Anzeichen sekundäres ertrinken

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Sekundäres Ertrinken: Das musst Du unbedingt wissen, um Dein Kind zu schützen

Schwimmen, planschen und rumtoben im Wasser – für Kinder gibt es nichts Schöneres. Doch bei all dem Spaß: Im Wasser lauern auch Gefahren. Und selbst wenn Eltern stets ein Auge auf ihre Schützlinge haben, kommt es trotzdem vor, dass Kinder Wasser schlucken und es in die „falsche Röhre“ gelangt. Aus diesem Grund ist es wichtig, Kinder nach Badetagen genau im Blick zu behalten. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit äußerst gering ist – nach Angaben von Upworthy liegt sie bei gerade ein bis zwei Prozent – kann das Schlucken von Wasser zum Ertrinken führen. Auch, wenn sich die Kinder längst nicht mehr im Wasser befinden.

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Trockenes Ertrinken

Trockenes Ertrinken geschieht, wenn das Gesicht des Kindes schlagartig in Kontakt mit kaltem Wasser kommt, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erklärt. Dabei kommt es zum sogenannten Eintauchreflex, bei dem sich die Stimmritzen verkrampfen. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Art Schutzmechanismus, der das Einatmen von Flüssigkeiten bei Bewusstlosigkeit verhindern soll. Löst sich der Krampf jedoch nicht rechtzeitig, ist Ersticken die Folge. Besonders heimtückisch: Bei dieser Art zu Ertrinken gelangt nicht einmal Wasser in die Lunge des Kindes.

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Was ist sekundäres Ertrinken?

Im Gegensatz zum trockenen Ertrinken gelangt beim sekundären Ertrinken durch Verschlucken sehr wohl Wasser in die Lungen des Kindes. Hat es sich zum Beispiel im Wasser erschreckt und versehentlich Wasser eingeatmet – sei es bei einem Beinahe-Ertrinkungsunfall oder einem vermeintlich harmlosen Sprung vom Beckenrand –, lagert es sich in der Lunge ab. Auch wenn es sich dabei um kleine Mengen handelt, kann das für das Kind gefährlich sein.

„Das Einatmen von Flüssigkeiten führt unter anderem durch Entzündungsreaktionen und Ödemen in der Lunge zu Störungen des Gasaustauschs, die ohne Behandlung in wenigen Stunden durch immer größeren Sauerstoffmangel zum Tod führen können“, warnt Ulrich Nentwich, ehemaliger Leiter der Kinderklinik Zwickau. Je kleiner die Kinder sind, desto geringere Wassermengen reichen aus. Für Experten gelten bereits zwei Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht als bedenklich. Bei einem fünfjährigen Kind mit 18,5 Kilogramm wären das 37 Milliliter Wasser – das sind umgerechnet etwa drei bis vier Esslöffel.

Anzeichen für sekundäres Ertrinken

Auf diese Anzeichen für sekundäres Ertrinken solltest Du achten:

  • Atembeschwerden sowie eine schnelle und flache Atmung
  • Wiederholtes Husten
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Übergeben
  • Angelaufene Lippen und blasse Haut
  • Verhaltensauffälligkeiten (Kinder in den frühen Stadien erscheinen unruhig und streitlustig)
  • Extreme Müdigkeit (Ein Zeichen dafür, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird)

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Sekundäres Ertrinken: Die richtige Behandlung

Solltest Du eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei Deinem Kind entdecken, beobachte es ganz genau. Sollte sich sein Zustand verschlechtern oder anhalten, rufe den Notarzt oder suche ein Krankenhaus auf. Wenn Du unsicher bist, konsultiere einen Arzt. Rufe ihn lieber einmal zu oft an als einmal zu wenig.

In so einer Situation ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Mit Panik hilfst Du Deinem Kind nicht – und Dir auch nicht. Bleibe einfach in seiner Nähe, streichle sanft über seinen Kopf und lass es Deine Liebe spüren, während Ihr zusammen auf den Arzt wartet.

Was ist direktes & indirektes Ertrinken bei Kindern

Wenn Kinder ertrinken – wie kommt es dazu und was können Sie präventiv oder im Notfall tun?

Kinder und Wasser – leider übt das lebenswichtige Element nicht nur Faszination bei unseren Kleinen aus. Wie wir sie richtig schützen und was zu beachten ist, finden Sie im folgenden Ratgeber Text. Um Panikmache geht es uns in diesem Ratgeber keineswegs! Vielmehr wollen wir von greenstories über mögliche Gefahren von Wasser für Kinder berichten und Sie aufklären, wie es dazu kommt, dass Kinder ertrinken und wie Sie im Notfall handeln können. Alle Fälle kommen regelmäßig vor, daher ist es uns ein wichtiges Anliegen dies vor der aktuellen Sommersaison in Erinnerung zu rufen. Auch wollen wir Vorsichtsmaßnahmen und präventive Trainings erklären, mit denen wir Eltern, dass Risiko für unsere Kinder minimieren. Laut der letzten Statistik der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ertranken allein im Jahr 2018 elf Kinder im Grundschul- und 15 im Vorschulalter deutschlandweit. Ertrinken ist die zweit häufigste nichtnatürliche Todesursache von Kindern. Bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 1 bis 3 Jahren ist es sogar die Häufigste. In den letzten Jahren nahm die Häufigkeit, dass Kinder ertrinken, also in Folge eines Wasser- oder Badeunfalls sterben, erschreckenderweise zu. Den Zahlen der DLRG zufolge starben 2018 61 % mehr Kinder und Jugendliche in Ertrinkungsunfällen als noch im Jahr 2017. Diese blanken Statistiken spiegeln jedoch nicht die verschiedenen Gründe wider, warum Kinder ertrinken, die in erster Linie Altersstufenabhängig und situationsbedingt sind.

Altersbedingte Situationen

Statistisch ertrinken die meisten Kinder im Babyalter von 1 bis 3 Jahren und das in der häuslichen Badewanne. Über 70 Prozent aller Badewannenunfällen geschehen in einem Alter bis zu 3 Jahren. Dabei spielt die Wassertiefe kaum eine Rolle. Hier reicht schon eine Pfütze: das Baby fällt vorne über, kippt nach hinten oder rutscht den Rand hinunter und liegt mit dem Gesicht unter Wasser. Das Problem dabei ist, dass es uns Eltern nicht bewusst ist, dass diese Kleinkinder sich sprichwörtlich aus Pfütze nicht selbst retten könnten. Warum das ist erklären im weiteren Verlauf. Bei Kleinkindern und Kindergartenkindern überwiegen öffentliche Bäder und Gewässer als Unfallort.

Prüfen Sie Gefahren auch im heimischen Umfeld

Kinder im Vorschulalter erkunden ihre Umwelt und entdecken die Welt ohne ihre Gefahren zu kennen. Dabei übt Wasser auf Kinder eine große Attraktivität aus und die Kleinen stürzen sich ins Abenteuer. Nicht nur am See oder Pool wirkt das Element Wasser deshalb verlockend auf die Kleinen. Unbedacht nehmen sie Reißaus und stürzen auf die im Sommerlicht schimmernde Wasserstelle zu. Sie fallen in den Teich, klettern in die Regentonne oder stolpern ins Planschbecken. Alles Horrorszenarien, die leider zu oft Realität werden.

Ab Grundschulalter sinkt zwar die Gefahr vor dem Ertrinken. Sie ist aber immer noch die zweithäufigste Todesursache. Dabei ist es egal, ob sie Schwimmer oder Nicht-Schwimmer sind. Denn die Schwimmfähigkeit sagt auch nichts über das Risiko aus. Als „schwimmfähig“ deklarierte Schulkinder können trotzdem ertrinken. Sie überschätzen sich selbst oder werden von Erwachsenen überschätzt. Denn viele Eltern wissen gar nicht, dass ein Seepferdchen nur aussagt, dass sich das Kind 25 Meter lang, einer Kurzbahn im Schwimmsport entsprechend, über Wasser halten kann – wie ist egal. Nach ein paar Minuten Toben im Wasser ermüden Kinder oder bekommen Krämpfe aufgrund von Erschöpfung oder der Kälte des Wassers und beginnen zu sinken.

Tod durch Ertrinken – Warum sterben so viele Kinder durch einen Wasserunfall?

Nicht nur die altersbedingten Situationen bewirken, dass es zu einem Tod durch Ertrinken von Kindern kommt. Fehleinschätzung von Kind und Eltern, ungenügende oder nicht vorhandene Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie fehlende medizinische Kenntnisse oder eine zu späte oder ausbleibende Rettung sind weitere Faktoren. Den meisten dieser Punkte können Eltern aktiv entgegenwirken, weswegen es wichtig ist zu verstehen, warum eigentlich Badeunfälle von Kindern so häufig tödlich ausgehen. Nicht nur schwimmfähigen Kindern schätzen manchmal eine Situation am Wasser falsch ein. Auch ihre Eltern gehen häufig von nicht korrekten Annahmen aus wie, dass das Seepferdchen vor Ertrinken schützt oder das Personal im Schwimmbad oder am Baderessort ihre Aufmerksamkeitspflicht übernimmt. Ganz abgesehen von diesen leicht zu behebenden Einschätzungen, spielt ein viel größeres Missverständnis eine Rolle: Das größte Problem bei jeder Altersstufe ist, dass wir immer davon ausgehen, dass das Kind sich meldet, wenn es ihm schlecht geht, ihm was passiert oder Schmerzen und Not durch Schreien oder um sich schlagen signalisiert. Beim Ertrinken ist das nicht so. Ein Kind fällt ins Wasser fällt und geht einfach unter. Es schreit nicht. Es tritt nicht. Es sinkt wie ein Stein. Da es in eine Schockstarre gerät, wehrt es sich nicht und kann durch den sogenannten Eintauch-Reflex nicht schreien.

Kinder ertrinken ohne sich bemerkbar machen zu können

Dieser Schutz-Mechanismus ist sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen vorhanden. Damit kein Wasser in die Lunge eindringt, verschließen sich die Stimmritzen und die Stimmbänder sind blockiert. Dadurch kann ein Mensch unter Wasser nicht schreien. Im Schock erstarrt tritt das Kind nicht aus, während es untergeht. Kein Hilferuf und komplette Stille des Wassers – So kommt es, dass über 50 % aller Ertrinkungsunfälle von Kindern unbeobachtet geschehen. Wir Eltern und Erwachsene könnten nur 2 Meter nebem dem in Not geraten Kind, in einem Gespräch verwickelt stehen und würden es nicht bekommmen.

Kinder müssen in der Nähe von Wasser stets beobachtet werden

Den tragischen Unfall realisieren wir erst dann, wenn es schon passiert ist und dann entscheidet eine kurze Zeitspanne über Leben und Tod. Nach zwei Minuten unter Wasser verliert das Kind das Bewusstsein. Nach 3 Minuten unter Wasser führt der Sauerstoffmangel zu Gehirnschäden, sodass das Kind selbst nach Rettung vor dem Ertrinkungstod im Koma bleiben kann oder später verstirbt bzw. bleibende Schäden zurück bleiben. Ist das Kind 5 Minuten unter Wasser, ist der Sauerstoffmangel tödlich.

Bemerken wir ein bewegungsloses Kind im Wasser, gilt es sofort zu reagieren. Denn in diesem niedrigen Zeitfenster ist es entscheidend, wie lange die Bergung dauert und wie effektiv die Reanimation ist. Unabhängig von der Wassertemperatur kommt es zur Unterkühlung, bei der die Körpertemperatur stark sinkt. Am bedrohlichsten ist jedoch der Sauerstoffmangel, der trotz Rettung zu einem Hirnödem führen kann, das in fast der Hälfte aller Fälle tödlich ist. Wenige Minuten sind entscheidend. Umso wichtiger ist es zu wissen, dass Kinder lautlos ertrinken und deshalb niemals an Gewässern oder anderen Wasserquellen aus den Augen gelassen werden dürfen.

Im Notfall handeln: Was tun, wenn das Kind unter Wasser ist?

Ist eine Bergung aus dem Wasser im Schwimmbad oder Badesee notwendig, sollten Eltern gut schwimmen können, damit sie beim Rettungsversuch nicht selbst in Notlage geraten. Das Kind sollte schnellstmöglich aus dem Wasser gezogen und in eine Liegeposition gebracht werden. Trotz der Gefahr, um das Kind sollten wir Eltern immer Ruhe bewahren und den Notruf aussenden. Im besten Fall ruft ein Erwachsener den Notruf und ein zweiter leistet Erste-Hilfe mit einer Herzdruckmassage und Beatmung. Für mehr Informationen über eine Erste-Hilfe-Stellung und wie sie bei Kindern anzuwenden ist, wenden Sie sich bitte an Experten oder besuchen bestenfalls Kurse, um im Notfall eingreifen zu können. Auch bei Fällen, indem die Situation nicht Lebensbedrohlich wirkt, wenn beispielsweise Ihr Kind noch bei Bewusstsein ist, wenn es aus dem Wasser gezogen wird, sollten Sie sich vergewissern, dass das Kind auch in der Nachbehandlung medizinisch versorgt und untersucht wird, denn nicht nur das primäre Ertrinken im Wasser kann tödlich enden. Wasser in der Lunge kann zum sekundären Ertrinken führen. Das geschieht zwar sehr selten (in ein bis zwei Prozent aller Ertrinkungsunfälle), doch sollte bei Auftreten einer der Symptome für das Verspätete Ertrinken, die wir im Folgenden Punkt erklären, sofort gehandelt werden.

Tod durch Ertrinken – Was Eltern wissen sollten

Neben dem primären Ertrinken gibt es andere Formen des Ertrinkens, die weniger geläufig sind, aber Eltern bekannt sein sollten. Denn, wenn das Kind vor dem Ertrinken im Wasser bewahrt wurde, besteht eventuell weiterhin Gefahr. Beim Trockenen Ertrinken kann auch nach der Bergung das Kind ersticken. In diesem Fall ist kein Wasser in die Lunge eingedrungen, aber in die Stimmritze, die durch den Eintauch-Reflex verschlossen sein sollte.

ertrinkende Kinder fallen in eine Schockstarre

Durch die immer noch blockierte Stimmritze wird das Kind am Atmen gehindert. Sofort sollte Erste-Hilfe geleistet werden und diese bis zum Eintreffen der zuvor gerufenen Sanitäter fortgesetzt werden. Beim Feuchten Ertrinken hat das Kind Wasser verschluckt, das dann in die Atemwege eingedrungen ist. Trotz Bergung aus dem Wasser schwebt das Kind in akuter Lebensgefahr und kann Ertrinken. Auch hier helfen Erste Hilfe Maßnahmen. Neben der Beatmung ist eine Herzdruckmassage von Nöten. Sollten Sie sich hierbei unsicher sein, empfehlen wir, einen Kurs zu belegen. Selbst wenn Ihr Kind hoffentlich nie in Not gerät, ist es nie verkehrt Erst Helfer zu sein. Im Vergleich zu diesen Komplikationen, die sofort eintreten, ist das sekundäre Ertrinken viel tückischer. Nach einem scheinbar gelösten Ertrinkungsunfall können Stunden oder sogar Tage später tödliche Folgen auftreten. Bereits zwei Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht verschluckte Mengen an Wasser sind riskant. Das sekundäre Ertrinken kann lange nach dem eigentlichen Unfall zu lebensbedrohlichen Atemproblemen führen und tödlich enden. Kleine Mengen Wasser in der Lunge reichen hierfür aus. Das Wasser schädigt die Lungenbläschen und erzeugt ein Lungenödem. Hierbei sammelt sich körpereigene Flüssigkeit in der Lunge. Die Folge ist, dass nicht genügend Sauerstoff in den Körper kommt und das Kind erstickt.

Für das sekundäre Ertrinken gibt es Anzeichen, die wir Eltern wahrnehmen können. Allerdings sollte schon bei den kleinsten Bedenken und Unsicherheit ein Arzt aufgesucht werden. Zum Beispiel sollte bei verfärbten Lippen das Kind natürlich umgehend in die Notaufnahme gebracht werden. Die Symptome für das sekundäre Ertrinken sind: Erstens das Kind fängt trotz Erholung an zu husten. Zweitens das Kind atmet ungewöhnlich schnell und hat Schmerzen in der Brust. Drittens das Kind wirkt ungewöhnlich teilnahmslos und apathisch.

Sicherheit im und am Wasser – Wie kann man sein Kind vor dem Ertrinken bewahren?

Die Gefahren vom Ausflug ans Wasser sollten Eltern aber nicht davon abhalten das Kind mit ans Wasser zu nehmen. Im Gegenteil: Viel wichtiger ist die Prävention, denn wir alle wollen unsere Kinder vor solchen Unfällen bewahren und Ihnen nicht erst Angst vor Wasser und Hilfslosigkeit antrainieren. Wie Sie Ihr Kind richtig schützen und mögliche Gefahren meiden können, ohne dem Kind Angst vor Wasser beibringen, erfahren Sie im Folgenden. Zunächst einmal ist die Aufsichtspflicht im und am Wasser absolut notwendig. Sie sollen Ihr Kind zwar nicht an die Leine nehmen, aber wenn es in der Nähe von Wasserquellen spielt, ist es wichtig jederzeit auf das Kind zu achten.

Kinder am Wasser stets beaufsichtigen

Aufsichtspersonal von Frei- oder Hallenbädern nehmen uns Eltern diese Pflicht nicht ab. Es ist auch nie verkehrt sein Wissen durch Erste-Hilfe-Kurse für den Notfall aufzufrischen und zu erneuern oder selbst einen Schwimmkurs besuchen. Laut der DLRG steigt auch die Zahl der tödlichen Wasserunfälle bei Erwachsenen von Jahr zu Jahr. Ein Zeichen, dass auch wir Eltern nicht mehr richtig schwimmen können. Dagegen können und sollten wir für uns und unsere Kinder proaktiv entgegensteuern. In öffentlichen Zonen wie Bäder und Schwimmhallen sind die Sicherheitshinweise zu beachten. Besonders die Schwimmflügelpflicht für Kinder in manchen öffentlichen Bädern sollte befolgt werden. Auch wenn das Kind schon schwimmen kann, sollten sie es nie unbeaufsichtigt und ohne Schwimmhilfen in tiefere Becken lassen.

klassische Schwimmflügel können vom Arm rutschen

Ein junges Kind von vier oder fünf Jahren hat oft keine Kraft sich selbst trotz guter Schwimmtechnik über gewisse Zeit gut über Wasser zu halten. Schwimmflügel sind hier zur Unterstützung hilfreich. Wichtiger noch sind Schwimmkurse, die dem Kind Maßnahmen wie den „Seestern“ beizubringen, bei denen das Kind lernt sich auf den Rücken zu drehen und auf der Wasseroberfläche zu halten, um nicht unterzugehen. Denn auch bei der Verwendung von Schwimmhilfen ist nicht garantiert das nichts passieren kann. Auch hier sollten die Kinder nicht aus den Augen gelassen werden, da die Schwimmhilfen nicht den Kopf über Wasser halten. Achten Sie darauf, dass Mund und Nase über Wasser sind.

Kinder Schwimmen lernen mit Schwimmflügel und Auftriebhilfen

Schwimmhilfen unterstützen Kinder beim Schwimmlernen. Wassergewöhnung ist sehr wichtig, um Kinder vertraut mit dem Element zu machen. Damit Kinder lernen, wie sie sich im Wasser bewegen und wie es sich anfühlt im Wasser zu sein. Dabei ist aber nicht jede Schwimmhilfe sicher. In erster Linie retten Schwimmhilfen Kinder nicht vor dem Ertrinken, sondern können ein trügerisches Gefühl von Sicherheit auslösen. Die Gefahr bei konventionellen Schwimmflügeln, die an den Armen befestigt sind, ist, dass diese beim Eintauchen ins Wasser einfach abgestreift werden können. Auch hier sollten Eltern sich vorher informieren, da schon Lage und Form der Ventile Risiken bergen können. Ganz auf Schwimmhilfen verzichten geht trotzdem nicht, da die Wassergewöhnung auch damit beginnt, dass sich Ihr Kind sicher im Wasser fühlt. Auch wenn Sie sich selbst bewusst sein müssen, dass diese keinen einwandfreien Schutz bieten.

Schlori Schimmkissen als Baumwolle ohne Ventille

Auftriebhilfen aus natürlicher Baumwolle eigen sich, um Kinder angstfrei an das Schwimmen zu gewöhnen, indem Eltern etwas Luft rausdrücken, um den Kindern immer mehr das Schwimmen selbst zu überlassen. Am Rücken festgebunden können sie auch nicht einfach abgestreift werden. Lesen Sie mehr über den Nutzen von Schwimmhilfen aus Baumwolle in unserem Blog, hier lesen.

Gefahren von möglichen Ertrinken erkennen

Da selbst kleine Mengen Wasser und ein Moment der Unaufmerksamkeit ausreichen, dass das Unvorstellbare Wirklichkeit wird, sollten bestimmte Gefahrenquellen vermieden werden. Mögliche Gefahren bergen Teiche, flache Gewässer oder auch Regentonnen. Im eigenen Garten sollten diese gründlich abgedeckt oder unzugänglich gemacht werden. Da Kinder erfinderisch und im Kindergartenalter sehr neugierig sind, sollten Abdeckungen oder Schlösser massiv und gut befestigt sein. Außerdem ist auf die nähere Nachbarschaft zu achten. Gibt es womöglich einen Teich im Nachbarsgarten oder eine ungesicherte Regentonne bei den Großeltern? Auch Eimer oder leere Blumenkübel gehören zu den Gefahrenquellen, besonders für wissbegierige Kleinkinder.

Kinder können auch in der Pfütze oder Teich ertrinken

Mit Regen gefüllt und dann auf dem Balkon vergessen, verweilt so eine Wasserquelle gerne ungeachtet bis eventuell der Notfall eintritt. An Ufern und Flüssen gibt es viel zu erkunden und Natur zu bestaunen. Das ist auch gut so und soll auch so sein. Gerade für die Kleinen verbergen sich hier einige Abenteuer und die sollen auch erlebt werden. Besser ist es jedoch stets mit Aufsicht durch Sie. Eltern sollten immer ein Auge auf die Kleinen werfen, wenn diese am Flussbett Kröten fangen oder Steinchen ins Wasser schmeißen. Bäche, Strömungen und Flüsse sind für ältere Kinder zwar nicht mehr so riskante Spielplätze wie im Kindergartenalter, allerdings sollten wir unsere Kinder über deren Gefahren aufklären und ihnen Regeln mitgeben, bevor sie draußen spielen, wenn sich derartige Wasserquellen in der Nähe befinden.

Prävention gegen das Ertrinken von Kindern – ISR vs. Wassergewöhnung

Wie bereits angesprochen ist Wassergewöhnung eine der Maßnahmen, die dabei helfen, die Gefahr für Kinder zu verringern. Das Thema Ertrinken von Kindern und Wassergewöhnung als präventives Mittel hat in den letzten Jahren eine solch starke Bedeutung gewonnen, dass es sehr viele Initiativen gibt, die die Aufmerksamkeit auf diese Problematik erhöhen wollen. Pflegt man die Erfahrung von Kindern mit Wasser, nimmt man ihnen nicht den Badespaß und vermittelt ihnen ein Gefühl für das Wasser, um Ertrinkungsunfälle zu vermeiden. Babyschwimmen kann bereits genutzt werden, um die Kinder gründlich mit dem Element vertraut zu machen.

Dabei ist aber nicht jede Form des Babyschwimmen ein sicheres Konzept. Das ISR Rettungstraining (Infant Swimming Resource), welches in Amerika bevorzugt eingesetzt wird und beispielsweise von der „Live Like Jake“-Stiftung unterstützt wird, ist nicht ohne Risiken. Hier lernen Kinder ab Babyalter sich auf den Rücken zu drehen und den Kopf über Wasser zu halten, also sich selbst vor dem Ertrinken zu bewahren. Diese Methode, die bereits seit 40 Jahren in den USA gelehrt wird, ist in Deutschland sehr umstritten. Die DLRG rät von dieser Methode ab, da trotzdem Wasser in die Stimmritzen oder in die Lunge kommen kann und das Kind verspätet ertrinken könnte. Das Kind wird nämlich für die Übungsmaßnahmen ins Wasser fallen gelassen, um dann den Reflex zu üben, sich auf den Rücken zu drehen. Auch wenn das Kind vorher übt unter Wasser die Luft anzuhalten, da das sekundäre und das trockene Ertrinken bei Kleinkindern hier ein nicht komplett unvermeidbares Risiko bei dieser Methode bleibt, möchten wir ebenfalls von so einem ISR Rettungstraining bei Babys abraten. Außerdem sollten diese Notfälle für die das ISR Training, oder auch „Selbstrettungstraining für Babys“ und „Wassersicherheitstraining“ genannt, konzipiert ist, erst gar nicht eintreten. Sicherer und sinnvoller sind Wassergewöhnung und Schwimmgewöhnungskurse wie sie die DLRG anbietet, bei denen die Kinder auch Spaß am Wasser haben dürfen und sollen.

Wie Kinder schwimmen lernen

Wassergewöhnung ist der erste unverzichtbare Punkt, um ihr Kind präventiv zu schützen. Die Kinder sollten aber nicht nur früh ans Wasser gewöhnt werden. Der regelmäßige Kontakt mit Wasser ist ebenso wichtig. Ohne eine gewisse Routine entwöhnen sich die Kinder. Das heißt, das Kind muss immer wieder mit Wasser in Kontakt kommen. Der zweite unverzichtbare Punkt ist, dass Kinder eine Schwimmfähigkeit entwickeln müssen. Die Schwimmfähigkeit ist nicht durch das Seepferdchen gewährleistet. Das Seepferdchen bescheinigt nur die Wasserbewältigung, also das Kinder sich für einen Zeitraum über Wasser halten können. Schwimmfähigkeit bedeutet, dass Kinder nicht nur mit dem Wasser vertraut, sondern auch in der Lage sind ihre Kräfte selbst einzuschätzen und sich zielgerichtet im Wasser ohne Hilfsmittel zu bewegen. Von der Wassergewöhnung und Wasserbewältigung aus ist es also ein sehr großer Schritt bevor das Kind wirklich schwimmfähig ist. Hierzu sind Schwimmkurse unerlässlich! Diese helfen dem Kind auch zu lernen, wie sie die Schockstarre sowie panischen Reflexe überwinden und sich im Notfall selbst vor dem Ertrinken bewahren können, indem sie sich beispielsweise in „Seestern“ Form über Wasser halten bis Hilfe kommt. Hier die Reihenfolge, in der Kinder Schwimmfertigkeit ausbauen: Wassergewöhnung, Wasserbewältigung, Wassersicherheit, Schwimmfähigkeit. Erst ein schwimmfähiges Kind kann sich selbst vor dem Ertrinken retten. In aller Kürze haben wir folgende Hinweise zur Prävention für Sie festgehalten: Prävention gegen das Ertrinken von Kindern:

  • Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Wasser lassen! Auch ein Geschwisterkind ersetzt keine Aufsicht durch einen Erwachsenen
  • Babys und Kleinkinder in der Badewanne niemals unbeaufsichtigt lassen, auch nicht nur für einige Minuten
  • Stürze in Badewannen vermeiden durch rutschfeste Böden, farbige, abgerundete Kanten und Stufen sowie sichere Ansaugöffnungen
  • Gefahrenquellen wie Gartenteiche, Regentonnen, Wassereimer usw. absichern oder versperren
  • In Schwimmbädern Kinder immer im Auge behalten
  • Auftriebhilfen und Schwimmflügel als Unterstützung zum Schwimmen lernen und schwimmen
  • Erste-Hilfe-Kurse oder Rettungsschwimmkurse für Notfälle belegen
  • Wassergewöhnungskurse für Kinder und frühe Schwimmschulung (ab 4 Jahren) mit Kindern besuchen
  • Regelmäßig mit Kindern ins Wasser gehen für Wassersicherheit
  • Schwimmfähigkeit mithilfe von Schwimmkursen erlernen
  • Generell größere Fitness der Kinder anstreben
  • Kinder Baderegeln früh lehren – hier können wir empfehlen die Seite des DLRG empfehlen, der die Baderegeln auch als Lied und Rap anbietet, hier klicken.

Nach bestem Gewissen haben wir diese Informationen für Sie zusammengetragen. Bitte beachten Sie, dass Sie in kritischen oder gesundheitsgefährdeten Situationen IMMER einen Notruf tätigen oder einen Arzt oder Krankenhaus besuchen!

Quellen:

Bildrechte: cute small kid in sunglasses sitting on beach with lifebuoy outdoor summer „#208124319“ © rulanshug – stock.adobe.com / petit garçon apprenant à nager „#24930150“ © MurielleB – stock.adobe.com / Drowning kid into swimming pool water. Young boy sinking into the sea. „#221043382“ © MurielleB – stock.adobe.com / Little toddler playing near a pond „#221972704“ © LoloStock – stock.adobe.com / Kind – Junge badet im Meer bei hohen Wellen – Wellengang – Ostsee „#215282255“ © alisseja – stock.adobe.com / enfant au bord d’une piscine „#74956366“ © AlcelVision – stock.adobe.com / enfant sans surveillance à la plage „#52039733“ © Eee’onore H– stock.adobe.com / Girl from the fairy tale, she sinks. „#109587102“ © AlcelVision – stock.adobe.com

Ohrenschmerzen nach dem Baden: Was hilft?

Wenn es nach dem Schwimmen im Ohr gluckert oder sogar Ohrenschmerzen auftreten, dann kann es sein, dass Wasser im Ohr zurückgeblieben ist. Das ist nicht nur störend: Bleibt das Wasser über längere Zeit im Gehörgang, kann das zu Gesundheitsschäden führen.

Warum hält sich Wasser oft hartnäckig im Ohr?

Wie Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Freiburg laut „Aachener Zeitung /DDP“ erklärt, könne eine Gehörgangsentzündung die Folge sein – vor allem im Sommer und bei Menschen mit trockener Haut. Denn bei ihnen ziehen feine Risse in der Hautoberfläche Bakterien geradezu an. Diese können dann Entzündungen verursachen.

Grund für Ohrenschmerzen ist oft aber auch ein anatomisches Problem, da die Gehörgänge zum Teil eine Schlitzform hätten und sehr eng seien, wie der HNO-Experte betont. Auch könne Wasser durch den spitzen Winkel zwischen Trommelfell und Gehörgang oft nicht einfach zurückfließen. Hinzu kommt, dass die Adhäsionskraft dafür sorge, dass Wassertropfen am Trommelfell oder im Gehörgang haften blieben. Vor allem Kinder sind davon häufig betroffen.

Was hilft gegen Wasser im Ohr?

Zuerst solltest du versuchen, die Flüssigkeit selbst loszuwerden, bevor es zu Ohrenschmerzen kommt: zum Beispiel durch kräftiges Kopfschmütteln oder Hüpfen auf einem Bein, so Deeg laut dem Portal Berlin.de. Man könne auch versuchen, vorsichtig ein zur Tülle geformtes Papiertuch ins Ohr zu schieben, um hartnäckige Wasserrückstände aufzusaugen. Auf keinen Fall solle man jedoch mit scharfen Gegenständen experimentieren und auch von Wattestäbchen lieber die Finger lassen, um Verletzungen zu vermeiden.

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Wattestäbchen solltest du bei Wasser im Ohr lieber nicht verwenden.

Weitere Hausmittel und Tipps:

  • den Kopf seitlich neigen und die Ohrmuschel nach oben-hinten ziehen: So weitet sich der Gehörgang und das Wasser kann herauslaufen.
  • die Ohrmuschel gründlich abtrocknen
  • mit einem Föhn auf niedrigster Stufe ins Ohr pusten

Ist es nicht möglich, das Wasser zu entfernen, hilft nur der Gang zum Arzt.

Badeotitis: Was tun bei Ohrenschmerzen nach dem Baden?

Kommt es nach dem Baden plötzlich zu starken Ohrenschmerzen, kann eine sogenannte Badeotitis, eine Form der Gehörgangsentzündung schuld sein. Diese kann nur eine Seite oder beide Ohren betreffen. Zu den häufigsten Symptomen zählen Juckreiz und Ohrenschmerzen, die entstehen, wenn der natürliche „Schutzschild“ aus Ohrenschmalz gestört wird und Keime in die empfindliche Haut des Gehörgangs eindringen, schreibt die „Apotheken Rundschau“. Weitere Anzeichen einer Entzündung sind:

  • gelblicher Ausfluss
  • Rötung und Schwellung der äußeren Ohrmuschel
  • vermindertes Hörvermögen
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • Fieber

Vor allem durch das Schwimmen und Tauchen in stillen Gewässern oder im Meer können Bakterien oder Pilze in den Gehörgang eindringen und eine Entzündung auslösen. In diesem Fall solltest du am besten gleich einen Arzt aufsuchen, denn dieser kann eine Ohrspiegelung vornehmen, das Ohr reinigen und die Otitis bei Bedarf zusätzlich medikamentös behandeln.

Ohrenschmerzen nach dem Schwimmen vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu Ohrenschmerzen kommt, können einige Maßnahmen schon im Vorfeld getroffen werden. Dazu gehören:

  • verschmutzte Gewässer meiden
  • sorgfältiges Abtrocknen der Ohren nach dem Baden
  • pflegende Ohrentropfen, die Entzündungen vorbeugen

Um eine Badeotitis zu verhindern, kann vor allem im Sommer oder vor einer Urlaubsreise auch eine prophylaktische Untersuchung der Ohren sinnvoll sein. Dabei werden etwaige Ohrenschmalz-Reste entfernt, sodass sich daran keine Wasserreste festsetzen können. Diese Inspektion sollte aber unbedingt von einem Facharzt vorgenommen werden. Da Taucher besonders anfällig für Entzündungen der Ohren sind, ist vor Tauchgängen ein Besuch beim HNO-Arzt unerlässlich.

Abschließender Tipp vom Experten

Nimm Ohrenschmerzen nicht auf die leichte Schulter. Helfen vorbeugende Maßnahmen gegen Wasser im Ohr nicht und kommt es zu einer Badeotitis, gehe umgehend zum Arzt, um die Entzündung behandeln zu lassen.

Sekundäres Ertrinken: Anzeichen erkennen und handeln

Besonders an warmen Tagen wie diesen lockt das kühle Nass zahlreiche Familien an Flussufer, Freibäder und Badeseen. Trotz wildem Trubel und dem sehnlichen Wunsch nach etwas Ruhe sollten die Kleinen aber keine Sekunde aus dem Auge gelassen werden, denn Kinder ertrinken leise, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Was viele Eltern nicht wissen: Ertrinken findet nicht nur im Wasser statt.

Genauso gefährlich ist das sekundäre Ertrinken durch Wasser in der Lunge, das bis zu 24 Stunden nach dem Badespaß auftreten kann. Dabei sind laut Experten schon zwei Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht gefährlich. Das sind bei einem normalgewichtigen Vierjährigen mit 16 Kilogramm 32 Milliliter, also rund drei Esslöffel Wasser.

Dass Kinder Wasser in die Lunge bekommen, kann schnell passieren: Erschrecken sich die Kleinen oder tauchen nach der wilden Rutschfahrt kurz unter, atmen sie manchmal Wasser ein, welches dann über die Luftröhre in die Lunge gelangt. Aber bekommen Sie jetzt bitte nicht gleich Panik. Dass Kinder im Wasser wild herumtollen und dabei auch mal Wasser schlucken, ist ganz normal – und noch kein Grund, sich Sorgen zu machen. Erst wenn folgende Symptome auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen:

Sekundäres Ertrinken: Anzeichen

Äußern kann sich das sekundäre Ertrinken in Atembeschwerden sowie flacher Atmung, wiederholtem Husten, Erbrechen, angelaufenen Lippen, blasser Haut sowie Verhaltensauffälligkeiten wie Unruhe (in früherem Stadium) und extremer Müdigkeit, einem typischen Zeichen für den Sauerstoffmangel im Gehirn. Vielleicht klagt Ihr Kind außerdem über Schmerzen im Brustkorb.

Wenn Sie also nach einem Tag im Freibad oder am Badesee einige dieser Symptome an Ihrem Kind wiederzuerkennen meinen, gehen Sie sicherheitshalber zum Arzt. Sie selbst können leider nicht mehr tun als abzuwarten und – ganz wichtig! – Ruhe zu bewahren.

Sekundäres vs. trockenes Ertrinken: Unterschied

Zu unterscheiden von sekundärem Ertrinken und ist das trockene Ertrinken. Hierbei erstickt ein Mensch (meist kommt das leider bei Kindern vor) noch im Wasser aufgrund einer Schockreaktion. Die Kleinen verlieren beim Baden im Schwimmbad schnell mal das Gleichgewicht. Sobald das Gesicht auch nur für kurze Zeit unter Wasser gerät, schließt sich reflexartig die Stimmritze – ein Schutzmechanismus, der das Einatmen von Flüssigkeit verhindern soll. Verkrampfen sich dann die Bänder im Rachenraum, „ertrinkt“ das Kind nach kurzer Zeit, ohne dass überhaupt Wasser in die Lunge geraten ist.

(Autorin: Catharina Klein)

Diese Krankenschwester sagt: „Seid froh, wenn Ihr beim Kinderarzt warten müsst.“

Auch wenn nach dem Baden alles normal aussieht, kann zu viel eingeatmetes Wasser nach 24 Stunden zum Tod führen. Ärzte bezeichnen das als sekundäres Ertrinken. Dabei hat Wasser, das in die Lunge gelangt ist, Entzündungsreaktionen oder Ödeme zur Folge, die den Gasaustausch behindern. Der darauf folgende Sauerstoffmangel kann ohne Behandlung zum Tod führen. Das Kind muss also nicht zwangsläufig nur beinahe ertrunken sein, es reicht schon, wenn es zu viel Wasser eingeatmet hat.

Ein Schnapsglas reicht aus

Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) stellt klar, dass bereits zwei Milliliter eingeatmetes Wasser pro Kilogramm Körpergewicht bedenklich sind. Ein normalgewichtiger 5-jähriger Junge dürfte demnach nicht mehr als 37 Milliliter Wasser einatmen. Das entspricht gerade mal einem kleinen Schnapsglas.

Diese Symptome sollten Eltern beachten

Sollte das Kind nach dem Badevergnügen und einer Zeit ohne Beschwerden, anfangen zu husten oder ungewöhnlich zu atmen, solltet ihr aufpassen. Auch Teilnahmslosigkeit oder ein verändertes Verhalten sind Symptome, dass das Kind zu viel Wasser in der Lunge hat. Wenn die Lippen dann auch nach einigen Stunden noch blau verfärbt sind, solltet ihr mit eurem Kind auf jeden Fall in eine kinderärztliche Notaufnahme fahren.

Seichtes Wasser genügt

Für das Ertrinken muss das Wasser nicht tief sein, da auch schon seichtes Gewässer bei Kleinkindern leicht in die Lunge gelangen kann. Es muss auch nicht zwangsläufig direkt Wasser in die Lunge kommen. Durch den überproportionalen Kopf fallen Kinder gerne Kopf voran ins Wasser. Durch den Schock schließen sich die Stimmritzen im Rachenraum und machen das Atmen unmöglich. Ärzte nennen dies auch „trockenes Ertrinken“.

85 Prozent der Ertrinkungsfälle vermeidbar

Circa 85 Prozent der Ertrinkungsfälle sind vermeidbar, meinen Experten. Eltern sollten sowohl sich, als auch ihre Kinder ausreichend über die Gefahren im Wasser informieren, um im Ernstfall Anzeichen erkennen und rechtzeitig reagieren zu können. Zudem sollten die Kinder nie unbeobachtet an Wasserquellen spielen und toben. Frühzeitige Schwimmkurse können das Ertrinkungsrisiko ebenfalls senken.

Wenn sich Kinder im Wasser so richtig austoben können, ist das für alle eine fabelhafte Szenerie. Dabei passiert es schnell, dass die Sprösslinge Wasser schlucken. Keine Tragödie: Prustend wird es wieder ausgespuckt – und weiter geht’s.

Gefährlich wird die Situation allerdings, wenn das Wasser eingeatmet wird, also in die Lungen gerät. Hier kann es auch Stunden später noch zu dramatischen Komplikationen kommen. Im schlimmsten Fall verhindert die eingedrungene Flüssigkeit nämlich die Atmung und schädigt das Gewebe. Im Körper des Kindes entsteht ein tödlicher Sauerstoffmangel. Die Folge: Es erstickt, auch wenn es längst nicht mehr im Wasser ist. Die Experten sprechen in diesem Fall von sogenanntem sekundären Ertrinken.

Apropos: Auch diese Gefahr im Wasser wächst, denn immer mehr Kinder können nicht schwimmen!

Hintergrund

Erschreckende Zahlen Immer mehr Kinder haben diese Fähigkeit nicht – und das kann tödlich enden! Es ist ein Albtraum für alle Eltern, wenn das eigene Kind ertrinkt. Dennoch lernen immer weniger Kinder Schwimmen. Mit erschreckenden Zahlen warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft jetzt vor der tödlichen Gefahr.

Gefahr erst nach einem Tag gebannt

Das Ertrinken außerhalb des Wassers ist noch bis zu 24 Stunden nach dem eigentlichen Badeunfall, also dem Eindringen des Wassers in die Lunge möglich. Das Tragische: Oft ahnen die Eltern in dieser Zeit nichts von der lauernden Gefahr. Dabei ist Rettung möglich – wenn schnell genug auf mögliche Symptome reagiert wird.

Wissen kann hier also Leben retten. Es gilt: Mama oder Papa sollten sich lieber einmal mehr als übervorsichtig belächeln lassen, als ein Leben lang unter den Folgen des Nichts-Tuns zu leiden.

Wichtig im Sommer: Auch die Sonne ist leider oftmals eine unterschätzte Gefahr für unsere Kinder. Was ihr wissen solltet, verraten wir euch in diesem Video …

© BUNTE.de; BUNTE.de

Wie erkenne ich sekundäres Ertrinken?

Wichtigster Punkt bei den Symptomen des sekundären Ertrinkens: Sie können auch Stunden später und nach einer Phase des vermeintlichen Wohlbefindens auftreten – also zu einer Zeit, in der man womöglich gar nicht mehr an den Badeausflug denkt.

Geht es dem Kind (oder auch dem Jugendlichen beziehungsweise Erwachsenen, denn die Gefahr ist nicht auf Kinder beschränkt!) plötzlich schlecht, sollte auch ein vorangegangener Badeunfall als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden. Fragt also am besten direkt, ob sich derjenige an eine Situation erinnern kann, in der er unter Wasser geraten ist und womöglich Flüssigkeit eingeatmet hat.

Symptome für sekundäres Ertrinken

Typische Symptome für das sekundäre Ertrinken sind Atem-Probleme, also zum Beispiel eine sehr flache oder schnappende Atmung sowie wiederholter Husten, der teilweise mit Erbrechen einhergeht. Oft wirken die Kinder zudem zunehmend müde und teilnahmslos. Die Lippen können sich blau verfärben, die Haut wird fahl und blass. Auch Schmerzen im Brustkorb treten gelegentlich auf.

Eltern, die diese Symptome beobachten, sollten keine Zeit verlieren – und mit dem Kind die nächste Notaufnahme aufsuchen. Genauso wichtig ist es aber, auch in dieser Situation Ruhe zu bewahren, um keine neuen Gefahren zu verursachen. Alle genannten Symptome können auch andere Ursachen haben: zu viel Sonne, ein leichtes Dehydrieren, eine kurze Verschnaufpause des Kreislaufsystems … all das ist ebenso möglich, kommt weit häufiger vor und stellt keine unmittelbare Gefahr für das Leben dar. Sekundäres Ertrinken hingegen schon.

Zum Thema: Was gilt es beim Baden zu beachten? Baderegeln im Check!

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Wie kann ich sekundäres Ertrinken verhindern?

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht schon zwei Milliliter eingeatmetes Wasser je Kilogramm Körpergewicht als ernste Gefahr. Das heißt zugleich: Kleinkinder haben für sekundäres Ertrinken ein erhöhtes Risiko. Bei ihnen können bereits geringe Wassermengen in der Lunge schwere, im schlimmsten Fall tödliche Komplikationen verursachen.

Neben dem sekundären Ertrinken besteht hier zudem die Gefahr eines Phänomens, das als trockenes Ertrinken bezeichnet wird. Geraten Kinder mit dem Kopf unter Wasser, können sie mit einer Art Schockstarre reagieren – ein falscher Schutzmechanismus, der in die Katastrophe führt. Die Stimmbänder, genauer die Stimmritzen, verkrampfen, eine normale Atmung ist nun nicht mehr möglich. Das Kind ertrinkt in diesem Fall, auch ohne dass Wasser in die Lunge gelangt ist.

Tragischer Verlust: Viele Badeunfälle wie dieser enden für Babys und Kleinkinder tödlich!

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Wenige Zentimeter Wassertiefe genügen zum Ertrinken

Besonders tückisch: Beim trockenen Ertrinken genügt eine Pfütze oder eben der eigentlich als ungefährlich eingestufte flache Bereich eines Schwimmbeckens. Je jünger der Sprössling ist, desto mehr sollten Eltern ihn also im Auge behalten. Es braucht weder Sturm noch hohen Wellengang oder starke Strömungen, um Kinder im Wasser ernsthaft in Gefahr zu bringen – im Gegenteil: Gerade flaches Wasser wird oft zur tödlichen Falle, da die Aufmerksamkeitsschwelle der Aufsichtspersonen hier gefährlich sinkt.

Dr. Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder und Jugendärzte, BVKJ, formuliert gegenüber der Ratgeberpage „apotheken.de“: „Für die Kleinen reichen schon wenige Zentimeter, um zu ertrinken.“ Die überproportionale Größe des Kopfes erhöhe das Risiko noch, da die Jüngsten damit leichter den Halt verlieren und nach vorne fallen. Für die Gefahr des sekundären Ertrinkens genüge wiederum auch ein ungünstiger Sprung ins Wasser oder das Eintauchen ins Nass nach einer Rutschpartie im Spaßbad.

Auch wenn man die Gefahren des sekundären Ertrinkens ernst nehmen sollte, tritt der Ernstfall laut BVKJ noch „sehr selten“ auf. 2018 sind aber allein in Deutschland mehr als 500 Menschen ertrunken. Die beste Prävention hier: früh lernen, sicher und ausdauernd zu schwimmen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft empfiehlt, im Alter von vier Jahren mit dem Schwimmtraining zu beginnen.

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Stilles Ertrinken: Welche Anzeichen muss man kennen?

Inhalte

  • So erkennen Sie Ertrinkende
  • Gefahr speziell bei Kindern: Sekundäres Ertrinken
  • Vorsichtsmaßnahmen beim Schwimmen

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Die Sommerhitze hat Deutschland 2018 fest im Griff und Rekordtemperaturen locken ins Freie. Und was macht man bei strahlendem Sonnenschein am liebsten? Na klar, ab ins Schwimmbad, in den eigenen Pool oder zum Strand. Aber auch im Winter, planschen macht fast allen Kindern großen Spaß und alle, die bereits das Seepferdchen gemacht haben, können sich für eine Weile gut über Wasser halten. Und im Notfall erkennt man Ertrinkende doch von weitem, oder nicht? Die Antwort heißt: Nicht unbedingt. Denn das sogenannte „Stille Ertrinken“ ist eine Gefahr, die von vielen unterschätzt oder schlicht gar nicht erkannt wird. Die meisten von uns haben ein ganz bestimmtes Bild von Ertrinkenden vor Augen, welches häufig durch dramatische Filmproduktionen oder Cartoons geprägt wird.

Ertrinkende wedeln in unserer Vorstellung mit ihren Armen über dem Kopf und machen durch laute Hilferufe auf sich aufmerksam. Es scheint also gar nicht so schwer zu sein, eine ertrinkende Person auszumachen und zur Rettung zu eilen.
Die Realität sieht allerdings anders aus! Zur Veranschaulichung des stillen Ertrinkens wird gerne eine Geschichte herangezogen:

Eine Familie schwamm im Meer, Eltern und Kinder waren gute Schwimmer. Plötzlich sprang ein Kapitän von seinem kleinen Boot und schwamm so schnell er konnte auf die Familie zu. Die Eltern wunderten sich, ihnen ging es doch gut, es drohte keine Gefahr. Der Kapitän schwamm an ihnen vorbei und zog ihre achtjährige Tochter aus dem Wasser, wo sie drei Meter hinter ihren Eltern dabei war zu ertrinken. Diese hatten nichts gemerkt, denn es war nichts zu hören oder zu sehen gewesen. Der Kapitän aber war ausgebildeter Rettungsschwimmer und wusste, dass Ertrinken meist völlig still abläuft.

2017 sind rund 400 Kinder in Deutschland ertrunken, 2018 bis August bereits 279 Personen. Viele von ihnen in belebten Badegewässern, in Pools und sogar in Anwesenheit ihrer Familie. Gerade weil es so schwierig ist und ständige Aufmerksamkeit von Eltern erfordert, haben wir für Sie die typischen bzw. „untypischen“ Anzeichen fürs Ertrinken einmal aufgeführt.

So erkennen Sie Anzeichen für Ertrinken:

Unbeschwertes Planschen oder echte Gefahrensituation? Oft nicht einfach zu erkennen! | © pexels.com/davidhiebRufen: Menschen, die sich in einer akuten Notsituation befinden, reagieren nicht mehr rational. Der Körper schaltet automatisch in den Überlebensmodus und die Reaktionen werden nicht mehr willkürlich kontrolliert, sondern laufen reflexartig ab. Beim Ertrinken ringt der Körper um jedes bisschen Sauerstoff. Sobald sich Mund und Nase der Person über der Wasseroberfläche befinden, wird nach Luft geschnappt solange es möglich ist. Fast nie ist der Kopf dabei lang genug über Wasser, um einzuatmen, laut nach Hilfe zu schreien und noch einmal einzuatmen, bevor die Person wieder unter die Oberfläche sinkt. Deshalb werden Menschen, die gerade wirklich am Ertrinken sind, nicht rufen, da Sauerstoffaufnahme die oberste Priorität hat. Zudem können in solchen Situationen kaum noch bewusste Entscheidungen getroffen werden, der Mensch ist in Panik und hat nur noch das Bedürfnis nach Luft zu schnappen, denn der Atemreflex ist allem anderen übergeordnet.

Winken: Jemand rudert wild mit den Armen und macht so erkenntlich, dass er sich in einer Notsituation befindet? Auch das ist meistens nicht der Fall. Menschen, die dabei sind zu ertrinken, pressen mit aller Kraft die Arme seitlich ins Wasser, um möglichst viel Auftrieb zu haben. Dies ist ein natürlicher Instinkt und nicht willentlich kontrollierbar. Sie werden also kein wildes Winken und Rudern mit den Armen erleben, da der Person schlicht die Kraft fehlt sich dann noch irgendwie über Wasser zu halten.

Augen: Ertrinkende haben entweder die Augen geschlossen, während die ums Überleben kämpfen, oder sie starren mit glasigem Blick ins Leere. Auch dies ist der Reaktion des Körpers geschuldet, der alle Macht darauf verwendet, zu atmen. Meist ist hängen auch die Haare im Gesicht, die sich im Wasser über die Augen gelegt haben und nicht zurückgestrichen werden können.

Körperhaltung: Wenn Sie eine Person beobachten, die mit dem Gesicht nach unten an der Wasseroberfläche treibt, sollten sie nach fünf Sekunden sofort die Rettungsschwimmer benachrichtigen oder selber die Person aus dem Wasser holen. Ertrinkende treiben häufig mit dem Gesicht nach unten an der Oberfläche, weil sie keine Kraft mehr haben, den Kopf aus dem Wasser zu strecken. Ein weiteres Zeichen ist das panische Paddeln gepaart mit Schwimmversuchen, die nirgendwohin führen. Die Beine werden meist nicht mehr zum Schwimmen benutzt, der Fokus liegt ganz auf den Armen.

Auch, wenn es friedlich aussieht: Wasser kann schnell gefährlich werden | © .com/free-fotosAber woher kommt jetzt das Bild von Ertrinkenden, welches wir aus Filmen kennen? Auch diese Art von Notfällen gibt es. Rettungskräfte sprechen dabei allerdings nicht von Ertrinken, sondern von Wassernotsituationen. In diesen Fällen sind die Personen noch in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und aktiv auf Hilfe zu reagieren. Sie können auf zugeworfene Rettungsleinen reagieren und sich festhalten, außerdem können sie durch lautes Rufen auf sich aufmerksam machen. In einer solchen Notsituation gilt es, zuerst den Menschen zu helfen, die nicht mehr rufen. Denn diese befinden sich in einer akuten Notsituation und sind bereits am Ertrinken.

Dieses Video macht deutlich, wie schnell sich eine gefährliche Situation ergeben kann und wie schwer es ist, eine Notlage wirklich zu erkennen. Selbst die Menschen, die sich direkt neben dem Kind befinden, greifen nicht ein, weil sie schlicht die Gefahr nicht erkennen. Können Sie erkennen, welche Person im Wasser in Not gerät?

Sekundäres Ertrinken

Ein weiteres Phänomen, welches weitestgehend unbekannt ist, ist das sogenannte sekundäre oder trockene Ertrinken, dass in der Regel nur Kinder betrifft. Dies bedeutet, dass ein Kind nicht direkt im Wasser ertrinkt, sondern erst einige Stunden oder Tage nachdem es im Wasser zu einer Notsituation kam.
Meistens wurde dabei nur ein wenig Wasser eingeatmet, entweder beim Toben im Wasser oder beim Eintauchen ins Rutschbecken. Einige Stunden später treten dann die ersten Symptome auf: Husten, Fieber, Übelkeit und Erbrechen quälen die Kinder und werden meist für einen harmlosen Infekt gehalten.

Die Symptome werden allerdings nicht besser, sondern verschlimmern sich meist noch. Wenn das Kind zudem noch teilnahmslos wirkt und sich die Lippen bläulich verfärben, ist unbedingt sofort ein Arzt aufzusuchen.

Beim sekundären Ertrinken gelangen winzige Wassermengen in die Lunge und verursachen dort Entzündungen und Schwellungen. Dies behindert den Gasaustausch in der Lunge massiv und führt dazu, dass die Kinder ersticken. Das Erkennen dieser Symptome ist schwierig, weil meistens ein größerer zeitlicher Abstand zwischen dem Einatmen von Wasser und den Symptomen liegt. Zum Glück kommt sekundäres Ertrinken selten vor, nur ein bis zwei Prozent aller Todesfälle durch Ertrinken werden damit in Verbindung gebracht. Trotzdem sollten Eltern darüber Bescheid wissen, um im Falle eines Falles angemessen reagieren zu können.

Vorsichtsmaßnahmen beim Schwimmen

Unbeaufsichtigt in die Wellen? Keine gute Idee! | © pexels.com/Porapak ApicholidokDie wichtigste Regel: Lassen Sie Ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt im Wasser! Kurz mal aufs Handy blicken, eine Pommes beim Schwimmbadkiosk holen oder einige Seiten im Buch lesen: All diese Sachen dauern nur ein paar wenige Minuten. Doch das sind die Minuten, die zählen. Lassen Sie ihre Kinder nicht aus den Augen, auch nicht, wenn ein Bademeister oder ein Rettungsschwimmer zugegen ist, schließlich können auch diese nicht alle Personen auf einmal im Auge behalten. Und Kinder können sich durchschnittlich nur 30-60 Sekunden an der Oberfläche halten, bis sie untergehen. Bleiben Sie also aufmerksam.

Außerdem ist ein Schwimmkurs unbedingt zu empfehlen. Ab ca. fünf Jahren können Kinder schwimmen lernen und das Seepferdchen ablegen. Nicht nur ein tolles Erfolgserlebnis für die Kleinen, sondern gibt ihnen auch immer mehr Sicherheit bei Kontakt mit Wasser.
Aber Achtung: Das Seepferdchen ist keine ausreichende Maßnahme, um aus Kindern sichere Schwimmer zu machen! Dieses Abzeichen dient lediglich der ersten Gewöhnung an Wasser und des Erlernens der Schwimmbewegungen. Der Erwerb des Jugend-Schwimmabzeichens in Bronze (Freischwimmer) ist unbedingt zu empfehlen!

Der Sommer ist da und die Sommerferien stehen vor der Tür. Viele werden diese Zeit bei schönem Wetter am Wasser verbringen, sei dies in der Badi, an einem See oder auch am Meer.

Leider hört man immer wieder von Badeunfällen und Ertrunkenen, viele davon auch Kinder. Bei Kindern unter 4 Jahren ist es sogar die zweithäufigste Todesursache.

Was vermutlich weniger bekannt ist, ist das sogenannte „sekundäre Ertrinken“. Dem wollen wir uns im heutigen MY HOME Beitrag widmen.

Das sekundäre Ertrinken betrifft Kinder (auch Erwachsene, aber wir setzen den Fokus hier jetzt auf die Kinder), die beinahe ertrunken wären. Deshalb ist es wichtig das Kind weiter medizinisch zu überwachen, da sich noch bis zu 48 Stunden später Komplikationen ergeben können. Das sekundäre oder auch genannt trockene Ertrinken ist meist schwer erkennbar, da die Betroffenen nach dem Unfall im ersten Moment ganz normal wirken und sich keine direkten Anzeichen zeigen.

Das sekundäre Ertrinken geschieht dann, wenn sich das Wasser, das beim Vorfall bereits ins Kind hinein gelangte, in den sauerstoffreichen Poren der Lunge sammelt. Dadurch wird die Fähigkeit Blut mit Sauerstoff anzureichern gestört. Vom Chlorwasser kann zusätzlich eine chemische Lungenentzündung ausgelöst werden. Wird dies alles nicht bemerkt, kann es schnell zum Tode führen!

Symptome fürs sekundäre Ertrinken:

  • plötzliche Veränderung des Bewusstsein oder Verhaltens des Kindes
  • andauernder Husten
  • Temperatur/Fieber

Treten diese Symptome auf, darf man keine Sekunde verlieren und muss mit dem Kind sofort ins Krankenhaus oder den Krankenwagen rufen!

Wie kann man Ertrinken vorbeugen:

  • Kinder nie unbeaufsichtigt im Wasser (egal ob Badewanne oder ein grösseres Gewässer, es kann überall geschehen) oder in der Nähe davon lassen!
  • Planschbecken bei Nichtnutzung abdecken.
  • Mit den Kindern so früh wie möglich schwimmen lernen und dies auch immer wieder üben. Schwimmhilfen, wie Schwimmflügeli oder Schwimmreifen, schützen nicht vor dem Ertrinken!
  • Die Kinder nie unmittelbar nach dem Essen ins Wasser lassen.

Zweites Ertrinken- wir haben es (fast) erlebt

Sie lag in ihrem Bett, in vermeintlicher Sicherheit, und wäre dort fast “ertrunken”.

Zweites Ertrinken. Es klingt wie ein schreckliches Ammenmärchen. Es ist extrem selten. Und doch ist es uns selbst passiert. Genauer gesagt, meiner zu diesem Zeitpunkt vierjährigen Tochter.

Mein Name ist Joanna. Ich bin Bloggerin, Fernsehredakteurin und schreibe als @frau.kakao.macht.tv auf Instagram, meist mit viel Humor und Augenzwinkern, von meinem, von unserem Alltag.

Denn vor allem bin ich eins: Mama. Eine Mama, die etwas erlebt hat, vor dem sie andere Mamis warnen möchte.

Ich möchte hier aber nicht einfach Angst machen, sondern konkrete Hinweise und Alarmzeichen nennen und aufklären über diese unterschätzte Gefahr.

Darum habe ich mir fachliche Hilfe geholt: die-kinderherztin Snježi. Sie wird im unteren Abschnitt erklären, wie es zu “sekundärem Ertrinken”, auch “zweites Ertrinken” genannt, kommen kann und welche Alarmzeichen Eltern nicht übersehen sollten.

Doch dazu später.

Zweites Ertrinken. Unsere Geschichte.

Es war der 6. Mai 2017. Meine beiden Töchter, zu dem Zeitpunkt sieben und vier Jahre alt, waren mit Papa im Schwimmbad. Beide waren kerngesund. Alles war wie immer. Nichts Außergewöhnliches. Die Mädchen haben getobt und geplantscht. Meine 4 jährige Tochter konnte noch nicht schwimmen und trug zu dem Zeitpunkt Schwimmflügel. Sie plantschte, sprang ins Becken, geriet auch mal mit dem Kopf unter Wasser, “verschluckte” auch mal Wasser, hustete und schwamm weiter…

Es war ein ganz normaler Schwimmbadbesuch. Doch wir sollten uns ganz schrecklich getäuscht haben, denn so normal wie es schien, war es nicht. Doch das sollten wir erst viel später bemerken.

Beim Abendessen waren beide Kinder müde und schlapp. Nichts Ungewöhnliches nach einem Schwimmbadbesuch. Ich las ihnen noch eine Geschichte vor und legte sie ins Bett.

Dass meine kleine Tochter um ein Haar nicht wieder aufgewacht wäre, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen.

Mitten in der Nacht wurde mein Mann durch ungewöhnliche Geräusche wach. Bis heute habe ich keine Ahnung warum, denn normalerweise stört nichts seinen Schlaf. Weder schreiende Babys noch ein nächtliches Feuer in der Nachbarschaft konnten ihn bisher wecken. Stattdessen werde ich normalerweise beim kleinsten Mucks wach. Diesmal hörte ich nichts. Heute glaube ich, meine kleine Tochter hatte einen Schutzengel. Jemand, der uns in dieser Nacht zur Seite gestanden und eine schreckliche Katastrophe verhindert hat.

Mein Mann weckt mich also und sagt “Schatz, ich höre was, irgendetwas stimmt nicht!”. Ich, noch völlig benommen vom Schlaf, schaue ihn nur verwirrt an.

“Schatz, im Kinderzimmer! Irgendwas stimmt nicht”.

Und noch bevor ich ihn anmeckern kann, warum er denn nicht selber nachschauen geht, höre ich das Geräusch selbst und springe aus dem Bett. Im Kinderzimmer finde ich meine Tochter. Sie liegt in ihrem Bett, eine Hand halb aufgestützt. Keine Kraft, sich komplett aufzusetzen. Sie röchelt und hat sich offensichtlich erbrochen. Sie bekommt kaum Luft und droht zu ersticken. Sie hat nicht mal genug Luft, um zu weinen oder “Mama!” zu rufen. Sie schaut mich einfach nur panisch, mit weit aufgerissenen Augen an. Die Lippen sind schon blau angelaufen.

Ich schreie nach meinem Mann. Während ich unsere Tochter beruhige, so gut ich kann, ruft mein Mann den Notarzt. Innerhalb von wenigen Minuten sind zwei Sanitäter vor Ort, hören sie kurz ab und nehmen uns sofort mit.

Ich kann mir gerade noch das Lieblingskuscheltier meiner Tochter schnappen und eine Hose überziehen, bevor es mitten in der Nacht, mit Blaulicht, in die Klinik geht.

Mein Mann bleibt zu Hause bei unserer anderen Tochter, die das ganze Drama (zum Glück) verschlafen hat.

Wie genau die Behandlung im Krankenwagen abgelaufen ist, kann ich nicht mehr genau sagen. Ich war krank vor Sorge und hab’ dann alles nur noch in Trance erlebt. Jedenfalls hat meine Tochter irgendwann eine Infusion bekommen und ein Beruhigungsmittel, soweit ich mich erinnere, und das Atmen fiel etwas leichter.

Aufgrund der Atembeschwerden, die akut und im zeitlichen Zusammenhang mit einem Schwimmbadbesuch aufgetreten waren, mussten wir drei Tage in der Klinik bleiben.

Dabei hörte ich das erste Mal vom Begriff des “sekundären Ertrinkens”.

Zu hundert Prozent konnten die Ärzte nicht sagen, dass es sich darum gehandelt hat. Eine eindeutige Diagnose ist bei diesem Phänomen sehr schwer (dazu gleich mehr von die-kinderherztin.de Snježi). Doch der Verdacht liegt nahe, bei einem sonst absolut gesunden Kind.

Heute geht es meiner Tochter wieder gut. Doch diese Nacht werde ich niemals vergessen.

Wenn sie schwimmen geht, beobachte ich sie ganz genau und mache in der Nacht kein Auge zu. Ständig horche ich, ob da etwas ist oder lasse meine Tochter direkt bei uns im Bett schlafen.

Auch jetzt zieht sich beim Schreiben mein Magen zusammen und ich habe Gänsehaut.

Weil mir wieder einmal bewusst wird, welch wahnsinniges Glück wir gehabt haben.

Kinder ertrinken oft lautlos

Immer wieder ertrinken Kleinkinder selbst in kleinsten Pfützen. Über diese Gefahr hat kürzlich Daddy Cool auf seinem Blog aufgeklärt. Den Beitrag findet ihr hier. Das “sekundäre Ertrinken” ist aber viel seltener und daher kaum bekannt. Doch es kann genauso verheerende Folgen haben. Darum habe ich an dieser Stelle die-kinderherztin.de Snježi gebeten, uns mehr darüber zu erzählen. Sie ist von Beruf Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und klärt auf ihrem Blog regelmäßig über die unterschiedlichsten Themen rund um Kindergesundheit auf.

Zweites Ertrinken. Die unbekannte Gefahr.

Snježi:

Ertrinkungsunfälle sind ein unfassbar tragisches Ereignis und kommen leider viel zu häufig vor.

Wie in dem bereits erwähnten Beitrag bei Daddy Cool beschrieben, sind Ertrinkungsunfälle die häufigste, nicht-natürliche Todesursache bei Kleinkindern und sie laufen meist gar nicht so ab, wie wir uns das vorstellen. Ertrinkungsunfälle sind nämlich in den meisten Fällen ein ganz stiller Vorgang. Die Kinder strampeln nicht, sie rufen nicht um Hilfe, sie gehen meist einfach unter. Und selbst nach einer scheinbar erfolgreichen Rettung, kann sich die Gefahr ganz still und leise ein weiteres Mal “anschleichen” und noch 1-2 Tage später zu schwerwiegenden Atembeschwerden führen und sogar tödlich enden. Umso wichtiger ist es, über dieses Thema zu schreiben und über die Gefahren zu informieren.

Liebe Joanna, wie gut, dass dein Mann in dieser Nacht so ein empfindliches Gehör hatte und dass alles gut ausgegangen ist. Und dennoch muss das Erlebnis und die damit verbundene Sorge furchtbar gewesen sein und hat verständlicherweise Spuren der Angst hinterlassen.

Und auch wenn es laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das “sekundäre” Ertrinken fachlich gar nicht gibt, möchte ich, zusammen mit Dir, genau darüber schreiben. Denn fachliche Definitionen sind das Eine und Aufklärung über Dinge, die passieren (können) das Andere.

Eure Geschichte ist ein Beispiel dafür, dass Ertrinken mehrere Facetten haben kann, die allesamt furchtbar sind und dramatisch enden können. Allerdings gilt es, vorab einige Begrifflichkeiten zu erklären.

Definition “Ertrinken”:

Die WHO bezeichnet das Ertrinken als einen Prozess, bei dem es durch das Eintauchen des Kopfes bzw. Gesichtes in eine Flüssigkeit (meist Wasser), zu einem Sauerstoffmangel kommt. Hält der Sauerstoffmangel über einen gewissen Zeitraum an, so endet er tödlich und wird als “Ertrinken mit Todesfolge” bezeichnet. Wird die ertrinkende Person gerettet und überlebt, so wird es als “Ertrinken ohne Todesfolge” bezeichnet.

Nun gibt es beim Ertrinken jedoch einige Besonderheiten, die in der Vergangenheit zu unterschiedlichen Bezeichnung geführt haben. Sie gelten z.T. zwar als veraltet, werden im Alltag jedoch noch häufig verwendet, so dass ich sie euch kurz erklären möchte:

Feuchtes Ertrinken:

Taucht ein Mensch unfreiwillig in Wasser ein, laufen im Körper zahlreiche Reaktionen ab. Diese führen zum einen dazu, dass ein Ertrinkender meist keine Kraft mehr hat, um Hilfe zu rufen oder Hilfe herbeizuwinken, da ihm dafür im Überlebenskampf schlichtweg die Kraft fehlt. Zum anderen führt dieser Vorgang bei ausbleibender Rettung zum Einatmen von Wasser (=Aspiration). Durch die Flüssigkeit wird der Gasaustausch in der Lunge behindert, was in der Folge zum Sauerstoffmangel und letztlich zum Tode führt. Da in einem solchen Fall Wasser in der Lunge nachweisbar ist, bezeichnet man diese Form des Ertrinkens auch als “feuchtes Ertrinken”.

Trockenes Ertrinken:

Bei (Klein-)Kindern ist es meist anders. Bei ihnen kommt es durch das Untertauchen des Gesichtes in Wasser (auch bei geringer Wassertiefe, z.B. in der Badewanne) zum sog. Eintauchreflex, der zu einem Stimmritzenkrampf führen kann. Als Folge dessen ist die Sauerstoffversorgung unterbunden und es resultiert ein tödlicher Sauerstoffmangel (=Ersticken). Da in diesen Fällen idR kein Wasser in die Lunge gerät, spricht man auch vom “trockenen” Ertrinken. In einer solchen Situation schaffen es Kinder nicht, die Beine unter den Körper zu ziehen und sich aus eigener Kraft aus der Gefahrensituation zu retten.

Primäres Ertrinken:

In beiden Fällen kommt es, quasi als direkte Folge des Kontaktes von Wasser und Atemwegen, zu einem tödlichen Sauerstoffmangel. Daher werden diese Formen auch als “primäres Ertrinken” oder eben als “Ertrinken mit Todesfolge” bezeichnet. Am häufigsten betroffen sind dabei Personen, die nicht schwimmen können (z.B. Kinder), oder die durch Erschöpfung oder Bewusstlosigkeit im Wasser untergehen.

Wird eine ertrinkende Person nach einem Bade- oder Ertrinkungsunfall gerettet, so wird dies, wie oben erwähnt, als “Ertrinken ohne Todesfolge” bezeichnet.

Sekundäres oder verzögertes Ertrinken:

Allerdings kann es auch nach einer erfolgreichen Rettung noch zu einem “Ertrinken mit Todesfolge” kommen. Innerhalb eines Zeitraums von 1 (-2) Tagen nach dem Ertrinkungsunfall kann es als Spätfolge der Aspiration zu massiven Atemproblemen und letztlich auch zum Tode kommen. Weil in solchen Fällen der Tod verzögert eintritt, wurde der Begriff des “sekundären=verzögerten Ertrinkens” geprägt.

Gelegentlich wird der Begriff des “sekundären Ertrinkens” auch in dem Zusammenhang verwendet, dass das Ertrinken als Folge eines anderen akuten Geschehens erfolgt, z.B. als Folge eines Herzinfarktes, Schlaganfalles oder Krampfanfalles.

Ertrinken ist nicht gleich Ertrinken:

Ihr seht, es ist schon ein ganz schönes Begriffs-Wirrwarr, das einem beim Thema Ertrinken “entgegenschwappt”. Daher hat sich die WHO bei ihrer Definition auf lediglich zwei Arten des Ertrinkens festgelegt. Ertrinken mit oder ohne Todesfolge. Weil es jedoch, wenn auch selten, Fälle gibt, in denen es nach einem Badeunfall auch nach einer zeitlichen Verzögerung noch zu Atemproblemen kommen kann, möchten wir mit diesem Beitrag zumindest darauf aufmerksam machen.

Ich hoffe, dass ihr dabei meinen “Spagat” zwischen fachlichen Definitionen (die natürlich wichtig sind) und dem Wunsch nach Aufklärung, nachvollziehen und verstehen könnt, auch wenn die fachliche Bezeichnung nicht ganz korrekt ist.

Schutzmechanismen des Körpers:

Wenn man sich mit Wasser “verschluckt” und auf diesem Wege unfreiwillig Wasser einatmet, so gelangt in den meisten Fällen nicht sehr viel Wasser in die Lunge. Für diese Fälle hat der Körper einen ganz wunderbaren Schutzmechanismus, den wir alle kennen und der idR sehr effektiv ist: den Hustenreiz. Wenn jedoch eine größere Menge Wasser eingeatmet wird, so ist dieser Hustenreiz gelegentlich nicht ausreichend und auch wenn eine solche Situation selten ist, so kann sie doch weitreichende Folgen haben.

Und genau darum geht es im heutigen Beitrag. Joannas Tochter muss beim Plantschen im Pool zu irgendeinem Zeitpunkt eine größere Menge Wasser eingeatmet haben. Dies hat in der Lunge verschiedene Folgen nach sich gezogen.

Was passiert, wenn Wasser in die Lunge gerät?

Gelangt eine größere Menge an Wasser in die Lunge führt es dort zu einer Entzündungsreaktion, die den Gasaustausch und somit die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff beeinträchtigt. Die Folge ist ein Sauerstoffmangel, der sich, auch noch Stunden später, durch folgende Symptome bemerkbar machen kann:

Symptome des “sekundären Ertrinkens”

• starker Hustenreiz
• apathischer Allgemeinzustand
• auffällig schnelle Atmung
• bläulich verfärbte Lippen
• Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall

Was tun?

Wenn ihr nach einem Badetag und vor allem nach einem Untertauchen des Kopfes unter Wasser, diese Symptome beobachtet, dann ruft bitte sofort den Notarzt. Eine Situation, in der ein Kind oder auch ein Erwachsener, keine Luft mehr bekommt, ist immer ein Notfall!

Grundsätzlich gilt: Besser einmal zu viel nachgefragt und beim Arzt vorgestellt, als einmal zu wenig!

Neben diesem Grundsatz habe ich in meinem medizinischen Alltag jedoch auch Folgendes gelernt:

Häufiges ist häufig und Seltenes ist selten!

Daher: keine Panik, wenn euer Kind sich “mal verschluckt”; egal, ob in der Badewanne, im Schwimmbad oder beim Trinken. Meist ist mit einem kurzen und ggf. heftigen Hustenreiz die Gefahr gebannt.

Außerdem kommt es nach einem feucht-fröhlichen Tag im Wasser, sehr viel häufiger zu harmlosen (wenn auch unangenehmen) “Nebenwirkungen”. Nämlich dann, wenn die Kinder versehentlich oder gewollt Meer- oder Pool-Wasser runterschlucken. Dies ist harmlos, da das Wasser dabei nicht in die Atemwege, sondern in den Magen-Darm-Trakt gelangt und dort zu Übelkeit und ggf. Erbrechen oder Durchfall führen kann. Den betroffenen Kindern geht es nach dem Erbrechen bzw. einem Gang zur Toilette meist wieder besser. Sie wirken allenfalls etwas “angeschlagen”, jedoch nicht vital bedroht.

Wenn euer Kind ähnliche Symptome nach einem Badetag aufweist und ihr euch nicht sicher seid bzw. Angst habt, dass es sich in der Nacht verschlechtern könnte, dann lasst es z.B. nachts in eurer Nähe schlafen und beobachtet auch in den folgenden Tagen den Allgemeinzustand eures Kindes.

Solltet ihr unsicher sein, oder Atembeschwerden auftreten, dann lasst euer Kind umgehend medizinisch untersuchen.

Kinder sind schnell, neugierig und leider auch sehr gefährdet beim Spielen im Wasser. Lasst sie dabei Spaß ruhig ihren Spaß haben, sichert sie gut ab und lasst sie nicht aus den Augen. Ganz besonders auch dann, wenn es zu Problemen gekommen ist (unfreiwilliges Untertauchen etc).

Bei Joannas Tochter war gleich klar: da stimmt etwas nicht, das Kind ist in akuter Gefahr. In einem solchen Fall muss das Kind mit einem Notarzt in die nächstgelegene Klinik gebracht und dort beobachtet werden.

Denn gerade, weil Joannas Tochter im Vorfeld vollkommen gesund war und es keine Hinweise auf einen Infekt o.ä. gegeben hatte, war die akute Atemnot nach einem Schwimmbadbesuch zumindest verdächtig. Eine eindeutige Diagnose war in diesem Fall nicht möglich. Klar ist jedoch und das ist das Einzige, was zählt: es war Gott sei Dank ein Zwischenfall ohne bleibende Schäden.

Ich wünsche euch einen schönen Sommer und hoffe, dass ihr ihn trotz der möglichen Gefahren, unbeschwert genießen könnt.

Alles Liebe,

eure

Snježi

„Zweites Ertrinken“ – eine unterschätzte Gefahr

Risiko Wasser: Kinder sollten nie ohne Aufsicht schwimmen.

Risiko Wasser: Kinder sollten nie ohne Aufsicht schwimmen.
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Autoreninfo Sylvia Koppermann
aktualisiert: 19.06.2014 Mehrfache Mutter
Medizin, Gesundheit und Erziehung

Das Kind in Lebensgefahr

Das so genannte „zweite Ertrinken“ ist ein Begriff, der vielen Eltern gar nicht geläufig ist. Und das, obwohl das damit bezeichnete Phänomen zu einer Todesursache von Kindern zählt, die leider immer wieder vorkommt. Mit dem „zweiten Ertrinken“ wird ein körperlicher Zustand beschrieben, der nach einem Unfall im Wasser, also einem Fast-Ertrinken eintreten kann und das Kind in Lebensgefahr bringt.

Wohl alle Eltern kennen die Situation: Ihr Kind planscht im Wasser, verliert das Gleichgewicht oder rutscht aus und taucht unter. Nicht immer gelingt es, das Kind sofort wieder an die Wasseroberfläche zu ziehen. Manchmal atmen die Kinder dann etwas Wasser ein, prusten und husten beim Auftauchen, scheinen aber ansonsten keine weiteren Probleme zu haben.

Eingeatmetes Wasser wird zum Risiko

Je länger ein Kind unter Wasser ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu ertrinken droht. Dennoch, unabhängig von der Zeit unter Wasser, reicht schon ein Augenblick, mit einem beherzt eingeatmeten Schluck Wasser, um ein „zweites Ertrinken“ auslösen zu können.
Lesetipp: Plantschen ist toll – aber wie lange?.

Was passiert beim „zweiten Ertrinken“?

In die Lunge eindringendes Wasser wird vom Gewebe der Lungen regelrecht aufgesaugt. Die Lungenbläschen kollabieren förmlich und sind nicht mehr in der Lage, Sauerstoff an das Blut abzugeben. Durch den Sauerstoffmangel kommt es zur Schwellung und Schädigung des Gehirns. Auch das Blut selbst kann über die kollabierten Lungenbläschen mit Wasser angereichert werden. Dabei dringen Moleküle des Wassers in die roten Blutkörperchen ein und zerstören diese.

Wie äußert sich das „zweite Ertrinken“?

Nach dem Badeunfall sind meist zunächst alle Beteiligten erleichtert. Das Kind lebt, wirkt etwas erschöpft, benimmt sich aber ansonsten völlig normal. „Das ging noch mal gut!“ denken Eltern und Kind, nicht ahnend, dass eine Gefahr noch im Körper des Kindes tobt.

Langsam blockieren die mit Wasser vollgesaugten Lungenbläschen die Sauerstoffzufuhr, rote Blutkörperchen platzen und all das sieht man dem Kind nicht an. Möglicherweise versucht es zwischendurch tiefer einzuatmen oder hustet. Insgesamt einfach müde, lassen die Eltern ihm Ruhe und versuchen den Vorfall zu verdrängen. Nie wieder wollen sie ihr Kind aus den Augen lassen, damit am Ende nicht Schlimmeres passiert.
Lesetipp: Hier kannst Du lesen, wie Du ein Ertrinken Deines Kindes verhindern kannst.
Wie lange es dauert, bis die schleichende Gefahr im Körper des Kindes die Folgen präsentiert, kann man nicht genau sagen. Das kann zwischen Minuten und mehreren Stunden dauern. Allerdings sind auch Fälle dokumentiert, in denen die Kinder erst nach zwei Tagen Symptome zeigten, beziehungsweise plötzlich verstarben. Nicht immer zeigt auch die Körpertemperatur einen Hinweis für ein mögliches „zweites Ertrinken“. Diese kann eventuell langsam ansteigen.

Kind aufmerksam beobachten

Eltern, deren Kinder durch das „zweite Ertrinken“ starben, berichten, dass ihre Kinder, nach dem Badeunfall, dem man, außer dem Schreck, meist keine weitere Beachtung mehr schenkte, weitestgehend unauffällig waren. Sie aßen, tranken, spielten und liefen, wie vorher. Manche wirkten benommen, aber das schoben die Eltern verständlicherweise auf den Schreck.

In vielen Fällen legten sie ihr Kind schlafen. Schließlich war es erschöpft und sollte sich, nach dem großen Schreck, ausruhen. Doch das Kind wachte nie wieder auf. Die Sauerstoffsättigung im Blut sank konstant ab, das Hirn schwoll an und schließlich blieb das Herz stehen.

Nach einem Badeunfall immer zum Arzt

Was tun, wenn das Kind einen Badeunfall hatte, bei dem es Wasser einatmete? Auf jeden Fall sollte umgehend eine Klinik aufgesucht werden. Anhand einer Blutuntersuchung und mit Hilfe von Röntgenbildern kann recht sicher festgestellt werden, ob eine bedrohliche Situation, die zum möglichen Tod durch das „zweite Ertrinken“ führen kann, besteht.

Spezielle Messinstrumente dokumentieren die Sauerstoffmenge im Blut. Dazu wird ein Messsensor an einen Finger oder Zeh gelegt, der den Sauerstoffgehalt im Blut misst. Sinkt der Sauerstoffgehalt kontinuierlich, wenn auch möglicherweise erst nach Stunden, ab, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass der Badeunfall Lungenbläschen geschädigt hat.

Das Kind wird zur Beobachtung in der Klinik behalten, selbst wenn es ansonsten munter und agil wirkt. Es kann innerhalb von Minuten zu dramatischen Verschlechterungen des Gesundheitszustands kommen. Daher sollte das Kind unbedingt in ärztlicher Obhut bleiben, wo, im Ernstfall, Sofortmaßnahmen getroffen werden können.

Die künstliche Lunge

Diese verlangen unter Umständen sogar den Einsatz einer künstlichen Lunge, der ECMO, die, über Venenzugänge, Blut mit Sauerstoff anreichert und zurück in den Körper führt, bis dieser wieder in der Lage ist, über die Lungenbläschen selbstständig Sauerstoff aufzunehmen.

Weitere Gefahren nach einem Badeunfall

Unterschätzt wird auch wenn es zu keinen Symptomen kommt, die ein „zweites Ertrinken“ befürchten lassen, die Gefahr einer Lungenentzündung. Durch das eingeatmete Wasser kann es zu eben dieser Lungenentzündung kommen. Dabei ist nicht einmal relevant, ob das Wasser besonders schmutzig oder keimbelastet ist.

Auch und gerade Wasser, das mit Chemikalien angereichert wurde, um Keime abzutöten und das Wasser sauber zu halten, ist eine große Gefahr. Denn die im Wasser befindlichen Chemikalien können innerhalb von wenigen Stunden zum Tod führen. Das kann sogar dann passieren, wenn das Kind lediglich Chemikalien versetztes Wasser getrunken hat und die Ausdünstungen des Wassers beim Schlucken oder Aufstoßen und Erbrechen, gasförmig in die Lunge gelangen. Die Folge ist eine „chemische Lungenentzündung“.Auch in diesem Fall muss das Kind umgehend in klinische Behandlung gegeben werden.

Ein Rat an die Eltern

Dass ein Kind ins Wasser rutscht und dieses schluckt oder einatmet, kann passieren. Ob nun in der Badeanstalt, im Meer, im Planschbecken oder zu Hause in der Badewanne. Auch die gewissenhafteste Aufsicht kann nicht immer verhindern, dass innerhalb des Bruchteils einer Sekunde, so ein Unfall passiert.

Dennoch sollten Eltern ihre Kinder, auch mit Schwimmhilfen, nie unbeaufsichtigt ins Wasser lassen. Auch nur wenige Meter vom Kind entfernt zu sitzen, kann im Ernstfall kostbare Zeit kosten, um das Kind aus dem Wasser zu ziehen.

Deshalb wird Eltern geraten, grundsätzlich direkt beim Kind zu bleiben und ihm stets die ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Das kann einen kleinen Badeunfall nicht immer verhindern, aber die Zeit, um das Kind aus dem Wasser zu holen, stark reduzieren.

Auch wenn das Kind nach dem Unfall recht schnell wieder fit zu sein scheint, sollte es umgehend zum Arzt gebracht werden, der es auf Anzeichen für ein mögliches „zweites Ertrinken“ untersucht und den Eltern genaue Instruktionen gibt, bei welchen Anzeichen umgehend der Weg in die Klinik einzuschlagen ist.

Eine tückische Gefahr für Kinder: Sekundäres und trockenes Ertrinken

Im vergangenen Jahr gab es im gesamten Bundesgebiet fast 540 Ertrunkene, wobei neben Flüchtlingen und Älteren vor allem auch Kinder zu den Opfern zählten. Generell kann es für Kinder beim Baden besonders gefährlich werden, wenn sie Wasser verschlucken oder sogar einatmen. Dabei läuft das eigentliche Ertrinken meist im Stillen ab und eben nicht lautstark, wie es häufig in Filmen zu sehen ist. Gründe dafür sind häufig Erschöpfung, Krämpfe durch hohe Temperaturunterschiede oder auch plötzliche Strömungen.

Alarmzeichen bei zu viel verschlucktem Wasser

Weniger bekannt und umso gefährlicher ist das sogenannte sekundäre Ertrinken. Auch wenn das Kind nach einem Badeunfall zunächst relativ beschwerdefrei scheint, besteht Gefahr. Es gibt Anzeichen, die Eltern veranlassen sollten, zügig einen Arzt aufzusuchen. Hustet es nach Stunden und Tagen plötzlich wieder, ist das ein Warnsignal. Im Zusammenhang mit dem Ertrinken ist Husten ein Reflex, um das Wasser wieder aus dem Körper zu bekommen. Weitere kritische Symptome sind Brustschmerzen, Erbrechen und Atemschwierigkeiten. Müdigkeit, apathische Reaktionen und das Verrollen der Augen wurden ebenfalls beobachtet, häufig wird auch von Magen-Darm-Symptomen gesprochen. Eltern sollten am besten immer, wenn ihr Kind einen Badeunfall erlitten hat, einen Arzt aufsuchen oder es in eine Klinik zur Überwachung bringen.

Die Heimtücke des sekundären Ertrinkens

Entscheidend ist es, die Symptome zu kennen, richtig einzuschätzen und vor allem rechtzeitig zu reagieren. Beim sekundären Ertrinken ist es die Lunge, die oft erst später reagiert, wenn das Kind durch ein Ereignis zu viel Wasser aufgenommen hat. Flüssigkeiten, die dabei in die Lunge gelangen, können in der Folge Entzündungsreaktionen und Ödeme hervorrufen. Ursächlich dafür sind Störungen des Gasaustausches. Das Kind erstickt letztlich durch einen Mangel an Sauerstoff. Beim trockenen Ertrinken hingegen sind die Atemwege selbst betroffen – die Stimmritze schließt sich, um ein Eindringen von Wasser in die Lunge zu verhindern. Allerdings ähnelt der Verschluss einem Krampf, der sich nicht wieder von selbst löst, wodurch ebenfalls Sauerstoffmangel entsteht.

Schwimmunterricht schon für die Kleinsten wichtig

Aktuelle Zahlen belegen, dass viele Kinder nicht schwimmen können. Laut einer Umfrage der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) können mehr als die Hälfte der 10-Jährigen nicht sicher schwimmen (mit Video), dadurch kommt es häufig zu tödlichen Unfällen an Seen, Flüssen oder Bächen. Die DLRG ist in der Hauptsaison meist mit ehrenamtlichen Rettungs­schwimmern an Nord- und Ostsee sowie an vielen Binnenseen vor Ort, um im Notfall eingreifen zu können. Immer häufiger sind Kinder in Badeunfälle verwickelt. Die Retter beklagen, dass Grundschüler heutzutage oft keinen Zugang zum Schwimmunterricht haben – zum Beispiel, weil Kommunen Schwimmbäder nicht mehr unterhalten können und dann schließen.

Neue Wege beim Schwimmen lernen

Die DLRG in Mölln lässt sich einiges einfallen, um die Kinder zum Schwimmen zu motivieren. Die Jungen und Mädchen erhalten hier weitere kleine Abzeichen in Form von Aufklebern für Zwischenschritte, bevor sie zum Beispiel das „Seepferdchen“ oder auch das nächst höhere Schwimmabzeichen absolvieren. Denn das „Seepferdchen“ ist nur die Grundlage, um sich auf 25 Metern über Wasser halten zu können – wirklich schwimmen können die Kinder meistens noch nicht. Auch Kleinkinder sollten rechtzeitig mit dem Wasser vertraut gemacht werden. Wer bei einem Schwimmkurs erfolgreich teilgenommen hat, kann eventuell bei seiner Kranken­kasse im Bonusprogramm Punkte für das jeweilige Schwimmabzeichen erhalten.

Wie sich die Lebensretter auf die Saison vorbereiten

Rettungsschwimmer müssen regelmäßig die Erste-Hilfe-Übungen trainieren. Wie viele andere Ortsverbände auch, hat sich die DLRG in Peine bereits intensiv auf die Badesaison 2017 vorbereitet und einen „Run-Swim-Run“-Wettbewerb am Eixer See absolviert. Dort zeigten die Rettungsschwimmer ihre Schnelligkeit auf jeweils 100 Meter Laufen und Schwimmübungen auf einer Länge von 200 Metern. Zusätzlich wurde die Wiederbelebung und der Umgang mit dem Defibrillator sowie den Funkgeräten geübt. Andere nehmen ihre ehrenamtliche Tätigkeit noch ernster und machen einen Sport daraus – den Rettungssport, in dem Weltmeisterschaf­ten und sogar World Games für die nichtolympischen Sportarten.

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