Allnatura kokosfaser-kindermatratze coco

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Allnatura Kindermatratze “Coco” – Test & Erfahrungen 2020

Test von Allnatura Kindermatratze “Coco”

Die Idee von Allnatura ist es qualitativ hochwertige und gleichbleibende Produkte zu günstigen Preisen anbieten zu können. Daher arbeitet das Unternehmen fast ausschließlich als Online Fachhandel für Matratzen, ohne Niederlassung und Zwischenhändler.

Aufbau und Zonen

Ein ausschlaggebendes Kriterium für gute Testergebnisse ist die Haltbarkeit und Beschaffenheit einer Babymatratze. Allnatura bietet Matratzen für Babys und Kleinkinder in mehreren Ausführungen an. Dies sind zum Ersten Natur-Latex-Matratzen in Kombination mit Kokosfasern. Zwei verschiedene Seiten machen sie besonders flexibel und langlebig. Die Kokos-Seite bietet den optimalen Schlafkomfort für Babys. Die Latex-Seite ist eher für Kleinkinder ab einem Jahr geeignet. Ebenso können die Kindermatratzen auch aus purem Kokos oder nur aus Natur-Latex gefertigt sein. Die Materialien sind selbstreinigend und verhindern, dass sich Milben einnisten. Wenn eine Allergie gegen Hausstaub-Milben besteht, ist die Allnatura Hevea Latexmatratze ein passendes Gegenmodell.

Es gibt folgende weitere Matratzengrößen:

  • 50×100
  • 60×120
  • 70×140
  • 80×160

Die Liegefläche einer Babymatratze besteht in der Regel aus einer einzigen Ebene. Während Matratzen für erwachsene bis zu neun verschiedene Liegezonen haben können, wird auf diese bei Kindermatratzen für die kleinsten weitgehend verzichtet. Begründung: Auf Grund des geringen Gewichts eines Kleinkindes erweisen sich diese nicht als sinnvoll. Eine normale Matratze mit Liegezonen ist für Säuglinge und Kleinkinder ungeeignet.

Vor- & Nachteile

Die Härtegrade

Babymatratzen müssen eine fest-elastische Struktur haben. Deshalb liegt der Härtegrad bei diesen Naturlatex- und Kokosmatratzen im mittleren Bereich. Eine zu weiche Schlafunterlage hat negative Auswirkungen auf die noch nicht entwickelten Wirbelsäulen von Säuglingen und Kleinkindern. Denn ihre typische S-Form bildet sich erst später aus. Weiche Matratzen sind außerdem weniger strapazierfähig und bieten keine ausreichende Sicherheit. Die kleinen Kinderfüße sinken beim Aufstehen zu weit ein oder rutschen durch die Stäbe des Gitterbettchens. Somit stellen zu weiche Kindermatratzen ein großes Sicherheitsrisiko dar.

Achten Sie beim Kauf einer Babymattratze auch auf Größe und Raumhöhe. Sie muss perfekt ins Bettchen passen. Um dies zu gewährleisten, werden Alnatura Kindermatratzen standardmäßig in den Größen 60 x 120 und 70 x 140 cm angeboten. Die Raumhöhe sollte nicht mehr als 10 cm betragen.

Der Bezug

Die Bezüge der Allnatura Babymatratzen werden aus einer strapazierfähigen kBA-Baumwolle gefertigt. Sie können jederzeit abgezogen- und in der Maschine bei 60 Grad gewaschen werden. Ein weiterer Aspekt, welcher sie als umweltfreundliche, Allergiker geeignete Matratzen auszeichnet.

Verfügbare Preise & Größen

Größe (Breite x Länge) Preis laut Hersteller
50 x 100 cm € 109,00
60 x 120 cm € 139,00
70 x 140 cm € 159,00
80 x 160 cm € 209,00

Preise vom Februar 2020 – Preise basierend auf Bezug nicht abziehbar und Polsterung Baumwolle

Preis-Leistungs-Verhältnis

Es ist nicht zu leugnen: Matratzen aus rein natürlichen Materialien und ohne chemische Inhaltsstoffe haben ihren Preis. Bei so manchem Allnatura Matratzen Test gab es deshalb Abwertungen. Doch letztendlich ist festgestellt worden, dass Verbraucher für ihr Geld ein qualitativ hochwertiges Produkt erwerben. Falls Sie noch keine Entscheidung getroffen haben, suchen Sie aus den besten Babymatratzen aus.

Zertifikate und Auszeichnungen

Zu den wichtigsten Kriterien bei einem Kindermatratze Test gehört auch die Prüfung auf eventuelle Schadstoffbelastungen. Ökotest führte in den Jahren 2016 und 2017 mehrere Tests durch. Die Ergebnisse reichten von „sehr gut“ bis „mangelhaft“. Ein Allnatura Matratzen Test fiel vorerst nur befriedigend aus. Ein Jahr später schnitt die getestete Allnatura Matratze jedoch nach erneuter Prüfung mit „gut“ ab. Allgemein wurden diese schadstoffgeprüften Babymatratzen jedoch als „orthopädisch und ökologisch sinnvoll“ bezeichnet.

Fazit

Babys und Kleinkinder brauchen in ihrem Bett eine Matratze mit fest elastischer Struktur. Um ein gutes und gesundes Schlafklima zu gewährleisten, muss sie außerdem atmungsaktiv und ökologisch sinnvoll sein. Eltern, welche diese Kriterien berücksichtigen können sich dessen sicher sein, dass ihr Kind gut schläft und stets in seinem Bettchen vor Unfällen geschützt ist. Wer diesen Matratzenaufbau gerne für das schon ältere Kind haben möchte, dem empfehlen wir die günstige Allnatura Coco-Bambino.

Matratzen Test Stiftung Warentest 2015 + 2016

Im April 2016 testeten die Prüfer der Stiftung Warentest insgesamt 15 unterschiedliche Matratzen. Zu den Testkandidaten gehörten 8 Modelle aus Kaltschaum und 7 Matratzen aus Latex. Bereits die vergangenen Tests der Stiftung Warentest zeigten, dass der Preis bei Matratzen nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist. Dies bestätigt auch der aktuelle Test. Die teuerste Matratze im Test lag bei rund 1.400 Euro, während das preiswerteste Modell nur knapp 70 Euro kostet.

Trotz dieses riesigen Preisunterschiedes unterlag das teure Modell dem günstigen im Test der Stiftung Warentest. Deutsche Käufer investieren pro Jahr rund 1 Milliarde Euro in neue Matratzen. Dies hört sich auf den ersten Blick nach viel Geld an. Im Hinblick auf die jährlich rund 6 Millionen verkauften Matratzen sinkt der durchschnittliche Kaufpreis pro Kunde auf nur noch 170 Euro.

Viele teure Matratzen sind nur mittelmäßig

Im aktuellen Matratzen Test der Stiftung Warentest schneiden die kostspieligen Modelle zwischen 300 Euro und 1.300 Euro nicht gerade am besten ab. Insgesamt schneiden nur 5 Kaltschaum- und 3 Latexmatratzen gut ab. Die meisten Modelle sind nur Mittelmaß und erhalten im Test ein Befriedigend.

Die wichtigste Frage, die sich jeder Matratzenkäufer stellt: Wie liege ich? Da sich die Menschen im Hinblick auf Größe Gewicht und Körperbau unterscheiden, hat die Stiftung gleich für 4 unterschiedliche Typen getestet. Berücksichtigt wurden sowohl Seiten- als auch Rückenschläfer.

Stiftung Warentest Matratzen Testsieger 2016

Aktuelle Testsieger 2016 Schaumstoffmatratzen:

Aktuelle Testsieger 2016 Latexmatratzen:

Diese Matratzen aus früheren Tests sind noch zu haben:

Neben den aktuellen Matratzen gibt es auch noch einige ältere Modelle, die von der Stiftung Warentest in der Vergangenheit getestet wurden. Einige Latex- und Schaumstoffmatratze konnten die Prüfer überzeugen und erhielten eine gute Gesamtnote. Folgende empfehlenswerte Modelle können immer noch im Handel erworben werden:

Schaumstoffmatratzen:

– Bett1.de Bodyguard Anti-Kartell-Matratze (Hart) – Gesamtnote: 1,8 (Gut) (2015)

– Diamona Perfect Fit Plus (Mittel) – Gesamtnote: 2,3 (Gut) (2015)

– Swissflex Versa 20 Geltex Inside (Mittel) – Gesamtnote: 2,5 (Gut) (2015)

Latexmatratzen:

– Allnatura Naturlatex-Matratze Supra-Comfort Allergie (Mittel) – Gesamtnote: 2,2 (Gut) (2015)

– Waschbär Naturmatratze Latex 1 (Mittel) – Gesamtnote: 2,3 (Gut) (2015)

– Sembella Belair Clima Natur mit Bezug Aqua (Mittel) – Gesamtnote: 2,5 (Gut) (2015)

Wie testete die Stiftung Warentest?

Bei ihrem aktuellen Matratzentest verwendete die Stiftung Warentest im Großen und Ganzen dieselben Kriterien wie bei ihren älteren Tests. Die verschiedenen Kaltschaum- und Latexmatratzen wurden von den erfahrenen Prüfern zwischen September und Dezember 2015 eingekauft. Die Tester wurden in 4 Typen unterteilt. Aufgrund dieser sinnvollen Unterteilung können bei den Test die unterschiedlichen Körperformen der Menschen berücksichtigt werden. H-Typen sind große und auch schwere Menschen, die viel Gewicht an Bauch und an den Schultern auf die getesteten Matratzen bringen. E-Typen sind ebenfalls große und schwere Menschen, mit einem ähnlich schweren Gewicht an Bauch, Becken und Schultern.

I-Typen sind leichtere sowie kleinere Menschen, bei denen sich das Gewicht gleichmäßig verteilt. A-Typen sind Frauen und Männer, bei denen die Schultern leichter und schmaler als der Becken- und Bauchbereich sind. Folgende Kriterien spielten beim Test eine Rolle: die Liegeeigenschaften, das Schlafklima, die Haltbarkeit der Matratze, Gesundheit und Umwelt, Handhabung sowie Deklaration und Werbung. Das Qualitätsurteil (Gesamtnote) setzt sich aus der Benotung der einzelnen Bereiche zusammen. Abwertungen sind mit einem „Sternchen“ gekennzeichnet und wirken sich natürlich nachteilig auf das Qualitätsurteil aus. Je schlechter die einzelnen Urteile in den Kategorien, desto stärker fällt die Abwertung aus.

Nicht jede Matratze passt zu jedem Typ

In der Regel kommt es sehr selten vor, dass alle unterschiedlichen Typen auf ein und derselben Matratze gleich gut liegen. Die Bodyguard von Bett1 stellt hierbei eine Ausnahme dar. Die Schaumstoffmatratze wurde im Jahr 2015 (Heft 7/2015) von der Stiftung Warentest getestet und erhielt eine gute Gesamtnote von 1,8. Mit rund 200 Euro gehörte sie sogar zu den günstigen Matratzen. Im aktuellen Test (4/2016) kann nur die Werkmeister Hanseatic alle Typen gleichermaßen überzeugen. Im direkten Vergleich zur Bodyguard kostet die Hanseatic deutlich mehr Geld (rund 1.300 Euro), besitzt Schwächen im Hinblick auf die Haltbarkeit und riecht selbst nach 4 Wochen nach dem Entpacken immer noch stark.

Schwere Menschen haben es schwerer

Kleine Personen mit einem geringeren Körpergewicht (A-Typen) haben es bei der Matratzenwahl am einfachsten. Sie finden auf fast jedem Schaumstoffmodell und aus 2/3 der Latexmodelle gute Liegebedingungen vor. Für I-Typen besitzt jede zweite Matratze gute Eigenschaften. Für die schweren H-Typen ist es um einiges schwerer eine passende Matratze mit guten Liegeeigenschaften zu finden.

Das Gleiche gilt auch für die etwas schmaleren E-Typen. Beide Typen sinken in der Regel zu tief beim Schlafen in die Matratze ein. Für Seitenschläfer sind die Werkmeister Latexmatratze oder die Musterring Kaltschaummatratze gute Empfehlungen. Rückenschläfer haben eine etwas größere Auswahl.

Matratzen Empfehlungen für Frostbeulen und Schwitzer

Jedes Matratzenmaterial hat Vorteile und Nachteile. Im Hinblick auf das Wärmeempfinden haben sowohl Latex als auch Kaltschaum gute isolierende Eigenschaften. Beide Materialien sind somit empfehlenswert für Frostbeulen. Federkernmatratzen sind dafür besser geeignet für Menschen, die nachts schnell schwitzen. Kaltschaum wird mit der Zeit durch Wärme und Schweiß eher weicher, während Latex weniger anfällig ist.

Die Matratzen Diamona und Ravensberger haben den 8- bis 10-jährigen Haltbarkeitstest der Stiftung Warentest mit Bravour bestanden. Nur die Werkmeister, die für alle Schlaftypen geeignet ist, schwächelt. Matratzen aus Kaltschaum sind generell leichter als Modelle aus Latex und lassen sich einfacher handhaben.

Die Härteangaben sind nicht immer korrekt

In einigen Fällen lässt die Deklaration der Härteangaben zu wünschen übrig. Zum Beispiel ist die Musterring um einiges weicher als angegeben. Ikea gibt bei seiner Myrbacka nicht mal einen Härtegrad an. Nach wie vor ist es für Käufer sehr ärgerlich, dass sie die Matratzen zu Hause ausdünsten lassen müssen. Die meisten Matratzen riechen selbst nach einem Monat noch.

Ein Labortest der Stiftung Warentest ergab jedoch, dass die Ausdünstungen in der Regel nicht gesundheitsschädlich sind. Nur die Dormiente setzt in der Anfangszeit kleinere Mengen Tetrachlorethen ab. Dieser Stoff soll anscheinend krebserregend sein. Generell sollte jede Matratze mindestens einen Tag lang ausdünsten können.

Kaltschaummatratzen im Test

große und schwere Menschen, die am liebsten auf dem Rücken schlafen, liegen auf den Matratzen Breckle, Concord und Schlaraffia am besten. Die Musterring eignet sich hervorragend für schwergewichtige Seitenschläfer. Kleine und leichtere Personen schlafen am besten auf der f.a.n, der Schlaraffia, Musterring und Concord.

Alle Kaltschaummatratzen werden mit der Zeit auf jeden Fall weicher und riechen nach dem Auspacken unangenehm.

So liegt man auf einer Kaltschaummatratze

Latexmatratzen im Test

Auf der Werkmeister liegen schwere, leichte, große und kleine Menschen gleichermaßen gut. Sowohl Rücken- als auch Seitenschläfer kommen auf ihre Kosten. Für Rückenschläfer sind auch die Matratzen von Ravensberger und Röwa empfehlenswert. Leichtgewichtige Menschen liegen in der Seitenposition auf beiden Matratzen ebenfalls gut.

Die Ravensberger und die Diamona altern kaum. Alle Latexmatratzen riechen am Anfang etwas unangenehm und wiegen relativ viel. Dies erschwert das Drehen und Wenden.

So sehen Latexmatratzen aus

Stiftung Warentest Matratzten Test 2015

Die Stiftung Warentest filtert in ihrem großen Matratzen-Dauertest die besten Matratze für verschiedene Körperformen heraus. Der Hintergrund: Nicht jede Matratze eignet sich auf dieselbe Weise für verschieden gebaute Menschen. Im Labor finden die Tester außerdem heraus, wie hart Matratzen wirk­lich sind, denn die Härte­angaben vonseiten der Hersteller stimmen oft nicht – in der Regel sind die Matratzen etwas weicher als angegeben. Ein wichtiges Ergebnis aus dem Matratzen Test lautet: Teure Matratzen sind keinesfalls immer gut, im Gegenteil.

Wie testete die Stiftung Warentest Matratzen 2015?

Zunächst einmal ordnet sie die Liegeeigenschaften den sogenannten „HEIA“-Typen zu:

  • H-Typen sind groß und kompakt,
  • E-Typen sind groß und schlank,
  • I-Typen sind klein und schlank, die
  • A-Typen schließlich sind klein mit kräftigem Becken.

Klein heißt immer klein bis mittelgroß. Dann unterteilt die Stiftung Warentest ihre Testergebnisse in die vier Produktgruppen Schaumstoffmatratzen, Federkern­matratzen, Latexmatratzen und Boxspring-Betten. Ein erstaunliches Ergebnis des Tests ist übrigens, dass im großen Durchschnitt die (vergleichsweise teuren) Boxspring-Betten schlechter abschneiden, die (ebenfalls nicht billigen) Latexmatratzen wiederum ziemlich gut. Beide Sorten nehmen am Markt eine Außenseiterposition ein, die meisten Menschen kaufen sich eine Schaumstoff- oder Federkernmatratze. Bei der Bewertung kommen die nachfolgend erörterten sieben Kategorien zum Ansatz.

  • Liegeeigenschaften: 35 % der Bewertung stammen aus dieser Kategorie, wobei die Liegeeigenschaften gesondert für die HEIA-Typen bestimmt werden.
  • Schlafklima: 5 % der Bewertung resultieren aus Wärme- und Feuchtig­keits­entwick­lung.
  • Halt­barkeit: 20 % des Tests betreffen die mit einer monströsen Walze ermittelte Haltbarkeit.
  • Bezug: 10 % des Ergebnisses basieren auf der Wasch­barkeit des Bezuges und möglichen Beein­trächtigungen.
  • Gesundheit und Umwelt: Mit 10 % bewerten die Tester Schadstoffe und Geruchsbelästigung sowie Recyclingmöglichkeiten.
  • Hand­habung: 10 % basieren auf Transport- und Wendemöglichkeiten.
  • Deklaration und Werbung: Diese 10 % werten oft gar nicht schlechte Matratzen ab, denn die Stiftung Warentest schaut sehr genau auf die Werbeaussagen der Hersteller

Testsieger und Testverlierer aus dem Matratzentest der Stiftung Warentest 2015

Die hier aufgeführten Testsieger und Testverlierer stammen aus allen vier Kategorien.

Testsieger

Testverlierer

  • Schlaraffia Telesto mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 11/2010
  • Schlaraffia Care 300 mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 11/2010
  • Ruf Cumo-Top mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 1/2012
  • Femira Boxspring-Bett F100 mit Topper Couture KS mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 09/2013
  • Winkle Lomo Bonnell­federkern­matratze mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 02/2011

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Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Test-Fokus liegt auf den Kriterien Liegeeigenschaften und Haltbarkeit
  2. weitere Tests zu Bezug und Umweltwerten
  3. sechs Teilnoten summieren sich zu einer Gesamtnote
  4. im Rahmen der Handhabung werden Griff- und Tragehilfen getestet
  5. Redaktion unterscheidet nach „H-E-I-A“-Körperbautypen
  6. eine Matratze mit guten Liegeeigenschaften braucht keinen speziellen Lattenrost

Matratzen im Test-Spiegel: Was machen Testsieger aus Sicht der Stiftung Warentest besser?

Die Produkttester der Stiftung Warentest haken einen ganzen Katalog an Kriterien ab, um eine Matratze – gleich aus welchen Materialien sie gefertigt ist – auf ihre Qualität hin zu überprüfen. Dabei erhält jeder Aspekt eine eigene Note, die wiederum gewichtet in die Endnote einfließt. Schlüsselkriterien für eine Matratze mit der Option auf den Testsieg sind Haltbarkeit und Liegeeigenschaften. Wie gut Letztere ausfallen, beurteilt die Stiftung Warentest anhand verschiedener Einzelfragen. Dazu gehören beispielsweise, wie tief der Schlafende in die Matratze einsinkt und ob etwa zu viel Kontaktfläche zwischen Mensch und Matratze schnelleres Schwitzen verursacht; aber auch, wie leicht sich der Schlafende hin- und herwälzen kann, sogenannter Lageänderungswiderstand, und wie gleichmäßig sich das Körpergewicht auf die Liegefläche verteilt, sogenannte Druckverteilung.

Fallen Teilnoten besonders schlecht aus, kann dies unabhängig von den übrigen Teilurteilen zu einer wesentlichen Abwertung der Gesamtnote führen. Das kommt zum Beispiel vor, wenn Prüfer den Aspekt Gesundheit und Umwelt nur mit einem Ausreichend (beispielsweise Note 3,6) oder schlechter bewerten. So kann beispielsweise eine Matratze mit einer zu hohen Konzentration an kritischen Inhaltsstoffen ausgesprochen komfortabel sein, sie bekommt dennoch eine schlechte Note. Die Note Handhabung setzt sich dagegen aus einem relativ untergeordneten Aspekt der Wende- und Transporteigenschaften einer Matratze zusammen. Ausschlaggebend sind hier robuste Griffschlaufen als Trage- und Wendehilfe.

Von Stiftung Warentest geprüfte Matratzen mit Griffschlaufen in der Übersicht

    • Gut 1,7
    • Gut 1,7
    • Gut 1,8

Die glorreiche Bodyguard von bett1.de, mehrfacher Testsieger bei Stiftung Warentest, hält sich seit dem Jahr 2015 stoisch an der Spitze im Matratzen-Vergleich. Die Nachfolgerin, eine Weich-Version der Bodyguard-Matratze, schafft es im Oktober-Test 2019 nur auf Platz vier. (Bildquelle: amazon.de)

Die Liegequalität ihrer Stichproben unterscheidet die Stiftung außerdem anhand der vier verbreitetsten Körperbautypen, den sogenannten H-E-I-A-Typen, die sehr unterschiedliche Merkmale aufweisen. Der H-Typ besitzt eine große, kompakte Statur, bei der Schultern, Brust und Bauch etwa gleich kräftig sind. Den A-Typ zeichnet hingegen eine kleine bis mittlere Körpergröße aus – mit schmalen Schultern und tiefem Schwerpunkt. Je mehr Rückenschläfer und Seitenschläfer unterschiedlicher Statur auf einem Modell bequem liegen, desto größer ist die Chance, dass sich die Einzelnoten zu einem „Sehr gut“ im Urteil Liegeeigenschaften summieren. Komfort für alle Schlaftypen bieten die wenigsten getesteten Matratzen. Nur selten, etwa auf der bett1.de-Bodyugard, Dunlopillo Elements oder der baugleichen Emma One, liegt es sich für Seitenschläfer und Rückenschläfer aller Körperbautypen gleich gut.

Welche Matratzen ranken im Matratzen-Test von Stiftung Warentest ganz vorn?

Es gibt keinen Matratzentyp, der über alle Matratzen-Tests hindurch signifikant besser abschneidet als andere. Ob Federkernmatratze, Kaltschaummatratze, Latexmatratze – in jeder Kategorie finden sich gute Matratzen. In Summe verlassen jedoch Kaltschaummatratzen (Bestenliste auf Testbrichte.de) und Latexmatratzen (Bestenliste auf Testbrichte.de) am häufigsten mit guten Noten den Prüfstand, gefolgt von den Federkernmatratzen (Bestenliste auf Testberichte.de). Boxspring-Matratzen schneiden im Test insgesamt eher mäßig ab. Die beste Note seit 2015 erhielt die überraschend günstige Kaltschaummatratze Bodyguard von bett1.de. Sie bekam das Qualitätsurteil Gut (1,8). Ikea-Matratzen sowie Meradiso-Matratzen von Lidl gehen häufig als Preis-Leistungs-Sieger aus den Rankings hervor.

Die besten von Stiftung Warentest aktuell geprüften Einheitsmatratzen

Eine sehr gute Matratze, auf der jeder Mensch gleich gut liegt? Also Schläfer mit unterschiedlichem Körperbau, Gewicht und Härteempfinden gleich gut in den Schlaf finden? Die Stiftung Warentest hat sich auch diesem Spezialthema gewidmet und die Testergebnisse im Oktober-Heft 2019 veröffentlicht. Tenor: Mit einer Eins vor dem Komma schneiden nur zwei der getesteten Einheitsmatratzen ab: die „gute“ Dunlopillo Elements (Note 1,7) und die baugleiche Emma One (Note 1,7). Die übrigen Testmuster halten ihr Versprechen, alle Körperbautypen gleich gut zu betten, entweder „gut“ (Casper Essentials mit Note 2,2, bett1.de Bodyguard Weich mit Note 2,3, Badenia Thomas mit Note 2,5, Snooze Project Matratze mit Note 2,5) oder – etwas häufiger – nur durchschnittlich ein. Zu Letzteren zählen etwa die Breckle Rasti, Möbel Höffner Matz oder f.a.n. One Fits All, die alle für mindestens einen Körperbau- oder Schlaftyp nicht sehr bequem sind.

Stiftung Warentest: Härtegrade sind nicht genormt

Härtegrade, das sind Bezeichnungen wie H1, H2 oder H3, orientieren sich am Körpergewicht der Nutzer. Sie reichen in der Regel von H1 für „sehr weich“ bis H5 für „sehr hart“ und sollen Auskunft über die Liegehärte eine Matratze geben. Die Redaktion der Stiftung Warentest äußerst sich jedoch zurückhaltend gegenüber solchen Angaben. Beim Matratzenkauf böten sie kaum Orientierungs­hilfe. Zwar gebe es eine Norm, die aber kein zwingendes Gesetz sei. Zudem kennzeichne jeder Hersteller seine Matratzen ganz nach Belieben. Um im Härtegrad-Dschungel nicht gänzlich verloren zu sein, empfiehlt sich wieder nur ausgiebiges Probeschlafen, im Zweifel der Griff zur mittleren H3-Härte oder das Umschwenken auf Matratzen-Marken, die sich bewusst gegen das Verwirrspiel auflehnen. Auch die Testtabellen zu Einheitsmatratzen helfen weiter. Einheitsmatratzen vereinen mehrere Härtegrade in einer einzigen Matratze und haken das altbekannte Problem mit den Liegehärten kurzerhand ab. Auch eine gute Idee: Wendbare Matratzen, die durch zwei verschiedene Liegeseiten auf veränderliche Härtegrad-Wünsche ihrer Nutzer eingehen, etwa die glorreiche Bodyguard-Matratze von bett1.de, die inzwischen auch in einer Weich-Version verfügbar ist.

Warum schneiden Boxspringbetten bei Stiftung Warentest so schlecht ab?

Wenn man der Werbung und den Matratzenhändlern Glauben schenken darf, ist das Boxspringbett der Mercedes unter den Liegesystemen. Es verspricht Schlafen wie auf Wolken, völlig ohne Auflagedruck und körperliche Beschwerden. Die Tester bei Stiftung Warentest sind nicht überzeugt. So holt sich das beste Boxspringbett Musterring Evolution lediglich das Qualitätsurteil Gut (2,4) ab. Das überrascht insbesondere deshalb, weil für die Schlafsysteme Preise im mittleren vierstelligen Bereich aufgerufen werden – und Varianten mit Naturmaterialien scheinen jeden Preisrahmen zu sprengen. Doch das Urteil der Stiftung Warentest ist eindeutig: Die Qualität der meisten Boxspring-Matratzen lässt Luft nach oben. Dabei gilt die größte Kritik der Haltbarkeit. Im Dauertest schwächeln auffällig viele Modelle, insbesondere unter dem Einfluss von Wärme und Feuchtigkeit. Dann geht die Formstabilität verloren, das Material wird weicher und es bilden sich Liegekuhlen. Doch auch schon im Neuzustand sind viele Boxspring-Matratzen so weich, dass der Schlafende tiefer als empfohlen einsinkt. Das schränkt seine Bewegungsfreiheit ein und der Schlaf wird vor allem für Personen, die sich nachts viel bewegen, weniger erholsam.

Statt auf Systeme aus Topper, Matratze und Boxspring-Element zu setzen, rät die Stiftung Warentest zum Kauf einer guten Matratze. Auch den Einfluss von Lattenrosten auf guten Schlaf und des Preises einer Matratze hält die Redaktion bei Stiftung Warentest für überbewertet. (Bildquelle: schlaraffia-boxspring.de)

Was empfiehlt die Stiftung Warentest Bauchschläfern?

Grundsätzlich können sich Bauchschläfer beim Matratzenkauf nur bedingt an den Matratzen-Tests der Stiftung Warentest orientieren, denn die Liegeeigenschaften der Testmuster werden nur in Bezug auf ihre Bequemlichkeit für Seiten- und Rückenschläfer untersucht. Seitenschläfer und Rückenschläfer stellten mit Abstand die zahlenmäßig größte Gruppe dar, heißt es zur Begründung. Studien zufolge liege der Anteil der Bauchschläfer in der Bevölkerung zwischen 0,3 und 10 Prozent. In einer Empfehlung der Stiftung Warentest heißt es, dass Bauchschläfer nach Matratzen suchen sollten, die in der Mittelzone – also dort, wo das Becken aufliegt – eher nachgiebig sind, damit das Becken einsinken kann und der Bauchschläfer nicht ins Hohlkreuz gerät.

Berlin (dpa/tmn) – Für Matratzen aus Latex sowie aus Schaumstoff mit Viskoseauflage hat die Stiftung Warentest in einer Stichprobe von 16 Produkten nur die Noten „gut“ und „befriedigend“ verteilt. Auch die günstigsten Modelle gehören zu den guten, berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift „test“.

Der Matratzentest hat bei der Stiftung Warentest Tradition. Alle paar Monate werden gruppenweise neue Modelle einem Liege- und Belastungstest unterzogen – was aber häufig auf Kritik stößt. Die Hersteller betonen, dass jeder Mensch eine individuell auf seinen Körper abgestimmte Matratze brauche und es keine für alle Menschen gültigen Testergebnisse geben könne.

Was Verbraucher zu dem Test und zu Matratzen wissen sollten:

Gibt es die eine Matratze für alle?

„Auch wenn sie vor allem im Online-Handel angepriesen wird, die „One-fits-all“ passt nicht jedem“, sagt Ulrich Leifeld vom Fachverband Matratzen-Industrie. „Wie bei Schuhen und Bekleidung gibt es kein Universalprodukt, das für jeden geeignet ist. Dazu ist der Körperbau der Menschen einfach zu unterschiedlich.“ Die Branche betont daher: Probeliegen und individuelles Aussuchen ist nötig.

Die Stiftung Warentest nutzt als Probelieger vier Körpertypen, die rund zwei Drittel der Bevölkerung repräsentieren sollen. Und sie hat Matratzen ausgemacht, die für immerhin viele Schläfer geeignet sind. In der aktuellen Stichprobe von Matratzen, die sowohl von klassischen Herstellern als auch von einem Discounter stammen, fand sich jeweils ein solches Modell.

Laut der Stiftung können die meisten Menschen in Rücken- und Seitenlage gut darauf schlafen. Das Fazit der Tester: „Ein solches Ergebnis schafften bisher nur wenige Matratzen.“

Auch in einem Test von 2016 fand sich ein noch erhältliches Modell eines Onlineanbieters, das für viele Schläfer geeignet ist. Zugleich betonte Warentest-Experte Stephan Scherfenberg kürzlich: „Aber die meisten erfüllen den Anspruch, eine für alle zu sein, eher nicht.“

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Matratzen sehen weitgehend gleich aus, aber ihr Innenleben ist unterschiedlich. Welches Modell infrage kommt, ist daher in aller Regel abhängig von Körpergröße, Körperbau und Gewicht. „Sie muss fest genug sein, um den Körper zu stützen. Aber sie darf auch nicht zu hart sein“, erklärt Matratzenexperte Leifeld. „Und sie muss wärmen, ohne starkes Schwitzen zu verursachen.“

Welche Informationen muss ich dem Verkäufer über mich geben?

Hilfreich sind Informationen über Schlafgewohnheiten, sagt Leifeld. Schläft man auf der Seite oder auf dem Rücken? Mag man es warm oder eher kühl? Bleibt selbst im Winter das Schlafzimmerfenster offen? Oder ist der Raum, in dem das Bett steht, besonders klein? Denn dann besteht erhöhte Schimmelgefahr. All das sollte der Verkäufer wissen.

Sind harte Matratzen rückenfreundlicher als weiche?

„Das ist ein Mythos“, sagt Tanja Cordes von der Aktion Gesunder Rücken. Was dem Rücken gut tut, sei von Mensch zu Mensch individuell verschieden. Allgemein gilt, dass die Matratze weicher sein sollte, wenn die Person leicht ist, und härter für schwerere Körper.

Worauf muss ich beim Probeliegen achten?

Um die Unterschiede bei Matratzen zu erspüren, ist ein Probeliegen unerlässlich. Eine Matratze, die auf den Schlafenden abgestimmt ist, verteilt das Körpergewicht gleichmäßig und verhindert Druckstellen. „Beim Probeliegen ist es deshalb ratsam, bewusst auch auf den Druck zu achten, der an den Stellen zu spüren ist, an denen der Körper auf der Matratze aufliegt“, rät Leifeld. Wichtig ist auch, dass die Unterfederung zur Matratze passt. „Gute Verkäufer sehen genau, ob man rückenfreundlich liegt und die Wirbelsäule von der Matratze optimal gestützt wird“, sagt Cordes. Sie rät außerdem: „Man sollte sich Zeit nehmen und möglichst ausgeruht ins Fachgeschäft gehen. Abends, nach einem langen Arbeitstag, erscheinen die meisten Betten bequem.“

Brauchen Paare verschiedene Matratzen?

„Ab etwa 15 Kilogramm Gewichtsunterschied brauchen Partner auf jeden Fall verschiedene Matratzen“, erklärt Leifeld. Denn eine zierliche Frau hat ganz andere Liegeeigenschaften als ein Mann mit einer Körpergröße von 1,80 Metern und entsprechendem Gewicht. „Manche Hersteller bieten an, zwei Einzelmatratzen mit einem Reißverschluss zu verbinden oder sie mit einem durchgehenden Bezug zu umhüllen.“

Und wer sind die aktuellen Testsieger bei Stiftung Warentest?

Testsieger unter den Viskoschaummatratzen sind die Modelle Novitesse Memolux 90 A von Aldi Nord, Daluna Comfortmaxx Vilax von Dormando und Vita Visco Medium von MFO. Bei den Latexmatratzen lagen vorn die L4 Latexmatratze von Selecta und die Morgedal Latexmatratze von Ikea.

Kindermatratze 70×140 Vergleich 2020

3. Kaufberatung – Wissenswertes zum Kauf

Wissen Sie, welche Punkte in einem Kindermatratzen-70×140-Test auf keinen Fall fehlen sollten und worauf es beim Kauf einer solchen Matratze wirklich ankommt? Wir erklären die wichtigsten Kritikpunkte aussagekräftig und geben Ihnen wertvolle Tipps mit auf den Weg.

3.1 Der Härtegrad der Matratze: mittel bis hart ist ideal

Wird Ihr Kind größer, wechseln Sie von der Kindermatratze (oben) zur „richtigen“ Erwachsenenmatratze (unten).

Babys und Kleinkinder befinden sich in den ersten Lebensjahren noch stark in der Entwicklungsphase.

Anatomisch bedingt sollten Babys und Kleinkinder aus diesem Grund ausschließlich auf Matratzen zur Ruhe gelegt werden, die einen Härtegrad von mittel bis hart erreichen. Immerhin verbringen die Jüngsten locker zehn oder mehr Stunden in ihrem Bettchen.

3.2. Die Maße in cm – Welche Unterschiede gibt es?

Das Standardmaß einer Kindermatratze ist 70×140 cm. Diese Matratzen passen optimal auf den Lattenrost jedes gängigen Kinderbetts. In seltenen Fällen erreichen die Matratzen lediglich ein Maß von 60×120 cm. Achten Sie beim Matratzenkauf unbedingt auf die tatsächliche Größe des Kinderbetts und der Matratze.

Tipp: Ist es Zeit für ein Jugendbett, können Sie zwischen verschiedenen Matratzenarten mit größerem Maß wählen wie zum Beispiel eine Kaltschaummatratze mit 90×200 cm

3.3. Das Material – mit Atmungsaktivität punkten

Das Material der Kindermatratze sollte atmungsaktiv sein und die abgegebene Feuchtigkeit gut regulieren können. In unserer Typen-Übersicht finden Sie detaillierte Hinweise dazu, welches Material, für welches Kind besonders geeignet ist.

3.4. Der Matratzenbezug – bitte waschbar!

In der Regel besteht der Matratzenbezug aus Baumwolle, Polyester oder einem Gemisch aus beiden Stoffen und ist waschbar. Manche Bezüge sind versteppt, andere nicht. In erster Linie erhält der Bezug das angenehme Bettklima und schützt die Matratze vor Verunreinigungen.

Der Bezug sollte in jedem Fall einen Reißverschluss besitzen, damit Sie ihn von Zeit zu Zeit abziehen und in die Wäsche geben, oder ganz auswechseln können.

Asthmatiker und Allergiker haben mit Matratzen und deren Bezügen stark zu kämpfen. Der richtige Bezug und das richtige Kernmaterial schützen allerdings sehr gut vor allergieauslösenden Pilzen oder Tieren.

Tipp: Es gibt spezielle Bezüge, die ein milbendichtes Doppeltuch verwenden. Dieses ist antibakteriell und verliert die Wirkung auch nach mehreren Wäschen nicht.

3.5. Die Ausstattung – für die Kleinen ist ein Matratzenschoner sinnvoll

In der Regel sind Kindermatratzen bereits beim Kauf mit einem passenden Bezug ausgestattet. Optional lässt sich jedoch auch weiteres, praktisches Zubehör erwerben, zum Beispiel ein Matratzenschoner oder eine wasserdichte Matratzenauflage.

3.6. Die Hersteller – Welche Marken wurden gut bewertet?

Der Testsieger der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2014.

Auf der Suche nach der besten Kindermatratze in 70×140 cm stoßen Sie auf viele Hersteller, Kategorien und Produkte. Wir haben uns zum Thema Kindermatratze 70×140 Tests bei Stiftung Warentest und Ökotest umgesehen und möchten Ihnen jeweils drei davon auflisten:

Die besten 70×140 Kindermatratzen bei Ökotest:

  • Alvi Kindermatratze in 70×140
  • Julius Zöllner Kindermatratze in 70×140
  • Träumeland Kindermatratze in 70×140

Die besten 70×140 Kindermatratzen bei Stiftung Warentest:

  • Paidi Kindermatratze in 70×140
  • Prolana Kindermatratze in 70×140
  • Breckle Kindermatratze in 70×140

Stiftung Warentest kürte im Kindermatratzen-70×140-Test die Ascade Dornröschen Kindermatratze mit 70×140 zum Testsieger.

Der aktuellere Test aus 2014 hat insgesamt 12 Kindermatratzen überprüft. Den kompletten Bericht und den Testsieger der 70 x 140 Kindermatratze aus 2014 können Sie auch direkt bei der Verbraucherorganisation einsehen.

Öko-Test & Stiftung Warentest: Welche Kindermatratze ist die beste?

Je nach Alter schlafen Babys und Kinder zwischen 10 und 17 Stunden täglich. Ganz klar: Da ist es wichtig, eine gute, nicht zu weiche und natürlich schadstofffreie Matratze zu haben! Aber: Welche Kindermatratze ist die richtige?

Öko-Test und Stiftung Warentest haben 2018 und 2019 Schlafunterlagen für Kinder getestet. Hier findest du alle Ergebnisse und erfährst, welche Matratzen „sehr gut“ sind.

Kindermatratzen: Test-Sieger bei Öko-Test 2019

Der aktuellste Test zu Kindermatratzen (in der Größe 70 x 140 cm) stammt aus Ausgabe 09/2019 von Öko-Test.

Leider war das Ergebnis 2019 ernüchternd: Von 14 geprüften Kindermatratzen fielen fünf mit „ungenügend“ durch. Vier davon stellten sich als so weich heraus, dass Babys Erstickungsgefahr droht. An anderen Matratzen fanden die Öko-Tester lose Kleinteile, die von Kindern verschluckt werden können. Insgesamt erhielten nur vier der 14 Matratzen „grünes“ Licht.

Diese Kindermatratzen erhielten 2019 die Wertung „sehr gut“ von Öko-Test:

  • Ikea Himlavalv 3-D-Matratze Babybett, ca. 139 Euro, online erhältlich** direkt bei Ikea
  • Träumeland Regenbogen Basic Babymatratze, ca. 75 Euro, online erhältlich** bei Windeln.de, Otto.de oder Amazon
  • Waschbär Kindermatratze Kokos, ca. 149 Euro, online erhältlich** direkt bei Waschbär

Diese Matratze wurde 2019 von Öko-Test noch mit „gut“ bewertet.

  • Prolana Baby- und Kindermatratze Ronja Plus, ca. 180 Euro, online erhältlich** bei Amazon oder Belama

Kindermatratzen 2019: Testbericht als E-Paper kaufen**

Kindermatratzen: Test-Sieger von Stiftung Warentest 2018

Ende 2018 testete auch Stiftung Warentest 14 Matratzen für Babys und Kinder, ebenfalls in der Größe 70 x 140 cm. Die Matratzen verschiedener Hersteller kosteten zwischen 70 und 180 Euro. Geprüft wurden die Produkte auf Schad­stoffe, Halt­barkeit, Komfort und Sicherheit. Jede zweite Matratze stellte sich dabei als mangelhaft heraus.

Mit einen sogenannten Kugeltest simulierte die Stiftung außerdem, was geschehen kann, wenn sich Kinder im Schlaf auf den Bauch drehen. Dabei darf der Kopf des Kindes nicht zu tief einsinken, da sonst Erstickungsgefahr droht.

Test-Sieger der Stiftung Warentest wurden 2018 diese Kindermatratzen:

  • Die Matratze Jonas des Dänischen Bettenlagers erhielt die besten Note 1,8. Sie ist direkt beim Anbieter erhältlich** und kostet ca. 100,- Euro.
  • Den 2. Platz belegte Skönast von Ikea** mit der Note 2.0. Die Matratze ist für ca. 70 Euro auch online bei Ikea zu kaufen.
  • Es folgt: Die Matratze Lena von Hessnatur. Sie wird leider zurzeit nicht mehr angeboten, Hessnatur hat dafür inzwischen die Kindermatratze Junior** mit Bio-Schurwolle im Angebot.
  • Auf dem 4. Platz: Die Kindermatratze Kati Plus von Prolana. Sie ist u.a. bei Belama oder Amazon zu haben** und kostet ca. 140 Euro.

Kindermatratzen: Test-Sieger bei Öko-Test 2018

Im „Jahrbuch Kinder und Familie“ nahm Öko-Test auch schon 2018 mehrere Kindermatzratzen unter die Lupe. 15 Produkte auf Schadstoffe getestet und einem Praxistest unterzogen. Zwei Kindermatratzen erhielten dabei die Note „sehr gut“, drei die Note „gut“.

Diese zwei Kindermatratzen waren 2018 Test-Sieger und erhielten „sehr gut“ von Öko-Test:

  • Baby- und Kindermatratze Maja von Paradies, ca. 150 Euro, erhältlich** über Otto oder Amazon
  • Ravensberger Kinderbettmatratze HR Kaltschaummatratze, ca. 100 Euro, erhältlich** u.a. über Amazon

Die drei Matratzen, die mit einem „gut“ aus dem Test hervorgingen, erhielten in Sachen Schadstofffreiheit die volle Punktzahl und wiesen lediglich im Praxistest leichte Mängel auf.

Hier die drei Matratzen, die 2018 das Testurteil „gut“ bekamen:

  • Kindermatratze Frederic von Dormiente, ca. 180 Euro, online erhältlich** über Amazon
  • Hevea Kindermatratze von Allnatura, ca. 190 Euro, online erhältlich** über Allnatura
  • Kindermatratze Kokos von Lonsberg, ca. 134 Euro, online erhältlich** über Hans Natur

Wenn du auch auf der Suche nach gesunden Matratzen für Erwachsene bist, lies hier weiter:

Auf den Test-Sieger-Matratzen von Öko-Test und Stiftung Warentest schläfst du am besten. Hier erfährst du, welche die hochwertigsten Latex-, Schaumstoff-…

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Kindermatratzen im Test

Kindermatratzen werden immer wieder mit dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Babys in Verbindung gebracht. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern sich ganz genau informieren, welchen Matratzen wirklich sicher sind.

Zu weiche Matratzen sowie Kissen und Kuschelnester im Bett gelten als Risikofaktor. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Europäische Norm DIN EN 16890 (seit 2017): Kinder sollen sich nicht im Bett einklemmen, strangulieren oder Kleinteile verschlucken können.

Kindermatratzen: Gefährliche Werbeversprechen

Matratzenhersteller werben mitunter mit dem Versprechen, dass die Wahrscheinlichkeit einer CO2-Rückatmung oder einer Sauerstoffmangelversorgung bei Kindern, die in Bauchlage schlafen, bei diesem Produkt reduziert sei. Die integrierten senkrechten und waagerechten Luftkanäle im Inneren der Matratze sollen dafür sorgen, dass Babys im Schlaf besser mit Sauerstoff versorgt sind.

Die Hersteller konnten auf Nachfrage von Öko-Test jedoch weder 2018 noch 2019 einen Beweis für die angepriesene Wirkung liefern! Für Öko-Test fällt dieses Versprechen unter den Begriff fragwürdige Werbung, die Produkte wurden deutlich abgewertet.

Für dich wichtig zu wissen: Eltern sollten sich hier keinesfalls in Sicherheit wiegen. Die Werbeversprechen sind wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Egal welche Matratze: Säuglinge und Babys sollten generell nicht in Bauchlage schlafen!

Wenn du diese Tipps beachtest, schläft dein Baby sicher, und das Risiko am plötzlichen Kindstod zu sterben, ist um ein Vielfaches geringer: So schläft dein Baby sicher!

Sicherheitsmängel bei Kinder-Matratzen

Im Praxistest von Öko-Test zeigte sich 2018 und 2019: Einige der Matratzen waren zu groß oder zu klein für die gängigen Maße der Kinderbetten. Das ist wichtig, denn Kinder könnten sich sonst im Spalt beim Spielen und Hüpfen im Bett zwischen Bett und Matratze einklemmen.

Ein paar der Matratzen hatten aufgeklebte Etiketten. Eine Gefahr für kleine Kinder! Werden diese abgeknibbelt, können sie Mund, Nase oder Ohren verkleben. Solltet ihr eine Matratze mit aufgeklebten Etiketten haben: Bitte unbedingt entfernen!

Eine besonders clevere Idee hatten die Designer von Ikea: Der Bezug hat keinen richtigen Griff am Reißverschluss. Öffnen lässt sich der Verschluss nur mit einer Büroklammer. So können Kleinkinder nicht an die Matratzenfüllung kommen und diese versehentlich verschlucken.

Kleine Kinder brauchen viel Schlaf. (CC0 Public Domain / .de)

Welches Material eignet sich für Kindermatratzen?

Baby- und Kindermatratzen gibt es aus unterschiedlichem Material: Polyurethanschaum, Naturlatex, Latexkokos, Kaltschaum und Schaumstoff. Das Material alleine sagt nichts über die Qualität der Matratze aus. Lediglich bei günstigem Schaumstoff ist Vorsicht geboten.

Tipps für den Kauf einer Kindermatratze

  • Die Matratze sollte eher hart sein. In einer weichen Matratze kann das Kind leicht versinken. In bestimmten Schlafpositionen besteht dann die Gefahr einer lebensgefährlichen CO2-Rückatmung.
  • Die Matratze sollte gut in das Kinderbett passen. Zwischen Matratzenrand und Bettrahmen sollten nicht mehr als zwei Fingerbreit Platz sein.
  • Antimikrobielle Matratzen sind unnötig und können sogar schädlich sein, da sie keimtötende Stoffe enthalten. Bezeichnungen wie „Medicott Silver“ oder Medicott Silverguard“ geben Hinweis auf eine antimikrobielle Ausrüstung.
  • Die Matratze sollte einen abnehmbaren und waschbaren Bezug haben.

Wichtig zu wissen: Eltern, die nachhaltig denken, greifen gerne auf gebrauchte Baby- und Kinderausstattung zurück. Bei Babymatratzen ist das allerdings keine gute Idee! Gebrauchte Kindermatratzen können unter Umständen von Pilzsporen und Keimen besiedelt sein.

Lies hierzu auch unseren Beitrag zum nachhaltigen Schlafen:

Etwa ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir. Das heißt: Wir verbringen richtig viel Zeit zwischen Matratze, Bettdecke und Kissen. Grund…

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So schläft dein Baby sicher!

  1. Babys sollten grundsätzlich auf dem Rücken schlafen. Die Bauchlage gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.
  2. Kissen und Tücher haben im Babybett nichts verloren. Dein Kind könnte darunter ersticken.
  3. Neue Matratzen sollten erst einige Tage an der frischen Luft ausgelüftet werden, bevor du sie ins Babybettchen legst.
  4. Das Zimmer, in dem das Baby schläft, sollte 16 bis 18 Grad warm sein.
  5. Am sichersten schlafen Babys im Elternzimmer in ihrem eigenen Bettchen oder einem ans Elternbett angebauten Babynest.
  6. Für Babys sind Schlafsäcke optimal.
  7. Britische Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein Schnuller das Risiko des plötzlichen Kindstods um 90 Prozent senken kann.

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  • 10 Dinge, die Eltern ihren Kindern nicht geben sollten
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  • Öko-Test Kindersaft: Zuckerbomben, synthetische Aromen und sogar Nickel

Babymatratzen-Test: Die besten Matratzen für Kinder von Ikea & Co.

Testverfahren

12.9.2019 | Wir haben 14 gängige Kindermatratzen in der Größe 70 mal 140 Zentimeter eingekauft, die in Bettchen für Kinder vom Baby- bis zum Vorschulalter passen. Alle Matratzen haben einen abnehmbaren und waschbaren Bezug. Die meisten haben einen Schaumstoffkern, einige einen Kern aus latexiertem Kokos und/ oder Latex sowie Auflagen aus Baum- oder Schurwolle. Der Kern der Ikea-Matratze besteht aus einem Polyethylengeflecht und ist nach Angabe des Herstellers waschbar.

Wir wollten wissen: Erfüllen die Matratzen die wichtigsten Sicherheitsanforderungen der Norm DIN EN 16890 für Kindermatratzen, die es seit 2017 gibt? Obgleich rechtlich nicht bindend, können Hersteller die Sicherheit ihre Produkte anhand der Norm überprüfen. Wie ist die Verarbeitungsqualität? Halten die Schlafunterlagen voraussichtlich auch dann, wenn Kinder regelmäßig kräftig darauf hopsen?

2017 hatte besonders der Schadstoff Dichlorbenzol in Schaumstoffmatratzen für Schlagzeilen gesorgt. Darauf ließen wir die Kindermatratzen im Labor untersuchen und außerdem auf weitere Problemstoffe wie giftiges Antimon und umstrittene halogenorganische Verbindungen. Produkte mit den nachwachsenden Rohstoffen Kokos und Schurwolle ließen wir zusätzlich auf Pestizidrückstände untersuchen. Insgesamt „sehr gut“ abschneiden kann nur eine Kindermatratze ohne Mangel in der Sicherheitsprüfung und in Sachen Gebrauchsund Warnhinweise.

Bewertungslegende: Kindermatratzen

Bewertung Testergebnis Praxisprüfung: Unter dem Testergebnis Praxisprüfung führt zur Abwertung um fünf Noten: zu weich, mögliche Erstickungsgefahr. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) Maße der Matratze weichen generell oder nach dem Waschen des Bezugs um mehr als +/– 1 cm von den Nennmaßen ab; b) Zipperanfasser bricht ab. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Maße der Matratze weichen vor dem Waschen des Bezugs um mehr als +/– 1 cm von den Nennmaßen ab; b) Aufkleber löst sich; c) Füllung leicht zugänglich, weil kein Werkzeug zum Öffnen des Verschlusssystems erforderlich ist bzw. keine stabile Matratzenhülle vorhanden ist; d) zwei Mängel in der Verarbeitung wie leicht welliger Reißverschluss, gelöste Naht (in der Tabelle: „leichte Mängel“); e) fehlende oder unvollständige sicherheitsrelevante Gebrauchs- und Warnhinweise : eine Aussage zu der höchstmöglichen Innengröße des Kinderbetts, für das die Matratze vorgesehen ist. Länge und Breite dürfen höchstens einen Zwischenraum von 30 mm zwischen der Matratze und den Seiten- und Endteilen zulassen; „Das Kinderbett nicht mehr zu benutzen, wenn einzelne Teile gebrochen, zerrissen oder beschädigt sind oder fehlen; nur die vom Hersteller empfohlenen Ersatzteile sind zu verwenden“; „WARNUNG – Niemals mehr als eine Matratze im Kinderbett benutzen“; „WARNUNG – Es ist darauf zu achten, dass das Kinderbett nicht in der Nähe von offenem Feuer oder starken Hitzequellen, z. B. elektrischen Heizstrahlern, Gasöfen usw., aufgestellt ist.“; f) fragwürdige Auslobungen.

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 5 mg/kg Antimon im Eluat. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) mehr als 1 mg/kg bis 5 mg/kg Antimon im Eluat; b) halogenorganische Verbindungen. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) optische Aufheller in Etiketten, Reißverschlüssen und/oder im Nähgarn; b) falsche Auslobung „ohne optische Aufheller“, wenn diese im Produkt enthalten sind.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Praxisprüfung. Ein Testergebnis Inhaltsstoffe, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Note.

Testmethoden

Inhaltsstoffe: Halogenorganische Verbindungen: Elution mit Reinstwasser in der Soxhlet-Apparatur; Binden der organischen Halogene an Aktivkohle, Verbrennung der Aktivkohle im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts; in Bezügen. Optische Aufheller: qualitativer Nachweis (UV-Licht). Antimon im Eluat: DIN EN ISO 17294-2 (01/2017), Probenvorbereitung nach DIN EN 16711-2 (04/2014); in repräsentativen Mischproben aus Bezug/Wattierung. Dichlorbenzole: GC/MS nach Extraktion; in Matratzenkernen aus Kaltschaum, Schaumstoff und Polyethylen. Pestizide (Latexkokos, Schurwolle): GC/MS/MS. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse; in Bezügen mit Nässeschutz.

Einkauf der Testprodukte: Mai 2019

Diesen Test haben wir erstmals im ÖKO-TEST Magazin 9/2019 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch Kinder und Familie für 2020, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

Kinder- und Babymatratzen Test: Testsieger der Stiftung Warentest

Wenn wir unsere Kleinen schlafen legen, wünschen wir ihnen vor allem zwei Dinge: süße Träume – und einen sicheren Schlaf. Die Angst, dass nachts was passieren kann, gehört zum Elternsein dazu. Und es gibt einige Faktoren, die Einfluss auf die Schlafsicherheit unserer Babys haben. Zum Beispiel die Matratze im Kinderbett. Stiftung Warentest hat im Kinder- und Babymatratzen Test 2018 14 Produkte getestet.

So hat die Stiftung Warentest Baby- und Kindermatratzen getestet

Bisher mussten wir Eltern uns vorrangig auf Herstellerangaben verlassen, was die Sicherheit von Babymatratzen und Kindermatratzen angeht. Seit 2018 ist das anders: Erstmals trat mit Din 16890 eine Norm in Kraft, die Matratzen als ungefährlich kennzeichnet. Produkte müssen Kinder vor dem Ersticken, Einklemmen sowie dem Verschlucken und Einatmen von Kleinteilen schützen. Teil der Norm ist auch der sogenannte Kugeltest. Den hat Stiftung Warentest im Kindermatratzen Test 2018 bei 14 Produkten angewendet: Eine Kugel, die den Kopf eines Babys simuliert, wird mit einer Schablone auf die Kindermatratze gelegt. Sinkt sie zu tief ein, besteht für Babys, die sich auf den Bauch drehen, eine reelle Erstickungsgefahr.

Produkte, auf die das zutraf, sind als Babymatratze für Kinder unter einem Jahr nicht empfehlenswert. Das war bei sechs Kindermatratzen und bei Premium-Matratzen der Fall, die mit ihrer Kindersicherheit warben. Neben der Sicherheit wurden die Testkriterien Liegeeigenschaften, Haltbarkeit und Handhabung untersucht. Dabei wurden nicht nur Kleinkind-Dummies, sondern auch 40 kg-schwere Walzen über die Matratzen gerollt, der Matratzenkern inspiziert und die Etiketten überprüft. Ein Faktor, der nicht nicht in die Bewertung einging, aber für uns Eltern trotzdem relevant ist, ist die Schadstoff- und Umweltbelastung der verwendeten Materialien.

Babymatratzen und plötzlicher Kindstod

Von zu weichen Babymatratzen geht nicht nur eine Erstickungsgefahr aus, wenn die Kleinen mit dem Köpfchen zu tief einsinken. Auch das Risiko des plötzlichen Kindstodes (SIDS) ist erhöht, weil das Einsinken eine erhöhte Rückatmung begünstigen kann. Mit zunehmendem Alter und Körpergewicht sinkt das Risiko selbst bei den Verlierer-Matratzen wieder. Stiftung Warentest empfiehlt aber ausdrücklich, die Produkte nicht vor dem 1. Geburtstag zu verwenden.

Kinder- und Babymatratzen Test: Die Testsieger im Überblick

Vier Produkte im Test schnitten mit Testurteil “gut” ab. Und es waren nicht die teuersten! So schnitten zwei vergleichsweise günstige Kindermatratzen als Testsieger ab. Den ersten Platz mit Note 1,8 belegte Jonas vom Dänischen Bettenlager mit sehr guter Sicherheit und Handhabung. Auf dem zweiten Platz mit 2,0: Ikea Skönast, die zusätzlich sogar beim Thema Schadstoffbelastung ein “sehr gut” erhielt. Erhältlich ist Ikea Skönast für ca. 70 ‎€ auch online beim schwedischen Möbelhaus.* Platz 3 teilten sich zwei Bio-Matratzen: Hessnatur Lena (nicht mehr im Sortiment) und Prolana Kati Plus mit Note 2,2 (hier für 145 € bei Amazon*) – für Fans von nachhaltigen Kinderprodukten ein tolles Ergebnis.

Dennoch super: Beim Thema Schadstoffbelastung schnitten nicht nur die Bioprodukte mit “sehr gut” ab, alle Matratzen im Test hatten hier gute bis sehr gute Noten.

Kinder- und Babymatratzen Testsieger: Dänisches Bettenlager Jonas

Beide Seiten der Schaumstoffmatratze, die mit Note 1,9 Testsieger der Baby-und Kindermatratzen wurde, sind für Babys und Kleinkinder geeignet. Ein Plus ist die verstärkte Trittkante an der Matratze, die ihre Langlebigkeit unterstützt. Fangen die Kleinen an, sich im Bettchen hochzuziehen, verschleissen harte Kanten weniger schnell. Ein Muss sind sie aber nicht.

Kindermatratzen Test Platz 2: Ikea Skönast

Die Schaumstoffmatratze war tatsächlich die günstigste Babymatratze im Test! Sie punktete mit geprüfter Sicherheit, bestand den Kugeltest und die Schadstoffprüfung mit “sehr gut”. Das sind gute Neuigkeiten für alle von uns, die mit dem Gedanken spielen, ihr Babybettchen und die passende Matratze gleich bei Ikea zu kaufen. Beim Thema Langlebigkeit schnitt Skönast nicht ganz so gut ab, beim Einfluss von Wärme und Feuchtigkeit gibt der Kern nach. Noch einen Hinweis gaben die Tester: Die Matratze knistert bei der Anwendung. Die Ikea Skönast ist hier direkt bei Ikea für ca. 70 ‎€ erhältlich.*

Kindermatratzen Test Platz 3: Hessnatur Lena

Die Bio-Matratze aus nachhaltiger Produktion hat eine feste Babyseite aus Kokosfaser, eine weichere Kleinkindseite aus Latex. Besonders hervor stach die Langlebigkeit und Robustheit der Matratze. Mittlerweile ist die Lena nicht mehr erhältlich. Das Nachfolgermodell, die Junior Matratze mit Kokos verfügt ebenfalls über eine Kokos- und eine Latexseite, eine wärme- und feuchtigkeitsregulierende Schurwollschicht und einen waschbaren Baumwollbezug. Erhältlich ist die Junior Matratze mit Kokos für ca. 240 ‎€ direkt bei Hessnatur.*

Kindermatratzen Test ebenfalls Platz 3: Prolana Kati Plus

Auch die Prolana Kindermatratze überzeugte die Stiftung Warentest mit ihrer harten Kokosseite und mittelfesten Latexseite, ihrer langen Haltbarkeit und Schadstofffreiheit. Vorsicht ist beim Waschen des Bezugs geboten, denn der lief den Testern beim Waschen ein. Die Prolana Kati Plus ist für ca. 145 ‎€ bei Amazon erhältlich.*

Kindermaratze Test: Die Verlierer

Erschreckend war, dass so viele Premiumprodukte in puncto Sicherheit durchfielen – auch, wenn beim Thema Schadstoffe und Umwelt und Ergonomie alle 14 Produkte im Test überzeugten. Die Kindermatratzen von Alvi, Julius Zöllner, MFO Matratzen, Pinolino, Träumeland und Waschbär fielen alle beim Kugeltest durch und stellten somit ein echtes Risiko für schlafende Babys dar. Die Hersteller haben auf die Resultate direkt reagiert, drei (Pinolino, Waschbär, MFO) mit sofortiger Rücknahme und dem Austausch der betroffenen Matratzen. Die anderen drei Hersteller machten eher vage Angaben zur Sicherheit. Alvi und Julius Zöllner boten keine Rücknahme an. Die wahren Verlierer im Kindermatratzen Test waren demnach vor allem die Familien, die bereits eines der mangelhaften Produkte für ihr Baby gekauft hatten. Denn selbst, wenn vielleicht nichts passiert, kann das entstehende Misstrauen in die Hersteller und ihre Produkte uns Eltern einige schlaflose Nächte bereiten.

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Kinderwagen im Test: Kombikinderwagen-Sieger der Stiftung Warentest

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Familie.de Kaufberatung für Kinder- und Babymatratzen:

Wenn ihr eine Babymatratze oder Kindermatratze kaufen möchtet, sind erstmal die Maße entscheidend, denn Babybettchen gibt es sowohl in Größe 120 x 60 cm als auch 140 x 70 cm. Beide sind auch für Kleinkinder passend. Checkt zuerst, ob die Matratze Din 16890 entspricht. So könnt ihr sie sicher im 1. Lebensjahr eures Babys verwenden.

Baby-und Kindermatratzen sollten vergleichsweise “hart” sein, damit Kinder auch mit ihrem geringeren Körpergewicht nicht einsinken. Trotzdem ist eine gewisse Flexibilität des Materials wichtig. Im Test schnitten Produkte der Härtegrade hart, mittel und mittel/weich als sicher ab. Weiche/sehr weiche Produkte fielen durch. Dabei ist der Härtegrad alleine aber kein Indikator: auch ein Produkt mit “mittel” war mangelhaft und verpatzte den Kugeltest. Stabile aber elastische Materialien wie (Natur-)Latex und Kokosfaser haben gute ergonomische Eigenschaften und stützen die Wirbelsäule der Kleinen. Wolle ist besonders atmungsaktiv, wärmeregulierend und gleicht Feuchtigkeit aus. Die natürlich antibakterielle Wolle und festes Latex haben auch den Vorteil, dass sie für Hausstaubmilben unattraktiv sind.

Neben der Sicherheit sind auch Pflege und Handhabung wichtig. Toll ist, wenn der Bezug abnehmbar und waschbar ist. Ein Bezug aus Baumwolle ist besonders weich und atmungsaktiv. Zwar darf laut Herstellerangaben auch Synthetik bei 60 Grad gewaschen werden, Baumwolle steckt es meist aber besser weg.

Wenn ihr zusätzlich einen Matratzenschoner verwenden möchtet, empfiehlt sich auch hier ein Produkt aus atmungsaktiver (und dennoch wasserfester) Baumwolle, z. B. die Molton-Betteinlage von Bierbaum, hier je nach Größe für ca. 14 ‎€ bei Amazon.* Denn auch zusätzliche Polyester- und Plastikschichten verringern die Atmungsaktivität der Matratze stark und können das SIDS-Risiko erhöhen. Oft reicht es auch, eine dünne Molton-Windel im Kopf- und Windelbereich unter dem Bettlaken zu fixieren. Extra-Tipp: Eure neue Matratze am besten ein paar Tage auslüften, bevor ihr sie für euer Baby verwendet.

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