Alternative zu schnuller

Nimmt plötzlich keinen Schnuller mehr

Meine Maus ist jetzt bald 9 Monate alt und seit 1 Woche nimmt sie keinen Schnuller mehr. Angefangen hat es mal abends. Da hat sie so lang gemeckert und geweint, bis ich den Schnuller aum Mund hab. Dann war sie ruhig und ist sofort eingeschlafen. Seither ist es schon so, dass sie anfängt wie wild zu schreien wenn ich ihr zum einschlafen den Schnuller gebe. Tagsüber spielt sie Mittlerweile auch nur noch damit und kaut drauf rum.
Nur im KiWa lässt sie ihn etwas drin.
Sie lässt sich auch Nachts schon lang nicht mehr mit dem Schnuller beruhigen. Sie hat ihn sich immer selber geholt, doch jetzt Hilft nur noch Stillen. Sie steht dann immer im Bett mit Schnuller im Mund und brüllt.
Wir hatten jetut 8 Wochen lang Horrornächte. Seit ich ihr die Schnuller auch Nachts nicht mehr ins Bett lege, will sie nicht mehr jede Stunde gestillt werden, sondern nur noch 3x die Nacht.
So, jetzt hört sich das alles ganz toll an, aber wir haben jetzt ein echtes Problem mit dem einschlafen. Sie hat vorher 5min gebraucht, jetzt braucht sie teilweiße bis zu einer Stunde. Mindestens aber 30min. Und das geht auch nur mit viel gebrüll, gemecker und gewinde. Spieluhr hilft bedingt mal kurz, rum tragen hilf manchmal. Stillen will se dann auch irgendwann nicht mehr, schnuller ja sowieso nicht, streicheln ist auch doof.
Jetzt mach ich es immer so, das ich mich schlafend stell, sie auf meinem Arm und dann gibt sie doch irgendwann mal ruhe und schläft dann auch IRGENDWANN mal ein.
Wieso nimmt sie plötzlich keinen Schnuller mehr? Was kann ich denn noch machen zum beruhigen? Hab jezzt schon ne andere Schnullermarke gekauft, bringt nix. Hat mein Kind echt kein Nuckelbedürfnis?
Eigentlich will ich auch abstillen, aber sie trinkt weder Pulvermilch noch irgendwas anderes aus irgendeiner Flasche. Sie trinkt Wasser ausm Becher und jetzt versuch ich grad verdünnte Kuhmilch. Das klappt besser als Pulvermilch.
Hab noch jemand so eine kleine Prinzessin oder Prinzen zu Hause?
Ich hab noch einen 2 Jährigen zu Hause und kann tagsüber beim einschlafen einfach nicht immer 30min ihn alleine im Zimmer lassen.
Lg

Schnuller

Autorin: Diane Wiessinger |
Hier erfährst Du, was die aktuelle Forschung über Schnuller aussagt, was sie nicht sagt und was das alles für Dich und Dein Baby bedeutet.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem routinemäßigen Gebrauch von Schnullern und frühzeitigem Abstillen. Der Zusammenhang ist sehr deutlich.

Aber es ist nicht geklärt, ob Mütter, die bereits Probleme haben, eher dazu neigen, Schnuller einzusetzen oder ob die Schnuller selber das Problem sind.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Schnullern und Saugproblemen, besonders wenn sie in den ersten Tagen nach der Geburt eingesetzt werden.

Auch hier ist nicht deutlich, ob sie das Problem verursachen oder ob Mütter, deren Babys bereits Probleme haben, eher dazu neigen einen Schnuller zu geben.

Aber diese beiden Zusammenhänge machen deutlich, dass es sinnvoller ist, sich um kompetente Unterstützung zu bemühen, als damit mit einem Schnuller anzufangen, wenn Du das Gefühl hast, dass das Stillen nicht so gut läuft.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Schnullern und einer geringeren Milchaufnahme in der Zeit des großen Hirnwachstums. Bei einem Neugeborenen, das sehr häufige Mahlzeiten braucht, und bei einem Baby, das nicht gut gedeiht, kann dies ein echtes Problem sein.

Ein Baby mit einem starken Saugbedürfnis benötigt normalerweise Kalorien. Einen Schnuller zu geben ist so, wie jemandem zuckerfreies Kaugummi zu geben, der gerade versucht in ein paar Monaten sein Gewicht zu verdoppeln.

Die Abstände zwischen den Mahlzeiten werden verlängert, um es für die Mutter einfacher zu machen oder um ihrer Vorstellung von „normalen“ Abständen zu entsprechen, aber nicht, um das Wohlergehen des Babys zu erhöhen.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Schnullern und der Zunahme an Mittelohrentzündungen und Soor bei Babys in der Tagesbetreuung. Interessanterweise scheint die Tatsache der Verwendung von Schnullern zumindest ein Teil des Problems zu sein, nicht nur die Sauberkeit des Schnullers selbst.

Die amerikanische Akademie für Kinderheilkunde (AAP) empfiehlt, falls Schnuller verwendet werden, sollten diese erst eingeführt werden, nachdem das Stillen sich gut eingespielt hat.

Das Kinderhilfswerk (UNICEF) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeichnet keine Geburtsklinik als „Babyfreundliche Klink“ aus, die routinemäßig Schnuller ausgibt.

Es gibt weltweit über 20.000 zertifizierte „Babyfreundliche Kliniken“. Davon sind weniger als 75 in den USA und Kanada.

In Deutschland gibt es im Jahr 2018 über 100 zertifizierte „Babyfreundliche Kliniken„. ~ R. Gresens

„Sich von seinem Baby als Schnuller benutzen zu lassen“ ist ein normales Stillverhalten. Es gibt keinen Beleg dafür, die Zeit eines Babys an der Brust einzuschränken; aber es gibt aussagekräftige Belege dafür, dass Babys nicht eingeschränkt werden sollten.

Aber wenn es so scheint, als wolle ein Baby mit einem ausgeprägten Saugbedürfnis ständig an der Brust sein, dann sollte sich eine Stillexpertin die Effektivität des Stillens ansehen. Babys, die saugen wollen, möchten in der Regel Nahrung.

In einer Studie gab es einen Zusammenhang zwischen Schnullern und einem niedrigerem IQ. Es gibt nur eine Studie, die diesen Zusammenhang festgestellt hat.

Aber es bedeutet, dass das routinemäßige Ruhigstellen eines Babys mit einem Schnuller, anstelle der Befriedigung seiner Bedürfnisse nach Stimulation und Interaktion, seine mentale Entwicklung verzögern kann.

Schnuller beeinflussen die mütterliche Reaktion auf das Schreien des Babys. Eine Mutter tendiert dazu, weniger Beruhigungstechniken zu erlernen, wenn sie routinemäßig einen Schnuller gibt.

Schnuller stehen nicht im Zusammenhang mit Latex-Allergien. Trotzdem ist es angesichts der weltweit zunehmenden Zahl von Latex-Allergien möglicherweise klüger einen (durchsichtigen) Silikonschnuller zu nehmen, wenn ein Schnuller gegeben wird.

Der Einsatz von Schnullern bei der Sondenfütterung steht im Zusammenhang mit verbesserter Gewichtszunahme bei Frühgeborenen, obwohl das Saugen an einer zuvor entleerten Brust zu bevorzugen ist.

Saugen während der Mahlzeit führt zur Ausschüttung von Verdauungshormonen, die es dem Frühchen ermöglichen, seine Nahrung besser aufzunehmen und mehr Gewicht zuzunehmen.

Die Form des Schnullers scheint keine Rolle zu spielen. Obgleich verschiedene Hersteller „kieferorthopädische“ oder „Trainings-Schnuller“ anpreisen, gibt es keine Forschungsergebnisse die belegen, dass eine Form besser ist als eine andere.

Ein sauberer Finger ist wahrscheinlich am besten, weil er mit einem realen Menschen verbunden ist. Und ein dickerer Finger oder ein Daumen eines Erwachsenen könnte sinnvoller sein, weil Babys normalerweise mit weit geöffnetem Mund an der Brust saugen.

Bei eher flachen Brustwarzen oder Hohlwarzen sollte das Anlegen gut funktionieren, bevor dem Baby ein Finger zum Saugen angeboten wird. ~ R. Gresens

Langzeitschnullern stand in einigen Studien im Zusammenhang mit Problemen der oralen Entwicklung. In diesen Studien entwickelten sich die Kiefer von Kindern nicht zu so einem breiten Bogen, wie sie es nach ungestörter Stillzeit von normal einem Jahr oder länger, getan hätten.

Dies führte zu einem größeren Bedarf an kieferorthopädischer Behandlung und zu vermehrten Schwierigkeiten bei der Nasenatmung.

Nächtliches Saugen ist gut für Babys. Normalerweise bedeutet dies natürlich Stillen.

Falls Dein Baby stattdessen während des Schlafens in der Nacht und am Tag an das Saugen an einem Schnuller gewöhnt ist, kannst sich sein Risiko für plötzlichen Säuglingstod (SIDS) erhöhen, wenn Du ihn während des ersten Jahres weglässt.

Babys mit Schnullern lächeln nicht. Hierzu gibt es keine formalen Studien, aber Du kannst es selbst in jedem Einkaufszentrum überprüfen.

Beobachte, wie Babys mit und ohne Schnuller auf ihre Umgebung reagieren. Beobachte, wie Erwachsene auf die Babys reagieren. Wann lächeln Babys? Wann lächeln Erwachsene sie an und gehen auf sie ein?

Was passiert, wenn das normale dreifache Zusammenspiel von Saugen, Kalorienzufuhr und liebevoller Berührung des Stillens durch einen Schnuller unterbrochen wird?
Wir wissen noch immer nur einige der Antworten.

Sind Schnuller immer schlecht? Nein.

Sind sie manchmal schlecht? Ja.

Sollten sie so verbreitet sein, wie sie es sind?

Wenn Du Dich entscheidest einen Schnuller zu verwenden, sei Dir darüber im Klaren, dass er Nahrung für Körper und Seele ersetzt und verwende ihn vorsichtig.

Original: „Pacifiers“ von Diane Wiessinger, MS, IBCLC, 2006
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Juli 2004
Foto: catd_mitchell via photopin cc

Schnuller oder Daumen ist wohl eine der Fragen, die für ziemlich viel Konfliktpotenzial sorgt, weil Mütter (und Väter) da sehr verschiedene Ansichten haben. Für die einen ist der Schnuller ein unnötiges Accessoire, das die Zähne kaputt macht und später mühsam wieder abgewöhnt werden muss, für die anderen die Rettung in der Not und unabkömmlich.

1. Warum saugen Babys so gerne?

Saugen ist ein Grundbedürfnis des Babys und hängt mit der Sicherung des eigenen Überlebens zusammen. Damit das Kind nach der Geburt weiterhin mit Nährstoffen versorgt wird, muss es direkt in der Lage sein aus der Brust der Mutter (oder einer Flasche) zu trinken. Das Nuckeln geht jedoch weit über das Bedürfnis nach Nährstoffen hinaus und Babys nuckeln auch dann, wenn sie eigentlich satt sind. Der Grund dafür ist im Gehirn zu finden: hier werden „Glücks- und Wohlfühlhormone“ ausgeschüttet, wenn das Baby an etwas nuckelt oder saugt.

2. Schnuller oder Daumen: Was sind Vor- und Nachteile?

Leider hat sowohl der Schnuller, als auch der Daumen seine Vor- und Nachteile. Viele plädieren dafür, dass es am Besten wäre, wenn ein Baby ganz ohne Schnuller und Daumen auskommt, dies ist jedoch oft eine utopische Wunschvorstellung. Wenn der Familienfrieden oder das Seelenheil von Mama, Papa und Geschwistern leiden, dann kann ein Schnuller oder der Daumen wahnsinnig entlastend sein.

Was die Hygiene angeht, ist es wohl egal, ob ein Kind den Schnuller oder Daumen in den Mund steckt: Den Schnuller kann man zwar sterilisieren, er fällt aber in den meisten Familien regelmäßig auf den Boden. Und wo die Hände unserer Kleinen überall stecken, das wissen wohl die meisten Eltern. Aber so ein bisschen Dreck reinigt bekanntlich den Magen 😉

2.1 Schnuller

Ein Schnuller hat zunächst den großen Vorteil, dass er nicht am Kind festgewachsen ist. Wenn Mama oder Papa den Schnuller nicht geben, dann ist er nicht verfügbar. Dadurch ist die Abgewöhnung vom Schnuller, nein, leider nicht unbedingt leichter, aber einfacher umzusetzen. Starke Nerven sind dabei dennoch meist von Nöten.

Dass der Schnuller nicht mit dem Kind verwachsen ist, ist aber gleichzeitig auch ein Nachteil: so kann es den Schnuller im Mund haben und hat dennoch die Hände frei. Schnullern während des Spielens ist also kein Problem.

2.2 Daumen

Der Daumen ist (bekanntlich 😉 ) ein Körperteil des Kindes. Dadurch ist der Daumen stets verfügbar und wenn das Kind diesen einmal zum Nuckeln entdeckt hat, kann es schwer sein dem Kind zu vermitteln, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist. Den Daumen einfach der „Daumenfee“ mitzugeben, ist in diesem Fall keine Lösung. Zumindest keine empfehlenswerte.

Auf der anderen Seite ist es nicht möglich, dass das Kind am Daumen nuckelt und gleichzeitig mit beiden Händen einer Aktivität nachgeht. Zum Spielen ist es somit meist so, dass der Daumen automatisch nicht im Mund steckt (oder immer mal wieder für kurze Zeiten, dann aber wieder herausgenommen wird).

2.3 Gar nichts von beidem?

Die Alternative zu Schnuller und Daumen ist klar: die Brust. Zum Einen stillt aber nicht jede Mama und zum Anderen ist nicht jede stillende Mama bereit ihre Brust für stundenlanges Dauernuckeln bereitzustellen. Nicht wenige Babys haben ein so extremes Nuckelbedürfnis, dass Brustwarzen schnell schmerzen oder gar wund werden. Da dies dann wiederum dass Stillen negativ beeinflusst, ist von solchen „Dauernuckel-Sitzungen“ abzuraten, sobald die Mutter dies als unangenehm empfindet. Bevor am Ende abgestillt wird, weil die Mutter das Nuckeln an der Brust gar nicht mehr möchte, sollte doch über Alternativen nachgedacht werden. Ein bisschen Nuckeln und vor allem auch das „Cluster“ ist dabei jedoch normal und es sollte nicht direkt auf einen Schnuller ausgewichen werden.

Cluster-Feeding: Als „Cluster-Feeding“ bezeichnet man es, wenn ein Baby (vor allem in den Abendstunden) extrem häufig an die Brust will. Viele Mamas schließen daraus, dass sie zu wenig Milch haben oder das Baby einfach nicht satt wird. Im Grund ist jedoch genau das Gegenteil der Fall: Durch das vermehrte Stimulieren der Brust produziert diese mehr Milch. Das Baby sorgt also durch das Clustern dafür, dass es genau das an Milch bekommt, was es benötigt. Solche Phasen können für Mamas sehr anstrengend sein, um das Gleichgewicht zwischen Milchproduktion und Babybedürfnis nicht zu stören, sollte hier aber kein Schnuller oder anderer Ersatz angeboten werden. Eine Ausnahme liegt natürlich immer dann vor, wenn das Stillen Schmerzen verursacht und die Mama es absolut nicht aushalten kann. Sollten sich die Probleme über einen längeren Zeitraum hinziehen, ist eine Stillberatung sinnvoll.

3. Wie ist das bei uns?

Wir waren Anfangs absolute Schnuller-Gegner. Dann hat unser Babyjunge während einer 45-minütigen Autofahrt komplett durchgeschrien und uns war klar, dass das so nicht geht. Wir fahren schon extrem wenig Auto mit ihm aber komplett darauf verzichten, geht einfach nicht und das Dauerschreien dabei ist einfach nicht auszuhalten.

Wir haben also einen Schnuller gekauft und dachten (etwas blauäugig), dass das Baby den schon nehmen würde. Baby und Schnuller ist doch kein Problem! Tja, leider sah unser Baby das etwas anders und der Schnuller wurde stets vehement ausgespuckt. Wir haben dann einfach immer mal wieder den Schnuller angeboten und verschiedene Schnullerformen probiert.

Letztendlich wurde es bei uns der Schnuller von Philips. Eines Tages entdeckte der Babyjunge, dass man an dem doch prima nuckeln kann und seit dem geht es. Wir haben für den Schnuller jedoch zwei Regeln, die Finn und ich gemeinsam besprochen haben:

1. Den Schnuller gibt es nur zum Autofahren, schlafen oder wenn er wirklich mal ganz furchtbar drauf ist und wir nicht mehr können.

2. Vor dem Schlafen darf das Baby an der Brust dauernuckeln. Meist schläft er so ein, wenn er dann nochmal hochschreckt, gibt es den Schnuller. Mich stört das Dauernuckeln nicht und so bekommt er abends ein paar Extra-Kalorien, die unser Baby gut gebrauchen kann. Wenn er allerdings stundenlang nuckelt, nicht einschläft und es langsam echt schmerzhaft wird, gibt es natürlich den Schnuller.

Bei uns klappt das ganz gut aber mittlerweile bin ich nicht mehr so verblendet zu glauben, dass das an unseren Regeln liegt. Kinder sind einfach wie sie sind und bringen ganz viel mit, wir Eltern können oft nur lernen damit umzugehen. Wir haben in Punkto Schnuller Glück und unser Kleiner finde den zwar ok, liebt ihn aber nicht heiß und innig. Er kann auch ohne Schnuller schlafen und sich beruhigen. Wenn er schreit ist es auch so, dass Finn und ich ihn nur beruhigen können indem wir ihn tragen und schaukeln, der Schnuller wird in solchen Situationen erst angenommen, wenn das Baby wieder zufrieden ist.

4. Abgewöhnung

Egal ob man sich nun entschließt zum Schnuller zu greifen oder das Kind am Daumen lutschen zu lassen, am Ende muss beides ab einem bestimmten Zeitpunkt wieder unterbunden werden, wenn das Kind es sich nicht von allein abgewöhnt. Der richtige Zeitpunkt zum Abgewöhnen von Schnuller oder Daumen ist dabei nicht ganz klar. Bis zum dritten Geburtstag sollten Kinder spätestens ohne Nuckel auskommen, besser ist es (laut Kinder- und Zahnärzten) jedoch noch deutlich früher.

Die Abgewöhnung kann dabei sowohl beim Daumen, als auch beim Schnuller ganz unproblematisch laufen. Da das Saugbedüfnis irgendwann nachlässt, werden auch Schnuller und Daumen zunehmend uninteressanter. Leider ist dies jedoch nicht immer der Fall und es gibt Kinder, die sehr an ihrem Nuckel hängen oder das Daumenlutschen partout nicht aufgeben wollen. In solchen Fällen werden Eltern oft kreativ um den Kind den Abschied zu erleichtern (oder diesen anzustoßen): die Schnullerfee holt dann den Schnuller und hinterlässt ein Geschenkt, der Daumen wird mit einer ekelig schmeckenden Tinktur eingepinselt oder es gibt ein Belohnungssystem, bei dem das Kind belohnt wird, wenn es eine gewisse Zeit ohne Nuckeln auskommt.

Einen sehr ausführlichen und super hilfreichen Artikel zum Thema Schnuller abgewöhnen, gibt es übrigens bei Katja von Küstenkids unterwegs. Direkt zum Artikel gelangst du hier: zum Artikel.

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Schnuller statt Daumen/Finger lutschen

Antwort auf:

Schnuller statt Daumen/Finger lutschen

Liebe Isamami,
ja es stimmt, Babys haben ein über das reine Nahrungssaugen hinausgehendes Saugbedürfnis
und es kann anstrengend sein, dieses Saugbedürfnis so wie es von der Natur vorgesehen ist an
der Brust zu stillen. Der Schnuller ist nichts weiter als eine der Brust nachempfundene Attrappe.
Gelegentlich und gut überlegt eingesetzt kann der Schnuller eine Hilfe im Alltag sein. Doch
leider haben wir das Problem, dass Babys nicht mit einer Gebrauchanweisung geliefert werden
auf der steht „VORSICHT ich werde leicht augverwirrt!“ Oder „No problem, ich werde mit
dem Wechsel zwischen Brust und künstlichen Saugern zurechtkommen!“. Da niemand
vorhersagen kann, wie ein Baby auf einen künstlichen Sauger reagieren wird und da es unser
tägliches Brot als Stillberaterinnen ist, saugverwirrte Babys mit viel Geduld und Mühe (und
nicht selten vielen Tränen auf Seiten der betroffenen Mütter) wieder an die Brust
zurückzuführen, raten wir vom Gebrauch des Schnuller, vor allem in den ersten Wochen, bis
sich die Stillbeziehung gut eingespielt hat, ebenso ab, wie vom Gebrauch von Flaschensaugern
und Stillhütchen.
Wenn dein Kind noch saugen möchte, kannst
Du ihr auch deinen Finger zum Saugen anbieten (oder lass den Papa den Finger anbieten,
schließlich haben Männer auch Finger). Du kannst dein Kind auch durch herumtragen (gut
geeignet dazu ein Tragetuch) beruhigen. Der Schnuller ist nicht die einzige Lösung und mit
zunehmendem Alter nimmt das Saugbedürfnis ab und das Kind kann mit weniger Zeit zum
Saugen zurecht kommen.
Ein Schnuller ist kein zwingend notwendiger Bestandteil der Babyausstattung (eben so wenig wie die Flasche). Es ist auch nicht das Baby, das den Schnuller braucht, sondern es sind die Eltern, das sollte sich jede Mutter und jeder Vater bewusst machen. Beim Schnuller handelt es sich um nichts anderes als um eine Brustattrappe, eine Kopie. Und nun ist es eben so, dass eine Kopie nie wirklich das Original vollständig erreicht und das gilt auch und besonders für den Schnuller. Diese Attrappe kann manchmal sinnvoll und hilfreich sein, wenn sie überlegt und wohl dosiert eingesetzt wird. Aber Eltern sollten sich auch der Nebenwirkungen des Schnullers bewusst sein:
• Schnuller sind künstliche Sauger und können beim Baby zum falschen Saugen an der Brust führen. Diese sogenannte Saugverwirrung kann ernsthafte Stillprobleme nach sich ziehen.
• Durch Schnuller wird die Zeit, die das Baby an der Brust der Mutter verbringt eingeschränkt, was die Milchbildung der Mutter negativ beeinflussen kann.
• Kinder ohne Schnuller erkranken seltener an Mittelohrentzündungen.
• Schnullergebrauch kann Kieferfehlstellungen begünstigen.
• Schnullergebrauch kann zu einer ungünstigen Mundatmung führen. Eine offene Mundatmung führt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit und kann Haltungsprobleme begünstigen.
• Kinder, die einen Schnuller hatten, brauchen häufiger eine logopädische Behandlung
Ein Aspekt, der auch nicht zu vernachlässigen ist, ist, dass Eltern dem Kind den Schnuller zunächst angewöhnen und dann (nach einer mehr oder weniger langen Zeit) wieder abgewöhnen. Das Abgewöhnen des Schnullers kann sehr nervenaufreibend für alle Beteiligten sein. Ein „schnullerabhängiges“ Kind kann in der Nacht sehr oft die Eltern aus dem Bett springen lassen, weil es zum Wiedereinschlafen oder Weiterschlafen den Schnuller braucht und ihn alleine nicht findet.
Wenn schon Schnuller, dann wirklich überlegt, wie ein Medikament überlegt eingesetzt werden sollte und auch mit Blick auf die Zukunft und nicht nur auf den momentanen „Vorteil“
Der Schnuller ist nicht die einzige Möglichkeit, ein aufgebrachtes oder sonstwie unruhiges Kind zu beruhigen, es gibt auch Alternativen.
• Das Kind kann getragen werden. Durch das Tragen wird das Bedürfnis des Kindes nach Körperkontakt, Geborgenheit, Wärme und Nähe gestillt und mit einem gut gebundenen Tragetuch hat man mindestens eine Hand frei, um andere Dinge zu tun.
• Das Kind kann gebündelt werden. Das Bündeln gibt dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und lässt es seinen Körper und seine Grenzen spüren. Das Gefühl von Begrenzung hilft dem Kind sich sicher zu fühlen.
• Man kann ein Nest bauen. Auch hier ist die Begrenzung der springende Punkt, der dem Kind Geborgenheit vermittelt.
• Massage, eine warmes Bad oder auch ein warmes Körnerkissen können beruhigend wirken. Schaukelbewegungen (Wiege, Hängematte, Schaukelstuhl, mit Tragetuch spazieren gehen, Kinderwagen), monotone Geräusche (Staubsaugen, Auto fahren), beruhigende Musik, Singen und Tanzen mit dem Baby und auch der Schutz vor Überreizung (viele Besucher, Fernseher) helfen einem Kind sich zu beruhigen.
Als Saugersatz bietet sich ein Finger (von Kind oder Vater oder Mutter) oder eventuell auch einLutschetuch an. Schnuller sind auch nicht „kiefergerecht“, wie es immer wieder behauptet wird.
LLLiebe Grüße
Biggi Welter

von Biggi Welter, Stillberaterin am 15.05.2013

Schnuller-Ratgeber: Infos & Tipps zum Nuckel

Schnuller, Nuckel, Nuggi, Huppi. Egal, wie du ihn nennst, der Schnuller begleitet das Baby in den ersten Lebensjahren. Alles Wissenswerte haben wir hier zusammengefasst.

Saugen macht nicht nur satt

Einem Baby ist der Saugreflex angeboren. Schon im Bauch nuckelt das ungeborene Baby am Daumen. Und wird es nach der Geburt der Mutter an die Brust gelegt, sucht es instinktiv die Brustwarze und beginnt zu saugen. Saugen sichert dabei nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern tut gleichzeitig der Seele gut. Denn beim Saugen produziert der Körper des Babys Hormone, die beruhigend wirken und sogar die Verdauung fördern.

Ein paar Dinge, die du beachten solltest:

  • Wenn du den Schnuller das erste Mal anbietest, ist Fingerspitzengefühl gefragt: Wird der Schnuller zu früh eingeführt, kann das negative Auswirkungen aufs Stillen haben. Am besten gibst du den Nucki erst, wenn dein Baby einige Wochen alt ist.
  • Später kann der Schnuller die Sprachentwicklung verzögern: Denn wenn die Zunge nur damit beschäftigt ist, den Schnuller zu halten, sind Aussprache und Artikulation beeinträchtigt. Und: Die Zunge kann mit Schnuller das Schlucken nicht richtig üben. Sie muss aber dazu trainiert werden, Flüssigkeit und Nahrung nach hinten zu transportieren.
  • Bis zum dritten Lebensjahr solltest du versuchen, deinem Kind den Schnuller abzugewöhnen. Je länger der Nucki ein ständiger und nicht hinterfragter Begleiter ist, desto mehr gewöhnt sich das Kind daran.

Schnuller nicht gleich von Geburt an

Schnuller, Sauger oder Babyfläschchen können unter Umständen zur sogenannten Saugverwirrung führen. Denn die Saugtechniken an der Brust und beim Fläschchentrinken unterscheiden sich:

  • Beim Stillen muss das Baby seinen Mund weit öffnen, um den gesamten Warzenhof zu umfassen. Die Lippen sind nach vorne gestülpt, und die Kiefer müssen rhythmisch arbeiten.
  • Beim Saugen an Fläschchen oder Schnuller braucht ein Baby den Mund nicht so weit zu öffnen und muss auch nicht stark mit dem Kiefer arbeiten, damit Milch fließt.

10 Probleme beim Stillen und wie du sie löst

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Bekommt ein Baby abwechselnd Fläschchen oder Schnuller und die Mutterbrust, kann es passieren, dass es die Brustwarze nicht mehr richtig mit den Lippen umschließt, die Mutter beim Stillen Schmerzen empfindet und auch nicht mehr genug Milch kommt.
Aber: Es besteht kein Anlass zu Panik. Die meisten Babys haben keine Probleme mit dem Wechsel zwischen Schnuller/Flasche und Brust. Wichtig ist, wenn möglich in den ersten Tagen auf Sauger zu verzichten und den Schnuller erst zu einem späteren Zeitpunkt anzubieten. Sollte eine Saugverwirrung enstehen, können Stillberaterinnen und Hebammen meist helfen. Nur in seltenen Fällen pendelt sich das Stillen nicht mehr ein.

Retter in Notfällen – der Schnuller

Ein Schnuller ist immer okay, solange er keine Dauerlösung darstellt. Also: Klingelt der Postbote an der Tür und das Baby schreit, darf der es zur schnellen Beruhigung einen Schnuller bekommen. Den ganzen Tag sollte er allerdings nicht im Mund stecken.
Einschlafen mit Brust oder mit Schnuller? Hier scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf häufiges Stillen zur Beruhigung. Aus guten Grund: Denn das hat den großen Vorteil, dass dein Baby ganz nah bei dir ist und durch die körperliche Nähe beruhigt einschlafen kann. Aber: Stillen zur Beruhigung kann für Mütter auch ganz schön anstrengend und teilweise belastend sein – deswegen solltest du auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen haben, wenn du statt zu Stillen den Schnuller holst. Es ist deine Entscheidung – und die triffst du aus dem Bauch heraus.

Welche Schnullerform ist die Richtige?

Zur dieser Frage gibt es keine „richtig“ oder „falsch“, denn jedes Baby ist anders. Einige Babys spucken kiefergerechte Schnuller wieder aus, andere nehmen nur diese eine Form. Probiere es aus und lasse dein Kind entscheiden.

Baby

Kleine Schnuller & Sauger Typen-Schule

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Entwöhnt man dem Kind den Nucki kann es vorkommen, dass es zum Ausgleich nun den Daumen nimmt. Fallen dann die ersten Milchzähne aus und die richtigen Zähne kommen, sollte man gemeinsam mit dem Zahnarzt im Blick behalten, ob das ständige Nuckeln eine Fehlstellung begünstigt.

Manchmal braucht’s den Schnuller nicht

Manche Babys mögen den Schnuller gar nicht, andere brauchen ihn scheinbar ständig. Welche Alternativen es gibt und warum Schnuller-Rückfälle nach der Entwöhnung gar nicht schlimm sind.

Körpernähe, Daumen oder Schmusetuch

Obwohl der Saugreflex angeboren ist, gibt es tatsächlich Babys, die keinen Schnuller mögen. Manche Kinder sind relativ robust und kommen schnell wieder zur Ruhe, wenn sie sich mal aufregen. Und manche schaffen es sogar, sich selbst in den Schlaf zu brabbeln. Andere wiederum können sich so ins Weinen hineinsteigern, dass sie auch einen Schnuller ablehnen, wenn er ihnen angeboten wird. In solchen Fällen kann Körpernähe, etwa indem du dein Kind eine Weile herumträgst, ein guter Weg sein, um auch ohne Schnuller in den Schlaf zu finden. Viele Babys nehmen statt einem Schnuller einfach ihren Daumen, bekommen Tücher oder Mamas Finger zum Nuckeln. Saugen ist für einen Säugling nahezu immer beruhigend. Das gilt aber auch für Köperkontakt, Vorsingen, sanftes Sprechen und Streicheln.

Ob ein Baby den Schnuller oft braucht, hängt also auch von seinem Temperament ab. Und da unterscheiden sich Babys von Geburt an. So freuen sich manche über neue Eindrücke und Personen, andere brauchen viel Sicherheit, um Neuem zu begegnen, und sind eher ängstlich. Gerade bei Letzteren wirkt es beruhigend, wenn die Eltern viel Geduld haben und ihrem Baby Zeit geben, sich an eine neue Situation zu gewöhnen – ob es sich um den ersten Besuch beim Kinderarzt oder das erste Mal in der Krabbelgruppe handelt. Auch auf äußere Reize wie Temperatur, Gerüche und Geräusche reagiert jedes Baby anders.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du das Temperament deines Babys kennst – denn so kannst du immer angemessen reagieren. Vielleicht braucht dein Baby in mancher Situation gar keinen Schnuller, sondern mehr Körperkontakt oder weniger bzw. andere Reize, vielleicht etwas Musik? Achte also schon früh sehr genau auf die Signale deines Babys. Säuglinge können zum Beispiel durch fest zusammengeballte Fäustchen und das Abwenden des Kopfes signalisieren, dass sie jetzt Ruhe brauchen. Wenn Mama dann zum Beispiel das Zimmer abdunkelt und für Ruhe sorgt, kommt es unter Umständen gar nicht zum Schreien – und der Schnuller ist öfter einmal gar nicht gefragt.

Genauso können feste Rituale, etwa beim Einschlafen, helfen, Unsicherheiten und Schnuller-Bedürfnis gar nicht erst entstehen zu lassen. In eine ähnliche Richtung gehen sogenannte „Übergangsobjekte“, sprich: ein Schmusetuch oder Lieblingsstofftier, das vertraut ist und dem Kind in „aufregenden“ Momenten Halt gibt.

Beißringe für Babys und andere Zahnungshilfen

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Ein Rückfall zum Schnuller ist normal

In Stress-Situationen kann es vorkommen, dass selbst Kinder, die schon länger keinen Schnuller mehr nehmen, wieder mit dem Nuckeln beginnen. Ein Zeichen von Unreife muss das nicht sein. Und es ist nicht weiter schlimm. Allerdings ist dann viel Rücksicht und Geduld von euch Eltern gefragt. Und Verständnis dafür, dass sich das Kind wieder auf die ursprünglich gelernte Weise mit Schnuller beruhigen will. Mit viel Zuwendung und Sprechen über die neue Situation ist aber auch dieser „Rückfall“ in der Regel in den Griff zu bekommen.

Genauso feinfühlig solltest du bei der Entwöhnung des Schnullers umgehen. Du musst dir klarmachen, dass du dem Kind etwas wegnimmst, das es als großen Beruhigungsspender kennengelernt hat. Entsprechend kann dein Kind den Abschied vom Schnuller als großen Verlust empfinden. Da sind Proteste völlig normal. Darauf solltest du aber nicht genervt reagieren, sondern viel Rücksicht auf dein Kind nehmen.

Baby beruhigen ohne Schnuller – 10 Tipps

Wie kann ich mein Baby beruhigen ohne Schnuller – Alternativen

Einige Eltern, dessen Baby kein Schnuller nimmt, stellen früher oder später die Frage: „Baby nimmt keinen Schnuller wie beruhigen?“ Da kann ich ein paar Tipps geben, denn meine beiden waren Babys ohne Schnuller. Also musste ich mir zum Beruhigen meiner Babys auch andere Dinge einfallen lassen als „einfach mal den Schnuller geben“. Deshalb gibt es hier jetzt meine Baby ohne Schnuller beruhigen Tipps.

Meine Babys haben den Schnuller einfach gar nicht wirklich gewollt. Erst als sie ca. 6 Monate alt waren, hätte es überhaupt funktioniert, aber da wollte ich nicht mehr.

Baby mit Schnuller beruhigen?

Aber auch vor der Geburt stand ich dem Schnuller skeptisch gegenüber.

Ich bin ganz dankbar, dass meine beiden dem Schnuller am Anfang, als man aus lauter Verzweiflung beim Schreien ja einfach alles mal austestet, verweigerten.

Auch wenn ich natürlich weiß, dass Babys sich nun mal beim Nuckeln beruhigen. Kann also auch richtig eingesetzt durchaus das richtige Mittel der Wahl sein. Oft habe ich aber auch den Eindruck gewonnen, dass der Schnuller zum schnellen Baby abschalten missbraucht wird.

Aber welche Alternativen zum Beruhigen ohne Schnuller gibt es denn? Wir haben unsere Babys beruhigt ohne Schnuller. Welche Möglichkeiten gibt es?

Die ähnlichsten Möglichkeiten für ein Baby sich zu beruhigen sind ganz klar der eigene Daumen, das Fläschchen und das trinken an der Brust. Ein Grund warum das Stillen fürs Baby so wohltuend und beruhigend ist.

Dein Baby schreit den ganzen Tag oder schreit nur beim hinlegen, aber ein Schnuller willst du ihm nicht geben oder nimmt er nicht an? Wie kannst du dein Baby ohne Schnuller noch beruhigen, wenn es schreit?

Als erstes musst du natürlich Ursachenforschung betreiben mit der Frage: Welches Bedürfnis hat mein Baby gerade? Warum schreit mein Baby?

Die häufigsten Gründe, warum dein Baby weint sind sicher:

  1. Hunger
  2. Windel voll
  3. Müde
  4. Nähebedürfnis
  5. Überreizung
  6. Bauchschmerzen

Einige Punkt lassen sich leicht beheben. Bei Hunger zum Beispiel hilft na klar was zu Essen und zu trinken fürs Baby. Im besten Fall stillst du dann dein Baby oder gibst ihm abgepumpte Muttermilch, aber natürlich freut dein Baby sich auch über Muttermilchersatznahrung, wenn du nicht stillen kannst.

Windel voll lässt sich auch leicht beheben.

Bei Müdigkeit oder Überreizung ist das von Baby zu Baby sehr unterschiedlich. Schau dir auch mal meine beruhigen Tipps in dem Artikel Hilfe, mein Baby kann nicht einschlafen an.

Bei Nummer 3 wenn dein Baby vor Müdigkeit schreit, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem wie dein Baby am besten einschlafen kann. Hier ein paar Möglichkeiten Baby beruhigen Tipps ohne Schnuller zum Einschlafen:

1. Einschlaf- oder Beruhigungsstilllen

Wie der Begriff schon sagt, machen Mama und Baby es sich gemütlich und das Baby darf solange an der Brust trinken, nuckeln oder kuscheln bis es eingeschlafen ist.

2. Welche Geräusche beruhigen Babys?

Dein Baby beruhigen Geräusche.* Wenn du deinem Baby leise etwas vorsingst, vor dich hinsummst oder ihm ganz leise etwas erzählst, wirkt das auf viele Babys sehr beruhigend.

Auch andere Geräusche können sehr beruhigend auf Babys wirken zum Beispiel die Dunstabzugshaube oder Fön-Geräusche.

3. Mit welchen Griffen Baby beruhigen?

Dein Baby im Wiegegriff halten und ganz langsam hin und her wiegen. Manche Babys beruhigen sich eher bei sehr langsamen hin und her, bei anderen ist es besser, wenn man in Gedanken ein Kreis oder eine Acht malt.

Wenn du vermutest, dass dein Baby Bauchschmerzen hat, ist der Fliegergriff in jedem Fall auch auszuprobieren.

5. Baby im Tragetuch beruhigen ohne Schnuller

Bei der enge im Tragetuch und das leichte Schaukeln beim Spazieren gehen, da fühlt sich dein Baby in die Zeit des Bauches zurückversetzt und das wirkt natürlich auch sehr beruhigend.

6. Kinderwagen fahren

Frische Luft und wohliges geschaukel, kommt wieder der Zeit im Bauch sehr nahe. Außerdem hat dieser Punkt den Vorteil (manchmal auch den Nachteil), dass kein direkter Körperkontakt nötig ist. Zum einen merkt das Baby nicht so unmittelbar, wenn die Mama langsam mit ihrem Latein am Ende ist und unruhiger und nervöser wird, weil das Baby immer noch nicht schläft. Zum anderen lässt sich die Kinderwagenfahrt auch an andere Vertrauenspersonen delegieren zum Beispiel die Großeltern.

7. Mit dem Auto fahren zum Baby beruhigen ohne Schnuller

Das Gebrumme vom Auto gehört noch zu den Geräuschen, die Babys beim Einschlafen und zur Ruhe kommen lieben. Manchmal hilft auch das Fenster aufzumachen. Unsere kleine Lady stand auf ein bisschen Wind, das hat sie immer schnell beruhigt. Aber Vorsicht, damit kein zug entsteht und dein Baby sich nicht verkühlt.

8. Kuscheltier zum kuscheln und in Mund stecken

Beim Kuscheln ein vertrauter Geruch und manchmal brauchen eben auch Nicht-Schnuller-Babys etwas zum draufrumkauen.

9. Warmes Kirschkernkissen

Häufig hilft gerade bei Schmerzen auch ein Kirschkernkissen, dass zur Beruhigung auf den Bauch gelegt wird.

10. Baden und/oder eine Babymassage

Viele Babys lassen sich auch beim Baden gut beruhigen. Das warme Wasser wirkt beruhigend und macht müde. Das gleiche können deine Hände auf seinem Körper vollbringen. Aber wie bei allen Punkten gilt auch hier, jedes Baby ist anders und hat somit auch andere Vorlieben.

Es gibt viele Möglichkeiten auch dein Baby zu beruhigen ohne Schnuller, aber ich verteufle den Schnuller jetzt auch nicht. Für manche Babys – Säuglinge ist der Schnuller einfach das ideale Beruhigungsmittel, aber ich wollte hier dennoch auf ein paar Alternativen aufmerksam machen. Generell gibt es leider kein Patentrezept zum Baby beruhigen. Jedes Baby ist anders. Was das eine Baby beruhigt, kann für das andere Baby sehr aufregend sein und manche Babys können überhaupt nicht entspannen, die müssen das erst beigebracht bekommen.

Wie stehst du zum Thema Baby beruhigen ohne Schnuller? Wie beruhigst du dein Baby? Wie haltet ihr mit Baby ohne Schnuller? Hast du noch weitere Baby beruhigen Tipps für mich?

Keine Zahnfehlstellungen trotz Schnuller

be 08.02.2017 / 12:02 Aktuelle Studie

Das Saugen am Schnuller ist ab einem bestimmten Zeitpunkt schädlich für die Entwicklung der Zähne. Doch es gibt innovative Alternativen, die während der Übergangszeit zur Schnullerentwöhnung zu keinen Zahnfehlstellungen führen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uni Jena.

Es gibt Kinder, die ihr Saugbedürfnis während der Nahrungsaufnahme stillen. Sie brauchen weder einen Schnuller, noch ihren Daumen. Andere Babys haben in ihren ersten Lebensjahren ein über das Trinken hinaus gehendes Saufbedürfnis. „Diese Kinder brauchen zur Beruhigung einen Schnuller und dürfen diesen auch ohne Begrenzung nutzen“, so die Jugendzahnpflege Hessen. Schwierig wird es, wenn das Kind beginnt zu zahnen. Denn das Nuckeln an Schnuller, Flasche und Co. ist mit Zahnfehlstellungen wie Überbiss und offenen Biss assoziiert.

Eine aktuelle Langzeitstudie, die an der Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde am Universitätsklinikum Jena durchgeführt wurde, zeigt nun, inwieweit sich die Verwendung eines herkömmlichen Schnullers, eines Schnullers mit dünnen Saughals und die Schnuller-Abgewöhnung auf die Entwicklung von Zahnfehlstellungen bei Kleinkindern auswirkt. Das Besondere an der Studie: Erstmals wiesen die Probanden bereits Schnuller-assoziierte Zahnfehlstellungen wie eine vergrößerte Frontzahnstufe oder einen offenen Biss auf.

Der Studienaufbau

An der randomisierten, kontrollierten Langzeitstudie nahmen insgesamt 86 Kinder im Alter von 16 bis 24 Monaten teil, die per Zufall in drei Studiengruppen aufgeteilt wurden. Studiengruppe eins erhielt am Anfang der Testphase die Schnuller mit dünnen Saughals der Marke MAM Perfect. MAM Perfect ist durchschnittlich 60 Prozent dünner und viermal flexibler als herkömmliche Silikonschnuller. Gruppe zwei verwendete weiter den konventionellen Schnuller, die dritte Gruppe wurde während des Untersuchungszeitraums von zwölf Monaten vom Schnuller entwöhnt.

„Diese Langzeitstudie konnte erstmalig zeigen, dass das Risiko der Entstehung von Zahnfehlstellungen wie Überbiss und offenen Biss bei der Verwendung eines sehr dünnen flexiblen Schnullers wesentlich geringer ist als bei herkömmlichen Schnullern“, sagt Zahnärztin und Studienleiterin Dr. Yvonne Wagner. Der MAM Perfect erzielte im Vergleich zu herkömmlichen Schnullern bessere Messergebnisse in Bezug auf Überbiss und frontal offenen Biss. Im Untersuchungspunkt horizontaler Überbiss erwies er sich als ebenso wirkungsvoll wie die vollständige Abgewöhnung.

Schnullerentwöhnung – manchmal eine Herausforderung

Die Studie zeigte aber auch: Am besten ist es, die Kinder frühzeitig von Schnuller zu entwöhnen. Doch was heißt frühzeitig? Das sagt die Jugendzahnpflege Hessen: „Das Saugbedüfnis nimmt im zweiten Lebensjahr gegenläufig zum Erlernen des Kauens ab. Mit Beginn des dritten Lebensjahres ist das Saugen des Schnullers kein Bedürfnis mehr, sondern nur noch eine schlechte Angewohnheit.“

Mitunter ist die Entwöhnung vom Schnuller jedoch kein leichtes Unterfangen. So konnten während der Studie beispielsweise sechs Kinder nicht vom Schnuller entwöhnt werden. Drei Kinder begannen zudem mit dem Daumenlutschen. Doch welche Tipps kann man den Eltern an die Hand geben, wenn sich das Kind nicht von seinem Schnuller trennen will?

„Zahnfreundlicher“ Schnuller für die Übergangszeit

Nach dem ersten Geburtstag sollten Eltern ihr Kind daran gewöhnen, dass es den Schnuller nur noch zum Einschlafen bekommt. Das Saugbedürfnis ist meistens schon innerhalb weniger Minuten befriedigt. Daher sollten Eltern ihren Kindern den Schnuller so selten und so kurz wie möglich geben und auch nur wenn das Kind ihn ausdrücklich verlangt. Darüber hinaus sollte nur ein Schnuller griffbereit sein.

Während dieser Übergangszeit ist es zudem sinnvoll, dem Kind einen besonders „zahnfreundlichen“ Schnuller zu geben. Wie die Studie aus Jena gezeigt hat, ist der MAM Perfect eine sehr geeignete Alternative, bis sich das Kind langsam vom Schnuller entwöhnen lässt.

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