Ab wann baby laufen?

Wann Babys laufen lernen

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Vorbereitung auf die ersten Schritte

Nachdem Dein Baby gelernt hat zu sitzen, zu kriechen und zu krabbeln, entwickelt es im Alter von ungefähr zehn Monaten langsam aber sicher den Drang „nach oben“: Es möchte aufrecht stehen und sich auf seinen zwei Beinchen fortbewegen. Zunächst wird sich Dein Baby dazu an Möbelstücken und anderen Gegenständen hochziehen und festhalten. Es erlebt nun einen großen Fortschritt in seiner Entwicklung und wird von Tag zu Tag sicherer auf seinen Füßchen. Schon bald wird Dein Baby mutiger und anfangen, seine Stütze loszulassen, bis es schließlich ohne Hilfe stehen kann. Dann dauert es nicht mehr lange und es folgen die ersten, zaghaften Schritte. Zunächst braucht es dabei noch Deine Hand oder es hangelt sich beispielweise am Sofa entlang.

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Endlich alleine laufen

Ohne Hilfe laufen die meisten Kinder mit rund 13 Monaten. Anfangs natürlich noch etwas wacklig. Wenn das bei Deinem Baby dann noch nicht der Fall ist: Mach Dir keine Sorgen, manche Babys brauchen eben etwas länger. Mit spätestens 18 Monaten haben gesunde Kinder in der Regel das Laufen von alleine gelernt. Wenn Du allerdings feststellst, dass Dein Baby sonst deutlich in seiner Entwicklung zurückliegt, solltest Du den Kinderarzt aufsuchen.

So kannst Du Dein Baby beim Laufen lernen unterstützen

Im Grunde genommen braucht Dein Kind Dich nicht, um das Laufen zu lernen. Hilf Deinem Kind daher nur, wenn es Dich dazu auffordert. Ehrgeizige Eltern können mit zu frühem Lauftraining körperliche Schäden bei ihrem Kind verursachen. Sehr umstritten ist überdies der Einsatz sogenannter Lauflernhilfen.

Dennoch gibt es ein paar Dinge, mit denen Du Dein Baby indirekt beim Laufen lernen unterstützen kannst:

  • Knie beugen: Während Dein Baby das Stehen lernt, kannst Du ihm helfen. Um herauszufinden, wie es wieder auf dem Po landen kann. Wenn es das nicht schafft und schreit, nimm Dein Kind nicht einfach hoch, um es dann hinzulegen oder hinzusetzen. Viel besser ist es, wenn Du Deinem Baby zeigst, wie es die Knie beugen und sich hinsetzen kann, ohne nach Vorne über zu fallen.
  • Den Weg frei machen: Damit Dein Kind optimale Bedingungen hat, um seine Lauffähigkeiten zu entwickeln, solltest Du ihm Platz schaffen und Stolperfallen wie Kabel und Teppiche aus dem Weg schaffen. Besonders gefährliche Ecken und Kanten solltest Du auspolstern. So kann sich Dein Kleines nicht böse den Kopf stoßen, wenn es sich aufrichtet.
  • Motivation: Auch beim Laufen lernen ist verbale Unterstützung und Motivation besonders wichtig. Zeige Deinem Baby Deine Anerkennung für jeden Fortschritt und beruhige es, falls etwas nicht geklappt hat. Hilf ihm aber nicht bei jeder Schwierigkeit weiter, denn es sollte seine neuen Fähigkeiten im eigenen Rhythmus entwickeln. Häufig wollen Kinder in dieser Phase auch keine Hilfe. Sie sind sehr stolz, wenn sie etwas eigenständig erreichen. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein. Am besten beschränkst Du Dich darauf, Deinem Kind Hilfestellung zu leisten. Fange Dein Kind – ähnlich wie im Sportunterricht – auf, wenn es fällt und bewahre es davor, sich zu stoßen.
  • Barfuß: Am besten ist es, wenn Dein Kind barfuß laufen lernt. So bekommt es ein Gefühl für den Boden und das Abrollen des Fußes. Ist es zu kühl, dann sind Anti-Rutsch-Socken eine gute Wahl. Schuhe sollte Dein Kind erst tragen, wenn es laufen kann und ihr rausgehen wollt.

Den Drang zum Laufen lernen entwickelt Dein Baby also von ganz alleine. Du brauchst dazu nicht viel zu unternehmen. Genieße diese Phase und freue Dich über ein neues und großes Stück Selbständigkeit Deines Babys.

Erste Schritte: So lernt das Baby laufen

20. Januar 2020 6 Min.

Das Laufen lernen ist ein wichtiger und aufregender Entwicklungsschritt eines Babys. Es wird damit unabhängiger und verändert seine Perspektive auf die Welt. Wann es Zeit für die ersten Schritte ist, entscheidet jedes Baby ganz für sich.

Die Zeit, wenn das Baby anfängt zu laufen, ist aufregend. Viele Eltern fiebern auf den Tag hin und erwarten die ersten Schritte mit großer Spannung. Bevor ein Baby wirklich läuft, müssen aber erst andere Fähigkeiten erlernt werden: Zunächst zieht es sich aus eigener Kraft hoch und steht meist noch abgestützt, beispielsweise an einem niedrigen Tisch. Dann folgen die ersten Gehversuche, bei denen sich das Baby noch festhält – bevor es an den Händen der Eltern das (fast) eigenständige Gehen weiter erprobt.

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Schlechte Laune vor dem Laufen lernen

Wenn ein Baby kurz davor ist, seine ersten Schritte zu tun, kann es sein, dass sich das Baby plötzlich verändert. Zu diesen Anzeichen gehören:

  • vermehrtes Quengeln
  • Wutanfälle
  • Appetitlosigkeit
  • großes Bedürfnis nach elterlicher Nähe
  • häufiges Aufwachen in der Nacht (auch bei durchschlafenden Babys)

Das hat damit zu tun, dass das Baby die anstehende Entwicklung spürt. Entweder es wird ungeduldig, weil es die neue Fähigkeit endlich beherrschen möchte, oder es fühlt sich sogar verunsichert. Dies führt dazu, dass das Baby kurz vor dem Laufen auf unerklärliche Weise „anstrengend“ wird. Sehen Sie es ihm nach und versuchen Sie, Ihr Baby durch Ihre beruhigende Gegenwart und mit positiver Unterstützung ins Gleichgewicht zu bringen.

Vorsicht bei Lauflernhilfen

Seit einigen Jahren gibt es sogenannte Lauflernhilfen oder Babywalker: Es handelt sich um kleine Wägelchen, die die Kinder vor sich herschieben können. Damit sollen sie schneller Laufen lernen.

Babys sind von diesen Geräten meist hellauf begeistert. Kein Wunder, denn sie kommen damit schnell vorwärts. Allerdings sind diese Laufwagen stark umstritten. Zunächst hat die Stiftung Warentest bei vielen Geräten Sicherheitsmängel festgestellt. Aber auch Kinderärzte berichten vermehrt von Unfällen. Denn immerhin erreicht ein Baby mit einem Babywalker bis zu zehn Stundenkilometer. Das ist für einen so kleinen Menschen eine recht hohe Geschwindigkeit. Wenn das Baby dann stürzt, kann es sich sehr unglücklich verletzen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Kinder in den Lauflernhilfen erhöht stehen – und somit an höhergelegene Gegenstände herankommen. Dadurch erhöht sich beispielsweise die Gefahr von Verbrühungen, etwa, wenn sie einen heißen Topf vom Herd ziehen.

Darüber hinaus können Lauflernwagen sogar das Gegenteil bewirken – das Kind läuft unter Umständen später. Denn das Gerät ist zwar unterstützend, nimmt dem Baby aber auch die Arbeit ab. Um Laufen zu lernen, muss das Baby die Fähigkeit entwickeln, auf den eigenen Beinchen alleine die Balance zu halten. Solange es an einem Babywalker übt, kann es seinen Gleichgewichtssinn nicht trainieren.

Im Schnitt beginnen Kinder um den ersten Geburtstag herum zu laufen. Manche sind schon mit zehn oder elf Monaten soweit, andere krabbeln noch bis zum 15. Lebensmonat. Eltern sollten sich nicht in einen Wettbewerb mit anderen Kindern begeben. Die Entwicklungsschritte von Babys folgen zwar einem gewissen Muster, die individuelle Entwicklung kann jedoch ganz unterschiedlich ausfallen. Beispielsweise beobachtet man, dass Babys mit großen Geschwistern schneller laufen, weil sie stärker motiviert sind mitzuhalten.

Solange sich das Baby motorisch und psychosozial gut entwickelt, kann es sich mit dem Laufen lernen durchaus Zeit lassen. Sprechen Sie Ihren Kinderarzt vertrauensvoll an, wenn Sie sich Sorgen um das Laufen Ihres Babys machen.

Hurra, ich laufe!

Wenn die ersten Schritte gemacht sind, beginnt eine neue Zeit. Eltern sind meist voller Stolz, und das Baby ist es auch. Es erlebt die Welt nun nicht mehr von unten, zumindest nicht mehr von ganz unten. Aus der neuen Perspektive sieht plötzlich alles anders aus – und es erweitert sich außerdem der Bewegungsradius.

Viele Babys sind von ihrer neuen Fähigkeit so begeistert, dass sie kaum noch etwas anderes tun möchten. In der ersten Zeit kann es daher sein, dass in anderen Bereichen ein Entwicklungsstillstand auftritt. Bilderbücher oder Spielzeug werden links liegen gelassen. Dafür spielt das laufende Baby nun gerne mit Körpereinsatz, beispielsweise Verstecken oder Fangen. Kleine Läufer möchten nun nicht mehr im Kinderwagen sitzen, sondern die Welt viel lieber auf zwei Beinen erkunden – leider meist in die falsche Richtung. Für die Eltern ist das eine anstrengende Zeit. Da hilft nur Geduld.

Die kindersichere Wohnung

Wenn das Baby Laufen gelernt hat, ist noch einmal ein guter Zeitpunkt, um die Wohnung auf Kindersicherheit zu überprüfen. Denn nun gelangt das Baby noch schneller an höhere Objekte. Die wichtigsten Gefahrenquellen sind:

  • Putzmittel
  • Steckdosen
  • Medikamente
  • lose Elektrokabel
  • Treppen
  • Plastiktüten
  • offene Fenster/Türen

Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Räume entsprechend absichern oder Gegenstände so verstauen, dass Ihr Baby auch auf zwei Beinen keinen Zugriff darauf hat.

Tipp: Einem Laufanfänger muss längst nicht jeder Stolperstein aus dem Weg geräumt werden. Es ist wichtig für ein Baby, seine Geschicklichkeit zu erproben. Solange sich Ihr Baby grundsätzlich in einem sicheren Umfeld bewegt, müssen sie es nicht vor jedem kleineren Sturz bewahren.

BR Fernsehen – Gesundheit!

Die ersten freien Schritte – kleine Tapser und winzige Trippelschritte – vergessen Eltern wohl nie. Schließlich gehört das Laufen zu den wichtigsten Meilensteinen im Leben des Kindes. Denn damit macht es in der Tat einen großen Schritt in Richtung Selbständigkeit – vom Baby zum Kleinkind.

Hochziehen und frei stehen

Bevor es mit dem Laufen los geht, ziehen sich die Babys zunächst an Gegenständen hoch, dann stehen sie frei und schließlich wagen sie die ersten Schritte. Wann genau es beginnt, hängt vom Kind ab – bei der motorischen Entwicklung gibt es große Unterschiede. Eltern sollten sich nicht verunsichern lassen, wenn ihr Kind noch nicht läuft und es das eigentlich schon tun „sollte“.

„Der Laufstart ist sicher ganz individuell und genetisch festgelegt. Es gibt zwei Meilensteine, der eine ist so mit etwa 12 Monaten, da fangen die Kinder an, sich hochzuziehen und an Gegenständen entlang zu laufen. Und mit 15 Monaten laufen sie in aller Regel frei. Es gibt aber auch Kinder, die deutlich früher oder später dran sind. Wenn sie mit etwa einem Jahr noch nicht laufen, ist das erst mal kein Grund zur Besorgnis, das kommt dann schon noch.“

Kinderärztin Dr. Michaela Krieger, Germering

8 oder 19 Monate – alles ok!

Frühe Läufer machen mit acht Monaten ihre Umgebung unsicher – eher gemütliche Kinder erst mit 19 Monaten.

Generell gilt:

Etwa acht Wochen nach den anfänglichen Gehversuchen können die meisten Kinder schon richtig gut gehen. Mit 16 Monaten können etwa 90 Prozent aller Kleinkinder laufen.

Laufen lernen – das ist ein langer Prozess.

Allerdings sind die Kinder in den ersten vier Jahren ständig damit beschäftigt, nicht zu fallen und das Gehen, Rennen und Hüpfen zu perfektionieren. Auch wenn man das Laufalter nicht beeinflussen kann und sein Kind nicht pushen sollte, kann man einiges tun, um die Mobilität der Kinder von Anfang an zu fördern.

Tipps fürs Laufen lernen

Spielen

So oft es geht mit dem Baby runter auf den Boden und spielen – das fördert den natürlichen Bewegungsdrang des Kindes. Wippen, Schalen und Stühle so selten wie möglich benutzen. Ob Bälle, Nachziehspielzeug oder Luftballons – fast alles eignet sich, um das Kind zu animieren. Spielerisch lernt es sowieso am besten.

Anlocken …

Wenn sich das Kind an einem Möbelstück hochzieht und festhält, kann man ihm etwas Spannendes hinhalten. Dann wird es vermutlich danach greifen und hält sich nur mit einer Hand fest, das trainiert den Gleichgewichtssinn. Nach und nach wird der Nachwuchs immer sicherer und nimmt beide Hände ans Spielzeug – vielleicht ein Ansporn für den ersten Schritt.

Neues wagen!

Gut ist, immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Warum das Kind nicht auf dem Spielplatz mal auf die Wippe stellen und vorsichtig an den Händen festhalten oder barfuß durchs Gras gehen lassen, ein anderer Untergrund, eine andere Bewegung – all das trainiert die Sinne des Kindes.

Barfuß ist am besten

Das beste Laufgefühl bekommen Babys übrigens barfuß. Ohne Schuhe zu gehen, fördert Balance und Koordination. Egal, ob auf Gras, Sand oder zu Hause – Kinderärzte raten, die Kinder am besten so lange wie möglich ohne Schuhe gehen zu lassen. Denn Kinderfüße bestehen aus relativ weichem Gewebe. Sie sollen so wenig wie möglich eingeschränkt werden.

Wenn barfuß nicht geht …

Ist der Boden zu kalt oder glatt, sind rutschfeste Stoppsocken am besten. Für draußen eignen sich Lederpantoffeln, das sind ganz weiche Lederschühchen ohne feste Sohle. Mit dickem Strumpf sind die auch bei kühleren Temperaturen eine gute Alternative zum festen Schuh.

Helfende Hände

Fängt das Kind an zu laufen und will an der Hand üben, sollten Eltern sich übrigens immer vor das Kind stellen und es sachte führen und nicht (wie man es ja immer wieder sieht) die Arme nach oben reißen, das ist nicht gut für die Gelenke.

Schiebend unterwegs

Läuft das Kind, sollte man ihm Schiebemöglichkeiten zum Üben anbieten, das muss kein teures Lauflernwägelchen sein, eine stabile Kiste, ein Spielebogen, ein Kinderstuhl – all das eignet sich, solange die Sachen kipp- und damit sturzsicher sind.

Rettende Inseln

Rettungsinseln aus Kissen zum Beispiel in der Nähe des Sofas können hilfreich sein, um kleine Plumpser abzufedern. Spätestens jetzt sollten Eltern natürlich auch die Wohnung noch mal auf Kindersicherheit überprüfen – sind alle Ecken gesichert, Möbel kippsicher, die Treppen unzugänglich?

Achtung: Lauflernhilfen sind gefährlich!

Vorsicht bei Lauflernhilfen!

Bei manchen Eltern sind sie immer noch beliebt – die sogenannten Lauflernhilfen. Das sind zum einem die Gehfrei-Modelle, in denen die Babys sitzen und bei denen sie die Beine bewegen können, zum anderen gibt es die Türhopser, bei denen Babys in einer Art Sack im Türrahmen hüpfen.

Viele dieser Systeme werden als Lauflernhilfe verkauft, suggerieren also tatsächlich, das Laufen lernen zu fördern. Das Gegenteil ist jedoch nach Auffassung der Kinderärzte der Fall:

„Wir lehnen es total ab, die Kinder dort vermeintlich zum Laufen zu bringen. Diese Systeme sind sehr sehr unfallträchtig. Der Schwerpunkt ist einfach falsch. Der Schwerpunkt liegt nicht unten auf den Beinen, sondern in der oberen Körperhälfte. Wenn die Kinder damit verunglücken, können sie sich nicht befreien und damit drohen schwere Verletzungen. Leider sehen wir solche Fälle immer wieder in unseren Praxen, obwohl seit Jahren vor solchen Modellen gewarnt wird.“

Kinderärztin Dr. Michaela Krieger, Germering

Studien zeigen, dass sich die motorische Entwicklung durch diese Lauflernhilfen sogar signifikant verzögert, denn die Kinder werden in ihrem natürlichen Bewegungsdrang eher gebremst als gefördert.

Der erste Schuh

Läuft das Kind schon gut, kann man an den ersten richtigen Schuh denken. Hier gilt: Qualität schlägt Optik und Beratung ist ganz wichtig.

„Am leichtesten tun Sie sich als Eltern, wenn Sie in ein Fachgeschäft gehen, es gibt Kinderschuh-Fachgeschäfte. Am besten nehmen Sie das Kind mit. Das Kind probiert den Schuh an. Und es geht nicht darum, den schönsten Schuh zu finden, sondern den zweckmäßigsten. Das ist ein Schuh, der eine biegsame Sohle haben sollte aber doch stabil ist und am besten das Sprunggelenk miteinschließt. Und der Schuh sollte ein ausreichend großes Zehenfach in der Breite und in der Länge haben, damit die Zehen nebeneinander stehen können.“

Kinderärztin Dr. Michaela Krieger, Germering

Turnschuhe, Ballerina oder gar Zehentrenner sind also total ungeeignet. Am besten sind weiche Lederschuhe.

Die Regel lautet:

Das Kind führt den Schuh, nicht umgekehrt! Früher dachte man, je fester der Schuh ist, umso besser ist es für das Kind. Das gilt heutzutage als überholt.

Gebrauchte Schuhe sind ok

Schuhe können weitergegeben werden.

Sind gebrauchte Schuhe übrigens noch intakt, vor allem im Sohlenbereich und passen dem Geschwisterchen, kann man sie bedenkenlos nehmen – nur nicht als Lauflernschuh, der sollte immer neu sein.

Kinderfüße wachsen schnell!

Noch ein Tipp: Bei Kindern wachsen die Füße sehr schnell, deshalb am besten alle zwei Monate prüfen, ob der Schuh noch gut passt, notfalls regelmäßig nachmessen lassen im Schuhgeschäft. Kinder können ganz lange nicht artikulieren, ob ein Schuh noch gut sitzt.

Auf Wiedersehen! – Ein Jahr „Abenteuer Baby“ geht zu Ende

Gesundheit! hat zwei Familien ein ganzes Jahr begleitet beim Abenteuer Kind. Volle Windeln, viel Geschrei, durchwachte Nächte, Impfungen, Babykurse, der erste Brei, der erste Schnupfen, krabbeln, Zähnchen und die ersten Schritte – für beide Familien war es eine anstrengende, aber auch eine wunderschöne Zeit. In der letzten Folge unserer Serie schauen wir zurück:

Familie Eissele aus München

Rückblick ins Frühjahr 2015: Tabea und Jonathan

Tabea und Jonathan Eissele aus München wurden vor einem Jahr zum ersten Mal Eltern.

„Für mich war am schönsten eigentlich mitzuerleben, wie Emilia sich so entwickelt hat, von dem kleinen Ding, was am Anfang da liegt und sich überhaupt nicht bewegen kann. Und zu sehen, wie sie dann anfing, Laute von sich zu geben und mittlerweile kann man mit ihr kommunizieren, und zwar so, dass man das Gefühl hat, sie versteht einen und reagiert auf einen.“

Jonathan

„Wahnsinn, wie schnell das erste Jahr so rumgegangen ist. Da wird man schon etwas melancholisch. Insgesamt finde ich, wir haben das super gemeistert als Team, dass wir Emilia wirklich so durch das erste Jahr gebracht haben.“

Tabea

Familie Haubrich aus Augsburg

Die beiden kannten vieles schon durch Schwester Emma – sie waren durch Clara plötzlich zu viert … Erfahrene Eltern haben es ja etwas einfacher, weil sie schon Routine haben, aber der Stressfaktor ist natürlich etwas größer mit zwei Kindern:

„Wir haben viel gelacht miteinander. Aber wir waren auch oft genervt. Also gerade das Thema Schlafen – das hat uns viel Kraft gekostet. Clara hatte da ja so ihre Probleme ab ein paar Monaten. Aber mittlerweile hat sich das alles gut einbalanciert.“

Thorsten

„Nach einem Jahr wird Clara jetzt immer selbständiger, sie ist ganz anders mit integriert. Man ist noch mal viel freier unterwegs, weil sie mobil ist und mit essen kann usw. Und es ist schon schade, wenn man jetzt Bilanz zieht, wie schnell das Jahr vorbei gegangen ist.“

Lena

Gesundheit! sagt Danke dafür, dass wir beim „Abenteuer Baby“ dabei sein durften. Wir wünschen den Familien viel Glück und alles Gute für die nächsten Abenteuer.

Ab wann muss ein Kind alleine laufen können?

Die meisten Kinder beginnen mit ungefähr einem Jahr, sich an Gegenständen hochzuziehen. Mit eineinhalb Jahren können sie frei laufen und mit zwei Jahren Treppensteigen.

Es gibt aber auch Kinder, die lange sitzen und auf dem Po rutschend sehr schnell fast überall hinkommen. Im zweiten Lebensjahr geht es dann auf einmal ganz schnell mit dem Laufenlernen. Die Entwicklung muss also nicht bei jedem Kind gleich und lehrbuchmässig erfolgen. Sie kann auch manchmal in regelrechten Schüben ablaufen und durchaus auch einmal einen Stillstand haben. Vielleicht ist das Kind zu dieser Zeit gerade mit dem Erlernen einer anderen ebenso wichtigen Fähigkeit, z.B. dem Sprechen, beschäftigt.

Ein Kind, das mit 20 Monaten noch nicht wenigstens fast frei laufen kann, sollte von einem Kinderarzt untersucht werden. Wenn es an den Ärmchen hochgezogen wird und seine Beinchen nicht gerade machen will, ist es in seiner Motorik tatsächlich entwicklungsverzögert. Besorgnis erregend sind auch Rückschritte eines Kindes, das schon laufen konnte und plötzlich dazu nicht mehr in der Lage ist. Dann muss ein Kinderarzt Muskeln, Nerven und Reflexe gründlich untersuchen. Eventuell können krankengymnastische Übungen über einen gewissen Zeitraum angebracht sein, um notwendige Fertigkeiten aufzuholen.

6 Tipps, mit denen Sie Ihr Kind beim Laufen lernen unterstützen

Die meisten Kinder lernen im ersten Lebensjahr, wie man läuft. Aber auch das Laufen lernen will gelernt sein. Bevor Ihr Kind die ersten freien Schritte wagt, muss viel geübt werden.

Sie können nur unterstützen, nicht beschleunigen

Die motorische Entwicklung Ihres Kindes, kann nicht beschleunigt werden. Bevor Ihr Kind Laufen lernen kann, müssen erst die Verbindungen zwischen dem Gehirn und den Nervenenden in Beinen und Füßen reifen. Die Muskeln müssen kräftig genug sein.
Sie können daher den Prozess nicht beschleunigen, indem Sie Ihr Kind immer wieder auf seine Füße stellen. Dies würde es nur überfordern.

Wie Sie Ihr Kind beim Laufen lernen unterstützen können

1. Bewegungsfreiheit

Damit Ihr Kind optimale Bedingungen hat, seine Lauffähigkeiten zu entwickeln, sollten Sie Platz schaffen. Räumen Sie Stolperfallen, wie z.B. Kabel aus dem Weg und legen Sie es auf eine Krabbeldecke, anstatt in die Babywippe.
Auf der Decke kann es sich nach Herzenslust ausleben.

2. Motivation

Beim Laufen Lernen ist Motivation besonders wichtig. Zeigen Sie Ihrem Baby Anerkennung, für jeden Fortschritt, den es macht. Beruhigen Sie es im Gegenzug, falls es mal nicht klappt.
Ihr Lob spornt Ihr Kind an, es immer weiter zu probieren. Damit es seine neuen Fähigkeiten in seinem eigenen Tempo entwickeln kann, greifen Sie nur ein, wenn es fällt, oder dabei ist, sich zu stoßen.

3. Barfuß

Ihr Kind kann so sehr gut laufen lernen. Es bekommt ein Gefühl für den Boden und seinen Fuß. Falls es zu kalt ist, können Sie auf Anti-Rutsch-Socken zurückgreifen.
Schuhe sollte Ihr Kind erst tragen, wenn es auch laufen kann und wenn sie rausgehen wollen.

4. Überfordern Sie Ihr Kind nicht

Muten Sie Ihrem Kind keine Strecken zu, die es noch nicht bewältigen kann.

5. Verzichten Sie auf Lauflernhilfen

Es klingt so verlockend, aber die Haltung dieser Systeme hemmt die Entwicklung der Muskulatur. Außerdem haben die Gehfrei – Systeme hohe Unfallrisiken.

6. Stürze gehören dazu

Entmutigen Sie Ihr Kind nicht, indem Sie sagen, dass etwas zu gefährlich wäre. Geben Sie ihm lieber Ihre Hand und ermutigen Sie es, es nochmal zu versuchen.

Auch, wenn Ihr Kind vielleicht länger braucht, um laufen zu lernen, ist das kein Drama. Jedes Kind ist anders. Den Drang zum Laufen lernen, entwickelt Ihr Baby von ganz alleine. Sie brauchen also gar nicht viel machen.

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Wann sollte mein Baby anfangen zu laufen?

Nachdem sich hier in der letzten Woche alles rund um das Thema Krabbeln gedreht hat, schreiben wir heute über die nächste wichtige Etappe in der Entwicklung eures Babys. Es hat seine Krabbelfähigkeiten nun beinahe perfektioniert und schon das nächste Ziel vor Augen: euer Schatz will noch höher hinaus und laufen lernen.
So lernt euer Baby laufen
Mit ungefähr acht Monaten hat sich die Greiffähigkeit eures Babys gut entwickelt und so lernt es, sich an Möbeln hochzuziehen. Bis es seine ersten freien Schritte macht, wird noch etwas Zeit vergehen. Zunächst halten Babys sich noch mit beiden Händen fest. Wenn ihr ihm beispielsweise ein interessantes Spielzeug hinhaltet, wird es danach greifen und sich nur noch mit einer Hand festhalten. So wird der Gleichgewichtssinn trainiert. Nach ein paar Wochen haben sich die Muskeln ausreichend gestärkt und schließlich kann euer Baby freihändig stehen. Um sein Gleichgewicht halten zu können, steht es zunächst noch breitbeinig und schwankend auf seinen Füßen. Nach und nach wird euer Baby nun lernen, sich z. B. am Sofa entlang zu hangeln und wird diesauch freudig und stolz unter Beweis stellen. Die ersten freien Schritte wagen Kinder inder Regel mit etwa fünfzehn Monaten aus dem festen Stand. Dies geschieht oft unbewusst, daher kann es passieren, dass euer Schatz sich erschreckt, fallen lässt und den Weg lieber krabbelnd zurücklegt. Mit der Zeit wird euer Baby mutiger und lernt sehr schnell dazu. Die Knochen, Muskeln und auch das Nervensystem sind nun ausreichend entwickelt. Es kann sogar Dinge hinter sich herziehen und vorwärts laufen, während es nach hinten schaut.Besonders beliebt bei den Kleinen sind Nachziehtiere. In den folgenden Monaten wird es immer sicherer laufen und stolz über seine neu erlangte Selbständigkeit sein. Einige Kinder möchten vielleicht auch schon versuchen, Treppen zu laufen.
Viele Eltern stellen sich die Frage, ab welchem Alter ihr Baby laufen können sollte. Hier gibt es eine große Zeitspanne. So gibt es Kinder, die bereits mit neun Monaten ihre ersten Schritte wagen, während andere sich noch Zeit lassen und erst mit achtzehn Monaten selbständig laufen. Wie bei allen anderen Entwicklungsfortschritten gilt auch hier: jedes Baby hat sein eigenes Tempo und so gestaltet sich auch die Entwicklung eines jeden Kindes individuell. Vergleicht euren Schatz daher nicht mit anderen Kindern und lasst euch nicht beunruhigen, wenn euer Baby noch nicht läuft, während das gleichaltrige Kind einer
Freundin bereits vor zwei Monaten seine ersten eigenen Schritte gemacht hat. Sollte euer Baby allerdings mit achtzehn Monaten keinerlei Anstalten machen, sich hinzustellen, solltet ihr den Rat eures Kinderarztes einholen. So könnt ihr euer Baby beim Laufen lernen unterstützen:
1. Spielerisches Fördern der Fähigkeiten
Am besten könnt ihr euren Nachwuchs spielerisch dabei unterstützen, laufen zu lernen. Euer Baby braucht erst genügend Zeit und Mut, um seine ersten Schritte zu wagen. Kniet euch z.B. in geringem Abstand zu ihm und ermutigt es, die kurze Entfernung zu überbrücken und in eure Arme zu laufen. Ihr solltet es allerdings vermeiden, euer Baby immer wieder hinzustellen und zum Laufen bringen zu wollen, da es sich dadurch überfordert fühlen könnte. Gebt eurem Schatz genügend Zeit, dann wird er von ganz alleine laufen, sobald seine Fähigkeiten dafür optimal entwickelt sind.
2. Auf Lauflernhilfen verzichten
Unbedingt verzichten solltet ihr auf sogenannte Gehfrei-Lauflernhilfen und Türhopser. Sie stellen nicht nur eine hohe Unfallgefahr dar, sondern schränken euer Baby ein, statt es in seiner Entwicklung zu unterstützen. Rücken und Wirbelsäule geraten in eine ungeeignete Position, sodass die Muskulatur eures Schatzes falsch belastet wird. Haltungsschäden können die Folge sein.
3. Bewegungsfreiheit schaffen
Damit euer Baby das Laufen optimal üben kann, sollten ihm genügend Möglichkeiten zum zur Bewegung geboten und Freiräume geschaffen werden. Habt ihr schon von unseren Schlummersack Schlafsäcken mit Füßen gehört? Sie sorgen für mehr Bewegungsfreiheit
und sind daher ideal für euren kleinen Laufanfänger. Euer Baby kann also sowohl abends vor dem Schlafengehen noch in seinem Schlafsack spielen als auch morgens bis zum Anziehen uneingeschränkt darin herumlaufen ohne kalt zu werden.
4. Gefahrenquellen beseitigen
Sobald euer Baby beginnt, sich an Möbeln hochzuziehen, solltet ihr eure Wohnung auf mögliche Gefahrenquellen untersuchen. Steckdosen und der Herd sollten nun auf jeden Fall kindersicher gemacht werden, ebenso Treppen. Und auch schwere Gegenstände, die euer Baby herunterziehen könnte, solltet ihr in Sicherheit bringen. Auf Tischdecken solltet ihr am besten verzichten, da euer Schatz sie ebenfalls mitsamt Geschirr, Vasen etc. herunterziehen kann. Wenn ihr außerdem darauf achtet, dass eure Möbel kippsicher sind, kann euer Baby die Wohnung gefahrlos erkunden.
Wann ist es Zeit für die ersten Schuhe?
Babys lernen am besten barfuß oder auf rutschfestenSocken laufen, so entwickelt sich die Fuß- und Beinmuskulatur besser. Euer Baby hat barfuß zudem ein besseres Gefühl für Koordination und Balance. Wenn es schon sicher läuft und seine Lauffähigkeiten auch draußen unter Beweis stellen möchte, ist es Zeit für die ersten Schuhe. Die Sohle sollte möglichst flexibel, leicht und rutschfest sein. Außerdem sollte der Fuß eures Babys im Schuh noch einen Spielraum von ca. 12 mm nach vorne haben, damit es beim Laufen den Fuß optimal abrollen kann. Euer Baby sollte in seinen ersten Schuhen eine guten Halt haben,
daher solltet ihr euer Baby die Schuhe zunächst anprobieren und es darin laufen lassen. Läuft es gut in den Schuhen und bestehen diese aus atmungsaktivem Material, habt ihr einen geeigneten Schuh für euer Baby gefunden. Wenn ihr überprüfen möchtet, ob die Schuhe wirklich passen, könnt ihr vorher eine Fußschablone anfertigen, indem sich euer Schatz auf ein Stück Pappe stellt und ihr seinen Fuß nachzeichnet. Diese Schablone könnt ihr dann in den Schuh legen und so feststellen, ob der Schuh passt und genügend Platz für die Füße eures Babys bietet.

Laufen – die ersten Schritte

Werden Sie nicht ungeduldig, wenn Ihr Kind auch am ersten Geburtstag nur krabbelt und noch nicht alleine laufen kann – die Bandbreite ist gerade beim Laufenlernen enorm gross. Manche Babys lernen schon im achten, andere erst im 15. Monat laufen, wieder andere sogar noch später. Ein gesundes Kind wird früher oder später ganz von allein Laufen lernen.

Zieht sich Ihr Kind an einem Möbelstück hoch und hält sich daran fest, ist es aber schon auf dem besten Wege dorthin. Sie können nun anfangen, mit ihm zu trainieren. Halten Sie ihm etwas Interessantes vor die Nase, z.B. sein Lieblingsspielzeug. Es wird danach greifen und hält sich dann nur noch einhändig fest. Das übt den Gleichgewichtssinn. Gut ist auch, wenn Ihr Kind anfängt, Dinge vor sich her durch die Wohnung zu schieben. Das kann ein Wäschekorb, eine Holzkiste oder ein Kinderstuhl sein.

Nach und nach wird Ihr Kind immer sicherer stehen und lässt irgendwann beide Hände los und steht freihändig für kurze Zeit, noch breitbeinig und schwankend. Nun dauert es wieder ein paar Wochen bis Ihr Kind sein eigenes Gleichgewicht gefunden und die Muskeln gestärkt hat.

Die ersten freihändigen Schritte allein schaffen Babys normalerweise aus dem sicheren Stand, oft ganz zufällig. Merken sie dann, dass sie ja eigentlich ohne Hilfe laufen, lassen sie sich aus Angst fallen und krabbeln sicher auf dem Boden weiter.

Damit Ihr Baby ungefährdet die ersten Schritte üben kann, sollten Sie Ihre Wohnung kindersicher machen. Achten Sie auf kippsichere Möbel, an denen sich Ihr Baby hochziehen und daran entlang hangeln kann. Scharfe Kanten und Ecken polstern Sie am besten mit Schaumstoff oder Kissen ab. Kabel und andere Stolperfallen entfernen Sie. Tischdecken sind in dieser Zeit tabu. Babys und Kleinkinder könnten sie samt Geschirr und Töpfen vom Tisch ziehen. Sichern Sie ausserdem Treppenauf- und -abgänge, Schubladen, Küchenschränke und den Herd.

Immer wieder fragen sich Eltern, wann die ersten Schuhe gekauft werden sollten. Eins ist klar: Barfuss oder in rutschfesten Socken mit Gumminoppen sowie in Mokassins läuft es sich am besten. Dabei wird ganz natürlich die Fuss- und Beinmuskulatur trainiert. Es ist außerdem für die Kinder viel einfacher, die Balance zu halten, wenn die Füsse unbeschwert sind. Bei der Behauptung: „Kinder brauchen feste Schuhe um Halt zu haben beim Laufen lernen“ handelt es sich um ein Ammenmärchen.

Von Lauflernhilfen raten alle Experten mittlerweile ab. Sie verzögern die natürliche Entwicklung des Babys, weil sie Rücken und Wirbelsäule in eine ungünstige Position bringen und die Muskulatur falsch belasten. Ausserdem sind sie gefährlich – die Kinder könnten damit umkippen, Treppen und Absätze hinunterstürzen oder mit ihrer Hilfe an gefährliche Dinge im Haushalt gelangen. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Baby früher oder später ganz allein seine ersten Schritte machen wird.

Weitere Meilensteine:

Sitzen

Krabbeln

Herumdrehen

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