Ab wann nägel schneiden baby

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Fragen an die Hebamme: Wann darf man Babynägel schneiden?

Das Aussehen der Fingernägel gehört mit zu den sichtbaren Reifezeichen, die man bei einem Baby nach der Geburt beobachtet. So erreichen die Fingernägel, wenn das Kind vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wird, meist maximal die Fingerkuppe. Bei termingerecht zwischen der 38. und 42. Schwangerschaftswoche geborenen Babys überragt der Nagel die Fingerkuppe. Kinder, die nach der 42. Schwangerschaftswoche geboren werden, haben meist auffallend lange Nägel. Die Nägel beginnen oft bereits, sich abzuschälen.

Normalerweise muss man den Nägeln anfangs keine große Beachtung schenken. Wenn sie jedoch etwas länger sind, kann das Kind sich oder die Mutter beim Stillen damit kratzen. So kommt schon im Wochenbett die Frage auf, wann die Babynägel geschnitten werden dürfen. In den ersten sechs Wochen raten Hebammen in der Regel davon ab, die Nägel zu schneiden. Es kann schnell zu Verletzungen der Nagelhaut und dadurch zu für das Baby sehr unangenehmen Nagelbettentzündungen kommen.

Die Fingernägel eines Neugeborenen sind aber so weich, dass sich die überstehenden Nägel einfach ganz vorsichtig abziehen lassen, wenn sie seitlich etwas eingerissen sein sollten. Nach ein paar Wochen sind sie fester. Sie lassen sich dann bei Bedarf mit einer abgerundeten Babynagelschere vorsichtig kürzen. Am besten geht das, wenn das Baby schläft oder einen anderen ruhigen Moment hat, zum Beispiel beim Stillen. Dann sollte aber besser jemand anderes schneiden, weil das Handling sonst doch etwas erschwert ist.

Keine Babysöckchen über die Hände ziehen

Es gibt auch spezielle Babynagelfeilen, mit denen der überstehende Nagel sanft abgerundet werden kann. Eine reguläre Sandblattfeile könnte die noch weiche Fingerkuppe schnell verletzen. Sie sollte deshalb nicht verwendet werden. Außerdem sind spezielle Babynagelklipser erhältlich. Mit denen habe ich beruflich nicht so gute Erfahrungen gemacht. Eltern haben öfter mal nach der Benutzung angegeben, dass zu viel vom Nagel bzw. auch der Haut mit abgeknipst wurde. Schere oder Feile lassen sich einfach besser „dosieren“.

Wenn Neugeborene sich mit ihren Fingernägeln immer wieder kratzen, wird gerne mal der Tipp gegeben, ihnen Kratzfäustlinge oder Babysöckchen über die Hände zu ziehen. Davon ist aber abzuraten. Das Baby braucht seine Hände, um sich und die Welt zu begreifen und auch um sich selbst zu regulieren. Es spürt, riecht und schmeckt seine Hände und Finger. Auch beim Stillen spielt der direkte „Hand-Brustkontakt“ eine wichtige Rolle und sollte nicht gestört werden. Wenn das Baby sich oder die Haut der Mutter schon in den ersten Wochen „blutig“ kratzen sollte, ist es sinnvoller, die Nägel doch schon vorsichtig zu kürzen. Durch das Tragen von Handschuhen werden die wichtigen Sinneseindrücke gestört, die das Baby mit seinen Händen erlebt.

Um die Fußnägel braucht man sich übrigens erst etwas später Gedanken machen, weil diese langsamer wachsen. Allerdings schiebt sich hier oft die Haut über das Nagelbett, was das Schneiden etwas schwieriger machen könnte. Die Fußnägel sollten möglichst gerade geschnitten werden, damit es nicht zu seitlichen Einwachsungen kommt. Fingernägel hingegen kann man leicht rund schneiden, so dass keine Ecken stören. Nach dem Baden lassen sich die Babynägel übrigens oft noch etwas leichter schneiden oder feilen.

Nägel schneiden

Das Nägelschneiden bei Säuglingen ist eine gefürchtete Prozedur – sowohl für die Mutter als auch fürs Baby! Als Mutter haben Sie Angst, dass die Schere abrutschen könnte und Sie Ihr Kind verletzen, weshalb Sie besonders gut zugreifen. Das wiederum gefällt dem Baby gar nicht.

Sie sollten deshalb in den ersten Tagen die Fingernägel und Fussnägel noch nicht schneiden, auch wenn sie in den ersten Wochen recht schnell wachsen. Wenn Sie merken, dass Ihr Baby sich kratzt, können Sie Ihrem Kind von Hand ganz vorsichtig die ev. kratzenden Häutchen an den Nägelchen entfernen. Eine leichte Massage mit Öl macht die Nägel weicher, so können sie dann abgezupft werden.

Später, wenn die Nägel nicht mehr ganz so zart und weich sind, sollten sie regelmässig abgeschnitten werden, weil sich das Baby sonst leicht das Gesicht zerkratzt. Gefährdet sind besonders Babys mit einem Ekzem oder einem Hämangiom. Die Fussnägel wachsen sehr langsam und müssen lange nicht geschnitten werden.

Drücken Sie die Fingerkuppe ein wenig vom Nagelbett fort. Schneiden Sie ganz gerade, damit die Nägel nicht in das Nagelbett einwachsen. In der Drogerie oder Apotheke gibt es spezielle Baby-Nagelscheren mit abgerundeten Spitzen. Sie können auch einen kleinen Nagelknipser benutzen.

Wählen Sie zum Nägelschneiden einen ruhigen Zeitpunkt, z.B. während Ihr Baby schläft (auf gute Lichtverhältnisse achten!) oder nach einer Mahlzeit. Lenken Sie es durch Singen oder mit Zählreimen ab. Nach dem Bad sind die Nägel aufgeweicht und lassen sich am leichtesten schneiden. Vielleicht machen Sie die Prozedur anfangs auch zu zweit oder Sie lassen es sich von der Mütterberaterin zeigen.

Vom Abbeissen der weichen Babynägel raten Kinderärzte eher ab. Dieses Vorgehen birgt das Risiko einer Nagelbettverletzung und einer bakteriellen Infektion durch Keime im Mund der Mutter.

Letzte Aktualisierung : 20-11-19, MR / BH

Schneiden oder feilen

Viele Babys werden mit langen Nägeln geboren. Die Nägel sind aber zum Schneiden noch zu weich.

Reißen Sie die Nägel Ihres Babys auch nicht ab! Sie könnten die Nägel zu weit einreißen – das kann bluten und Ihrem Baby weh tun. Wenn Sie merken, dass die langen Nägel Ihr Baby stören und es sich damit aufkratzt, können Sie die Nägel sehr vorsichtig feilen. Sie können ihm aber auch Söckchen über die Hände ziehen, so dass es sich nicht aufkratzen kann. Wenn Sie bemerken, dass die Nägel härter werden, schneiden Sie sie behutsam. Verwenden Sie eine Babynagelschere – auch bei etwas älteren Kindern. Babynagelscheren haben abgerundete Enden. So können Sie das Baby nicht verletzten, falls es plötzlich sein Händchen wegzieht und Sie abrutschen. Es gibt auch spezielle Nagelknipser für Babys, doch verwenden Sie diese nur, wenn Sie Erfahrung damit haben.

Nägel regelmäßig schneiden

Schneiden Sie nicht zu viel vom Nagel ab – auch dann nicht, wenn Sie einige Tage danach der Meinung sind, dass die Nägel schon wieder zu lang sind und die Prozedur schon bald wiederholt werden muss. Das ist bei Babys ganz normal. Vor allem die Fingernägel wachsen schnell. Manchmal müssen sie sogar mehrmals pro Woche geschnitten werden.

Wie schneiden?

Verwenden Sie eine Babynagelschere und schneiden Sie die Nägel nicht zu kurz. Schneiden Sie die Nägel lieber öfter. Viele Mütter und Väter benutzen am Anfang ihren Mund. Das klingt zunächst zwar etwas eklig, hat aber durchaus seine Berechtigung. Schließlich ist die Zunge eines unserer gefühlvollsten Körperteile. Sie spüren dabei sehr gut, ob Sie zu weit gehen oder ob da noch ein kleiner scharfer Rand übrig ist. Vor allem, weil die ersten Nägelchen noch so weich sind, können Sie die scharfen Ränder problemlos mit den Zähnen entfernen. Dazu kommt, dass ein Baby fast nie protestiert, wenn Sie sein Händchen in den Mund nehmen. Wenn Ihr Nachwuchs sich wehrt, schneiden Sie ihm die Nägel zu zweit. Eine Person hält das Händchen fest und lenkt das Baby ab, die andere schneidet die Nägel.

Brüchige Fingernägel? DAS hilft wirklich dagegen

Brüchige, splitternde Fingernägel kennen wohl die meisten Frauen. Sie sind unschön und nerven gewaltig. Vor allem wenn man damit an der Kleidung hängen bleibt oder sich wünscht, dass die Nagellackfarbe nach einer Maniküre mal länger hält als ein paar Stunden. Aber brüchige Fingernägel sind kein Grund zum Verzweifeln. Wir geben euch ein paar Tipps und Tricks, mit denen ihr sie wieder reparieren könnt. Außerdem: Pflegetipps für brüchige Fingernägel.

Ursachen für brüchige Fingernägel

Sind die Nägel so brüchig, dass sie nicht nur in einer bestimmten Länge einreißen, sondern in ihrer tiefen Struktur splittern, sprechen Mediziner von Onychorrhexis (von griechisch „onycho“ = „Nagel“ und „rhexis“ = Bruch, Riss) oder Onychoschisis (von griechisch „schisis“ = Spaltung). Wenn Finger- oder Fußnägel längsfaserig (vertikal) splittern, nennt man das „Onychorrhexis“. Wenn sie horizontal und schichtweise vom Rand ausgehend splittern, Onychoschisis.

Ursachen für brüchige Nägel können sein:

  • Keine Handschuhe bei der Hausarbeit: Spül-, Waschmittel oder Seife, lösungsmittelhaltige Nagellackentferner, aber auch zu viel Wasser entziehen Haut und Nägeln Feuchtigkeit und trocknen sie aus.
  • Künstliche Fingernägel und Shellac schädigen die Hornschicht der Fingernägel und machen sie weich und brüchig.
  • Verletzungen der Nagelplatte durch falsche Maniküre und Pediküre.
  • Nährstoffmangel: Fehlen bestimmte Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren, Zink oder Kalzium, leiden auch die Nägel. So begünstigt Eisenmangel brüchige Fingernägel. Aber auch ein Mangel an Vitamin A, B und Vitamin C sowie Biotin und Folsäure kann brüchige Nägel verursachen.
  • Erkrankungen: Zu den weiteren Ursachen für brüchige Nägel zählen Hauterkrankungen wie Nagelpilz, Ekzeme sowie Schuppenflechte (Psoriasis) und Knötchenflechte. Aber auch Schilddrüsenerkrankungen wie die Schilddrüsenunterfunktion können zu brüchigen Nägeln führen.

Brüchige Fingernägel: Die richtige Pflege

Das beste Mittel, um brüchige Nägel gar nicht erst entstehen zu lassen, ist immer noch die richtige Pflege. Zunächst sollte man dabei auf die Nagellänge achten: Splitternde Nägel möglichst kurz tragen. Um dem Spliss vorzubeugen, beim Kürzen die Feile vorn gerade halten, zu den Seiten hin ganz leicht im rechten Winkel feilen. Dabei nicht zu tief unter den Nagel gehen. Auch wichtig: Die Nägel regelmäßig mit Nährstoffen versorgen. Um sie geschmeidig zu halten, morgens und abends rückfettendes Nagelöl rundum einmassieren. Ideal dafür: pures Aprikosenöl. Hier findet ihr weitere Tipps für schöne Fingernägel.

Tipps gegen brüchige Nägel von Nail-Artistin Anke Spreeberg

  • ÖL-ORGIE: „Gegen spröde Hände hilft bei mir eine Öl-Packung. Vorher die Haut mit einem Zucker-Öl Peeling behandeln, anschließend mit Aprikosenkernöl einbalsamieren, ein Gästehandtuch drumwickeln – und Zeit mitbringen. Denn erst nach etwa einer Stunde wird’s fein. Tipp: nicht ständig die Hände desinfizieren. Gerade Handdesinfektion enthält austrocknende Alkohole.“
  • MASSAGE-TERMIN: „Grundsätzlich dreimal am Tag Nagelhaut und -bett mit Öl massieren. Auch hier nehme ich reines Aprikosenkernöl, weil es die meisten ungesättigten Fettsäuren enthält. Wichtig: Öl mit einem Q-Tip auch auf die Unterseite des Nagels geben. Selbst bei lackierten Nägeln. So bleibt die Nagelplatte geschmeidig.“
  • UNTERGRUNDARBEIT: „Beim Reinigen der Nagel-Unterseite nur eine weiche Zahnbürste benutzen. Wer da mit einer Metallfeile oder Nagelschere herangeht, riskiert feinste Haarrisse im Nagelbett. Der Nagel kann dann leichter einreißen.“
  • GLANZ: „Polier-Buffer glätten Rillen oder Splitternägel, reißen aber die Oberfläche auf. Nagelpulver enthält meist Bienenwachs und Kaolin – auf ein Polierkissen streuen und es über die Nägel reiben. Das Wachs poliert sich in den Nagel und glättet sanft.“

Nagel eingerissen? So gelingt die SOS-Hilfe

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Mit Sofortkleber:

Ist doch mal ein Nagel eingerissen, lässt er sich mit verschiedenen Methoden wieder reparieren – praktisch für zu Hause sind zum Beispiel spezielle Sofortkleber. Beim Auftragen sollte man allerdings sehr vorsichtig sein: Genau wie Sekundenkleber enthalten sie den Klebstoff Cyanacrylat, der auf keinen Fall die Haut berühren sollte.

Die Schablonen-Technik

Auch vom Profi kann man einen brüchigen Nagel reparieren lassen. Im Nagelstudio wird der eingerissene Nagel mit einem Spezialgel lackiert, das anschließend unter UV-Licht gehärtet und dann in Form gefeilt wird. Die künstliche Modellage kann zwar nur der Profi machen – dafür eignet sie sich prima auch für kurze Nägel, bei denen der Riss weit ins Nagelbett reicht.

Der Teebeutel-Trick

Einen eingerissenen Fingernagel mit einem Teebeutel retten? Was erst mal seltsam klingt, funktioniert tatsächlich. Davon haben sich im Netz auch schon viele Millionen User überzeugen lassen. Wie man einen Fingernagel mit einem Teebeutel reparieren kann, lest ihr hier.

Sinnvoll bei der Maniküre: Nagellack mit Pflege

Auch mit brüchigen Fingernägeln will man ja nicht immer auf bunten Nagellack verzichten. Damit dieser dem Nagel nicht zusätzlich schadet, sondern im Optimalfall auch noch pflegt, sollte man beim Kauf des Lacks direkt auf die Inhaltsstoffe achten. Lack mit Diamantstaub soll die Nagelplatte zum Beispiel abhärten, indem er eine Schutzschicht bildet.

Außerdem gibt es auf dem Markt mittlerweile jede Menge Farblacke mit Kalzium, die speziell für brüchige Nägel entwickelt worden sind. Wer dann noch farbig lackieren möchte, findet hier coole Nagellacktrends und hübsche Mini-Ideen für die Nägel. Zu oft sollten Fingernägel allerdings nicht (ab-)lackiert werden, denn Nagellackentferner können sie ganz schön strapazieren. Wir haben alle Tipps zum Thema Nägel lackieren für euch.

Nägel mit Rillen? So werden sie schön glatt

Damit raue Nägel glänzen, regelmäßig einen Rillenfüller auftragen. Darin stecken Mikrokügelchen, die Unebenheiten ausgleichen. Diese gibt es in Drogerien oder Beauty-Onlineshops zu kaufen. Zum Glätten eignen sich auch eine Polierfeile oder ein Polierblock, die die Fingernägel richtig glänzen lassen. Allerdings sollte man die Polierer nicht zu oft anwenden, da sie natürlich die Struktur der Nägel – wenn auch minimal – angreifen. Nagelprofis empfehlen, die Nägel nicht häufiger als alle 4-6 Wochen zu polieren.

Nägel von innen stärken – so geht’s:

Täglich 2,5 Milligramm Biotin einnehmen. Eine Studie hat gezeigt, dass die Nägel nach drei Monaten stabiler werden. Alternative: siliziumhaltige Kieselsäure schlucken oder Kieselsäure-Gel in Joghurt rühren. Erste Erfolge zeigen sich auch nach drei Monaten.

Ernährung – das kann man essen, um gesunde Fingernägel zu bekommen

Ganz oben auf dem Speiseplan gegen brüchige Nägel stehen Tomaten. Sie enthalten Biotin, Lycopin und Vitamin A, die das Nagelwachstum fördern und die Fingernägel stärker machen. Wir haben tolle Tomaten-Rezepte für euch.

Ebenfalls förderlich fürs Nagelwachstum: Süßkartoffeln, Kürbiskerne, grüne Bohnen, Eier, Bananen, Fisch, der reich an Omega 3 Fettsäuren ist, Karotten, Milch und Brokkoli. Auch der Verzehr von Linsen, Spinat, Soja und Fleisch sorgt für starke Fingernägel und beugt einem Eisenmangel vor. Noch mehr Beauty-Food für Haut und Haare haben wir hier für euch.

Nägel splittern oder werden dick? Vorsicht!

Wenn Finger- oder Fußnägel sich an den Seiten dunkler färben, sie spröde und dick werden und die Nagelplatte unansehnlich wird, kann ein Nagelpilz vorliegen. Was ihr gegen diese Pilzerkrankung am besten unternehmt, erklären wir in unserem Artikel zum Thema Nagelpilz.

DAS sollte bei brüchigen Nägeln vermieden werden

Keinen Nagelknipser benutzen. Ist schon ein Riss im Nagel, besteht die Gefahr, dass man ihn damit restlos abknickt. Die Nägel von der Unterseite nicht mit einem spitzen Gegenstand säubern. Dadurch wird der Nagel brüchig, und es können sich Pilze einnisten. Besser: Nagelunterseite mit einem weichen Bürstchen reinigen. Ist Shellac eine Alternative zu herkömmlichem Nagellack? Bei brüchigen Nägeln eher nicht – wir erklären euch in unserem Artikel, warum ihr mit Shellac vorsichtig sein solltet.

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Brüchige Nägel – Ursachen und Behandlung

Brüchige Nägel treten sehr häufig auf und führen bei vielen Menschen zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens und der Lebensqualität. Dabei stellen angegriffene Finger- bzw. Fußnägel oft nicht nur ein kosmetisches Problem dar, denn neben äußeren Ursachen wie beispielsweise schädlichen Substanzen im Nagellackentferner können auch Krankheiten, Hormonveränderungen, Medikamente oder ein Eisenmangel die Gründe für die Strukturschäden sein. Dementsprechend sollten poröse Nägeln vor einer Selbstbehandlung immer vorsorglich von einem Arzt begutachtet werden, um Risiken zu vermeiden und die Probleme langfristig in den Griff zu bekommen.

Inhaltsverzeichnis

Nägel: Aufbau und Funktion

Mit dem Begriff „Nagel“ wird die gewölbte, durchscheinende Platte bezeichnet, die sich auf der Oberseite der Finger- bzw. Zehenspitzen befindet. Diese wird aus den verhornten bzw. mit Keratin angefüllten Zellen der Oberhaut gebildet und zählt daher – wie beispielsweise auch Haare und Federn – zu den so genannten “Hautanhangsgebilden”. Nägel können von 0,05 mm (Baby) bis 0,75mm (Erwachsener) dick werden, wobei die Stärke stark variieren kann. Gleiches gilt für die Wachstumsgeschwindigkeit, die normalerweise etwa 0,5 bis 1,2 mm pro Woche beträgt, wobei Fußnägel zum einen generell langsamer wachsen als Fingernägel. Zum anderen kann das Wachstum auch grundsätzlich verlangsamt sein, dies ist zum Beispiel meist bei älteren Menschen der Fall, aber auch infolge von Verletzungen, Durchblutungsstörungen oder anderen Erkrankungen.

Brüchige Fingernägel können unangenehm sein und unter Umständen auch eine krankheitsbedingte Ursache haben. (Bild: iCreations.de/fotolia.com)

Finger- und Fußnägel sind sehr vielschichtig aufgebaut und bestehen aus verschiedenen Teilen, an denen jeweils Veränderungen auftreten können. Den sichtbaren Hauptteil bildet die durchsichtige Nagelplatte, die bei gesunden Nägeln allerdings typischerweise hell rosa erscheint, da die Blutgefäße des darunter liegenden Nagelbetts durchscheinen. Die Nägel bilden sich an der Nagelwurzel (Matrix) aus Hornplatten, welche am Grunde der so genannten „Nageltasche“ liegt und den mit der Haut verbundenen Bereich des Nagels darstellt. Sichtbar ist die Matrix meist am unteren Nagelrand in Form des kleinen hellen „Halbmondes“, welcher daher oft auch als „Nagelmond“ oder „Lunula“ (lat.: „kleiner Mond“) bezeichnet wird. Unter der Nagelplatte befindet sich das Nagelbett, welches fest mit der Knochenhaut des darunter liegenden Finger- bzw- Fußknochen verbunden ist, von unten und an den Seiten ist sie zudem von einer Hautfalte („Nagelpfalz“) umgeben, welche zum einen für Halt, aber auch für Schutz vor Einrissen sorgt. Der sichtbare Teil der Haut, welcher direkt an den Pfalz anschließt und oben auf dem Nagel aufliegt, bildet schließlich das Nagelhäutchen (Perionychium).

Da die Nagelplatte aus abgestorbenen Hautzellen besteht und dementsprechend weder Blutgefäße noch Nerven enthält, geht von dieser selbst auch keinerlei Schmerzempfinden aus. Dies gilt jedoch nicht für die Finger- bzw. Zehenspitzen, denn hier befinden sich eine Vielzahl von Sinneszellen für Berührungsreize (Merkelzellen), die als Druckrezeptoren wirken und dadurch das Tasten ermöglichen. Neben dem sind die Nägel wichtige „Werkzeuge“ zum Kratzen und Zupfen, schützen die Oberseite der äußerst empfindlichen Spitzen der Finger und Zehen vor Verletzungen und helfen sie beim Greifen kleiner Gegenstände, wodurch die Feinmotorik unterstützt wird.

Ursachen von brüchigen Nägeln

Bei brüchigen, splitternden Nägeln kommen zahlreiche Ursachen in Betracht, von denen einige schnell erkennbar, andere jedoch nur schwierig zu diagnostizieren sind. So spielt neben genetischen Faktoren in vielen Fällen eine mangelnde oder falsche Pflege eine zentrale Rolle. Typisches Beispiel ist hier das häufige Händewaschen, wodurch den Nägeln Feuchtigkeit entzogen wird und diese schnell spröde, trocken und rissig werden. Auch wer oft Kontakt mit Putz- und Reinigungsmitteln hat und dabei keine Schutz- bzw. Gummihandschuhe trägt, riskiert, dass die Nägel angegriffen werden und Strukturschäden entstehen. Neben dem können auch Chemikalien (zum Beispiel im Waschmittel) die Ursache sein, ebenso wie acetonhaltiger Nagellackentferner oder minderwertiger Nagellack. Darüber hinaus können gesplitterte Nägel durch eine falsche, unsachgemäße Maniküre bzw. Pediküre entstehen, ebenso wie durch eine starke mechanische Belastung, beispielsweise beim Sport oder durch Hausarbeit.

Nagelaufbau. Bild Henrie/fotolia

Brüchige Nägel können weiterhin auch eine unerfreuliche Nebenwirkung eines Medikaments sein, denn einige Arzneimittel greifen bei ihrer Verstoffwechselung massiv in den Vitaminhaushalt des Körpers ein und können dadurch schnell zu einem Mangel führen. Zu diesen „Vitaminräubern“ zählen beispielsweise Antibiotika, Antiepileptika und Medikamente bei Diabetes, weswegen es gerade bei längerer Einnahme sinnvoll sein kann, für einen entsprechenden Ausgleich zu sorgen. Hier sollte jedoch auf jeden Fall vorher mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden, um weitere Neben- bzw. Wechselwirkungen zu vermeiden.

Weiterhin kommen eine Reihe körperlicher Veränderungen als Ursache in Betracht. Hier spielt das Alter eine wichtige Rolle, denn wie am Körper allgemein, zeigen sich auch an den Nägeln im Laufe der Jahre „Spuren des Alterns“, indem diese beispielsweise verfärben sowie generell dünner und weicher werden, wodurch wiederum das Risiko für Schädigungen steigt. In diesem Zusammenhang bemerken Frauen gerade im Zuge der Wechseljahre oft deutliche körperliche Veränderungen. Beispiele sind hier eine dünner, trockener und schlaffer werdende Haut oder verzögerte Wundheilungsprozesse, neben dem sind oft auch die Nägel betroffen, die aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels brüchig werden. Da die Umstellung des Hormonhaushalts auch während der Schwangerschaft eine zentrale Rolle spielt, haben auch werdende Mütter meist Probleme mit den Nägeln. In diesem Fall ist der Östrogenspiegel zwar erhöht, dennoch werden dadurch in den meisten Fällen nur die Haare fülliger und fester, die Nägel hingegen sind meist während der neun Monate deutlich spröder und brechen bzw. reißen schneller ein.

Erkrankungen als Ursache

Brüchige Nägel haben in den meisten Fällen eher „harmlose“ Ursachen, dennoch kann unter Umständen auch eine Erkrankung vorliegen, die für die Schädigungen verantwortlich ist. Dementsprechend sollten diese auch nicht generell als kosmetischer „Makel“ abgetan werden, sondern gerade im Falle länger anhaltender oder dauerhafter Nagelprobleme von einem Arzt begutachtet werden. Möglich ist beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), bei welcher zu wenig Schilddrüsenhormone produziert werden, wodurch in der Folge der Stoffwechsel nur noch verlangsamt funktioniert und eine Reihe typischer „Mangelsymptome“ wie z.B. brüchige Haare und Nägel, langsamer Puls, harter Stuhlgang bzw. Verstopfung oder eine verminderte Merkfähigkeit auftreten können. Auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) können die Nägel dünner und feiner werden und schneller einreißen oder brechen. In diesem Fall befinden sich im Blut zu viele Schilddrüsenhormone, wodurch der Stoffwechsel auf Hochtouren arbeitet, was sich in den unterschiedlichsten Symptomen wie beispielsweise Haarausfall, Durchfall, Herzstolpern oder vermehrtem Schwitzen äußert.
In Frage kommt auch die sogenannte „Schuppenflechte“ (Psoriasis), wobei es sich um eine relativ häufige, gutartige Hauterkrankung handelt, die in den meisten Fällen chronisch verläuft. Kennzeichnend ist vor allem ein Juckender Hautausschlag in Form von begrenzten, rötlichen Hautstellen, die mit weißlich-glänzenden Schuppen bedeckt sind. Die Schuppenflechte kann an ganz unterschiedlichen Bereichen auftreten, bei etwa jedem zweiten Betroffenen sind jedoch auch die Finger- und Fußnägel betroffen („Nagelpsoriasis“). In diesem Fall verstärkt sich das Nagelwachstum durch eine Störung des Keratinisationsprozesses, wodurch der Nagel verdickt und Narben bildet, häufig kann dieser auch leicht abgelöst werden (Onycholyse). Hinzu können Dellen, Risse und Linien auf den Nägeln sowie gelbliche- bzw. weiße oder lachsfarbene Verfärbungen kommen, ebenso sind diese oft krümelig und brüchig und können daher im Zuge der Erkrankung auch ganz ausfallen oder zerstört werden.

Auch ein Diabetes mellituskann die Ursache für brüchige Fußnägel sein, denn die dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte können auch zu Nervenschäden und Durchblutungsstörungen in den Füßen führen. In der Folge treten bei einem solchen „diabetischen Fuß“ (auch „diabetisches Fußsyndrom“ genannt) zum einen geschwollene Füße und trockene, rissige Haut auf, die schneller als sonst zu Verletzungen neigt. Zum anderen kommt es infolge der Nervenschäden zu Taubheitsgefühlen, Gefühlsstörungen und einem verminderten Schmerzempfinden, wodurch kleine Verletzungen oft erst spät bemerkt werden und sich dadurch schnell zu schlecht heilenden, offenen Wunden und Geschwüren entwickeln.

Darüber hinaus kann auch ein Nagelpilz (Onychomykose) brüchige Nägel zur Folge haben, welcher unter anderem durch Hefe- oder Schimmelpilze verursacht wird und daher beispielsweise durch schlechtes, luftundurchlässiges Schuhwerk entsteht. Zudem erhöhen Verletzungen oder bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Durchblutungsstörungen, aber auch eine Immunschwäche (durch AIDS, Chemotherapie etc.) oder eine längere Antibiotika-Behandlung das Risiko, da hier die Widerstandsfähigkeit der Haut herabgesetzt ist und dementsprechend die Anfälligkeit für den Nagelpilz steigt. Zu Beginn zeigt sich dieser meist in Form weißer, gelblicher oder bräunlicher Flecken, später treten dann oft Veränderungen der Nagelform und/oder -struktur auf, indem zum Beispiel die Nagelplatte dicker oder brüchig wird. Dies kann in schwereren Fällen dazu führen, dass der Nagel vollständig zerstört wird, dementsprechend ist eine frühzeitige Behandlung enorm wichtig, um eine Verbreitung des Pilzes sowie einen chronischen Verlauf zu verhindern.

Eisenmangel

Brüchige Nägel können auch auf einen Eisenmangel hinweisen, der in krankhafter Form entstehen kann, wenn längerfristig mehr Eisen verloren als aufgenommen wird. Dies kommt vor allem bei gesunden Menschen häufig durch eine Fehlernährung oder einen erhöhten Blutverlust zustande, beispielsweise infolge eines Unfalls, einer Operation, Geburt oder im Zuge der Menstruation, ebenso können auch Blasen- oder Nierensteine zu Blutungen und damit zu einem Mangel führen. Verliert der Körper dabei zu viel Eisen, wird normalerweise zum Ausgleich die Aufnahme aus der Nahrung gesteigert. Reicht jedoch auch diese nicht aus, werden die Reserven angebrochen, was schließlich zu einem Mangel führt, sofern der Speicher nicht entsprechend wieder aufgefüllt wird. Demzufolge muss bei einem Eisenmangel die Zufuhr entsprechend höher sein, was vor allem durch Fleisch, Innereien, Getreide, Brot, Gemüse und Hülsenfrüchten möglich ist, da diese Nahrungsmittel besonders viel Eisen enthalten. Da dieses vom Körper jedoch besser aus tierischen Lebensmitteln aufgenommen werden kann, gehören auch Vegetarier und Veganer bzw. generell Personen, die sich über einen längeren Zeitraum ungesund und unausgewogen ernähren, zu möglichen Risikogruppen.

Neben dem haben auch Leistungssportler, Kinder und Jugendliche aufgrund des Wachstums sowie schwangere und stillende Frauen einen erhöhten Bedarf an Eisen und sind dementsprechend eher gefährdet. Gleiches gilt für ältere Menschen, da bei diesen häufig Magen-Darm-Probleme vorliegen, zudem sorgen hier hormonelle Veränderungen in vielen Fällen für ein schnelles Sättigungsgefühl und einen verminderten Essantrieb, wodurch die Nahrungsaufnahme generell vermindert wird. Darüber hinaus kann eine unzureichende Eisenaufnahme zum Beispiel auch durch Antibiotika (Tetrazykline), chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder eine Teil-Entfernung des Magens oder Dünndarms bedingt sein, möglich sind außerdem chronische Nierenerkrankungen oder Herzprobleme.

Liegt ein Eisenmangel vor, kann dieser Auswirkungen auf den ganzen Körper haben, da es sich bei Eisen um ein lebenswichtiges Spurenelement handelt, welches vom Körper nicht selbst produziert werden kann. Wichtig ist dieses vor allem als Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, indem es den Sauerstoff im Blut und in der Muskulatur bindet und somit für dessen Transport zu den Körperzellen sorgt. Dadurch erfüllt Eisen im Körper vielfältige Funktionen und ermöglicht beispielsweise Leistungsfähigkeit und Antriebsstärke, gesunde Haare und Nägel und ein starkes Immunsystem. Ist der Körper unterversorgt, kann sich dies dementsprechend in ganz unterschiedlichen Symptomen äußern, typisch sind zum Beispiel chronische Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Gesichtsblässe sowie brüchige Haare und Nägel, ebenso kann es aber auch zu Herzrasen, Luftnot, einem geschwächten Immunsystem oder depressionsähnlichen Symptomen wie Niedergeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder sozialer Isolation kommen.

Neben dem kann bei brüchigen Nägel aber auch eine andere Form von Mangel bestehen, welche allerdings ebenfalls in den meisten Fällen auf eine Fehlernährung zurückzuführen ist. In Frage kommt hier beispielsweise eine unzureichende Versorgung mit Vitamin B und Vitamin D, welche eine zentrale Bedeutung bei der Entwicklung gesunder Nägel spielen, ebenso kann aber auch ein Kalziummangel der Auslöser sein. Dementsprechend sollten auch diese Vitalstoffe immer in ausreichender Menge durch eine ausgewogene Ernährung aufgenommen werden, dabei sollten vor allem Personen, die gerade eine Diät durchführen oder von Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie betroffen sind, darauf achten, Mangelerscheinungen gegebenenfalls durch Ergänzungspräparate vorzubeugen.

Was hilft gegen brüchige Fingernägel?

Um brüchige Nägel bestmöglich behandeln zu können, sollte zunächst im Vorfeld immer erst genau geprüft werden, wo die Ursachen für die Strukturschäden liegen. Dementsprechend empfiehlt sich in jedem Fall ein Besuch beim Arzt, um abklären zu können, ob sich hinter den Schädigungen beispielsweise ein Nagelpilz oder eine Stoffwechselstörung wie eine Schilddrüsenerkrankung oder ein Eisenmangel verbirgt. Die weiteren Behandlungsschritte erfolgen dann in Abhängigkeit der Ursache. Liegt den splitternden Nägeln beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion zugrunde, erfolgt die Therapie über die Einnahme von Medikamenten, welche die fehlenden Schilddrüsenhormone ersetzen. Auch bei einer Überfunktion werden in vielen Fällen Medikamente verabreicht, liegt zum Beispiel ein Morbus Basedow als Auslöser vor, kommen in erster Linie sogenannte Thyreostatika (Thiamazol und Carbimazol) zum Einsatz, welche die Bildung der Schilddrüsenhormone hemmen und so gegen die Symptome wirken. Wird die Erkrankung jedoch durch eine Schilddrüsenautonomie verursacht, sind Thyreostatika nicht geeignet, hier wird stattdessen häufig schon frühzeitig eine Operation oder Radiojodtherapie durchgeführt.

Konnte ein Eisenmangel festgestellt werden, muss ebenfalls zunächst die Ursache für diesen festgestellt und behandelt werden, indem beispielsweise eventuelle Blutungen beseitigt oder die Ernährung umgestellt wird. Dieser Punkt ist besonders wichtig, da der Körper Eisen nicht selbst herstellen kann, sondern über die Nahrung zugefügt werden muss. Hier bieten sich unterstützend vielfältige Hausmittel bei Eisenmangel an, zentral ist dabei eine gesunde und ausgewogene Kost, wobei Eisen in tierischen Produkten vom Körper besser verwertet wird als aus pflanzlicher Nahrung. Dementsprechend eignen sich bei Eisenmangel besonders gut Lebensmittel wie zum Beispiel Schweineleber, Kalbsleberwurst oder Schinken, aber auch Meeresfrüchte, Fisch und Eier bzw. Eigelb. Neben dem gibt es aber natürlich auch zahlreiche vegetarische Quellen, wie zum Beispiel grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold etc.) Weißkohl oder Samen wie Sesam oder Kürbiskerne, wobei letztere besonders empfehlenswert sind, da bereits über eine Hand voll der Tagesbedarf an Eisen zum größten Teil abgedeckt werden kann. Darüber hinaus eignen sich bei einem Mangel auch Linsen, Hirse, Kichererbsen, rote Beete und Vollkorngetreide gut, ebenso wie Fenchel, Schwarzwurzeln und Tofu.

Da die Eisenmenge in der Nahrung jedoch begrenzt ist, können auf diesem Wege normalerweise nur sehr leichte Mangelerscheinungen ausgeglichen werden. In schwereren Fällen kommen meist zunächst eisenhaltige Tabletten oder Dragees zum Einsatz, welche oft über mehrere Monate eingenommen werden müssen, um die Speicher wieder aufzufüllen. Alternativ kann das Eisen dem Körper in Ausnahmefällen auch intravenös zugefügt werden, zum Beispiel im Falle einer Resorptionsstörung oder bei einer bestehenden chronisch entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Chron. Neben diesen konventionellen Behandlungsmethoden lässt sich parallel auch durch vielfältige Möglichkeiten dem Eisenmangel mit den Mitteln der Natur begegnen. Hierzu zählen beispielsweise Kräuterblutsaft oder ein Brennnesseltee, aber auch der bewährte Einsatz von Schüssler Salzen oder Bitterstoffen.

Generell sollte bei brüchigen Nägeln unabhängig von der Ursache auf eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung geachtet werden, die bei Bedarf durch eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln angereichert werden kann. Hier kommen beispielsweise Biotin- bzw. Vitamin H-Präparate in Betracht, durch welche verstärkt Kittsubstanz gebildet und die Qualität des Keratins verbessert wird, was in der Folge zu mehr Widerstandsfähigkeit, Elastizität und einem verstärkten Nagelwachstum führt. Auch Calcium- oder Kieselerdepräparate können als Kur eingenommen werden, um den Nagel von innen her zu stärken und weniger anfällig werden zu lassen. Im umgekehrten Fall kann jedoch auch eine Überdosierung an bestimmten Vitaminen die Fingernägel porös werden lassen, sodass im Vorfeld immer mit einem Arzt besprochen werden sollte, welches Präparat im Einzelnen wie lange eingenommen werden soll.

Wichtig ist zudem, auf Aceton- oder alkoholhaltige Nagellackentferner zu verzichten, denn diese entziehen den Nägeln Fett und Feuchtigkeit, wodurch diese schnell trocken und brüchig werden. Daher sollte stattdessen lieber zu lösungsmittelfreien und ölhaltigen Produkten gegriffen und zudem regelmäßig eine Lackpause eingelegt werden, da auch Nagellack bei ständigem Gebrauch zu Schädigungen führen kann. Hilfreich ist oft auch ein spezieller Pflegelack für brüchige Nägel, welcher auf dem Nagel eine dünne Schutzschicht bildet und dadurch für mehr Härte und Festigkeit sorgt. Da diese Nagelhärter jedoch oft den potenziell krebserregenden Konservierungsstoff Formaldehyd enthalten, sollte bei der Auswahl genau hingeschaut und zu einem Produkt gegriffen werden, das frei von diesem Zusatz ist.

Hausmittel bei brüchigen Fingernägeln

Darüber hinaus sollte auf eine regelmäßige, dabei aber schonende Nagelpflege geachtet werden, für die statt einer Nagelschere oder einem Knipser besser eine Feile (z.B. Sandblattfeile) verwendet wird, um kleine Risse auf dem Nagel zu vermeiden. Zudem raten Experten, auf ein Abreißen, Abbeißen oder Zurückdrängen des Nagelhäutchens zu verzichten und beim Kürzen der Nägel die Ecken nicht zu stark abzurunden, damit sich kein eingewachsener Zehennagel entwickelt. Stattdessen sollten die Nägel möglichst gerade und vom Rand zur Mitte gefeilt werden, zum Säubern der Nagelränder empfiehlt sich außerdem eine weiche Nagelbürste. Neben dem ist es ratsam, beim Abwaschen, Wischen etc. Schutzhandschuhe zu tragen und die Nägel oft einzucremen, um die Festigkeit zu erhöhen. Hier bieten sich spezielle Pflegeprodukte wie zum Beispiel Nagelöl an, auch ein wöchentliches Bad in lauwarmem Mandel-, oder Olivenöl kann sehr hilfreich sein,um die Nägel mit Fett und Feuchtigkeit zu versorgen.

Aus dem Bereich der Naturheilkunde bieten sich zudem Schüssler Salze an. Da brüchige Nägel, gerade bei gleichzeitig brüchigem Haar, Abgeschlagenheit und Gesichtsblässe oft Zeichen eines Eisenmangels sind, kann vor allem das Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) unterstützend helfen, welches die Aufnahme und Verwertung von Eisen verbessert. Auch die Salze Nr. 2 (Calcium phosphoricum) und Nr. 6 (Kalium sulfuricum) bieten sich bei brüchigen Nägeln an, da diese generell die Zellneubildung anregen sowie aufbauend und kräftigend wirken. Für die Dosierung wird oft eine drei Mal tägliche Einnahme von je zwei Tabletten empfohlen, wobei man die Salze rund 15 Minuten vor oder nach dem Essen langsam im Mund zergehen lässt. Dennoch gibt es hier keine allgemeingültigen Standards, daher sollte vor der Einnahme immer ein erfahrener Heilpraktiker oder naturheilkundlich praktizierender Arzt aufgesucht werden, um über die konkrete Auswahl des Salzes sowie die Dosierung im jeweiligen Fall zu beraten.

Neben dem empfiehlt die Homöopathie bei brüchigen Fingernägel das Mittel Silicea terra (Kieselerde), da dieses positiv auf die Struktur der Nägel wirkt und für Festigkeit und Widerstandskraft sorgt. Verabreicht wird dieses sowohl in Form von Lotionen oder Cremes als auch über Ampullen oder Tropfen, wobei Darreichungsform und Anwendungsdauer auch hier immer mit einem Experten abgestimmt werden sollten. (nr)

Quellen anzeigen Autor: Dipl. Sozialwiss. Nina Reese Quellen:

  • Anke Niederau: Das große Buch der Nagelerkrankungen: Ursache, Podologische Diagnostik, Therapie, Prophylaxe, Neuer Merkur Verlag, 3. Auflage, 2016
  • Denise M. Aaron: Übersicht zu Dermatophytien, MSD Manual, (Abruf 30.09.2019), MSD
  • SchilddrüsenZentrum Köln e.V.: Schilddrüsenunterfunktion, (Abruf: 30.09.2019), schilddruesenzentrum-koeln.de
  • Jan Hastka, Georgia Metzgeroth, Norbert Gattermann: Eisenmangel und Eisenmangelanämie, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V., (Abruf 30.09.2019), DGHO
  • Thomas Dirschka, Roland Hartwig, Claus Oster-Schmidt: Klinikleitfaden Dermatologie, Urban & Fischer Verlag, Elsevier GmbH, 3. Auflage 2010
  • H. Zaun, D. Dill: Krankhafte Veränderungen des Nagels, spitta Verlag, 10. Auflage, 2013

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Brüchige Nägel: Was wirklich hilft

Brüchige, weiche Nägel werden mit den richtigen Hausmitteln wieder fest und elastisch. © iStock.com/ValuaVitaly

Schöne Hände und Füße mit mit glatten Nägeln sind ein wichtiger Faktor für die Attraktivität eines Menschen. Das gilt sowohl für Männer als auch Frauen. Allerdings haben jedoch viele eher unansehnliche Nagelveränderungen wie weiche und/oder brüchige Nägel. Die Anzeichen dafür:

  • Die Nägel splittern, lösen sich schichtweise ab (Nagelspliss)
  • Nägel reißen ein
  • Die Fingernägel brechen ab, sobald sie etwas länger werden.

Brüchige Nägel: Hausmittel und sanfte Hilfen

Häufige Ursachen für brüchige, weiche Nägel

Ursachen für brüchige Fingernägel gibt es verschiedene. Die einfachste Erklärung dafür ist beispielsweise intensiver Umgang mit Wasser. Denn die Nagelplatte besteht aus Hornzellen, die lamellenartig angeordnet sind. Zwischen diesen Lamellen befindet sich eine Zementsubstanz. Längerer Wasserkontakt löst die Zementsubstanz auf. Die Folge: Der Nagel trocknet aus, wird brüchig und spröde. Ähnlich auf die Nagelstruktur wirken Putzmittel und chemische Stoffe wie etwa Nagellackentferner. Weitere Ursachen für brüchige Nägel:

  • Verletzung der Nagelhaut oder Nagelplatte, beispielsweise durch fehlerhafte Maniküre oder Pediküre
  • zu enge Schuhe, die Druck auf Zehen und Nägel ausüben
  • Hautkrankheiten wie Schuppenflechte (Psoriasis), die sich auch manchmal auf die Nägel auswirkt (Nagelpsoriasis)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Rheuma
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Sind brüchige Nägel Anzeichen eines Mangels?

Daneben spielt jedoch auch die Ernährung eine Rolle. Denn um wachsen zu können, brauchen Nägel bestimmte Vitalstoffe. Wenn manche Vitamine und Mineralstoffe fehlen, etwa bei einer Diät oder anderer, einseitiger Ernährungsform, werden die Nägel weich und brüchig. Trockene, brüchige Nägel können deshalb ein Anzeichen sein, dass einer oder mehrere der folgenden Vitalstoffe fehlt:

  • Vitamin A
  • Vitamin B
  • Vitamin C
  • Biotin
  • Silizium
  • Kalzium
  • Eisen

Die besten Hausmittel gegen brüchige Nägel und Nagelspliss

Ausgewogene Ernährung ist deshalb wichtig, damit die Nägel nicht brüchig und weich werden. Daneben gibt es jedoch noch einige einfache Tipps und Hausmittel gegen Nagelspliss:

  • Tragen Sie bei der Hausarbeit und allen Tätigkeiten, bei denen Ihre Hände lange Kontakt mit Putzwasser, Putzmitteln und anderen Chemikalien haben, Arbeitshandschuhe.

  • Geben Sie jeweils einen Tropfen Mandel- oder Olivenöl auf die Nägel. Massieren Sie das Öl sanft ein.

  • Auch Vaseline eignet sich zur Nagelpflege.

  • Pflegeprodukte mit Harnstoff (Urea) sind eine zusätzliche Option. Urea führt Feuchtigkeit zu und bindet Wasser. Das pflegt den Nagel und verhindert gleichzeitig, dass er austrocknet.

  • Verwöhnen Sie Ihre Hände und Nägel mit einem Ölbad.

  • Gönnen Sie Ihren Händen und Nägeln eine Maske mit Kieselerde. Dazu Kieselerde mit etwas warmem Wasser zu einem dicken Brei rühren, auftragen, antrocknen lassen. Danach wieder abwaschen und einen Tropfen Olivenöl auf den Fingernägeln verreiben.

Gezielte Hilfe für brüchige, spiltternde Nägeln

Außerdem gibt es wasserlösliche Nagellacke, die den Nagelaufbau gezielt fördern und sich bei Nagelspliss und weichen, brüchigen Nägeln bewährt haben. Sie enthalten beispielsweise Schachtelhalmextrakt. Schachtelhalm hat einen besonders hohen Anteil an Silizium in Form von Kieselerde. Silizium verbindet sich mit Keratin. Dieses Protein ist Hauptbestandteil unserer Nägel und wichtig für ihren Aufbau. Silizium hilft hier, dass die Nagelstruktur wieder glatt und elastisch wird. Silizium kann übrigens auch bei Psoriasis das Erscheinungsbild der Nägel verbessern.

Bleiben die Fingernägel trotz dieser Maßnahmen brüchig und weich, sollten Sie zum Arzt gehen. Zwar sind brüchige, weiche Nägel nur selten Anzeichen einer ernsthaften Krankheit, sollten im Zweifelsfall jedoch medizinisch abgeklärt werden.

Nagelpilz vorbeugen? So gehts!

Fußnägel richtig schneiden

Fußnägel schneiden – aber richtig

Wie die Fingernägel bestehen auch die Fußnägel aus Keratin. Sie sind allerdings deutlich dicker als die Hornplättchen auf den Fingerspitzen und wachsen zudem langsamer. Während Fingernägel pro Woche etwa einen Millimeter zulegen, brauchen die Fußnägel einen Monat für den gleichen Zuwachs.

Die Aufgabe der Fußnägel ist es, die empfindlichen Zehenkuppen vor Druck, Reibung und Verletzungen zu schützen. Damit sie schön und gepflegt bleiben und beim Laufen nicht behindern, muss man regelmäßig die Fußnägel richtig schneiden.

Fußnägel richtig schneiden – das Werkzeug

Wenn Sie Ihre Fußnägel richtig schneiden wollen, nutzen Sie dazu am besten einen Nagelclip. Dieses Instrument ist kräftiger als eine herkömmliche Nagelschere, so dass Sie die dickeren Fußnägel damit leichter schneiden können.

Auch Nagelfeilen sind meist weniger gut geeignet. Sie sind zwar sanft zu den Nägeln, das Kürzen dauert jedoch sehr lange aufgrund der robusten Beschaffenheit der Zehennägel.

Fußnägel richtig schneiden – die Kanten

Wer Fußnägel richtig schneiden will, sollte auch auf die Schnittkante achten: Während für die Fingernägel unterschiedliche Formen gewählt werden können (rund, eckig oder spitz), sollte man bei den Fußnägeln nicht experimentieren. Experten raten, die Zehennägel immer gerade abzuschneiden, um ein Einwachsen in die Haut zu verhindern. So vermeidet man die mitunter sehr schmerzhaften Begleiterscheinungen eingewachsener Nägel wie Hautreizungen, Nagelwall- oder Nagelbettentzündungen.

Verbleibende Kanten oder Spitzen in den Nagelecken können Sie mit einer feinen Nagelfeile vorsichtig glätten. Niemals sollte man die Nagelecken ausschneiden. Denn dabei bleiben immer kleinste Nagelsplitter übrig, die in die Haut stechen und so das Eindringen entzündungsauslösender Keime ermöglichen können.

Fußnägel richtig schneiden – die Länge

Auch in punkto Länge gibt es klare Empfehlungen. Optimal ist es, wenn Sie beim Zehennägel schneiden darauf achten, dass die Zehenkuppe nach dem Kürzen noch von der Nagelplatte bedeckt ist. Das bedeutet konkret: Der verbleibende freie Nagelrand sollte etwa ein bis zwei Millimeter lang sein.

Schneiden Sie den Nagel zu kurz, wölbt sich die Zehenkuppe nach oben, so dass der nachwachsende Nagel dagegen stößt. Das schmerzt und kann auf Dauer zu Reizungen und Verletzungen der Zehenkuppe führen. Bleibt der Nagel dagegen zu lang, stößt er gegen die Schuhspitze, was ebenfalls Schmerzen und Irritationen verursachen kann.

Fingernägel schneiden bei Babys & Kleinkindern

Die Fingernägel schneiden in den ersten Wochen

Etwa in den ersten vier Wochen nach der Geburt ist es noch nicht notwendig, die Nägel der Kleinen zu kürzen. Sobald Sie feststellen, dass diese zu lang werden, sollten Sie jedoch damit beginnen. Ab diesem Zeitpunkt ist es sinnvoll, die Fingernägel zwei Mal wöchentlich zu schneiden und die Zehennägel entsprechend zu kontrollieren.

Die Fingernägel sollten immer kurz und rund gehalten werden – Babys kratzen sich gerne mal im Schlaf und können sich an scharfen Kanten der Nägel verletzen. Fußnägel sollten hingegen etwa zwei Mal im Monat geschnitten und gerade gehalten werden, um dem Einwachsen vorzubeugen.

Es ist wichtig, den Nagel zu schneiden, ohne die Haut zu verletzen, allerdings lässt nicht jedes Baby die Prozedur gerne über sich ergehen. Viele Eltern wählen daher einen günstigen Zeitpunkt, beispielsweise wenn das Baby schläft.

Ab der sechsten bis achten Lebenswoche sind spezielle Produkte sinnvoll, da die Nägel dann härter werden.

Verletzungen vermeiden

Schnell ist es passiert: Der kleine Finger zappelt, die Schere rutscht ab, die Fingerkuppe blutet. Das tut nicht nur weh, sondern kann zu einer noch stärkeren Gegenwehr bei der künftigen Nagelpflege führen. Daher sollte stets eine Gelegenheit abgepasst werden, bei der das Baby möglichst ruhig ist.

Weiche Nägel können das Kürzen erleichtern – ist das Kind nach dem Baden müde und entspannt, kann auch das ein guter Zeitpunkt zum Schneiden sein. Halten Sie den Finger stets vorsichtig fest, schieben Sie die Fingerkuppe etwas vom Nagel weg und benutzen Sie eine Schere mit abgerundeten Enden.

Fließt trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mal ein bisschen Blut aus der Fingerspitze, ist das auch kein Grund zur Panik, mit einem Stück Mull und leichtem Druck kann die Blutung schnell gestillt werden. Bei größeren Verletzungen sollten Sie natürlich einen Arzt aufsuchen.

Geeignete Instrumente

Die üblichen Instrumente zur Nagelpflege sind Schere, Knipser und Feile. Bei Babys und kleinen Kindern sollten allerdings spezielle, für deren Ansprüche konstruierte benutzt werden. Im Handel sind sie sowohl einzeln als auch als komplette Sets erhältlich.

Babyschere

Die Nagelschere für den kleinen Liebling sollte aus hochwertigen, rostfreien Materialien gefertigt sein und eine abgerundete Enden haben. Der Griff sollte so groß sein, dass Sie die Schere gut handhaben können, die Schneidefläche hingegen kleiner als bei einer üblichen Nagelschere. Idealerweise liegen die Schneideblätter gut aufeinander und sind scharf genug, um den Nagel schnell und sauber zu kürzen.

Nagelknispser

Alternativ zur Schere können Sie einen für Babys und Kleinkinder geeigneten Knipser zum Kürzen verwenden. Beide haben den Vorteil, dass sie sich so auf den Finger legen lassen, dass die Kuppe ein wenig vom Nagel weggeschoben wird.

Nagelfeile und Pflegesets

Eine Feile ist gut geeignet, um eventuelle Unregelmäßigkeiten und überstehende Kanten zu glätten. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Haut dabei nicht verletzt wird.

Einige Babys kommen schon mit sehr langen Fingernägeln zur Welt, vor allem wenn sie über dem Termin sind. Die Eltern haben immer Angst, dass sich ihr Kind mit den langen Nägeln im Gesicht kratzt. Allerdings ist die Verletzungsgefahr beim Nägel schneiden nicht zu unterschätzen, wenn man zu früh damit beginnt.

Inhalt

Wann schneide ich zum ersten Mal die Fingernägel meines Babys?

Du solltest warten bis Dein Kind ca. sechs Wochen alt ist. Die Nägel der frisch geborenen Babys sind noch sehr weich und brechen meist von selbst ab. Sind Dir die Nägel zu lang oder kratzt sich Dein Baby ständig im Gesicht, kannst Du den Nagel ganz vorsichtig mit einer Glasfeile kürzen. Vor der sechsten Lebenswoche rate ich vom Schneiden der Nägel ab. Es ist sehr schwer bei den kleinen feinen Fingerchen, den Übergang von Nagel zu Nagelbett, zu erkennen. Eine Entzündung im Nagelfalz kann entstehen, wenn die sehr weichen Nägelchen einreißen oder wenn die Nägel zu früh geschnitten werden. So eine Entzündung kann für Dein Kind gefährlich werden, wenn sie zu spät erkannt wird. Einige Eltern ziehen ihren Kindern Fäustlinge über die Hände, damit sie sich nicht im Gesicht kratzen können. Hiervon rate ich ebenfalls ab. So nimmst Du Deinem Baby die Möglichkeit zu fühlen und zu tasten. Dies ist aber für die weitere Entwicklung sehr wichtig. Du wirst die Fingernägel am Anfang einmal die Woche schneiden müssen, da sie gerade bei Säuglingen sehr schnell wachsen.

Womit schneide ich die Fingernägel?

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten die Fingernägel Deines Babys zu kürzen. Entweder Du kaufst eine spezielle Babynagelschere, deren Enden abgerundet sind und somit die Verletzungsgefahr nicht so groß ist. Die zweite Möglichkeit habe ich oben schon erwähnt. Mit speziellen Babyfeilen oder Glasfeilen kannst du vorsichtig die Nägel feilen. Eine grobe Sandfeile ist dazu nicht empfehlenswert, da sie Dein Baby verletzen kann.

Wie schneide ich am besten die Fingernägel meines Babys?

Haltet die kleine Hand gut vorn an den Fingern fest und drückt eventuell die Fingerkuppe etwas nach unten. Versuch beim Schneiden, dem leichten halbrund der natürlichen Nagelform zu folgen. Setze die Schere nicht zu knapp an, um dein Kind nicht zu verletzen. Lieber noch mal nachbessern – auch bei scharfen Ecken!

Tipps zum Schneiden der Nägel

  • Achtet auf gute Lichtverhältnisse!
  • Schneidet die ersten Male die Nägel immer zu zweit. Dann kann sich einer komplett auf das Fingernägel schneiden konzentrieren.
  • Wartet bis Euer Kind gut drauf ist. Schneidet die Nägel eventuell auf Etappen.
  • Die Fingernägel der Babys kann man sehr gut schneiden, wenn sie entspannt und ruhig sind, zum Beispiel wenn sie schlafen oder gestillt werden.
  • Achtet auf kindgerechte Scheren oder Feilen.

Gut zu wissen…

Übrigens wachsen Fußnägel nicht so schnell wie Fingernägel. Aus diesem Grund müssen die erst später zum ersten Mal geschnitten werden. Beachte auch hier die oben genannten Tipps. Eines musst du allerdings bei den Fußnägeln anders machen. Schneide sie möglichst gerade. Sonst können sie einwachsen.

Was soll ich tun, wenn der Finger entzündet ist?

Oben habe ich schon von einer Entzündung der Nagelfalz gesprochen. Diese erkennt ihr, da der Finger bzw. das Nagelbett gerötet und überwärmt ist. Ist der Finger leicht gerötet, hilft ein Salbenverband mit Rosatum Heilsalbe von WALA. Bei stärkerer Rötung mit Eiterbildung empfiehlt es sich, den Finger mit Umschlägen mit verdünnter Calendula-Essenz zu versorgen. Dafür auf eine Tasse abgekochtes Wasser 1-2 Teelöffel Essenz geben. Anschließend legt man einen Salbenverband mit Mercurialis Salbe von WALA an, der nach Möglichkeit über Nacht am Finger bleibt. Eine andere Möglichkeit sind Kernseifenbäder. Diese sollten mehrmals am Tag durchgeführt werden. Sollte der Finger geschwollen sein, ist eine starke Eiterbildung zu erkennen oder wird der Finger nach zwei Tagen Behandlung nicht besser, muss auf jeden Fall ein Kinderarzt aufgesucht werden.

Das Schneiden von Babynägeln kann eine Weile dauern und du fühlst dich anfangs möglicherweise etwas unwohl. Baby Fingernägel schneiden kann für jeden neuen Elternteil eine erschreckende Angelegenheit sein. Ist es sicher? Wie gehst du eigentlich vor? Was ist, wenn du versehentlich den Finger verletzt? Erfahre in diesem Artikel, wie du deinem Baby, die Nägel schneiden kannst.

Ab wann Baby Nägel schneiden?

Neugeborene neigen dazu, weiche, flexible Nägel zu haben, die erstaunlich schnell wachsen und ziemlich zackig und scharf werden können. Dies bedeutet, dass sie sich leicht selbst kratzen und sogar ihre Gesichter kratzen können. Daher ist es wichtig, die Nägel deines Babys sauber und kurzzuhalten. Aber ab wann ist es in Ordnung, die Fingernägel deines Babys zu schneiden?

Wenn dein Baby mit langen Fingernägeln geboren wurde, schneide diese sofort zu. Die Fingernägel und Zehennägel eines Neugeborenen wachsen in diesem Stadium schneller, weshalb es immer eine gute Idee ist, ein paar Babyknipser zur Hand zu haben.

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Wann du einem Neugeborenen die Nägel schneiden kannst, hängt auch von der Stimmung deines Babys ab. Schneide die Fingernägel, während dein Baby schläft, damit du den Finger deines Kindes besser erfassen kannst. Eine andere Möglichkeit, wann du einem Neugeborenen die Fingernägel schneiden kannst, besteht darin, die Nägel einzuweichen. Nachdem du dein Baby gebadet hast, sind die Finger- und Fußnägel zu diesem Zeitpunkt weicher und leichter zu schneiden.

Anleitung: Baby Fingernägel schneiden | So geht’s!

Anleitung- Baby Fingernägel schneiden | So geht’s!

Versuche, die Baby Nägel zu schneiden, wenn dein Neugeborenes schläft, sehr ruhig oder schläfrig ist. Für ältere Kinder kannst du einen Hochstuhl oder einen Autositz verwenden, auf dem du dein Kind anschnallen kannst.

Diese Tipps können das Baby Nagel schneiden stark erleichtern:

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  • Stelle sicher, dass du bei Helligkeit schneidest, damit du gut sehen kannst.
  • Verwende spezielle Baby-Nagelknipser, Baby-Nagelscheren oder eine Nagelfeile.
  • Arbeite mit jemand anderem zusammen, wenn es hilft – einer hält dein Baby fest, während der andere die Nägel abschneidet.
  • Drücke die Fingerkuppe deines Babys vom Nagel weg, um ein Schneiden der Haut zu vermeiden.
  • Schneide die Zehennägel gerade, um eingewachsene Nägel zu vermeiden.

Lesetipp → 5 beste Nagelhautentferner im Ranking & Vergleich 2019

Und hier sind einige Tipps, um dein Baby beim Nägel Schneiden glücklich zu machen:

  • Sprich ruhig oder sing mit deinem Baby.
  • Wenn dein Kind älter ist, versuche es mit einem Spielzeug oder einer Aktivität abzulenken.
  • Lobe dein Baby dafür, dass es so ruhig war und sehr tapfer.

Schaue dir noch diese Video-Anleitung an:

Welche Nagelwerkzeuge sollte ich verwenden?

Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, deinem Baby die Fingernägel zu kürzen. So kannst du eine Nagelfeile, ein Nagelknipser oder eine Nagelschere verwenden. Aber was ist das beste?

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Lesetipp → Top 8 Vitamine und Nährstoffe für gesunde Nägel

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Baby in Finger geschnitten, was tun?

Wenn du dein Baby versehentlich geschnitten hast und die Haut blutet, drücke vorsichtig ein weiches Tuch auf den Schnitt, bis die Blutung aufhört. Verwende kein Pflaster, da dein Baby es sonst abnehmen und essen könnte.

Wenn du dich wegen des Schnitts Sorgen machst, gehe mit deinem Baby zu einem Hausarzt.

Du kannst die Hände deines kleinen Babys mit einem Paar weichen Baumwollhandschuhen oder Socken bedecken. Dies verhindert, dass es sich kratzt oder die Haut reizt, wenn sie trocken ist. Aber Stelle sicher, dass du nach einiger Zeit, die Handschuhe wieder entfernst, damit du die Finger inspizieren kannst.

Probleme bei Baby Fingernägel 😰

Bei kleinen Babys kommt es häufig zu einer kleinen Infektion (Paronychie) um einen Fingernagel oder Zehennagel. Dies klärt sich oft auf, ohne dass eine Behandlung erforderlich ist. Möglicherweise musst du jedoch eine kleine Menge antiseptischer Creme oder Flüssigkeit auf den Nagel auftragen.

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Manchmal kann sich diese Infektion weiter in die Haut von Finger oder Zehen ausbreiten und dazu führen, dass der Bereich geschwollen und rot wird.

Wenn du dies bemerkst, wende dich an einen Hausarzt. Dein Baby benötigt möglicherweise ein Antibiotikum, um die Infektion zu beseitigen. Wenn du eine Creme zur Behandlung der Infektion aufträgst, ziehe anschließend Handschuhe oder Socken an. Dies bedeutet, dass das Baby seine Hände oder Füße nicht direkt in den Mund nehmen kann.

Welche Form sollten die Baby-Nägel haben? 🐣

Welche Form sollten die Baby-Nägel haben?

Halte die Nägel schön gerade, nicht zu kurz und schneide nicht um die Fingerkurve herum. Achte darauf, dass du die Seite des Zehennagels nicht abschneidest, da dies eingewachsene Nägel und Infektionen verursachen kann.

Wie oft muss man die Baby Fingernägel schneiden? ⏰

Fingernägel wachsen besonders schnell, sodass du sie mehr als einmal pro Woche schneiden musst. Die Zehennägel wachsen jedoch langsamer, sodass ein paar Mal im Monat ausreichen sollte.

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Fazit

Einige Eltern bevorzugen bestimmte Trimmmethoden gegenüber anderen, daher musst du möglicherweise einige Methoden ausprobieren, um herauszufinden, welche für dich am besten geeignet sind. Wie auch immer du dich entscheidest, es wird zuerst beängstigend sein, aber mit der Übung wird es einfacher. Das kriegst du hin!

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