Antibiotika und die pille

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Antibiotika und Pille

Vielzahl an Antibiotika stören die Wirkung der Pille

Derzeit sind etliche Antibiotika gegen unterschiedlichste bakterielle Infektionen im Handel erhältlich. Im Zuge einer kürzlich durchgeführten Literaturrecherche wurden 52 wissenschaftliche Studien ausgewertet, die sich mit dem Thema Antibiotika und Pille beschäftigten. Insgesamt wurden 40 verschiedene Antibiotika beleuchtet. Die meisten Studien konnten dabei eine Wechselwirkung zwischen Antibiotikum und Pille nachweisen. Offenbar war die gestörte Bakterienlandschaft im Darm die Hauptursache für die geringere Wirkung der Pille.

Auch häufige Nebenwirkungen von Antibiotika wie Erbrechen und Durchfall könnten die Pille weniger wirkungsvoll machen. Die Autoren empfehlen daher bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika und Pille zusätzliche Verhütungsmittel wie Kondome.

Manche Antibiotika harmlos?

Es ist noch nicht abschließend geklärt, auf welche Weise und welche Art von Antibiotika mit der Pille derart wechselwirken, dass der Verhütungsschutz verloren geht. Manche Experten äußern keine Bedenken bei der gleichzeitigen Einnahme von der Pille und Antibiotika wie Ampicillin, Sulfonamide, Penizilline, Doxycyclin, Metronidazol oder Tetrazyklin. Sie sehen bei der kurzfristigen gleichzeitigen Einnahme von Antibiotika und Pille keine große Gefahr. Andere wiederum warnen davor, beispielsweise bei Tetrazyklinen keine zusätzliche Verhütung zu verwenden. Eine einhellige Meinung der Wissenschaft zu solchen Antibiotika & Pille steht also noch aus.

Vorsicht bei Rifampicin und Rifabutin

Einer Meinung ist die Fachwelt jedoch bei den Antibiotika Rifampicin und Rifabutin. Diese beeinflussen über den Anstieg von CYP-Enzymen den Wirkstoffspiegel der Hormone drastisch. Daher wird eine zusätzliche Verhütung für bis zu zwei Monate nach Einnahme der letzten Antibiotika-Tablette unbedingt empfohlen.

Auch andere Hormonpräparate betroffen

Alle Hormonpräparate, die zur Verhütung eingesetzt werden, können anfällig für die Wechselwirkung mit Antibiotika sein. Dazu zählen beispielsweise Hormonimplantate, -pflaster und der Vaginalring.

Achtung! DAS setzt die Pille außer Kraft

Klingt banal, wird aber oft vergessen: Man sollte vor der ersten Einnahme die Packungsbeilage lesen und sich von seinem Arzt oder Apotheker erklären lassen, wie die Pille einzunehmen ist. Letztlich gibt es verschiedene Arten von Pillen: Kombinationspillen, Minipillen, Einphasen- oder Mehrphasenpillen, manche werden durchgehend eingenommen, bei manchen wird eine Pillenpause eingelegt.
​Wenn ihr die grundsätzliche Einnahmeroutine kennt, seid ihr erstmal auf der sicheren Seite. Leider gibt es einige Dinge, die ihr zusätzlich wissen müsst, um nicht ungewollt schwanger zu werden. Es gibt nämlich ein paar Faktoren, die die Pille außer Kraft setzen, die leider nicht jeder Frau bekannt sind.

Wie lange darf man die Pille zu spät nehmen?

Ihr habt die Pille zwei Stunden zu spät genommen und fragt euch, ob damit der Verhütungsschutz nicht mehr wirksam ist? Ob das so ist oder nicht kommt darauf an, welche Art Pille ihr nehmt. Es gibt Minipillen, die immer zur gleichen Tageszeit eingenommen werden müssen. Verschiebt sich der Zeitpunkt der Einnahme um mehr als drei Stunden, ist eine sichere Empfängnisverhütung nicht mehr gewährleistet. Andere Pillen sind da einfacher zu handhaben: Man kann sie innerhalb der nächsten zwölf Stunden nachnehmen. Bitte hierzu unbedingt den Beipackzettel beachten oder den Apotheker fragen.

Pille vergessen: Wann wirkt sie nicht mehr?

Hat man einmal eine Pille vergessen, ist die Angst groß. Entscheidend ist jedoch vor allem, zu welchem Zeitpunkt im Zyklus die Pille vergessen wurde und wann man das letzte Mal Sex hatte. Zunächst heißt es einen kühlen Kopf bewahren und den Beipackzettel lesen. Um Zwischenblutungen zu vermeiden sollte die vergessene Pille sofort eingenommen werden. Wer es erst am nächsten Einnahmetermin sieht, dass eine Pille vergessen wurde, der nimmt zwei gleichzeitig.
In der 1. Woche:
Wurde die Pille während der ersten Zykluswoche vergessen, sollte in den nächsten sieben Tagen zusätzlich verhütet werden (z. B. mit einem Kondom). Danach besteht wieder Empfängnisschutz. Anders jedoch, wenn man kurz vorher Sex hatte. Dann sieht es leider anders aus. Während der Pillenpause ist der Schleimpfropf am Gebärmutterhals für Spermien durchdringbar. Und die können dort bis zu fünf Tage überleben. Deshalb kann es durchaus sein, dass es zu einer Befruchtung kommt. Wer nicht schwanger werden möchte, sollte deshalb die Pille danach nutzen, die es mittlerweile rezeptfrei in der Apotheke gibt.

Auch lesen: Kann man während der Periode schwanger werden?

In der 2. Woche:
​In dieser Woche ist das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft am geringsten, da davor und danach bereits regelmäßig Hormone zugeführt wurden bzw. noch werden. Es muss in diesem Fall nicht zusätzlich verhütet werden.
In der 3. Woche:
Wurde die Pille in der dritten Woche vergessen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Pillenpause vorziehen oder die Pillenpause ganz weglassen und die Pille durchnehmen. In diesem Fall ist eine zusätzliche Verhütung nicht nötig. Wird die Pillenpause jedoch weder vorgezogen noch gestrichen, sollte zusätzlich verhütet werden.

Setzt Grapefruit die Pille außer Kraft?

Ihr liebt frische Grapefruits oder ein Glas Grapefruit-Saft am Morgen? Wenn ihr mit der Pille verhütet, solltet ihr das noch einmal überdenken. Zwar setzen Grapefruits die Pille nicht außer Kraft, doch die Inhaltsstoffe der Zitrusfrucht können die Nebenwirkungen der Pille verstärken. Bei östrogenhaltigen Pillen sorgt die Grapefruit dafür, dass die Konzentration des Wirkstoffes und damit der Hormonspiegel steigt. Die Folge: Nebenwirkungen wie Brustspannen oder die Thrombosegefahr nehmen zu.
Doch nicht nur mit der Pille vertragen sich Grapefruits nicht gut. Auch bei vielen weiteren Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen kommen. Mehr dazu erfahrt ihr hier bei onmeda.de!

Pille und Antibiotika: Welche Wechselwirkung mit Arzneimitteln gibt es?

Dass Antibiotika die Pille außer Kraft setzen, ist vielen bekannt. Aber was ist mit den etlichen anderen Medikamenten, die die Sicherheit der Pille beeinflussen?

Bei folgenden Mitteln bitte den Beipackzettel lesen und im Zweifelsfall Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker halten:

  • Antibiotika
  • Abführmittel
  • Beruhigungsmittel
  • Epilepsiemedikamente
  • Johanniskrautpräparate
  • Schmerzmittel
  • Medikamente zur Erhöhung der Darmbeweglichkeit
  • Schlaf-und Beruhigungsmittel
  • Medikamente bei Tuberkulose
  • Medikamente bei einer HIV-Infektion

Die Liste ist lang und zeigt: Nachfragen ist immer besser.

Nachgefragt: Welche Verhütung ist die sicherste?

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Achtung bei Zeitverschiebung auf Reisen

Eine weite Reise steht an, der Flug ist lang und man landet in einer anderen Zeitzone. Jetlag ist da nicht das einzige Problem. Auch die Einnahme der Pille gerät durcheinander.
In diesem Fall die Pille trotz Zeitverschiebung in den gewohnten Abständen, also alle 24 Stunden, weiter einnehmen.
Am besten als kleine Erinnerung einen Pillen-Reminder im Handy einstellen oder einen extra Wecker mitnehmen. Schließlich kann es sein, dass man die Pille, die man sonst morgens um acht eingenommen hat, mitten in der Nacht nehmen muss.

Pille und Magen-Darm: Was tun?

Bei Erbrechen (innerhalb der ersten vier Stunden nach der Einnahme der Pille) oder schwerem Durchfall (innerhalb der ersten acht Stunden nach der Einnahme der Pille) kann der Körper nicht ausreichend Wirkstoffe aufnehmen. Ein sicherer Schutz ist nicht mehr gewährleistet.
Am besten direkt bei den ersten Beschwerden einer Magen-Darm-Infektion oder ähnlichem eine zusätzliche Tablette aus einer Reservepackung einnehmen. Idealerweise innerhalb von zwölf Stunden nach der üblichen Einnahmezeit. Geht das nicht, sollte für den Rest des Zyklus zusätzlich verhütet werden, zum Beispiel mit einem Kondom.

Wer sich unsicher ist, sollte seinen Arzt oder Apotheker fragen.

Quellen:

  • BZgA: Familienplanung.de
  • Frauenärzte im Netz
  • Onmeda.de

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Antibiotika während der Periode

Dr. Karin Anderson ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und hat eine Zusatzausbildung für psychotherapeutische Medizin (Foto: Public Address)

Nimmt man Antibiotika oder andere Medikamente während der Periode ein, kann das Auswirkungen auf diese haben. Es kann zu längeren Blutungen oder Schmierblutungen kommen. Wenn man darüber nicht Bescheid weiß, wirkt das im ersten Moment ziemlich beunruhigend und es können schnell Gedanken über eine schlimmere Ursache aufkommen. Auch eine Scoolz-Userin ist darüber beunruhigt. Die Expertin Dr. Karin Anderson klärt sie auf.
Dr. Karin Anderson lebt im US-Bundesstaat Maine. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und hat eine Zusatzausbildung für psychotherapeutische Medizin. Als Forenexpertin für Scoolz berät sie unsere User kostenlos. Wenn du unserer Expertin ein Problem schildern möchtest oder eine Frage stellen willst, tue dies jederzeit gerne in den Foren Gefühlssachen oder Help.

Schmierblutungen durch Antibiotika?

Scoolz-Userin:
hallo ihr,
ich habe nun seit 3 Wochen braunen Ausfluss. ich nehm die Pille und habe Antibiotika in der Zeit genommen, in der ich meine Tage bekommen sollte. diese bekam ich auch, zwar 2 Tage später und schwächer als sonst aber ich hatte sie auf jeden fall. Naja jetzt habe ich seit 3 Wochen diesen braunen Ausfluss, manchmal ist er auch fädenähnlich. Irgendwie wurde der Ausfluss auch immer dunkler und ist gestern fast schwärzlich gewesen, heute ist er wieder heller. Außerdem habe ich manchmal Unterleibsschmerzen, wie wenn ich meine tage habe.
Beim FA war ich schon, sie hat gemeint, dass es nur wegen dem Antibiotika ist aber ich kann das nicht so wirklich glauben.
Ich hab Angst, dass ich irgendwas hab oder könnten es auch Anzeichen für eine SS sein? Ich hab meine Pille jedoch nie vergessen. Bitte helft mir!
Dr. Karin Anderson:
Hallo,
Du brauchst dich wirklich nicht zu beunruhigen. Deine Frauenärztin hat Recht, manche Antibiotika haben so eine Wechselwirkung mit der Pille.
Diese Schmierblutungen sind zwar nicht gerade angenehm, aber harmlos, und sollten nach einiger Zeit wieder von selbst verschwinden. Ein Zeichen für eine Schwangerschaft sind sie sicher nicht.
Nur, falls der „braune Ausfluss“ in nächster Zeit nicht wieder aufhört, solltest Du Dich noch einmal von Deiner Frauenärztin untersuchen und beraten lassen. Vielleicht müsstest Du dann die Pille wechseln, und Dir ein Präparat mit einer etwas anderen Zusammensetzung verordnen lassen.
LG, Dr. Karin Anderson

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Menstruation verzögern

Was beinhaltet der Menstruationszyklus?

Der Menstruationszyklus ist ein monatlicher Zyklus rund um den Eisprung. Im Laufe des Zyklus reift eine Eizelle und die Gebärmutter wird auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Die Eizelle wird nach der fruchtbaren Periode abgestoßen und die Gebärmutter für den nächsten Zyklus freigegeben. Die Dauer kann von 24 bis 37 Tagen variieren. Dieser Zyklus kann in vier Phasen unterteilt werden:

  • Der Beginn des Menstruationszyklus ist der Tag, an dem die Periode beginnt. Dies ist der erste Tag einer Phase, die durchschnittlich fünf Tage dauert und ihren Höhepunkt um den dritten Tag herum hat. Eigentlich sollte diese Phase als die letzte angesehen werden. Es ist die Phase, in der alle Vorbereitungen für eine mögliche Schwangerschaft getroffen werden. In dieser Phase lässt sich die Schleimhaut der Gebärmutter von der Gebärmutterwand ab und wird zusammen mit der unbefruchteten Eizelle abgestoßen. Dies geht mit einem Blutverlust einher und Sie verlieren etwa 50 Milliliter Blut. Bei mehr als der Hälfte der Frauen ist die Menstruation zudem sehr schmerzhaft. Sie können Krämpfe im Muskelgewebe der Gebärmutter haben und auch Kopfschmerzen und Übelkeit sind häufige Nebenwirkungen.
  • Die zweite Phase geht vom sechsten Tag bis einschließlich des vierzehnten Tages. Sie wird die follikuläre Phase genannt. In dieser Phase wird die Gebärmutter unter dem Einfluss von Hormonen auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Außerdem beginnt in einem der Eierstöcke eine Eizelle zu reifen. Sie ist zwischen dem zehnten und vierzehnten Tag des Zyklus reif.
  • Die dritte Phase ist am oder um den 14. Tag. Der Eisprung findet nun statt. Dabei trennt sich die reife Eizelle vom Eierstock und gelangt in den Eileiter. Einige Frauen spüren sogar den Eisprung – oft in Form eines Schmerzes, der einige Minuten bis Stunden dauert. Von diesem Moment an sind Sie fruchtbar.
  • In der vierten Phase, der Lutealphase oder postovulatorischen Phase oder Gelbkörperphase, ist die Eizelle auf dem Weg in die Gebärmutter. Während dieser mehrtägigen Reise kann das Ei noch befruchtet werden. In der Gebärmutter kann das Ei noch 24 Stunden leben. Wenn die Eizelle befruchtet wird, setzt sie sich ab und die Plazenta übernimmt die Produktion von Hormonen. Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, bereitet sich Ihr Körper automatisch darauf vor, die Eizelle abzustoßen. Und damit ist der Kreislauf geschlossen.

Wenn Sie hormonelle Verhütungsmittel verwenden, gibt es keinen Menstruationszyklus. In diesem Fall reift keine Eizelle und die Gebärmutter bereitet sich nicht auf eine mögliche Befruchtung vor. Die Blutung der ersten Phase ist daher keine Menstruation, sondern eine Entzugsblutung.

Im Allgemeinen können Sie, um diese Entzugsblutung früher oder später stattfinden zu lassen oder sie sogar ganz zu überspringen, die Verhütungsmittel benutzen, die Sie bereits verwenden.

Die Forschung hat gezeigt, dass es unbedenklich ist, Ihre hormonelle Verhütung 1 Jahr lang kontinuierlich anzuwenden. Sie bleiben vor Schwangerschaften geschützt und es sind keine zusätzlichen Risiken bekannt. Allerdings steigt das Risiko von Durchbruchblutungen, aber das sorgt nur für eine Unannehmlichkeit. Sie können dies umgehen, indem Sie eine Woche aussetzen und dann mit der kontinuierlichen Einnahme fortfahren.

Es wurde nicht untersucht, ob es auch sicher ist, die Menstruation um mehr als ein Jahr zu verschieben, aber es besteht kein Grund zur Annahme, dass dies schädlich sein könnte.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Wenn Sie bereits Verhütungsmittel verwenden, ist es in der Regel einfach, Ihre Periode zu verschieben. Bitte beachten Sie, dass Sie eine Stopp-Woche etwa dreimal überspringen können. Danach steigt das Risiko von Durchbruchblutungen. Im Folgenden werden wir die wichtigsten Punkte besprechen:

  • Einphasen-Pille: wenn Sie die Einphasen-Pille nehmen, ist es einfach, eine Periode zu überspringen. Wenn Ihr Streifen 21 oder 22 Pillen enthält, können Sie die Stopp-Woche leicht überspringen und sofort mit dem neuen Streifen fortfahren. Wenn Ihr Streifen 28 Pillen hat, sind die letzten sechs Placebos. Überspringen Sie diese und beginnen Sie sofort mit dem neuen Streifen. Wenn Sie Ihre Periode früher planen möchten, können Sie dies tun, indem Sie mit der Stopp-Woche früher beginnen. Stellen Sie dafür sicher, dass Sie von einem Streifen mindestens 7 Pillen einnehmen.
  • Mehrphasen-Pille: bei Zwei-, Drei- oder Mehrphasen-Pillen unterscheidet sich die Zusammensetzung der Tabletten in einem Streifen. Sie können Ihre Periode verschieben, indem Sie mit den Pillen der letzten Phase eines neuen Streifens fortfahren, nachdem Sie die letzte Pille aus einem Streifen geschluckt haben. Da dies komplizierter ist, können Sie auch vorübergehend auf eine einphasige Pille umsteigen.
  • Minipille: die Minipille wird immer ohne Stopp-Wochen eingenommen. Mit dieser Pille können Sie die Länge Ihres Menstruationszyklus nicht anpassen. Auch hier können Sie vorübergehend auf eine einphasige Pille umsteigen.
  • Verhütungsring oder Verhütungspflaster: es gelten die gleichen Bedingungen. Mit diesem Verhütungsmittel können Sie Ihren Menstruationszyklus nicht anpassen, aber Sie können vorübergehend auf die einphasige Pille umsteigen.
  • Hormonspirale: dies ist die einzige Form, bei der nichts dergleichen möglich ist. Die Spirale ist nicht für die Anpassung des Menstruationszyklus geeignet und das Verfahren, um sie vorübergehend zu entfernen, ist zu aufwendig.

Wenn Sie keine Verhütungsmittel verwenden, aber dennoch Ihren Zyklus ändern wollen, können Sie Ihren Arzt bitten, Hormonpillen zu verschreiben. Auf diese Weise können Sie Ihre Periode um maximal zwei Wochen verschieben. Der Arzt trifft seine Wahl aus den folgenden Mitteln:

  • Norethisteron: um die Menstruation hinauszuschieben, beginnen Sie damit 2-3 Tage vor der erwarteten Menstruationsperiode zwei- bis dreimal täglich und für maximal 10-14 Tage. Sobald Sie aufhören, beginnt die Entzugsblutung zwei bis drei Tage später. Diese Methode ist nur für Fälle vorgesehen, in denen im betreffenden Zyklus keine Schwangerschaft möglich ist. Für die vorzeitige Menstruation wird eine Kombination aus Gestagen und Östrogen bevorzugt. Bitte beachten Sie: Mittel mit Gestagen schützen nicht vor einer Schwangerschaft.
  • Lynestrenol: diese Pillen sollten zwei Wochen vor der erwarteten Regelblutung eingenommen werden. Nehmen Sie sie so lange ein, wie Sie Ihre Periode nicht haben möchten. Sobald Sie aufhören, beginnt die Menstruation nach zwei oder drei Tagen. Auf diese Weise können Sie die Menstruation um maximal zwei Wochen verschieben. Wenn Sie jedoch später mit der Einnahme begonnen haben, kann sich Ihre Periode um höchstens eine Woche verzögern.

Alternative Behandlungsmethoden

Es ist bekannt, dass alternative Methoden Ihre Periode verschieben oder vorverlegen können, aber dabei handelt es sich hauptsächlich um Überlieferung.

  • Ingwer: Ingwer ist ein Kraut. Einige glauben, dass das Trinken von starkem Ingwertee den Beginn des Menstruationszyklus beschleunigen würde. Sie glauben, dass das Trinken von Ingwertee Menstruationskrämpfe verursachen und die Regelblutung beginnen lassen würde. Das ist wissenschaftlich nicht belegt. Um den Tee noch stärker zu machen, können Sie dünne Scheiben Ingwerwurzel in Wasser 10 Minuten lang kochen. Diese Zubereitungsmethode wird als Dekokt oder Absud bezeichnet; das Wasser kann mehr vom Inhalt des Ingwers aufnehmen als bei einem Aufguss (Tee). Würzen Sie das Getränk mit Zitronensaft und Honig und Sie werden ein köstliches Getränk haben.
  • Petersilie: Auch dieses Kraut soll die Menstruation auslösen. Sie können Tee aus zerdrückten Petersilienblättern zubereiten oder Petersilie besonders oft und übermäßig als Beilage verwenden.
  • Karotten, Kürbis, Granatapfel, Papaya und Ananas sind weitere Gemüse und Früchte, die den Menstruationszyklus beschleunigen können. Ausnahmslos sind sie auch sehr gesunde Nahrungsmittel, also ist es auf jeden Fall einen Versuch wert!

Bei all diesen Mitteln geht es darum, die Körpertemperatur zu erhöhen. Wenn Sie Ihre Ernährung ab etwa zwei Wochen vor der erwarteten Menstruation mit diesen Produkten ergänzen, werden Sie wahrscheinlich Ihre Regelblutung los, bevor Sie in den Urlaub fahren oder bevor Sie diese wichtige Präsentation halten müssen. Dies ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt.

Änderungen im Lebensstil

Intensive Bewegung, sei es durch Sport oder harte Arbeit (denken Sie an das Ausmisten von Ställen usw.), kann dazu führen, dass sich Ihre Periode verschiebt. Um dies zu erreichen, müssen Sie sehr intensiv trainieren, so dass dies keine naheliegende Methode ist.

Quellen

Nederlands Huisartsen Genootschap (2016), NHG Behandlungsdirektive zur Verschiebung der Menstruation, konsultiert am 2. Mai 2019, unter https://www.nhg.org/themas/publicaties/nhg-behandelrichtlijn-menstruatie-uitstel

Antibiotika und Kinderwunsch

Eine der Standardfragen von Frauen mit Kinderwunsch ist es, ob sie trotz der Einnahme von Antibiotika schwanger werden können oder gar dürfen. Dass Antibiotika die Fruchtbarkeit der Frau beeinträchtigt ist bis jetzt nicht bekannt. Man weiß jedoch, dass die Einnahme von Antibiotika Einfluss auf die Wirkung der Antibabypille hat und Frauen ohne Kinderwunsch nach der Gabe von Antibiotika ungewollt schwanger werden können. In wieweit Antibiotika vor dem schwanger werden, und während einer Schwangerschaft das ungeborene Leben beeinträchtigen, hängt vom jeweiligen Antibiotikum ab. Eine Reihe von Medikamenten gilt als relativ harmlos, andere können in Abhängigkeit vom Inhaltsstoff eine Schwangerschaft stark gefährden. Grundsätzlich gilt jedoch, dass es gegen die Einnahme eines Antibiotikums und dem schwanger werden, bei der richtigen Wahl des Inhaltsstoffes, nichts einzuwenden gibt. Die Wirkweise von Antibiotika beim schwanger werden sowie bei schwangeren und nichtschwangeren Frauen, Männern und Kindern unterscheidet sich nicht.1

Kinderwunsch und die Wirkungsweise von Antibiotika

Sowohl bei Kindern, Männer und nichtschwangeren und schwangeren Frauen als auch bei Frauen, die schwanger werden wollen, wird Antibiotika bei Infektionen eingesetzt. Das Medikament hemmt je nach gewünschtem Effekt entweder das Wachstum der Mikroorganismen oder tötet sie ab. Dabei kann es durchaus auch sein, das aufgrund einer bestimmten Konzentration beide Effekte eintreten. Viele der Antibiotika sind sehr selektiv einsetzbar, die sogenannten Schmalbandantibiotika, andere greifen auch ähnliche Mikroorganismen an (Breitbandantibiotika). Ob das Antibiotikum nur den gewünschten Organismus berührt oder auch andere beeinträchtigt, hängt sehr stark von der Spezifikation des Medikaments ab, es ist aber irrelevant für das schwanger werden unter Antibiotika.2

Schwanger werden unter Antibiotika – bedenklich?

Insgesamt stehen 33 unterschiedliche Wirkstoffgruppen bei Infektionen zur Verfügung. Die Amphotericine B gilt als sehr effektiver, wenn gleich auch toxischer Stoff.3 Dasselbe gilt für die Wirkstoffe Fluconazol, Itraconazol und Ketoconazol, ungefährlich beim schwanger werden ist Antibiotika mit den Wirkstoffen Co-Trimoxazo und Nitrofurantoin.4 Antibiotika der Gruppe der Nitrofurane und Makrolidantibiotika schränken die Fruchtbarkeit des Mannes ein, sodass diese Antibiotika beim schwanger werden zu einer Verzögerung führen können.

Unbedenkliche Antibiotika bei Kinderwunsch

Zu den als weitgehend unbedenklich oder als gänzlich unbedenklich eingestuften Antibiotika beim schwanger werden gehören Ampicillin, Erythromycin, Penicilline sowie Sulfonamide bis zur vorgeburtlichen Phase. Langzeitstudien respektive entsprechende Auswertungen über die Wirkung der Gabe von Antibiotika beim schwanger werden fehlen oder die Sicherheit ist nicht erwiesen wie bei den Cephalosporinen, Ethambutol, Clavulansäure, Imipenem, neue Makrolide, Sulbactam, Tazobactam, Vancomycin sowie Rifampicin. Bei Rifampicin besteht jedoch ein Verdacht auf einen Zusammenhang mit der Entstehung von Gliedmaßenverformungen beim Fötus durch das Medikament. Es liegen noch keine konkreten Erkenntnisse über die schädigende Wirkung des Antibiotikums beim schwanger werden vor, da noch entsprechende Langzeitstudien fehlen.5

Alternativen zur Gabe von Antibiotika

Leider gibt es eine Reihe von Erkrankungen, bei denen eine Gabe von Antibiotika beim schwanger werden und während einer Schwangerschaft unumgänglich ist. Die Natur bietet zwar eine große Auswahl von natürlichen Heilmitteln, jedoch kann sie bei akuten Infektionen oftmals nicht mehr helfen. Durch eine gesunde Ernährung und Lebensweise, den Verzicht auf Genussgift und ausreichende Hygiene sowie Vorsicht beim Umgang mit gefährlichen Gegenständen und Situationen, lässt sich das Risiko der Notwendigkeit einer Gabe von Antibiotika beim schwanger werden deutlich eindämmen. Um die Notwendigkeit einer Gabe von Antibiotika bei Kinderwunsch einzuschränken, sollte eine Frau bei den ersten Anzeichen einer Infektion sofort ihren Hausarzt aufsuchen. Bei vielen Erkrankungen ließe sich die Verordnung von Antibiotika bei Kinderwunsch durch rechtzeitiges Handeln vermeiden.

Alternativen zu Antibiotika beim schwanger werden

Speziell für den Kinderwunsch und die Schwangerschaft zusammengestellte Nahrungsergänzungsmittel sorgen für eine ausreichende Versorgung mit den wichtigsten Mineralstoffen und Vitaminen. Solch ein Präparat kann zwar im Ernstfall keine Gabe von Antibiotika beim schwanger werden verhindern, sorgt jedoch im Vorfeld für einen gesunden Nährstoffhaushalt im Körper, was zu einer normalen Funktion des Immunsystems beitragen kann. Durch eine gezielte Stärkung des Immunsystems wird die Frau mit Kinderwunsch weniger anfällig für Krankheiten und Infektionen. Durch die Kombination einer gesunden Ernährung, der Vermeidung von Genussgiften und der zusätzlichen Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel können Infektionen häufig harmloser ausfallen, wodurch oftmals auch die Gabe von Antibiotika verzichtet werden kann.

Schwanger werden trotz Antibiotika?

Re: Schwanger werden trotz Antibiotika?
Hallo Melle,
vielen Dank für deine Glückwünsche! Bisher verläuft meine Schwangerschaft ziemlich reibungslos.
Mit dem Antibiotika ist das so ne Sache. In den ersten 5-6 Wochen der Schwangerschaft herrscht das Alles-oder-nichts-Prinzip. D. h., entweder werden die Schäden die am Kind z. B. durch Medikamente entstanden sind, völlig repariert oder es kommt zu einer frühen Fehlgeburt.
Ich wollte in dem Zyklus, als ich das Antibiotikum genommen habe, eigentlich nicht schwanger werden, sondern erst danach. Schon alleine deshalb, weil ich nach meiner Fehlgeburt, die ich Anfang Oktober hatte, bis Januar mit einer neuen Schwangerschaft warten sollte. Aber dann ist es Anfang Dezember doch passiert. Aber das Antibiotikum habe ich genau zu der Zeit genommen, als noch das Alles-oder-nichts-Prinzip galt, genommen.
Aber ich würde an deiner Stelle noch den einen Zyklus warten. Dann musst du dir keine Gedanken machen und musst kein schlechtes Gewissen haben.
Viel Glück beim Üben!
LG
Tessa

Medikamente und Fruchtbarkeit

Vor allem Mittel gegen Bluthochdruck, manche Asthma-Medikamente und Antidepressiva, aber auch frei verkäufliche Schmerzmittel mindern die Chancen, ein Kind zu bekommen.

In diesem Artikel lesen Sie:

  • Medikamente, die die Fruchtbarkeit der Frau beeinflussen
  • Asthma-Medikamente und Fruchtbarkeit
  • Rheuma- und Schmerzmittel beeinflussen den Hormonhaushalt
  • Ibuprofen in der Schwangerschaft könnte der Fruchtbarkeit von Töchtern schaden
  • Medikamente, die die Fruchtbarkeit des Mannes beeinflussen
  • Bei Kinderwunsch mit dem Arzt Medikamente besprechen
  • Medikamente, die die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen

Tipps, um die Fruchtbarkeit zu steigern

Medikamente, die die Fruchtbarkeit der Frau beeinflussen

Die Fruchtbarkeit einer Frau kann durch viele Wirkstoffe beeinträchtigt werden. Hierzu zählen beispielsweise Antidepressiva, Neuroleptika, Mittel gegen Bluthochdruck oder Antirheumatika. Das Rheumamittel Methotrexat (MTX) beispielsweise gehört hierzu. Außerdem haben Medikamente, die bei der Krebstherapie eingesetzt werden, fruchtbarkeitsschädigende Eigenschaften.

Asthma-Medikamente und Fruchtbarkeit

Frauen, die bestimmte Medikamente gegen Asthma einnehmen, haben möglicherweise eine geringere Fruchtbarkeit. Das stellten australische Forscher in einer Studie mit Daten von über 5.600 zum ersten Mal schwangeren Frauen aus Australien, Neuseeland, Großbritannien und Irland fest. Frauen, die kurz wirksame Beta-Antagonisten (SABA), sogenannte Reliever, einnahmen, brauchten durchschnittlich 20 Prozent länger, um schwanger zu werden. Reliever sind Asthma-Medikamente, die bei einem Anfall eingenommen werden. Sie wirken schnell, indem sie die Bronchien weiten. Die Wahrscheinlichkeit, im ersten Jahr nach Absetzen der Empfängnisverhütung schwanger zu werden, sank bei häufiger Anwendung von Beta-Antagonisten um 30 Prozent.

Langfristig wirkende Beta-Antagonisten (LABA), die „Controller“, sowie inhalative Glukokortikoide (Kortison) wirkten sich dagegen nicht auf die Fruchtbarkeit aus. Mehr noch: Es gibt Hinweise darauf, dass die Einnahme dieser langfristig wirkenden Asthma-Medikamente die Fertilität schützt. Die Forscher führen das auf die antientzündliche Wirkung dieser Präparate zurück, die offenbar nicht nur die für Asthma typischen Entzündungen in den Bronchien hemmen, sondern auch in anderen Organen, zum Beispiel der Gebärmutter oder den Eileitern. Dafür sprechen die Erkenntnisse aus einer kleinen Studie, in der dänische Forscher 2016 herausfanden, dass eine dauerhafte Therapie bei Asthmatikerinnen die Wahrscheinlichkeit, im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung schwanger zu werden, im Gegensatz zu nicht dauerhaft therapierten Asthmatikerinnen erhöhe.

Da immer noch viele Frauen mit Kinderwunsch und Asthma Bedenken ob ihrer Asthma-Behandlung, vor allem der mit kortisonhaltigen Medikamenten, haben, empfiehlt es sich, bei Kinderwunsch unbedingt mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufzunehmen und die richtige Therapie zu besprechen.

Rheuma- und Schmerzmittel beeinflussen den Hormonhaushalt

Laut einer kleinen Studie, die 2015 beim Kongress der Europäischen Rheuma-Liga vorgestellt wurde, können Schmerzmittel und antientzündliche Arzneimittel, nicht-steroide antientzündliche Medikamente (NSAID), wie sie zum Beispiel gegen Rheuma oder Rückenschmerzen eingesetzt werden, die Fruchtbarkeit von Frauen schon einige Tage nach Beginn der Einnahme herabsetzen. Untersucht wurde der Progesteronwert von 39 Frauen, die wegen Rückenschmerzen im Universitätsklinikum Bagdad vorstellig geworden waren. Sie alle nahmen ab dem zehnten Zyklustag Medikamente mit den Wirkstoffen Diclofenac, Etorixobid oder Naproxen ein. Zu Beginn der Einnahme sowie zehn Tage später wurden der Progesteron-Wert im Blut sowie der Durchmesser der Eizelle gemessen. Das Geschlechtshormon Progesteron ist unter anderem für den Eisprung, die Einnistung sowie den Erhalt der Schwangerschaft wichtig. Um die Ergebnisse später besser einordnen zu können, wurden diese Werte parallel bei einer weiblichen Kontrollgruppe, die keine Medikamente einnahm, dokumentiert.

Der Progesteronspiegel aller Patientinnen, die Arzneien bekommen hatten, war in der zweiten Zyklushälfte wesentlich niedriger als bei den Frauen, die keine eingenommen hatten. Von den Frauen, die Diclofenac erhielten, hatten laut zweiter Messung lediglich 6,3 Prozent einen Eisprung gehabt. Von denjenigen, die Naproxen oder Etorixobid eingenommen hatten, lediglich 25 Prozent beziehungsweise 27,3 Prozent. In der Kontrollgruppe waren es 100 Prozent. Es empfiehlt sich deshalb, bei Kinderwunsch und entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma mit dem Arzt zu besprechen, ob der Medikamentenplan eventuell angepasst werden kann.

Die besten Stellungen zum Schwanger werden

Ibuprofen in der Schwangerschaft könnte der Fruchtbarkeit von Töchtern schaden

Schwangere, die im ersten Drittel der Schwangerschaft das Schmerzmittel Ibuprofen einnehmen, könnten damit möglichweise die Fertilität ihrer Töchter schädigen. Hinweise darauf liefert eine französische Studie, bei der Forscher das Eierstockgewebe von weiblichen Föten, deren Mütter Ibuprofen eingenommen hatten, untersuchten. Dabei zeigte sich, dass das Vorläufergewebe der Eizellen geschädigt war. Das ist besonders interessant, weil bei weiblichen Babys im Mutterleib bereits der gesamte lebenslange „Vorrat“ an Eizellen angelegt wird. Mädchen kommen schon mit all ihren Eizellen auf der Welt, deren Zahl ab der Pubertät bis zu den Wechseljahren stark sinkt. Die Forscher konnten jedoch nicht sagen, ob sich das Gewebe im Laufe der Schwangerschaft oder nach der Geburt wieder erholen kann. Zudem muss man ergänzen, dass die Untersuchungen des Gewebes außerhalb des Mutterleibs stattfanden und ein Vergleich zum Verhalten im mütterlichen Körper deshalb schwierig ist. Weitere Studien dazu sind geplant.

Medikamente, die die Fruchtbarkeit des Mannes beeinflussen

Die Qualität der Spermien wird von verschiedenen Arzneimitteln beeinträchtigt. Wirkstoffe, die gegen Sodbrennen eingesetzt werden, etwa H2-Blocker, wirken sich ebenfalls negativ auf die Spermien aus. Auch Antihistaminika (bei Allergien), Antiepileptika (bei Epilepsie) oder Beruhigungsmittel sind bei Kinderwunsch oft nicht geeignet.

Anabolika, die meist Testosteron enthalten, bewirken einen Produktionsstopp der Spermien. Auch in der Krebstherapie eingesetzte Behandlungen, etwa Bestrahlung und Chemotherapie, können die Spermien dauerhaft schwer schädigen. Ärzte empfehlen deshalb, vor der Behandlung Spermien einzufrieren, sofern der Kinderwunsch noch nicht abgeschlossen ist.

Regelmäßige Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen könnte die Spermienproduktion beeinträchtigen. Darauf liefert eine französische Studie jetzt Hinweise. Die Forscher fanden heraus, dass junge Männer zwischen 18 und 35 Jahren, die regelmäßig Ibuprofen (Tagesdosis 600 Milligramm) einnahmen, ähnlich wie ältere Männer oder starke Raucher einen erniedrigten Spiegel von Testosteron und des Luteinisierendes Hormon (LH) aufwiesen. Beide Hormone sind für die Spermienproduktion verantwortlich.

Übersicht: Diese Medikamente können Beweglichkeit oder Qualität der Spermien beeinträchtigen:

  • manche Antibiotika
  • Anabolika
  • H2-Blocker
  • starke Schmerzmittel (Opiate)
  • Ibuprofen
  • Aspirin, regelmäßig über einen längeren Zeitraum eingenommen
  • Antidepressiva
  • Antipsychotika
  • Beruhigungsmittel (Tranquillantien)
  • Antiepileptika
  • Antiemetika
  • Antimykotika
  • Antirheumatika
  • Gichtmittel
  • Nebennierenrindensteroide (etwa Kortison)
  • Lithium
  • Antihistaminika (bei Allergien, vor allem Cetirizin)
  • Parkinsonmittel
  • Sulfonamide gegen Entzündungen

Medikamente gegen Bluthochdruck können Spermien schädigen

Wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, könnte das auch an Medikamenten gegen Bluthochdruck liegen. Arzneimittel aus der Gruppe der Aldosteron-Antagonisten sowie Kalziumantagonisten können zum Beispiel die Qualität der Spermien mindern. Manche Antihypertonika (blutdrucksenkende Mittel) können die Beweglichkeit der Spermien massiv beeinträchtigen.

Bei Kinderwunsch Medikamente mit dem Arzt besprechen

Wenn ein Kinderwunsch besteht, sollten sich Paare, insbesondere, wenn zumindest einer von beiden regelmäßig Medikamente einnehmen muss, rechtzeitig informieren. Hier können Ärzte oder Beratungsstellen behilflich sein, beispielsweise die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Oft gibt es zu einer Medikation Alternativen, die eingenommen werden können, ohne die Fruchtbarkeit zu beeinflussen. Andernfalls muss zusammen mit dem Arzt abgewogen werden, ob die Einnahme unbedingt notwendig ist oder für einige Zeit ausgesetzt werden kann. Grundsätzlich empfiehlt sich, keine Medikamente ohne Wissen des behandelnden Arztes einzunehmen, da Arzneimittel häufig auch unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Kinderwunsch-Checkliste: 14 Dinge, die Sie jetzt erledigen sollten

Medikamente, die die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen

Da hormonelle Störungen einer der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch sind, setzen viele Medikamente, die die Fruchtbarkeit unterstützen sollen, genau da an: Sie bringen den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht. Das Medikament Utrogest beispielsweise kann bei Gelbkörperschwäche helfen, den Progesteronwert in der zweiten Zyklushälfte zu erhöhen – eine wichtige Voraussetzung für die Einnistung und den Beginn der Schwangerschaft. Bei fehlendem Eisprung oder einer Eizellreifungsstörung kann Clomifen verordnet werden. Das Medikament wirkt, indem es der Hirnanhangdrüse einen Mangel an Östrogen meldet, woraufhin vermehrt die für die Eizellreifung und den Eisprung essentiellen Hormone Luteinisierendes Hormon (LH) und Follikelstimulierendes Hormon (FSH) ausgeschüttet werden.

Auch Medikamente mit natürlichen Wirkstoffen aus der Phytotherapie können die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen. Häufig verwendet wird Mönchspfeffer, eine Pflanze, die zyklusregulierende Eigenschaften besitzt und nicht nur bei Kinderwunsch, sondern auch gegen das Prämenstruelle Syndrom oder in den Wechseljahren eingesetzt wird.

Antibiotika-Einnahme und die Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln

Ob sich das Antibiotika auf die Wirkung der Pille auswirkt, erfährst du von deinem Arzt/deiner Ärztin und es steht in der Packungsbeilage. Je nachdem, wann in der Pillenpackung du es nimmst, gelten unterschiedliche Verhaltenstipps.

Welche Antibiotika vermindern die Wirkung der Antibabypille – und warum?

Die Einnahme einiger Antibiotika-Präparate kann die Wirkung der Pille vermindern, und es kann zu einem Eisprung kommen. Das gilt z.B. für die Antibiotika Rifampicin und Rifabutin. Deren Einnahme führt zu einer Verminderung der Pillenhormone. Die meisten Antibiotika, die du nicht länger als 10 Tage nimmst, beeinträchtigen nach heutigem Stand des Wissens die Pillenwirkung nicht. Es kann aber sein, dass Antibiotika zu Durchfall führen. Dann kann die Aufnahme der Pille natürlich auch vermindert sein. Bei einer Antibiotikaeinnahme über länger als 10 Tage (wenn du z.B. Borreliose oder Osteomyelitis hast) weiss man nicht, ob sie die Wirkung vermindern. Deshalb empfiehlt man, während der Antibiotikatherapie und sieben Tage danach zusätzlich mit Kondomen zu verhüten.

Was tun bei Antibiotika-Einnahme?

Frag zuerst den Arzt/die Ärztin, die dir das Antibiotikum verschreibt, ob es die Wirkung der Pille beeinträchtigt. Und lies die Packungsbeilage deiner Pille und des Antibiotikums. Falls das Antibiotikum auf die Pille einen Einfluss hat, gelten verschiedene Verhaltenstipps – je nachdem, wann genau in der Pillenpackung du das Antibiotikum nimmst:

Antibiotika in der ersten Woche der Packung

Wenn du in der ersten Pillenwoche ein Antibiotikum nimmst, musst du dich während der Einnahme des Antibiotikums und 7 Tage darüber hinaus zusätzlich mit Kondomen schützen.

Antibiotika in der zweiten oder dritten Woche der Packung

Wenn du das Antibiotikum in der zweiten und dritten Pillenwoche einnimmst, solltest du dich 7 Tage zusätzlich mit Kondomen schützen und die Pillenpause weglassen, also nach der letzten Pille der alten Packung gleich die neue Packung beginnen.

Antibiotika in der Pillenpause

Wenn du das Antibiotikum in der pillenfreien Zeit nimmst, musst du während der Einnahme nicht zusätzlich verhüten. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du in den ersten 7 Tagen der neuen Packung zusätzlich mit Kondomen verhüten.

Pille Und Antibiotika

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Mythos: Pille und Antibiotika

Die Pille gehört zu den beliebtesten Verhütungsmitteln, bietet sie doch bei richtiger Einnahme nahezu 100 prozentigen Schutz. Doch auch die Pille kann ihre Wirkung verlieren, zum Beispiel bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotikum. Doch ist das wirklich so? Wir klären Dich über den Mythos Pille und Antibiotika auf.

Viele Frauen sind verunsichert, wenn sie die Pille und Antibiotika gleichzeitig einnehmen: Schwächt das Antibiotikum die Wirkung der Pille oder bin ich weiterhin ausreichend vor einer Schwangerschaft geschützt? Zahlreiche wissenschaftliche Studien behaupten, dass Antibiotika die Pillenwirkung beeinflussen kann. Andere dagegen sehen in der gleichzeitigen Einnahme der beiden Präparate kein Problem. Bis heute gibt es keine aussagekräftigen Forschungsergebnisse über diesen Mythos, da es auf dem Markt eine Vielzahl unterschiedlicher Antibiotika und Pillen gibt und so eine Aussage über Wechselwirkungen erschwert wird. Doch was ist wirklich dran am Mythos Pille und Antibiotika? Wir klären auf!

Antibiotika KANN, MUSS aber NICHT die Pillenwirkung hemmen

Pille und Antibiotika: Mögliche Wechselwirkung

Grundsätzlich lässt sich zunächst festhalten, dass das Antibiotika nicht zwangsläufig die Wirkung der Antibabypille stört. Vielmehr KANN, aber muss es nicht dazu kommen, dass das Präparat die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel abschwächt.

Zunächst solltest Du Dir ganz genau die Packungsbeilage des Antibiotikums durchlesen: Hier findet sich meist unter Wechselwirkungen ein Vermerk, ob bei der Einnahme der Pille Vorsicht geboten ist. Fehlt ein solcher Hinweis, solltest Du allerdings dennoch nicht davon ausgehen, dass Dein Verhütungsmittel nun sicher ist. Wende Dich in diesem Fall an Deinen Haus- oder Frauenarzt.

Wie Antibiotika die Pille beeinflussen kann

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Pillenwirkung durch die Einnahme eines Antibiotikums gestört werden kann.

Durchfall/Erbrechen

Bei vielen Antibiotika kommt es dazu, dass der Magen-Darm-Trakt sehr stark beeinflusst wird: Die Einnahme führt somit in vielen Fällen zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Die Antibabypille muss mindestens 4 Stunden im Körper verbleiben, um effektiv aufgenommen zu werden und optimalen Schutz zu bieten. Wird dieser Zeitraum, etwa durch Erbrechen oder Durchfall nicht eingehalten, ist der Schutz durch die Pille nicht mehr gegeben.

Beschleunigter Abbau

Die beiden antibiotischen Wirkstoffe Rifampicin und Rifambutin haben eine starke Wirkung auf die Konzentration der Enzyme in der Leber. Zudem gibt es einige Enzymgruppen, die Medikamente abbauen und somit die Menge des Wirkstoffes im Körper reduzieren. Wirkt das Antibiotika auf die Menge der betreffenden Enzyme oder erhöhen deren Konzentration, kommt es dazu, dass das in der Pille enthaltene Hormon Progesteron viel schneller abgebaut wird und die Wirksamkeit der Pille beeinträchtigt wird. Hier sollten vor allem Frauen Acht geben, die die Pille nur schlecht im Körper aufnehmen. Eine Erhöhung der Leberenzyme führt dann sehr schnell zum Versagen der Pille.

Weitere Medikamente

Nicht nur das Antibiotika an sich kann die Wirkung der Pille hemmen, sondern auch andere Medikamente, die häufig zusätzlich zu dem Präparat eingenommen wird. Hierzu zählen unter anderen Antiepileptika, Antihistaminika, Diuretika, manche Vitaminpräparate, Johanniskraut und Medikamente gegen Magengeschwüre sowie gegen Malaria.

Pille und Antibiotika? Verhüte zusätzlich mit Kondom!

Zusätzlichen Schutz

Da es sein kann, dass das Antibiotika die Pillenwirkung beeinträchtigt, sollte generell ein zusätzliches Verhütungsmittel wie Kondome benutzt werden. Dies sollte nicht nur während der Einnahme des Antibiotikums geschehen, sondern bis mindestens zum siebten Tag nach Beendigung der Therapie. Denn auch noch danach kann die Wirkung etwa durch eine erhöhte Konzentration von Enzymen oder ein verstärkter Abbau von Progesteron beeinträchtigt sein.

Sobald Du eine Pillenpause einlegst und Deine Periode einsetzt, könntest Du auf weitere Verhütungsmittel verzichten. Hast Du das Antibiotikum während der Pillenpause eingenommen und mit dem Beginn des neuen Blisters die Therapie beendet, solltest Du dennoch bis zur Einnahme der siebten Pille aus der neuen Packung zusätzlich verhüten. Danach ist der empfängnisverhütende Schutz wohl wieder vollkommen hergestellt.

Im Video: Laut Frauenärztin: Diese Dinge sollte jede Frau über ihren Körper wissen!

Die gleichzeitige Einnahme von Antibiotika und Antibabypille kann den Verhütungsschutz vermindern. Aus diesem Grund solltest Du unbedingt gut den Beipackzettel durchgelesen und Deinen Arzt zu Rate ziehen, ob das einzunehmende Antibiotikum die Wirkung der Pille beeinträchtigt.

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