Auf rücken schlafen schwangerschaft

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Darf eine Schwangere auf dem Bauch schlafen?

Schlafen in Bauchlage, Rückenlage oder Seitenlage – welche Schlafposition ist in der Schwangerschaft am besten und darf eine Schwangere auf dem Bauch schlafen?

© iStock, Drazen_

Am Anfang der Schwangerschaft dürfen Frauen noch schlafen wie Sie es bequem finden. Doch mit der Zeit und dem weiteren Verlauf der Schwangerschaft wird die Bauchlage dann bald tabu sein, denn der Bauch wächst und wächst und es wird immer schwieriger für eine Schwangere auf dem immer dicker werdenden Bauch zu schlafen. Doch solange Schwangere kein Druckgefühl spüren schadet die Bauchlage ihrem Baby nicht. Den meisten schwangeren Frauen wird die Schlafposition auf dem Bauch so etwa ab der 14. bis 15. Schwangerschaftswoche unangenehm, doch manche werdende Mütter können auch etwas länger in Bauchlage schlafen, das ist unterschiedlich von Frau zu Frau.

Auf dem Rücken zu liegen empfinden viele Schwangere auch als unangenehm. Durch das Gewicht des immer dicker und schwerer werdenden Bauches wird der Rücken belastet und bei manchen Frauen werden dadurch (hauptsächlich gegen Ende der Schwangerschaft) Venen zusammengedrückt, was zu niedrigem Blutdruck, Schwindel und Übelkeit führen kann. Des Weiteren entsteht durch die Rückenlage ein Druck auf bestimmte Organe, wodurch Verdauungsprobleme und vermehrter Harndrang entstehen können. Ärzte und Hebammen raten werdenden Müttern ungefähr ab der 34. Woche die Rückenlage zu meiden, weil das Ungeborene sonst auf der Nabelschnur liegen und dadurch nicht mehr richtig versorgt werden könnte.

Beste Schlafposition in der Schwangerschaft

Die beste Schlafposition für Schwangere ist die Seitenlage. Sollten Sie nachts hin und wieder aufwachen und auf dem Rücken oder Bauch liegen, so ist dies auch kein Problem. Legen Sie sich einfach wieder auf die Seite. Es ist sehr hilfreich und bequem, wenn Sie in der Seitenlage ein Kissen unter Ihren Bauch und zwischen Ihre Beine klemmen.

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Schwangerschaft und Schlaf

Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft leiden viele Schwangere unter Ein- oder Durchschlafstörungen. (Pressmaster / )

Während der Schwangerschaft verändert sich bei den meisten Frauen das Schlafverhalten. Vor allem im letzten Trimester können auch immer wieder Schlafprobleme auftreten.

Die möglichen Ursachen dafür sind vielfältig. Einerseits sorgt der wachsende Bauchumfang dafür, dass es zunehmend schwerer fällt, eine bequeme Schlafposition zu finden. Zudem wachen viele Schwangere im Laufe der Nacht immer wieder auf, um die Liegeposition zu verändern. Andererseits können Sorgen um das Kind sowie Nervosität und Angst vor der bevorstehenden Geburt unbehagliche Träume und damit schlaflose Nächte bescheren.

Ebenso können in der Schwangerschaft häufig auftretende körperliche Beschwerden, wie nächtliche Krämpfe in den Waden, Blasenschwäche bzw. häufiger Harndrang und Rückenschmerzen den Schlaf rauben.

All das sind ganz normale, aber dennoch sehr unangenehme Begleiterscheinungen während einer Schwangerschaft. Wir haben einige Tipps für angenehmere Nächte für Sie zusammengestellt.

Was können Sie tun?

Wenn Sie Krämpfe in den Waden haben, können Sie Ihre Füße gegen das Fußende Ihres Bettes stemmen. Oder Sie stehen auf und drücken das Bein, in dem Sie Krämpfe haben, ganz fest auf den Boden. Magnesiummangel verschlimmert Wadenkrämpfe. Achten Sie also darauf, dass Sie genug Magnesium bekommen, z. B. durch Milchprodukte.

++ Mehr zum Thema: Krämpfe in der Schwangerschaft ++

Nächtliches Wasserlassen wird im Laufe der Schwangerschaft immer häufiger. Dies geschieht, weil das Kind in Ihnen wächst und die Gebärmutter auf die Blase drückt. Der nächtliche Harndrang lässt sich leider nicht gänzlich vermeiden – Sie können aber darauf achten, vor dem Schlafen gehen nicht allzu viel zu trinken. Ebenso sollten Sie Ihre letzte Mahlzeit nicht direkt vor dem Schlafengehen essen, um unangenehmes Völlegefühl oder Sodbrennen zu vermeiden.

Auch das nächtliche Tragen von Kompressionsstrümpfen ist gegen Ende der Schwangerschaft empfehlenswert. So sammelt sich nachts weniger Wasser in den Beinen.

++ Mehr zum Thema Ödeme in der Schwangerschaft ++

Je größer Ihr Bauch wird, desto schwieriger kann es sein, sich im Bett zu drehen. Zudem sollten Sie sich angewöhnen, hauptsächlich auf der Seite zu schlafen. Wenn Sie auf dem Rücken liegen, drückt das Gewicht der Gebärmutter auf die untere Hohlvene (Vena cava), wodurch es zu Kreislaufproblemen kommen kann (Vena-cava-Kompressionssyndrom).

Es gibt spezielle Kissen (z.B. Seitenschläferkissen), mit denen Sie den Bauch unterpolstern und so die Seitenlage bequemer gestalten können. Oder Sie besorgen sich schon jetzt ein Stillkissen, auch dies kann dabei helfen, eine angenehme Schlafposition zu finden. Auch ein Polster zwischen den Knien oder ein paar Pölster hinter dem Rücken machen das Schlafen auf der Seite stabiler.

Auch wenn Sie Lenden- oder Rückenschmerzen haben, ist es sehr wichtig, dass Sie sich richtig hinlegen. Deshalb sollten Sie sich mehr Kissen besorgen. Benützen Sie diese, um sich so entlastend wie möglich hinzulegen. Legen Sie sich ein Kissen unter den Bauch, oder zwischen die Beine und ein festes Kissen hinter den Rücken als Stütze.

++ Mehr zum Thema: Rückenschmerzen in der Schwangerschaft ++

Tagsüber immer wieder Ruhepausen einzulegen ist in der Schwangerschaft wichtig – wenn Sie unter nächtlichen Schlafproblemen leiden, sollten Sie aber darauf achten, untertags nicht zu viel zu schlafen. Kurze Schlummerphasen von jeweils etwa 15 Minuten sind oft ausreichend, um neue Energie zu tanken. Längere Schlafpausen bringen Ihren Schlafrhythmus zusätzlich durcheinander.

Träume und Alpträume können Sie während der Schwangerschaft belasten, weil viele Frauen sich intensiver an ihre Träume erinnern können. Der Zustand, in dem Sie sich befinden, ist ein sehr ungewohnter, so dass hier mehr als genug Material für das Unterbewusstsein bereitsteht. Oft hilft es, wenn Sie jemandem Ihre Träume erzählen können.

Wenn Sie Angst vor der Geburt haben, sollten Sie zu einem Schwangerschaftskurs gehen. Dort erfahren Sie, was mit Ihnen geschieht und Sie lernen Übungen, die Ihnen bei der Geburt eine große Hilfe sein können. Außerdem haben Sie Gelegenheit, Fragen zu stellen. Sie können sich auch an Ihren Arzt oder Ihre Hebamme wenden. Das gleiche gilt für die häufig auftretende Angst, ob das Kind gesund auf die Welt kommen wird. Nicht zuletzt sollten Sie mit Ihrem Partner oder einer guten Freundin darüber sprechen, wenn Sie Sorgen oder Ängste quälen. Vertrauenspersonen können Ihnen sicherlich einige Ihrer Sorgen abnehmen.

Häufig fällt auch das Einschlafen schwer. Anstatt sich die ganze Nacht im Bett zu wälzen und sich darüber zu ärgern, sollten Sie einfach aufstehen und irgendetwas tun, das Sie ablenkt und entspannt. Sie könnten lesen, Musik hören, stricken, nähen, im Internet surfen oder Briefe schreiben. Danach fällt Ihnen das Einschlafen sicher leichter. Auch ein kurzer abendlicher Spaziergang an der frischen Luft kann das Einschlafen erleichtern.

++ Mehr zum Thema Entspannungstipps für Schwangere ++

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Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr, Dr. Britta Bürger (2000)
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger

Aktualisiert am: 13.11.2014 | 10:43

Jahn-Zöhrens U.: Entspannt erleben – Schwangerschaft und Geburt; Hrsg: Deutscher Hebammenverband e.V.; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Huch R., Largo R.: Schwangerschaft, Geburt und erste Babymonate; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009

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Schwangere Frauen sollten nicht auf dem Rücken schlafen. Einer Studie zufolge erhöht diese Schlafposition das Risiko für eine Totgeburt.

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In der Schwangerschaft ist es oft nicht ganz so leicht, eine gute Schlafposition zu finden. Mal stört der große Bauch, mal tritt das Kind, mal fühlt es sich einfach unangenehm an. Forscher der University of Manchester haben nun zumindest herausgefunden, wie werdende Mütter nicht liegen sollten: auf dem Rücken.

Rückenschlafen kann in Schwangerschaft laut Studie gefährlich sein

Denn Schwangere, die flach auf dem Rücken schlafen, haben der Studie zufolge ein höheres Risiko für eine Totgeburt. Ihr Risiko ist demnach doppelt so hoch wie bei Schwangeren, die auf der linken Seite schlafen.

3,7 Prozent der späten Totgeburten (nach der zwölften Schwangerschaftswoche) stehen der Studie zufolge mit einer Schlafposition auf dem Rücken in Zusammenhang. Die Ergebnisse sind unabhängig von der Größe des Babys und dem Gewicht der Mutter.

Die Forscher um Professor Alexander Heazell mutmaßen, dass eine Störung der Atmung der Auslöser sein könnte, die in der Rückenlage häufiger vorkommt. Ebenso sei es möglich, dass die Rückenlage die untere Hohlvene zusammenpresst und in der Folge der Fötus nicht genügend Sauerstoff erhält.

Zusammenhang von Totgeburt und Schlafposition: So lief die Studie ab

Für die Studie wurden rund 1000 Frauen befragt. 291 von ihnen hatten nach 28 Schwangerschaftswochen eine Totgeburt erlitten, 733 Frauen waren zum Zeitpunkt des Interviews noch schwanger. Die Studie zeigte, dass viele Frauen, die ein totes Kind auf die Welt brachten, am Abend vor dem Tod des Fötus auf dem Rücken geschlafen hatten.

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Es handelt sich um die größte von insgesamt vier ähnlichen Studien. Alle vier haben die gleiche Verbindung zwischen der Schlafposition der Mutter und einer Fehlgeburt nach 28 Wochen demonstriert. Weitere Untersuchungen müssen nun zeigen, ob eine Änderung der Position, in der Schwangere schlafen gehen, eine Totgeburt verhindern kann.

Die Studie wurde im Fachmagazin „International Journal of Obstetrics & Gynaecology“ veröffentlicht.

Fast jede Mama kennt sie: Schlafstörungen in der Schwangerschaft. Aber welche Ursachen hat die Schlaflosigkeit? Und welche Hilfsmittel gegen Schlafprobleme in der Schwangerschaft gibt es? Das und mehr erfährst Du in diesem Artikel.

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Was hilft gegen Schlafstörungen in der Schwangerschaft?

Was Dir bei Schlafproblemen und innerer Unruhe in der Schwangerschaft hilft, hängt natürlich von der Ursache Deiner Schlafstörungen ab. 7 Tipps gegen Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft habe ich Dir hier aufgelistet. Warum Du in der Schwangerschaft Schlafstörungen hast, erkläre ich Dir weiter unten.

Das Wichtigste vorab: Schlaftabletten oder andere entspannende Medikamente sind für Schwangere tabu!

1.) Iss und trink richtig

  • Reduziere die nächtlichen Toilettengänge, indem Du tagsüber genug trinkst, anstatt Deinen erhöhten Flüssigkeitsbedarf erst kurz vor dem Zubettgehen zu decken.
  • Ein schlaffördernder Kräutertee mit Baldrian und Hopfen bringt Dich zur Ruhe. Frag’ in Deiner Apotheke nach dem “Hebammentee Baldrian“.
  • Iss früh zu Abend und verzichte auf üppige Portionen, um Völlegefühl und Sodbrennen zu mindern. Was Du noch dagegen tun kannst, erklärt Dir Hebamme Melanie im Magazin-Artikel über Sodbrennen in der Schwangerschaft.
  • Falls Du Wadenkrämpfe hast, lass Dir von Deiner Frauenärztin ein Magnesiumpräparat empfehlen.
  • Verzichte auf Koffein. Der Wachmacher steckt nicht nur in Kaffee und Schwarztee, sondern auch in Kakao. Die geliebte Schokolade kann also ein Mitverursacher von Schlafstörungen in der Schwangerschaft sein.

Schokolade am Abend kann in der Schwangerschaft Schlafstörungen verursachen

2.) Beweg Dich

  • Abends hilft sanftes Yoga, Deinen Organismus herunterzufahren. Falls Du kein spezielles Pränatal-Yoga besuchst, frag’ den Lehrer, welche Yogaübungen Du in der Schwangerschaft machen darfst.

Yoga wirkt Einschlafproblemen in der Schwangerschaft entgegen

  • Schwimmen schont Deine Gelenke, wirkt Ödemen entgegen und macht so müde!
  • Ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft hilft Dir, Schlafstörungen in der Schwangerschaft in den Griff zu bekommen.

3.) Finde eine bequeme Schlafposition

  • Die Seitenlage ist die beste Schlafposition für die Schwangerschaft.
  • Strecke dabei das untere Bein aus und winkele das obere leicht an.
  • Ein Stillkissen zwischen Deinen Beinen entlastet Hüfte und Becken.
  • Stütze Deinen Babybauch mit einem speziell gepolsterten Bauchgurt für Schwangere (z.B. “Dream Belt” von Babymoov).

Der “Dream Belt” von Babymoov polstert und stützt den Bauch

  • Wenn Du auf der linken Seite schläfst, kann Dein Körper Wassereinlagerungen besser ausschleusen und die Plazenta wird besser durchblutet.

4.) Nimm Sorgen nicht mit ins Bett

  • Wenn Dich Grübeleien nachts heimsuchen, liegt das vielleicht daran, dass Du sie tagsüber verdrängst. Sprich über Deine Ängste in der Schwangerschaft – mit Deinem Partner, Deiner Hebamme, Deiner Mutter oder Deiner Freundin. Auch eine professionelle Schwangerschafts-Beratungsstelle oder ein Psychotherapeut kann Dir helfen.
  • Tausch Dich mit anderen Schwangeren aus, auch online.
  • Wenn Du Angst vor der Geburt hast, führe Dir immer wieder vor Augen, wie viele Frauen das schon vor Dir geschafft haben. Und dass 97 Prozent aller Babys gesund zur Welt kommen.

Psychische Belastungen rauben vielen Schwangeren den Schlaf

5.) Mach Atemübungen

  • Das Gedankenkarussell will nicht anhalten? Dann hilft diese Atemübung: Stell Dir vor, dass Deine Sorgen eine Farbe haben. Bei den ersten Atemzügen, die aus Deinem Körper strömen, ist Dein Atem farbig und mit Deinen negativen Gedanken durchsetzt. Von Atemzug zu Atemzug wird er klarer, und die Sorgen unsichtbar.
  • Auch langsames Zählen in Verbindung mit bewusstem Atmen wirkt gegen Schlafstörungen in der Schwangerschaft: Atme durch die Nase ein und zähle bis 4, dann atme durch den Mund aus und zähle bis 7. Lass Dich beim Ausatmen in die Atmung “hineinfallen”. Wiederhole die Übung mindestens 4 mal.

6.) Enspanne Dich mit Wärme

  • In den Wintermonaten entspannt Dich ein warmes Bad. Was Du beim Baden in der Schwangerschaft beachten musst, kannst Du in unserem Magazin genau nachlesen.
  • Im Sommer genügt ein warmes Fußbad mit Lavendel.
  • Vor einer Wärmflasche auf dem Babybauch warnen Gynäkologen allerdings, weil die Temperatur für das Ungeborene schnell zu hoch wird.
  • In die Sauna gehen solltest Du nur, wenn Dein Körper daran gewöhnt ist.

7.) Akzeptiere Deinen neuen Schlafrhythmus

  • Wenn Du bedingt durch das Prolaktin oft aufwachst, lass’ Dich nicht unter Druck setzen. Auch wenn Dir jeder sagt, Du müsstest jetzt vorschlafen.
  • Schlafe im Mutterschutz möglichst dann, wenn Du müde bist — also auch tagsüber.
  • Manche Hebammen raten, schon jetzt den Partner nachts aufzuwecken, wenn Du mal wieder nicht schlafen kannst. Damit auch sein Schlafrhythmus frühzeitig auf Baby trainiert wird und er Dich im Wochenbett bestmöglich unterstützen kann. Ob Du ihm das zumuten willst, wenn er tagsüber noch arbeiten muss?

Warum hast Du in der Schwangerschaft Schlafstörungen?

Schlafprobleme in der Schwangerschaft gehören zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Warum Du mit Schlaflosigkeit zu kämpfen hast, hängt auch davon ab, wie weit Deine Schwangerschaft fortgeschritten ist. Am meisten betroffen bist Du wahrscheinlich im ersten und letzten Schwangerschafts-Trimester. Die Hauptursache für Schlafstörungen in der Schwangerschaft sind mal wieder die Hormone.

Schlafstörungen in der Schwangerschaft: 1.Trimester

Schlaflos trotz Müdigkeit

Wenn Du gerade schwanger geworden bist, ist bleierne Müdigkeit ein untrügerisches frühes Schwangerschaftsanzeichen. Die massive Hormonumstellung und die starke körperliche Belastung bewirkt, dass Du Dich schlapp fühlst und Deinem Körper die nötigen Pausen gönnst. Doch während viele Schwangere tagsüber ständig müde sind, leiden sie nachts unter Schlafstörungen.

Weil Deine Nieren wegen Deiner steigenden Blutmenge auf Hochtouren arbeiten und Deine wachsende Gebärmutter auf die Blase drückt, musst Du nachts öfter zur Toilette. Die gute Nachricht: Ab der 20. SSW verlagert sich die Gebärmutter etwas nach oben und der Harndrang lässt wieder nach.

Auch Wadenkrämpfe oder das Restless-Legs-Syndrom können Dir jetzt den Schlaf rauben. Beides kann durch einen Mangel an Mineralstoffen wie z.B. Magnesium bedingt sein.

Vielleicht hast Du Dich auch noch nicht daran gewöhnt, dass Du bedingt durch das Schwangerschaftshormon Progesteron nur noch kleine Portionen essen kannst, weil das Völlegefühl sonst unerträglich wird. Ein üppiges Abendessen wirkt sich negativ auf Deinen Schlaf aus.

Auch psychischer Stress kann ein Grund für die innere Unruhe sein. Zum Beispiel, wenn Du Deine Schwangerschaft noch geheim halten willst, Dir Sorgen um die Zukunft mit Baby oder um Deine Paarbeziehung machst.

Schlafstörungen in der Schwangerschaft: 2. Trimester

Kindsbewegungen stören den Schlaf

Solltest Du Schlafstörungen im zweiten Schwangerschafts-Trimester haben, dann liegt das wahrscheinlich an den Kindsbewegungen. Meist wird Dein Baby aktiv, wenn Du zur Ruhe kommst. Warum? Ganz einfach: Tagsüber, wenn Du in Bewegung bist, schaukelst Du Dein Baby immer wieder sanft in den Schlaf. Abends, wenn Du Dich hinlegst, nimmst Du seine Tritte eher wahr – und bist wahrscheinlich so verzückt, dass an Einschlafen nicht zu denken ist.

Obwohl Dein Babybauch noch nicht seinen vollen Umfang erreicht hat, kannst Du vielleicht nicht mehr in Deiner Lieblingsposition schlafen. An die Bauchlage ist nicht mehr zu denken, und auch die Rückenlage fällt als Schlafposition in der Schwangerschaft flach. Wenn Du längere Zeit auf dem Rücken liegst, drückt Dein Baby auf die große Hohlvene in Deinem Bauch, und das Risiko für das Vena-Cava-Syndrom steigt: Deine Sauerstoffversorgung verschlechtert sich, Dein Blutdruck sinkt merklich ab, Dir wird schwindelig und auch Dein Baby wird schlechter versorgt.

Schlafstörungen in der Schwangerschaft: 3. Trimester

Während die meisten Schwangeren im zweiten Trimester relativ gut schlafen, kehren die Schlafprobleme im letzten Schwangerschaftsdrittel zurück. Dein immer größer werdender Babybauch macht es Dir schwer, eine angenehme Liegeposition zu finden. Dadurch macht sich auch der verstärkte Harndrang wieder bemerkmar. Auch Sodbrennen kann Dir das Einschlafen jetzt erschweren, weil das Baby gegen Deinen Magen drückt.

Training für das nächtliche Stillen

Eine weitere Ursache für Schlafstörungen im letzten Schwangerschafts-Trimester ist das Still-Hormon Prolaktin. Dein Schlaf wird leichter und Du wachst aus Dir unerklärlichen Gründen alle paar Stunden auf? Dann liegt das wahrscheinlich am Prolaktin, das Du schon jetzt ausschüttest. Wenn der Geburtstermin näher rückt, bereitet sich Dein Körper auf das nächtliche Stillen vor. Was Du als Schlafstörung wahrnimmst, ist die beste Übung für die anstrengenden Wochen nach der Geburt: Dein Baby muss dann nachts nur ein wenig schmatzen statt laut zu schreien, damit Du wach wirst.

Viele Frauen berichten im letzten Schwangerschaftsdrittel von wirren Träumen. Auch die Angst vor der Geburt hält Dich möglicherweise jetzt wach. Ob alles gut gehen wird? Der Geburtsvorbereitungskurs ist die beste Gelegenheit, um Deine Sorgen in einem geschützen Raum anzusprechen.

Was hilft gegen Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft?

Was ist der Grund für Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft?

Keine Panik! Es ist völlig normal, wenn du jetzt nicht mehr so gut schläfst und vermehrt unter Schlaflosigkeit leidest. Gerade im letzten Trimester der Schwangerschaft bildet sich das Stillhormon Prolaktin. Dieses sorgt dafür, dass man nicht mehr so tief schläft und häufiger wach wird. Eine sanfte Vorbereitung, schließlich wird sich in einigen Wochen das Baby nachts melden.

Welche Schlafposition eignet sich am besten für Schwangere?

Natürlich ist es mit zunehmendem Bauchumfang auch immer schwerer die richtige Schlafposition zu finden. Am besten ist immer noch die Seitenposition. Der Bauch kann mit Kissen (hier ist kann auch schon ein Stillkissen zum Einsatz kommen) abgestützt werden. Am besten ist es übrigens auf der linken Seite zu schlafen, denn die Vena cava verläuft rechts der Wirbelsäule und somit kann das Blut relativ ungehindert zum Herzen zurück fließen. Auch die Beine schmerzen während der letzten Schwangerschaftswochen öfter mal. Hier sind einige Tipps und Tricks gegen schwere Beine.

Positiv einstimmen vor dem Schlafengehen

Viele Schwangere berichten von sehr lebendigen Träumen. Das liegt zum einen daran, dass man nicht mehr so tief schläft und leichter aufwacht. Zum anderen ist es völlig klar, dass die Gedanken um die neue Situation kreisen. Schließlich weiß man vor dem ersten Baby nur in der Theorie, wie alles werden wird. Am besten ist es, sich vor dem Einschlafen noch einmal positiv einzustimmen mit schönen Gedanken an die neue Lebensphase.

Wiedereinschlafen nicht erzwingen

Das Baby hat getreten und ist unruhig? Du plagst dich mit Sodbrennen? Oder musst (schon) wieder zur Toilette? Manchmal ist ein schnelles Wiedereinschlafen einfach nicht mehr möglich. Dann ist es am besten, sich zu fügen. Eine Tasse Tee mit Melisse, Hopfen oder Baldrian trinken, ein paar Seiten in einem schönen Buch lesen, bei Sodbrennen ein paar Mandeln lange kauen (das bindet die Magensäure)… Falls du dir Sorgen machst über die Geburt und das Baby, schreib es am besten auf. Auch das hilft, die Gedanken zu klären und sich selbst zu beruhigen.

Das richtige Abendessen

Auch wenn es vielleicht schwer fällt, weil das Essen im Moment so lecker schmeckt: je leichter die Abendmahlzeit ist, desto besser wirst du schlafen. Also lieber mittags etwas mehr essen und dafür als letzte Mahlzeit einen Salat mit Hühnchen, eine leckere Suppe oder Fisch mit Gemüse einplanen. Auch solltest Du nicht mehr kurz vorm Schlafengehen essen, denn das kann zu Sodbrennen führen. Nach dem Essen hilft auch ein kleiner Verdauungsspaziergang. Dabei wird das Baby schön in den Schlaf geschaukelt und die Bewegung hilft übrigens auch gegen Sodbrennen. Mehr Tipps zum Thema Essen in der Schwangerschaft findest du hier.

Die Schlafsituation verbessern

Wer sich optimale Schlafbedingungen schafft wird (meist) mit sanften Träumen belohnt. Also das Schlafzimmer vor dem Schlafengehen gründlich lüften. Ein Stillkissen ist schon jetzt sinnvoll, denn es kann unter den Babybauch geklemmt werden und erleichtert so das Liegen in Seitenlage. Wenn die Matratze zu hart ist, dann helfen ein weiches Unterbett oder ein dickerer Matratzenschoner. Die linke Seitenlage ist (s. o.) für dich und das Baby im Moment die beste Einschlafposition.

Sind Schlafmittel erlaubt?

Die klare Antwort: Nein! Schlafmittel, egal welcher Art, sind während der Schwangerschaft absolut tabu. Sie gehen direkt in den Blutkreislauf über und belasten das Ungeborene. Hierauf sollte man also in jedem Fall verzichten.

Bild:

Im letzten Drittel der Schwangerschaft leiden 64 Prozent der Frauen unter Schlafstörungen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Granada und der Universität Jaen in Spanien. Das sind zehnmal mehr als Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft unter Schlafstörungen litten.

Insgesamt 486 Schwangere wurden über alle drei Trimester ihrer Schwangerschaft hinweg untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Im ersten Drittel leiden 44 Prozent der Schwangeren unter Schlaflosigkeit, im zweiten erhöht sich diese Zahl auf 46 Prozent und im dritten, gegen Ende der Schwangerschaft, sind es 64 Prozent. „Obwohl bekannt ist, dass sich vorbestehende Schlafprobleme verschlechtern und neue Schlafstörungen während der Schwangerschaft auftreten können, besteht die Tendenz anzunehmen, dass sie einfach ertragen werden müssen“, sagt Studienautorin Maria del Carmen Amezcua Prieta. Sie führt das darauf zurück, dass das Gesundheitssystem dem Problem bei der Schwangerschaftsüberwachung keine Bedeutung beimisst und auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Thema Schlaf in ihren Leitlinien zur Versorgung von schwangeren Frauen nicht anspricht.

Ständig kalter Bauch – schädlich für´s Baby?

Hallo!
Eigentlich ist das hier eine ziemlich sinnlose Frage, trotzdem lässt sie mir keine Ruhe, seitdem mich mein Mann darauf angesprochen hat:
Mein Bauch ist ständig sehr kühl an der Oberfläche. Ich selbst fühle mich aber wohl und friere nicht. Auffallen tut uns das meist abends auf dem Sofa, wenn ich oder mein Mann unsere Hände auf den Bauch legen.
Mein Mann ist dann immer bemüht, mich sofort in eine warme Decke zu packen, die ich aber eigentlich gar nicht brauche, weil ich ja selbst nicht friere und es mir mit Decke im (beheizten) Wohnzimmer zu warm wäre
Nun die Frage: Merkt diese "Kälte" evtl. auch bereits das Baby im Bauch und wäre es deshalb trotzdem wichtig, den Bauch warm zu halten. Oder macht dem Baby (gut verpackt in Uterus und Fruchtblase) diese Tatsache überhaupt nichts aus? Ist der kalte Bauch ab einer bestimmten SSW vielleicht sogar normal, weil er ja mehr spannt und nicht mehr so gut durchblutet wird?
Was meint ihr? Wie sind eure Erfahrungen?
Vielen Dank erst mal
Anja mit (32. SSW)

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