Ab wann schwangerschaft erzählen

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Bonn –

„Ich bin schwanger“ – mit dieser Erkenntnis fängt es an. Teilen muss man sie nicht unbedingt gleich. Fast ein Drittel aller Schwangerschaften endet innerhalb der ersten drei Monate in einer Fehlgeburt, nicht selten sogar unentdeckt. Darum hat sich eine Art magische Grenze etabliert:

Viele Frauen oder Paare berichten erst nach zwölf Wochen von ihrer Schwangerschaft. Aber muss man das unbedingt so machen?

Oder darf man auch früher herausposaunen, dass man endlich das vielleicht lang ersehnte Kind erwartet?

Frauen mit Fehlgeburten sind vorsichtiger

Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht, sagt Angela Klein, die als leitende Psychologin im Bereich der Gynäkologischen Psychosomatik an der Uniklinik Bonn tätig ist. Jede Frau handle je nach Naturell und Vorgeschichte anders und müsse abwägen, was am besten zu ihr und der jeweiligen Situation passt. Frauen, die schon eine oder sogar mehrere Fehlgeburten erlitten haben, seien bei Folgeschwangerschaften vorsichtiger. „Andere platzen vor Glück und können kaum darauf warten, alle einzuweihen.“

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Auch die Hebamme Manuela Rauer sagt: „Wenn es sich um eine gewünschte Schwangerschaft handelt und alle Beteiligten glücklich sind, spricht nichts dagegen, schon früh von der Schwangerschaft zu erzählen.“ Es sei schön, die Freude mit dem engsten Umfeld zu teilen. Außerdem können sich nicht nur die werdenden Eltern, sondern auch alle übrigen Familienmitglieder auf ihre neuen Rollen als Omas, Opas, Tanten oder Onkels vorbereiten.

Hebamme Manuela Rauer

Foto:

T. Maelsa/Deutscher Hebammenverband/dpa-tmn

Haben Frauen bereits eine Fehlgeburt erlitten, versuche sie im Gespräch zu erfahren, wie stark der Rückhalt aus dem familiären Umfeld ist, sagt Rauer. „Je größer der Kinderwunsch ist, desto stärker und früher findet auch eine Bindung ans Kind statt“, sagt Klein. Im Falle eines Kindesverlustes sei folglich auch die Trauer größer. Daher sei es wichtig, vertraute Menschen um sich zu haben, von denen eine empathische Anteilnahme zu erwarten sei.

In manchen Berufen: Sofortiges Arbeitsverbot bei Schwangerschaft

Halima Lohbeck, Bloggerin, Arbeitsrechtlerin und Mutter von zwei Söhnen, ist ihre Schwangerschaften zuversichtlich angegangen: „Als ich von meinen Schwangerschaften erfahren habe, habe ich mich so darüber gefreut, dass ich gleich allen davon erzählen wollte.“ Sie hält nichts davon, lange mit der frohen Botschaft zu zögern. „Spätestens in der 7. Schwangerschaftswoche wussten alle Bescheid“, sagt die 39-Jährige.

Auf ihrem Blog „Mama Mia“ erzählt Lohbeck schonungslos, ehrlich und begeistert vom Elterndasein, von der Ehe und vom Leben als berufstätige Mutter, das nicht immer einfach sei. Ihre Freude habe sie nicht nur mit ihrem engsten Familien- und Freundeskreis teilen wollen. Auch in der Arbeitswelt gebe es durchaus Vorteile, früh von der Schwangerschaft zu erzählen, meint Lohbeck. „Es gibt bestimmte Arbeitsschutzbestimmungen, wie etwa die Einhaltung gewisser Arbeitszeiten, die logischerweise nur greifen können, wenn der Arbeitgeber auch von der Schwangerschaft weiß.“

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Was für manche ein Grund ist, früh von der Schwangerschaft zu erzählen, hält andere wiederum genau davon ab, weiß Manuela Rauer aus Erfahrung. In gewissen Bereichen müssen Schwangere sofort die Arbeit niederlegen. Betroffen seien alle Frauen, die in Berufen mit hoher Infektionsgefahr arbeiten, wie etwa Erzieherinnen, Ärztinnen, Krankenschwestern oder auch Hebammen. „Frauen, die gerne arbeiten, halten ihre Schwangerschaft oft länger geheim“, sagt Rauer. Dabei müsse das Wohl von Mutter und Kind jedoch immer an erster Stelle stehen.

Absprache mit dem Partner

In ihrem Berufsalltag als Hebamme habe sie außerdem beobachtet, dass Frauen, die im Falle einer schweren Krankheit des Kindes einen Schwangerschaftsabbruch erwägen, auf Nummer sicher gehen wollen. Sie warteten erst einmal weitere Untersuchungen wie beispielsweise das Ersttrimesterscreening ab, sagt Rauer. Diese Untersuchung wird zwischen der 10. und 14. Schwangerschaftswoche angeboten und macht eine Aussage zur Wahrscheinlichkeit einer Chromosomenabweichung wie etwa dem Down-Syndrom.

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Neben der werdenden Mutter hat natürlich auch der Partner eine Vorstellung davon, wann er Freunden oder seinen Eltern die Botschaft überbringen möchte. Weicht diese Vorstellung stark von der der Frau ab, könne man im Gespräch mit der Hebamme versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden, sagt Rauer.

Wann werdende Eltern letztendlich mit der Botschaft an die Öffentlichkeit gehen, sei immer auch eine Frage des Naturells, sagt Halima Lohbeck. Manche Frauen machen solche Ereignisse eher mit sich selbst aus – sie jedoch sei ein ganz anderer Typ. „Ich will alles Schöne sofort mit Freunden und Familie teilen – genauso wie die weniger schönen Erlebnissen.“

(dpa/tmn)

Schwanger im Job: Wann sagen Sie das dem Chef?

Eigentlich ist es die normalste Sache der Welt: Frauen werden schwanger. Im Job geht es jedoch oft um mehr als diese simple Botschaft. Auf der Subebene schwingen immer auch Ängste, enttäuschtes Vertrauen und der Zwang zur Improvisation mit. Schon allein die Frage – „Wann ist der richtige Zeitpunkt meinem Chef zu sagen, dass ich schwanger bin?“ verrät: Es gibt gute Zeiten dafür. Und es gibt offenbar auch schlechte…

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

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Schwanger im Job

Zuerst muss man natürlich klar vorweg sagen: Eine Patentlösung dafür gibt es nicht, kann es auch nicht geben. Denn jeder Chef ist anders – der eine verständnisvoller, der andere rüde – und Vieles hängt auch von der jeweiligen Position der werdenden Mutter ab:

Für eine Berufseinsteigerin lässt sich leichter eine Interimslösung finden als für eine gut vernetzte Managerin, die den Laden aus dem Eff-Eff kennt. Arbeitsrechtlich ist es aber klar: Den Zeitpunkt der Offenbarung bestimmt die Frau.

Muss man eine Schwangerschaft im Bewerbungsgespräch mitteilen?

Generell: nein. Schon die Frage des zukünftigen Arbeitgebers nach einer Schwangerschaft ist rechtlich unzulässig und darf wahrheitswidrig beantwortet werden.

Aber wo eine Regel ist, da gibt es auch Ausnahmen: Anders sieht es nämlich aus, wenn es sich um einen Job handelt, bei dem Schwangere nur bedingt oder gar nicht eingesetzt werden können, weil ihre Gesundheit oder die des Kindes gefährdet wird oder in welchem der notwendige körperliche Einsatz der Frau in dem künftigen Job (etwa als Model oder Tänzerin) mit einer Schwangerschaft unvereinbar ist.

In diesen Fällen darf der zukünftige Chef die Frage nach der Schwangerschaft stellen – und hier besteht dann auch die Pflicht zur wahrheitsgemäßen Auskunft. Erfolgt diese nicht, besteht anschließend für den Arbeitgeber das Recht zur Anfechtung des Vertrages und fristlosen Kündigung.

Schwangerschaftsängste: Ist die Karriere in Gefahr?

Trotzdem fällt den meisten diese Offenbarung schwer. Aus Gründen. Deshalb sollte man sich zuerst bewusst machen, welche Ängste und Annahmen überhaupt hinter der Frage stecken können:

  • Karriereknick

    Nicht wenige Frauen plagt – nicht ganz zu unrecht – die Sorge, mit der Karriere sei es ab dem Bekanntwerden der Schwangerschaft vorbei. Der Arbeitgeber, mehr noch der direkte Vorgesetzte könnte sauer sein, sich hintergangen fühlen, weil er sich nun um personellen Ersatz kümmern und seine Abteilungspläne neu justieren muss. Deswegen wollen die betroffenen Frauen es so spät wie möglich sagen. Verständlich.

  • Komplikationen

    Andere wollen sich auf keinen Fall vor der zwölften Woche erklären. Bis dahin können immer wieder Komplikationen auftreten. Manche verlieren dabei sogar ihr Kind. Das ist tragisch und wird noch schlimmer, wenn sie ihre Schwangerschaft vorher schon bekannt gegeben haben. Dann stecken sie automatisch in Erklärungsnot: „Was ist eigentlich mit deinem Kind?“ „Du bist auf einmal so traurig, stimmt was nicht?“ Das ist vermutlich das Letzte, was eine Frau in einer solchen Situation erklären will.

  • Opferrolle

    Dann gibt es noch die Sorge vor allzu gutmeinenden Kollegen und Kolleginnen, die einen ungefragt mit Ratschlägen und Weisheiten bombardieren, sobald die gute Nachricht raus ist. Plötzlich sind alle besonders zuvorkommend und rücksichtsvoll und die Schwangere fühlt sich bald als sei sie schwer erkrankt und nicht in froher Erwartung.

  • Ausgrenzung

    Das Gegenteil gibt es aber auch: Kaum weiß das Team, dass die Kollegin schwanger ist, behandeln sie diese besonders rücksichtslos, Motto: „Die soll sich nicht so anstellen, ist schließlich die normalste Sache der Welt.“ Auch nicht schön.

Das ist es aber nicht allein. Mit der Schwangerschaft und dem damit veränderten Hormonhaushalt verändern sich zahlreiche Sinne – vor allem der Geruchs- und Geschmackssinn. Dinge, die eine Frau früher mochte, können ihr plötzlich unangenehm werden. Kaffeeduft zum Beispiel. Oder der Geschmack von Fisch und Zitrusfrüchten.

Selbst Körpergerüche nehmen schwangere Frauen intensiver wahr – was, je nach Kollege, auch sehr unangenehm sein kann. Wenn sie dann plötzlich nicht mehr zum Plausch mit in die Kaffeeküche kommt, das gemeinsame Mittagessen in der Kantine schwänzt oder gegenüber bestimmten Kollegen auf Distanz geht, kann das Klatsch und Tratsch auslösen, nach der Devise:

  • „Die ist in letzter Zeit immer so schnippisch.“
  • „Die ist doch total arrogant!“
  • „Glaubt die, sie ist was Besseres?“

Hinzu kommen Stimmungsschwankungen und gerade in den ersten drei Monaten häufig Übelkeit am Morgen oder gar den ganzen Tag über. All das belastet die eigene Leistung, bleibt nicht lange verborgen und zwingt die Frauen früher oder später zu einer Erklärung.

Besonderer Rechtsschutz in der Schwangerschaft

Sobald der Arbeitgeber von der Schwangerschaft einer Mitarbeiterin erfährt, genießt sie besonderen Schutz nach dem Mutterschutzgesetz:

  • Schwangere dürfen keine schweren körperlichen oder gar gefährlichen Arbeiten verrichten.
  • Der Umgang mit radioaktiven oder giftigen Stoffen und Chemikalien ist verboten.
  • Tätigkeiten, bei denen die Schwangere sich sehr häufig bücken, strecken oder auf Leitern klettern muss, sind untersagt.
  • Ebenso muss der Arbeitgeber Zeitdruck, Lärm, Hitze, Nässe oder monotone Tätigkeiten vermeiden.
  • Zudem dürfen Schwangere keine Überstunden machen.
  • Ab dem fünften Monat sind Tätigkeiten, bei denen die Schwangere länger als vier Stunden stehen muss (zum Beispiel an der Theke) untersagt.

Mit Ausnahme bestimmter Branchen (Gastronomie, Landwirtschaft, Krankenhäuser…) durften Schwangere bis 2018 nachts zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens und an Sonn- und Feiertagen nicht arbeiten. Ausnahme seit 2018: Wenn die werdende Mutter es ausdrücklich wünscht, kann sie von 20 bis 22 Uhr und auch an Sonntagen eingeteilt werden.

Zusammengefasst heißt das: Mehr als 8,5 Stunden täglich darf eine Schwangere werktags nicht arbeiten. In zwei aufeinanderfolgenden Wochen dürfen es maximal 90 Stunden sein. Oder ganz kurz: Verboten ist alles, was dem Kind schaden könnte.

Allerdings kann der Arbeitgeber von der Mitarbeiterin verlangen, dass diese die Schwangerschaft durch ein ärztliches Attest nachweist (die Bescheinigung einer Hebamme reicht nicht). Sonst könnte im Zweifel jede behaupten, sie sei schwanger, um einer drohenden Entlassung zu entgehen oder diese um ein paar Monate hinauszuzögern.

Spricht der Arzt allerdings ein generelles Beschäftigungsverbot aus – etwa wegen einer Risikoschwangerschaft oder der drohenden Gefahr einer Frühgeburt, muss sich der Arbeitgeber daran halten. Er kann jedoch auf einer Nachuntersuchung bestehen.

Schwanger? Nach 12 Wochen sollten Sie den Chef einweihen

Entsprechend vielschichtig ist damit auch die Antwort auf die Eingangsfrage: Wann sage ich es dem Chef?

Die Antwort:

  • Solange Sie sich damit wohl fühlen und die Schwangerschaft unsichtbar ist, können Sie die Sache für sich behalten – für die ersten drei Monate ist das völlig okay.
  • Danach aber wäre es gut – schon aus Fairnessgründen – mindestens den Chef einzuweihen. Denn der braucht diese Information, um entsprechend für den Mutterschutz und die Elternzeit vorzuplanen – erst recht, wenn Sie vorhaben, drei Jahre in Elternzeit zu gehen.

Auch aus Sicht des Arbeitsrechtes gibt es keinen unmittelbaren Zwang, dem Arbeitgeber die Schwangerschaft sofort zu offenbaren. Der Frankfurter Fachanwalt für Arbeitsrecht, Peter Groll, sagt dazu:

Grundsätzlich sieht das Gesetz keine Mitteilungspflicht für das Vorliegen einer Schwangerschaft vor. Nach dem Mutterschutzgesetz soll dies lediglich mitgeteilt werden, sobald der werdenden Mutter ihr Zustand bekannt ist. Demnach gibt es auch keinen festen Zeitpunkt, wann eine Schwangerschaft zwingend dem Arbeitgeber spätestens mitzuteilen ist. Weiß der Arbeitgeber allerdings nichts von der bestehenden Schwangerschaft, verzichtet die werdende Mutter damit auch auf die besonderen Regelungen des Mutterschutzgesetzes und die darin zu ihrem Schutz enthaltenen Beschäftigungsverbote.

Falls Sie hingegen wissen (oder ahnen), dass Ihr Chef Sie gar für eine Beförderung vorgesehen hat, sollten Sie ihm die Sache allerdings eher mitteilen. Klar, die Beförderung ist damit höchstwahrscheinlich passé, aber alles andere würde Ihnen der Chef – zurecht – als Heimtücke auslegen.

Ein schwerer Bruch im Vertrauensverhältnis wäre die Folge. Und der Start im neuen (höheren) Job nach der Geburt wird damit auch nicht wahrscheinlicher, geschweige denn leichter. Allerdings können Sie Ihren Vorgesetzten bitten, die Sache noch eine Weile für sich zu behalten und Ihnen zu überlassen, die Nachricht dem Team zu verkünden.

Sollten Sie aber spüren, dass die Kollegen früher als im vierten Monat Veränderungen an ihnen registrieren, die Spekulationen auslösen, ist es besser sich sofort zu outen.

Das Wichtigste: Behalten Sie dabei immer die Initiative! So können sich Gerüchte oder atmosphärische Störungen gar nicht erst verbreiten. Mit der Kunde so lange zu warten, bis es ohnehin jeder sieht, wäre jedenfalls unschön und unprofessionell.

Schwangerschaftsgerücht: Darf der Chef kündigen?

Wer schwanger im Job arbeitet, vertraut sich womöglich auch leichtfertig einer anderen Kollegin an – wie ist eigentlich die Rechtslage, wenn andere das Gerücht von einer Schwangerschaft verbreiten? Darf der Arbeitgeber dann kündigen?

Eine als Köchin im Pflegeheim befristet beschäftigte Frau erfuhr von ihrer Schwangerschaft. Sie vertraute sich zwecks Urlaubsplanung der leitenden Pflegekraft an, informierte jedoch nicht den Arbeitgeber. Einen Tag später erhielt die schwangere Frau die Kündigung.

Sie ging vor Gericht, um die Ungültigkeit der Kündigung nach § 9 MuSchG feststellen zu lassen: Ihr Arbeitgeber habe von der Kollegin von ihrer Schwangerschaft erfahren. Unklar sei zwar, wann exakt er davon Kenntnis erhalten habe (ob kurz vor oder kurz nach der Kündigung). Die Tatsache dass er informiert sei, sei hingegen unstrittig.

Der Arbeitgeber hingegen führte an, dass er erst nach der Kündigung von der Schwangerschaft erfahren habe. Als leitende Pflegekraft sei die Kollegin im Übrigen nicht zur Entgegennahme solcher Informationen befugt.

Das Urteil wurde zugunsten der Schwangeren entschieden. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Sachsen-Anhalt (LAG Sachsen-Anhalt, Urteil v. 9.12.2014, Az.: 6 Sa 539/13) befand, dass die Kündigung gemäß § 134 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), § 9 I 1 MuSchG nichtig sei.

Demnach dürfen Schwangere bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Geburt ihres Kindes nicht entlassen werden. Bedingung: Dem Chef ist die Schwangerschaft bekannt. Außerdem ist eine Kündigung unzulässig, wenn er innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung bei der Beschäftigten von deren Schwangerschaft erfährt.

Wenngleich der exakte Zugang der Information unklar blieb, hätte der Arbeitgeber allein durch die Kenntnis der Schwangerschaft durch die Mitarbeiterin den besonderen Kündigungsschutz auf die Köchin anwenden müssen.

Sandra Voigt, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Redakteurin bei anwalt.de, erklärt:

Die leitende Pflegekraft hat als sogenannte Erklärungsbotin fungiert, als sie die erhaltene Information über die Schwangerschaft der Köchin tatsächlich an den Arbeitgeber weitergeleitet hat. Schließlich haben die beiden Frauen im Zusammenhang mit der Urlaubsgewährung unstreitig über die Schwangerschaft geredet. Wenngleich sie nur beiläufig erwähnt wurde, war doch klar, dass diese Äußerung dienstlichen Charakter haben sollte. Irrelevant war dabei, dass der leitenden Pflegekraft keine Personalverantwortung für die Köchin zukam. Denn ein Erklärungsbote wird vom Erklärenden – hier der Köchin – beauftragt. Es spielt also keine Rolle, welche Stellung ihm vom Empfänger – hier dem Arbeitgeber – zugeteilt worden ist.

Kündigung während der Schwangerschaft?

Während der Dauer der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist eine Kündigung grundsätzlich unzulässig.

Dies gilt aber nur unter der Voraussetzung, dass der Arbeitgeber zum Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung von der Schwangerschaft wusste oder diese ihm innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Kündigung mitgeteilt wird.

Dennoch gibt es Ausnahmen, die die Kündigung einer Frau während der Schwangerschaft durch den Arbeitgeber auch möglich machen: Etwa dann, wenn die Kündigung nicht mit der Schwangerschaft in Verbindung steht und der Arbeitgeber vor Ausspruch der Kündigung die Zustimmung hierfür von der zuständigen obersten Landesbehörde für den Arbeitsschutz eingeholt hat.

Entschädigungsanspruch wegen Missachtung von Schutzrechten

Werdende Mütter genießen spezielle Schutzrechte, insbesondere bei der Kündigung (siehe oben). Allerdings hatte das Arbeitsgericht Berlin kürzlich über die Kündigung einer werdenden Mutter zu urteilen bei der die zuständige Schutzbehörde zuvor nicht konsultiert wurde.

Konkret: Im verhandelten Fall (Az.: 28 Ca 18485/14) wurde zunächst die während der Schwangerschaft ausgesprochene Kündigung in der Probezeit der Schwangeren für unwirksam erklärt. Dies wollte der Arbeitgeber aber nicht hinnehmen und kündigte trotz Kenntnis der Schwangerschaft erneut ohne die Schutzbehörde zu beteiligen.

Wieder landete die Kündigung zur Überprüfung beim Arbeitsgericht – nur diesmal verlangte die Mutter in spe zudem eine Geldentschädigung wegen Benachteiligung. Das sahen die Richter genauso und sprachen ihr einen Geldbetrag in Höhe von 1500 Euro zu.

Begründung: Wenn ein Arbeitgeber ein mögliches geschlechtsspezifisches Kündigungsverbot erkennt und trotzdem erneut zur Kündigung greift, wolle er „erst recht“ wegen des Geschlechts benachteiligen. Folge: Den Job behält sie, Schadensersatz gibt es obenauf.

Wie den Chef informieren?

Die werdende Mutter kann ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft mündlich, telefonisch oder auch schriftlich mitteilen. Es empfiehlt sich aber die Schriftform, denn erst mit dieser Mitteilung greift der besondere Kündigungsschutz nach § 9 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) für Schwangere.

Idealerweise nehmen Sie sich für die Mitteilung Zeit und passen einen günstigen Moment ab, um Ihren Chef um einen Gesprächstermin zu bitten. Zu dem können Sie Ihre schriftliche Information mitnehmen. Im Vorfeld sollten Sie sich Gedanken darüber gemacht haben, welche Informationen für Ihren Arbeitgeber von Bedeutung sind:

  • Zeitpunkt des errechneten Geburtstermins
  • Beginn der Mutterschutzfrist (sechs Wochen vor der Geburt)
  • Einteilung des Resturlaubs (sofern noch vorhanden)
  • Dauer der Babypause (nur Mutterschutz oder Inanspruchnahme der Elternzeit?)
  • Wiedereinstieg nach der Babypause
  • Übergabe beziehungsweise Einarbeitung von Kollegen

Wenn Sie solche Überlegungen anstellen, signalisieren Sie Ihrem Arbeitgeber, dass Sie um die besondere Situation Bescheid wissen. Sie unterstützen ihn Ihrerseits, rechtzeitig planen und einen Ersatz für Sie organisieren zu können.

PS: Und falls Sie sich während der Schwangerschaft doch lieber gleich nach einem neuen Job umsehen wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Jobbörse mit vielen Tipps und Tricks rund um Bewerbung und Vorstellungsgespräch.

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Mutterschutz: Wie sagt man dem Chef, dass man schwanger ist?

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Als sie schwanger wurde, arbeitete Kerstin B. in einem großen deutschen Unternehmen. Sie vertraute auf das gute Verhältnis zu ihrem Chef und unterrichtete ihn früh über das bevorstehende Ereignis. Der freute sich zwar für sie. Gleichzeitig schloss er eine Rückkehr in seine Abteilung nach dem gewünschten Jahr Elternzeit jedoch von vorneherein aus.

Die Ansage des Chefs sprach sich unter den Kollegen schnell herum. In wichtige Prozesse banden einige Kollegen Kerstin B. nun nicht mehr ein. „Man musste sich mit mir nicht mehr arrangieren“, erinnert sie sich.

Wann sollte man dem Arbeitgeber Bescheid sagen?

Eine Schwangerschaft wirkt sich für Frauen im Job oft negativ aus. Das zeigt eine Umfrage der Fachhochschule Frankfurt am Main unter rund 1800 berufstätigen Müttern. Danach sagten fast drei von vier Frauen, dass anstehende Karriereschritte während der Schwangerschaft auf Eis gelegt oder sogar gestrichen wurden. Jede Zweite sagte, dass eine anstehende Gehaltserhöhung vermindert oder sogar gestrichen wurde.

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Wann und wie also dem Chef über die Schwangerschaft Bescheid sagen? Laut dem Mutterschutzgesetz sollen Frauen den Arbeitgeber über ihre Schwangerschaft unterrichten, sobald sie davon wissen. Müssen sie aber nicht. Grundsätzlich können Frauen den Zeitpunkt frei wählen, sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht.

In der Praxis sagen die meisten vor dem dritten Monat nichts, da es bis dahin ein erhöhtes Risiko gibt, das Kind zu verlieren. Danach sollten Arbeitnehmerinnen aber nicht zu lange warten, so Christian Vetter vom Bundesverband der Personalmanager. Manche Arbeitgeber verlangen auch einen ärztlichen Nachweis über die Schwangerschaft. Arbeitnehmer müssen diesen erbringen, bekommen aber eventuell entstehende Kosten vom Arbeitgeber erstattet.

Überstunden für Schwangere quasi verboten

Der Vorgesetzte darf die Information nicht weitergeben, wenn die Frau das nicht will. Auch die Einbindung des Betriebsrats ist nach Ansicht des Arbeitsgerichts Berlin gegen den Willen der Schwangeren unzulässig.

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Während der Schwangerschaft haben Frauen besondere Rechte, so Christa Holste vom Familienbüro Lüneburg. Vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Entbindung genießen Frauen Kündigungsschutz.

Außerdem sieht das Mutterschutzgesetz gesetzliche Beschäftigungsverbote vor: So dürfen Schwangere keine Akkord-, Fließband-, Sonntags- oder Nachtarbeit machen. Und mehr als 8,5 Stunden pro Tag sowie 90 Stunden innerhalb von zwei Wochen sind ebenfalls vom Gesetz verboten.

Haben Arbeitnehmerinnen einen unbefristeten Vertrag, sind aber noch in der Probezeit, haben sie durch ihre Schwangerschaft Kündigungsschutz. Ausnahme: Wenn vereinbart wurde, nach Ablauf der Probezeit einen neuen Vertrag zu schließen. Anhaltspunkt dafür ist die Klausel: „Mit der Probezeit endet dieser Vertrag.“

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Auf Fristen achten

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Vor dem Gespräch mit dem Vorgesetzten sollten werdende Mütter sich Vetter zufolge bereits Gedanken machen, wie sie auf Fragen zur Elternzeit reagieren wollen. Viele Chefs wollen wissen, was die Mütter planen.

Ein schriftlicher Antrag und somit eine verbindliche Festlegung muss aber erst sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit beim Arbeitgeber vorliegen. Da die Elternzeit in der neunten Woche nach Geburt ihres Kindes beginnt, ist ein Antrag in der ersten Woche nach der Entbindung fristgerecht.

Schwanger! Wie sag ich’s dem*der Chef*in?

Der Schwangerschaftstest ist positiv und der*die Ärzt*in hat es bestätigt: Hurra, schwanger! Aber wie sagst man das dem*der Vorgesetzten?

Schwangerschaft dem*der Arbeitgeber*in klar machen

Es gibt viele schöne Vorschläge dafür, wie man sein süßes Geheimnis dem Partner überbringt: einen Babystrampler mit der Aufschrift „Ganz der Papa“ verschenken, Luftballons mit Wunschkindernamen vor seinem Bürofenster aufsteigen lassen, das Ultraschallbild mit dem Familienfoto einrahmen, sein Frühstücksei mit Babysöckchen wärmen… Diese Botschaften lösen vielleicht beim werdenden Papa Jubel aus, für Arbeitgeber sind solche Ideen aber absolut unbrauchbar. Da muss es formeller zugehen.

Fünf Tipps, wie du dich optimal auf das heikle Gespräch mit deiner Chefin oder deinem Chef vorbereiten kannst:

Die Schwangerschaft dem*der Arbeitgeber*in mitteilen

1. Zeitpunkt festlegen

Entscheide für dich, wann du deiner oder deinem*deiner Vorgesetzten die große Nachricht mitteilen möchtest.

Diese Fakten können dir dabei helfen: Laut dem Mutterschutzgesetz sollen Frauen ihre Arbeitgeber*innen über ihre Schwangerschaft informieren, sobald sie davon wissen. Sie müssen es aber nicht. Die meisten Frauen wollen zunächst die kritische Phase des ersten Trimesters abwarten. In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist das Risiko, das Kind zu verlieren noch sehr hoch. Und wer möchte im schlimmsten Falle einer Fehlgeburt auch noch mit dem*der Chef*in darüber sprechen?

Doch auch diese anfängliche Verschwiegenheits-Empfehlung gilt nicht für alle: Wer besonders unter der Schwangerschaft leidet oder den Verlauf der Schwangerschaft durch die Berufstätigkeit gefährden könnte, sollte schon früher mit der Nachricht herausrücken. Schwangere müssen dem Mutterschutz zufolge vor Ansteckung mit Krankheiten, körperlicher Überlastung sowie vor Chemikalien und Dämpfen geschützt werden. Erkundige dich über die möglichen Gefahren an deinem Arbeitsplatz.

2. Vorgesetzte zuerst informieren

Nichts wäre unangenehmer, als wenn die Chefin oder der Chef die Neuigkeit aus dem Flurfunk aufschnappt. Es ist ein Zeichen von Respekt, in solchen Angelegenheiten die Rangordnung zu befolgen. Eine Informationspolitik von unten führt mit großer Wahrscheinlichkeit nur zu unnötigen Spannungen – denn wenn Chefs sich übergangen fühlen, antworten sie meist mit Ärger, Dominanz oder Schikane.

3. Professionell vorbereiten

Als Erstes vereinbarst du einen Termin zu einem Mitarbeitergespräch. Falls du einen Grund angeben musst oder möchtest, könnte dieser zum Beispiel lauten „Zielvereinbarungen für meine weitere berufliche Zukunft“.

„Für einen Chef oder eine Chefin ist es wichtig, wenn die Mitarbeiterin mit einer Lösung und nicht mit einem Problem kommt“, sagt Beate Klutmann, Führungskräfte-Coach und Professorin für Betriebspsychologie und Personalwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.

Für dich bedeutet das: lösungsorientiertes Denken und Handeln. Es ist also ratsam, darüber nachzudenken, wie die Zusammenarbeit in den nächsten Monaten geregelt wird. Muss zum Beispiel ein wichtiges Projekt abgeschlossen werden? Wie kann die Arbeit an eine Vertretung übergeben werden? Und so weiter. Bereite dich auf das Gespräch mit möglichst konkreten Vorschlägen vor: „Dann kann man dem*der Chef*in einige Ideen unterbreiten, wie der Arbeitsalltag weitergeht – so dass der Chef oder die Chefin die Ziele für seine oder ihre Abteilung erreichen kann“, so Beate Klutmann.

Ein weiterer Punkt: Kenne deine Rechte. Schwangere stehen unter besonderem Schutz des Gesetzes. Der*die Arbeitgeber*in muss dafür sorgen, dass alle Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit nach den Regeln des Mutterschutzgesetzes abgesichert sind. Das Mutterschutzgesetz gilt für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen: Eine genaue Zusammenfassung findest du in diesem Leitfaden zum Mutterschutz vom Bundesministerium für Familie. Vielleicht müssen deine Arbeitszeiten angepasst oder andere Maßnahme getroffen werden, um die Einhaltung des Gesetzes zu gewährleisten.

4. Verständnis aufbringen

Deine Chefin oder dein Chef reagieren nicht mit der erhofften Freude und Begeisterung? – Nimm es nicht persönlich.

Eine Führungskraft vergisst mitunter – gefangen in den Zwängen der Organisation – die menschlichen Aspekte der Arbeit. Das zurückhaltende Verhalten kann viele Gründe haben, womöglich ist dein Boss nur geschockt und braucht ein bisschen Zeit, um die Nachricht zu verarbeiten – eventuell ändert sie alle Pläne und erfordert völliges Umdenken. Egal was es ist, bleib bei dir und lass dich nicht verunsichern oder in deiner Vorfreude beeinträchtigen.

5. Kein schlechtes Gewissen haben

Bitte kein falsches Schamgefühl aufbauen! Beate Klutmann betont: „Frau muss sich nicht dafür schämen, schwanger zu sein. Es ist keine Krankheit und kein Vergehen. Also: Ein Verstecken ist nicht nötig, raus mit der Sprache.“ Im Übrigen ist es hilfreich für dich zu wissen, dass der Arbeitgeber keine finanzielle Mehrbelastung hat – ab dem Zeitpunkt des Mutterschutzes erstattet die Krankenkasse die vollen Gehaltskosten. Wichtig ist und bleibt nur, mit dem*der Arbeitgeber*in fair zu spielen und an Übergaben und Co kooperativ mitzuarbeiten.

Artikelbild: .com

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Schwanger, wie sage ich es – 6 kreative Ideen für Deine Familie

Schwanger, wie sage ich es – 6 kreative Ideen für Deine Familie

Endlich, zwei blaue Streifen! Du explodierst vor Freude und möchtest am liebsten sofort mit dem Einrichten des Babyzimmers loslegen. Nun bleibt nur noch die Frage, wie Du deiner Familie kreativ sagst, dass sie in ein paar Monaten ihre schönsten Schlaflieder singen und die eingerosteten Fähigkeiten im Windelwechseln wieder häufiger benötigen werden.

Die schönsten Ideen habe ich Dir hier zusammengefasst:

Schwanger, wie sage ich es kreativ meinen Eltern

Ständig hörst Du die Frage „Wann ist es denn bei euch endlich soweit?“. Besonders Deine Eltern und Schwiegereltern fragen hartnäckig bei jedem Besuch? Natürlich willst Du Ihnen die großen Neuigkeiten auf eine ganz besondere Art und Weise mitteilen. So sagt Ihr es Euren Eltern besonders kreativ:

1. Idee: „So groß ist euer Enkelkind…“

Sobald Du weißt, in welcher Schwangerschaftswoche Du Dich befindest, ist dies eine besonders süße Idee um es den zukünftigen Großeltern mitzuteilen. Lege in eine kleine Schachtel eine Linse oder etwas anderes, das der Größe des Embryos entspricht und dazu einen Zettel mit „So groß bin ich bereits. Euer Enkel.“

So groß sind Kinder ungefähr in der jeweiligen Schwangerschaftswoche:

SSW 6 – Linse

SSW 8 – Gummibärchen

SSW 10 – Olive

SSW 12 – Feige

2. Idee: Rubbellos zum Glück

Das brauchst Du:

  • Spülmittel
  • Acrylfarbe
  • Ultraschallbild auf dickem Papier (z.B. als Retrobild)
  • Klebefolie

Drucke Dein Ultraschallbild auf dickeren Fotokarton aus oder verwende die Retrobilder von fotokasten. Hier kannst Du direkt im Online Designer auf den Rand des Bildes „Glückslos“ schreiben. Klebe anschließend mit durchsichtiger Klebefolie oder Klebeband die Stelle ab, die später freigerubbelt werden soll.

Mische nun die Acrylfarbe mit etwas Spülmittel (ca. 3 zu 1) und trage sie in mehreren Schichten über der abgeklebten Stelle auf, bis das Foto durch die Farbe komplett bedeckt wird.

Sobald die Farbe getrocknet ist, kann das Rubbellos auch bereits zum Einsatz kommen und verschenkt werden.

Beim Freirubbeln des Glückslos werden die zukünftigen Großeltern ganz bestimmt große Augen machen.

3. Idee: Die Formel fürs Glück

  • Kinderfotos
  • Rahmen
  • Etwas Buntpapier und Stifte
  • Klebestift

Hier brauchst Du einfach nur ein paar Kinderfotos von Dir und Deinem Partner und ein Ultraschallbild Deines Kindes. Daraus kannst Du wunderbar Eure eigene Formel für das Kinderglück basteln.

Die drei Fotos klebst Du auf ein schönes A4 oder A3 Papier passend zum Rahmen. Zwischen die Fotos platzierst Du ein + und ein = um die Formel komplett zu machen. Drumherum kannst Du das Bild noch mit schönen Stickern oder Ornamenten verziehen. Nun musst Du es nur noch einrahmen und Ihr könnt es gemeinsam Euren Eltern schenken

4. Idee: Zauberbotschaft

Du hast Deine Eltern zum Frühstück eingeladen und diesmal bringt der morgendliche Kaffee eine ganz besondere Überraschung mit sich. Hinter einer unscheinbaren schwarzen Tasse verbirgt sich die große Freude für die Großeltern. Dazu brauchst Du nur, falls vorhanden, ein digitalisiertes Ultraschallbild Deines Kindes. Bei der Gestaltung ergänzt Du dieses mit einem Spruch wie „Du wirst Opa/Oma“. Sobald ein heißes Getränk eingegossen wird, erscheint anstatt der schwarzen Farbe der Tasse das Bild.

Da die Zaubertasse von unten nach oben ihr verborgendes Bild langsam zeigt, ist es besonders witzig, wenn Du den Satz umgekehrt auf die Tasse schreibst um das Beste nicht schon zum Anfang zu verraten.

Schwanger, wie sage ich es kreativ meinem Partner

Falls der zukünftige Papa beim Schwangerschaftstest nicht dabei war, gibt es auch einige kreative Wege wie Du im die tollen Neuigkeiten verkünden kannst.

5. Idee: Sag es ihm im Restaurant

Ihr seid verabredet in eurem Lieblingsrestaurant. Zuvor hast Du bereits ein Gläschen Babybrei organisiert. Probiere vor Deinem Partner im Restaurant zu sein oder nutze einen ungestörten Moment, um mit der Bedienung abzusprechen, dass es anstatt den bestellten Hauptgang des zukünftigen Papa heute erstmal Babybrei gibt.

Bei diesem Spaß ist garantiert auch das Personal Eures Lieblingsrestaurants dabei und sobald man ihm anstatt des bestellten Essens ein Gläschen Babybrei serviert, wird er nur noch große Augen machen. Daraufhin kannst Du ihm sagen, dass er dies in Zukunft häufiger probieren wird.

6. Idee: Sag es ihm zuhause

Dein Partner verfolgt jeden Morgen eine feste Routine. Nach dem Aufstehen wird erstmal geduscht. Wie wäre es, ihm in diesem Moment in mit den freudigen Neuigkeiten zu überraschen?

Falls Ihr einen großen Spiegel in eurem Badezimmer habt, der nach dem Duschen regelmäßig beschlägt, kannst Du mit einen Anti-Beschlag-Brillentuch eine Nachricht an den Spiegel schreiben, die erst erscheint, wenn Dein Partner wieder aus der Dusche kommt. Am besten stülpst Du dazu das Tuch um Deinen Finger und schreibst dann mit Deinem Finger auf den Spiegel.

Sobald er freudig aus dem Badezimmer stürmt, kannst Du ihn bereits mit dem positiven Schwangerschaftstest oder Ultraschallbild erwarten.

Mit diesen Tipps wird diese Nachricht, die euer Familienleben komplett auf den Kopf stellt, sicher ewig in Erinnerung bleiben.

P.S. Halte unbedingt eine Kamera bereit! Umso lebendiger werden diese Erinnerungen in ein paar Jahren, wenn Ihr eurem Nachwuchs von diesem großen Moment erzählt.

Endlich! Du bist schwanger und würdest es natürlich am liebsten sofort jedem erzählen! Allerdings auch nicht nur so nebenbei, sondern auf originelle Weise! Wenn das auf Dich zutrifft, bist Du hier genau richtig, denn ich habe Dir die 9 schönsten und einfach umzusetzenden Ideen zusammengefasst, wie Du Deine Schwangerschaft Familie und Freunden verkünden kannst.

Inhalt

Ein Foto sagt mehr als tausend Worte

  • Stelle Dich mit Deinem Partner etwas auseinander vor eine Wand und lasst euch in schwarz-weiß fotografieren. Am Computer fügst Du mit Paint etc. zwischen euch ein farbiges Plus und hinter euch “= 3” ein.
  • Macht ein Foto von Deinem Bauch, auf den Ihr Eure Hände in Herzform legt
  • Lass Dich mit Deinem positiven Schwangerschaftstest oder dem Ultraschallbild fotografieren
  • Mache ein Foto von zwei großen Sicherheitsnadeln, von denen in einer eine kleine Sicherheitsnadel liegt
  • Wenn Du bereits Mutter bist, kann Dein Erstgeborenes ein Plakat in die Kamera halten mit der Aufschrift “Einzelkind – aber nur noch bis zum …” oder “Großer Bruder/Große Schwester ab dem …“
  • Mache ein Foto von Deinem Bauch, auf dem Du vorher einen Balken mit der Überschrift “Loading” und beispielsweise “30 %” gemalt hast oder “coming soon” schreibst
  • Fotografiere Eure Schuhe und lege dazwischen kleine Babyschühchen
  • Fotografiere Dich mit sauren Gurken und Eiscreme in der Hand

So groß ist Euer Enkelkind

Sehr schön finde ich auch die Idee, Familie oder Freunden eine kleine Schachtel zu überreichen mit einer Erbse, einer Praline oder etwas ähnlichem (je nachdem wie groß das Baby im Bauch schon ist). Daneben ein Zettel mit den Worten “Diese Praline ist 2 cm groß. Genauso groß bin ich im Augenblick. Glückwunsch, liebe Oma!”

Schwangeschaft verkünden per Post

Vielleicht wohnen Deine Eltern oder Freunde nicht gleich um die Ecke, um sie direkt überraschen zu können. Es gibt aber auch viele Möglichkeiten, um sie per Post über das schöne Ereignis informieren zu können: Du könntest eine Kopie des Ultraschallbildes auf eine Karte kleben mit den Worten “Hurra, ihr werdet Großeltern!” oder einfach Babysöckchen, Strampler, Schnuller oder ein Shirt mit dem Aufdruck “Oma/Opa 2019” verschicken.

Buch “Oma für Einsteiger”

Der Titel sagt schon alles: Deine Mutter wird völlig aus dem Häuschen sein und kann sich dank des Buches gut auf die bevorstehenden Oma-Aufgaben vorbereiten. Das Buch gibt es übrigens auch für Opas.

Schwangerschaft verkünden mit Gruppenfoto

Falls Du zu einem Familientreffen eingeladen bist und es allen gleichzeitig erzählen möchtest, könntest Du vorschlagen ein Gruppenfoto mit allen zu machen. Während der Fotograf bei den ersten Versuchen noch “Cheese” oder “Spaghetti” ruft, kommt dann “Jetzt sagen alle … ist schwanger“. Die Fotos werden bestimmt klasse 😀

Zum Kaffee einladen

Lade Deine Eltern zum Kaffeetrinken ein und beschrifte vorher den Boden der Kaffeetassen oder die Vertiefung der Untertassen mit der Aufschrift “Du wirst Oma/Opa”. Oder lege auf einen Stuhl einen Zettel mit dem Aufdruck “Reserviert”. Deine Eltern werden ganz sicher nachfragen. Du könntest auch Zaubertassen bestellen, die bei Wärme ein verborgenes Bild oder eine Aufschrift zeigen. Einfach mit dem Ultraschallbild und der Aufschrift “Du wirst Oma/Opa” bestellen.

Urlaubsbilder zeigen

Wenn Du vor Kurzem im Urlaub warst, kannst Du Deine Familie oder Freunde zum Fotos zeigen einladen. Zwischen all den Urlaubsfotos erscheint plötzlich ein Ultraschallbild – Du kannst Dir sicher sein, dass alle große Augen machen werden. Vielleicht sagst Du noch “Oh, da hat sich wohl ein blinder Passagier eingeschlichen”.

Sag es mit Keksen

Du könntest Glückskekse backen oder im Internet bestellen und darin einen Zettel mit der Aufschrift “Du wirst Oma/Opa” legen. Wenn Dir Glückskekse zu schwierig sind, backe doch einen Kuchen und lege einen Schnuller in den Teig. Eine Möglichkeit ist ebenso, M&Ms zu bestellen und diese mit dem Wunschtext bedrucken zu lassen. Passend zum Geschlecht kann man sie auch in blau oder rosa auswählen. Oder Du bietest zum Anstoßen nur alkoholfreien Sekt an – schließlich müssen sich nun alle nach der werdenden Mutter richten.

Geschwisterkind einbeziehen

Wenn Du bereits Mutter eines Kindes bist, ist es immer schön, wenn Dein kleiner Schatz die Schwangerschaft verkünden kann, in dem es beispielsweise ein Shirt mit dem Aufdruck “Großer Bruder/Schwester 2019” trägt oder “Ich bekomme Verstärkung“.

Schwangerschaft verkünden: So habe ich es gemacht

Zum Verkünden unserer zweiten Schwangerschaft habe ich das Buch “Ein Baby in Mamas Bauch” gekauft und habe unserem kleinen Sohn gesagt, er soll das Buch mal Oma und Opa zeigen. Die waren erst ganz verdattert und haben sich dann riesig gefreut 🙂

Ich hoffe, dass die ein oder andere Idee für Dich dabei war und Du nun schon ganz aufgeregt bist, Deine Schwangerschaft Familie und Freunden zu verkünden! Kleiner Tipp: Kamera nicht vergessen 😉

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