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Meilensteine: Sehen

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Schau mal da!

So entwickelt sich das Sehen bei Ihrem Baby
Ihr Baby kann von Geburt an sehen, allerdings am Anfang noch sehr verschwommen. Die Sehfähigkeit entwickelt sich im Laufe des ersten Lebensjahres zu voller Stärke (NHS 2009a) .
Während Ihr Kind heranwächst, benutzt es seine Augen, um große Mengen an Informationen über die Welt zu sammeln. Das regt die Entwicklung des Gehirns an und hilft dabei, neue Bewegungsabläufe zu lernen, wie das Sitzen, Herumrollen, Krabbeln und Laufen.

Wie und wann wird sich die Sehkraft meines Kindes entwickeln?

Das Sehvermögen Ihres Babys entwickelt sich erst allmählich – anders als der Hörsinn, der am Ende des ersten Monats ganz ausgereift ist.
Neugeborenes
Bei der Geburt kann Ihr Kind zwar Licht, Umrisse und Bewegungen erkennen (NHS 2009) , sieht aber ansonsten noch ziemlich unscharf. Es kann nur ungefähr 20 bis 30 Zentimeter weit sehen. Gerade so weit, dass Ihr Kleines das Gesicht desjenigen, der es hält, gut erkennen kann.
Praktischerweise interessiert sich Ihr Baby in diesem Alter vor allem für Ihr Gesicht. Danach kommen Gegenstände, die starke Kontraste aufweisen, so wie etwa schwarz-weiße Schachbrettmuster. Denken Sie also daran, Ihrem Baby möglichst oft sehr nahe zu sein.
Erster Monat
Bei der Geburt wusste Ihr Baby nicht, wie es die Augen synchron benutzen kann, und sie sind vielleicht ein bisschen aufs Geratewohl herumgewandert. Wenn Ihr Kind ein oder zwei Monate alt ist, hat es gelernt, mit beiden Augen zu fokussieren und wird Dingen mit den Augen folgen können (das klappt ab und zu und für kurze Zeit auch schon kurz nach der Geburt) (NHS 2009a, Scott 2011, Sheridan 2008: 7,9) .
Eine einfache Rassel, die Sie vor dem Gesicht Ihres Kindes bewegen, wird seine Aufmerksamkeit fesseln. Oder Sie spielen „unter vier Augen“, indem Sie nah an das Gesicht Ihres Babys herangehen und dann Ihren Kopf von einer Seite zur anderen bewegen. Vermutlich folgt Ihr Kind Ihnen sehr genau und schaut Ihnen fest in die Augen.
Zwei Monate
Babys können von Geburt an Farben erkennen. Aber es fällt Ihnen noch schwer, ähnliche Farbtöne – wie rot und orange – voneinander zu unterscheiden (Hamer and Mirabella 2008) . Deshalb bevorzugen sie oft Weiß und Schwarz oder Farben, die sich gut voneinander absetzen. Wenn Ihr Kind zwei Monate alt ist, kann es Farbunterschiede und Farbabstufungen immer besser erkennen. Diese Entwicklung dauert bis zum Ende des vierten Monats.
Deshalb wird Ihr Kind vermutlich eine Vorliebe für strahlende Primärfarben zeigen und sich nun auch für kompliziertere Formen und Umrisse interessieren (Franklin et al 2008) . Fördern Sie diese Entwicklung und zeigen Sie Ihrem Baby Bilder, Fotos, Bücher und Spielzeug mit leuchtenden Farben. In den nächsten Monaten wird Ihr Kind seine Fähigkeit, Objekten mit den Augen zu folgen, perfektionieren.
Vier Monate
Irgendwann in dieser Zeit entwickelt Ihr Baby die Tiefenwahrnehmung (Hamer and Mirabella 2008) . Außerdem gewinnt es bessere Kontrolle über seine Arme, so dass die neue Entwicklung der Augen zu einem passenden Zeitpunkt stattfindet: Ihr Kind kann jetzt präziser nach Dingen greifen – nach Ihren Haaren und Ihren Ohrringen zum Beispiel (NHS 2009a) . Auch die Hand-Mund-Augen-Koordination entwickelt sich jetzt.

Fünf Monate
Zu diesem Zeitpunkt kann Ihr Baby immer besser sehr kleine Gegenstände sehen und Bewegungen mit dem Blick folgen (NHS 2009a, Scott 2011) . Es kann möglicherweise sogar ein Objekt erkennen, von dem es nur einen Teil sieht – die Grundlage für kleine Versteckspiele, die Sie in den nächsten Monaten mit Ihrem Kind spielen können. Die meisten fünf Monate alten Kinder erkennen und unterscheiden schon kräftige Farben. Jetzt finden sie langsam die feinen Unterscheidungen bei Pastelltönen heraus.
Acht Monate
Sehschärfe und Tiefenwahrnehmung sind zu diesem Zeitpunkt bei Ihrem Baby fast so gut wie bei Erwachsenen (davor lag die Sehkraft im besten Fall bei ungefähr 20 bis 40 Prozent) (Hamer and Mirabella 2008, Scott 2011, Sheridan 2008: 16) . Auch wenn Ihr Kleines immer noch besser kurz- als weitsichtig ist, wird seine Sehschärfe mit acht Monaten doch gut genug sein, um Menschen und Gegenstände am anderen Ende des Raumes zu erkennen.
Neun Monate
Jetzt haben die Augen fast die Farbe erreicht, die Ihr Kind behalten wird – leichte Veränderungen nicht ausgeschlossen. Die Sehschärfe wird besser und Ihr Kind kann jetzt schon Dinge in der Größe eines Krümels greifen. Vielleicht zeigt es auch schon auf Gegenstände in seiner näheren Umgebung und will sie haben.
Zwölf Monate
Jetzt kann Ihr Baby genauso gut sehen wie ein Erwachsener. Seine Tiefenwahrnehmung ist so ausgereift, dass es weiß, was nah oder fern von ihm ist. Es kann ihm bekannte Personen auch über eine größere Entfernung erkennen ( Scott 2011) .

Sollte ich die Sehfähigkeit meines Kindes überprüfen lassen?

Die Sehfähigkeit Ihres Babys ist voll entwickelt, wenn es noch sehr jung ist. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie dies regelmäßig prüfen lassen. So können mögliche Probleme schnell erkannt werden.
Sorgen Sie dafür, dass die Sehfähigkeit Ihres Kindes regelmäßig von Ihrem Kinderarzt untersucht wird. Innerhalb der Routine-Untersuchungen gehört dies auch zu den Tests, die die Kinderärzte vornehmen. Bei Problemen mit der Sehschärfe der Eltern empfiehlt es sich, auch früh den Augenarzt aufzusuchen.

Wie kann ich mein Kind unterstützen?

Untersuchungen haben gezeigt, dass Babys menschliche Gesichter allen anderen Formen oder Farben vorziehen. Bleiben Sie also mit Ihrem Gesicht nah bei Ihrem Baby (besonders bei Neugeborenen), so dass es Ihre Gesichtszüge untersuchen kann. Wenn Ihr Kind ungefähr einen Monat alt ist, wird es alles, was Sie vor sein Gesicht halten, mit großem Interesse anschauen.
Die Läden sind voll von Spielzeug, das bei der Entwicklung helfen soll. Aber Sie können genauso gut Gegenstände aus Ihrem Haushalt benutzen: Schwenken Sie eine Folie oder einen Schöpflöffel in leuchtenden Farben vor dem Gesicht Ihres Babys hin und her. Dann bewegen Sie den Gegenstand hoch und runter. Das dürfte die Aufmerksamkeit Ihres Kindes erregen, auch wenn die meisten Babys noch nicht in der Lage sind, senkrechten Bewegungen gleichmäßig mit den Augen zu folgen. Dafür braucht Ihr Kind vermutlich noch ungefähr drei bis vier Monate.
Fördern Sie das Interesse Ihres Kindes an den Primärfarben. Und, während es heranwächst, auch an den Pastellfarben. Ein echter Blickfang sind zum Beispiel ein Mobile in den Primärfarben (außer Reichweite des Babys aufgehängt), bunte Bilder und Pappbilderbücher.

Wann sollte ich mir Sorgen machen?

Von Geburt an werden bei Babys regelmäßig im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen auch die Augen kontrolliert. Die meisten Sehschäden können korrigiert werden, wenn sie nur früh genug erkannt werden. Denn je älter Ihr Kind wird, desto schwieriger ist es, mögliche Probleme zu beheben.
Sie werden vermutlich nicht in der Lage sein, Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus (eine ungleichmäßige Krümmung der Hornhaut und/oder Linse) zu diagnostizieren. Aber achten Sie auf größere Auffälligkeiten. Falls Ihr Kind mit drei oder vier Monaten noch nicht mit beiden Augen fokussieren oder einem Gegenstand folgen kann, dann sprechen Sie darüber mit Ihrem/r Kinderarzt/ärztin.
Das Risiko, von Fehlsichtigkeiten betroffen zu sein, wie zum Beispiel Astigmatismus, Kurzsichtigkeit und Strabismus (Schielen), ist für Frühgeborene und Kinder mit geringem Geburtsgewicht größer. Darum sollten Eltern und Ärzte in diesem Fall ganz besonders auf die Sehfähigkeit des Kindes achten. Wer regelmäßig mit seinem Kind zu den Vorsorgeuntersuchungen geht, ist damit auf der sicheren Seite.
Es könnte auch ein Alarmzeichen sein, wenn…

  • Ihr Baby eines oder beide Augen nicht in alle Richtungen bewegen kann
  • die Augen Ihres Babys die meiste Zeit nach innen schielen
  • eines oder beide Augen Ihres Babys nach außen schielen

Zuletzt überarbeitet: September 2018

Quellen

Bushnell IWR. 2003. Newborn face recognition. In Pascalis O, Slater A eds. Face processing in infancy and early childhood: current perspectives. New York: Nova science. 41-54
DH. 2009. Healthy child programme: pregnancy and the first five years of life. Department of Health.www.dh.gov.uk
Farrell P, Sittlington N. 2009. The normal baby. In Fraser DM, Cooper MA. eds. Myles textbook for midwives. 15th ed. Edinburgh: Churchill Livingstone, 763-83
Franklin A, Pitchford N, Hart L et al. 2008. Salience of primary and secondary colours in infancy. British Journal of Developmental Psychology 26(4): 471-483
Hall DMB, Elliman D. 2006. Health for all children. 4th ed (revised). Oxford: Oxford University Press
Hamer RD, Mirabella G. 2008. What can my baby see? Smith-Kettlewell Eye Research Institute. www.ski.org
Johnson M, Dziurawiec S, Ellis H, et al. 1991. Newborns‘ preferential tracking of face-like stimuli and its subsequent decline. Cognition 40(1-2):1-19
NHS. 2009a. Hearing and vision tests for children. NHS Choices, Health A-Z. www.nhs.uk
NHS. 2009b. Your child’s eyesight: birth to five. NHS Choices, Birth to five. www.nhs.uk
RCO. 2009. Ophthalmic services for children. Royal College of Ophthalmologists. www.rcophth.ac.uk
RCPCH. 2008. Guideline for the screening and treatment of retinopathy of prematurity. Royal College of Paediatrics and Child Health. www.rcpch.ac.uk

Scott O. 2011. Vision testing and screening in young children. Patient UK. www.patient.co.uk
Sheridan M. 2008. From birth to five years: children’s developmental progress. London: Routledge
Quinn PC, Slater A. 2003. Face perception at birth and beyond. In: Pascalis O, Slater A eds. Face processing in infancy and early childhood: current perspectives. New York: Nova science. 3-12

Wusstest Du, dass ein Kind erst ungefähr an seinem 1. Geburtstag so gut sehen kann wie Du? Menschenbabys werden zwar nicht blind geboren, direkt nach der Geburt sieht Dein Kleines aber nur auf eine Entfernung von 20 bis 30 cm scharf. Bis Dein Baby sehen kann wie ein Erwachsener, vergeht noch fast ein ganzes Jahr.

Erfahre jetzt, wie sich das Sehvermögen Deines Babys im 1. Lebensjahr entwickelt.

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Schon im Mutterleib kann Dein Baby hell und dunkel unterscheiden

Dein Baby kann schon vor der Geburt sehen. Das Ungeborene reagiert ab dem 3. Schwangerschaftsmonat auf Lichteinflüsse von außen, wie z.B. das Sonnenlicht. Ab der 26. Schwangerschaftswoche schließt das Baby die Augen zum Schlafen und öffnet sie in Wachzeiten.

Was kann Dein neugeborenes Baby sehen?

Unmittelbar nach der Geburt erkennt Dein Baby Umrisse, nimmt Bewegungen wahr und reagiert auf Licht — und das mitunter sehr empfindlich! Es ist also nichts Ungewöhnliches, wenn Dein Baby seine sensiblen Augen mit seinen Händchen vor dem neuen, grellen Licht zu schützen versucht oder sich beim Blitzen der Kamera erschreckt.

Scharf sehen kann Dein Kleines nach der Geburt aber noch nicht. Ein Neugeborenes sieht nur auf eine Entfernung von ca. 20 bis 30 cm scharf. Alles, was sich weiter weg befindet, sieht Dein Baby noch verschwommen und unscharf.

Trotzdem erkennt Dich Dein Baby natürlich nach der Geburt. Dabei verlässt es sich aber nicht nur auf sein Sehvermögen, sondern auch auf sein Gehör und seinen Geruchssinn.

1. Lebensmonat: Dein Baby nimmt Kontraste wahr

In den ersten Lebenswochen interessiert sich Dein Baby besonders für eine kontrastreiche Umgebung. Seine Augen erkennen bereits den Unterschied zwischen Schwarz und Weiß oder Rot und Gelb. Mit Farbabstufungen tun sich die Augen Deines Neugeborenen allerdings noch schwer. Wenn Du Deinem Baby eine Freude machen möchtest, zeig’ ihm Bilder von groben Mustern in Schwarzweiß oder leg es neben ein schwarzweiß gemustertes Kissen.

Dein Baby muss jetzt erst einmal lernen, Gegenstände oder Gesichter zu fokussieren. Du wirst Dich wundern, wie anstrengend das für die Augen Deines Neugeborenen noch ist.

2. bis 4. Lebensmonat: Dein Baby kann Farben sehen

Die Augen Deines Babys befinden sich ständig im Training. Mit der Zeit kann das Auge Deines Kindes Farben immer besser sehen und voneinander unterscheiden. Bis zum Alter von ca. vier Monaten erkennen die kleinen Äuglein Farbunterschiede immer besser, so dass Dein Baby jetzt auch ähnliche Farben voneinander unterscheiden kann.

So junge Babys lieben kräftige, starke Farben. Spielzeug in Babyblau und Rosa ist deshalb nicht ansatzweise so spannend wie Rasseln, Ballons und andere Gegenstände in leuchtendem Rot oder Blau.

Dein Baby schielt? Mach Dir keine Sorgen! In den ersten Lebensmonaten ist ein Silberblick beim Baby nicht ungewöhnlich. Dein Baby muss noch lernen, seine Äuglein aufeinander abzustimmen.

5. und 6. Lebensmonat: Dein Baby folgt Dir mit den Augen

Im Alter von 4 Monaten sieht Dein Baby auch auf weitere Entfernungen scharf und kann nun auch schon kleine Gegenstände gut erkennen. Die kleinen Äuglein können jetzt auch schon unterscheiden, ob ein Spielzeug nah oder weiter weg ist.

Außerdem wirst Du merken, dass die Augen Deines Kindes Dir nun auf Schritt und Tritt folgen. Dein Baby kann jetzt nicht mehr nur fokussieren, sondern auch Deinen Bewegungen folgen. Auch das Greifen fällt Deinem Kind mittlerweile leicht, da die Hand-Augen-Koordination immer besser wird. Sehen, Erkennen, Fokussieren, Abstände einschätzen, Greifen — all das ist nun aufeinander abgestimmt.

7. bis 10. Lebensmonat: Dein Baby sieht beinahe so wie Du

Dein Baby ist nun schon ein halbes Jahr alt. Die Sehstärke hat in den ersten Monaten deutlich zugenommen und Dein Kind kann nun schon fast so gut sehen wie Du. Dein kleiner Schatz kann Krümel auf dem Tisch ebenso gut erkennen wie Spielzeug in der letzten Ecke seines Zimmers.

Etwa zum Zeitpunkt des 1. Geburtstag sind das Scharfsehen und die Tiefenwahrnehmung Deines Kindes so ausgeprägt wie bei Erwachsenen. Bis dahin üben und trainieren die Augen jeden Tag aufs Neue.

Der 1. Termin beim Augenarzt

Wenn Du oder Dein Partner eine Brille tragt, kannst Du Dein Kind bereits im 2. Lebenshalbjahr zum ersten Mal beim Augenarzt vorstellen. Die meisten Augenärzte empfehlen, bereits so früh einen Termin zu vereinbaren, wenn das Baby erblich vorbelastet ist.

Außerdem solltest Du natürlich immer dann zum Augenarzt gehen, wenn Dir an den Augen Deines Babys etwas Ungewöhnliches auffällt — wie etwa Rötungen, Trübungen der Linse oder starkes Schielen.
Wenn in Deiner Familie keine Augenerkrankungen vorliegen und die Augen Deines Babys auch sonst unauffällig erscheinen, solltest Du den ersten Augenarzttermin zwischen den 2. und 3. Geburtstag Deines Kindes legen.

Übrigens: Für eine Augenuntersuchung beim Baby oder Kleinkind muss Dein Kind noch nicht sprechen können. Insbesondere auf Kinder spezialisierte Augenärzte können auch ohne große Mithilfe Deines Kindes herausfinden, wie es um das Sehvermögen, das 3D-Sehen oder das Sehen von Farben bestellt ist. Auch beim Kinderarzt werden Augen-Tests als IGel-Leistung angeboten.

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Wie sich das Sehen entwickelt

Die Sehkraft ihres Kindes ist für die Eltern schwer einschätzbar. Alle zum Sehapparat gehörenden Organe sind zwar bei Neugeborenen vorhanden, allerdings ist das Zusammenspiel von Auge, Muskeln, Sehnerv und Gehirn nicht gleich zu Beginn ausgebildet. Die vollständige Sehleistung wird erst mit dem 12. Lebensjahr erreicht. Bis dahin durchläuft die Entwicklung des Auges mehrere Etappen. Eltern sollten diese kennen, um etwaige Sehfehler frühestmöglich zu bemerken.

Neugeborene

Der Blick eines Neugeborenen ist zu Beginn auf Nahsicht eingestellt. Das Baby kann nicht weiter als 20-40 cm scharf sehen. Es erkennt Muster, starke Kontraste, Primärfarben und findet Dinge, die sich bewegen, spannender als statische.
Die Muskulatur beider Augen ist jedoch noch nicht abgestimmt. Deshalb kann es vorkommen, dass das Kind schielt, was jedoch in diesem frühen Stadium noch kein Grund zur Sorge ist.

Erste vier Wochen

In den ersten 3-4 Wochen lernt der kleine Mensch auch Gesichter auseinanderzuhalten, was es als Neugeborenes noch nicht kann. Selbst seine Mutter kann es zuvor mit seinen optischen Fähigkeiten allein nicht von anderen unterscheiden.

Zweiter bis sechster Monat

Etwa mit 2-4 Monaten wird die Farbwahrnehmung differenzierter und das Kind erkennt Farbabstufungen. Auch die Linse stabilisiert sich allmählich, sodass die Sehschärfe immer mehr zunimmt. Außerdem hat das Kind dann gelernt, beide Augen synchron zu benutzen. So kann es Dinge fokussieren und ihnen mit den Augen folgen. Mit dem beidäugigen Sehen wird nun auch das räumliche Sehen möglich. So lernt das Kind schnell präzise nach Dingen zu greifen und seine ersten Bewegungen zu koordinieren. Es ist ratsam, dem kleinen Menschen in dieser Phase viele Gegenstände – deren Form, Farbe, Struktur und Kontur verschieden sind, zu zeigen und eventuell sogar langsam hin und her beziehungsweise hoch und runter zu bewegen. Es fördert die Sehfähigkeit und die Verarbeitungsleistung im Gehirn zusätzlich.
Hat sich bis zu diesem Zeitpunkt die Augenstellung nicht ausgerichtet und das Kind schielt, ist es wichtig zur Kontrolle einen Augenarzt aufzusuchen. Schielen kann auf lange Sicht zu Amblyopie (einäugige Schwachsichtigkeit) führen.

Siebter bis zwölfter Monat

Mit 7-8 Monaten sind Sehschärfe und Tiefenwahrnehmung schon ziemlich gut ausgebildet. Die Sehkraft beträgt etwa 30-50% des Sehvermögens eines Erwachsenen. Immer mehr Details können erkannt werden und das Kind sieht immer entferntere Gegenstände.
Außerdem hat die Iris nun den finalen Augenfarbton angenommen.

Ab einem Jahr

Bis zum 4. Lebensjahr nimmt die Sehschärfe immer weiter zu. Im Idealfall kann eine 100%ige Sehleistung bereits in diesem Alter erreicht werden. Das ist aber je nach Veranlagung unterschiedlich. Bestimmte Kinder kommen unter Umständen erst mit 9 Jahren auf ihre volle Sehstärke.

Die Länge des Augapfels, welche über Normal-, Kurz- oder Weitsichtigkeit entscheidet, befindet sich in dieser Zeit noch im Wachstum. Es gibt unterschiedliche Meinungen, ob man Kindern in dieser Zeit bereits eine Brille verschreiben sollte, da prinzipiell die Chance besteht, dass sich die Fehlsichtigkeit noch „verwächst“. Hierzu sollte man sich am besten von einem Augenarzt beraten lassen.

Ab zwölf Jahren

Erst mit 12 Jahren ist der Entwicklungsprozess des Sehens abgeschlossen. Perspektivisches Zeichnen zum Beispiel ist erst ab diesem Alter möglich.

Fazit

Diese Etappen liefern erst einmal eine kleine Orientierung, damit man einschätzen kann, ob der Sehverlauf des eigenen Kindes normal ist oder ab wann man sich ernsthaft über das Sehvermögen des Kindes sorgen sollte. Viele Sehfehler lassen sich beheben, wenn sie zeitig erkannt werden. Hinderlich bei der Aufdeckung eines Sehfehlers des Kindes ist allerdings, dass es sich an die verschlechterte Qualität seiner Wahrnehmung gewöhnen kann und sich daher nach wie vor unauffällig verhält. Deshalb sind regelmäßige Besuche beim Kinder- und Augenarzt sehr wichtig, auch die Vorsorgeuntersuchungen sollte man immer wahrnehmen.

Baby Mobile ab Geburt bis 6 Monate Baby Mobile ab 6 Monate bis 1 Jahr

Wenn Eltern sich für ein Baby Mobile entscheiden, stellen sie sich vielleicht die Frage, ab wann Baby Mobile sehen kann und ab wann es damit überhaupt sinnvoll ist.

Tatsache ist: Babys sehen direkt ab der Geburt. Zwar stimmt es, dass sie Dinge und Personen nicht auf Entfernung wahrnehmen, aber das dient lediglich ihrem eigenen Schutz. Die vielen Eindrücke außerhalb des Mutterleibs würden sie sonst überfordern. Ein Baby Mobile direkt über dem Kopf – allerdings außer Reichweite, damit Baby sich nicht verletzen kann – wird jedoch direkt erkannt. Wichtig ist, dass das Baby Mobile möglichst in Primärfarben gehalten ist. Widerstehen Sie also Ihrem Drang, ein Baby Mobile in zarten Pastellfarben auszuwählen. Diese werden dem Baby erst deutlich später gefallen. Klare Primärfarben hingegen können recht schnell gesehen werden.

Ein Baby Mobile ist dabei deutlich mehr als nur eine simple Ablenkung von eventuell unliebsamen Alltagsbeschäftigungen wie gewickelt werden. Es ist vielmehr eine Möglichkeit, das Baby zu beruhigen, wenn es nicht schlafen kann. Unter Umständen kann ein Baby Mobile auch aktivieren und das ist sogar ab dem ersten Tag sinnvoll. Die klaren Farben und schönen Motive wecken die angeborene Neugier des Babys. Es wird versuchen, die tanzenden Figuren zu greifen. Dass es sich dabei strecken und vielleicht sogar ein wenig drehen muss, bemerkt es nicht und doch wird es dadurch in seiner Mobilität gefördert. Besonders schön ist es, wenn die Figuren das Baby ansehen. Wählen Sie daher ein Modell aus, bei dem die Motive so angebracht sind, dass das Baby die Gesichter oder Hauptmotive direkt erkennen kann.

Erklären Sie dem Baby auch immer wieder einmal, was es da oben sieht. Zwar wird es die Worte nicht sofort nachsprechen, aber es erwirbt dadurch einen passiven Wortschatz, auf den es später zurückgreifen kann. Die Frage, ab wann Baby Mobile sinnvoll ist, lässt sich also nur mit „ab dem ersten Tag“ beantworten.

Eine Auswahl schöner Baby-Mobiles

Schöne 3D-Holzfiguren mit klaren Farben laden das Baby zu ersten Greifversuchen ein.

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Die niedlichen Schmetterlinge blicken das Baby an und ermuntern es so zu einem Blickkontakt. Das Baby lenkt seine Aufmerksamkeit auf das Mobile und wird somit auch selbst aktiviert.

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Die Rainforest Erlebnisdecke ist ein echter Klassiker unter den Spieldecken mit Mobile Funktion. Der große Vorteil dieses Spielzeugs besteht darin, dass die Tierchen das Baby nicht nur ansehen, sondern sich auch immer wieder einmal umdekorieren lassen. So wird es dem Baby nie langweilig und es kann sein Spielzeug jeden Tag neu entdecken. Die Decke ist darüber hinaus auch leicht waschbar.

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Das Traumbärchen Mobile ist ebenfalls ein echter Klassiker unter den Baby Mobiles. Kein Wunder: Mit der mitgelieferten Fernbedienung lässt sich die dezente Musik steuern, ohne dass man direkt ans Bettchen muss. Ein dezentes Lichtspiel beruhigt das Baby innerhalb kürzester Zeit und die abnehmbaren Bärchen eignen sich noch lange Zeit als treue Begleiter für Ihr Kind. Das Mobile ist leicht am Bettchen zu befestigen und rückstandslos wieder zu entfernen. Darüber hinaus lässt es sich sehr sicher montieren, so dass auch bei mobiler werdenden Babys keine Gefahr besteht, dass es sich lösen und auf das Kind herunterfallen könnte.

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Baby Mobile für Babys ab Geburt bis 6 Monaten

Baby Mobile von 6 Monaten bis 1 Jahr

Baby Mobile selbst basteln

Spielzeug für Neugeborene

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Ich kann dich riechen

So entwickelt sich der Geruchssinn Ihres Babys
In den ersten Monaten, bevor Ihr Baby lernt zu Greifen oder zu Sitzen, wird es Dinge mögen, die man ansehen oder anhören kann. Seine Sicht wird zunächst nicht zielgerichtet sein, und es wird Dinge fixieren, die etwa 20 bis 35 cm von seinen Augen entfernt sind.
Babys fühlen sich zu Gesichtern hingezogen, und Ihr Kleines wird Ihr Gesicht nach etwa einem Monat wiedererkennen. Überhaupt ist in den ersten Wochen die Mutter das liebste Spielzeug des Kindes! Aber auch große Bilder von Gesichtern werden von Babys geliebt.

Welche Spielzeuge entwickeln das Sehen meines Babys?

Fesselnd für Kleinstkinder sind starke Kontraste und Muster sowie klare Farben, da diese am einfachsten zu sehen sind.
Mobile: Ein Mobile kann eine neue Dimension in das Leben Ihres Babys bringen. Kaufen Sie eines mit starken Farb- und Formkontrasten. Manche Babys lieben Musik-Mobiles. Befestigen Sie das Mobile an einem Baumwollfaden auf der rechten Seite des Bettes. Da Neugeborene zu 80% nach rechts schauen, wäre ein Mobile auf der linken Seite oder über dem Kopf verschwendete Liebesmüh. Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Ihr Baby das Mobile nicht erreichen kann.
Unzerbrechlicher Spiegel: Auch wenn Ihr Kind noch nicht versteht, dass es sich selbst ansieht, wird es sein Spiegelbild faszinierend finden. Mit drei Monaten wird es beginnen, den Spiegel anzulächeln. Suchen Sie nach einem Spiegel, den Sie auf der Seite der Wiege oder in der Nähe der Wickelkommode anbringen können.
Fingerpuppen Durch seine begrenzte Sichtweite wird Ihr Baby das Spielzeug am meisten mögen, das man direkt in sein Sichtfeld rückt. Auch wenn es noch eine Weile dauern wird, bis es Spielzeug festhalten kann, wird das Baby seine Favoriten mit schlagenden Armbewegungen begrüßen.
Stoffbücher mit klaren Formen: Stoffbücher mit leicht zu erkennenden Motiven sind ideal für Babys. Legen Sie das Buch neben Ihr Kind, so dass es zuschauen kann, wie Sie die Seiten umblättern. Und lesen Sie ihm vor – das lohnt sich bereits in diesem jungen Alter.
Schwarzweiße und rote Spielzeuge: Spielzeug mit diesen Kontrasten hilft Ihrem Kind die unterschiedlichen Formen und Muster zu erkennen und fördert seine visuelle Entwicklung.

Welche Spielzeuge entwickeln das Hören meines Babys?

Ihr Baby kann schon Geräusche und sanfte Musik wahrnehmen. Dinge, die sich bewegen und Geräusche machen, sind viel interessanter als unbewegte, stille Objekte.
CD-Player, Kassettenrekorder und Spieluhr: Musik ist eines der besten Mittel, um Ihr Kind zu unterhalten und zu beruhigen. Spielen Sie verschiedene Melodien (nichts zu Wildes) und finden Sie heraus, wie Ihr Kind reagiert.
Windspiele: Babys lieben sanfte Töne. Hängen Sie ein Windspiel im Blickwinkel Ihres Neugeborenen auf, so dass es die Geräusche hören und gleichzeitig die Bewegung sehen kann. Wenn das Windspiel über der Wiege hängt, kann Ihr Baby sich daran gewöhnen, das Spiel anzuschauen und dann einzuschlafen. Heben Sie Ihr Baby ab und zu hoch, damit es das Windspiel selber zum Klingen bringen kann.
Ihr Kind wird auch den Klang Ihrer Stimme lieben, also singen Sie für Ihr Baby! Wir haben für Sie die Texte zu den beliebtesten Wiegenliedern gesammelt .

Welche Spielzeuge stimulieren die Sinne meines Babys?

Spielzeug zum Fühlen: Für ein langes Vergnügen sorgen weiche Spielzeuge, die quietschen oder trillern, wenn man sie drückt. Das Geräusch wird dem Baby helfen zu erkennen, was es mit seinen Händen tut.
Socken- und Handgelenksrasseln: Befestigen Sie eine weiche Rassel an dem Hand- oder Fußgelenk Ihres Babys. Auch Socken mit eingebauten Rasseln können Ihrem Kind Spaß machen, wenn es herausfindet, wie es selber das Geräusch erzeugen kann.

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Ein Spieltrapez für Ihren Sonnenschein soll es sein? Oder vielleicht sogar ein Spieltrapez für Ihre Zwillinge?

Doch welches ist zu empfehlen? Ein Spieltrapez aus Holz oder Kunststoff? Ab wann ist ein Spieltrapez geeignet, und bis zu welchem Alter? Was hat andere Eltern und Kleinkinder begeistert, und wovon sollte ich die Finger lassen?

Wenn Sie sich in diesen Fragen wiederfinden, ist dieser Artikel vielleicht eine Hilfe für Sie. Wir haben hier nach bestem Wissen die Erfahrungen verschiedenster Eltern mit dem Spieltrapez zusammengetragen. So möchten wir einen Überblick bieten und einen Leitfaden für die Auswahl.

Dies ist unserer Erfahrung nach besonders daher wichtig, da der Markt mit Baby-Spielzeugen immens groß ist. Doch nicht jedes Spielzeug ist wirklich auch qualitativ hochwertig und es ist nicht leicht, immer den Überblick zu behalten.

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Spieltrapez: Ab wann & bis zu welchem Alter?

Wann und wie lange Kinder mit einem Spieltrapez spielen, ist natürlich eine wichtige Frage. Daher möchten wir darauf auch direkt als Nächstes eingehen.

Wir hören von vielen Kindern, die mit 8 bis 9 Wochen ein Spieltrapez geschenkt bekommen. Einige schauen es am Anfang nur fasziniert an, wenn sie darunter gelegt werden. Teils wohl, weil sie noch nicht drankommen, wo sich der Vorteil eines höhenverstellbaren Trapezes bemerkbar macht.

Teils auch, weil sie noch in der Phase sind, wo sie viel schlafen und träumen. Doch spätestens dann, mit 3 Monaten Alter, beginnen sie, auch zunehmend aktives Interesse an der Umwelt zu entwickeln. Die Entwicklung eines Kindes geht in dieser Zeit rasant, ebenso wie die Fortschritte, die die Kleinen in kurzer Zeit machen.

Tipp! Sollte Ihr kleiner Sonnenschein noch nicht an das Spieltrapez herankommen mit den Fingern, so können Sie entweder auf ein höhenverstellbares Trapez umsteigen, wie z.B. von Hess, oder auch eine Unterlage, wie zum Beispiel eine Decke, unter das Baby legen.

Jetzt wird ein Spieltrapez richtig reizvoll ab diesem Alter. Denn die Kleinen können nun langsam das gezielte Greifen von Dingen üben – manche früher, andere ein paar Wochen später, aber der überwiegende Teil der Babys lernt es mit 4-7 Monaten. Mit zunehmenden Alter werden sie besser darin, Gegenstände an sich heranzuziehen und wieder loszulassen. Selbst mit mehr als 7 Monaten Alter und drüber spielen viele Kleinkinder noch ausgelassen mit dem Spieltrapez.

Ab diesem Alter beginnt aber auch die Phase, wo sie selbst aktiver werden und gerne mal in Bauchlage die Welt erkunden, statt nur auf dem Rücken stillliegend. Hier macht sich nun eine Erfindung wie die Wasser-Spielmatte oder besonders das obengenannte Rainforest von Fisher Price gut, denn durch die integrierte Erlebnisdecke können die Kinder sowohl auf dem Boden, wie auch in der Höhe nach Dingen greifen und wunderbar spielen. Andere Kleinkinder nutzen Spielzeug wie das Spieltrapez oder den Spielbogen, wie er auch genannt wird, in höherem Alter häufig als „Schwunghilfe“, um hereinzukommen ins Spielen und wenden sich dann anderen Spielzeugen zu.

Es gibt auch Kinder, die ein Spieltrapez aus Holz später als Lauf-Lernhilfe verwenden, und es durch die Wohnung schieben bei ihren ersten Gehversuchen. Teils schlechte Erfahrungsberichte haben wir in diesem Zusammenhang von dem Spieltrapez von Heimess gehört. Nicht wenige Kids sollen das Trapez hochkippen und sich mit den Ende davon gegenseitig zu belästigen versuchen, was bei den Eltern eher Sorge um die Gesundheit ihres Kindes auslöst.

Wie ein Spieltrapez die Entwicklung des Kindes fördert Ein Spieltrapez fördert die Entwicklung des Babys, ab einigen Wochen bis zu mehreren Monaten Alter. Sowohl das motorische Verständnis, wie auch das Gehirn werden gefordert und entwickelt. Das funktioniert durch die Augen-Hand-Koordination, die beim Spielen mit dem Trapez automatisch gefördert wird. Indem das Baby auf dem Rücken liegend die Gegenstände wie Glocken, Rasseln, Kugeln, Ringe, Plüschtiere etc. greift und wieder loslässt, kann es das direkte Greifen üben. Auch lernt es, mit allen Sinnen wahrzunehmen, dazu gehören auch Geräusche, wie das Klingen der Glöckchen oder Rasseln am Trapez.

Ein Spieltrapez aus Holz oder Kunststoff?

Vermutlich wird es Ihnen so gehen, wie den meisten Eltern. Wenn sie zwischen einem Spieltrapez aus Holz und aus Kunststoff oder Plastik entscheiden müssen, antworten viele Eltern wie aus der Pistole geschossen: „Holz!“

Denn natürlich, Holz ist für uns Erwachsene schöner. Zudem schreiben wir einem Spieltrapez aus Holz mehr Sicherheit zu. Denn falls die Kinder später auch mal dran nuckeln oder saugen, ist Holz mit Sicherheit besser. Es ist einfach gesünder. Ähnlich verhält es sich bei einem Schaukelpferd aus Holz.

Klare Sache, oder? Von wegen!

Klare Sache eigentlich, oder? Denkste! Interessanterweise schreiben nicht gerade wenig Eltern in verschiedensten Foren im Internet davon, dass ihre Kleinen das komplett anders sehen. Die Beiträge lauten häufig wie folgt: „Als wir bei einer Freundin waren, habe ich den Test gemacht und meine Kleine unter ein Spieltrapez aus Holz und eines aus Kunststoff gelegt. Bei dem Holz-Ding war die Kleine leider nur vage begeistert, aber bei dem knalligen Kunststoff-Trapez ist sie richtig lebendig geworden!“

Ein Grund dafür liegt vermutlich darin, dass kleine Kids grelle Farben mögen. Das kommt auch daher, dass sie mit wenigen Wochen und Monaten noch nicht so gut sehen können. Daher sollten Sie sich möglichst für ein Spieltrapez aus Holz in auffälligen Farben, wie zum Beispiel rot, entscheiden!

Von Bieco gibt es zum Beispiel stark rotlastige Trapeze im Handel.

Eine überraschende Erkenntnis

Wir haben daneben aber noch eine interessante Beobachtung machen dürfen. Als wir die Erfahrungen verschiedensten Eltern zum Thema Spieltrapeze auf vielen Blogs gelesen haben, ist uns eins aufgefallen: Obwohl ein Großteil der Eltern Holz favorisiert, gibt es doch einen klaren Favoriten unter den Spieltrapezen, der nicht aus Holz ist.

Das bei vielen beliebteste Spieltrapez

Es ist der Rainforest von Fisher Price. Schauen Sie sich selbst um in Foren und Elternblogs, das Spieltrapez von Rainforest wird immer wieder in höchsten Tönen gelobt – und das, obwohl es nicht einmal aus Holz ist! Das verwendete Material ist hauptsächlich Stoff und Plüsch.

Wir dürfen bei der Wahl nämlich auch eines nicht ganz vergessen: Es geht hierbei ja nicht nur darum, was wir als Eltern wollen, sondern auch, was unsere Kinder wollen 😉

Und die Kinder lieben den Rainforest offenbar. Doch es sind nicht nur die Kleinen, sondern auch viele, viele Eltern schwärmen von diesem Spieltrapez. Und das, obwohl sie anfangs skeptisch waren und viele eigentlich auch lieber eines aus Holz genommen hätten.

Es ist nicht untertrieben zu behaupten, dass der Rainforest der Renner unter den Spieltrapezen in Elternkreisen ist. Hören Sie sich um, Sie werden immer wieder auf den Namen stoßen.

Warum ist das so? Wir stellen den Rainforest einmal genauer vor.

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  • Maschinenwaschbare, weiche Spieldecke mit farbenfrohen Regenwald-Motiven
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Der Rainforest von Fisher Price unter die Lupe genommen

Dieses Spieltrapez ist genau genommen viel mehr als „nur“ ein einfaches Trapez. Denn zu dem wunderbar bunt gemachten und schön mit vielen Dingen behangenen Trapez gehört auch eine sogenannte Erlebnisdecke. Gleich ins Auge sticht auch die große helle Giraffe, die sich am Trapez anlehnt und neugierig dreinschaut. Auch hat dieses Spieltrapez ein übergeordnetes Thema: Wie der Name bereits verrät – Rainforest steht für Regenwald, und dazu gehört auch ein Soundtrack. Dieses Spieltrapez ist also mit Musik, die oben aus dem grünen Behälter kommt, der an der Spitze des Spieltrapezes befestigt ist.

Ein angenehmer Dschungel-Soundtrack im Hintergrund

Falls Sie sich gerade fragen: „Stört die Musik nicht?“ Die allermeisten Kinder und Eltern finden diese Musik super, selbst wenn sie sonst kein Freund von sowas sind. Das Rainforest-Spieltrapez ist offenbar wirklich gut durchdacht konzipiert. Denn gerade bei den noch jungen Kids bzw. Babys ist es ja auch wichtig, dass sie nicht überfrachtet werden mit Eindrücken. Die Musik vom Rainforest-Trapez wirkt angenehm beruhigend, dankenswerterweise, und bringt selbst vielen Eltern Ohrwürmer, wie sie berichten. Zudem kann man die Musik auch sehr leise stellen.

Spielen und die Welt entdecken auf dem Rücken und auf dem Bauch

Auch hat das Spieltrapez Rainforest von Fisher Price mit integrierter Erlebnisdecke einen großen Vorteil: Diese Kombination bietet den Heranwachsenden sowohl in Liegeposition wie auch in Bauchlage die Möglichkeit, zu spielen. Das ist besonders daher wichtig, da die Babys, wenn sie älter werden, nicht mehr nur liegen und beobachten, sondern zunehmend selbst aktiver werden. Das Interesse an der Umwelt wächst, je weniger sie die Zeit nur mit schlafen und träumen verbringen.

Und da möchte man ja auch einmal die Welt entdecken und das gerne auf dem Bauch, wie Sie vielleicht auch schon bei Ihrem Kleinen oder Ihren Kleinen gemerkt haben. Anders als manch andere „normale“ Spieltrapeze bietet dieses Modell von Fisher Price durch die Kombi von Trapez und Erlebnisdecke mehr Möglichkeiten über einen längeren Zeitraum.

Was ist, wenn ich definitiv ein Spieltrapez aus Holz möchte?

Mit dem Rainforest können Sie also nichts falsch machen, auch wenn dies hauptsächlich aus Stoff und Plüsch ist. Sollten Sie definitiv ein Spieltrapez aus Holz wollen, und vielleicht auch nicht so tief in die Tasche greifen, dann gibt es da auch genug Möglichkeiten. Bieco und Heimess sind beispielsweise Hersteller von Holz-Spieltrapezen.

Auch gibt es Spieltrapeze von Haba und Hess. Diese sind teilweise schon ab 30 Euro erhältlich und damit schon ein Stück günstiger als das oben vorgestelltes Modell von Fisher Price.

Hess Holzspielzeug 13373 – Babyspielgerät Käfer Tom aus Holz, höhenverstellbar, ca. 62 x 57 x 55 cm

  • Spielbogen aus Holz
  • Motiv: Käfer Tom
  • Größe: ca. 62 x 57 x 55 cm / 3 fach höhenverstellbar
  • Aus einheimischen, unbehandelten Hölzern hergestellt
  • 100 Prozent Made in Germany, Qualität aus dem Erzgebirge

37,90 EUR Bei Amazon ansehen

Ähnlich wie bei letzterem, so haben auch die anderen Spieltrapeze die typische Struktur: Holzkugeln, Holzringe, Glöckchen und andere Möglichkeiten zum Greifen und Hören und Anschauen, sind an dem Trapez angebracht.

Tipp! Einen tollen Tipp haben wir übrigens noch aufgeschnappt für Sie: Hängen Sie ein paar Spielsachen an eine Schnur. Nun binden Sie ein Ende dann an die Füße oder Arme des Kleinkinds und führen die Schnur über das Trapez. So kann Ihr Sonnenschein mit Begeisterung entdecken, wie er die Spielsachen selbst bewegen kann mit Armen und Füßen. Es ist faszinierend zu sehen, wie schnell die Kleinen das schon raushaben 🙂

Sie möchten ein Spieltrapez selber machen? Ein paar Tipps & Ideen

TIPP: Möchten Sie ein Spieltrapez selber machen, so können Sie einfach eine Leine mit verschiedenen kleinen Spielgeräten dran hinhängen und montieren. Die Spielzeuge können Sie dann mit der Zeit auch prima variieren und austauschen, was nicht unwichtig für die Kleinen ist. Letzteres ist übrigens ein Tipp, den Sie generell mit Spieltrapezen und anderen Spielzeugen immer wieder mal beherzigen können.

Auch wenn das nicht oft von Nöten ist, so können Sie dem Kleinkind aber immerhin ab und an eine Abwechslung bereiten. Wenn Sie Ihr Kind aktiv und bewusst beobachten, werden Sie feststellen, wann es an der Zeit für eine Veränderung ist und alte Dinge „langweilig“ werden für die Welt der Kleinen.

Verschiedene Namen für das gleiche Baby-Spielzeug

Das Spieltrapez ist in Elternkreisen übrigens auch noch unter einer Vielzahl anderer Namen bekannt. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie über folgende Namen stolpern:

  • Spielbogen
  • Baby Gym
  • Aktivcenter
  • Activity Center
  • Baby Spieltrainer

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Das Sehvermögen des Säuglings

Bereits das Neugeborene kann sehen

Babys sehen zunächst noch unscharf und nehmen ihre Umgebung nur schemenhaft wahr. Dennoch spielt das Sehen – der sogenannte Gesichtssinn – von Geburt an eine wichtige Rolle in der Wahrnehmung und Entwicklung des Säuglings.

  • Bereits das Neugeborene kann unterschiedliche Helligkeiten, Muster und Formen und insbesondere Hell-Dunkel-Kontraste wahrnehmen und unterscheiden.
  • Es zeigt besonderes Interesse für das menschliche Gesicht: Es betrachtet und mustert mit Vorliebe das Gesicht von Vater oder Mutter und sucht den Blickkontakt mit ihnen.
  • Die beste Sehschärfe liegt zunächst in einem Abstand von 20 bis 25 cm vom Auge. Dies entspricht in etwa der Entfernung, die Eltern häufig intuitiv mit ihrem Gesicht einnehmen, wenn sie sich ihrem Kind zuwenden und sich mit ihm austauschen.

Doch nicht nur im Miteinander und gegenseitigen Austausch spielt das Sehen eine wesentliche Rolle. Auch die motorische, die geistige und die sprachliche Entwicklung erhalten über das Sehen wichtige Anreize: So wachsen mit zunehmender Sehfähigkeit zum Beispiel auch die Neugier und das Interesse des Babys für seine Umwelt. Es beginnt nach Dingen zu greifen, schaut sich an, was es in den Händen hält, und lernt, seine Hände und schließlich auch Augen und Hände immer besser zu koordinieren.

So gut können Babys sehen

© fotolia, HaywireMedia

Neben der Stimme der Mutter als akustischer Kontakt ist ihr Gesicht für das Baby der erste wichtige, optische Eindruck.

Nachdem man lange Zeit angenommen hatte, daß Babys in den ersten Wochen so gut wie gar keine Sehschärfe besitzen, weiß man es heute besser. Die Natur hat schon den jungen Augen eine Sehkraft mitgegeben, die für die Bedürfnisse des Neugeborenen optimal ist.

Was Babyaugen erst mit der Zeit lernen müssen, ist die Einstellung auf unterschiedlich weit entfernte Punkte, um diese in klaren Umrissen erkennen zu können. Deshalb erscheint den Kleinen all das, was sich in der Ferne befindet zunächst einmal verschwommen. Auf eine nahe Distanz sieht das jedoch ganz anders aus. Hier – auf eine Entfernung von ca. 18 bis 30cm – sind Neugeborene bereits in der Lage, ihre Augen auf ein Objekt einzustellen und deutlich wahrzunehmen. Man hat herausgefunden, dass sie auf sich bewegende Dinge stärker reagieren als auf ruhende. Runde Formen werden geraden Formen vorgezogen und auch Muster können schon registriert werden.

Auch ist beim Neugeborenen diejenige Augenmuskulatur noch nicht fertig entwickelt, die die Augenstellung koordiniert, also dafür sorgt, dass beide Augen koordiniert auf entferntere Dinge fixiert werden können. Aus diesem Grunde kann es vorkommen, dass ein Auge in eine andere Richtung schaut, als das andere. Das ist aber erst dann ein Anlass zur Sorge, wenn es länger als sechs Wochen anhält. So lange dauert es nämlich, bis diese Augenmuskeln die notwendige Kraft zum „binokularen“ Sehen entwickelt haben und die Augäpfel entsprechend steuern können.

Alles in allem optimal

Betrachtet man das Sehvermögen eines Säuglings als Ganzes, so ist es optimal für den Stand der Entwicklung des gesamten Körpers. Während es dem Baby möglich ist, seine Mutter, die ihm nahe ist, zu erkennen und damit Begriffe wie Beruhigung, Geborgenheit und Nahrung verbinden kann, hält die Unschärfe weiter entfernter Dinge eine Unmenge an Eindrücken von dem kleinen Menschen ab, die ihn ängstigen würden. In Ermangelung der Fähigkeit zur Flucht bleibt den Kleinen also manche „Panik“ erspart und das Nervenkostüm wird gerade in dieser sensiblen Phase des Umgewöhnens an eine neue, fremde Welt geschont.

Hilflos wie das Baby ist, würde ihm eine Weitsicht gar nichts nützen, doch erlaubt das gute Sehen auf kurze Distanz ein schnelles Wachsen der Zuneigung zwischen Mutter und Kind. Erwachsene halten Babys ganz instinktiv richtig, wenn sie ihnen ihre Zuneigung zeigen wollen: etwa 18 bis 30 cm von ihrem eigenen Gesicht entfernt.

Babys mögen freundliche Gesichter und deshalb lächeln sie in den ersten Tagen auch alle an, die sie zu sehen bekommen. Die Mütter hören es zwar nicht gerne, aber das Baby kann die Mutter optisch noch nicht von anderen Menschen unterscheiden. Das ändert sich aber schon bald und gipfelt meist in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres im ersten „Fremdeln“, wenn zwar der Anblick der Mutter stets freudiges Lächeln und Strampeln auslöst, das wohlmeinende „Ei, ei, wer ist denn da …?“ von Opa zu dessen blanken Entsetzen zur Panik führt. Das ist die Phase, in der das Vertrauen auf die Mutter deutlich zu Tage tritt und alle anderen das Vertrauen des Babys neu gewinnen müssen.

Hatte man bisher angenommen, dass diese Unterscheidungsfähigkeit erst im Alter von drei bis vier Monaten einsetzt, geht man heute davon aus, dass es Babys bereits viel früher möglich ist, Gesichter zu unterscheiden. Manche Wissenschaftler sprechen nach neuen Studien von einem Zeitraum von drei oder vier Wochen und begründen dies mit der Tatsache, dass fast alle Eltern mit ihren Babys schon früh viel „plappern“. So hat das Baby also entsprechend früh die Chance, einzelnen Gesichtern entsprechende Stimmen zuzuordnen.

Gegen Ende des ersten Lebensjahres macht die Effizienz des Sehvermögens weiter große Fortschritte, immer mehr Details können erkannt und die Augen auf unterschiedlichste Brennweiten eingestellt werden. Mit einem Jahr sieht ein Kind schon annähernd so gut wie ein Erwachsener und die binokulare Kontrolle funktioniert meist schon hundertprozentig. Obwohl sich im Laufe der folgenden Zeit die Sehschärfe weiterhin optimieren wird, kann man dennoch sagen, dass ein einjähriges Kind im grundsätzlich vollen Besitz der visuellen Fähigkeiten ist.

Kinderaugen passen sich an

Rund drei Lebensjahre vergehen, bis sich mit dem Wachstum der menschlichen Augen die letztlich optimale Sehleistung eingestellt hat. Falls ein Baby kurzsichtig ist, stimmt die Länge seines Augapfels nicht mit der Brennweite der Linse überein. Es sieht alle entfernten Gegenstände unscharf. Das Auge vermag jedoch diesen Fehler bei seinem Wachstum auszugleichen.

Dies zeigten Versuche mit Rhesusäffchen an der Universität Houston. Die Affenbabys bekamen Brillen aufgesetzt. Vor dem einen Auge befand sich flaches Glas, vor dem anderen eine Linse, die einen Sehfehler vortäuschte. Nach etwa hundert Tagen hatte das betroffene Auge den Sehfehler ausgeglichen, indem es sein Längenwachstum anpasste. Nachdem die Linse entfernt wurde, bildete sich der Unterschied zwischen den beiden Augen in weiteren hundert Tagen wieder zurück.

Dieser Befund lässt sich auf den Menschen übertragen, da sich seine Augen auf ähnliche Weise entwickeln. Die zweihundert Affentage entsprechen etwa den ersten zwei bis drei Jahren im Leben eines Menschenkindes. Die Forscher empfehlen, Sehfehler bei Kleinkindern nur nach genauer Prüfung der Notwendigkeit bzw. nur teilweise mit Brillen zu korrigieren, um die natürliche Korrekturleistung des Auges nicht auszuschalten.

Diese „Weitensehfehler“ sind aber nicht mit dem Schielen zu verwechseln, das sich entgegen aller landläufigen Meinung nicht „von selbst auswächst“ und von einem Augenarzt behandelt werden muss.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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