Ab wann geburtsvorbereitungskurs

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Was du wirklich über den Geburtsvorbereitungskurs wissen musst

Bei dem Gedanken an die bevorstehende Geburt kommen bei den meisten Frauen gemischte Gefühle auf: Einerseits die Vorfreude auf das Baby, andererseits aber auch die Angst vor dem Unbekannten. Und auch wenn man erst weiß, was es heißt, ein Kind zu gebären, wenn man eines bekommen hat, so muss doch niemand ganz unvorbereitet in den Kreißsaal gehen. Den Geburtsvorbereitungskursen sei Dank.
Was eine werdende Mama in einem Geburtsvorbereitungskurs erwartet, wann der beste Zeitpunkt ist, wer die Kosten dafür trägt und was man da überhaupt lernt, werden wir dir hier verraten.

Müssen Schwangere einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen?

Nein, niemand muss einen solchen Kurs besuchen. Die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs ist ganz und gar freiwillig. Wer sich also sicher mit sich und der bevorstehenden Geburt fühlt, der kann darauf verzichten.
Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, haben aber in der Regel viele Fragen zur Geburt. Der richtige Ort, um all das zu klären, ist der Geburtsvorbereitungskurs. Denn in der Regel wird der von einer erfahrenen Hebamme geführt. Außerdem kann es Schwangeren helfen, sich mit anderen Schwangeren auszutauschen.

Geburtsvorbereitungskurs: Der Inhalt

Ein Geburtsvorbereitungskurs verfolgt – wie der Name schon sagt – den Plan, Frauen, aber auch Männer, auf die Geburt vorzubereiten – emotional und körperlich.
Emotional hilft es vielen Frauen, wenn sie genau wissen, was da im Körper vor sich geht. Wie läuft die Geburt ab? Wann merke ich, dass es losgeht? Was macht das Baby während der Geburt im Bauch? Und was spürt Mama „außen“? All diese Fragen werden in einem Geburstvorbereitungskurs von einer erfahrenen Hebamme beantwortet.
Vätern hilft es oft, wenn sie Möglichkeiten an die Hand bekommen, wie sie ihrer Frau helfen können: Kleine Handgriffe beispielsweise, die die Schmerzen der Wehen ein wenig lindern, Atemtechniken, die sie gemeinsam mit ihrer Frau machen können usw.
Der Besuch eines Kreißsaals ist ebenfalls ein wichtiger Teil vieler Geburtsvorbereitungskurse. Einmal sehen zu können, wie es wirklich in einem Kreißsaal aussieht, wie es sich anfühlt, nimmt vielen Schwangeren einen großen Teil der Angst.

Auch die körperliche Belastung einer Geburt bereitet vielen Schwangeren Sorge. Doch im Geburtsvorbereitungskurs lernt man, wie man beispielsweise eine Wehe veratmen kann oder mithilfe welcher Bewegungen man seinen Beckenboden entlasten und die Geburt ein wenig vorantreiben kann. Außerdem zeigt einem die Hebamme verschiedene Geburtspositionen und erklärt die Möglichkeiten der Schmerzlinderung, wie Periduralanästhesie (PDA) oder Akupunktur.
Doch mit der Vorbereitung auf die Geburt ist ein Geburtsvorbereitungskurs längst nicht beendet. Denn auch die erste Zeit mit Baby ist Bestandteil des Kurses. Die zukünftigen Eltern lernen beispielsweise, wie man Babys wickelt, anzieht und halten kann.

Ab wann kann ich einen Geburtsvorbereitungskurs machen?

Wann man mit einem Geburtsvorbereitungskurs startet, hängt davon ab, für welche Art des Kurses man sich entscheidet. Generell kann man sich merken, dass der Kurs drei bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin enden sollte.

Mehrwöchige Geburtsvorbereitungskurse gehen in der Regel über 14 Stunden, die sich meist auf sieben bis acht Wochen verteilen. Das heißt, der Geburtsvorbereitungskurs sollte um die 29. Schwangerschaftswoche starten.
Es gibt auch die Möglichkeit, einen Wochenend-Crashkurs zu besuchen. Den besucht man meist an zwei aufeinander folgenden Tagen (Samstag und Sonntag). Die meisten Chrashkurse sind ein wenig kürzer und belaufen sich auf lediglich zehn Stunden insgesamt.
Die Nachfrage nach Geburtsvorbereitungskursen ist oft sehr hoch. Deshalb sollten sich Frauen bereits in der 20. Schwangerschaftswoche für einen Kurs anmelden.

​Sowohl die mehrwöchigen Kurse als auch die Chrashkurse werden nur für Schwangere, aber auch für Paare angeboten. Zudem gibt es bei Geburtsvorbereitungskursen die Möglichkeit, einen Kurs für Erstgebärende, für Frauen, die bereits Mutter sind, oder einen gemischten Kurs zu besuchen.

Wo kann ich einen Geburtsvorbereitungskurs machen?

Angeboten werden Geburtsvorbereitungskurse von vielen Institutionen. Angefangen in Krankenhäusern können werdende Eltern aber auch Kurse in Hebammenpraxen, Geburtshäusern, Elternschulen oder Volkshochschulen belegen. Am besten informiert man sich im Internet über die Möglichkeiten in der eigenen Stadt. Auch Freunde und Bekannte können Hinweise auf gute Kurse geben.

Kann ich auch einen Geburtsvorbereitungskurs zu Hause machen?

Wenn eine Schwangere beispielsweise Bettruhe einhalten muss oder andere Komplikationen vorliegen, kann ein Geburtsvorbereitungskurs auch zu Hause oder im Krankenhaus in Anspruch genommen werden. Die Kosten dafür trägt die Krankenkasse, sofern der behandelnde Arzt ein Rezept ausgestellt hat.

Wer trägt die Kosten für einen „normalen“ Geburtsvorbereitungskurs?

Die Kosten für einen Geburtsvorbereitungskurs bis zu 14 Stunden übernimmt die Krankenkasse, allerdings meist nur für die Schwangere. Möchte der Partner ebenfalls an dem Kurs teilnehmen, muss er seinen Anteil in der Regel selber zahlen. Die Kosten dafür liegen zwischen 50 und 120 Euro. Aber auch hier gilt: Frag einfach bei deiner Krankenkasse nach. Manche Kassen übernehmen auch für den werdenden Papa die Kosten des Geburtsvorbereitungskurses.

Kann ich auch eine Geburtsvorbereitung online machen?

Wer keinen klassischen Geburtsvorbereitungskurs besuchen möchte oder kann, hat die Möglichkeit, einen Online-Kurs zu machen. Der Vorteil eines Online-Kurses ist, dass man sich die Zeit selbst einteilen kann, ihn überall ansehen kann und es keine Anmeldeprobleme wegen zu großer Nachfrage gibt. Auch der Partner kann „kostenfrei“ mitschauen.
Ob ein Online-Geburtsvorbereitungskurs von deiner Krankenkasse übernommen wird, musst du am besten direkt mit deiner Krankenkasse klären.

Das Start-Up ‚Keleya‘ hat einen app-basierten Geburtsvorbereitungskurs auf den Markt gebracht. Das heißt, werdende Eltern können sich ganz leicht via Smartphone auf die Geburt vorbereiten. Dazu gibt es Rezepte, Workouts und jede Menge andere Tutorials für werdende Mamas. Begleitet wird die Schwangerschafts-App von Experten und Hebammen.
Einige Krankenkassen haben nach Auskunft von Keleya die Kostenübernahme bereits zugesagt. Ob auch deine Krankenkasse dabei ist, klärst du am besten direkt mit ihr.

Quellen:

  • Berufsverband der Frauenärzte e.V.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

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Geburtsvorbereitungskurs: Ab wann macht er Sinn?

Zentraler Bestandteil der Kurse sind Atemwahrnehmungsübungen: Der Atem spielt während der Geburt eine zentrale Rolle. Wenn die Frau lernt, ihren Atem richtig zu nützen, dann hilft ihr das, gut durch die unterschiedlichen Phasen der Geburt zu kommen. Dabei geht es darum, den eigenen Atem wahrzunehmen und zu vertiefen – verbunden mit Körperwahrnehmungsübungen.

Geburtsvorbereitungskurse werden in aller Regel von Hebammen angeboten. Sie sind Expertinnen für das große Ereignis „Mutter werden – Eltern werden“. Auch wenn in manchen Hebammenordinationen mittlerweile Einzel-Geburtsvorbereitungskurse stattfinden, vermittelt die Hebamme ihr Wissen meist in geschlossenen Frauen- oder Paargruppen. Sie bereitet körperlich und mental auf die Geburt und das Eltern-Sein vor. Dafür gliedert sich solch ein Kurs meist in mehrere Teile, die aber je nach Hebamme – und je danach, welche Geburtsvorbereitungs-Methoden sie favorisiert – variieren können:

  • Schwangerschaftsgymnastik: Spezielle Körperübungen kräftigen und entlasten die in der Schwangerschaft besonders beanspruchten Körperpartien wie Rücken und Beckenboden. Zudem können bestimmte Körperhaltungen auch während der Geburt positiv wirken.

  • Aufklärung: Die Hebamme erklärt den Ablauf einer natürlichen Geburt genau und kann auch auf Komplikationsrisiken und mögliche Alternativen wie etwa den Kaiserschnitt eingehen. Gut informiert fühlen sich die werdenden Eltern sicherer und haben weniger Angst. Frauen können Beschwerden und komplizierte Situationen in der Schwangerschaft ansprechen und erhalten von der Hebamme dazu Rat und Tipps.

  • Atemübungen: Indem Frauen bei der Geburt ihren Atem richtig nützen, erleichtern sie sich selbst die Geburt und die Schmerzverarbeitung. Das hilft auch dem Baby. Je nach Phase der Geburt kommen verschiedene Atemtechniken zum Einsatz, die Frauen auch daheim üben können.

  • Entspannungsmethoden: Sie helfen, die Muskeln während der Wehen in der Austreibungsphase lockerer zu lassen und zwischen den Wehen neue Energie zu schöpfen. Auch die Entspannungsmethoden sollten Frauen – vielleicht gemeinsam mit dem Partner – daheim üben, um gut auf die Entbindung vorbereitet zu sein.

  • Massagetechniken: Massieren an den richtigen Stellen, mit liebevoller Zuwendung durch den Partner oder Geburtsgefährten kann zum einen die Wehenverarbeitung bei der Geburt unterstützen. Zum anderen können Schwangere die Dehnfähigkeit ihrer Gewebe durch Selbstmassagen fördern. Die Hebamme kennt auch hier viele Tipps, etwa die Dammmassage mit speziellen Ölen, um das Risiko für einen Dammriss oder Dammschnitt zu reduzieren.

  • Vorbereitung: Die Hebamme wird auch auf die erste Zeit nach der Geburt eingehen und auf das Eltern-Sein vorbereiten. Da sie auch Expertin für Neugeborene ist, kann sie Tipps bei Problemen mit dem Kind, bei Veränderungen in Alltag und Partnerschaft sowie in der Säuglingspflege geben. Die Säuglingspflege ist auch in der Nachbetreuungsphase im Wochenbett ein wichtiges Thema.

Wie läuft der Geburtsvorbereitungskurs ab?

Was passiert im Kurs?

Ein guter Geburtsvorbereitungskurs beinhaltet zum einen die Vorbereitung auf die Geburt – körperlich und mental – und zum anderen die Vorbereitung auf das Eltern-Sein. In der Regel besteht er aus folgenden Teilen:

  • Atemübungen: Atmet die Frau bei der Geburt richtig, kann das die Geburt erleichtern und die Schmerzen lindern.
  • Entspannungstechniken: Sie verbessern das Körpergefühl und helfen Ihnen, in den Wehenpausen Kraft zu schöpfen.
  • Bewegung: Spezielle Fitnessübungen kräftigen die in der Schwangerschaft beanspruchten Körperpartien wie Rücken und Beckenboden und halten Sie beweglich. Die Übungen sollte die Schwangere dann regelmäßig zuhause durchführen.
  • Information zur Geburt: Die werdenden Eltern erfahren, wie eine Geburt abläuft – das nimmt die Unsicherheit. Außerdem können sie Fragen stellen und sich mit anderen Paaren austauschen. „Frauen, die gut informiert sind haben weniger Angst und häufig auch weniger Schmerzen“, sagt Giesen.
  • Vorbereitung auf das Eltern-Sein: Die Eltern erfahren, wie die Zeit nach der Geburt abläuft und welche Probleme häufig auftreten. „Viele Hebammen arbeiten hier aktiv, zum Beispiel mit Rollenspielen“, sagt Giesen. Jede Hebamme setze in ihrem Kurs aber individuelle Schwerpunkte.

Die Säuglingspflege deckt der Geburtsvorbereitungskurs in der Regel nicht ab, dazu werden separate Kurse angeboten.

Männer erwünscht?

Ob sie sich für einen Kurs anmelden, bei dem der Partner an allen Terminen mit dabei ist oder einem, bei dem er nur zu bestimmten Themen teilnimmt, bleibt den werdenden Eltern überlassen. Beides wird angeboten. „Ich finde es optimal, wenn ich die Körperarbeit mit den Frauen alleine machen kann“, sagt Giesen. „Auch einige Gespräche über Probleme in der Schwangerschaft und die Angst vor der Geburt fallen ohne Partner oft leichter.“ Die Männer sollten jedoch auch erfahren, wie eine Geburt abläuft und wie sie die Frau dabei am besten unterstützen können. Darüber hinaus betrifft sie natürlich auch die Vorbereitung auf das Eltern-Sein.

Frühzeitig anmelden

Je nachdem, wie groß Angebot und Nachfrage am Wohnort der Schwangeren sind, gilt es häufig, sich schon frühzeitig nach einem Geburtsvorbereitungskurs umzusehen. Ansprechpartner sind Hebammenpraxen, Geburtskliniken, der Gynäkologe oder Träger sozialer Einrichtungen. „In der Regel sollte sich die Schwangere um die 20. Woche herum anmelden“, sagt Giesen. Der Kurs sollte frühestens in der 25. Woche und spätestens in der 30. Woche beginnen. „Das hängt auch davon ab, wie kurz aufeinander die Stunden folgen“, sagt Giesen. Frauen spüren die Übungen meist intensiver, je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist.

Normalerweise bezahlt die Krankenkasse den Geburtsvorbereitungskurs – zumindest für die werdende Mutter. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten für maximal 14 Stunden, sofern eine Hebamme den Kurs leitet. Der werdende Vater muss jedoch meist selbst bezahlen.

Hebamme als Begleitung durch die Schwangerschaft

„Ideal ist es, wenn sich die Schwangere ein Hebammenteam sucht, das sie schon während der Schwangerschaft betreut und bei dem sie auch die Geburtsvorbereitung macht“, sagt Giesen. „Allerdings bieten nicht alle Hebammen solche Kurse an.“ Falls die werdende Mutter noch mehr trainieren möchte, eignet sich zum Beispiel ergänzend Schwangerenyoga. „Auch da geht es um die richtige Atmung und um Körpergefühl“, sagt Giesen. „Je mehr sich die Frau damit beschäftigt, desto besser verinnerlicht sie es.“

Du bist schwanger und möchtest Dich gemeinsam mit anderen Schwangeren sportlich betätigen? Oder Dich einfach nur über Themen wie das Stillen oder den Ablauf der Geburt informieren? Dich vielleicht auch schon nach einem Geburtsvorbereitungskurs umsehen? Welche Kurse es überhaupt gibt, welche sinnvoll sind und was es dabei zu beachten gibt, haben wir hier für Dich zusammengefasst

Inhalt

Die Kursangebote

Erst einmal ist es wichtig zu wissen, dass sich das Kursangebot von Region zu Region, von Klinik zu Klinik unterscheiden kann. Nicht jeder mögliche Kurs wird überall angeboten. Daher solltest Du immer im Einzelfall in Deiner Nähe nachschauen, ob Dein gewünschter Kurs überhaupt angeboten wird. Im Grunde gibt es aber meistens ein Angebot aus Sportkursen, aus Geburtsvorbereitungskursen, aus Rückbildung- und Mama-Baby-Kursen. Hier eine Übersicht der gängigsten Angebote:

Sport-Kurse während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft ist es wichtig, dass Du und Dein Ungeborenes Euch wohlfühlt. Sport kann dazu beitragen, dass Du fit bleibst, gegen eventuelle Rückenschmerzen aktiv angehst und dass Dein Körper belastbar bleibt. Doch nicht alle Sportarten sind für Schwangere geeignet. Daher gibt es spezielle Kurse, die auf Deinen Zustand abgestimmt sind. So sind etwa Schwimm- und Aqua Gym-Kurse besonders schonend und gleichzeitig gut für Deinen Rücken. Und Du kannst bis in die letzten Schwangerschaftswochen an der Wassergymnastik teilnehmen. Die Aktivität im Wasser schont Deine Gelenke, beugt Rückenschmerzen vor und das kühlende Wasser wirkt sich positiv auf die Regulation der Körpertemperatur aus. Weitere positive Effekte: Stauungen im Venen- und Lymphsystem wird vorgebeugt, die Gefäße werden komprimiert.

Allgemein gilt: Wenn Du unsicher bist, ob Dir bestimmte Sportarten gut tun, solltest Du vorher mit Deinem Frauenarzt sprechen. Bewegung in der Schwangerschaft ist im Grunde sehr zu empfehlen, vor allem in Kursen, in denen das Angebot auf Deine Situation abgestimmt ist. Außerdem lernst Du so andere werdende Mütter aus Deiner Region kennen. Kursgebühren werden im Regelfall nicht von der Krankenkasse übernommen.

Infoabende und Erste Hilfe

Gerade wenn Du das erste Mal schwanger bist, hast Du wahrscheinlich viele Fragen und möchtest Dich gern über Themen wie Stillen oder Erste Hilfe bei Babys informieren. Diese beiden Themen werden meist an Infoabenden behandelt, für die Du Dich anmelden kannst – natürlich auch gemeinsam mit dem werdenden Vater.

Bei Still-Infoabenden erfährst Du alles über das optimale Anlegen, verschiedene Anlege-Positionen, die ersten Tage mit dem gestillten Baby und vieles mehr. Individuelle Fragen werden auch gerne beantwortet. Solche reinen Infoabende kannst Du meist kostenlos besuchen.

Anders ein Erste-Hilfe-Kurs, bei dem Du aktiv mitmachen kannst. Dort erlernst Du, wie Du Deinem Kind trotz eigener Panik und mit wenigen Handgriffen im Notfall helfen kannst, bis professionelle Hilfe eintrifft. Es werden verschiedene häufig vorkommende Notfallsituationen erläutert, mögliche Erstmaßnahmen beschrieben und trainiert. Die Kosten für einen solchen Kurs werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Nimmst Du aber gemeinsam mit Deinem Partner teil, gibt es meist eine Vergünstigung. Solche Kurse sind empfehlenswert, damit Du in Notfallsituationen reagieren kannst und Dich im Alltag mit dem Baby etwas sicherer fühlst.

Geburtsvorbereitungs-Kurse

Wichtig bei Geburtsvorbereitungskursen: Bemüh’ Dich zeitig um einen Platz! Denn diese Kurse sind sehr schnell ausgebucht. Besonders die Intensivkurse, die am Wochenende stattfinden, sind begehrt. Was Dich im Geburtstvorbereitungskurs erwartet: Hebammen geben werdenden Eltern die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre gemeinsam auf die Geburt vorzubereiten. Sie informieren über den Geburtsverlauf und bringen Dir und Deinem Partner Atem- und Körperübungen sowie Massagetechniken für eine möglichst entspannte Geburt bei. Darüber hinaus lernst Du verschiedene Geburtspositionen kennen.

Wenn Du einen wöchentlich stattfindenden Kurs besuchen möchtest, solltest Du zu Beginn etwa in der 28. Schwangerschaftswoche sein. Die Kursgebühren werden bei gesetzlich versicherten Frauen meistens von der Hebamme direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Wichtig: Versäumte Stunden können in der Regel nicht mit der Kasse abgerechnet werden und müssen von Dir selbst entrichtet werden. Möchtest Du Deinen Partner mitbringen, wird für den Partner eine Gebühr erhoben. Diese übernimmt die Krankenkasse nicht.

Rückbildungs-Kurse

In diesen Kursen erlernst Du Übungen zur Kräftigung und Straffung der überdehnten Muskeln und Sehnen nach der Geburt Deines Kindes. Ein toller Nebeneffekt: Du kannst Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen. Etwa acht Wochen nach der Entbindung ist die beste Zeit, um einen solchen Kurs zu besuchen – je nachdem, wie es Dein Gesundheitszustand nach der Geburt zulässt. Deinen kleinen Schatz kannst Du meist zu einem solchen Kurs mitbringen.

Bis zum 9. Lebensmonat des Kindes übernimmt grundsätzlich die Krankenkassen die Kosten für einen Rückbildungskurs. Wieder gilt: Versäumte Stunden können nicht mit der Kasse abgerechnet werden und müssen von Dir selbst entrichtet werden.

Sport für Mama (oder Papa) und Kind

Ein begehrter Sportkurs für Mama und Kind ist das Babyschwimmen. Denn gemeinsam mit Mama oder Papa können Babys in der entspannenden Umgebung des warmen Wassers Freude und Wohlbefinden genießen. Spielerisch kannst Du mit Deinem Kind den Bewegungsanreiz nutzen, den das Wasser bietet. Dein Kind kann sich an das Wasser gewöhnen, Du kannst Dich nach der Geburt im Wasser entspannen und Deinen Körper etwas in Schwung bringen. Die Kosten für einen solchen Kurs übernimmt die Krankenkasse in der Regel nicht.

Baby-Massage

Die Haut ist ein wichtiges oder gar das wichtigste Sinnesorgan. Gerade zu Beginn des Lebens. Liebevolle Berührungen fördern die körperliche, geistige und seelische Entwicklung Deines Babys. Diese kannst Du etwa durch Massagen an Deinen Schatz weitergeben. Denn solche Massagen haben viele positive Effekte auf Dein Kind: Sie fördern das Wohlbefinden, sorgen für Verständigung und Nähe, für Entspannung und Ruhe, außerdem fördern sie die Entwicklung von Körperbewusstheit. Wenn Du Dein Kind massierst, kann das eine Hilfe bei Einschlafstörungen und Unruhezuständen bieten und auch eine Verbesserung der Verdauung oder eine Hilfe bei Blähungen darstellen. Weiterhin regen sie das Herz-Kreislaufsystem sowie die Immunabwehr an. In Massage-Kursen bleibt viel Zeit für Erfahrungsaustausch und kompetente Beratung. Dabei gehören Bewegungsspiele, Lieder und Reime ebenfalls zum Programm.

Meist finden solche Kurse in Kleingruppen mit vier bis sechs Kindern statt. Dein Kind sollte bei Kursbeginn zwischen fünf und 16 Wochen alt sein. Kursgebühren werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.

Kurse zur Geburtsvorbereitung

Atem- und Entspannungstechniken, Beckenbodenübungen und Antworten auf viele Fragen rund um die Geburt und die erste Zeit mit Kind: Geburtsvorbereitungskurse sind mehr als Gymnastik.

© BZgA/HN/Eichhöfer

Bei aller Vielfalt der Angebote haben Geburtsvorbereitungskurse stets das gleiche Ziel: Frauen in der Schwangerschaft zu begleiten und sie umfassend auf die Geburt und die erste Zeit danach vorzubereiten. Die Kurse vermitteln grundlegendes Wissen über die Schwangerschaft und die Geburt. Die einzelnen Phasen der Geburt werden genau erläutert und Möglichkeiten vorgestellt, wie man den Geburtsvorgang erleichtern kann.

Unterschiedliche Schwerpunkte

Neben klassischen Geburtsvorbereitungskursen gibt es spezielle Angebote wie Schwangerschaftsgymnastik, Schwimmen, Yoga, Meditation und Bauchtanz für Schwangere.

In der Regel werden Geburtsvorbereitungskurse für Paare angeboten, aber es gibt auch Kurse für Schwangere ohne Partner oder für Frauen, die bereits Kinder haben. In Kursen für Paare lernen auch die werdenden Väter, wie sie ihre Partnerin während der Schwangerschaft und bei der Geburt unterstützen können. In vielen Kursen werden Geburtsfilme gezeigt, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine konkrete und realistische Vorstellung von der Geburt bekommen.

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Bevor Schwangere oder werdende Eltern sich für einen Geburtsvorbereitungskurs entscheiden, sollten sie sich über die Schwerpunkte der angebotenen Kurse informieren und überlegen, welche Inhalte ihnen besonders wichtig sind. Sinnvoll sind Kurse, die sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Übungen bieten. Wichtig ist auch, dass der Kurs Raum für eigene Fragen und Erfahrungsaustausch bietet.

Im Einklang mit dem Körper

Ein wichtiger Aspekt der Geburtsvorbereitung sind Übungen zur Körperwahrnehmung. Dabei geht es zunächst darum, die an der Geburt beteiligten weiblichen Organe wie den Muttermund und den Beckenboden zu erspüren und ihre Funktion während der Geburt zu verstehen. Im nächsten Schritt werden Techniken eingeübt, einzelne Muskelpartien gezielt anzuspannen und zu entspannen.
Schwangere lernen auf diese Weise, wie sie den Geburtsvorgang durch Konzentration, Atmung und Entspannung fördern und für sich erleichtern können. Wer zum Beispiel gelernt hat, Entspannungstechniken anzuwenden, kann sich auch in der Stresssituation Geburt leichter entspannen, Verkrampfungen und Ängste abbauen und so auch das Schmerzempfinden beeinflussen.

Entscheidungshilfen

Zu einem Geburtsvorbereitungskurs gehören auch Informationen über die verschiedenen Geburtsorte (Klinik, Geburtshaus, Hausgeburt). Oft steht auch die Besichtigung eines Kreißsaals oder Entbindungszimmers auf dem Programm.
Die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Gebärhaltungen und Möglichkeiten zur Schmerzlinderung werden besprochen, und es wird darüber informiert, welche Klinik welche Methoden anbietet. Dies kann Schwangeren und werdenden Eltern bei der Entscheidung helfen, wo und wie die Geburt stattfinden soll.
Ob die Geburt dann tatsächlich nach den Wünschen der werdenden Eltern verlaufen kann, hängt allerdings nicht von nur von guter Vorbereitung ab. Sich darüber klar zu werden, dass auch vieles anders kommen kann als geplant, schützt vor zu hohen Erwartungen und Enttäuschungen.

Tipps für die Zeit nach der Geburt

Geburtsvorbereitungskurse befassen sich nicht nur mit Schwangerschaft und Geburt, sondern auch mit der ersten Zeit danach. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Informationen und Tipps zum Wochenbett, zur Pflege des Neugeborenen und zum Stillen. Sie erfahren, wie sich der Körper der Mutter nach der Geburt erneut verändert und wie sich die beteiligten Organe zurückbilden. Zusätzlich werden Übungen zur Straffung der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur gezeigt.

  • Auch Väter haben Tiefs
  • Die Geburt begleiten
  • Gut vorbereitet für die Geburt

Geburtsvorbereitungskurse bieten die Möglichkeit, andere Schwangere und werdende Eltern kennenzulernen. Dies ist nicht nur wichtig für den Erfahrungsaustausch während der Schwangerschaft. Kontakte, die im Laufe des Kurses entstehen, lassen sich vielleicht über die Geburt hinaus aufrechterhalten. Dies kann Müttern und Vätern helfen, sich in ihrer neuen Situation als Eltern besser zurechtzufinden.

Kursangebote und Anmeldung

Geburtsvorbereitungskurse werden von verschiedenen Trägern oder Fachleuten angeboten. Unter anderem von:

  • Hebammen,
  • Geburtsvorbereiterinnen,
  • Frauenarztpraxen,
  • Fachkräften aus der Physiotherapie,
  • Familienbildungsstätten,
  • Gesundheitsämtern,
  • Gesundheitszentren,
  • Frauenzentren.

Auch Volkshochschulen und manche Fitness-Studios bieten Geburtsvorbereitungskurse an.

Geburtsvorbereitungskurse finden vorwiegend in kleinen Gruppen statt. Es gibt Kompaktseminare an nur einem Wochenende und Kurse, die über einen längeren Zeitraum einmal in der Woche stattfinden. Es ist ratsam, sich bereits ab dem dritten oder vierten Schwangerschaftsmonat anzumelden, da die Kurse meistens schnell belegt sind.

Was die Krankenkasse zahlt

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen im Allgemeinen die Kosten für 14 Stunden Geburtsvorbereitung (sieben Doppelstunden) für Schwangere. Mittlerweile erstatten einige Krankenkassen auch für werdende Väter ganz oder anteilig die Kurskosten. Die Kurse müssen in der Regel von einer Hebamme oder einer Physiotherapeutin geleitet werden. Es lohnt sich, vor der Anmeldung zu einem Kurs bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen.

Geburtsvorbereitungskurse finden vorwiegend in kleinen Gruppen statt. Es gibt Kurse, die über einen längeren Zeitraum einmal in der Woche stattfinden, und Kompaktseminare an nur einem Wochenende. Weil die Kurse oft schnell belegt sind, ist es ratsam, sich bereits ab dem dritten oder vierten Schwangerschaftsmonat anzumelden.

Neben Hebammenpraxen und Kliniken bieten auch Volkshochschulen und Fitness-Studios Geburtsvorbereitungskurse an.

Informationen dazu gibt es bei den Krankenkassen, Hebammen-Netzwerken, Gesundheitsämtern, in gynäkologischen Praxen, Kliniken und Geburtshäusern und im Internet.

Sport in der Schwan­ger­schaft

Egal, welche Sportart Sie sich aussuchen: Ziel ist es nicht, sportliche Höchstleistung zu vollbringen, sondern den Kreislauf auf Trab zu bringen und den Körper fit zu halten. Wenn Sie bereits vor der Schwangerschaft viel Sport getrieben haben, können Sie auch jetzt etwas mehr tun als eine reine Anfängerin. Sind Sie vorher beispielsweise regelmäßig gejoggt, können Sie das auch in der Schwangerschaft langsam und vorsichtig fortsetzen.

Sport in der Schwan­ger­schaft?

Darf ich während der Schwangerschaft eigentlich Sport machen? Oder lieber auf Nummer sicher gehen? Dr. Johannes Wimmer und Hebamme Christiane klären auf.

Dr. Johannes Wimmer

Allgemeine Tipps

  • Bewegen Sie sich wenn möglich an der frischen Luft, Ihr Baby wird dann besser mit Sauerstoff versorgt
  • Tragen Sie weite und bequeme Kleidung und achten Sie insbesondere auf gutes Schuhwerk
  • Achten Sie darauf, dass jemand in Ihrer Nähe ist, falls Sie Hilfe benötigen
  • Hören Sie auf, wenn bei oder nach dem Sport Schwindel- oder Schwächeanfälle, Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen oder Atemnot auftreten (sollten die Symptome nicht nach lassen, suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf)

Geeignete Sportarten

Ideale Sportarten für Schwangere sind Walken, Gymnastik und Yoga (hier gibt es auch extra Kurse für Schwangere). Wassergymnastik können Sie sogar noch bis kurz vor der Entbindung betreiben. Auch das Schwimmen wird von den meisten Schwangeren als angenehm empfunden, da der Auftrieb im Wasser das Gewicht des Bauches entlastet. Außerdem wird die Beweglichkeit der Wirbelsäule gut trainiert.

Einige Sportarten können nur bedingt empfohlen werden. Der Bewegungsablauf beim Radfahren ist beispielsweise empfehlenswert, allerdings sollten Sie einen breiten bequemen Sattel benutzen. Fahren Sie auf ebenen Strecken abseits vom Verkehr, um die Unfallgefahr zu verringern.

Achtung: Sollten Sie bereits Fehlgeburten oder vorzeitige Wehen gehabt haben, ist ein Gespräch mit dem Arzt über mögliche Sportarten ratsam.

Ungeeignete Sportarten

Meiden Sie Sportarten wie Skifahren, Inlineskaten oder Rollschuhlaufen, bei denen Sturzgefahr besteht. Auch Sportarten, bei denen es zu Erschütterungen und raschen Drehbewegungen kommt, wie Reiten, Tennis und Squash, sind ungeeignet. Verzichten Sie außerdem auf Übungen, bei denen Sie extreme Streckbewegungen durchführen, wie Surfen und Geräteturnen.

Während der Schwangerschaft sind die Gelenke durch die Hormoneinwirkung gelockert, dadurch wächst die Gefahr der Überdehnung.

Schwangerschaftsgymnastik

Grundsätzlich kann diese Art der Gymnastik speziell für werdende Mütter bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft durchgeführt werden. Die meisten Frauen fangen jedoch erst etwa mit Ablauf des dritten Monats damit an, um das Risiko einer Fehlgeburt möglichst auszuschalten.

Übungsschwerpunkte sind:

  • Beckenbodenübungen und Kräftigung der Unterleibsmuskulatur
  • Entspannung
  • Stärkung des eigenen Körpergefühl
  • Schulung der Körperwahrnehmung

Kurse für Schwangerschaftsgymnastik gibt es, ähnlich wie für die Geburtsvorbereitung, an vielen Kliniken. Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen.

Beckenbodentraining

Zu den wichtigsten Übungen der Schwangerschaftsgymnastik gehört das Beckenbodentraining. Regelmäßiges Training kann bei der Geburt in hohem Maße unterstützend wirken. Außerdem kann so ein Erschlaffen und Absinken des Beckenbodens nach der Entbindung mindestens gemildert, wenn nicht ganz verhindert werden.

So funktioniert es:

Suchen Sie sich für die Übungen eine gerade, nicht zu weiche Unterlage, zum Beispiel den Teppichboden. Legen Sie sich auf den Rücken und ziehen Sie die Beine an. Wenn Ihnen in Rückenlage schwindelig wird, können Sie diese Übung auch mit angezogenen Beinen auf einer Seite liegend durchführen. Versuchen Sie nun die Beckenbodenmuskulatur im Wechsel anzuspannen und zu entspannen. Der Bewegungsablauf entspricht einer Unterbrechung des Strahles beim Wasserlassen. Versuchen Sie, die Spannung möglichst lange zu halten. Spannen Sie dabei zusätzlich die Gesäßmuskulatur an.

Als Nächstes können Sie neben dem Hochziehen der Beckenbodenmuskulatur über die Entspannung in der Mittelstellung ein Herauspressen nach unten üben. Halten Sie beide Positionen im Wechsel jeweils 20 bis 30 Sekunden. Führen Sie diese Übung mehrmals täglich mit zehn bis 20 Wiederholungen durch.

Kräftigen der Unterleibsmuskulatur

Stellen Sie sich in den Vierfüßlerstand. Wenn Ihnen dabei schwindelig wird, können Sie diese Übung auch auf einem Stuhl sitzend durchführen. Dafür setzen Sie sich verkehrt herum auf den Stuhl und stützen sich mit den Armen vorne auf der Rückenlehne ab.

Kippen Sie nun das Becken nach hinten. Krümmen Sie den Rücken von unten beginnend Wirbel für Wirbel zu einem Katzenbuckel. Bleiben Sie einen Moment in dieser Position und erspüren Sie bewusst die Entspannung des Rückens. Achten Sie darauf, dass Sie die Schultern dabei nicht hochziehen.

Kippen Sie nun das Becken wieder nach vorne und richten Sie Ihren Rücken Wirbel für Wirbel von unten nach oben gerade auf. Genießen Sie die leichte Spannung einen Moment und wechseln Sie dann wieder, insgesamt fünf bis zehn Mal.

Geburts­vorbereitungs­kurs: Das musst du wissen

Ist das normal? Mach ich alles richtig? Einher mit dem Glück Mutter zu werden, gehen auch Verunsicherung und Angst. Dabei sind solche Sorgen ziemlich unnötig. Die richtige Geburtsvorbereitung gibt Frauen das nötige Selbstvertrauen für die bevorstehende Geburt und .

Zunächst gilt: Eigentlich kein Grund zur Eile. Geburtsvorbereitungskurse sind erst zwischen der 28. und 30. Schwangerschaftswoche wirklich sinnvoll. Dann macht sich auch das Baby so langsam bereit und bezieht seine Startposition. Empfohlen wird also, dass der Kurs etwa drei bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin endet.

Aber Achtung: Diese Kurse sind natürlich sehr beliebt und können daher nie kurzfristig gebucht werden. Schiebe die Anmeldung also nicht zu lange vor dich hin. Allerallerspätestens bis zur 20. Schwangerschaftswoche solltest du das erledigt haben. Informiere dich daher rechtzeitig über die Angebote und auch wie groß die Nachfrage ist – eventuell ist eine frühere Anmeldung nötig.

Grundsätzlich laufen die Geburtsvorbereitungskurse 14 Stunden. Häufig verteilt auf sieben Doppelstunden. Allerdings gibt es auch spezielle Wochenend-Crash-Kurse für Schwangere mit wenig Zeit. Die Kosten für die regulären Kurse übernimmt die Krankenkasse.

Wichtig! Die Kasse bezahlt nur, wenn eine Hebamme den Kurs leitet. Leider müssen auch die Partner ihren Anteil selber tragen. Dieser kann von Kurs zu Kurs variieren. Im Durchschnitt muss etwa mit 80 € gerechnet werden. Allerdings übernehmen aber auch einige Krankenkassen bereits einen Großteil dieser Kosten. Daher: unbedingt nachfragen!

Der Geburtsvorbereitungskurs bietet zwar umfassende Informationen, allerdings ist er zeitlich dennoch begrenzt. Daher gibt es noch weitere Möglichkeiten, sich und seinen Körper auf die Geburt vorzubereiten. Spezielle Yoga-Kurse für Schwangere beispielsweise oder Wassergymnastik. Vor allem wenn der Baby-Bauch schon sehr groß ist, kann Sport im Wasser eine gute Alternative sein.

Schwangerschaftsgymnastik: Zu Land und zu Wasser

Neben dem Geburtsvorbereitungskurs gibt es noch andere Möglichkeiten, um sich während der Schwangerschaft fit zu halten. Seit den letzten Jahren immer beliebter: Yoga. Aber auch die Wassergymnastik ist eine gute Alternative. Vor allem ist sie besonders schonend für den Körper.

Wir haben auch ein paar Übungen gesammelt, die dich auch von lästigen Beschwerden befreien:

Yoga gegen Rückenschmerzen: 6 Übungen für Schwangere

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Seit den letzten Jahren auch bei Schwangeren besonders beliebt: Yoga. Werdende Mütter, die vor der Schwangerschaft noch nie Yoga praktiziert haben, werden schnell merken, wie die Übungen ihre körperliche und seelische Verfassung positiv beeinflusst. Gerade für Unerfahrene ist es wichtig, geleitete Kurse speziell für Schwangere zu besuchen. Angeboten werden diese entweder im Yoga-Studio, im Fitnesscenter und auch immer öfter direkt von Hebammen in Geburtshäusern und –kliniken.

Werdende Mütter mit Yoga-Erfahrung können einige Übungen auch zu Hause machen. Achte jedoch darauf, ab dem vierten Monat keine Umkehrhaltungen mehr zu machen. Der Kopf sollte immer höher als das Herz sein, das stabilisiert den Kreislauf. Du solltest also auf lange Positionen in der Rückenlage verzichten.

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Die 9 wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Schwangerschaftsyoga

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Ähnliches gilt auch für die normale Schwangerschaftsgymnastik. Auch hier ist es ganz wichtig, dass werdende Mütter auf ihren Bauch hören und keine Übung erzwingen. Daher sollten diese vorher mit dem Frauenarzt oder der Hebamme besprochen werden. Ziel der Schwangerschaftsgymnastik ist, die beanspruchten Muskelpartien im Rücken, Bauch und Beckenboden zu sensibilisieren und vor allem zu stabilisieren. Dadurch kannst du auch Rückenschmerzen gezielt vorbeugen. Als idealer Einstieg gilt der vierte Schwangerschaftsmonat. Die Kurse werden unter anderem in Entbindungskliniken und Hebammenpraxen angeboten.

Geburtsvorbereitung im Wasser

Wassergymnastik ist mindestens ebenso wirkungsvoll wie normale Schwangerschaftsgymnastik, doch wirkt sie ganz besonders entspannend und entlastend auf den Körper. Gelenke, Bandscheiben und die gesamte Rückenmuskulatur werden durch den natürlichen Auftrieb im Wasser entlastet. Dadurch fallen die Übungen auch leichter und Ausdauer sowie Muskulatur können einfacher trainiert werden. Die Gymnastik wird natürlich auf die Bedürfnisse von Schwangeren abgestimmt, weshalb oft Atemübungen mit im Kursprogramm stehen. Zudem machen die Übungen den Beckenboden dehnfähiger und begünstigen eine schnelle und problemlose Rückbildung des Gewebes nach der Geburt.

Da sie besonders schonend für den Körper ist, kann Wassergymnastik während der gesamten Schwangerschaft gemacht werden. Ergänzend hierzu können Sie Wasser-Shiatsu (kurz Watsu) ausprobieren. Watsu ist eine Art von Entspannungs- und Meditationstherapie, soll körperliche wie seelische Blockaden lösen und die Beweglichkeit verbessern. Bei den Einzelbehandlungen wird die Schwangere von einer Therapeutin in warmen Wasser massiert und bewegt.

Natürlich ist Sport in der Schwangerschaft kein Muss. Schon regelmäßige Spaziergänge stärken den Kreislauf und helfen, beweglich zu bleiben. Schöner Nebeneffekt: Die erhöhte Sauerstoffaufnahme unterstützt die Entwicklung des Kindes. Den inneren Schweinehund zu überwinden rentiert sich also gleich doppelt.

Das Ziel eines Geburtsvorbereitungskurses ist, dass Sie Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett gut informiert und mit weniger Ängsten erleben können. Gebären kann man nicht „lernen“, aber die Informationen, Übungen und Diskussionen aus dem Vorbereitungskurs können mehr Sicherheit und Gelassenheit bringen.

Interviews

Experten-Interviews über Geburtsvorbereitung mit

  • Susanne Gysi,
  • Christina Hurst-Prager,
  • Sarah Greil Baumgartner,
  • Eliane Zürcher.

Inhalt, Dauer und Teilnehmende der Kurse sind sehr unterschiedlich! Es gibt Gruppenkurse für Paare, nur für Frauen, speziell für Erst- oder Mehrgebärende. Zum Teil werden Intensivkurse angeboten, welche nur einen Tag dauern, andere finden während mehreren Abenden statt. Viele freiberufliche Hebammen bieten auch private Vorbereitungstreffen an.

Die Kurse richten sich auch an den werdenden Vater, damit er sich mit der neuen Situation zurechtfinden kann. Die regelmässigen Kursstunden sind eine gute Gelegenheit, Unsicherheiten bei beiden Partnern zu spüren und zu beseitigen, damit es zu einem harmonischen Geburtserlebnis kommt.

Wichtig ist bei einem guten Kurs auch der Austausch unter den Kursteilnehmern. Ängste werden so relativiert, wenn man merkt, dass es allen so geht. Ausserdem ergeben sich hier oft Freundschaften für die Zeit nach der Geburt zum gemeinsamen Kinderwagenschieben!

Die meisten Kurse beginnen zwischen der 25. und 30. Woche, also dann, wenn schon ein bisschen Bauch zu sehen ist. Melden Sie sich aber schon früher (ab der 10. Schwangerschaftswoche) an, damit Sie wirklich „Ihren“ Kurs bekommen. Fast immer umfasst ein Kurs sieben bis zehn Doppelstunden.

Aus folgenden Hauptbereichen bestehen heute die Kurse zur Geburtsvorbereitung:

  • Schwangerschaftshygiene/ Schwangerschaftsbeschwerden
  • Ernährung
  • Sexualität während und nach der Schwangerschaft
  • Entspannung und Körperarbeit (z.B. mit Massagen)
  • Richtige Atmung
  • Schmerzerleichterung
  • Geburtsablauf
  • Kaiserschnitt und Notfälle
  • Wochenbett
  • Stillen
  • Säuglingspflege
  • Beratung über Verhütung nach der Geburt
  • Hilfsangebote rund um die Elternschaft
  • Individuelle Fragen der Teilnehmenden

Dazu kommt meist noch Beratung über

  • den richtigen Versicherungsschutz
  • Ihre Rechte am Arbeitsplatz
  • die Wahl des Kinderarztes

Bei manchen Kursen, welche von Geburtskliniken angeboten werden, kann man noch den Gebärsaal besichtigen und eventuell Kinderärzte, Gynäkologen und Hebammen vom Team kennen lernen.

Einen Überblick über das Angebot an Ihrem Ort bekommen Sie ausserdem von Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin, von freiberuflichen Hebammen oder ganz einfach über Freunde, die bereits Kinder haben. Für einen Geburtsvorbereitungskurs bezahlen die Krankenkassen seit dem 15.7.2015 einen Anteil von 150,- CHF.

Viele Adressen finden Sie ausserdem

  • in unserer Linksammlung zum Thema Geburtsvorbereitung und Schwangerschaftsgymnastik etc.,
  • beim Schweizerischen Hebammenverband, Rosenweg 25C, 3000 Bern 23, Tel. 031-332 63 40, www.hebamme.ch oder via Email: [email protected]
  • beim Schweizerischen Roten Kreuz. Dort werden zusätzlich noch Säuglingspflegekurse angeboten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kantonalverband des SRK, bei der Zentrale in Bern (Rainmattstrasse 10, 3001 Bern, Tel. 031-387 71 11) oder auf www.redcross-edu.ch.

Das swissmom Kurs – Portal

Suchen Sie ein Angebot für sich selbst, Ihr Baby oder die Familie? Hier bieten engagierte Anbieter verschiedene Kurse oder Veranstaltungen an.

Wissen

Auch Väter brauchen Geburtsvorbereitung

Newsticker

Singen während der Schwangerschaft: An einem Londoner Spital werden sogenannte „Wombsong“-Kurse angeboten. Werdende Mütter können entspannen, es werden Glückshormone produziert und zudem die Bindung zum Ungeborenen gestärkt. Ausserdem mache Singen die Wehen-Schmerzen erträglicher, weil es die Atmung kontrolliert und verlangsamt. Schwangeren wird empfohlen, auch nach der Entbindung weiter zu singen. Babys können bereits im Mutterbauch hören und werden durch dieselben Lieder und die Stimme der Mutter nach der Geburt beruhigt. (Newsticker 27.11.2012)

Letzte Aktualisierung : 07-10-19, AG / das Hebammenteam

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Ihren Geburtsvorbereitungskurs?

Wir empfehlen Ihnen, den Kurs so zu legen, dass er spätestens zwei bis acht Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin endet. Wenn Sie den Kurs sehr früh belegen, besteht die Gefahr, dass Sie bis zur Geburt vieles wieder vergessen haben. Wir empfehlen Ihnen daher, nach Möglichkeit gemeinsam mit Ihrem Partner am Kurs teilzunehmen (Paarkurse) oder einen Kurs zu wählen, an dem der Partner oder eine Freundin wenigstens an einem Termin (Ergänzungsabend) dabei sein kann. Ihre Begleitperson kann Sie dann während der Geburt an die Wehenbeatmung erinnern und Sie unterstützen.

Manchmal gibt es besondere Umstände, die es sinnvoll machen, einen frühen Kurs zu wählen, wenn Sie zum Beispiel vor der Geburt noch in eine andere Stadt umziehen oder wenn Sie Zwillinge erwarten. Bei einer Zwillingsschwangerschaft sollte der Kurs zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin abgeschlossen sein.
Viele Schwangere finden erst im Mutterschutz die Zeit für einen Geburtsvorbereitungskurs und befürchten, dass das Baby geboren wird, bevor der Kurs beendet ist. Wenn Sie den Kurs allerdings so planen, dass das Ende des Kurses nicht näher als 14 Tage an den errechneten Entbindungstermin heranreicht, dann dürfte das in den meisten Fällen ausreichen. Es ist recht selten, dass das Baby mehr als zehn Tage früher kommt. Sie sollten aber bedenken, dass viele Frauen zum Ende der Schwangerschaft etwas unbeweglicher werden. Einen Wochenendkurs (mit Partner) sollten Sie daher so planen, dass er nicht näher als drei Wochen an den errechneten Geburtstermin herankommt.
Bitte bedenken Sie, dass viele Kurse irgendwann ausgebucht sind. Es ist nicht zu früh, wenn Sie sich in der 18. Schwangerschaftswoche für einen Kurs anmelden. In einigen Kursen gibt es aber auch kurzfristig noch freie Kursplätze (Frauenkurs, Auffrischkurs ab dem 2. Kind)

Pro und Contra der Geburtsvorbereitungskurse

Ganz grundsätzlich braucht man keinen Geburtsvorbereitungskurs, denn „raus kommen sie immer,” wie Hebammen gelegentlich sagen. Man geht in die Klinik und bekommt sein Kind – technisch gesehen ist das schon alles. Aber es gibt auch gute Gründe, die für einen Kurs sprechen.

Die Frage ist, ob Sie glauben (können), dass Sie Einfluss auf das Geburtserlebnis haben – unabhängig davon, ob es Ihre erste oder schon die vierte Geburt ist.

Wenn Sie davon ausgehen, dass Geburten sind, wie sie eben sind, stellt sich die Frage nach einem Geburtsvorbereitungskurs gar nicht. Aber wenn Sie gerne eine schöne Geburt erleben wollen und das Gefühl haben, dass dabei einiges von Ihnen selbst abhängt und Sie dabei gerne etwas Hilfe wollen, dann, ja dann sieht das wieder ganz anders aus.

Ausgangssituation

Trotz all unserer Wissenschaft und Technik, trotz Aufklärung, Geburtsvorbereitungskursen und Entspannungstechniken: Immer noch scheint die Geburt kein wirklich hinreißend schönes Erlebnis zu sein.

Andererseits: Lässt sich das so ganz allgemein sagen? Hat denn wirklich schon mal jemand überprüft, wieviele Geburten als superschön erlebt wurden und wieviele als eher nicht so schön?

Ganz oft lässt man sich von dem, was man hört, beeinflussen. Oft zum eigenen Nachteil. Ohne es zu merken, hört man dadurch auf, für sich selbst zu denken und zu handeln.

Niemand kann Ihnen mit Bestimmtheit vorhersagen, ob Sie Ihren Einfluss auf das Geburtsgeschehen – wenn es denn drauf ankommt – wirklich geltend machen können oder nicht. Niemand kann in die Zukunft schauen … außer vielleicht Sie selbst: Durch Ihre Träume … (⇒).

Sie sollten in sich selbst hineinschauen und Ihre Gefühle betrachten. Das ist der einzig vernünftige Ausgangspunkt Ihrer Überlegungen in Bezug auf eine Geburtsvorbereitung.

Emotionale Erlebnisse – und an vorderster Stelle die Geburt – sind ganz persönliche und damit höchst individuelle Erfahrungen. Darüber hinaus hat jeder Mensch eine ganz eigene Physiognomie, ein total individuelles Schmerzempfinden und natürlich eine ganz eigene Art, mit sich selbst unter Stress umzugehen. Wie wollen Sie da die eine Geburt mit irgend einer anderen vergleichen? Und warum sollten Sie also irgendwelche Rückschlüsse auf die Geburt Ihres Kindes ziehen?

Darüber hinaus erfahren Gebärende zwischen der Austrittsphase des Babys und der Nachgeburt einen manchmal unfassbaren hormonellen Höhepunkt. Da wird vieles aus der Zeit davor verdrängt, wenn nicht sogar gelöscht. Und auch diese hormonellen Peaks fallen wiederum sehr individuell aus …

Es kann also durchaus sein, dass jemand keine wirklich schwierige Geburt hatte, sie im Nachhinein aber so sieht. Ebenso kann es sein, dass jemand eine wirklich schwierige Geburt hatte, es aber im Nachhinein ganz anders sieht, weil Hormone diese Erinnerungen und Erlebnisse weitgehend ausgelöscht haben.

Wie auch immer Sie es drehen und wenden: Es gibt keine vernünftigen Beschreibung einer Geburt, die sich auf Ihre Situation zu 100% übertragen lässt. Und das kann durchaus eine Chance sein, sich auf welche Weise auch immer auf die Geburt vorzubereiten – und wenn es nur darum geht, ein gutes Gefühl zu haben, wenn die Geburt los geht.

Kann man also überhaupt allgemeingültig sagen, ob es einen Geburtsvorbereitungskurs braucht?

Ich denke, ja, das kann man – wenn auch nur in Grenzen.

Contra Geburtsvorbereitungskurs

Schwache Pädagogik

Eine gute Hebamme ist noch lange kein guter Lehrer, der bestimmte Ideen oder Inhalte so vermitteln kann, dass es bei den Kursteilnehmern klickt.

Noch schwieriger ist es, wenn die Motivlage der Kursteilnehmer unklar ist, denn nur die allerwenigsten Frauen legen in Deutschland eigenes Geld zu dem Krankankassenbeitrag dazu, um sich besser auf die Geburt vorzubereiten.

Viele Schwangere gehen heute entweder gar nicht mehr zur Geburtsvorbereitung oder nur deshalb, weil sie sonst ein schlechtes Gewissen hätten und weil sie für den Kurs kein eigenes Geld bezahlen müssen – weil die Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Ganz offensichtlich wird also ein solcher Kurs nicht als so geil angesehen, dass man da um jeden Preis dabei sein will. Scheint sich also herumgesprochen zu haben, dass der Kurs „nix bringt” … obwohl es vielleicht ganz anders ist.

Schlechtes Timing

Auch ein Punkt, der immer mal wieder übersehen wird: Wann ist eigentlich der ideale Zeitpunkt für einen Geburtsvorbereitungskurs? Wie lange vor der Geburt und zu welcher Uhrzeit des Tages?

Man kommt nach einem langen Arbeitstag nach Hause, macht sich frisch, geht dann noch zur Geburtsvorbereitung und hat nach einer viertel Stunde ziemliche Mühe, die Augen offen zu halten. Dann sehnt man sich nur noch nach der „Traumreise” am Ende der Stunde, um zu einer schrägen Musik aus einem Ghetto-Blaster einzuschlafen. Das ist entweder Langeweile pur oder ganz einfach der falsche Zeitpunkt.

Darüber hinaus hört man immer wieder, dass Gebärende schlicht vergessen haben, was man ihnen beim Kurs beigebracht hat – was sicher auch damit zusammenhängt, dass zwischen Kurs und Geburt zu viel Zeit vergangen war.

Schwaches Coaching

Wie schafft man es, einer werdenden Mama die Angst vor der Geburt zu nehmen und es dann auch noch so zu machen, dass diese Angst so weit wie möglich auch weg bleibt?

Motivationstrainings sind schon nicht ganz einfach, wenn man nicht wirklich ein Talent dafür hat. Motivation aber so aufzubauen, dass sie möglichst lange hält, wird ohne Begleitung über einen bestimmten Zeitraum kaum funktionieren. Und was anderes sollte eine gute Geburtsvorbereitung sein, als ein Motivationstraining mit dem Ziel, dass sich die Gebärend auf die Geburt freut?

Was glauben Sie: Sind Hebammen dafür ausgebildet?

Wenn man also diese Punkte betrachtet, scheint es einen Geburtsvorbereitungskurs wirklich nicht zu brauchen.

Pro Geburtsvorbereitungskurs

Prinzipiell muss man, glaube ich, schon unterscheiden zwischen einer Geburtsvorbereitung und einem Geburtsvorbereitungskurs. Aber es spricht vieles dafür, das eine mit dem anderen zu verknüpfen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, worauf es (Ihnen) ankommt (⇒) oder ankommen könnte, ist Hilfe von jemandem, der Ahnung hat, ganz sicher eine gute Idee, denn selbst wenn Sie am Ende einen weniger guten Kurs erwischt haben, haben Sie doch einen Schritt weiter gemacht.

Mindestens haben Sie dann schon mal Atemtechniken geübt und Gebärpositionen besprochen. Darüber hinaus haben Sie sich dabei auch mit Entspannungstechniken beschäftigt. Das ist ein Anfang! Und das ist viel mehr, als nichts!

Selbst wenn Sie sich total gelangweilt oder furchtbar über die Kursleitung geärgert haben, haben Sie einen Ausgangspunkt, der Sie weiterbringen kann. Auf die eine oder andere Weise haben Sie danach genügend Inspiration und Motivation, auf eigene Faust weiter zu gehen.

Geburtsvorbereitung auf einen Kurs zu reduzieren, halte ich für wenig sinnvoll. Sich auf die Geburt vorzubereiten ist etwas, das man Tag für Tag macht und sollte Teil Ihres Alltags sein.

Es gibt also durchaus Gründe für die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs. Schauen Sie in Ihr Herz – und entscheiden Sie dann.

Genießen Sie die Zeit … 🙂

Diese Frage wird mir häufig gestellt. Ziemlich häufig sogar. Braucht man einen Geburtsvorbereitungskurs? Wie sinnvoll ist so ein Kurs? Und ist ein Hypnobirthingkurs anders und eventuell sinnvoller zu belegen? Und ist er das Geld wert? Ich versuche mal die Frage so dezidiert wie möglich zu beantworten, aber wie so oft kann ich natürlich nur aus meiner eigenen Perspektive schreiben. Eine definitive Antwort für jeden kann ich bestimmt nicht geben. Gerade deswegen würde mich Eure Meinung in den Kommentaren interessieren, wie habt ihr euren Geburtsvorbereitungskurs erlebt? Würdet ihr noch mal einen machen? Hattet ihr einen Hypnobirthing-Geburtsvorbereitungskurs? Fandet ihr, er war das Geld wert?

Der normale Geburtsvorbereitungskurs

In meiner ersten Schwangerschaft habe ich zusammen mit meinem Mann einen Paar-Geburtsvorbereitungskurs im örtlichen Geburtshaus besucht, wo auch die Vorsorgeuntersuchungen durch meine Beleghebammen stattfanden. Ich fühlte mich immer wohl dort und fand die Atmosphäre sehr angenehm. Auch das Gebärzimmer anzusehen war spannend, auch wenn ich zur Geburt ins Krankenhaus gehen wollte (so eine Gebärwanne sieht man ja nicht aller Tage 😉 ). Der Geburtsvorbereitungskurs war durchschnittlich würde ich sagen (auch wenn ich keinen Vergleich habe). Es gab Tee, es war eine lockere Atmosphäre und ich habe eine Freundin kennengelernt, mit der ich noch heute in Kontakt bin. Außerdem wurden die Kosten für den Kurs von der Krankenkasse getragen. Wir hatten auch kein Geschwisterkind, das betreut werden musste und das Geburtshaus war nur 5 Minuten (ok, später, als ich deutlich langsamer voran kam, 10 Minuten) von meiner Arbeit entfernt. Ich genoss die Auszeit vom Alltag während des Kurses, die Massagen und Gespräche und dass diese Zeit sich exklusiv um meinen Bauch drehte. Alles in allem empfand ich den Kurs zum Zeitpunkt der Schwangerschaft ganz positiv – bei quasi keinem Aufwand. Nach der Geburt trafen wir uns auch in einer kleinen Gruppe mit den Babies zum Erzählen und Austauschen einige Male, was für eine junge Mama wie mich (ich war die erste aus meinem Freundeskreis, die ein Kind bekam und musste erstmal „Mama-Kontakte“ knüpfen) damals sehr wertvoll war.

Wer meinen Blog schon länger kennt, der weiß, dass meine erste Geburt alles andere als schön war. Inwiefern hat mich der Geburtsvorbereitungskurs tatsächlich auf die Geburt vorbereitet? So viele Themen, die ich hier in meinem Blog (genau aus diesem Grund) anspreche und die ich mittlerweile für essentiell halte um sich auf eine Geburt vorzubereiten, kamen in meinem ersten Geburtsvorbereitungskurs gar nicht vor: Privacy, Geburtsplan, Abnabeln, aber auch wie man mit einem möglichen Kaiserschnitt umgeht, was die Risiken sind und wann er angezeigt ist – wurde nicht besprochen (und das bei 30% Kaiserschnittrate – jede dritte Frau in meinem Kurs hatte statistisch gesehen einen Kaiserschnitt). Obwohl so ein Geburtsvorbereitungskurs ja auch gern mal als „Hechelkurs“ verlacht wird, lernten wir auch keine Atemtechniken, die meiner Meinung nach wirklch zentral sind für eine positive schmerzarme Geburt (und die vorher geübt werden müssen). Wir lernten auch nichts über Selbstbestimmung, wie wichtig diese ist (gerade für Frauen die ins Krankenhaus gehen wollten oder mussten) und wie man den Geburtspartner als wirklichen Unterstützer in Sachen selbstbestimmte Geburt gewinnt und vorbereitet. Wir übten zwar aufrechte Geburtspositionen, wurden aber nicht darauf vorbereitet, dass diese im Krankenhaus nur selten umgesetzt werden – und was das für Auswirkungen haben kann. Oder welche Eingriffe unter der Geburt zwar normal aber eher fragwürdig sind. Elemente aus dem Hypnobirthing wie der Angst-Spannungs-Schmerz-Zyklus kamen „natürlich“ auch nicht vor, genauso wenig die Möglichkeit einer schmerzarmen Geburt – auch wenn ich denke, dass man beides besprechen kann ohne auch nur einmal das Wort „Hypnose“ oder „Hypnobirthing“ in den Mund zu nehmen.

Dafür machten uns die Hebammen aber beispielsweise vor, wie laut man unter den Wehen stöhnt (was natürlich Schmerzen impliziert) und redeten über den Sinn des Geburtsschmerzes. Das finde ich im Nachhinein absolut kontraproduktiv – gerade wenn man dazu noch Schmerzmittel und PDA als „Abkürzung“ verurteilt. Diese Glorifizierung des Schmerzes ohne Aufzeigen einer Alternative empfinde ich schlicht als falsch. Außerdem hörte man natürlich die üblichen Schreckensszenarios und negativen Geburtsgeschichten von anderen Müttern – etwas vor dem man sich unbedingt schützen sollte wenn man eine schmerzarme und selbstbestimmte Geburt möchte.

Wichtig ist mir zu sagen: Ich kann kaum den Geburtsvorbereitungskurs dafür verantwortlich machen, wie meine erste Geburt verlaufen ist. Ich hatte natürlich eine eigene Verantwortung all die oben aufgeführten Themen zu recherchieren, zu hinterfragen und zu üben. Aber gerade wenn man das erste Mal schwanger ist, ist man überwältigt von all der Informationsvielfalt und weiß oft nicht zu unterscheiden was wichtig ist und was nicht. Hier hätte ich mir im Nachhinein eine andere Schwerpunktlegung gewünscht – weniger Kuscheltalk und Kennenlernspiele und mehr „Butter bei die Fische“. Denn in unserem Geburtshilfesystem ist nicht alles rosarot (und schlimmer) und die allermeisten Erstgebärenden kommen mit diesem Fakt erstmals in Berührung wenn es zu spät ist: unter der Geburt. Ich sage nicht, dass man Schwangere unnötig in Panik versetzen oder eine schmerzfreie Geburt anpreisen sollte – aber ein Bewusstsein schaffen für verschiedene Aspekte. Anregungen für eigene Recherchen. Denkanstöße. Das wäre gut.

Fazit #1: Mein normaler Geburtsvorbereitungskurs war recht angenehm. Aber auf die Realität einer Geburt hat er mich nicht wirklich vorbereitet. Wenn Du einen normalen Geburtsvorbereitungskurs machen willst, mach ihn ruhig. Vielleicht findest Du ja eine Freundin mit der Du Freud und Leid der ersten Babyzeit teilen kannst – das ist viel Wert. Aber erwarte nicht unbedingt eine umfassende Aufklärung – die musst Du Dir leider oft selbst organisieren. Frage auf jeden Fall kritisch nach (wie immer 😉 ) und sei skeptisch – auch Hebammen und Kursleiterinnen wissen nicht alles.

Der Hypnobirthing-Geburtsvorbereitungskurs

In meiner zweiten Schwangerschaft war mir recht schnell klar: ich will Hypnobirthing anwenden. Aber ich zweifelte natürlich an der Technik und wollte so viele Informationen wie möglich sammeln. Im Buch wird immer mal auf die Kurse verwiesen und deshalb stand für mich fest: ich muss so einen Kurs machen (ich war wirklich verzweifelt nach meiner ersten Geburt 😉 ).

Wir machten schließlich einen Wochenendkurs für Paare (beim Hypnobirthing wird ja der Geburtspartner auch sehr einbezogen), an vier Wochenenden immer Sonntags vier Stunden in einer weiter entfernten Stadt. Unser Großer blieb bei den Großeltern. Wir waren insgesamt nur drei Pärchen und die Atmosphäre war auch hier wieder recht gemütlich, inklusive Snacks und Getränken. Der Kurs beinhaltete die inhaltliche Zusammenfassung des Buches, das ich zu dem Zeitspunkt aber schon in und auswending kannte. Für meinen Mann, der das Buch nur als Bruchstücke aus meinen Erzählungen kannte (und es bis zum Schluss der Schwangerschaft nicht gelesen hatte) war das super, weil die gesamte Geschichte und Theorie noch mal aufbereitet wurde, für mich war es eher nur so mittelspannend. Ich habe in meiner zweiten Schwangerschaft alles zum Thema selbstbestimmte schmerzarme Geburt nachgelesen und in mich aufgesogen und hörte kaum etwas Neues. Auch die Atem- und Entspannungstechniken kannte ich bereits, übte sie aber quasi als „Hausaufgabe“ nach den Kurseinheiten zum ersten Mal wirklich regelmäßig (was mir gut tat). Pro Stunde gab es eine Hypnosesitzung, die ich immer als sehr angenehm und intensiv empfunden habe (mein Mann ist aber jedes Mal eingeschlafen, entsprechend hat es auf ihn nicht so einen tiefen Eindruck gemacht 😉 ). Außerdem bekommt man eine CD mit Affirmationen und der Regenbogenentspannung (eine geführte Hypnose), die ich dann schlussendlich auch bei der Geburt gehört habe. Es wird auch auf die Notwendigkeit eines Geburtsplanes, auf Geburtspositionen und Sport und Ernährung während der Schwangerschaft eingegangen (auch wenn ich mit dem Ernährungskonzept nicht 100% einverstanden bin, aber bewusste gesunde und vollwertige Ernährung während der Schwangerschaft halte ich für sehr wichtig).

Ist der Hypnobirthingkurs denn jetzt seinen stolzen Preis wert? Die meistens Kurse kosten so um die 300 -350 € und wenn man die Kosten, die die Kursleiterin hat (Ausbildung, Miete etc.), einbezieht und es mit Beratungen auf anderen Gebieten vergleicht (habt ihr mal einen Termin bei einem Notar gehabt? o.O), dann finde ich es schon gerechtfertigt, auch wenn es erstmal viel klingt. Ich denke trotzdem nicht, dass ich persönlich den Kurs unbedingt gebraucht hätte. Ich habe mir autodidaktisch so viel beigebracht, dass ich durch den Kurs kaum einen Mehrwert hatte. Meinem Mann dagegen hat die intensive Beschäftigung mit dem Thema zu festgesetzten Zeiten schon etwas gebracht. Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns auch ohne den Kurs wirklich so viel Zeit genommen hätten um zusammen alles zu besprechen und dass er je Zeit gefunden hätte das Buch mal zu lesen.

Es kommt also ganz auf Dich/Euch an:

Kennst Du das Buch schon auswendig und liest in jeder freien Minute alles was Du zu schmerzarmer und selbstbestimmter Geburt finden kannst? Übst Du die Atem- und Entspannungstechniken und hörst Dir Affirmationen und Hypnosen an? Bist Du sowieso knapp bei Kasse? Hast Du vielleicht Probleme Betreuung für ein Geschwisterkind zu finden? Oder einen sehr langen Anfahrtsweg zum nächsten Kurs?

Hast Du gerade erst von der Möglichkeit einer schmerzarmen Geburt gehört, hast vielleicht auch nicht mehr so viel Zeit übrig um Dich vorzubereiten? Möchtest Du lieber alles von einer ausgebildeten Kursleiterin erklärt haben mit der Möglichkeit gleich nachzufragen? Hast Du genug Geld übrig? Dann mach den Kurs, er wird Dich sicherlich bereichern.

Fazit #2: Mein HB-Geburtsvorbereitungskurs war ganz nett, er hat sehr viele – aber nicht alle – Themen die ich heute für wichtig erachte behandelt, aber unbedingt gebraucht hätte ich ihn nicht. Trotzdem hat es geholfen – in einer Welt in der wirklich jeder (auch meine Hausgeburtshebammen) mir glauben machen wollte, dass Geburt nunmal schmerzhaft sein muss – einem Gegenpol persönlich gegenübersitzen zu haben und Fragen stellen zu können und zu sehen, dass die Idee gar nicht so verrückt ist 😉

Generell denke ich: Es reicht nicht, sich nur und ausschließlich auf einen Kurs (welchen auch immer) zu verlassen und nicht zu Hause zu üben und sich weiter zu informieren, zum Beispiel über Bücher oder Blogs. Die Vorbereitung auf eine Geburt ist ein Marathon, nichts das man mal eben in ein paar Stunden über die Bühne bringt.

Geburtsvorbereitungskurs – muss das sein?

„Einatmen. Ausatmen. Goldenes Licht fließt über die Nabelschnur zu deinem Baby. Jetzt spürst du deine Gebärmutter.“ So oder so ähnlich versuchen die Hebammen im Geburtsvorbereitungskurs die werdenden Mamis in einen Zustand tiefer Entspannung zu versetzen. Das Spüren des eigenen Körpers, die Wahrnehmung des Babys im Bauch – all das kann bei der Geburt helfen. Muss es aber nicht. Manche Frauen können mit dieser Art der Meditation wenig anfangen, andere ziehen jede Menge Energie und Ruhe daraus. Erstmal gibt es keinen Grund zur Eile: ab der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche ist ein Geburtsvorbereitungskurs sinnvoll. Einen Haken hat die Sache: Die Kurse sind meist frühzeitig ausgebucht. Deswegen solltest du dich rechtzeitig um einen Platz kümmern.

Angst vor der Geburt?

Du erwartest dein erstes Baby und die bevorstehende Geburt bereitet dir Sorgen? Keine Bange, all deine Fragen werden in so einem Kurs beantwortet. Egal, ob es ein mehrwöchiger oder ein eintägiger Crash-Kurs ist – Erstgebärende bekommen alle Infos die sie brauchen, plus die Nachstellung einer Geburt mittels Gebärmutter-Attrappe. Das kann in Vorbereitung auf den Tag der Tage durchaus sinnvoll sein: Je sorgenfreier eine Schwangere in die Geburt geht, desto besser wird diese verlaufen.

Atmung bei Wehen lernen

Dazu gehören z. B. Atemtechniken, die die auftretenden Wehen etwas erträglicher machen sollen. Wobei auch die Hebammen im Kreißsaal wunderbar Hilfestellung geben. Zusätzlich werden verschiedene Körperstellungen und Massagetechniken gezeigt. All das kann die letzten der Wochen der Schwangerschaft erleichtern, wenn etwa Rückenschmerzen die werdende Mami nachts nicht schlafen lassen. Nebenbei gibt es nützliche Tipps zu Themen wie PDA, Stillen oder „Was braucht mein Baby in den ersten Monaten wirklich?“

Geburtsvorbereitungskurs mit Partner

Mittlerweile bieten die meisten Kurse eine Einheit mit Partner an. Allerdings sollte der das wirklich mitmachen wollen. Denn für manche ist es befremdlich, in einem Raum voller schwangerer Frauen entspannt zu bleiben. Gehört dein Partner dazu, solltest du ihm das nicht übelnehmen. Das bedeutet nicht, dass er dich bei der Geburt eures Kindes hängen lässt.

Braucht man den Kurs heutzutage noch?

Schwangere lernen Atemtechniken oder Entspannungsübungen auch mithilfe spezieller Online-Videos. Sogar der Geburtsverlauf ist – dank Internet – kein Geheimnis mehr. Zahlreiche Mamis bloggen über ihre Erfahrungen während der Schwangerschaft, alles lässt sich nachlesen. Ist ein Geburtsvorbereitungskurs dann überhaupt noch zeitgemäß und sinnvoll? Der wahrscheinlich größte Vorteil solcher Kurse: Du lernst andere Mamas kennen, meistens aus der näheren Umgebung, die alle auch bald ein Baby bekommen. Vielleicht ergibt sich dadurch sogar ein netter Kontakt. Und eine Mami-Freundin, mit der du dich austauschen kannst, ist unbezahlbar!

Ab wann Geburtsvorbereitung?

Machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie Ihren Partner oder die Person, die bei der Geburt dabei ist, erreichen, sobald Sie regelmäßige Wehen bekommen.
Wichtige Telefonnummern von Klinik oder Hebammen sollten Sie immer griffbereit halten und diese in mehrerer Bereichen im Haus verteilen.
Der Mutterpass sollte ebenfalls dort aufbewahrt werden, wo Sie Ihn direkt wieder finden, weil Sie diesen in die Klinik mitnehmen müssen.
Merken Sie sich den Fahrtweg und schauen Sie schon vorher, wie lange Sie bis in die Klinik brauchen werden
Auch die Telefonnummern von Familienmitgliedern sollten Sie immer bereithalten.
Wenn Sie schon Kinder haben, sollten Sie die Betreuung dieser schon rechtzeitig organisieren

Man sollte mit der Geburtsvorbereitung spätesten ab der 37. Woche anfangen, wenn die Geburt als termingerecht betrachtet wird.

In den Klinikkoffer gehören während der Schwangerschaft in Sachen Geburtsvorbereitung folgenden Dinge:

  • ca. 2 Stillbüstenhalten
  • saugfähige Monatsbinden
  • Stilleinlagen
  • mehrere Nachthemden
  • Bademantel
  • Hausschuhe
  • Socken
  • mehrere Slips
  • Kulturbeutel: Zahnbürste, Zahnpasta, Bürste, Duschgel, Shampoo, Gesichtscreme, Waschlappen
  • Für die Heimfahrt: Kleidung, Babykleidung, Jacke, Mütze
  • Tüte für gebrauchte Wäsche
  • Decke

Sie sollten beachten, dass Sie für das Baby einen Kindersitz benötigen.

Geburtsplan

Sie sollten vor der Geburt einen Geburtsplan aufstellen, auf dem vermerkt ist, welche Wünsche und Einstellungen Sie in Hinsicht auf die Geburt vertreten. Bleiben Sie dabei aber realistisch. Vermerken Sie darauf, Ihre Begleitperson, die gewünschte Geburtsposition, ob Sie Schmerzmittel wünschen, ob Sie eine Amnioskopie (künstliche Sprengung der Fruchtblase) wünschen und ob eine Episiotomie (Dammschnitt) vorgenommen werden soll, wenn es nötig ist.

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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