Anzeichen der geburt

Hallo ihr Lieben und Herzlich Willkommen in der 38. SSW

Wir sind jetzt drei Wochen vom Entbindungstermin entfernt und damit kann ja eigentlich die Geburt jederzeit losgehen. Deswegen reden wir heute einmal darüber, woran ihr erkennt, wann sie losgeht und das Baby auf die Welt will.

Nur 4% der Neugeborenen kommen am errechneten Entbindungstermin zur Welt. Meine Mittlere ist tatsächlich ein Stichtag Baby. Aber die allermeisten kommen entweder früher oder später zur Welt.

Daher möchte ich mit euch besprechen, welche Zeichen euch der Körper sendet, wenn es denn soweit ist. Die meisten Frauen, besonders Erstgebärende oder Zweitgebärende haben jetzt vermehrt Senkwehen. Dann wird der Bauch hart und es kann ganz leicht bis in die Oberschenkel ziehen. Dabei senkt sich der Bauch ab, das heisst das Baby rutscht ins Becken. Das erkennt man auch daran, dass man häufiger zur Toilette muss und schlechter schlafen kann. Gleichzeitig kann man wieder besser atmen und mehr essen, weil Lunge und Magen wieder mehr Platz haben. Ab dem dritten Kind ist dies leider nicht mehr der Fall und die Senkwehen setzen erst zur Geburt ein.

Wenn ihr bemerkt, dass sich euer Bauch so langsam absenkt, kann das ein gutes Anzeichen dafür sein, dass es bald losgeht.

Es kann auch passieren, dass sich der Schleimpfropfen löst. Das muss aber nicht passieren. Der Schleimpfropfen verschliesst die Gebärmutter. Wenn sich bei euch so ein schleimiges Etwas löst, wisst ihr, dass die Geburt maximal noch zwei Wochen entfernt ist.

Achtung, wenn das passiert: Bei vielen geht danach die Geburt innerhalb der nächsten Stunden oder Tage los. Daher unbedingt darauf achten, dass ihr für die Geburt vorbereitet seit und penibel den Kontakt mit Bakterien vermeiden, sollte sich der Schleimpfropfen bei euch gelöst haben.

Oft ist es auch so, dass das Baby kurz vor der Geburt etwas ruhiger wird. Es hört nicht ganz auf sich zu bewegen. Man sagt, es sammelt dann nochmal Kraft für die Geburt. Wenn das Baby ganz aufhört sich zu bewegen, unbedingt sofort ab zum Arzt!

Eine Methode herauszufinden, dass die Geburt bald losgeht ist folgende, wissenschaftlich NICHT bewiesene:
Man sagt, dass die Körpertemperatur einen Tag vor der Geburt um ein Grad sinkt. Wenn das passiert, weiss man angeblich, dass am nächsten Tag die Entbindung sein wird.

Nestbautrieb: Ein paar Stunden vor der Geburt kann es sein, dass sich der sowieso schon vorhandene Nestbautrieb völlig übertreiben zeigt. Ich habe bei meiner Mittleren plötzlich angefangen den ganzen Keller auszuräumen und die Sachen in den Garten zu stellen. Nach einiger Zeit war der Keller komplett leer und alles stand im Garten. Kurz darauf begannen die Wehen.

Wenn ihr also plötzlich beginnt ganz komische Dinge zu tun, die für euch nicht normal sind, könnte das ein Anzeichen sein, dass ihr bald entbindet.

Ein Blasensprung ist in dem Stadium immer ein Anzeichen dafür, dass die Geburt bald losgeht. Dann heisst es: Tasche schnappen und ab ins Krankenhaus.

Das sicherste Anzeichen dafür dass die Geburt bald losgeht sind die Wehen. Ihr braucht auch überhaupt keine Angst haben, dass ihr die Wehen nicht mitbekommt, denn sie tun weh und sind, anders als Senkwehen, regelmäßig und die Abstände zwischen den Wehen werden enger. Daher auf die Uhr schauen, wenn sie losgehen.

Ein guter Test, um herauszufinden, ob es sich um Geburtswehen oder Übungswehen handelt ist, euch eine Wärmflasche auf den Bauch zu legen. Bei einer Übungswehe, entspannt sich der Bauch durch die Wärme der Wärmflasche ziemlich sofort wieder, bei den Geburtswehen werden die Wehen durch die Wärme sogar verstärkt.

Mein Tipp: Ab ins Krankenhaus, sobald die Geburtswehen einsetzen und nicht darauf warten, bis sie alle fünf Minuten sind. Eine Entbindung kann mitunter sehr schnell gehen und daher macht Warten aus meiner Sicht keinen Sinn.

Dann bis vielleicht nächste Woche, man weiss es ja nicht, wann es bei mir losgeht. Ich wünsche euch allen eine super Geburt!

Eure Laila

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Fahrt ins Krankenhaus?

Hierfür gibt es eine Faustregel: Die Wehen sollten regelmäßig in gleicher Stärke und in gleichem Abstand kommen. Bei Erstgebärenden sollten die Abstände ca. fünf, ab dem zweiten Kind zehn Minuten betragen. Selten gibt es Frauen, die ihre Kinder mit unregelmäßigen Wehen bekommen. Dann ist das entscheidende Zeichen die zunehmende Dynamik der Wehentätigkeit, d.h. die Schwangere hat das Gefühl, dass die Wehen immer intensiver werden. In dem Fall sollten Sie auch mit unregelmäßigen Wehen ins Krankenhaus fahren. Die Wehenabstände misst man übrigens immer von Wehenbeginn zu Wehenbeginn. Falls die einzelnen Wehen noch kürzer sind als 45 Sekunden, gelten sie noch als Vorwehen und sind noch kein Zeichen für den unmittelbaren Geburtsbeginn.
Achtung: Bei „Wehe“ denkt man normalerweise an Schmerzen im Bauchraum (Leistengegend). Es gibt aber auch Frauen, die die Wehentätigkeit hauptsächlich als Rückenschmerzen wahrnehmen. Das Typische in beiden Fällen ist das Kommen und Gehen des ziehenden Wehen-Schmerzes. Die ersten leichten Wehen fühlen sich an wie das, was einige Frauen als Periodenschmerz kennen.
Ist die Geburt beim 1. Kind sehr schnell verlaufen (unter 6 Stunden), dann ist beim 2. Kind Vorsicht geboten. In dem Fall fahren Sie ins Krankenhaus, sobald Sie einzelne kräftige Wehen verspüren.
Abgesehen vom Messen der Zeitabstände würde ich immer dazu raten, dass die Schwangere ins Krankenhaus fährt, wenn Sie oder der Partner das Gefühl hat, zu Hause nicht mehr gut aufgehoben zu sein. Bei der Entscheidung: „So, jetzt fahren wir aber!“ sollte sich meiner Meinung nach der Partner gleichberechtigt fühlen und diese Entscheidung nicht völlig an seine Partnerin delegieren.
Anne Schwarz, Hebamme

Geburt: Wann sollte man ins Krankenhaus fahren?

Eines direkt mal vorne weg: Du allein entscheidest, wann du ins Krankenhaus fährst. Wenn du das Gefühl hast, jetzt geht es los, das sind echte Wehen, dann schnapp dir den Klinkkoffer und fahr ins Krankenhaus. Im Zweifel geben die Ärzte Entwarnung und schicken dich wieder nach Hause. Hab keine Angst davor „übervorsichtig“ zu sein!

Wenn du aber auf Nummer sicher gehen willst, dann gibt es in der Tat Anzeichen, die dich genau wissen lassen, dass die Geburt wirklich kurz bevor steht und das du ins Krankenhaus fahren solltest

Geburtswehen

Schon Wochen vor dem errechneten Geburtstermin spürt man in der Schwangerschaft erste kleine Kontraktionen, die so genannten Braxton-Hicks-Kontraktionen oder auch Übungswehen genannt. Und wie der Name schon verrät, sind diese meist schmerzfreien Kontraktionen, spürbar durch das Verhärten des Bauches, keine Vorboten der Geburt. Sie dienen tatsächlich nur der Vorbereitung.

Richtige Geburtswehen sind schmerzhafter als die Übungswehen und andauernder. Beim ersten Kind solltest du ins Krankenhaus fahren, wenn die Wehen mindestens eine Minute lang andauern und sich alle 5-10 Minuten wiederholen.

Platzen der Fruchtblase

In Filmen wird eine bevorstehende Geburt gern durch das dramatisch inszenierte Platzen der Fruchtblase angekündigt. Aber wie eben schon erläutert, können auch Wehen ein erstes Indiz für die nahende Geburt sein und die Fruchtblase kann erst unter der Geburt selbst platzen.

Wenn du aber bemerkst, dass du Fruchtwasser verlierst (mindestens 1 Glas) kann das von einem Riss in der Fruchtblase oder einem Blasensprung stammen. Ist die Fruchtblase einmal geöffnet, besteht ein Infektionsrisiko für das Baby. In diesem Fall solltest du nicht zögern und umgehend ins Krankenhaus fahren.

Sollte deine Fruchtblase tatsächlich wie im Film platzen, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Denn wenn das Kind noch nicht richtig ins Becken gerutscht ist, kann es sein, dass es nach dem Platzen der Fruchtblase hineinrutscht und dabei die Nabelschnur abdrückt. Du solltest bei deiner Fahrt ins Krankenhaus in diesem Fall besser liegend transportiert werden. Wenn du ganz unsicher bist, rufe einen Krankenwagen.

Aber keine Panik!

Bei Erstgebärenden dauert eine Entbindung durchschnittlich 8-10 Stunden, also länger als die Geburt eines 2. oder 3. Kindes. Dies ist selbstverständlich von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Manche Frauen erzählen von einer 20-Stunden-Geburt und bei anderen geht es ganz schnell.

Eine lange Geburt bedeutet aber nicht, dass du lange leiden musst. Mach dir schon vor der Geburt Gedanken über Schmerzmittel oder eine Periduralanästhesie. Die können je nach Situation für eine deutliche Schmerzlinderung sorgen. Außerdem gibt es immer wieder Ruhezeiten im Verlauf einer Geburt, in denen auch einmal gar nichts passiert.

Vertraue dir und deinen Ärzten

Wenn du einmal im Krankenhaus bist und Hebammen und Ärzte bestätigen, dass die Geburt begonnen hat, dann stehst du unter ’ständiger‘ Kontrolle. Du kannst vor allem deine behandelnde Hebamme immer fragen und auf alles hinweisen, was dir Sorgen bereitet.

​Für den Fall, dass die Geburt tatsächlich zu lange dauert und eine Gefahr für Mutter oder Kind besteht, kann die Entbindung künstlich ausgelöst bzw. beschleunigt werden (mit Hilfe eines wehenfördernden Mittels). Besteht wirklich akute Lebensgefahr für das Kind oder die Mutter, dann ergreifen Ärzte die Initiative und führen einen Notkaiserschnitt durch.

Wenn du ins Krankenhaus fährst, nimm alle persönlichen Dinge und die Babykleidung mit und prüfe die Checkliste, die du möglicherweise vom Krankenhaus bekommen hast, damit du in der Aufregung nichts vergisst.

Ganz wichtig für die Fahrt ins Krankenhaus

Vermeide, wenn möglich, selbst Auto zu fahren und lass dich von deinem Partner oder einem Bekannten chauffieren. Bei Taxifahrern sind diese, zum Teil heiklen, Transporte eher unbeliebt.

Weitere Informationen rund um Wehen und Geburtsbeginn findet ihr bei der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BzGA).

Noch keinen passendne Babynamen gefunden? Hier kommen die schönsten Unisex-Namen für Jungen und Mädchen:

Dein Browser kann dieses Video nicht abspielen.

Noch mehr zum Thema findest du hier:

Von der ersten Wehe bis zur Geburt: Das solltet ihr über die Entbindung wissen
Gewusst? 14 Dinge, die bei der Geburt passieren, die dir niemand verrät
Natürlich, echt & ungeschönt: 7 Fotos, die das Wunder der Geburt perfekt einfangen

Auch auf gofeminin: Ausgefallene Namen: So heißt garantiert nicht jedes Kind!

Wehen: Der perfekte Zeitpunkt, um ins Krankenhaus zu fahren

Ein Ziehen mal hier, ein Ziehen mal dort. Die Wehen werden immer stärker. Aber wann sollte man wirklich ins Krankenhaus aufbrechen?

Rund um den Geburtstermin: Beim ersten Kind ist das Abschätzen des richtigen Zeitpunktes gar nicht so einfach. Die Angst vor einer Geburt Zuhause, im Krankenwagen oder im Auto ist groß! Natürlich ist eine „Sturzgeburt“ möglich, aber beim ersten Kind relativ unwahrscheinlich.

Oh Aua! Ein Ziehen – muss ich schon ins Krankenhaus?

Vor- und Senkwehen treten in den letzten Wochen der Schwangerschaft vereinzelt auf. Diese Wehen werden nicht immer wahrgenommen, treten etwa stündlich auf und bewirken, dass das Baby langsam ins Becken einstellt. Das sogenannte „Absinken des Bauches“ ist auf diese Art der Wehen zurückzuführen. Außerdem bereiten sich die Geburtswege, wie der Gebärmutterhals, auf das bevorstehende Ereignis vor.

Wie kann man Anfangswehen von richtigen Geburtswehen unterscheiden?

Wenn eine warme Dusche oder ein Bad nicht mehr helfen, dann handelt es sich um beginnende Geburtswehen. Sie starten mit leichten Eröffnungswehen, die anfangs schleichend alle 15 Minuten wahrgenommen werden und allmählich regelmäßiger alle zwei bis drei Minuten auftreten. Weisen die Wehen eine Regelmäßigkeit von fünf Minuten auf, sollte man sich auf den Weg ins Krankenhaus begeben.

Tipp für die Männer: Muss sich Frau voll und ganz auf die Wehe, den Schmerz und die Atmung konzentrieren, kann nebenbei keine Scherze oder eine Unterhaltung führen, weil sie so in sich gekehrt und im Einklang mit ihrem Körper ist – dann wäre der richtige Zeitpunkt um ins Krankenhaus zu fahren!

Warum so lange warten?

Nun, die Geburt ist ein intimes Ereignis und ein unbeschreibliches Spektakel. Der Körper fühlt sich zu Hause am wohlsten und Sichersten. Nicht ohne Grund zogen sich früher Gebärende in die eigenen vier Wände zurück, um ihr Kind in einer geschützten Umgebung auf die Welt zu bringen. Im Krankenhaus ist alles anders: Fremder Raum, fremde Menschen, neue Gerüche, Geräusche, Krankenhauskleidung … der Körper will vielleicht sogar flüchten, stoppt den Prozess, möchte sich zurückziehen und sagt „Hier ist alles fremd, ich fühle mich nicht sicher. Gib mir noch ein bisschen Zeit, um alles kennenzulernen und der fremden Umgebung zu vertrauen“. Deshalb kommt es vor, dass die Wehen sogar aufhören!

In der eigenen Umgebung fühlt man sich einfach wohler und geborgen. Am Idealsten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden entspannen und bei regelmäßigen Wehen alle fünf Minuten ins Krankenhaus aufbrechen! Kann man zu Hause nicht loslassen und ist besorgt, kann man natürlich auch eher ins Krankenhaus fahren! Das um und auf ist: Sicher und wohlfühlen – egal an welchem Ort!

Wann muss man unbedingt ins Krankenhaus?

Kommt es zu vorzeitigen Wehen vor dem Geburtstermin, zu Blutungen oder einem Blasensprung wird die besagte Fünf-Minuten-„Regel“ verworfen und ab ins Krankenhaus! Bei Blasensprung wird von den meisten Krankenhäusern und Ärzten ein Liegendtransport mittels Krankenwagen empfohlen.

Wann wird es ernst? Verpasse ich die Geburt?

Zwei der meistegestellten Fragen in meinem Berufsleben. Auch darauf gibt es mal wieder keine allgemeingültigen Antworten von mir. Ganz sicher ist nur: mit einem Blasensprung oder Blutungen gehören Sie auf jeden Fall in eine Klinik. Bei einer geplanten Hausgeburt muss die Hebamme informiert werden.

Es macht natürlich einen Unterschied, ob Sie Ihr erstes Kind erwarten, oder die zweite, dritte vierte … usw. Geburt bevorsteht.
Klar ist in Ihren schlauen Büchern nachzulesen, was angeblich wichtig ist. Meine 30-jährige Erfahrung zeigt mir, dass die Kinder leider (oder zum Glück ?? ) die Artikel dazu nicht kennen. Es ist beispielsweise gar nicht sicher, ob Ihre Geburt überhaupt mit Wehen in großen Abständen beginnt. Ich hoffe, Sie können mit meinen Informationen hier der Entbindung etwas beruhigter entgegensehen.

Blutungen
„Richtige“ Blutungen sind ohne Schleim, nicht schmierig und gehören immer sofort in ein Krankenhaus. Besonders zum Ende der Schwangerschaft ist es möglich, dass nach einer Untersuchung z.B. eine leichte Schmierblutung eintritt. Sie kann rosa mit Schleim verbunden sein, oder auch dunkel und schmierig. Wenn das auftritt besteht kein Grund zur Panik. Und auch kein Grund davon auszugehen, dass das Kind bald kommt. Blutiger Schleim in ungewohnten Mengen deutet auf den berühmten Schleimpfropf hin. Dieser geht aber manchmal auch schon Wochen vor der Geburt ab und hat leider keine große Aussagekraft. Man kann noch lange ohne ihn schwanger sein. Das ist meine Erfahrung.

Blasensprung: es gibt zwei Variationen im Bereich Geburt ist das Ganze ausführlich beschrieben. Lesen Sie bitte alles was Sie zu Blasensprüngen wissen sollten dort weiter

Wehen
Selbst Wehen sind nicht immer ein zuverlässiges Zeichen. Bekommen Sie Ihr erstes Kind, ist es gut möglich, dass Unsicherheit und Angst dafür sorgen, dass Sie viel zu früh im Krankenhaus landen. Grundsätzlich ist es aber immer richtig, an dem Punkt zu fahren, an dem Sie sich zu Hause nicht mehr sicher fühlen.
Geht es Ihnen aber gut, ist es möglich in Ruhe abzuwarten, bis die Wehen im Abstand von fünf Minuten kommen. Sind sie nach ein bis zwei Stunden noch immer nicht verschwunden, können Sie relativ sicher sein, dass es sich nicht um einen Fehlalarm handelt. Ein guter Test ist auch das Vollbad. Hört alles wieder auf, war es leider nichts. Man kann man nicht beschreiben. Es gibt nichts, was man damit vergleichen könnte, auch keine Periodenschmerzen.

Das zweite Kind hat es oft eiliger. Dazu wäre mein Rat, schon bei leichteren einigermaßen regelmäßigen Kontraktionen startklar zu sein. Im Abstand von zehn Minuten fahren Sie los, sobald sie stärker werden oder beginnen öfter zu kommen. Diese Richtlinie empfehle ich auch bei allen weiteren Geburten

Wie kann ich mit den ersten Wehen zu Hause umgehen?

Sobald Sie das erste Wehen-Zwicken spüren, werden Sie bestimmt aufgeregt und vielleicht auch verunsichert sein. Ihre Hebamme wird Sie beruhigen und ermuntern, noch so lange wie möglich zu Hause zu bleiben. Dabei ist es egal, ob Sie Ihr Baby im Geburtshaus oder einer Klinik zur Welt bringen möchten. Es ist völlig in Ordnung, zu Hause zu bleiben, so lange Sie gesund sind, Ihre Schwangerschaft komplikationslos verlaufen ist und Ihre Fruchtblase noch nicht geplatzt ist.
Natürlich ist es verständlich, wenn Sie nervös und aufgeregt sind. Sie machen sich vielleicht Sorgen, weil Sie sich allein gelassen fühlen und nicht wissen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, in die Klinik oder das Geburtshaus zu fahren. Wenn Sie eine Hausgeburt geplant haben, dann werden Sie vermutlich unsicher sein, wann Sie Ihre Hebamme bitten sollen zu kommen. Lesen Sie unseren Artikel „Wie erkenne ich Wehen?“ , um ein Gefühl dafür zu bekommen.
Denken Sie daran, dass eine Geburt selten wie im Fernsehen abläuft. Die ersten Wehen sind normalerweise leicht und nicht sehr häufig – das kann manchmal sogar etwas langweilig sein. Diese frühe Phase kann sich über Stunden und manchmal sogar Tage hinziehen. Aber Sie können in dieser Zeit viel tun, um sich das Leben leichter zu machen. Und vergessen Sie nicht, dass Sie Ihre Hebamme jederzeit anrufen können, wenn Sie moralische Unterstützung oder eine Rückversicherung brauchen.

Die erste Phase daheim zu verbringen, steigert Ihre Chancen auf einen kürzeren Geburtsprozess und ein positiveres Geburtserlebnis. Sie brauchen vermutlich weniger medizinische Hilfen in Form von Medikamenten, um die Wehen zu beschleunigen oder die Geburt voranzubringen. Das erklärt sich einfach daraus, dass Sie zu Hause verständlicherweise entspannter und gelöster sind als im Krankenhaus. Auf diese Weise sparen Sie sich Ihre Energie für die Phase der Geburt auf, in der Sie die Kraft dringender brauchen.
Die ersten Wehen können sich wie Rückenschmerzen anfühlen, ein Zwicken im Unterbauch, Krämpfe oder leichte Kontraktionen. Mit folgenden Tipps kommen Sie in dieser Phase gut mit den Wehen zurecht:

  • Wenn die Wehen stärker und schmerzhafter werden, können Sie auch ein Paracetamol einnehmen, damit Sie schlafen können.
  • Versuchen Sie, Schlaf oder zumindest Ruhe zu finden. Die Wehen können noch eine Weile anhalten und je mehr Energie Sie jetzt sparen, desto besser. Wenn Sie wegen der Wehen keine bequeme Position im Liegen finden, dann lehnen Sie sich an mehrere Kissen oder an einen Geburtsball und decken Sie sich anschließend zu.
  • Nehmen Sie ein Bad oder duschen Sie. Warmes Wasser (nicht mehr als 38 bis 40 Grad, um den Kreislauf nicht zu belasten) entspannt ungemein und lindert den Wehenschmerz. Bitten Sie Ihren Partner, Ihnen das Bad vorzubereiten. Versuchen Sie, seitlich auf Handtüchern zu liegen, während Ihr Partner Sie mit warmem Wasser übergießt. Bleiben Sie nie allein im Bad! Vergessen Sie nicht, das TENS-Gerät abzunehmen, bevor Sie in die Wanne steigen.
  • Essen und Trinken nicht vergessen. Kohlenhydrate, die ihre Energie nur langsam abgeben, sind am besten geeignet. Dazu gehören Brot, Kartoffeln und Nudeln. Wenn Sie nicht hungrig sind, dann essen Sie eine Banane oder etwas anderes, das Sie einfach gern mögen. Ein schneller Energie-Lieferant sind auch Smoothies, Traubenzucker und Studentenfutter.
  • Lenken Sie sich ab. Machen Sie einen kleinen Spaziergang, streifen Sie durch die Wohnung, spielen Sie mit Ihren anderen Kindern oder setzen Sie sich auf einen Geburtsball und genießen Sie eine DVD. Achten Sie aber immer darauf, sich nicht zu verausgaben.
  • Halten Sie die empfindlichen Stellen warm. Legen Sie sich eine Wärmflasche oder ein in der Mikrowelle erwärmtes Getreidesäckchen auf den Bauch oder den unteren Rücken.

Alle diese Vorschläge können Ihnen helfen, von der frühen Phase in die aktive Phase der Geburt überzugehen. Hören Sie auf Ihren Körper! Experimentieren Sie mit verschiedenen Positionen, um die zu finden, die Ihnen am angenehmsten ist – ob das nun bedeutet, dass Sie herumlaufen, sich im Vierfüßlerstand wiegen oder auf der Seite liegen.
Stellen Sie sich Wehen und Geburt als einen Marathon vor, den Sie laufen müssen. Das erfordert einerseits Vorbereitung, bevor Sie loslaufen, und ein Lauftempo, das Sie nach dem Start auch durchhalten können. Sie brauchen Kalorien und etwas zu trinken, um ausreichend Energie zum Durchhalten zu haben. Vielleicht möchten Sie allein sein und sich zurückziehen, vielleicht brauchen Sie aber auch jemanden, der Sie aufmuntert und anfeuert. Das könnte Ihr Partner sein und/oder zusätzlich eine Freundin mit positiver Geburtserfahrung oder eine Doula (die auch ihren aufgeregten Partner mit unterstützen können).

Ihr Geburtspartner kann Sie folgendermaßen unterstützen:

  • Einfach nur für Sie da sein, Ihre Hand halten, mit Ihnen sprechen und Sie beruhigen.
  • Ihnen helfen, die Wehen zu veratmen.
  • Er kann das TENS-Gerät ansetzen.
  • Sich um Ihre anderen Kinder kümmern.
  • Ihnen etwas zu essen machen
  • Die Zeitabstände zwischen den Wehen messen.
  • Ihnen ein Bad einlassen.
  • Sie massieren.

Behalten Sie immer im Kopf, dass die Geburt ein natürlicher Prozess ist, auf den Ihr Körper bestens vorbereitet ist. Jede Wehe ist ein Schritt näher zu Ihrem Baby! Und Sie werden am Ende zu Recht mächtig stolz auf sich sein!

Mehr zur Frühphase der Geburt

  • Wie unterscheiden sich Braxton Hicks von echten Wehen?
  • Wie erkenne ich Wehen?
  • Entspannung während der Geburt

Wenn die letzten Tage einer Schwangerschaft anbrechen, dann wird ein Thema natürlich immer präsenter: die Geburt und damit auch die Wehen. Ich habe mittlerweile regelmäßig irgendwie Schmerzen im Unterleib und oft muss dann Dr. Google dabei helfen zu entscheiden, was das denn nun bedeutet und ob es sich schon lohnt deswegen in die Klinik zu fahren.

Ich will mein Kind nicht auf einem Rastplatz bekommen!
Eine der wohl größten Sorgen vieler Schwangeren ist sicher, dass man den Weg zur Klinik nicht mehr schafft und das Baby auf dem Weg geboren wird. Wir haben hier einen Anfahrtsweg von 30 bis 50 Minuten (je nach Verkehrslage) und natürlich ist auch mir dieses Szenario schon durch den Kopf gespukt. Klar, das ist das erste Kind und wenn ich den Horror-Geschichten glauben darf, dann werde ich eh 40 Stunden in den Wehen liegen, bevor ich mein Kind im Arm halten darf. ABER da gibt es ja dann doch hier und dort mal eine, die erzählt, dass es bei ihr viel schneller ging. Also so ganz 100%-ig kann man sich wohl nicht drauf verlassen.

Wie kann man also dafür sorgen, dass oben genanntes Szenario nicht eintrifft? Genau, man macht sich rechtzeitig auf den Weg zum Krankenhaus. Und rechtzeitig heißt in vielen Beschreibungen dann, wenn die Wehen etwa eine Minute dauern und in Intervallen von fünf Minuten kommen. Außerdem habe ich gelesen, dass eine Hebamme den Tipp gab vor der Autofahrt nicht mehr auf Toilette zu gehen, eine volle Blase sei wohl wehenhemmend. Ob ich diesen Tipp allerdings befolgen würde, weiß ich nicht, ich glaube das würde eher dazu führen, dass ich nicht nur Angst hätte, dass das Baby im Auto kommt, sondern auch, dass ich mich zusätzlich darüber sorgen müsste, ob ich solange anhalten kann. Vielleicht also keine so gute Idee.

Warum ich nicht zu früh fahren will
Man könnte sich nun natürlich fragen, was mein Problem ist. Ich kann schließlich auch einfach etwas zu früh ins Krankenhaus fahren und selbst wenn es „falscher Alarm“ ist, im schlimmsten Fall werden wir halt wieder nach Hause geschickt. Um ehrlich zu sein, ist das einfach so ein Bauchgefühl. Ich möchte lieber möglichst lange hier bei mir Zuhause sein. Da, wo ich mich wohl fühle. Ich mag Krankenhäuser nicht und wenn wir nicht so weit auf dem Dorf wohnen würden und die Situation der Hebammen so schwierig wäre, könnte ich mir glatt eine Hausgeburt vorstellen.

Wir haben uns aber für die Geburt in der Klinik entschieden und ich glaube auch, dass das für das erste Kind eine gute Wahl ist. Trotzdem glaube ich daran, dass mein Körper das irgendwie kann und möchte (zumindest solange nicht unbedingt notwendig) einfach den Dingen ihren Lauf lassen. Und ich glaube, dass das (bis zu einem gewissen Punkt) Zuhause besser funktioniert. Schwierig ist halt nur diesen „gewissen Punkt“ festzumachen.

Mach dich nicht verrückt! Wenn’s los geht, dann weißt du es!
Ich glaube, was mir am meisten geholfen hat, war die Aussage: „Solange du dich noch fragst, ob das jetzt echte Wehen sind oder nicht, sind es keine Geburtswehen. Wenn die Geburt losgeht, dann denkst du nicht mehr.“. Hört sich irgendwie merkwürdig an. Aber klingt für mich plausibel.

Letztendlich wirst du wohl in den nächsten Wochen erfahren, ob ich es rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft habe und woran ich gemerkt habe, dass es nun echte „Geburtswehen“ sind. Und für den Notfall habe ich gelesen, dass man die Nabelschnur mit Schnürsenkeln abbinden kann. Yeah. Ich fühle mich echt gut vorbereitet…

Wann hast du dich auf den Weg ins Krankenhaus gemacht?

157 Shares

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.