Alternative zur pille

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Für wen ist die Kupferkette geeignet?

Die Kupferkette ist für nahezu jede Frau im fruchtbaren Alter geeignet! Aufgrund der Tatsache, dass die Kupferkette eine besonders verträgliche und nahezu nebenwirkungsfreie Variante mechanischer Verhütungsmethoden darstellt, ist sie für viele Frauen in unterschiedlichen Lebensabschnitten eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Verhütungsmethoden.

Übersicht der Themen:

  1. Kupferkette als hormonfreie Alternative
  2. Kupferkette für junge Frauen
  3. Kupferkette für Frauen mit späterem Kinderwunsch oder zwischen zwei Kindern
  4. Kupferkette nach Geburt und in der Stillzeit
  5. Kupferkette bei chronischen Erkrankungen
  6. Kupferkette als vegane Verhütung
  7. Kupferkette als Alternative zur Sterilisation
  8. Kupferkette als Notfallverhütung
  9. Für wen ist die Kupferkette nicht geeignet?

1. Kupferkette als hormonfreie Alternative

Frauen, die schlechte Erfahrungen mit hormonellen Verhütungsmethoden wie der Pille, Hormonspirale oder dem Hormonstäbchen gemacht haben, finden in der Kupferkette GyneFix® eine verträgliche hormonfreie Alternative. Hormonspirale, Pille und co. greifen nachhaltig in den Hormonhaushalt der Frau ein. Bei einigen Methoden zur Verhütung wird nicht nur der natürliche Zyklus sondern auch die monatliche Regelblutung vollständig unterdrückt. Durch diesen Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt der Frau können u.a. folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Stimmungsschwankungen
  • Libidoverlust
  • Gewichtszunahme
  • Magen-Darm-Probleme (Reizdarmsyndrom)
  • Pickel oder Hautausschläge
  • Haarausfall
  • Schwächung des Immunsystems
  • Balseninfektionen
  • Pilzinfektionen
  • Schwindel
  • Migräne
  • Bauchschmerzen
  • Thrombosen und Schlaganfälle

Diese unerwünschten Nebenwirkungen werden durch die Kupferkette vermieden. Bei der Kupferkette GyneFix wird der Hormonhaushalt und der natürliche Zyklus der Frau nicht beeinflusst, da die Verhütung auf rein biochemischem Weg durch die Freisetzung von Kupferionen erfolgt. Diese Kupferionen wirken lediglich auf die Spermien des Mannes mit einem immobilisierenden Effekt und auf das Milieu der Gebärmutterschleimhaut („einnistungsunfreundlich“). Immer mehr Frauen, leiden offensichtlich unter den Nebenwirkungen der hormonellen Verhütung, oftmals sogar gar nicht bewusst. Für sie stellt die Kupferkette definitiv die sicherste hormonfreie Alternative dar. Und das mit einer Sicherheit von 99,5 – 99,9 % (Vergleich Pille: 99,1 – 99,9 % bei absolut korrekter Anwendung – hier erhalten Sie einen Überblick über die Sicherheit aller Verhütungsmethoden).

2. Kupferkette für junge Frauen

Für Mädchen und junge Frauen bietet die Kupferkette zur Verhütung den Vorteil, dass die Verhütungssicherheit besteht, ohne dass man aktiv an eine Verhütungsmethode denken muss. Die Pille ist im Alltag häufig eben doch nicht so sicher, wie gemeinhin angenommen wird. Laut einer amerikanischen Studie von Trussel über die Anwendungssicherheit bzw. Gebrauchssicherheit der Pille werden 9% der Anwenderinnen der Pille im ersten Jahr der Anwendung ungewollt schwanger. Dies wird auch durch die Ermittlungen der BZgA gestützt, denn im Rahmen einer Studie gaben 27% der ungewollt schwanger gewordenen Teenager an, beim Geschlechtsverkehr der zur Konzeption geführt hat, mit der Pille verhütet zu haben.
Die Gefahr die Pille zu vergessen oder dass die Verhütungswirkung durch Wechselwirkungen oder Einnahmefehler beeinträchtigt wird, besteht bei der Kupferkette GyneFix® nicht. Dadurch ermöglicht die Kupferkette GyneFix ein Höchstmaß an Freiheit und Flexibilität bei hoher Verhütungssicherheit.
Darüber hinaus wurde die Kupferkette in ihrer Form und Größe speziell so entwickelt, dass sie sich auch der schmalsten und kleinsten Gebärmutter perfekt anpassen kann, ohne Reizungen oder Verletzungen hervorzurufen. Daher führt sie nicht, wie von anderen herkömmlichen Spiralen bekannt, zu Schmerzen und starken Blutungen und beeinträchtigt auch den späteren Kinderwunsch nicht.
Desweiteren, befindet sich der jugendliche Hormonhaushalt gerade erst in der Entwicklung und weist noch keinerlei Regelmäßigkeiten auf bzw. ist noch nicht fertig ausgebildet. In diesem Stadion bereits hormonell zu verhüten, würde diese gesamten Prozesse unterbinden und still legen.Die Kupferkette beeinflusst das fein abgestimmte hormonelle Regelwerk nicht und erlaubt es jungen Mädchen ihren Zyklus und ihre Sexualorgane fertig auszubilden.
Mit der Kupferkette besteht generell kein erhöhtes Infektionsrisiko, wichtig ist jedoch der Hinweis, dass bei wechselnden Sexualpartnern zusätzlich ein Kondom zu benutzen ist, denn die Kupferkette schützt ebenso wie die Pille und andere Verhütungsmethoden nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie z.B. Chlamydien.

3. Kupferkette für Frauen mit späterem Kinderwunsch oder zwischen zwei Kindern

Viele Frauen wollen bewusst ohne Hormone verhüten, weil sie befürchten, dass ein späterer Kinderwunsch durch die hormonelle Verhütung erschwert werden könnte oder eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist. Oftmals benötigt der Körper nach Absetzen der Pille mehrere Monate oder sogar 1 -2 Jahre bis er wieder einen regelmäßigen Zyklus und Eisprung hervorbringt. Die Kupferkette bietet Frauen mit späterem oder nahem Kinderwunsch sicheren Schutz bei gleichzeitig voller Flexibilität – und das bei völliger Aufrechterhaltung des natürlichen hormonellen Zyklus.
Sollte die Frau irgendwann entscheiden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um den Kinderwunsch um- oder fortzusetzen, kann sie direkt nach Entfernen der Kupferkette schwanger werden, da der natürliche Zyklus unter der Kupferkette vollkommen intakt bleibt. Mit der Kupferkette kann somit bereits auch schon zuvor gezielte Zyklusbeobachtung für den Kinderwunsch stattfinden. Bei Verhütungsmethoden mit Hormonen dagegen dauert es oft mehrere Monate, bis sich der Zyklus wieder einpendelt und die Frau die Chance hat, schwanger zu werden. Gerade für berufstätige Frauen, die entscheiden, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt Kinder haben wollen, ist die Kupferkette deshalb besonders gut geeignet.
Wichtig zu wissen: Von verschiedenen hormonellen Verhütungsmethoden wird sogar seitens des Herstellers abgeraten, wenn die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist. So zum Beispiel bei der Dreimonatsspritze. Ziehen Sie eine solche Verhütungsmethode nur in Betracht, wenn Sie keine Kinder mehr bekommen möchten und informieren Sie sich vorab genauestens über Langzeitfolgen, wenn Sie hormonell verhüten möchten.

4. Kupferkette nach Geburt und in der Stillzeit

Gerade in der Stillzeit und unmittelbar nach einer Entbindung möchte man meist nicht direkt wieder schwanger werden. Daher sollte man auch in dieser turbulenten Zeit einen hohen Wert auf sichere Verhütung legen. Ist die Frau jedoch am Stillen, muss Sie darauf achten, dass Ihre Verhütungsmethode nicht die Muttermilch beeinträchtigt. Hormonelle Verhütungsmittel sollten daher in der Stillzeit tabu sein. Da die Kupferkette völlig hormonfrei verhütet und keinerlei systemische Wirkung hat, bietet sie sich hervorragend als sichere, die Muttermilch nicht belastende, Verhütungsmethode während der Stillzeit an. Besonders, wenn in naher Zukunft ein weiteres Kind geplant ist, ist es gut den natürlichen Hormonhaushalt nach der Geburt unberührt zu lassen, damit sich auch eine weitere Schwangerschaft schnell und unkompliziert einstellen kann. Bei nicht stillenden Frauen mit einer Spontangeburt, kann die Kupferkette bereits nach 8 Wochen eingelegt werden, bei stillenden Frauen und bei Kaiserschnittgeburten nach 12 Wochen. Von hieran bietet die Kupferkette 5 Jahre Verhütungsschutz, kann aber bei erneutem Kinderwunsch auch frühzeitig entfernt werden. Eine erneute Schwangerschaft ist unmittelbar möglich.

5. Kupferkette bei chronischen Erkrankungen und Risikopatientinnen

In sogenannten Risikofällen sind hormonelle Verhütungsmethoden kontraindiziert. Dennoch werden sie häufig trotzdem verschrieben und die Patientin einer engmaschigeren Kontrolle unterzogen. Hierdurch wird jedoch teils ein unnötiges Risiko eingegangen, da die Kupferkette eine gesunde und sichere Alternative darstellt. Dies ist gerade dann der Fall, wenn häufig Medikamente eingenommen werden müssen, Verdauungsprobleme (Durchfall, Erbrechen) auftreten oder die künstlichen Hormone die Erkrankung verschlimmern können. Die Kupferkette stellt in diesen Fällen immer die sicherere und verträglichere Alternative dar. Beispiele bei denen die Verhütung mit der Kupferkette sinnvoller wäre als eine hormonelle Methode oder hormonelle Methoden absolut kontraindiziert sind:

  • Krebserkrankung oder erhöhtes Krebsrisiko
  • Thrombose oder erhöhtes Thromboserisiko
  • Diabetes
  • Faktor 5 Leiden Mutation
  • Depressionen
  • Übergewicht
  • Nikotinsucht (Raucherinnen)
  • Bluthochdruck
  • Migräne
  • Autoimmunerkrankungen (Morbus Crohn u.a.)
  • Reizdarmsyndrom
  • Hormonunverträglichkeit

6. Kupferkette als vegane Verhütung

Besonders auch für Veganer ist die Frage nach sicherer Verhütung schwer zu beantworten. So werden auch bei der Herstellung von Kondomen tierische Bestandteile verwendet, hormonelle Verhütungsmittel enthalten tierische Bestandteile und wurden Tierversuchen unterzogen und selbst beim Basalthermometer muss man sich die Frage stellen, ob tierische Produkte bei der Herstellung eine Rolle gespielt haben. Vegane Verhütung ist nicht leicht und eventuell auch nicht immer gleich sicher. Viele Veganer Foren haben darüber diskutiert, ob die Kupferkette vegan ist und sind meist zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht so sei, da ja auch bei der Herstellung der Kupferspirale Knochenleim verwendet wird. Wir konnten die Frage darüber in einem langen Verfahren klären und können berichten: Die Kupferkette ist eine sichere und vegane Verhütung!
„Im Rahmen einer Qualitätsprüfung sämtlicher Zulieferer (Kupferhülsen, Faden, Edelstahlelement) konnten wir ermitteln, dass für die Fertigung der Kupferkette GyneFix keine tierischen Komponenten eingesetzt werden (auch kein Knochenleim für die Herstellung der Kupferelemente). Auf Tierversuche wurde im Rahmen der Entwicklung der Kupferkette bewusst verzichtet, da die kontrazeptive Wirkung von Kupfer bereits seit vielen Jahren bekannt ist.“

7. Kupferkette als Alternative zur Sterilisation

Ist die Familienplanung abgeschlossen steht oftmals die Entscheidung für eine Sterilisation im Raum. Der Gedanke ein weiteres ungeplantes Kind zu bekommen erfüllt manche Frauen regelrecht mit Angst in dieser Zeit. Eine Sterilisation scheint oft die einzige Alternative, besonders da man mit fortgeschrittenem Alter den Risiken der hormonellen Verhütung aus dem Weg gehen möchte. Viele Frauen bereuen jedoch oftmals die Entscheidung zu einer Sterilisation, da sie sehr endgültig ist und sich manche Frauen plötzlich nicht mehr als vollwertige Frau betrachten können. Darüber hinaus ist der Eingriff für eine Sterilisation mit gewissen Risiken verbunden und kann in manchen Fällen sogar tödlich enden (6%). Eine gute Alternative kann hier die Kupferkette darstellen. Sie belastet den Körper nicht und bietet einen enorm hohen Verhütungsschutz (Pear-Index 0,1-0,5), ist keinen Anwendungsfehlern oder Wechselwirkungen unterlegen und kann für 5 Jahre im Körper der Frau verbleiben. Im Idealfall kann man so mit gerade mal 2 Kupferketten die Zeit bis zur Menopause überbrücken – was nicht nur einen enormen gesundheitlichen Vorteil hat sondern sogar einen geringeren finanziellen Aufwand bedeutet als eine Sterilisation.

8. Kupferkette als Notfallverhütung

Die Kupferkette kann auch als Notfallverhütung als Alternative zur Pille danach nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr verwendet werden. Die Kupferkette kann bis zu fünf Tage nach dem „Verkehrsunfall“ eingesetzt werden und selbst am fünften Tag noch eine Schwangerschaft zu über 99% verhindern. Dies bewirkt sie über ihren Doppel-Effekt indem sie die Bewegungsfähigkeit der Spermien im weiblichen Körper beeinträchtigt und eine mögliche Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle verhindert. Die Pille danach kann dies nicht leisten, sie kann lediglich den Eisprung nach hinten verschieben – passiert die Panne also zum Eisprung, könnte es trotz Pille danach zu einer ungewollten Schnwangerschaft kommen.
Der Große Vorteil der Kupferkette im Vergleich zur Pille danach besteht darin, dass die Kupferkette GyneFix zum einen länger und effektiver als die Pille danach eine mögliche Schwangerschaft nach dem „Verkehrsunfall“ verhindern kann. Zum anderen ist die Verhütungsfrage für die Anwenderin im Anschluss vorerst für lange Zeit geklärt, denn die Kupferkette kann als Langzeitverhütung fortan bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter verbleiben – ohne Anwendungsfehler, ohne Vergessen ohne Wechselwirkung.

9. Für wen ist die Kupferkette nicht geeignet?

  • Für Frauen, die unter der Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson leiden
    Diese dürfen die Kupferkette GyneFix zur Verhütung nicht verwenden. Morbus Wilson ist eine relativ selten vorkommende Lebererkrankung, bei der Kupfer in der Leber nicht verstoffwechselt und abgebaut werden kann. Morbus Wilson ist genetisch bedingt und wird rezessiv vererbt.
    Da das Kupfer nicht wie bei einem gesunden Organismus abgebaut werden kann, reichert es sich in den inneren Organen an und entfaltet dort toxische Wirkung. Auch Kupfer in der Ernährung muss bei Morbus Wilson in jedem Fall reduziert werden. Dementsprechend kann die Kupferkette GyneFix® als Verhütungsmethode wie auch die Kupferspirale bei einem Vorliegen von Morbus Wilson nicht verwendet werden.
  • Für Frauen die unter einer schweren Kupferallergie leiden
    Das Thema Kupferallergie wurde in den letzten Jahren immer wieder kontrovers diskutiert und leider stehen eindeutige wissenschaftliche Belege derzeit noch aus. Seit dem Bestehen von GyneFix-Deutschland ist uns bisher kein einziger Fall einer Kupferallergie bzw. Kupferunverträglichkeit gemeldet worden. Darüber hinaus wird bei der GyneFix® Kupferkette nur Kupfer in einer sehr reinen Ausprägung verwendet, welches über nahezu kein allergenes Potenzial verfügt.

    Sollten Sie über medizinische Unterlagen verfügen, aus denen hervorgeht, dass bei Ihnen eine Kupferunverträglichkeit bzw. Kupferallergie besteht, dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns das unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Vervollständigung unserer Dokumentation melden würden. Sie haben auch die Möglichkeit hier eine Kupferprobe für einen Allergietest anfordern. Diese wird dann zu dem Allergie-Test durchführenden Fach-Arzt versendet.

  • Für Frauen mit einem zu dünnen Myometrium (Gebärmuttermuskel)
    Ist der Muskel dünner als 1 cm, kann die spezielle Verankerung der Kupferkette nicht funktionieren. Aber kein Grund zur Sorge, bei den meisten Frauen ist dieser Muskel ausreichend dick. Nach der Hormonspirale, der Hormonspritze oder anderen hormonellen Verhütungsmitteln kann es zu einer sogenannten Uterusatrophie kommen, also einer Verkümmerung der Gebärmuttermuskulatur – werden die Hormone abgesetzt kann sich dieser aber innerhalb von 3 Monaten wieder voll aufbauen und die Kupferkette kann eingesetzt werden.
  • Für Frauen, die unter sehr heftigen, krankhaften Regelbeschwerden (mit Erbrechen und Ohnmacht und sehr starken Blutungen) leiden
    In diesem Fall sollte vorerst abgeklärt werden, worin die Ursache dieser heftigen Beschwerden liegt und ob eine hormonelle Therapie indiziert ist.

Alternativen zu Pille und Co. – Hormonfreie Verhütungsmittel für Teens

Die meisten jungen Mädels greifen auf die Pille als Verhütungsmittel zurück. Leider wissen viele gar nicht, dass es eine Reihe guter Alternativen gibt, die völlig ohne Hormone auskommen.

Damit sind sie meist völlig frei von unangenehmen Nebenwirkungen oder Risiken. Speziell Raucherinnen können damit das Risiko ernsthafter Folgen durch Hormoneinnahme vermeiden.

Manche Mädels interessieren sich nicht für die Alternativen zu Pille und Co., weil sie denken, alles andere sei zu kompliziert. In Wahrheit ist es aber viel praktischer, zum Beispiel eine Kupferspirale zu tragen. Im Gegensatz zur Pille kommt es dabei nämlich nicht zu Anwendungsfehlern (Vergessen der Pille, falsche Einnahme,…).

Genug der einleitenden Worte. Nun möchten wir dir die Vor- und Nachteile der hormonfreien Verhütungsmethoden ganz genau vorstellen.

Mechanische Verhütungsmittel

Mechanische Verhütungsmittel verhindern das Eindringen von Samenzellen in die Gebärmutter durch verschiedenste Arten von Barrieren. Das bekannteste mechanische Verhütungsmittel ist das Kondom. Dieses ist auch deshalb so beliebt, weil es (neben dem Femidom) als einziges Verhütungsmittel vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt.

Daher sollte die zusätzliche Verwendung eines Kondoms auch dann selbstverständlich sein, wenn man eine Spirale oder andere Verhütungsmittel verwendet. Das gilt speziell für frisch verliebte Pärchen und neue Partner, die man noch nicht so gut kennt. Denn der Partner bzw. die Partnerin können Überträger von Krankheiten sein, ohne selbst etwas davon zu bemerken.

Diaphragma

In unseren Breiten verwenden nur sehr wenige Frauen ein Diaphragma. Dabei ist es bei richtiger Anpassung ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Bei richtiger Anwendung gilt hier ein Pearl-Index von 1-20. Der Pearl-Index gibt an, wie viele Frauen bei Verwendung des Verhütungsmittels innerhalb eines Jahres schwanger werden würden – rein statistisch gesehen, versteht sich.

Das Diaphragma sieht aus wie eine Halbkugel, die mit Gummi überzogen wurde. Es ist weich und dehnbar. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich und muss vom Frauenarzt angepasst werden. Denn jedes Mädchen bringt andere körperliche Voraussetzungen mit.

Das Diaphragma wird kurz vor dem Sex am Muttermund angebracht. Mit etwas Übung geht das ganz leicht. Es versperrt den Weg in die Gebärmutter und macht das Zusammentreffen von Samen- und Eizelle so unmöglich.

Durch das Auftragen eines samenabtötenden Gels (Spermizid) auf der Oberfläche des Diaphragmas, wird es noch sicherer. Das Einsetzen muss man sich vom Gynäkologen ganz genau erklären und zeigen lassen, um keinen Fehler dabei zu machen.

Als Begleiter während der nächsten Jahre, sollte das Diaphragma entsprechend gehegt und gepflegt werden. Streicheleinheiten oder guten Zuspruch braucht es zwar nicht, aber folgende Maßnahmen sollten eingehalten werden:

  • Nach dem Geschlechtsverkehr: Reinigung mit lauwarmem Wasser
  • Danach abtrocknen
  • Aufbewahrung in einem dafür gemachten, speziellen Behälter
  • Ab und zu gegen das Licht halten oder mit Wasser befüllen (Checken, ob es auch keine Löcher hat)

Die Kosten für das Diaphragma sind sehr gering. Man bezahlt einmal ca. 50 € und kann es bei guter Pflege ein paar Jahre lang verwenden.

Lea

Das Lea ist quasi mit dem Diaphragma verwandt. Genauer gesagt ist es eine Weiterentwicklung dieser Verhütungsmethode. Im Unterschied zum Diaphragma muss das Lea aber nicht angepasst werden. Denn Form und Größe des Muttermunds spielen für dieses Verhütungsmittel keine Rolle.

Ebenso wie das Diaphragma wird es vor dem Muttermund eingesetzt, nachdem es mit einer Spermizidcreme versehen wurde. Das Lea kann auch während dem Sex nicht verrutschen.

Aufgrund des Abflussventils kann das Lea bis zu 48 Stunden lang in der Scheide bleiben. Das macht es äußerst praktisch. Somit muss man es nicht erst kurz vor dem Geschlechtsverkehr einsetzen. Das Liebesspiel wird nicht unterbrochen, sondern kann (wie bei Verwendung der Pille) ungestört fortgesetzt werden. Das Lea ist also speziell für spontane Paare geeignet.

Wie alle mechanischen Verhütungsmittel, greift auch das Lea nicht in den Hormonspiegel seiner Trägerin ein. Damit ist es quasi Nebenwirkungsfrei.

Allerdings hält das Lea nur sechs bis neun Monate lang. Für Damen, die häufig unter Harnwegsinfekten leiden, ist das Lea nur bedingt empfehlenswert. Was die Sicherheit betrifft, ist es dem Diaphragma ebenbürtig.

Kondom

Das Kondom ist wahrlich ein Kassenschlager. Es kann in jeder Drogerie gekauft werden, ohne dass man dafür ein Rezept bräuchte. Jeder hat Zugriff darauf – und das ist auch gut so!

Denn Kondom und Femidom sind die einzigen Verhütungsmittel, die einen wirksamen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten darstellen. Schütze dich und deinen Partner bzw. deine Partnerin, indem du nicht auf die Verwendung eines Kondoms verzichtest. Geschützten Verkehr mit Kondom nennt man übrigens Safer Sex. Das bedeutet so viel wie geschützter, sicherer Sex.

Das Kondom ist hinsichtlich seiner Verhütungsfunktion aber nur dann sicher, wenn man es richtig verwendet. Je nachdem ergibt sich dann ein Pearl-Index, der zwischen 2 und 12 liegt. Tipps zum richtigen Umgang damit findest du in unserem ausführlichen Artikel „20 Facts über die Verhütung mit Kondom“.

Femidom

Das Femidom ist sozusagen das Kondom für die Frau. Leider ist es etwas schwierig in der Anwendung und derzeit auch noch nicht überall erhältlich.

Im Prinzip wirkt es genauso wie das Kondom. So hält es nicht nur Samenzellen, sondern auch Krankheitserreger davon ab, in die Scheide der Frau einzudringen. Wie das „normale“ Kondom, darf auch das Femidom nur einmal verwendet werden. Man muss also jedes Mal ein neues nehmen.

Solltest du an der Verwendung des Femidoms interessiert sein, dann sprich bitte mit deinem Gynäkologen oder Hausarzt darüber. Sie können dir erklären, wie man es richtig anwendet.

Die Sicherheit dieses Verhütungsmittels entspricht der des Kondoms für Männer und liegt damit bei 2-12 (Pearl-Index-Wert).

Andere Verhütungsmittel

Die hormonellen und mechanischen Verhütungsmittel gehören zu den gängigsten in unseren Breiten. Darüber hinaus gibt es noch einige Methoden, die ebenfalls zur Verwendung kommen. Manche davon werden allgemein hin unterschätzt und stellen gute Alternativen zu Pille und Co. Dar. Deshalb möchten wir dir ihre Vor- und Nachteile an dieser Stelle nicht vorenthalten.

Kupferspirale und Kupferkette

In ihrer Form sieht die Kupferspirale einer Hormonspirale sehr ähnlich. Statt mit einem Zylinder, der Hormone abgibt, ist ihr unteres Ende mit einem Kupferdraht versehen, der nach und nach Kupferionen an seine Umgebung abgibt.

Dadurch werden Spermien in ihrer Beweglichkeit gehemmt und überleben nicht mehr so lange in der Scheide. Außerdem wird die Gebärmutterschleimhaut derart verändert, dass sich ein bereits befruchtetes Ei darin nicht mehr einnisten kann.

Die Kupferspirale wirkt also doppelt. Einerseits wird die Befruchtung der Eizelle verhindert. Andererseits wird die Einnistung in der Gebärmutter verhindert, falls es doch zu einer Befruchtung gekommen sein sollte.

Das Einsetzen der Kupferspirale verläuft ebenso wie das Einsetzen einer Hormonspirale und kann kurzzeitig recht schmerzhaft sein. Normalerweise bekommt man im Vorhinein ein Medikament, das den Gebärmutterhals etwas öffnet. Dadurch kann die Spirale leichter eingesetzt werden.

Kupferspiralen mit Goldzusatz sollen Infektionen in der Gebärmutter verhindern. Bisher gibt es aber noch keine eindeutigen Nachweise dafür.

Weil die Kupferspirale mit einem Pearl-Index von 0,3 – 3 sehr sicher ist, eignet sie sich hervorragend für junge Mädchen. Sollte sich ein Kinderwunsch beim Pärchen entwickeln, kann dieser direkt nach der Entfernung der Spirale umgesetzt werden. Die Gebärmutterschleimhaut normalisiert sich normalerweise recht rasch.

Eine Kupferspirale kostet zwar mindestens 300 Euro, kann dafür aber auch bis zu 5 Jahre lang in der Gebärmutter bleiben. Hinzu kommen evtl. noch Kosten für laufende Kontrolluntersuchungen (alle 12 Monate), sofern man zu einem privaten Gynäkologen geht. Ansonsten übernimmt die Krankenkasse diese Folgekosten.

Seit nicht allzu langer Zeit gibt es auch die Kupferkette (Gynefix). Sie besteht aus einigen Kupferzylindern, die auf einem Nylonfaden hängen. Dieser wird mit einem Knoten in der Gebärmutterwand verankert. Daher ist auch das Einsetzen der Kupferkette etwas schmerzhaft. Nach einigen Sekunden ist der Spuk aber auch schon wieder vorbei.

Manche Mädchen berichten davon, dass sie ihre Kupferkette verloren haben. Es kann passieren, dass sie in der Toilette landet, wenn sie sich von der Gebärmutterwand gelöst hat. Normalerweise kann man sich dann ohne Aufpreis eine neue Kette vom Frauenarzt einsetzen lassen.

Gegenüber der Kupferspirale hat die Kupferkette den Vorteil, dass sie nicht verrutschen kann. Sofern sie die erste Periode heil in der Gebärmutter übersteht, ist sie also noch ein wenig sicherer als die Kupferspirale. Allerdings ist sie auch etwas teurer (rund 400 €). Nicht jeder Frauenarzt setzt Kupferketten ein. Frag‘ am besten einfach nach.

Symptothermale Methode

Die symptothermale Methode (auch NFP genannt) wird weithin stark unterschätzt. Leider verwechseln manche Leute sie nach wie vor mit dem relativ unsicheren Temperaturmessen oder der Kalendermethode.

NFP muss man erlernen. Dazu sollte man am besten jemanden kennen, der bereits erfolgreich NFP macht. Es gibt Kurse, Bücher und Online Foren, die ebenfalls dabei unterstützen können.

Kurz und prägnant erklärt funktioniert das Ganze so: Mit einem speziellen, empfindlichen Thermometer misst man jeden Tag zur selben Zeit die Temperatur in der Scheide. Diese Temperatur wird dann in einer Art Tagebuch aufgezeichnet. Dadurch ergibt sich über den Verlauf eines Monats eine Art Diagramm, das Schwankungen in der Temperatur aufweist. Je nach Zyklusphase variiert diese Temperatur nämlich. So hat man beispielsweise während des Eisprungs eine andere Temperatur, als während der Periode.

Neben dem Temperaturmessen bezieht sich diese Methode auch auf weitere Körperanzeichen wie Symptome der Brust oder Beobachtung des Zervixschleims (Scheidensekret).

Der größte Vorteil dieser Verhütungsmethode liegt nicht nur in seiner Sicherheit (Pearl-Index unter 1,0 – ähnlich zur Pille), sondern auch darin, dass man den eigenen Zyklus kennen lernt. Somit lernen Mädchen, sich ein Stück weit selbst zu verstehen und auch die Periode als Teil des monatlichen Kreislaufs zu akzeptieren.

Anders als hormonelle Verhütungsmittel, greift diese Methode nicht in den Organismus ein. Außerdem verzichtet sie auf das Einsetzen von Fremdkörpern, wie das zum Beispiel bei Spiralen der Fall ist.

Da man mit NFP den Eisprung recht genau bestimmen kann, eignet es sich hervorragend für Paare mit Kinderwunsch. So kann man leichter schwanger werden, wenn man es möchte.

Umgekehrt weiß man mit NFP, an welchen Tagen man zu anderen Verhütungsmitteln wie Kondomen greifen sollte. Außerhalb dieser fruchtbaren Tage können NFP-Anwenderinnen völlig ungestört Sex haben, ohne verhüten zu müssen.

Zyklus-Computer

Die sogenannten Verhütungscomputer sind kleine Geräte, die fruchtbare und unfruchtbare Tage anzeigen sollen.

Im Vergleich zum oben beschriebenen NFP sind sie aber sehr unsicher. Viele Mädchen, die damit verhütet haben, sind ungewollt schwanger geworden. Das spiegelt sich auch im relativ hohen Pearl-Index von 6 wider. (Mit NFP wird allerhöchstens eine Frau von 100 innerhalb eines Jahres schwanger. Mit Verhütungscomputer sind es 6. Damit ist diese Methode unsicherer als die Verwendung von Kondomen)

Grundsätzlich gibt es Temperaturcomputer und Hormoncomputer. So können die fruchtbaren Tage (ungefähr) mittels Temperatur- oder Hormonmessung (im Urin) ermittelt werden.

Solche Computer gibt es in der Apotheke zu kaufen. Die günstigeren Modelle kosten um die 90 €.

Unserer Meinung nach eignen sich Verhütungscomputer eher für Frauen, die ihre fruchtbaren Tage herausfinden möchten, um schwanger zu werden, als zur Verhütung.

Spermizid

Gele und Zäpfchen, die Spermizid enthalten, werden als chemische Verhütungsmittel bezeichnet. Sie können rezeptfrei in einer Apotheke gekauft werden und kosten rund 10 € pro Tube bzw. Packung.

Sie enthalten eine Substanz, die Samenzellen wirkungsvoll abtötet. Um ihre Wirkung vollständig entfalten zu können, müssen sie mindestens 10 Minuten vor dem Sex eingeführt bzw. aufgetragen werden.

Die Zuverlässigkeit dieser Methode hängt sehr stark vom jeweiligen Produkt ab. Daher schwankt der Pearl-Index zwischen 3 und 21. Das ist eine sehr dramatische Schwankungsbreite, finden wir. Für junge Mädchen, die noch nicht Mutter werden möchten, ist diese Art der Verhütung deshalb wohl nicht die beste Wahl.

Normalerweise wird Spermizid nur in Kombination mit mechanischen Verhütungsmethoden wie dem Diaphragma verwendet.

Was Kondome in gemeinsamer Verwendung mit Spermizid betrifft, muss man sehr vorsichtig sein. Nicht alle Kondomsorten halten dem Spermizid stand. Lies am besten die Packungsbeilage des jeweiligen Kondomherstellers aufmerksam durch.

Arbeitsblatt zum Text

1) Erkläre die schwierigen Wörter aus dem Text.
Was bedeutet…

  • Safer-Sex
  • Pearl-Index

2) Welche Vorteile haben mechanische und andere Verhütungsmittel gegenüber hormonellen Methoden?

3) Was ist die symptothermale Methode? Schreibe hier auf, was du dir gemerkt hast.

4) Was sind mechanische Verhütungsmittel?

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Verhütung: Das sind die zehn sichersten Methoden

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Von der Pubertät bis zu den Wechseljahren beschäftigt ein Thema alle Frauen: Verhütung. Auf Sex zu verzichten, um eine ungewollte Schwangerschaft oder Geschlechtskrankheiten zu vermeiden, ist für die meisten keine Option. Also beginnt die Suche nach dem passenden Verhütungsmittel. Gynäkologinnen wie Katrin Schaudig beraten bei der Wahl. Oft verlangen junge Frauen, die in ihre Praxis kommen, die Antibabypille. Doch die ist nicht für jede die beste Methode – und auch nicht die sicherste.

Um die Wirksamkeit von Verhütungsmitteln zu bewerten, führte der US-Biologe Reymond Pearl in den 30er-Jahren den Pearl-Index ein. Er gibt an, wie viele von 100 Frauen schwanger werden, wenn sie ein Jahr lang Sex haben – und die jeweilige Verhütungsmethode anwenden. Der Pearl-Index für Sex ohne Verhütung läge übrigens zwischen 30 und 85.

Die Gynäkologin Schaudig erklärt: „Ohne Verhütung würden Frauen ab der Pubertät bis zu den Wechseljahren im Durchschnitt jedes zweite Jahr ein Kind bekommen.“ Je niedriger der Pearl-Index ist, desto zuverlässiger ist eine Methode also. Das sind die zehn sichersten Verhütungsmittel:

Elfenbein, Pulver und Spülautomaten gegen Babys

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Das Scheidenausspülpulver „Frauenlob“ sollte laut Verpackung frei von schädlichen Stoffen sein. Seinen eigentlich Zweck hat das Produkt aber eher nicht erfüllt. Quelle: dpa/DPA

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Mit dem Werbespruch „Die Beschränkung der Kinderzahl ist kein Geheimnis, sondern ein gesetzlich geschützter Scheiden-Pulverbläser“ warb einst der Hersteller dieses historischen Ver…hütungsgerätes. Quelle: dpa/DPA

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Mit Hilfe des Scheidenspül-Apparates wurde noch in den 1920er Jahren Zitronenpulver auf den Muttermund gesprüht. Das sollte Empfängnis verhütend wirken. Der Mediziner Günther Köhle…r ist einer der Teilnehmer des Kongresses. Quelle: dpa/DPA

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Dieser Handzettel gibt eine genaue Anleitung des Automats nebst Schaubild. Quelle: dpa/DPA

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„Frauenfreude“, ein weiterer Apparat zur Verhütung aus den Anfangsjahren des vergangenen Jahrhunderts. Quelle: dpa/DPA Anzeige

Eigentlich ist das Kondom das sicherste Verhütungsmittel. „Nur das Kondom bietet einen Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Syphilis und Gonorrhoe, vor den weit verbreiteten Chlamydien, vor HIV und bei Frauen ohne HPV-Impfung auch vor Ansteckungen mit den Viren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen,“ erklärt die Gynäkologin. Mit einem Pearl-Index von 2 bis 12 landet das Kondom aber nur auf Platz 10 der sichersten Verhütungsmittel. Vor einer Schwangerschaft schützt das Kondom nämlich nur zuverlässig, wenn es richtig verwendet wird, nicht abrutscht oder reißt.

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9. Kupferspirale

Diese Spirale muss von einer Gynäkologin eingesetzt werden und wirkt bis zu fünf Jahre lang. Das Kupfer verändert die Schleimhaut der Gebärmutter so, dass sich kein Ei einnisten kann. Da die Kupferspirale ohne Hormone funktioniert, eignet sie sich besonders für Frauen mit erhöhter Thrombosegefahr. Wer übergewichtig ist oder raucht, gehört zu der Risikogruppe für Blutgerinnsel. Allerdings ist die Zuverlässigkeit der Spirale nicht so hoch wie die von hormonellen Verhütungsmitteln. Der Pearl-Index liegt zwischen 0,9 und 3. Nicht geeignet ist die Kupferspirale für Frauen, die unter einer starken oder schmerzhaften Menstruation leiden. Die wird durch diese Spirale nämlich oft verstärkt.

8. Hormonpflaster

Wer keine Pille schlucken will, könnte mit dem Hormonpflaster zufrieden sein Quelle: Getty Images

Das Hormonpflaster gibt Östrogene und Gestagene ab, die über die Haut aufgenommen werden. Es bietet also doppelten Schutz – ebenso wie Pillen oder Vaginalringe. Die Hormone verhindern Eisprung und Schwangerschaft. Zusätzlich bewirken sie eine Verdickung des Muttermundschleims. Der Schleim versperrt Spermien den Weg in die Gebärmutter. Das Hormonpflaster hat eine Pearl-Index von 0,72 bis 0,9.

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Für alle hormonellen Verhütungsmittel gilt: Sie sorgen oft für eine schwächere Monatsblutung und können Stimmungsschwankungen während der Periode hemmen. Das Pflaster eignet sich nicht für Frauen, die 90 Kilogramm oder mehr wiegen.

7. Minipille

Zu viel Fitness macht unfruchtbar

Die Studie eines Fitness-Portals zeigt: Frauen, die mehr als 60 Minuten täglich trainieren, haben ein höheres Risiko, unfruchtbar zu werden. Das gilt allerdings nur für sehr schlanke Frauen.

Quelle: N24/ Kevin Knauer

Die Minipille enthält keine Östrogene, sondern nur Gestagene. Sie muss jeden Tag zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Die Minipille verhindert nicht immer den Eisprung, sondern bewirkt eine Verdickung des Muttermundschleims und versperrt Spermien den Weg in die Gebärmutter. Außerdem erschwert sie der Eizelle die Einnistung. Bereits eine um ein bis zwei Stunden verspätete Einnahme kann die Wirkung aufheben: Der Pearl-Index liegt bei 0,5 bis 3. Die Minipille hat weniger Nebenwirkungen als Mittel, die mehr Hormone enthalten. Die Thrombosegefahr ist geringer.

6. Vaginalring

Der Vaginalring wird von der Frau selbst in die Scheide eingeführt. Er bleibt dort drei Wochen. Nach einer einwöchigen Pause, in der die Frau ihre Periode bekommt, wird ein neuer Ring eingesetzt. Er wirkt ähnlich wie das Hormonpflaster – mit Östrogenen und Gestagenen. Pearl-Index: 0,4 bis 0,65.

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5. Dreimonatsspritze

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Wer sich für dieses Verhütungsmittel entscheidet, bekommt alle drei Monate Gestagene in Oberarm oder Po gespritzt. Empfehlenswert das nur für Frauen, die keine anderen Verhütungsmethoden vertragen. Die Spritze hat Nebenwirkungen wie unregelmäßige Blutungen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Depressionen, Akne und eine leichtere Gewichtszunahme. Sie verhindert den Eisprung und verdickt den Muttermundschleim. Pearl-Index: zwischen 0,3 und 1,4.

4. Hormonspirale

Das Bild eines menschlichen Beckens zeigt, wo die Spirale sitzt Quelle: Getty Images/Universal Images Gr

Das Prinzip aller hormonellen Verhütungsmethoden ist die Unterdrückung des Eisprungs – eine Ausnahme ist nur die Hormonspirale, die ausschließlich in der Gebärmutter wirkt.

Dort gibt sie Gestagene ab und verhindert so eine Schwangerschaft. Die Hormonspirale wird von einer Gynäkologin eingesetzt und wirkt zwischen drei und fünf Jahre lang.

Sie gilt als sicheres Verhütungsmittel, ihr Pearl-Index liegt bei 0,16.

3. Östrogenfreie Antibabypille

Die östrogenfreie Antibabypille wirkt mit Gestagenen, ähnlich wie die Minipille. Nur sind die Hormone bei der östrogenfreien Pille höher dosiert. Deshalb verhindert die östrogenfreie Pille den Eisprung zuverlässig und erlaubt Schwankungen in der Einnahmezeit. Ihr Pearl-Index liegt bei 0,14. Nebenwirkungen wie unregelmäßige Blutungen, Gewichtsveränderungen oder Akne können auftreten.

2. Antibabypille

Die Anti-Baby-Pille kann tödlich sein

Eine ganze Generation musste sich die Anti-Baby-Pille erkämpfen, heute greifen viele junge Frauen zur Pille, weil sie vermeintlich schöner macht – und gehen damit ein erhebliches Gesundheitsrisiko ein.

Quelle: Die Welt

Das Kombipräparat aus Östrogenen und Gestagenen gehört zu den beliebtesten Verhütungsmitteln – gerade bei jungen Frauen.

Seit Jahren gerät es immer wieder in die Kritik, weil es die Thrombosegefahr erhöht.

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Die Antibabypille muss jeden Tag über drei Wochen hinweg eingenommen werden. Meist folgt danach eine Pause, in der die Menstruation stattfindet.

Ihr Pearl-Index liegt zwischen 0,1 und 0,9. Das heißt: Von tausend Frauen, die ein Jahr lang die Pille nehmen und Sex haben, wird mindestens eine trotzdem schwanger. Das sicherste Verhütungsmittel ist die Pille damit nicht.

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1. Hormonimplantat

Das Gestagen-Stäbchen wird für drei oder fünf Jahre in den Oberarm eingesetzt und bietet mit einem Pearl-Index zwischen 0 und 0,08 den zuverlässigsten Schutz gegen Schwangerschaften. Allerdings sollten Frauen nur dann das Implantat in Erwägung ziehen, wenn sie vorher eine östrogenfreie Pille eingenommen und gut vertragen haben. Die beiden Verhütungsmethoden wirken ähnlich, sind aber oft nicht so gut verträglich wie Kombinationsmittel aus Östrogenen und Gestagenen.

Grundsätzlich heißt es: Das Verhütungsmittel ist nur so zuverlässig wie die Anwenderin. Insbesondere gilt dies für natürliche Verhütungsmethoden. Will ein Paar eine ungewollte Schwangerschaft unbedingt vermeiden, sind sie daher eher weniger empfehlenswert: Die Kalendermethode, bei der die unfruchtbaren Tage im weibliche Zyklus bestimmt werden, hat einen Pearl-Index zwischen 9 und 40. Der Coitus interuptus, bei dem der Mann seinen Penis vor dem Samenerguss aus der Scheide der Frau zieht, hat einen Pearl-Index von zwischen 4 und 18. Und die Temperaturmethode, bei der anhand der Körperwärme die Fruchtbarkeit der Frau gemessen wird, liegt bei 3.

Es gibt viele Alternativen zur hormonellen Verhütung.

Keine Verhütungsmethode ist für jede Frau in jedem Lebensabschnitt gleichermaßen gut geeignet, das gilt sowohl für hormonelle als auch nicht-hormonelle Lösungen. Welche für Sie persönlich die beste ist, hängt von vielen Faktoren ab: der Lebenssituation, dem Alter, individuellen Beschwerden oder Erkrankungen, um nur einige zu nennen. Auch persönliche Vorlieben und Gewohnheiten spielen mit hinein.

Kondom und Spirale nach der Pille am beliebtesten

Die meisten Frauen entscheiden sich zwar immer noch für die Pille – laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung insgesamt 55 Prozent der Befragten, wobei Mehrfachnennungen erlaubt waren. Doch an zweiter und dritter Steller stehen nicht-hormonelle Anwendungen: das Kondom und die Spirale. Alles andere bewegte sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Eine Sterilisation des Mannes war für drei Prozent der Befragten die Methode der Wahl, gefolgt von der Sterilisation der Frau mit zwei Prozent. Temperaturmessen und Babycomputer kamen auf jeweils ein Prozent. Andere nicht-hormonelle Methoden wie Diaphragma, Femidom oder chemische Mittel spielten kaum eine Rolle: Für sie hatten sich jeweils weniger als ein Prozent der Personen entschieden.

Folgende Fragen können Ihnen bei der Suche nach der idealen Methode helfen: Wünschen Sie eine lang- oder kurzfristige Lösung? Wollen Sie sich jeden Tag, im Bedarfsfall oder am liebsten gar keine Gedanken um Verhütung machen? Spielen Kosten eine Rolle? Wenn es Ihnen zum Beispiel vor allem darum geht, dass die Methode sicher und bequem ist, Sie aber nicht ständig daran denken wollen, sind Sie vielleicht mit einer Spirale gut beraten, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen. Das wäre eine langfristige, bequeme Lösung. Viele Frauen steigen zum Beispiel von der Pille auf die Spirale um, nachdem sie ein Kind bekommen haben.

Gezielte Verhütung nur bei Bedarf

Einige Frauen wollen nur verhüten, wenn sie auch tatsächlich intim sind mit einem Mann, vor allem, wenn sie keinen festen Partner haben. Für sie kämen eher das Kondom und das Diaphragma infrage. Andere wiederum lassen sich sterilisieren, weil ihre Familienplanung abgeschlossen ist. Wenn Sie einen latenten Kinderwunsch haben und kein Problem damit, sich jeden Tag mit Ihrem Körper und Ihren fruchtbaren Tagen zu beschäftigen, ist die „Natürliche Familienplanung“ vielleicht interessant für Sie. Aber Vorsicht: Das erfordert viel Selbstdisziplin und Eigenverantwortung. Und es dauert etwas, sich mit der Methode vertraut zu machen. Wenn Ihnen das zu aufwändig und umständlich erscheint, ist die Gefahr, dass die Methode versagt, besonders hoch.

Bei allen Verhütungsmitteln verrät Ihnen der so genannte Pearl-Index, wie zuverlässig die jeweilige Methode ist. Er geht auf den amerikanischen Statistiker Raymond Pearl zurück, der bereits 1932 ein einheitliches Maß für die Berechnung der Versagerquote entwickelt hat. Hinter dem Index verbirgt sich folgende Untersuchung: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang nach einer bestimmten Methode verhütet haben, schauen die Forscher, wie viele davon trotz Verhütung schwanger geworden sind. Das bedeutet: Je weniger Schwangerschaften, desto niedriger der Pearl-Index. Und je niedriger der Pearl-Index, desto sicherer die Methode.

Noch ein Wort zu einer Verhütungsmethode, die keine ist: der berühmt-berüchtigte Coitus interruptus. Das heißt so viel wie unterbrochener Geschlechtsverkehr – kurz bevor der Samen sich ergießt – und steckt in dem Satz „Ich passe schon auf“. Nicht nur, dass dies sehr schwierig umzusetzen ist, bietet dies keinen ausreichenden Schutz vor Schwangerschaft. Denn auch vor dem Samenerguss können Spermien austreten. Der Pearl Index liegt hier zwischen 10 und 38.

Langzeitverhütung: Spirale

Wenn Sie zwar dauerhaft verhüten, aber nicht mehr täglich die Pille einnehmen oder täglich an Verhütung denken wollen, ist die Spirale für Sie womöglich gut geeignet. Mit ihr sind Sie das Thema gleich für mehrere Jahre los.

Nach Pille und Kondom ist die Spirale die dritthäufigste Verhütungsmethode, wobei sich vergleichsweise häufig die 30- bis 44-Jährigen dafür entscheiden. Doch auch bei jüngeren Frauen ist das Interesse vereinzelt gestiegen, weil sie meinen, der Eingriff in den Körper sei geringer als bei der Pille, die Spirale bequem und auf die Dauer von drei bis fünf Jahren gerechnet nicht teuer. Die Kosten liegen zwischen 130 und 200 Euro.

Von den so genannten Intrauterinpessaren (IUP), wie Mediziner die Spirale nennen, gibt es verschiedene Typen. Die wichtigsten sind die Kupferspirale, zu der auch die neuere Entwicklung der Kupferkette gehört, und die Hormonspiralen.

Hohe Sicherheit, lange Nutzung

Der Pearl-Index der Kupferspirale liegt zwischen 0,5 und 3. Damit gehört sie zu den zuverlässigsten Verhütungsmethoden. Wenn der Arzt sie erst einmal in die Gebärmutter eingesetzt hat, kann sie drei bis fünf Jahre dort bleiben. Manchmal sind auch längere Liegedauern möglich. Idealerweise wird sie in den letzten Tagen der Regel eingesetzt, um zu verhindern, dass die Spirale etwa bei einer Frühschwangerschaft einlegt wird.

Der T-förmige Kunststoffkörper ist etwa 2,5 bis 3,5 Zentimeter lang. Am Schaft ist er mit einem dünnen Kupferdraht umwickelt, der kontinuierlich kleinste Mengen an Kupfer abgibt. Die Kupferionen verändern das Milieu in der Gebärmutter sowie den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Das stört einmal die Samenzellen in ihrer Beweglichkeit, so dass eine Befruchtung nicht zustande kommen kann. Wenn es eine Samenzelle doch bis zu einer Eizelle geschafft hat, kann sich das befruchtete Ei nicht einnisten. Diese Veränderungen bilden sich zurück, sobald der Arzt die Spirale wieder zieht. Schon einen Monat später könnten Sie theoretisch schwanger werden.

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig

Neben dem Kupfer ist auch die richtige Größe und Lage der Spirale entscheidend. Gleich nach dem Einsetzen und dann nach sechs Wochen sollte Ihr Arzt die Lage kontrollieren. Im Anschluss sollten Sie sich spätestens alle sechs Monate untersuchen lassen – erst recht, wenn Sie den Kontrollfaden nicht mehr ertasten können. Manchmal kommt es vor, dass die Spirale während der Periode ausgestoßen wird oder innerhalb der Gebärmutter verrutscht.

Zum Arzt sollten Sie auch gehen, wenn Nebenwirkungen auftreten. Die Menstruation fällt oft stärker aus oder kann länger andauern und Regelschmerzen bewirken. Daher empfehlen Mediziner diese Verhütung nur jenen Frauen, die vorher keine Probleme mit ihrer Periode hatten. Entzündungen können ebenfalls auftreten, etwa Eileiter oder Gebärmutterschleimhautinfektionen, deren Erreger beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können – vor allem in den ersten sechs Wochen nach dem Einsetzen. Eine gründliche Voruntersuchung sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind deshalb sehr wichtig.

Die Spirale kommt für Sie nicht infrage, wenn Sie Unterleibsentzündungen haben oder unter einer Fehlbildung der Gebärmutter leiden. Auch wenn Sie schon einmal eine Eileiterschwangerschaft hatten oder allergisch auf Kupfer reagieren, ist dies nicht empfehlenswert. Über weitere mögliche Risiken klärt Sie Ihr Arzt auf.

Kupferkette – die neue Form der Kupferspirale

In den letzten Jahren sind viele Frauen auf die Kupferkette aufmerksam geworden. Sie zählt zur Spirale, auch wenn sie optisch nicht mehr viel mit ihr zu tun hat. Bei der Kupferkette sind die Kupferelemente an einem Kunststofffaden aufgereiht, der etwa einen Zentimeter tief in der Gebärmutterwand verankert wird. Sie ist insgesamt zwei bis drei Zentimeter lang, wirkt wie die herkömmliche Spirale und kann ebenso mehrere Jahre lang im Körper bleiben.

Nach Angaben des Herstellers sollen Kupferketten seltener verrutschen und ausgestoßen werden als die herkömmliche Spirale. Auch die verstärkten Blutungen kämen nicht so häufig vor wie bei der Spirale, heißt es. Tatsächlich kommen unabhängige Studien zu anderen Ergebnissen; Langzeiterfahrungen fehlen. Entscheidend ist hier, dass das Einlegen der Kupferkette ein besonderes Training des Arztes erfordert – wenn der nicht geübt ist, kann es eher passieren, dass sie ausgestoßen wird oder verrutscht. Für die meisten Frauen bieten die Kupferketten nach heutigem Kenntnisstand keine eindeutigen Vorteile gegenüber der normalen Spirale, sagen Experten. In manchen Fällen kann die Kupferkette aber eine gute Alternative sein, etwa, wenn die Gebärmutterhöhle verformt ist. Sie kommt auch als Methode der Nachverhütung infrage.

Mechanische Methoden: Kondom und Femidom

Anders als die Pille und andere hormonelle Verhütungsmittel, die in den Hormonhaushalt der Frau eingreifen, basiert die Wirkung der mechanischen und chemischen Verhütungsmethoden auf einem einfachen Prinzip: Sie töten die Samenzellen ab, schränken sie in ihrer Bewegungsfähigkeit ein oder versperren den Samen den Zugang zur Eizelle. Wenn diese nicht befruchtet wird, gibt es keine Schwangerschaft.

So simpel die Idee ist, so vielfältig sind die Methoden. Welche Ihnen am besten zusagt, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Allen gemeinsam ist, dass sie bei Bedarf einsetzbar sind, und Sie nicht jeden Tag damit zu tun haben müssen. Das ist vor allem interessant für jene, die keine dauerhafte Verhütung wünschen oder keinen festen Partner haben.

Wie eine zweite Haut: das Kondom

Noch immer ist das Kondom neben der Sterilisation die einzige Verhütungsmethode, mit welcher der Mann sich in Sachen Verhütung aktiv einbringen kann. Und es ist das einzige Verhütungsmittel, das vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt – nicht nur vor HI-Viren, sondern auch vor Hepatitis, Chlamydien, Trichomonaden oder HP-Viren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Vor allem dieser Aspekt hat dem Kondom in den vergangenen Jahren zu einem besseren Image verholfen.

Das Kondom ist selbsterklärend – jeder hat schon mal eines gesehen und weiß, wie es funktioniert. Im Wesentlichen ist es ein dünner, äußerst dehnbarer Latexschlauch, der eng auf dem Penis aufliegt und vorne einen kleinen zipfelförmigen Behälter für die Samenflüssigkeit hat. Seine Oberfläche ist meistens mit einem Gleitmittel behandelt. Sie bekommen Kondome in vielen Farben, Formen und Größen. Wenn Sie allergisch gegen Latex sind, können Sie welche aus Polyurethan kaufen. Wie sicher ein Kondom vor Schwangerschaft schützen kann, hängt in erster Linie vom Geschick des Mannes ab. Entscheidend ist, dass die Geschlechtsorgane keinen direkten Kontakt haben, dass die Samenflüssigkeit also nicht in die Scheide gelangt. Wer routiniert mit Kondomen umgehen kann und Fehler vermeidet, hat ein ziemlich sicheres Verhütungsmittel. Da dies nicht bei allen Personen und nicht immer der Fall ist, schwankt der Pearl-Index zwischen 2 und 12.

Ungeduld und scharfe Kanten

Typische Pannen passieren, wenn die Kondom-Packung von spitzen Gegenständen beschädigt oder geöffnet wird – selbst Fingernägel können tückisch sein. Problematisch kann es auch werden, wenn Sie es zu kräftig oder falsch herum überziehen. Oder wenn Sie es beim Herausziehen nicht festhalten, so dass es abrutscht. Achten Sie darauf, dass das Kondom nicht mit einer fett- oder ölhaltigen Substanz in Berührung kommt, etwa einem chemischen Verhütungsmittel, einer Gleitcreme oder einem Medikament gegen Scheideninfektionen. Das Öl würde das Material angreifen. Benötigen Sie ein Gleitmittel, empfehlen sich Kondome aus Polyurethan.

Wichtig ist auch eine gute Qualität. Seit über zehn Jahren gelten Kondome in der Europäischen Union als Medizinprodukt und unterliegen bestimmten gesetzlichen Vorschriften. Auf der Schachtel oder Folie muss daher ein CE-Kennzeichen aufgedruckt sein – ohne dieses Zeichen dürfen seit 1997 keine Kondome mehr verkauft werden. Und berücksichtigen Sie das Verfallsdatum: Kondome sind nur etwa vier Jahre haltbar, bei schlechter Lagerung auch kürzer. Vor allem Hitze und Licht lassen sie porös werden.

Manche Menschen empfinden Kondome als störend oder beklagen, dass sie den Partner damit weniger spüren. Andere sind gehemmt, erst recht, wenn sie den Partner noch nicht so gut kennen. Tatsächlich kann es zu peinlichen Momenten kommen. Insgesamt überwiegen aber die Vorteile: Kondome sind leicht zu besorgen und günstig. 40 bis 70 Cent kosten sie pro Stück – nur die Polyurethan-Variante ist mit etwa fünf Euro pro Stück recht teuer. Sie sind frei von Nebenwirkungen und können andere Verhütungsmittel ergänzen.

Das Kondom für die Frau

Seit den 90er-Jahren gibt es auch für Frauen eine Kunststoffhülle, die wie eine zweite Haut wirkt: das Femidom. Der Schlauch aus Polyurethan ist etwa 18 Zentimeter lang und hat an beiden Enden einen biegsamen Ring. Der kleinere Ring am geschlossenen Ende wird mit dem Finger tief in die Vagina eingeführt und legt sich wie ein Diaphragma auf den Muttermund. So wird verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen. Der äußere Ring liegt über den großen Schamlippen und hält das Femidom dort, damit es nicht in die Scheide rutschen kann.

In der Handhabung scheint das Femidom eher umständlich zu sein. Auch wegen der Geräusche während des Geschlechtsverkehrs empfinden es viele Paare als störend. Seit einigen Jahren ist allerdings eine „geräuschfreie“ Latex-Variante erhältlich. Das Femidom kann aber auch hinein- oder herausrutschen und ist nicht gerade günstig. Bislang spielt es bei der Verhütung in Deutschland kaum eine Rolle. Zudem gibt es keine aussagekräftigen Studien zur Sicherheit. Der Pearl-Index schwankt zwischen 5 und 25, ist demnach also wenig zuverlässig. Doch wie beim Kondom für Männer ist auch hier die richtige Anwendung entscheidend. Neben diesem ist das Femidom das einzige Verhütungsmittel, das auch einen Schutz vor HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten bietet. Deswegen wird es vor allem in Afrika kostenlos verteilt und sehr häufig verwendet.

Sie können das Femidom über Apotheken oder Online-Anbieter beziehen. Eine Dreierpackung kostet zwischen 5 und 15 Euro.

Mechanische Methoden: Diaphragma und Portiokappe

Beide erinnern optisch an einen kleinen Hut beziehungsweise an einen Fingerhut mit Krempe. Und beide wirken ähnlich. Ob Diaphragma oder Portiokappe: Die Silikonschalen werden tief in die Scheide eingeführt und bilden vor dem Muttermund eine Barriere für Spermien.

Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Funktion. Das Diaphragma ist breiter und wird von den Scheidenwänden gehalten. Die Portiokappe ist deutlich kleiner und sitzt direkt auf dem Muttermund – dort saugt sie sich fest und bildet eine dichtere Trennwand. Beide Methoden sollten Sie aber immer mit einem chemischen Verhütungsmittel kombinieren, um die Sicherheit zu erhöhen. Vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützt dagegen keine der beiden Kuppen.

Diese Verhütungsmethoden werden ebenso wie die chemischen immer seltener angewendet und verschwinden langsam vom Markt. Sie sind im Vergleich zu anderen Methoden zu unzuverlässig. Gab es vor wenigen Jahren vier verschiedene Portiokappen-Typen, sind heute nur noch zwei erhältlich.

Diaphragmen und Portiokappen bekommen Sie in verschiedenen Größen. Der Arzt muss sie anpassen und den Sitz überprüfen. Auch nach einer Geburt, Abtreibung oder nach Gewichtsschwankungen sollte er die Größe neu bestimmen – Ihr Körper verändert sich. Eine der beiden noch erhältlichen Portiokappen muss allerdings nicht angepasst werden.

Diese Mittel sind gewöhnungsbedürftig und erfordern Übung. Lassen Sie sich also gut einweisen. Nicht nur von der optimalen Größe, sondern auch von der richtigen Anwendung hängt die Sicherheit ab. Der Pearl-Index beim Diaphragma liegt zwischen 1 und 20 – je älter und erfahrener die Frau, desto besser. Bei der Portiokappe liegt der Wert bei etwa 6, verbessert sich aber, wenn Sie diese Verhütungsmethode mit chemischen Mitteln kombinieren. Für die eine der beiden noch erhältlichen Verhütungskappen, die nicht angepasst werden muss, gibt es keine verlässlichen Angaben zur Sicherheit.

Spontaneität bleibt auf der Strecke

Beim Sex spüren Sie das Diaphragma oder die Portiokappe nicht, wenn sie erst einmal richtig sitzt. Sie können beide Modelle jeweils bis zu zwei Stunden vor dem Liebesspiel einsetzen – nicht aber noch früher, weil die Spermizide mit der Zeit verdünnt werden und unwirksam sind. Frühestens acht Stunden nach dem Sex dürfen Sie die Schutzkappe entfernen. Sie kann aber auch ohne weiteres 24 Stunden in der Scheide bleiben.

Ein Diaphragma oder eine Portiokappe kann für Sie interessant sein, wenn Sie nur gelegentlich Sex haben und keine dauerhafte Verhütung wünschen. Oder wenn hormonelle Verhütungsmethoden und die Spirale nicht infrage kommen, aus gesundheitlichen oder anderen Gründen. Manche Frauen finden diese Kappen aber umständlich und störend. Einigen ist es unangenehm, sie im Beisein des Partners einzusetzen, andere beklagen, dass die Spontaneität beim Sex darunter leidet.

Im Allgemeinen sind die Kappen gut verträglich. Probleme bereiten eher die Verhütungscremes, die ein Brennen, eine Scheidenentzündung oder Allergien im Bereich der Scheide auslösen können. Nur in bestimmten Fällen dürfen Sie Diaphragmen oder Portiokappen nicht verwenden: wenn Sie sich im Wochenbett befinden, eine akute Scheiden- oder Gebärmutterhalsentzündung haben, unter Fehlbildungen der Scheide leiden oder allergisch auf das verwendete Material reagieren.

Die Kappen sind rezeptfrei erhältlich, sie kosten je nach Modell zwischen 35 und 55 Euro und halten bei guter Pflege ein bis zwei Jahre. Für die Verhütungscremes müssen Sie noch einmal zehn bis 15 Euro einrechnen. Diaphragmen kommen auf 25 bis 40 Euro.

Chemische Methoden: Salben und Zäpchen

Besonders beliebt sind und waren die chemischen Verhütungsmittel nie. In Umfragen spielen sie eine untergeordnete Rolle, genaue Zahlen über die Verbreitung gibt es nicht. Inzwischen verschwinden auch sie wie manche Barrieremethode mehr und mehr vom Markt. Der Pearl-Index liegt zwischen 5 und 29 – sie sind einfach nicht sicher genug.

Nur in Kombination zu empfehlen

Ärzte empfehlen diese Produkte ohnehin nur zusammen mit Diaphragmen oder Portiokappen. Achten Sie dabei auf die Herstellerhinweise: Nicht jede Substanz verträgt sich mit dem Material der mechanischen Verhütungsmittel. Produkte auf Öl- oder Fettbasis können die Gummiwand angreifen, so dass sie durchlässig für Spermien wird.

Die Spermizide, wie die chemischen Mittel auch genannt werden, bekommen Sie heute unter anderem noch als Zäpfchen, Gel oder Creme. Die Wirkung ist bei allen ähnlich. Die jeweilige Substanz löst sich im Körper auf und verwandelt sich in einen zähen Schleim oder Schaum, der Spermien abtötet, sie bewegungsunfähig macht oder den Muttermund abdichtet und somit eine Barriere gegen Spermien errichtet.

Die erhältlichen Spermizide enthalten neben einer zähen Trägersubstanz meist den Wirkstoff Nonoxinol-9. Er greift die äußere Zellhülle der Spermien an, die Samenzelle schrumpft und stirbt ab. Dabei geht es nach dem Prinzip „alles oder nichts“: Eine beschädigte Samenzelle kann nicht mehr in die Gebärmutter gelangen. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, dass ein geschädigter Embryo entstehen könnte, falls Sie trotz Verhütung schwanger werden sollten. Andere Substanzen wie Milchsäure oder Zitronensäure, die das Scheidenmilieu verändern und Spermien lediglich unbeweglich machen, gelten als unsicherer.

Bei Bedarf einsetzbar – aber oft mit Nebenwirkungen

Alle Mittel sollten etwa zehn bis 15 Minuten vor dem Verkehr tief in die Scheide eingeführt werden, so dass sie direkt vor dem Muttermund liegen. Für Cremes und Gels bekommen Sie meist ein Plastikstäbchen zum Auftragen. Ein Zäpfchen braucht länger, bis es sich aufgelöst hat und wirksam ist – planen Sie daher mindestens zehn Minuten ein.

Interessant sind chemische Mittel für Sie, wenn Sie keine dauerhafte Verhütung brauchen oder wünschen, da sie bei Bedarf einsetzbar sind. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und kosten etwa 6 bis 10 Euro.

Manche stören sich daran, dass spontaner Sex damit nur eingeschränkt möglich ist. Außerdem hält die Wirkung meist nur ein bis zwei Stunden an und nur für einen Samenerguss. Lesen Sie hierfür die Angaben des Herstellers. Wenn Sie häufiger miteinander schlafen, müssen Sie das Mittel jedes Mal neu auftragen.

Einige Frauen vertragen den Wirkstoff Nonoxinol-9 nicht. Das Mittel kann die Vaginalschleimhaut reizen, dann kann es zu Entzündungen kommen. Manchmal entsteht ein unangenehmes Wärmegefühl oder Brennen nach dem Einführen oder während des Liebesaktes. Die Chemikalien können daneben allergische Reaktionen auslösen, bei Frauen wie bei Männern. Wer anfällig für Scheideninfektionen ist, sollte daher lieber die Finger davon lassen. Denn wenn die Schleimhäute gereizt sind, erhöht sich die Infektionsgefahr. Laut einem WHO-Bericht infizierten sich Frauen, die chemische Mittel mit dem Wirkstoff Nonoxinol-9 verwendeten, sogar deutlich häufiger mit dem HI-Virus. Damit ist auch klar, dass dieses Mittel keinerlei Schutz vor einer HIV-Infektion bietet. Nicht zuletzt riechen die meisten Präparate unangenehm.

Alternative zur Chemie

Wenn Sie Portiokappe oder Diaphragma benutzen, aber Chemie ablehnen, können Sie sich in der Apotheke auch ein Zitronensäure-Gel herstellen lassen. Diese Mischung auf Basis von Zitronensäure, Weizenstärke und Glyzerin tötet Spermien genau genommen nicht, sondern macht sie nur bewegungsunfähig. Dieses Gel ist jedoch nicht lange haltbar.

Alternativen zur Pille

GyneFix als alternative Verhütung ohne Pille

Immer mehr Frauen sind auf der Suche nach einer Alternative zur Pille. Umgangssprachlich spricht man davon, dass diese Frauen „pillenmüde“ seien. Viele Frauen steigen deshalb jährlich als Alternative zur Pille auf die GyneFix Kupferkette ohne Hormnone um.

Aber welche Veränderungen sind durch den Umstieg auf GyneFix als Alternative zur Pille zu erwarten?

  • ♥ Sie müssen nicht täglich an die Verhütung denken, wenn Sie GyneFix als Alternative zur Pille wählen.
  • ♥ GyneFix bietet eine höhrere Sicherheit als Alternative zur Pille, weil Anwendungsfehler ausgeschlossen sind.
  • ♥ GyneFix bietet 5 Jahre Verhütungsschutz (kann auf Wunsch auch vorzeitig entfernt werden).
  • ♥ GyneFix ist als Alternative zur Pille sehr verträglich und verursacht nur in seltenen Fällen Nebenwirkungen.
  • ♥ GyneFix beeinflusst als Alternative zur Pille den natürlichen Zyklus nicht.
  • ♥ GyneFix hat keinen systemischen Einfluß auf die Psyche und somit auch nicht auf Libido oder Stimmung.
  • ♥ GyneFix hat als Alternative zur Pille keinen Einfluß auf das Gewicht.
  • ♥ GyneFix ermöglicht eine Verhütung ohne Hormone.

Pille einfach absetzen?

Wer sich entscheidet, auf eine Alternative zur Pille zur Pille umzusteigen, sollte das Absetzen der Pille sorgfältig planen. Wichtig ist dabei, sich schon vor dem Absetzen der Pille Gedanken über die zukünftige Verhütung zu machen, um in der Umstellungsphase ein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko zu vermeiden.
Die Kupferkette GyneFix kann noch während der Einnahme als Alternative zur Pille eingesetzt werden oder direkt in der Pause nach Einnahme der letzten Pille aus dem Blister. Auf diese Weise ist ein nahtloser Verhütungsschutz gegeben.

Alternativen zur Pille: die Qual der Wahl

Alternativen zur Pille gibt es viele und der Markt der alternativen Verhütungmethoden ist in Bewegung.
Bei der großen Auswahl den Überblick zu behalten und eine gute Alternative zur Pille zu wählen, ist nicht einfach. Wer auf der Suche nach einer Verhütung außer der Pille ist, hat gegebenenfalls schlechte Erfahrungen mit den Hormonen der Pille gemacht. In einem solchen Fall macht es auf jeden Fall Sinn, als alternatives Verhütungsmittel zur Pille eine Verhütungsmethode ohne Hormone, wie zum Beispiel die GyneFix Kupferkette zu wählen.
Sie sind auf der Suche nach einer Alternative zur Pille und interessieren sich für die GyneFix Kupferkette als Verhütungsmethode ohne Hormone?
Fordern Sie hier weitere Informationen an oder vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin bei einem unserer GyneFix-Ärzte.
Die Kontaktdaten der GyneFix-Ärzte in Ihrer Nähe finden Sie in unserem GyneFix-Ärztefinder.

Die richtige Verhütungsmethode nach dem Pille absetzen

Bevor Sie die Pille absetzen, sollten Sie sich bereits für eine alternative Verhütungsmethode entschieden haben, sofern Sie nicht planen, schwanger zu werden. Selbst, wenn Sie die Pille absetzen, um ein Kind zu bekommen, wird sich jedoch spätestens nach der Stillzeit wieder die Frage nach einer anderen Verhütungsmethode stellen – nehmen Sie wieder die Pille oder entscheiden Sie sich doch für eine andere Form der Verhütung?

Wenn Sie sich gegen die hormonelle Verhütungsmethode in Form der Anti-Baby-Pille entscheiden, können Sie im Anschluss aus einem breiten Spektrum alternativer Verhütungsmittel wählen, die sowohl ohne als auch mit künstlichen Hormonen funktionieren.

Egal ob Kupferkette, Spirale, die mechanische Verhütung durch die Verwendung eines Kondoms oder Femidoms oder die symptothermale Methode – Alle Verhütungsmethoden bringen verschiedene Vor- und auch Nachteile mit sich. So liegt es also in Ihrer Entscheidung, welche Verhütungsmethode für Sie in Ihrer aktuellen Lebenssituation wohl die Beste darstellt.

Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Verhütungsmethoden ist es besonders wichtig, dass Sie, sobald Sie sich für das Pille absetzen entschieden haben, ausreichend informieren.

Hier erhalten Sie Informationen über Ihre Möglichkeiten und auch Ihr Gynäkologe kann Ihnen zu diesem Thema, zu Kosten und auch den Risiken einzelner Verhütungsmethoden Auskunft erteilen.

Welche Verhütungsmethode ist für mich die Richtige?

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Verhütungsmethode, die als Alternative zur Pille gewählt werden können. Welche Verhütungsmethode die richtige ist, muss jede Frau je nach ihren Bedürfnissen, der Lebensart und Lebenssituation für sich selbst entscheiden.

Hormonfreie Verhütungsmethoden

Bei den hormonfreien Verhütungsmethoden handelt es sich um Möglichkeiten der Verhütung, welche vollkommen ohne künstlich hinzugeführte Sexualhormone funktionieren.

Zur Gruppe der hormonfreien Verhütungsmethoden zählen Kupfer-IUPs, zu welchen die Kupferspirale und auch die Kupferkette gerechnet werden. Dies sind Medizinprodukte, welche zum Zwecke der Empfängnisverhütung in die Gebärmutter eingesetzt werden und durch die Abgabe von Kupferionen eine Schwangerschaft verhindern, indem diese toxisch auf Spermien wirken. Die männlichen Samenzellen werden durch diese Verhütungsmethode gelähmt und abgetötet.

Während eine klassische Spirale durch die T-Arme in der Gebärmutter fixiert wird, wodurch es manchmal zu Verletzungen und Vernarbungen kommen kann, wird die Kupferkette mit Hilfe eines Verankerungsknotens in der Gebärmuttermuskulatur befestigt. Sie benötigt weniger Platz und kann daher auch besser für junge Frauen und solche, die noch kein Kind bekommen haben, verwendet werden. Nach dem Absetzen der Pille kann direkt auf eine solche Verhütungsmethode umgestiegen werden, sodass ein nahtloser Übergang in der Verhütungssicherheit gewährleistet ist.

Weiter zählt man zur hormonfreien Verhütungsmethode die Temperaturbeobachtung und auch die symptothermale Zyklusbeobachtung. Diese beiden Formen der Verhütung basieren auf eine exakte Zyklusbeobachtung mit Fokus auf die morgendliche Aufstehtemperatur, auch Basaltemperatur genannt. Während sich bei der Temperaturmethode lediglich auf diese Körpertemperatur konzentriert wird, die sich im Laufe eines Monatszyklus verändert und anhand derer man die unfruchtbare und fruchtbare Phase einer Frau festmachen kann, werden bei der symptothermalen Methode weitere Fruchtbarkeitsmerkmale mit in die Auswertung einbezogen. Hierzu zählen zum einen der Stand des Muttermundes, die Konsistenz des Zervixschleims und auch die Konzentration des LH-Wertes im Urin. Entscheiden Sie sich für diese Verhütungsmethoden sollten Sie nach dem Absetzen der Pille etwa drei Monate zusätzlich mit der Barrieremethode verhüten, da sich ihr Körper zuerst wieder umstellen und die körpereigene Hormonproduktion wieder ins Gleichgewicht bringen muss. Anhand einer Zykluskurve, die auf einem speziellen Zyklusblatt angefertigt oder von einem Zykluscomputer ausgegeben wird, kann frau feststellen, ob sie sich gerade in einer fruchtbaren oder unfruchtbaren Phase in ihrem Zyklus befindet und ob zusätzlich mit der Barrieremethode verhütet werden sollte, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

Dies führt uns direkt zur nächsten Gruppe der hormonfreien Verhütungsmethoden – der Barrieremethode. Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei der Barrieremethode um eine Form der Verhütung, bei der den Spermien der Weg in die Gebärmutter versperrt wird. Zu den Barrieremethoden zählt man das Diaphragma, die Portiokappe, das Femidom sowie das Kondom. Aber auch weniger bekannte Verhütungsmittel wie der Verhütungsschwamm werden zur Barrieremethode gezählt.

Von hormonfreien Verhütungsmethoden wie dem Coitus interruptus ist aufgrund der geringen Sicherheit abzuraten. Chemische Verhütungsmittel wie Verhütungsschaum, Gels oder Cremes mit Spermiziden sollten stets mit einer Form der Barrieremethode verwendet werden. Da es sich hierbei jedoch um chemische Substanzen handelt, kann es zu Reizungen wie einem Brennen oder Jucken während oder nach dem Geschlechtsverkehr kommen.1

Hormonelle Verhütungsmethoden neben der Anti-Baby-Pille

Machen Sie sich weniger Sorgen um die Verwendung künstlich zugeführter Hormone, können Sie nach dem Absetzen der Pille auch auf andere hormonelle Verhütungsmittel zurückgreifen. Neben der Pille gibt es das Verhütungsstäbchen, ein Hormonimplantat von etwa 4 cm Länge, welches in den Oberarm eingesetzt wird und über die regelmäßige Abgabe von Gestagenen die Bildung des Eisprunghormons unterdrückt. Es findet also, wie bei der Pille auch, kein Eisprung statt.

Ähnlich wie auch das Hormonstäbchen wirkt das Hormonpflaster, welches einmal in der Woche erneuert werden muss. Das Pflaster gibt Gestagene und Östrogene ab, welche vom weiblichen Körper über die Haut aufgenommen werden. Hierdurch wird der Eisprung unterdrückt und eine eventuelle Einnistung verhindert. Des Weiteren gibt es die Dreimonatsspritze, den Verhütungsring, welcher jeden Zyklus ausgetauscht werden muss und die Hormonspirale.

Hormonelle Verhütungsmethoden nehmen jedoch an Beliebtheit ab, nicht zuletzt wegen der zahlreichen und teilweise noch nicht abzusehenden Nebenwirkungen.2

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