Aphten mund kind

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Aphthen: Häufige entzündliche Veränderung der Mundschleimhaut, meist nur linsengroß, aber äußerst schmerzhaft. Aphthen treten in jeder Altersgruppe auf, ohne dass eine bekannte oder nachweisbare Ursache besteht. Sie verheilen nach ein bis zwei Wochen von selbst und hinterlassen weder Narben noch bleibende Beschwerden.

Leitbeschwerden

  • Weißliche Erosionen mit einem rötlichen Saum, vor allem an der Ober- und Unterlippe, der Innenseite der Wangen, am Gaumen und an der Zunge
  • Schmerzen beim Essen und Trinken (besonders ausgeprägt bei sauren, salzigen oder scharf gewürzten Lebensmitteln)
  • Schmerzen bei Berührungen, eventuell auch beim Sprechen
  • Bei Kindern auch Fieber.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn Aphthen bei Kindern nicht nach einer bzw. bei Erwachsenen nach zwei Wochen von selbst verheilen oder Aphthen immer wieder kommen.

Heute noch, wenn Kinder vor Schmerzen nicht mehr trinken.

  • Hintergrund­informationen anzeigen

Die Erkrankung

Aphthen sind an sich harmlos, verursachen aber Schmerzen. Sie sind meist nicht größer als eine Linse und rund oder oval geformt, sie können jedoch auch so groß wie ein Zwei-Euro-Stück werden. Bei einer so großen Aphthe schmerzt jeder Bissen und jeder Schluck.

Kleine Aphthen heilen nach ein bis zwei Wochen von selbst und folgenlos ab, große Exemplare bilden sich erst nach mehreren Monaten zurück und können Narben hinterlassen.

Wodurch Aphthen ausgelöst werden, ist nicht immer klar. In einigen Fällen lassen sich die erodierten Stellen auf kleine Verletzungen und Druckstellen auf der Mundschleimhaut zurückführen. Bei jüngeren Kindern treten sie oft im Rahmen bestimmter Infektionskrankheiten (z. B. Hand-Mund-Fuß-Krankheit) auf, in diesen Fällen hat das Kind zeitgleich Fieber. Bei Erwachsenen gelten neben Autoimmunreaktionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. gegen Südfrüchte) und Allergien auch Stress und Schlafmangel als mögliche Ursache.

Bei manchen Menschen treten Aphthen immer wieder auf, ohne dass der Arzt eine klare Ursache findet (habituelle Aphthen).

Das macht der Arzt

Aphthen haben ein charakteristisches Aussehen, so dass sie der Arzt mit bloßem Auge erkennt. Es gibt kein wirklich wirksames Medikament gegen Aphthen. Der Arzt kann daher lediglich die Beschwerden lindern und die Wunde desinfizieren. Dazu hält er einen mit Kamillosan® getränkten Wattebausch für 30 Sekunden auf die Aphthe. Das Gleiche können Sie auch selbst tun. Nur in schweren Fällen verschreibt er kortisonhaltige Salben (z. B. Dynexan®, Volon®-A-Haftsalbe).

Der Apotheker empfiehlt

Übersichtstabelle zu Mundpflege

Gerade bei kleinen Kindern ist darauf zu achten, dass sie weiterhin essen und trinken. Wegen der Schmerzen stellen Kinder sonst sehr leicht die Nahrungsaufnahme ein. Bei Schmerzen können flüssige Nahrung oder kalorienhaltige Getränke über einen Strohhalm gegeben werden. Mundspüllösungen, Gele, Sprays oder Lutschtabletten mit Lokalanästhetika wie Lidocain oder Ambroxol betäuben den Schmerz vorübergehend und sind auch bei Kindern anwendbar.

Da vor allem säurehaltige und salzige Speisen und Getränke Schmerzen verursachen, sollten Sie sie in dieser Zeit meiden. Milch oder Schwarztee dagegen sind gut verträglich.

Aphthen, die sich gerade erst entwickeln, können Sie mit Eiswürfeln etwas in der Entwicklung bremsen.

Aphthen-Patches (Aphthen-Pflaster) aus der Apotheke werden auf die Aphthe geklebt und bilden einen Schutzfilm. Durch entzündungshemmende Wirkstoffe sollen sie die Heilung beschleunigen.

Komplementärmedizin

Pflanzenheilkunde:

Bei bereits ausgebildeten Aphthen unterstützen schmerzstillende und entzündungshemmende Hausmittel den natürlichen Heilungsprozess. Zur Mundspülung eignen sich lauwarmer Kamillen-, Salbei- oder Ringelblumentee. Gewürznelken wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Nelkenöl wird unverdünnt auf die Aphthe getupft oder dient mit Wasser verdünnt als Mundspüllösung. Alternativ kann eine einzelne Gewürznelke gelutscht werden.

Bei starken Schmerzen sind Fertigarzneien auf der Basis von Pfefferminze (z. B. Inspirol®), Salbei (z. B. Salbei Curarina®-Tropfen), Kamille (z. B. Kamillosan®), Rhabarberwurzel (z. B. Pyralvex®-Lösung) oder Ratanhia in Kombination mit Tormentillwurzelstock und Myrrhe (z. B. Repha-Os-Mundspray®) zum Gurgeln, Pinseln oder Tupfen mit einem Wattestäbchen effektiver.

Homöopathie:

Homöopathen empfehlen, alle zwei Stunden eine Tablette Borax D6 zu lutschen.

Weiterführernde Informationen

  • www.aften-hilfe.de – Private Internetseite, Kassel: Bietet neben zahlreichen Infos und Aktuellem auch Selbsthilfetipps und den Erfahrungsaustausch im Forum. Empfehlenswert.

Autoren

Dr. med. dent. Gisbert Hennessen, Thilo Machotta, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am 30.01.2020 um 16:48 Uhr

Aphten erkennen und behandeln

Die meist im Mund auftretenden kleinen Bläschen (Papeln) schmerzen und brennen. Woher sie kommen, ist bislang nicht abschließend geklärt. Bekannt ist aber, dass sie häufig mit verschiedenen Magen-Darm-Erkrankungen einhergehen (zum Beispiel Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Zöliakie). Viele Betroffene bekommen immer wieder Aphten – man spricht dann von chronisch rezidivierenden Aphten. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, die Symptome zu lindern.

Was sind Aphten?

Aphten sind kleine Geschwüre, die sich an den Schleimhäuten im Mund, selten auch an den Genitalien bilden. Sie treten plötzlich auf, schmerzen und stören beim Essen. Die gelblichen bis weißen Papeln sind rund oder oval und können je nach Art einen Durchmesser von 1 bis 30 Millimeter haben. Sie können einmalig auftreten oder immer wiederkehren. Von chronischen Aphten im Mund sind etwa 2 bis 10 Prozent der Bevölkerung betroffen, Frauen häufiger als Männer. Eine vollständige Heilung ist leider nicht möglich, doch der Arzt kann die Symptome behandeln.

Die Forschung unterscheidet drei Arten von chronisch wiederkehrenden Aphten:

  • Minor-Typ: 80 Prozent der Patienten leiden an dieser Aphten-Variante. Die Papeln sind hierbei weniger als einen Zentimeter groß – meist nur 2 bis 5 Millimeter. Sie sehen aus wie kleine gelbe oder weiße Punkte und heilen in der Regel von selbst nach ein bis zwei Wochen.
  • Major-Typ: Die Aphten des Major-Typs, der 10 bis 20 Prozent der Patienten betrifft, können bis zu 3 Zentimeter groß werden. Sie wirken zunächst wie kleine Knoten und bekommen später einen sogenannten Randwall. Zuletzt bildet sich ein grauer oder grünlicher Belag, der nach einer Weile abfällt. Der Heilungsprozess dauert bis zu drei Monate, manchmal bleiben Narben zurück.
  • Herpetiformer Typ: Bei diesem Typ bilden sich sehr viele kleine Aphten am Rand der Zunge, die höchstens 2 Millimeter groß sind. Die Beschwerden ähneln einer Herpeserkrankung im Mund, die allerdings sehr selten tatsächlich auftritt. Um herauszufinden, ob es sich um eine Aphte oder um Herpes handelt, muss der Arzt prüfen, ob die Zahl der Antikörper gegen das Herpesvirus im Blut angestiegen ist.

An welchen Körperstellen können Aphten auftreten?

Aphten befallen in den meisten Fällen die Mundschleimhaut. Sie können an der Innenseite der Lippen, den Wangen, am Gaumen oder am Zahnfleisch auftreten. Häufig sind sie auch auf der Zunge, vorrangig an der Zungenspitze oder am Zungenrand zu finden. Im Rachen kommen sie ebenfalls bei einigen Patienten vor. In seltenen Fällen sind auch die Genitalien betroffen. Vor allem Aphten des Major-Typs befallen die genitalen Schleimhäute.

Woran erkenne ich Aphten?

Je nach Typ treten Aphten in verschiedenen Formen auf. Erkennbar sind sie als kleine helle Punkte auf der Mundschleimhaut oder als größere ovale Flächen mit gelblicher bis weißer Farbe. Aphten des Major-Typs sehen im fortgeschrittenen Stadium aus wie kleine Krater. Nicht nur sichtbar, sondern auch deutlich zu spüren sind die Papeln: Sie tun ziemlich weh und lassen sich mit der Zunge als kleine Erhebungen ertasten.

Brennen und Jucken sind weitere typische Symptome, die vor allem zu Beginn auftreten. Je nach Größe erschweren Aphten das Essen, Trinken, Schlucken und Sprechen. Auch Zähneputzen tut weh. Kleine Papeln heilen meist von selbst, sodass ein Arztbesuch nicht zwingend erforderlich ist.

Hinweis

Wenn die Beschwerden sehr unangenehm sind oder immer wiederkehren, suche deinen Hausarzt auf.

Wie diagnostiziert der Arzt Aphten?

Der Arzt erkennt Aphten an ihrem äußeren Erscheinungsbild. Es gibt keine Labortests, mit denen sich die Erkrankung anderweitig feststellen lässt. Da sie nicht nur eine eigenständige Erscheinung, sondern auch ein Hinweis auf weitere Krankheitsbilder sein können, wendet der Arzt die Differenzialdiagnostik an. Das heißt, er prüft, ob eines dieser Krankheitsbilder für die Entstehung der Papeln verantwortlich ist. Dann erfolgen weitere Untersuchungen.

Welche Ursachen haben Aphten?

Man weiß nicht genau, warum Aphten im Mund oder im Genitalbereich entstehen. Allerdings ist bekannt, dass verschiedene Faktoren eine Erkrankung begünstigen. Dazu gehören:

  • kleine Verletzungen der Mundschleimhaut oder des Zahnfleischs
  • feste Zahnspangen oder falsch sitzender Zahnersatz
  • akute Infekte
  • Stress und psychische Belastungen
  • Eisenmangel, Folsäuremangel oder Zinkmangel
  • Vitamin-B12-Mangel
  • hormonelle Störungen
  • schlecht vertragene Lebensmittel (wie Nüsse, Zitrusfrüchte oder Alkohol) und Zahnpasta
  • ein allgemein geschwächtes Immunsystem
  • andere Erkrankungen

Sind Aphten ein Symptom von anderen Krankheiten?

Manche Infektionskrankheiten, Magen-Darm- und andere Erkrankungen begünstigen ihre Entstehung. Bei Morbus Behçet, einer autoimmunen Entzündung der Blutgefäße, gehören sie sogar zu den Hauptsymptomen – 98,5 Prozent der von dieser Krankheit Betroffenen leiden an den schmerzhaften Papeln. Auch HIV-Infizierte bekommen sie häufig.

Gut zu wissen:

Es gibt auch eine Reihe von Darmkrankheiten, bei denen Aphten auftreten. Besonders häufig ist das der Fall bei: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Zöliakie.

Wie behandelt man Aphten?

Die Heilung kleiner Aphten können Betroffene begünstigen, indem sie vorübergehend auf einige Nahrungsmittel verzichten. Dazu gehört alles, was hart, sauer oder stark gewürzt ist. Zu meiden sind vor allem Obstsäfte, Getränke mit Kohlensäure, Zitrusfrüchte, Gewürze wie Pfeffer, Paprika und Curry sowie Tomaten. Für die Mundhygiene sollten sie eine Zahnpasta ohne Natriumlaurylsulfat (SLS) verwenden.

Wenn sie nicht verschwinden, ist ein Besuch beim Hausarzt ratsam. Er kann eine Creme oder ein Gel verschreiben. Auch Sprays, Lutschpastillen und Mundspülungen gibt es. Sie enthalten schmerzlindernde oder lokal betäubende Wirkstoffe wie Lidocain, Polidocanol oder Benzocain. Auch antiseptische Medikamente verschreibt der Arzt häufig. Sie unterstützen das Abheilen der Papeln. Die Behandlung lässt Aphten allerdings nicht für immer verschwinden; wer chronisch unter ihnen leidet, wird sie trotzdem wieder bekommen. Bislang ist eine vollständige Heilung nicht möglich, da die Ursachen des Phänomens noch unklar sind.

Hinweis

Aphten sind nicht ansteckend – anders als beispielsweise Herpes –, denn sie werden nicht durch Viren übertragen.

Wie kann ich Aphten vorbeugen?

Es ist nicht wirklich möglich, Aphten vorzubeugen – dazu müsste die Ursache bekannt sein. Aber gegen einige Faktoren, die ihre Entstehung begünstigen, können Betroffene etwas tun. Wichtig ist, sich auf Mangelerscheinungen und hormonelle Probleme testen zu lassen. Nährstoffe wie Vitamin B12, Zink und Folsäure haben noch weitere bedeutende Funktionen für den Körper und sollten deshalb in ausreichender Menge zugeführt werden. Wer allergisch auf Nüsse und andere Lebensmittel oder seine Zahnpasta reagiert, sollte diese meiden. Ein Besuch beim Zahnarzt hilft, wenn eine falsch sitzende Zahnspange oder Zahnersatz zu Aphten führt. Liegen Erkrankungen wie Morbus Behçet oder eine der Darmkrankheiten zugrunde, weiß der Hausarzt Rat.

Quellen

Aphthen: Behandlung, Medikamente, Ursachen, Aphthen auf der Zunge

Letzte Änderung: 19.12.2019
Verfasst von Wiebke Posmyk • Medizinredakteurin
Geprüft von Prof. Dr. Wolf-Ingo Worret • Dermatologe Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Aphthen sind schmerzhafte, nicht ansteckende, runde oder ovale Schleimhautschäden. Sie kommen meist im Mund vor, etwa auf der Zunge. Gelegentlich sind sie auch im Genitalbereich zu finden. Einzelne Aphthen bedürfen meist keiner speziellen Behandlung. Kehren Aphten jedoch immer wieder oder treten sie in größerer Zahl auf, sind Medikamente nötig.

© iStock

Inhaltsverzeichnis

  • Überblick
  • Symptome
  • Ursachen
  • Diagnose
  • Behandlung
  • Verlauf
  • Quellen

Aphthen (fälschlicherweise auch: Aphten) zählen zu den häufigsten Krankheiten der Mundschleimhaut. Sie entstehen vor allem

  • auf der Schleimhaut der Mundhöhle,
  • auf der Zunge (v.a. am Zungenrand),
  • auf den weichen Teilen des Gaumens oder
  • auf dem Zahnfleisch (Gingiva).

Seltener bilden sich Aphthen nicht im Mund, sondern auf der Schleimhaut im Genitalbereich.

Gut zu wissen: Aphthen sind in der Regel nicht ansteckend.

Einzelne und immer wiederkehrende Aphthen

Aphthen können einmalig oder immer wieder auftreten:

  • Bilden sich Aphthen über Jahre bis Jahrzehnte hinweg immer wieder neu, sprechen Ärzte von habituellen (habituell = gewohnheitsmäßig, öfter auftretend) oder auch chronisch rezidivierenden Aphthen. Vorwiegend Frauen sind davon betroffen.
  • Wenn es sich nur um eine einzelne Aphthe handelt oder wenn nur wenige Aphthen zu finden sind, die nicht wiederkehren, handelt es sich hingegen um solitäre Aphthen (lat. solitarius = einzeln, allein).

Video: Aphthen – Tipps zur Mundpflege

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Woran erkennt man Aphthen?

Zu den ersten Symptomen einer Aphthe zählen Missempfindungen wie Brennen, Kribbeln oder Spannen. Nach etwa 24 Stunden rötet sich die betroffene Stelle. Schließlich bildet sich ein flacher, entzündlicher Schleimhautdefekt mit einem gelb- bis grauweißen Belag. Dieser besteht aus Fibrin, einem faserigen Eiweiß, das bei der Blutgerinnung entsteht. Es können starke Schmerzen auftreten. Aphthen sind oft von einem entzündlichen roten Hof umgeben. Meist heilen sie innerhalb weniger Tage ab.

Die Größe einer Aphthe kann variieren. Meist ist sie etwa so groß wie eine Linse. Sie kann aber auch so klein wie ein Stecknadelkopf sein. Selten erreichen Aphthen einen Durchmesser bis zu drei Zentimetern.

© iStock Aphthen können an verschiedenen Stellen im Mund auftreten, so etwa auf der Zunge. Die Schleimhaut der Genitalien kann ebenfalls betroffen sein.

Symptome wiederkehrender Aphthen

Immer wiederkehrende, habituelle Aphthen (auch: chronisch rezidivierende Aphthen) treten über Jahre bis Jahrzehnte hinweg in Abständen erneut auf. Oft befinden sich gleich mehrere schmerzhafte Aphthen gleichzeitig im Mund.

Wie häufig Aphthen wiederkehren, ist sehr unterschiedlich: Manche Betroffene haben über Jahre hinweg keine Beschwerden, bei anderen bilden sich die schmerzhaften Stellen mehrmals im Jahr.

Mediziner unterscheiden drei Haupttypen der habituellen Aphthen, die mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen:

  • Minor-Aphthen (auch: Mikulicz-Aphthen): Etwa 85 von 100 Personen mit wiederkehrenden Aphthen leiden unter den sog. Minor-Aphthen. Sie zeigen sich in Form von wenigen (in der Regel bis zu 4) flachen, oberflächlichen Schleimhautdefekten im Mund oder im Genitalbereich. Minor-Aphthen sind in der Regel zwischen 2-5 mm groß. Sie heilen ohne Narben wieder ab.
  • Major-Aphthen (auch: Sutton-Aphthen): Bei dieser Form entstehen tiefere Schleimhautdefekte als beim Minor-Typ. Zudem sind die Aphthen größer – sie werden zwischen 1 und 3 cm groß. Viele Betroffene fühlen sich krank. Ihre Lymphknoten können geschwollen sein. Major-Aphthen hinterlassen häufig Narben und benötigen eine längere Heilungszeit von mehreren Wochen.
  • Herpetiforme Aphthen (herpetiform = herpesartig, auch: Stomatitis herpetiformis): Dieser Typ kommt selten vor. Betroffene leiden unter sehr vielen kleinen (Durchmesser meist 1-2 mm), schmerzhaften Aphthen gleichzeitig (50 bis zu 100 Stück), die über den gesamten Mund verteilt sind. Einzelne Aphthen können miteinander verschmelzen. Nach drei bis fünf Tagen lassen die Schmerzen in der Regel nach und die Aphthen heilen ab.

Aphthen: Was sind die Ursachen?

Die genauen Ursachen von Aphthen sind bis heute unklar. Wiederkehrende Aphthen kommen in manchen Familien gehäuft vor, sodass vermutlich eine genetische Komponente eine Rolle spielt.

Als möglich Auslöser von Aphthen werden diskutiert:

  • akute Infekte, ein schwaches Immunsystem
  • Medikamente, z.B. nicht-steroidale Antiphlogistika
  • kleine mechanische Verletzungen im Mund, z.B. durch schlecht sitzenden Zahnersatz, Bissverletzungen, falsche Technik beim Zähneputzen oder nach einem Zahnarztbesuch durch verwendete Instrumente
  • Störungen im Magen-Darm-Bereich
  • Schlafmangel
  • Stress
  • Empfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel, z.B. Nüsse, Tomaten, Alkohol, Zitrusfrüchte
  • ein schwankender Hormonhaushalt, z.B. im Rahmen des Menstruationszyklus
  • Natriumlaurylsulfat als Bestandteil von Zahnpasta

© iStock Eine Aphthe an der Unterlippe ×

Aphthen im Rahmen einer anderen Grunderkrankung

Aphthenähnliche Schleimhäutschäden können im Rahmen verschiedener Erkrankungen oder Mangelerscheinungen auftreten, so zum Beispiel bei

  • Morbus Behçet, einer seltenen, entzündlichen Gefäßerkrankung
  • chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • Mangelerscheinungen wie z.B. Mangel an Eisen, Folsäure, Vitamin B1, B2, B6 oder B12
  • Krankheiten des blutbildenden Systems, z.B. Non-Hodgkin-Lymphom, Agranulozytose (krankhafte Verminderung der Granulozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen)
  • Zöliakie, eine durch Gluten-Unverträglichkeit hervorgerufene entzündliche Erkrankung des Dünndarms
  • Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, z.B. reaktive Arthritis, systemischer Lupus erythematodes, Sarkoidose)
  • Infektionen, z.B. mit HIV, Coxsackie-Virus, Herpes simplex, Epstein-Barr-Virus, Humanen Papillomaviren, Syphilis, Tuberkulose

Weitere Formen von Aphthen

Sogenannte Bednarsche Aphthen bilden sich an der Mundschleimhaut von Säuglingen. Diese Aphthen sind die Folge von kleinen Verletzungen, die zum Beispiel durch das Saugen an der Flasche entstehen. Sie treten meist im Bereich des harten Gaumens auf.

Manchmal entstehen Aphthen an der Zungenunterfläche oder am Zungenbändchen von kleinen Kindern, wenn diese häufig mit herausgestreckter Zunge husten – so zum Beispiel bei Keuchhusten (sog. Keuchhustengeschwür oder auch Fede-Riga-Aphthe). In diesem Fall ist eine mechanische Reizung die Ursache.

Aphthen: Diagnose

Die Schilderungen seines Patienten geben dem Arzt bereits erste Hinweise darauf, dass es sich um Aphthen handeln könnte.

Der Arzt wird im Gespräch zum Beispiel wissen wollen,

  • welche Beschwerden der Patient hat,
  • seit wann die Beschwerden bestehen,
  • ob die Beschwerden immer wieder erneut auftreten,
  • ob der Patient Medikamente einnimmt oder
  • ob er bestimmte Vorerkrankungen hat.

Nach dem Gespräch wird der Arzt den Mundraum (oder den Genitalbereich) betrachten. In der Regel erkennt er eine Aphthe leicht an ihrem typischen Aussehen. Auch kann er meist gut erkennen, ob mechanische Irritationen zu der Aphthe geführt haben, etwa eine schlecht sitzende Prothese.

In Einzelfällen sind weitere Untersuchungen nötig: Wenn Aphthen immer wiederkehren, nicht abheilen oder besonders groß sind, wird der Arzt der Ursache auf den Grund gehen und prüfen, ob möglicherweise eine Erkrankung, ein Mangelzustand oder andere Ursachen dahinterstecken. Wichtig ist auch, dass der Mediziner Krebs beziehungsweise Krebsvorstufen im Mundraum ausschließen kann.

Wann zum Arzt?

Der Arztbesuch ist fällig, wenn

  • sich eine Aphthe auch nach als zwei Wochen nicht zurückbildet
  • Aphthen immer wiederkehren
  • Aphten besonders groß oder besonders zahlreich sind
  • weitere Beschwerden hinzukommen, z.B. Fieber

Aphthen: Behandlung

Einzeln auftretende, sogenannte solitäre Aphthen bedürfen keiner speziellen Behandlung. Sie heilen innerhalb weniger Tage von allein wieder ab. Um die Beschwerden zu lindern, können Präparate mit schmerzstillenden Wirkstoffen wie Benzocain oder Lidocain helfen. Diese sind zum Beispiel als Lösung oder Mundsalbe zum Betupfen erhältlich.

Beim Zähneputzen ist es wichtig, besonders vorsichtig vorzugehen. Achten Sie auf eine gründliche Mundhygiene, damit sich keine Bakterien im gereizten Mundraum ausbreiten können. Hilfreich können desinfizierende Mundspülungen aus der Apotheke sein.

Solange die Aphthe schmerzt, sollten Sie am besten auf Nahrungsmittel verzichten, die die Schmerzen verstärken könnten. Hierzu zählen beispielsweise

  • Gewürze,
  • Zitrusfrüchte,
  • Obstsäfte oder
  • alkoholische Getränke.

Wenn aphthenähnliche Schleimhautschäden im Rahmen einer anderen Erkrankung auftreten, (z.B. Morbus Behçet oder Morbus Crohn), ist es wichtig, dass der Arzt diese gezielt behandelt.

Behandlung wiederkehrender Aphthen

Mittel der Wahl bei immer wiederkehrenden Aphthen sind Arzneimittel, die direkt im Mundraum wirken (sog. lokale Therapie). Nur in schweren Fällen wird der Arzt zusätzlich Medikamente empfehlen, die im ganzen Körper wirken (sog. systemische Therapie):

  • lokale Therapie: Mundspülungen, Salben, Lutschtabletten oder Gele sollen die Beschwerden im Mundraum lindern. Dabei kommen u.a. desinfizierende, schmerzstillende und/oder entzündungshemmende Wirkstoffe zum Einsatz, z.B.
    • Tinkturen mit Myrrhe oder Ratanhia
    • desinfizierende Präparate mit Chlorhexidin oder Triclosan
    • lokal wirkende Antibiotika mit Tetracyclin oder Minozyklin
    • lokal betäubende Medikamente mit Benzocain oder Lidocain
    • Lösungen mit Sucralfat
    • Pasten mit Amlexanox
    • kortisonhaltige Präparate, z.B. mit Prednisolon oder Triamcinolonacetonid
  • systemische Therapie: In schweren Fällen werden die Aphthen nicht nur lokal behandelt. Zusätzlich muss der Betroffene Medikamente einnehmen (sog. systemische Therapie), so etwa mit Glukokortikoiden (z.B. Prednisolon), Sucralfat oder Colchicin

© iStock Bei der Therapie von Aphthen gelten lokale Maßnahmen als Mittel der Wahl. ×

Aphthen: Verlauf

Einzelne Aphthen heilen in der Regel innerhalb einiger Tage bis zwei Wochen folgenlos ab.

Der Verlauf immer wiederkehrender Aphthen hängt unter anderem davon ab, um welchen Typ es sich handelt. Wenige kleine Aphthen (Minor-Typ) heilen ohne Narbenbildung wieder ab, während größere, tiefere Aphthen (Major-Typ) eine längere Heilungszeit von mehreren Wochen benötigen und Narben zurücklassen können.

Komplikationen kommen bei Aphthen nur selten vor. In schweren Fällen entwickeln sich bakterielle Infektionen.

Quellen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu „Aphthen“:

  • Stomatitis und verwandte Krankheiten

Onmeda-Lesetipps:

  • Forum: Haut & Körperpflege
  • Forum: Zahnmedizin

Quellen:

Gensthaler, B.: Schmerzhafte Warnzeichen. Pharmazeutische Zeitung, Ausg. 12/2017 (22.3.2017)

Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V.: Diagnostik und Therapieoptionen von Aphthen und aphthoiden Läsionen der Mund- und Rachenschleimhaut. AWMF-Registernummer: 007-101 (Stand: November 2016)

Aphthen. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: April 2016)

Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2016

Sterry, W.: Kurzlehrbuch Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2011

Arnold, W., Ganzer, U.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011

Pressemitteilung der Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.: Aphthen: Schmerzhafte Stellen im Mund können Anzeichen für Vitamin-Mangel und Nahrungsmittel-Unverträglichkeit sein (11.06.2010)

Letzte inhaltliche Prüfung: 06.05.2019
Letzte Änderung: 19.12.2019

Aphten bei Kindern | wie Sie als Eltern vorbeugen können

Aphten gehören zu den unangenehmsten Wehwehchen, die uns im Alltag begleiten. Die äußerst schmerzhaften Entzündungen im Mundraum treten oft schon in der Kindheit auf und bleiben bis ins hohe Erwachsenenalter wiederkehrende Störenfriede. Obwohl es sich um ein regelrechtes Volksleiden handelt, sind die genauen Ursachen sowie die auslösenden Faktoren unklar. Neben Herpesviren sind schwankende Immunreaktionen, Bakterien, die Veranlagung, Stress, Unverträglichkeiten, Darmerkrankungen oder auch temporäre Mangelerscheinungen im Gespräch. Tatsächlich kommen Aphten familiär gehäuft vor, sodass sich in diesem Bereich eine Verbindung schlussfolgern lässt.

Die charakteristischen weißen Flecken sind meist 2-5 Millimeter groß, umgeben von einem entzündeten Randsaum und wuchern typischerweise im Mundinnenraum auf dem Zahnfleisch, dem Gaumen, der Lippe, den Mandeln oder der Backe. Aphtenartige Entzündungen können sich auch auf der Zunge ausbilden, sind aber meistens optisch weniger auffällig. Aphten sind überaus schmerzhaft und können das Sprechen und Schlucken erheblich erschweren. In den meisten Fällen heilen sie nach 10-14 Tagen folgenlos ab, allerdings gibt es auch schwere Fälle mit großflächiger Ausbreitung, die eine ärztliche Versorgung notwendig machen. Aphten selbst gelten als harmlos, können aber unter Umständen auf eine tieferliegende Krankheit hindeuten.

Aphten lassen sich von Herpesausschlägen insofern unterscheiden, als das typische Herpesausschläge auch außerhalb des Mundes am Lippenrand auftreten und ein kribbelndes oder brennendes Gefühl erzeugen. Aphten dagegen erzeugen einen stechenden, beißenden Schmerz, der durch Lebensmittel oder mechanische Reizung entsteht.

Aphten haben ihren eigenen Willen

Da es bezüglich der Entstehung keine einheitlichen Erkenntnisse gibt, müssen Eltern oder Betroffene selbst darauf achten, wann und wie oft Aphten auftreten. Bei einigen Betroffenen führen Verletzungen der Schleimhaut zur Ausbildung einer Aphte, bei anderen beispielsweise eher der Verzehr bestimmter Nahrungsmittel. Bei einigen kommen und gehen sie völlig ohne sichtbaren kausalen Zusammenhang. Es ist daher sehr schwer, prophylaktisch gegen Aphten vorzugehen.

Schafft man es, den individuellen Trigger zu identifizieren, kann man allerdings bedingte Vorbeugungsmaßnahmen treffen.

Aphten sind lebenslange Begleiter

Betroffene werden es leider ungerne hören, aber Aphten sind wie Erkältungen: Sie werden immer wieder auftreten. Bereits in der Kindheit zeichnet sich ab, ob eine Veranlagung besteht. Sie können aber auch gesondert bei Virusinfektionen auftreten, wie z.B. bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit oder der Mundfäule. Ob man sich ähnlich wie bei Herpesviren explizit mit Aphten „anstecken“ kann, ist unklar und umstritten.

Was kann man als Eltern tun, um Aphten beim Kind vorzubeugen?

Eine klassische Vorbeugung und Vermeidung ist nicht hundertprozentig möglich, aber in der Kindheit wird der Grundstein für eine ordentliche Zahn- und Mundhygiene gelegt, die sich definitiv positiv auf das ganze Leben auswirkt und auch viele weitere Probleme eindämmt. Ein Mundraum, der generell nicht zu Entzündungen neigt, ist gegenüber anderen Reizen unempfindlicher und widerstandfähiger.

Fällt auf, dass ihre Kinder nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel mit Aphten reagieren, sollten diese natürlich gemieden werden. Hier kann sich eine deutliche Unverträglichkeit abzeichnen, die auch anderweitig untersucht werden sollte.

Hat das Kind beim Kauen Probleme, oder verletzt es sich oft die Lippe, die Zunge oder Zahnfleisch, macht ein Besuch beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden Sinn. Eventuell gibt es motorische oder strukturelle Gründe, warum das Kind falsch aufbeißt und sich wiederholt die Schleimhäute verletzt. Vielleicht schlingt es auch stark oder kaut zu schnell, wodurch aus Unachtsamkeit Verletzungen entstehen.

Was hilft gegen Aphten?

In einem weiteren Punkt haben Aphten mit Erkältungen viel gemein: Gegen Sie ist (noch) kein rechtes Kraut gewachsen. Faktisch gibt es kein Heilmittel, welches die Ausheilung beschleunigt oder anstößt. Allenfalls können heilungsunterstützende Mittel in Form von Lösungen, Spülungen, Gels und Cremes angewendet werden. Hierfür eignen sich diverse Präparate, die es in jeder Apotheke zu kaufen gibt. Neben Salicylsäure und Kräuterextrakten gibt es auch Hausmittel mit Teebaumöl, die Linderung versprechen. Wir Zahnärzte können in schweren Fällen auch mit Kältespray betäuben oder den Biofilm der Aphte mit einem Gemisch aus Phenolen und Schwefelsäure austrocknen, um die Heilung anzustoßen.

Da Aphten selbst keinen bakteriellen Ursprung haben, sind Antibiotika in der Regel wirkungslos und werden nur eingesetzt, wenn zusätzliche Infektionen mit bakteriellem Befall vorliegen.

Wann zum Arzt?

Die gemeine Aphte heilt meistens ohne Komplikation von alleine ab. Sollte sich jedoch die Größe deutlich vom Durchschnitt unterscheiden (>5mm), eine unübliche Anzahl vorliegen (>2-3 Stück gleichzeitig) oder weitere Symptome wie Fieber, Ausschlag oder Unwohlsein auftreten, sollten Sie oder ihr Kind einen Arzt aufsuchen, um die Situation zu klären und weitere Erkrankungen auszuschließen.

Falls Ihnen also entsprechende Veränderungen, ähnlich wie hier, an der Mundschleimhaut auffallen, aber auch, falls Sie bzw. Ihr Kind ein “Kribbeln” im Mundraum spüren – kommen Sie am besten direkt in unsere Praxis, dann können wir kurzerhand die Aphte mit einem Laser eliminieren.

Gerne beraten wir Sie auch persönlich zu diesem Thema.

Aphten: Das hilft gegen die schmerzhaften Bläschen

Aphte an der Innenseite der Unterlippe: Wenn die Aphte aufgeplatzt ist, bildet sich ein Krater und die Wunde heilt langsam ab. Aphten sind meist nicht gefährlich, aber sehr schmerzhaft. © iStock.com/frank600

Zuerst die gute Nachricht: Aphten sind harmlos und heilen meist von selbst wieder ab. Die Schlechte ist jedoch, dass sie äußerst schmerzhaft sind und immer wieder auftreten können. Die linsenförmigen Bläschen sind eine sehr häufige Erkrankung der Schleimhaut. Sie treffen fast jeden mindestens einmal im Leben. Manche Menschen bekommen sogar immer wieder eine Aphte. Besonders betroffen sind davon Frauen.

Aphten: Die besten Hausmittel und Heilkräuter

Je nach Größe und Aussehen unterscheiden Mediziner verschiedene Formen von Aphten:

  • Minor-Aphten sind höchstens fünf Millimeter groß. Dabei handelt es sich um die mit 90 Prozent häufigste Form von Aphten. Sie bilden sich nur oberflächlich auf der Schleimhaut und heilen in der Regel problemlos wieder ab.

  • Major-Aphten sind wesentlich größer und können einen Durchmesser von drei Zentimetern erreichen. Sie wachsen tief in die Schleimhaut hinein und heilen nur langsam. Allerdings sind sie sehr selten.

  • Aphten, die Herpes ähneln (Herpetiforme Aphten): Diese Variante ist noch seltener als die Major-Aphte und tritt kaum einmal einzeln auf.

Symptome: So erkennen Sie Aphten

Zuerst bildet sich auf der Schleimhaut eine kleine, gelblich-weiße Blase mit rötlichem Rand, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Vor allem Zunge, Wangenschleimhaut und Zahnfleisch sind betroffen. Die Aphten schmerzen, brennen und stören beim Essen, Trinken, manchmal auch beim Sprechen.

Manchmal heilen die Bläschen einfach wieder ab, andere platzen auf. Es bildet sich ein Krater, der wiederum schmerzt und sich entzünden kann. Bis eine normale Aphte (Minor-Aphte) abgeheilt ist, können 14 Tage vergehen. Es bildet sich keine Narbe. Bei Major-Aphten dauert der Heilungsprozess wesentlich länger und es bleibt eine Narbe zurück.

Herpetiforme Aphten erkennen Sie daran, dass sie nur stecknadelkopfklein sind und in großer Zahl auftreten. Sie schmerzen noch wesentlich stärker als andere Aphten.

  • Was hilft gegen Pusteln, krankhafte Rötungen und Nagelpilz? Ihre Fragen zu Symptomen von Haut, Haaren und Nägeln beantworten die Lifeline-Experten

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Aphten: Ursachen und Risikofaktoren

Die genaue Ursache für Aphten ist unbekannt. Fest steht jedoch, dass sie sich nur dann bilden, wenn die Schleimhaut etwas entzündet ist. Als Auslöser für Entzündungen der Schleimhaut und damit Risikofaktoren für Aphten gelten:

  • Mechanische Irritationen, also Druckstellen im Mund und an der Zunge, etwa durch schlecht sitzende Zahnspangen und Zahnschienen

  • Hormonschwankungen bei Frauen (Menstruation)

  • Stress oder andere seelische Belastungen

  • Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen, vor allem Eisen, Zink und Vitamin B12

  • Nahrungsmittelunverträglichkeit, etwa gegenüber Gluten

  • bestimmte Nahrungsmittel, die viel Säure oder Zucker enthalten

  • Immunschwäche, etwa nach einem Infekt

Zusätzlich spielt bei der Entstehung von Aphten die genetische Bereitschaft eine Rolle. Studien haben gezeigt, dass in manchen Familien die Mundbläschen besonders häufig auftreten.

Sind Aphten ansteckend und muss ich damit zum Arzt?

Wenngleich Wissenschaftler diskutieren, ob Aphten auch durch Viren ausgelöst werden können, gilt derzeit noch die Lehrmeinung, dass die Schleimhautläsionen nicht ansteckend sind. Das gleiche Besteck oder Glas benutzen sowie Küssen scheinen also keine Rolle zu spielen.

Auch herpetiforme Aphten gelten in der Regel als nicht ansteckend. Sie werden nicht durch Herpesviren hervorgerufen und sehen nur so ähnlich aus wie die bekannten Lippenbläschen. Trotzdem sollten Sie bei Aphten auf gute Hygiene achten, damit sich die beanspruchte Schleimhaut nicht zusätzlich entzündet.

Von Kosmetik bis Smartphone: Die übelsten Keimfallen im Alltag

Wer zum ersten Mal eine Aphte bekommt, sollte das vom Arzt abklären lassen. Denn immerhin kann das im Anfangsstadium ähnlich aussehen. Um das auszuschließen, ist es wichtig, eine ärztliche Diagnose stellen zu lassen. Der Zahnarzt oder der Hautarzt kann das meist per Sichtdiagnose und Mikroskop abklären. Auch wenn Aphten sehr großflächig sind, immer wieder auftreten oder mit Gliederschmerzen und Fieber einhergehen, ist ein Arztbesuch sinnvoll.

Ein Spezialfall der Hautkrankheit sind Aphten im Intimbereich. Aphten an Schamlippen, Scheide oder Penis sind zwar sehr, sehr selten, aber äußerst schmerzhaft. Auch das sollte der Arzt beurteilen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Zusätzlich kann er abklären, ob eine Geschlechtskrankheit oder Hautkrebs die Symptome hervorruft.

Aphten richtig behandeln: Die besten Hausmittel und Heilpflanzen

Ob im Mund oder an den Genitalien: Handelt es sich tatsächlich um eine Aphte, wird der Arzt in schweren Fällen zu Kortison raten. Meist reichen aber folgende Maßnahmen für die Behandlung von Aphten im Mundbereich und der Intimregion:

  • Spülungen mit Gurgellösungen, die desinfizierend (antiseptisch) wirken

  • Lokal betäubende Salben, Gele und Sprays speziell für Schleimhäute und Mund

  • Achten Sie zusätzlich auf gute Mundhygiene. Reinigen Sie Ihre Zähne, auch in den Zahnzwischenräumen. Achten Sie jedoch darauf, bei den Säuberungsaktionen die Aphte nicht zu verletzen.

Weil Aphten so häufig und in den meisten Fällen harmlos sind, gibt es eine ganze Reihe von Hausmitteln. Dazu gehören:

  • Hochprozentiger Alkohol, etwa Rum: Tränken Sie ein Wattestäbchen mit Alkohol und bestreichen Sie damit die Aphte (bitte nicht bei Kindern anwenden).

  • Teebaumöl: Tupfen Sie mehrmals täglich, am besten nach dem Essen und Trinken, die Aphte mit einem in Teebaumöl getränkten Wattestäbchen ab. Allerdings sind manche Menschen allergisch gegen Teebaumöl.

  • Kamillenextrakt: Verwenden Sie zur äußeren Behandlung der Aphte Kamillenextrakt. Seine Wirkstoffe desinfizieren, unterstützen die Heilung und trocknen das Bläschen aus.

  • Myrrhentinktur: Das Harz der Commiphoren wirkt antibakteriell und lindert Entzündungen. Myrrhe wird deshalb häufig bei kleinen Hautverletzungen eingesetzt, etwa gegen Aphten.

  • Sieben Fakten zum Rhabarber: Die Wurzel von Rhabarber enthält Wirkstoffe, die sich gegen Entzündungen bewährt haben. Als Tinktur eignet sich Rhabarber deshalb zur Behandlung von Aphten. Seine Gerbstoffe ziehen die Bläschen zusammen und trocknen sie aus.

  • Aloe vera: Bestreichen Sie die Aphte mit Aloe-Vera-Gel, das unterstützt den Heilungsprozess.

  • Calendula-Tinktur: Geben Sie ein paar Tropfen Ringelblumen-Extrakt in lauwarmes Wasser und spülen Sie damit mehrmals täglich Ihren Mund.

Hautkrankheiten bei Kindern erkennen

Schnelle Hilfe bei schmerzhaften Aphten

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Aphten – Was hilft bei schmerzhaften Bläschen im Mund?

Eine der häufigsten Erkrankungen im Mundraum ist die orale Aphthose. Typisch dafür sind meist wenige Millimeter große Geschwüre der Schleimhäute, die sogenannten Aphten (auch Aphthen oder Aften geschrieben). Zwar heilen Aphten in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen von alleine wieder ab, doch sie verursachen meist starke Schmerzen und beeinträchtigen dadurch das Essen, Trinken und das Sprechen. Vor allem bei Kindern führen Aphten oft zu einer vollständigen Verweigerung der Nahrungsaufnahme, weshalb Sie Aphten behandeln sollten. Aphten sind nicht ansteckend. Zwar werden diverse Ursachen für die Entstehung von Aphten in der Medizin diskutiert, die genauen Gründe für das wiederholte Auftreten einer Aphte sind jedoch weiterhin unklar.

Gereizte Schleimhäute sind anfällig für Aphten – weitere Ursachen denkbar

Warum genau Aphten entstehen ist noch unklar. Grundsätzlich können sie in jedem Alter auftreten, wobei Frauen häufiger von Aphten betroffen sind als Männer. Da Aphten oft in einer Familie gehäuft vorkommen aber nicht ansteckend sind, scheint eine der Ursachen eine erbliche Veranlagung zu sein. Zudem begünstigen verschiedene äußere Einflüsse die Entstehung der schmerzhaften Geschwüre. So treten Aphten oft nach einer vorherigen Verletzung der Mundschleimhaut oder des Zahnfleischs auf, etwa bei einem Biss auf die Zunge oder Unterlippe oder bei der mechanischen Reizung durch Zahnspangen und Prothesen. Die Inhaltsstoffe mancher Zahnpasten wie Natrium­laurylsulfat können die Schleimhaut so reizen, dass Aphten entstehen. Bei einer bekannten Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) kann allein der Kontakt zu Gluten Aphten auslösen, und auch histaminhaltige Nahrungsmittel wie Wal- und Haselnüsse, Tomaten, Blauschimmelkäse, scharf gewürzte Speisen, Zitrusfrüchte sowie alkoholische Getränke stehen ebenso wie ein Vitamin B12-, Eisen- und Folsäuremangel im Verdacht, die Entstehung von Aphten zu begünstigen. Vor allem durch eine Schwächung der körpereigenen Abwehr können Aphten auch als Begleiterscheinung anderer Krankheiten auftreten, wobei in diesem Falle andere Symptome hinzukommen. Zu den wichtigen Ursachen einer Aphte gehört zudem Stress.

Schmerzhafte Aphten in der Mundschleimhaut

Minor-Aphten sind am häufigsten

Anhand ihrer Größe und Anzahl werden Aphten in drei Gruppen eingeteilt. Minor-Aphten sind lediglich wenige Millimeter groß und weisen eine nur oberflächliche Schädigung der Mundschleimhaut auf. Diese heilt in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig ab. Mit 80-90% aller Aphten machen Minor-Aphten die häufigste Form aus. Major-Aphten sind mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern größer und benötigen deutlich länger für die Abheilung als Minor-Aphten. Da bei ihnen tiefere Schichten der Mundschleimhaut geschädigt sind, können beim Heilungsprozess sogar Narben zurückbleiben. Selten sind die Herpetiformen Aphten, die vom Aussehen her Herpes Bläschen ähneln, aber nicht auf eine Infektion mit Herpes simplex-Viren zurückzuführen sind. Herpetiforme Aphten kommen meist in großer Zahl am Zungenrand oder der Lippeninnenseite vor und heilen wie kleine Aphten innerhalb von zwei Wochen ab. Manche Menschen leiden allerdings immer wieder unter Aphten. Ab vier bis fünf Krankheitsschüben pro Jahr spricht man von einem chronischen Verlauf der Aphthose.

Schmerzlinderung steht im Vordergrund

Eine Aphte entsteht als leicht brennender, entzündlicher Fleck auf dem Zahnfleisch, der Wangeninnenseite, dem Gaumen oder der Zunge, der als Zeichen einer geschädigten, obersten Schleimhautschicht einen weißlichen Belag trägt. Der Belag der Aphte hebt sich im weiteren Verlauf ab, wodurch sich das schmerzhafte Geschwür bildet. Je nach der Stelle im Mund, sind Aphten unterschiedlich schmerzhaft. Dabei stören Aphten an der Wangeninnenseite oder dem Zahnfleisch vor allem beim Essen, während Aphten an der Zungenspitze eher beim Sprechen hinderlich sind. Die Behandlung der Aphten zielt in erster Linie darauf ab, die Symptome und Schmerzen zu lindern, die Abheilung zu beschleunigen sowie das Auftreten neuer Aphten zu verzögern. Vor allem die häufigen Minor-Aphten können Sie ohne ärztliche Untersuchung gut selbst behandeln. Bei schweren Verläufen der Aphthose, insbesondere beim Auftreten zusätzlicher Beschwerden, sollten Sie dagegen immer einen Arzt aufsuchen.

Wirkt schmerzstillend, Pflanzenextrakte zusätzlich entzündungshemmend

Zur gezielten Behandlung von Aphten eignen sich schmerzstillende Mundgele. Diese enthalten Betäubungsmittel, welche die Schmerzweiterleitung von der geschädigten Schleimhaut im Mund zum Gehirn unterdrückt. Außerdem können Sie bei Aphten auf pflanzliche Wirkstoffe als Hausmittel (z.B. in Form von Tee) zurückgreifen. Verschiedene Pflanzenextrakte enthalten Gerbstoffe, die ebenfalls schmerzlindernd bei Aphten wirken. Dazu gehören beispielsweise Kamillenblütenextrakte. Die enthaltenen Gerbstoffe trocknen das erkrankte Gewebe der Aphte aus, wodurch dieses weniger schmerzempfindlich wird. Darüber hinaus hemmen sie die Entzündung und fördern die Wundheilung der Aphte. Auch Teebaumöl und Melissensextrakt sind bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung. Mit einem Mundgel können Sie die Wirkstoffe der Pflanzenextrakte in konzentrierter Form direkt auf das erkrankte Gewebe der Aphte aufbringen. Ebenfalls schützend wirkt Hyaluronsäure, die sich als dünne Schicht auf die Aphte legt.

Salbeiextrakt fördert die Keimreduktion und so die Abheilung der Aphte

Neben der Schmerzlinderung hilft eine antibakterielle Behandlung der Aphte, denn in das geschädigte Gewebe können Bakterien leicht eindringen. Dies verstärkt die Schmerzen und verzögert die Abheilung der Aphte. Zur Desinfektion der Mundschleimhaut eignen sich beispielsweise Mundspülungen mit dem Wirkstoff Chlorhexidin. Als Alternative stehen natürliche Pflanzenextrakte beispielsweise aus Salbei zur Verfügung, die schädliche Bakterien und Hautpilze abtöten. Bei sehr stark schmerzenden Aphten können Sie außerdem die Mundschleimhaut an der betreffenden Stelle mit Säure gezielt verätzen. Dadurch bildet sich eine Schutzschicht, die die Schmerzempfindlichkeit senkt. Ein Nachteil ist jedoch, dass das Auftragen der Säure oft selbst sehr schmerzhaft ist.

InfectoGingi® Mundgel – dreifach-Wirkung gegen Schmerz, Entzündung und Keime

Besonders empfehlenswert für die Behandlung von Aphten sind deshalb Produkte, die Wirkstoffe zur Schmerzlinderung, zur Entzündungshemmung und zur Bekämpfung von Keimen kombinieren. So enthält InfectoGingi® Mundgel gleichzeitig ein Lokalanästhetikum zur schnellen Schmerzlinderung und Kamillenextrakt, dessen Gerbstoffe nachhaltig schmerzlindernd, entzündungshemmend und wundheilungs­fördernd wirken. Der in InfectoGingi® Mundgel enthaltene Salbeiextrakt reduziert außerdem die Keimzahl in und um die Aphte.

Auch für Zahnungsbeschwerden geeignet

InfectoGingi® Mundgel haftet gut an der Schleimhaut, sodass Sie es nur viermal täglich auftragen müssen. Damit und durch das äußerst geringe Risiko für Nebenwirkungen ist es neben der Aphten-Therapie auch für die Behandlung von Zahnungsschmerzen bei Säuglingen und bei anderen Entzündungen des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut geeignet. Auch schmerzhafte Druckstellen, die auf dem Tragen von Zahnspangen und Zahnprothesen beruhen, lassen sich mit InfectoGingi® behandeln.

Übrigens das beste Hausmittel gegen die lästigen Bläschen im Mund ist eine gute Mundhygiene. So können Sie vermeiden, dass Aphten gar nicht erst oder zumindest seltener entstehen. Neben dem regelmäßigen Zähneputzen gehören dazu die Verwendung von Mundwasser, die Einhaltung der Vorsorgeunter­suchungen beim Zahnarzt und das Vermeiden von häufigen Snacks und Speisen, die durch Säuren und scharfe Gewürze die Mundschleimhaut reizen und für die Entstehung von Aphten anfällig machen können. Generell gilt, wenn sich die Aphten Symptome und Schmerzen nach wenigen Tagen nicht bessern, vermeiden sie das Experimentieren mit einem Hausmittel und suchen Sie Rat bei einem Arzt.

Letzte Aktualisierung am 20.09.2017

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Was hinter den schmerzhaften Entzündungen steckt

Sie sind klein, dafür aber umso schmerzhafter. Aphten nennen sich die kleinen Bläschen, die sich auf den Schleimhäuten bilden. Die weißlichen, bläschenartigen Veränderungen sind meistens auf der Mundschleimhaut zu finden, auch auf der Zunge oder im Mundwinkel können sich Aphten bilden.

Lesen Sie auch: Belegte Zunge: Auf welche Krankheiten ein Belag hindeuten kann

Aphten auf der Zunge behandeln

Aphten sind schmerzhaft und gerade auf der Zunge sehr unangenehm. Leider bilden sich die winzigen Geschwüre gerne durch Verletzungen und auf die Zunge beißt man sich leider häufiger versehentlich. diese Bläschen sind nach ein bis zwei Wochen wieder komplett verheilt und werden nicht explizit behandelt, da die Heilung selbstständig vonstattengeht. Aber es schadet nicht, etwas gegen die Schmerzen zu unternehmen.

Mit desinfizierenden Mundspülungen, Kamillen- oder Salbeitee können Sie durch einfaches Spülen schnelle Linderung erreichen. Sind die Aphten besonders schmerzhaft, können Sie die betroffenen Stellen auch mit einer betäubenden Lösung zu betupfen. Zahnärzte bieten spezielle Laserbhandlungen gegen Aphten an. Ist man jedoch häufiger betroffen, gehen diese mit 40 bis 80 Euro pro Sitzung ganz schön ins Geld.

Unter dem Video geht der Artikel weiter.

Ärzte können sich die Entstehung von Aphten bis heute nicht erklären

Wie es überhaupt zu Aphten kommt, bleibt rätselhaft. Von kleinen Verletzung mal abgesehen, haben Ärzte bislang lediglich Vermutungen, was die Entstehung von Aphten begünstigt. Mögliche Ursachen könnten ein schlechtes Immunsystem oder Stress sein.

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Mediziner glauben, dass Eisenmangel, Mangel an Folsäure, Vitamin B12 oder Zink oder eine Überempfindlichkeit gegen manche Nahrungsmittel wie Nüsse, Tomaten, Zitrusfrüchte ebenfalls die Bildung der schmerzhaften Bläschen begünstigen können.

Die entzündlichen Veränderungen sollten ernstgenommen werden

Aphten sind nicht ansteckend und harmlos, zumindest im Normalfall. Trotzdem sollten Sie zu ihrer eigenen Sicherheit einen Arzt aufsuchen. Hinter den lästigen Bläschen können entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie oder die die Unverträglichkeit von Gluten stecken. Dies sollte unbedingt abgeklärt werden. In ganz seltenen Fällen kann es sich bei einer scheinbar harmlosen Aphte sogar um einen Tumor handeln.

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Aphten

Symptome
• linsengroße Geschwüre auf der Mundschleimhaut
• treten meist an der Zunge, am Gaumen oder an der Wangeninnenseite auf
• sind weiß mit rotem Rand
• Probleme beim Essen und Trinken und klagt über Schmerzen
• Fieber kann eine Begleiterscheinung sein
Erklärung
Aphten gehört zu den typischen Hand-Mund-Fuß-Krankheiten bei Kindern.
Aphten beim Kind haben meist verschiedene Ursachen. Zum Beispiel können Sie als Begleiterscheinung von anderen Krankheiten wie zum Beispiel einer Infektionskrankheit, der Hand-Mund-Fuß Krankheit oder der Herpangina auftreten. Oft entstehen Aphten auch durch Bisswunden oder Druckstellen.
Behandlung
In jedem Fall sind Aphten relativ harmlos und in der Regel nach einer Woche abgeklungen.Wenn die Schmerzen schlimmer werden und das Kind auch nicht mehr trinken möchte, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Was Sie tun können
Halten Sie Ihr Kind trotz der Schmerzen zum Trinken an, vor allem wenn es außer den Aphten Fieber hat.
Meiden Sie säurehaltige Speisen und Getränke, die die Aphten noch mehr reizen könnten. Am besten sind weiche Speisen, wie Breis oder Suppen.
Eiswürfel zum Lutschen oder Honig auf den betroffenen Stellen werden oft als schmerzlindernd empfunden.
Lassen Sie das Kind Salbeitee trinken oder gurgeln, das lässt die Entzündung abklingen. In der Apotheke gibt es spezielle entzündungshemmende Lösungen.

zahnärztliche Behandlung für Familien, Kinder und Jugendliche

Herpesbläschen oder Aphten – Kinderzahnarztpraxis

Unsere Kinderzahnarztpraxis in München Bogenhausen möchte Sie hier über das auftretende Problem der Herpesbläschen und Aphten informieren.

Herpesbläschen oder Aphten im Kindermund?

Herpesbläschen bilden sich aus mehreren kleinen Bläschen um den Mund herum. Zumeist nur auf einer Seite. Dabei schließen sich mehrere kleine Bläschen zu einer etwa erbsengroßen Herpesblase zusammen. Diese schwillt an und füllt sich mit Flüssigkeit, bis diese anschließend aufplatzt und eine Kruste bildet. Narbenbildungen sind bei Herpesbläschen nicht ausgeschlossen. Sie werden auch Herpes simplex Typ 1 Virus genannt.

Kinderzahnärzten ist bereits bekannt, dass eine erste Infektion mit Herpesbläschen schon im Vorschulalter auftreten kann. Begleiterscheinungen von Herpesbläschen sind unter anderem Anzeichen von Grippe, Fieber und geschwollene Lymphknoten. Schon mit dem ersten Auftreten dieses Herpesbläschens sitzt das Virus fest verankert in den Nervenzellen. Bekannt ist dieses Virus in Fachbereichen unter Gingivostomatitis herpetica.

Durch die Infektion mit dem Herpesvirus können verschiedene Faktoren immer wieder ein Herpesbläschen aktivieren. Diese wären starke Sonneneinstrahlung, ein schwaches Immunsystem bei Krankheit oder Trauma. Diese können eine weitere Bildung eines neuen Herpesbläschens – bzw. schmerhafte Aphten – begünstigen.

Wie kann ich meinem Kind bei Herpesbläschen Schmerzen helfen?

Ein Herpesbläschen ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Auch hier hält Ihre Kinderzahnarzt Praxis in München Nord ein paar Tipps für Sie und Ihr Kind bereit. Wenn sich bereits ein Herpesbläschen gebildet hat, suchen Sie am besten unsere Kinderzahnarzt Praxis in München Bogenhausen auf. Hier sind wir mit den besten Medikamenten ausgerüstet, die von der Kinderzahnheilkunde angeboten werden. Über Salben für das Herpesbläschen, bis hin zu Medikamente gegen die Schmerzen. Cremen Sie Ihrem Kind mit speziellen Salben die trockenen und rissigen Lippen ein, um eine Ausbreitung zu verhindern. Achten Sie auf genügend Flüssigkeitszufuhr, um eine Austrocknung zu vermeiden und geben Sie Ihrem Kind einem Strohhalm beim Trinken, um die schmerzhaften Bereiche der Herpesbläschen um den Mund zu umgehen. Gerne beraten wir Sie auch ausführlich vor Ort in unserer Kinder Zahnarztpraxis in München am Rosenkavalierplatz 9.

Aphten im Kindermund?

Aphten (auch Aphthe oder Afte genannt) bilden ebenso kleine Bläschen, die eine Größe von 1 cm. nicht überschreiten. Allerdings tun kommt dies in der Mundschleimhaut der Kinder vor. Diese Aphten bilden sich plötzlich und ohne große Anzeichen an der Innenseite der Wangen, Innenseite der Lippen, am Mundboden und selbst an der Zunge. In der Kinderzahnheilkunde gibt es keine definitive medizinische Erklärung für diese Infektion durch Aphten. Allerdings sind einige Faktoren bekannt, die diese Aphten als mögliche Ursache auslösen können. Wie zum Beispiel Stress, Lebensmittelallergien, Nährstoffmangel, familiäre Veranlagung oder kleine Schnittverletzungen im Mund, die durch kantige Lebensmittel oder Zahnbürsten verursacht werden können.

Kann ich mein Kind vor Aphten oder Herpesbläschen schützen?

Die Entstehung der Aphten und Herpesbläschen kann man nicht verhindern. Dennoch können Sie auf bestimmte Dinge achten, um die Entstehung dieser lästigen Bläschen so gering wie möglich zu halten. Bringen Sie Ihrem Kind von Anfang an bei, vorsichtig und mit wenig Druck die Zähne zu putzen, damit eventuelle Verletzungen im Mundbereich vermieden werden können. Hierzu empfehlen wir Ihnen auch unsere Zahnputzschule für die Kinder in unserer Zahnarztpraxis in München Bogenhausen. Auch von sehr heißen Speisen rät die Kinderzahnheilkunde bei Aphten ab. Zudem sollte Ihr Kind sich nicht auf die Lippen oder Wangen beißen. Treten dennoch bei Ihrem Kind öfter Aphten auf, schränken Sie den Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken ein.

Wenn Sie mehr Informationen zu diesem Thema Aphten und Herpesbläschen benötigen, wenden Sie sich gerne an unsere Kinderzahnarzt Praxis in München Bogenhausen. Einen Termin können Sie online oder unter Tel. 089 – 9601 3930 vereinbaren.

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