Ab wann fingerfood baby

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Diese Lebensmittel sind tabu für Ihr Baby bis 12 Monate

Diese Lebensmittel sind tabu für Ihr Baby, bis es 1 Jahr alt ist

Es gibt gewisse Grundnahrungsmittel, die Ihr Baby entweder noch nicht richtig verdauen kann, oder von denen eine andere Gefahr ausgeht. Wir haben Sie hier aufgelistet.

  • Salz, Bouillon oder andere salzhaltigen Gewürze sollten weggelassen werden. Die Nieren Ihres Babys können Salz gar nicht verarbeiten.
  • scharfe Gewürze
  • Kuh-Milchprodukte wie Vollmilch, Käse und Quark. Joghurt in kleinen Mengen hingegen ist erlaubt.- mehr dazu unter Kuhmilch: Tabu bis zum 10. Lebensmonat
  • Schalentiere, da diese sehr viel Eiweiss haben.
  • Zucker, denn Ihr Baby braucht noch keinen zusätzlichen Zucker.
  • Honig: Das Naturprodukt enthält sehr viel Zucker und kann – zwar sehr selten – Bakterien enthalten, die den Darm Ihres Babys angreifen können (Säuglings-Botulismus).
  • Ungemahlene Nüsse und Mandeln wegen der Erstickungsgefahr.
  • Rohes Fleisch

  • Rohe Eier können eventuell Salmonellen-Bakterien enthalten. Deshalb sollten Sie Ihrem Baby auch (noch) keine Lebensmittel geben, die rohe Eier enthalten wie Mayonnaise, Salatsaucen, Tiramisu etc..

Diese Speisen sind tabu für Ihr Baby unter 1 Jahr

Wenn Sie die obere Liste genau im Kopf haben, erübrigt sich die untenstehende Aufzählung. Aber dennoch: Wir möchten ein paar Speisen hervorheben, die oftmals von grösseren Kindern schon gegessen werden, die aber Babys noch nicht gegeben werden sollten.

Chips, Salzstängli und Pommes Frites

Dies alles ist oftmals sehr salzig und fettig. Zum einen sind Babys Nieren noch nicht soweit, dass sie das Salz verdauen können. Zum anderen füllen solche Nahrungsmittel nur den Bauch des Babys, ohne dass es die für ihr Baby so wichtigen Nährstoffe erhält.

Besser: salz- und zuckerloser Zwieback, Reiswaffeln oder ein Stück Schwarzbrot.

Pizza, Fertiggerichte und Fast Food

Diese Gerichte haben wie Chips und Pommes Frites viel zu viel Fett – vor allem gesättigte Fettsäuren, Salz und meist auch Zucker. Des Weiteren enthalten viele dieser Produkte Käse, der für Babys unter einem Jahr tabu ist.

Besser: Wenn Sie auswärts essen und keinen eigenen Brei oder Gläschen dabei haben, bestellen Sie Ihrem Baby für den ersten Hunger eine Banane, einen Apfel oder einfach ein Stück Brot.

Süssigkeiten, Kuchen und Schoggi

Natürlich gluschtet es manchmal schon, seinem Baby eine süsse Überraschung anzubieten. Sie tun aber gut daran, wenn Sie damit noch ein wenig warten. Ihr Baby braucht den süssen Geschmack noch gar nicht und es soll sich nicht zu früh an Zucker gewöhnen. Das kann zu Übergewicht und einem falschen Essverhalten führen. Schoggi enthält oftmals auch Milch.

Zudem: Sobald die ersten Milchzähnchen am Durchbrechen sind, greift Zucker den Zahnschmelz an. Und nicht zuletzt: Dröpsli und Zeltli können verschluckt werden, sodass Erstickungsgefahr besteht.

Besser: Süsse Früchte und Beeren zerdrückt geben, oder auch ein Stück Melone.

Nüsse, Erdnüsse

Bei Nüssen ist es dasselbe wie mit harten Bonbons: Kinder unter drei Jahren sollten nie ganze Nüsse in die Hände bekommen, denn sie könnten sich daran verschlucken.

Besser: Die Nüsse zerkleinern (gerieben) unters Müesli mischen. Und aus dem Chlaussäckli gibt man dem kleinen Schatz lieber ein Mandarinenschnitzli, um darauf „umzusuggele“.

Süssgetränke, Eistee, Rivella und Co.

Verzichten Sie vollkommen auf gekaufte Süssgetränke, fertigen Eistee oder ähnliches. Zum einen enthalten die meisten Getränke Zucker, der nebst der Säure in diesen Erfrischungsgetränken die Milchzähnchen angreift. Vollkommen tabu ist natürlich Cola, das Koffein enthält und damit Ihr Baby unruhig werden lässt.

Besser: Mutter- oder Säuglingsmilch und wenn Ihr Baby schon eine ganze Mahlzeit bekommt: pures Mineralwasser oder selbstgemachten, zuckerlosen Tee. Wobei: Je früher Sie Ihr Baby an einen Geschmack beim Trinken gewöhnen, desto eher wird Ihr Kind später Süssgetränke bevorzugen. Am besten ist daher immer noch (zumindest wenn es aus einem Schweizer Hähnen kommt): Hahnen“burger“.

Fruchtsäfte

Seien Sie sehr zurückhaltend, was Fruchtsäfte betrifft. Denn zuviel Fruchtsft kann zu Durchfall, Über- oder Unterernährung und der Entwicklung von Zahnkaries beitragen.

Auch nach dem 1. Lebensjahr sollten Sie mit Fruchtsäften so zurückhaltend wie mit Süssgetränken sein und sie nur zu besonderen Gelegenheiten „servieren“.

Besser: Geben Sie Ihrem Krabbel- oder Kleinkind lieber eine ganze Frucht. Zum einen trainiert es so seine Beiss- und Kaumuskeln, zum anderen können sie da sicher sein, dass kein zusätzlicher Zucker drin ist, der Zankaries fördert.

Die Wahrheit über die für dein Baby ungeeigneten Lebensmittel

Man hört ja immer viel, wenn es um die Ernährung eines kleinen Essers geht. „Dein Baby darf auf keinen Fall Kuhmilch trinken.“ Oder „Gib deinem Baby bloß keine glutenhaltigen Lebensmittel, da reagiert es allergisch drauf!“. „Von Zitrusfrüchten bekommt dein Baby einen wunden Po.“ Oder „Auf Erdbeeren reagieren alle Babys allergisch.“

Aber was ist denn nun richtig? Gibt es Lebensmittel, die ein Baby beim Beikoststart und bis zum ersten Geburtstag nicht angeboten bekommen sollte? In diesem Artikel informiere ich euch über meine Erfahrungen zum Thema ungeeignete Lebensmittel für den Beikoststart.

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In verschiedenen Lebensmittelgruppen aufgeteilt, liste ich dir auf, welche Lebensmittel dein Baby nicht essen sollte, solange es noch unter einem Jahr alt ist. Andere Informationen über die breifreie Beikosteinführung kannst du in meiner breifrei-Reihe lesen. Und denke auch daran, die Beikosteinführung erst zu starten, wenn denn Baby die Beikostreifezeichen zeigt.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Welche Lebensmittel sind für mein Baby nicht geeignet und warum?

  1. Welches Getreide ist für mein Baby nicht geeignet?
  2. Welche tierischen Produkte sind für mein Baby nicht geeignet?
  3. Sind Zucker und Süßungsmittel für mein Baby ungeeignet?
  4. Darf mein Baby Salz und Gewürze essen?
  5. Welches Obst und Gemüse darf mein Baby nicht essen?
  6. Gibt es Getränke, die für mein Baby ungeeignet sind?
  7. Welche sonstigen Lebensmittel eignen sich nicht für mein Baby?

Im zweiten Teil (weiter unten) erkläre ich dir, welche Alternativen es für Babys gibt:

  1. Welche Alternativen für Babys gibt es?
  2. Welche Lebensmittel sind fälschlicherweise als ungeeignet erklärt?

Die hier aufgeführten Lebensmittel dienen als Übersicht. Um aber nicht einfach nur aufzulisten, welche Lebensmittel für die Beikost vermieden werden sollten, ist der jeweilige Grund dafür kurz erklärt. Sicher werden die einen oder anderen Lebensmittel in anderen Ländern und Kulturen als Beikost gegeben. Es gibt was die Esskultur angeht auch bei den ganz Kleinen schon große Unterschiede.

  1. Welches Getreide ist für mein Baby nicht geeignet?

  • Amaranth
  • Quinoa
  • Buchweizen

Diese drei werden auch als Pseudogetreide bezeichnet. Sie enthalten zwar viel hochwertiges Eiweiß und beinhalten viele Mineralien aber auch Substanzen mit negativer Wirkung. So enthält beispielsweise Amaranth Gerbstoffe, die eine Aufnahme von Mineralen und Vitaminen hemmen. Weiter werden Verdauungsenzyme und somit eine Eiweißverwertung gehemmt. Auch Quinoa sollte Babys und Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angeboten werden. Sie enthalten (in der Schale) Saponine, welche trotz Reinigung nicht völlig auszuschließen sind. Eine Reizung der Darmschleimhaut beim noch nicht voll entwickelten und ausgereiften Verdauungstrakt des Babys könnte die Folge sein. Außerdem haben sie einen hohen Puringehalt, der den Nieren des Babys schaden kann.

  • Rohes Getreide

Auf rohes und unerhitztes Getreide sollte im ersten Jahr ebenfalls verzichtet werden. Der Verdauungstrakt hätte damit schwer zu schaffen, da rohes Getreide schwerer verdaulich ist. Außerdem ist eine Keimbelastung nicht auszuschließen.

  1. Welche tierischen Produkte sind für mein Baby nicht geeignet?

  • Rohmilchprodukte

Rohmilchprodukte (z.B. Rohmilchkäse), hier geht es um Weich- und Frischkäse aus Rohmilch. Z.B. Brie, Camembert, Mozzarella. Hartkäse aus Rohmilch darf gegessen werden. Z.B. Appenzeller, Emmentaler, Bergkäse und Parmesan. Der Grund dafür, dass kein Weich- oder Frischkäse aus Rohmilch gegessen werden darf ist, dass dieser Listerien-Bakterien enthalten kann. Diese Bakterien können zu einer Listeriose führen, die Durchfall, Erbrechen und Fieber zur Folge hat. Im trockenen Hartkäse allerdings haben die Listerien kaum Überlebenschancen. Rohmilch und Rohmilchprodukte müssen als solche gekennzeichnet werden. Die Hartkäse müssen allerdings nicht extra als Rohmilchkäse ausgeschrieben sein.

  • Eier, roh und weichgekocht

Rohe und weichgekochte Eier sind nicht geeignet, da Salmonellengefahr besteht. Es ist aber falsch zu sagen, dass Babys prinzipiell kein Ei bekommen dürfen. Oft wird Ei für Allergien verantwortlich gemacht. Es spricht also nicht unbedingt etwas dagegen, dem Baby Rührei oder Ei in Form einer Frittata anzubieten.

  • Rohes Fleisch und Fisch sowie Fisch mit Gräten

Rohes Fleisch kann Magen-Darm-Infektionen auslösen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sollten Kinder unter 5 Jahren darauf verzichten. Achtet darauf, dass das Fleisch bei der Zubereitung heiß genug und vor allem lange genug erhitzt wird, sodass es gut durchgegart ist. Mettbrötchen mit Zwiebel ist demnach nur was für die Großen.

Genau so ist auch die Empfehlung des RKI für rohen Fisch (und Sushi) sowie Räucherlachs, gebeizten Lachs und rohe Meeresfrüchte.

Auf Fisch mit Gräten solltet ihr aufgrund der Erstickungsgefahr verzichten. Achte darauf, dass du die Gräten gut und gründlich entfernst.

  1. Sind Zucker und Süßungsmittel für mein Baby ungeeignet?

  • Zucker

Ganz oben auf der Liste der für Babys ungeeigneten Lebensmittel steht Zucker. Aber warum eigentlich? Karies? Übergewicht? Fördert Zucker ADHS?

“Zucker macht Karies“ heißt es ja auch oft. Aber es ist nicht der Zuckerkonsum an sich, sondern viel mehr die Menge und Häufigkeit, die dazu führt. Karies entsteht durch Bakterien (Streptococcus mutans), die im Mund und den Zahnbelägen vorhanden sind. Diese werden durch Küsse oder wenn wir als Eltern den Schnulli unseres Babys ablecken oder ihm Essen mit einem Löffel anreichen, den wir selbst benutzt haben, übertragen.

Weiter entsteht beim bakteriellen Abbau von Kohlenhydraten (auch Gärung genannt) zur Energiegewinnung Säure, die dann den Zahnschmelz angreift und einen Verlust der Mineralstoffe des Zahnschmelzes verursacht. Wichtig zu wissen ist, dass eine erhöhte Anzahl der Bakterien in den Zahnbelägen diese Wirkung verstärkt. Dabei spielt es eine große Rolle, wie oft vergärbare Kohlenhydrate gegessen werden und wie lange sie im Mund verbleiben.

Aber es ist nicht nur der typische „Haushaltszucker“ (Saccharose), der zu den vergärbaren Kohlenhydraten gehört sondern auch Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose) oder Stärke.

Daher ist eine gründliche und regelmäßige Zahnhygiene ab dem ersten Zähnchen total wichtig. Wir haben das einfach in unseren morgendlichen und abendlichen Ablauf mit eingebaut.

Dass Zucker ADHS und hyperaktives Verhalten bei Kindern fördert, ist wissenschaftlich nicht klar belegt und meiner Meinung nach Panikmache.

Es ist aber bewiesen, dass Zucker ein Vitamin-B-Räuber ist.

Ein zusätzliches Süßen ist für Babys demnach nicht notwendig, die Süße von Früchten reicht vollkommen aus.

Mehr über Süßes

Das Baby schmeckt als erstes „süß“. Diesen Geschmack kennt es auch schon aus dem Mutterleib und dann von der Muttermilch, die ja auch leicht süßlich schmeckt. Deswegen werden dem Baby auch zu Beginn des Beikoststarts vor allem süße Lebensmittel gut schmecken. Da der Geschmackssinn am Anfang bei den Kleinen geprägt wird, macht es keinen Sinn extra gesüßte und gezuckerte Lebensmittel anzubieten und somit eine Geschmacksprägung für Süßes zu fördern. Die Süße von Früchten reicht vollkommen aus. So könnt ihr beispielsweise Datteln* mitkochen (das habe ich z.B. bei meiner Tomatensoße so gemacht). Aber auch hier kommt es sicherlich auf die Menge an. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, unserer Tochter keine Lebensmittel zu geben, die Zucker enthalten. Ist euch eigentlich aufgefallen, dass total viele Babybreigläschen oder die sogenannten „Babykekse“ Zucker enthalten?! Ich finde einfach, das muss nicht sein. Leckere Babykekse kann man doch auch ganz einfach selber backen! Auch bei meinen Waffeln und veganen Pancakes reicht die Süße von Apfel völlig aus.

Achte auch auf Zuckerzusätze wie z.B. Dextrose, Fructose, Glucose und Maltose.

  • Honig und Ahornsirup

In Honig und Ahornsirup können Sporen des Botulinumbakteriums (chlostridium botulinum) enthalten sein, die bei der Verarbeitung aus der Umwelt in den Honig gelangen. Durch diese Bakterien kann Botulismus, eine lebensbedrohliche Vergiftung, ausgelöst werden. Die Bakterien werden im Darm des Babys aufgrund von fehlender Magensäure aktiviert, vermehren sich, bilden im Dünndarm Toxine und führen zur Vergiftung. Der Darm des Babys wird gelähmt. Als erstes Anzeichen macht sich eine Verstopfung bemerkbar. Im weiteren Verlauf werden die Bakterien über den Blutkreislauf verteilt und führen zur Lähmung aller Muskelpartien. Der ganze Körper wird gelähmt. In der Konsequenz bedeutet dies nicht nur eine Lähmung der Muskulatur des Halte- und Bewegungsapparates sondern eben auch der Schluckmuskulatur und im schlimmsten Fall der Atemmuskulatur. Auf Honig und Ahornsirup sollte also unbedingt verzichtet werden.

  • Süßungsmittel wie Süßstoff oder Stevia

Diese sind nicht zu empfehlen. Nicht nur wegen dem „Gewöhnungseffekt“ an Süßes sondern auch, weil verschiedene Zusatzstoffe enthalten sind und Bauchweh und Durchfälle entstehen können.

  1. Darf mein Baby Salz und Gewürze essen?

  • Salz und salzhaltige Lebensmittel

Die Nieren des Babys werden durch Salz und salzhaltige Lebensmittel belastet. Zu viel Salz kann eine Erhöhung des Blutdrucks bewirken. Der Salzbedarf eines Babys unter einem Jahr liegt bei einem Gramm und wird komplett durch den natürlichen Salzgehalt der Muttermilch und Lebensmittel wie Gemüse, Fleisch und Getreide gedeckt. Außerdem überdeckt Salz andere Geschmäcker. Ihr könnt viel mit (frischen) Kräutern würzen. Denkt auch daran, dass Mineralwasser häufig Natrium enthält also salzreich ist. Achtet also darauf, dass Mineralwasser natriumarm aber kalziumreich ist.

Ein Baby unter einem Jahr sollte am Tag maximal 1 g Salz zu sich nehmen.

Das Kochwasser kannst du schon leicht salzen. Nachsalzen solltest du dir deine Mahlzeiten jedoch erst auf deinem Teller.

Interessant ist auch, dass in sehr vielen Lebensmitteln wie Käse oder Frischkäse und Brot Speisesalz enthalten ist. Wenn ihr also auf diese Produkte für euer Baby nicht verzichten wollt, dosiert sie in Maßen. Das gilt auch für Wurst.

  • Scharfe Gewürze

Scharfe Gewürze sind für die Kleinen nicht gut verträglich.

  • Gewürzmischungen

Außerdem sind auch Gewürzmischungen nicht sinnvoll, da zu viele verschiedene Geschmäcker durch die unterschiedlichen Gewürze enthalten sind. Das Baby soll ja die Möglichkeit bekommen seinen Geschmackssinn nach und nach zu verfeinern und nicht direkt mit vielen verschiedenen Geschmäckern überfordert werden. Die Geschmacksknospen sind hochsensibel.

  1. Welches Obst und Gemüse darf mein Baby nicht essen?

  • Blattsalate

Blattsalate können von den Babys nicht gut gekaut werden, sie würden eher am Gaumen kleben bleiben.

  • Paprika

Paprika ist schwer verdaulich (das liegt an der Schale) und kann blähend wirken. Jedoch ist hier jedes Kind verschieden. Wenn es schon gut ist, kann das Baby auch mal Paprika probieren.

  • Kohl

  • Hülsenfrüchte

Kohlgemüse, Linsen, Erbsen, Bohnen sind blähende Lebensmittel und deshalb anfangs nicht für die Kleinen geeignet. Außerdem ist interessant zu wissen, dass Hülsenfrüchte einen hohen Puringehalt haben, der die Nieren belastet. Wenn du später deinem Kind Hülsenfrüchte anbieten möchtest, oder auch wenn du für dich selbst kochst, kannst du dies mit einem einfachen Trick vermeiden. Die Hülsenfrüchte werden in Wasser eingeweicht. In den Rezepten wird dieses Einweichwasser direkt zum Kochen weiterverwendet. Wenn du aber dieses Wasser wegschüttest, die Hülsenfrüchte abspülst und zum Kochen frisches Wasser verwendest, so reduzierst du den Puringehalt um ein Vielfaches.

  • Pilze

Die Schale von Pilzen ist für die Kleinen schwer verdaulich.

  1. Gibt es Getränke, die für mein Baby ungeeignet sind?

  • Alkohol

Alkohol und Speisen, die Alkohol enthalten sind ein absolutes No Go! Dies bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung. Aber die Leber unserer Kleinen arbeitet nicht wie die eines Erwachsenen und die giftige Wirkung von Alkohol hält somit länger an.

Denke daran, dass Alkohol auch über die Muttermilch aufgenommen und an dein Baby abgegeben wird, wenn es von dir gestillt wird. Einen Ratgeber über Stillen und Alkohol bietet der Deutsche Hebammenverband an.

  • Unverdünnte Fruchtsäfte, Limonade

Fruchtsäfte und Limonade sollten wegen des Zuckergehaltes vermieden werden. Es reicht total aus, dem Baby stilles Wasser anzubieten. Vor allem, wenn das Kind aus der Flasche trinkt, sollten keine zuckerhaltigen Getränke angeboten werden. Das ständige Umspülen der Zähnchen mit zuckerhaltigen Getränken kann zu Karies führen. Mehr über die Entstehung von Karies habe ich beim Abschnitt über Zucker beschrieben.

  • Kaffee

  • Schwarzer und grüner Tee

Kaffee (Koffein), schwarzer und grüner Tee (Tein) erhöhen den Herzschlag und führen zu einer Anregung des Nervensystems.

  1. Welche sonstigen Lebensmittel eignen sich nicht für mein Baby?

  • Kakao

  • Schokolade

Kakao und Schokolade ist nicht nur wegen des Zuckers, der enthalten ist, ungeeignet sondern auch wegen des Koffeingehaltes. Du kannst stattdessen Carobpulver* verwenden. Weiter unten erkläre ich dir, was Carob ist.

  • Lebensmittel mit reduziertem Fettgehalt

  • Zusatz- und Aromastoffe

  • Soja

Soja und Sojaprodukte scheinen auf den ersten Blick eine gute vegane Alternative zu sein. Das Baby sollte aber aufgrund der hormonellen Wirkung der enthaltenen Isoflavone im ersten Jahr Soja, Sojamilch und Sojaprodukte wie Tofu nicht angeboten bekommen.

14 Tipps für einen entspannten Beikoststart ohne Brei habe ich für dich zusammengefasst, da es dich interessieren könnte.

Jetzt erkläre ich dir welche Produkte du als Alternative einsetzen kannst, wenn du breifreie Beikost für dein Baby zubereitest.

1. Welche Alternativen für Babys gibt es?

Wenn du eine frische und ausgewogene Küche anbietest und saisonale Produkte verwendest, wird nicht auffallen, wenn du auf einige Produkte verzichtest. Vor allem kennt dein Baby es ja noch gar nicht anders, als so, wie du es ihm auch bisher angeboten hast oder dann zum ersten Mal anbieten wirst. Es wird also nichts vermissen. Für die Großen kannst du nachsalzen und nachwürzen. Und du kannst tolle und leckere alternative Möglichkeiten nutzen, um geschmacklich auf nichts verzichten zu müssen.

Zuckererersatz Baby

Industriell hergestellter Zucker ist ja wirklich in sehr vielen Lebensmitteln enthalten. Würdest du darauf kommen, dass zum Beispiel gekauftes Toastbrot Zucker enthält?!

Prinzipiell muss ja auch nicht alles total süß sein. Ich habe schon immer beim Backen die Zuckermenge reduziert, weil es mit sonst viel zu süß geschmeckt hat.

Gut, dass es zum Backen und Kochen Lebensmittel gibt, die du zum Süßen verwenden kannst.

Frisches Obst

Oft sind Zuckerersatzprodukte gar nicht nötig, denn bei vielen Rezepten, die für Babys geeignet sind, kommt die Süße durch frisches Obst wie Banane oder Apfel. Bei meinem Teig für Waffeln verwende ich einen geriebenen Apfel und für meine veganen Pancakes nehme ich eine Banane um zu Süßen und gleichzeitig das Ei zu ersetzen. Einen Artikel über vegane Beikost kannst du im Menüpunkt rund um breifrei finden.

Trockenobst

Soll es etwas süßer werden, so kannst du anstelle von Haushaltszucker sehr gut Datteln* verwenden. Die natürliche Süße der getrockneten Datteln ist sehr stark. Du kannst sie entweder mitkochen oder vorher einweichen und dann pürieren.

Für meine Tomatensoße nehme ich gerne Datteln, die ich kleinschneide und mit den Tomaten zusammen köcheln lasse. Zum Schluss püriere ich alles und habe eine super leckere Tomatensoße.

Beim Backen von Muffins oder Kuchen bietet es sich an, die Datteln einzuweichen. Zum Einweichen verwendest du einfach die Flüssigkeit, die im Rezept verwendet wird. Du weichst die Datteln darin mindestens 30 Minuten (oder einfach über Nacht) ein, pürierst das Ganze und fügst es zu deinem Teig zu. Achte beim Kauf darauf, dass die Datteln ungeschwefelt und natürlich auch ungezuckert sind. Soft-Datteln sind direkt weich und müssen nicht eingeweicht werden.

Lecker sind die Datteln auch in Form von Dattella als süßer Brotaufstrich.

Alternativ zu den Datteln kannst du auch Dattelsirup* verwenden, allerdings würde ich immer die Datteln bevorzugen, da sie nicht verarbeitet sind und mehr Nährstoffe enthalten als der Sirup. Wenn es aber mal schnell gehen muss, tut es der Sirup. Für meine Pflaumenmuffins kam er zum Beispiel auch zum Einsatz.

Auch andere Trockenobstsorten kannst du zum Backen verwenden, um deine Teigwaren zu süßen. Rosinen oder Aprikosen nehme ich auch gerne.

Weitere Alternativen

Andere Zuckerersatzprodukte, die du zum Kochen und Backen verwenden kannst sind zum Beispiel:

    • Reissirup
    • Agavendicksaft
    • Apfeldicksaft

Kakao und Schokolade

Wenn du ein Rezept backen oder kochen möchtest, in dem Kakao oder Schokolade enthalten ist, so musst du, beziehungsweise dein Baby, nicht darauf verzichten. Du kannst anstelle von Kakaopulver Carob* verwenden.

Carob ist das Fruchtmark der Carob-Frucht. Es wird geröstet und anschließend ganz fein gemahlen. Die Carob-Früchte stammen vom Johannisbrotbaum.

Ich verwende Carob für Dattella, meine süchtig machende Schokocreme ohne Zucker und Schokolade.

2. Welche Lebensmittel sind fälschlicherweise als ungeeignet erklärt?

In der Schwangerschaft und Stillzeit hört man ja schon viele Ammenmärchen, aber wenn dann das Baby erst mal richtig zu essen anfängt, wird es noch besser. Ratschläge kommen von allen Seite. Teilweise sind diese aber völlig überholt und dem aktuellen wissenschaftlichen Stand, wenn es ums Thema Babyernährung geht, gar nicht mehr entsprechend.

Nüsse und Früchte

Meine Favoriten hierbei sind Nüsse, Tomaten, Erdbeeren und Zitrusfrüchte.

Diese Lebensmittel können allergieauslösend sein. Allerdings kommt es hier, wie bei allem, auf die Menge an. Da es sinnvoll ist, die Lebensmittel nacheinander anzubieten könnte eine mögliche Allergie oder Lebensmittelunverträglichkeit erkannt werden. Sollte dein Baby also in Form von Hautausschlag oder einem wunden Po reagieren, so kannst du die Lebensmittel erst einmal nicht geben und es nach einiger Zeit erneut ausprobieren.

Bei heftigen allergischen Reaktionen, asthmaartige Beschwerden und Luftnot ist eine ärztliche Kontrolle allerdings dringend erforderlich. Ein Artikel über Allergien folgt in Kürze. Nur so viel, es ist bewiesen, dass ein kategorisches Vermeiden von allergieauslösenden Lebensmitteln im ersten Lebensjahr eher zu Unverträglichkeiten oder Allergien im späteren Leben führt, als ein früher Kontakt damit.

Bei Nüssen, Beeren, Erbsen und Samenkörnern finde ich es eher wichtig zu erwähnen, dass sie nur in Form von Mus bzw. zerkleinert geben oder zum Backen verwendet werden sollen. Es besteht sonst die Gefahr, dass dein Baby sich verschluckt oder die Lebensmittel aspiriert.

Wurst

Ein anderer Klassiker ist Wurst. Wurst ist nicht prinzipiell ungeeignet. Es geht vor allem darum, dass keine rohe Wurst gegeben werden sollte. Außerdem ist Wurst oft stark gewürzt und sehr salzig. Ich bin aber der Meinung, dass man, wenn man das möchte, seinem Baby ruhig ab und an Wurst anbieten darf. Ein winziges Stückchen Fleischwurst war bei uns eines der ersten Einsteigeressen, die K probiert hat. Ja, ich weiß, etwas unüblich… Aber gute Fleischwurst hat bei uns eben Tradition…

Kuhmilch und Kuhmilchprodukte

Produkte wie Quark und Joghurt werden oft als für das Baby verbotene Lebensmittel bezeichnet. Es heißt immer, dass Babys die Milch gar nicht vertragen. Das ist aber nicht richtig. Ein Baby darf ab dem siebten Lebensmonat Kuhmilch und Kuhmilchprodukte bekommen. Allerdings nicht pur und nur in kleinen Mengen. Für die Kleineren, so erklärt Herbert Renz-Polster in seinem Buch „Kinder verstehen. Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt“, ist die Eiweiß- und Mineralienkonzentration der Kuhmilch nicht optimal. Die Nieren können stark belastet werden. Prinzipiell ist es aber so, dass Milch durch ihren Kalzium und Vitamin-D-Gehalt die Knochen stärkt und ein besseres Wachstum fördert. Ich verwende, da K ja nicht den typischen Milch-Getreidebrei bekommt gerne Kuhmilchprodukte zum Backen.

Die Angst vor Allergien ist auch hier (fast) unbegründet, da nur etwa 3% der Säuglinge gegen Kuhmilch allergisch sind. Milch sollte kein Muttermilch Ersatz sein. Es können aber durchaus Milchprodukte zum Backen verwendet werden!

Spinat, Mangold, Rote Beete, Rucola

Bei der Zubereitung von Babynahrung, egal ob als Brei oder in der breifreien Variante, solltest du aber noch Folgendes wissen:

Es gibt Gemüsesorten, die du nur in geringen Mengen und frisch verwenden sowie nicht wieder aufwärmen solltest. Zu diesem Gemüse zählt:

  • Spinat
  • Mangold
  • Rote Beete
  • Rucola

Spinat, Mangold, Rucola und auch Rote Beete sind nitratreich und sollten nur in kleineren Mengen und nicht mehrmals die Woche angeboten werden. Wichtig zu wissen ist weiter, dass du sie nicht wieder aufwärmen solltest. Denn beim Aufwärmen wird Nitrat zu Nitrit. Nitrit verhindert den Sauerstofftransport im Blut und kann für Babys lebensgefährlich sein.

Man verringert den Nitratwert, indem man Mangold und Spinat gut abwäscht und dann die großen Stile abschneidet und nicht verwendet. Es spricht aber wirklich nichts gegen eine frische Zubereitung von Speisen mit diesem Gemüse.

Ein Pluspunkt für Rote Beete ist ihr hoher Eisengehalt.

Weiter zählen zu den nitratreichen folgende Gemüsesorten, die du aber ohnehin nicht im ersten Jahr anbietest:

Salate wie zum Beispiel Kopf- und Feldsalat, Endivie und Rucola. Außerdem verschiedene Kohlgemüse wie Grün und Weißkohl sowie Wirsing. Zu den nitratreichen Wurzelgemüsen gehören unter anderen Rettich und Radieschen. Alle Blattgemüse haben einen hohen Nitratgehalt. Dieser ist dann am geringsten, wenn das Gemüse saisonal aus Freilandanbau kommt, also nicht aus dem Gewächshaus und nur mit Biodünger behandelt wurde.

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Wie ihr alle wisst, funktioniert baby-led weaning nur mit Fingerfood vom Familientisch, denn hier isst das Babys zunächst alles selbst mit seinen Fingern. Wer klassisch Brei füttert, der versteht unter Fingerfood zum Beispiel Hirsekringel oder Maiswaffeln, die die Babys am Anfang ablutschen können. Die klassische Bedeutung des Begriffes ist einfach nur: praktisches Essen, das sich handlich aus der Hand essen lässt und kalt schmeckt. Auch Erwachsene sind auf Partys Fingerfood Fans und lieben kleine Häppchen und Essen auf Spießen, für das man kein Besteck braucht. Auch hier zeigt sich wieder, warum wir BLW so toll finden: es geht ganz leicht, ohne Besteck und andere Hilfmittel. Die Babys sind schlau genug, alles selbst zu nehmen, was ihnen in ihrere Reichweite angeboten wird und aus der Hand zu essen.

Fingerfood Rezepte einfach

Auf dem Blog haben wir bereits unzählige Fingerfoodrezepte vorgestellt. Das beliebteste bei euch sind die Apfelwölkchen, die sich schon ab Beikoststart eignen. Da es hier konkret wirklich nur um alltagstaugliche Rezepte für Essanfänger geht, sind alle unsere Fingerfood Rezepte einfach und sehr leicht nachzukochen. Im Prinzip sind sogar kalte Ofenkartoffelsticks Fingerfood. Besonders gerne mögen wir auch alle Arten von Waffeln als Fingerfood, denn sie lassen sich toll vorbereiten und aus der Hand essen. Du kannst jederzeit kleine Herzwaffeln vorbacken, einfrieren und dann drei oder vier als Fingerfood einpacken und unterwegs ohne viel Aufwand servieren. Genauso funktioniert das mit unseren zuckerfreien Keksen sowie frischem Obst oder Gemüse in Stickformat.

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Fingerfood Kinder

Fingerfood ist aus zwei Gründen sehr wichtig für Kinder. Zum einen lernen sie durch das handliche Format sehr schnell, wie man das angebotene Essen greifen und zum Mund führen kann. Sie lernen also konkret damit zu essen und eignen sich die Fähigkeit zu Kauen an. Zum anderen ist Fingerfood für Kinder deshalb wichtig, weil diese sich noch nicht auf die 2-3 Hauptmahlzeiten am Tag einstellen können. Das heißt, Kinder haben einen viel kleineren Magen und verbrauchen für ihre Größe viel mehr Kalorien als wir Erwachsene. Sie müssen also viel öfter Essen und so Power zu sich nehmen. Fingerfood dient hier also als Zwischenmahlzeit. Es eignet sich perfekt für unterwegs und auch für zwischendurch zu Hause, so dass man sich nicht jedes Mal neu in die Küche stellen muss, um etwas vorzubereiten.

Fingerfood vegetarisch

Fingerfood ist vegetarisch genauso möglich, wie mit Fleisch oder Fisch. Viele der Rezepte, die du auf unserer Seite findest, sind vegetarisch. Zum Beispiel unsere Gemüsewaffeln und die Zucchini-Kürbis-Muffins sowie natürlich auch die Bananen-Müsliriegel und die Kürbiswölkchen.

Gerade Fingerfood aus Teig ist perfekt für die vegetarische Küche, da man hier super mit zusätzlichem Gemüse und Obst variieren kann.

Was für Fingerfood für Babys?

Wie oben schon erklärt, ist Fingerfood aus vielen Gründen super für Babys geeignet. Deshalb wollen wir dir gerne eine Übersicht geben, was sich alles an Fingerfood für Babys eignet:

Wann Fingerfood für Babys?

Fingerfood bei Breifrei kannst du deinem Baby direkt von Anfang an anbieten, denn es ist ja alles zunächst einmal mit den Händen, ohne Besteck. Wenn du klassisch Brei fütterst, dann kennt dein Babys das selbst Essen noch nicht. Hier ist es wichtig, dass dein Baby die Beikostreifezeichen erfüllt, ohne sie ist nicht nur Fingerfood sondern jegliche Beikost fehl am Platz. Da man Brei oft schon vorher anfängt, ist es sehr wichtig, auf die Beikostreifezeichen zu warten. Dann kannst du auch zusammen mit Brei schon Fingerfood anbieten. Hier eignen sich weiche, handliche Sachen im Pommesformat – also alle oben angegebenen Obst und Gemüsesorten, sowie Brotstücke und mit etwas Übung auch alle anderen aufgezählten Fingerfood.

Wie dem Baby Fingerfood anbieten?

Bei BLW lernt das Kind von Anfang an „richtig“ zu essen. Fingerfood in Form jeglicher auf dem Familientisch angebotenen Speisen und Nahrungsmittel, egal in welcher Form, ist der für dein Baby zu diesem Zeitpunkt einzige „bekannte“ Essensweg. Bei Breikost kennen die Babys den Löffel und essen von ihm. Aber auch hier ist ihnen klar, dass sie sich mit ihren Fingern und Händen das Essen in den Mund befördern können. Grundsätzlich bietet es sich immer an, dem eine kleine Auswahl, also 2-3 Stücke an Fingerfood auf den Tisch zu legen, so dass es selbst auswählen kann. Unterwegs kann man den Kleinen das Fingerfood auch direkt in die Hand geben. Wichtig dabei ist: biete deinem Baby nur etwas zu Essen an bzw. gib ihm nur etwas in die Hand, wenn das Kind sitzt oder aufrecht auf dem Arm gehalten wird. Im Liegen eignet sich weder Brei noch feste Kost und kann sehr gefährlich für dein Kind werden! Dein Baby wird dir nach kurzer Übungszeit schon ziemlich genau zeigen, wie es sein Fingerfood haben möchte.

Welches Fingerfood für Babys – 6 Monate?

Hier wollen wir dir gerne unsere konkreten Rezepte empfehlen. Viele Babys sind mit etwa 6 Monaten beikostreif und können dann mit Brei oder BLW anfangen. Für den Anfang ist das Einsteigergemüse und das Einsteigerobst bestens geeignet. Außerdem unsere Hafer-Bananen-Stangen, die Babyskekse, die Bananenmuffins und die veganen Pancakes. Auch wenn du nicht selbst kochen und backen willst, kannst du z.B. Hirsekringel als Fingerfood für dein Baby kaufen. Generell gilt bei einer durchs babygeleiteten Beikost ohne Brei, dass dann Baby alles vom Familientisch probieren kann. Mit wenigen Ausnahmen wie Speisen mit Salz, Zucker, Fast oder Convenience Food. Generell gilt, dass K einfach immer mit bei den Mahlzeiten dabei war und alles kennenlernen durfte, was sie wollte. Ich habe z.B. die Nudeln ohne Salz gekocht oder wir haben uns das Essen am Tisch scharf gewürzt.

Welches Fingerfood für Babys – 7 Monate?

Mit 7 Monaten war K schon ein kleiner Profi, denn sie hat von Anfang an ziemlich gut und interessiert gegessen. Grundsätzlich hat sie dann aber das gleiche serviert bekommen, wie zum Anfang der Beikostzeit auch. Hinzugekommen sind Bratlinge, die im Miniaturformat ebenfalls perfekt für die Fingerfoodanfänger geeignet sind. Z. B. unsere Süßkartoffelbratlinge. Nach einem Monat Esserfahrung habe ich auch mit allerlei Waffeln anfangen. Zuerst mit einem Basicteig, später dann mit Apfelwaffeln, Bananenwaffeln und Avocadowaffeln weitergemacht. Wer jetzt auch gerne mit Fleisch anfangen will, kann kleine Frikadellchen oder Chicken Nuggets als Fingerfood für Babys anbieten. Wir haben dann natürlich mitgegessen. Für uns gab es dann noch einen frischen Salat dazu oder für die Waffeln ein Bällchen Eis. BLW ist wirklich einfach. Mit ein bisschen Phantasie können alle „Erwachsenengerichte“ leicht abgewandelt schon für kleine Esser angeboten werden.

Welches Fingerfood für Babys ohne Zähne

Breifrei-Mamas kennen es schon: zum Essen braucht dein Babys keine Zähne. Die Kauleisten sind stark genug, um Essen abzubeißen und zu zerkleinern. Das heißt, auch wenn erst mit 8 oder 9 Monaten der erste Schneidezahn auftaucht, darfst du deinem Baby schon Fingerfood anbieten. Grundsätzlich ist es wichtig, dass jedes Babys, das Fingerfood oder breifrei bekommt, zum Anfang hin nie alleine gelassen wird beim Essen. Du solltest stets dabei bleiben. So kannst du nämlich ein Verschlucken auch verhindern. Die Backenzähne sind zum zerkleinern grober Zellstrukturen da, kommen aber ab dem zweiten bis dritten Geburtstag.

Fingerfood Rezept

5.0 from 1 reviews Kroketten aus Karotten, Linsen und Süßkartoffeln Zubereitunsgzeit: 60 mins Koch/Backzeit: 45 mins komplette Zeit: 1 hour 45 mins je nach Größe 22 bis 30 Stück lassen sich sehr gut einfrieren Zutaten

  • (1 kleine Zwiebel)
  • 1 TL Bratöl
  • 400 g Süßkartoffeln
  • 200 g Karotten
  • 70 g rote Linsen
  • 30 g Belugalinsen (oder nur rote Linsen verwenden)
  • 250 ml Wasser
  • 2 TL salzfreie Gemüsebrühe
  • 70 g geriebener Käse, Mozzarella
  • 1 Ei
  • 20 g Vollkornbrösel
  • (nach Wunsch/Geschmack und für Größere: Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Knoblauch)
  • zum Panieren:
  • 70 g Vollkornbrösel

Zubereitung

  1. Für die Gemüsemasse die Zwiebel fein würfeln. Die Süßkartoffeln und Karotten schälen, putzen und in grobe Würfel schneiden. In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen und (die Zwiebel,) Karotten- und Süßkartoffelwürfel für fünf Minuten anbraten. Die Linsen in einem Sieb kalt abwaschen und abtropfen lassen und dann in die Pfanne dazu geben. Mit Wasser und der salzfreien Gemüsebrühe aufgießen und abdecken. Für etwa 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, so dass alles weich ist, Mit einem Kartoffelstampfer alles fein stampfen, so dass eine weiche Masse entsteht. Diese für etwa 15 Minuten abkühlen lassen. Anschließend ein Ei, den Käse und 20 g Brösel unterrühren.
  2. Ein bis zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 200°C vorheizen. Einen flachen Teller mit Brösel bestreuen.
  3. Nun mit angefeuchteten etwas Teig nehmen und zu einer Wurst drücken. Sollte der Teig noch zu weich sein und nicht zusammenkleben, können noch etwas mehr Brösel dazu gefügt werden.
  4. Der Teig soll grob in Stickform gebracht werden und dann in den Brösel gewendet werden. Er lässt sich dabei noch genauer formen und kann anschließend aufs Backblech gelebt werden. Weiter machen, bis aller Teig aufgebraucht ist
  5. Da mein Ofen nur Ober-/Unterhitze hat, habe ich nach etwa 35 Minuten Backzeit die Bleche ausgetauscht und alles für weitere 10 Minuten – also insgesamt 45 Minuten bei 200°C – gebacken. Bei Umluft kann die Backzeit variieren.

Jaaaa, Puffer sind perfekt für kleine Kinderhände!!! Dieses Rezept ist schnell, einfach und lecker!

Tiefkühlspinat ist gesund und vielseitig einsetzbar

Wer mag Tiefkühlgemüse? Sagt jetzt nicht, das geht ja gar nicht, nur frisch ist gut! Ich sage euch warum: Ich arbeite seit mehr als 7 Jahren in der Gemüsebranche und kenne viele Gemüsebauern in der ganzen Schweiz. Ich stand schon morgens um 6h in der Ostschweiz auf einem Spinatfeld, war dabei (und durfte mitfahren), wie der Spinat mit einem Spinaternter geerntet wird, anschliessend direkt zur Verarbeitungsfirmen gefahren wurde und dort innert kurzer Zeit zu Spinatwürfeln oder Hackspinat verarbeitet und schockgefroren wurde. Tiefkühlgemüse enthält oft mehr Vitamine als frisches, das einige Tage am Tageslicht liegt. Deshalb habe ich immer TK-Spinat, Erbsen und auch mal Broccoli zu Hause. Und gerade für die schnelle Küche empfehle ich euch, es mir nachzutun. Ob für eine Suppe, über die Pasta, in ein Pesto, oder als Sauce – gerade Spinat ist so vielseitig einsetzbar und ein richtiger Superfood. Ausserdem ist Spinat reich an Eisen – deshalb empfehle ich immer, ein Glas Orangensaft dazu zu trinken, damit der Körper dieses besser aufnehmen kann (gerade Vegetarier sollten diese Regel beachten).

Wenn es euch interessiert, wie die Spinaternte aussieht, hier geht’s zum Film

Küchenhack: Schnelle Pasta mit Spinat: Pasta kochen, Spinat oder Rahmspinat aufwärmen, und mit etwas Käse über die Pasta geben. Fertig ist ein gesundes Essen. Vorausgesetzt Kinder mögen die Farbe Grün 😉

Restenrezept gesucht? Puffer, Bratlinge und Co. sind die besten Rezepte

Wenn ich Gemüse oder Kartoffeln übrig habe (wie bei diesem Rezept), aber auch Reis, dann gibt’s bei mir am nächsten Tag oft Puffer oder Bratlinge oder Taler – wie auch immer sie heissen. Ich mische sie zu einer festen Masse, füge immer genug Gemüse hinzu (und hier kommt das TK-Gemüse ins Spiel, das ich auch immer zur Stelle habe) und brate coole Burger. Kinder lieben diese ja immer, oder etwa nicht?

Mehr Restenrezepte findest du hier.

Das perfekte Kindermenu: wenn Kinder mit der Hand essen dürfen

Auch wenn mein älterer Sohn nun schon 3.5 ist, und sehr gut mit der Gabel und Löffel essen kann (wenn er will), es geht nichts über Fingerfood. Kleine Essbeginner essen ja alles mit den Händen, das sollen sie auch. Doch auch ein 3.5 Jähriger darf mal wieder das Essen in die Hand nehmen, es in eine Sauce tunken, genüsslich die Finger schlecken. Das macht Spass, uns ist mal eine Abwechslung. Schon nur deshalb mache ich immer wieder solche Puffer, die wir beide dann von Hand essen.

Dass da noch viel gesundes Gemüse drin ist, geht meist unter – und somit bekommt das Kind die notwendigen Vitamine, die es braucht. Gerade im Winter, wenn das Gemüse rar ist, ein wichtiger Punkt. Spinat oder Erbsen und natürlich Kartoffeln machen sich immer gut in einem Puffer.

Mein Rezept ist für ca. 10 Patties / Puffer berechnet. Das reichte gerade gut, obwohl mein Sohn wohl noch einen mehr gegessen hätte.

Variaton / Tipp: Da ich Spinat und Feta in Kombination sehr liebe, habe ich bei meinen 5 Patties noch Fetawürfel hinzugefügt. Mein Sohn mag ihn leider nicht.

Mehr Fingerfood-Rezepte für Kinder gibts übrigens hier.

Wenn du auf Pinterest bist, schau doch mal mein Pin-Board mit Fingerfood-Ideen an.

Spinat-Kartoffel Puffer für Kinder

Vorbereitungszeit 10 Minuten Zubereitungszeit 10 Minuten Arbeitszeit 20 Minuten Portionen 10 Puffer

Zutaten

  • 120 g Spinat (TK-Hackspinat)
  • 3-4 Kartoffeln (z.B. vom Vortag)
  • 1 Ei
  • 1 TL Bouillon, Pfeffer nach Belieben (und Alter des Kindes)
  • 100 g Dinkelmehl (für die glutenfreie Variante geht auch Kichererbsenmehl oder Maismehl)
  • 2 EL Reibkäse
  • Fetakäse nach Belieben

Dip

  • 150 g Naturjoghurt, Crème Fraîche
  • oder Tomatensauce (vom Vortag)
  • Rapsöl zum Anbraten

Zubereitung

  1. Den Spinat hacken bzw. TK-Spinat auftauen.

    Die gekchten Kartoffeln schälen und an der Raffel fein reiben. Man kann auch rohe Kartoffeln nehmen, muss sie aber länger braten.

  2. In einer Schüssel den Spinat, Kartoffeln, das Ei, Reibkäse, Gewürze und Mehl gut zu einem dicken Teig vermischen. Wer Feta mag, gibt diesen zuletzt in kleinen Stücken dazu.

  3. In einer Pfanne etwas Öl heiss werden lassen. Ein EL Teig je in die Pfanne geben und runde Patties formen, gut auf beiden Seiten goldbraun anbraten.

  4. Dip: In einem Schüsselchen Tomatensauce, Naturjoghurt oder auch Ketchup, Hummus oder Quark zum Dippen bereit stellen. Dazu pass auch Salat.

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Gesunde Snacks für die Kleinsten

Wenn es um gesunde Zwischenmahlzeiten für den Nachwuchs geht, sind manche Eltern verzweifelt. Egal, wie liebevoll und durchdacht sie vitaminreiche Kleinigkeiten anbieten – Junior verlangt nach Schokolade und fettigen Chips. Da ständiges Schimpfen und Predigen nicht hilft, hier einige Ideen.

Schnell und gesund im Mund

Fettige Snacks und Süssigkeiten sind nicht nur schädlich, sie bringen bei Kindern auch die bedarfsgerechte Steuerung gesunden Essverhaltens durcheinander. Deshalb sollten Eltern im ersten Schritt versuchen, anstatt industriell hergestellter Lebensmittel lieber süsses Obst und Gemüse in ansprechenden Portionen und in dünne Scheiben geschnitten zum Knabbern anzubieten. Anstatt Laugenbrezel oder Fertigpizza bieten sich beispielsweise folgende Snacks an:

Minifrikadellen

Für vier Portionen benötigen Sie 250 g Rinderhack, 2 EL Semmelbrösel, 1 Ei, 100 g Magerquark, etwas Senf, Salz und Pfeffer sowie süsses Paprikapulver zum Würzen. Vermengen Sie alle Zutaten zu einer homogenen Masse und formen Sie kleine Bällchen daraus, die Sie ein wenig plattdrücken. Erhitzen Sie ein wenig Pflanzenöl in einer beschichteten Pfanne und braten Sie die kleinen Frikadellen knusprig. Sie sind warm und kalt ein gesunder Genuss!

Leckeres Kindersandwich

Zwei kleine Scheiben Brot mit wenig Butter bestreichen. Legen Sie auf eine Hälfte eine dünne Scheibe Käse. Darauf einige Gurken- und Radieschenscheiben verteilen. Die zweite Brothälfte drauflegen und gut andrücken. Schneiden Sie das Ganze diagonal durch. Das sieht ansprechend aus und Ihr Kind kann das Sandwich gut festhalten.

Obst- und Gemüsespiesse mit Sesam

Ihr Kind darf aus einer Auswahl an Obst- und Gemüsesorten selbst aussuchen, was auf die Spiesse gesteckt wird. Die fertigen Kunstwerke in Sesam, gehobelten Mandeln oder Schokostreuseln wälzen.

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Ebenfalls gesund und lecker:

  • Selbst gemixter Milchshake aus frischen oder aus aufgetauten Tiefkühlfrüchten: Idealerweise verwenden Sie fettarme Milch und süssen sie sparsam.
  • Vollkornkekse mit Fruchtsaft.
  • Naturjoghurt mit püriertem, frischem oder aufgetautem, tiefgekühltem Obst und wenig Zucker.

Hilfe! Mein Kind mag weder Gemüse noch Obst!

Kleine Kinder lernen erst durch Probieren die ganze Bandbreite an verschiedenen Gemüse- und Obstsorten kennen. Es gibt jedoch tatsächlich Kinder, die frischem Obst und Gemüse sehr ablehnend gegenüberstehen. Als Erstes sollten Sie versuchen, die Art und Weise, wie Sie die Frischkost anbieten, dem Alter Ihres Kindes anzupassen. Wählen Sie eher weiches Obst, das Sie schälen und hauchdünn aufschneiden. Versuchen Sie es mit Obstmus, das, beispielsweise am Stil eingefroren, eine kalte Leckerei abgibt. Viele Kinder, die Gemüse in seiner natürlichen Form ablehnen, essen fein pürierte Gemüse-Cremesuppen sehr gern.

Mit zunehmendem Alter wird es einfacher, Gemüse geschickt so unterzubringen, dass ein verführerischer, gesunder Snack entsteht: Welches Kind kann schon einem duftenden Stück Gemüsepizza oder einem leckeren Wrap, in dem eine Portion Gemüse versteckt ist, widerstehen?

Lassen Sie Ihr Kind so zeitig wie möglich in der Küche mithelfen. Je nach Alter darf es den Salat vermengen, Mixen oder Schnippeln. Diese Tätigkeiten begeistern schon die Kleinsten, erfüllen sie mit Stolz und bieten ihnen auf spannende Weise Zugang zu gesunden Lebensmitteln.

Ab wann dürfen Kinder Brötchen und Co. knabbern?

Hallo Joschi,

informiere Dich einmal über „Baby-Led-Weaning“ – dazu gibt es viele Infos im Netz und es beruht auf neuen Erkenntnissen bei der Babyernährung 😉

Außerdem hilft ein Blick auf unsere nächsten Verwandten die Affen. Ein Affenbaby beginnt von selbst sich für das Essen der Eltern zu interessieren und wenn es das kann in den Mund zu stecken und zunächst darauf herumzulutschen. Nach und nach lernen sie so durch Nachmachen der Großen und Ausprobieren wie man isst.

Keine Affenmama wird sich viele Sorgen machen, ob sich ihr kleines verschlucken könnte!

Nur bei Nüssen und Körnern ist noch Vorsicht angebracht! Sie können tatsächlich leicht in die Luftröhre geraten und rutschen dann auch durch. Rauhe oder Kantige Sachen rutschen nicht so gut und können rausgehustet oder gewürgt werden.

Mit einem Jahr können viele Babys schon vom Elterntisch mitessen.

Und noch eine Tatsache…Kindern von Eltern die ihnen etwas zutrauen und sie nicht zu sehr beschützen passiert seltener ein Unfall als überbehüteten Kindern, weil sie von Anfang an lernen ihre Fähigkeiten einzuschätzen und auf sich selbst aufzupassen.

Ich habe meine Tochter viel ausprobieren lassen und nur eingegriffen, wenn wirklch Gefahr drohte. Instinktiv war ich immer im richtigen Moment da, wenn sie mich brauchte. Mir ist dann später aufgefallen, dass sie am Spielplatz keine waghalsigen Manöver machte wie andere Kinder, sondern ganz gut einschätzen konnte, was geht und was nicht. Auch eine gesunde Angst vor gefährlichen Geräten oder Höhen oder Straßen hatte. Wohingegen andere Kinder sich geradezu bemühten ihren Eltern davon zu Laufen und dann unbeobachtet wirklich gefährliche Sachen zu machen. Mir sind auch zweimal Freundinnenkinder fast verunglückt, weil sie so unberechenbar gefährliche Sachen gemacht haben, worauf ich garnicht eingestellt war (eine ist Richtung Straße davon gelaufen, eine andere von einem hohen Gerät runtergesprungen, ging Gott sei Dank beide Male gut, war für mich aber ein Schock. Die Mütter waren es gewöhnt, dass sie ständig wie Luchse aufpassen, weil die Kinder so etwas öfter machen. Ich bin lieber eine Affenmama als eine Luchsmama ;).

LG Hourriyah

Ein Löffelchen für Mama, ein Löffelchen für Papa.“ Längst nicht alle Babys sperren fröhlich den Mund auf, um den bunten Plastik-Löffel auf der Zunge landen zu lassen. Wie schön wäre es doch, wenn der Nachwuchs nicht ständig spucken, prusten oder gar den Kopf wegdrehen würde. Jetzt verspricht ein neuer Trend der Baby-Ernährung stressfreie Beikost-Einführung: Baby-Led-Weaning (BLW) ersetzt den Babybrei ausschließlich durch Fingerfood, damit sich Babys von Anfang an selbstbestimmt ernähren können.

Schluss also mit Möhrenpüree und Getreide-Obst-Brei – es sei denn, das Kleine kann schon selbst ein bisschen löffeln. Immer mehr Babys dürfen nach Herzenslust zulangen, lutschen und knabbern wie sie wollen. Aktiv und selbstbestimmt erobern sie sich so die Welt des Geschmacks. Dabei steuern sie den Prozess des Abstillens, denn je mehr sie selbstständig essen, umso weniger Milch wollen und brauchen sie. Kein Wunder, dass Baby-Led-Weaning frei übersetzt heißt: Das Baby abstillen lassen.

Fingerfood stillt Forscherdrang

Wer sein Kind nach der Fingerfood-Methode ernähren will, lässt es schon früh bei den Mahlzeiten dabei sein. „Mit einem Löffel oder einer Tasse in der Hand hat es das Gefühl, dabei sein zu dürfen“, sagt die britische Hebamme und Stillberaterin Gill Rapley, die das Baby-Led-Weaning entwickelt hat. Vom Schoß oder Hochstuhl aus kann es neugierig verfolgen, wie die Großen lustvoll essen. Sobald es mitmachen möchte, darf es seinem Forscherdrang nachgehen. Die Eltern bestimmen dabei den Rahmen der Lebensmittel, die das Kind testen darf. Sie sorgen dafür, dass nur Baby-geeignete Lebensmittel bei der Familien-Mahlzeit in Reichweite liegen, zum Beispiel Bananenstücke, Salatgurke, Melonen und Papaya, weiche Äpfel, gedämpftes Hühnerfleisch, Hackfleisch, weich gekochtes Gemüse wie Brokkoli-Röschen, halbierte Möhren oder Kartoffeln. Hauptsache, die Lebensmittel sind weich, vollwertig und verträglich – ohne Salz, Zucker und Kuhmilch.

Gleichgültig, ob das Baby anfangs immer zu denselben Lebensmitteln greift oder möglichst viel ausprobieren möchte: „Es bleibt dem Baby überlassen, wie viel es isst und wie schnell es die Palette der Lebensmittel erweitert, die es mag“, erklärt Gill Rapley. Noch geht es nicht ums Sattwerden. Stattdessen ist das Kind damit beschäftigt, mit allen Sinnen Geschmack und Konsistenz des ausgewählten Lebensmittels zu erforschen. Es will im wahrsten Sinne des Wortes die Möhre oder die Kartoffel begreifen – und trainiert dabei ganz nebenbei seine Geschicklichkeit: seine Fingerfertigkeit und die Hand-Augen-Koordination. Dabei nimmt es sich genau die Zeit, die es braucht, ohne dass Mama mit dem Löffel vor seinem Gesicht kreisend warten muss.
„So lernt das Baby die unterschiedlichsten Formen, Farben und Geschmacksrichtungen kennen und lieben“, erklärt Susanne Klug, Autorin des Ratgebers „Die neue Baby-Ernährung“ (GU-Verlag). Weil das Baby selbst in der Hand hat, was es probiert und was nicht, bleibe es offen für Neues. „Studien belegen, dass Babys, die von Anfang an selbstständig essen lernen, später viel häufiger zu Gemüse und Vollkornprodukten als zu zuckerhaltigen Lebensmitteln greifen“, berichtet sie.

Mit der Routine wachsen die Portionen

Noch bleibt die Milch die Sättigungsgrundlage Nummer eins. Erst wenn aus anfänglichem Lutschen ein vorsichtiges Knabbern, und der Appetit auf die Beikost größer geworden ist, beginnt der Prozess des Abstillens. Susanne Klug: „Erst nach und nach lernt das Baby, kleine Stückchen abzubeißen und schließlich zu kauen und zu schlucken.“ Mit der Routine wird die Portion immer größer – und die Lust auf Milch immer kleiner. So entwickelt sich das Abstillen ganz von selbst. Schluss mit Essen ist – wie beim Stillen – wenn der Bauch voll ist. Überfütterung ist nicht möglich.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn bleibt vorsichtig: Sie empfiehlt erst ab dem zehnten Monat feste Nahrung wie Vollkornbrot, Brötchen, weiches, rohes Obst und Gemüse, Kartoffel und Fleisch. „Je nach Entwicklungsstand kann der Säugling dann ohne Unterstützung sitzen, präzise mit den Händen greifen, selbstständig mit Löffel oder Gabel essen und den Becher halten. Ab dann können feste, mundgerechte Stücke gegessen werden“, so Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin der DGE.

„Bekommt mein Kind mit der BLW-Methode all die Nährstoffe, die es braucht, um sich gut zu entwickeln?“, fragen sich viele Eltern besorgt. Noch gibt es keine Untersuchung, wie gut sich die Nährstoffabdeckung so erreichen lässt. Wer sich dennoch dafür entscheidet, muss darauf achten, dass die dem Kind angebotenen Speisen alle Nährstoffe enthalten, und die Kost nicht einseitig gestaltet wird. Obst und Gemüse, Kartoffeln und Getreideprodukte braucht das Baby ebenso wie Fleisch, Hülsenfrüchte und Fett. In vielen Fällen lasse sich eine optimale Nährstoff-Abdeckung besser erreichen als mit Brei-Nahrung, die das Baby verweigert, argumentieren BLW-Befürworter. Einen Nachteil lassen sie gelten: BLW ist keine saubere Angelegenheit. „Aber alle Babys müssen irgendwann anfangen, selbst zu essen“, so Hebamme Gill Rapley. „An einem gewissen Gematsche und Geschmiere führt ohnehin kein Weg vorbei.“

Avocado roh essen – geht das?

  • Das gleiche gilt natürlich auch für die Beigabe von Avocado zu den verschiedensten Salaten sowie anderen Speisen. Und das beantwortet auch die Eingangsfrage: Ja, Avocado können nicht nur roh gegessen werden, sondern werden sogar in der Regel roh gegessen.
  • Ganz besonders gerne wird das Fleisch der Avocado als Brotaufstrich verwendet: Die Frucht zerstoßen, mit ein wenig Salz und Pfeffer abschmecken und dann das Brot damit bestreichen. Verfeinern können Sie das noch mit einem weich gekochten Ei, das Sie mit dem Fruchtfleisch vermischen.
  • Sehr lecker schmeckt die Avocado, die Sie kleinwürfeln oder in Scheiben schneiden, mit Schafskäse und Olivenöl sowie Balsamico. Eine andere Variante sind Avocados mit Shrimps oder kleinen Krebsen.
  • Das Schneiden der Avocado ist übrigens ganz einfach und rasch erledigt.
  • Sie können das Fruchtfleisch der geteilten Avocado natürlich auch gleich aus der Schale löffeln. Würzen können Sie je nach Geschmack mit Salz und Pfeffer oder anderen Kräutern. Alternativ geben Sie etwas Zitronensaft dazu.
  • Auf Ihrer nächsten Fete kommen bestimmt die selbst gemachten Avocado-Dips gut an.
  • Ein Salat mit sauren Gurken, Tomaten und Avocado ist sehr erfrischend und ein beliebtes Sommergericht.
  • Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber trotzdem lecker sind gegrillte Avocados.
  • Im Grunde genommen gibt es unzählige Varianten für die Zubereitung der Avocado. Seien Sie einfach ein wenig kreativ.

Für baby-led weaning Anfänger und Einsteiger, die erst ganz neu von dem Thema hören, stellt sich oft die Frage, mit was sie überhaupt anfangen sollen. Das liegt natürlich darin begründet, dass man am Anfang besonders ängstlich und vorsichtig ist. Diese Angst will ich dir mit meinem Beitrag nehmen und aufzeigen, welches Gemüse sich besonders für den Beikoststart eignet und wie du es zubereiten kannst. Das gleiche mach ich demnächst auch noch mit Einsteiger Obst. Wichtig ist mir außerdem, dass ihr immer die Chance und den Mut habt, selbst etwas auszuprobieren. Nur weil ich ein Gemüse hier nicht aufzähle, heißt das nicht, dass man es nicht geben kann.

Baby-led weaning bedeutet ja auch, dass das Baby vom Familientisch mit isst. Gibt es bei euch Pilze oder Paprika, so kannst du dein Kind sicher auch davon probieren lassen.

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Welches Gemüse ist für baby-led weaning Einsteiger geeignet?

Einige Gemüsesorten eignen sich aufgrund ihrer Beschaffenheit super für den Beikoststart. Denn wichtig ist dabei, dass sich das Gemüse in handliche Sticks von etwas Pommesgröße schneiden lässt. Der Stick wird zunächst vom Baby mit der ganzen Hand gegriffen und sollte sowohl oben als auch unten ein Stückchen herausschauen. Wichtig ist, dass das Gemüse weich, aber nicht breiig ist. Das Baby sollte es mit dem Kiefer zerdrücken können, aber nicht zwischen seinen Händchen zermatschen.

Als erstes stehen natürlich auf dem Plan:

Kartoffeln: Am besten verwendest du hier festkochende Kartoffeln, die du geschält und in Sticks geschnitten in ganz wenig Wasser im Topf garst. Das dauert etwa 10-12 Minuten. Dann werden die Sticks abgeschüttet und gut auskühlen gelassen. Dann kannst du sie deinem Baby anbieten. Mehlig kochende Kartoffeln wurden von K teilweise abgelehnt, da sie ihr scheinbar zu sehr am Gaumen geklebt haben. Bedenke, dass die Kartoffel im Inneren noch lange sehr heiß bleibt.

Karotten: Auch sehr beliebt und oft eines der ersten Zutaten, wenn man Brei füttert. Karotten sind in Deutschland entweder frisch vom Feld oder als Lagerware das ganze Jahr über verfügbar. Karotten ebenfalls schälen und ca. 15 Minuten in wenig Wasser kochen oder über Wasserbad dämpfen. Karotten können bei Babys eine leicht stopfende Wirkung haben.

Kohlrabi: Kohlrabi gibt es ab Mai überall frisch vom Feld, du kannst den Kohlrabi schälen und ebenfalls in Sticks schneiden. Dann genau wie die Kartoffeln in etwas Wasser dünsten, bis sie weich sind. Das wird ca. 15 Minuten dauernd.

Kürbis: Von Oktober bis März gibt es Kürbis. Bei uns meist Hokkaido und Butternut. Beide Sorten eignen sich toll für Babys. Sie können beide in Sticks geschnitten werden und sowohl im Backofen gegart als auch gedämpft serviert werden. Für absolute Anfänger beide Kürbissorten lieber schälen. K liebt Kürbis, nicht nur wegen der Konsistenz, sondern auch wegen des leicht süßlichen Geschmacks. Kürbispüree kann man toll einfrieren und weiterverarbeiten. In der Rezeptesammlung findest du sehr viele leckere Rezepte wie Pfannkuchen, Spätzle oder die Kürbiswölckchen.

Süßkartoffel: Sie wird leider noch nicht in Deutschland angebaut, ist bei Babys aber höchst beliebt. Die Süßkartoffel schälen und ebenfalls in Sticks schneiden. Diese dann 15 Minuten bei 180 ° im Backofen garen. Selbstverständlich lassen sie sich auch dünsten oder kochen.

Zucchini: Gerade als K mit ihren ersten breifrei-Versuchen angefangen hat, ist unser Garten vor Zucchini explodiert. Deshalb gab es das bei uns besonders oft. Wir haben die Zucchini in etwas Wasser gegart und manchmal sogar auf dem Grill zubereitet. Zucchini wird schnell weich und braucht nicht lange, max. 7 Minuten. Und sie war und ist einfach ein Dauerbrenner bei uns.

Pastinake: Ein absolutes Wintergemüse und meist von Oktober bis Februar erhältlich. Auch sie schafft es oft in den ersten Babybrei und eignet sich toll für Einsteiger Gemüse. Die leichte Süße des Gemüses gefällt den Kleinen. Ebenfalls schälen und dann für 10 Minuten in wenig Wasser dünsten. Bei K kam Pastinake nicht so gut an und ich muss ja gestehen, dass es auch nicht mein Favorit ist.

Salatgurke: Da man die Gurke nicht kochen oder dämpfen muss, eignet sie sich sowohl für den absoluten Beikoststart als auch für Fingerfood für unterwegs hervorragend. Besonders beim Zahnen lutschen die Babys gerne darauf herum, weil sie kühlt. Sie hat einen hohen Wasseranteil, auch das ist ein Vorteil. K ist kürzlich erst so richtig auf den Geschmack gekommen. Phasenweise hat sie Gurke kategorisch abgelehnt.

Brokkoli & Blumenkohl: Viele Babys fahren auf Brokkoli ab. Vielleicht weil es so witzig aussieht. Hier ist es außer beim Stiel jedoch nicht möglich, ihn in Sticks zu schneiden. Ich würde ihn deshalb erst nach 4-6 Wochen nach dem Beikoststart empfehlen, wenn das Baby schon etwas Übung hat. Sowohl die Röschen des Blumenkohls als auch Brokkolis lassen sich super dämpfen oder kochen. Sei aber vorgewarnt, Brokkoli kann schon mal eine große Kleckerei und Schmiererei bedeuten, denn wenn das Röschen genau untersucht, geschüttelt und in die Haare geschmiert hat, kann das grüne Gemüse in kleinsten Teilen durchaus eine große Reichweite erlangen. Blumenkohl kann eine blähende Wirkung haben. K jedoch hatte nie Probleme. Sie liebt das weiße Gemüse. Ganz besonders, wenn ihre Oma es mit etwas Butter im Ofen zubereitet.

Avocado: Kein richtiges Gemüse, sie zählt zu den Beeren und leider wächst es auch nicht in Deutschland und hat auch nicht die beste Energiebilanz. Jedoch sollte man sowas leckeres vor keinem Baby verstecken. Sie lässt sich herrlich in Stifte schneiden und ist ganz weich. K liebt Avocado von Anfang an, wir lassen es uns oft gemeinsam schmecken und können gar nicht genug bekommen.

Was muss ich bei Einsteiger Gemüse baby-led weaning beachten?

Gegartes Obst und Gemüse sollte am Anfang immer in Pommes-Form gereicht werden. So schaut das Essen oben und unten aus der kleinen Faust. Es kann super gegriffen werden. Das Essen sollte so weich sein, dass es am Gaumen zerdrückt werden kann, wiederum aber nicht so weich, dass es in der Hand zerfällt.

Ich persönlich kaufe für K das meiste Gemüse in Bio-Qualität. Salatgurke, Zucchini aber auch Kürbis gebe ich mit Schale, da ist es mir besonders wichtig, dass kein Spitzmittel ans Gemüse gekommen ist. Wenn du nach saisonalen Aspekten kaufst, ist Bio-Gemüse meist kaum teurer als herkömmliches Gemüse. Wichtig ist auch, besonders frisch zu kaufen, denn so bleiben die meisten Nährstoffe und Vitamine erhalten. Auch TK-Gemüse ist absolut okay. Ich selbst gefriere oft Reste und auch kleine Portionen ein.

Optimal ist es, wenn das Gemüse gedünstet wird, also beispielsweise in einem Dünsteinsatz für Töpfe oder im Varoma des Thermomix. So behält es die meisten Nährstoffe. Wer möchte kann das Gemüse mit einigen Tropfen nativem Lein- oder Rapsöl beträufeln. Aber das macht nach ein paar Wochen etwas mehr Sinn, wenn dann auch das ein oder andere Fitzelchen Essen im Mund landet.

  • Gemüse gerne erst mal in kleinen Mengen anbieten und schauen wie das Kind darauf reagiert. Oft kann man auch an Blähungen oder einem wunden Po feststellen, dass das ein oder andere Lebensmittel nicht so optimal ist.
  • Gemüse nie salzen. Gemüse einfach in Wasser oder Wasserdampf garen. So lernt dein Baby den unverfälschten Geschmack von Lebensmitteln kennen.
  • Gemüse macht Babys nicht satt. Deshalb wird das Baby davon auch keine Unmengen essen. Gerade zum Kennenlernen ist es aber optimal, da dein Baby da noch von Muttermilch satt wird.
  • Babys ändern ihre Meinung täglich. Was heute nicht angerührt worden ist, kann nächste Woche schon der Star sein. Geschmack entwickelt sich erst mit der Zeit.
  • Also: Nur Mut!

Um das Herausflutschen aus der Hand zu vermeiden gibt es auch noch ein paar Tipps und Tricks wie das Wälzen von Obst- und Gemüsestücken oder -sticks mit Haferflocken, gemahlenen Nüssen oder Paniermehl. Außerdem kann durch das Schneiden mit einem Riffelmesser oder Wellenschneider die Oberfläche so verändert werden, dass die Sticks griffiger sind.

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Babybrei mit Früchten: Das ist gut für Ihren Nachwuchs

Mit der ersten Beikost probiert das Baby auch das erste Mal Früchte. Doch nicht alle Früchte vertragen die Kleinen von Anfang an. Deshalb greifen viele Eltern zunächst zu gut verträglichen Früchtesorten wie den folgenden, die beim Nachwuchs in der Regel nicht zu Blähungen, Durchfall, Ausschlag oder wundem Po führen.

Äpfel

Der klassische Einsteiger ins Früchteparadies ist der Apfel. Die meisten Kinder bekommen bei der ersten Beikost einen Apfelbrei von ihren Eltern gereicht. Mitunter kauen die Babys aber auch gern auf festen Apfelstücken herum: So probieren sie intensiv ihren Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn aus. Aufpassen sollten Sie, wenn die ersten Zähnchen kräftig genug sind, um Stücke vom Apfel abzubeissen. Dann müssen Sie darauf achten, dass sich das Kleine nicht verschluckt. Lassen Sie Ihr Baby also nicht unbeaufsichtigt, wenn es das erste Mal Früchte isst.

Die meisten Vitamine befinden sich unter der Schale des Apfels. Äpfel können übrigens in unterschiedlicher Weise auf den Verdauungstrakt des Babys wirken: In roher, geriebener Form wirken sie stuhlfestigend, in Form von Früchtebrei dagegen stuhlauflockernd.

Bananen

Den süssen Geschmack von Bananen mag fast jedes Baby. Hinzu kommt noch die weiche Konsistenz, sodass sie sich auch ohne Zähne am Gaumen zerdrücken lassen. Bananen sind reich an Vitamin B6, Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Da sie sehr sättigen, eignen sie sich gut als Zwischenmahlzeit. Trotzdem sollten Bananen sparsam gegeben werden. Da sie sehr süss sind, beeinflussen sie den Geschmackssinn des Babys: Es könnte sich zu schnell an sehr süsse Kost gewöhnen.

Birnen

Nicht ganz so beliebt wie Äpfel, aber eigentlich genauso lecker und gesund sind Birnen. Auch bei ihnen stecken die meisten Vitamine unter der Schale. Neben den Vitaminen A, B und C enthalten Birnen reichlich Mineralstoffe und Ballaststoffe, die eine positive Wirkung auf die Verdauung haben. Die meisten Birnensorten lassen sich zudem im reifen Zustand leicht am Gaumen zerdrücken. Als Früchtebrei werden Birnen häufig mit Äpfeln oder Bananen gemischt.

Pflaumen

Pflaumen gehören ebenfalls zu den Früchtesorten, mit denen Sie Ihr Baby bedenkenlos füttern können. Bei der vitamin- und ballaststoffreichen Frucht denkt jeder sofort an die stuhllockernde Wirkung. Nur wenige wissen jedoch, dass Pflaumen auch viel Fruchtzucker enthalten. Deshalb sollten sie nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen.

Avocado

Die gesunde Kalorienbombe (220 Kalorien pro 100 Gramm) eignet sich dank ihrer weichen Konsistenz perfekt für die ersten Früchtefreuden. Die Südfrucht muss man nicht erst kochen, sie lässt sich direkt aus der Schale füttern. Darüber hinaus enthalten Avocados reichlich Nährstoffe und gute Fette, die sich positiv auf das Wachstum und die Hirnentwicklung auswirken.

Joghurt Käse und Co

Ab wann darf mein Kind Milch trinken und Joghurt essen?
Dies ist wohl die Frage, die Eltern mir am häufigsten stellen. Grundsätzlich solltest du Wissen, dass die Nieren deines Babys erst ab etwa 18 Monate voll funktionsfähig sind und Milcheiweiß über die Niere ausgeschieden werden muss. Erhält dein Baby zuviel Eiweiß können die Nieren belastet werden und so die Gesundheit negativ beeinflussen. Da Kuhmilch (auch fettarme Milch) im Verhältnis zu Muttermilch/Anfangsmilch sehr viel Eiweiß enthält, sollte dein Baby ab Beikostreife sehr langsam an Milch/Milchprodukte herangeführt werden.

Zuletzt aktualisiert am 23.11.2017, Artikel vom 12.03.2012

Milchbrei
Milchbrei kannst du aus Muttermilch/Anfangsmilch oder aus Vollmilch 3,5% – 3,8% herstellen. Fettarme Milch ist nicht empfehlenswert.

Milchprodukte für Babys bis 12 Monate
Babys ab etwa 6 Monate dürfen verarbeitete Kuhmilch erhalten. Als Muttermilchersatz oder Getränk ist Kuhmilch im ersten Jahr nicht geeignet, da nicht verarbeitete Kuhmilch eine andere Eiweißstruktur aufweist als frische Milch (auch H-Milch) und die noch unreifen Nieren belastet.

Milchprodukte für Babys bis 12 Monate

Babys ab etwa 6 Monate dürfen verarbeitete Kuhmilch erhalten. Als Muttermilchersatz oder Getränk ist Kuhmilch im ersten Jahr nicht geeignet, da nicht verarbeitete Kuhmilch eine andere Eiweißstruktur aufweist als frische Milch (auch H-Milch) und die noch unreifen Nieren belastet.

Maximal bis insgesamt 200g je Tag z.B.

  • Milchbrei
  • Naturjoghurt
  • Butter (bis 20g)
  • milden (salzarmen) Käse (bis 30g)
  • Quark in sehr kleinen Mengen z.B. verarbeitet in Quark-Öl-Teig
  • Sahne in sehr kleinen Mengen z.B. verarbeitet in Saucen

Babys und Kleinkinder ab 1 Jahr dürfen verarbeitete Milch/Milchprodukte und Vollmilch erhalten.

Maximal bis insgesamt 300g je Tag (bitte langsam steigern)

Letzte Aktualisierung am 3.02.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Was darf mein Baby im ersten Jahr nicht essen?

Im Internet gibt es viele gute Informationen zur Babyernährung aus westlicher Sicht, zum Beispiel vom Babycenter. Hier möchte ich Ihnen die Sicht der TCM (5-Elemente-Ernährung) zum richtigen Essen für Babys zeigen.

Das sollte Ihr Baby im ersten Lebensjahr nicht essen und trinken:

  • Fleisch, Fisch – diese sind zu intensiv und schwer bekömmlich für die zarte Verdauung der Babys
  • Kuhmilch, Käse, Jogurt – stark befeuchtend/verschleimend und daher schwer bekömmlich
  • Weizen – stark befeuchtend/verschleimend und daher schwer bekömmlich
  • Zucker (auch Rohrohrzucker) – stark befeuchtend, schwächt die Nieren und die Verdauung, gewöhnt die Babys an einen extrem süßen Geschmack
  • Fruchtsäfte – zu kalt und befeuchtend für die Verdauung Ihres Babys, Gewöhnung an süße Getränke ist später schwer wieder wegzubekommen, Babys brauchen nur warmes Wasser (sobald sie essen)
  • Rapsöl und alle anderen Öle – schwer bekömmlich, vor allem Rapsöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl sind stark verarbeitet und daher nicht empfehlenswert, Alternative: Mandelmus, Butter
  • Süßigkeiten, Eis, Kuchen – stark befeuchtend/verschleimend, bei gekauften Produkten sind Zusatzstoffe und schlechte Fette drin, die Ihrem Kind schaden
  • Banane, Mango, Zitrusfrüchte – stark abkühlend und damit schwer bekömmlich für die von Haus aus kalte Verdauung von Babys und kleinen Kindern (diese erreichen die volle Verdauungskraft nach TCM erst mit 6 Jahren)
  • Zwiebel, Knoblauch – extrem in ihrer erhitzenden Wirkung und schwer verdaubar
  • Salz – belastet im ersten Lebensjahr die Nieren Ihres Babys, außerdem soll das Kleine die Nahrungmittel in ihrem unverfälschten Geschmack kennenlernen (wieder eine Frage der Gewöhnung)
  • Fertigprodukte – dazu gehören auch Gläschen, die Sie Ihrem Baby nur ab und zu geben sollten. Grund: auch Gläschen sind Konserven, Babys brauchen frisches Essen! (Abgesehen vom häufig enthaltenen Zucker und Salz.)

Wichtige Anmerkung: Wenn diese Nahrungsmittel ab und zu vorkommen, ist es auch nicht so schlimm, besonders wenn das Baby schon ein bisschen älter ist. Probleme können dann entstehen, wenn diese Zutaten regelmäßig gegessen werden.

Wenn Ihr Kind dann 1 Jahr alt wird, darf es am Familientisch mitessen! Dann können Sie schön langsam alle Nahrungsmittel einführen, die Sie selber auch essen.

Und denken Sie daran: Ihr Baby lernt durch seine Vorbilder – und das sind Sie! Das was Sie essen, will es auch haben.

Mehr Tipps finden Sie in Babys erste Beikost!

Wenn Dein Baby in der Beikostzeit angekommen ist, stellt sich immer wieder eine Frage: Darf ich ihm dieses und jenes Lebensmittel schon geben? Bei der Frage, ab wann Babys Joghurt essen dürfen, kommt es immer wieder zu Diskussionen und Verunsicherungen. Deshalb die gute Nachricht vorab: Joghurt ist per se kein gefährliches Nahrungsmittel für Babys und Kleinkinder. Wenn Du Dein Baby also schon mal Joghurt probieren hast lassen, gibt es keinen Grund zur Sorge. Das eigentliche Problem ist ein ganz anderes und das werde ich Dir auch gleich erklären.

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Ist Joghurt gut für Babys?

Je nachdem, wie viel Joghurt Dein Baby erhält und was es sonst noch aufnimmt, können die Nieren überlastet werden.

Joghurt besteht aus Kuhmilch und enthält wie diese viel Milcheiweiß, das über die Nieren abgebaut und ausgeschieden werden muss. Bei der Geburt sind die Nieren von Babys noch nicht voll ausgereift. Erst mit etwa 1,5 Jahren sind sie voll funktionsfähig. Milchprodukte, darunter auch Joghurt, enthalten sehr viel Eiweiß, denn Kuhmilch ist viel proteinreicher als Muttermilch.

Ich weiß von keinem Fall, in dem das ernsthafte Konsequenzen in Form einer Nierenschädigung gehabt hätte. Möglich sind aber verschiedene negative Langzeitauswirkungen auf die Gesundheit Deines Babys. Sicher scheint zum Beispiel, dass eine erhöhte Eiweißzufuhr im Säuglingsalter Übergewicht im späteren Leben begünstigt. Das gilt auch für die Ernährung mit künstlicher Säuglingsmilch (PRE-Milch), die mehr Proteine enthält als Muttermilch.

Zusätzlich gibt es Bedenken, dass Babys unter 12 Monaten die im Joghurt enthaltene Milchsäure schwerer verdauen können. Wenn Du Deinem Baby Joghurt gibst, solltest Du also darauf achten, ob es diesen gut verträgt, oder ob Dein Baby von Joghurt Bauchschmerzen bekommt.

Eine erhöhte Kalziumzufuhr durch Joghurt oder andere Milchprodukte blockiert die Eisenaufnahme im Körper. Eisen ist wichtig für die Gesundheit und die Entwicklung Deines Babys.

Außerdem erhöht Joghurt die sogenannte „Molenlast“. Das bedeutet, dass man zur Verdauung von Joghurt mehr Flüssigkeit benötigt. Für ein Baby ist es schwierig bis unmöglich, diese aufzunehmen.

Ab wann dürfen Babys Joghurt essen?

Was heißt das nun konkret? Ab wann darfst Du Deinem Baby denn nun Joghurt füttern? Die gängige Empfehlung lautet:

  • 6 – 12 Monate alte Babys dürfen max. 200g verarbeitete Milchprodukte pro Tag (Joghurt, Butter, Käse) essen; bei breigefütterten Kindern ist dieses Maximum schon durch den Getreide-Milch-Brei erreicht. Reine Milch sollten Babys unter 1 Jahr nicht bekommen.
  • Babys ab 12 Monaten dürfen max. 300g pro Tag bekommen, dann auch Vollmilch, Frischmilch, Quark und Sahne

Für die Verwendung von Kuhmilch in der Säuglingsernährung gibt die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) 2014 folgende Empfehlung:

Für die Herstellung von Milchbreien
können bis zu etwa 200 ml Kuhmilch
pro Tag verwendet werden.

Kuhmilch (pasteurisierte Frischmilch
oder H-Milch) sollte als Getränk erst
gegen Ende des 1. Lebensjahres in
kleinen Mengen gegeben werden, um
nachteilige Wirkungen, u. a. auf die
Eisenabsorption, zu vermeiden.

Der Hauptgrund für eine restriktive Einführung von Kuhmilch ist die Vermeidung eines Eisenmangels, da Kuhmilch eisenarm ist. Manche Studien weisen zudem darauf hin, dass das frühe Einführen von Kuhmilch mikroskopische intestinale Blutungen hervorrufen kann, was allerdings nach einem Alter von 9 Monaten nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Kuh-Vollmilch (3,5% Fett) eignet sich als Bestandteil des Milch-Getreide-Breis zur Protein- und Mineralstoffversorgung, die Tageszufuhr sollte jedoch etwa 200 ml, wie sie für den Brei vorgesehen sind, nicht überschreiten.

Als Getränk sollte Kuhmilch erst gegen Ende des 1. Lebensjahres gegeben werden, wenn das Kind aus der Tasse trinken kann. Die Kuhmilch sollte altersgerecht aus der Tasse getrunken werden, nicht aus der Flasche, um einen unnötig hohen Verzehr zu vermeiden. Eine hohe Proteinzufuhr mit Milch gegen Ende des 1. Lebensjahres war mit einem höheren Risiko für
Übergewicht im Alter von 7 Jahren assoziiert.

Quelle zum Zitat

Achtung, Werbelüge!

Lügen der „kinderfreundlichen Industrie-Lebensmittel“

Vorsicht vor speziellen Kinderlebensmitteln mit Kuhmilch, die oft schon als „ab dem 7. Monat“ angepriesen werden!

Diese Kennzeichnung und entsprechende Werbesprüche suggerieren Eltern, dass diese Produkte gesund für ihre Babys wären. Sie sind es nicht, das kann ich Dir versprechen. Deshalb wirst Du jetzt die Lügen und Nachteile erfahren, mit denen Verbraucher oftmals konfrontiert sind.

Babys brauchen keine Extra Portion Milch

Babys sind im ersten Lebensjahr durch die Muttermilch bzw. PRE-Nahrung bestens mit Kalzium und allen Nährstoffen versorgt. Sie brauchen keine „Extra Portion Milch“ oder „wertvolles Kalzium“ – auch, wenn das die Marketingabteilung entsprechender Herstellerfirmen gerne so ausschildert.

Fragwürdige Zusatz- und Inhaltsstoffe

Zusätzlich enthalten solche „Kinderlebensmittel“ häufig sehr viel Zucker, Farbstoffe und Konservierungsstoffe. Nichts davon braucht Dein Kind.

Auffallende Optik und künstlicher Geschmack

Durch Geschmack, Aufmachung und Verpackung wird Dein Kind von Anfang an auf solche Produkte und künstliche Geschmacksrichtungen getrimmt. Am Familientisch nimmt es nicht selbstverständlich teil, sondern hat eine Sonderrolle – kein Wunder, wenn es auf diese auch dauerhaft bestehen wird.

Viel zu teuer

Dieses Verhalten geht nicht nur auf die Gesundheit Deines Babys, sondern auch auf Deine Geldbörse – spezielle Kinderprodukte sind nämlich richtig teuer im Gegensatz zu ganz normalen Lebensmitteln.

Kalzium-Lüge

Seit vielen Jahrzehnten wird Kuhmilch als gesundes Lebensmittel, besonders für Kinder, angepriesen. Diese bräuchten das darin enthaltene Kalzium für den gesunden Knochenaufbau. Heute haben verschiedene Studien belegt, dass dem nicht so ist. Kinder oder alten Menschen, die Kuhmilch trinken, haben keine „besseren“ Knochen und leiden auch nicht seltener unter Brüchen.

Tatsächlich gibt es mittlerweile Hinweise darauf, dass Kuhmilch den Knochen sogar schadet. Selbst, wenn Dein Baby keine Muttermilch oder PRE-Nahrung mehr bekommt, gibt es ausreichend pflanzliche Lebensmittel, die Kalzium für die Knochen liefern – ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Worauf Du unbedingt beim Joghurt für dein Baby achten musst

Egal, ab welchem Alter Du Deinem Baby Joghurt probieren lässt, es sollte sich immer um Naturjoghurt, also Joghurt ohne Zucker, Geschmacksstoffe oder andere Zugaben handeln.

Fazit: So wenig Joghurt wie möglich für Babys im ersten Jahr

Ab wann Babys Joghurt essen dürfen, hängt also mitunter davon ab, wie viele weitere Milchprodukte bereits in der Ernährung integriert sind. Breigefütterte Babys, die täglich Milch-Getreide-Brei erhalten, sollten keinen Joghurt oder weitere Milchprodukte enthalten.

Baby-Led-Weaning-Kinder dürfen bis zum 1. Geburtstag etwa 200g Milchprodukte pro Tag, im zweiten Lebensjahr bis zu 300 g pro Tag essen. Das heißt, Dein Baby darf zum Beispiel dann Joghurt zum Frühstück essen, wenn es den restlichen Tag die Maximalgrenze für Proteine nicht übersteigt.

Diese Grenzen solltest Du nicht überschreiten, denn es droht eine Überlastung der Nieren sowie Übergewicht im späteren Leben. Milch als Getränk sollte Dein Kind im gesamten ersten Lebensjahr nicht erhalten.

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