Akne durch pille

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Akne ist die häufigste Hauterkrankung bei Jugendlichen. Sie ist oft seelisch sehr belastend und mindert das Selbstwertgefühl. Hormonelle Präparate, wie etwa die Antibabypille, können Abhilfe schaffen. PraxisVITA klärt die wichtigsten Fragen.

Woher kommt meine Akne?

Akne entsteht in der Regel in der Pubertät, weil vermehrt männliche Geschlechtshormone (Androgene) produziert werden – bei Jungen und Mädchen. Die erhöhte Produktion führt zu einer übermäßigen Bildung von Talg. Das bekannteste Androgen ist das Testosteron, welches das Endprodukt Dihydrotestosteron (DHT) bildet. Dieses ist für die Stimulation der Talgdrüsen zuständig und fördert die Bildung von Hornzellen auf den Talgdrüsen fördert.

Durch eine Verhornung der Ausführungsgänge bzw. die sogenannten „Horntropfen“ kann der Talg nicht mehr richtig abfließen und es bilden sich zunächst sogenannte Mitesser (Komedone). Das aufgestaute Talgdrüsensekret bietet einen idealen Nährboden für Bakterien, insbesondere für das Bakterium „Propionibacterium acnes“, das im Talgdrüsenkanal vorkommt. Er ernährt sich von Talg und produziert ein Enzym, dass das Talgdrüsensekret abbauen soll. Bei diesem Prozess kommt es vermehrt zur Entstehung von freien Fettsäuren, die die Entzündungen im Gewebe auslösen und die Mitesser zu Pickeln entwickeln, die sich zu Akne ausprägen können.

Akne belastet die Betroffenen seelisch und beeinträchtigt deren Selbstwertgefühl Foto: iStock/Obencem

Viele Menschen reagieren empfindlich auf einen erhöhten Testosteronspiegel und die damit verbundene Ausschüttung von Dihydrotestosteron. Je mehr der Körper davon produziert, desto mehr Talg wird eingelagert und die Gefahr der Verhornung steigt.

Was kann die Pille gegen Akne tun?

In schweren Aknefällen lassen sich die Entzündungen der Haut nicht selbst steuern und sollten daher möglichst früh medizinisch behandelt werden. Eine Möglichkeit bietet bei Mädchen und jungen Frauen die Antibabypille, die das Hautbild verbessern kann. Pillen, die bei Akne helfen, enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen. Sie sind den Sexualhormonen im weiblichen Körper sehr ähnlich und können den akneauslösenden männlichen Geschlechtshormonen entgegen wirken.

Meistens verschreibt die Frauenärztin eine Kombinationspille aus beiden Wirkstoffen. Davor wird die Ärztin feststellen, ob es sich um eine hormonell bedingte Akne handelt, da nur dann die Pille wirkt. Betroffene Frauen sollten geduldig sein, da in den ersten vier Wochen keine große Veränderung eintritt. In der Regel dauert es acht bis 24 Wochen bis eine Verbesserung des Hautbildes zu sehen ist. Nicht alle Pillen wirken allerdings gleich gut gegen unreine Haut und Akne.

Das Östrogen in jeder Pille erhöht das Eiweiß SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin). Es bindet die männlichen Hormone, die damit unwirksamer werden. Dadurch wird auch das Wachstum und die Aktivität der Talgdrüsen gedrosselt und starke Akne-Ausprägungen verschwinden. Das Östrogen stabilisiert zusätzlich den weiblichen Zyklus.

Gestagene unterscheidet man in antiandrogene und androgene Gestagene. Zur Behandlung von Akne werden antiandrogene Gestagene genommen. Sie beinhalten Hormone wie Chlormadinonacetat, Dienogest, und Cyproteronacetat, die das Akne begünstigende männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron in seiner Wirkung hemmen. So wird die Talgdrüsenfunktion normalisiert.

Pillen, die bei Akne helfen können, enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen Foto: iStock/areeya_ann

Was sind die Nebenwirkungen der Pille gegen Akne?

Kombinationspillen bzw. Pillen im Allgemeinen sind immer ein Eingriff in den Hormonhaushalt des Körpers und können Nebenwirkungen haben, wie ein erhöhtes Thromboserisiko (Blutgerinnsel). Eine Risikogruppe sind insbesondere Raucherinnen, ältere Frauen, Migränepatientinnen und Übergewichtige. Weitere Nebenwirkungen können Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen und eine verringerte Libido (Sexuallust) sein.

Krankheiten & Behandlung Akne (Acne vulgaris)

Akne

Welche Antibabypille kann bei Akne die Haut verbessern?

(ron sumners / iStock / Thinkstock) Wenn Mädchen und Frauen mit Akne mit der Antibabypille verhüten, kann sich ihr Hautbild verbessern. Verschiedene Pillenpräparate können Akne lindern. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Antibabypillen sind gering.

Akne ist die häufigste Hauterkrankung bei Jugendlichen. Die meisten Jungen und Mädchen haben irgendwann in der Pubertät eine mehr oder weniger starke Akne. Eine deutlich sichtbare, hartnäckige Akne kann Jugendliche sehr belasten und ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Deshalb probieren viele Jungen und Mädchen alles Mögliche aus, um die Pickel loszuwerden.

Die Antibabypille bei Akne

Akne entsteht vor allem, weil der Körper in der Pubertät vermehrt das männliche Geschlechtshormon Androgen produziert. Dies ist auch bei Mädchen so. Bei Mädchen und Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, kann sich entzündliche und nicht entzündliche Akne bessern. Pillen, die bei Akne helfen, enthalten die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen. Speziell zur Behandlung von Akne sind die meisten Antibabypillen allerdings nicht zugelassen. Außerdem gibt es auch nicht hormonelle Behandlungen, die bei Akne helfen können und zum Teil weniger Nebenwirkungen haben.

Wie häufig und ausgeprägt die Nebenwirkungen einer Antibabypille sind, hängt unter anderem von der enthaltenen Hormondosis ab. Mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist, kann bei der Entscheidung für ein bestimmtes Mittel aber weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Es ist daher gut zu wissen, ob bestimmte Präparate besser gegen Akne wirken als andere und welche Nebenwirkungen sie haben.

Forschung zeigt nur leichte Unterschiede in der Wirksamkeit

Eine Forschergruppe des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration hat den Nutzen von Antibabypillen zur Behandlung von Akne überprüft. Sie suchte nach Studien, in denen die Pille mit einem Scheinmedikament (Placebo) oder einem nicht hormonellen Akne-Medikament verglichen wurde. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werteten 31 Studien mit insgesamt rund 12.500 Teilnehmerinnen aus. Die meisten Studien verglichen verschiedene Antibabypillen miteinander oder die Pille mit einem Scheinmedikament. Vergleiche mit anderen Akne-Medikamenten gab es kaum.

Alle untersuchten Antibabypillen konnten Akne lindern. Die Mittel wirkten gegen entzündliche und gegen nicht entzündliche Akne. Bis sich das Hautbild besserte, mussten sie oft mehrere Wochen bis Monate eingenommen werden. Pillen, die Akne lindern konnten, enthielten Ethinylestradiol in Kombination mit einem der folgenden Wirkstoffe: Levonorgestrel, Norethindron, Norgestimat, Drospirenon, Cyproteronacetat, Chlormadinonacetat, Dienogest und Desogestrel.

Der Vergleich zeigte, dass die meisten Pillen ähnlich gut gegen Akne wirken. Bestimmte Mittel schnitten in einzelnen Studien etwas besser ab. Bevor sich sagen lässt, ob sie tatsächlich wirksamer sind, müssten diese Ergebnisse aber durch weitere Studien bestätigt werden. Durch Pillen, die Cyproteronacetat oder Chlormadinonacetat enthalten, ging die Akne in jeweils einer Studie etwas stärker zurück als durch Mittel mit Levonorgestrel. Cyproteronacetat ist in Deutschland zwar nicht zur Verhütung zugelassen, kann aber zur Behandlung von Akne verschrieben werden. In allen anderen Studien war kein Mittel einem anderen über- oder unterlegen. Wenn eine bestimmte Pille also mit dem Hinweis beworben wird, sie mache viel schönere Haut als andere Pillen, ist Skepsis angebracht.

Risiko für Thrombosen hängt vom Wirkstoff ab

Antibabypillen können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Spannungsgefühle in den Brüsten oder Übelkeit hervorrufen. Deshalb setzen manche Frauen die Pille wieder ab. Ob solche Nebenwirkungen bei bestimmten Präparaten häufiger sind als bei anderen, ist bisher nicht ausreichend untersucht.

Hormonelle Verhütungsmittel erhöhen zudem das Risiko für Blutgerinnsel in den Beinen (Venenthrombosen), auch wenn das Risiko insgesamt niedrig ist. Präparate der 3. und 4. Pillengeneration wie Desogestrel, Dienogest, Gestoden und Drospirenon erhöhen das Risiko für Venenthrombosen offenbar stärker als die älteren Hormone der 1. und 2. Generation wie zum Beispiel Levonorgestrel und Norgestimat. Schätzungen gehen davon aus, dass bei der regelmäßigen Einnahme

  • von Desogestrel, Gestoden oder Drospirenon etwa 9 bis 12 von 10.000 Frauen innerhalb eines Jahres eine Venenthrombose bekommen.
  • von Levonorgestrel und Norgestimat etwa 5 bis 7 von 10.000 Frauen innerhalb eines Jahres eine Venenthrombose bekommen.

Ohne Pille treten bei etwa 2 von 10.000 Frauen Venenthrombosen auf.

Venenthrombosen können zu Spannungsgefühlen, Schwellungen und Schmerzen in den Beinen bis hin zu Hautschädigungen führen. Sehr selten lösen sie einen lebensbedrohlichen Verschluss der Lungenarterie (Lungenembolie) aus.

Quellen

Arowojolu AO, Gallo MF, Lopez LM, Grimes DA. Combined oral contraceptive pills for treatment of acne. Cochrane Database Syst Rev 2012; (7): CD004425.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Rote-Hand-Brief zu kombinierten hormonalen Kontrazeptiva, einschließlich Informationsmaterialien: Risiko von venösen Thromboembolien. 03.02.2014.

European Medicines Agency (EMA). Dienogest / ethinylestradiol-containing medicinal products indicated in acne. 24.03.2017.

European Medicines Agency (EMA). Ethinylestradiol + drospirenone-containing oral contraceptives (YASMIN, YASMINELLE and other products) – Risk of venous thromboembolism. 26.05.2011.

Lawrie TA, Helmerhorst FM, Maitra NK, Kulier R, Bloemenkamp K, Gülmezoglu AM. Types of progestogens in combined oral contraception: effectiveness and side-effects. Cochrane Database Syst Rev 2011; (5): CD004861.

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Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Ärzten und anderen Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.
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Schlagwörter: Akne, Drüsen und Hormone, Haut und Haare, L70, Pickel Aktualisiert am 11. September 2019 11. September 2019
Erstellt am 16. Januar 2013
Nächste geplante Aktualisierung: 2022
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Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
Über die Autoren und das Institut

Pille gegen Akne – sinnvoll oder nicht?

Menschen, die von Akne betroffen sind, leiden meist enorm unter ihrem schlechten Hautbild. Für Mädchen und Frauen verspricht die Einnahme der Antibabypille Abhilfe bei Akne. Das sind Wirkungsweise und mögliche Nebenwirkungen.

Viele Frauen nehmen die Antibabypille nicht nur zur Verhütung ein. Sie nutzen die Pille auch gegen Akne.

Nicht nur Jugendliche sind in ihrer Pubertät von Akne betroffen. Auch viele erwachsene Frauen plagen sich mit lästigen Mitessern, verstopften Poren oder gar schmerzhaften Pusteln. Ist Akne stark ausgeprägt, sind es jedoch nicht etwa die Pickel an sich, die unangenehm sind. Es ist vor allen Dingen das Selbstbewusstsein, das bei den meisten Aknepatienten stark leidet. Daher ist Betroffenen daran gelegen, Pickel, Mitesser und Co. nachhaltig loszuwerden. Doch der Kampf gegen Akne gleicht dem Kampf gegen Windmühlen: Oft helfen Waschgels, Gesichtswasser und Cremes nicht weiter, auch gesunde Ernährung und Stressvermeidung bringen manchmal nicht die ersehnte Wirkung. Das liegt daran, dass Akne in den meisten Fällen hormonell begründet ist. Viele junge Frauen nehmen daher schon im frühsten Teenager-Alter die Pille ein, da sie sich dadurch Abhilfe erhoffen. Ob das sinnvoll ist oder nicht – dieser Frage gehen wir hier auf den Grund.

Wie entsteht Akne?

Akne entsteht in den Talgdrüsen, die unter unserer Haut um unsere Haarwurzeln herum sitzen. Sie versorgen Haare und Haut mit Talg, damit sie weich und geschmeidig bleiben. In der Kindheit sind diese Drüsen noch sehr klein, mit der Pubertät werden sie aber deutlich größer. Gleichzeitig produziert der Körper in der Pubertät sowohl bei Mädchen als auch Jungen verstärkt männliche Sexualhormone, die sogenannten Androgene. Diese regen nicht nur das Wachstum von Muskeln und Körper an, sondern auch die Talgproduktion.

So kommt es, dass bei vielen Jugendlichen Haut und Haare schnell fettig werden. Da der überschüssige Talg nicht einfach ungehindert abfließen kann, vermehren sich in der verstopften Haarwurzel Bakterien vom Typ Proprionibacterium acnes. Die Bakterien zersetzen mit Hilfe von Enzymen den Talg. Aus den Spaltprodukten entsteht in der Haarwurzel dann eine Entzündung und es bilden sich schmerzhafte Pickel. Vor allem dort, wo besonders viele Talgdrüsen sitzen: Im Gesicht, im Nacken, auf den Schultern, Oberarmen und am Dekolleté.

Bei den meisten Menschen lässt die Akne nach der Pubertät deutlich nach. Doch auch bis zu 40 % aller Erwachsenen leiden unter der Hautkrankheit, etwa 80 % davon sind Frauen. Denn während sich bei Männern der Hormonspiegel nach der Pubertät im Normalfall einpendelt, gibt es bei Frauen vor allem durch den Zyklus, aber auch durch eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre starke hormonelle Schwankungen, was zu Akne führen kann. Auch haben einige Frauen von Natur aus einen erhöhten Anteil an männlichen Sexualhormonen, weshalb die Haut zu Unreinheiten neigt.

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Wie wirkt die Pille gegen Akne?

Zur Behandlung von Akne nehmen viele Frauen die Verhütungspille ein. Rein rechtlich gesehen darf die Pille jedoch nicht ausschließlich zur Behandlung von Akne verschrieben werden, sondern nur, wenn sie als Verhütungsmittel gewünscht ist. Das ist jedoch nicht überprüfbar.

Die Behandlung von Akne mit der Antibabypille ist in den meisten Fällen sehr erfolgreich. Die Pillen, die bei Akne helfen, enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen. Diese können den männlichen Geschlechtshormonen, die oft Auslöser der Akne sind, entgegenwirken.

Wie lange dauert es, bis die Pille gegen Akne wirkt?

Frauen, die von Akne betroffen sind, fühlen sich in ihrer Haut meist sehr unwohl und wünschen sich so schnell wie möglich Abhilfe. Wird die Pille gegen Akne eingesetzt, müssen sich Patientinnen jedoch ein wenig in Geduld üben. Bis sich der Hormonhaushalt eingependelt hat und eine wirkliche Verbesserung des Hautbildes zu erwarten ist, dauert es meist etwa ein halbes Jahr. Wird die Pille dauerhaft eingenommen, so wird die Akne auch dauerhaft nachlassen – bis die Pille abgesetzt wird. Dann kehrt Akne meist wieder zurück, anfangs sogar oft schlimmer, da der Hormonhaushalt sich erneut einpendeln muss.

Pille gegen Akne: Mögliche Nebenwirkungen

Wer sich dafür entscheidet, die Pille gegen Akne einzusetzen, dem sollten die Nebenwirkungen bewusst sein, die die Einnahme der Pille mit sich führen kann. So haben Frauen, die die Pille einnehmen, vor allem ein erhöhtes Risiko für Thrombose (Blutgerinnsel). Zudem sind in den Packungsbeilagen zur Pille zum Beispiel Kopf- oder Brustschmerzen als häufige Nebenwirkungen und Depressionen, Migräne, Blutdruckstörungen, Haarausfall, Erschöpfung oder Gewichtszunahme als gelegentliche Nebenwirkungen aufgelistet.

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Ab wann wirkt die Pille?

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Pille gegen Akne: sinnvoll oder nicht?

Ob die Einnahme der Pille gegen Akne angebracht ist oder nicht, ist sehr individuell. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, vor dem Einsatz der Pille gegen Akne zunächst alle anderen, risikofreien Therapiemöglichkeiten auszuprobieren. Das bedeutet Stress vermeiden, ungesunde Ernährungsverhalten abgewöhnen und Pflegeprodukte aus der Apotheke verwenden, die speziell für Akne entwickelt wurden. Da es viele verschiedene Produkte gibt, muss man individuell testen, welche Marke für die eigene Haut am besten funktioniert. Vor allem, wenn das Selbstwertgefühl stark unter der Akne leidet und kein Mittel hilft, kann es sinnvoll sein, die Pille gegen Akne einzunehmen. Dabei sollten sich Patientinnen der möglichen Nebenwirkungen bewusst sein und auch im Hinterkopf behalten, dass die Akne beim Absetzen der Pille auch nach Jahren wiederkehren kann.

Egal ob Mädchen oder Junge: Hautprobleme in der Jugend kennt fast jeder.

Besonders hart ist es für diejenigen, die unter Akne leiden. Am schlimmsten ist die Ausprägung der Akne im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren. Nach der Pubertät geht sie meist sehr schnell zurück.

Allerdings hilft die Aussicht darauf nicht immer. Man fühlt sich unwohl, schämt sich und will die nervigen Pickel nur noch loswerden.

Viele Mädchen gehen zum Frauenarzt, um sich die Pille gegen die Akne verschreiben zu lassen. Es heißt, die Hormone, die in der Anti-Baby-Pille enthalten sind, wirken der Akne entgegen.

Doch stimmt das wirklich? Hilft die Pille zuverlässig gegen Akne? Bei jedem? Wir haben mit Doktor Christian Albring, dem Präsidenten des Berufsverbands der Frauenärzte, darüber gesprochen.

BYou: Hilft die Antibabypille tatsächlich gegen Akne?

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Christian Albring: „Eine der vielen unterschiedlichen Ursachen für eine Akne ist ein Ungleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Hormonen und ein Überwiegen männlicher Hormone. Wenn in dieser Situation eine Verhütung gebraucht und ein hormonelles Verhütungsmittel verwendet wird, so kann dies das hormonelle Gleichgewicht beeinflussen und eine hormonell bedingte Akne sowohl verstärken als auch abschwächen.

Eine Antibabypille wird aber von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt zur Verhütung verordnet und nicht gegen Akne, es sei denn, der Hautarzt überweist extra aus diesem Grund.“

Welche Wirkstoffe in der Pille sind es, die die Akne schwinden lassen?

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Albring: „In hormonellen Verhütungsmitteln sind meist zwei unterschiedliche Hormone enthalten, ein Östrogen-Anteil und ein Gestagen-Anteil. Es ist vor allem der Gestagen-Anteil, der unterschiedlich stark männliche Hormon-Eigenschaften hat oder ihnen auch entgegenwirkt. Diese Gestagene wirken im Körper eines Mädchens oder einer Frau aber nicht nur auf die Haut, sondern haben ein viel breiteres Spektrum. Das Östrogen in jeder Pille erhöht außerdem das Eiweiß SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin, d. Red.), was die männlichen Hormone bindet und sie damit unwirksamer werden lässt.“

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Gibt es spezielle Pillen gegen Akne?

Albring: „Hormonelle Verhütungsmittel greifen in die hormonelle Situation im Körper ein, um Schwangerschaften zu verhindern. Das einzige Gestagen, das eine Zulassung zur Behandlung einer schweren Akne in dem Präparat Diane° hat, ist das Gestagen Cyproteronacetat. Es hat eine starke antimännliche Hormonwirkung und soll nur bei einer starken Akne verwendet werden, bei der zum Beispiel Antibiotika und alle anderen hautärztlichen Behandlungsformen nicht erfolgreich waren.“

Was sind die häufigsten Nebenwirkungen der Pille?

Albring: „Normalerweise wird die Pille ohne Nebenwirkungen vertragen. In den ersten zwei Monaten kann es durchaus einmal zu einer Zwischenblutung kommen, oder die Regelblutung verändert sich vorübergehend. Das pendelt sich aber nach wenigen Einnahmemonaten ein. Manche Mädchen und Frauen berichten von Kopfschmerzen oder von Veränderungen ihrer Stimmung. Alle unklaren Wirkungen sollten sie mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt besprechen.

Eine sehr seltene, aber gefährliche Nebenwirkung sind Blutgerinnsel, die sich in den Blutgefäßen von Armen oder Beinen oder in der Lunge festsetzen können, was aber meist nur bei entsprechendem Risiko auftritt. Also bei Übergewicht, bei Raucherinnen oder nach schweren Infekten oder Bettlägerigkeit. Bei einseitigen Schmerzen und Schwellungen in Waden, noch viel seltener in den Unterarmen, bei unerklärlicher Schlappheit und Konditionsverlust sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.“

Antibabypille gegen Pickel: Eine gute Idee?

So wirkt die Antibabypille gegen Pickel

Die Pille sorgt dank ihrer hormonellen Inhaltsstoffe nicht nur für einen vergleichsweise zuverlässigen Verhütungsschutz, sondern kann auch zu einem verbesserten Hautbild beitragen. Zu verdanken ist das den in der Antibabypille enthaltenen Gestagenen. Sie unterdrücken die männlichen Hormone im Körper und somit auch die übermäßige Talgproduktion in der Haut, die für die Entstehung von Pickeln und anderen Mitessern verantwortlich ist.

Risiken der Antibabypille

Die weiblichen Hormone, die für den Verhütungsschutz sorgen, können allerdings auch negative Nebenwirkungen hervorrufen. Vor allem das neuere Gestagen Drospirenon steht in der Kritik, da es im Gegensatz zum älteren Levonorgestrel vermehrt Thrombosen und Embolien – also Verstopfungen von Blutgefäßen – hervorrufen soll. Dennoch handelt es sich hierbei um sehr seltene Nebenwirkungen: Etwa 7 von 10.000 Frauen, die eine Antibabypille mit Drospirenon nehmen, entwickeln solche Blutgerinnsel. Trotzdem sollten Sie die Pille nicht leichtfertig einnehmen, nur um ein paar Pickel weniger zu haben.

Antibabypille gegen Pickel: Verordnung illegal?

In Deutschland ist keine Antibabypille für die Behandlung von Akne bei Unter-18-Jährigen zugelassen. Wenn ein Arzt einer minderjährigen Patientin die Antibabypille gegen Pickel verschreibt, handelt er demnach juristisch illegal, denn Medikamente dürfen nur für den Zweck beworben werden, für den sie laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sind.

Pille gegen Akne: Wann wirkt sie?

Wer als Mädchen oder Frau von Akne geplagt wird, sieht manchmal keinen anderen Ausweg, als hormonell etwas gegen die lästigen Unreinheiten zu tun. Die Antibabypille kann manchmal helfen, die Akne im Zaum zu halten. Doch wie lange dauert es, bis die Pille gegen die Pickel wirkt?

Wenn sie in Sachen Akne schon fast alles ausprobiert haben, aber nichts zu helfen scheint, wenden sich viele junge Frauen während und auch nach der Pubertät an ihren Gynäkologen. Dieser kann Dir die Pille verschreiben – allerdings nicht primär zur Verhütung. Denn die Pille kann dank ihrer Hormone in einigen Fällen wirksam Akne bekämpfen oder zumindest lindern. Akne im Gesicht oder an anderen Hautstellen kann tiefe Narben hinterlassen und das Leben der Betroffenen stark einschränken. Daher akzeptieren die meisten Frauenärzte es auch, wenn sich ihre Patienten die Pille, wie zum Beispiel die Madinette 30, Diane 35 oder Evaluna 20 gegen die Pickel verschreiben lassen.

Viele Mädchen und Frauen lassen sich die Pille gegen Akne verschreiben. Doch wann wirkt sie?

So wirkt die Pille gegen Akne

Eine häufige Ursache für Akne ist ein Überschuss an androgenen Hormonen, also männlichen Sexualhormonen. Auch Frauen tragen diese in geringerem Maße in sich. Androgene sind unter anderem dafür verantwortlich, die Talgdrüsen zu aktivieren und können so unreine Haut verursachen. Die Pille hingegen enthält Gestagene, welche die Anzahl und Wirkung der androgenen Hormone verringern können. Um dauerhaft eine Besserung der Haut herzustellen, sollte die Pille jedoch mindestens ein Jahr eingenommen werden.

Viele erhoffen sich von der Pille schöne Haut.

Wann wirkt die Pille gegen Akne?

Wenn Du die Pille gegen Deine Akne nimmst, solltest Du zunächst Geduld haben. Der Körper muss sich zuerst einmal auf die neue Dosis an Hormonen einstellen, weshalb Du nicht schon nach wenigen Wochen eine Besserung sehen wirst. Bei den meisten Frauen ist jedoch nach zwei bis drei Monaten eine Veränderung der Haut zu sehen, in manchen Fällen spätestens nach einem halben Jahr. Je nach Schweregrad der Akne wirkt die Pille bei jedem anders: Manche haben nach einigen Monaten kaum noch Hautprobleme, bei anderen wiederum wird nur eine kleine Besserung des Hautbildes erzielt. Denn wer von Natur aus eine fettige und zu Unreinheiten neigende Haut hat, der wird nicht plötzlich über einen reinen Baby-Teint verfügen. Dennoch bedeutet jede noch so kleine Linderung der Akne-Symptome auch ein Stückchen mehr Lebensqualität.

Kritik und Nebenwirkungen

Die Pille ist nicht mit einer einfachen Vitaminpille oder Ähnlichem zu vergleichen. Denn sie übt einen Eingriff auf den natürlichen Hormonhaushalt des Körpers aus und kann außerdem gefährliche Nebenwirkungen wie ein erhöhtes Thromboserisiko mit sich bringen. Manche Frauen nehmen an Gewicht zu, verspüren eine Veränderung ihrer Libido oder bekommen Stimmungsschwankungen. Es ist auch immer eine Kostenfrage, die Pille gegen Akne zu nehmen. Zudem wird es von manchen Menschen kritisch betrachtet, die Pille nur einzunehmen, um gegen Hautprobleme vorzugehen. Wer jedoch wirklich mal eine Zeit lang stark unter Akne gelitten und keine Alternative gefunden hat, der nimmt diese Punkte gern in Kauf.

11 Hausmittel, die gegen Pickel helfen

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Wenn Du Dich für die Einnahme der Pille gegen Akne entschieden hast, solltest Du das Bekämpfen der Pickel nicht nur den Hormonen überlassen. Auch die richtige Gesichtspflege gehört dazu, ebenso wie gesunde Ernährung, genügend Schlaf und das Vermeiden von Stress. Wenn Du jetzt noch wenige Monate Geduld hast, wirst Du sicher schon bald eine Verbesserung Deiner Haut bemerken.

Antibabypille gegen Pickel & Akne

Viele, vor allem jüngere Frauen gehen dazu über, die Antibabypille nicht nur zur Verhütung, sondern auch gegen Akne einzunehmen. Sogar Ärzte sind über die verblüffende Wirkung der Antibabypille gegen Pickel erstaunt. Doch wie wirkt die Antibabypille gegen Akne und ist es empfehlenswert, das hormonelle Mittel wegen der entzündeten Stellen auf der Haut einzunehmen?

Wie wirkt die Pille?

Ärzte dürfen die Pille nicht einfach so verschreiben. Sie darf lediglich zur Empfängnisverhütung verabreicht werden. Denn das ist der Sinn und Zweck der Antibabypille. Das hormonhaltige Mittel verhütet jedoch nicht nur eine Schwangerschaft, sondern kann auch zu anderen Zwecken eingenommen werden. Denn durch die Zusammensetzung einiger dieser Präparate wirken sich diese positiv auf das Hautbild der Frauen aus. Viele Mediziner lassen daher Ausnahmen zu, sodass die Pille gegen Pickel auf Rezept erhältlich ist. Ich habe mich auch jahrelang mit Pickeln gequält.
Hier beschreibe ich, wie ich sie losgeworden bin.

Die Begründung wird offensichtlich darin zu finden sein, dass den Gynäkologen eine gute Argumentation für die Verschreibung der Pille gegen Pickel eröffnet wird. Das Mittel kann nämlich dann verschrieben werden, wenn es sowohl zur Empfängnisverhütung als auch zur Hautverbesserung eingenommen wird. Denn die Verbesserung der Hauteigenschaften zählt zu den Nebeneffekten, die außerdem durch die Einnahme der Pille verursacht werden.

Die Verschreibung der Pille gegen Pickel ist lediglich jungen Mädchen oder Frauen vorbehalten, welche die Antibabypille auf Rezept erhalten. Männer, die an der Akne leiden, steht das Medikament alleine schon aus den oben genannten Gründen nicht zur Verfügung.

Eine der Hauptursachen für die Entstehung der unliebsamen Pickel und Pusteln auf der Haut sind Hormone. Dabei stehen insbesondere die männlichen Androgene im Verdacht, Akne auszulösen. Doch die Antibabypille enthält, je nachdem, um welche Sorte es sich handelt, verschiedene weibliche Hormone. Dabei ist der Anteil der weiblichen Hormone wie Östrogene sowie Gestagene in der Pille zumeist so hoch, dass eine Schwangerschaft verhindert wird.
Doch die Hormone bewirken noch andere Veränderungen im weiblichen Körper. Sie verdrängen die männlichen Hormone, vor allem die Androgene. Das kann dazu führen, dass sich das Hautbild bei der Einnahme der Pille gegen Pickel verbessert, sodass die Akne zum Verschwinden gebracht wird.

Der Facharzt wählt bei der Verordnung der Pille gegen Pickel ein bestimmtes Präparat aus. Dieses muss nämlich Antiandrogene Wirkstoffe in genügend hohem Maße enthalten, um die Anzahl der männlichen Hormone zu reduzieren. Daneben kann er in schweren Fällen auch dazu übergehen, weitere Medikamente zu verordnen.

Medikamente, die Vitamin A enthalten, wirken sich ebenfalls positiv bei Entzündungen auf der Haut aus. Bei starken Entzündungen oder eitrigen kleinen Wunden kann er überdies bestimmte Antibiotika verabreichen. Diese wirken den Infektionen auf der Haut zusätzlich entgegen.

So wird die Akne durch die Antibabypille zum Verschwinden gebracht

Der Gynäkologe wird zunächst feststellen, ob Du unter einer hormonell bedingten Akne leidest. Denn dann benötigst Du ein Mittel, welches das Testosteron im Körper reduziert. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass die Behandlung für Männer nicht geeignet ist. Denn das Hormon Testosteron ist für Männer lebenswichtig.

Einer der hauptsächlichen Inhaltsstoffe der Antibabypille ist Östrogen, das im Labor künstlich hergestellt wird. Dieses Hormon, das auch als Ethinylöstradiol bezeichnet wird, kombinieren Labormediziner zur Herstellung der Pille mit den unterschiedlichsten Typen von Gestagenen. Dadurch wirkt sich die Pille hemmend auf das Hormon Testosteron auf. Der Anteil des Endprodukts dieses männlichen Hormons ‚Dihydrotestosteron‘, abgekürzt DHT wird ebenfalls verringert. Das ist einer der Hauptgründe für den Rückgang der Talgproduktion auf Deiner Haut. Der Entstehung der Pickel wird somit von innen heraus entgegengewirkt.

Darauf solltest Du bei der Pille gegen Akne achten

Für die Begleitung der hormonellen Prozesse im Körper muss ein Arzt die Behandlung durchführen. Denn die Pille gegen Pickel muss eine bestimmte Zusammensetzung aus Östrogenen sowie Progesteron enthalten. Auf dem Markt sind mittlerweile unterschiedliche Präparate erhältlich, die sowohl zur Empfängnisverhütung als auch als wirksames Mittel gegen Akne eingesetzt werden können. Durch eine Hormontherapie wird in das empfindliche System des Menschen eingegriffen. Der Gynäkologe muss diesen Prozess begleiten, damit es nicht zu unvorhergesehenen Veränderungen kommt.

Es gibt viele Frauen, welche die Antibabypille bereits seit Langem einnehmen, aber dennoch unter einer Akne leiden. Dabei ist zu bedenken, dass nicht jede Pille gegen Pickel wirkt. Es gibt auch Präparate, die nicht diese Zusammensetzung aufweisen, um sowohl eine Empfängnis zu verhüten, als auch gegen die Hautunreinheiten zu wirken. Daneben gibt es sogar Medikamente, die Progesteron enthalten, das gerade eine androgene Wirkung im Körper entfacht. Das hat zur Folge, dass der Anteil des Testosterons im Blut statt abgesenkt, erhöht wird. Die Gefahr, an einer Akne zu erkranken kann dadurch gleichzeitig vergrößert statt verkleinert werden.

Der Facharzt kann die tatsächlichen Gegebenheiten aufklären sowie ein Blutbild anfertigen lassen, aus dem der hormonelle Status in Deinem Körper ersichtlich wird. Schließlich dürfen Hormone dem Körper lediglich in bestimmten Mengen verabreicht werden. Die regelmäßige Untersuchung des Hormonspiegels ist daher unerlässlich.

Du solltest außerdem beachten, dass Du nach dem Absetzen der Pille gegen Pickel, die auf der Basis von antiandrogenen Gestagenen wirkt, sofort wieder mit den entzündlichen Hautveränderungen konfrontiert werden kannst. Denn die hormonellen Veränderungen werden nach dem Absetzen der Antibabypille sofort wieder auf ein anderes Niveau gehoben.

Nachteile der Pille

Da die Antibabypille vorwiegend auf der Wirkungsweise von Hormonen basiert, greifst Du durch die regelmäßige Einnahme tief in das hormonelle Gleichgewicht Deines Körpers ein.

Die Wirkung der Pille gegen Pickel kann mitunter auf sich warten lassen. Nach dem ersten Einnahmezyklus von vier Wochen kann es in einigen Fällen längere Zeit dauern, bis es zu einer Hautverbesserung kommt. Einige Verwender müssen bis zu vier bis sechs Monate darauf warten, dass die Akne verschwindet. Doch nur der Arzt kann klären, wie lange es bis zur Verbesserung dauert, oder ob auf ein anderes Mittel zurückgegriffen werden sollte.

Die Pille hat, auch wenn sie gegen Pickel eingenommen wird, eine ganze Reihe von Nebenwirkungen. Dieser Gesichtspunkt ist vielen Mädchen und Frauen nicht ganz klar, wenn sie sich die Pille verschreiben lassen. Du denkst vielleicht, dass die Pille schließlich niedrig dosiert ist und Dir daher sicher nicht viel anhaben kann. Doch dem Körper wird Zyklus für Zyklus eine Situation vorgespiegelt, die so tatsächlich nicht gegeben ist. Der Eingriff der Antibabypille in den natürlichen Kreislauf des Körpers bleibt selten ohne unangenehme Nebeneffekte.

Zum einen verschwinden die Nebenwirkungen nach dem Absetzen des Präparats häufig schnell, zum anderen bleiben die Wirkungen bestehen. Bei leichteren Beschwerden wie leichte depressive Verstimmungen, Schwindel, Erbrechen oder Gewichtszunahme hat sich gezeigt, dass diese nach dem Abbruch der Einnahme der Pille wieder vergehen.

Schwerwiegende Leiden wie die Bildung von Blutgerinnseln, welche die Arterien verstopfen oder die Erhöhung des Krebsrisikos können zum Teil auch nach dem Absetzen des Medikaments ein Leben lang weiter bestehen bleiben oder sich als krankhafter Zustand zeigen.

Daher wird ein guter Arzt sich immer danach erkundigen, ob eine genetisch bedingte Veranlagung besteht. Das kann dann bestehen, wenn Deine Angehörigen, insbesondere die Eltern an Brustkrebs, Thrombose oder Lungenembolie erkrankt sind. Im Weiteren kann es ein Ausschlussfaktor für die Einnahme der Pille gegen Pickel sein, falls Du zu dem rauchenden Bevölkerungsanteil gehörst. Denn bei Rauchern besteht eine erhöhte Gefahr, aufgrund der Pille an einer Gefäßverengung zu erkranken.

Einige der hauptsächlich auftretenden Nebenwirkungen der Pille gegen Pickel im Überblick:

  • Depressionen
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Gewichtszunahme
  • Thrombose
  • Gefäßverengung
  • Brustkrebs
  • Lungenembolie
  • Migräne

Fazit

Solltest Du Dich für die Einnahme der Pille zur Bekämpfung Deiner Akne entschieden haben, steht Dir ein wirksames Medikament mit einem breiten Wirkungsspektrum zur Verfügung. Vielen Betroffenen fällt es schwer, an die Wirksamkeit des Mittels zur glauben, und möchten am liebsten aufgeben, wenn sich die Wirkung nicht sofort nach einer Woche zeigt. Doch da die Pille gegen Pickel erst nach einiger Zeit anfängt zu wirken, solltest Du der Sache zunächst etwas Raum zum Wirken lassen. Immerhin wird Dein gesamter Organismus umgestellt, und das dauert natürlich eine Zeit lang. In der Zwischenzeit kannst Du Dich damit beschäftigen, Deine Haut auf die Umstellung vorzubereiten. Denn durch die richtige Gesichtspflege kannst Du bereits vorab einige Entzündungen zum Abklingen bringen.

Vermeide am besten Stress und sorge für ausreichend Schlaf. Sprich auch mit Deinem Arzt darüber, wann Du mit Veränderungen zu rechnen hast. Du solltest nach der Verschreibung der Pille gegen Akne ohnehin häufiger als sonst ein Blutbild machen lassen, um Deinen Status zu kontrollieren. Du kannst Deinen Gynäkologen auch jederzeit danach fragen, Dir andere Mittel aufzuschreiben, damit Du schnell wieder ein gesundes Hautbild erhältst. Das können zum einen Vitaminpräparate sein, zum anderen stehen Dir auch viele unterschiedliche Antibiotika zur Verfügung, um die Entzündungen auf der Haut zu bekämpfen. Falls Du unter Nebenwirkungen der Pille gegen Pickel leidest, ist es ratsam, den Facharzt darum zu bitten, ein anderes, weniger starkes Mittel zu verschreiben.

Bild: Brigitte Meckle – Fotolia.de

Wie auch DU deine Pickel in 7 Tagen loswerden kannst!

Ja, ich weiß, das klingt sehr reißerisch! Und auch ich habe dem nicht geglaubt! Das klingt schon wirklich viel zu schön um wahr zu sein. Als ich das erste mal auf diesen Ratgeber stieß, war ich auch so skeptisch!

Es ist eine komplette Anleitung mit genauen Schritten und Tipps, die man einfach nur umsetzen muss! Schon wird man seine Pickel dauerhaft los. Naja, so habe ich die Anleitung ausprobiert und war wirklich überwältigt von dem Ergebnis!

Wäre ich früher auf die Anleitung gestoßen, hätte ich mir viel Geld für Cremes und jeglichen anderen Mist gespart. Genau das ist das krasse: Man spart sich damit so viel Geld und wird die Pickel auch wirklich los!

Wenn sich das nicht lohnt, dann weiß ich auch nicht mehr. Du musst natürlich selbst entscheiden, ob du neue Sachen ausprobieren willst, aber interessant ist das auf alle Fälle! Hier ein paar Infos:

Mehr Informationen
Viel Spaß damit,
Marie-Luisa

Fragen & Antworten

Lesedauer: 5 Minuten Frage: Welche Pille hilft gegen Akne? Antwort: Frauen mit mittelschwerer bis schwerer Akne können die Pille gegen Akne verschrieben bekommen. Bei allen „gegen Akne zugelassenen Pillen“ handelt es sich um “ hoch dosierte Kombinationspillen“. Diese enthalten sowohl Gestagene als auch Östrogene als Wirkstoffe.

Achtung: Die Minipille, welche nur Gestagene enthält, kann hingegen das Hautbild sogar verschlechtern.

ÜBERSICHT:

Die beliebtesten Pillen gegen Akne:

Zwischen Pickeln und Hormonen besteht ein Zusammenhang, weshalb bestimmte Antibabypillen gegen unreine Haut und Akne helfen können.

Die beliebtesten Antibabypillen gegen Akne sind:

Weitere beliebte „antiandrogene“ Pillen:

Die Links hinter diesen Pillen führen direkt zu einer Online Klinik auf der Sie die Pille inklusive Online Rezept bestellen können.

Somit ist kein Besuch beim Frauenarzt nötig, da Ihnen das Rezept via Online Sprechstunde nach dem ausfüllen eines Fragebogens ausgestellt werden kann.

Warum hilft die Pille gegen Akne?

Akne kann verschiedene Ursachen haben.1Acne – Symptoms and causes – Mayo Clinic

Neben einer genetischen Veranlagung ist ein Überschuss an Androgenen (männlichen Sexualhormonen) eine häufige Ursache.

Bei Frauen, die zu viele männliche Hormone haben, kann der Überschuss zu verschiedenen Symptomen führen.

Androgene führen unter anderem zu einer Überstimulation von den Haut–Talgdrüsen und zu einer Verdickung von der Oberhaut (Epidermis), wodurch es zu Akne kommen kann.

Bestimmte Antibabypillen wirken antiandrogen, sie blockieren also die Androgen-Rezeptoren und können somit einem Überschuss an männlichen Sexualhormonen entgegenwirken.

Antiandrogene Pille gegen Akne

Wie bereits einleitend erwähnt, kommen zur Behandlung von Akne nur die sogenannten kombinierten Antibabypillen in Frage.

Diese enthalten im Gegensatz zu den Minipillen nämlich auch Östrogene (weibliche Sexualhormone) und können somit einem Androgenen-Überschuss entgegenwirken.

Das in den antiandrogenen Kombinationspillen enthaltene Östrogen ist Ethinylestradiol. Von den diversen Gestagenen, welche in den Kombipillen enthalten sein können, kommen dabei folgende zur Behandlung von Akne in Frage:

Zwischen den genannten Pillen konnte kein großer Unterschied bezüglich ihrer Wirkung gegen Akne festgestellt werden. Sie alle scheinen derzeitigen Studien zufolge effektiv gegen Akne zu helfen.2Effect of birth control pills on acne in women – cochrane.org

Allerdings sind die Pillen mit dem Wirkstoff „Cyproteron“ am beliebtesten wenn es um den Einsatz gegen Akne geht.

Weiterhin könnte ein Unterschied hinsichtlich des Risikos für venöse Thromboembolien bestehen. Insgesamt scheinen Antibabypillen mit Levonorgestrel, Chlormadinon und Dienogest ein geringeres Risiko für venöse Thromboembolien zu haben als die Kombinationspillen mit Desogestrel, Gestoden, Cyproteron oder Drospirenon.

Welche ist die „Beste“ Pille gegen Akne

Die Definition von „Beste“ ist hier wohl falsch gewählt, wird aber so häufig gesucht.

Wir versuchen es mal so zu erklären, die laut Erfahrungsberichten am effektivste Pille gegen Akne ist die Cyproderm oder auch Diane 35.

Die Maxim Pille ist allerdings ebenfalls laut Erfahrungsberichten im Internet sehr gerne bei Akne verschrieben und hat bei einigen Frauen das Hautbild verbessert.

Wo kann ich eine Pille gegen Akne bestellen?

Insofern Sie ein gültiges Rezept haben, können Sie die Pille in jeder örtlichen Apotheke kaufen.

Alternativ ist es außerdem möglich, das Rezept per Post an eine Online Apotheke zu senden. Dies dauert allerdings einige Werktage und der Termin beim Frauenarzt muss natürlich dennoch wahrgenommen werden.

Für viele Frauen ist es oft zu stressig immer wieder zum Frauenarzt zu fahren um ein Rezept ausgehändigt zu bekommen. Sie müssen schließlich auch die Fahrzeit und Öffnungszeiten von Arzt & Apotheke bedenken.

Beim einem Pillenwechsel muss dann ein ganz neuer Termin gemacht werden, der oft Monatelange Wartezeit benötigt.

Beliebte Alternative: Online Sprechstunde

Ein immer beliebterer Weg ist, das Rezept bei einer Online Klinik zu beantragen und die Pille anschließend von der Versandapotheke nach Hause geschickt zu bekommen.

  • Hierfür müssen Sie in erster Linie eine Online Sprechstunde abschließen.

Dabei füllen Sie einen Fragebogen im Bestellformular aus. Insofern die zertifizierten Ärzte der Online Klinik eine Behandlung in Ihrem Fall als sinnvoll erachten, wird Ihnen ein Online Rezept ausgestellt.

Dieses kann direkt an eine Online Apotheke weitergeleitet werden, welche dann einen versicherten Expressversand veranlasst.

Auf diesem Weg können Sie die gewünschte Pille gegen Akne also innerhalb von 24 Stunden nach Hause geschickt bekommen.

Der Preis der Online Klinik ist im Vergleich zum herkömmlichen Weg zwar etwas höher, dafür erhalten Sie hierbei einen All-Inklusive-Service. Sie können die Pille schnell nach Hause geliefert bekommen, ohne das Haus verlassen zu müssen.

  • Die Online Sprechstunde kann am Smartphone oder auch Computer in etwa 5-10 Minuten abgeschlossen werden.

Die Zahlung kann dann auch bequem auf Rechnung oder in Raten abgeschlossen werden. Sie müssen sich also um nichts weiter kümmern.

Vorteile einer Online Klinik:

  • Immer geöffnet: Keine Terminvergabe & Wartezeiten nötig
  • Einfach online bestellen – Kein Gang zum Frauenarzt & zur Apotheke
  • Diverse Zahlungsmöglichkeiten (z. B, auch auf Rechnung)
  • Versicherter Expressversand innerhalb von 24 Stunden
  • Originales, deutsches Medikament

Online Klinik besuchen

Im Preis enthalten:

  • Online Rezept Service
  • Deutsches Original-Medikament
  • 24-Stunden-Expressversand (Versichert)
  • Kundenservice (per Telefon, E-Mail oder Chat)

Wir hoffen das wir Ihnen mit diesen Artikel weiterhelfen konnten. Falls Sie eine Pille gegen Akne suchen, wurden oben im Artikel einige der beliebtesten Pillen gegen Akne genannt.

Quellen & Links:

  1. Effect of birth control pills on acne in women – cochrane.org
  2. Acne – Symptoms and causes – Mayo Clinic
  3. Birth Control for Acne Treatment: Types, Benefits, Risks – WebM
  4. Birth Control for Acne: Brands to Try, How It Works, and More – healthline.com
  5. Ethinylestradiol + Cyproteron: Wirkung – Onmeda.de
  6. Cyproteron – Wikipedia

Aktualisiert am 27. Januar 2020

Autor: Daniela vom Pillenhilfe Team. Junge Medizinstudentin mit großen Interesse für Themen rund um die Verhütung.

Der Inhalt wurde medizinisch überprüft und befindet sich auf aktuellen wissenschaftlichen Stand.

  • Unsere Autoren Team Seite

Die Pille für schöne Haut – ist es das Risiko wert?

Kathrin Weigele wollte eigentlich nicht die Pille nehmen. „Ich ging zum Arzt, um mich über Verhütungsalternativen zu informieren“, erzählt die 30-Jährige. „Doch mein Gynäkologe sagte, es gäbe neue, niedrig dosierte Präparate, mit denen er gute Erfahrungen gemacht habe. Auf andere Verhütungsmethoden ging er gar nicht ein.“ Sie ließ sich überreden, bekam eine kostenlose Probepackung der „Yasmin“ und begann mit der Einnahme. „Ich dachte, ich würde ein besonders schonendes Präparat nehmen.“
Wenige Wochen später merkte die damals 24-Jährige, dass etwas nicht stimmte. Sie hatte Schmerzen in Rücken und Brust, war ständig müde. „Ich bereitete mich damals auf mein Jura-Examen vor und saß viel am Schreibtisch. Alle dachten, der strapazierte Rücken und meine Psyche seien die Auslöser der Beschwerden.“ Monatelang kämpfte sie sich durch Krankengymnastik und Arztbesuche.
Als Kathrin Weigele nicht einmal mehr die Treppe zu ihrer Wohnung schaffte, suchte sie Gewissheit. „Ich bestand auf einer Computertomografie. Keine fünf Minuten später lag ich auf der Intensivstation.“ Die Diagnose: Lungenembolien, mehrere Blutgerinnsel verstopften die Gefäße. Die Ärzte gaben ihr eine Überlebenschance von fünf Prozent für die nächsten fünf Jahre.
Eine Folge der Pilleneinnahme? Kathrin Weigele sagt, dass Risikofaktoren wie Blutgerinnungsstörungen oder familiäre Vorbelastungen ausgeschlossen wurden. Sie ist nicht übergewichtig, raucht nicht. „Es bleibt nur die Pille als Auslöser.“

Verlockend: keine Wassereinlagerungen, schönere Haut und Haare

Dabei sieht die bunte Packung mit Schminkspiegel so harmlos aus, kaum mehr wie ein Medikament. Und dann die verlockenden Nebeneffekte: keine Wassereinlagerungen, schönere Haut und Haare. Gerade junge Frauen und Teenager, die viel Wert auf ihr Äußeres legen, werden so angelockt.

Und es wirkt: In diversen Online-Foren wird darüber diskutiert, welche Antibabypille am besten gegen Pickel wirkt. Die Hersteller ziehen mit. „Die Pille mit Beauty-Effekt“ und „Mit der Pille das Gewicht halten“, titelt eine Internetseite von Jenapharm. Die Tochterfirma des Pharmakonzerns Bayer verspricht: „Moderne Pillen können viele Wünsche, die Mädchen und Frauen an ihr Verhütungsmittel haben, wahr werden lassen.“
Viele dieser modernen Pillen enthalten das Gestagen Drospirenon. So auch die Verkaufsschlager „Yasmin“, „Aida“ oder „Yaz“. Drospirenon wirkt antiandrogen, hemmt also männliche Hormone und kann zum Beispiel Akne effektiv bekämpfen. Zudem wird die Ausscheidung von Wasser leicht erhöht, das verhindert Einlagerungen.

Und die Pille ist und bleibt eines der sichersten Verhütungsmittel. Professor Kai J. Bühling, Leiter der Hormonsprechstunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, bestätigt die positiven Effekte. „Zwar erhöht die Pille das Thrombose-Risiko, Unterschiede zwischen Pillen mit verschiedenen Gestagenen sind aber sehr schwer nachzuweisen, da Thrombosen äußerst selten sind“, so Bühling.

Studien aus den Niederlanden, Schweden, Großbritannien und den USA bestätigen, dass sich die Thrombose-Gefahr unter Drospirenon verdoppelt oder sogar verdreifacht. Der Gynäkologe Bühlung bleibt kritisch: „Natürlich kann man sagen, dass es eine Verdopplung ist, wenn statt drei von 10.000 nun sechs von 10.000 Frauen eine Thrombose bekommen. Aber es bleibt ein sehr geringes Risiko.“
Bayer selbst ist weiterhin überzeugt, dass der Nutzen der Drospirenon-haltigen Pillen höher als deren Risiko ist, und übernimmt in Deutschland keinerlei Verantwortung. In den USA hingegen hat der Konzern bereits 400 Millionen Euro Entschädigung in Vergleichen mit Klägerinnen gezahlt. Ein Schuldeingeständnis? Auch das Arzneimittel-Telegramm und die Barmer Ersatzkasse warnten bereits vor der Einnahme der Drospirenon-haltigen Pillen.

Die Pille ist kein Bonbon für die Schönheit

Bei der Selbsthilfegruppe Drospirenon-Geschädigter, die Kathrin Weigele mit drei anderen Betroffenen ins Leben gerufen hat, meldeten sich hunderte Frauen. Auf der Website www.risiko-pille.de finden sich allein 60 Erfahrungsberichte über Embolien, Schlaganfälle und sogar Todesfälle. „Wir vermuten, dass die Dunkelziffer extrem hoch ist“, so Kathrin Weigele.
Die Marketing-Maßnahmen, die bunten Verpackungen, die Versprechungen, all das empfindet die Jura-Studentin als „irreführend und heimtückisch“. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hat inzwischen ein Fazit gezogen: Frauen unter 30 und deren Ärztinnen und Ärzte sind dazu angehalten, lieber ein Levonorgestrel-haltiges Präparat zu nehmen.

Und natürlich muss der Gynäkologe Frauen in jedem Alter über das Risiko und mögliche Warnsymptome, wie Schmerzen und Schwellungen in den Beinen, aufklären. Frauen, die rauchen, unter Bluthochdruck leiden, bestimmte Vorerkrankungen (wie etwa Infarkte) haben oder andere Krankheiten, die das Thrombose-Risiko erhöhen – dazu zählen Gerinnungsstörungen oder starkes Übergewicht -, sollten insgesamt andere Verhütungsmethoden als die Antibabypille nutzen.
Kathrin Weigele hat die Prognose der Ärzte zum Glück übertroffen – ein „kleines medizinisches Wunder“ nennt sie sich selbst. Gesund ist sie nicht: Seit sechs Jahren lebt sie mit Embolien in der Lunge, geht zur Reha, nimmt Medikamente. Sie hofft, dass andere Frauen ihre Geschichte als Warnung sehen. „Ich wünsche mir, dass junge Mädchen nicht so naiv sind und die Pille wie ein Bonbon für die Schönheit schlucken.“

Doch leider geht es nicht ohne Nebenwirkungen.

Akne nennt man die chronisch unreine Haut dann und die kann in manchen Fällen ganz schön fies sein. Helfen Cremes mit Salicylsäure, Masken mit Aktivkohle und Co. nicht, weiß der Hautarzt häufig Rat.

In manchen Fällen verschreibt er Tabletten, die helfen sollen, der Akne endlich den Gar aus zu machen. Theoretisch. Denn nicht immer sind die Tabletten die beste und dauerhafteste Lösung bei Akne.

  • Akne So wirst du sie endlich los
  • Natürliche Akne-Tabletten

    Neben den diversen Akne-Hammern in Tablettenform gibt es auch zahlreiche natürliche Tabletten, die deine Akne sehr viel sanfter behandeln. Und viele von diesen kannst du auch einfach im Internet bestellen oder im Reformhaus oder der Apotheke kaufen.

    Zink-Tabletten

    Zink funktioniert in diesem Fall nicht als Mittel gegen Akne, vielmehr kann Akne durch einen Mangel an Zink ausgelöst werden. Der wird beim Arzt festgestellt und anschließend mittels Nahrungsergänzungsmitteln wieder ausgeglichen.

    Dadurch wird die Tätigkeit der Talgdrüsen wieder normalisiert, Entzündungen gehemmt und eventuelle aknefördernde Hormone ausgebremst.

    • 57-Wochen-Versorgung
    • eine Tablette pro Tag

    Das Wahlprodukt von Amazon ist komplett vegan, versorgt seine Käufer ein ganzes Jahr lang mit Zink und außerdem mit nützlichen Hintergrundinfos zum Thema Zink, kommt es gleich noch mit einem eBook.

    Highlight-Artikel:
    Zinksalbe
    Akne Creme

    Kurkuma

    Natürlichkeitsfans schwören neben Zink auch auf Kurkuma bei der Behandlung von Akne. Das in der Pflanze enthaltene antioxidative Kurkumin wirkt entzündungshemmend und bekämpft Akne-Bakterien unter anderem mit seinen antimikrobiellen Eigenschaften.

    • vegan
    • keine Zusätze

    Zahlreiche Amazon-Kunden sind von Natural Elements‘ Bio Curcuma (Kurkuma) überzeugt und freuen sich über das stimmige Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Kunde freut sich, dass seine „Haut nicht mehr so stark glänzt“ und ein anderer über seine „mittlerweile super weiche Haut“.

    • Pflanzen-Extrakte aus Brennnessel, Grüntee und Kurkuma
    • wirkt entzündungshemmend und talgregulierend
    • vegan, laktosefrei und glutenfrei

    Wer sich ein natürliches, speziell auf die Behandlung von Akne ausgelegtes Produkt wünscht, scheint mit Dermaxaan forte gegen Akne von ALSERpharm ganz gut beraten zu sein. Viele Amazon-Kunden loben die natürlichen Tabletten, weil die Haut „nicht mehr so fettig und dadurch deutlich sauberer“ ist und „Pickel und Mitesser so kaum mehr eine Chance“ haben.

    Diese anderen natürlichen Wirkstoffe helfen gegen Akne:

    • Aloe Vera
    • Kokosöl
    • Apfelessig
    • Gurken
    • Kamillentee
    • Pfefferminze

    Du siehst, es gibt viele Varianten der Akne-Tabletten. Am Ende ist es deine Entscheidung. Bevor du die jedoch triffst, wäre es ratsam, deinen Arzt zu konsultieren und mit ihm die weitere Behandlung zu besprechen.

  • Akne-Creme Schnelle Lösung für reine Haut
  • Tabletten gegen Akne: Diese gibt es

    Es gibt viele Behandlungsmethoden gegen Akne. Tabletten gehören dazu – wenn sie auch nicht immer frei verkäuflich sind. Bevor du nun losklickst und Akne-Tabletten bestellst, solltest du ein paar Dinge wissen.

    Antibiotika

    Hat ein Mensch schlimme Akne, kann es vorkommen, dass ein Arzt Antibiotika dagegen verschreibt. Dadurch werden die Bakterien, die der Akne zum Sprießen verhelfen, getötet.

    Jedoch können sie zum Beispiel den Verdauungstrakt durcheinander bringen, die Darmflora stören und dass die Pille bei Antibiotika-Einnahme wahrscheinlich nicht mehr sicher ist, weißt du vermutlich schon.

    Die Pille

    Apropos Pille: Die wird ebenfalls gegen Akne eingesetzt. Östrogen- und gestagenhaltige Pillen helfen nämlich nicht nur, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern, sie entfernen auch Mitesser.

    Die Pille an sich hat jedoch diverse Nebenwirkungen: Thrombose- und Krebs-Gefahr, Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme zum Beispiel.

    Wer früh mit der Pilleneinnahme beginnt und sie irgendwann absetzt, kann auch das Pech haben, sich in seinen Dreißigern mit den Teenie-Pickeln herumschlagen zu müssen. Die Akne wird mit der Pille lediglich unterdrückt, der Körper quasi auf Pause gestellt.

    Isotretinoin

    Eine weitere gängige Methode der Akne-Behandlung in Tablettenform ist der Einsatz des Vitamin-A-Produkts Isotretinoin. Dadurch wird die Talgproduktion verringert und Entzündungen werden gehemmt.

    Isotretinoin hat jedoch ebenfalls heftige Nebenwirkungen. Zum Beispiel kann sich nach der Einnahme die Haut abschälen, es besteht die Gefahr von Leberfunktionsstörungen, Blutarmut, Haarausfall und des Auftretens von Depressionen.

    Das sind nur drei Möglichkeiten. Keine von ihnen ist einfach zu kaufen. Entscheidest du dich für die Behandlung deiner Akne mit einer dieser Tabletten, solltest du dich genau bei deinem Arzt darüber informieren. Er kann dir die Präparate auch verschreiben.

  • Hautpflege Porenverfeinerer Porenverfeinerer im Redaktionstest
  • Pille gegen Pickel?

    Fettige Haut und Haare, Pickel – das erlebt eine Vielzahl Mädchen und junger Frauen in einer Lebensphase, in der sich das hormonelle Gleichgewicht noch einpendeln muss. „Lass dir doch die Pille verschreiben“, lautet dann gelegentlich der gut gemeinte Rat einer Freundin oder der älteren Schwester. Oft genug ein Trugschluss…

    Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Pickeln spielen die Hormone. In der Pubertät produziert der Körper verstärkt Geschlechtshormone, was auch Auswirkungen auf die Haut hat. Besonders empfindlich reagiert die Haut auf männliche Sexualhormone, die so genannten Androgene. Sie kommen nicht nur im männlichen Körper vor, sondern werden auch von Mädchen und Frauen produziert.

    „Androgene und dabei besonders das Hormon Testosteron bewirken eine vermehrte Bildung von Talg, wodurch Haut und auch Haare fettig aussehen können“, erläutert Dr. Gertraud Kremer vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen den Zusammenhang zwischen der Hormonumstellung des Körpers und dem Hautbild. „Außerdem können Androgene das Wachstum der so genannten Hornzellen im Ausführungsgang der Talgdrüse verstärken. Durch die Verhornung und die übermäßige Talgproduktion entstehen Komedone, also Mitesser.“

    Auf der Haut siedelnde Bakterien können dann zu entzündlichen Reaktionen führen, aus Mitessern werden rötliche Pickel oder gar eitrige Pusteln. Bleibt es bei diesem Zustand spricht man von Akne.

    Das Prinzip von hormoneller Ursache und Auswirkung auf den Hautzustand kann durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille ausgehebelt werden, weiß die Berliner Hautärztin. „Östrogenhaltige Präparate vermindern den Einfluss der männlichen Hormone im Körper der jungen Frau, also auch in Bezug auf die verstärkte Bildung von Pickeln. Das ist bei der ‚klassischen‘ Antibabypille der Fall“, so Kremer.

    Bei nicht wenigen Frauen komme es aber bei Einnahme östrogenhaltiger Antibabypillen zu Nebenwirkungen, weshalb diese zur Empfängnisverhütung auf die Mini-Pille zurückgriffen. „Da die Mini-Pille aber nur ein Gestagen enthält, dass im Körper männlich verstoffwechselt wird, haben diese Frauen häufig mit einem schlechteren Hautbild zu kämpfen“, sagt die Hautärztin. Die Mini-Pille ist daher für Frauen und Mädchen mit Akne nicht geeignet.

    Bei der hormonellen Aknetherapie sind auch synthetische Gestagene mit antiandrogener Wirkung Bestandteil des Medikaments. Diese verhindern, dass die männlichen Hormone ihre dem Hautbild nicht zuträgliche Wirkung entfalten. Und noch eines erscheint Kremer wichtig: „Trotz aller Fachkenntnis um das Zusammenspiel von Hormonen und Haut seitens der Dermatologen sollte die Verordnung der Antibabypille grundsätzlich nur durch den Gynäkologen erfolgen.“

    Hilft die Pille gegen Akne?

    Antwort: Natürlich kann die „Pille“ auch wegen anderer Gründe außer der Verhütung verschrieben werden. Neben starker Akne sind beispielsweise Unterbauchschmerzen während der Periodenblutung ein Grund, die „Pille“ zu verschreiben, weil durch die Hormone die Blutung schwächer und das Zusammenziehen der Gebärmutter weniger stark ist.

    Wenn Sie die „Pille“ absetzen, können die Pickel wieder auftreten. Manchmal kann es auch sein, dass sich die Hormonsituation in Ihrem Körper stabilisiert hat und die Pickel somit weniger werden. Es ist jedoch nicht anzuraten, einmal die „Pille“ einzunehmen und dann wieder abzusetzen, nur um zu sehen, ob die Akne wieder auftritt.

    Durch die „Pille“ werden die Hormone beeinflusst, welche die Talkproduktion in der Haut steuern. Bis ein Erfolg zu sehen ist, dauert es sicher zwei bis vier Zyklen der Pilleneinnahme, denn Ihr Körper muss sich erst umstellen.

    Sinnvoll ist es auch, mit der „Pille“ die Haut zu pflegen und sie sauber zu halten. Der Hautarzt kann sicher Pflege- und Heilmittel verschreiben, die das Abheilen der Hautunreinheiten fördern, die „Pille“ kann er jedoch nur anraten – sie wird durch den Frauenarzt verschrieben.

    Die Verschreibung der „Pille“ kann ab dem Alter von 14 Jahren auch ohne schriftliche Einverständniserklärung der Eltern erfolgen. So wird dies z. B. in Beratungsstellen gehandhabt. Die Pillenverschreibung verläuft so, dass nach einer Untersuchung meistens drei Päckchen (= drei Monate) ausgegeben werden. Dann sollte eine erneute Untersuchung und eine Weiterverschreibung erfolgen.

    ++ Mehr zum Thema: Hormonelle Verhütung ++

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    Autoren:
    Dr. Britta Bürger, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

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    Warum wird bei vielen Frauen die Haut besser, wenn sie die Pille nehmen?

    Dr. Kohrgruber: Das machen die darin enthaltenen Gestagene, die die Talgproduktion der Haut mindern können und daher Hautunreinheiten und in kleinerem Umfang das rasche Nachfetten der Haare verhindern können. Gestagene werden in großen Mengen in der Schwangerschaft produziert und führen bei vielen Frauen dazu, dass sie speziell in der Schwangerschaft schöne Haut haben. Andererseits beinhalten manche Pillen Substanzen, die die Wirkung von Testosteron blockieren können. Diese haben einen noch stärkeren positiven Effekt bei Akne und unreiner Haut. Natürlich muss man mit der Gynäkologin/dem Gynäkologen auch die Nachteile der Einnahme der Pille besprechen.

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    Dr. Kohrgruber: Wenn sich die Pille positiv auf das Hautbild ausgewirkt hat, kommt es nach Absetzen häufig zu einer Verschlechterung. Dass sich die Einnahme der Pille negativ auf die Haut auswirkt, ist selten.

    Spricht es dafür, die Pille zu nehmen, um Pickel oder Akne zu bekämpfen?

    Dr. Kohrgruber: Die Pille wird von sehr vielen jungen Frauen zur Verhütung eingenommen. In meiner Aknesprechstunde empfehle ich die Pille für die Akne nur dann, wenn sowieso der Wunsch besteht, die Pille einzunehmen oder die Pille bereits eingenommen wird. In letzterem Fall kann man überlegen, auf ein Präparat umzusteigen, das eine bessere Wirkung gegen Akne hat. Für mich ist wichtig, dass man die Patientinnen auf einen Informationsstand bringt, von dem sie selbst in der Lage sind zu entscheiden, ob die Pille für sie eine gute Option ist oder nicht. Früher haben die Ärzte für die Patienten entschieden, heute wird mehr besprochen, informiert und dann im besten Fall gemeinsam entschieden. Auch andere Präparate, die gegen unreine Haut helfen, können Nebenwirkungen haben.

    Welche hormonellen Veränderungen können sonst noch zu schlechter Haut führen?

    Dr. Kohrgruber: Eine erhöhter Testosteronspiegel kann zur Verstärkung von Haarwachstum im Bereich Oberlippe und Kinn führen und im Bereich des Kopfes zum Haarverlust, der der männlichen Glatzenbildung ähnelt, führen. Daneben auch zu unreiner Aknehaut. Andere hormonelle Dysbalancen (z.B. des Verdauungshormons Glucagon) können zu Ekzemen und Ausschlägen führen. Auch die Zuckerkrankheit kann als hormonelle Störung gesehen werden – mit verschiedenen negativen Auswirkungen auf das Hautbild. Auch bei Schilddrüsenstörungen kann es zu Veränderungen wie einer Verdickung oder einem „Aufschwemmen“ der Haut kommen.

    Vielen Dank an Dr. Norbert Kohrgruber ().

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