Ab wann richtige milch

Das sagt Kinderärztin Dr. Nadine Hess

Kanadische Forscher haben in einer aktuellen Studie festgestellt, dass Kinder, die Vollmilch trinken, schlanker sind und höhere Vitamin-D-Werte haben als Kinder, die fettarme oder Magermilch trinken. Dieses Ergebnis ist überraschend – in vielen Ernährungsrichtlinien wird empfohlen, dass Kinder eher Magermilch trinken sollten, um Fettleibigkeit vorzubeugen.

Für die Studie wurden 2.745 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren untersucht. Anhand der Größe und des Gewichts wurde der jeweilige BMI berechnet. Außerdem entnahmen die Forscher den Kindern Blutproben, um den Vitamin-D-Wert zu bestimmen. Zusätzlich wurden die Eltern befragt, welche Milch der Nachwuchs wie häufig trank. Das Ergebnis: Kinder, die Vollmilch (3,25% Fettgehalt) tranken, hatten einen um 0,72 Punkte geringeren BMI als Kinder, die Milch mit niedrigerem Fettanteil tranken. Wie der Effekt zustande kommt, ist noch nicht ganz klar. Studienleiter Dr. Jonathon Maguire geht aber davon aus, dass die Vollmilch eher sättigt: Demnach essen Kinder, die nur fettarme Milch zu sich nehmen, aus Hunger vermutlich mehr und oft auch noch kalorienreicher al diejenigen, die Vollmilch trinken.

Der Eiweißbedarf kann auch durch Milchprodukte gedeckt werdenFoto: Fotolia

Wie sich Milch auf den Vitamin-D-Wert auswirkt

Auch der Vitamin-D-Wert war bei den Kindern unterschiedlich: Kinder, die eine Tasse Vollmilch am Tag tranken, hatten einen vergleichbaren Vitamin-D-Wert wie Kinder, die drei Tassen mit Magermilch (1% Fett) täglich tranken. Die Forscher vermuten den Grund für diesen Effekt darin, dass Vollmilch generell mehr Vitamin D enthält. „Fettarme Milch bringt also gleich zwei Nachteile mit sich. Kinder, die Magermilch trinken, werden zum einen nicht schlanker. Zum anderen profitieren sie auch nicht vom höheren Vitamin-D-Gehalt der Vollmilch“, fasst Dr. Maguire die Studienergebnisse zusammen. Daher sollten die Ernährungsrichtlinien zum Thema Milch überprüft werden.

Wie viel Milch braucht mein Kind?

Zwischen einem und drei Jahren sind 350 bis 400 Milliliter Milch am Tag für ein Kind genug. In Milch steckt jede Menge Eiweiß – und davon sollte ein Kind pro Kilogramm Körpergewicht nicht mehr als etwa 2,2 Gramm täglich zu sich nehmen. Denn zu viel Eiweiß belastet den Stoffwechsel und die Nieren. In 100 Milliliter Vollmilch stecken bereits 3,3 bis 3,4 Milligramm Eiweiß – eine Tasse versorgt das Kind also mit 12 Gramm Eiweiß am Tag. Zum Vergleich: Wiegt das Kind etwa zehn Kilogramm, benötigt es 22 Gramm Eiweiß am Tag. Entsprechend viel macht eine Tasse Milch aus.

Mit zunehmendem Alter nimmt auch der Eiweißbedarf zu. Er muss aber natürlich nicht nur mit Milch gedeckt werden – auch andere Milchprodukte wie Käse oder Joghurt können und sollten auf dem Speiseplan stehen. Milchersatzprodukte wie beispielsweise Soja- oder Mandelmilch enthalten nicht alle wichtigen Nährstoffe und sind daher als Ersatz nicht zu empfehlen. Erst vor kurzem gab es beispielsweise einen Fall, bei dem ein elf Monate altes Baby Skorbut bekam, weil das Kind ausschließlich mit Mandelmilch ernährt wurde. Alles dazu können Sie im Artikel „Skorbut durch Mandelmilch“ nachlesen.

Wie viel Milch ist gut für Kinder?

Kinder brauchen Nährstoffe aus der Milch

Gerade in Kuhmilch stecken viele wichtige Nährstoffe wie Kalzium, Zink, Jod, B-Vitamine und Proteine. „Das Zu­sammenspiel dieser Substanzen ist so komplex, dass sich durch angereicherte Pflanzenmilch nicht einfach nachahmen lässt“, erklärt Sonja Schäche, Ernährungswissenschaftlerin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. Das Eiweiß aus der Kuhmilch (und auch das Eiweiß aus der Milch von Schafen und Ziegen) hat eine hohe Bioverfügbarkeit, das heißt: Der Körper kann es gut aufnehmen und weiter verwerten.

Kinder brauchen Kalzium für ihr Wachstum, für starke und widerstandsfähige Knochen. „Bis zum 20. Lebensjahr sind Milch und Milchprodukte immens wichtig für den Knochenaufbau“, sagt Watzl. So lange wird Knochenmasse aufgebaut. Wer in der Kindheit zu wenig bildet, hat später ein erhöhtes Risiko für Osteoporose. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Kinder ab einem Jahr 300 bis 350 Milli­liter Milch täglich. Zum Beispiel Joghurt, Käse und – Milch pur. Säuglinge sollten erst ab sechs Monaten bis zu 200 Milliliter Kuhmilch bekommen, vorher gar nicht.

Kuhmilch und Milchprodukte

Dies sind die aktuellen Empfehlungen zur Einführung von Kuhmilch und Kuhmilchprodukten

  • Unverdünnte Kuhmilch, also Vollmilch, wird im ersten Lebensjahr frühestens ab 12 Monaten empfohlen, da sie sehr viel Eiweiss enthält und dadurch die Niere stark belastet. Mit ca.12 Monaten wird empfohlen, den Säuglingsmilchschoppen auf normale Kuh(voll)milch umzustellen. Damit ein langsamer Übergang gewährleistet werden kann und die Kinder den neuen Geschmack der Kuhmilch besser akzeptieren, können Sie ein paar Tage lang noch die halbe Menge Säuglingsmilch zubereiten und die andere Hälfte des Schoppens mit normaler Vollmilch auffüllen.
  • Ab 6-8 Mt. kann dem Früchtebrei wenig Vollmilchnaturjoghurt beigefügt werden.
  • Milchprodukte wie Quark, Frischkäse (Petit Suisse, Petit Gervais, etc.) und Käse sollten im ersten Jahr möglichst noch ganz gemieden werden, da die Eiweissmenge noch höher ist als in Joghurt und Milch.

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Milchprodukte in der Beikost

Mit Joghurt kann bei den Mahlzeiten für etwas Abwechslung gesorgt werden. Bei yamo gibt es ebenfalls Breie und Quetschies, die Joghurt enthalten. Wie zum Beispiel „Berry Potter“, der mit Joghurt, frischer Heidelbeere und Hirse ein toller Snack ist. Jetzt entdecken

– ab dem zweiten Lebensjahr

  • Mit 3,3 -4 dl Milch und Milchprodukten pro Tag ist Ihr Kind im 2. Lebensjahr optimal mit Calcium und Protein versorgt und es bleibt noch genügend Appetit, um von anderen Nahrungsmitteln weitere lebenswichtige Nährstoffe zu erhalten. Achten Sie also darauf, dass der Milchkonsum ab einem Jahr täglich 3-4 dl beträgt. Junior- oder Wachstumsmilchen sind in der Regel nicht notwendig.
  • Milchdrink enthält nur wenige Fettsäuren, da diese aber im Kleinkindalter für die Hirnentwicklung wichtig sind, wird höchstens bei übergewichtigen Kindern dazu geraten. Rohmilch sollte für Kleinkinder aus hygienischer Sicht abgekocht werden. Pastmilch muss nur leicht erwärmt werden und wird empfohlen, da sie im Gegensatz zu UHT und Rohmilch sehr schonend erhitzt wurde und somit am wenigsten wertvolle Nahrungsteile zerstört wurden.
  • Falls Ihr Kind die Vollmilch nicht verträgt oder es die empfohlene Menge nicht trinkt wenden Sie sich unbedingt an den Kinderarzt oder die Mütterberaterin.
  • Eine Zugabe von Getreide-, Schoggi-, Ovo- oder Jemaltpulver ist bei einer ausgewogenen Ernährung nicht notwendig, alle diese Produkte enthalten nämlich sehr viel Zucker. Wenn es aber nicht ohne geht, möglichst sparsam dosieren.

Milchalternativen

  • Manche Mütter möchten ihre Kinder alternativ oder vegan ernähren und benutzen Frischkornmilch, Mandelmilch oder Reismilch. Diese Nahrungen sind für Säuglinge überhaupt nicht geeignet. Je nach Rezept ist der Proteingehalt zu gering, die Proteinqualität unzureichend und es bestehen Mängel in der Vitamin- und Mineralstoffzusammensetzung. Bei Säuglingen, die auf diese Weise ernährt werden, sind nicht mehr zu behebende Entwicklungsstörungen keine Seltenheit.
  • Auch Milchernährung auf Basis von Ziegenmilch, Schafsmilch oder Stutenmilch ist nicht empfehlenswert. Ziegenmilch enthält zudem noch einen besonders geringen Gehalt an Folsäure und Vitamin B12.

Häufige Fragen zum Thema

Ist Joghurt leichter verdaulich als Milch?

Ja, das ist tatsächlich so, weil durch die Milchsäuregärung der Milchzucker bereits umgewandelt ist. Nach 6 Monaten dürfen Babys löffelweise Joghurt probieren. Andere Milchprodukte wie Quark, Dickmilch, Kefir, Cottage Cheese, Blanc battu sollten im 1. Lebensjahr jedoch gemieden werden, weil der hohe…

vollständige Antwort lesen Man soll ja nicht so früh mit Kuhmilch füttern. Kann man stattdessen Sojamilch nehmen?

Babys können in den ersten Monaten eine Allergie gegen Milcheiweiss entwickeln. Oft ist dies der Auftakt für weitere Allergien wie Neurodermitis oder Asthma. Eltern sollten zur Vorbeugung aber nicht auf Sojaprodukte ausweichen. Sojamilch ist nämlich für Säuglinge im ersten Lebensjahr keine geeignete…

vollständige Antwort lesen Unser Kind mag einfach keine Milch. Wie kann man einem Dreijährigen Milchprodukte schmackhaft machen?

Manche Kinder mögen einfach keine Milch trinken – nicht einmal gemischt mit Kakao oder als heisse Schoggi. Dann ist es sinnlos, ein Kind trotzdem dazu überreden zu wollen. Milch ist zwar ein wichtiger Lieferant des für Zähne und Knochen unentbehrlichen Nährstoffs Calcium und verschiedener B-Vitamin…

vollständige Antwort lesen Warum darf man im ersten Lebensjahr nur mit Wasser verdünnte Kuhmilch für die Zubereitung von Schoppen und Breien verwenden?

Unverdünnte Kuhmilch enthält mehr Eiweiss und Mineralstoffe als Muttermilch, jedenfalls mehr als Ihr Baby benötigt. Der Überschuss an Eiweiss und Mineralstoffen muss über die Niere ausgeschieden werden. Weil die Nieren des Säuglings noch nicht voll ausgereift sind, wären sie mit dem Abbau von…

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Letzte Aktualisierung : 11-11-19, MR / BH

Dürfen Säuglinge im 1. Lebensjahr Kuhmilch bekommen?

Im ersten Lebensjahr durchläuft der Säugling mit einer zunächst ausschließlichen Milchernährung, später ergänzt um B(r)eikost und dem Übergang zum Familienessen drei Ernährungsphasen. Falls nicht gestillt wird, ist industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung die einzige Alternative zur Muttermilch. Dass Säuglingsmilchnahrung nicht aus Kuhmilch oder anderen Milcharten selbst hergestellt werden sollte, ist hinreichend bekannt. Viele Eltern sind jedoch unsicher, ob Kuhmilch für die Beikost geeignet ist oder im ersten Lebensjahr besser ganz darauf verzichtet wird. Darf Kuhmilch schon im ersten Lebensjahr gegeben werden?

Die Antwort lautet: Ja. Das Netzwerk Gesund ins Leben, eine IN FORM Initiative des Bundesernährungsministeriums, empfiehlt, Kuhmilch im ersten Lebensjahr einmal täglich als Zutat im Milch-Getreide-Brei zu geben. Auch Säuglinge mit erhöhtem Allergierisiko können diesen Brei erhalten. Zum Trinken sollte Kuhmilch erst gegen Ende des ersten Lebensjahres im Rahmen der Brotmahlzeiten auf den Tisch kommen.

Kuhmilch ist Bestandteil des Milch-Getreide-Breis

Eltern wird empfohlen für die Beikostgabe dem Ernährungsplan des Forschungsinstituts für Kinderernährung zu folgen, bei dem drei Breie schrittweise die Milchmahlzeiten des Säuglings ergänzen oder ersetzen . Frühestens zu Beginn des fünften und spätestens zu Beginn des siebten Lebensmonats sollte die Beikost eingeführt werden, rät das Netzwerk Gesund ins Leben . Auf den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei folgt meist als zweiter Brei der Milch-Getreide-Brei. In diesem ist neben Vollkorngetreide Vollmilch die Hauptzutat.

Der Milch-Getreide-Brei wird auch für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko empfohlen

Heute weiß man, dass das Meiden oder die verzögerte Einführung von Kuhmilch keinen Schutz vor Allergien bietet. Ganz im Gegenteil gehen Experten davon aus, dass ein bewusster Kontakt mit möglichen Allergenen wie Kuhmilch im ersten Lebensjahr, die Toleranzentwicklung im Kindesalter fördert. Dieser Paradigmenwechsel fand mit der aktualisierten S3-Leitlinie zur Allergieprävention statt, die 2009 veröffentlicht wurde. (Anm.: Ein erhöhtes Allergierisiko liegt vor, wenn mindestens ein Eltern- oder ein Geschwisterteil eine Allergie hat.)

Kuhmilch ist reich an Kalzium und spielt ab der Beikostgabe als Kalziumlieferant eine wichtige Rolle

Kalzium ist ein Baustein von Knochen und Zähnen. Kuhmilch ist reich an Kalzium. Auch einige pflanzliche Lebensmittel enthalten Kalzium, jedoch geringere Mengen als Kuhmilch. Für die Kalziumversorgung ist Kuhmilch daher von großer Bedeutung.

Neben dem Milch-Getreide-Brei keine zusätzlichen Milchprodukte geben

In der Rubrik Nachgefragt gehen wir Irrtümern auf den Grund und erklären altes Wissen neu.

Alle Artikel der Reihe

Die 200 ml Kuhmilch als Zutat im Milch-Getreide-Brei sind zusätzlich zur Muttermilch (oder Flaschenmilch) ausreichend zur Kalziumversorgung und damit für die Knochen- und Zahnentwicklung des Säuglings. Wird die empfohlene Kuhmilchmenge regelmäßig überschritten, belastet der im Vergleich zur Muttermilch hohe Proteingehalt der Kuhmilch die kindlichen Nieren. Auch das zusätzliche Füttern von Beikostprodukten auf Milchbasis mit Jogurt, Quark, Frischkäse oder Milchpudding, führt zu einer überhöhten Proteinzufuhr zulasten einer unausgewogenen Nährstoffzufuhr, da andere wichtige Beikostzutaten, wie zum Beispiel Getreide, mengenmäßig zu kurz kommen.

Kuhmilch als Getränk: Erst gegen Ende des ersten Lebensjahres

Fachgesellschaften sprechen sich gegen eine zu frühe Einführung von Kuhmilch als Getränk aus. Zum Trinken sollte sie erst gegen Ende des ersten Lebensjahres und nur im Rahmen der Brotmahlzeiten gegeben werden. Empfohlen wird je ein Glas oder eine Tasse Milch zum Beispiel zum Frühstück und Abendbrot. Aus der Flasche sollte es die Trinkmilch dann nicht mehr geben, vor allem Dauernuckeln schadet den Zähnen. Kleinkinder vertragen auch größere Mengen Milchprodukte. Im Alter zwischen ein bis drei Jahren brauchen Kinder täglich etwa 300 ml Milch und Milchprodukte, am besten auf 3 Portionen verteilt.

Für Säuglinge und Kleinkinder ist nur pasteurisierte oder hoch erhitzte Kuhmilch geeignet

Rohmilch und Vorzugsmilch können hingegen für das kindliche Immunsystem gefährliche Keime, wie zum Beispiel EHEC (enterohämorrhagische Escherichia coli), enthalten und sind daher für diese Personengruppen nicht zu empfehlen.

Darf ich meinem Baby normale Milch geben?

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Energie 1789 kj; 426 kcal; Fett 18,6 g; – davon gesättigte Fettsäuren 5 g; Kohlenhydrate 45 g; – davon Zucker 42,9 g; Eiweiß 16,2 g; Salz 0,57 g
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Angebrochenen Innenbeutel stets gut wieder verschließen und innerhalb von vier Wochen aufbrauchen. Vor Wärme geschützt und trocken lagern.
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1. Bei Bedarf frisches Trinkwasser abkochen und auf ca. 40°C abkühlen lassen.
2. Benötigte Wassermenge in eine Tasse oder einen Becher geben. Erforderliche Menge Pulver mit beiliegendem Messlöffel (gestrichen voll) dazugeben.
3. Umrühren und auf Trinktemperatur (ca. 37°C) überprüfen.
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Ernährungsexperten empfehlen für Kleinkinder täglich ca. 300 ml Milch und Milchprodukte verteilt auf 3 Portionen. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung entspricht dies z.B. einer Portion Aptamil® Kindermilch 1+ zum Frühstück, Mittag- und/oder Abendessen. Aptamils Kindermilch schmeckt warm oder kalt. Bitte verwende nur den beiliegenden Messlöffel. Gestrichen voll fasst dieser 5,9 g Aptamil® Kindermilch 1+. Eine Packung entspricht ca. 25 Portionen.
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Milch und Milchprodukte für Kinder

Milchprodukte für Kinder – ist das sinnvoll?

Der Weg entlang der Kühltheke erscheint schier endlos, so riesig ist das Angebot an Joghurt, Milchmischgetränken, Quark, Pudding usw. Insbesondere die Auswahl an speziell auf Kinder zugeschnittenen Produkten ist nahezu unüberschaubar.

Eine gute Wahl treffen Sie bei Produkten ohne jegliche Zusätze also Milch, Naturjoghurt, Quark oder Dickmilch. Diese können Sie zu Hause ohne großen Aufwand mit etwas Obst, Fruchtmus oder Kräutern aufpeppen.

Fertige Fruchtjoghurts oder Milchmischgetränke enthalten oft sehr viel Zucker, weitere Zusätze und haben in der Regel nur einen sehr geringen Fruchtanteil. Hier finden Sie weitere Informationen zu Kinderlebensmitteln.

Käse gehört selbstverständlich auch zu den Milchprodukten und ist ebenfalls ein guter Calciumlieferant. Bei der Auswahl sollten Sie Sorten mit einem Fettgehalt von max. 45 % Fett i. Tr. bevorzugen. Eine Portion Käse ist eine Scheibe in Größe des Handtellers.

Sahne gehört zwar auch zu den Milchprodukten, ist aufgrund ihres hohen Fettgehaltes aber in der Pyramidenspitze den Extras zu zuordnen.

Kuhmilch fürs Baby?

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Bevor Du Deinem Baby Kuhmilch gibst

Muttermilch ist in den ersten Lebensmonaten laut des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) das gesündeste Nahrungsmittel für Babys, da es alle wichtigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine enthält, die ein Kind für ein gesundes Wachstum braucht. Wenn Du allerdings nicht stillen kannst oder möchtest, dann sollte Dein Baby stattdessen mit einer speziellen Säuglingsmilchnahrung gefüttert werden. Diese industriell hergestellte Babymilch ist der Muttermilch in ihrer Zusammensetzung weitestgehend nachempfunden und unterstützt die Entwicklung Deines Kindes ebenso gut wie diese. Mehr zu den verschiedenen Fertigmilchprodukten erfährst Du in unseren Artikeln „Fläschchen: Welche Milch fürs Baby?“ und „HA Nahrung und Co.: Spezielle Milchnahrung für Babys“.

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Zu viel Eiweiß in Kuhmilch nicht gut für das Baby

Du solltest unbedingt davon absehen, Dein Kind ab der Geburt statt mit Muttermilch mit Kuhmilch zu füttern. Denn Kuhmilch ist vollkommen anders zusammengesetzt als Muttermilch, was auf Dauer zu einer gefährlichen Fehlernährung führen kann. Vor allem der hohe Gehalt an Eiweiß, der rund dreimal höher ist als der in der Muttermilch, ist dabei bedenklich.

Nachteile der Kuhmilch für das Baby

  • Wenn der Körper zu viel Eiweiß aufnimmt, dann wird ein Teil davon, der nicht direkt verarbeitet werden kann, in Harnstoff umgewandelt. Da Harnstoff über die Nieren ausgeschieden wird, kann eine Überproduktion dieses Stoffwechselprodukts die Nierenfunktion auf Dauer stark beeinträchtigen.
  • Der Darm und das Verdauungssystem von Säuglingen und Babys reifen erst innerhalb der ersten Lebensjahre zu ihrer vollen Leistungsfähigkeit heran. Das Gewebe ist daher in der Zeit nach der Geburt noch besonders durchlässig, auch für große Moleküle. Körperfremdes Eiweiß kann vom Darm deshalb nicht so leicht verarbeitet und ausgeschieden werden. Kuhmilch löst durch ihren hohen Eiweißgehalt deshalb besonders häufig frühe Allergien und Unverträglichkeiten aus. Ein besonders hohes Allergiepotential liegt dann vor, wenn schon andere Familienmitglieder an einer Kuhmilchunverträglichkeit leiden.
  • Der frühe Konsum von Kuhmilch begünstigt, laut einer Langzeitstudie des FKE, das spätere Entstehen von Übergewicht. Denn eine dauerhaft hohe Aufnahme von Proteinen, zu denen auch das in der Kuhmilch in hohem Maße enthaltene Eiweiß zählt, bedingt langfristige Stoffwechselveränderungen, wie eine übermäßige Ausschüttung von Insulin. Eine beschleunigte Zellteilung hat außerdem die Entstehung neuer Fettzellen und somit das Wachstum des Fettgewebes zur Folge.

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Wichtige Nährstoffe bleiben auf der Strecke

Was die Kuhmilch an Eiweiß zu viel enthält, fehlt ihr leider an anderer Stelle. Der hohe Proteingehalt führt zu einer Verdrängung anderer wichtiger Nährstoffe, worunter eine ausgewogene Ernährung und die Qualität der Nährstoffzufuhr insgesamt leiden.

  • So sind in Kuhmilch beispielsweise nur sehr geringe Mengen an Vitamin A und C enthalten.
  • Auch Eisen, das für die geistige und körperliche Entwicklung von Babys eine bedeutende Rolle spielt, ist nicht ausreichend vorhanden.
  • Jod, das sehr wichtig für die Funktion der Schilddrüse ist, ist nur in Spuren enthalten.
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie in der Muttermilch enthalten sind, sind in hohem Maße mitverantwortlich für die Entwicklung von Nerven- und Gehirnzellen. In Kuhmilch ist jedoch nur sehr wenig davon enthalten, weshalb die Gehirnentwicklung bei einer Ernährung mit Kuhmilch nicht optimal gefördert werden kann.
  • Zwar ist in Kuhmilch außerordentlich viel Kalzium enthalten, was für den Aufbau der Knochensubstanz von Bedeutung ist. Allerdings kann dieses Kalzium nur dann optimal verwertet werden, wenn dem Organismus auch ausreichend Vitamin D zugeführt wird. Dieses ist in Kuhmilch jedoch nur in sehr geringem Maß vorhanden.

Fachgesellschaften raten von Kuhmilch für Babys ab

Vor allem in der frühkindlichen Entwicklung ist es sehr wichtig, dass der Körper ausgewogen mit allen wichtigen Proteinen, Nährstoffen und Spurenelementen versorgt wird. Da diese Ausgewogenheit durch die alleinige Ernährung mit Kuhmilch nicht erreicht werden kann, ist das Risiko einer Fehlernährung sehr hoch. Eine Vielzahl der relevanten Fachorganisationen im Bereich Ernährung, darunter die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), aber auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), raten daher davon ab, das Baby in den ersten Lebensmonaten mit Kuhmilch als Ersatz für Muttermilch zu ernähren.

In der Vergangenheit wurde von einigen Institutionen eingeschränkt die Ernährung des Babys durch die sogenannte „Halbmilch nach Droese und Stolley“ empfohlen. Dabei handelt es sich um mit Wasser verdünnte Kuhmilch, die im Anschluss mit Zucker und Fett angereichert wird. Aufgrund des aktuellen Forschungsstandes wurde diese Empfehlung jedoch zurückgenommen, da Halbmilch nicht genügend Mineralstoffe und sogar zu wenig Eiweiß enthält.

Kuhmilch für das Baby erst mit Einführung der Beikost

Säuglinge vor dem fünften Lebensmonat sollten den Empfehlungen nach noch gar keine Kuhmilch zu sich nehmen. Nach dem „Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr“ des FKE solltest Du frühestens mit der Einführung der Beikost langsam kleine Mengen Kuhmilch verwenden, um einen Milch-Getreide-Brei zuzubereiten. Das ist sogar wichtig, um dauerhaft eine ausreichende Kalziumversorgung zu gewährleisten.

Verwende zur Zubereitung von Milch-Getreide-Brei immer nur pasteurisierte Vollmilch mit einem Fettgehalt von mindestens 3,5% Fett. Fettarme Milch, Magermilch oder Rohmilch eignen sich nicht zur Ernährung von Babys.

Kuhmilch als Getränk für Dein Baby sollte erst gegen Ende des ersten Lebensjahres eingeführt werden, wenn der Milch-Getreide-Brei langsam von einer Brotmahlzeit mit einer Tasse Milch abgelöst wird. Dann sollten jedoch keine weiteren Milchprodukte, wie Joghurt oder Quark, gefüttert werden, da eine übermäßige Zufuhr von Eiweiß auch im Kleinkindalter die Aufnahme anderer, wichtiger Nährstoffe behindern kann.

Ab dem zweiten Lebensjahr empfiehlt das FKE eine Menge von 350 bis 400 Millilitern Milch täglich. Für Kinder zwischen einem und drei Jahren ist eine tägliche Eiweißaufnahme von etwa 2,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht optimal. Da Kuhmilch etwa 3,3 Gramm Eiweiß pro 100 Milliliter enthält und Dein Kind auch noch über andere Speisen Eiweiß zu sich nimmt, reicht diese Milchmenge in der Regel aus, um dein Kind ausreichend zu versorgen. Verwende vorzugshalber teilentrahmte Milch (1,5% Fett), um die Ernährung Deines Kindes auf leichte Weise fettärmer zu gestalten.

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