Angst vor der geburt

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Hallo ihr Lieben!

Heute möchten meine beiden Freundinnen und ich euch erklären, warum ihr keine Angst vor der natürlichen Geburt haben braucht. Gerade vor der ersten Geburt erfasst die Panik viele Mütter und Väter. Vielleicht denkst Du, dass Du dem Druck nicht gewachsen bist und die Geburt nicht überstehen wirst. Wenn dem so ist, habe ich gute Neuigkeiten für Dich: Angst vor der Geburt zu haben ist etwas ganz Normales. Bei den meisten beginnt sie spätestens ein paar Wochen vor der Niederkunft.

Wo kommt diese Angst eigentlich her?
Da ist zum einen die Angst vor den Schmerzen. Wir sind es ja heute Dank der modernen Anästhesie und Schmerzmedizin nicht mehr gewöhnt mit Schmerzen umzugehen.

Zum Anderen wird die Angst, dass bei der Geburt etwas passieren kann, von Generation zu Generation weitervererbt. Es kam früher viel häufiger als heute vor, dass die Frauen und Babies im Kindbett gestorben ist. Diese natürliche Urangst ist nach wie vor in unseren Genen verankert.

Diese Dinge können Dir im Kreissaal gegen Deine Angst vor der Geburt helfen

Da ist zum einen die PDA (eine Anästhesie direkt ins Rückenmark), die die Schmerzen des Geburtsaktes mindert, dann gibt es die sogenannte Popo Spritze, da wird einem alles so ein bisschen egal und ganz viele andere Hilfmittel zur Schmerzlinderung.

Wichtig: Du wirst im Kreissaal auf keinen Fall mit Deinen Schmerzen alleine gelassen. Du kannst etwas dagegen tun und das solltest Du auch, wenn Dir danach ist.

Die Medizin hat sich sehr stark weiter entwickelt und es gibt selbst während der Geburt immer noch die Möglichkeit auf einen Kaiserschnitt umzuschwenken, sollte es zu starken Komplikationen kommen.

Aber die meiste Angst haben wir wohl alle vor den Wehen. Ich habe mir im Laufe der letzten drei Geburten angewöhnt, die Wehen als etwas Positives zu sehen. Denn jede Wehe bringt mich meinem Kind näher. Die Eröffnungswehen, die den Muttermund öffnen, die tun wirklich wahnsinnig weh, aber sie sind wichtig, denn der Muttermund muss geöffnet werden. Dagegen sind die Presswehen nahezu eine Erleichterung. Natürlich tun auch sie weh, aber sie pressen eben das Kind raus.

Es ist eher eine Kopfsache. Wenn Du Dir sagst, Wehen tun zwar weh, aber sie sind etwas Nützliches, dann sind sie gleich nicht mehr so schlimm. Der Schmerz ist in dem Moment vorbei, in dem Dein Kind aus Dir draussen ist.

Im Kreissaal bist Du nicht alleine. Es sind Ärzte da und vor allem die Hebammen. Hör auf die Hebammen und Dir kann nichts passieren, denn sie unterstützen Dich am Besten bei der Geburt.

Idealerweise warst Du bei allen Vorsorgeuntersuchungen. Dann weiss das Krankenhaus, wie Dein Kind und Deine Plazenta liegen und jeder weiss was zu tun ist im Kreissaal.

Und ganz wichtig: Am Schluss sind alle Schmerzen vergeben und vergessen, denn Du hälst Dein gesundes Baby im Arm und nur das zählt. Das ist das grösste Glück der Welt und das entschädigt auch für Alles was vorher passiert ist.

Ich wünsche euch allen eine Angst-freie Geburt!

Bis zum nächsten Mal

Eure Laila

Angst vor der Geburt

Unsicherheit und auch ein wenig Angst vor der Geburt sind ganz normal. Wird die Geburtsangst jedoch sehr stark, ist es wichtig, sich rechtzeitig Hilfe zu holen – denn Furcht und Verkrampfung können eine Geburt erschweren.

© BZgA/HN/Eichhöfer

Vor der Geburt verspürt wohl jede Schwangere Unsicherheit und Ängste: Ihre Gedanken drehen sich jetzt häufig darum, ob das Kind gesund geboren wird, wie die Geburt verläuft, wie stark die körperliche Belastung und die Schmerzen sein werden. Solche Gefühle und Sorgen sind ganz normal. Viele Frauen beruhigen sich mit dem Wissen, dass die allermeisten Geburten glücklich enden – und dass medizinische Hilfe schnell zur Stelle ist, sollten Komplikationen auftreten oder die Schmerzen unerträglich werden.

Gründe für Geburtsangst

Am häufigsten ist die Angst vor Schmerzen und davor, dass das Kind während der Geburt zu Schaden kommen könnte. Einige Frauen fürchten die Geburt, weil sie bereits eine schwierige Entbindung durchgestanden haben. Negative Erfahrungen von Müttern oder Freundinnen, aber auch Medienberichte können Angst erzeugen. Eine wichtige Rolle spielen zudem Urängste vor Unbekanntem und Unvorhersehbarem sowie vor dem Gefühl des Ausgeliefertseins – der buchstäblichen Nacktheit in einer existenziellen, nicht kontrollierbaren Situation. Manchmal kommt sogar die Angst zu sterben hinzu, obwohl diese Gefahr in der Realität verschwindend gering ist.

Der Sinn der Angst

Angst ist zunächst einmal eine sinnvolle Empfindung. Sie ist ein natürlicher Schutzmechanismus vor etwas Unbekanntem, das als unsicher oder gefährlich eingestuft wird. In solchen Situationen versetzt die Angst den gesamten Organismus in Alarmbereitschaft, steigert die Aufmerksamkeit und Vorsicht. Mit Schwäche hat sie nichts zu tun.

Eine Geburt bleibt auch für Frauen, die schon geboren haben, eine unwägbare Situation – denn jede Geburt ist anders, ihr Verlauf lässt sich nicht planen. Deshalb dient ein gewisser Respekt vor dem Geburtsereignis der Aktivität und Wachsamkeit – übergroße Angst und Anspannung bei der Geburt wirken jedoch lähmend, weil sie den Körper verkrampfen lassen.

Angst und Schmerz

Die Gebärmutter besteht aus einem längs und quer gestreiften Muskelgeflecht. Während der Schwangerschaft hält es das Kind, bei der Geburt sorgen die verschiedenen Muskelgruppen dafür, dass es nach draußen gedrückt wird. Dazu müssen sich die ringförmigen Muskeln im unteren Teil der Gebärmutter entspannen, die längs gestreiften im oberen Teil kräftig zusammenziehen.

Dieses Zusammenspiel der Muskeln kann durch Angst gestört werden: Sie bewirkt eine Anspannung der Muskeln, die den Körper wie eine Muschel „verschließen“. Wenn keine Entspannung möglich ist, verstärken sich die Schmerzen – was wiederum die Angst und Verkrampfung erhöht. Starke Verspannungen können auch die Durchblutung der Gebärmutter und die Versorgung des Kindes behindern.

Lässt die Angst nach, können sich die Muskeln lockern und der Schmerz nimmt ab. Durch Entspannung lassen sich die Schmerzen zwar nicht ganz ausschalten, aber doch erträglich machen.

Vertrauen gewinnen

Vertrauen in die Kraft des eigenen Körpers und seine natürlichen Funktionen zu gewinnen, gehört mit zu den wichtigsten Voraussetzungen, um der Geburt einigermaßen entspannt entgegenzusehen.

Im faszinierenden Ablauf der Geburt arbeiten alle beteiligten Organe und Gewebe normalerweise gut zusammen. Dabei ist die Gebärmutter der treibende Motor: Sie hat sich zum größten Muskel des Körpers entwickelt, größer als der Bizeps eines Boxweltmeisters! Mit ihrer Muskelkraft – der Kraft der Wehen – schiebt sie das Baby auf die Welt.

Angst bewältigen

Erkennt man die Ursachen und die Funktion der Angst, lässt sie sich meist leichter überwinden oder zumindest eingrenzen. Wichtig ist, tief sitzende Ängste wahrzunehmen, zuzulassen und zum Beispiel mit der Hebamme zu besprechen. Hilfreich ist auch, zu überlegen, was einem bisher in Angstsituationen geholfen hat.

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Sich zusammen mit dem Partner oder einer anderen Begleitperson gut auf die Geburt vorzubereiten, gibt ein Gefühl der Sicherheit. Auch den Geburtsort – den Kreißsaal der ausgewählten Klinik oder des Geburtshauses – schon einmal zu besichtigen und das Personal dort kennenzulernen, trägt dazu bei. Zu wissen, wie man sich zum Beispiel mit Atem- und Entspannungstechniken selbst helfen kann, verringert Gefühle des Ausgeliefertseins. Beruhigend wirkt auch der Gedanke: Es haben schon viele Frauen vor mir geschafft!

Während der Geburt können liebevolle Begleitung und ein schützendes Umfeld sowie Bewegung, Entspannung und die richtige Atmung Angst und Schmerz verringern.

Bei starken Ängsten ist Hilfe nötig

Wer unter starken Ängsten leidet, tut gut daran, sich rechtzeitig vor der Entbindung professionelle Hilfe zu suchen – durch die Hebamme, die Frauenärztin oder den Frauenarzt. Die Unterstützung durch eine erfahrene Hebamme, zu der schon vor der Geburt ein Vertrauensverhältnis besteht und die dann möglichst auch die Geburt betreut, ist bei einer ausgeprägten Angst oft entscheidend für den guten Geburtsverlauf.

Angst vor der Geburt? Das kannst du dagegen tun

Woher kommt die Angst vor der Geburt?

Wir leben in einer Zeit, in der es eine große, umfassende medizinische Sicherheit gibt – zumindest in westlichen Ländern. Trotzdem haben viele Frauen, auch wenn sie sich dazu entschlossen haben in einer Klinik zu entbinden, Angst vor der Geburt. Das hat mehrere Gründe. Natürlich werden in Filmen oder Serien Geburten immer als absolute Ausnahmesituation und vielfach mit Komplikationen dargestellt. Auch im Bekanntenkreis wird der Geburtsvorgang von frischgebackenen Eltern gerne einmal mit einer großen Portion Drama geschildert.

„Viele Frauen, auch solche die eine unkomplizierte Schwangerschaft haben, bringen Ängste mit in die Geburt, die von den Medien geprägt wurden. Das ist sehr schade“, sagt Hebamme Amelia Suermann. „Für viele Frauen ist aber auch das Unbekannte ein großer Angstfaktor, weil sie nicht wissen, was genau auf sie zukommt.“

Natürlich ist eine Geburt eine Ausnahmesituation. Doch Hebamme Amelie Suermann beruhigt: „Eine Geburt ist keine Krankheit, nichts Pathologisches, sondern etwas wofür wir körperlich bestens ausgerüstet sind.“

Wie gehe ich mit der Angst vor Geburtsschmerzen um?

Werde ich die Schmerzen bei der Geburt aushalten? Und: Werde ich die Geburt überhaupt schaffen? Das fragen sich viele Frauen vor der Entbindung. Doch die Angst vor den Schmerzen und vor dem eigenen Versagen sind unbegründet. Natürlich ist es ein seltsames und beunruhigendes Gefühl auf eine Geburt zuzugehen. Viele Frauen lassen sich darum gleich vorsorglich eine PDA geben. Doch das individuelle Schmerzempfinden ist ganz unterschiedlich und es hilft sich daran zu erinnern, dass die Wehenschmerzen nichts Destruktives sind, sondern für den Verlauf der Geburt eine wichtige Funktion haben.

Hebamme Jana Friedrich rät in ihrem Buch „Das Geheimnis einer schönen Geburt“ zu folgenden Mantras, die man sich vor dem Tag X immer wieder vorsagen kann um sie zu verinnerlichen:

• Ich bin stark!
• Mein Körper ist dafür gemacht, eine Geburt zu meistern!
• Ich kann das. Mein Körper kann das!
• Ich glaube an meine Kraft!

Wenn du dich bewusst auf die Geburt einlässt und auf deinen Körper und die Natur vertraust, wirst du viel entspannter sein. Das mag im ersten Moment für manche etwas esoterisch klingen, doch tatsächlich trägt ein bewusst positives Herangehen an die Entbindungssituation viel dazu bei, dass du weniger verkrampfst. Eine entspannte Haltung lässt uns dann tatsächlich auch Schmerzen weniger stark spüren.

Eine entspannte Haltung während der Geburt lässt uns die Schmerzen weniger stark empfinden.

Wie gehe ich mit der Angst vor Geburtsverletzungen oder vor einem Kaiserschnitt um?

Neben der Angst vor der Entbindung machen sich viele Frauen auch schon vorab Sorgen über mögliche Verletzungen bei der Geburt. Besonders ein Dammriss oder ein Dammschnitt, aber auch ein eventueller Kaiserschnitt beschäftigt viele werdende Mütter vorab.

In der Regel ist ein Dammriss oder -schnitt weniger schlimm als er sich anhört und in der Regel komplikationslos. Vorbeugend kann man mit einer Dammmassage diesen Bereich weicher, dehnungsfähiger und entspannter machen. Die meisten Frauen kommen dann „unbeschadet“ durch die Geburt.

Ein Kaiserschnitt kommt in der Regel nur dann unvorbereitet in einer Geburtssituation vor, wenn das Leben der Mutter oder des Babys in akuter Gefahr sind. Auch wenn es an Kliniken statistisch immer mehr Kaiserschnitte gibt, heißt das noch lange nicht, dass während der Entbindung über den Kopf der Gebärenden hinweg entschieden wird. Meist kündigt sich eine Situation die für den Säugling oder die Mutter kritisch werden könnte im Geburtsverlauf an und lässt den Hebammen und Ärzten genug Zeit, alle Beteiligten darauf vorzubereiten, warum ein Kaiserschnitt jetzt medizinisch notwendig und unausweichlich ist.

Allerdings bleiben sogenannte „Notkaiserschnitte“ die Ausnahme. Bei einer Vorsorge durch die Hebamme und/oder einen Gynäkologen ist in den allermeisten Fällen schon vorher klar, ob eine normale Entbindung stattfinden kann oder ob ein Kaiserschnitt gemacht werden muss.

Trotzdem kannst du dich auch auf diesen Wenn-Fall vorbereiten. Sprich mit deinem Partner (oder wer auch immer dich zur Entbindung begleitet) im Vorfeld genau durch, was du in einer solchen Situation willst und was nicht. Selbst bei einem unvorhergesehenen Kaiserschnitt gibt es die Möglichkeit, eine PDA zu wählen, was weniger beeinträchtigend für den Säugling ist und dir die Chance gibt, dein Baby gleich im ersten Augenblick zu sehen.

Wichtig für eine entspannte Geburt ist auch, dass du dir genau überlegst wo du dein Kind zur Welt bringen willst.

Geburtsangst: So kannst du dich vorbereiten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich mit der Angst vor der Geburt auseinander zu setzen. Hebamme Amelia Suermann rät, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, wo die Geburt stattfinden soll, denn der Geburtsort trägt maßgeblich dazu bei, ob du in Stress gerätst oder relativ entspannt bleiben kannst:

  • Geburt in einer großen Geburtsklinik: Hier hat man den Vorteil, dass pro Jahr viele Geburten stattfinden und eine beruhigende Routine herrscht. Für Frauen, die kein Problem mit einem professionellen medizinischen Umfeld haben genau der richtige Ort.
  • Geburt in einer kleineren Klinik: Die Atmosphäre kann hier etwas „familiärer“ sein. Vielleicht setzt man auf natürliche Geburt. Das lässt sich bei einem Besichtigungstermin meist abklären.
  • Geburt im Geburtshaus: Die natürliche Geburt steht im Fokus und man erhält eine individuelle Eins-zu-eins-Betreuung durch eine erfahrene Hebamme. Allerdings muss man das Geburtshaus nach 24 Stunden auch wieder verlassen und es wird kaum medizinische Versorgung angeboten.
  • Geburt zu Hause: Man ist in der vertrauten Umgebung und die Geburt kann ganz individuell und selbstbestimmt stattfinden. In jedem Fall braucht man eine erfahrende Hebamme, die die Geburt betreut und begleitet. Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert ist der Weg zur nächsten Klinik vielleicht etwas weit.

Wenn du dich für eine Klinikgeburt entscheidest kannst du bei einem Besichtigungstermin abklären, wie der Einsatz von Wehen- oder Schmerzmitteln während der Geburt gehandhabt wird, wie hoch die Kaiserschnitt- oder die Dammschnittrate sind, ob es die Möglichkeit gibt sich bei Wehen in einem heißen Bad zu entspannen, ob mit homöopatischen Mitteln gearbeitet wird während des Geburtsvorgangs, wie die Hebammenbelegung im Kreißsaal ist usw.. Je genauer du dich

Ebenso wichtig wie der Geburtsort ist die richtige Begleitung bei der Geburt. Amelie Suermann empfiehlt, sich die Person mit zur Geburt zu nehmen, „bei der man sich fallen lassen kann“ – egal ob es der Partner, die Schwester, die Mutter, eine Freundin oder eine Doula ist.

Außerdem wichtig für die Entspannung während der Geburt ist, dass du dir Sachen mit in den Kreißsaal nimmst, die dein Wohlbefinden steigern, zum Beispiel:

  • bequeme, eigene Kleidung
  • deine Lieblingsmusik
  • ein Lieblingsduft
  • ein Snack, ein Smoothie oder etwas Süßes, das dir Power gibt

Neben gemäßigtem Sport in der Schwangerschaft, der deine Kondition, deinen Kreislauf und dein allgemeines Wohl- und Körperbefinden stärkt, sind außerdem Schwangeren-Yoga und/oder ein Geburtsvorbereitungskurs eine gute Unterstützung gegen die Angst. Hier lernst du Atemtechniken, wie zum Beispiel das „Wehen wegatmen“ und ähnliche Entspannungsmethoden, die während der Geburt wirklich helfen können die Schmerzen zu lindern.

Unser Tipp: Als Erstgebärende solltest du Kurse vermeiden, in denen Frauen sind die bereits das zweite Baby erwarten. Diese erzählen nämlich gerne mal, wie die Geburt abgelaufen ist. Das kann natürlich harmlos sein, kann aber auch in eine „Horrorstory“ ausarten, die deine eigene Angst nur verstärkt.

Gespräche mit deiner Vorsorge-Hebamme sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, um die Angst vor der Geburt in den Griff zu bekommen. Sie kann dir alle Fragen zum Geburtsverlauf beantworten. Sie wird dich außerdem in dem Bewusstsein bestärken, dass du der Geburt gewachsen bist und dein Körper dafür gemacht ist, dein Baby gesund zur Welt zu bringen.

Angst vor der Geburt? Diese Tipps sollte jede werdende Mama kennen

Nach neun Monaten Schwangerschaft freuen sich alle Mamis auf den Moment, wenn das Baby endlich da ist. Speziell die letzten Monate mit dem immer dicker werdenden Bauch sind anstrengend. Doch die Freude aufs Baby wird durch die bevorstehende Geburt getrübt. Die ganzen Horrorstorys von tagelangen Wehen und unerträglichen Schmerzen sorgen dafür, dass viele Frauen panische Angst vor der Geburt haben.

Nicht ganz zu unrecht. Angst vor der Geburt sollte auf keinen Fall abgewertet oder heruntergespielt werden. Selbst eine schnelle, natürliche Geburt ohne Komplikationen ist mit großen Schmerzen verbunden. Zum Teil können diese durch deine PDA aufgefangen werden, doch nicht alle Frauen möchten die Spritze gegen die Schmerzen. Und bevor die Spritze überhaupt zum Einsatz kommt, hat die werdende Mama natürlich auch schon starke Schmerzen.

Um die Angst vor der Geburt zu nehmen, sind offene Gespräche – zum Beispiel mit der Hebamme – wichtig. Beim ersten Baby sollte auch unbedingt ein Geburtsvorbereitungskurs besucht werden. Hier wird der Ablauf der Geburt genau besprochen. Außerdem werden Entspannungs- und Atemtechniken erlernt, damit es ein wenig leichter wird.

Alles easy vs. Angst vor der zweiten Geburt

Manche Mamas sind beim zweiten Kind tiefenentspannt, da sie wissen, was auf sie zukommt. Doch auch der umgekehrte Fall kann eintreten. Die Mutter war beim ersten Kind zwar nervös, hat aber eine viel größere Angst vor der zweiten Geburt. Oft kommt diese Panik von Komplikationen und schlechten Erfahrungen bei Kind Nummer eins. Auch hier sollte man die werdende Mama ernst nehmen und versuchen, ihr die Angst zu nehmen.

Gespräche mit dem Arzt und der Hebamme über die erste Geburt helfen. Wenn die Mutter versteht, was damals passiert ist, sieht sie eher, dass diese Geburt ganz anders ist. Sie fühlt sich sicherer.

Tipp: Damit es gar nicht erst zur starken Angst vor der zweiten Geburt kommt, sollte nach der ersten Geburt mit Arzt und Hebamme über den Verlauf gesprochen werden. Als Schwangere nimmt man Dinge wie das Eingreifen in den Geburtsverlauf viel dramatischer wahr, als es in den meisten Fällen tatsächlich ist. Im Gespräch können solche Dinge geklärt und Angst vor der nächsten Geburt vorgebeugt werden.

Angst vor der Geburt per Kaiserschnitt

Die meisten Frauen wünschen sich eine natürliche Geburt und haben Angst vor der Geburt per Kaiserschnitt. Weil er nicht natürlich ist und bei der Operation was schiefgehen kann. Diese Sorge ist unbegründet. Ein Kaiserschnitt ist nicht riskanter als eine natürliche Geburt.

Für Frauen mit starker Angst vor einer natürlichen Geburt kann er sogar die bessere Alternative sein, da man bei Angst verspannt und das den Geburtsprozess verlangsamt.

Seid ihr ein Fall für einen geplanten Kaiserschnitt, solltet ihr mit dem Arzt genau besprechen, was passiert, welche Komplikationen es gibt und wie wahrscheinlich diese sind.

Das hilft gegen die Angst vor der Geburt

Die Geburt ist schmerzhaft und bringt jede Frau an ihre Grenzen. Angst vor der Geburt ist deswegen nichts Schlimmes und ganz sicher nichts, für das man sich schämen muss. Damit euch geholfen wird, solltet ihr eure Sorgen rechtzeitig vorher bei Arzt oder Hebamme ansprechen.

Überlegt euch, in welchem Umfeld ihr euer Kind zur Welt bringen wollt. Es muss nicht das klassischen Krankenhausbett sein, Wassergeburten oder Geburtshäuser sind auch möglich. Damit ihr wisst, was passiert, solltet ihr euch im Vorfeld genau mit der Geburt auseinandersetzen. Das gibt Sicherheit und Selbstbewusstsein und hilft gegen die Angst vor der Geburt.

Wer mag kann auch Aromatherapie oder Akupunktur in den Wochen vor der Geburt nutzen, um die Ängste zu lindern.

Während der Geburt selber solltet ihr die Atemtechniken nutzen, die ihr im Geburtsvorbereitungskurs gelernt habt. Durch Bewegung des Beckens, Gehen oder Stehen kann die Geburt beschleunigt werden.

Quellen & Informationen rund um die Entbindung, um euch definitiv die Angst vor der Geburt zu nehmen:

  • Berufsverband der Frauenärzte e.V.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

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Angst vor der Geburt? Was du tun kannst

Angst vor dem Ungewissen, den Schmerzen. Davor, dass es etwas schief geht. Wenn der Countdown zur Geburt läuft, sind diese Gefühle ganz normal. Hebamme Jana Friedrich gibt Tipps, wie du damit umgehst.

Woher kommt die Angst vor der Geburt? Und: Ist sie berechtigt?

Schwanger werden und Kinder zur Welt bringen ist das Natürlichste auf der Welt – sozusagen die Quintessenz des Lebens an sich. Und noch nie waren die äußeren Bedingungen für eine Geburt so gut wie heute in den westlichen Ländern. Trotzdem wird der Geburtsvorgang oft als ein unglaubliches Risiko wahrgenommen. Normale Geburten werden immer seltener, Ängste und Verunsicherungen wachsen. Dabei ist über die Jahre zu beobachten, dass das Sicherheitsbedürfnis proportional zum Bildungsniveau wächst. Aber ist die natürliche Geburt denn ein echtes Risiko?

Fakt ist, dass es die absolute Sicherheit niemals geben wird und nicht alle Sicherheitsvorkehrungen den Geburtsvorgang besser machen. Für Geburtshelfer gibt es allerdings juristische Konsequenzen, wenn sie sich nicht an die geburtshilflichen Standards halten. Das heißt, das System belohnt die größtmögliche Sicherheit – nicht die größtmögliche Natürlichkeit bei der Geburt. Vor dem Hintergrund wird immer häufiger Schema F bei der Entbindung angewandt, die individuellen Entscheidungskorridore der Frauen werden enger. Und führen immer öfter in den OP. Nachgewiesen ist jedoch, dass mehr Kaiserschnitte nicht automatisch zu besseren gesundheitlichen Ergebnissen führen*.

Aus meiner Arbeit in der Schwangerschaftsberatung kann ich bestätigen: Fragt man die Frauen nach ihren Wünschen zur Geburt, sagen die meisten: „Ich möchte erstmal alles so natürlich wie möglich haben.“ Wenig später kommen allerdings die ersten Bedenken: Angst vor Schmerzen, Sorge um die Gesundheit des Kindes, Angst um die eigene Unversehrtheit Versagensangst; Angst, etwas Unbekanntem ausgeliefert zu sein – und nicht zuletzt Angst vor dem Kontrollverlust. Wenn diese Sorgen auf die oben genannten Befürchtungen der Geburtshelfer prallen, wird eine natürliche Geburt immer unwahrscheinlicher, Interventionen rücken in den Fokus.

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Angst vor Geburtsschmerzen & Versagen

Was also tun? Am besten im Vorfeld die Ängste und Unsicherheiten bestmöglich entkräften! Angst vor der Geburt zu haben, ist ganz normal. Schließlich weiß man nicht wirklich, wie es werden wird und was ganz genau auf einen zukommt. Wichtig ist, sich nicht von seinen Ängsten lähmen zu lassen. Erfahrungsgemäß verlieren Ängste ihren Schrecken, wenn man sie sich genauer ansieht.

Die häufigsten Ängste, von denen mir Schwangere erzählen, sind zum Beispiel der Geburtsschmerz und die Angst vor dem Versagen. Hier helfen beruhigende oder Mut machende Mantren, die man immer wieder aufsagt, bis sie verinnerlicht sind. Hier einige Anregungen für solch Positiv-Gedanken:

  • Ich bin stark!
  • Mein Körper ist dafür gemacht, eine Geburt zu meistern!
  • Ich kann das. Mein Körper kann das!
  • Mein Partner steht mir bei. Er stützt mich mental. Er glaubt an meine Kraft.
  • Ich glaube an meine Kraft!

In meiner 16-jährigen Arbeit als Hebamme habe ich immer wieder erlebt, dass Schwangere, die bewusst die klare Entscheidung treffen, der Kraft ihres Körpers zu vertrauen, den Schmerz sehr gut bewältigen.

Angst vor Geburtsverletzungen

Ebenfalls weit verbreitet ist die Angst vor Verletzungen. Schürfungen und Risse kommen recht häufig bei der Geburt vor, jedoch sind Dammschnitte nur selten wirklich nötig. Der Dammriss klingt schlimmer als er eigentlich ist und verheilt in den meisten Fällen schnell und komplikationslos. Besonders wenige Verletzungen sind bei Wassergeburten zu beobachten. Wahrscheinlich, weil das warme Wasser entspannend auf die Muskulatur wirkt und zu einer guten Dehnung des Gewebes beiträgt. Vorbeugen kann man Dammverletzungen auch wunderbar mit einer Dammmassage. Der Damm wird dadurch weicher, dehnungsfähiger und deutlich besser durchblutet, was die Chance unbeschadet durch die Geburt zu kommen auf jeden Fall erhöht.

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Rede über deine Ängste!

Für eine schöne Geburt sind völlige Hingabe und ein Loslassen wirklich hilfreich. Zu versuchen, die Kontrolle beim Geburtsvorgang zu behalten ist dagegen eher kontraproduktiv. Daher empfehle ich, das Geburtshelfer-Team so auszusuchen, dass man sich vertrauensvoll hingeben kann. Der Partner übernimmt den Job des „Aufpassers“ und ist der Beschützer deiner Intimität. Falls die Offenheit dafür nicht reicht oder es sonst irgendwie nicht passt, rate ich es mutig und direkt anzusprechen. Manchmal ist es überraschend, wie leicht sich Ängste auflösen lassen, wenn man darüber redet.

Grundsätzlich finde ich es gut und richtig, Eventualitäten, die einen beschäftigen, einmal zu durchdenken. Es ist vollkommen in Ordnung, Ängste zu haben oder unsicher zu sein. Es kann hilfreich sein, die Sorgen auszusprechen oder aufzuschreiben. Dann lässt sich das Risiko abwägen und ein Masterplan für den Fall der Fälle entwickeln.

Hier ein Beispiel: Wenn die Geburt ungünstig verläuft und plötzlich ein Kaiserschnitt notwendig wird, dann werde ich: traurig sein; eine Narbe haben; in der selben Situation wie 30 Prozent aller deutschen Mütter sein, ich bin also nicht allein damit; sicher irgendwann meinen Frieden damit finden. Und so weiter…

Die Angst vor der Geburt loslassen

Wenn alle Szenarien durchgespielt sind, ist es gut, die Gedanken einfach wieder gehen zu lassen oder zu versuchen sie aktiv und bewusst wegzuschieben. Wenn das nicht gelingt, empfehle ich noch mal mit der Hebamme über das Thema zu sprechen. Auf dem Weg kann man etwas über die Ängste herausfinden und damit bis zur Geburt arbeiten.

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Hypnobirthing aus Hebammensicht

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Buchtipp: Das Geheimnis einer schönen Geburt

Seit knapp vier Jahren teilt die Berliner Hebamme Jana Friedrich ihr
Wissen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt & Wochenbett ihrem Blog. Jetzt gibt es ihr zweites eBook – „Das Geheimnis einer schönen Geburt“ mit den besten Tipps und Anregungen aus sechzehn Jahren Berufspraxis als Hebamme. Dazu kommen fünf praktische Arbeitsblätter zum Ausdrucken. Mit dabei ist ein Geburtsplan, ein Fragebogen an die Klinik oder das Geburtshaus bzw. Hebammenpraxis und vieles mehr. „Das Tolle ist, dass es mit der richtigen Vorbereitung durchaus möglich ist, seiner persönlichen Traumgeburt sehr nahe zu kommen – oder sie genau so zu erleben wie man sie sich wünscht!“, so Jana Friedrich.
● erhältlich als PDF, ePub und mobi
● Preis: 19,95 Euro
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One Day Young: Mütter und ihre neugeborenen Babys

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* Rund 33 % der Kinder kommen in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt – maximal 15 % hält die WHO überhaupt für gerechtfertigt. Laut einer Studie (von Helmers & Schücking 2005) wünschen sich allerdings nur 3,8 % der Frauen primär einen Kaiserschnitt.

Angst vor der Geburt: diese Tipps helfen

Die Angst vor der Geburt kann mit einer guten Vorbereitung gelindert werden. Foto: Adobe Stock, (c) Syda Productions

Kündigt sich ein Kind an, mischt sich bei der werdenden Mutter immer auch etwas Angst vor der Geburt in die Vorfreude auf den neuen Erdenbürger. Diese Angst ist ganz natürlich. Schließlich muss die Schwangere bei der Entbindung Schmerzen aushalten. Und es kann dabei auch allerlei schiefgehen. Zum Glück gibt es wirksame Hilfen, Geburtsängste zu bewältigen. Hier erfährst du hilfreiche Tipps.

Wieso haben Schwangere Angst vor der Geburt?

Geburtserfahrungen sind etwas sehr Subjektives. Manche Frauen empfinden die Geburt eines Kindes als ein schönes Ereignis. Andere nehmen sie pragmatisch in Kauf, um Nachwuchs zu haben. Und dann gibt es auch recht viele, die eine Niederkunft als ein Trauma erleben, das sie möglichst nicht wiederholen wollen. So unterschiedlich die Erwartungen bzw. Erfahrungen auch sind, eines haben letztendlich wohl alle Schwangeren gemeinsam: eine gewisse Angst vor dem, was auf sie zukommt. Das ist normal. Handelt es sich doch um eine Grenzerfahrung, die jede Gebärende durchleben muss, ob sie will oder nicht.

Werdende Mütter haben einerseits Angst vor der Möglichkeit, ihr Kind könnte nicht gesund sein. Oder dem Kleinen könnte Negatives während der Geburt widerfahren. Sie fürchten, dass vielleicht nicht alles glatt verläuft bei der Geburt, es z. B. zu Verletzungen kommt. Oder ein unvorhergesehener Notfall eintritt. Auch ein vielleicht notwendiger Dammschnitt ist vielen nicht geheuer.

Andererseits haben Schwangere natürlich auch Bammel vor den Wehen. Wer freut sich schließlich schon darauf, große Schmerzen zu erleiden? Und das stundenlang. Auch wenn diese – ausnahmsweise – nicht Ausdruck einer Krankheit sind.

Manche Frauen fürchten sich zudem vor dem Gefühl, die Kontrolle über den eigenen Körper bzw. die Situation zu verlieren. Oder auch sich zu blamieren, weil sie sich vielleicht “falsch“ verhalten. Ihnen graut davor, sich im Intimbereich entblößen zu müssen. Oder es ängstigt sie die Vorstellung, dem Krankenhauspersonal, das sie meistens kaum kennen, ausgeliefert zu sein. Auch der Gedanke, dass der Partner als Begleiter bei der Geburt sie in einem so aufgewühlten Zustand sieht, kann werdenden Müttern Unbehagen bereiten.

Besonders verunsichert sind Erstgebärende. Sie wissen schließlich nicht wirklich, was sie erwartet. Doch gilt das eigentlich für jede Geburt.

Was schürt die Angst vor der Geburt?

Wie sehr eine Schwangere von Ängsten hinsichtlich der Entbindung geplagt wird, hängt sehr von ihrer grundsätzlichen seelischen Konstitution und ihrer persönlichen Vorgeschichte ab. Schlechte Erfahrungen bei vorangegangenen Entbindungen etwa schüren negative Erwartungen und führen zu einer erhöhten Anspannung. Ähnlich können allzu dramatische Geburtsberichte von Familienmitgliedern oder Freundinnen wirken.

Die Wahrscheinlichkeit für außergewöhnliche Geburtsängste steigt außerdem, wenn die werdende Mutter psychische Vorerkrankungen wie z. B. Depressionen aufweist. Oder Gewalterfahrungen.

Auch das Internet, in dem es unglaublich viele Informationen zum Thema Schwangerschaft und Geburt gibt, kann mehr schaden als nützen. Insbesondere dann, wenn diese völlig ungefiltert gelesen werden. Diese Fülle an kaum nach objektiven Gesichtspunkten selektierbaren Meldungen kann selbst sehr kritische Geister verunsichern.

Viele Schwangere machen sich Sorgen, dass bei der Geburt Komplikationen auftreten. Foto: Adobe Stock, (c) silverkblack

Wie wirkt sich Angst vor der Geburt aus?

Ängste bewirken immer das Gleiche: Verspannungen und Verkrampfungen. Eine verkrampfte Muskulatur erschwert den Geburtsverlauf. Und verlängert ihn. Denn die Gebärmutter, die mithilfe von Wehen das Kind nach draußen befördert, besteht vorwiegend aus Muskelgewebe.

Eine zu schmerzhafte oder verzögerte Entbindung kann die Verabreichung von Schmerzmitteln, den Einsatz von Geburtswerkzeugen (z. B. Saugglocke, Geburtszange) oder auch die Durchführung eines Kaiserschnitts notwendig machen. So werden Befürchtungen wahr – die Geburt gerät zum Trauma.

Doch kann Angst vor der Geburt auch noch weitere negative Folgen haben: die Entwicklung einer Wochenbettdepression oder einer Angststörung nach der Geburt. Weil zu große Geburtsangst permanenten Stress erzeugt, Geburten verkompliziert und eine Anpassung an die neue Situation als Mutter erschwert. Warnzeichen dafür sind andauernde Sorgen, mit dem Kind könnte etwas nicht in Ordnung ist, schlechter Schlaf, Antriebslosigkeit und fehlende Freude auf das Baby.

Die gute Nachricht: Schwangere können ihre Geburtsangst in den Griff bekommen.

Was hilft gegen die Angst vor der Geburt?

Zunächst ist es wichtig, sich der Angst vor der Geburt zu stellen. Sich einzugestehen, dass sie da ist. Und auch da sein darf. Dann gilt es zu überlegen, wie man mit ihr umgeht, um sie auf ein Minimum zu reduzieren. Bewältigungsstrategien gibt es viele. Wir stellen hier einige vor. Doch muss jede Frau selbst herausfinden, was ihr helfen kann, mit der Angst vor dem großen Ereignis umzugehen. Wichtig ist jedenfalls, dass Schwangere über ihre Ängste und Sorgen reden und sie nicht verdrängen.

Wissen ist das A und O

Unwissenheit macht Angst, lässt im Kopfkino womöglich Horrorszenarien entstehen. Wissen hingegen schützt davor, unnötig überflüssige Ängste zu entwickeln. Wichtig ist zunächst einmal Kenntnisse darüber zu erwerben, was während einer Geburt geschieht. Worauf sich die Frau einstellen und was sie in welcher Situation tun muss. Dazu gehören auch Informationen über Möglichkeiten zur Schmerzbekämpfung. Wie etwa Atemtechniken, Schmerzmittel, die Periduralanästhesie (“Kreuzstich“) oder auch das sich Vorsagen beruhigender oder motivierender Mantren.

Vieles erscheint machbarer, wenn sie weiß, was auf sie zukommt. Bücher und Websites zu Schwangerschaft samt Begleiterscheinungen, zu Geburt und Wochenbett liefern die notwendigen Informationen. Inklusive, wo wann was angeboten wird. Und kompetente Fachleute wie z. B. Hebammen oder Einrichtungen wie Familienberatungsstellen bieten die Chance, Unklarheiten zu beseitigen.

Lieber einmal zu viel nachfragen, als zu wenig! Vorbereitung hat schon bei der Bewältigung vieler anderer angstmachender Lebenssituationen wie dem Schulabschluss, der Führerscheinprüfung oder bei Vorstellungsgesprächen geholfen. Das tut sie hinsichtlich einer Geburt auch.

Ermutigend: Geburtsvorbereitungskurs

Entspannungsübungen oder Atemtechniken helfen bei der Geburt. So steht es in den Büchern. Aber Theorie ist gut, Praxis noch besser. Wie das mit der Gelassenheit und dem Hecheln genau läuft, lernt die Schwangere daher am besten in einem Geburtsvorbereitungskurs. An einem solchen Kurs kann auch eine Begleitperson teilnehmen und erfahren, auf welche Art die werdende Mutter unterstützt werden kann.

Tröstlich: anderen ergeht es ebenso

Sich mit anderen Schwangeren austauschen, das geht z. B. über Social Media. Besser aber noch per direktem Kontakt. Etwa beim Geburtsvorbereitungskurs oder Yoga für Schwangere, bei der Stillvorbereitung oder Schwangerengymnastik etc.

In Geburtsvorbereitungskursen lernt man, wie man gezielt Entspannungsübungen einsetzen kann. Foto: Adobe Stock, (c) motortion

Vertrauensbildend: Kreißsaal & Hebamme kennenlernen

In fremder Umgebung Unbekannten ausgeliefert zu sein ist (nicht nur) für Gebärende eine beängstigende Situation. Das kann die Schwangere abmildern. Etwa indem sie sich erkundigt, welche Geburtsmethoden (z. B. Wassergeburt) und -einrichtungen (z. B. Familienzimmer) wo angeboten werden. Und, je nachdem, welche Wahl sie diesbezüglich trifft, sich für eine Geburtshilfeabteilung entscheidet. Um später einen Rundgang auf der Abteilung, wo sie voraussichtlich entbinden wird, zu vereinbaren. Manche Krankenhäuser bieten etwa Besuchstage an, um den Kreißsaal schon vor der Entbindung kennenzulernen. Dann fühlt sich die Umgebung bei der Geburt nicht mehr gar so fremd an. Rechtzeitig durchgeführt bleibt immer noch die Chance, sich anders zu entscheiden, wenn der erste Entschluss nicht gepasst haben sollte. Denn es ist wichtig, dass eine Frau sich in der Klinik, in der sie entbindet, wohlfühlt.

Eine kompetente Führung durch eine Hebamme ist bei einer Geburt von unschätzbarem Wert. Sie im Vorfeld kennenzulernen schafft Vertrauen und Sicherheit. Und bietet die Gelegenheit, offene Fragen zu klären.

Unterstützend: Vertrauensperson als Begleiter

Beim Gebären ihres Kindes möchten viele Frauen von ihr vertrauten Menschen liebevoll umsorgt werden. Daher ist eine wichtige Frage, die rechtzeitig geklärt sein will, wer sie bei dieser anstrengenden und sehr intimen Angelegenheit begleiten soll. Ist sie gut vorbereitet, kann eine vertraute Begleitperson eine große Hilfe sein. Im besten Fall bietet sie der Frau:

  • Halt und Sicherheit
  • absolutes Vertrauen, dass sie die Geburt schafft
  • ein hohes Maß an Verständnis und Einfühlungsvermögen
  • stundenlange Geduld

Nicht immer ist der Lebensgefährte dafür die beste Wahl. Vor allem wenn eine Schwangere befürchtet, dass ihr Partner mit ihren Schmerzen, mit der Tatsache, sie sehr anders als sonst zu erleben oder einem unerwarteten Geburtsverlauf nicht umzugehen weiß oder ihre erotische Anziehungskraft auf ihn durch die intensive Erfahrung der Geburt leidet, sollte sie nach einer anderen Unterstützung Ausschau halten. Beispielsweise kann sie eine gute Freundin, Schwester, die Mutter oder Schwiegermutter um Beistand bitten. Am besten sind ein bis zwei Geburtsbegleiter, die einander auch abwechseln können. Eine größere Menschenansammlung kann Unruhe verbreiten und den Geburtsablauf stören. Doch auch wenn sich Frau entschlossen hat, ohne Begleitpersonen zu entbinden, ist sie nicht allein. Denn es kümmert sich ja die Hebamme um sie.

Wohltuend: Entspannen statt Verspannen

Da zu große Anspannung Schwangerschaft und Geburt negativ beeinflusst, empfiehlt sich das Erlernen von Entspannungsmethoden wie z. B. Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation. Ähnlich wirken moderater Sport und sanfte Massagen.

Immer gut: positiv denken

Ein Kind kommt. Das ist ein Grund zur Freude. Und die Geburt ein Vorgang, den schon viele Frauen komplikationslos durchgestanden haben. Bestimmt gab es im bisherigen Leben schon etliche schöne Momente. An sie zu denken und die dabei gespürten positiven Gefühle zu erinnern hilft auch in angsteinflößenden Situationen wie einer Geburt. Außerdem ist es ratsam, sich gezielt zuversichtlich auf die kommende Geburt einzustellen. Also etwa in Hebammenblogs oder entsprechenden Büchern positive Geburtsberichte zu lesen.

Wichtig: bitte nicht übertreiben!

Egal, welche Ratschläge zur Bewältigung einer Geburtsangst eine Schwangere befolgt, gilt wie bei den meisten Dingen im Leben, das richtige Maß zu wahren. Denn auch zu viel Vorbereitung kann sich nachteilig auswirken. Etwa zu Enttäuschungen führen, wenn plötzlich etwas anders läuft als sie es sich vorgestellt oder gewünscht hat. Bei aller Planung muss Platz für Unvorhergesehenes bleiben, denn eine Geburt bleibt nun mal bis zu einem gewissen Grad ein unberechenbares Ereignis. Am besten, indem die werdende Mutter nachspürt, wie sie reagiert, wenn etwas unkontrolliert abläuft und wie sie sich am besten darauf einlassen könnte.

Wichtig ist, sich auf die positiven Gedanken zu konzentrieren. Foto: Adobe Stock, (c) BillionPhotos.com

Im Trend: schmerzfrei gebären mit HypnoBirthing

Zunächst werden bei der Mongan-Methode, wie HypnoBirthing auch genannt wird, alte Ängste wie etwa solche, die einer vorangegangenen Geburt entstammen, visualisiert und aufgelöst, d. h. durch schöne Bilder und stärkende Affirmationen ersetzt. Beispielsweise mit der Vorstellung, im Buch des eigenen Lebens zu blättern und dort Seiten mit angstbesetzten Bildern herauszureißen. Später gilt es, Techniken der Tiefenentspannung zu erlernen, wie z. B. eine langsame, bewusste Bauchatmung, die die Wellenbewegungen der Gebärmutterkontraktionen unterstützt. Oder die progressive Muskelrelaxation oder eine spezielle Berührungsmassage durch den Partner. Entspannend wirken auch Visualisierungen wie eine sich öffnende Blüte, wenn das Kind durch den Geburtskanal gleitet.

Tatsächlich zeigt eine deutsche Studie, dass bei vielen Frauen, die sich mit Hypnose auf die Entbindung vorbereitet haben, die Geburtszeit kürzer und die Geburt weniger schmerzhaft ausfällt. Voraussetzung: Die Niederkunft wurde in Trance immer wieder durchgespielt, um diesen Zustand bei der realen Geburt einfach abrufen zu können.

Erlernt werden die HypnoBirthing-Techniken in einem Kurs mit in der Regel vier bis fünf wöchentlichen Sitzungen oder Wochenendblöcken. Der hat allerdings auch seinen Preis. Mit bis zu 500 Euro sollte ein Paar rechnen. Geleitet wird er von einer Hebamme oder einem zertifizierten Hypnotherapeuten. Am besten bereits ab der 15. Schwangerschaftswoche, damit bis zur Geburt noch reichlich Zeit bleibt, das Gelernte so intensiv einzuüben, dass es in Fleisch und Blut übergeht.

Zuhause wird das Erlernte mithilfe von Büchern und CDs regelmäßig fortgeführt. Durchschnittlich eine halbe Stunde pro Tag empfehlen Experten. Und zwar jene Techniken, mit denen sich die Schwangere wohlfühlt. Mit Unterstützung durch den Partner, der der werdenden Mutter helfen soll, ihre Entspannung zu vertiefen. Etwa indem er einen “mentalen Anker“ setzt. Das bedeutet, er führt – wie eingeübt – eine Handlung aus, die die Schwangere in ihrer Vorstellung mit Angenehmem verbindet. Beispielsweise vollzieht er eine leichte Berührung an ihrer Schulter, die sie gedanklich an ihren Wohlfühlort gehen lässt.

Hypno Birthing hilft dabei, Verspannungen bei der Geburt zu lockern. Foto: Adobe Stock, (c) Dasha Petrenko

Wie funktioniert HypnoBirthing?

Trance-ähnliche Zustände gehören zum Leben, z. B. kurz bevor man einschläft oder wenn man in eine Tätigkeit sehr vertieft ist. Sie treten auch bei Gebärenden auf. Diese Beobachtung hat die Entwickler des Hypnobirthings dazu gebracht, Schwangere durch geburtsvorbereitende Entspannungstechniken in die Lage zu versetzen, einen solchen Zustand aktiv herzustellen. Dann, wenn er gebraucht wird. Während der Geburt.

Die Grundidee dahinter: Angst löst Verspannungen aus und Verspannungen führen zu Schmerzen. Weil sie das vegetative Nervensystem in Alarmbereitschaft versetzt. Dieses bewirkt eine Freisetzung von Stresshormonen und damit Verkrampfung der Gebärmutter. Und es leitet den Blutstrom hauptsächlich in die überlebenswichtigen Organe, wozu die Gebärmutter nicht zählt. Sie reagiert auf die Minderversorgung, indem ihr Hals angespannt und verschlossen bleibt. In der Folge geht die Geburt nur schleppend voran. Schleppend und schmerzhaft. Zudem hemmen starke Verkrampfungen während der Entbindung die Ausschüttung von Hormonen wie Oxytocin oder Endorphinen, die als natürliche Schmerzmittel wirken.

Wird der unselige Schmerz-Angst-Kreislauf durchbrochen, kann Frau eine sanftere und leichtere Geburt erleben. Daher hat Hypnobirthing zum Ziel, Geburt und Schmerz nicht miteinander in Verbindung zu bringen. Oder wenigstens Schmerz nicht negativ zu bewerten. In den dabei angewandten Autosuggestionen kommen deshalb Worte, die die Schwangere mit Schmerzen verknüpfen könnte, beispielsweise “ Wehen“, nicht vor.

Das ist nicht neu. Denn Hypnose wird zur Schmerzbekämpfung schon längst erfolgreich, z. B. in der Zahnheilkunde und Krebstherapie, angewandt. Mit der Hypnose in Zaubershows usw. hat medizinische Hypnose jedoch nichts zu tun. Denn letztere befähigt Patienten, mithilfe erlernter Entspannungs-, Atem- und Visualisierungstechniken Schmerzerfahrungen zu beeinflussen.

Nachteil des HypnoBirthing-Konzepts: es kann eine so starke Erwartungshaltung in Frauen wecken, dass sie sich selbst die Schuld daran geben, wenn die Geburt nicht wie erwartet schmerzarm verläuft.

Experten, die einen HypnoBirthing-Kurs anbieten:

  • Geburtshaus von anfang an – 1130 Wien
  • Angela Paulczinsky – 1070 Wien
  • Positive Birth – 2340 Mödling, NÖ
  • Katharina Otreba – 6020 Innsbruck, TIROL
  • Lydia Lengauer – 4863 Seewalchen am Attersee, OÖ

Warum müssen sich Schwangere nicht zu sehr sorgen?

Jede Geburt birgt Risiken für Mutter und Kind. Egal, ob das Baby auf natürlichem Weg oder per Kaiserschnitt zur Welt kommt. Doch haben es Frauen hierzulande gut. Denn ihnen stehen schon während der Schwangerschaft und erst recht bei der Geburt bestens ausgestattete medizinische Einrichtungen und eine ärztliche Versorgung rund um die Uhr zur Verfügung.

Inklusive Vorsorgeprogramm in Form des Mutter-Kind-Passes. Die damit verbundenen Untersuchungen helfen Gynäkologen, frühzeitig Risiken zu erkennen, die sich negativ auf die bevorstehende Geburt auswirken könnten. Wie beispielsweise bestimmte Infektionen oder Lageanomalien des Ungeborenen. Das bietet Ärzten und Hebammen die Möglichkeit, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Etwa bei Risikoschwangerschaften einen Kaiserschnitt einzuplanen.

Auch nach der Geburt reißt die professionelle gesundheitliche Betreuung nicht ab. Denn viele Spitäler verfügen nicht nur über eine Geburtenstation, sondern auch – für eventuelle Komplikationen bzw. Notfälle – eine intensivmedizinisch ausgerüstete Neugeborenenstation. Ebenfalls beruhigend: 97 % aller Babys kommen gesund zur Welt.

Auch bei einer Hausgeburt ist vorgesorgt. Denn Hebammen verfügen über Kenntnisse in notfallmedizinischer Erstversorgung. Und sind verpflichtet, die Geburt im Spital geschehen zu lassen, wenn sich Probleme abzeichnen. Daher zählt Österreich zu den Ländern mit einer sehr geringen Müttersterblichkeit.

Hier findest du Hebammen in deinem Bundesland:

→ Wien

→ Burgenland

→ Salzburg

→ Steiermark

→ Tirol

→ Kärnten

→ Vorarlberg

Gabriela Gerstweiler

Gabriela Gerstweiler ist Ärztin für Allgemeinmedizin und freie Texterin. Sie schreibt vor allem über Gesundheitsthemen und Ernährung.

Angst vor Geburt und Schmerzen

Wie schmerzhaft eine Geburt ist, lässt sich nicht vorhersagen und ist von Frau zu Frau verschieden. Es gibt aber verschiedene Methoden der Angst- und Schmerzlinderung.

Muskelentspannung

Eine einfache Technik ist die bewusste Muskelentspannung in jeder Wehenpause. Muskelverkrampfungen nehmen nämlich Energie und verursachen Schmerzen. Entspannungstechniken und richtiges Atmen lernen Sie im Geburtsvorbereitungskurs.

Akupunktur

Angst vor Geburt lässt sich oft auch mit Akupunktur lindern. Durch das Setzen feiner Nadeln an bestimmten Hautstellen soll der Kreislauf aus Angst, Verspannung und Schmerzen unterbrochen werden – aber natürlich nur, wenn Sie keine Angst vor Nadeln haben. Informieren Sie sich schon während der Schwangerschaft über die Einsatzmöglichkeiten der Akupunktur bei der Geburt.

TENS

Mit kleinen elektrischen Impulsen, die auf die Rückenmuskulatur wirken, arbeitet das TENS-Gerät (transkutane elektrische Nervenstimulation). Damit sollen die Schmerzsignale aus Gebärmutter und Beckenbereich unterdrückt werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme nach näheren Informationen.

Krampflösende Medikamente

Auch krampflösende Medikamente können zur Schmerzlinderung verabreicht werden. Sie sind jedoch bei sehr starken Schmerzen unzureichend.

PDA zur Schmerzerleichterung

Angst vor der Geburt und den damit verbundenen Schmerzen kann in einen Teufelskreis münden: Aus Angst werden Frauen angespannt und verkrampft, was Wehenschmerzen meist verschlimmert – und dann die Angst vor der nächsten Wehe noch weiter steigert.

Dieser Teufelskreis muss aber nicht sein: Mit der Periduralanästhesie (PDA) steht die wohl wirkungsvollste und am häufigsten angewendete Methode zur Schmerzausschaltung bei der Geburt zur Verfügung. Dabei führt der Anästhesist unter örtlicher Betäubung einen dünnen Katheter in den Wirbelkanal Ihrer Lendenwirbelsäule ein. Über diesen Katheter wird Ihnen ein Betäubungsmittel eingespritzt, das so dosiert werden kann, dass es die Schmerzen dämpft, aber Stehen und Gehen noch möglich ist. Auch der Zeitpunkt, zu dem eine PDA gesetzt werden kann, ist variabel. Selbst bei schon fortgeschrittener Geburt können Sie sich noch dafür entscheiden.

Psychosomatische Vorbereitung gegen Angst vor Geburt

Seit in den Jahren von 1965 bis 1975 die „perinatale Medizin“ als Begriff in die Geburtsmedizin eingeführt wurde, hat sich vieles geändert. Die Sicherheit, die für Mutter und Kind im Vordergrund steht, wird seitdem verstärkt mit dem emotionalen Erleben des Geburtsvorganges verknüpft. Dazu gehört eine genaue Information der werdenden Eltern über alle Vorgänge, die mit Schwangerschaft und Geburt zusammenhängen. Auch die psychologischen Aspekte des Geburtserlebens sind in den Fokus gerückt.

Schwangere können zum Beispiel autogenes Training, Gymnastik und Schwimmübungen machen und psychologische Gespräche zur Vorbereitung auf die Geburt und zur Angstreduzierung führen. In den Geburtskliniken ist eine individuelle Betreuung heute selbstverständlich. Auch die Anwesenheit einer eng vertrauten Person – meist der Vater des Kindes – trägt zur Sicherheit und Angstreduzierung bei. Der Einsatz von Schmerzmitteln ist nachweislich geringer, wenn die Gebärende nicht auf sich selbst gestellt ist.

5 Tipps, gegen die Angst vor der Geburt

Diese Angst vor der Geburt. Und all diese Fragen im Kopf. Natürlich darf man Angst haben, vor etwas, das man nicht kennt und vor den Schmerzen, die man noch nie zuvor so erlebt hat. Frau darf Angst haben (und Männer haben auch Angst – vielleicht sogar mehr als wir).

Die Angst vor der Geburt ist etwas völlig normales und darf ruhig sein. Wir haben Tipps für euch, wie ihr besser damit umgehen könnt.

Das könnt ihr gegen Angst vor der Geburt tun

1. Vorbereitung

Ist das A und O, Wissen schützt nämlich vor Angst. Bücher zu Schwangerschaftswehwehchen, Geburt und Wochenbett sind ein Must-Have! Informationen einholen, wo wann was angeboten wird – alles, was nur geht, aufsaugen. Und: Lieber einmal zu viel nachfragen, als zu wenig. Damit die Schauergeschichten im Kopf ein Ende haben.

2. Geburtsvorbereitungskurs

Wissen in der Theorie ist schön und gut, aber praktische Tipps sind einfach unersetzlich. Welche Entspannungsübungen oder Atemtechniken unter der Geburt helfen, kann man in einem Kurs gleich ausprobieren. Abgesehen vom wichtigsten fachlichen Aspekt, ist ein Geburtsvorbereitungskurs für das starke Geschlecht äußerst hilfreich. Für Männer ist es nämlich eins der schlimmsten Dinge, die eigene Frau, seine große Liebe, unter der Geburt leiden zu sehen. Tipps, wie Mann unter der Geburt helfen und unterstützen kann, gibt’s ebenso im Kurs.

3. Vernetzen

Der Geburtsvorbereitungskurs ist schon mal der optimale Ort, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wie wäre es sonst mit einer Stillvorbereitung? Yoga für Schwangere, Schwangerengymnastik, Hypnobirth?

4. Hebamme

Heutzutage bekommt eine Frau ein bis zwei Kinder in ihrem Leben. Eine gute Führung und vor allem Begleitung ist bei diesem Ereignis Gold wert. Durch ein Kennenlernen im Vorfeld werden Ängste gemildert.

5. Wünsche dir was

Gut, das Leben ist natürlich kein Wunschkonzert, aber ein paar Wünschen kann nachgegangen werden. Wünscht man sich eine eigene Hebamme bei der Geburt, eine Wassergeburt oder im Anschluss ein Familienzimmer, ist das nicht in jedem Krankenhaus möglich. Ein Rundgang auf der Geburtshilfe kann ebenso Angst nehmen, da sich die Umgebung bei der Geburt nicht gar so fremd anfühlt. Deshalb: Rechtzeitig informieren, damit man sich beim großen Spektakel rundum wohlfühlt. Befasst man sich mit all den Dingen im Vorfeld, erspart man sich Stress, Angst und Sorgen.

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