Ab wann klatscht baby in die hände

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Babys Entwicklungim 1. Lebensjahrmit 7 bis 9 MonatenSinne

© fotolia, Adam Borkowski

Ich bekomme schon ganz schön was mit!

Ihr Baby ist zwischen sieben und neun Monaten alt. Und es wird immer geschickter. Das verdankt es auch der zunehmend feineren Arbeit seiner Sinne:

Es sieht, hört, schmeckt, riecht und fühlt noch viel besser als früher. Seine Neugier auf die Menschen und Dinge in seiner Umgebung wächst dadurch weiter. Sorgen Sie für eine kindersichere Wohnung, damit Ihr Kleines ungehindert mit allen Sinnen seine Welt entdecken kann.

  • Sehen

    Die Sehfähigkeit Ihres Babys ist weiter gereift: Es kann die Augen schon recht genau auf einen Gegenstand lenken, diesen scharf sehen, intensiv betrachten und sogar Dinge, die sich schnell bewegen, mit den Augen verfolgen. Und es interessiert sich bereits für Gegenstände, die weiter entfernt sind.

  • Hören

    Ihr Kleines spitzt ganz schön die Ohren: Es steckt voller Neugier, nichts soll ihm entgehen. Auch leise Geräusche, wie das Ticken einer Stoppuhr neben seinem Kopf (5 bis 10 cm vom Ohr entfernt), nimmt es wahr und versucht herauszubekommen, woher dieser Klang kommt. Wenn Sie seinen Namen rufen, schaut es Sie an oder wendet den Kopf in Richtung Ihrer Stimme.

  • Schmecken und Riechen

    Inzwischen hat Ihr Kind ziemlich genaue Vorstellungen davon, was ihm schmeckt und was nicht. Seien Sie nicht frustriert, wenn Ihr Kleines einige Speisen bevorzugt, viele andere dafür entschieden ablehnt. Das ist ein völlig normales Verhalten, das im Grunde dem Schutz kleiner Kinder dient: Sie sollen ja nicht alles essen, was sie in den Mund stecken. Bieten Sie Ihrem Baby dennoch immer wieder mal etwas Neues zu Essen an. Sie können sicher sein: Ihr Kind probiert neue Nahrungsmittel irgendwann aus.

    Auch sein Geruchssinn liefert Ihrem Kind wichtige Informationen. Im Haus ebenso wie draußen in der Natur wird es viele verschiedene Gerüchen wahrnehmen: vom Aroma der kochenden Suppe über den Geruch der geliebten Schmusepuppe bis zum süßen Duft einer Blume. Benennen Sie Geschmack und Geruch für Ihr Kind: „Das riecht aber sauer!“ oder „Oh, das schmeckt ja salzig!“. So stellen Sie Ihrem Kleinen die Worte zur Verfügung, die es braucht, um seine Sinneseindrücke später selbst zu benennen.

  • Tasten

    Ihr Kind wird immer mobiler. Das heißt, es kann viel mehr Dinge erreichen und betasten. Gegenstände durch Anfassen zu begreifen, macht ihm großen Spaß. Lassen Sie Ihr Baby deshalb ruhig viele Dinge in seiner Umgebung untersuchen – passen Sie aber auf, dass nichts Gefährliches herumliegt (wie Messer, Scheren, aber auch Kleinzeug, etwa Knöpfe, Steinchen und Geldstücke, die Ihr Kind verschlucken könnte). Es ist übrigens normal, dass Babys im Alter Ihres Kindes noch fast alles in den Mund stecken, denn dort haben sie das beste Tastempfinden. Lassen Sie Ihrem Kleinen die Freude, so lange es nichts Schmutziges oder Riskantes erwischt.

Wann brauchen wir ärztlichen Rat?

Vor allem, was das das Sehen und Hören betrifft, sollten Sie die Entwicklung Ihres Kindes genau beobachten. Wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt, sobald Sie ein Problem vermuten.

Mögliche Anzeichen, dass mit den Augen etwas nicht stimmt:

  • Sie wandern unkontrolliert nach außen oder innen
  • Ihr Kind hat Schwierigkeiten, entfernte Objeke oder Personen zu erkennen
  • Ständig tränende, verklebte oder gerötete Augen
  • Die Augen bewegen sich nicht zusammen in die gleiche Richtung
  • Ständiges Blinzeln, extreme Lichtempfindlichkeit
  • Schlaffe, hängende Augenlider
  • Unterschiedlich große Pupillen
  • Ständiges Reiben der Augen mit den Händen

Folgende Zeichen können darauf hinweisen, dass Ihr Kind nicht gut hört bzw. seine Ohren entzündet sind:

  • Es macht keine Brabbel-Laute oder sein Plappern klingt von der Tonhöhe her sehr monoton, eher summend und brummend
  • Es reagiert nicht auf Ihre Ansprache
  • Selbst laute Geräusche rufen keine Reaktion hervor
  • Keine Kopfbewegung in Richtung einer Stimme oder eines Geräuschs

Übrigens: Wenn Sie allgemeine Fragen zum Thema Sinnesentwicklung haben, können Sie diese auch im Kinderarzt-Forum stellen.

Was beschäftigt mein Baby sonst noch?

  • Angst vor fremden Menschen

    Früher hieß sie „Achtmonatsangst“, die Phase, in der Babys auf unbekannte Menschen und eine fremde Umgebung mit Furcht reagieren. Doch heute beobachten viele Mütter dieses Fremdeln bei ihrem Kind schon viel früher.

  • Es sucht entfallenes Spielzeug

    Früher galt „aus den Augen, aus dem Sinn“. Doch jetzt meistert Ihr Kleines einen wichtigen Entwicklungsschritt: Es versteht, dass Dinge auch dann noch existieren, wenn es sie nicht mehr sieht oder hört. Entsprechend wird Ihr Kind nun versuchen, Verlorenes wiederzufinden. Es blickt einem heruntergefallenen Baustein nach und versucht vielleicht sogar, sich zu ihm hinabzubeugen.

    Eine große Leistung, denn dahinter steckt das Verständnis: Dinge fallen nach unten. Aber tun sie das auch wirklich immer? Das will Ihr Kleines doch lieber überprüfen. Also fliegen Bausteine, Löffel, Teddy und Bilderbuch wieder und wieder zu Boden. Gefolgt von aufgeregtem Gequengel, das heißen soll: „Mami, heb‘ das für mich auf!“. Ganz schön anstrengend für Sie. Aber schimpfen Sie bitte nicht mit Ihrem Kind. Es will Sie nicht ärgern, sondern verstehen, wie die Dinge in seiner Umgebung funktionieren.

  • Es klatscht in die Hände

    Anfangs fällt es Ihrem Baby noch reichlich schwer, beide Hände richtig gegeneinander zu bewegen. Doch je öfter es das Klatschen bei Ihnen beobachten kann, desto besser kriegt es das hin. In Kürze wird Ihr Kind vielleicht nicht nur vor Freude in die Hände klatschen, sondern auch schon, wenn es Musik hört. Bis der Rhythmus wirklich stimmt, dauert es aber noch eine ganze Weile. Einige Babys setzen das Klatschen auch ein, um ihren Eltern zu bedeuten, dass Sie bestimmte Dinge tun sollen, z. B. etwas vorsingen. Bald werden andere kleine Gesten folgen, etwa „Winke-Winke“. Die meisten Kinder sind sehr stolz, wenn sie solche Dinge beherrschen und lernen schnell, sie richtig einzusetzen.

  • Krach machen ist toll

    Mit einem Löffel auf den Topf hauen, dass es nur so scheppert – einfach klasse! Babys lieben diese erste selbst gemachte Musik. Beweist sie ihnen doch, dass sie durch ihr Handeln einen eindrucksvollen Effekt erzielen. Es muss ja nicht immer gleich ein Metalltopf sein. Auch große stabile Kartons oder umgedrehte Plastikschüsseln ergeben tolle Instrumente, ihr Klang ist aber für elterliche Ohren schonender.

  • Interesse an leisen Geräuschen

    Was knistert denn da? Was raschelt in der Zimmerecke? Mit einem Mal findet Ihr Kind auch solche unauffälligen Geräusche sehr spannend. Lassen Sie es mal am Wecker horchen, machen Sie es auf das Ticken der Küchenuhr aufmerksam oder das Summen des Eisschranks. Manchmal sind solche Hörspiele auch eine gute Methode, ein unruhiges oder quengeliges Kind zu beschäftigen. Denn die Kleinen horchen voller Konzentration.

    Beliebtes Spielzeug für Hörabenteuer: Dosen, die mit kleinen Steinchen, mit Sand oder getrockneten Linsen und Bohnen gefüllt sind (Rand gut mit Isoband zukleben); Tüten aus knisterndem Butterbrotpapier, überhaupt Papier. Denn das lässt sich auch so herrlich zerfetzen und zerknüllen. Überlassen Sie Ihrem Kind also ruhig mal ein paar alte Versandhauskataloge, Zeitschriften oder gebrauchtes Geschenkpapier.

    Tipp: Vergessen Sie nicht, dass es für Ihr Kind auch außerhalb der Wohnung viel Interessantes zu entdecken gibt. Gehen Sie ruhig ab und zu mit ihm auf den Spielplatz. Einfach im Sand zu sitzen und den an den Händen zu spüren ist schon eine aufregende Erfahrung. Außerdem ist es toll, die größeren Kinder zu beobachten. Gemeinsam mit Mama oder Papa kann Ihr Kleines auch mal etwas schaukeln, eine Wippe oder ein Hoppeltier ausprobieren.

    Alleine schaukeln sollte Ihr Baby erst, wenn es sicher frei sitzen kann – auch dann eignet sich vorerst natürlich nur eine Gitterschaukel, bei der die Sitzfläche von allen Seiten gesichert ist.

  • Es mag nicht ins Bett

    Kein Wunder, denn Ihr Kleines hat doch entdeckt, wie groß und bunt die Welt ist und was seiner Neugier alles geboten wird. Natürlich will es da nichts versäumen. Aber gerade das große Interesse an ihrer Umgebung kann dazu führen, dass Kinder in diesem Alter abends überdreht sind. Dann kommen sie gar nicht zur Ruhe. Es ist daher sinnvoll, für einen halbwegs regelmäßigen Tagesablauf zu sorgen und den Tag schon ab dem späten Nachmittag allmählich ausklingen zu lassen. Planen Sie dann keine großen Aktionen oder Ausflüge mehr.

    Lassen Sie Ihr Kind, z. B. von einer Decke am Fußboden aus, zuschauen, wie Sie Wäsche einräumen oder das Abendessen richten. Oder beschäftigen Sie es, indem Sie gemeinsam ein Bilderbuch anschauen bzw. ein anderes ruhiges Spiel machen. Wenn es Zeit fürs Schlafengehen ist, helfen feste Bettgeh-Rituale. Sie zeigen Ihrem Kind, dass nun ein anderer Abschnitt beginnt. Wenn Ihr Kleines im Bett noch quengelt, können Sie es trösten. Aber machen Sie kein allzu großes Aufheben.

von Anne Malburg, Diplom-Journalistin

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2018

Phase 1: Der erste Lebensmonat

Die Entwicklung der Feinmotorik im ersten Babyjahr ist die Grundlage für jegliche Fingerfertigkeit des Menschen: Schreiben, Musizieren, Handarbeit, Fühlen, Aufsammeln und vieles mehr. Wie man sein Baby und Kleinkind in den ersten zwei Jahren dabei optimal unterstützt, lest Ihr heute:

Im ersten Babyjahr macht das Kind gewaltige Fortschritte hinsichtlich seiner motorischen Entwicklung. Mit “Grobmotorik” bezeichnet man dabei die Bewegungsentwicklung des ganzen Körpers, also Drehen, Sitzen, den Kopf heben, Krabbeln und Laufenlernen. Mit “Feinmotorik” wird im ersten Babyjahr vor allem das Greifen, Halten, Festhalten und bewusste Loslassen von Gegenständen bezeichnet, also die grundlegende Entwicklung der Fingerfertigkeit.

Ab dem dritten Monat beginnt die Entwicklung der Feinmotorik. Bei gesunden Babys läuft diese Entwicklung ganz automatisch ab, wenn Zuwendung und normale Beschäftigung mit dem Baby gegeben sind. Man muss das Baby keinesfalls übermäßig stimulieren. Übermäßige Reize und “Beschäftigungstherapie” können sogar mehr schaden als nutzen.

Wohl aber kann man dem Kind zum richtigen Zeitpunkt das geben, was es braucht – das ist sowieso der Schlüssel für die optimale Begleitung eines Kindes in jeglicher Hinsicht 🙂

Was die Feinmotorik betrifft, ist es daher interessant zu wissen, was sich in den verschiedenen Entwicklungsphasen tut und was man dem Baby dafür am besten an und in die Hand gibt.

Entwicklung im ersten Lebensmonat

Die Entwicklung der Feinmotorik setzt erst mit etwa drei Monaten ein. Bis dahin gehören die Handbewegungen des Babys noch zur so genannten reflexhaften “Spontanmotorik”. Wenn man einem neu geborenen Baby einen Finger hinhält, umfasst das Baby den Finger, das Händchen schließt sich darum. Die Hände des Babys sind in dieser Phase meist zu kleinen Fäustchen geschlossen. Nur beim Schlafen, oder wenn das Baby sich erschrickt, öffnen sie sich. Aber das Baby ist sich seiner Hände noch nicht bewusst.

Was das Baby im ersten Monat braucht

In dieser Phase braucht ein Baby noch keine Stimulation, was die Feinmotorik betrifft. Natürlich ist es hinsichtlich seiner gesamtmotorischen Entwicklung wichtig, dass man es viel berührt und liebevoll streichelt. Das Baby viel im Tragetuch zu tragen ist hier hilfreich und gut. So lernt es, seinen Körper zu spüren, sich in ihm zu Hause zu fühlen und sich seiner körperlichen Grenzen bewusst zu werden.

Motorische Entwicklung im zweiten und dritten Lebensmonat

In dieser Phase sind Babys Hände nicht mehr so fest geschlossen. Wenn man das Baby am Handrücken oder am Handballen berührt, öffnen sich die kleinen Fäuste. In dieser Phase beginnt das Baby, immer häufiger seine Händchen zum Mund zu führen und hinein zu stecken. Wenn Ihr dem Baby etwas Passendes reicht, kann es mit ca. 10 Wochen den Gegenstand eventuell schon festhalten. Aber loslassen kann es noch nicht kontrolliert; das geschieht in dieser Phase noch zufällig. Das heißt, das Baby kann seine Greifbewegungen noch nicht bewusst koordinieren. Manchmal halten Babys sich in dieser Phase beim Wickeln an ihrer Kleidung, z.B. dem Body fest, um sich durch das “Festhalten” selbst zu beruhigen.

Was das Baby im zweiten und dritten Monat braucht

Auch jetzt ist noch keine aktive Stimulation bezüglich der Feinmotorik vonnöten. Weiterhin sind Tragen, Streicheln und Nähe das A und O. Eventuell kann man dem Baby jetzt ein Knotenpüppchen oder ein Seidentuch mit Eckenknoten in die Hand geben. Das gibt dem Baby erste interessante Sinneserfahrungen mit einem Gegenstand.

Wenn Euer Baby in dieser Phase angespannt wirkt, könnt Ihr nachsehen, ob seine Hände zu Fäustchen geballt sind. Wenn Ihr dann seinen Unterarm oder seinen Handballen ein wenig streichelt, öffnen sich die Händchen und die Körperspannung baut sich ab. So können Babys besser loslassen und in den Schlaf finden.

Feinmotorische Entwicklung ab drei Monaten

Jetzt etwa beginnt die eigentlich Entwicklung der Feinmotorik. Jetzt sind Babys Händchen meist geöffnet. Mit etwa drei Monaten können Babys die Hände vor ihrem Bauch mittig zusammenführen. Die Händchen beginnen nun, einander immer wieder zu betasten. Das Baby betrachtet nun zunehmend seine Hände und analysiert interessiert seine Fingerbewegungen.

Greifen: Wenn man die Fingerspitzen oder Handflächen des Babys mit einem Spielzeug berührt, greift es jetzt zu. In Bauchlage fängt das Baby an, nach Dingen in Reichweite zu greifen, sie zu bewegen und wieder los zu lassen. Aber dies geschieht jetzt noch nicht kontrolliert.

Was das Baby im dritten bis fünften Monaten braucht

In dieser Phase macht erstmals ein Greifring oder Greifling Sinn. Da Babys noch bis zum Alter von etwa zwei Jahren alles ausgiebig mit dem Mund erforschen, ist absolut strenge Schadstoffprüfung und Unbedenklichkeit hinsichtlich der Materialien ein Muss. Deswegen sollte man gut darauf achten, was man dem Baby in die Hand gibt. Spielzeuge müssen in Europa strenge Richtlinien einhalten, die Küchengeräte und andere Haushaltsgegenstände eventuell nicht erfüllen. Die Motorikspielzeuge von HABA sind diesbezüglich vorbildlich (und außerdem sehr, sehr schön), siehe hier. Wir haben neue Modelle ganz neu im Sortiment.

HABA Babyspielzeug entdecken…

Ein Greifling ist in Phase 3 sinnvoll. Die neuen Motorikspielzeuge von HABA in unserem Sortiment sind aus Holz aus nachhaltiger, heimischer Forstwirtschaft, PEFC-zertifiziert und Made in Germany.

Phase 4: Ab fünf bis sieben Monate

Entwicklung im fünften bis achten Monat

Mit fünf Monaten können viele Babys Gegenstände mit beiden Händen fassen. Ab sechs Monaten können Babys sich Gegenstände gut von einer Hand in die andere geben. Sie greifen jetzt verehrt nach Dingen. Auch der Pinzettengriff beginnt sich schon zu entwickeln: Die Fähigkeit, kleine Gegenstände zwischen Daumen und Zeigefinger zu nehmen und damit aufzuheben und festzuhalten.

Babys erkunden nun Gegenstände mit allen Sinnen: Indem sie sie mit Händen und Mund betasten, erfahren sie Größe, Formen, Gewicht, Temperatur und Materialien. Ist der Gegenstand warm oder kalt, glatt oder rauh, rund oder kantig, weich oder hart? Das Gehirn speichert all diese Erfahrungen – es ist grundlegendes physikalisches Wissen über die Beschaffenheit von Dingen.

Was ein Baby aber auch mit sieben Monaten noch nicht kann: zwei Gegenstände gleichzeitig fest zu halten. Wenn man dem Baby einen Gegenstand reicht, wenn es noch einen anderen in der Hand hat, wird der erste losgelassen. Die Hand-Auge-Koordination entwickelt sich jetzt aber rasant weiter, d.h. das Baby kann immer besser seine Bewegungen dem anpassen und darauf reagieren, was es sieht.

Was das Baby mit fünf bis sieben Monaten braucht

In dieser Phase machen komplexe Greiflinge und Gegenstände mit vielfältigen Formen und Materialien Sinn. Besonders interessant sind auch in sich bewegliche Greiflinge und Spielzeuge. Damit kann man die Vielfalt der Sinneserfahrungen optimal unterstützen. Hier ein paar Beispiele für sinnvolle Spielzeuge in dieser Phase:

HABA Greifling “Flapsi” aus Buchenholz, beweglicher Körper, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, bunt lasiert (lösungsmittelfrei), PEFC-zertifiziert. €8,95.

HABA Greifling aus Buchenholz “Magica”, bewegliche Holzkugeln. speichelechte Lasur, lösungsmittelfrei. Made in Germany. €9,95.

Feinmotorische Entwicklung im achten bis zwölften Lebensmonat

In Phase 5, also etwa ab acht Monaten, geht die feinmotorische Entwicklung in Siebenmeilenschritten voran. Jetzt nimmt ein Baby gleichzeitig und nacheinander Gegenstände auf, hält sie fest und hebt sie auch wieder auf. Es erkundet weiterhin neugierig und intensiv verschiedene Gegenstände, Formen und Materialien.

Zwischen dem 8. und 12. Monat erkundet das Baby rutschend, rollend oder krabbelnd sein Umfeld. Es lernt jetzt, gezielt nach Gegenstände zu greifen.

Mit zehn Monaten kann das Baby klatschen und einen Ball festhalten, das heißt, es kann bewusst seine beiden Händchen zusammenführen. Es kann gezielt nach Dingen greifen. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres lernt es, Dinge irgendwo hinein zu stecken und wieder heraus zu holen. Der Pinzettengriff wird jetzt verfeinert; das Baby sammelt aktiv Fusseln und Krümel vom Boden auf.

Der Spaß am Berühren und Erkunden von Formen und Materialien stimuliert wiederum die grobmotorische Entwicklung: Wenn das Baby etwas erkunden möchte, wird es motiviert, sich zu bewegen. Viele Babys lernen in dieser Phase zu krabbeln wie Weltmeister und fangen an, sich aufzurichten. Manche Babys machen sogar schon die ersten Schritte.

Ganz toll in dieser Phase sind die HABA Erkundungssteine geeignet: Die Holzbausteine haben es buchstäblich “in sich”. Jeweils ein Klotz mit Drückstein, farbigem Acrylglas, Facettenauge, Rassel, Spiegelstein und Drehkugel. Hier kann das Kind vielfältige Sinneserfahrungen machen.

Was das Baby zwischen Monat 8 und 12 braucht

Weiterhin sind vielfältige Formen, Materialien und Größen wichtig. Auch Gegenstände, an oder in denen sich etwas bewegt, sind weiterhin interessant.

HABA Greifling aus Buchenholz “Tirili”: Flexibler Greifling aus Holz mit bunt lasierten, beweglichen Kugeln. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. €19,95

6 HABA Erkundungssteine aus Holz, bunt lasiert (lösungsmittelfrei), Holz aus nachhaltiger, heimischer Forstwirtschaft, PEFC-zertifiziert Made in Germany. €21,95.

Phase 6: Ab einem Jahr

Spaß mit den HABA Erkundungssteinen

Feinmotorische Entwicklung ab einem Jahr

Ab einem Jahr beginnt die spannende “Entdeckerzeit” kleiner Kinder. Sie lernen zu laufen und sich immer geschickter zu bewegen. Sie versuchen überall hinzukommen und alles anzufassen und zu erkunden. Noch immer wird alles in den Mund gesteckt, um die Haptik des Gegenstandes mit dem Mund zu erkunden. Deswegen sind unbedenkliche Materialien bei Spielzeugen weiterhin sehr wichtig.

Mit anderthalb Jahren (18 Monaten) können viele Kinder schon Bilderbuchseiten umblättern: Der Pinzettengriff hat sich fast vervollkommnet. Selbst winzigste Krümelchen werden jetzt vom Boden oder vom Tisch aufgepickt. Das Kind möchte lernen, aus der Tasse zu trinken und Besteck zu benutzen. Dies erfordert eine weiter entwickelte Hand-Auge-Koordination, die sich zunehmend einstellt.

Bald kann das Kind auch Stifte greifen, kritzeln und erste Türme aus Bauklötzen bauen. In der zweiten Hälfte des zweiten Lebensjahres, also ab ungefähr anderthalb, wollen und lernen manche Kinder schon, größere Knöpfe zu öffnen und zu schließen und sich selbst Schuhe an- und auszuziehen. Viele Kinder finden es unheimlich spannend, mit Wasser und Gefäßen herum zu hantieren – Ein- und Ausgießen, patschen und matschen sind jetzt beliebte Tätigkeiten.

Handgelenke und Finger arbeiten immer koordinierter zusammen. So kann das Kind Spielzeug in seiner Hand auch gezielt loslassen und zielgenau am gewünschten Ort ablegen. Wenn Ihr Euer Kind bittet, Euch ein Spielzeug, das es in der Hand hält, zu geben, kann es das Spielzeug in Eure Hand legen.

Ab anderthalb können Kinder einen Steckturm zusammensetzen. Hier ist viel Tüfteln und Ausprobieren gefragt. Bitte nicht Euren Kindern “zeigen, wie es geht”!

Das braucht das Kind ab einem Jahr

  • Lasst Eure Kinder erkunden und sich ausprobieren. Sie möchten alles anfassen und erkunden. Am besten legt Ihr alles, was das Kind nicht anfassen und untersuchen soll, außerhalb seiner Reichweite, etwa ganz oben auf den Schrank. Die Phase, in der Kinder alles aus dem regal räumen und auf den Boden werfen, dauert nur etwa ein halbes Jahr – so lange könnt Ihr vielleicht sensible Sachen wegräumen. Die Umgebung des Kindes sollte sicher, aber vielfältig gestaltet sein, damit erspart Ihr Euch viel Ärger und allzu kontrollierende Aufpasserei. Einzelne Stufen, Absätze und weiche Matratzen sind super “Landschaften” für Kinder, wenn sie nirgends zu tief herunterfallen können.
  • Nicht “zeigen, wie es geht”! Kinder wollen selbst herausfinden, wie etwas geht. Es hat überhaupt keinen Effekt, wenn Mama “zeigt, wie man ein Sandtörtchen backt”. Viel besser und nachhaltiger ist es, wenn Ihr Euer Kind alles selbst entdecken lasst. Auch wenn es länger dauert.
  • Ihr solltet Euer Kind auch ungestört und vertieft mit Wasser, Sand, Erde und Matsch, aber ggf. auch mit Teig und/oder Knete herumwerkeln lassen.
  • Versucht geduldig zu sein und dem Kind Zeit zu lassen, wenn es etwas selbst tun möchte. Versuchen und immer wieder versuchen ist ein von manchen Erwachsenen leider total unterschätzter Lerninhalt. Kinder, die in dieser Phase geduldig tüfteln dürfen, bis sie etwas schaffen, geben auch später nicht so leicht auf, wenn ihnen mal etwas nicht gelingt.

Folgende Spielzeuge sind ideal ab einem/anderhalb Jahren:

HABA Entdeckersteine “Klangspaß”, Bausteine aus Buchenholz, 6-teilig 6 bunt lasierte Holzwürfel mit akustischen Effekten. Lösungsmittelfrei und speichelecht. €21,95.

HABA Steckspiel/Stapelturm “Kasper” aus Buchenholz, 8-teilig. Lösungsmittelfrei lasiert. €14,95.

Quellen:

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Babys Entwicklung: 4. bis 6. Monat

Monat 4

  • Stillen: Die Muttermilch ist leicht verdaulich und immer noch die beste Nahrung für ihr Kind. Die WHO (World Health Organization) empfiehlt, das Kind in den ersten 6 Lebensmonaten ausschliesslich zu stillen. Obwohl es schön ist zu sehen, dass Ihr Kind immer mehr auf seine Umwelt reagiert, braucht das Stillen jetzt auch etwas mehr Nerven, denn das Baby lässt sich leicht ablenken. Suchen Sie sich deshalb zum Stillen einen ruhigen Ort.
  • Drehen: Ihr Baby fängt jetzt an, in der Bauchlage seinen Kopf und die Schultern vom Boden zu heben, indem es sich auf die Arme stützt. Diese Mini-Liegestütze kräftigt seine Muskeln, und es verschafft sich so einen besseren Überblick über das, was im Raum passiert. Vielleicht überrascht Ihr Kind Sie (und sich selbst) durch Herumrollen vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt. Freuen Sie sich mit ihm, denn Ihr Baby braucht diese Rückversicherung, zumal ihm die Aktion womöglich nicht ganz geheuer vorkommt.
  • Feste Nahrung: Bis zum 6. Monat bekommt Ihr Kind noch alle nötigen Nährstoffe durch die Muttermilch oder durch die Säuglingsnahrung aus der Flasche. Für die Einführung von Beikost wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin, an die Mütter- und Väterberaterin oder an Ihre Stillberaterin. Viele Ärzte und die WHO (World Health Organization) raten von fester Nahrung vor dem 6. Lebensmonat ab.
  • Strecken, greifen und in den Mund stecken: Ihr Baby kann sich nun lang machen und nach Gegenständen greifen, auch wenn das nicht immer auf Anhieb klappt. Sobald es den Gegenstand in seiner kleinen Faust hat, wird es ihn einen Moment betrachten und dann in seinen Mund stecken. Ermutigen Sie Ihr Baby, verschiedene Dinge zu entdecken und damit zu spielen – zum Beispiel mit Stoffwindeln, Babyrasseln, einer Glocke mit Schnur dran. Beim Zusammenknüllen und wieder Loslassen des Stoffs oder beim Ziehen an der Glockenschnur entdeckt Ihr Kind Ursache und Wirkung. Achten Sie darauf, dass die Gegenstände nicht zu klein sind, um zu vermeiden, dass Ihr Kind sich daran verschluckt.
  • Zahnen: Vielleicht speichelt Ihr Baby nun stärker. Bei manchen beginnt jetzt bereits das Zahnen, aber die kleinen Beisserchen zeigen sich meist erst nach dem 6. Monat. Um die Schmerzen zu lindern, streckt Ihr Kind die Faust in den Mund. Einige Säuglinge bekommen vom Zahnen Fieber und Durchfall und/oder schlafen schlecht.
  • Alleine beschäftigen: Ihr Kind kann sich mit 4 Monaten auch schon einige Minuten selber beschäftigen. Dann, wenn es im Zimmer nebenan plötzlich ungewöhnlich ruhig ist, spielt es vielleicht selbstvergnügt mit seinen Händen und Füssen.
  • Sprache: Forscher glauben, dass 4-monatige Babys die meisten Grundlagen ihrer Muttersprache bereits verstehen. Mit etwa 6 Monaten entwickelt das Kind die Fähigkeit, selbst erste Sprachgeräusche zu produzieren, z. B. „Ma-ma“ oder „Pa-pa“. Doch in dieser Phase verbindet es diese Laute noch nicht mit seinen Eltern. Es kann sich jedoch schon an Spielen beteiligen, in denen es nachsprechen, also Ihre Laute imitieren soll. Damit schärft es seinen Sinn für Kommunikation.
  • Vorliebe für Farben: Babys können zwar von Geburt an sehen, aber sie haben am Anfang Schwierigkeiten, ähnliche Farbtöne wie etwa Rot und Orange auseinanderzuhalten. Deshalb bevorzugen sie zunächst Schwarz und Weiss oder andere starke Kontraste. Zwischen dem 2. und 4. Monat erkennt Ihr Kind die Farbunterschiede deutlicher und kann Schattierungen identifizieren. Tolle Blickfänger sind Mobiles in Primärfarben, helle Bilder und ausdruckstarke Bilderbücher.
  • Wählerischer mit Menschen: Ab dem 4. Monat wird Ihr Baby mit Strampeln und Armwedeln auf Ihre Anwesenheit, Stimme und Mimik reagieren. Bisher hat es wahrscheinlich jeden mit einem Lächeln begrüsst, nun wird es kritischer. Gönnen Sie ihm Angewöhnungszeit, wenn es Fremde kennenlernt – z. B. auch im Falle des Babysitters.

Monat 5

  • Ohne Hilfe sitzen: Die körperliche Entwicklung Ihres Babys schreitet jetzt rasant voran. Wenn Sie es auf den Bauch legen, wird es die Arme und Beine ausstrecken und den Rücken krümmen. Es wird Kopf und Schultern vom Boden abheben. Vielleicht kann es auch schon für einen Augenblick ganz alleine sitzen – bleiben Sie trotzdem nahe bei ihm, und verhindern Sie ein Umkippen. Ermutigen Sie es, mit dem Gesicht Richtung Boden zu spielen: Wenn es den Kopf heben muss, um Spielzeug anzusehen, stärkt das seine Nackenmuskulatur und verbessert die Kontrolle über den Kopf – beides sind wichtige Voraussetzungen für das Sitzen.
  • Erweiterung des Sprachrepertoires: Jeden Tag lernt Ihr Baby Neues aus Ihrer Sprache hinzu – und antwortet mit Geräuschen, Prusten mit der Zunge zwischen den Lippen und Blubbern.
  • Selber essen und gemeinsame Mahlzeiten: Obwohl Ihr Kind seine Flasche schon selber halten kann, ist es nicht gut für die (wachsenden) Zähne, wenn es zu oft daran nuckelt, sofern etwas anderes als Wasser (z. B. gesüssten Tee) darin ist. Mit 6 Monaten wird es ohne Hilfe gerade sitzen und auch kleine Stücke vom Teller aufnehmen können. Nutzen Sie jetzt die Mahlzeiten noch, um ein wenig zu knuddeln und Ihr Kleines zu bemuttern – es wird seine Unabhängigkeit früh genug einfordern. Vielleicht zeigt es Ihnen zudem, dass es für feste Nahrung bereit ist: Der Reflex, den Löffel mit der Zunge aus dem Mund zu schieben, lässt nach. Sie können jetzt die Mahlzeiten für die ganze Familie machen – so wird das Essen ein Teil von Babys sozialem Gefüge. Achten Sie jedoch darauf, das Essen für Ihr Kind im 1. Lebensjahr nicht zu salzen und nicht zu zuckern.
  • Ursache und Wirkung: Ihr Kind begreift, dass einfache Handlungen immer etwas bewirken. Es könnte jetzt Sachen fallen lassen, nur um zu sehen, wie sie fallen oder ob Sie sie aufheben. Das kann ermüdend sein, aber versuchen Sie sich daran zu gewöhnen – in ein paar Wochen wird diese Tätigkeit dann sogar von einem fröhlich-verschmitzten Kichern begleitet.
  • Kleine Dinge und Pastellfarben sehen: Ihr Baby wird immer besser darin, auch sehr kleine Gegenstände zu sehen und bewegte Objekte mit den Augen zu verfolgen. Das ist die Grundlage für kleine Versteckspiele … Ausserdem kann Ihr Kind nun nicht mehr nur die Primärfarben unterscheiden, sondern auch leicht unterschiedliche Pastelltöne.
  • Feinschliff des Gehörs: Ihr Baby erkennt nun, woher Geräusche kommen, und wird sich blitzschnell nach neuen umdrehen. Es wird nun aufmerksam Ihren Mund beobachten, wenn Sie sprechen, und versuchen, Betonungen nachzuahmen und Konsonanten wie „m“ und „b“ von sich zu geben. 5-Monatige können ihren eigenen Namen verstehen – achten Sie mal darauf, wie Ihr Kind seinen Kopf dreht, wenn Sie mit anderen über es reden.
  • Leicht ablenkbar: Wird Ihr Kind im Einkaufsladen quengelig, können Sie es für kurze Zeit leicht ablenken. Schneiden Sie Grimassen, singen Sie etwas, klatschen Sie in die Hände, oder geben Sie ihm einen ungefährlichen Gegenstand in die Hände.
  • Gefühlsausdruck: Babys können ihre Gefühle noch nicht so ausdrücken wie Erwachsene. Aber sie können durchaus zeigen, ob sie hungrig, glücklich oder gelangweilt sind. Es wird Ihnen gegenüber in diesem Alter sehr anhänglich sein, wird die Ärmchen nach Ihnen recken, damit Sie es auf den Arm nehmen, und weinen, wenn Sie den Raum verlassen. Es wird Sie jetzt auch umarmen und küssen. Wenn es seinen Humor entdeckt, wird es über lustige Mimik oder Gesten von Ihnen lachen und versuchen, Sie ebenfalls zum Lachen zu bringen.

Monat 6

  • Kleine Forscherhände: Etwa mit 6 Monaten hat Ihr Baby seine Hände so weit unter Kontrolle, dass es sich Gegenstände heranziehen kann. Zudem könnte es entdecken, dass das Los- oder Fallenlassen ebenso lustig ist wie das Aufheben. Das macht seine Welt interessanter und Ihre etwas chaotischer.
  • Links- oder Rechtshänder? Noch ist es zu früh, um das festzustellen. Die meisten Babys in diesem Alter zeigen eine Zeit lang eine Vorliebe für die eine Hand, dann wechseln sie zur anderen. Echte Links- oder Rechtshändigkeit kristallisiert sich erst im Alter von 2 oder 3 Jahren heraus.
  • Herumdrehen: In diesem Alter lernen die meisten Babys, sich in jede Richtung zu drehen. Halten Sie deshalb immer eine Hand auf Ihrem Baby, wenn es erhöht liegt, z. B. beim Windelwechseln, auf dem Sofa oder dem Elternbett.
  • Höchste Aufmerksamkeit: Auch wenn sich schon Ansätze des Fremdelns zeigen, stehen 6 Monate alte Babys ihrer Umwelt in der Regel sehr offen gegenüber. Und jeder, der sich ihm mit hochgezogenen Augenbrauen und einem Lächeln nähert, wird sofort als Freund betrachtet. Aber keine Sorge – sein Ein und Alles sind immer noch Sie! Ihr Baby lernt auch, dass sich sein Benehmen auf Sie auswirkt – sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Daher wird es damit beginnen (und das wird lange so bleiben), mit allen Mitteln Ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen
  • Gefühlsausdruck: In den nächsten Monaten wird Ihr Kind ganz persönliche Methoden – weit über das Weinen hinaus – entwickeln, um Ihnen mitzuteilen, was es denkt, möchte und braucht.
  • Wechselspiele: 6 Monate alte Babys lieben Wechselspiele, besonders solche, die Töne und Sprache beinhalten. Lassen Sie ab und an Ihr Baby die Führung übernehmen, und imitieren Sie seine Töne und Geräusche. Wenn Sie an der Reihe sind, können Sie ihm mit eigenen Geräuschen (z. B. Tiergeräuschen) eine Freude machen und ihm gleichzeitig etwas beibringen.
  • Sehqualität und Plappern: Mit 6 Monaten hört und sieht Ihr Baby seine Welt so klar wie ein Erwachsener. Auch seine
    Kommunikationsfähigkeit entwickelt sich rasant. Dazu gehören Quietschen, Blubbern, schnelle Wechsel der Tonhöhen und Plappern. Etwa die Hälfte aller Kinder in diesem Alter plappert. Sie wiederholen dabei eine Silbe wie „ma“, „pa“ oder „ga“ oder eine andere Konsonant-Vokal-Verbindung. Das wiederholen sie gerne immer wieder. Sie können Ihr Kind dazu ermutigen, indem Sie zurückplappern.
  • Sinne stimulieren: Ihr Baby nutzt alle seine Sinne, um die Welt um sich herum zu erkunden. Umgeben Sie es immer wieder mit interessanten Dingen zum Anfassen, zum In-den-Mund-Stecken und Spielen, z. B. mit Gummibällen, Stoffstücken, Stofftieren (evtl. mit Tönen) und Zahnring etc. Achten Sie aber immer darauf, dass Ihr Kind nicht zu kleine Teile zu fassen kriegt, denn diese könnte es verschlucken.
  • Bilderbücher: Ihr Kind geniesst es, wenn Sie ihm Bilder zeigen, vielleicht gar in einem Bilderbuch mit dazugehöriger Geschichte. Es wird Ihnen eine gewisse Zeit lang aufmerksam zuhören und neben ihren Erzählungen die schmusige Zweisamkeit ebenso geniessen wie Sie.

Monat 10: Baby-Entwicklung

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Monat 10: Meilensteine Baby-Entwicklung mit 40 Wochen

Bewegung: Dein Baby fühlt sich im 10. Monat in fast jeder Position wohl. Auf dem Bauch liegend kann es sich selbstständig aufsetzen oder in den Vierfüßlerstand gehen, was der Ausgangspunkt zum Krabbeln ist. Dein Baby kann jetzt auch schon längere Zeit sitzen, ohne dass sein Rücken gestützt wird. Viele Babys krabbeln im Alter von 40 Wochen schon ganz gut und versuchen, „auf eigenen Beinen zu stehen“. Das erfolgt für gewöhnlich zuerst mithilfe eines stabilen Gegenstands, an dem sich das Baby hochziehen kann. Doch auch dieses assistierte Stehen ist für Dein Baby schon eine große Leistung, die es der Welt der Erwachsenen immer näher bringt. Im Stehen kann Dein Baby auch schon sein Gewicht von einem auf das andere Bein verlagern und sogar ein Beinchen hochheben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es mit Deiner Hilfe schon ein paar Schritte machen kann.

Was das Greifen angeht sind die motorischen Fähigkeiten Deines Babys mit 40 Wochen größtenteils ausgereift. Dein Baby kann mit dem Pinzettengriff mittlerweile schon kleinste Teilchen aufheben. Bewegungskoordination und Geschicklichkeit müssen zwar im Laufe der Zeit noch etwas ausgefeilt werden, aber schon jetzt gibt es keinen Gegenstand mehr, nach dem Dein Baby nicht greifen könnte. Mithilfe seiner Finger gelingt es ihm jetzt auch, feste Nahrung direkt von einem Teller zu essen und einen Trinkbecher oder das Fläschchen alleine zu halten.

Sinne: Da die meisten Sinne Deines Babys im 10. Monat schon vollkommen entwickelt und ausgereift sind, geht es jetzt vor allem um ihre Koordinierung der einzelnen Fähigkeiten. Das Baby kann zum Beispiel zwei verschiedene Tätigkeiten parallel mit beiden Händen ausüben. Es ist also kein Problem, mit einer Hand ein Eimerchen zu halten und mit der anderen ein Spielzeug oder einen Baustein aus diesem herauszuholen. Dein Baby wird einfach immer geschickter.

Kommunikation: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Dein Baby Dir im 10. Monat sein erstes, bewusst ausgesprochenes Wort schenkt. Das Baby kennt die Bedeutung einiger Wörter nämlich bereits sehr gut. Es versteht im 10. Monat einfache Anweisungen, kann diese jedoch meist noch nicht befolgen. Außerdem zeigt das Baby im 10. Monat auf die Gegenstände, deren Bedeutung es schon kennt, wenn Du sie nennst und versucht zum Beispiel ein unter der Decke verstecktes Spielzeug zu finden, was ein weiterer Beweis für die Entwicklung des abstrakten Denkens und Sinneskoordination ist. Dein Kleines kommuniziert im 10. Monat auch durch Gesten, zum Beispiel durch das Winken zum Abschied.

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Monat 10: Termine rund ums Baby

  • Anmeldung zur Krabbelgruppe
  • U6 Untersuchung

Video: Dein Baby im 10. Monat

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Monat 10: Tipps rund ums 40 Wochen alte Baby

Größenübersicht für Kleidung

Dein Baby wächst rasend schnell und braucht in ziemlich kurzen Abständen größere Kleidung. Damit Du nicht den Überblick verlierst, haben wir für Dich eine Übersicht der Kleidergrößen im Baby- und Kinderalter zusammengestellt. Die Standardgrößen für die Babykleidung sollten jedoch, genauso wie bei den Windelgrößen, nur als Orientierung und Richtwert gelten, denn in bei unterschiedlichen Herstellern können Kleidungsstücke kleiner oder größer ausfallen.

Gemeinsam essen mit dem Baby

Ab dem 10. Monat lassen sich die gemeinsamen Mahlzeiten mit Deinem Baby immer besser organisieren. Das ist auch wichtig, denn neben der reinen Nahrungsaufnahme haben die Mahlzeiten auch eine bedeutende soziale Funktion, mit der Du Dein Kind schon im Babyalter vertraut machen kannst. Mehr dazu kannst Du in unserem Artikel „Warum gemeinsame Mahlzeiten so wichtig sind“ nachlesen.

Fit nach der Babyzeit

Vielleicht findest Du, dass Du auch 10 Monate nach der Geburt immer noch hier und da ein Pfündchen zu viel hast?. Wenn Du ein bisschen mehr Bewegung in Deinen Alltag bringen möchtest, um nach der Babyzeit wieder in Topform zu kommen, dann ist unser Spezial „Fit nach der Babyzeit“ genau das Richtige für Dich. Mit unserem BMI-Rechner kannst Du außerdem Deine Gewichtsabnahme kontrollieren. Wir verraten Dir auch, wie Du Deine Essgewohnheiten ändern kannst, um gesund abzunehmen.

Lauflernhilfen

Nicht selten werden im 10. Monat Lauflerngeräte als Hilfe und Unterstützung für das Baby bei seinen ersten Schritten angesehen. Jedoch erheben sich in der letzten Zeit auch immer mehr Expertenstimmen, die vor negativen Auswirkungen von Lauflerngeräten auf das Wachstum und die Entwicklung warnen. In unserem Artikel findest Du wichtige Infos zu Lauflerngeräten und kannst Dich über alternative Hilfen informieren.

Ihr Baby im 10. Monat

Die magischen ersten Schritte

Ein Baby mit zehn Monaten erkundet seine Umgebung oftmals gern auf allen Vieren. Sobald es stehen und sich festhalten kann, wird es auch um die Möbel herumlaufen. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die ersten, alleinigen Schritte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Einige Eltern sind rund um den zehnten Monat verunsichert, weil ihr Baby sich noch nicht krabbelnd vorwärts bewegt oder vielleicht auch noch nicht alleine sitzt. Die Entwicklung eines jeden Menschen erfolgt vollkommen individuell.

Einige Babys lassen auch Entwicklungsschritte aus oder holen sie später nach. So beginnen wenige sofort mit Laufversuchen ohne eine lange Krabbelphase. Andere wiederum können erst krabbeln und laufen, bevor sie es schaffen, sich alleine hinzusetzen. Der Moment, in dem ein Baby das erste Mal alleine läuft, kann kurz vor dem ersten oder auch weit nach dem ersten Geburtstag liegen.

Vertrauen Sie einfach Ihrem Baby. Es wird jeden Entwicklungsschritt dann gehen, wenn es sich körperlich und seelisch dazu bereitfühlt. Bei Unsicherheiten können Ihnen Hebammen und Kinderärzte mit ihrer Erfahrung weiterhelfen.

Babysprache ab jetzt vermeiden

Es ist zwar für viele Erwachsene ein wahres Vergnügen, sich im Baby-Kauderwelsch mit den Kleinsten zu unterhalten. Doch für eine gute Sprachentwicklung ist es besser, viel und richtig mit einem Baby zu sprechen. Erklären Sie Ihrem Baby überall und ständig, was Sie gerade tun. Auch wenn es einzelne Worte und Gesamtzusammenhänge nicht versteht, schult es dennoch das Sprachempfinden. Nach und nach wird es dabei Schlüsselwörter für sich entdecken und auch aussprechen.

Genauso wie der Entwicklungsweg zum freien Laufen einmalig verläuft, entwickelt sich die Sprache individuell. Wenige Babys können schon mit 10 Monaten Einwortsätze sprechen. Andere erfreuen Ihre Eltern erst kurz vor dem zweiten Geburtstag mit den ersten Worten. Bedenken Sie bei der Beobachtung der Sprachfähigkeit Ihres Babys stets: Das, was Ihr Kind sagt, ist noch lang nicht das, was Ihr Kind schon alles begriffen hat und weiß. Auch wenn Ihr Baby sehr wenig Verständliches spricht, so kann es Sie mit zehn Monaten oftmals schon sehr viel besser verstehen, als Sie vielleicht vermuten.

Plötzlichen Ängsten verständnisvoll begegnen

Je mehr Ihr Baby seine Umgebung zu erkundet, umso mehr wird es auf Dinge stoßen, die es zunächst nicht versteht. Das führt bei vielen Babys zu Angst. Sogar Geräusche, die sonst nie für Beunruhigung sorgten, können jetzt zu Stress führen. Wenn Ihr Kind weinerlich, quengelig oder sehr ängstlich ist, nehmen Sie es verständnisvoll in den Arm und versuchen Sie herauszufinden, was ihm Angst macht. Versichern Sie Ihrem Baby, dass Sie es verstehen und alles gut ist.

Nichts vom Boden essen

Die Umwelt begreifen bedeutet für Babys, sie auch in den Mund zu stecken, sie mit der Zunge zu erfühlen und zu schmecken. Rund um den zehnten Lebensmonat sollten Sie deshalb besonders aufpassen, was Ihr Baby Zuhause und unterwegs auf dem Boden findet und probieren möchte. Auch das Hunde- und Katzenfutter ist oft vor der Neugier kleiner Weltentdecker nicht sicher.

Spannende Spiel- und Ausflugsideen im 10. Monat

Der erste Ausflug mit den großen Geschwistern in den Zoo oder in die Indoorspielhalle. Rund um den zehnten Monat sorgen solche Ideen das erste Mal für besonders viel Spaß. Aber auch Zuhause können Sie mit Ihrem Nachwuchs lustige Momente mit den folgenden Spielen erleben und gleichzeitig die Motorik und Sprachentwicklung fördern:

  • Zelten und Geschichten vorlesen im heimischen Garten oder alternativ in der Winterzeit im Kinderzimmer.
  • Spielzeug sortieren
  • Schüsseln stapeln
  • Musik machen (mit Holzstöcken, Töpfen und Holzlöffeln usw.)
  • Stühle-Laufen. Wenn sich ihr Kind schon gern hochzieht, steht und auch einige Schritte an der Couch entlang wagt, können sie einige Stühle nebeneinander stellen. Daran kann es sich entsprechend entlang hangeln.
  • Seifenblasen fangen
  • Wasserspiele (Zum Beispiel: Wasser von einem Plastikbecher in einen anderen füllen und somit die Feinmotorik trainieren und zeigen, was voll und leer bedeutet.)

Nützliches für Babys 10. Monat

Lauflernwagen

Ein Lauflernwagen ist eine große Hilfe für kleine Kinder, die gerade ihre ersten Schritte wagen. Zudem bieten viele Wagen zusätzliche Spielmöglichkeiten wie den Transport von Spielzeug oder die Nutzung als Puppenwagen, die zum Laufenüben anregen.

Kinderbesteck & Geschirr

Mit 10 Monaten haben Kinder die ersten Zähne und können schon teilweise bei der Familienkost mitessen. Zusätzlich beginnen sie häufig ab diesem Alter selbstständig zu essen. Die Kleinen freuen sich daher zu diesem Zeitpunkt besonders über eigenes Besteck und einen Teller mit einem süßen Motiv.

Getränke

Bereits ab dem Beikoststart benötigen Babys zusätzlich zur Milch geringe Mengen an weiteren Getränken für ihren Flüssigkeitshaushalt. Mit der Zunahme von fester Nahrung im Ernährungsplan steigt der Bedarf, im Alter von 10-12 Monaten brauchen Kleinkinder etwa einen Liter Flüssigkeit pro Tag. Empfohlen werden vor allem ungesüßste Getränke wie Wasser und Tee.

Entwicklung deines Babys: Was es mit 10 Monaten alles kann

Wenn dein Baby gerade 10 Monate alt geworden ist, ist es gerade so lange auf der Welt, wie du es vorher in deinem Bauch getragen und versorgt hast. Ein kleiner Meilenstein für dich als Mama und für dein Baby. Und du fragst dich sicher ab und zu, wo die Zeit nur so schnell geblieben ist?
Doch schau dir dein gar nicht mehr so kleines Baby an! Es kann schon so viel. Es kann dir zeigen, was es fühlt, will oder absolut nicht mag und es beginnt ganz langsam, die Welt alleine zu erkunden. Es klingt verrückt und viel zu früh, doch mit 10 Monaten beginnt dein Kind sich in kleinen Schritten von dir zu trennen. Aber lass dir versichert sein, ihr beide seid garantiert bereit dafür und meistert das zusammen!

Dein Baby mit 10 Monaten: Größe und Gewicht

Mit 10 Monaten sind Mädchen circa 72 Zentimeter und Jungen rund 73 Zentimeter groß. Der Wert ist jedoch lediglich ein Durchschnittswert. Dein Baby kann getrost vier Zentimeter größer oder kleiner sein und ist trotzdem altersgerecht entwickelt. Auch beim Gewicht unterscheiden sich Jungen und Mädchen mit 10 Monaten nur ein wenig. Während Mädchen mit 10 Monaten im Durchschnitt 9000 Gramm wiegen, bringen Jungen in dem Alter rund 9500 Gramm auf die Waage. Aber auch beim Gewicht gilt, dass diese Angaben lediglich Durchschnittswerte sind und dein Kind auch weniger oder mehr wiegen kann. Wenn du unsicher darüber bist, ob dein Kind altersgerecht entwickelt ist, kannst du immer bei deinem Kinderarzt nachfragen.

Dein Baby mit 10 Monaten: Sitzen, rollen und erste Stehversuche

Eltern können es kaum erwarten, dass ihr Nachwuchs sich selbstständig hinsetzt, krabbelt und schließlich auch die ersten Schritte alleine geht. Aber jedes Kind ist anders und jedes Kind braucht seine Zeit für die verschiedenen Dinge. Mit 10 Monaten sind die meisten Babys bereits in der Lage, sich hinzusetzen und auch sitzen zu bleiben. Vielleicht ist dein Kind schon ganz animiert und zieht sich an den Möbeln hoch, bzw. balanciert daran entlang. Das sind seine ersten Schritte in Richtung alleine laufen. Aber macht euch selbst und vor allem eurem Baby keinen Stress, falls es das noch nicht macht.
Mit 10 Monaten sind die meisten Babys auch schon recht flink unterwegs. Sie robben oder krabbeln, rutschen auf dem Po oder rollen sich an ihr Ziel. Still sitzen wollen Kinder mit 10 Monaten in der Regel nicht mehr.

Dein Baby mit 10 Monaten: Tasten, fühlen und erfahren

Neben der Fortbewegung hat dein Kind auch den so genannten Pinzettengriff perfektioniert, d.h. es kann Dinge mit Daumen und Zeigefinger greifen und hochheben. Und um diese Dinge ausführlichst unter die Lupe zu nehmen, schaut es sich die jetzt genauer an und schiebt sie von einer in die andere Hand. Am Ende landet aber auch noch mit 10 Monaten alles zur genauen Analyse im Mund. Also Vorsicht vor zu kleinen Teilen, es besteht Erstickungsgefahr.

Dein Baby mit 10 Monaten: Sprechen will geübt sein

Dein Baby versteht dich mit 10 Monaten schon sehr gut. Kleinen Anweisungen kann es schon nachkommen beispielsweise einem ‚Nein‘. Das klappt aber noch nicht immer. Auch alltägliche Begriffe wie Essen, Schlafen oder Spielen kennt dein Kind, jedoch ist seine Begrifflichkeit davon ein wenig größer als deine. Mit 10 Monaten beinhaltet beispielsweise das Wort Schlafen für dein Kind alles vom Windeln wechseln übers Baden bis hin zum eigentlichen im Bett liegen. Erst wenn dein Kind älter wird, wird es genau verstehen, was es heißt, wenn du sagst, dass es nun Zeit ist zu schlafen. Vermutlich kann dein Kind auch auf gewisse Gegenstände oder Spielsachen zeigen, wenn du sie nennst.
Weil dein Kind dir in diesem Alter förmlich an den Lippen hängt, solltest du darauf achten, ganz normal mit ihm zu sprechen. Also keine Babysprache. Und es tut seinem Wortschatz gut, wenn du viel erklärst, während du etwas machst.
Die wenigsten Kinder können mit 10 Monaten schon gezielt ihr erstes Wort sagen. Es gibt aber Babys, die das schaffen. Setzt weder euch noch euer Baby unter Druck, wenn es darum geht, sprechen zu lernen. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und die einen Kinder sagen mit 10 Monaten ihr erstes Wort, andere erst mit 18 Monaten.

Dein Baby mit 10 Monaten: Spielen und Lernen

Eigentlich gibt es nichts, was ein Baby mit 10 Monaten nicht interessant findet. Von der Wasserflasche bis hin zur Taschentuchpackung, alles wird angefasst, in den Mund gesteckt, weggeworfen und wieder eingesammelt. Achte darauf, dass nichts in Babys greifbarer Nähe ist, was ihm schaden könnte.
Auch wenn dein Kind jetzt schon alleine unterwegs ist, all zu lange wird es dir nicht von der Seite weichen, denn Mamas oder Papas Nähe sind immer noch super wichtig. So lange dein Baby ein Elternteil sieht oder ganz in der Nähe weiß, wird es fröhlich vor sich hin spielen und entdecken. Richtig viel Freude bereiten Babys in diesem Alter ein Ball, ein Stehaufmännchen oder große bunte Bausteine.

Dein Baby mit 10 Monaten: der Schlaf

Babys sind mit 10 Monaten zwar körperlich in der Lage, eine ganze Nacht durchzuschlafen, das machen aber die wenigsten. Denn eine Nacht ist lang für ein kleines Kind. Viele werden im Alter von 10 Monaten noch wach und wollen etwas trinken. Dabei ist das Bedürfnis nach Nähe oft größer als das Hungergefühl des Kindes. Gib deinem Kind, was es braucht. Es ist zwar schon 10 Monate alt, aber so groß, dass es eine ganze Nacht alleine schlafen kann, dann doch noch nicht.

Übrigens schlafen Kinder mit 10 Monaten noch rund 14 Stunden am Tag. Das kommt dir als Mama garantiert viel weniger vor.

Dein Baby mit 10 Monaten: Wichtige Termine

Zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat ist die U6 beim Kinderarzt fällig. Es ist also an der Zeit, dass du einen Termin machst. Generell legen Ärzte die Vorsorgeuntersuchungen gern in den hinteren Bereich dieser Frist, also eher zum 12. Lebensmonat hin. Das hat den Grund, dass die Entwicklung der Kinder in diesem Alter so rasend schnell geht.
Dein Arzt schaut bei der Untersuchung danach, was dein Kind schon alles kann und ob es seinem Alter entsprechend entwickelt ist. Dabei stehen vor allem Beweglichkeit und Körperbeherrschung im Vordergrund. Auch auf die sprachliche Entwicklung wird geschaut und ob dein Kind in der Lage ist, einfache Aufforderungen zu verstehen.
Neben diesen Untersuchungen ist auch eine erneute Impfung fällig. Die meisten Babys bekommen bei der U6 ihre vierte Grundimmunisierung gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Hepatitis B, auch bekannt als sechsfach-Impfung, sowie die dritte Grundimmunisierung gegen Pneumokokken.

Impfungen sind lebenswichtig

Es gibt auch heute noch Eltern, die ihr Kind nicht impfen lassen wollen. Damit riskieren sie aber nicht nur das Leben ihres Kindes, sondern auch das chronisch kranker Menschen oder kleiner Kinder, die noch nicht geimpft werden konnten. Nicht geimpfte Kinder können Krankheiten übertragen, die bereits als so gut wie ausgestorben galten, selbst dann, wenn sie selbst keine oder nur schwache Symptome der Krankheit zeigen. Stecken sich andere Menschen mit einem schwachen Immunsystem wie Säuglinge, Schwangere oder chronisch kranke Menschen an, kann das lebensgefährlich sein.
Nicht impfen gefährdet Leben!

Quellen:

  • onmeda.de
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

Tipps und Tricks zum Leben mit Baby findest du hier:

Happy Baby! 7 Anzeichen, dass dein Baby gerade glücklich ist

Sitzen, Krabbeln, Laufen lernen: 3 geniale Eltern-Hacks, die Babys dabei helfen

Entwicklung deines Babys: Das alles kann es mit 11 Monaten schon

Es ist einer der wichtigsten Messwerte für die Gesundheit deines Babys: sein Gewicht.

Schon vor der Geburt wird bei den Ultraschalluntersuchungen das Gewicht deines Babys regelmäßig ermittelt, indem der Arzt oder die Ärztin Kopf- und Bauchumfang messen. In den ersten Schwangerschaftsmonaten wird auch die Körperlänge dazu erfasst, kurz vor der Geburt ist diese jedoch nicht mehr so leicht messbar, da dein Baby schon zu groß geworden ist.

Über das Gewicht deines Babys können die Ärzte feststellen, ob es sich gut entwickelt und ausreichend versorgt ist. Auch direkt nach der Geburt werden als erstes Körperlänge und Gewicht des Neuankömmlings erfasst.

Gewichts- und Größentabelle für Babys

Alter Gewicht (in g) Größe (in cm)
Mädchen Jungen Mädchen Jungen
1 Monat 4100 4300 53 54
2 Monate 4800 5100 56 57
3 Monate 5400 5800 59 60
4 Monate 6000 6600 52 53
5 Monate 6700 7200 64 66
6 Monate 7400 7900 66 68
7 Monate 8000 8400 68 70
8 Monate 8500 8800 70 72
9 Monate 8900 9200 72 73
10 Monate 9300 9700 73 74
11 Monate 9600 10200 74 75
1 Jahr 9800 10400 75 76
1 1/2 Jahre 11100 11600 81 82
2 Jahre 12200 12700 86 88

Gewichts- und Größentabelle für Kinder

Die angegebenen Werte sind Durchschnittswerte, entsprechen also der 50%-Perzentile!

Die Gewichtsentwicklung des Neugeborenen

Wiegen eines Neugeborenen

Wie schwer dein kleiner Liebling auf die Welt kommt, hängt von vielen Faktoren ab. So beispielsweise Erkrankungen wie Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes, Stoffwechselerkrankungen, chronischer Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, und so weiter. Auch dein eigener Körperbau, die Dauer der Schwangerschaft (wenn das berechnete Geburtsdatum stark über- oder unterschritten wird), das Geschlecht des Babys, die ethnische Herkunft und die mütterliche Ernährung beeinflussen das „Startgewicht“.

Der Durchschnitt für deutsche Babys liegt bei 3300 bis 3500g, aber alles zwischen 2800 und 4200g befindet sich im Normalbereich.

In den ersten Lebenstagen verlieren die meisten Babys etwas an Gewicht. Das ist ganz normal und kommt daher, dass die Nahrungsaufnahme zu Beginn erst erlernt werden muss. Das Verdauungssystem deines Kindes muss erst in Gang kommen und wenn du stillst, wird es einige Tage dauern, bis ausreichend Muttermilch produziert wird und das Stillen gut funktioniert. Der Gewichtsverlust liegt bei etwa 10% des Geburtsgewichts, aber nach ca. 10 Tagen sollte das Baby wieder sein Ausgangsgewicht erreicht haben.

Neugeborene legen enorm schnell an Körpermasse zu – bereits nach wenigen Monaten haben sie ihr Gewicht meist verdoppelt. Pro Tag nimmt ein Baby bis zu 30g zu. Ein gleichmäßiges Wachstum ist wichtig, es zeigt, dass das Kind genügend Nahrung bekommt und diese auch gut verwerten kann. Aus diesem Grund werden die betreuenden Hebammen und Ärzte immer das Gewicht erfassen und dieses in die im Mutter-Kind-Pass enthaltene Perzentilenkurve eintragen.

Was ist eine Perzentile oder Perzentilenkurve?

Um die gesunde Entwicklung deines Babys beurteilen zu können, trägt der Arzt oder die Ärztin das gemessene Gewicht regelmäßig in eine sogenannte Perzentilenkurve ein. Perzentile bedeutet „Hundertstel“, und in der Perzentilenkurve wird eine Prozentverteilung aufgezeichnet. Eingetragen wird das Gewicht in Bezug auf das Alter, meist in Monaten. Die mittlere Linie ist die 50er-Perzentile, sie zeigt 50% an, was dem Durchschnitt entspricht. Das heißt, das durchschnittliche Gewicht in einem bestimmten Alter entspricht der 50er-Linie in der Perzentilenkurve.

Dann gibt es noch zwei Linien für 3% und 97%. Alle Werte, die zwischen diesen beiden äußeren Linien liegen, befinden sich im Normalbereich. Ein Wert darüber oder darunter bedeutet aber nur, dass dein Kind zu den 3% gehört, die eben mehr oder weniger wiegen als diese beiden theoretischen Gewichtskurven.

Auch für den Arzt oder die Ärztin sind die konkreten Zahlen erstmal weniger interessant als die tatsächliche Verteilung dieser in der Kurve. Der Verlauf des Gewichts sollte nämlich auf einer leicht ansteigenden Linie liegen, dein Baby also gleichmäßig wachsen und zunehmen.

Keine Panik bei Abweichungen!

Bei allen Zahlen und Tabellen solltest du immer im Auge behalten, das dein Baby einzigartig ist und sich ganz individuell entwickelt. Sollten Gewicht oder Größe von den Normwerten abweichen, so wird der Kinderarzt oder die Kinderärztin nach den Ursachen forschen und im Einzelfall entscheiden, ob eine weitere Behandlung oder genauere Beobachtung möglicherweise notwendig ist. Auch ist es gut zu wissen, dass gerade in den ersten Lebensmonaten der kleine Mensch starke Entwicklungsschübe hat, daher kann es sein, dass etwa das Gewicht oder die Körpergröße kurze Zeit stagnieren und dann sprungartig ansteigen – auch darüber weiß dein Kinderarzt oder deine Kinderärztin am besten Bescheid.

Das Gewicht bei Kindern und Kleinkindern

Nach dem ersten Lebensjahr hat dein Kind sein Gewicht wahrscheinlich schon verdreifacht und sich zu einem aktiven, lebendigen kleinen Menschlein entwickelt. Auch jetzt sollte die Gewichtszunahme noch regelmäßig beobachtet werden. Bei einem plötzlichen Gewichtsverlust kannst du überlegen, ob es vielleicht eine Begründung dafür gibt: beispielsweise war dein Kind krank oder hat durch das neu erlernte Krabbeln und Laufen mehr Energie als früher verbraucht.

Vom zweiten bis zum sechsten Lebensjahr gilt dein Kind als Kleinkind. Das Wachstum wird jetzt langsamer. Ein etwas pummeliges Baby, welches genetisch aber einen eher längeren, schlanken Körperbau hat, wird vielleicht eher in die Länge wachsen und weniger Gewicht zunehmen, sodass sich die Proportionen anpassen. Jedes Kind entwickelt sich sehr individuell und in seinem eigenen Tempo. Wenn du dir die Gewichtstabellen und Perzentilenkurven ansiehst, wirst du feststellen, dass der Normalbereich sehr weit gefasst ist und Kinder im gleichen Alter große Unterschiede bei ihrem Gewicht haben können. Deshalb solltest du dich und dein Kind auch nicht unter Druck setzen, indem du es mit den anderen Kindern in seinem Alter vergleichst!

Die wichtigsten Faktoren, um dein Kind jetzt vor Übergewicht zu schützen, sind eine gesunde, ausgewogene Ernährung und viel Bewegung. Solltest du aber das Gefühl haben, dein Kind ist zu dick, kannst du das mit deinem Kinderarzt oder deiner Kinderärztin besprechen. Diese werden vielleicht den BMI deines Kindes berechnen, um eine Orientierung für dessen Gewicht zu haben. Der BMI, Abkürzung für „Body Mass Index“, ist der Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m2), auch für ihn gibt es Vergleichstabellen, da er natürlich auch von Alter und Geschlecht abhängig ist.

Der nächste Wachstumsschub kommt bestimmt

Der BMI sollte bei Babys und Kleinkindern nur als grober Richtwert verwendet werden. Oft kommt es vor, dass der BMI-Wert schon leicht im übergewichtigen Bereich liegt, dann aber beim nächsten Wachstumsschub wieder nach unten rutscht. Um das 5. Lebensjahr sollte der BMI bei normalgewichtigen Kindern eher im unteren Bereich liegen, diese sind in diesem Alter meist sehr schlank. Im Grundschulalter, um das 7. Lebensjahr herum, kommt es in den meisten Fällen zu einem starken Längenwachstum. Vom 8. bis zum 10. Geburtstag nehmen die meisten Kinder eher an Gewicht zu, um dann im Teenageralter wieder kräftig in die Länge zu wachsen.

Sollte wirklich ein Übergewicht festgestellt werden und der Arzt eine Ernährungsumstellung empfehlen, so wird deshalb meist keine Gewichtsreduktion als Ziel festgelegt. Vielmehr sollte das Gewicht gleich bleiben während dein Kind langsam größer wird.

Je länger ein Kind jedoch übergewichtig ist, desto größer ist das Risiko, dass es das auch bis ins Erwachsenenalter bleibt. Achte daher darauf, dass dein Kind gesund isst – und sei ihm selbst ein gutes Vorbild! Auch bei der Bewegung ist die Vorbildwirkung besonders wichtig, da Kinder automatisch die Verhaltensweisen ihrer Eltern kopieren.

Krabbeln

Krabbeln lernen

Krabbeln lernen ist nicht so einfach, wie es vielleicht scheint. Einige Voraussetzungen müssen für einen reibungslosen Ablauf erfüllt sein. Zuerst einmal muss die Nackenmuskulatur für den Blick nach vorne stark genug sein.

Bei den meisten Babys sind als nächstes die Arme dran, sie beginnen sich für ihren ersten Liegestütz hochzudrücken. Klappt das, folgt das Drehen vom Bauch auf den Rücken und zurück, was die Rumpf- und Rückenmuskulatur weiter kräftigt. Auch das Drehen im Kreis um die eigene Achse ist eine Trainingsmöglichkeit.

Manche Kinder rollen erst mal eine Weile, schieben sich bei glattem Boden rückwärts durch die Wohnung, robben und kriechen, bevor sie richtig krabbeln lernen. Sind die Beine stark genug, um den Popo oben zu halten, ist es fast geschafft.

Nun fehlt nur noch die perfekte Koordination von Händen und Füßen im Vierfüßlerstand. Gerade am Anfang ist das kein leichtes Unterfangen. Meist sind die Beine schneller als die Hände, so dass das Kind mitunter mit dem Näschen bremst.

Krabbeln üben geht nicht ohne Schrammen und Rückschläge über die Bühne und braucht Zeit. Irgendwann hat Baby den Bogen aber raus. Dann kommt es rasant vorwärts und lernt, dass es bei einer Stufe besser den Rückwärtsgang einlegt.

Das Baby krabbelt nicht?

Auch wenn die einzelnen Entwicklungsschritte bei jedem Kind in relativ fester Reihenfolge ablaufen, gibt es immer wieder Kinder, die aus der Reihe tanzen. Rund 13 Prozent überspringen das Krabbeln und beginnen gleich mit dem Laufen. Wenn allerdings die Monate vergehen, doch Ihr Baby krabbelt nicht und zieht sich auch nicht hoch, sondern robbt nur oder zieht ein Bein hinterher, sollten Sie etwas unternehmen. Lassen Sie untersuchen, ob anatomisch alles in Ordnung ist oder ob eine Blockade vorliegt. In manchen Fällen kann ein Osteopath helfen, diese zu lösen.

Wie und wann Babys sitzen lernen

Text: K.L., Stillberaterin und selber Mutter von 3 Kindern / Letzte Aktualisierung: 02.02.2020

Ab wann können Babys sitzen? – Wie Sie auf dem Bild sehen, mit etwas Hilfe schon sehr früh! Foto: © pyrozenko13 – stock.adobe. com

Inhaltsverzeichnis dieses Artikels:

Die Entwicklung Ihres Babys schreitet im ersten Lebensjahr schnell voran. Vom ersten Lächeln, über das Krabbeln bis hin zu den vorsichtigen ersten Schritten allein – vieles passiert in dieser Zeit. Ein ganz wichtiger Meilenstein ist auch das eigenständige Sitzen. Doch was ist die Voraussetzung dafür, dass ein Baby allein sitzen kann? Müssen Sie als Eltern etwas dafür tun oder lernt es das Baby ganz ohne Ihre Hilfe?

So lernt Baby sitzen

Nun, das selbständige Sitzen erfordert die notwendige Streckung der Wirbelsäule. Babys kommen, bedingt durch ihre Lage in der mütterlichen Gebärmutter, mit einem „runden“ Rücken auf die Welt. In der ersten Phase streckt sich die Halswirbelsäule. Wir sehen das daran, dass das Baby seinen Kopf in der Bauchlage etwa eine Minute lang alleine halten kann. Phase zwei der Streckung ist nun für das selbständige Sitzen lernen die Voraussetzung: hier streckt sich nämlich die Brustwirbelsäule des Babys. Und der Vollständigkeit halber: die 3 Phase umfasst die Streckung der Lendenwirbelsäule. Ist diese abgeschlossen, so kann das Kind ganz alleine laufen und so seine Welt aus einer ganz anderen Perspektive erkunden. (Laufen lernen) Neben der Streckung der kindlichen Wirbelsäule muss sich natürlich auch die Muskulatur des Babys erst langsam entwickeln. Daher unser dringender Rat: zwingen Sie Ihr Baby nicht in eine sitzende Position, wenn es dazu von selbst noch gar nicht in der Lage ist! Immer wieder sieht man Babys, welche mit etlichen Kissen abgestützt im Hochstuhl an der Familienmahlzeit teilnehmen. Solche Aktionen schaden Ihrem Kind nur und sollten daher unbedingt unterlassen werden. Wichtig ist in dieser Phase auch, dass Sie Ihr Baby richtig tragen.

Wie Babys sitzen lernen – Schritt für Schritt

Die meisten Kinder erreichen diesen Entwicklungsschritt über das Krabbeln. Haben sie sich einmal aus der Bauchlage in den Vier-Füssler-Stand gehoben, so ist das Sitzen nicht mehr weit. Natürlich hat Ihr Baby auch vorher schon Spaß daran, wenn Sie es aus der Rückenlage heraus an beiden Händen anfassen und es sich so mit Ihrer Hilfe zum Sitzen hochziehen kann. Wichtig: Ihre Hände dienen dabei nur als Hilfe – die Kraft zum Hochziehen sollte von Ihrem Baby kommen.

Ab wann sollten Babys sitzen?

Ist nun aber jegliches Sitzen verboten, solange dies Ihr Baby noch nicht allein kann? Nein, ganz so ist es auch wieder nicht. Natürlich dürfen Sie Ihren Nachwuchs zum Beispiel beim Füttern auf Ihren Schoß setzen. Länger als 10 Minuten sollten Sie dies aber nicht tun, und vor allem achten Sie bitte darauf, dass sich Ihr Baby dabei in einer leichten Schräglage befindet und von Ihnen gut abgestützt wird. Zu frühes häufiges Sitzen kann zu späteren Haltungsschäden führen. Zudem haben Wissenschaftler herausgefunden dass Babys, welche sehr oft in die sitzende Position gebracht wurden, obwohl sie dazu von selbst noch gar nicht in der Lage waren, häufig die Krabbelphase einfach überspringen. Das hört sich im ersten Moment nicht weiter schlimm an, hat aber zur Folge, das durch das fehlende Krabbeln die Über-Kreuz-Bewegungen nicht genug trainiert werden können, was wiederum zu späteren Motorikproblemen führen kann. Liebe Eltern, haben Sie also bitte Geduld.
Ab wann können Babys sitzen ?
Viele Eltern fragen sich “ Ab wann können Babys sitzen ?“ Das ist wie so oft von Kind zu Kind sehr unterschiedlich! Die meisten Babys lernen etwa um den achten Monat herum das eigenständige Sitzen. Manche sind etwas früher dran und andere brauchen dafür etwas mehr Zeit. Geben Sie Ihrem Kind diese Zeit und bedenken Sie immer, dass jedes Baby sein eigenes Entwicklungstempo an den Tag legt. Einige Babys können erst mit 11- 12 Monaten sitzen. In unserem Portal finden Sie weitere Informationen über die motorische Entwicklung von Kindern.

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Ab wann kann mein Baby sitzen ?

Warum mein Baby von selbst sitzen lernen sollte

Was kannst du tun, damit dein Baby eine stabile Muskulatur aufbaut ? Ab wann fängt mein Baby an zu sitzen und was muss ich dabei beachten ? Wusstest du schon, dass dein Baby in der 16. Schwangerschaftswoche erste Laufanzeichen von sich gibt ? Alles zum Thema erfährst du hier.

Ab wann kann mein Baby sitzen ?

Da jedes Baby unterschiedlich ist, dauert es unterschiedlich lange bis dein Baby selbst sitzen kann. Man spricht jedoch, dass Babys zwischen dem 5. und 9. Monat durchschnittlich anfangen selbstständig sitzen zu können.

Anfangs bei der Geburt hat die Wirbelsäule eines Säuglings die Form eines „C“, welches keine gute Voraussetzung zum Sitzen bietet. Insgesamt dauert es ungefähr ein Lebensjahr bis sich die Wirbelsäule zu einer Doppel S-Form entwickelt.

Viel Bewegung ist sehr gut und notwendig

Die erste und auch wichtigste Voraussetzung, damit dein Baby lernt alleine sitzen zu können, ist der Aufbau aller nötigen Muskeln. Keine Sorge, du wirst nicht mit deinem Baby ins Fitnessstudio gehen müssen, da Babys von ganz alleine ihre Muskulatur trainieren.

Das Baby trainiert zum Beispiel durch die Bauchlage, Krabbeln und irgendwann später durch das Robben. Man sagt: „Je mehr sich das Baby bewegt, umso stärker wird die Muskulatur.“

Wichtig: Du als Elternteil solltest auf jeden Fall den Bewegungsdrang deines Babys unterstützen und deinem Liebling genug Möglichkeiten bieten sich auszuleben. Auch wenn es nach mehreren versuchen nicht klappt, solltest du geduldig bleiben und abwarten bis dein Baby es von selbst lernt zu sitzen.

Beim Baby unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten vom Sitzen:

—> passives Sitzen: Unter dem Begriff versteht man, dass das Baby nicht selbstständig, sondern nur mit Hilfsmitteln wie z.B. mit fremder Hilfe auf dem Schoß oder mit Hilfe eines Gegenstandes, wie einem Kissen, aufrecht sitzen kann.

—> aktives Sitzen: Aktives Sitzen bedeutet, dass dein Baby ohne Hilfe alleine Sitzen kann und dabei freie Hände hat, um beispielsweise etwas zu essen oder auch zum Spielen benutzen kann.

Sobald es dein Baby geschafft hat, alleine sitzen zu können, solltest du trotzdem die noch zärtliche Wirbelsäule nicht überlasten, indem es mehrere Stunden z.B. im Auto sitzen muss. Das schädigt der Wirbelsäule nämlich sehr und kann im schlimmsten Fall zu einer Fehlbildung in der Wirbelsäule führen. Aus diesem Grund solltest du bei langen Autofahrten regelmäßig eine Paus einplanen.

Babyentwicklung

Ungefähr im 3. bis 4. Monat lernt dein Baby seinen Kopf alleine zu halten. Dafür ist es besonders wichtig, dass die Schulter- und Nackenmuskulatur stark genug ist. Schafft dein Baby es ungefähr eine Minute sein Kopf zu halten, hat es die erste Phase überstanden.

Zwischen dem 5. bis 9. Monat etwa lernt dein Baby selbstständig zu sitzen. Viel krabbeln stärkt die Bauch- und Rückenmuskulatur. Außer der starken Muskeln und langsam förmlicher S- Wirbelsäule, ist eine so genannte neuronale Struktur wichtig, die Hirnstrukturen im Kleinhirn verbindet.

Mit fünf bis sechs Monaten greift das Baby gezielt nach Spielzeugen, wechselt sie von einer Hand in die andere und kann zwei Dinge gleichzeitig halten.

Das Robben lernt dein Baby ungefähr im 7. bis 10. Monat. Durch das Robben kann ein Baby prima weiterhin seine Muskeln stärken.
Im 8. bis tatsächlich 20. Monat fangen die meisten Babys ihre ersten Schritte, ohne Hilfestellung, zu setzten. Schon im Mutterleib, in der 16. Schwangerschaftswoche in etwa, spürt man die ersten Tritte im Bauch, die auf eine laufartige Bewegung hindeuten.

Ab wann kann mein Baby im Kinderwagen sitzen ?

Bis zum 9. Monat sollte dein Baby am besten liegend gefahren werden. Ab dem 10. Monat beziehungsweise wenn dein Baby sitzen gelernt hat, darf es im Kinderwagen sitzend gefahren werden.

Wenn dein Baby noch nicht sitzen kann

Dein Baby will noch nicht sitzen? Kein Grund zur Panik. Jedes Baby lernt unterschiedlich schnell und das ist auch richtig so. Was du doch auf gar kein Fall tun sollest ist dein Kind hinzusetzen, obwohl es noch gar nicht von selbst sitzen kann.

Anscheinend ist die Rückenmuskulatur deines Babys noch nicht stark genug um den schweren Kopf und sich selbst zu halten. Im schlimmsten Fall kann es nämlich dazu führen, dass Haltungsschäden entstehen, die später für eine schiefe Wirbelsäule sorgen könnten.

Aus diesem Grund sollest du deinem Baby soviel Zeit lassen, wie es braucht. Überschreitet dein Baby jedoch die 14 Monate und es immer kann immer noch nicht laufen, solltest du mit deinem Baby zum Kinderarzt um einfach zu überprüfen, dass alles gut ist.

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Über Sabine Engels

Die 4-fache Mutter ist eine echte Expertin auf dem Gebiet Muttersein und unterstützt unsere Leserinnen regelmäßig mit hilfreichen Tipps und Infos. Einmal die Woche nimmt sie sich die Zeit, um mit ihrem Mann Salsa tanzen zu gehen. Aber ihr Highlight ist der jährliche Sommerurlaub in Spanien mit der ganzen Familie.

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