Andenken an verstorbene tattoos

Egal ob ein Andenken für den verstorbenen Vater, eine Liebeserklärung an sein Haustier oder die tiefe Bindung zu seinen Geschwistern – meist geht der Sinn hinter den Symbolen tiefer als die Nadel unter die Haut.

Auch diese Tattoos haben eine besonderes Bedeutung (Artikel geht unter dem Video weiter):

Tattoos als Erinnerung

Im Laufe des Lebens durchläuft jeder Mensch Höhen und Tiefen, er erlebt Glücksmomente, aber auch Tiefschläge, die ihm den Boden unter den Füßen wegreißen. Besonders schlimm ist der Verlust einer geliebten Person. Diese bleibt bei Tattoo-Fans nicht nur für immer im Herzen, sondern wird auch auf der Haut verewigt.

Diese Dame ließ sich zum Beispiel das Sterbedatum ihres Papas und ein kleines Mädchen dazu tätowieren, das seinen Luftballon fliegen lässt.

Eine Liebeserklärung an den Hund

Es sind nicht immer Trauerfälle oder Schicksalsschläge, die in Erinnerung bleiben sollen. Einen besonderen Platz im Herzen haben auch viele Haustiere. Ob der Hund, als bester Freund des Menschen, oder die Katze, die Herrchen oder Frauchen viele Jahre lang begleitet – die tierischen Begleiter gehören zur Familie. Sie spenden Trost und schenken Zuneigung und Liebe. Nicht selten bekommen sie daher einen Platz auf der Haut.

Besonders beliebt ist die Tatze oder das Unendlichkeitssymbol als Zeichen der tiefen Verbundenheit und Freundschaft.

Auch, wenn der beste Freund bereits verstorben ist:

Ein Beitrag geteilt von ᴢᴇᴋᴇ ʏɪᴘ (@zeke_chronicink) am 22. Mai 2017 um 19:04 Uhr

„Wir gehören für immer zusammen“

Ein spezielles Verhältnis hat man häufig auch zu seinen Eltern oder den Geschwistern. Für viele ist Mama nicht nur Mama, sondern die besten Freundin. Sie kennt meist die besten Ratschläge und ist immer da, wenn es einem schlecht geht.

Als Zeichen ihrer guten Beziehung hat sich dieses Mutter-Tochter-Gespann zum Beispiel die Worte „Ich liebe dich bis zum Mond und zurück“ stechen lassen.

Geschwister gehen mit einem durch dick und dünn. Dabei herrscht trotzdem nicht immer eitel Sonnenschein. Man streitet sich hin und wieder – doch am Ende hält man immer zusammen und ist eine Familie.

Verlust und Hoffnung

Eine Familie zu haben ist das wohl größte Geschenk im Leben. Doch nicht jedem bleibt es vergönnt. Als Joan Bremer erfahren hat, dass sie ein Baby erwartet, konnte sie ihr Glück kaum fassen. Doch ihr Baby sollte sie nie in den Armen halten. In den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft erlitt die junge Kalifornierin eine Fehlgeburt. „Ein Baby zu verlieren, auch wenn es früh in der Schwangerschaft geschieht, ist einfach nur so schwer. Ich weiß, dass Schweigen über Fehlgeburten und verlorene Föten herrscht, aber ich schäme mich nicht, dass es mir passiert ist“, erklärte sie gegenüber dem Online-Magazin Today.

Um mit dem schweren Verlust umzugehen, ließ sie sich ein Tattoo stechen. Joan wollte darauf angesprochen werden, sich ihren Kummer von der Seele sprechen und dadurch betroffenen Frauen Mut machen, auch ihre Gefühle zu offenbaren. „Obwohl es eine schmerzvolle Zeit war, möchte ich immer noch in der Lage sein, mich irgendwie daran zu erinnern. Ich dachte darüber nach, mir ein Tattoo machen zu lassen, um dieses Lebensereignis einzugravieren“, verrät sie weiter.

Als Motiv wählte Joan Bremer eine stilisierte Form einer schwangeren Frau, die zwei Herzen in sich trägt.

Auch in Zukunft gibt Joan die Hoffnung nicht auf: Sie will weiterhin versuchen ein Baby zu bekommen. Sollte sie das Glück haben ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, will sie sich ein weiteres Tattoo stechen lassen: Ein Regenbogenbaby, dass neben dem kleinen Tattoo-Herz seinen Platz findet.

Tattoos symbolisieren Kraft

Doch ein Tattoo erinnert nicht nur an unvergessliche Momente und Menschen – für viele ist es auch ein Symbol ihrer Kraft. So zum Beispiel für die junge Amerikanerin Kasey Barger. Mit nur 18 Monaten bekam sie die Diagnose Mukoviszidose, eine unheilbare Stoffwechselkrankheit. Das Fachwort für die Erkrankung lautet Cystic Fibrosis. Damit sich die kleine Kasey diesen Ausdruck besser merken kann, benutzen ihre Ärzte den Begriff Sixtyfive Roses, was auf Deutsch „65 Rosen“ bedeutet. Diesen Ausdruck sollte Kasey nie wieder vergessen: Sie ließ sich zahlreiche Rosen auf den Arm tätowieren, um sich stets daran zu erinnern, was sie durchgestanden hat. Daran, dass sie stark ist und sich trotz der Narben auf ihrem Körper nicht schämen muss.

Bilder sagen eben oft mehr als tausend Worte …

Foto: istock

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Immer mehr Menschen lassen sich Tattoos stechen, um an ihre verstorbenen Liebsten zu erinnern.

Avatar_shz von Andrea Lange
12. März 2017, 16:02 Uhr

Kiel | „Breathe“ steht auf ihrem Handrücken zwischen Handgelenk und Daumen. „Atme“ – das hat für Gianna Leimgrübler zwei Bedeutungen. „Es erinnert mich daran, jeden Atemzug zu genießen“, sagt die 25-Jährige. Aber vor allem erinnert Gianna der Blick auf die Tätowierung auf ihrer linken Hand an einen Menschen, eine ältere Dame, die ihr sehr nahe stand. „Vor Kurzem ist sie gestorben“, erzählt die junge Tätowiererin. Und den einzigen Gedanken, den Gianna damals bei der Nachricht vom Tod ihrer Freundin hatte, trägt sie nun unter ihrer Haut: „Bitte atme doch!“

Der eigenen Trauer mit einer Tätowierung Ausdruck zu verleihen, ist heute Teil der individuellen Gedächtniskultur. Doch können eine Nadel und ein bisschen Tinte unter der Haut den tiefen Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen überwinden helfen? „Es ist zumindest eine Form der Trauerbewältigung“, meint Bestatterin Anja Beutler. Rituale des Abschieds, aber auch das Schaffen von Erinnerungen seien förderlich für den Trauer-Prozess. „Eine Erinnerungskultur gab es schon immer. Solange Menschen trauern, gibt es Friedhöfe, Erinnerungsbriefe, Flaschenpost oder andere ganz individuelle Rituale.“ Trauer-Tattoos, bemerkt Anja Beutler, haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen.

Ob es das Porträt des verstorbenen Kindes, ein Unendlichkeitssymbol für den Partner, Engelsflügel für die Mutter oder die Koordinaten des auf See bestatteten Großvaters sind, ob sichtbar oder verdeckt – Trauer-Tattoos sind so verschieden wie die Trauer selbst. „Noch vor einigen Jahren haben sich die Kunden oft einfach die Lebensdaten des Verstorbenen stechen lassen, heute sind die Wünsche etwas kreativer“, sagt Tattoo-Shop-Mitarbeiterin Marta Kalinowska.

Sie selbst trägt eine kleine Hundepfote auf ihrem linken Fußknöchel. Darüber steht in geschwungenen Buchstaben „Piciu“. Im vergangenen April ist die kleine Piciu, ein Miniatur-Tibetterrier, gestorben. „Zwei Tage später habe ich mir das Tattoo stechen lassen“, sagt Marta. Bei dem Motiv sei sie sich sofort sicher gewesen. „Ich habe mich mega gefreut, als ich es hatte“, sagt die junge Frau, dann kann sie die Tränen nicht mehr zurückhalten. Noch immer beschere ihr der Blick auf die Tätowierung schöne ebenso wie traurige Momente, berichtet Marta, während sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischt. „Klar, es waren 14 Jahre mit ihr.“

Tätowiererin Gianna Leimgrübler weiß aus Gesprächen mit Angehörigen, dass oftmals der letzte Kontakt mit dem Verblichenen entscheidend für die Motivwahl sein kann: „Wenn diese Person gesagt hat, dass sie einen Regenbogen oder ein helles Licht sieht, nehmen das die Angehörigen in ihr Tattoo mit auf.“ Einige Kunden beschäftigten sich intensiv und lange mit dem Motiv, andere wiederum seien kurzentschlossen. Eine Freundin, erzählt Gianna, habe vor wenigen Wochen eine Fehlgeburt erlitten. „Noch am selben Tag hat sie bei mir angerufen und wollte unbedingt einen kleinen Schmetterling tätowiert bekommen. Sie brauchte das einfach für sich, und es hat ihr geholfen.“

So transportieren Regenbogen, Sterne, Schmetterlinge und Quietsche-Enten auf der Haut unter Umständen die Geschichte eines lebensverändernden Schicksalsschlages für ihren Träger. „Manche finden ein Porträt einfach zu krass und entscheiden sich eher für ein Bild, das sie an den Verstorbenen erinnert“, erklärt Gianna Leimgrübler. „Ich glaube, sehr viele Menschen haben Tattoos, die verbunden sind mit Schicksalsschlägen. Nur nicht jedem Bild sieht man es an.“

Tattoos sind die bildgewordene Biografie ihres Trägers, sagt Prof. Dr. Aglaja Stirn. Die Leiterin des Instituts für Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie und Psychotherapie des Kieler Zentrums für Integrative Psychiatrie (ZIP) weiß: „Sich den Namen oder das Bild eines Menschen auf den Körper tätowieren zu lassen, bedeutet für viele, symbolisch immer mit diesem Menschen verbunden zu sein.“ Denn im Gegensatz zu einem Foto, das sich die Hinterbliebenen an die Wand hängen oder ins Portemonnaie stecken, ist der Körper das, was wir immer bei uns tragen. „Unser Körper ist unmittelbar, dichter geht es nicht.“ Für den einen ist die ewige Erinnerung im Trauerprozess hilfreich, für andere unter Umständen schädlich: „Wir sprechen von pathologischer Trauer, wenn jemand es nicht schafft, loszulassen.“ Dass die eigene Haut zunehmend als Vermächtnis-Fläche fungiert, ist für Stirn nicht überraschend. Denn: „In den letzten Jahren hat der Körper eine zunehmend große Bedeutung in unserer Gesellschaft bekommen. Das Aussehen ist extrem wichtig, alles läuft über Bilder.“

Um über den Verlust eines geliebten Menschen oder Haustieres hinwegzukommen, gibt es keine Trauer-Checkliste, erklärt Bestatterin Anja Beutler. Ein Tattoo, erklärt die 36-Jährige, sei aber eine besondere Form der Wertschätzung: „Es zeigt, dass sich jemand vorher Gedanken gemacht hat, welches Motiv er an welcher Stelle seines Körpers tragen möchte“, erklärt Anja Beutler, „das würdigt den Verstorbenen auf einer ganz persönlichen und intimen Ebene.“ Sie wolle keine Lanze brechen für Tätowierungen, betont die Bestatterin, denn kein Mensch trauere wie der andere. Die Wahl des Schriftzugs auf dem Grabstein gehöre ebenso zum Verarbeitungsprozess wie das Erstellen der Traueranzeige: „Aber ich bin überzeugt davon, wenn Menschen merken, dass sie etwas für die Erinnerung tun können, bringt es sie voran in der Trauerbewältigung.“ Eine Tätowierung, die ein Leben lang an die gemeinsamen Momente mit dem Verstorbenen erinnert, sei eine Form davon. „Es gibt nicht nur Sarg, Kirche, Friedhof. Es gibt ganz viel dazwischen. Und vor allem danach.“

Ein Vater hat seinen Sohn verloren, plötzlicher Kindstod. Der Albtraum vieler Eltern, die ein Baby im ersten Lebensjahr haben.

Antoine hat einen besonderen Weg gewählt, seinen Schmerz zu verarbeiten. Er hat sich das Lachen seines Sohnes als Frequenzkurve auf die Brust tätowieren lassen. Traurig. Schön.

Dieses und drei weitere Tattoos rühren viele Menschen im Internet:

Beitrag von Antoine Dodson.

Im Februar 2014 nahm sich die deutsche Biathlon-Hoffnung Julia Pieper das Leben. Kurz nach ihrem Tod hat ihr Freund Toni einen Gutschein eingelöst, den sie ihm geschenkt hatte.

Julia wollte, dass sie sich beide als Liebesbeweis ihre Namen unter die Haut stechen lassen.

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Toni hielt sich daran – und ließ sich Julias Namen nach ihrem Tod auf den Fuß tätowieren. Die Vorlage: Ihre schwungvolle Unterschrift auf dem Gutschein.

Liebe ist, wenn sie über das Leben hinaus hält.

Taylor Smith war 20 Jahre alt, besuchte die Universität Michigan, war eine fröhliche fleißige Studentin.

Im Februar 2011 passierte das Unglück: Taylors Mutter erlitt einen Herzinfarkt und starb.

Als Taylor in das Haus ihrer Eltern kam, fand sie einen Zettel, den ihre Mutter ihr geschrieben hatte. Nicht ungewöhnlich, ihre Mutter hinterließ ihr öfter Zettel, wenn sie selbst nicht da war.

Die letzte Nachricht: „I love you, be good – Mom“ (Ich liebe dich, sei anständig).

Taylor ließ sich die letzten Worte ihrer Mutter auf den linken Unterarm stechen, postete das Foto bei Tumblr.

So kann sie in jeder Sekunde direkt vor sich sehen, wie sehr ihre Mutter sie geliebt hat.

In Israel wollen junge Menschen, dass das Leid ihrer Großeltern nicht vergessen wird.

Im Dritten Reich hatten die Nationalsozialisten Häftlingen in den Konzentrationslagern Nummern auf den Arm tätowiert. So wollten sie den Überblick behalten über die vielen Gefangenen. In den Lagern wurden mindestens vier Millionen Juden umgebracht.

Heute, 70 Jahre später, wollen junge Israelis an die Gräueltaten der Nazis erinnern.

Sie wollen den Schmerz und die Erinnerung erhalten. Die Nachfahren von KZ-Überlebenden tätowieren sich deshalb dieselben Nummern auf die Haut, die ihre Großmütter oder Großväter tragen mussten, während sie auf den Tod warteten.

Eine große Geste, mit großen Gefühlen: Liebe, Respekt, Trotz.

Junge Israelis lassen sich die KZ-Nummern ihrer Großeltern in die Haut stechen. Hier bei diesem Aktionstag im April 2013 sind es „nur“ KlebetattoosFoto: Getty Images

20 Tattoos mit tragischen Hintergründen.

Ein Tattoo ist vielleicht nicht für die Ewigkeit gemacht, aber zumindest schmückt es den Körper seines Trägers das ganze Leben lang. Die Motivwahl sollte daher gut überlegt sein und nicht nur dem Zeitgeschmack der aktuellen Epoche entsprechen. Spätestens nach dem Tattoo-Trend der 90er Jahre, dem sogenannten „Arschgeweih“, sollte jeder gelernt haben, dass ein Trend nicht zeitlos ist.

Es gibt jedoch auch Menschen, die sich für ein ganz individuelles Tattoo-Motiv entscheiden. Ihnen geht es dabei viel eher um das Wachhalten einer schönen Erinnerung oder das Bewahren des Andenkens an einen geliebten Menschen. Die folgenden 20 Tätowierten haben Tattoos, hinter denen eine ganz besonders emotionale Geschichte steckt.

1.) Eine ganz besondere Nummer.

Imgur/baldorr

„Ich habe nur dieses eine Tattoo. Es ist eine originalgetreue Kopie der Häftlingsnummer meines Großvaters väterlicherseits aus dem KZ Mauthausen. Er wurde stolze 96 Jahre alt. Am Tag nach seiner Beerdigung ging ich mit einem Polaroid-Foto der Nummer ins Tattoostudio. Ich erzählte der Tätowiererin von der Bedeutung dieser Zahlen, während sie mich tätowierte. Als wir fertig waren und ich sie bezahlen wollte, wollte sie mein Geld nicht annehmen und sagte:

‚In den 12 Jahren, die ich das schon mache, ist DAS das bedeutungsstärkste Tattoo, das ich je gestochen habe. Dafür verlange ich kein Geld!’“

2.) Eine Geste an den besten Freund.

Reddit.com/llamalove12

„Dieses Tattoo ist ein Tribut an meinen besten Freund, der gestorben ist.“

3.) „Alles wird gut.“

Reddit.com/viblical

„Mein erstes Tattoo mit einem sentimentalen Hintergrund: Der Satz, den meine Mama immer zu mir sagt, geschrieben in ihrer Handschrift.“

4.) Das Buch, das Vater und Tochter verbindet.

Reddit.com/Alltheprettyhorses21

„Mein Vater starb vor meiner Geburt, ich habe ihn nie kennengelernt. Aber jeder, der ihn kannte, sagt, dass ich genau wie er bin. In meinem letzten Schuljahr wählte ich aus einer Liste von tausend Büchern das Buch ‚All the Pretty Horses‘ von Cormac McCarthy aus. Als meine Mutter sah, welches Buch ich las, lief sie aufgeregt in ihr Schlafzimmer. Sie kam zurück – mit einer Auflage von ‚All the Pretty Horses‘ von 1993 in der Hand, mit einem Lesezeichen bei Seite 128. Es war das Buch, das mein Vater las, kurz bevor er starb. Deshalb ließ ich mir den Buchtitel tätowieren, um mich daran zu erinnern, wie viel ich mit meinem Vater gemeinsam habe, obwohl ich ihn nie getroffen habe.“

5.) Zur Unterstützung gegen eine nicht zu unterschätzende Krankheit.

Imgur/Nicanor72

„Mein Tattoo, um meine Frau bei ihrem Kampf gegen die Depressionen zu unterstützen.“

6.) Ein liebevolles Motiv als Erinnerung an die enge Bindung zur Mutter.

Imgur

„Vor zwei Nächten starb meine Mutter ganz plötzlich und unerwartet. Sie sagte mir einst, wenn ich mir jemals ein weiteres Tattoo stechen lassen wolle, müsse es eine Elfe sein. Beim Herumstöbern in meinen Unterlagen fand ich eine handgeschriebene Notiz von ihr, die lautete: ‚Ich liebe dich so sehr. – Mama.‘ Ich vermisse sie und ich weiß, dass sie es geliebt hätte.“

7.) Der letzte Handabdruck.

Imgur/Beerguy1984

„Ich habe mir den letzten Handabdruck meines Vaters auf den Rücken tätowieren lassen. Er starb letzten November und ich bat das Bestattungsunternehmen, einen Handabdruck von ihm anfertigen zu lassen, damit ich ihn mir tätowieren lassen kann.“

8.) Um seine Ziele niemals aus den Augen zu verlieren.

Reddit.com/petitveritas

„Diese Frau aus New Orleans verlor ihr ganzes Hab und Gut beim Hurrikan Katrina. Sie setzte sich das Ziel, ihr gesamtes Haus Stein für Stein wieder aufzubauen. Sie ließ sich die Baupläne auf die Hände tätowieren, um sich während ihrer drei Jobs jeden Tag zu motivieren, ihr Ziel eines Tages zu erreichen.“

9.) Etwas, das helfen kann, einen furchtbaren Schicksalsschlag zu verarbeiten.

Imgur/FuckThisStupidFuckingShit

„Das Tattoo zeigt das Haus, das meine Eltern gebaut haben, meinen Schäferhund im Fenster und die Initialen meiner Eltern in ihrer Handschrift. Am 18. Juni 2017 zerstörte eine Explosion, verursacht durch ein Gasleck, mein Elternhaus. Meine Eltern und mein Hund kamen dabei ums Leben. Alles, was ich hatte, wurde dabei zerstört, außer ein paar wenigen Bildern. Ich erzähle nicht davon, um Mitleid zu erregen, sondern, weil ich euch wissen lassen will, dass furchtbare Dinge nun mal passieren. Aber wenn alles in Flammen aufgeht, dann musst du das zusammenkratzen, was übrig geblieben ist, und weitermachen.“

10.) Um sich jeden Tag daran zu erinnern, stark zu bleiben.

Reddit.com/SerCornballer

„Ich war 12 Jahre lang heroinabhängig. Heute bin ich seit vier Jahren clean. Jedes Jahr am 23. Juli kommt ein Balken zur Strichliste hinzu.“

11.) Damit er das Lachen seines Sohnes niemals vergisst.

Imgur/Theycallmekam

Sein Sohn starb letztes Jahr den plötzlichen Kindstod. Er ließ sich die Schallwellen des Lachens seines Sohnes auf die Brust tätowieren.

12.) Als Mahnung, wie vergänglich das Leben ist.

Reddit.com/PleaseBeSafeGuys

„Vor einem Monat verlor ich einen Freund bei einem Kletterunfall. Ich musste hilflos mitansehen, wie er 50 Meter tief in seinen Tod stürzte. Dies ist eine Erinnerung an ihn und eine Mahnung an mich selbst, mich beim Klettern immer richtig abzusichern.“

13.) In Erinnerung an die gemeinsame Kindheit.

Reddit.com/Minifig81

„Heute habe ich mir mein erstes Tattoo stechen lassen. Der große blaue Legostein symbolisiert meinen großen Bruder, der dieses Jahr einen Tag vor seinem 40. Geburtstag überraschend starb. Der kleine gelbe Legostein symbolisiert mich. Wir haben immer zusammen Lego gespielt.“

14.) Um das Andenken an einzigartige Talente zu wahren.

Reddit.com/supadupame

„In Erinnerung an einen Freund, der bei einem Autounfall starb und am Anfang einer erfolgreichen Motorsport-Karriere stand.“

15.) „Vermiss mich, aber lass mich gehen.“

Imgur/TwiggyWiggy

„Mein Vater starb am Valentinstag, zwei Tage vor meinem 18. Geburtstag. Dieses Zitat stammt aus einem Gedicht, das ich auf seiner Beerdigung hörte, und es passt perfekt. 30 Minuten vor seinem Herzinfarkt schrieb er mir eine Geburtstagskarte und unterzeichnete sie mit: ‚In Liebe, Papa‘, also ließ ich mir seine handgeschriebene Signatur dazu tätowieren.“

16.) Damit sie ihren Papa immer bei sich hat.

Reddit.com/42dftba

„Mein Papa starb am 15. Dezember 2016. Heute habe ich mir dieses Tattoo stechen lassen.“

17.) Um ein wichtiges Zeichen zu setzen.

Imgur/ZebraOnezie

„Als ich 7 Jahre alt war, beging mein Vater Selbstmord. Als ich älter wurde, hörte ich immer öfter von Selbstmördern, las immer häufiger Artikel darüber und hörte, wie Freunde sich darüber unterhielten. Ich fand es verstörend, dass Leute in meinem Alter sich das Leben nehmen, weil sie unglücklich waren. Letztes Jahr nahm sich jemand aus meinem Bekanntenkreis das Leben. Dieser Vorfall brachte mich auf das Semikolon-Projekt. Es wurde ins Leben gerufen, um Menschen, die sich selbst verletzen, gegen Depressionen kämpfen oder Selbstmordgedanken haben, daran zu hindern, sich etwas anzutun. Ich habe das Semikolon als Symbol für sie gewählt, weil es, in einem Satz angewandt, zwei Ideen voneinander trennt. Der Punkt (in einem Satz) kann das Semikolon zwar ersetzen, er würde jedoch allem ein Ende setzen. Der Autor bist du, und der Satz ist dein Leben.“

18.) Damit man die fröhlichen Zeiten in Erinnerung behält.

Reddit.com/drewsoulman

„Genau an meinem 18. Geburtstag ließ ich mir das Lachen meines Papas auf den Unterarm tätowieren, der vor 3 Jahren starb. Jetzt habe ich sein herzliches Lachen immer und überall bei mir.“

19.) Um alle verstorbenen Familienmitglieder in einem Bild zu vereinen.

Imgur/shutupimhiding

„Am Tag, an dem mein Vater starb, bat meine Stiefmutter ihn darum, ihr einen Rotkardinal (eine Vogelart) als Zeichen von ihm zu schicken. Seitdem sehen wir regelmäßig welche an den unterschiedlichsten Orten. Ich glaube, wir registrieren diese Vögel jetzt einfach mehr, als wir es früher getan haben, aber es ist ein gutes Gefühl, einen zu sehen. Der rote Vogel steht für meinen Papa, die blauen Vögel (Berghüttensänger) symbolisieren seine Eltern, mein Großvater und meine Großmutter. Mein Großvater konnte den Gesang von vielen Vögeln imitieren. Meine Großmutter schenkte meiner Schwester und mir zu besonderen Anlässen oft Porzellanfiguren von Berghüttensängern (auch ‚Bluebirds‘ genannt). Sie haben uns mit großgezogen und ich vermisse sie sehr.“

20.) In Gedenken an die verlorene Hälfte.

Reddit.com/lovelindahope

„Vor Kurzem starb meine Zwillingsschwester. Ich habe mir dieses Tattoo in Erinnerung an den Verlust meiner besseren Hälfte stechen lassen.“

Die tragischen Geschichten hinter diesen Tattoo-Motiven sollten uns lehren, die schönen Momente im Leben ganz bewusst zu genießen, denn man weiß nie, wie lange sie uns erhalten bleiben.

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