Arbeitslosengeld nach elterngeld

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Elterngeld F.A.Q

1. Wer hat Anspruch auf Elterngeld?

Anspruch auf Elterngeld haben grundsätzlich alle Eltern, die ihr Kind in den ersten Lebensmonaten selbst betreuen. Folgende Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt werden:

  • Der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt befindet sich in Deutschland.
  • Die Eltern betreuen ihr Kind nach der Geburt selbstständig im eigenen Haushalt.
  • Das Elternteil, welches Elterngeld beantragt, lebt mit seinem Kind zusammen in einem gemeinsamen Haushalt.
  • Nach der Geburt des Kindes arbeitet der Elterngeldempfänger maximal 30 Wochenarbeitsstunden.

2. Wie lange wird Elterngeld bezahlt?

Im Basiselterngeld werden in Kombination mit den Partnermonaten maximal 14 Lebensmonate Elterngeld bezahlt. Im ElterngeldPlus werden bis zu 32 Monate Elterngeld gezahlt.

Das Basiselterngeld und das ElterngeldPlus können auch miteinander kombiniert werden.

3. Wie viel Elterngeld gibt es?

Das Basiselterngeld beträgt 65% bis 67% (in Ausnahmefällen auch bis 100%) des Nettoeinkommens der letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes. Dabei beträgt es mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro.

Bezieher von ElterngeldPlus erhalten 50% vom Basiselterngeld. Der Mindestbetrag liegt bei 150 Euro, maximal sind es 900 Euro.

Achtung: Elterngeldstellen rechnen immer mit dem „Elterngeldnetto“ und nicht mit dem normalen Nettogehalt. Das Elterngetto beinhaltet pauschale Abzüge, dadurch kann sich das selbst errechnete Elterngeld von dem tatsächlichen Elterngeld etwas unterscheiden.

4. Gibt es bei Zwillingen doppeltes Elterngeld?

Das Elterngeld wird pro Geburt und nicht pro Kind bezahlt. Bei der Geburt von Zwillingen erhalten Eltern jedoch einen Mehrlingszuschlag in Höhe von 300 Euro je Mehrlingskind.

5. Wie viel Elterngeld gibt es, wenn man vor der Geburt kein Erwerbseinkommen erzielt hat?

Wenn die allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, erhalten arbeitslose Eltern in jedem Fall mindestens 300 Euro Basiselterngeld. Im ElterngeldPlus steht Eltern der halbe Elterngeldmindestbetrag, also 150 Euro monatlich, zu.

Eltern, die Hartz IV beziehen, haben jedoch keinen Anspruch auf Elterngeld, da das Elterngeld mit dem ALGII verrechnet wird. Dies gilt auch für den Sockelbetrag. Einzige Ausnahme: Wenn Eltern vor der Geburt des Kindes noch eine Erwerbstätigkeit ausgeübt haben und nach der Geburt Hartz IV beziehen, haben sie einen Anspruch auf Elterngeld. Das Elterngeld wird dann zwar mit dem ALG II verrechnet, sie erhalten aber einen „Elterngeldfreibetrag“ in Höhe von 300 Euro pro Monat, der nicht auf das ALG II angerechnet wird.

6. Darf man während des Bezugs von Elterngeld arbeiten?

Der Empfänger des Elterngeldes darf maximal 30 Wochenarbeitsstunden arbeiten. Im Basiselterngeld wird das Einkommen jedoch auf das Elterngeld angerechnet, sodass es entsprechend geringer ausfällt. Durch den Sockelbetrag steht Eltern aber in jedem Fall 300 Euro Basiselterngeld zu.

Im ElterngeldPlus wird die Teilzeitarbeit hingegen gefördert: Eltern erhalten zwar nur den halben Elterngeldbetrag, dafür jedoch für den doppelten Zeitraum.

7. Muss man in Elternzeit treten, um Elterngeld beziehen zu können?

Die Elternzeit ist nicht zwingend erforderlich für den Bezug von Elterngeld. Denn auch Eltern, die vor der Geburt kein Erwerbseinkommen erzielt haben und demnach nicht in Elternzeit treten können, haben grundsätzlich einen Anspruch auf Elterngeld.

Eltern, die vor der Geburt ihres Kindes mehr als 30 Wochenarbeitsstunden gearbeitet haben, müssen jedoch ihre Wochenarbeitsstunden auf mindestens 30 Stunden reduzieren, wenn sie Elterngeld erhalten möchten. In diesem Fall ist die Elternzeit zwingend notwendig, da sie sonst keinen gesetzlichen Anspruch auf Reduzierung der Stunden haben.

8. Wann kann man den Antrag auf Elterngeld stellen?

Der Elterngeldantrag kann frühestens ab der Geburt des Kindes gestellt werden. Das Elterngeld wird jedoch lediglich maximal drei Monate rückwirkend gezahlt, sodass der Elterngeldantrag in den ersten drei Lebensmonaten gestellt werden muss, um keine finanziellen Einbußen zu erleiden.

9. Wo wird der Antrag auf Elterngeld gestellt?

Der Elterngeldantrag wird bei der zuständigen Stelle gestellt. Diese ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In einigen Bundesländern ist das Jugendamt für die Bearbeitung des Antrags zuständig, manchmal sind aber auch zentrale Stellen verantwortlich. Im Onlineportal des BMFSFJ können Sie sich die zuständige Elterngeldstelle für Ihren PLZ-Bereich anzeigen lassen.

10. Sind Eltern während des Bezugs von Elterngeld krankenversichert?

Eltern, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, sind für den Elterngeld-Bezugszeitraum beitragsfrei versichert.

Eltern in der privaten Krankenversicherung müssen den Versicherungsbeitrag auch während der Elterngeldbezugsmonate tragen. Viele private Krankenversicherungen bieten mittlerweile jedoch besondere, vergünstigte Tarife für diesen Zeitraum an.

Langenhagen

Familien müssen monatelang auf Elterngeld warten

Seit drei Monaten wartet Sabrina Liskatin auf das Elterngeld für ihren Sohn, der im Juni geboren wurde – bislang vergeblich. Nun geht die junge Mutter mit anderen Eltern an die Öffentlichkeit, um auf die verzögerte Bearbeitung durch die Stadt Langenhagen hinzuweisen. Zugleich sucht sie weitere Betroffene: „Die Resonanz überrascht mich“, sagt sie nur wenige Stunden nach dem öffentlichen Aufruf. Denn immer mehr Familien meldeten sich, deren Kinder zum Teil bald ein halbes Jahr alt werden – die aber noch keinen Cent des Elterngelds auf ihrem Konto gefunden hätten.

„Damit treibt die Stadt viele junge Familien an den Rand des finanziellen Ruins“, sagt die Langenhagenerin. Sie kennt inzwischen Familien, die kaum noch Miete oder Strom zahlen könnten. „Jeder hat das Geld einkalkuliert, nun fehlt es, aber die Kosten laufen weiter“, sagt sie. Niemanden nütze in einer solchen Situation eine Nachzahlung: „Die Familien brauchen das Geld jetzt und nicht irgendwann auf einen Haufen.“ Sie hoffe, dass der Weg in die Öffentlichkeit zu einer schnelleren Bearbeitung führe.

Elterngeld plus: Anträge werden komplexer

Diese Hoffnung kann ihr Sibylle Langrehr, Teamleiterin für Beistandschaften und Unterhaltsvorschuss im Langenhagener Rathaus, nicht kurzfristig erfüllen. Denn: „Das Elterngeld plus stellt eine komplexe Bearbeitung dar, weil Eltern das Geld nicht mehr nur im ersten Jahr erhalten, sondern es auf zwei Jahre teilen können.“ Das bedeute zudem, dass den Müttern und Vätern bei monatlich wechselndem Einkommen auch monatlich andere Beträge zustünden. „Für manche Familien rechnen wir für jeden Monat neu, und das entspricht jedes Mal fast einem neuen Antrag.“ Zudem müssten die Sachbearbeiter beispielsweise bei Selbstständigen alle relevanten Unterlagen wie Jahresabschluss oder Bilanzen prüfen: „Und auch die liegen oft nicht komplett vor, so dass wir nachfassen müssen.“ Und nicht zuletzt gebe es einen erhöhten Aufwand bei Eltern, die in Langenhagen wohnen und kurzzeitig im Ausland arbeiten.

20 Anträge pro Woche –und eine vakante Stelle

Bis zu 20 neue Anträge kommen nach Einschätzung Langrehrs pro Woche an, dadurch habe sich in den vergangenen Monaten eine Welle aufgebaut, die nun erst mühsam geglättet werden könne. Als Reaktion auf den steigenden Arbeitsaufwand übernehme inzwischen ein Mitarbeiter aus einem anderen Bereich die Fälle, die einen geringen Beratungsbedarf haben: „Allein die Einarbeitung in das Fachgebiet nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.“ Sie selbst telefoniere mit allen Eltern, damit die Sachbearbeiter ungestört den Aktenberg abtragen könnten. Und nicht zuletzt liefen Bewerbungsverfahren, um eine vakante Stelle neu zu besetzen. „Aber das kostet eben Zeit“, sagt die Teamleiterin, die nach eigenen Angaben die Sorgen und Ängste der Familien nachvollziehen kann. „Ich weiß um die Not, aber ich habe keine Lösung.“

Immerhin stellten sie und ihre Kollegen mitunter fest, dass die Antragsteller einen Anspruch auf andere Sozialleistungen wie Wohngeld haben: „Dann vermitteln wir die Kontakte.“ Allerdings maße sich niemand im Team an, die Not der Antragsteller zu bewerten: „Wir halten die Reihenfolge ab, nach der uns die Unterlagen erreichen.“

Vorauszahlung ist keine Option

Sie könne nur an das Verständnis der Eltern appellieren, denn dem Wunsch nach einer Vorauszahlung – die so manche Familie vor den schlimmsten finanziellen Problemen bewahren würde – erteilt Langrehr eine klare Absage: „Das würde für uns die doppelte Arbeit bedeuten und nicht helfen, Anträge schneller zu bewilligen.“ Möglicherweise, sagt sie, helfe eine Kooperation mit anderen Kommunen, in denen Anträge deutlich schneller genehmigt würden, wie Liskatin und ihre Mitstreiterinnen wissen.

Von Antje Bismark

Höhe und Anspruch auf ALG 1

Wer Vollzeit gearbeitet hat und dann arbeitslos wird, sieht sich oft mit finanziellen Problemen konfrontiert. Das liegt daran, dass Arbeitslosengeld 1 nur 60 Prozent des letzten Nettoverdienstes umfasst. Jeder Zehnte nimmt die Möglichkeit wahr, das Arbeitslosengeld 1 aufzustocken. Welche Ansprüche haben Arbeitslose und wie läuft der Antrag ab, um Arbeitslosengeld 1 aufstocken zu können? Der Ratgeber erläutert die Details.

Wer hat Anspruch auf ALG 1?

Wer arbeitslos wird, hat unter Umständen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1. Voraussetzung ist, dass es sich bei der letzten Tätigkeit um einen versicherungspflichtigen Erwerb handelte und somit in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wurde. Beiträge müssen in den letzten zwei Jahren mindestens zwölf Monate gezahlt worden sein, um das Arbeitslosengeld 1 in Anspruch nehmen zu können. Ersatzzeiten wie Wehrdienst, Mutterschaftsurlaub, Elternzeit, Krankengeld sowie Freiwilligendienst fließen in die Berechnung mit ein. Wer Arbeitslosengeld 1 beziehen möchte, muss nicht untätig zu Hause sitzen und auf einen Job warten. Es ist erlaubt, bis maximal 15 Stunden in der Woche zu arbeiten. Die Meldung der Arbeitslosigkeit muss persönlich erfolgen, spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit. Ist das Ende der Tätigkeit absehbar, empfiehlt es sich, eine Meldung als „arbeitssuchend“ abzugeben.

er Vollzeit gearbeitet hat und dann arbeitslos wird, sieht sich oft mit finanziellen Problemen konfrontiert. Das liegt daran, dass Arbeitslosengeld 1 nur 60 Prozent des letzten Nettoverdienstes umfasst. Jeder Zehnte nimmt die Möglichkeit wahr, das Arbeitslosengeld 1 aufzustocken.

Die Agentur kann für das Arbeitslosengeld 1 eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen verhängen. Das kann passieren, wenn das Beschäftigungsverhältnis seitens des Arbeitnehmers willkürlich gelöst wurde oder aufgrund unpassenden Verhaltens die Kündigung durch den Arbeitgeber erfolgte. Eine Sperrzeit wird weiterhin verhängt, wenn eine von der Agentur für Arbeit angebotene Arbeit abgelehnt wird, Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung verweigert werden oder die Meldung „arbeitssuchend“ zu spät erfolgte. Bemüht sich ein Empfänger von Arbeitslosengeld 1 während der Bezugszeit nicht genügend um eine neue Anstellung, kann ebenfalls eine Sperre verhängt werden. Aufhebungsvertrag und Abfindungszahlungen verursachen Sperrzeiten. Wurde die Kündigung aus familiären Gründen abgegeben, zum Beispiel, weil nach der Hochzeit der Umzug zum Ehepartner in eine andere Stadt erfolgt, gibt es keine Sperrzeit. Entsprechende Nachweise sind der Agentur für Arbeit vorzulegen. Die Anwartschaft für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 greift auch, wenn innerhalb von zwei Jahren vor der Arbeitslosmeldung ein Beschäftigungsverhältnis von mindestens sechs Monaten bestand. Sie greift ebenfalls bei Jobs, die auf maximal zehn Wochen befristet waren und wenn das Bruttoarbeitsentgelt 32.340 Euro nicht überstiegen hat. Die jeweiligen Sachverhalte sind nachzuweisen, die Regelung der verkürzten Anwartschaft gilt jedoch nur noch bis Ende 2018.

Wie hoch ist das ALG 1 und wie setzt es sich zusammen?

Eine Pauschale für Arbeitslosengeld 1 gibt es nicht. Die Höhe der Leistung richtet sich nach dem letzten, beitragspflichtigen Gehalt, der Lohnsteuerklasse aber auch der Anzahl der Kinder. Aus diesen Faktoren errechnet sich ein täglicher Leistungssatz, der als monatlicher Betrag ausbezahlt wird. Ein voller Kalendermonat wird jeweils mit 30 Tagen angesetzt. In der Regel beträgt das Arbeitslosengeld 1 60 Prozent des letzten Nettoverdienstes. Bei einem Kind in der Bedarfsgemeinschaft, für das Kindergeld bezogen wird, liegt der Betrag bei 67 Prozent des ursprünglichen Nettogehaltes.

Fallbeispiel:

Ein unverheirateter, kinderloser Arbeitnehmer mit der Steuerklasse I und einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2000 Euro monatlich, erhält ein Arbeitslosengeld 1 von 817,50 Euro. Das Arbeitslosengeld 1 setzt sich wie folgt zusammen:

Durchschnittlicher monatlicher Bruttolohn X 12/365 = tägliches Bemessungsentgelt von 65,75 Euro

Einzelne Posten Betrag in Euro
Lohnsteuer 6,18
Solidaritätszuschlag 0,34
SV-Pauschale (21 Prozent) 13,81
Tägliches Nettoentgelt 45,42
Bruttolohn (60 Prozent) als täglicher Leistungszusatz 27,25
Arbeitslosengeld für volle Monate (täglicher Leistungssatz, Bruttolohn für 30 Tage) 817,50

Mit demselben Bruttogehalt in der Steuerklasse III und einem Kind käme der Arbeitnehmer aus dem Beispiel auf ein Arbeitslosengeld von 1042,50 Euro. Das maximale tägliche Bemessungsentgelt hat eine Höhe von 216,67 Euro. Aus dem Fallbeispiel wird ersichtlich, dass gerade bei niedrigem und mittlerem Einkommen das Arbeitslosengeld 1 nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu finanzieren. Arbeitslosengeld 1 aufstocken ist dann die einzige Alternative, die bleibt, bis sich eine neue Anstellung findet.

Welche Vermögenswerte werden beim ALG 1 berücksichtigt?

Sparguthaben, Aktien, Immobilien, Einkünfte aus Vermietungen und Verpachtungen – die Liste von möglichen Vermögenswerten ist lang. Allerdings spielen die Vermögenswerte keine Rolle beim Arbeitslosengeld 1. Im Gegensatz zu Arbeitslosengeld 2 handelt es sich um eine Art Risikoversicherung. Das funktioniert im Prinzip wie eine Kfz-Versicherung oder die Hausratversicherung. Während der Erwerbstätigkeit werden Beiträge eingezahlt, tritt der Schadensfall ein, übernimmt die Versicherung die Kosten.

Wie lange besteht Anspruch auf ALG 1?

Um Arbeitslosengeld 1 aufstocken zu können, muss Klarheit darüber herrschen, wie lange diese Leistung bezogen werden kann. Die Dauer der Zahlung hängt einerseits davon ab, wie lange ein Arbeitsverhältnis als Arbeitnehmer bestand und in welchem Alter die Arbeitslosigkeit eingetreten ist. Die Anwartschaftszeit ist erfüllt, wenn innerhalb einer Rahmenfrist von zwei Jahren eine versicherungspflichtige Tätigkeit von zwölf Monaten bestanden hat. Arbeitslosengeld 1 wird dann für sechs Monate gezahlt. Wer innerhalb der letzten fünf Jahre länger als zwölf Monate beschäftigt war, kann einen Anspruch von bis zu einem Jahr haben. Unter 50 Jahren wird maximal für ein Jahr Arbeitslosengeld 1 gezahlt. Arbeitslose über 50 Jahre können auf eine längere Bezugsdauer zurückgreifen, ab 58 Jahren wird maximal 24 Monate lang Arbeitslosengeld 1 gezahlt. Wer kurz vor dem 58. Geburtstag steht, kann seine Antragsstellung etwas verzögern und somit statt 18 Monaten 24 Monate Arbeitslosengeld 1 beziehen. Eine Verlängerung ist möglich, wenn in den letzten fünf Jahren ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 erworben, aber nicht voll ausgeschöpft wurde. In diesem Fall kann der unverbrauchte Rest übertragen werden. Allerdings maximal bis zur Anzahl der zulässigen Zeitspanne. Nach fünf Jahren ist der Restanspruch verfallen.

Weitere Formen des ALG 1

Welche weiteren Entgeltersatzleistungen gibt es?

Teilarbeitslosengeld
Teilarbeitslosengeld stellt eine Versicherungsleistung dar, die Arbeitnehmer in Anspruch nehmen können, die mehreren Beschäftigungsverhältnissen nachgehen. Fällt eine versicherungspflichtige Arbeitsstelle weg, tritt demzufolge eine Teilarbeitslosigkeit ein.

Übergangsgeld
Wenn ein Arbeitnehmer sich einer längerfristigen medizinischen Behandlung oder Rehabilitationsmaßnahme befindet, kann gemäß dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch, Kapitel 6, eine Entgeltersatzleistung in Anspruch genommen werden, um den Verdienstausfall zu kompensieren. Übergangsgeld muss extra beantragt werden und wird erst dann gezahlt, wenn die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers nach in der Regel sechs Wochen beendet ist. Die Beiträge zur Sozialversicherung zahlt während dem Bezug von Übergangsgeld der Rentenversicherungsträger. Übergangsgeld wird nur gezahlt, wenn ein Patient unmittelbar vor einer Rehabilitationsmaßnahme Einkommen, Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Verletztengeld bezogen hat.

Insolvenzgeld
Arbeitgeber, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, müssen Insolvenz anmelden. Eine prekäre Situation für Angestellte, denn ihr Lohn wird gar nicht oder nur teilweise gezahlt. Um das fehlende Gehalt zu ersetzen, springt dann die Agentur für Arbeit mit Insolvenzgeld ein. Dabei handelt es sich um eine einmalige Zahlung, die geleistet werden kann, sobald das Insolvenzverfahren des Arbeitgebers eröffnet ist. Ausgezahlt wird der ausstehende Lohn der letzten drei Monate. Das ist dann der Fall, wenn der Arbeitgeber seine Schulden nicht mehr begleichen kann oder nichts unternimmt, um seinen Betrieb weiterzuführen. Der Antrag auf Insolvenzgeld bei der Agentur für Arbeit muss spätestens zwei Monate nachdem das Verfahren eröffnet wurde, vorliegen.

Kurzarbeitergeld, Saison-Kurzarbeitergeld
Liegen bei einem Betrieb triftige Gründe vor, die übliche Arbeitszeit zu verkürzen, können Angestellte Kurzarbeitergeld beziehen, um ihren damit verbundenen Verdienstausfall teilweise auszugleichen. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass die Angestellten im Betrieb bleiben. Konjunkturelles Kurzarbeitergeld wird gezahlt, wenn ein Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen die Arbeitszeit herunterfährt oder ein unvorhergesehenes Ereignis eintritt. Ein Bezug von Kurzarbeitergeld ist maximal für zwölf Monate möglich. Saisonales Kurzarbeitergeld betrifft meistens die Bauwirtschaft, wenn aufgrund von schlechten Wetterbedingungen bestimmte Arbeiten nicht durchgeführt werden können. Transferkurzarbeitergeld wird gezahlt, um zu vermeiden, dass es bei betriebsinternen Umstrukturierungsmaßnahmen zu Entlassungen kommt. Kurzarbeitergeld richtet sich nach dem Ausfall des Nettogehaltes im Anspruchszeitraum. Die maximale Bezugsdauer beträgt zwölf Monate, Unterbrechungen sind möglich.

Liegen bei einem Betrieb triftige Gründe vor, die übliche Arbeitszeit zu verkürzen, können Angestellte Kurzarbeitergeld beziehen, um ihren damit verbundenen Verdienstausfall teilweise auszugleichen.

Arbeitslosengeld 1 aufstocken

Wie kann das Arbeitslosengeld aufgestockt werden?

Vor allem Arbeitnehmer mit geringem Einkommen haben Probleme, ihren Lebensunterhalt mit Arbeitslosengeld 1 zu bestreiten. Damit keine finanzielle Not droht, ist Arbeitslosengeld 1 aufstocken möglich. Tritt dieser Fall ein, erfolgt die Aufstockung mit Hartz-4-Leistungen des Jobcenters. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit mussten im Jahr 2015 etwa 10 Prozent der Erwerbslosen mit diesen Zusatzleistungen das Arbeitslosengeld 1 aufstocken. Es ist ebenfalls möglich, den Kinderzuschlag zu nutzen, da die beiden Leistungen miteinander kompatibel sind. Kinderzuschlag wird ergänzend zum Kindergeld ausgezahlt. Es gilt allerdings, eine Einkommensgrenze einzuhalten. Mit dem Kinderzuschlag kann nur dann eine Aufstockung erfolgen, wenn das Einkommen von mindestens 900 Euro vorliegt. Für Alleinerziehende liegt die Grenze bei 600 Euro. In diesem Fall kann das Arbeitslosengeld 1 nicht mit dem Kinderzuschlag aufgestockt werden. Bei Arbeitslosengeld 2 wird er ohnehin nicht gewährt. Arbeitslosengeld 1 kann durch ein zusätzliches Wohngeld aufgestockt werden, um Hilfsbedürftigkeit zu vermeiden.

Um Arbeitslosengeld 1 aufstocken zu können, muss ein Erwerbsloser selbst aktiv werden. Denn das Jobcenter gewährt nicht automatisch zusätzliche Leistungen, wenn eine Berechnung gering ausfällt. Für die Aufstockung ist ein Antrag auf Arbeitslosengeld 2 beim zuständigen Jobcenter nötig. Ein Anspruch besteht dann, wenn ein Alleinstehender weniger als 1200 Euro brutto zur Verfügung hat und beläuft sich auf 1500 Euro, wenn mindestens ein Kind im Haushalt lebt. Der genauen Betrag resultiert aus einer individuellen Berechnung.

Welche Voraussetzung sind für eine Aufstockung zu erfüllen?

Gemäß Sozialgesetzbuch 2 § 11 und § 11b haben Erwerbstätige einen Anspruch auf Grundsicherung.

Allerdings muss unterschieden werden zwischen

  • dem Regelbedarf
  • den Aufwendungen für Unterkunft und Heizungen
  • einem eventuellen Mehrbedarf
  • und weiteren, einmaligen Leistungen wie der Erstausstattung für Neugeborene, Anschaffungen für den Bezug einer neuen Wohnung, Unterstützung beim Führerschein oder Beginn einer Ausbildung

Der Regelbedarf hat eine feste Untergrenze von 416 Euro für eine alleinstehende Person sowie 374 Euro pro Person in einer Bedarfsgemeinschaft. Der Bedarf von Kindern wird nach dem Alter gestaffelt. Für Kinder unter sechs Jahren beträgt er 240 Euro, von sechs bis unter 14 Jahren 296 Euro und bei Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren 316 Euro.

Junge Erwachsene, die im Elternhaus leben, unter 25 sind und keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, haben einen Regelbedarf von 332 Euro monatlich. Mehrbedarf wird werdenden Müttern, Behinderten oder chronisch Kranken gewährt. Entsprechende Nachweise müssen vorgelegt werden. Beim Arbeitslosengeld 1 aufstocken werden auch die Kosten für Unterkunft und Heizung berücksichtigt. Das heißt, jeder, der als Alleinstehender weniger als 1200 Euro und mit Kind weniger als 1500 Euro monatlich zur Verfügung hat, sollte überprüfen lassen, ob Arbeitslosengeld 1 aufstocken möglich ist.

Wie wird die Höhe der Aufstockung ermittelt?

Wer sein Arbeitslosengeld 1 aufstocken will, muss beim Jobcenter vorstellig werden. Dort wird der Grundbedarf für alle im Haushalt lebenden Personen ermittelt. Das vorhandene Einkommen wird dem für die Grundsicherung notwendigen Betrag gegengerechnet.

Um Arbeitslosengeld 1 aufstocken zu können, werden alle vorhandenen Einkünfte der Berechnung zugrunde gelegt.

Dazu zählen

  • Arbeitslosengeld 1
  • Steuererstattungen
  • Unterhaltsleistungen
  • Kindergeld
  • Erträge aus Kapital
  • Zinsen
  • die Einnahmen aus Vermietungen
  • Eigenheimzulage
  • Lottogewinne

Nicht berücksichtigt werden

  • Grundrenten nach dem Bundesversorgungsgesetz
  • Pflegegeld im erzieherischen Einsatz
  • Blindengeld
  • Besondere Zuwendungen wie Soforthilfen.

Davon absetzbare Aufwendungen sind

  • Steuern, die auf Einkommen entfallen
  • Beiträge zur Sozialversicherung
  • Werbungskosten
  • Versicherungen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind wie Kfz-Haftpflicht
  • Weitere private Versicherungen

Für ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit, zum Beispiel aus einem neben Arbeitslosengeld 1 zulässigen Nebenjob von maximal 15 Stunden, werden die ersten 100 Euro nicht angerechnet (Grundfreibetrag). 20 Prozent des über 100 und unter 1000 Euro liegenden Bruttoeinkommens bleiben anrechnungsfrei. Alles, was darüber bis zur Verdienstobergrenze von 1200 und 1500 Euro liegt, wird zu 10 Prozent nicht angerechnet.

Die Aufstockung erfolgt nach individuellen Berechnungen aufgrund der jeweiligen Situation. Unter Umständen kann es sinnvoller sein, auf Wohngeld und Kinderzuschlag zu setzen, statt Leistungen des Jobcenters zu beziehen. Nicht zuletzt, da damit auch Verpflichtungen verbunden sind wie zum Beispiel die Eingliederungsvereinbarung. Betroffene sollten für sich selbst durchrechnen, welche Variante für sie günstiger ist.

Finanzierung bei Entfall der Aufstockung

Wie kann ein Kredit die Finanzierung des Lebensunterhalts abdecken?

Unter Umständen lässt die Zusage zur Aufstockung auf sich warten oder der Betrag fällt nicht ganz so groß aus, wie ursprünglich gedacht. Steht eine größere Anschaffung im Haushalt an oder die Klassenfahrt eines Kindes, ist es wichtig, finanziell flüssig zu sein. Ein unkomplizierter Sofortkredit von Vexcash hilft, das Loch im Geldbeutel kurzfristig zu schließen. Unbürokratisch werden zwischen 100 und 3000 Euro gewährt, die Rückzahlungsmodalitäten sind fair und flexibel zwischen einem und sechs Monaten.

Besonderheiten

Welche Regelungen gelten hinsichtlich der Aufstockung bei Bezug von Pflege- oder Krankengeld?

Tritt der Pflegefall ein, greifen die Leistungen der Pflegeversicherung. Bei Pflegegeld handelt es sich um eine Sozialrechnung, die nicht in die Berechnung des Einkommens einfließt. Möchte das Jobcenter das Pflegegeld anrechnen, muss sofort Widerspruch eingelegt werden. Im Krankheitsfall erhalten Bezieher von Arbeitslosengeld 1 die Leistungen sechs Wochen in vollem Umfang weiter, danach wird Krankengeld gezahlt. Da dies kaum ausreicht, muss ein Antrag gestellt werden, um das Arbeitslosengeld 1 aufstocken zu können.

Welche Regelungen gelten hinsichtlich der Aufstockung bei Bezug von Witwenrente?

Wie bei Arbeitslosengeld 1 Nebeneinkommen angerechnet wird, regelt § 141 SGB III. Witwenrente fällt nicht in die Kategorie von anrechenbaren Einkommen, da sie nicht auf einem persönlichen Einsatz des Arbeitslosen beruht. Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 besteht daher unabhängig von einer Witwenrente. Das Arbeitslosengeld 1 wird auf die Witwenrente angerechnet, da es als Erwerbsersatzeinkommen zählt.

Welche Regelungen gelten hinsichtlich der Aufstockung als Freiberufler?

Bei Freiberuflern und Selbständigen ist die Einkommensgrundlage der Gewinn. Die Aufstockung ist für diese Gruppe nicht möglich, da sie nicht in die Kategorie der Leistungsberechtigten fällt. Selbständige, die jedoch zu wenig verdienen, können ihre Einkünfte mit Arbeitslosengeld 2 aufstocken. Möchte sich jemand aus dem Bezug von Arbeitslosengeld 1 heraus selbstständig machen, kann der sogenannte Gründungszuschuss gewährt werden. Hierfür muss die Geschäftsidee einer Tragfähigkeitsprüfung unterzogen werden. Gründer erhalten dann für die Dauer von einem halben Jahr einen Zuschuss in Höhe ihres monatlichen Arbeitslosengeldes 1 sowie eine Sozialversicherungspauschale von 300 Euro. Existenzgründer sollten dabei außerdem einige Steuertipps beachten.

ALG I Höhe und Berechnung – Arbeitslosengeld

Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet hauptsächlich nach dem vorherigen beitragspflichtigen Gehalt, der Lohnsteuerklasse und danach, ob ein Kind bei der Berechnung mit zu berücksichtigen ist. Daran orientiert sich die Berechnung eines täglichen Leistungssatzes, der monatlich ausbezahlt wird. Dabei wird jeder volle Kalendermonat mit 30 Tagen angesetzt.

Bemessungszeitraum des Arbeitsentgelts

Die Höhe des Arbeitslosengelds stützt sich hauptsächlich auf das im letzten Jahr vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit (dem Bemessungszeitraum) erzielte Arbeitsentgelt. Für den Fall, dass in den Jahren vor dem Bemessungszeitraum das Arbeitsentgelt mehr als 10 Prozent höher war als im Bemessungszeitraum, kann auch ein längerer Bemessungszeitraum berücksichtigt werden. Die geschieht aber nur auf ausdrücklichen Antrag des Arbeitslosen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Arbeitnehmer den Arbeitsplatz verliert und eine neue, schlechter bezahlte Arbeit annimmt, die er dann ebenfalls nach einem Jahr verliert. Der Bemessungszeitraum für das Arbeitslosengeld wäre hier nur das letzte Jahr, in dem er aber deutlich schlechter verdient hat. Hier kann er beantragen, dass das Einkommen der beiden letzten Jahre berücksichtigt wird.

Zusätzliche Leistungen bei niedrigem Arbeitslosengeld

In Fällen, in denen das Arbeitslosengeld nur sehr gering ausfallen würde, beispielsweise wegen eines niedrigen Entgelts im vorherigen Beschäftigungsverhältnis, kann unter Umständen auch zusätzlich Arbeitslosengeld II beantragen und beziehen. Ebenfalls besondere Regeln gelten, wenn das Arbeitsentgelt durch Betreuung und Erziehung von Kindern gemindert war oder wenn innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Arbeitslosmeldung bereit Arbeitslosengeld bezogen wurde.

Normaler und erhöhter Leistungssatz

Beim Arbeitslosengeld wird unterschieden zwischen allgemeinem und erhöhtem Leistungssatz. Der allgemeine Leistungssatz in Höhe von 60% des Leistungsentgeltes, also des vorher verdienten Nettogehalts, wird den Antragstellern gewährt, bei denen kein Kind zu berücksichtigen ist.

Der erhöhte Leistungssatz in Höhe von 67% des Leistungsentgeltes wird gewährt, wenn der Arbeitslose oder der „nicht dauernd von ihm getrennt lebende und ebenfalls uneingeschränkt einkommenssteuerpflichtige Ehegatte oder Lebenspartner“ mindestens ein leibliches, angenommenes oder Pflege-Kind hat. Auf die Zahl der Kinder kommt es nicht an.

Erhöhter Leistungssatz für volljährige Kinder

Sollten das Kind oder die Kinder das 18. Lebensjahr vollendet haben, müssen besondere Voraussetzungen erfüllt sein, damit der erhöhte Leistungssatz ausgezahlt wird. Zu diesen Voraussetzungen gehört etwa, dass das Kind noch nicht 21 Jahre alt ist, nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht und bei der Agentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldet oder noch nicht 25 Jahre alt ist und für einen Beruf ausgebildet wird oder aber wegen einer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Auch für das Kind oder die Kinder gelten Einkommensgrenzen; das Einkommen des Kindes wird von der Agentur für Arbeit meist durch einen gesonderten Fragebogen und die Zusammenarbeit mit der Familienkasse, die das Kindergeld zahlt, festgestellt. Die Einkünfte und Bezüge des Kindes, die für seinen Unterhalt oder seine Berufsausbildung bestimmt sind – also etwa Kindergeld, Unterhalt und BAföG – dürfen 667 Euro im Kalendermonat (bzw. 8.004 Euro im Kalenderjahr ab 2010; 7.680 Euro bis 2009) nicht überschreiten.

Höhe des Arbeitslosengeldes bei Auszubildenden

Auch Auszubildende, die nach der Ausbildung nicht übernommen werden, haben grundsätzlich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sie die Anwartschaftszeit erfüllt haben. Bei ihnen wird das erzielte beitragspflichtige Arbeitsentgelt für die Berechnung des Arbeitslosengeldes zugrunde gelegt. Gab es während der Ausbildung eine Zeit, während der keine Ausbildungsvergütung gezahlt wurde, wird ein vergleichbares tarifliches Entgelt für die Berechnung herangezogen.

Fiktive Berechnung nach Elternzeit

Auch Zeiten, während derer ein Kind bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres erzogen wurde, sind versicherungspflichtig. Daher besteht auch bei einer Arbeitslosigkeit im Anschluss an die Elternzeit ein Anspruch auf Arbeitslosengeld, da ja während der Erziehungszeiten ein Anspruch auf Leistungen entstand. Wird das Arbeitsverhältnis nach der Elternzeit vom Arbeitnehmer aus aufgelöst, werden allerdings auch hier die üblichen Sperrfristen angesetzt. Die Berechnung der Leistungshöhe gestaltet sich in diesem Fall allerdings schwierig. Laut Gesetz werden Erziehungszeiten nicht als Bemessungszeitraum gewertet, aber andererseits beträgt der Bemessungsrahmen nur zwei Jahre – wurde die dreijährige Elternzeit voll ausgeschöpft, gibt es keine Grundlage für die Berechnung des Arbeitslosengeldes. Deshalb wird das Arbeitslosengeld anhand gestaffelter „fiktiver“ Entgelte berechnet, die je nach Qualifikation der Antragsteller festgelegt wurden.

Auch beim Eintreten der Arbeitslosigkeit nach einer nicht voll ausgeschöpften Elternzeit ist ein nur geringes Arbeitslosengeld zu erwarten, da sich die Höhe der Leistung dann nach dem vorher erreichten Entgelt richtet, in diesem Falle also nach dem niedrigeren Elterngeld (meist 67% des vorherigen Arbeitsentgelts) oder nach einem Durchschnittsbetrag aus Arbeitsentgelt und Elterngeld.

Pfändbarkeit von Arbeitslosengeld I

Oberhalb der gesetzlich festgelegten Pfändungsgrenzen ist übrigens auch Arbeitslosengeld pfändbar, genau wie “normales” Arbeitseinkommen, und wird auch durchaus häufig im Zusammenhang mit Unterhaltsstreitigkeiten durchgeführt. Artikel bewerten: 123 Bewertungen (Ø 2.8 von 5.0)
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Der befristete Arbeitsvertrag wird nicht verlängert, die betriebsbedingte Kündigung landet auf dem Schreibtisch oder der Angestellte ist einfach nicht in der Lage, länger seiner Arbeit nachzugehen: Für Arbeitslosigkeit gibt es viele Gründe.

Arbeitslosengeld I (oder ALG I) soll Arbeitnehmer nach dem Jobverlust vor dem finanziellen Ruin bewahren.

Der drohende Verlust des Arbeitsplatzes bereitet Arbeitnehmern häufig Sorgen über ihre künftige finanzielle Situation. Damit Arbeitslose nicht gänzlich mittellos dastehen, haben sie oftmals Anspruch auf das sog. Arbeitslosengeld 1 – zumindest über einen begrenzten Zeitraum.

Kurz & knapp: Arbeitslosengeld 1

Wer bekommt Arbeitslosengeld 1?

Arbeitslosengeld 1 wird Arbeitnehmern nach Verlust ihres Arbeitsplatzes gezahlt. Dafür müssen sie in der Regel innerhalb von zwei Jahren zwölf Monate lang versicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein.

Wie lange kann ich ALG 1 beziehen?

Die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld 1 beträgt in den meisten Fällen maximal ein Jahr. Arbeitnehmer, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, können die Leistungen mitunter länger beziehen.

Wie hoch fällt das Arbeitslosengeld 1 aus?

Die Berechnungsgrundlage für das Arbeitslosengeld 1 bildet das Bruttoarbeitsentgelt, für das innerhalb des Bemessungszeitraums (in der Regel ein Jahr) eine Beitragspflicht in der Arbeitslosenversicherung bestand.

Aber was ist Arbeitslosengeld 1 genau und wie ist es gesetzlich geregelt? Welche Arbeitnehmer haben ein Recht auf Arbeitslosengeld 1 und wann kann der Anspruch ausgesetzt werden? Wie lange erfolgt die Zahlung von Arbeitslosengeld 1? Dies und mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Inhalt

Arbeitslosengeld 1: Was ist das?

Was ist ALG 1?

Das Arbeitslosengeld 1 – oder „ALG 1“ – ist eine Leistung der deutschen Arbeitslosenversicherung. Es wird Arbeitnehmern, die in die Arbeitslosigkeit eintreten, unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt, um sie für einen begrenzten Zeitraum finanziell abzusichern.

Das Arbeitslosengeld 1 ist zu unterscheiden vom Arbeitslosengeld 2, das auch als „ALG 2“ oder „Hartz 4“ bekannt ist. Letzteres wird unbefristet gezahlt, um die Grundsicherung von Arbeitssuchenden und Arbeitnehmern zu sichern, soweit sie dies nicht durch ihre eigenen Einkünfte gewährleisten können. Allerdings muss es spätestens nach einem Jahr neu beantragt werden. In Abgrenzung zu Hartz 4 wird das Arbeitslosengeld 1 häufig auch nur „Arbeitslosengeld“ genannt.

Die rechtlichen Grundlagen zum Arbeitslosengeld 1 sind im SGB III, dem Dritten Buch des Sozialgesetzbuches, in den §§ 136 bis 164 festgehalten.

Wer bekommt Arbeitslosengeld 1?

Um Leistungen wie das Arbeitslosengeld 1 beziehen zu können, legt der Gesetzgeber in der Regel bestimmte Voraussetzungen fest. Im Falle des Arbeitslosengeldes 1 lauten diese wie folgt:

  • Die Betroffenen sind arbeitslos. Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn sie weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten.
  • Der Arbeitnehmer hat das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet.
  • Die Betroffenen müssen sich persönlich bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet haben. Dies muss spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit geschehen. Die Meldung kann aber auch schon erfolgen, wenn der Verlust des Arbeitsplatzes innerhalb der nächsten drei Monate zu erwarten ist.
  • Der Arbeitnehmer muss sich eigenständig bemühen, seine Arbeitslosigkeit zu beenden. Dazu gehört auch die frühzeitige Meldung als Arbeitssuchender bei der Bundesagentur für Arbeit, welche spätestens drei Monate vor Ende des Arbeitsverhältnisses erfolgen muss.
  • Die Arbeitnehmer stehen den Vermittlungsbemühungen der Bundesarbeitsagentur für Arbeit zur Verfügung und sind bereit, eine zumutbare Beschäftigung anzunehmen.
  • Die Anwartschaftszeit muss erfüllt sein. Dies bedeutet, dass der Arbeitnehmer in den letzten zwei Jahren mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein und währenddessen in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben muss.

Die Mindestzeit für die Anwartschaft kann sich für bestimmte Beschäftigte verkürzen: Für Wehr- oder Sozialdienstleistern sowie Saisonarbeiter ist es in der Regel ausreichend, wenn sie in den zwei Jahren vor der Meldung der Arbeitslosigkeit mindestens sechs Monate gearbeitet haben, um Arbeitslosengeld 1 beziehen zu können.

Wie lange wird das Arbeitslosengeld 1 gezahlt?

Die Anspruchsdauer von Arbeitslosengeld 1 richtet sich danach, wie lange der Arbeitnehmer innerhalb der letzten drei Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat und wie alt er ist:

Wie lange erfolgt die Zahlung von ALG 1?

  • Wurden insgesamt zwölf Monate Versicherungszahlungen geleistet, wird für sechs Monate Arbeitslosengeld 1 gezahlt.
  • Bei 24 Monaten Versicherungszahlungen beträgt die Anspruchsdauer zwölf Monate.
  • Ist ein Arbeitnehmer mindestens 50 Jahre alt und hat zugleich 30 Monate lang in die Versicherung eingezahlt, steht ihm 15 Monate lang Arbeitslosengeld 1 zu.
  • Wer 36 Monate eingezahlt und gleichzeitig das 55. Lebensjahr vollendet hat, kann 18 Monate lang Arbeitslosgengeld 1 beziehen.

Arbeitnehmer, die jünger sind als 50 Jahre, erhalten höchstens ein Jahr lang Arbeitslosengeld 1 – selbst wenn sie länger als 24 Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.

Sperrzeit beim Arbeitslosengeld 1: Wann die Zahlung ausgesetzt werden kann

Unter bestimmten Umständen kann die Arbeitsagentur eine Sperrzeit verhängen, in der das Arbeitslosengeld 1 bis zu zwölf Wochen nicht gezahlt wird. Es werden währenddessen auch keine Beiträge an die Sozialversicherung abgeführt. Die Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld 1 wird um die Dauer der Sperrzeit verringert.

Eine Sperrzeit vom Arbeitslosengeld 1 wird immer dann verhängt, wenn der Arbeitnehmer ohne hinreichende Begründung versicherungswidrig handelt. Ein solches Verhalten liegt z. B. vor, wenn

  • ein Aufhebungsvertrag unterschrieben und eine Abfindung erhalten wurde.
  • der Arbeitnehmer seine Arbeitsstelle selbst gekündigt hat.
  • der Arbeitnehmer sich nicht oder nicht rechtzeitig bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitslos bzw. arbeitssuchend gemeldet hat.
  • keine ausreichenden Bemühungen erkennbar sind, dass der Arbeitnehmer versucht, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.
  • der Arbeitnehmer die Weisungen der Agentur für Arbeit missachtet, wie z. B. die Erreichbarkeitsanordnung. Diese besagt, dass der Leistungsbezieher einmal werktäglich unter seiner angegebenen Anschrift erreichbar sein muss, um Briefpost zur Kenntnis nehmen zu können. Für eine längere Abwesenheit benötigt er die Genehmigung der Behörde.
  • nicht an den Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung, welche die Arbeitsagentur verhängt, teilgenommen wird oder der Arbeitnehmer diese abbricht.

Hinsichtlich der Eigenkündigung besteht eine Ausnahme: Hat der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis aus einem wichtigen Grund beendet, tritt keine Sperrzeit ein. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn der Arbeitnehmer heiratet und zu seinem Ehepartner in eine andere Stadt ziehen möchte.

Allerdings wird die Entscheidung, ob ein hinreichend wichtiger Grund für eine Eigenkündigung vorliegt, von der Agentur für Arbeit im Einzelfall getroffen. Sollte es zwischen Arbeitnehmer und Arbeitsagentur diesbezüglich zum Streit kommen, entscheidet häufig das Gericht.

Ruhezeit von Arbeitslosengeld 1

Neben der Sperrzeit kann auch eine Ruhezeit eintreten, in der ebenfalls kein Arbeitslosengeld 1 gezahlt wird. Der Unterschied besteht darin, dass bei der Ruhezeit nicht nur die Zahlung, sondern auch der Anspruch auf die Leistung aussetzt. Daher hat eine Ruhezeit keine Minderung der Anspruchsdauer zur Folge.

Eine Ruhezeit wird verhängt, wenn der Arbeitnehmer andere Sozialleistungen erhält wie:

  • Lohnersatzleistungen, z. B. Mutterschaftsgeld, Krankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld
  • Erwerbsminderungsrente
  • Altersrente
  • Berufsausbildungsbeihilfe für Arbeitslose

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 ruht während des Bezugs von Mutterschaftsgeld.

Des Weiteren ruht der Anspruch vom Arbeitslosengeld 1 auch dann, wenn ein Arbeitsloser aus seinem beendeten Arbeitsverhältnis noch Arbeitsentgelt oder Urlaubsentgelt erhält.

Dies gilt allerdings nur, wenn das Entgelt auch tatsächlich gezahlt wird. Erhält der Arbeitslose trotz Anspruch keine Leistungen von seinem ehemaligen Arbeitgeber, wird ihm trotzdem das Arbeitslosengeld 1 gezahlt.

Was kommt nach dem Arbeitslosengeld 1?

Viele Bezieher von Arbeitslosengeld 1 fragen sich, was passiert, wenn ihr Anspruch endet und sie noch keinen neuen Arbeitsplatz gefunden haben.

In diesem Fall können die Arbeitslosen Arbeitslosengeld 2 beantragen. Dabei handelt es sich um eine Sozialleistung, die vom Jobcenter gezahlt wird, während das Arbeitslosengeld 1 eine Versicherungsleistung aus der Arbeitslosenversicherung ist.

Nicht verwechseln: Der Antrag ist nicht bei der Agentur für Arbeit zu stellen, sondern beim Jobcenter, das für den Wohnort des Antragsteller zuständig ist.

Wie berechnet man Arbeitslosengeld 1?

Eine pauschale Aussage, in welcher Höhe das Arbeitslosengeld 1 ausfällt, lässt sich nicht treffen. Stattdessen wird es nach einer festen gesetzlichen Regelung berechnet. Einen Mindestsatz für Arbeitslosengeld 1 als untere Begrenzung gibt es nicht.

Als Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld 1 dient das Bruttoarbeitsentgelt, für das innerhalb des Bemessungszeitraums eine Beitragspflicht in der Arbeitslosenversicherung bestand. Dieser umfasst in der Regel ein Jahr, kann in besonderen Fällen, welche im § 150 SGB III festgelegt sind, aber auch zwei Jahre betragen.

Dieses Bruttoarbeitsentgelt wird durch die Anzahl der Kalendertage des Bemessungszeitraums dividiert, um so das Bemessungsentgelt zu ermitteln. Dieses wird in Euro pro Tag angegeben. Für das tägliche Bemessungsentgelt existiert eine Obergrenze in Form der Beitragsbemessungsgrenze für die Arbeitslosenversicherung. Diese beträgt im Jahr 2018 täglich 213,70 Euro in den westlichen Bundesländern und 190,68 Euro in den östlichen Bundesländern.

Das tägliche Bemessungsentgelt ist eine Bruttoangabe. Von dieser müssen als nächstes die Abzüge für Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag vorgenommen werden. Außerdem ist die Sozialversicherungspauschale von 21 % abzuziehen. Auf diese Weise ergibt sich das tägliche Leistungsentgelt.

ALG 1: Berechnungsgrundlage ist das Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres verdient hat.

Das Leistungsentgelt pro Tag wird mit einem feststehenden Prozentsatz für das Arbeitslosengeld 1 von 60 Prozent verrechnet, wodurch sich der tägliche Leistungssatz ergibt. Wer Arbeitslosengeld 1 mit einem Kind, für das Kindergeld bezogen wird, erhält, unterliegt einem erhöhten Leistungssatz von 67 Prozent.

Aus diesem Betrag muss zum Schluss errechnet werden, wie hoch das Arbeitslosengeld 1 für einen vollen Kalendermonat ausfällt. Dazu wird der tägliche Leistungssatz mit dem Faktor 30 multipliziert, unabhängig davon, wie viele Tage der Kalendermonat tatsächlich hat. Das sich ergebende Produkt ist das Arbeitslosengeld 1, dass die Arbeitslosen monatlich gezahlt bekommen.

Arbeitslosengeld 1: Beispiele zur Berechnung

Um den oben erläuterten Rechenweg zu veranschaulichen, sollen zwei Berechnungsbeispiele gegeben werden.

Beispiel 1 (Lohnsteuerklasse 1, keine Kinder):

Der Arbeitnehmer Herr Schmidt verdiente in den zwölf Monaten vor seiner Meldung der Arbeitslosigkeit monatlich 1.600 Euro brutto, für die eine Beitragspflicht in der Arbeitslosenversicherung bestand.

1.600 x 12 = 19.200 Euro (jährliches Bruttoarbeitsentgelt)

19.200 / 365 = 52,60 Euro (tägliches Bemessungsentgelt)

Herr Schmidt gehört der Lohnsteuerklasse I an. In dieser werden ihm täglich 3,12 Euro Lohnsteuer vom Bruttogehalt abgezogen. Hinzu kommen der Abzug der Sozialversicherungspauschale von 21 Prozent und des Solidaritätszuschlags. Letzterer beträgt 5,5 Prozent der abzuführenden Lohnsteuer.

52,60 – 3,12 – 0,17 – 11,05 = 38,26 Euro (tägliches Leistungsentgelt)

Herr Schmidt hat keine Kinder, deswegen gilt für ihn:

ALG 1-Prozentsatz = 60 %

38,26 x 60 % = 22,96 Euro (täglicher Leistungssatz)

Der Leistungssatz pro Tag wird pauschal mit 30 multipliziert, unabhängig von der tatsächlichen Anzahl Tage im Kalendermonat.

22,96 x 30 = 688,80 Euro (monatliche Zahlung Arbeitslosengeld 1)

Herr Schmidt erhält somit 688,80 Euro im Monat an Arbeitslosengeld 1.

Beispiel 2 (Lohnsteuerklasse V, mit Kind)

Hat der Arbeitslose Kinder, wird das Arbeitslosengeld 1 mit einem erhöhten Leistungssatz berechnet.

Frau Meier verdiente vor ihrer Arbeitslosigkeit wie Herr Schmidt 1.600 Euro im Monat. Somit gilt auch für sie:

jährliches Bruttoarbeitsentgelt = 19.200 Euro
tägliches Bemessungsentgelt = 52,60 Euro

Im Gegensatz zu Herrn Schmidt ist sie in der Lohnsteuerlasse V. Damit ergeben sich für sie folgende Abzüge:

52,60 – 9,06 – 0,50 – 11,05 = 31,99 Euro (tägliches Leistungsentgelt)

Frau Meier hat ein Kind, für das sie Kindergeld bezieht, deswegen gilt für sie:

ALG 1-Prozentsatz = 67 %

31,99 x 67 % = 21,43 Euro (täglicher Leistungssatz)

Der Leistungssatz pro Tag wird pauschal mit 30 multipliziert, unabhängig von der tatsächlichen Anzahl Tage im Kalendermonat.

21,43 x 30 = 642,90 Euro (monatliche Zahlung Arbeitslosengeld 1)

Frau Meier erhält somit 642,90 Euro im Monat an Arbeitslosengeld 1.

Übrigens: Wenn Sie das Ihnen zustehende Arbeitslosengeld 1 nicht selbst ausrechnen möchten, können Sie auch den kostenlosen Arbeitslosengeld-Rechner der Bundesagentur für Arbeit nutzen.

Arbeitslosengeld 1 bei Arbeit im Ausland

Besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1, wenn der Arbeitnehmer nicht in Deutschland gearbeitet hat? Fand die Beschäftigung in einem Land der EU oder in der Schweiz statt, kann ein solches Arbeitsverhältnis möglicherweise bei der Anwartschaft berücksichtigt werden.

Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Arbeitslose in Deutschland gemeldet ist und er vor der Arbeitslosigkeit versicherungspflichtig in Deutschland beschäftigt war. Betroffene sollten sich dazu einen Beratungstermin bei der Arbeitsagentur geben lassen.

Kann Arbeitslosengeld 1 im Ausland bezogen werden?

Wer in der EU oder in der Schweiz wohnt, hat mitunter auch Anspruch auf Arbeitslosengeld 1.

Es ist auch möglich, Arbeitslosengeld 1 zu beziehen, wenn der Arbeitslose im Ausland lebt – allerdings nur, wenn es sich dabei um einen Mitgliedsstaat der EU oder um die Schweiz handelt.

Außerdem muss die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes besitzen und in Deutschland arbeitslos gemeldet sein. Der Antrag auf Arbeitslosengeld 1 ist vor der Ausreise, bei der eine Wartefrist von vier Wochen eingehalten werden muss, bei der Bundesagentur für Arbeit einzureichen.

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Das Elterngeld ist eine sogenannte Transferzahlung, also eine Zahlung vom Staat, für die keine Gegenleistung gefordert wird. Warum der Staat quasi Geld verschenkt? Nun, das Elterngeld soll nach der Geburt eines Kindes „den notwendigen Schonraum für einen guten Start in das gemeinsame Leben“ schaffen, so das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Letztlich ist es ja so: Wenn Vater oder Mutter nach der Geburt ganz oder teilweise Zuhause bleibt, fällt ein Gehalt weg. Um diesen finanziellen Fall abzumildern, gibt es das Elterngeld – sogar steuerfrei. Immerhin 933.000 Mütter und Väter haben für ihre im Jahr 2014 geborenen Kinder Elterngeld bezogen. Das hat das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung veröffentlicht.

Es gibt allerdings nicht nur das Elterngeld, sondern auch das Elterngeld Plus. Eltern, deren Kinder nach dem 01.07.2015 zur Welt gekommen sind, haben die Qual der Wahl. Wir erklären erst einmal schnell den Unterschied:

Das Elterngeld

Das Elterngeld, im offiziellen Sprachgebrauch manchmal auch Basiselterngeld genannt, ist ein Ausgleich für das wegfallende Gehalt eines Elternteils. Es wird an Väter und Mütter für maximal 14 Monate gezahlt. Wie ein Paar diese Zeit untereinander aufteilt, ist dem Staat erstmal egal. Es gilt allerdings: Ein Elternteil kann mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Die zwei weiteren Monate gibt es nur, wenn sich auch der andere Elternteil an der Betreuung beteiligt.

Übrigens:

Alleinerziehenden stehen aufgrund des fehlenden Partners grundsätzlich die vollen 14 Monate Elterngeld zu.

Das Elterngeld Plus

Das neue Elterngeld Plus ist vor allem für Paare spannend, die bereits während des Elterngeldbezugs wieder stundenweise in den Job einsteigen wollen. In einem solchen Fall bekommen die Eltern doppelt so lange Elterngeld, allerdings in maximal halber Höhe. Um es mit den Worten des Bundesministeriums zu sagen: „Aus einem bisherigen Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate“. Beim Elterngeld Plus gibt es eine weitere Besonderheit: Arbeiten Vater und Mutter gleichzeitig für vier Monate jeweils 25 bis 30 Wochenstunden, gibt es einen zusätzlichen „Partnerschaftsbonus“ in Form von vier weiteren ElterngeldPlus-Monaten pro Elternteil.

Die Höhe des Elterngelds

Wie hoch das Elterngeld tatsächlich ausfällt, hängt vom durchschnittlichen Einkommen des betreuenden Elternteils im Jahr vor der Geburt ab. Es gibt mindestens 300, maximal aber 1.800 Euro im Monat. Wie schon erwähnt, halbieren sich die Werte beim Elterngeld Plus: Es gibt also mindestens 150 Euro, höchstens aber 900 Euro monatlich.

Nehmen wir einmal an, Sie haben im Jahr vor der Geburt zwischen 1.000 und 1.200 Euro verdient. Dann bekommen Sie Elterngeld in Höhe von 67 Prozent Ihres durchschnittlichen Nettogehalts. Bei Geringverdienern, also Menschen, die vor der Geburt des Kindes weniger als 1.000 Euro im Monat verdient haben, sieht die Sache etwas anders aus. Unter 1.000 steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent an. Bedeutet: Je weniger Sie verdienen, desto höher wird die Ersatzrate. Bei Nettoeinkommen über 1.200 Euro sinkt die Ersatzrate auf 65 Prozent.

Klingt kompliziert? Ist es auch. Und es wird noch komplizierter, denn es gibt Sonderregelungen für Hausfrauen, es gibt den Geschwisterbonus und einen Elterngeldfreibetrag. Informationen dazu finden Sie beim Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.
Außerdem gibt es auf den Seiten des Ministeriums auch einen Elterngeldrechner.

Steuerklasse beeinflusst die Höhe des Elterngelds

Damit wären wir, steuerlich gesehen, am ersten Knackpunkt angekommen: Die Höhe des Elterngelds hängt vom durchschnittlichen Einkommen des betreuenden Elternteils im Jahr vor der Geburt ab. Je höher das Einkommen, desto höher also das Elterngeld – zumindest bis der Maximalwert von 1.800 Euro erreicht ist.

Für verheiratete Paare gibt es einen ganz legalen Trick, die Höhe des Elterngelds zu beeinflussen: Steuerklasse wechseln! Denn die Steuerklasse bestimmt, wie viel Netto vom Brutto bleibt. Verdient ein Ehepartner deutlich weniger als der andere, bietet sich eine Kombination von Steuerklasse III (3) und V (5) an. Der geringer verdienende Partner ist dabei in der steuerlich ungünstigeren Steuerklasse V (5), die deutlich höhere Abzüge hat.

Der Elternteil, der nach der Geburt Zuhause bleibt, sollte also vor der Geburt in die steuerlich günstigere Steuerklasse III (3) wechseln. Aber Achtung: Das funktioniert nur, wenn Sie ganz schnell handeln. Der Antrag auf den Wechsel der Steuerklasse muss spätestens sieben Monate vor dem Monat gestellt werden, in dem der Mutterschutz beginnt.

Elterngeld erhöht den Steuersatz

Eine bittere Wahrheit in Sachen Elterngeld bleibt, auch wenn man rechtzeitig die Steuerklasse wechselt. Das Elterngeld selbst ist zwar steuerfrei, erhöht aber den Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass das Elterngeld auf alle anderen Einkommen der Familie angerechnet wird und dadurch der Steuersatz steigt. Ein Rechenbeispiel bringt Klarheit:

Elterngeld

Elterngeld beantragen Sie bei der Elterngeldstelle. Welche Elterngeldstelle für Sie zuständig ist, richtet sich nach Ihrem Bundesland und Ihrem Wohnort. Den Elterngeldantrag bekommen Sie in der Regel nach der Geburt Ihres Kindes in der Geburtsklinik oder direkt bei der Elterngeldstelle. Bis 2007 hieß das Elterngeld übrigens noch Erziehungsgeld.

Mama Hendrikje verdiente vor der Geburt des gemeinsamen Kindes Leni 1.050 Euro netto – und bekommt deshalb aktuell ein monatliches Elterngeld von 703,50 Euro. Papa Holger verdient als Bauingenieur 4.000 Euro brutto monatlich.

Holger verdient im Jahr nach Lenis Geburt also 48.000 Euro brutto, nach allen Abzügen ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen von 42.000 Euro. Dazu kommt das steuerfreie Elterngeld in Höhe von 8.442 Euro. Da Hendrikje das ganze Jahr Elterngeld bekommt, kommt sie in den Genuss der Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro.

Das Finanzamt berechnet nun zuerst den Steuersatz für das zu versteuernde Einkommen von Holger. Das sind bei 42.000 Euro 13,74 Prozent inklusive Solidaritätszuschlag. Jetzt addieren die Beamten das Elterngeld (abzüglich der Werbungskostenpauschale) zum Jahresgehalt hinzu. Für die 49.442 Euro steigt der Steuersatz auf 16,1 Prozent inklusive Soli.

Die Krux ist: Diese 16,1 Prozent werden jetzt auf Holgers 42.000 Euro angewandt – nicht die geringeren 13,74 Prozent. Mit der Konsequenz, dass die zu zahlenden Steuern für die Familie ansteigen. Immerhin von 5.770 Euro (bei 13,74 Prozent) auf 6.762 Euro (bei 16,1 Prozent). Die Familie zahlt also 992 Euro mehr an Steuern.

Unser VLH-Tipp: Durch den Progressionsvorbehalt kommt es am Ende des Jahres für junge Familien oft zu einer Steuernachzahlung. Legen Sie deshalb schon während des Jahres ein wenig Geld zur Seite.

Nebenbei arbeiten reduziert das Elterngeld

Das Elterngeld als Transferzahlung soll den Wegfall eines Gehalts abmildern. Wenn Sie als Elterngeldbezieher mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten gehen, verlieren Sie den Anspruch auf das Elterngeld. Arbeiten Sie weniger, wird Ihr Gehalt dem Elterngeld angerechnet – Sie bekommen dann also weniger Elterngeld.

Wenn Sie in der Elternzeit weiterhin mit dem Dienstwagen fahren, gilt das als geldwerter Vorteil. Ihr Elterngeld wird dann entsprechend gekürzt. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Dienstwagen wird auf Elterngeld angerechnet.

Elterngeld kann Unterhalt reduzieren

Auch in Sachen Unterhalt spielt das Elterngeld eine Rolle. Bekommt eine Mutter neben dem Elterngeld auch Unterhalt vom Ex-Partner, wird der Unterhalt auf das Elterngeld angerechnet – und zwar auf das gesamte Elterngeld. Das hat kürzlich das Finanzgericht Münster (Aktenzeichen 3 K 3546/14 E) entschieden.

Wie kam es zu diesem Urteil? Beim Elterngeld gibt es einen einkommensunabhängigen Sockelbetrag in Höhe von 300 Euro. Die Frage stand im Raum, ob der Sockelbetrag bei der Anrechnung von Unterhalt unangetastet bleiben sollte oder nicht. Die Richter entschieden, dass das Elterngeld als „Einkünfteersatz“ diene und dass das ohne Unterschied auch für den Sockelbeitrag gelte. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht final. Der Bundesfinanzhof, Deutschlands höchstes Gericht für Steuern, muss sich jetzt mit diesem Streitfall befassen und ein endgültiges Urteil fällen.

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Das Elterngeld ist eine Leistung für alle Eltern, die ihr Kind in den ersten bis zu 28 Lebensmonaten selbst betreuen wollen und deshalb nicht voll in ihrem Job arbeiten. Teilzeitarbeit bis zu 30 Stunden in der Woche ist möglich.

Elterngeld bekommen alle Mütter und Väter, die vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren. Aber nicht nur sie bekommen einen Teil ihres vorherigen Einkommens. Eltern, die vor der Geburt ihres Kindes kein eigenes Einkommen hatten, bekommen den Mindestbetrag von 300 Euro. Das gilt etwa für Hausfrauen, Arbeitslose oder Studierende. Bedingung: Sie betreuen ihr Kind selbst und arbeiten nicht mehr als 30 Stunden pro Woche.

Elterngeldberechtigt sind nicht nur die leiblichen Eltern: Auch Adoptiveltern und in Ausnahmefällen sogar Verwandte bis zum dritten Grad, die sich um ein neugeborenes Kind kümmern, können ihr Anrecht auf die staatliche Leistung geltend machen.

Einschränkung für Spitzenverdiener

Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am monatlichen Nettoeinkommen, das durch die Betreuung wegfällt. Eltern mit höheren Einkommen erhalten 65 Prozent, Eltern mit niedrigeren Einkommen bis zu 100 Prozent. Maximal werden 1800 Euro im Monat gezahlt, der Elterngeldrechner des Bundesfamilienministeriums hilft, die monatliche Rat zu ermitteln. Spitzenverdiener haben keinen Anspruch auf Elterngeld: Paare, die gemeinsam mehr als 500.000 Euro zu versteuerndes Einkommen haben, und Alleinerziehende, die mehr als eine Viertelmillion Euro zu versteuern haben, bekommen kein Elterngeld.

  • Wer hat Anspruch auf Elterngeld?
  • Wieviel Elterngeld kann ich bekommen?
  • Bekommen Bezieher geringer Einkommen eine besondere Unterstützung?
  • Gibt es beim Elterngeld Einkommensgrenzen?
  • Wie lange wird Elterngeld gezahlt?
  • Wird das Elterngeld auf Sozialleistungen oder Steuern angerechnet?
  • Wie können sich Eltern die Elternzeit aufteilen?
  • Wie und wo beantrage ich Elterngeld?
  • Ab wann bekomme ich Elterngeld?
  • Warum führt die Bundesregierung das Elterngeld ein?

Wer hat Anspruch auf Elterngeld?

Elterngeld bekommen Eltern mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Deutschland.

Die Eltern müssen mit dem Kind in einem Haushalt leben und das Kind überwiegend selbst betreuen.

Zumindest ein Elternteil muss seine zuvor ausgeübte Berufstätigkeit auf maximal 30 Wochenstunden reduzieren oder vorübergehend aufgeben.

Wieviel Elterngeld kann ich bekommen?

Elterngeld ist eine Einkommensersatzleistung, das heißt: Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am vorherigen Nettoeinkommen. 67 Prozent des entfallenen Nettoeinkommens werden im ersten Lebensjahr des Kindes gezahlt. Maximal 1.800 Euro Elterngeld netto sind möglich.

Berechnungsgrundlage für die Höhe des Elterngeldes ist das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt.

Das Mindestelterngeld beträgt 300 Euro. Es wird auch dann gezahlt, wenn die Eltern vorher nicht gearbeitet oder weniger als 300 Euro verdient haben.

Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld um 300 Euro für das zweite und jedes weitere Kind. Das heißt: Zusätzlich zum errechneten Elterngeld werden für jedes Mehrlingskind zusätzlich 300 Euro gezahlt.

Bekommen Bezieher geringer Einkommen eine besondere Unterstützung?

Geringverdiener erhalten einen höheren Einkommensersatz. Als Geringverdiener gilt, wer im Jahr vor der Geburt monatlich durchschnittlich weniger als 1.000 Euro netto verdient hat.

Je niedrigerer das Nettoeinkommen war, umso höher ist der prozentuale Einkommensersatz. Je 20 Euro, die das Nettoeinkommen unter 1.000 Euro liegt, erhöht sich die Ersatzrate um einen Prozentpunkt.

Bei einem Nettoverdienst von 600 Euro gibt es beispielsweise 87 Prozent statt 67 Prozent Einkommensersatz, also 522 Euro. Ab einem Nettoverdienst von 340 Euro erreicht das Elterngeld volle 100 Prozent. In dem Falle würden 340 Euro Elterngeld gezahlt.

Gibt es beim Elterngeld Einkommensgrenzen?

Nein, denn Elterngeld ist als Einkommensersatzleistung angelegt. Das Einkommen entscheidet ausschließlich über die Höhe des Elterngeldes.

Wie lange wird Elterngeld gezahlt?

Jede Familie kann grundsätzlich zwölf Monate Elterngeld beziehen. Zwei zusätzliche Partnermonate sind möglich, wenn sich der vor der Geburt erwerbstätige Partner mindestens zwei Monate an der Kindererziehung beteiligt. Dazu muss er seine Erwerbstätigkeit zumindest auf 30 Wochenstunden reduzieren.

Während der Partnermonate richtet sich das Elterngeld nach dem vorherigen Erwerbseinkommen des Partners. Waren beide Elternteile vor der Geburt nicht erwerbstätig, stehen ihnen nur 12 Monate Elterngeld zu.

Kein Elternteil kann länger als zwölf Monate Elterngeld beziehen. Ausnahme: Vierzehn Monate Elterngeld für einen Elternteil werden gezahlt, wenn dem Partner die Kinderbetreuung tatsächlich unmöglich ist (wegen Schwerbehinderung, schwerer Krankheit, Tod oder Verbüßung einer Freiheitsstrafe). Auch Alleinerziehende mit alleinigem Sorgerecht haben Anspruch auf 14 Monate Elterngeld.

Wird das Elterngeld auf Sozialleistungen oder Steuern angerechnet?

Staatliche Transferleistungen (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld, oder ähnliches) werden erst ab 300 Euro als Einkommen angerechnet. Bei Mehrlingsgeburten sind pro Kind zusätzliche 300 Euro anrechnungsfrei. Bis zu 300 Euro Elterngeld werden auch im Unterhaltsrecht nicht als Einkommen angerechnet. Allen Familien bringt das Elterngeld somit ein höheres Haushaltsnettoeinkommen.

Elterngeld ist zudem steuerfrei, es unterliegt lediglich der Progression. Das heißt: Das Elterngeld wird dem zu versteuernden Einkommen des Partners hinzugerechnet. Damit ergibt sich ein höherer Steuersatz, der aber nur auf das ursprüngliche Einkommen angerechnet wird. Das Elterngeld selbst bleibt steuerfrei, und es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an.

Wie können sich Eltern die Elternzeit aufteilen?

Jede beliebige Aufteilung ist möglich, bei der dem Partner mindestens zwei Monate verbleiben.

Väter und Mütter können das Elterngeld auch gleichzeitig, dann aber für einen kürzeren Zeitraum bekommen (zum Beispiel parallel 7 Monate).

Auch eine Dehnungsoption ist möglich: Der Bezugszeitraum verdoppelt sich auf 24 beziehungsweise 28 Monate bei halbiertem monatlichen Elterngeld.

Wie und wo beantrage ich Elterngeld?

Das Elterngeld wird schriftlich beantragt. Eine rückwirkende Zahlung ist auf drei Monate begrenzt. Daher sollte es direkt nach der Geburt beantragt werden.

Wo Elterngeld beantragt werden kann, legen die Bundesländer fest. Es ist zu erwarten, dass die derzeit zuständigen Erziehungsgeldstellen künftig die Anträge auf Elterngeld bearbeiten.

Ab wann bekomme ich Elterngeld?

Das Bundeselterngeldgesetz tritt zum 1. Januar 2007 in Kraft und tritt an die Stelle des Bundeserziehungsgeldgesetzes. Alle in 2006 geborenen Kinder fallen auch in 2007 noch unter die Regelungen des Bundeserziehungsgeldgesetzes.

Warum führt die Bundesregierung das Elterngeld ein?

Bislang steht Familien am wenigsten Geld zur Verfügung, wenn die Kinder am kleinsten sind. Erwerbsunterbrechungen nach Familiengründungen und zur Kindererziehung führen zu Einkommenseinschränkungen. Im Vergleich zu den Einkommen kinderloser Paare oder Frauen sind Familien finanziell deutlich benachteiligt. Das Armutsrisiko ist ungleich größer.

Familien mit kleinen Einkommen sind in dieser Zeit oft auf ergänzende Sozialtransfers angewiesen. Familien mit mittleren Einkommen haben nur noch rund 70 Prozent ihres früheren Budgets zur Verfügung. Bei Gutverdienern sinkt das Einkommen sogar auf 60 Prozent.

Die Folgen: Familien schieben die Familiengründung immer weiter auf oder entscheiden sich für nur ein Kind. Verheiratete Mütter kriegen ihr erstes Kind heute erst mit fast 30 Jahren. Mit 1,36 Kindern pro Frau hat Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt. Insgesamt 39 Prozent der 35- bis 39-jährigen Akademikerinnen leben ohne Kinder im Haushalt.

Ein weiteres Problem: Berufstätigkeit und Familienleben zu verbinden, gelingt jungen Eltern nur selten. Nach der Geburt gibt meist ein Elternteil vorübergehend die Berufstätigkeit auf, in 95 Prozent der Familien die Mutter. Je länger, je häufiger und je später die Erwerbstätigkeit ausgesetzt wird, umso schlechter sind Rückkehrmöglichkeiten, Karrierechancen und Altersvorsorge.

Erhebungen zeigen, dass 62 Prozent der Frauen mit einem Kind unter drei Jahren einer Erwerbstätigkeit nachgehen möchten. Bei Frauen mit Hochschulreife sind dies sogar 73 Prozent. Das „Familienmutter-Modell“ entspricht den Wünschen von nur 15 Prozent der Frauen (neun Prozent der Frauen mit Hochschulreife). Internationale Erfahrungen belegen: Eine die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördernde Familienpolitik erleichtert die Entscheidung für Kinder.

Die Mehrzahl der Väter will sich intensiver der Kindererziehung widmen. Nur knapp jeder fünfte Mann wünscht sich die Rolle als Alleinverdiener. Dennoch nehmen nur fünf Prozent der Väter tatsächlich Elternzeit. Drei von vier Männern befürchten bei Elternzeit berufliche Nachteile. Mehr als die Hälfte aller Männer mit Kinderwunsch bezeichnen das Elterngeld als Anreiz, für einige Monate die Kinder zu betreuen.

Höhe von Arbeitslosengeld 1 berechnen

Das Arbeitslosengeld 1 soll Personen finanziell absichern, die Ihren Arbeitsplatz verloren haben. Doch wie viel Prozent vom Einkommen beträgt das Arbeitslosengeld 1? Wie hoch ist das Arbeitslosengeld 1 in Prozent, wenn man noch Nebeneinkünfte erzielt? Wie viel bekommt man an Arbeitslosengeld 1, wenn Vermögen vorhanden ist?

Übersicht:

Wie viel Arbeitslosengeld 1 bekommt man?

Die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 wird individuell berechnet und richtet sich nach dem Einkommen des Antragstellers

Wenn Sie alle Voraussetzungen für Arbeitslosengeld 1 erfüllen, stellt sich als Nächstes die Frage: „Wie hoch ist mein Arbeitslosengeld 1?“ Da die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 individuell berechnet wird, kann keine pauschale Aussage darüber gemacht werden, wie viel Arbeitslosengeld 1 in der Regel ausgezahlt wird.

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass das Arbeitslosengeld 1 in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des durchschnittlichen Nettogehaltes ist, das Sie in den letzten Jahren vor Ihrer Arbeitslosigkeit erwirtschaftet haben.

Arbeitslosengeld 1: Wie viel Prozent vom Lohn werden ausgezahlt?

Grundsätzlich beträgt das ALG 1 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens, wenn Sie kinderlos sind. Bei einem oder mehreren Kindern werden 67 Prozent veranschlagt, wenn Sie nicht dauerhaft von Ihrem Partner leben.

Demnach gibt es weder einen Höchstsatz beim Arbeitslosengeld 1 noch einen Mindestsatz. Es gibt keinen festen Regelsatz wie bei Leistungen zur Grundsicherung. Das Arbeitslosengeld 1 ist nämlich keine Schenkung des Staates, da der Betroffene zuvor in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat.

Wenn Ihr Kind oder Ihre Kinder das 18. Lebensjahr erreicht haben, gelten besondere Bedingungen, damit Sie statt 60 Prozent 67 Prozent ausgezahlt bekommen. Diese Bedingungen sind:

  • Das Kind darf noch nicht 21 Jahre alt sein, nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und nicht bei der Agentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldet sein oder
  • noch nicht 25 Jahre alt sein, nicht für einen Beruf ausgebildet werden oder wegen einer Behinderung nicht in der Lage sein, für sich selbst zu sorgen.

Wie wird die Höhe des Arbeitslosengeldes 1 berechnet?

Während es bei der Grundsicherung für Arbeitssuchende einen festen Regelsatz gibt, gibt es, wie bereits erwähnt, bei Arbeitslosengeld 1 keinen Höchstsatz und auch keinen ALG-1-Mindestsatz. Hier wird das Einkommen des Betroffenen als Berechnungsgrundlage genommen, um die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 zu ermitteln.

Die Höhe vom ALG 1 wird in folgenden Schritten berechnet:

  1. Das Bemessungsentgelt errechnen.
  2. Das Leistungsentgelt errechnen.
  3. Den täglichen Leitungssatz errechnen.
  4. Die monatliche Arbeitslosengeld-1-Höhe errechnen.

Die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 kann in vier Schritten berechnet werden.

Um das Bemessungsentgelt errechnen zu können, muss die Agentur für Arbeit zunächst den sogenannten Bemessungszeitraum ermitteln. Dabei handelt es sich um die Arbeitstage, an denen der Antragsteller im Jahr vor seiner Arbeitslosigkeit versicherungspflichtig gearbeitet hat. Hat der Betroffene weniger als 150 Tage gearbeitet, verlängert sich der Bemessungsrahmen auf zwei Jahre. Sollte er in den letzten zwei Jahren vor seiner Arbeitslosigkeit durchschnittlich mindestens 10 Prozent mehr verdient haben, könnte er eine Ausdehnung seines Bemessungszeitraumes auf 2 Jahre beanspruchen. Somit ändert sich die Höhe von seinem Arbeitslosengeld 1.

Im nächsten Schritt werden die Bruttogehälter der letzten zwölf bzw. 24 Monate errechnet und das durchschnittliche Bruttogehalt ermittelt, wobei Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld ebenfalls berücksichtigt werden. Das tägliche Bemessungsentgelt ist das, was Sie erhalten, wenn Sie das durchschnittliche Bruttogehalt durch 365 Tage dividieren.

Das Leistungsentgelt erhalten Sie, wenn Sie vom Bemessungsentgelt eine Pauschale von 21 % abziehen. Außerdem müssen etwaige Soli und der Betrag der jeweiligen Lohnsteuerklasse auch berücksichtigt werden.

Je nachdem, ob Sie Kinder haben oder nicht, muss das Leistungsentgelt mit 60 Prozent oder mit 67 Prozent multipliziert, um den täglichen Leistungssatz zu bekommen.

Die Höhe vom monatlichen Arbeitslosengeld 1 erhalten Sie, wenn Sie den täglichen Leistungssatz mit 30 Tagen multiplizieren.

Beachten Sie, dass es sich bei dieser Rechnung lediglich um eine Orientierungshilfe handelt. Das Ergebnis muss nicht der tatsächlichen Höhe von Ihrem Arbeitslosengeld 1 entsprechen.

Wie hoch ist das Arbeitslosengeld 1 nach der Elternzeit?

Wenn die Elternzeit vollständig ausgeschöpft ist, wird die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 anhand eines fiktiven Arbeitsentgelts berechnet.

Viele Umstände führen dazu, dass nach der Elternzeit nicht sofort gearbeitet werden kann, weshalb viele Betroffene auf Arbeitslosengeld 1 angewiesen sind. Wie hoch ist das ALG 1 in solch einem Fall? Gibt es dann einen Mindestsatz für ALG 1?

Auch während der Elternzeit von drei Jahren ist der Betroffene versicherungspflichtig, weshalb er im Anschluss einen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 hat. Wird das Arbeitsverhältnis jedoch von ihm aus aufgelöst, können auch Sperrzeiten angeordnet werden.

Laut Gesetz werden Erziehungszeiten nicht als Bemessungszeitraum gewertet, jedoch beträgt der Bemessungsrahmen nur zwei Jahre. Wenn die Elternzeit von drei Jahren ausgeschöpft wird, gibt es keine Grundlage für die Berechnung der Höhe vom Arbeitslosengeld 1. In diesem Fall kommt das sogenannte fiktive Arbeitsentgelt zum Tragen, das der Betroffene aufgrund seiner Ausbildung und seiner beruflichen Erfahrungen theoretisch erwirtschaften könnte.

Um die ALG-1-Höhe nach der Elternzeit zu ermitteln, errechnet die Agentur für Arbeit zunächst ein fiktives Arbeitsentgelt. Mit dem fiktiven Arbeitsentgelt als Grundlage für die Rechnung wird dann die Höhe vom monatlichen Arbeitslosengeld 1 ermittelt. Die Höhe beträgt 67 Prozent vom fiktiven Leistungsentgelt, multipliziert mit 30 Tage.

Wie viel Prozent Arbeitslosengeld 1 bekommt man nach der Ausbildung?

Welche Höhe hat das Arbeitslosengeld 1 nach der Ausbildung?

Wenn die Anwartschaftszeit erfüllt ist, haben auch Auszubildende Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Voraussetzung hierfür ist, dass sie nicht übernommen werden und auch keine andere Arbeitsstelle bekommen.

Bei der Berechnung der Höhe von Arbeitslosengeld 1 wird das erzielte beitragspflichtige Arbeitsentgelt als Grundlage genommen. Wenn der Betroffene während der Ausbildung für einen bestimmten Zeitraum nicht vergütet wurde, wird die Agentur für Arbeit ein vergleichbares tarifliches Entgelt heranziehen.

Wird die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 von Vermögen, Nebenverdiensten und Zusatzleistungen beeinträchtigt?

Haben Sie einen Arbeitslosengeld-1-Anspruch und die Höhe ist errechnet, so stellt sich die Frage: „Wie viel Arbeitslosengeld 1 bekomme ich, wenn ich nebenbei arbeiten gehen möchte oder Zusatzleistungen erhalte?“ Des Weiteren ist es interessant zu wissen, ob die ALG-I-Höhe davon abhängt, wie viel Vermögen der Betroffene hat.

Wie viel Prozent AGL 1 bekomme ich, wenn ich Vermögen habe?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Arbeitslosengeld 1 nicht um eine Schenkung, sondern um eine Risikoversicherung. Das Geld, was der Betroffene in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, steht ihm bei seiner Arbeitslosigkeit zu und kann nicht gemindert werden, wenn er Vermögen hat. Aus diesem Grund gibt es für Vermögen keine Obergrenze bei ALG 1.

Während seiner Beschäftigung hat der Arbeitnehmer, zusammen mit seinem Arbeitgeber, in die Arbeitslosenkasse gezahlt und somit für die finanzielle Sicherung gesorgt, wenn er seinen Arbeitsplatz verliert. Das Arbeitslosengeld 2 wird dagegen aus Steuerleistungen finanziert, weshalb bei dessen Rechnung Vermögen berücksichtigt wird.

ALG 1: Wie hoch darf mein Einkommen aus einer Nebenbeschäftigung sein?

Wenn Sie eine Nebenbeschäftigung nachgehen, stellt sich die Frage: Wie viel ist vom Arbeitslosengeld 1 abzuziehen, wenn Sie für die Nebenbeschäftigung vergütet werden. Anders als beim Vermögen ändert sich die Höhe vom ALG I, wenn der Betroffene Nebeneinkünfte erzielt. Das gilt auch dann, wenn Sie für Ihre Familie arbeiten und Lohn erhalten.

Die Höhe vom Arbeitslosengeld I wird ebenfalls von Mieteinnahmen oder Einnahmen aus Verpachtungen beeinflusst. Die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 wird von Nebeneinkünften beeinflusst.

Für Nebeneinkünfte gibt es eine Höchstgrenze, wenn ALG 1 bezogen wird. Diese Höchstgrenze beträgt bei Arbeitslosengeld 1 monatlich 165 Euro und beeinflusst die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 nicht. Bleiben demnach die Nebeneinkünfte monatlich unter 165 Euro, kann Arbeitslosengeld 1 ohne Einschränkungen bezogen werden.

Neben dem pauschalen Freibetrag von 165 Euro monatlich ist noch ein zusätzlicher Freibetrag möglich. Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie in den letzten 18 Monaten, bevor Sie Arbeitslosengeld 1 beziehen, zusätzlich zum Versicherungsverhältnis mindestens ein Jahr lang eine Nebenbeschäftigung hatten. Hier zählen auch selbstständige Beschäftigungen und Tätigkeiten in einem Familienbetrieb.

Ein Nebenverdienst wird nur dann berücksichtigt, wenn er in der Zeit erzielt wird, in der Arbeitslosengeld 1 bezogen wird.

Wie viel Prozent ALG 1 bekommt man maximal, wenn man Zusatzleistungen bezieht?

Wenn Sie bestimmte Sozialleistungen beziehen, kann Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 erlöschen. Anders verhält es sich bei den sogenannten „unschädlichen Leistungen“, die keine Auswirkung auf den Bezug und die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 haben.

Beispiele für Sozialleistungen, die den Bezug von Arbeitslosengeld I und seine Höhe beeinflussen, sind Krankengeld, Muttergeld oder die Altersrente. Unschädliche Leistungen sind Kindergeld, Wohngeld und unter Umständen auch das Arbeitslosengeld 2.

Die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 kostenlos berechnen

Fazit: Die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 richtet sich nach dem Einkommen des Antragstellers

  • Das Arbeitslosengeld 1 entspricht einem Prozentsatz des durchschnittlichen Nettogehaltes, welches in den letzten Jahren vor der Arbeitslosigkeit erwirtschaftet wurde.
  • Die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 richtet sich danach, wie viel Einkommen der Betroffene im Bemessungszeitraum erzielt hat und ob bei ihm Kinder vorhanden sind.
  • Generell entspricht die Höhe vom Arbeitslosengeld 1 in Deutschland 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens, wenn Sie kinderlos sind. Bei einem oder mehreren Kindern sind das 67 Prozent, wenn Sie nicht dauerhaft von Ihrem Partner leben.
  • Auch nach der Elternzeit oder nach einer Ausbildung besteht Anspruch auf Arbeitslosengeld 1.
  • Das Vermögen hat keinen Einfluss auf den Bezug oder die Höhe vom Arbeitslosengeld 1.
  • Nebeneinkünfte können erzielt werden, jedoch ändert sich die Höhe vom Arbeitslosengeld 1, wenn diese 165 Euro übersteigen.
  • Zusatzleistungen beeinflussen ebenfalls den Bezug und die Höhe vom Arbeitslosengeld 1, unschädliche Leistungen dagegen nicht.

Arbeitslosengeld nach der Ausbildung

Inhaltsverzeichnis

  1. Anspruch
  2. Berechnung
  3. Beantragung
  4. Nebenbei arbeiten

Hast du als Auszubildender nach der Ausbildung Anspruch auf Arbeitslosengeld?

Ja, hast du! Azubis haben die gleichen Rechte bezüglich der Arbeitslosigkeit wie alle anderen Arbeitnehmer auch und sind diesen daher gleichgestellt. Das Arbeitslosengeld stellt somit ein Sozialrecht dar und richtet sich nach der letzten Ausbildungsvergütung. Diese ist in der Regel bei Auszubildenden verhältnismäßig gering, daher wird dein Arbeitslosengeld I direkt nach der Ausbildung auch eher niedrig ausfallen. Im Vergleich dazu, erhältst du beispielsweise, wenn du dich direkt nach dem Abitur arbeitslos melden musst, kein Arbeitslosengeld I, da du noch nicht gearbeitet hast, sondern erhältst direkt Arbeitslosengeld II.

Wurdest du nach deiner Ausbildung nicht von deinem Ausbildungsbetrieb übernommen und hast auch keinen Ausblick auf eine neue Stelle, solltest du dich sofort bei der zuständigen Agentur für Arbeit bzw. beim Arbeitsamt arbeitslos melden. Nur so erhältst du einen Anspruch auf Arbeitslosengeld (ALG).

Woraus ergibt sich der Anspruch? Wie erfolgt die Berechnung von ALG I und II?

Grundsätzlich ist es so geregelt, dass du nur dann das Recht auf Arbeitslosengeld erhältst, wenn du innerhalb der letzten drei Jahre vor der Arbeitslosigkeit mindestens ein Jahr in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis gearbeitet hast. Orientiert wird sich hier an deinem Arbeitsentgelt während der Beschäftigung. Das liegt daran, dass du während deiner Ausbildung Beiträge zur Arbeitslosen- Versicherung zahlst und dir somit ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I zusteht. Hast du deine Ausbildung komplett abgeschlossen, besitzt du also diesen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Wenn beispielsweise die Ausbildung abgebrochen wurde, du aber schon mindestens ein Jahr in einem Betrieb gearbeitet hast, bleibt der Anspruch trotzdem bestehen.

Solltest du nach einem Jahr noch keine passende Stelle gefunden haben, verlierst du den Anspruch auf Arbeitslosengeld I, erhältst aber unter bestimmten Bedingungen Arbeitslosengeld II / Hartz IV. Bei einem Ausbildungsabbruch kann es passieren, dass dir eine dreimonatige Sperre bevorsteht. Dies kommt meistens dann zum Einsatz, wenn der Auszubildende selbst für den Verlust der Lehrstelle verantwortlich ist.

Wenn dein Arbeitslosengeld I berechnet wird, orientiert sich das Arbeitsamt an deinem letzten Nettogehalt. Was am Ende für dich dabei herauskommt beträgt dann ungefähr 60% (mit Kind 67%) deines letzten Nettogehalts. Da du in der Ausbildung meist noch nicht viel verdient hast, solltest du dich an dieser Stelle informieren, ob du nicht einen zusätzlichen Anspruch auf ALG II bekommst. Die genaue Höhe deines Arbeitslosengelds erfährst du nachdem du einen Antrag bei der Arbeitsagentur gestellt hast und nach ein paar Wochen einen Bescheid mit allen weiteren Informationen erhältst. Falls du nicht so lange warten möchtest, kannst du dir durch verschiedene Rechner im Internet eine erste Prognose über die Höhe deines Arbeitslosengeldes einholen. Wurde dir der Anspruch auf Arbeitslosengeld I zugesprochen, wirst du automatisch krankenversichert und zahlst in die Rentenbeiträge ein.

Bist du Alleinstehend und auf Arbeitslosengeld II angewiesen, erhältst du 351 Euro plus Miet- und Heizkosten, solange sich diese in einem bestimmten, vorgegebenen Rahmen befinden. Im Schnitt besitzt du dann im Westen einen Gesamtanspruch von 690 Euro, im Osten liegt dieser bei 635 Euro.

Erhältst du ein „aufstockendes“ ALG II, wird dir die Differenz zwischen deinem ALG I und dem, was dir an ALG II zusteht, ausbezahlt.

Wenn du noch unter 25 Jahren bist, bei deinen Eltern wohnst oder verheiratet bzw. in einer Partnerschaft lebst, wird auch das Einkommen / Vermögen deiner Eltern bzw. deines Partners / der Partnerin geprüft. Meistens verliert man hier den Anspruch auf ALG II, da auf eine Unterstützung durch die jeweiligen Personen gesetzt wird.

Wann, wo und wie beantragst du Arbeitslosengeld?

Sobald dir bewusst wird, dass du wahrscheinlich nicht von deinem Arbeitgeber nach der Ausbildung übernommen wirst oder du einfach keine passende Alternative findest, solltest du dich sofort persönlich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos melden und Arbeitslosengeld beantragen. Nur so erhältst du einen Anspruch auf dieses. Das kannst du z.B. auch telefonisch über die bundesweite Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online erledigen. Je früher du dich bei der Arbeitsagentur meldest, umso schneller kann dein Antrag bearbeitet werden und rechtzeitig mit einem Vermittler die nächsten Schritte abgesprochen werden. 3 Monate vor Beginn der offiziellen Arbeitslosigkeit kannst du dich daher schon beim Arbeitsamt melden. Werden frühzeitig alle Maßnahmen in die Wege geleitet, ist die Chance größer, direkt zum Ende der Ausbildung eine neue Stelle zu finden. So verlierst du nach der Ausbildung nicht die erlernten Fähigkeiten, kannst diese ohne Unterbrechung in der Praxis anwenden und wirst erst gar nicht arbeitslos.

Darf man mit Arbeitslosengeld nebenbei arbeiten?

Grundsätzlich dürfen Arbeitslose einen angemeldeten Nebenjob haben und etwas dazu verdienen. Jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Du darfst beispielsweise eine wöchentliche Arbeitszeit von höchstens 14,59 Stunden nicht überschreiten. Arbeitest du mehr als 15 Stunden, verlierst du deinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I und giltst offiziell nicht mehr als arbeitslos. Ehemalige, arbeitslose Auszubildende dürfen monatlich 165 Euro verdienen, die nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet werden. Befindest du dich in einer Bedarfsgemeinschaft kann es sein, dass du ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II erhältst. Das niedrige Arbeitslosengeld I wird dann aufgestockt. Eine Bedarfsgemeinschaft bezieht sich darauf, wenn mehrere Personen im gleichen Haushalt zusammenleben, gemeinsam wirtschaften und notfalls füreinander sorgen und einstehen können. Das Einkommen oder Vermögen wirkt sich daher auf andere aus und es findet ein Ausgleich statt. Bei der Berechnung der Höhe des Arbeitslosengeldes werden dann alle persönlichen Verhältnisse (Einkommen und Vermögen) jedes Bewohners mit einbezogen.

Lebst du in einer eigenen Wohnung oder in einer WG, kannst du in den meisten Fällen noch zusätzlich Wohngeld erhalten. Die Höhe ist davon abhängig, wie viel Arbeitslosengeld du letztendlich bekommst und wie hoch deine Mietzahlungen sind.

Navigation und Service

  • Durch Arbeitslosengeld II/Sozialgeld berücksichtigte Bedarfe
  • Regelbedarf
  • Mehrbedarfe
  • Bedarfe für Unterkunft und Heizung
  • Einmalige Leistungen
  • Beispielrechnungen: ALG-II

Durch Arbeitslosengeld II/Sozialgeld berücksichtigte Bedarfe

Das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld sind Teil der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und damit Teil der Leistungen zur Sicherung eines menschenwürdigen Existenzminimums. Das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld umfasst neben dem Regelbedarf, der in Höhe der so genannten regelbedarfsrelevanten Bedarfe berücksichtigt wird, auch die angemessenen Bedarfe für Unterkunft und Heizung, soweit diese Bedarfe nicht durch Einkommen oder Vermögen unter Beachtung von Absetzbeträgen und Schonvermögen gedeckt sind. Hinzu kommen gegebenenfalls Mehrbedarfe, die für besondere Lebenslagen wie Alleinerziehung, Schwangerschaft oder bei aus medizinischen Gründen erforderlicher kostenaufwändiger Ernährung berücksichtigt werden.

Regelbedarf

Der Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst insbesondere Bedarfe für Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie ohne die auf die Heizung und Erzeugung von Warmwasser entfallenen Anteile sowie Bedarfe zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft (das sog. sozio-kulturelle Existenzminimum). Der Regelbedarf wird als monatlicher Pauschalbetrag berücksichtigt. Über die Verwendung der zur Deckung des Regelbedarfs erbrachten Leistungen (Teil des Arbeitslosengeldes II bzw. des Sozialgeldes) entscheidet der Leistungsberechtigte eigenverantwortlich. Neben regelmäßig anfallenden Bedarfen u.a. für Lebensmittel sind auch unregelmäßig anfallende Bedarfe wie z.B. für Bekleidung aus den entsprechenden Leistungen zu decken. Die Höhe der maßgebenden Regelbedarfe ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Regelbedarf bei Arbeitslosengeld II/Sozialgeld ab 01.01.2020

Berechtigte

Regelbedarf geregelt nach
  • Alleinstehende
  • Alleinerziehende
  • Volljährige mit minderjährigem Partner
432 Euro § 20 Absatz 2 S.1
  • volljährige Partner
je
389 Euro
§ 20 Absatz 4
  • Volljährige bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, Personen unter 25 Jahre, die ohne Zusicherung des kommunalen Trägers umziehen (18-24 Jahre)
345 Euro § 20 Absatz 3 i.V.m.
§ 20 Absatz 2 S.2 Nr. 2
  • Kinder bzw. Jugendliche im 15. Lebensjahr (14 Jahre) bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
  • minderjährige Partner (14-17 Jahre)
328 Euro § 20 Absatz 2 S.2 Nr. 1
§ 23 Nr.1
  • Kinder ab Beginn des 7. Lebensjahres bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres (6-13 Jahre)
308 Euro § 23 Nr.1
  • Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (0-5 Jahre)
250 Euro § 23 Nr.1

Mehrbedarfe

Im Einzelfall haben Leistungsberechtigte aufgrund besonderer Lebensumstände einen erhöhten Bedarf, der nicht durch den Regelbedarf gedeckt wird. Folgende Mehrbedarfe werden berücksichtigt:

  • Schwangere haben ab der 13. Schwangerschaftswoche einen Anspruch auf einen Mehrbedarf von 17 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs.
  • Bei Alleinerziehenden ist die Höhe des Mehrbedarfs abhängig vom Alter und der Anzahl der Kinder.
Beispiele für die Höhe des Mehrbedarfs (jeweils bezogen auf den maßgebenden Regelbedarf):

Alter Prozent
1 Kind unter 7 Jahren 36 Prozent
1 Kind über 7 Jahren 12 Prozent
2 Kinder unter 16 Jahren 36 Prozent
2 Kinder über 16 Jahren 24 Prozent
4 Kinder 48 Prozent
ab 5 Kinder 60 Prozent
  • Für erwerbsfähige behinderte Menschen wird ein Mehrbedarf von 35 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs anerkannt, wenn Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Sinne des Neunten Buches Sozialgesetz-buch (SGB IX – Rehabilitation und Teilhabe) tatsächlich gewährt werden.
  • Bei Leistungsberechtigten, die aus medizinischen Gründen eine kosten-aufwändige Ernährung benötigen, wird ein Mehrbedarf in angemessener Höhe berücksichtigt.
  • Soweit im Einzelfall ein unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Bedarf besteht – z.B. Kosten der Wahrnehmung des Umgangsrechts mit dem Kind -, wird unter bestimmten Voraussetzungen ein Mehrbedarf anerkannt.
  • Soweit Warmwasser durch in der Unterkunft installierte Vorrichtungen (Durchlauferhitzer) erzeugt wird, wird – bezogen auf die jeweils maßgebenden Regelbedarfe – gegebenenfalls ein pauschal gestaffelter Mehrbedarf anerkannt.
  • Für voll erwerbsgeminderte Sozialgeldempfänger wird ab Vollendung des 15. Lebensjahres ein Mehrbedarf in Höhe von 17 Prozent des maßgebenden Regelbedarfs anerkannt, wenn sie Inhaber eines Schwerbehinderten­ausweises mit dem Merkzeichen G sind.

Bedarfe für Unterkunft und Heizung

Die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende berücksichtigen bei der Erbringung des Arbeitslosengeldes II auch Bedarfe für Unterkunft und Heizung in Höhe der angemessenen Aufwendungen. Dazu gehören auch die Nebenkosten wie z.B: Kosten für Kaltwasser und Warmwasserversorgung.

Grundsätzlich gilt: Nur angemessene Aufwendungen werden als Bedarf berücksichtigt. Die Angemessenheit der Aufwendungen wird in der Regel von dem örtlich zuständigen kommunalen Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende in einer Richtlinie festgelegt. Die Richtlinie berücksichtigt dabei eine nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorhaben für den sozialen Wohnungsbau festgelegte Wohnfläche sowie einen Wert für einen örtlich angemessenen Mietzins zuzüglich der Nebenkosten. Außerdem werden die Aufwendungen für die Heizung als Bedarf berücksichtigt, soweit nicht Anhaltspunkte für ein eklatant unwirtschaftliches Heizverhalten vorliegen.

Seit 1. April 2011 können die Länder die kommunalen Träger durch Landesgesetz ermächtigen oder verpflichten, die Angemessenheit der Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung durch Satzung zu regeln. Davon haben mittlerweile einige Bundesländer Gebrauch gemacht.
Sind die Aufwendungen für die Unterkunftskosten unangemessen hoch, müssen diese Kosten von den Leistungsberechtigten nach Aufforderung durch das Jobcenter gesenkt werden. Dafür besteht in der Regel eine Höchstfrist von sechs Monaten.

Einmalige Leistungen

Auf Antrag können die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende einmalige Leistungen gewähren. Möglich sind Zahlungen beispielsweise, wenn ein Haushalt zu gründen ist, die Geburt eines Kindes bevorsteht oder wenn die Versorgung mit orthopädischen Schuhen erforderlich ist. Einmalige Leistungen können auch für Personen erbracht werden, die keine laufenden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld erhalten, jedoch ihr Einkommen für den besonderen Bedarf – beispielsweise für die Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt – nicht ausreicht.

Beispielrechnungen: ALG-II

  • Antragsteller

    Regelbedarfe1

    KdU2

    Haushalts-einkommen

    Alleinstehende(r) 424 Euro 321 Euro 745 Euro
    (Ehe-)Paar 764 Euro 412 Euro 1.176 Euro
    Alleinerziehend
    1 Kind, 4 Jahre3
    822 Euro 464 Euro 1.286 Euro
    Alleinerziehend
    2 Kinder, 4 u. 12 Jahre3
    1.124 Euro 643 Euro 1.767 Euro
    (Ehe-)Paar
    1 Kind, 4 Jahre3
    1.009 Euro 562 Euro 1.571 Euro
    (Ehe-)Paar
    2 Kinder, 4 u. 12 Jahre3
    1.311 Euro 644 Euro 1.955 Euro
    (Ehe-)Paar
    3 Kinder, 4, 12 u. 15 Jahre3
    1.633 Euro 781 Euro 2.414 Euro

    Die Beispiele verdeutlichen, wie sich das Haushaltseinkommen nach der Grundsicherung für Arbeitsuchende zusammensetzt.

    1) Regelbedarfe einschließlich Mehrbedarf für Alleinerziehende in Euro
    2) laufende und einmalige Kosten der Unterkunft (Juli 2017, Quelle: Analyse Arbeitsmarkt, Grundsicherung für Arbeitsuchende, Deutschland, Berichtsmonat November 2017, S. 62)
    3) Kinder und Jugendliche erhalten zusätzlich Bildungs- und Teilhabeleistungen

  • Bedarfsrechnung – (Ehe-) Paar Regelbedarf Partner 1

    382 Euro

    Regelbedarf Partner 2

    382 Euro

    Unterkunft und Heizung

    412 Euro

    Bedarf insgesamt

    1.176 Euro

    zu berücksichtigendes Einkommen

    zu berücksichtigendes Einkommen

    0 Euro

    Anspruch auf Arbeitslosengeld II

    1.176 Euro

  • Bedarfsrechnung – (Ehe-) Paar, 4-jähriges Kind Regelbedarf Partner 1

    382 Euro

    Regelbedarf Partner 2

    382 Euro

    Regelbedarf 4-jähriges Kind

    245 Euro

    Unterkunft und Heizung

    562 Euro

    Bedarf insgesamt

    1.571 Euro

    zu berücksichtigendes Einkommen

    Kindergeld

    204 Euro

    zu berücksichtigendes Einkommen

    0 Euro

    Anspruch auf Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld

    1.367 Euro

    1) Zusätzlich werden für Kinder und Jugendliche Leistung für Bildung und Teilhabe berücksichtigt, ohne Anrechnung von Kindergeld

  • Bedarfsrechnung – (Ehe-)Paar, 4-/12-jähriges Kind Regelbedarf Partner 1

    382 Euro

    Regelbedarf Partner 2

    382 Euro

    Regelbedarf 4-jähriges Kind

    245 Euro

    Regelbedarf 12-jähriges Kind

    302 Euro

    Unterkunft und Heizung

    644 Euro

    Bedarf insgesamt

    1.955 Euro

    zu berücksichtigendes Einkommen

    Kindergeld

    408 Euro

    weiteres zu berücksichtigendes Einkommen

    0 Euro

    Anspruch auf Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld

    1.547 Euro

    1) Zusätzlich werden für Kinder und Jugendliche Leistung für Bildung und Teilhabe berücksichtigt, ohne Anrechnung von Kindergeld

  • Bedarfsrechnung – (Ehe-)Paar, 4-/12-/15-jähriges Kind Regelbedarf Partner 1

    382 Euro

    Regelbedarf Partner 2

    382 Euro

    Regelbedarf 4-jähriges Kind

    245 Euro

    Regelbedarf 12-jähriges Kind

    302 Euro

    Regelbedarf 15-jähriges Kind

    322 Euro

    Unterkunft und Heizung

    781 Euro

    Bedarf insgesamt

    2.414 Euro

    1) Zusätzlich werden für Kinder und Jugendliche Leistung für Bildung und Teilhabe berücksichtigt, ohne Anrechnung von Kindergeld
    Zu berücksichtigendes Einkommen

    Kindergeld

    618 Euro

    weiteres zu berücksichtigendes Einkommen

    0 Euro

    Anspruch auf Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld

    1.796 Euro

  • Bedarfsrechnung – Alleinerziehend/r, 4-jähriges Kind Regelbedarf für Alleinerziehende/n

    424 Euro

    Mehrbedarf für Alleinerziehende/n

    153 Euro

    Regelbedarf 4-jähriges Kind

    245 Euro

    Unterkunft und Heizung

    464 Euro

    Bedarf insgesamt

    1.286 Euro

    zu berücksichtigendes Einkommen

    Kindergeld

    204 Euro

    weiteres zu berücksichtigendes Einkommen, z.B. Unterhaltsvorschuss

    150 Euro

    Anspruch auf Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld

    932 Euro

    1) Zusätzlich werden für Kinder und Jugendliche Leistung für Bildung und Teilhabe berücksichtigt, ohne Anrechnung von Kindergeld

  • Bedarfsrechnung – Alleinstehende/r Regelbedarf

    424 Euro

    Unterkunft und Heizung

    321 Euro

    Bedarf insgesamt

    745 Euro

    zu berücksichtigendes Einkommen

    weiteres zu berücksichtigendes Einkommen

    0 Euro

    Anspruch auf Arbeitslosengeld II

    745 Euro

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