. Zur Elternversammlung zählen alle Eltern, deren Kind oder Kinder in Ihrer Kita betreut werden.

4. Frage: Wie viele Elternvertreter werden pro Gruppe gewählt?

Antwort: In der Regel werden für jede Gruppe 2 Elternvertreter gewählt. Diese Vertreter werden dann nur von den Eltern der jeweiligen Gruppe gewählt. Die vorgeschlagenen Eltern dürfen sich auch selbst wählen. Gibt es in einer Gruppe nicht genügend Kandidaten, können Sie den „freien Platz“ mit Anwärtern aus einer anderen Gruppe besetzen. Ansonsten bleibt die Position unbesetzt.

5. Frage: Wer ist bei den Wahlen zur Elternvertretung wahlberechtigt?

Antwort: Wahlberechtigt sind die Erziehungsberechtigten des in Ihrer Kita betreuten Kindes. Voraussetzung ist, dass die Eltern das gemeinsame Sorgerecht haben. Hat nur ein Elternteil das Sorgerecht, ist auch nur dieser Elternteil wahlberechtigt. Gleiches gilt für die Wählbarkeit in den Elternbeirat.

6. Frage: Wie viele Stimmen haben die Eltern, wenn sie gemeinsam zur Versammlung kommen?

Antwort: Die Eltern haben pro Kind, das in Ihrer Kita betreut wird, eine Stimme. Das heißt konkret: Kommen die Eltern gemeinsam zur Elternversammlung und haben sie 1 Kind, das in Ihrer Einrichtung betreut wird, haben die Eltern 1 Stimme. Haben die Eltern hingegen 2 Kinder in der Kita, so haben sie für beide Kinder eine Stimme.

7. Frage: Können wir per Handzeichen wählen?

Antwort: Nein. Denn es handelt sich hierbei um Personenwahlen und diese erfolgen grundsätzlich geheim, d. h. mit Stimmzetteln. Sie sollten daher auch bei der Wahl des Elternbeirats Stimmzettel benutzen und genügend Zettel vorbereiten. Das kostet zwar ein wenig Zeit, gewährleistet aber, dass Sie ehrliche Ergebnisse bekommen. Denn der Gruppendruck, der bei Abstimmungen per Handzeichen ausgeübt wird, ist nicht zu unterschätzen. Wollen Sie dennoch per Akklamation wählen, ist dies nur möglich, wenn niemand diesem Vorgehen widerspricht. Eine Wahl per Akklamation ist immer dann sinnvoll, wenn es nur einen Bewerber gibt und offenkundig nicht mit Gegenstimmen zu rechnen ist.

8. Frage: Können auch Eltern gewählt werden, die an der Wahlversammlung nicht teilnehmen können?

Antwort: Wenn Eltern an der Elternversammlung nicht teilnehmen können, Ihnen aber schon im Vorfeld signalisieren, dass sie sich gern engagieren möchten, können sie auch in Abwesenheit gewählt werden.

Tipp für Ihre Praxis
Achten Sie unbedingt darauf, dass abwesende Eltern Ihnen vorher schriftlich bestätigen, dass sie für den Fall ihrer Wahl in den Elternbeirat diese Wahl annehmen. Fehlt eine solche Erklärung, sollten Sie vorsichtig sein. Denn wenn Sie Eltern in Abwesenheit in den Elternbeirat wählen und diese dann die Wahl nicht annehmen, müssen die Wahlen wiederholt werden.

9. Frage: Kann ich den Elternbeirat auflösen, wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert?

Antwort: Nein. Sie können nur die Grenzen der Handlungsmöglichkeiten des Elternbeirats klar festlegen und sich darum bemühen, dass die nächste Elternvertretung mit konstruktiveren Eltern besetzt ist.

UNSER RAT:
Sie als Leitung müssen mit der Elternvertretung eng zusammenarbeiten, und ein Jahr kann sehr lang werden, wenn das nicht funktioniert. Sie sollten daher Einfluss auf die Besetzung der Vertretung nehmen und gezielt Eltern ansprechen, die Sie für geeignet halten.

Wenn Ihr Kind in eine Tageseinrichtung aufgenommen worden ist, können Sie dort für den Elternbeirat kandidieren. Dieser vertritt die Interessen der Eltern gegenüber den Fachkräften und dem Träger. Auf dieser Seite lesen Sie, welche Aufgaben die Elternvertretung hat.

Der Elternbeirat

In den Kita-Gesetzen und -verordnungen der Bundesländer wird im Detail geregelt, wie die Elternvertretung gewählt wird und welche Rechte ihr zukommen. Dementsprechend gibt es von Land zu Land große Unterschiede. Diese zeigen sich schon in der Bezeichnung der Elternvertretung, die z.B. „Elternrat“, „Elternausschuss“ oder „Kindergartenbeirat“ heißen kann. Hier sind nur Eltern Mitglieder, die aber zu ihren Sitzungen die Kita-Leitung (und den Träger) einladen können. Hingegen verweisen Begriffe wie „Kindertagesstätten-Ausschuss“, „Rat der Einrichtung“ oder „Kuratorium“ darauf, dass hier neben den Eltern auch die Fachkräfte und der Träger vertreten sind. Die „Kräfteverhältnisse“ werden im Landesrecht festgelegt. Da die Gremien aber nicht darauf angelegt sind, Mehrheitsbeschlüsse herbeizuführen, spielen die Zahlenverhältnisse keine entscheidende Rolle. Vielmehr soll möglichst ein Einvernehmen der Mitglieder angestrebt werden.

Die Elternvertreter/innen werden in der Regel zu Beginn des Kita-Jahres nach landesspezifischen Vorgaben gewählt. Der Elternrat ist Ansprechpartner für alle Eltern der Einrichtung, aber auch für das Personal und den Träger der Kindertageseinrichtung. Er nimmt Wünsche, Anregungen und Vorschläge der Eltern entgegen, prüft sie und bringt sie gegenüber Kita-Leitung und Träger ein. So wird die Elternvertretung zum „Sprachrohr“ der gesamten Elternschaft.

Der Elternbeirat tritt mehrmals im Verlauf des Jahres zusammen. Die Mitspracherechte sind von Land zu Land unterschiedlich und umfassen beispielsweise:

  • das Recht auf Information über alle die Einrichtung betreffenden Angelegenheiten durch Kita-Leitung und Träger
  • die bauliche, einrichtungsmäßige und sächliche Ausgestaltung der Kindertagesstätte
  • organisatorische und finanzielle Angelegenheiten (z.B. die Höhe der Elternbeiträge)
  • der Umfang der Personalausstattung, die Einstellung und Kündigung von Fachkräften
  • die Öffnungs- und Schließzeiten
  • Kriterien für die Aufnahme von Kindern
  • die Grundsätze der pädagogischen Konzeption
  • die Jahresplanung
  • zusätzliche pädagogische Angebote wie z.B. Sprach-, Musik- oder Schwimmkurse unter Mitwirkung externer Fachleute
  • die Elternarbeit der Kindertageseinrichtung
  • usw.

Der Elternvertretung werden keine echten Entscheidungskompetenzen zugesprochen, da diese als unvereinbar mit der pädagogischen Eigenverantwortung der Fachkräfte und dem Entscheidungsrecht der Träger gelten. So hat der Elternbeirat nur ein Informations-, Anhörungs- und Beratungsrecht. Er kann aber auch auf diesem Wege einen großen Einfluss ausüben, insbesondere wenn ein vertrauensvolles und kooperatives Verhältnis zwischen ihm, der Kita-Leitung und dem Träger besteht.

Der Elternrat kann eigene Informationsabende, Gesprächskreise für Eltern, einem Elternstammtisch, ein Elterncafé oder ähnliche Veranstaltungen organisieren und die Eltern zum Engagement für ihre Kita „animieren“. Ferner kann er die Zusammenarbeit mit der Schule, der dortigen Elternvertretung und dem Jugendamt fördern.

Elternbeiräte geben den Fachkräften Feedback hinsichtlich der Bedürfnisse und Zufriedenheit der Eltern und stellen sich schützend vor sie, falls einzelne Eltern unerfüllbare Wünsche oder unberechtigte Kritik äußern. So sind sie auch Bündnispartner und Wegbegleiter der Pädagog/innen. Schließlich können Elternräte einen Förderverein gründen und damit der Kindertageseinrichtung eine neue Finanzierungsquelle erschließen.

Die Elternvertreter/innen können sich zu Gemeinde-, Stadt-, Kreis- und Landeselternräten zusammenschließen oder müssen dies laut Landesrecht. So können sie auch auf der örtlichen Ebene (z.B. gegenüber dem Jugendamt) oder auf der Landesebene (z.B. gegenüber dem zuständigen Ministerium) Einfluss ausüben.

Die Wahlperiode für die Mitglieder beträgt zwei Jahre. Mitglieder, deren Kinder den Kindergarten vor Ablauf der Wahlperiode verlassen, scheiden automatisch aus dem Kindergartenbeirat aus. Es können daher auch Eltern gewählt werden, deren Kinder keine vollen zwei Jahren mehr im Kindergarten sind.

Bei der nachfolgenden Wahl zu Beginn des Kindergartenjahres werden für die ausgeschiedenen Mitglieder und für die Mitglieder, deren Wahlperiode abgelaufen ist, neue Mitglieder gewählt. Eine Wiederwahl ist zulässig.

Der Kindergartenbeirat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden, dessen Stellvertreter, den Kassier und den Schriftführer. Der Vorsitzende, der Stellvertreter, der Kassier und der Schriftführer werden nach jeder Wahl neu bestimmt. Eine Wiederwahl ist zulässig. Der Kindergartenbeirat kann sich eine Geschäftsordnung geben.

Der Kindergartenbeirat gibt einen jährlichen Rechenschaftsbericht.

Der Vertreter des Trägers, die Leitung des Kindergartens und die Gruppenleiterinnen sind unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu den Sitzungen einzuladen.

Der Kindergartenbeirat tagt öffentlich, soweit nicht Personalangelegenheiten besprochen werden oder der Beirat im Einzelfall den Ausschluss der Öffentlichkeit beschließt.

Antworten auf die 6 häufigsten Fragen rund um die Rechte und Pflichten von Elternbeiräten

Der Elternbeirat ist Beobachter und Sprachrohr für Eltern, Kinder und Sie. Im Kita-Gesetz Ihres Bundeslandes, z. B. § 10 KitaG Niedersachsen, ist geregelt, welche Aufgaben und Rechte Ihr Elternbeirat hat. In 1. Linie sind dies Informations- und Anhörungsrechte. Im Folgenden finden Sie Antworten auf die 6 häufigsten gestellten Fragen.

1. Frage: Was ist ein Elternbeirat?

Der Elternbeirat ist die Vertretung der Eltern der aufgenommenen Kinder – also ein Mitwirkungsorgan.

2. Frage: Wer sind sinngemäß Eltern?

Alle Erziehungsberechtigten, die das Sorgerecht für ihr Kind haben. Also keine weiteren Personen, wie beispielsweise die neue Freundin des alleinstehenden Vaters. Bei getrennten Eltern ist immer zu klären, wer das Sorgerecht für das Kind hat.

3. Frage: Wie heißt der gewählte Elternbeirat bei uns?

Der Elternbeirat wird in unterschiedlichen Bundesländern unterschiedlich bezeichnet – beispielsweise Elternbeirat, Elternrat oder Elternausschuss.

4. Frage: Gibt es einen gemeinsamen Elternbeirat in unserem Bezirk/Bundesland?

Die Landesgesetze sehen eine gemeinsame Vertretung der Eltern auf Ebene eines Jugendamtbezirks vor. Dieser wird je nach Bundesland unterschiedlich benannt, beispielsweise Jugendamtselternbeirat oder Bezirkselternausschuss Kita. Auf der Ebene eines ganzen Bundeslandes gibt es auch als Ansprechpartner für die Landesregierung einen gewählten Elternbeirat. Auch diese wird je nach Bundesland unterschiedlich benannt. Namen hierfür sind u. a. Landesjugendamtselternbeirat und Landeselternausschuss Kita. Informieren Sie Ihre Elternbeiratsmitglieder über diese Gremien.

5. Frage: Was sind die Aufgaben eines Elternbeirats?

Ihr Elternbeirat kann und soll sich an allen wesentlichen Entscheidungen beteiligen. Bei der Arbeit mit dem Elternbeirat kommt es maßgeblich auf eine gute Kooperation und gute gemeinsame Entscheidungen an. In der Übersicht in diesem Beitrag finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Aufgaben und Pflichten.

6. Frage: Wie lange dauert die Wahlperiode des Elternbeirats?

Der Elternbeirat wird grundsätzlich einmal im Kita-Jahr für 1 Jahr gewählt. Die Wahl findet in der Regel in den ersten 2 Monaten des Kita-Jahres statt. Findet die Neuwahl aus irgendeinem Grund später statt, bleibt der „alte“ Elternbeirat so lange im Amt, bis der neue gewählt ist, auch wenn das Jahr bereits abgelaufen ist.

Aufgaben des Elternbeirats

  • Unterstützung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
  • Förderung der Zusammenarbeit von Träger, Einrichtung und Eltern
  • vertrauensvolles Zusammenarbeiten mit den Fachkräften
  • Verständnis der Eltern wecken für die Arbeit der Einrichtung
  • Unterstützung des Kindes mit seinem Anspruch auf Erziehung, Bildung und Betreuung in der Kita
  • Einsetzen für eine angemessene Besetzung mit Fachkräften und eine kindgemäße sachliche und räumliche Ausstattung
  • Weitergeben von Wünschen, Anregungen, Vorschlägen und Kritik der Eltern an die Leitung und den Träger
  • In der Öffentlichkeit Verständnis für die Arbeit der Einrichtung wecken
  • Beteiligung an allen wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung, insbesondere am pädagogischen Konzept, der Organisation und den Betriebskosten
  • Anhörungsrecht zur Regelung der Ferienzeiten, Öffnungszeiten und der Einführung neuer Konzepte

Elternbeirat in der Kita: Warum Du mitwirken solltest

Ein Jahr ist seit meiner Wahl in den Elternbeirat unserer Kita vergangen. Am Anfang hatte ich Bedenken, ob ich das neben all meinen anderen Themen noch schaffen würde und blicke nun voller Hoffnung und Pläne auf das 2. Jahr.

In diesem Artikel zeige ich Dir, was ein Elternbeirat eigentlich macht und warum Du unbedingt dabei sein solltest.

Funktion und Aufgaben des Elternbeirats

Der Elternbeirat dient als wichtiges Verbindungsstück zwischen Eltern und Kita-Leitung. Er ist Ansprechpartner für die Sorgen und Wünsche der Eltern und trägt diese der Leitung des Kindergartens vor. Wichtig ist, dass Kritik nicht ungefiltert und unreflektiert weitergegeben, sondern eventuell auch abgefangen wird, wenn sie ungerechtfertigt ist.

Ein Elternbeirat wird je nach Landesgesetzgebung auf zwei Jahre von den Eltern der Kindergartenkinder gewählt und soll paritätisch alle Gruppen in der Einrichtung vertreten. Der Elternbeirat selbst wählt einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter.

Dem Elternbeirat wird per Gesetz das Recht auf Information, Anhörung und Beratung eingeräumt. So muss er zum Beispiel in Thüringen laut §12 ThürKitaG vor folgenden Entscheidungen einbezogen und ihm Zeit zur Stellungsnahme gegeben werden:

  • zum pädagogischen Konzept der Kindertageseinrichtung,
  • zur räumlichen und sachlichen Ausstattung,
  • zur personellen Besetzung mit pädagogischen Fachkräften,
  • zum Haushaltsplan der Kindertageseinrichtung,
  • zur Gruppengröße und -zusammensetzung,
  • zur Hausordnung,
  • zu Öffnungs- und Schließzeiten.

Zustimmungspflichtig sind Entscheidungen, die die finanziellen Belange der Eltern betreffen, wie z.B. die Planung und Gestaltung von Veranstaltungen für Kinder und Eltern sowie die Auswahl der Verpflegung in der Kindertageseinrichtung.

Wie läuft die Arbeit im Elternbeirat ab?

In der Regel trifft sich das Gremium in regelmäßigen Abständen um sich über die neuesten Vorkommnisse, Termine und Rückmeldungen aus der Elternschaft auszutauschen.

Die Kommunikation mit den Eltern könnte zum Beispiel durch eine zentrale Mailadresse oder einen Kummerkasten, in den kleine Briefchen mit Anliegen geworfen werden, hergestellt werden. Die Erkenntnisse aus den Elternbeiratstreffen werden dann elektronisch oder persönlich an die Leitung der Einrichtung übermittelt.

Ziel ist eine vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit zwischen Eltern, Elternbeirat und Kita-Leitung, so dass alle Seiten (Mitarbeiter, Eltern und Kinder) davon profitieren.

5 Argumente, warum Du beim Elternbeirat mitwirken solltest

  1. Du kannst aktiv Einfluss auf die Entscheidung der Kita-Leitung nehmen und so persönlich die Verhältnisse in der Kita zu Deinen Gunsten verbessern.
  2. Du kannst die Qualität im Kindergarten steigern.
  3. Du bist Ansprechpartner für die Eltern und schaffst eine vertrauensvolle Atmosphäre.
  4. Du kannst auf Missstände gezielt hinweisen.
  5. In der Außenwirkung hast Du als Mitglied des Elternbeirats eine stärkere Stimme gegenüber der Stadt oder dem Träger der Kita.

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Tags: journal

Jeder Elternbeirat will gerne Beschlüsse fassen und tatsächlich mitbestimmen. Aber was ist gesetzlich überhaupt vorgesehen?

Das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) sieht vor, dass in jeder Einrichtung ein Elternbeirat „einzurichten“ ist.

Wie dies geschehen soll, darüber schweigt das Gesetz. Dies bleibt also den jeweiligen Eltern der Kita überlassen, so dass zum Beispiel nicht unbedingt jeder Elternvertreter zugleich Mitglied im Elternbeirat sein muss. Aber natürlich wäre auch dies möglich …wenn es die Eltern so wollen.

Auch der Umfang des Elternbeirats bleibt offen und kann jeweils individuell durch die Eltern geregelt werden.

Aber was darf denn der Elternbeirat nun im Einzelfall?

Nun, und das wird für manche ambitionierte Eltern vielleicht zu einer kleinen Enttäuschung führen, der Elternbeirat ist im Rahmen seiner Tätigkeit eher auf die Mitwirkung beschränkt. Eine tatsächliche Mitbestimmung soll nur im gesetzlich definierten Fall gewährt sein. Und dies ist, um es gleich vorwegzunehmen, allein bei der Verwendung der von ihm ohne Zweckbindung eingesammelten Spenden der Fall.

Dies mag auf den ersten Blick irritieren, denn es geht ja „um die eigenen Kinder“ und die öffentliche Aufgabe der Kinderbetreuung. Allerdings wird die öffentliche Aufgabe der Kinderbetreuung im großen Umfang den freien Trägern übertragen. Und insbesondere diese haben ein eigenes Recht an ihrem Betrieb und eigene grundgesetzlich geschützte Rechte.

Darüber hinaus verbleibt immer noch der Träger als Arbeitgeber im Verhältnis zu den Erziehern. Und eine Situation im Rahmen der Personalhoheit des Trägers, in der dieser etwa durch den Elternbeirat gezwungen (= Mitbestimmung) werden könnte, einen Erzieher unrechtmäßig zu entlassen, soll daher nicht entstehen.

Somit beschränkt sich die Tätigkeit des Elternbeirats in erster Linie auf die Mitwirkung in Form von Informations- und Anhörungsrechten, d.h. der Elternbeirat darf und soll sich einbringen. Art 14 BayKiBiG bestimmt daher für Elternbeiräte in Bayern folglich:

Art. 14 Elternbeirat (…) (2) Der Elternbeirat wird von der Leitung der Kindertageseinrichtung und dem Träger informiert und angehört, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden. Der Elternbeirat berät insbesondere über die Jahresplanung, den Umfang der Personalausstattung, die Planung und Gestaltung von regelmäßigen Informations- und Bildungsveranstaltungen für die Eltern, die Öffnungs- und Schließzeiten und die Festlegung der Höhe der Elternbeiträge. (3) Die pädagogische Konzeption wird vom Träger in enger Abstimmung mit dem pädagogischen Personal und dem Elternbeirat fortgeschrieben. (4) Ohne Zweckbestimmung vom Elternbeirat eingesammelte Spenden werden vom Träger der Kindertageseinrichtung im Einvernehmen mit dem Elternbeirat verwendet. (…)

Landesfeuer

das hier benutzen: file:///C:/Users/dennycrane/Downloads/handreichung_elternbeiraete_2013.pdf

aus der handreichung der elternbeirate 2013

Artikel 14 Absatz 2 Satz 2 BayKiBiG „Der Elternbeirat berät insbesondere über die Jahresplanung, den Umfang der Personalausstattung, die Planung und Gestaltung von regelmäßigen Informations- und Bildungsveranstaltungen für die Eltern, die Öffnungs- und Schließzeiten und die Festlegung der Höhe der Elternbeiträge.“ Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz, Praxishandbuch, Seite 118, Jung/Lehner „Mit (vormals) Art. 14 Abs. 4 (..und 5) – aktuell vgl. Art. 14 Abs. 2 und 3, auch Art. 11 – soll eine Erziehungspartnerschaft, ja Erziehungsgemeinschaft zwischen Eltern, Träger und pädagogischem Personal angestrebt und erreicht werden. Ein über die primäre Aufgabenzuweisung der Kindertageseinrichtung hinausgehender Aufgabenbereich bilden die in Art. 14 Abs. 2 niedergelegten „regelmäßigen Informations- und Bildungsveranstaltungen für Eltern“. Hier erweitert sich das Aufgabenfeld der Kindertageseinrichtung um Aufgaben der Familienbildung, insbesondere um Eltern in Fragen der Erziehung weiterzuhelfen und ihnen Entlastung bei Erziehungsproblemen zu geben. Dieses Elternbildungsangebot ist in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal und dem Träger zu konzipieren und – ggf. unter Hinzuziehung von Trägern der Eltern- und Familienbildung – durchzuführen. Die Elternbildung soll Teil der pädagogischen Konzeption sein.

von Rechtsanwalt Holger Klaus

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Kita-Elternbeteiligung in Bayern – was darf der Elternbeirat?

Elternbeirat

An allen bayerischen Schulen, an denen die Schulpflicht erfüllt werden kann, wird ein Elternbeirat gebildet.

Der Elternbeirat ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Eltern und Schule. Die Aufgaben und Rechte des Elternbeirats sind gesetzlich geregelt.

Der Elternbeirat befasst sich mit Problemen, die von den Eltern an ihn herangetragen werden und ermöglicht über Elternspenden Anschaffungen, die die Schule nicht tätigen kann. Er wirkt bei allen Angelegenheiten, die für die Schule von allgemeiner Bedeutung sind, beratend mit.

An den Grundschulen wird außerdem ein Klassenelternsprecher gewählt. An allen anderen Schulen kann ein Klassenelternsprecher als Helfer des Elternbeirats gewählt werden.

Welche Rechte und Pflichten hat der Elternbeirat?
Soll ich mich in den Elternbeirat wählen lassen?
Wie oft wird der Elternbeirat gewählt?
Was ist ein Schulforum?

Welche Rechte und Pflichten hat der Elternbeirat?

Die Aufgaben des Elternbeirats sind unter anderem:

  • die Interessen der Eltern der Schüler zu vertreten;
  • den Eltern Gelegenheit zu geben, sich zu informieren und auszusprechen;
  • das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Lehrkräften zu vertiefen;
  • Wünsche, Anregungen und Vorschläge der Eltern zu beraten;
  • die Entscheidung über einen unterrichtsfreien Tag zu beraten;
  • über die Verwendung von Lernmitteln zu beraten;
  • bei Verfahren, die zur Entlassung eines Schülers führen können, gehört zu werden.

Soll ich mich in den Elternbeirat wählen lassen?

Die Mitgliedschaft im Elternbeirat bietet die Möglichkeit, umfassend über die Belange der Schule informiert zu sein und mitbestimmen zu können.

Die Tätigkeit ist ehrenamtlich. Manche Eltern engagieren sich gerne im Elternbeirat, andere haben dafür keine Zeit.

Viele Mitglieder schätzen den engen Kontakt zu Schulleitung und Lehrern. Sie werden umfassend informiert. Sie lernen andere Eltern und Schüler und deren Probleme kennen. Die Schule verliert an Anonymität.

Zusätzlich zur Mitwirkung an Entscheidungen oder bei der Lösung von Problemen, übernehmen Elternbeiräte Aufgaben bei Schulveranstaltungen. Kuchen backen zum Elternsprechtag, einen Schulbasar oder ein Schulkonzert organisieren – auch an diesen Dingen sollte man Freude haben, wenn man im Elternbeirat engagieren will.

Wie oft wird der Elternbeirat gewählt?

Die Amtszeit beträgt ein Jahr an den Grund- und Mittelschulen, zwei Jahre an Gymnasien und Realschulen.

Die Mitgliedschaft endet mit Ablauf der Amtszeit, mit Ausscheiden des Kindes aus der Schule, der Niederlegung des Amts oder der Auflösung des Elternbeirats.

Was ist ein Schulforum?

An allen weitgerführenden Schulen – also nicht an den Grundschulen – in denen es einen Elternbeirat gibt, wird ein sogenanntes Schulforum gebildet.

Das Schulforum besteht aus dem Schulleiter, zwei von der Lehrerkonferenz gewählten Lehrkräften, dem Elternbeirats-Vorsitzenden, zwei vom Elternbeirat gewählten Elternbeirats-Mitgliedern und dem Schülerausschuss. Den Vorsitz im Schulforum hat der Schulleiter, jedoch hat dieser kein Stimmrecht.

Das Schulforum berät Fragen, die Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam betreffen und gibt Empfehlungen ab. Beispiele wären Fragen der Schulweg-Sicherung oder Baumaßnahmen an der Schule, Hausordnung oder Pausenordnung.

Das Schulforum kann auf Antrag in Konfliktfällen vermitteln, allerdings nicht bei Ordnungsmaßnahmen, bei denen der Elternbeirat mitwirkt.

Das Schulforum muss unverzüglich einberufen werden, wenn die Arbeitsgruppe Schülerzeitung dies nach einer ablehnenden Entscheidung des Schulleiters verlangt.

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