Akupunktur in der schwangerschaft

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SEA-BAND hilft bei Linderung von Schwangerschaftsübelkeit

Übelkeit und morgendliches Erbrechen kann die Begeisterung im Frühstadium der Schwangerschaft dämpfen. Hierbei beschränken sich die üblen Beschwerden meist nicht nur auf den Morgen, sondern können den ganzen Tag andauern. Wenn Ihnen übel ist, oder Sie sich übergeben müssen, kann SEA-BAND Ihnen helfen, die Symptome der morgendlichen Übelkeit oder Schwangerschaftsübelkeit zu lindern.

Über 700.000 Frauen werden in Deutschland jährlich schwanger. Bis zu 80% leiden mehr oder weniger stark an morgendlicher Übelkeit.

Die meisten werdenden Mütter erleben diese Symptome um die 14. Woche, für einige Unglückliche jedoch kann dieser Zustand sogar die gesamte Schwangerschaft anhalten. Die meisten Frauen sind eher zurückhaltend bei der Behandlung der morgendlichen Übelkeit, da sie verständlicherweise fürchten, dabei das ungeborene Kind zu gefährden. Glücklicherweise gibt es eine einfache Lösung gegen morgendliche Übelkeit ohne Medikamente.

Akupressur: sicher und wirksame Linderung

Gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, auf natürliche Methoden zurückzugreifen, wie zum Beispiel langsam aufstehen, warmen Tee trinken oder Zwieback in kleinen und gut gekauten Bissen essen. Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass eine der effektivsten Behandlungsmethoden ohne Medikamente die Akupressur darstellt, das heißt Akupunktur, nur ohne Nadeln! Dies bietet das SEA-BAND Akupressurband.

Dass Akupressur das morgendliche Erbrechen verhindern und lindern kann, wurde erstmals in Großbritannien durch Professor John Dundee von der Queen’s University in Belfast nachgewiesen. In seinem Bericht von 1988 in der Zeitschrift „The Journal of the Royal Society of Medicine“ zeigte er, dass Frauen, die bei diesen Untersuchungen Akupressur angewendet haben, wesentlich weniger an Übelkeit und Erbrechen litten, als die Frauen, die sie nicht angewendet hatten.

SEA-BAND – Akupressur in Aktion

SEA-BAND macht sich die natürliche Wirkung der Akupressur zu Nutze und erzeugt mit einer kleinen Noppe wirksame Linderung durch einen kontinuierlichen leichten Druck auf den P6 (oder Nei-Kuan)-Punkt.

Eine neuere Studie in Italien zeigte, dass das morgendliche Erbrechen bei Frauen, die SEA-BAND verwendet haben, um 70% reduziert wurde.

So bekommen Sie ihre Übelkeit in den Griff

Wenn Sie die Übelkeit unter Kontrolle bringen, kann das schon ein großer Schritt sein, sich in Ihrer Schwangerschaft wohl zu fühlen. Hier sind einige Dinge, an die Sie denken sollten:

  • Ernährung: Qualität, nicht Quantität zählt. Von Ihnen hängt es ab, ob Ihr Baby die notwendigen Nährstoffe für seine Entwicklung bekommt. Deshalb ist eine ausgewogene Mischkost ideal. Vermeiden Sie rohe und weiche Eier, Weich- und Blauschimmelkäse, die zu einer bakteriellen Infektion führen könnten, sowie Pasteten und Leberprodukte.
  • Getränke: Trinken Sie während Ihrer Schwangerschaft viel Wasser, Milch und Fruchtsäfte jedoch Tee und Kaffee in mäßigen Mengen. Viel Flüssigkeit hilft Ihnen, Verstopfung und Hämorrhoiden zu vermeiden. Verzichten Sie während der Schwangerschaft auf Alkohol.
  • Hygiene: Achten Sie in der Küche auf gründliche Reinigung und Lebensmittelhygiene, besonders wenn Sie Katzen oder andere Haustiere haben. Verwöhnen Sie sich auch mit einem entspannenden Bad und Körperlotionen.
  • Sport: Schwimmen, Yoga und Spaziergänge helfen Ihnen fit zu bleiben. Nehmen Sie an einem Fitness-Kurs teil und lernen Sie andere werdende Mütter kennen.
  • Rauchen: Hören Sie Ihrer eigenen Gesundheit und der Ihres Babys zuliebe mit dem Rauchen auf.

Die Übelkeit ist die häufigste Beschwerde während der Früh-Schwangerschaft. Das Phänomen ist weit verbreitet, ganz klar ist der Grund jedoch nicht. Wahrscheinlich ist der Schwangerschafts-Hormonspiegel der Frau verantwortlich, der ab der 6. Woche steigt – insbesondere der des Hormons hCG (humanes Choriongonadotropin). Seine Nebenwirkung: Es reduziert den Säuregehalt des Magens und verlangsamt die Verdauung. Ab der 14. Woche nimmt die hCG-Ausschüttung wieder ab – genau ab dann wird es mit der Übelkeit bei vielen Frauen auch wieder besser.

Diesem Zeitpunkt fiebern die rund 80 Prozent der werdenden Mütter entgegen, die betroffen sind. Die Hälfte von ihnen muss sich auch übergeben. Einigen wird es morgens nach dem Aufstehen übel, anderen abends – und manche fühlen sich ständig unwohl. Nicht nur die Tageszeit hat es in sich. Auch bestimmte Gerüche oder Speisen können die Übelkeit hervorrufen. Der Lichtblick: Nach den ersten drei bis vier Schwangerschaftsmonaten ist der Spuk in der Regel vorbei. Darauf verlassen kann man sich allerdings nicht: Immer wieder kommt es vor, dass die Übelkeit erst nach der Geburt des Kindes verschwindet.

Kein Wunder, dass Schwangeren fast jedes Mittel recht ist, um sich wieder besser zu fühlen. Die einen setzen auf Ingwer in jeder erdenklichen Darreichungsform, die anderen versuchen, ständig ein wenig zu essen oder zumindest schon vor dem Aufstehen den Magen mit trockenem Zwieback zu beschwichtigen.

Eine weitere Möglichkeit ist Akupunktur. Sie ist laut Hebammen und Gynäkologen ein erfolgreiches Mittel gegen die Schwangerschaftsübelkeit. Auch schweren Fällen konnten die feinen Nadeln Linderung bringen. „Puls“ sprach mit Thanh Huynh, Arzt und Leiter des TCM, See-Spital Horgen, über seine Erfahrungen.

Auch Isabelle Maissen, die „Puls“ begleitete, kennt das Problem. In der 11. Schwangerschaftswoche war es ihr nach wie vor dauerhaft schlecht. Gerüche lösten einen Brechreiz aus, und auch mit dem Zähneputzen hatte sie zu kämpfen. Die Gelegenheit, Akupunktur zur Behandlung zu versuchen, ergriff die 31-Jährige deshalb gerne. Tatsächlich zeigte die erste Sitzung schon einen Erfolg, wenn auch nur einen geringen. Zumindest für wenige Stunden nahm ihre Übelkeit stark ab. Allerdings setzte sie am nächsten Tag wieder ein. Nach der zweiten Behandlung ging es ihr jedoch für einen längeren Zeitraum gut. Ob nun die Übelkeit von selbst im Laufe der Zeit schwächer wurde oder ob die Akupunktur den Unterschied machte: Isabelle Maissens Fazit nach zwei Behandlungen ist positiv – sie würde Leidensgenossinnen das Nadeln gegen die Übelkeit empfehlen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die Schwangerschaft in die Fünf-Wandlungsphasen (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) eingeteilt und jeder Schwangerschaftsmonat, insgesamt 10 Monate, je einem Hauptmeridian zugeordnet. Die Schwangerschaft beginnt mit dem Element Holz und endet im Element Wasser. Die erste Hälfte der Schwangerschaft ist Yang und die zweite Hälfte ist Yin. Wir haben jedoch nie das Yang und das Yin isoliert, in jedem Element sind beide Energien stets vertreten.

In der jeweiligen Wandlungsphase wird der Fötus (Embryo) von zwei Meridianpaaren der Mutter versorgt, über diese Meridiane hat man nun die Möglichkeit das energetische Gleichgewicht von Mutter und Kind wieder herzustellen und ihre Energien aufzubauen. Und genauso über diese Meridiane lassen sich Schwangerschaftssymptome wunderbar ohne Belastung lindern.

Die Schwangerschaftsbegleitung mit der Traditionellen Chinesischen Medizin und Akupunktur kann sowohl präventiv, als auch bei Schwangerschaftsbeschwerden wirken.

Bei der Schwangerschaftsbegleitung mit der Akupunktur wird auf der einen Seite das Wohlbefinden der Mutter in der Schwangerschaft gesteigert. Aber auch ganz wichtig bei chronischen Erkrankungen der Eltern die vorgeburtliche Konstution des Kindes kann damit gestärkt und stabilisert werden. Damit wird vorgebeugt, dass die “erblichen Schwächen” der Eltern sich nicht stark auf das Baby übertragen und dass die Neugeborenen kraftvoll und stark sind.

Dafür sind insgesamt 7 Sitzungen notwendig. Von Anfang bis Ende der Schwangerschaft. Der Behandlungsfokus liegt auf der am meisten gestörten Wandlungsphase der Eltern, die sich aus der Anamnese ergibt. Behandelt wird nur die Mutter.

Je Wandlungsphase, d.h. pro Element, ist eine Behandlung notwendig und zwei zusätzliche Termine werden zur Entgiftung in der Schwangerschaft hinzugenommen. Die Entgiftung dient der Ausscheidung der Toxine, die während der Schwangerschaft im Körper entstehen und sowohl die Mutter als auch das Baby belasten können.

Die Mutter und das Kind durchlaufen die Wandlungsphasen in der gesamten Schwangerschaft gemeinsam und die jeweilige Wandlungsphase prägt das Beschwerdebild.

Ein weiterer Vorteil der Schwangerschaftsakupunktur ist, dass bei jeder Schwangerschaft und die Zeit nach der Entbindung die Mutter besonders gut gestärkt werden kann und während dieser Phase ihre chronischen Krankheiten gut behandelt werden können.

Mehr dazu unter dem Punkt Akupunktur nach Entbindung.

Bei vorhandenen Schwangerschaftsbeschwerden ist die Akupunktur eine gute Therapiemöglichkeit, um die Symptome zu lindern. Der Behandlungszyklus und die Behandlungslänge ist unterschiedlich, je nachdem was behandelt wird. Bei akuten Schmerzzuständen reichen in der Regel wenige Termine aus.

Welche Schwangerschaftsbeschwerden kann man mit Akupunktur behandeln?

– anhaltende Übelkeit (gerade sehr unangenehm in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten)

– Schwangerschaftserbrechen, bis zur Hyperemesis gravidarum (starkes unstillbares Erbrechen)

– Schmerzen unterschiedlichster Art (wie Schmerzen der Wirbelsäule, Schmerzen der Hüfte, am Schambein, u.v.m.)

– Angst, Unruhe, große Stimmungsschwankungen

– Schlafprobleme (Ein- und Durchschlafprobleme)

– Kraftlosigkeit und große Müdigkeit

– Magen-Darm-Trägheit, Sodbrennen, etc.

– Schwangerschaftsblutungen (am Anfang, oder Ende der Schwangerschaft)

– Hautprobleme der Mutter

– Carpaltunnelsyndrom (aufgrund von Wassereinlagerungen in die Hände)

– sonstige Wassereinlagerungen

– Blasenschwäche

– Fehllage des Kindes, d.h. Beckenendlage

Neben der Akupunktur ist ebenso für die Schwangerschaft und für den Verlauf der Schwangerschaft eine angemessene Ernährung, ausreichende Ruhe, und die Lebensführung der Mutter wichtig. Ebenso das Verzichten auf schädliche Toxine (wie Nikotin, Alkohol, starker Kaffeekonsum, usw.) sollte beachtet werden.

Sie erhalten von mir je nach Notwendigkeit und Beschwerdebild indivuduelle Hinweise zur Ernährung. Je nach Indikation nehme ich zusätzlich zur Akupunkturbehandungen andere Therapieformen wie Moxibustion, chinesische Arzneimittel-Teemischungen hinzu.

Die geburtsvorbereitende Akupunktur gewinnt als Geburtshilfe im Kreißsaal immer mehr an Beliebtheit. Sie soll der Schwangeren dabei helfen, sich sowohl körperlich, als auch geistig optimal auf die Entbindung vorzubereiten. Dabei kann das Setzen der Nadeln an bestimmten Punkten eine Wehen fördernde Wirkung zufolge haben und sogar den Geburtsvorgang erheblich verkürzen. Außerdem haben viele Hebammen bei Schwangeren die Erfahrung machen können, dass sich durch die Akupunktur als Geburtsvorbereitung, auch die Geburtsschmerzen lindern lassen.
Natürlich spielen nicht nur die jeweiligen Akupunkturpunkte, sondern auch ab wann und wie oft die Behandlung durchgeführt wird, eine wichtige Rolle bei der aus dem chinesischen stammenden Heilmethode.

Wirkung der geburtsvorbereitenden Akupunktur

Akupunktur hat sich bereits in vielen medizinischen Bereichen, als Alternative zur Schulmedizin, einen Namen machen können. Insbesondere aber rund um die Schwangerschaft, wird die Nadel-Behandlung gerne in Anspruch genommen, um dem Kind nicht durch die Einnahme von Medikamenten zu schaden.

Bereits in der Frühschwangerschaft kann eine Akupunkturbehandlung bei verschiedenen Schwangerschaftsbeschwerden helfen und für Linderung sorgen. Unmittelbar um die Geburt, äußert sich ihre Wirkung wie folgt:

  • Angst vor der Geburt senken
  • Wehen fördern
  • Schmerz der Wehen verringern
  • Geburtsverlauf verkürzen

Wichtig dabei ist es natürlich, die richtigen Punkte für die geburtsvorbereitende Akupunktur zu finden. Die Behandlung sollte daher stets durch einen geschulten und erfahrenen Experten erfolgen. Typische Akupunkturpunkte bei der Geburtsvorbereitung liegen:

  • an einem speziellen Kopfpunkt
  • unterhalb der Knien
  • um den Fußinnenknöchel
  • seitlich der oberen Waden
  • an der Außenseite der kleinen Zehen

Über die einzelnen Akupunkturpunkte hinaus, spielt natürlich auch die Technik eine wichtige Rolle bei der geburtsvorbereitenden Akupunktur. So haben lediglich steckende Nadeln eine anregende und mit einer leichten Drehung im Gewebe dagegen eine beruhigende Wirkung.

Geburtsvorbereitende Akupunktur gegen die Angst vor der Geburt

Eine bevorstehende bereitet vielen schwangeren Frauen große Angst: Wie stark werden die Geburtsschmerzen sein? Werde ich während der Entbindung Herr all meiner Körperfunktionen bleiben können? Und wird alles reibungslos verlaufen?

Besonders beim ersten Kind, ist die Geburtsangst meist äußerst ausgeprägt. Manchmal ist die Angst so stark, dass sie zu psychischen Stress führt und dadurch sogar die natürliche Wehentätigkeit negativ beeinträchtigen kann.

Die geburtsvorbereitende Akupunktur kann schwangeren Frauen dabei helfen, sich besser zu entspannen und ihre Ängste vor der Geburt zu lindern.

Ausbleibende Wehen auslösen

Sofern der errechnete Geburtstermin überschritten ist, kann durch Akupunktur versucht werden, die Wehen auszulösen. Auch bei einem vorzeitigen Blasensprung, wird gerne zur Nadel gegriffen.

Sollten jedoch Komplikationen auftreten oder der Entbindungstermin weit überschritten sein, so wird der Arzt in der Regel ein wehenförderndes Medikament geben, um die Geburt einzuleiten.

Geburtsverlauf verkürzen

Allgemein kann die geburtsvorbereitende Akupunktur bewirken, dass sich die Geburtsdauer verkürzt. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Eröffnungswehen von durchschnittlich zehn auf acht stunden reduzieren, wenn die Schwangere akupunktiert wird.

Außerdem ist es möglich, dass sich die Nadelstimulation auch auf den Gebärmutterhals auswirkt und ihn dehnbarer macht. Durch die verbesserte Zervixreifung kann der Geburtsverlauf auch über die einleitenden Wehen hinaus beschleunigt werden.

Nachdem das Kind zur Welt gekommen ist, muss natürlich auch noch die Plazenta (Nachgeburt) geboren werden. Doch auch hier unterstützt die chinesische Heilmethode ihr Ablösen und verringert darüber hinaus das Risiko möglicher Komplikationen.

Schmerzlinderung durch Akupunktur

Die geburtsvorbereitende Akupunktur kann sich allgemein auch schmerzlindernd auf die Wehen und den Geburtsverlauf auswirken. Dies hat in vielen Fällen zufolge, dass während der Geburt weniger Schmerzmedikamente benötigt werden.

Allgemein ist das chinesische Naturheilverfahren für seine schmerzlindernde Wirkung bekannt. Die Akupunktur gewinnt daher nicht nur bei der Geburtsvorbereitung immer mehr an Beliebtheit, sondern auch bei anderen Schmerzen, wie zum Beispiel Kopfschmerzen in der Schwangerschaft.

Mögliche Nebenwirkungen der Geburtsvorbereitung durch Akupunktur

Obwohl die Akupunktur zu den sanften Verfahren der Geburtsvorbereitung zählt und ohne Medikamente auskommt, ist auch sie nicht frei von möglichen Nebenwirkungen. So führen die Nadeln in seltenen Fällen zu Hautirritationen oder kleinen Blutungen an der Einstichstelle. Außerdem kann die Behandlung bei schwangeren Frauen mit geschwächtem Kreislauf zu leichtem Schwindel führen.

Es ist wichtig, dass die geburtsvorbereitende Akupunkturbehandlung stets durch einen geschulten Experten durchgeführt wird. Ärzte, Hebammen und Therapeuten sollten über eine entsprechende (nicht selbstverständliche) Qualifikation verfügen.

Ab wann die geburtsvorbereitende Akupunktur Sinn macht

Üblicherweise wird mit der geburtsvorbereitenden Akupunktur zwischen der 36. und 37. Schwangerschaftswoche begonnen. Eine Sitzung dauert meist 20 bis 30 Minuten. Sie wird wöchentlich bis zur Entbindung wiederholt.

Auch viele Geburtskliniken bieten mittlerweile eine Akupunkturbehandlung für ihre schwangeren Patienten an. Entsprechende Angebote sind meist am Aushang zu finden.
Akupunktur-Neulingen wird jedoch nicht empfohlen, erst jetzt ihre ersten Erfahrungen mit der chinesische Heilmethode zu machen. Für gewöhnlich wird der Nadel zu beginn noch eher misstrauisch entgegengeblickt, als dass sie zur Entspannung während der ersten Wehen beiträgt.

Kosten einer Akupunktursitzung

Die Kosten für die geburtsvorbereitende Akupunktur werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Stattdessen haben schwangere in Eigenleistung zu treten. Mit etwa 10 bis 25 Euro je Sitzung, ist der Kostenfaktor jedoch recht überschaubar.

Dennoch kann es sich lohnen, bei der Krankenkasse nach einer Erstattung zu fragen. In Einzelfällen erklären sich diese dazu bereit, zumindest einen Teil der Akupunktur-Kosten zu übernehmen.

© istockphoto, chinaview

Akupunktur zur Geburtsvorbereitung und Geburtserleichterung wird auch in Deutschland immer beliebter. Mittlerweile setzt bereits etwa ein Drittel der Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, auf die Wirkung der kleinen Nadeln. Eine Studie der Frauenklinik Mannheim belegt, dass das Verfahren die Geburtsdauer von Erstgebärenden im Schnitt von zehn auf acht Stunden verkürzt.

Entspannen und Selbstvertrauen gewinnen vor der Geburt

Die Akupunktur ist ein Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie ist eine ganzheitliche Therapieform, die nicht nur lokal wirkt – also dort wo durch die Nadel ein Reiz gesetzt wird –, sondern im ganzen Organismus. Sie kann zwar keine „Zerstörungen“ im Körper reparieren, aber gestörte Funktionen werden dadurch reguliert. Durch das Einstechen der Nadeln in genau definierte Punkte wird ein gestörter Energiefluss wieder hergestellt und die Energie zwischen unterschiedlichen Körperregionen ausgeglichen.

Akupunktur eignet sich vor allem für Schwangere, die sich auf natürliche Art auf die Geburt vorbereiten wollen. Und geburtsvorbereitende Akupunktur kann Frauen helfen, entspannt und vertrauend auf die eigene Stärke und Energie die Geburt zu durchleben. Die positive Wirkung der Akupunktur zur allgemeinen Geburtsvorbereitung, aber auch bei Beschwerden in der Schwangerschaft und während der Geburt ist durch verschiedene Studien belegt.

Allgemeine Geburtvorbereitung

Eine Studie der Frauenklinik in Mannheim (1) hat gezeigt, dass Akupunktur bei Erstgebärenden die Geburtsdauer im Schnitt von zehn auf acht Stunden verkürzt. Dieser positive Effekt beruht auf einer schnelleren Reifung des Gebärmutterhalses (Cervix) und einer gezielteren Wehentätigkeit in der Eröffnungsphase; also in der Zeit bis zur vollständigen Öffnung des Muttermundes. Die Akupunktur kann ausschließlich diese Phase verkürzen, auf die Austreibungsphase hat sie dagegen keinen Einfluss.

Die geburtsvorbereitende Akupunktur sorgt außerdem dafür, dass die Frau die Geburtswehen weniger schmerzhaft empfindet und dass die Wehen auch in der Austreibungsphase zielgerichteter sind. Die geburtsverkürzende Wirkung der Akupunktur wird erst ausgelöst, wenn der Körper der Frau auf natürlichem Weg zur Geburt reif ist. Die Behandlung hat also keinen Einfluss auf den Geburtstermin und führt auch nicht zu vorzeitigen Wehen.

Schwangerschaftsbeschwerden

Typische Schwangerschaftsbeschwerden sind:

  • vorzeitige Wehentätigkeit
  • Schwangerschaftserbrechen
  • Schmerzen unterschiedlichster Art
  • Angst, Unruhe, Schlafstörungen
  • durch die Schwangerschaft bedingter Bluthochdruck
  • Fehllagen des Kindes

Während der Geburt

Andere Studien weisen die Wirksamkeit der Akupunktur zur Schmerzbekämpfung, Geburtserleichterung und Entspannung während der Geburt nach. Sie wird bei den ersten stärkeren Beschwerden eingesetzt; meist bei einer Muttermundöffnung von vier bis fünf Zentimeter. Die Akupunkturpunkte zur Schmerzlinderung liegen im Bereich des Unterbauches oder des Rückens der Frau. Außerdem wird sie bei Problemen mit der Loslösung der Plazenta (sogenannten Mutterkuchen) nach der Geburt des Kindes eingesetzt.

Was passiert in der Akupunktursitzung?

Die Akupunktur zur Geburtsvorbereitung wird entweder von einem Frauenarzt oder von einer Hebamme durchgeführt. Beide müssen eine entsprechende Fortbildung mit einer Abschlussprüfung absolviert haben. Die Behandlung beginnt ab der 36. Schwangerschaftswoche, in der Regel mit einer 20 bis 30-minütigen Sitzung pro Woche. Es sollten mindestens drei Behandlungen durchgeführt werden, üblich sind vier.

Ist der Termin überschritten, sind auch noch weitere Sitzungen möglich: Denn gerade in einer Zeit des ständigen Wartens empfinden viele Frauen den engen Kontakt zur Hebamme oder zum Gynäkologen als sehr wohltuend. Und sie können in dieser Zeit der Anspannung besonders vom beruhigenden Effekt der Akupunktur profitieren.

Durchführung der Akupunkturbehandlung

Die Lage der Akupunkturpunkte ist genau festgelegt. Die Hebamme tastet im entsprechenden Bereich so lange, bis die Patientin ihr einen drucksensiblen Punkt signalisiert. Die Nadel wird in einem ersten Schritt schnell und ohne rotierende Bewegung in etwa 0,5 Zentimeter Tiefe gebracht. Der Einstich ist in der Regel schmerzlos, denn die Standard-Nadel ist nur 0,3 Millimeter dick. Sie ist aus flexiblem Stahl gefertigt, der sich biegen lässt, aber nicht bricht.

Danach wird die Nadel unter einer schnellen Rotationsbewegung bis zur Auslösung des so genannten De-Qi-Gefühls vorgeschoben. Das kann ein Gefühl wie Wärme, Taubheit, Druck, Schwere, Kribbeln oder auch wie ein klitzekleiner, schmerzloser Stromschlag sein. Das Empfinden ist aber von Patientin zu Patientin verschieden. Die Stichtiefe richtet sich nach der Lage der Punkte und kann zwischen 5 Millimeter und mehreren cm variieren, muss aber genau eingehalten werden.

Zur Geburtsvorbereitung werden auf jeder Seite des Körpers vier Punkte behandelt:

  • unterhalb des Knies,
  • im Bereich des Innenknöchels des Fußes,
  • an der oberen seitlichen Wade
  • und an der äußeren Seite der kleinen Zehe.

Zusätzlich kann ein Kopfpunkt punktiert werden, der allgemein beruhigend wirkt und bei Angstsymptomen hilft.

Nebenwirkungen der Akupunkturbehandlung

Manche Frauen bekommen während der Behandlung Probleme mit dem Kreislauf. Ein Grund hierfür kann, neben den rein körperlichen Ursachen, auch eine allgemeine „Angst vor Nadeln“ sein. Bei Kreislauf-labilen Patientinnen ist es deshalb hilfreich, die Behandlung halb sitzend, halb liegend mit leicht erhöhten Beinen durchzuführen. Die Kreislaufreaktion verschwindet aber meist mit einer weiteren Behandlung, weil sich der Körper an die Akupunktur gewöhnt und die Patientin bei der zweiten Sitzung auch besser weiß, was auf sie zukommt.

Nach der Akupunktur kann die punktierte Stelle leicht gerötet sein oder es kann sich ein kleiner blauer Fleck bilden. Beides ist völlig harmlos und verschwindet von selbst.

Aktualisiert: 02.08.2017 – Autor: Ina Mersch

Geburtsvorbereitung mit Akupunktur, Damm-Massage & Co: Das bringt’s

Der Geburtstermin rückt näher, die Spannung steigt – und du willst perfekt vorbereitet sein. Angebote gibt es reichlich. Wir haben Hebamme Laura Schütz gefragt, was dahinter steckt

Akupunktur

Darum geht’s: Akupunktur zur Geburtsvorbereitung wird auch bei uns in Deutschland immer beliebter. Durchgeführt wird die Akupunktur von Frauenärzten und Hebammen, die darauf spezialisiert sind. Durch gezielte Akupunktur sollen sich die Reifungsprozesse des Körpers während der Schwangerschaft wirkungsvoll unterstützt werden.

So geht es: Die geburtsvorbereitende Akupunktur beginnt in der Regel in der 36. Schwangerschaftswoche und findet wöchentlich statt. Durch das Setzen von sechs bis acht Nadeln in den Beinen und an den kleinen Zehen pro Sitzung werden bestimmte Punkte stimuliert. Das hört sich jetzt schmerzhaft an, tatsächlich tut es kaum weh. Nur ein kurzer feiner Stich kann spürbar sein. Dass auch wirklich der korrekte Punkt getroffen wurde, merkst du an den folgenden Anzeichen: Leichtes Brennen, Kribbeln, Druck oder Wärme.

Das sagt die Hebamme: „Akupunktur führt zu einer besseren Reifung des Gebärmutterhalses, lockert das Gewebe und macht es elastisch. Zudem stärkt Akupunktur die Gebärmutter und regt die Wehentätigkeit an“, sagt Hebamme Laura Schütz aus Düsseldorf. „Geburtsvorbereitende Akupunktur kann Frauen helfen, entspannt und vertrauend auf die eigene Stärke und Energie die Geburt zu durchleben. Die Eröffnungs- und Austreibungswehen sind zugleich zielgerichteter.“

Himbeerblättertee

Darum geht’s: Himbeerblättertee ist nicht nur reich an Vitamin C, Kalzium und Eisen, sondern soll sich vitalisierend und zugleich beruhigend auf den Körper auswirken. Deshalb ist er auch eines der beliebtesten Hausmittel.

So geht’s: In der 36. Schwangerschaftswoche eine Tasse täglich trinken. In der 37. SSW pausieren. In der 38. SSW zwei bis drei Tassen am Tag. In der 39. SSW wieder pausieren. Ab der 40. SSW eine Teekanne täglich trinken.

Das sagt die Hebamme: „Die Muskulatur von Gebärmutter und Beckenboden wird gelockert und gleichzeitig wird die Durchblutung gefördert“, sagt Laura Schütz. „Besonders gut wirkt der Himbeerblättertee in Kombination mit der Akupunktur.“

Damm-Massage

Darum geht’s: Als Damm bezeichnet man das feste Gewebe zwischen Scheide und After. Es ist ein Teil der Beckenbodenmuskulatur, das unseren Körper nach unten hin abdichtet. Bei der Geburt wird er extrem beansprucht.

Das steckt dahinter: Obwohl das Gewebe extrem dehnbar ist, besteht die Gefahr, dass es durch die extreme Belastung bei der Geburt verletzt wird. Ab der 36. Woche wird deshalb bei dieser Methode täglich der Damm mit einem entsprechenden Öl massiert.

Das sagt die Hebamme: „Damm-Massagen fördern die Elastizität des Gewebes und kräftigen dieses zugleich “, sagt Schütz.

Heublumen-Dampfsitzbad

Darum geht’s: Dampfsitzbäder sollen genau wie die Damm-Massage das Gewebe lockern und dehnbar machen.

So geht’s: Ab der 37. Schwangerschaftswoche ein Mal in der Woche ein Heublumensitzbad nehmen. Dazu getrocknete Heublumen (Apotheke/Drogerie/Reformhaus) in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Anschließend in die Toilette stellen. Wenn die Temperatur angenehm ist, aufs WC setzen und den Dampf einwirken lassen.

Das sagt die Hebamme: „Heublumensitzbäder halten das Gewebe im Dammbereich elastisch und fördern die Durchblutung“, sagt Schütz.

Leinsamen

Darum geht’s: Gerade am Ende der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Verstopfungen. Ein Grund ist, dass das Baby mit seinem ganzen Gewicht auf den Darm drückt.

So gehts: Ein Esslöffel geschrotete Leinsamen täglich ab der 34. Schwangerschaftswoche ins Müsli oder den Joghurt mischen. Dazu ein Glas Wasser trinken.

Das sagt die Hebamme: „Leinsamen regen die Verdauung und damit die Peristaltik, also die Bewegung im Darm, an“, erklärt Schütz. „Das stimuliert wiederum die Gebärmutter und regt die Wehentätigkeit an.“

Spaziergänge

Darum geht’s: Die Geburt eines Kindes ist vergleichbar mit einem Marathon und erfordert sehr viel Ausdauer, Kraft und Energie. Deshalb lohnt es sich, körperlich fit zu bleiben.

So geht es: Gut ist, wenn du jeden Tag eine Runde spazieren gehst. Wie lange dein Spaziergang ist, kannst du selbst entscheiden. Schau einfach, was dir gut tut. Übertreibe es aber nicht mit Gewaltmärschen. Denk dran: Dein Körper braucht für die Geburt viel Kraft und deshalb ist es wichtig, auch Ruhephasen einzuplanen.

Das sagt die Hebamme: „Durch die Bewegung wird die Gebärmuttermuskulatur sowie die Wehentätigkeit angeregt“, erklärt die Hebamme. „Ruhige und nicht zu anstrengende Bewegungen sorgen dafür, dass das Baby leichter in die Geburtsposition rutscht.“

Sex

Darum geht’s: Wenn der errechnete Geburtstermin schon überschritten ist, wollen viele Schwangere nur noch eines: Es soll endlich losgehen! Zweifellos gehört Sex zu den beliebtesten Methoden, um Wehen auszulösen.

Das steckt dahinter: Sperma enthält Prostaglandin, ein Hormon, das den Muttermund schön weich macht. Auch die Muskelkontraktion bei einem Orgasmus kann dafür sorgen, dass die Wehentätigkeit angeregt wird.

Das sagt die Hebamme: „Sex ist auf jeden Fall wehenanregend – schon allein durch die Prostaglandine im Sperma“, sagt die Expertin. „Diese lockern gleichzeitig auch die Schleimhaut am Gebärmutterhals auf. Die Bewegung beim Sex steigert die Kontraktionsfähigkeit der Gebärmuttermuskulatur und wirkt sich positiv auf die Wehentätigkeit aus.“

Unsere Expertin: Laura Schütz ist seit 2011 examinierte Hebamme und hat seit Anfang 2017 in Düsseldorf die Hebammengemeinschaftspraxis „Hand in Hand“ mit Xenia Vorat. Mehr Infos: www.handinhand-hebammen.de

Bei weiteren Fragen könnt ihr euch auch gerne an unsere Hebamme unter [email protected] wenden.

Akupunktur in der Schwangerschaft

Die Akupunktur ist eine jahrtausendealte traditionelle chinesische Heilmethode. Der asiatischen Lehre zufolge durchfließt die Lebensenergie Qi den Menschen über verschiedene Leitbahnen (Meridiane). Wenn dieser Fluss gestört ist, können Erkrankungen und Beschwerden entstehen. Feine Nadeln, die an bestimmten Punkten entlang der Meridiane in die Haut gestochen werden, können diese Blockaden und Störungen auflösen. Welche Akupunkturpunkte im Einzelfall genadelt werden müssen, ermittelt der behandelnde Therapeut über die chinesische Diagnostik (Gespräch, körperliche Untersuchung, Zungen- und Pulsdiagnose).

Mittlerweile hat die Akupunktur in der Schwangerschaft einen festen Stellenwert. Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, schwangerschaftsbedingter Schmerz oder Rückenschmerzen werden häufig mit den feinen Nadeln behandelt. Auch zur Geburtsvorbereitung oder während der Geburt, bei unerfülltem Kinderwunsch sowie künstlicher Befruchtung nutzen Therapeuten die Akupunktur.

Schwangerschaft: Übelkeit und Erbrechen

Viele Schwangere leiden an Übelkeit, trockenem Würgen oder Erbrechen. Meist treten die Beschwerden zwischen der 6. und 12. Schwangerschaftswoche auf. Immerhin 20 Prozent der Schwangeren leiden auch über die 20. Schwangerschaftswoche hinaus unter diesen Beschwerden.

Der erste Tipp der Ärzte gegen die Beschwerden lautet: Nahrungsmittel, Gerüche, Aktivitäten und Situationen vermeiden, welche die Übelkeit erfahrungsgemäß hervorrufen. Zusätzlich gibt es Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen, die während der Schwangerschaft gegeben werden können (wie Anticholinergika, Antihistaminika, Dopaminantagonisten). Allerdings sollte vorher das Restrisiko fruchtschädigender Nebenwirkungen ausgeschlossen werden, gerade in der frühen Phase der Schwangerschaft. Noch sicherer ist es, ganz auf Medikamente in der Schwangerschaft zu verzichten. Stattdessen können alternative Behandlungsmethoden wie die Akupunktur ausprobiert werden:

Die Wirksamkeit der Akupunktur in der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen oder bei Chemotherapie ist unumstritten. Eine positive Wirkung von Akupunktur in der Schwangerschaft bei Übelkeit und Erbrechen wird dagegen bisher nur vermutet – wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit sind rar. Einige Untersuchungen sprechen gegen einen Nutzen der Akupunktur bei Übelkeit und Erbrechen. Dem gegenüber stehen viele Schwangere, die hier über positive Erfahrungen berichten. Ein abschließendes Urteil steht daher noch aus. Nichtsdestotrotz sollten Sie mit einem erfahrenen Therapeuten sprechen, wenn Sie mit alternativen Methoden gegen Übelkeit und Erbrechen vorgehen möchten – vielleicht hilft Ihnen die Akupunktur.

Schwangerschaft: Rücken- und Beckenschmerzen

Gut erforscht ist die Wirkung von Akupunktur gegen Rückenschmerzen und Schmerzen im Bereich des Beckenbodens. So verringern sich die Schmerzen durch das Setzen von Akupunkturnadeln teilweise um bis zu 60 Prozent. Die alternative Heilmethode wird daher von Ärzten häufig bei Rücken- oder Beckenschmerzen empfohlen.

Vor und nach der Geburt

Auch zur Geburtsvorbereitung werden Akupunkturnadeln zunehmend angewendet. Denn das Setzen der Nadeln hilft nicht nur zu entspannen und Sorgen und Ängste vor der Entbindung zu verringern: Zusätzlich soll sich die Geburt durchschnittlich von zehn auf acht Stunden verkürzen lassen, wenn in den letzten vier Schwangerschaftswochen mit Akupunktur behandelt wurde. Das „Nadeln“ verringert außerdem die Schmerzen während der Geburt. Im Falle eines Dammschnittes und folgender Dammnaht hilft die Akupunktur ebenfalls bei der Schmerzlinderung.

Nach der Geburt kann eine Milchflussschwäche zu Problemen beim Stillen führen. Die Akupunktur kann innerhalb von ein bis zwei Sitzungen den Milchfluss auslösen.

Kinderwunschbehandlung

Mittlerweile sehr beliebt ist die Akupunktur bei unerfülltem Kinderwunsch. Die Heilmethode kann – trotz fehlender aussagekräftiger Studien – in der Kinderwunschbehandlung oder bei künstlicher Befruchtung (In-vitro-Fertilisation) unterstützend angewendet werden. Denn die behandelten Frauen reagieren vielfach positiv auf Akupunktur: Häufig werden ein verbessertes Allgemeinempfinden, reduzierter Stress und verbesserte Zyklusparameter beobachtet. Das kann die Chancen auf einen erfolgreichen Embryonentransfer verbessern.

Ich habe ungefähr alles gegen Schwangerschaftsübelkeit probiert. Hier kommen meine Top 10 Maßnahmen

Oh du furchtbare Schwangerschaftsübelkeit

Denke ich an die ersten Wochen meiner Schwangerschaft, denke ich an im Bett liegen, zur Toilette rennen, im Bett liegen, zur Toilette rennen. Ich denke auch an die Schwäche in meinem ganzen Körper an das furchtbare Gefühl noch nicht mal die Kinder zur Kita bringen zu können, weil ich nie weiß, wann ich mich das nächste Mal übergeben muss.

Die ersten 15 Wochen meiner Schwangerschaft haben mich fast zehn Kilo gekostet. Ich war ganze sechs Wochen krank geschrieben. Es war furchtbar. Und obwohl mir auch hochschwanger immer noch schnell flau in der Magengegend wird, habe ich das Trauma so langsam verwunden. Zeit für Euch und einige Leidensgenossinnen aufzuschreiben, was man gegen Schwangerschaftsübelkeit unternehmen kann.

Von Morgenübelkeit bis Hyperemesis gravidarum

Zunächst einmal: Schwangerschaftsübelkeit ist von Frau zu Frau und von Schwangerschaft zu Schwangerschaft sehr unterschiedlich ausgeprägt. Von der Morgenübelkeit bis hin zu einem Tag und Nacht andauernden Brechreiz ist alles drin.

Die besonders stark ausgeprägte Schwangerschaftsübelkeit, bei der Frauen mehr als fünf Mal täglich erbrechen oder mehr als fünf Prozent ihres Körpergewichts verlieren, heißt Hyperemesis gravidarum. Für die werdende Mutter ist die Erkrankung furchtbar. Suizid-Gedanken oder der Wunsch nach Schwangerschaftsabbruch sind keine Seltenheit.

Für das Baby aber sind Übelkeit und Erbrechen kein Problem, so lange die Mutter nicht dehydriert oder zu viel Gewicht verliert. Sollte das passieren, helfen Infusionen im Krankenhaus. Also: Um Eure Babies müsst ihr Euch keine Sorgen machen! Und Euch hilft: Probieren, probieren, ein bisschen auch akzeptieren und nicht vergessen, dass in einigen Wochen alles vorbei sein wird.

Hier kommen meine Top 10 Maßnahmen gegen Schwangerschaftsübelkeit

Manchen Frauen hilft Akupunktur gegen Schwangerschaftsübelkeit.

Beispielswiese dafür ausgebildete Hebammen wissen, welche Punkte gegen Schwangerschaftsübelkeit genadelt werden können. Ich hatte eine wunderbare Hebamme, die zu mir nach Hause gekommen ist und alles mit der Krankenkasse abrechnen konnte.

Manchen Frauen hilft die Akkupunktur, anderen nicht, klärte mich die Hebamme gleich bei unserem ersten Telefonat auf. Ehrlich gesagt: Bei mir konnte die Akkupunktur in dieser Situation keine rechte Wirkung entfalten. Dennoch: Ich war total froh, dass ich meine Hebamme hatte, die ein bis zwei Mal pro Woche vorbeikam. Sie konnte mir viele Tipps zur Schwangerschaftsübelkeit geben und mit ihr habe ich noch zahlreiche andere Dinge ausprobiert (von denen ihr unten noch lesen werdet). Während Ärzte in dieser Situation häufig hilflos die Schultern zucken, hatte ich mit ihr immer das Gefühl, dass sich jemand um mich kümmert und noch viele, viele Ideen hat, was wir gegen die Übelkeit unternehmen könnten.

Zur schnellen Selbsthilfe gibt es auch Akupressur Bänder, das so genannte Sea Band aus der Apotheke. Dabei handelt es sich um zwei Armbändchen mit Akupressurpunkt, der eine Stelle am unteren Handgelenk stimulieren soll. Die Stimulation ist natürlich geringer als die der Akupunkturnadeln, dafür kannst Du die Bänder Tag und Nacht tragen. Mir haben sie nicht geholfen, anderen Frauen schon. Also: ausprobieren!

2. Ernährung: Von Zwieback, Bonbons und den Grundsätzen chinesischer Medizin / TCM

Gilt auch in der Schwangerschaft: Kürbissuppe tut gut!

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) empfiehlt Schwangeren insbesondere im ersten Trimester nur warme Speisen zu essen. Wobei warm nicht meint, temperaturmäßig warm (auch wenn es häufig darauf hinausläuft), sondern energetisch warm. Manche sprechen auch von Yang-reichen im Gegensatz zu Yin-reichen Lebensmitteln. Speisen, die gemäß chinesischer Medizin als warm gelten, kann der Körper mit weniger Energieaufwand verwerten bzw. geben sie dem Körper sogar mehr Wärme und Energie. Und da Schwangerschaftsübelkeit auch immer etwas mit mangelnder Energie und Kraft zu tun hat, schien mir diese Empfehlung sehr vernünftig.

Laut chinesischer Medizin warm oder yang-reich sind häufig Gemüsesorten, die in Herbst und Winter reif sind und die wir eher in der kalten Jahreszeit essen. Also Kürbis, Rote Beete, Süßkartoffeln, auch Frühlingszwiebeln und Lauch. Kartoffeln und fast alle Getreidesorten sind neutral und damit okay. Hafer, Hirse und Grünkern gelten als warm. Ebenso sind Aprikosen, Datteln, Kirschen, Walnüsse und Rosinen warme Lebensmittel. Kalte Nahrung ist zum Beispiel Wasser, Joghurt, Milch, Äpfel, Orangen, Gurken. Mit der Zeit bekommt man ein gutes Gefühl dafür. So konnte ich sehr gut fühlen, dass beispielsweise Ingwer, Curry und Anis wärmende Kräuter sind und mir ein Tee daraus gut tut. Während Minze zum Beispiel kühlend wirkt. Also bitte keinen Pfefferminztee! Hier findet ihr einen ganz gute Übersicht zu warmen, neutralen und kalten Speisen.

Darüber hinaus gilt natürlich laut TCM wie auch schon von unseren Großmüttern bei Übelkeit empfohlen: Fünf kleine Portionen am Tag essen, bitte nicht fettig, scharf, salzig oder schwer verdaulich! Bei der Schwangerschaftsübelkeit gilt: Ein leerer Magen und zu wenig Energie verursachen Übelkeit. Also gerne zwischendurch und schon vor dem Aufstehen einen trockenen Zwieback kaufen.

Wollt ihr konkrete Essensempfehlungen für die ersten 12-16 Wochen? Das habe ich gegessen:

Frühstück: Warmer Hafer- oder Hirsebrei, gekocht in Wasser. Darin dürfen zum Beispiel Walnüssen, Aprikosen, Rosinen oder Pflaumen sein. Eine Prise Zimt wärmt noch mal extra. Und wenn man dann noch einen so wunderbaren Mann hat wie ich, der einem das ganze jeden Morgen ans Bett bringt, wird einem gleich noch viel wärmer.

Mittagessen / Abendessen / Zwischendurch: Kürbissuppe mit Süßkartoffel. Oder rote Beete mit Kartoffeln zu einem schönen Brei zermatscht. Rosenkohlsuppe mit Kartoffeln. Reis mit Wirsing und Möhren in etwas Kokosmilch fand ich zu einem etwas späteren Zeitpunkt ganz verträglich. Und zwischendurch immer mal wieder Zwieback oder getrocknete Aprikosen, wenn es geht. Die liefern auch schnelle, neue Energie. Bei mir haben auch Ingwer- oder Zitronen-Bonbons zwischendurch gut funktioniert, wenn es ein nicht allzu schlimmer Tag war. Der strake Geschmack der Bonbons konnte die Übelkeit zeitweise aufhalten oder noch etwas verzögern. Manche empfehlen auch an einer Zitrone zu riechen.

Getränke: Ich habe nur Tee getrunken, Wasser ging überhaupt nicht. Fencheltee und Ingwertee waren ganz okay.

Ingwertee und Fencheltee tun gut

3. Kineosologische Tapes gegen Schwangerschaftsübelkeit

Tapes sollen den Energiefluss anregen, Selbstheilungskräfte anregen und zum Beispiel Gelenkfunktionen unterstützen. Die Wirksamkeit konnte noch nicht wissenschaftlich belegt werden, Fallstudien mit ausreichender Probanden Zahl gibt es nicht. Dennoch werden kineosologische Tapes sowohl bei Ärzten und Physiotherapeuten als auch in der Alternativen Medizin zunehmend eingesetzt. Und natürlich habe auch ich sie mit Hilfe meiner Hebamme ausprobiert. Die Tapes klebten in herrlich orangener Farbe neben meiner Wirbelsäule. Schlecht war mir natürlich immer noch. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, die Tapes würden mich ein bisschen stützen und mir ein wenig Energie zurückgeben. Wer weiß?! Was die Tapes mir auf jeden Fall gegeben haben, war das gute Gefühl, irgendetwas zu tun und nicht nur meiner Krankheit ausgeliefert zu sein.

4. Bachblüten

Bachblüten gegen Schwangerschaftsüblkeit? Zumindest hat es Spaß gemacht, die hübschen Blüten auszuwählen

Noch so ein Hebammen-Mittelchen. Im Zuge meiner Schwangerschaftsübelkeit habe ich zum ersten Mal Bachblüten ausprobiert. Ich durfte mir aus einem Kartensatz die für mich schönsten Blumen aussuchen und bekam von meiner Hebamme ein Rezept für eine Bachblütenessenz, die meine Apotheke mir gewissenhaft zusammen gemixt hat. Soll auch schon manchen geholfen haben, mir aber nicht.

5. Globuli gegen Schwangerschaftsübelkeit

Die homöpathische Apotheke hat natürlich auch Globuli gegen Schwangerschaftsübelkeit im Repertoire. Ein Klassiker: Arsenicum album D6 soll Übelkeit lindern, die mit Brechreiz und Schwächegefühlt einher geht (dreimal am Tag je fünf Globuli). Die weißen Kügelchen hatte ich schon in meiner ersten Schwangerschaft mit geringerer Übelkeit ausprobiert ohne Linderung zu verspüren. Habe ich dieses Mal also gleich weggelassen.

6. Vitamin B: Nausema

Ein Mangel an B6-Vitaminen steht in Verdacht Schwangerschaftsübelkeit mit zu verursachen oder zu verstärken. Relativ spät habe ich damit begonnen, das Vitamin B Präparat Nausema zu nehmen. Es ging mir damit tatsächlich ein bisschen besser, allerdings klingt die Schwangerschaftsübelkeit ab Woche 11/12 natürlich ohnehin meistens langsam ab.

7. Medikamente: Vomex

Wenn nichts mehr geht, geht immer noch Vomex

Frauenärzte verschreiben bei schwerer Schwangerschaftsübelkeit meistens Vomex, ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, das auch außerhalb der Schwangerschaft eingesetzt wird und für Ungeborene als unbedenklich gilt.

Was soll ich Euch sagen? Es ist ein furchtbares Medikament. Ihr nehmt es (natürlich bevorzugt als Zäpfchen, damit es auch sicher und schnell seine Wirkung entfalten kann) und es schießt Euch ab. Anders gesagt: Ihr nehmt es und ihr könnt nichts mehr, nicht mal mehr die blödeste Sendung im Privatfernsehen verfolgen, aber ihr könnt eben auch nicht mehr erbrechen. Ihr könnt nur noch schlafen. Und die traurige Wahrheit ist: Manchmal gibt es keinen größeren Segen.

Ich habe Vomex in meinen Hochzeiten der Übelkeit jeden zweiten Abend genommen. Ich habe gewartet bis der Hamburger Papa nach Hause kam und die Kinder sicher versorgt waren. Dann habe ich nochmal gegessen, mich gen 18.30 Uhr fertig für die Nachtruhe gemacht, Vomex genommen und nach 30 Minuten bin ich eingeschlafen. So blieb zumindest jeden zweiten Tag sicher Nahrung in meinem Körper und der Schlaf hat mir geholfen, mich zu erholen und besser in den nächsten Tag zu starten. Tatsächlich ging es mir auch an einem Nach-Vomex-Tag meistens besser als an nach einem Nicht-Vomex-Tag. Öfter wollte ich dieses Medikament dann aber doch nicht nehmen. Und zwischendurch habe ich auch immer mal wieder probiert es wegzulassen, um zu schauen, ob es auch ohne funktioniert. Hat es aber lange nicht.

Irgendwie bin ich damals nicht darauf gekommen, einfach mal nur ein halbes Zäpfchen zu nehmen. Das wäre vielleicht noch eine Alternative gewesen, die ich Euch heute empfehle. Vor allem aber empfehle ich Euch: Macht Euch das Leben nicht schwerer als es ohnehin schon ist. Nehmt die medizinische Hilfe an. Auch Eurem Baby tut es gut, wenn Euer Körper zwischendurch zur Ruhe kommt!

8. Infusionen

Kann eine Frau keine Nahrung oder Wasser mehr bei sich behalten, nimmt sie zu viel ab oder dehydriert, bekommt sie im Krankenhaus Infusionen, um sie und das Baby zu schützen. Heute weiß ich, dass bei mir alle Anzeichen da waren und auch meine damalige Frauenärztin hat mir die Infusionen empfohlen, wenn auch nicht aufgezwungen. Ich war eher in so einer Situation „Wenn Sie auch morgen noch nichts bei sich behalten, dann müssen Sie aber ins Krankenhaus ….“

Heute weiß ich und habe auch von vielen Frauen gehört, dass mir die Infusionen wahrscheinlich gut getan hätten. Sie hätten meinen geschwächten Körper wieder etwas gestärkt und hätten vielleicht sogar das Potenzial gehabt, diesen elenden Kreislauf aus „vor Schwäche erbrechen“ zumindest für eine Weile zu unterbrechen. Damals habe ich es einfach nicht geschafft. Ich fühlte mich viel zu schwach, um ins Krankenhaus zu gehen. Schließlich kam ich kaum aus dem Bett. Vielleicht wollte ich auch nicht akzeptieren, dass ich diese schlimmste Stufe der Schwangerschaftsübelkeit jetzt erreicht hatte. Ich wollte meine Kinder nicht alleine lassen, obwohl ich ohnehin nur noch so wenig für sie tun konnte.

Euch empfehle ich: Ruft einen Krankenwagen, bittet Eure Männer um Hilfe. Egal wie, geht ins Krankenhaus und lasst Euch helfen.

9. Haushaltshilfe von der Krankenkasse

Wenn Ihr ausfallt und Euch zuhause nicht mehr um Kinder und Haushalt kümmern könnt, habt ihr Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Der Arzt muss Euch die Notwendigkeit bescheinigen (Formular gibt’s von der Krankenkasse), die Krankenkasse muss den Antrag bewilligen und los geht’s. Vermittelt werden Haushaltshilfen auch über Agenturen. Wie haben zum Beispiel diese Notmütter-Agentur genutzt.

Und wieder lautet meine Empfehlung: Nutzt die Segnungen unseres medizinisches Systems und lasst Euch helfen! Wir hatten bereits zum zweiten Mal eine Notmutter in unserem Haushalt (als der Hamburger Papa sich den Fuß gebrochen hatte, brauchten wir diese Hilfe auch) und haben nur gute Erfahrungen gemacht. Die Frauen sind es gewohnt in fremde Haushalte zu kommen und dort ohne viele Anweisungen zu helfen. Sie kochen, waschen, bringen Licht in das Chaos-einer Familienwohnung, holen Kinder von der Kita ab und so weiter und so weiter. Ohne unsere Ulrike wären wir in dieser Zeit nicht zurechtgekommen.

10. Ablenkung und Beschäftigung

Was tun, wenn man eigentlich gar nichts mehr kann? In den Hochzeiten meiner Schwangerschaftsübelkeit konnte ich nicht rausgehen, nicht schreiben, nicht lesen, ja ich konnte noch nicht einmal fernsehen. Was gut ging waren Hörspiele oder Podcasts von Radiosendungen, die nicht zu banal, aber auch nicht zu anspruchsvoll sein durften. Über die Zeit gerettet hat mich die von mir ohnehin sehr geschätzte Sendung Hörbar von Bettina Rust auf Radio Eins. Ich habe in den rund acht Wochen alle Hörbar Sendungen gehört, die in der Mediathek archiviert waren, das war ungefähr ein Jahresvorrat.

Als es mir etwas besser ging und optische Reize keine Überreizung mehr waren, funktionierten auch wieder Fernsehen und DVDs. Auch da brauchte ich etwas fürs Herz, nicht zu banal, nicht zu albern, aber auch nicht zu spannend und nicht zu anspruchsvoll. Wie schon in meiner ersten Schwangerschaft waren mir die guten alten „Gilmore Girls“ in dieser Zeit ein netter Zeitvertreib. Da mag aber auch Nostalgie mit im Spiel gewesen sein.

Und ganz allgemein: Akzeptanz

Es hilft alles nichts! Versucht zu akzeptieren, dass die Schwangerschaftsübelkeit mindestens bis zur 12. Schwangerschaftswoche anhalten wird. Wenn sie sehr stark ausgeprägt ist, dauert es manchmal noch ein paar Wochen länger. Bei mir fing die Übelkeit in der 15. Woche an, sich zu verflüchtigen. Bereits ab der 12. Woche wurde es merklich besser. Es kostet viel zu viel Energie, immer davon auszugehen, dass man nächste Woche vielleicht wieder arbeiten kann. Dass sich das Kümmern um eine Haushaltshilfe gar nicht lohnt, weil man doch vielleicht nächste Woche schon wieder auf den Beinen ist. Nein! Geht davon aus, dass euer Zustand eine Weile anhalten wird! Und macht es Euch in ihm so bequem wie möglich. Probiert alle Möglichkeiten der Linderung aus. Lasst Euch helfen. Von Papa, Oma, Opa, Tante, Freunden und natürlich von der Medizin. Sucht Euch etwas, was Euch in dieser Situation wenigstens ein bisschen Spaß macht (bei mir war es die Hörbar Rust) und bestellt Euch die coolste Schlafanzughose, die ihr jemals hattet. Ihr werdet sie ein Weilchen tragen.

Wer so eine schöne Schlafanzughose trägt, ist gleich viel besser gelaunt

Fotos: AhoiKinder, Fotolia

Und jetzt seid ihr dran: War oder ist Euch in Eurer Schwangerschaft auch so furchtbar schlecht? Was habt Ihr alles ausprobiert und was hat Euch geholfen?

Akupunktur in der Schwangerschaft und nach der Geburt

Gesundheit beruht demnach auf dem freien Fluss des Qi. Wenn dieser unterbrochen wird, können negative Energien wirken und das Organ schädigen, das mit dem Funktionskreis des jeweiligen Meridians verbunden ist.

Fliessende Grenzen zwischen Schulmedizin und TCM

Einen endgültigen wissenschaftlichen Beleg für die Existenz der Meridiane und die Art und Weise, wie Akupunktur ihre Wirksamkeit entfaltet, gibt es bisher noch nicht.

Trotzdem gehört sie heute auch in Europa zu den anerkannten Therapien, die allein in Deutschland von rund 50.000 Ärzten und Heilpraktikern angeboten wird. Akupunktur wird in der Geburtshilfe ebenso verwendet wie in der Schmerzbehandlung und anderen therapeutischen Bereichen.

Akupunktur – ganzheitliches Therapieverfahren in der Schwangerschaft

Eine Akupunkturbehandlung wirkt in ganzheitlicher Art und Weise. Sie hilft bei Schmerzuständen und anderen Beschwerden, indem sie die Selbstregulation des Körpers aktiviert. Durch die Lösung von energetischen Blockaden trägt sie zu innerer Entspannung und seelischem Wohlbefinden bei.

Die Universitätsfrauenkliniken in Mannheim, Homburg und Köln belegen, dass Akupunktur bei der Vorbereitung auf die Geburt, zur Erleichterung des Geburtsprozesses und während der Rückbildungsphase wirksam ist. Besonders gut eignet sie sich für Frauen, die sich einen natürlichen Geburtsverlauf ohne Schmerzmittel und andere Einflussnahmen wünschen.

Risiken für Mutter und Baby sind mit einer Akupunkturbehandlung nicht verbunden. Bei Komplikationen während der Geburt ist der Wechsel zu schulmedizinischen Verfahren zu jedem Zeitpunkt möglich.

Wie läuft eine Akupunkturbehandlung ab?

Die TCM kennt über 360 Akupunkturpunkte an den Meridianen des menschlichen Körpers. Bei einer Akupunktursitzung werden bis zu 15 dieser Punkte stimuliert. Um welche Punkte – und damit indirekt Organe – es sich dabei handelt, hängt von den konkreten Beschwerden bzw. dem Ziel der Behandlung ab.

Vor dem Beginn der Behandlung nimmt der Therapeut eine ausführliche Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) vor und erstellt einen individuellen Behandlungsplan. Während der Therapie stimuliert er ausgewählte Akupunkturpunkte mit Hilfe feiner Nadeln, deren Durchmesser nur 0,2 bis 0,4 Millimeter beträgt.

Die Nadeln bleiben 20 bis 30 Minuten an der akupunktierten Stelle liegen. Schmerzhaft ist die Behandlung nicht, zum Teil stellen sich an den stimulierten Punkten leichtes Kribbeln, Brennen, Taubheits- oder Schweregefühle ein.

Bei einer Akupunktur in der Schwangerschaft werden die Akupunkturpunkte nur auf sehr milde Weise stimuliert, um Komplikationen – beispielsweise vorzeitige Wehen – auszuschliessen. Falls Schmerzen auftreten, wird die Behandlung sofort abgebrochen.

Da vor allem Schwangere auf die erste Akupunktursitzung oft mit leichten Kreislaufproblemen reagieren, sollte diese im Liegen vorgenommen werden. Während der Behandlung dient das Liegen als Ruhe- und Entspannungszeit.

Akupunktur in der Schwangerschaft, während und nach der Geburt

Viele Frauen empfinden Akupunktur während der Schwangerschaft wegen ihrer entspannenden Wirkung und ihrem positiven Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden als sehr angenehm – rund ein Drittel aller erstmals schwangeren Frauen entscheiden sich für diese Unterstützung. Daneben gibt es für eine Akupunkturbehandlung in der Schwangerschaft, während und nach der Geburt verschiedene praktische Anwendungsbereiche:

  • In der Frühschwangerschaft kann Akupunktur gegen Schwangerschaftsübelkeit und andere Schwangerschaftsbeschwerden helfen. Beispielsweise geht die TCM davon aus, dass die Morgenübelkeit durch eine Schwächung der Magenenergie der Schwangeren begründet liegt – der Akupunkteur stimuliert diverse organbezogene Körperpunkte, damit das Qi wieder ungehindert fliessen kann.
  • Mit fortschreitender Schwangerschaft kommt Akupunktur gegen verschiedene Schwangerschaftsbeschwerden – beispielsweise Rückenschmerzen, zur Behandlung einer ausgeprägten Venenschwäche oder bei stärkeren Wassereinlagerungen – zum Einsatz.
  • Eine geburtsvorbereitende Akupunkturbehandlung kann in der 36. Schwangerschaftswoche, also vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, beginnen. Dieser relativ späte Zeitpunkt ist wichtig, da diese Behandlung den Körper unmittelbar auf den Geburtsvorgang vorbereiten soll und zum Einsetzen der Wehen führen kann. Ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche ist das für das Baby nicht mehr problematisch.
    Bis zur Geburt wird pro Woche eine Akupunktursitzung durchgeführt, welche die Reifung des Muttermundes unterstützt. Die Mannheimer Studie zu geburtsvorbereitender Akupunktur weist aus, dass geburtsvorbereitende Akupunktur die Eröffnungsphase bei Erstgebärenden um bis zu 20 Prozent verkürzen kann und offenbar auch die Wehen-Koordination verbessert. Für eine Stunde nach einer Akupunktursitzung spürten die Probandinnen die Bewegungen ihres Babys deutlich stärker.
    Behandelt werden während einer geburtsvorbereitenden Akupunktur auf jeder Körperseite jeweils vier Akupunkturpunkte: unterhalb des Knies, im oberen Seitenbereich der Wade, am Innenknöchel sowie an der Aussenseite des kleinen Zehs. Zur allgemeinen Beruhigung und Entspannung wird oft zusätzlich ein Kopfpunkt stimuliert. Durch eine geburtsvorbereitende Akupunktur wird vielen Frauen die Angst vor der Geburt genommen.
  • Während der Geburt dient Akupunktur zur Schmerzlinderung, synchronisiert und harmonisiert die Abfolge der Wehen und unterstützt damit ebenfalls eine schnellere Eröffnung des Muttermundes. Die Kölner Studie hat gezeigt, dass Akupunktur während der Geburt auch zur Stimulation oder Abschwächung der Wehen dienen kann. Durch die Stimulation der Wehen kann die Gabe von Oxytocin – der sogenannte Wehentropf – oft vermieden werden, bei einem „Wehensturm“ bringt eine beruhigende Akupunkturbehandlung Linderung.
    Ausschlaggebend für das Erzielen der gewünschten Wirkung sind das Stillhalten oder gezielte Drehungen der Nadeln. Viele Frauen verfügen durch die Akupunkturbehandlung zu Beginn der Austreibungsphase noch über sehr viel Kraft, was die Geburt noch einmal beschleunigt. Die Stimulation bestimmter Meridianpunkte an Bauch und Rücken trägt während der Geburt zur Beruhigung und Entspannung bei.
  • Unmittelbar nach der Geburt hat sich Akupunktur zur Unterstützung der Plazentaablösung und zur Linderung schmerzhafter Nachwehen bewährt.
  • Im Wochenbett unterstützt sie die Rückbildung und hilft bei Naht- oder Hämorrhoidalbeschwerden.

Wie finde ich einen guten Therapeuten?

Akupunkturbehandlungen in der Schwangerschaft werden von Ärzten, Heilpraktikern und auch vielen Hebammen angeboten. Wichtig ist, dass sie dafür gut ausgebildet sind – Empfehlungen zu entsprechend spezialisierten Therapeuten gibt beispielsweise die Schweizerische Ärztegesellschaft für Akupunktur, Chinesische Medizin und Aurikulomedizin (Ohrakupunktur) (SACAM).

Hebammen haben manchmal eine Akupunktur-Jahresausbildung absolviert, die an den Vorgaben des Hebammen-Dachverbandes ausgerichtet ist.

Viele – aber bisher längst nicht alle – gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Akupunkturbehandlung in der Schwangerschaft. Diese Frage sollten an Akupunktur interessierte Schwangere also vorab mit ihrer Krankenkasse klären.

Selbstzahlerinnen müssen für eine Akupunktursitzung mit Kosten zwischen 20 und 80 Euro rechnen, hinzu kommen bis zu 150 Euro für die Anamnese und die Erstellung des Behandlungsplanes.

Ich habe gehört, dass Akupunktur auch als Geburtsvorbereitung wirkt. Ab wann und wie oft wird das gemacht?

Geburtsvorbereitend werden vier bis acht Akupunktur-Sitzungen ein- bis zweimal wöchentlich in den letzten vier Schwangerschaftswochen durchgeführt. Dadurch wird eine signifikant verkürzte Geburtsdauer und eine deutlich bessere Muttermundreifung erreicht, wie einige kontrollierte Studien beweisen konnten. Diese Auswirkungen der Akupunktur setzen aber erst mit dem Zeitpunkt der anderen, natürlichen Mechanismen der Geburtsauslösung ein, insofern ist eine Überstimulation und vorzeitige Geburt im Rahmen der normalen Akupunktur nicht zu erwarten.

Interview

Experten-Interview mit Frau Dr. med. Teelke Beck, Uster, zum Thema „Akupunktur in der Geburtshilfe“

Experten-Interview mit Frau Dr. med Kirsten Stähler van Amerongen, Biel, zum Thema „TCM in der Geburtshilfe“

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