Ab wann schokolade

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Schwanger und Lust auf Süßes? 7 Snacks mit wenig Zucker

Was bedeutet Heißhunger auf Süßes

Gerade in der Schwangerschaft und in der Stillphase brauchen wir volle Energie. Das lässt uns oft zu Süßem greifen. Manchmal lohnt es sich, diese kleinen Yeeper etwas näher zu betrachten, denn sie können auch viel über dich verraten.

Heißhunger auf Schokolade kann zum Beispiel auch bedeuten, dass du unter Magnesium- und/oder Zinkmangel leidest. Kakao ist eines der magnesiumreichsten Nahrungsmittel. Einen möglichen Magnesiummangel solltest du besonders in der Schwangerschaft in jedem Fall mit dem Arzt oder der Hebamme abzuklären, denn dieser kann nicht nur zu lästigen Wadenkrämpfen in der Nacht führen, sondern auch einen „harten“ Bauch machen. Das heißt, dass sich auch die Bauchmuskeln anspannen, was vorzeitige Wehen begünstigen kann.

Obwohl gerade dunkle Schokolade viel Kakao enthält, will man weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit so viel Süßes essen. Zu viel Zucker sind nicht gut für dich und auch nicht für das Ungeborene, beziehungsweise das Baby.

Übrigens: Wenn du stillst brauchst du zusätzlich pro Tag ungefähr 500 bis 600 Kalorien. Das entspricht ungefähr:

1 Tafel Schokolade

150 g Gummibärchen

2 Bratäpfeln

1 Portion Quark (3,8 % Fett) mit frischen Beeren und Honig

In der Schwangerschaft braucht man ab dem 4. Monat nur etwa 250 Kalorien mehr pro Tag.

Hier sind unsere süßen Alternativen für die kleinen und großen Heißhungerattacken:

Power mit Vitaminen

Er ist ein Powerpaket und steckt voller Kalzium und Proteine, außerdem hat er wenig Fett. Das macht Hüttenkäse zum perfekten Snack für jede Gelegenheit. Mit frischen Beeren (auch aus der Tiefkühltruhe enthalten sie noch viel Vitamine) oder ein wenig Apfel und etwas Honig wird er zu einem leckeren Dessert.

Heiße Tasse

Ja, der Trick ist so einfach wie wirksam. Wenn der Nachmittags-Zucker-Yeeper kommt hilft eine Tasse Tee mit Honig schnell übers Schlimmste hinweg. Außerdem wärmt Tee schön von innen. Pfefferminze erfrischt, Melissentee beruhigt und grüner Tee macht munter und gibt sanft neue Energie. Ein Spritzer Zitrone gibt nicht nur die nötigen Vitamine, sondern mildert auch den „Hunger“ nach Süßem.

Snack im Glas

Warum nicht schon ein wenig davon ausprobieren, bevor das Kleine da ist. Gläschen mit Kindernahrung sind ein wunderbar portionierter Snack, der schnell für gute Laune sorgt – auch bei werdenden Müttern. Es gibt verschiedene Obstmischungen, die nicht zusätzlich gesüßt sind. Wunderbar für die kleine Pause.

Frucht von der Stange

Vorsicht, manche Frucht- oder Müsliriegel sind ungesunde Kalorienbomben! Sie enthalten viel zu viel Zucker. Also sich lieber im Biomarkt kurz Zeit nehmen und das Kleingedruckte durchlesen. Grundsätzlich aber sind die Riegel kleine Powerpakete, die gerade unterwegs schnell den Hunger auf Süßkram mildern.

Du lebst vegetarisch? Wir haben Tipps, worauf du bei der Ernährung in der Schwangerschaft achten solltest.

Schneller Dip

Obst allein ist langweilig? Stimmt, manchmal reicht reiner Fruchtzucker nicht aus. Die Verbindung Eiweiß und Früchte ist da schon besser. Wer nicht immer nur Joghurt mit frischem Obst will, der kann zur Abwechslung diesen Dip probieren: Mische einen Esslöffel Frischkäse mit etwas Fruchtgelee (wer will kann eine leicht gezuckerte Version nehmen). Mit einer Prise Chilliepulver abschmecken, alles gut verrühren, fertig. Unser Obst-Favorit für diesen Dip ist ganz klar Mango, aber Äpfel, Trauben oder Ananas schmecken auch sehr lecker dazu.

Süße Nüsse

Ja, das weiß inzwischen jeder: Nüsse sind ein wunderbarer Energielieferant für Zwischendurch. Walnüsse zum Beispiel enthalten besonders viel Omega-3 und sind zudem reich an Folsäure, das für Schwangere besonders wichtig ist. Mandeln (die eigentlich nicht zu den Nüssen gehören sondern zur Familie des Steinobstes) sind aber reich an Vitamin E, das unter anderem die Elastizität der Haut stärkt. Eingetunkt in ein bisschen Honig oder Ahornsirup wird auch gleichzeitig die Lust nach etwas Süßem beim Snacken erfüllt.

Alles auf Schoko

Wenn es zwischendurch einmal Schokolade sein muss, dann möglichst dunkle wählen. Sie enthält mehr Kakao und weniger Zucker und Fett. Für Süßschnäbel mit großem Schoko-Appetit gibt es folgenden Tipp: griechischen Joghurt mit einem Esslöffel Schokocreme (gibt es im Biomarkt auch mit weniger Zucker) vermischen, das „streckt“ die Menge an Zucker und Fett und sorgt für längeren Genuss. Es können Himbeeren, Apfel-, Mango- oder Ananasstückchen gedippt werden oder – für die doppelt Süßen – Butterkekse.

Welche Lebensmittel ideal sind in der Schwangerschaft erfährst du hier.

Zu viele Süßigkeiten

Hallo!
Bei mir wars am Anfang auch ähnlich. Ich hatte ständig Hunger, hab viel süßes und ungesundes (McDonalds, Chips usw) gegessen und etwa bis zur 24./25. SSW 7 kg zugenommen. Dann war Weihnachten und Silvester und ab Jänner hat sich das plötzlich von selbst gegeben. Ich konnte zum einen plötzlich nicht mehr viel essen, hatte keinen Gusto mehr auf Süßes (und hab auch mega Sodbrennen bekommen, genauso von fettigem). Seit Anfang Jänner hab ich die 7 kg wieder abgenommen, aber das war nicht gewollt. Ich hab mich einfach von selbst gesund ernährt und die Menge bestimmt unsere Kleine, da ich sehr schnell voll bin. Ich hab auch nicht das Bedürfnis deswegen jetzt 5-6 mal am Tag zu essen, mir reichen 3 (max. 4, dann nachmittags mal ein Apfel) Mahlzeit vollkommen aus.
Ich hab vor der SS durch die Hormonbehandlung für die künstliche Befruchtung auch noch ca. 4 kg zugenommen und ich schätze, dass ich nach der Geburt wieder ungefähr mein Gewicht haben werde wie ganz zu Beginn.
Vielleicht stellt sich dein Körper ja in den nächsten Wochen auch ein bisschen um und ansonsten ist es auch nicht schlimm. Finde 7 kg jetzt absolut okay. Schau halt, dass du die Süßigkeiten ein bisschen reduzieren kannst und stattdessen vielleicht Gemüsesticks oder Naturjogurt mit Obst/Honig isst, dann bekommt das Baby zumindest auch wertvolle Inhaltsstoffe und nicht nur leeren Zucker der für euch beide in großen Mengen nicht gut ist. Und ab und zu darfst du ja immer noch ein Eis oder Schokolade
Liebe Grüße Johanna (ET+4)

was-wir-essen.de

Expertenantwort von Maike Groeneveld am 16.01.2014 17:24 Uhr

Sehr geehrte Fragestellerin,

prima, dass Sie während der Schwangerschaft auf eine gesunde Ernährung achten und sich auch Gedanken über Ihren Konsum an Süßigkeiten machen.

Im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung brauchen Sie aber auch während der Schwangerschaft nicht komplett auf Süßigkeiten zu verzichten. In Maßen dürfen Sie diese gerne genießen und dem Verlangen nach einem Stück Schokolade oder einem Bonbon auch mal nachgeben. Eine Portion Süßes am Tag ist durchaus in Ordnung. Das entspricht etwa einer Handvoll Keksen oder 1-2 Rippen Schokolade. Wir empfehlen, maximal 200 kcal pro Tag in Form von Süßigkeiten aufzunehmen.

Gelüste auf Süßes entstehen vor allem, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark absinkt. Dies lässt sich durch regelmäßige Mahlzeiten (3 Haupt- und 1-2 Zwischenmahlzeiten) vermeiden. Gönnen Sie sich zu den Hauptmahlzeiten auch ein kleines Süßes Dessert, wenn Sie Lust darauf haben, z.B. einen Jogurt oder Quark mit frischem Obst oder Pudding. Nüsse in Kombination mit Obst oder (wenig) Trockenobst sind ebenfalls eine gute Zwischenmahlzeit, gelegentlich z.B. für unterwegs auch Fruchtschnitten. Auch Gemüserohkost ist als Zwischenmahlzeit super geeignet, z.B. Paprika- und Möhrenstreifen oder Minitomaten.

Nüsse können Sie in der Schwangerschaft ohne Bedenken essen. Am besten wählen Sie ungesalzene, ungewürzte und ungezuckerte Varianten. Da Nüsse aber sehr viel Energie liefern, sollten Sie auch hier die Menge begrenzen. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung ist eine Handvoll Nüsse am Tag eine angemessene Menge.

Mit Obst können Sie Ihren Süßhunger ebenfalls stillen, z.B. Müsli mit Obst zum Frühstück oder Obst als Zutat zu Salaten oder als Nachtisch. Allerdings sollten Sie bei Obst bedenken, dass dieses ebenfalls einen hohen Zuckergehalt (Fruchtzucker) hat und viel Energie liefert. Durch eine verstärkte Aufnahme von Fruchtzucker kann der Blutzuckerspiegel schnell aus dem Gleichgewicht kommen, was wiederum zu starkem Hunger nach Süßem bis hin zu Heißhungerattacken führen kann. Deshalb wird bei Obst empfohlen, den Verzehr auf zwei Portionen am Tag zu begrenzen.

Eine gute Orientierung wie Sie sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren können, gibt Ihnen die

aid-Ernährungpyramide.

Weitere Informationen zu einer ausgewogenen Ernährung finden Sie in den aid-Broschüren

5 am Tag – Gesund essen mit Obst und Gemüse

Informationen zum Thema Nüsse finden Sie in unserer Rubrik Lebensmittel von A – Z

Nüsse

Weitere Informationen zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ finden Sie in unserer Rubrik Ernährungsinfos für

Schwangere

und in der aid-Broschüre

Das beste Essen in der Schwangerschaft

Bitte nutzen Sie bei weiteren Fragen auch unsere

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Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Maike Groeneveld, Diplom-Oecotrophologin/Ernährungsberaterin VDOE

Zucker für Kinder – Ab wann soll man Babys Süßes geben?

Bitte nicht aufregen! Dieses Symbolfoto soll keine Ernährungsempfehlung für Kleinkinder sein Quelle: Getty Images/Claudia Burlotti

Ein Nachmittag bei den Großeltern, es gibt Kirschpfanne, einen süßen Auflauf mit Kirschen, in Milch eingelegten Brötchen, Butter. Obendrauf eine Schicht Zwieback, die mit Zucker bestreut ist. „Darf sie das essen?“, fragt Oma, sie würde ihrer 13 Monate alten Enkelin gern etwas Gutes tun. Darf sie nicht. Meine Tochter soll keinen Zucker bekommen, der nicht sowieso in Milch oder Früchten steckt. Keine Schokolade, kein Pudding, keine Babykekse, auch jetzt, im Sommer, kein Eis.

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Oma weiß das, fragt dennoch regelmäßig wieder: „Darf sie? Jetzt endlich?“ Beim Rest der Familie ist es ähnlich, viele wollen sie mit Süßem füttern. Leute, es tut mir leid, sage ich jedes Mal. Und denke: Ach Mann, das erste Jahr zuckerfrei haben wir doch vorbildich hingekriegt, genau so, wie es immer empfohlen wird – aber jetzt, so langsam, könnten wir doch mal ein Eis zusammen essen! Ob sie wohl Schokolade mag, so wie ich? Erdnussbuttereis wie Papa? Oder eine ganz andere Sorte? Aber nein, das werde ich wohl frühestens im Sommer 2019 herausfinden, meinem Freund ist die Kein-Zucker-Sache schon ziemlich wichtig, er möchte das so lange wie möglich durchziehen.

Einer, der Zucker verteufelt, und einer, der denkt, es komme dabei nur aufs richtige Maß an – keine ideale Elternkonstellation. Besser, beide haben ähnliche Überzeugungen oder einem von beiden ist es egal, dann spart man sich viele Diskussionen. Beim Frühstück am Wochenende, wenn das Kind großes Interesse am Nutella-Brötchen zeigt. Wenn es sieht, wie man aus einer Saftflasche trinkt und die Arme danach ausstreckt. Halt immer dann, wenn man selbst Süßes isst oder trinkt.

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Ich: Warum soll sie nicht kosten?

Er: Warum willst du ihr unbedingt Zucker geben?

Ich: Du tust immer so, als würde ich ihr gleich das Nutella-Glas zum Löffeln hinhalten.

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Er: Nee, aber so früh müssen wir sie auch nicht daran gewöhnen.

Und so weiter… Bevor besorgte Eltern die Kommentarspalte stürmen: Ja, es gibt sehr gute Argumente dafür, Kinder anfangs zuckerfrei zu ernähren. Sie brauchen den Zucker nicht, vermissen ihn nicht, ihnen genügt die Süße aus Obst. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen frühem Zuckerkonsum und ungesunden Nahrungsvorlieben später nahelegen. Zucker verursacht Karies, Zucker ist ein Risikofaktor für viele Krankheiten, Zucker kann für Übergewicht sorgen, das alles kann man hier auch noch mal nachlesen, im Interview mit der Ernährungsexpertin Susanne Klaus:

Susanne Klaus über die gesundheitlichen Folgen von ZuckerkonsumErnährung

Aber, auch das sagt Klaus: Nicht Zucker pauschal mache krank, sondern dauerhaft zu viel Zucker. Darauf berufe ich mich immer gern in solchen Diskussionen wie oben und erreiche damit zumindest eine kurzfristige Pattsituation: Er hat Recht, ich habe Recht. Ja, und dann? Gereicht mir jedes Mal zum Nachteil, dass ich wie in den allermeisten Erziehungsfragen vor allem pragmatisch vorgehe: Noch ist die Neugier meiner Tochter leicht umzulenken, also hey, dann eben keine Schokocreme, sondern ein Stück trockenes Brötchen.

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Aber großen Ehrgeiz, das nun bis ins Vorschulalter durchzuhalten, habe ich nicht. Der erste Kita-Geburtstag mit Zucker im Kuchen wird kommen, bald. Und ich will keinem Erzieher dort zumuten, meinen Zuckerfrei-Erziehungsauftrag unter allen Umständen durchzusetzen. Ich habe auch keine Lust, immer Nein zu sagen, wenn sich meine Tochter etwas wünscht. Lieber sollen Süßigkeiten für sie etwas sein, das sie kennt, mag und ab und zu bekommt als etwas, das total spannend, aber auch total verboten ist. (Wobei ich das Schreckensszenario von zuckerfreien Kindern, die sich später hemmungslosen Fressanfällen von Schokolade und Gummibärchen hingeben, nicht besonders überzeugend finde.)

Der wichtigste Grund ist aber: Mich nervt die Verbissenheit, mit der diese Frage von vielen behandelt wird, auch von einigen Mütter-Bloggern. Die etwa schreiben, dass es doch ein ganz normales Verhalten „fürsorglicher Eltern“ sei, lieber gar kein Risiko mit Zucker eingehen, als unbedingt eine „Cool-Mum“ sein zu wollen, „die die Dinge nicht so eng sieht.“ (Den Beitrag können Sie hier nachlesen.) Erstens ist es schon schräg, Eltern gleich die Fürsorglichkeit abzusprechen, wenn sie Schokolade nicht streng verbieten. Und zweitens will ich gar keine Cool-Mum sein. Sondern halt einfach eine Mutter, die nicht den Weltuntergang nahen sieht, wenn die Oma ihrer Enkelin von der Kirschpfanne abgeben will.

Das gilt übrigens auch für Erwachsenenernährung!Bauchgefühl

Kinder und Süßigkeiten

Süßigkeiten verbieten ist wenig sinnvoll

Kinder stürzen sich in der Regel begeistert auf Süßigkeiten. Eltern sind von der Vorliebe ihrer Kinder für Süßes dagegen zumeist weniger angetan. Während Kinder in der süßen Leckerei nur Positives sehen, sind die Eltern besorgt. Viele denken eher daran, dass zu viel Zucker den Zähnen schadet, dick macht und möglicherweise den Hunger auf nährstoffreiche Nahrung verdirbt. Und damit liegen sie nicht ganz falsch.

Süßigkeiten haben tatsächlich hauptsächlich Zucker und Fett und damit Kalorien zu bieten. Wichtige Nährstoffe liefern sie dagegen kaum. Für eine ausgewogene Ernährung allein ist Süßes daher nicht geeignet. Dennoch ist es wenig sinnvoll, dem Kind die geliebte Schokolade oder die knusprigen Kekse zu verbieten.

Kinder sind durch Medien und aufgrund des modernen Alltags beinahe täglich von Naschereien umgeben. Verhindern lässt sich der Kontakt kaum. Ein Verbot von Süßigkeiten erhöht den Reiz und steigert das Verlangen nach Süßem oft nur. Aus diesem Grund ist es für Eltern und Kinder besonders wichtig, den richtigen Umgang mit den Naschereien zu lernen.

Wie viel Süßes darf mein Kind essen?

Laut Ernährungsexperten sollen Kinder bis zum Eintritt ins Schulalter nicht mehr als 10 % des täglichen Energiebedarfs durch den Verzehr von Süßigkeiten decken. Vier- bis sechsjährige Kindergartenkinder haben im Durchschnitt einen Energiebedarf von 1.450 Kilokalorien pro Tag. In diesem Beispiel sollte das Kind daher nicht mehr als 150 Kilokalorien in Form von Süßem und Knabbereien zu sich nehmen.

Kindern unter 4 Jahren sollte möglichst noch gar nichts Süßes angeboten werden.

150 Kilokalorien entsprechen etwa 38 Gramm Zucker täglich. An diesem Richtwert können sich Eltern orientieren und die Süßigkeitenmenge entsprechend anpassen. 150 Kilokalorien finden sich beispielsweise in fünf Stückchen Schokolade, einem Glas Limonade und zwei Keksen, einem halben Obstkuchen und einem Löffel Honig oder 40 Gramm Gummitierchen.

Diese Richtwerte eignen sich jedoch nur für gesunde Kinder mit Normalgewicht. Neigt das Kind zu Übergewicht, müssen Süßigkeiten noch weiter eingeschränkt werden. Alternativ kann die Aktivität des Kindes durch Sport und Bewegung im Alltag erhöht werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Süßigkeiten?

Süßigkeiten sollten nicht den ganzen Tag über zur Verfügung stehen und als Ersatz für richtige Mahlzeiten dienen. Einmal am Tag ist eine süße Leckerei jedoch erlaubt. Am besten bauen Sie Süßes in den Nachtisch ein. Zwei Kekse, ein kleiner Schokoriegel, ein Pudding oder ein kleines Eis eignen sich als Abschluss der Mahlzeit.

Sie können den süßen Nachtisch durch ein paar Stückchen Obst ergänzen. Auch wenn Ihr Kind unbedingt mehr Süßigkeiten haben möchte, bleiben Sie bei dieser kleinen Portion. Sie können Ihrem Kind erklären, dass es am nächsten Tag wieder etwas Süßes als Nachtisch gibt.

Machen Sie die Süßigkeit nicht zu etwas Besonderem, indem Sie diese an Bedingungen wie „Teller leer essen“ knüpfen. Das lässt Süßes nur noch mehr als etwas Besonderes erscheinen und steigert die Lust des Kindes darauf. Allerdings sollten Sie beim Nachtisch bei der vorab bestimmten kleinen Portion bleiben, auch wenn Ihr Kind die Hauptmahlzeit auslässt.

Ihr Kind soll sich nicht an der Schokolade satt essen, nur weil der Hauptgang vielleicht nicht nach seinem Geschmack war. Brot, Obst oder etwas Gemüse können Sie anbieten, wenn Ihr Kind noch Hunger hat.

Nutzen Sie Naschereien nicht als Erziehungsmittel, um Ihr Kind zu etwas zu bewegen, das Sie gerne möchten. Süßes sollte auch nicht als Belohnung dienen, wenn beispielsweise das Zimmer aufgeräumt oder im Diktat gut abgeschnitten wurde. Lassen Sie Süßigkeiten zu einem normalen Bestandteil des Alltags werden.

Süßes eignet sich nicht als Snack

Süßes ist weder ein Ersatz für die Hauptmahlzeit noch sollte es als Zwischenmahlzeit dienen. Als Snack eignen sich Dinge wie Obst, Gemüsesticks oder auch einmal ein Stück Brot besser als Schokolade und Kekse.Wenn Sie unterwegs sind, sind gesunde Obstriegel, kleine getrocknete Obststückchen aus der Tüte oder Reiswaffeln ein idealer Reiseproviant.

Leckere Naschereien selbst machen

Vielleicht möchten Sie Leckereien für Ihr Kind auch einmal selbst machen, weil Ihnen die Zutatenliste auf den Süßigkeiten nicht zusagt? Viele Süßigkeiten enthalten nicht nur Zucker und Fett, sondern auch Farb-, Aroma- und andere Zusatzstoffe. Pudding können Sie mit echter Vanille, Milch, Zucker und etwas Speisestärke leicht selbst kochen.

Auch Kuchen und Kekse lassen sich gut zu Hause zubereiten und Sie können Ihr Kind – sofern es alt genug ist – einbeziehen. Aus Fruchtsaft und Fruchtpüree lässt sich Eis herstellen und mit frischen Früchten mixen Sie einen leckeren Smoothie.

Auch Quark oder Joghurt mit frischen Früchten schmeckt süß und lecker. Daneben können auch Trockenfrüchte, Nüsse, Reiswaffeln mit etwas Marmelade oder Honig sowie Obst eine gute Alternative zu Süßigkeiten sein. Vorsicht bei Produkten, die damit werben, dass diesen kein Zucker zugesetzt wurde.

Häufig enthalten solche Produkte ebenso viele Kalorien wie herkömmliche Süßigkeiten. Wenn das Produkt mit Fruchtsaft, Fruchtpüree oder Ähnlichem gesüßt wurde, ist dies eine Kalorienfalle. Achten Sie daher immer auf die Zutatenliste und prüfen Sie den auf der Verpackung angegebenen Zucker- und Kaloriengehalt.

Süßigkeiten und die Gesundheit

Isst ein Kind zu viel Süßes und ist die Ernährung insgesamt unausgewogen, kann es zu Übergewicht kommen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich das Kind zusätzlich zu einer einseitigen Ernährung mit Fertiggerichten, Fast-Food und Süßigkeiten auch noch wenig bewegt. Ob ein Kind bereits übergewichtig ist und mit entsprechenden Maßnahmen gegengesteuert werden muss, entscheiden Eltern gemeinsam mit dem behandelnden Arzt.

Da eine einseitige Ernährung zu Übergewicht und häufig zu damit in Zusammenhang gebrachten Folgeerkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Essstörungen und Depressionen führen kann, ist es umso wichtiger auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und den Verzehr von Süßigkeiten einzuschränken.

Wichtig ist ein maßvoller Verzehr von Zuckerhaltigem bzw. ein völliger Verzicht auf Süßes bis zu einem bestimmten Alter auch für die Zähne. Die Entstehung von Karies wird durch den Verzehr von Süßem begünstigt. Daher ist es optimal Süßes nicht immer wieder zwischendurch zu naschen, sondern dies als Nachtisch einmal am Tag zu genießen und sich anschließend die Zähne zu putzen.

Süßes richtig in die Ernährung einbauen:

  • geben Sie Ihrem Kind Süßigkeiten nur in Maßen
  • geben Sie Ihrem Kind Süßes erst ab etwa 4 Jahren
  • sprechen Sie kein Verbot für Süßes aus
  • Süßes ist gut als Nachtisch geeignet
  • nutzen Sie die Naschereien nicht als Druck- oder Erziehungsmittel
  • achten Sie insgesamt auf die Ernährung Ihres Kindes und darauf, ob es ausgewogen isst und sich gesund fühlt
  • zu viel Süßes kann Übergewicht und Karies begünstigen

Wie Kinder mit weniger Süßigkeiten auskommen

Richtlinie: Eine Portion Süßes am Tag

Deshalb sagen Experten: Eine Portion Süßes am Tag ist in Ordnung. Für Kinder sollte diese nicht größer als 50 Gramm sein und nicht mehr als 150 Kilokalorien enthalten, empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund. „Viele Schokoriegel haben zum Beispiel bereits 250 Kilokalorien“, sagt die Ernährungsberaterin.

Gemeinsam Regeln aufstellen

Doch wie schafft man es, die süße Lawine tatsächlich darauf zu reduzieren? Von einem völligen Verbot hält Dubas-Tietjens nichts: „Das macht die Süßigkeiten nur interessanter.“ Sie plädiert stattdessen dafür, mit den Kindern gemeinsam Naschregeln aufzustellen – diese sollten dann alle Familienmitglieder einhalten, auch die Erwachsenen. Die meisten Kleinen kommen gut damit zurecht, vor allem, wenn sie selbst mitentscheiden und bestimmen durften, wie in der Familie mit Süßigkeiten umgegangen wird.

Die Expertin, Mutter zweier Kinder, empfiehlt zum Beispiel folgende vier Regeln:

  1. Am Vormittag wird nicht genascht.
  2. Vor den Hauptmahlzeiten gibt es nichts Süßes, da die Kinder sonst satt sind.
  3. Es wird bewusst am Tisch genascht und nicht nebenbei beim Spielen.
  4. Nach dem Naschen werden die Zähne geputzt.

Bewusst genießen schränkt Konsum ein

„Gerade durch das bewusste Essen von Süßigkeiten lässt sich ihr Konsum schon einschränken“, sagt Dubas-Tietjens. Denn wer zum Beispiel nachfühlt, ob ein rotes Gummibärchen anders schmeckt als ein gelbes oder grünes, genießt was er isst, und braucht nicht immer noch mehr davon.

Und was ist nach Ostern, Nikolaus oder dem Geburtstag – wenn sich die Süßigkeiten nur so stapeln? Die Ernährungsberaterin empfiehlt: Die süßen Schätze in einer Schachtel oder Dose sammeln und dann gemeinsam mit dem Nachwuchs Tagesrationen für eine Woche aussuchen. „Ich nehme dafür eine Eierschachtel für zehn Eier, in die wir die Portionen für die sieben Tage der Woche legen. Die drei übrigen Fächer füllen wir auch, sie sind für besondere Anlässe reserviert oder für Freunde, die zu Besuch kommen.“

Ab fünf Jahren Rationen selbst einteilen lassen

So gibt es nicht täglich Streitereien, die Kleinen wissen genau, was sie erwartet. Kindern ab fünf Jahren können Eltern schon selbst überlassen, ob sie die Rationen Tag für Tag essen oder mehrere auf einmal. „Sie lernen so, sich zu entscheiden, ob sie wirklich Appetit darauf haben, und erfahren, dass das, was sie schon gegessen haben, unwiderruflich weg ist“, erklärt Dubas-Tietjens. Aber: Der Nachwuchs sollte seine Wochenrationen nicht im eigenen Zimmer aufbewahren. Süßigkeiten seien Lebensmittel und gehörten in die Küche, so die Expertin.

Damit nicht zu viele Osterhasen und Nikoläuse in der Sammeldose zusammenkommen, braucht es deutliche Worte an die Schenkenden: Eltern sollten Verwandte und andere Süßigkeitenüberbringer bitten, sich auf eine Sache zu beschränken und ansonsten lieber Zeit zu schenken. Denn welches Kind liebt es nicht, gemeinsam mit Oma oder Tante etwas zu unternehmen, zum Beispiel einen Nachmittag im Zoo zu verbringen?

Kleinkinder brauchen noch keine Süßigkeiten

Während Eltern beim ersten Kind den Start ins süße Leben relativ gut hinauszögern können, fordert das Zweite meist schon früher Schokolade ein – weil es das Gleiche haben will wie das ältere Geschwisterchen. Auch hier hilft nur eines: konsequent sein, und zwar von Anfang an. „Man macht ja auch keine Ausnahmen bei anderen Dingen wie Alkohol oder Kaffee“, sagt Dubas-Tietjens. Schon bei der Babynahrung sollten Eltern beispielsweise auf gesüßte Breie und Getränke für Kleinkinder verzichten. „Sie trainieren den süßen Geschmack“, erklärt die Expertin. Fürs Knabbern zwischendurch empfiehlt sie Reiswaffeln und Dinkelstangen. Obst und Trockenfrüchte sowie Studentenfutter und Nüsse (erst für Kinder ab drei Jahren) sind Alternativen.

Denn gesunde Süßigkeiten gibt es schlichtweg nicht, auch Müsliriegel enthalten zu viel Fett und Zucker. Doch gerade ältere Kinder lassen sich nur noch selten mit Obst abspeisen: Wenn sie etwas Süßes wollen, kann – unter Beachtung der Naschregeln – auch ein kleiner Tauschhandel funktionieren. „Einen Keks gibt es beispielsweise erst, wenn eine halbe Birne gegessen wurde“, schlägt Anna Dubas-Tietjens vor.

Und noch etwas sollten Eltern vermeiden: ihre Kinder mit Süßigkeiten zu trösten. Denn das konditioniert die Kleinen für später. „Kinder verinnerlichen dann oft, dass sich Probleme mit Süßem lösen lassen“, erklärt die Expertin. Das Ergebnis ist nicht selten der berühmte Kummerspeck.

Zucker sparen: So geht’s

Süßspeisen zum Mittag- oder Abendessen sind bei den Kleinen sehr beliebt. Anna Dubas-Tietjens rät jedoch, Milchreis, Pfannkuchen und Ähnliches nur einmal pro Woche zu servieren. „Achten Sie darauf, dass an den anderen Tagen der Speiseplan ausgewogen ist.“ Die Ernährungsexpertin empfiehlt: „Bereiten Sie Süßspeisen und auch Apfelmus möglichst selbst zu. Denn die meisten Fertiggerichte enthalten zu viel Zucker.“

Auch beim Backen lässt sich am süßen Stoff sparen. „Die meisten Kuchenrezepte gelingen, auch wenn man die Zuckermenge reduziert“, weiß Dubas-Tietjens. Zucker- oder Schokoladenguss weglassen oder nur selten verwenden, etwa für den Geburtstagskuchen.

Schokolade in der Schwangerschaft: Darum dürfen Sie beruhigt naschen!

In der Schwangerschaft stellen sich Frauen immer wieder diese eine Frage: Darf ich das essen? Geht es um unsere heißgeliebte Schokolade lautet die Antwort ganz klar: Ja, sie dürfen! Und aktuellen Studien zufolge sollten Sie sogar – zumindest in Maßen.

Wer kann zu einem Stück Schokolade schon Nein sagen? Wir auf jeden Fall nicht und damit sind wir nicht alleine. 2015 ergab eine Umfrage, dass die Deutschen zusammen mit den Schweizern das Europaranking an Schokoladenkonsum anführen: Demzufolge vernascht jede(r) Deutsche etwa zehn Kilogramm Schokolade im Jahr!* Vor allem Frauen hat es die Süßigkeit angetan. Studien zeigen immer wieder, dass Frauen stärker auf Schokolade reagieren als Männer – und zwar mit seligen Glücksgefühlen. Und weil alles, was den Appetit angeht, in der Schwangerschaft ein bisschen extremer ist als normal, entwickeln viele Frauen in dieser Zeit auch einen regelrechten Heißhunger auf Schokolade.

Die gute Nachricht dabei: Schokolade ist in der Schwangerschaft völlig ungefährlich für das ungeborene Baby – zumindest solange sie in Maßen genossen wird! Naschen ist also erlaubt!

Schokolade in der Schwangerschaft hat medizinische Vorteile

Nicht nur, dass Schokolade in der Schwangerschaft eindeutig nicht schädlich ist, sie scheint auch noch medizinische Vorteile zu haben! Das zumindest lassen einige Studien vermuten, die in den letzten Jahren zu dem Thema durchgeführt worden sind. Eine davon in Kanada, mit 129 Schwangeren, deren (beneidenswerte) Aufgabe es war, zwölf Wochen lang täglich 30 Gramm Schokolade zu essen. Das Ergebnis verblüffte die Wissenschaftler: Es zeigte sich, dass die verzehrte Schokolade einen positiven Einfluss auf die Durchblutung der Plazenta und die fetale Entwicklung hatte. Dabei machte es keinen Unterschied, ob die Frauen helle oder dunkle Schokolade genascht hatten. Frühere Studien jedoch geben Hinweise darauf, dass insbesondere Schokolade mit einem hohen Gehalt an Flavonoiden (Pflanzenstoffe) die Plazentatätigkeit fördern und sogar das Risiko einer Präeklampsie senken kann. Und woran erkennt man Schokolade mit hohen Flavonoide-Gehalt? Ganz einfach: Je dunkler, das heißt bitterer, die Schokolade ist, desto höher ist der Anteil an den enthaltenen Pflanzenstoffen.
Andere Studien, zum Beispiel in Finnland, hatten bereits vor einigen Jahren zum Ergebnis, dass Frauen, die in der Schwangerschaft hin und wieder zur Schokolade griffen, sich weniger gestresst fühlten. Zudem stellten die Forscher einen Zusammenhang zum Temperament der Kinder her: Babys von Frauen, die während der Schwangerschaft Schokolade gegessen hatten, machten mit sechs Monaten einen glücklicheren Eindruck und lachten mehr, als Babys von Frauen, die in der Schwangerschaft auf Schokolade verzichtet hatten.
Ganz abgesehen von der glücklich-machenden Wirkung von Schokolade enthält die braune Nascherei außerdem Magnesium, Kalzium und Antioxidantien – alles Dinge, die der Körper in der Schwangerschaft in erhöhtem Maße braucht.

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Auch in der Schwangerschaft gilt: Schoki nur in Maßen genießen!

Das klingt ja alles wunderbar für Naschkatzen wie uns, allerdings darf man diese Studienergebnisse nicht als Freifahrtschein für hemmungsloses Schlemmen sehen! Denn Schokolade enthält neben den wertvollen Pflanzen- und Nährstoffen leider auch jede Menge Zucker und Fett und kann – in hohem Maße verzehrt – zu einer Schwangerschaftsdiabetes, hohem Blutdruck und einer übermäßigen Gewichtszunahme und allen damit verbundenen Komplikationen führen. Zudem enthält Schokolade Koffein (ca. 50 mg pro 50 g dunkle Schokoalde), wovon Sie entsprechend der Empfehlung der WHO in der Schwangerschaft nicht mehr als 300 mg pro Tag zu sich nehmen sollten.
Das heißt: Hin und wieder ein Stückchen (dunkle) Schokolade kann Ihnen und Ihrem Baby durchaus gut tun. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich ansonsten gesund und abwechslungsreich ernähren und es mit der Schokolade nicht übertreiben.

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Wie viel Süßes dürfen Babys?

Schon als Babys sind wir dem süßen Geschmack verfallen. Und das hat einen ganz einfachen Grund. Welcher das ist und warum sich Eltern bei der Auswahl der Lebensmittel für ihr Baby davon trotzdem nicht beirren lassen sollten.

Süß heißt: nicht giftig!

Babys lieben Süßes von Geburt an, schließlich schmeckt auch schon die Muttermilch leicht süßlich. Und der Grund dafür liegt in der Evolution: „Süß ist ein ‚Sicherheitsgeschmack‘: Süße Lebensmittel, wie sie in der Natur vorkommen, sind in der Regel nicht giftig“, erklärt Ernährungsexpertin Petra Schuritz. Unsere Vorfahren konnten anhand der Süße eines Lebensmittels also entscheiden, ob es sich um etwas Verträgliches oder etwas Unverträgliches handelt. Praktisch!

Dürfen Babys schon Kekse essen?

Das Problem ist nur: Der „Sicherheitsgeschmack Süß“ ist nicht mit der Süße von industriell gesüßten Lebensmitteln zu vergleichen. Künstlich gesüßte Lebensmittel schmecken um ein Vielfaches intensiver. Wer schon früh und regelmäßig in den Genuss solcher Speisen kommt, gewöhnt sich schnell an den künstlichen Süß-Geschmack. Dem wird die natürliche Süße in Lebensmitteln bald nicht mehr ausreichen, um die Lust auf Süßes zu befriedigen – er braucht Zucker. „Das Bedürfnis nach übersüßen Produkten wird leider früh regelrecht antrainiert“, sagt Petra Schuritz.

Zu viel Zucker ist ungesund

Zu viel Zucker ist ungesund, das sollte jedem klar sein. Zucker schadet nicht nur den Zähnen, er macht dick und krank. Typ-2-Diabetes ist nur eine Folge übertriebenen Zuckerkonsums, ebenso wie Übergewicht und ein vielfach erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Da liegt es doch nahe, unseren Kindern künstlich gesüßte Lebensmittel solange wie möglich vorzuenthalten, um sie gar nicht erst auf den ungesunden „Zuckertrip“ kommen zu lassen. Natürlich ist ein Leben ohne künstliche Zuckerzusätze heute kaum denkbar. In fast jedem industriell hergestellten Lebensmittel, vor allem in denen speziell für Babys und Kinder, steckt jede Menge Zucker. Und früher oder später, spätestens aber im Kindergarten wird Ihr Kind die große bunte Welt der Süßigkeiten kennenlernen und Naschzeugs einfordern. Aber bis es soweit ist, können wir Eltern dafür sorgen, unsere Kinder solange und soweit wie möglich von künstlichen Zuckerzusätzen fernzuhalten. Das gilt übrigens auch für Süß- und Zuckeraustauschstoffe.

Deshalb möglichst keine Süßigkeiten im ersten Jahr

Denn: Was Ihr Baby nicht kennt, wird es nicht vermissen. Fangen Sie also gar nicht erst mit Süßkram an, wird Ihr Kind auch nicht danach verlangen. Um den Süßbedarf Ihres Babys zu decken, reicht Obst vollkommen aus.
Achtung bei Fertigbreien, Babygläschen und Babykeksen: Hier sind häufig versteckte Zucker* oder Aromastoffe enthalten. Zwar darf industriell hergestellte Babynahrung nicht per se verteufelt werden, immerhin gibt es auch vollkommen unbedenkliche Produkte. Aber auf der sicheren Seite sind Sie natürlich, wenn Sie so viel wie möglichst selbst kochen oder backen, zum Beispiel natürlich süße Babykekse zum Knabbern.
* Eine Auswahl der vielen verschiedenen Bezeichnungen für Zucker: Saccharose, Glukose, Fruktose, Lactose, Dextrose, Maltose, Maltodextrin, Süßmolkenpulver, Sirup…

Das gesunde Maß an Süßem finden

Das klingt jetzt alles sehr drastisch, das geben wir zu. Sie sollen natürlich nicht in Panik verfallen, wenn Ihr Baby im ersten Lebensjahr doch mal etwas künstlichen Zucker zu sich nimmt. Bei größeren Geschwisterkindern lässt es sich kaum vermeiden, dass der eine oder andere süße Happen auch in Babys Mund verschwindet. Achten Sie einfach darauf, dass sich die Menge in Grenzen hält und es wirklich nur seltene Ausnahmen bleiben. Nehmen Sie sich zum Ziel, die Genussschwelle für Süßes möglichst lange möglichst niedrig zu halten.
Später werden Sie nicht mehr darum herum kommen, Ihrem Kind auch künstlich gesüßte Lebensmittel zu geben. Damit es von Anfang an ein gesundes Verhältnis dazu bekommt, sollten Sie darauf achten, dass Süßigkeiten weiterhin die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden. Es braucht zum Beispiel nach dem Mittagessen keinen süßen Nachtisch, nur weil wir Erwachsene das vielleicht so mögen. Ebenso braucht es keine Kekse oder süßen Milchprodukte (Joghurt oder Quarkspeisen) als Zwischenmahlzeit. Bieten Sie lieber zuckerarme Snacks an und achten Sie auf die Zutatenlisten.
Übrigens: Ab dem 2. Lebensjahr dürfen – müssen aber nicht! – zuckerhaltige Lebensmittel den täglichen Energiebedarf zu maximal zehn Prozent decken. Für Einjährige sind das etwa 95 kcal, für Zwei- bis Dreijährige etwa 110 kcal. Einfacher Maßstab: „So viel, wie in die Kinderhand passt“, sagt die Ernährungsexpertin Petra Schuritz.

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Ach ja, und das soll an dieser Stelle auch noch einmal erwähnt werden: Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen! Das gilt insbesondere für den Verzehr von Süßigkeiten.

Süßigkeiten sollten keine Belohnung sein

Noch ein wichtiger Tipp: Setzen Sie Süßigkeiten nicht als Belohnung ein. In diese Falle tappen früher oder später fast alle Eltern. Allzu schnell rutscht ein Versprechen wie dieses über die Lippen: „Wenn du dein Gemüse schön aufisst, essen wir nachher noch ein Eis zusammen!“. Klingt fair, aber was vermittelt dieses Versprechen? Dass Gemüse die lästige Pflicht ist, etwas Schlechtes, das überwunden werden muss, um an das Schöne, um an das Süße zu kommen. So heben Sie süße Belohnungen ganz schnell auf einen Thron, die sie nur noch reizvoller machen. Gleichzeitig wächst jedoch das Misstrauen gegenüber der gesunden Speise. Essen sollte niemals als Bestrafung oder Belohnung eingesetzt werden, nur so entwickelt Ihr Kind ein gesundes Verhältnis dazu.

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Wie ernähre ich mein Baby gesund?

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Süßes und Knabbereien

Kinder schon früh an wenig Zucker gewöhnen

Ob nun Haushaltszucker oder andere Süßungsmittel, wie Honig, Sirup, Dicksaft, Rohrzucker, verwendet werden, kommt auf das Gleiche heraus: Zucker bleibt Zucker und sollte in jeder Form nur sehr sparsam und möglichst selten verwendet werden. Wenn für Kleinkinder nur schwach gesüßt wird, brauchen auch die Speisen für die Älteren weniger süß zu sein. Sehr zuckerhaltige Produkte wie fertige Fruchtjoghurts und Desserts, Eiscreme, süße Backwaren, gezuckerte Frühstücksflocken und süße Getränke sollten vermieden oder als Ausnahme nur in kleineren Mengen angeboten werden. Nicht oder wenig gesüßte Naturjoghurts mit frisch hinzugefügtem Obst haben oft einen intensiveren Eigengeschmack und schmecken besser. Doch vor allem ist es das Selberaussuchen der Zutaten und das gemeinsame Zubereiten, zum Beispiel eines Obst-Naturjoghurt, was Kindern viel mehr Spaß macht und den Genuss steigert. Im Übrigen können sie hierbei jede Menge über die einzelnen Lebensmittel erfahren.
Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe, wie sie in zahlreichen Getränken, Süßigkeiten und Milchprodukten zu finden sind, gehören übrigens nicht oder nur als Ausnahme in die Kinderernährung. Wie Zucker fördern sie nur die Ausprägung des Süßgeschmacks der Kinder. (Stand: 9.2.2019)

Was ist das Lieblingsgetränk der Kinder zum Frühstück? Mit diesem Thema haben sich Experten für Kindergesundheit und die verschiedenen Marketingabteilungen hinlänglich beschäftigt. Herausgekommen ist, dass nach purer Milch Kinder am liebsten Kakao trinken.

Ab welchem Alter dürfen Kinder Milch oder Kakao trinken?

Kinderärzte sagen in der Regel, dass Kinder mit einem Alter von ca. zwölf Monaten Milch trinken dürfen. Kinder mit einer Milchunverträglichkeit sind davon natürlich ausgenommen. Ein Teil der kleinen Kinder mag die Umstellung von Babymilch auf Kuhmilch gar nicht. Die Eltern dieser Kinder kommen dann recht schnell auf den Gedanken, die Kuhmilch den Kindern mit Kakao schmackhaft zu machen.

Ist Kakaopulver im Kleinkindalter gesund?

In den Supermärkten stehen weit über 30 verschiedene Kakaopulversorten. Das Pulver ist einfach mit dem Teelöffel abzumessen, umrühren und fertig ist der Kakao. Das hört sich praktisch an, ist es aber nicht. Ein großer Teil der Fertigpulver besteht hauptsächlich aus Zucker. Bei besonders süßen Vertretern landen bis zu sieben Stück Würfelzucker in der Milch. Das kann für kleine Kinder in keinem Fall gesund sein.

Auf wie viele Kalorien bringt es ein solches Glas Kakao?

Tests haben gezeigt, dass ein süßes Kakaopulver für sich allein schon 93 Kalorien mitbringt. Der Kakao wurde bei den Tests genau nach Herstelleranleitung zubereitet. Ein Glas fettarme Milch schlägt mit ca. 116 Kalorien zu Buche. Insgesamt nimmt das Kind demzufolge mit einem Glas Kakao 209 Kalorien auf.

Alternative Zucker reduzierte Kakaos

Einige Kakaohersteller wollen ihre Marken bei den gesundheitsbewussten Eltern platzieren. Sie bieten Zucker reduzierten Kakao an. Was im ersten Moment als sehr gut erscheint, wird nach einem Blick auf die Zutatenliste enttarnt. Der Haushaltszucker wurde zwar in der Tat reduziert, dafür jedoch Maltodextrin hinzugefügt. Dieses Kohlenhydratgemisch süßt nicht zu stark, besitzt aber ebenso viele Kalorien wie normaler Zucker. Der Austausch bringt also kalorientechnisch nichts.

Alternative Schokoladenpulver

Reines Schokoladenpulver besitzt enorme Vorteile. Das Pulver schmeckt richtig schokoladig und je nach Sorte ist wenig oder gar kein Zucker enthalten. Die Eltern haben damit die Möglichkeit, den Kakao nach Ihren Wünschen zu süßen.

Fazit

Kleine Kinder dürfen ab und an ruhig eine Tasse Kakao trinken. Sie als Eltern müssen nur darauf achten, dass der Zuckergehalt im Pulver möglichst niedrig ist. Das erreichen Sie am ehesten, wenn sie Schokoladenpulver für die Zubereitung des Kakaos nutzen.

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