Akne in der pubertät

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Unreine Haut

Unreine Haut: Das können Sie selbst tun

Es gibt einige Tipps, mit denen Sie Ihre unreine Haut verbessern können. Die Wichtigsten sind:

  • Doktern Sie nicht selbst an sich herum und drücken Sie die Pickel lieber nicht selbst aus. Am besten begeben Sie sich mit unreiner Haut in die erfahrenen Hände einer Kosmetikerin – sie entfernt Mitesser professionell. Sonst können weitere Entzündungen und Narben entstehen.
  • Reinigen Sie die unreine Haut am besten nur mit „pH-neutralen“ (pH etwa 5,5 – das entspricht dem natürlichen Säureschutzmantel der Haut), milden, parfümfreien und hautfreundlichen Seifen beziehungsweise Waschlotionen. Und waschen Sie die Haut auch nicht zu häufig – dies kann den Säureschutzmantel zerstören und die unreine Haut zusätzlich verschlimmern.
  • Verwenden Sie Cremes auf Wasserbasis (fettfreies Make-up, Sonnenschutz etc.). Fett- oder ölhaltige Cremes und Kosmetika verstopfen die Poren und fördern die unreine Haut.
  • Produkte mit Fruchtsäuren, Salicylsäure oder Milchsäure verschönern die Haut oft.
  • Abdeckende Maßnahmen und teintkorrigierende Make-ups sind empfehlenswert und gut für die Seele.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre unreine Haut nicht zu viel Kälte, Wärme oder UV-Licht abbekommt. Zu viel Sonne kann Pickel, Mitesser und Akne verstärken.
  • Auch wenn der Einfluss der Ernährung auf die unreine Haut nicht bewiesen ist: Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse und trinken Sie viel – empfehlenswert sind rund zwei Liter Flüssigkeit pro Tag.
  • Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft – das kurbelt den Stoffwechsel an und tut auch der Haut gut.
  • Fassen Sie am besten nicht mit Ihren Händen ins Gesicht, auf den Handflächen tummeln sich viele Bakterien. So halten Sie die Keimbelastung gering.
  • Verwenden Sie verschiedene Handtücher fürs Gesicht und für die Hände und waschen Sie Letztere häufiger.
  • Genießen Sie Substanzen und Lebensmittel nur in Maßen, die Ihre unreine Haut verschlimmern könnten. Am besten beobachten Sie, ob bestimmte Stoffe die unreine Haut fördern.

Unreine Haut: Was nicht hilft

Zahnpasta ist das Hausmittel, das angeblich gegen Pickel helfen und diese austrocknen soll – tut sie aber nicht. Manche Zahnpasten enthalten Zink, das antientzündlich wirkt. Der Inhaltsstoff Fluor kurbelt dagegen eher Entzündungen an. Außerdem entzieht Zahnpasta der Haut zu viel Fett. Es können sich rötliche und entzündete Hautstellen bilden. Zahnpasta kann die Symptome also eher noch verschlimmern.

Zinksalbe hat zwar eine antiseptische Wirkung und wirkt gegen Entzündungen, allerdings bekommt man die Akne allein durch Zink nicht weg.

Teebaumöl wirkt zwar gegen Entzündungen, kann aber auch heftige allergische Reaktionen auslösen, wenn man es hochkonzentriert und unverdünnt auf die unreine Haut aufbringt, berichtet das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Die Stiftung Warentest (4/2006) nahm zwölf Anti-Pickel-Mittel unter die Lupe. Jugendliche und jungen Erwachsenen behandelten ihre Pickel und Mitesser zwei Wochen lang mit verschiedenen Cremes, Gels, Patches und Stiften. Getestet wurden die Anti-Pickel-Wirkung, Anwendung (z. B. Entnehmen, Auftragen, Hautgefühl) und die Verträglichkeit. Ergebnis: Drei Produkte waren gut, aber Wundermittel gegen unreine Haut gab es auch hier nicht.

Pickel, Mitesser und Co. – Was wirklich gegen Akne hilft

Viele kennen das Problem noch aus der eigenen Jugend: Als ob man es in dieser Zeit nicht schon schwer genug hätte, fangen in der Pubertät auch noch Pickel und Mitesser an zu sprießen. Bei den meisten Menschen endet die Akne glücklicherweise mit der Pubertät auch wieder. Einige plagen allerdings auch noch im reiferen Alter unschöne Pusteln und hartnäckige Mitesser. Jeder fünfte Erwachsene leidet unter der so genannten Spätakne. Dabei gibt es viele einfache Tips und zahlreiche Hausmittel, die Hautunreinheiten wie von selbst verschwinden lassen.

Wie entstehen Pickel?

Weltweit gilt Akne als die häufigste Hauterkrankung. 70 bis 95 Prozent aller 13 bis 18-Jährigen sind davon betroffen, insbesondere in Gesicht, Dekolleté und auf dem Rücken. Zu Hautunreinheiten kommt es, wenn die Talgproduktion der Hautdrüsen durch Stoffwechselveränderungen gestört wird. Dafür ist meist eine hormonelle Umstellung verantwortlich, wie sie typisch für die Pubertät, oder bei Frauen an den Tagen vor der Menstruation oder in der Schwangerschaft ist. Hinzu kommt dann außerdem eine Verhornungsstörung des Follikelausführganges der Hautdrüse.

Die Pore wird verstopft und der Talg kann nicht mehr abfließen und bleibt als Mitesser in der Haut. Wenn sich dort dann zusätzlich so genannte Propionibakterien ansiedeln, die eigentlich ein ganz natürlicher Bestandteil der Haut sind und in der Regel durch den Säureschutzmantel in Schach gehalten werden, kann es zur Entzündung der Talgdrüse kommen. Diese füllt sich mit Eiter und ein Pickel entsteht.

Was sind die Ursachen für Hautunreinheiten?

Der Mythos, dass Akne ein Zeichen für mangelnde persönlichen Hygiene ist, stimmt schlicht weg nicht. Zunächst einmal spielt die genetische Veranlagung eine große Rolle für die Ausbildung von Akne. So ist wissenschaftlich belegt, dass das Akneerkrankungsrisiko bei über 50 Prozent liegt, wenn beide Eltern Akne hatten. Auch Sonne, stark fetthaltige Cremes, chemische Kosmetika und Arzneimittel können Pickel hervorrufen. Häufig sind es zudem äußere Faktoren, wie eine ungesunde Ernährung, der übermäßige Konsum von Alkohol, Rauchen, Schlafmangel oder psychischer Stress, die die Entstehung von Hautunreinheiten begünstigen.

Denn die Haut zählt neben Nieren, Leber und Darm zu einem der größten Entgiftungsorgane des menschlichen Körpers. Ist der Körper durch erhöhte Gifte belastet macht sich das auch auf der Haut bemerkbar. Die so genannten Schlackenstoffe werden über die Talgdrüsen ausgeschieden und fördern dort die Entstehung von Mitessern und Pickeln.

Was hilft wirklich gegen Akne?

Wer dauerhaft unter Hautunreinheiten leidet, die stark entzündet sind oder sich bereits unter der Haut als Talgknötchen ausbreiten, sollte einen Hautarzt oder Heilpraktiker aufsuchen. Denn nur diese können eine stark ausgeprägte Akne erfolgreich behandeln.

Mittlerweile gibt es eine vielversprechende Auswahl an hochkonzentrierten Cremes, Medikamenten und Peelings aber auch viele erfolgversprechende alternative Therapien. Allerdings kann man auch einiges schon selbst bei einer weniger stark ausgeprägten Akne unternehmen, ohne gleich mit der Chemiekeule loszulegen. Mit ein paar einfachen Tricks kann man seinen Alltag, die Ernährung und die Körperpflege anpassen und ganz nebenbei eine reinere Haut erlangen.

Hilfreiche Tips für den Alltag

Finger weg!
Es ist verblüffend, wie oft man sich am Tag ins Gesicht fasst. Achten Sie einmal selbst darauf! Dadurch gelangen Schmutzpartikel, Schweiß und die unterschiedlichsten Bakterien auf die empfindliche Haut im Gesicht und können Hautunreinheiten begünstigen. Um dem Abhilfe zu verschaffen, sollte man versuchen die Finger aus dem Gesicht zu lassen und sich zusätzlich mehrmals täglich die Hände waschen.

Auf keinen Fall Ausdrücken!
Drückt man Pickel und Mitesser aus, führt das dazu, dass Bakterien in tiefer gelegene Hautschichten gelangen und dort zu einer weitaus schlimmeren Infektion führen können. Die Folgen können Abszessbildung und Narben sein. Deshalb sollte man das Ausdrücken lieber geschulten Experten, wie medizinischen Kosmetikern oder Dermatologen, überlassen.

Auf Sauberkeit achten!
Um Bakterien den Gar aus zu machen, lohnen sich oft schon Kleinigkeiten im Alltag. So sollte man zum Beispiel häufig Handtücher und Waschlappen wechseln. Wer Make-up und Puder benutzt, sollte Schwämmchen und Pinsel häufig reinigen. Hier wachsen sonst wahre Bakterienkolonien.

Weniger ist mehr!
Vorsicht bei übersteigerter Hygiene! Regelmäßiges Händewaschen und eine tägliche Pflege des Gesichtes sind zwar unabdingbar, um Pickel in den Griff zu bekommen, jedoch kann eine übermäßige Reinigung der Haut, womöglich noch mit den falschen Produkten, die Hautunreinheiten sogar noch verstärken. Seife oder andere aggressive Waschlotionen greifen den Säureschutzmantel der Haut an. Daher sollten Betroffene darauf achten, pH-hautneutrale (pH-Wert 5,5) Körperpflegeprodukte zu verwenden. Oft eignen sich die zumeist sanfteren Produkte aus der Naturkosmetik.

Fettige Cremes verstopfen!
Fettreiche Cremes enthalten oft zu viele Lipide (Fettsäuren), die die Poren zusätzlich verstopfen können. Deshalb empfiehlt es sich, besser eine leichte, feuchtigkeitsspendende Creme zu verwenden. Auch beruhigende Masken helfen das Hautbild zu verbessern und die Haut geschmeidiger zu machen, ohne jedoch die Poren zu verstopfen.

Gesund Essen!
Wie bereits erwähnt, beeinflusst eine ungesunde Ernährung und Lebensweise die Produktion von Hautunreinheiten. Wer seine Ernährung umstellt und auf stark zuckerhaltige Lebensmittel und viele Milchprodukte verzichtet, kann dadurch auch Hautunreinheiten reduzieren. Oft kann eine Entgiftungskur wahre Wunder bewirken. Eine gründlichen Entsäuerungskur, zum Beispiel im Sinne von Basenfasten, wirkt sich nicht nur positiv auf das allgemeinde Wohlbefinden, sondern auch auf das Hautbild aus.

Naturkosmetik – sanfte Wundermittel!
Statt aggressiver und oft schädlicher chemischer Produkte sollte man bei der Behandlung von Akne besser auf die meist sanfter wirkende Naturkosmetik setzen. Mittlerweile sind diese fast überall erhältlich und weitaus erschwinglicher als viele glauben. Heilerde aus dem Reformhaus oder in Naturkosmetikprodukten verwendet, kann gut als Maske auf das Gesicht aufgetragen werden. Das reinigt die Haut und befreit die Poren von Talg und Fett.

Ein anderes Wundermittel ist zum Beispiel Grüntee. Betupft man die entzündeten Sellen mit lange durchgezogenem, abgekühltem Tee, heilen diese schneller ab. Zudem schützen die im Grüntee enthaltenen Antioxidantien und Mineralien die Haut. Des Weiteren hilft Teebaumöl gegen Akne, denn es wirkt desinfizierend und trocknet Pickel aus. Auch Zitronensaft und Rosenwasser wirken zusammen als mild antibakteriell und erfrischend.

Kinderhaut

Babys (bis 1 Jahr)
Weniger ist mehr
„Weniger ist mehr“, so heißt die oberste Maxime, insbesondere wenn es um die Reinigung und Pflege der Haut von Neugeborenen und Babys geht, betont die Wiener Dermatologin Dr. Verena Beck und ergänzt, warum das so ist: „Babys haben noch eine dünne und darüber hinaus empfindliche Haut, die geschont werden sollte.“ Beck über das richtige Maß beim Waschen und Pflegen der Kleinsten, deren Schweiß- und Talgdrüsen auch noch nicht sehr aktiv sind, weshalb sie kaum schwitzen und nicht wirklich schmutzig sind: „Es reicht aus, Babys mit einem Waschlappen, der nur in Wasser getränkt ist, einmal täglich abzuwaschen und alle zwei, drei Tage zirka fünf Minuten in etwa 37 Grad warmem Badewasser ohne Zusätze zu reinigen sowie dabei die Haare mit Wasser abzuspülen.“ Pures Wasser empfiehlt Beck auch für die Reinigung zwischendurch – des Windelpopos und eventuell der anderen Hautfalten im Intimbereich, den Achseln und am Hals sowie des Mundes und der Hände. Für unterwegs rät sie, Thermalwasserspray oder Feuchttücher möglichst ohne Zusatzstoffe zu verwenden.
Eine intensivere Reinigung von Babys ist laut Beck nicht nur überflüssig, sondern gefährlich – führt sie doch oft zu Hautproblemen wie trockener Haut und erhöht über die Irritationen des Immunsystems durch Zusätze das Risiko, später an Allergien zu erkranken. Bei Babys mit gesunder Haut genauso unnötig: Eine Pflege mit Cremen, Ölen oder Salben – ausgenommen, es geht um Sonnenschutz. „Für Babys sind Sonnenschutzmittel besonders wichtig“, so Beck. Der Grund: Ihre Haut enthält weniger pigmentbildende Stoffe, die Melanin produzieren, als die Haut Erwachsener und kann sich daher schlecht selbst durch Bräunung vor den UV-Strahlen der Sonne schützen. Das erhöht die Sonnenbrandgefahr, und ein Sonnenbrand tut nicht nur weh, sondern steigert das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.
Kleinkinder (1bis 5 Jahre)
Waschcreme & viel Sonnenschutz
„Auch bei der Reinigung und Pflege des Kleinkinds ist Minimalismus angesagt“, so Beck. Immer noch ist die Haut dünner und empfindlicher als die eines Erwachsenen, und immer noch produzieren die Hautdrüsen weniger Schweiß und Talg. Auch wenn das Kleinkind von Kopf bis Fuß schmutzig – beispielsweise vom Spielen in der Sandkiste – nach Hause kommt, sollen Eltern wissen: „Das Kind wird meist sauber genug, wenn es nur mit Wasser gewaschen oder abgeduscht wird.“ Bei hartnäckigem Schmutz, wie Farbflecken nach Malaktionen, empfehlen sich milde Waschcremen ohne Zusatzstoffe, um die Flecken zu entfernen. Sind die Haare stark verschmutzt, ist der Griff zu einem hochwertigen Babyshampoo angesagt, das wenig Zusatzstoffe enthält.
Wird die Haut von Kleinkindern so gereinigt, trocknet sie laut Beck normalerweise auch nicht aus: „Dann ist es nicht nötig, sie nach dem Waschen einzucremen oder einzuölen.“ Ausgenommen, es besteht eine ererbte Neigung zu trockener Haut. Oder es geht zum Spielen ins Freie bzw. in die Sonne: Dann ist das Auftragen von Sonnenschutzmitteln angesagt. Zusätzliche Sicherheit vor Sonnenschäden bietet Kleidung mit eingearbeitetem UV-Schutz.
Größere Kinder (ab 5 Jahren)
Zum Waschen motivieren
Auch noch bei größeren Kindern, die dem Kleinkindalter entwachsen sind, ist der Säureschutzmantel der äußersten Körperhülle nicht so stabil wie bei Erwachsenen und sollte möglichst nur mit Wasser oder hochwertigen, zusatzstoffarmen Reinigungsmitteln gesäubert werden. Manchmal ist es wichtig, größere Kinder zum Waschen zu motivieren, da die Talg- und Schweißdrüsen nun aktiver werden, weiß Beck. Die Kinder schwitzen nun mehr, was nicht nur mit einem unangenehmen Geruch verbunden ist, sondern in Kombination mit der erhöhten Talgproduktion auch dazu führen kann, dass Poren verstopfen und erste Pickel entstehen. Beck: „Kinder vom Volksschulalter bis zum Beginn der Pubertät sollten täglich gereinigt werden oder sich selber waschen oder duschen.“ Neigt die Haut zu Trockenheit, was nun auch schon eine Typsache sein kann, sollte die Haut laut der Dermatologin mit Cremen, Ölen oder Lotionen versorgt werden, die der Haut Feuchtigkeit geben und rückfettende Substanzen enthalten, ansonsten aber frei von Zusatzstoffen sind. Den Haaren tut jetzt ein mildes Shampoo gut. Weiter wichtig: Sonnenschutzmittel oder Kleidung mit UV-Schutz bei Sport und Spiel im Freien.
Pubertierende Kinder (ab ca. 11 Jahren)
Bei typgerechter Pflege helfen
Je näher die Pubertät der Kinder rückt, desto unterschiedlicher gestaltet sich die Beschaffenheit von Haut und Haaren – Eltern können den Kindern nun bei der Pflege helfen, indem sie typgerechte Produkte besorgen. Beck: „Ist die Haut eher trocken, sollte sie mit rückfettenden Produkten gereinigt und mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen, Ölen oder Cremen versorgt werden.“ Bei trockener Kopfhaut und Schuppen gilt es, Shampoos zu verwenden, die diesen Problemen entgegenwirken. Sind Haut und Haare eher fettig, helfen Reinigungslotionen, Cremen und Shampoos, die die Talgproduktion bremsen.
Durch die Hormonumstellung in der Pubertät neigt die Haut zu Unreinheiten – Pickeln lässt sich mit entzündungshemmenden Produkten vorbeugen.
Außerdem erhöht sich die Schweißproduktion, wodurch der Körpergeruch streng wird. Beck: „Damit ist die Zeit für Deos gekommen.“ Die Sticks und Sprays sollten möglichst mild sein, keinen Alkohol enthalten – und laut der Dermatologin sicherheitshalber frei von Aluminium sein, das immer wieder im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Wenn Pubertierende das Bedürfnis haben, sich von den Körperhaaren zu befreien: Hautschonend ist beispielsweise die Rasur, so Beck. Vorausgesetzt, Rasierer werden verwendet, die sich der Form von Bein, Arm & Co gut anpassen, was Verletzungen vorbeugt. Nicht vergessen werden sollte jedenfalls der Sonnenschutz.
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Babys & Kleinkinder:
Was hilft bei …

  • … Neugeborenen-Akne? Dabei handelt es sich laut Dr. Verena Beck nicht um Akne, sondern meist um eine hormonelle Umstellung nach der Geburt, die von allein wieder verschwindet.
  • … Milchschorf? Milchschorf lässt sich zum Verschwinden bringen, indem man ihn einige Zeit lang mit Babyöl einweicht, so die Dermatologin.
  • … trockener Baby- und Kleinkinderhaut? Beck: „Bleibt die Haut auch dann trocken, wenn das Kind einige Zeit mit Wasser ohne Zusätze gewaschen und gebadet wird, sollte man den Arzt darauf ansprechen.“ Er kann eruieren, worauf das Problem zurückgeht und geeignete Pflegemittel empfehlen.

Größere und pubertierende Kinder:
Was hilft bei…

  • … Läusen? Gegen Läuse rät Dr. Verena Beck Tinkturen zu verwenden, die Kopfhaut und Haare schonen, aber bewirken, dass die Läuse ersticken und aus den Haaren herausgekämmt werden können. Einen gewissen Schutz vor einem Befall bieten laut Beck bestimmte Kräutershampoos, deren Geruch Läuse abhält.
  • … übermäßigem Schwitzen? Für Teenager, die übermäßig schwitzen, eignen sich spezielle Deos gegen dieses Problem.
  • … Akne? Geht die unreine Haut in eine Akne mit größeren Pickeln über, ist dies nicht nur unschön und belastend, die Akne kann auch bleibende Narben hinterlassen. Beck: „Deswegen ist es wichtig, bei Akne einen Dermatologen aufzusuchen und sich behandeln zu lassen.“ Die Behandlungsmethoden sind vielfältig, beinhalten etwa Hautbehandlungen mit Salben, Säurepeelings und medikamentöse Therapien.
  • Die Hornschicht ist dünner, wodurch die Haut bei zu intensiver Reinigung schneller ihre Feuchtigkeit verliert und eher dazu neigt, auszutrocknen.
  • Die Talg- und Schweißdrüsen sind bis zum Beginn der Pubertät weniger aktiv, weshalb der Säureschutzmantel nicht so stabil ist. Das macht die Haut empfindlicher.
  • Die Haut, vor allem von Babys, produziert weniger Melanin als jene von Erwachsenen und kann sich daher schlecht durch Bräunung vor den UV-Strahlen der Sonne schützen.
  • Durch die gesteigerte Produktion von weiblichen und männlichen Sexualhormonen neigt die Haut zu einer vermehrten Talg- und Schweißproduktion sowie zu Unreinheiten bis hin zu schwerer Akne.

Stand 05/2016

Männerproblem Pickel am Rücken: Was tun?

Nicht nur das Gesicht kann von Pickeln oder Akne betroffen sein. Gerade Männer neigen oft zu Pickeln am Rücken oder auf der Brust. Mit speziellen Hausmitteln und Pflegeprodukten sowie einer gesunden Lebensweise lässt sich das Problem meist beseitigen.

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Ursachen für Pickel am Rücken

Die Haut am Rücken und jene im Gesicht haben eines gemeinsam: Die Zahl der Talgdrüsen pro Quadratzentimeter ist hier besonders hoch. Eine Überproduktion von Talg führt in diesen Bereichen besonders schnell zu Hautunreinheiten, Pickeln und Akne. Auch die hintere Schulterpartie, Brust und Oberarme sind mitunter betroffen.

Die Ursachen der Pickel auslösenden Talgüberproduktion sind meist Zinkmangel, hormonelle Probleme und die falsche Kleidung. Insbesondere synthetische Stoffe, die kaum frische Luft an den Rücken lassen und das Schwitzen fördern, sind problematisch. Wenn Schweiß nicht abgesondert werden kann, verstopft er die Schweißdrüsen. Die Folge sind Pickel.

Warum haben Männer oft Pickel am Rücken?

Pickel am Rücken gelten als typisches Männerproblem und sind beim weiblichen Geschlecht nicht gerne gesehen. Meist sind sie jedoch nicht das Ergebnis mangelnder Körperpflege, sondern hormonell bedingt. Männliche Geschlechtshormone wie Testosteron stimulieren die Talgdrüsen der Haut.

Entscheidend ist hierbei nicht nur, wie viel Testosteron der Körper produziert, sondern das Verhältnis von männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen. Sowohl Männer als auch Frauen haben männliche und weibliche Hormone. Ein Überschuss an männlichen Geschlechtshormonen führt bei beiden Geschlechtern zu einem Ungleichgewicht, das sich etwa in Pickeln äußern kann.

Pickel am Rücken loswerden: Pflegeprodukte & Hausmittel

Ausdrücken sollten Sie die Pickel nicht – ohne fremde Hilfe ist das ohnehin kaum möglich. Manche Pickel dürfen nicht geöffnet werden, da sie sich sonst entzünden können. Lediglich Hautärzte und Kosmetiker sollten Pickel ausdrücken, denn sie verfügen über das nötige Fachwissen. Trotzdem gibt es einige Mittel, mit denen Sie Pickel am Rücken vorbeugen oder selbst bekämpfen können.

Achten Sie darauf, nicht zu heiß zu duschen. Dies irritiert die Haut und begünstigt das Entstehen von Pickeln. Verzichten Sie auf seifenhaltige Duschgels. Diese regen die Haut an, noch mehr Talg zu produzieren. Besser geeignet sind pH-neutrale und seifenfreie Waschlotionen.

Duschgels mit Salicylsäure

Empfehlenswert sind Duschgels mit Salicylsäure. Diese sollte in etwa zweiprozentiger Konzentration enthalten sein. Schäumen Sie die Pflege auf, lassen sie etwa eine Minute einwirken und spülen sie dann ab.

Peeling mit Fruchtsäure

Ebenfalls bewährt haben sich Mittel mit Fruchtsäure bzw. Glycolsäure. Ein bis zwei Mal pro Woche sollten Sie abgestorbene Hautzellen mit einem Peeling beseitigen.

Sehr gut gegen verstopfte Poren wirkt auch die Reinigung oder Massage des Rückens mit einer langstieligen Bürste oder einem Waschhandschuh. Dies regt die Durchblutung der Haut an und hilft ihr, überschüssigen Talg abzustoßen.

Haut gut abtrocknen

Trocknen Sie sich nach dem Duschen behutsam ab und tragen Sie eine pflegende Körperlotion auf. Diese sollte speziell für Akne-Haut geeignet sein, also pH-neutral und parfümfrei sein. Wo sich besonders viele und große Pickel am Rücken zeigen, kann die punktuelle Behandlung mit Teebaumöl, Benzoylperoxid oder einer speziellen Zinksalbe sinnvoll sein.

Für Männer, die stark schwitzen

Männer, die schnell und stark schwitzen, klagen vermehrt über Pickel am Rücken. Bei ihnen ist das Risiko für verstopfte Schweißdrüsen natürlich höher. Deshalb sind auch Sportler oft betroffen. Das können Sie tun, wenn Sie schnell und stark schwitzen:

  • Duschen Sie immer nach dem Sport und nach körperlich anstrengenden Tätigkeiten.
  • Nutzen Sie spezielle Antitranspirant-Mittel für den Rücken.
  • Ziehen Sie nur atmungsaktive Kleidung an – am besten reine Baumwolle.

Pickeln am Rücken vorbeugen

Damit Pickel am Rücken erst gar nicht entstehen, ist eine gesunde Lebensweise unerlässlich. Neben ausreichend Schlaf und regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft, ist die Ernährung ein wichtiger Faktor zur Vorbeugung:

  • Hausmittel bei Akne: So wirkt Knoblauch gegen Pickel
  • Schmerzhaft und gefährlich: Darum kann Nasenhaare ausreißen zum Tod führen
  • Vielversprechender Therapieansatz: Wissenschaftler entwickeln einen Impfstoff gegen Akne
  • Vermeiden Sie fettige und stark gezuckerte Lebensmittel.
  • Greifen Sie stattdessen zu Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
  • Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser pro Tag.

Das hilft gegen Pickel am Rücken

Allgemein gelten bei der Pflege des Rückens die gleichen Regeln wie beim Gesicht: Ein bis zweimal pro Woche sollten Sie ein Peeling durchführen (z.B. selbstgemachtes Kaffee-Peeling), außerdem sollten Sie täglich antibakterielles Waschgel für den Rücken benutzen. Mit einer Rückenbürste ist das leicht während des Duschens auftragbar. Wenn es sich aber um ernsthafte Akne handelt, sollten Sie ein Kosmetikstudio oder sogar einen Dermatologen aufsuchen, da eventuell chemische Peelings oder Medikamente notwendig sind.

Doch auch bestimmte Angewohnheiten können Pickel am Rücken verursachen. Welche das sind und wie Sie diese vermeiden, erklären wir Ihnen hier:

1. Synthetische Stoffe

Wenn Sie regelmäßig Kleidung aus Synthetik tragen, kann das eine Ursache für lästige Hautirritationen am Rücken sein. Ihre Haut kann unter diesen Materialien nicht gut atmen und schwitzt stärker. Das verstopft die Poren und begünstigt die Verbreitung von Bakterien.

Das können Sie dagegen tun:

Tragen Sie möglichst Kleidung aus Baumwolle, die luftdurchlässig ist. Achten Sie darauf, dass die Kleidung immer möglichst sauber und frei von Staubpartikeln ist. Wechseln Sie zudem regelmäßig Ihr Badehandtuch und ihre Schlafkleidung. Durch nächtliches Schwitzen kann es auch hier zur Bildung von Pickeln und Bakterien kommen.

Hoppla! 5 peinliche Beauty-Probleme und ihre Lösung.

2. Enge Kleidung

Die Reibung der Kleidung ist ein Hauptgrund für Pickel am Rücken. Enge Kleidungsschnitte (z.B. enganliegende Oberteile oder enge Kragen), reibende Rücksäcke und das Anlehnen an Stuhlrückenlehnen kann zu Hautirritationen führen.

Das können Sie dagegen tun:

Denken Sie über eine Umhängetasche statt eines Rucksacks nach und versuchen Sie, das lange Anlehnen an Rückenlehnen zu vermeiden. Sobald Sie zu Hause sind, tragen Sie öfter rückenfreie Tops oder Spaghettiträger-Tops, um den Kontakt mit Kleidung und die Reibung zumindest in der Freizeit zu reduzieren.

3. Shampoo, Haarspülungen und -kuren

Neben dem Duschgel kommt unser Rücken beim Duschen auch mit Shampoo, sowie Haarspülungen und –kuren in Kontakt, die beim Auswaschen die Rückenpartie herunterlaufen. Die Haarpflegemittel sind meistens sehr reichhaltig und mit Pflege- und Duftstoffen versetzt, deren Rückstände am Rücken die Poren stark verstopfen können.

Das können Sie dagegen tun:

Waschen Sie nach Nutzung der Haarpflegemittel ihren Rücken noch einmal gründlich mit Duschgel oder Waschgel und Wasser ab.

Zu viel Zucker, Milch oder Gluten? Ihr Gesicht verrät es Ihnen!

Pickel am Rücken: Ursachen und was dagegen hilft

Pickel am Rücken sehen nicht schön aus und sind nur schwer alleine behandelbar. Erfahre hier, woher die Unreinheiten kommen und wie du sie vermeiden kannst.

Pickel am Rücken plagen viele Menschen. Wer bereits im Gesicht zu erhöhter Talgproduktion neigt, findet die unschönen Entzündungen vermutlich auch ab und an seinem Rücken. Die Ursache für Pickel am Rücken gleicht der von Pickeln im Gesicht: Die Talgdrüsen produzieren zu viel Talg, wodurch die Poren und Talgkanäle verstopfen. Dadurch sammeln sich Bakterien an der betroffenen Stelle und führen zu einer unschönen Entzündung. Diese äußern sich dann in Form von Eiterpunkten und Rötungen.

Warum am Rücken? Wie auch im Gesicht, befinden sich am Rücken mehr Talgdrüsen als am Rest des Körpers. Deshalb ist dieser Körperteil besonders anfällig für Pickel, Mitesser und Unreinheiten.

Tipps gegen Pickel am Rücken

Nach dem Sport Duschen ist ein Muss für schöne Haut am Rücken. (Foto: CC0 / / stevepb)

Vor allem im Sommer sind Pickel am Rücken sehr störend. Viele Betroffene schämen sich dafür und tragen auch an heißen Tagen Kleidung, die die Unreinheiten bedeckt. Mit den folgenden Tipps kannst du dein Hautbild am Rücken verbessern:

  • Wasche deinen Rücken beim Duschen ganz bewusst. Viele Menschen lassen beim Duschen nur Wasser über den Rücken laufen – er sollte aber gut geschrubbt werden. Tipp: Benutze eine Rückenbürste (online bei **Avocadostore), um auch an die schwer erreichbaren Stellen zu kommen.
  • Frage vielleicht sogar deinen Partner oder ein Familienmitglied, ob sie dir beim Rückenwaschen helfen können.
  • Auch für ein Peeling solltest du dir Unterstützung von einer dir nahe stehenden Person suchen. Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschüppchen, befreit die Haut von überschüssigem Talg und pflegt sie. Hier findest du Peeling-Rezepte für unterschiedliche Hauttypen.
  • Wenn du am Rücken geschwitzt hast, solltest du danach schnellstmöglich duschen und frische Kleidung anziehen. Vor allem nach dem Sport, aber auch im Sommer.
  • Wechsle deine Oberteile täglich, sodass sich dort befindliche Bakterien nicht über mehrere Tage ausbreiten können.
  • Trage luftige, lockere Oberteile, die nicht an deinem Rücken reiben. Achte außerdem auf atmungsaktive Kleidung und setze auf natürliche Materialien: Greife lieber zu Baumwolle und Leinen anstatt Polyester.

Für ein schönes Hautbild, sowohl am Rücken als auch im Gesicht, gilt außerdem immer:

  • Ernähre dich gesund und ausgewogen. Verzichte auf zu viel Zucker und Fett. Bei manchen Menschen wird unreine Haut durch Milchprodukte begünstigt.
  • Trinke genug Wasser und verzichte auf zuckerhaltige Getränke wie Softdrinks und Fruchtsäfte.
  • Vermeide Stress, soweit wie möglich. Seelische Belastung kann zu Hautunreinheiten und Pickeln führen.
  • Trinke wenig Alkohol und verzichte aufs Rauchen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

  • Pickel auf der Kopfhaut: Ursachen und was dagegen hilft – Utopia.de
  • Unreine Haut: Die besten Hausmittel gegen Pickel
  • Pickel am Po: So wirst du sie schnell wieder los – Utopia.de

Pickel in der Pubertät: Was tun gegen Akne?

Ölige Haut, Mitesser auf der Nase, dicke Pusteln auf der Stirn: In der Pubertät spielt die Haut einfach verrückt. Wieso das so ist und was du tun kannst, wenn bei deinem Kind die Haut zum Problem wird.

Pickel und Mitesser sind nicht nur für den Moment nervig, sondern hinterlassen manchmal auch Narben. Oft nicht nur auf der Haut, sondern auch auf der Seele.

In der Pubertät ist das Selbstbewusstsein vieler Jugendlicher ganz schön im Keller. Kein Wunder, wenn sich mit einem Mal der ganze Körper verändert. Ein ordentlicher Wachstumsschub, Körperbehaarung, Brüste, eine neue, tiefere Stimme – ganz schön viel, mit dem man klar kommen muss. Als wäre das nicht genug, kommen bei den meisten Teenies Pickel und Mitesser dazu, die nicht nur für den Moment nervig sind, sondern manchmal auch Narben hinterlassen. Oft nicht nur auf der Haut, sondern auch auf der Seele.

Akne – was ist das und wie entsteht sie?

Die Ursachen von Akne liegen unter der Haut. Dort befinden sich unsere Haarwurzeln, die sogenannten Haarfollikel. Um diese Follikel herum sitzen Drüsen, die Haut und Haare mit Talg versorgen, damit sie geschmeidig bleiben. In der Kindheit sind die Talgdrüsen noch sehr klein und produzieren gerade so viel Hautfett wie nötig. Doch das ändert sich in der Pubertät: Der Körper produziert bei Mädchen und Jungen verstärkt männliche Sexualhormone, die Androgene. Dadurch werden Muskel- und Körperwachstum angeregt, aber eben auch die Talgproduktion. Das Gesicht fängt an zu glänzen, die Haare werden schneller fettig und Pickel, Pusteln und Mitesser entstehen. Denn gleichzeitig mit der Hautfettproduktion steigt auch die Anzahl der Hornzellen, die die oberste Hautschicht bilden. Verkleben diese Hautpartikel mit dem überschüssigen Talg, verstopfen sie die Ausgänge der Haarwurzeln und ein Mitesser ist geboren.

Mitesser machen sich als dunkle Punkte auf der Haut bemerkbar. Das Hautpigment Melanin, das ebenfalls in Zellen in der Haarwurzel gebildet wird, sammelt sich an dieser Stelle. Da der Talg nun nicht mehr ungehindert abfließen kann, vermehren sich in der verstopften Haarwurzel Bakterien vom Typ Proprionibacterium acnes. Die Bakterien zersetzen mit Hilfe von Enzymen den Talg. Aus den Spaltprodukten entsteht in der Haarwurzel dann eine Entzündung, auf der Haut bilden sich schmerzhafte Pickel, Pustel und Knötchen. Und das vor allem dort, wo besonders viele Talgdrüsen sitzen: Im Gesicht, im Nacken, auf den Schultern, Oberarmen und am Dekolleté. Aber auch am Rücken, am Po, unter den Achseln sowie in der Genital- und Leistenregion können entzündliche Hautreaktionen auftreten.

Krankheitsbilder und Formen von Akne

Nicht bei jedem entwickelt sich die Hautkrankheit gleich. In manchen Fällen sind nur ein paar Pickel und Mitesser im Gesicht zu sehen, bei anderen sind der ganze Rücken, die Brust und das Gesicht mit schmerzenden Pusteln übersät. Bei der gewöhnlichen Akne (Acne vulgaris) wird zwischen verschiedenen Symptomen und Formen unterschieden:

Acne comedonica: Bei dieser Art der Akne treten gehäuft Mitesser vor allem im Gesicht auf, die nicht oder nur selten entzündet sind.

Acne papulopustulosa: Aus ausgedrückten oder aufgeplatzten Mitessern entstehen mit Eiter gefüllte Bläschen (Pusteln) und Papeln (kleine Knötchen). Neben dem Gesicht sind meist auch Brust, Oberarme und Rücken betroffen. Von diesen Entzündungen können kleinere Narben zurückbleiben.

Acne conglobata: Von dieser schwereren Form der Akne sind eher Männer betroffen. Aus den entzündeten Mitessern bilden sich 1 bis 2 cm große Knoten, die auch miteinander verschmelzen oder zu hochentzündlichen Abszessen werden können. Nach dem Abheilen bleiben die charakteristischen Akne-Narben zurück.
Behandlung von leichter Akne

Bei leichter Akne kann durch eine entsprechende Hautpflege vorgebeugt werden. Am besten sind pH-neutrale und parfümfreie Waschlotionen und leichte Pflegeprodukte auf Öl-in -Wasser-Basis wie z. B. das schäumende Reinigungsgel “Effaclar” von La Roche-Posay.

Einmal in der Woche ist zudem ein Gesichtspeeling zu empfehlen, um abgestorbene Hautschüppchen zu lösen und die Poren zu öffnen. Generell ist die richtige Hautpflege in der Pubertät sehr wichtig. Denn nicht nur eine verstärkte Talgproduktion kann zu Akne führen, manche Pflege- oder Kosmetikprodukte enthalten bestimmte Fette oder Öle, die die Poren verstopfen. Auch mechanische Reize wie zu enge Kleidung oder Medikamente zählen zu den Ursachen. Achte darauf, welche Kosmetik- und Pflegeprodukte dein Kind benutzt und welche Kleidung es trägt.

Auch wenn es verlockend ist: Pickel sollten auf keinen Fall selbst ausgedrückt werden. Denn dann ergießt sich der Inhalt in das umliegende Bindegewebe der Haut, die Folge sind oft noch größere Entzündungen. Auch wird dadurch die Entstehung von Narben begünstigt. Und diese sind nicht nur äußerlich störend. Gerade in der Pubertät, wenn das Selbstwertgefühl ohnehin angeschlagen ist, werden Akne und zurückbleibende Narben zum Problem für die Psyche.

Auch die Ernährung spielt beim Hautbild eine entscheidende Rolle: Junk-Food und zu viele Kohlenhydrate können sich negativ auf die Akne auswirken. Wer feststellt, dass bestimmte Nahrungsmittel ungünstig auf die Haut wirken, sollte seine Ernährung umstellen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist am gesündesten. Früchte mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt haben zudem eine entzündungshemmende Wirkung. Durch die enthaltenen Antioxidantien lassen sie Pickel schneller abheilen.

Eine tolle Möglichkeit einzelne Pickel zu behandeln, ist Teebaumöl, ein natürliches Antiseptikum, das aus den Blättern des australischen Teebaums gewonnen wird. Es ist entzündungshemmend, antibakteriell, pilzabtötend und unterstützt die Wundheilung. Das Öl wird nach der Gesichtsreinigung mit einem Wattestäbchen auf dem Pickel verteilt. Am besten greift ihr hier zu einem bio-zertifizierten Öl, z. B. das Naissance Teebaumöl Bio.

Auch Dampfbäder sind eine tolle Möglichkeit, leichte Akne zu bekämpfen. Die heißen Dämpfe öffnen die Poren und pflegen die Haut. Anschließend kann auf schlimmere Pickel etwas Honig gegeben werden. Honig wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Einfach eine halbe Stunde auf der Haut lassen und anschließend mit warmem Wasser abwaschen.

Therapiemöglichkeiten bei Akne

Wenn dein Kind von mittelschwerer bis schwerer Akne betroffen ist, solltet ihr einen Hautarzt aufsuchen und von ihm einen passenden Therapieplan aufstellen lassen. Auch wenn in Drogeriemärkten, Apotheken und Online-Shops eine riesige Auswahl an Akne-Mitteln angeboten werden,ist es nicht ratsam, mit der Haut deines Kindes herumzuexperimentieren. Bei Unverträglichkeiten kann die Akne nämlich verstärkt werden. Jede Haut ist anders und hat andere Bedürfnisse. Die findet ein Hautarzt leicht raus.
Starke Akne muss meistens nicht nur äußerlich mit Salben, sondern auch innerlich mit Medikamenten behandelt werden.

Auch wenn es euch gerade nicht so vorkommt: Die meisten Aknefälle werden nach der Pubertät milder und auch größere Narben können so behandelt werden, dass sie weniger stark auffallen.

Das sagt die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan

Erwachsene kennen sie – besonders Frauen sind von ihnen genervt: Milien, gerade wenn sie im Gesicht auftreten. Dabei handelt es sich um kleine Zysten, die mit Hornmaterial gefüllt sind und sich an den Ausgängen von Talgdrüsen befinden. Grundsätzlich können Milien fast überall am Körper vorkommen, bei Erwachsenen sind sie jedoch besonders häufig periokulär, das heißt im Bereich um die Augen herum zu finden.

Milien sind in erster Linie ein optisches Problem. Auch, wenn die Zysten Sie stören – drücken Sie nicht daran herum. Ohne vorheriges Anritzen der Milie entleert sich das Hornmaterial nicht. Im Gegenteil: Meistens verschlimmert man das Problem so noch, indem man den Inhalt tiefer drückt und so eine Entzündung auslöst. Die Behandlung von Milien gehört also in jedem Fall in die Hände eines Fachmannes. Am besten wenden Sie sich mit dem Problem an einen Hautarzt. Bei unkomplizierten Stellen, die nicht direkt am Auge liegen, kann auch eine gute Kosmetikerin helfen.

Auch bei Kindern treten Milien auf

Auch Kinder und Babys können Milien bekommen – bei den meisten bilden sich die Zysten sogar direkt nach der Geburt. Dabei ist besonders der Bereich auf der Nase betroffen, aber auch an den Wangen können sich Milien bilden. Unternehmen kann und sollte man dagegen nichts: Diese Milien bei Babys und Kindern gehen immer von alleine wieder weg. Ebenso verhält es sich, wenn sich eine Milie im Bereich einer Verletzung entwickelt. Bei Kindern passiert das häufiger, wenn der Nachwuchs beispielsweise draußen beim Spielen eine Platzwunde am Kinn abbekommen hat. Auch diese Milien platzen irgendwann schmerzfrei auf, entleeren sich und sind danach für immer beseitigt.

Die Milien, die sich nach der Geburt auf der Nase und den Wangen bilden, verschwinden irgendwann von alleine und müssen nicht behandelt werdenFoto: Fotolia

Teenager und Erwachsene sollten behandelt werden

Anders liegt der Fall, wenn es sich um einen Teenager handelt. Wie bei Erwachsenen verschwinden diese Milien meist nicht mehr von alleine. Wenn es als kosmetisch störend empfunden wird, sollten Sie die Behandlung fachgerecht durchführen lassen. Das Anritzen und ausdrücken der Milien ist, wenn es korrekt gemacht wird, kaum schmerzhaft – lediglich an empfindlichen Stellen, wie direkt am Auge, kann es unangenehm sein.

Bei den bei Säuglingen so häufig auftretenden sogenannten Epstein-Perlen ist es übrigens ähnlich. Bis zu 80 Prozent der Neugeborenen sind von den kleinen, wie Perlen aussehenden Keratinzysten im Bereich der Mundschleimhaut betroffen. Sie verlaufen meist entlang der Gaumenmittellinie und entstehen während der Embryogenese, also in den ersten Lebenswochen im Mutterleib. Genau wie Milien sind sie aber völlig harmlos – und verschwinden irgendwann schmerzfrei von ganz alleine.

Ausgabe 02/2019 • Akne

Akne – mehr als ein paar Pickel in der Pubertät

Fast jeder Jugendliche hat mit Mitessern und dem einen oder anderen Pickel zu kämpfen. Mit der richtigen Reinigung und Pflege lässt sich die unreine Haut meist in den Griff bekommen. Zusätzlich können sich jedoch entzündliche, mit Eiter gefüllte Pusteln, schmerzhafte Papeln und eitrige Knoten entwickeln, die vor allem im Gesicht, aber auch an Brust, Rücken und Oberarmen auftreten.

Für die Akne verantwortlich sind hormonelle Veränderungen in der Pubertät. Diese führen zu einer vermehrten Aktivität der Talgdrüsen. Folge ist die charakteristische fettglänzende Haut, medizinisch Seborrhoe genannt. Gleichzeitig kommt es zu einer übermäßigen Verhornung und Hornzellen verstopfen die Ausführungsgänge der Talgdrüsen – Mitesser (Komedonen) und Pickel bilden sich. In diesem Milieu können sich Propioni-Bakterien besonders gut vermehren, die entzündliche Papeln und eitrige Pusteln begünstigen.

„Die jungen Menschen leiden oft sehr unter der Akne“, berichtet Prof. Dr. Martin Schaller von der Universitäts-Hautklinik Tübingen. Gerade in einem Alter, in dem erste Kontakte zwischen Jungs und Mädchen geknüpft werden, können Selbstbewusstsein und soziale Interaktionen von der sichtbaren Hauterkrankung sehr beeinträchtigt werden. Hinzu kommt die Gefahr, dass entzündliche Papeln, Pusteln und Knoten Narben hinterlassen – vor allem, wenn die jungen Menschen selbst daran „herumdoktern“ und die Akne nicht fachgerecht behandelt wird.

Frühzeitig zum Hautarzt

Arztbesuche finden Jugendliche zwar meist uncool – Prof. Schaller rät jedoch, frühzeitig einen Hautarzt aufzusuchen. Denn zahlreiche wirksame Akne-Mittel sind verschreibungspflichtig. Der Dermatologe wird geeignete Behandlungsmaßnahmen empfehlen, mit denen sich der Hautbefund bessern und Narben vorbeugen lässt. Außerdem empfiehlt Prof. Schaller seinen jungen Akne-Patienten eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse statt Pommes, Obst statt Süßigkeiten und Vollkorn- statt Weißmehlprodukten. Das tut nicht nur der Haut gut, sondern hält auch fit. Milch steht dagegen im Verdacht, eine Akne zu verschlimmern.

Für die Behandlung der Akne werden verschiedene Wirkstoffe zur äußerlichen Anwendung wie Benzoylperoxid, topische Retinoide und Azelainsäure eingesetzt, auch in Kombination mit Antibiotika. Akne-Mittel können anfangs die Haut austrocknen und Spannen, Brennen oder Stechen hervorrufen. „Nicht selten wird dann die Therapie vorzeitig abgebrochen“, so die Erfahrungen des Hautarztes. Um die Verträglichkeit zu verbessern, sollte die Anwendung langsam eingeschlichen werden.

Sehr wirksam bei ausgeprägten Formen der Akne ist die Einnahme von Isotretinoin. „Sorgen bezüglich Nebenwirkungen sollten mit dem Hautarzt vertrauensvoll besprochen werden“, rät Prof. Schaller. In niedriger Dosierung ist das Medikament meist gut verträglich. Eine Schwangerschaft muss unter der Einnahme von Isotretinoin und noch einen Monat danach aber unbedingt ausgeschlossen werden, da es zu schweren Schädigungen des Ungeborenen kommen kann. Bei allen jungen Frauen, die Isotretinoin erhalten, muss daher eine zuverlässige und sichere Verhütung mit der Antibabypille gewährleistet sein. Hormonelle Kontrazeptiva haben auch einen günstigen Effekt auf die Akne.

Behandlung erfordert Geduld

„Die Therapie der Akne erfordert allerdings Geduld“, räumt Prof. Schaller ein. Die Anwendung der empfohlenen Behandlungsmaßnahmen sollte so konsequent erfolgen wie das tägliche Zähneputzen. Auch wenn es Jugendlichen wie „eine Ewigkeit“ erscheint: Mit einem halben Jahr Therapie ist meist zu rechnen. „Dann hat sich aber bei einem Großteil der Patienten die Akne verabschiedet“, motiviert Prof. Schaller die jungen Betroffenen.

Pflegetipps: Dos and Dont`s bei Akne

  • Die Reinigung der Haut sollte nicht zu aggressiv sein – das kann Entzündungen noch verstärken. Speziell für unreine Haut oder Akne entwickelte Syndets befreien sanft von überschüssigem Talg und Hautschüppchen.
  • Die Pflege sollte nicht zu fetthaltig sein – günstiger ist eine leichte Feuchtigkeitspflege auf Öl-in-Wasser-Basis.
  • Make-up ist erlaubt – die Produkte sollten jedoch nicht-komedogen sein. Antiseptische Abdeckcremes können hilfreich sein, um Pickel zu kaschieren.
  • Mitesser und Pickel nicht selbst ausdrücken – das kann Entzündungen und die Bildung von Narben fördern. Besser ist eine professionelle Ausreinigung bei einer geschulten Kosmetikerin, welche die hautärztliche Therapie sinnvoll ergänzen kann.
  • In vielen Hautarztpraxen werden außerdem sanfte mechanische oder chemische Peelings angeboten, die eine überschüssige Verhornung beseitigen und für ein feineres, frischeres Hautbild sorgen.

Pubertät: Wenn Pickel plagen

FOCUS-SCHULE: Was ist der Unterschied zwischen Pickeln und Akne?
Tatjana Pavicic: Pickel ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Papeln und Pusteln – der medizinische Fachausdruck für dieses Krankheitsbild ist Acne vulgaris („allgemeine Akne“). Eine Papel ist ein rotes Knötchen, eine Gewebsvermehrung, die man als Hügel auf der Haut spüren kann. Als Pustel wird ein mit Eiter gefüllter Hohlraum bezeichnet. Es gibt verschiedene Schweregrade der Akne: von der leichten Acne comedonica, bei der man ausschließlich Mitesser bekommt und die nicht immer vom Arzt behandelt werden muss, bis hin zur Acne conglobata, der schwersten Form. Dabei können fuchsbauartige Riesenzysten und sogar Gelenkschmerzen auftreten.

FOCUS-SCHULE: Wer leidet besonders darunter?
Pavicic: Es sind vor allem Menschen zwischen zwölf und 30 Jahren, die von Akne betroffen sind. Man schätzt, dass 50 bis 80 Prozent dieser Altersgruppe mit Pickeln, vor allem im Gesicht, auf Brust, Rücken und Schultern zu kämpfen haben.
FOCUS-SCHULE: Sind mehr Mädchen oder mehr Jungen betroffen?
Pavicic: Richtig schwere Formen der Akne treten bei Jungen wesentlich häufiger auf, da das männliche Hormon Testosteron einer der Auslöser ist. Doch auch der weibliche Körper produziert dieses Sexualhormon in geringeren Mengen – es sorgt für stabile Knochen und straffes Bindegewebe. Durch die Einführung der Pille, und damit die Einnahme von Antiandrogenen, ist die schwere Akne bei Mädchen jedoch seltener geworden. Außerdem sind junge Frauen anscheinend früher bereit, sich beim Hautarzt Hilfe zu holen – eine äußerst wichtige Maßnahme im Kampf gegen Akne.
FOCUS-SCHULE: Welche Auswirkungen hat Akne auf die Psyche der Jugendlichen?
Pavicic: Gerade in der Pubertät, wenn man sich für das andere Geschlecht zu interessieren beginnt, kann das Selbstwertgefühl unter unreiner Haut leiden. Studien zeigen außerdem, dass Menschen mit Pickeln häufiger arbeitslos sind und von Personalchefs anhand der Bewerbungsfotos schneller aussortiert werden. Daher ist es umso wichtiger, sich professionelle Hilfe zu holen.

„Kraterface“: Wenn Akne den Teenie-Alltag bestimmt

Kaum etwas fürchten Teenager mehr, als Akne zu bekommen und unattraktiv zu sein. Denn gegen die hartnäckige Hautkrankheit gibt es kein schnell wirkendes Wundermittel. Oft leiden Jugendliche mehrere Jahre an Pickeln und Pusteln. Doch wer frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt, bekommt das Problem meist in den Griff.

Akne ist eine der häufigsten Hautkrankheiten. 80 Prozent der Teenager leiden im Laufe der Pubertät an Pickeln und Pusteln. In der Altersgruppe der Zwölf- bis Vierzehnjährigen sind häufiger Jungs betroffen, später eher Mädchen. Bei 60 Prozent ist die Krankheit schwach ausgeprägt, bei 40 Prozent verläuft Akne dagegen in einer schwereren Form, die oftmals eine mehrjährige Behandlung bis ins Erwachsenenalter erfordert.

Männliche Hormone als Hauptverursacher

Bei Akne kommt es zu einer Überproduktion von Talg. Er kann nicht ungehindert abfließen, weil die abgestorbenen Hautzellen verhornen und den Drüsenkanal verstopfen. So entsteht unter der Haut ein idealer Nährboden für Bakterien, durch die es zu einer Entzündung kommt. Das infizierte Gewebe weitet sich schließlich aus und bricht durch die obere Hautschicht.

Die Folge: Pickel, Pusteln, Eiterbläschen oder sogar Knötchen, die im Gesicht, am Rücken und auf der Brust „blühen“ und schlimmstenfalls zu großflächigen Entzündungsherden mit Abszessen und Fisteln mutieren können.

Ein Auslöser für Akne – insbesondere in der Pubertät – sind Sexualhormone. „Vor allem männliche Geschlechtshormone, die Androgene, die im geringen Maß auch von Mädchen und Frauen gebildet werden, führen zu einer verstärkten Talgproduktion“, erläutert die Berliner Hautärztin Meike Schröder auf ihrer Webseite. Ob jemand Akne bekommt, ist aber auch Veranlagung. Hatten die Eltern schon problematische Haut, sind die Kinder später eher betroffen.

Akne geht auch seelisch unter die Haut

Gerade für Jugendliche, für die Attraktivität auf ihrem Weg zur Selbstfindung einen besonders hohen Stellenwert hat, sind Hautproblemen extrem belastend. Sie fühlen sich entstellt und ausgegrenzt, müssen kränkende Spitznamen wie „Pizzakopf“, „Streuselkuchen“ oder „Kraterface“ ertragen. Akne geht so in doppelter Hinsicht unter die Haut. Zahlreiche Erfahrungsberichte Betroffener in Internetforen verdeutlichen das:

„Mit der Zeit wollte ich gar nicht mehr in den Spiegel schauen, besonders morgens. Ich wäre dann am liebsten wieder zurück ins Bett verschwunden und nie mehr in die Schule gegangen, geschweige denn abends auf einer Party erschienen“, erzählt ein 17-jähriges Mädchen.

Eine 15-Jährige klagt: „Ich bin total verzweifelt, probiere ständig neue Salben und Cremes aus und spachtel mir das Gesicht mit dickem Makeup zu. Aber nichts hilft. Ich sehe grässlich aus. Keine Chance, wenn ich einen Jungen kennen lernen wollte. Der würd mir ja zuerst ins Gesicht schauen.“

Manche Teenager mit Problemhaut leiden so sehr, dass sie Depressionen bekommen. Eine norwegische Studie, bei der rund 3.800 junge Menschen mit Akne befragt wurden, fand heraus, dass die Betroffenen um so häufiger Selbstmordgedanken hatten, je ausgeprägter das Krankheitsbild war.

Akne muss vom Arzt behandelt werden

Um die Pickel und damit auch die seelischen Nöte zu lindern, braucht es Disziplin, Geduld und am so früh wie möglich auch ärztliche Begleitung. Aus einer leichten kann immer eine schwere Akne mit Narben werden. „Die optimale Behandlung der Akne kann nur durch einen Hautarzt erfolgen“, so Dermatologin Schröder. „Nur er kann entscheiden, welche Wirkstoffe bei der jeweiligen Akneform die richtigen sind. Außerdem sind einige der wichtigsten Arzneimittel verschreibungspflichtig.“

Kombi-Therapien können helfen

Bewährt haben sich Kombi-Therapien. Dazu gehören Antibiotika gegen die Entzündungen oder Mittel wie Salizylsäure beziehungsweise Abkömmlinge der Vitamin-A-Säure, die die obersten Hautschichten abschälen und die Hornzellverstopfungen mit der Zeit verschwinden lassen. Schließlich gibt es noch Präparate, die die Talgproduktion drosseln.

Einen positiven Effekt kann bei Mädchen auch die Antibabypille haben, denn die darin enthaltenen Östrogene hemmen die Neubildung von Pickeln.

Als Unterstützung zu diesen Behandlungsmöglichkeiten empfiehlt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft regelmäßige, manuelle Anwendungen zur gründlichen Hautreinigung und Desinfektion bei der Kosmetikerin. Sie werden allerdings nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Tipps für eine besseres Hautbild

Stress, wenig Schlaf, Alkohol- oder Zigarettenkonsum können die Problemhaut zusätzlich verschlimmern. Schädlich ist es auch, Pickel selbst ausdrücken. Denn die Keime an den Händen können eine Infektion befeuern und damit die Entstehung von Narben begünstigen.

Ebenso kontraproduktiv ist das wilde Experimentieren mit Kosmetika. Insbesondere Duftstoffe und zu fette, sogenannte komedogene (Mitesser fördernde) Rezepturen in Cremes sind Gift für Aknehaut – genauso wie stark deckendes Makeup, das die Poren noch mehr verstopft.

Übertriebene Wasch- und Reinigungsprozeduren, die die Haut reizen und austrocknen, sollten ebenfalls vermieden werden. Denn das Sprießen von Pickeln hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Bei leichter Akne helfen am besten pH-neutrale, parfümfreie Waschlotionen und leichte Pflegeprodukte auf Öl-in-Wasser-Basis. Sanfte Peelings, die die Talgdrüsen öffnen, tun ebenfalls gut, vorausgesetzt, auf der Haut blühen keine eitrigen Pusteln.

Negativen Einfluss kann auch die Ernährung haben. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass Jugendliche wenig Süßigkeiten und Milchprodukte konsumieren. Auch kohlehydrathaltige Lebensmittel wie Fast-Food, Weißbrot oder Weizenpasta sollten selten auf dem Speiseplan stehen. Günstig aufs Hautbild können sich dagegen Sojaprodukte, Gemüse, insbesondere Tomaten, oder Fischgerichte mit gesunden Omega-3-Fettsäuren auswirken, so die Empfehlung von Dermatologin Schröder.

Selbstbewusst trotz Pickeln und Pusteln

Akne stellt das Selbstbewusstsein von Jugendlichen auf eine harte Probe. Wer Glück hat, wird vom Freundeskreis und der Familie immer wieder bestärkt und aufgebaut. Ist die psychische Belastung jedoch so groß, dass Depressionen entstehen, brauchen Jugendliche psychotherapeutische Hilfe.

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick über die häufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklärt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergänzend unser Impfkalender.

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